Es war ein Urlaubsspatziergang vor einigen Jahren. Das Auto unten im Tal,
die Hütte oben auf dem Berg. Bewaffnet mit Karte, Wasser, Imbiss und
Lesematerial machen wir uns auf den Weg. (Fast) Immer bergauf. Es dauert nicht
lang und der Atem wird schwerer, der Puls steigt – aber das wussten wir ja im
Voraus und haben es bereitwillig in Kauf genommnen. Der Weg ist mittlerweile
für den Normalverkehr gesperrt. Gelegentlich überholen wir langsamere Wanderer
oder grüßen die, die uns entgegenkommen. Dann hören wir ein Auto.
Ungewohnt! Kuhglocken – klar. Vögel – sicher.
Sogar der ferne Dauerton der Autobahn aus dem Tal dringt gedämpft zu uns
herauf. Aber ein Auto hier oben, auf unserem Spatzierweg? Wir schauen uns um.
Um die Kurve kommt der gelbe Kastenwagen der Deutschen Post. „Tja,“ sag’
ich zu meiner Frau, „hier macht die Post wohl ihr Verlustgeschäft, wenn sie
den abgelegenen Höfen am Ende der Welt die Post zustellen muss!“
Ich hab’ Zeit zum Nachdenken. Was würden die
Hofbewohner wohl tun, wenn ihnen die Post nicht zugestellt würde? Wenn sich die
Post sagen würde: „Tut uns leid, Leute. Aber Ihr seid einfach zu weit
abseits. Flächendeckend gilt nur dort, wo man problemlos hinkommt und wo wir
kein Verlustgeschäft machen!“ Das würde wohl keiner der Bergbewohner verständnisvoll
abnicken. Sie haben ein Recht und die Post hat einen Auftrag!
Meine Gedanken gehen, wie so oft, zu den
Menschen, denen Gott eine Nachricht geschickt hat. Eigentlich ein Einschreiben,
das unbedingt zugestellt werden muss. Es sind keine Urlaubsgrüße. Es ist eine
Nachricht, die über Leben und Tod entscheidet. Leider leben die Empfänger nicht
immer dort, wo man „problemlos hinkommt“ und wo man „kein
Verlustgeschäft“ macht. Aber es bleibt dabei, es ist eine Benachrichtigung
von Gott, und es geht tatsächlich um Leben und Tod! Dies ist keine Illustration
mehr. Dies ist Realität, Tatsache! Und noch etwas ist Tasache: DU bist
Gottes (Post-) Bote! Ja, DU! Gott hat DIR eine Botschaft gegeben
an Menschen, zu denen man nicht mehr problemlos hinkommt. (Markus 16:15) Er hat DIR eine Botschaft gegeben, deren Zustellung nach
menschlichen Massstäben ein „Verlustgeschäft“ darstellt. (Matthäus 16:25) Während es bei der Zustellung von Urlaubsgrüßen oder der Tageszeitung
durch die Post in den seltesten Fällen um Leben und Tod geht, gehört Deine Nachricht
genau in diese Kategorie. (Johannes 3:36)
Manch einer mag denken: Ich bin berufen,
Christ im eigenen Land zu sein, nicht, mich um die zu kümmern, die schwer zu
erreichen sind. Eine herrliche Halbwahrheit und ein gefährlicher Irrtum!
Ja, du bist berufen, Christ im eigenen Land zu
sein, Botschafter Gottes zu Hause! Und es ist mein Wunsch – ach, was soll’s –
es ist GOTTES Wunsch und Auftrag, dass Du genau das bist: Christ im
eigenen Land! Weil Du das weißt, hoffe ich, dass Du mit Freude und Eifer bei
der Sache bist, Botschafter für Jesus im eigenen Land zu sein – in der Familie,
unter Freunden, Kollegen und Nachbarn. Aber darüber hinaus ist es Gottes
Auftrag an Dich (und mich ... und alle Seine Kinder) Botschafter für Ihn zu
sein in aller Welt (Römer 10:13-15). Du und ich müssen mitarbeiten,
dass Gottes Nachricht über Leben und Tod die erreicht, die nicht problemlos
erreichbar sind und wo die Zustellung der „Guten Nachricht“ menschlich gesehen
ein Verlustgeschäft ist. Auch das gehört zu Deinem Auftrag, nicht minder als
die Zustellung der Guten Nachricht „zu Hause.“
Wie schnell können alle noch unerreichten
Menschen erreicht werden, wenn wir diese Wahrheit erkennen und entsprechend
handeln.
Montag, 9. September 2019
Sonntag, 8. September 2019
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss
1 Und es geschah nach dem Tod Josuas, da fragten die Söhne Israels den HERRN und sprachen: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen?
2 Und der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen! Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.
3 Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los und lass uns gegen die Kanaaniter kämpfen, so will ich auch mit dir in dein Los ziehen! Und Simeon zog mit ihm.
4 Als nun Juda hinaufzog, gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Hand, und sie schlugen sie bei Besek, 10 000 Mann.
5 Und als sie den Adoni-Besek in Besek fanden, kämpften sie gegen ihn; und sie schlugen die Kanaaniter und Pheresiter.
6 Und Adoni-Besek floh; aber sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und schlugen ihm die Daumen und die großen Zehen ab.
7 Da sprach Adoni-Besek: 70 Könige mit abgehauenen Daumen und großen Zehen lasen [ihr Brot] auf unter meinem Tisch. Wie ich gehandelt habe, so hat mir Gott wieder vergolten! Und man brachte ihn nach Jerusalem; und er starb dort.
8 Die Söhne Judas hatten nämlich gegen Jerusalem gekämpft und es erobert, und sie hatten die Einwohner mit der Schärfe des Schwertes geschlagen, die Stadt aber in Brand gesteckt.
9 Danach zogen die Söhne Judas hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die auf dem Bergland1 und im Negev2 und in der Schephela3 wohnten.
10 Juda zog auch gegen die Kanaaniter, die in Hebron wohnten; Hebron aber hieß vor Zeiten Kirjat-Arba; und sie schlugen Sesai und Achiman und Talmai.
11 Von dort zogen sie gegen die Einwohner von Debir; Debir aber hieß vor Zeiten Kirjat-Sepher.
12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlägt und erobert, dem will ich meine Tochter Achsa zur Frau geben!
13 Da eroberte es Otniel, der Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau.
14 Und es geschah, als sie einzog, da spornte sie ihn an, von ihrem Vater einen Acker zu erbitten. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: Was willst du?
15 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Südland gegeben; so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Wasserquellen und die unteren Wasserquellen.
16 Und die Söhne des Keniters, des Schwiegervaters Moses, waren mit den Söhnen Judas aus der Palmenstadt in die Wüste Juda hinaufgezogen, die südlich von Arad liegt; und so gingen sie hin und wohnten bei dem Volk.
17 Juda aber zog hin mit seinem Bruder Simeon; und sie schlugen die Kanaaniter, die in Zephat wohnten, und vollstreckten an ihnen den Bann und nannten die Stadt Horma.
18 Dazu eroberte Juda Gaza samt seinem Gebiet und Askalon samt seinem Gebiet und Ekron samt seinem Gebiet.
19 Und der HERR war mit Juda, sodass er das Bergland eroberte; aber die Bewohner der Ebene vertrieb er nicht aus ihrem Besitz, denn sie hatten eiserne Streitwagen.
20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie es Mose gesagt hatte; und dieser vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.
Die Untreue der anderen Stämme.Verschonung der Kanaaniter
21 Aber die Söhne Benjamins vertrieben die Jebusiter nicht, die in Jerusalem wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Söhnen Benjamins in Jerusalem bis zu diesem Tag.
22 Auch das Haus Joseph zog hinauf, nach Bethel, und der HERR war mit ihnen.
23 Und das Haus Joseph ließ Bethel auskundschaften; die Stadt hieß aber früher Lus.
24 Und die Späher sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen und sprachen zu ihm: Zeige uns doch, wo wir in die Stadt eindringen können, so wollen wir dir Gnade erweisen!
25 Da zeigte er ihnen, wo die Stadt zugänglich war, und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes; den Mann aber und seine ganze Sippe ließen sie gehen.
26 Da zog der Mann in das Land der Hetiter und baute eine Stadt und nannte sie Lus; das ist ihr Name bis zum heutigen Tag.
27 Manasse aber vertrieb die Einwohner von Beth-Schean und seinen Tochterstädten nicht, auch nicht diejenigen von Taanach und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Dor und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Jibleam und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Megiddo und seinen Tochterstädten; sondern es gelang den Kanaanitern, in diesem Land zu bleiben.
28 Und als Israel erstarkte, machte es die Kanaaniter fronpflichtig4 ; aber es vertrieb sie nicht aus ihrem Besitz.
29 Und Ephraim vertrieb die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten; sondern die Kanaaniter blieben in ihrer Mitte in Geser.
30 Sebulon vertrieb die Bewohner von Kitron nicht, auch nicht die Bewohner von Nahalol; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte und wurden fronpflichtig.
31 Asser vertrieb die Bewohner von Akko nicht, auch nicht die Bewohner von Zidon, Achelab, Achsib, Helba, Aphik und Rechob;
32 sondern die Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, die im Land blieben; denn sie vertrieben sie nicht aus ihrem Besitz.
33 Naphtali vertrieb weder die Bewohner von Beth-Schemesch noch die Einwohner von Beth-Anat, sondern wohnte mitten unter den Kanaanitern, die das Land bewohnten; aber die Bewohner von Beth-Schemesch und Beth-Anat wurden ihnen fronpflichtig.
34 Und die Amoriter drängten die Söhne Dans auf das Bergland zurück und ließen sie nicht in die Ebene herabkommen.
35 Und es gelang den Amoritern, in Har-Heres, in Ajalon und in Saalbim zu bleiben; aber die Hand des Hauses Joseph wurde ihnen zu schwer, und sie wurden fronpflichtig.
36 Und die Grenze der Amoriter zog sich vom Skorpionensteig von dem Felsmassiv an aufwärts.
"Darf ich fragen, ob du dort bist,
wo Gott dir eine Erweckung anvertrauen kann?"
(Duncan Campbell)
"Es gibt Dinge, für die es sich lohnt,
Predigttext
Richter 1:1-36
1 Und es geschah nach dem Tod Josuas, da fragten die Söhne Israels den HERRN und sprachen: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen?
2 Und der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen! Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.
3 Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los und lass uns gegen die Kanaaniter kämpfen, so will ich auch mit dir in dein Los ziehen! Und Simeon zog mit ihm.
4 Als nun Juda hinaufzog, gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Hand, und sie schlugen sie bei Besek, 10 000 Mann.
5 Und als sie den Adoni-Besek in Besek fanden, kämpften sie gegen ihn; und sie schlugen die Kanaaniter und Pheresiter.
6 Und Adoni-Besek floh; aber sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und schlugen ihm die Daumen und die großen Zehen ab.
7 Da sprach Adoni-Besek: 70 Könige mit abgehauenen Daumen und großen Zehen lasen [ihr Brot] auf unter meinem Tisch. Wie ich gehandelt habe, so hat mir Gott wieder vergolten! Und man brachte ihn nach Jerusalem; und er starb dort.
8 Die Söhne Judas hatten nämlich gegen Jerusalem gekämpft und es erobert, und sie hatten die Einwohner mit der Schärfe des Schwertes geschlagen, die Stadt aber in Brand gesteckt.
9 Danach zogen die Söhne Judas hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die auf dem Bergland1 und im Negev2 und in der Schephela3 wohnten.
10 Juda zog auch gegen die Kanaaniter, die in Hebron wohnten; Hebron aber hieß vor Zeiten Kirjat-Arba; und sie schlugen Sesai und Achiman und Talmai.
11 Von dort zogen sie gegen die Einwohner von Debir; Debir aber hieß vor Zeiten Kirjat-Sepher.
12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlägt und erobert, dem will ich meine Tochter Achsa zur Frau geben!
13 Da eroberte es Otniel, der Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau.
14 Und es geschah, als sie einzog, da spornte sie ihn an, von ihrem Vater einen Acker zu erbitten. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: Was willst du?
15 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Südland gegeben; so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Wasserquellen und die unteren Wasserquellen.
16 Und die Söhne des Keniters, des Schwiegervaters Moses, waren mit den Söhnen Judas aus der Palmenstadt in die Wüste Juda hinaufgezogen, die südlich von Arad liegt; und so gingen sie hin und wohnten bei dem Volk.
17 Juda aber zog hin mit seinem Bruder Simeon; und sie schlugen die Kanaaniter, die in Zephat wohnten, und vollstreckten an ihnen den Bann und nannten die Stadt Horma.
18 Dazu eroberte Juda Gaza samt seinem Gebiet und Askalon samt seinem Gebiet und Ekron samt seinem Gebiet.
19 Und der HERR war mit Juda, sodass er das Bergland eroberte; aber die Bewohner der Ebene vertrieb er nicht aus ihrem Besitz, denn sie hatten eiserne Streitwagen.
20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie es Mose gesagt hatte; und dieser vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.
Die Untreue der anderen Stämme.Verschonung der Kanaaniter
21 Aber die Söhne Benjamins vertrieben die Jebusiter nicht, die in Jerusalem wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Söhnen Benjamins in Jerusalem bis zu diesem Tag.
22 Auch das Haus Joseph zog hinauf, nach Bethel, und der HERR war mit ihnen.
23 Und das Haus Joseph ließ Bethel auskundschaften; die Stadt hieß aber früher Lus.
24 Und die Späher sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen und sprachen zu ihm: Zeige uns doch, wo wir in die Stadt eindringen können, so wollen wir dir Gnade erweisen!
25 Da zeigte er ihnen, wo die Stadt zugänglich war, und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes; den Mann aber und seine ganze Sippe ließen sie gehen.
26 Da zog der Mann in das Land der Hetiter und baute eine Stadt und nannte sie Lus; das ist ihr Name bis zum heutigen Tag.
27 Manasse aber vertrieb die Einwohner von Beth-Schean und seinen Tochterstädten nicht, auch nicht diejenigen von Taanach und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Dor und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Jibleam und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Megiddo und seinen Tochterstädten; sondern es gelang den Kanaanitern, in diesem Land zu bleiben.
28 Und als Israel erstarkte, machte es die Kanaaniter fronpflichtig4 ; aber es vertrieb sie nicht aus ihrem Besitz.
29 Und Ephraim vertrieb die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten; sondern die Kanaaniter blieben in ihrer Mitte in Geser.
30 Sebulon vertrieb die Bewohner von Kitron nicht, auch nicht die Bewohner von Nahalol; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte und wurden fronpflichtig.
31 Asser vertrieb die Bewohner von Akko nicht, auch nicht die Bewohner von Zidon, Achelab, Achsib, Helba, Aphik und Rechob;
32 sondern die Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, die im Land blieben; denn sie vertrieben sie nicht aus ihrem Besitz.
33 Naphtali vertrieb weder die Bewohner von Beth-Schemesch noch die Einwohner von Beth-Anat, sondern wohnte mitten unter den Kanaanitern, die das Land bewohnten; aber die Bewohner von Beth-Schemesch und Beth-Anat wurden ihnen fronpflichtig.
34 Und die Amoriter drängten die Söhne Dans auf das Bergland zurück und ließen sie nicht in die Ebene herabkommen.
35 Und es gelang den Amoritern, in Har-Heres, in Ajalon und in Saalbim zu bleiben; aber die Hand des Hauses Joseph wurde ihnen zu schwer, und sie wurden fronpflichtig.
36 Und die Grenze der Amoriter zog sich vom Skorpionensteig von dem Felsmassiv an aufwärts.
CCFG - Gottesdienst
Lobpreis - Missionsinput
Gottes Wort - Gebet!
Gottes Wort - Gebet!
Mittagessen - Gemeinschaft
Beginn: 10:30 Uhr
Herzlich Willkommen!
Herzlich Willkommen!
Sonntagszitat:
wo Gott dir eine Erweckung anvertrauen kann?"
(Duncan Campbell)
"Es gibt Dinge, für die es sich lohnt,
eine kompromisslose Haltung einzunehmen."
(Dietrich Bonhoeffer)
CCFG HIER auf Facebook(Dietrich Bonhoeffer)
Samstag, 7. September 2019
Angst ... um wen?
Über Pastor Wilhelm Busch wird berichtet, dass er von den
Nazis verhaftet wurde, weil er das Evangelium verkündigte. Er kam in eines der gefürchteten Gestapo-
Gefängnisse. Dort gab es wenig zu Essen und nichts zu lesen. Als seine Frau ihn
besuchte und sich besorgt über seinen Zustand äußerte, sagte er:
„Moment mal, um euch muss man Angst haben! Wie viel Zeit habt
ihr zum Beten? Wie viel Zeit hast du, um Gott zu loben? Mein Tagesablauf ist
so: Von 7-8 Uhr Gott loben; von 8-9 Uhr Fürbitte tun für andere; von 9-10 Uhr
mir die Psalmen hersagen, die ich kann. Und von 10-11 Uhr mache ich
Turnübungen, damit ich nicht einroste. Von 11-12 Uhr fange ich wieder an, Gott
zu loben. Dreimal am Tag eine Stunde Gott loben! … Um euch muss man Angst
haben, die ihr mit der Wirklichkeit des lebendigen Gottes nicht mehr rechnet,
nicht um mich.“
Manchmal sind es Zeiten, die verloren scheinen, die uns
Gelegenheiten geben, Gott näher zu kommen. Bei Wilhelm Busch war es die Zeit
seiner Gefangenschaft. Bei uns mögen es Zeiten der Krankheit sein, Stunden im
Zug oder Auto oder ein freier Abend.
Ich selbst muss, lernen und ich erfahre es immer
wieder: Wenn der Fernseher abends mal aus bleibt, der Computer zugeklappt bleibt und
ich ein gutes (christliches) Buch zur Hand nehme … oder Jesus mehr
Zeit gebe zu Beginn des Tages – oder Gemeinschaft suche mit andern am Ende
des Tages … wenn ich die Sehnsucht nach Jesus nähre und den Hunger bei Ihm
stille, statt bei so vielen Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit, dann wird
das Herz zu einer Zelle der Herrlichkeit, so wie Wilhelm Buschs Zelle zu einem
Ort der Herrlichkeit Gottes wurde.
Gib Gott D(S)eine Zeit, und lass erfüllt werden mit Seiner
Herrlichkeit, wie auch Wilhelm Busch es in Seiner Zelle erfahren durfte.
Eine Möglichkeit, Jesus neu zu begegnen, besteht morgen. Besuche
einen Gottesdienst, in dem Er das zentrale Thema ist. Wenn Du nicht weißt, wo
Du hingehen sollst, besuche uns.
Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
Herzlich
Willkommen!
Freitag, 6. September 2019
Mein / GOTTES Motto
Unter dieser Überschrift fand ich hier folgende Auflistung,
die wir uns gerne zu Herzen nehmen wollen – besonders GOTTES Motto:
Du sagst: „Das ist unmöglich!“
Gott sagt: “Alles ist möglich!“ (Lukas 18,27)
Du sagst: „Ich bin zu müde!“
Gott sagt: „Ich werde euch Ruhe geben!“ (Matthäus 11,28)
Du sagst: „Es gibt niemand, der mich wirklich liebt!“
Gott sagt: „Ich liebe dich!“ (Johannes 3,16; 13,34)
Du sagst: „ Ich schaffe es nicht mehr!“
Gott sagt: „Meine Gnade ist genug!“ (2.Korinther 12,9)
Du sagst: „Ich kann das nicht!“
Gott sagt: „Du kannst alles schaffen!“ (Philipper 4,13)
Du sagst: „Die Hindernisse sind zu groß!“
Gott sagt: „Ich ebne deinen Weg!“ (Sprüche 3,6)
Du sagst: „Mir fehlen die Fähigkeiten!“
Gott sagt: „Ich mache dich fähig!“ (2.Korinther 9,8)
Du sagst: „Das ist das alles nicht wert!“
Gott sagt: „Alle Dinge werden zum Guten mitwirken!“ (Römer
8,28)
Du sagst: „Das kann ich mir nie verzeihn!“
Gott sagt: „Ich vergebe dir!“ (Römer 8,1)
Du sagst: „Ich krieg das nicht geregelt!“
Gott sagt: „Ich werde alles erfüllen, wessen ihr bedürft!“
(Philipper 4,19)
(Philipper 4,19)
Du sagst: „Ich habe Angst!“
Gott sagt: „Ich habe euch nicht einen Geist der Furcht gegeben!“
(2.Timotheus 1,7)
Du sagst: „Ich habe so viele Sorgen, ich bin echt
frustriert!“
Gott sagt: „Wirf alle Sorgen auf mich!“ (1.Petrus 5,7)
Du sagst: „Ich habe nicht genug Glauben!“
Gott sagt: „Ich habe euch Glauben zugeteilt!“ (Römer 12,3)
Du sagst: „Ich bin nicht klug genug!“
Gott sagt: „Ich gebe dir die Weisheit!“ (1.Korinther 1,30)
Du sagst: „Ich fühle mich alleine!“
Gott sagt: „Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen!“
(Hebräer 13,5)
Möge der Herr Dir und mir helfen, Sein Motto ernst zu nehmen
und danach zu leben. Was für ein Leben!
Donnerstag, 5. September 2019
Komm, folge mir nach!
Jesus nachfolgen – das wollten alle drei! Der
Erste und der Dritte ergriffen selbst die Initiative, der Zweite wurde
von Jesus zur Nachfolge aufgefordert: Komm! Folge mir nach!
Jedoch hatten alle drei ein „Aber“. Nachfolge – aber!
Ob die erste Person je Jesus nachgefolgt ist, wissen wir nicht. Als Jesus ihm sagte:
„Die Füchse haben Gruben
und die Vögel unter dem Himmel haben Nester;
aber der Menschensohn hat nichts,
wo er sein Haupt hinlege.“ (Lukas 9:58)
hört man anschließend nichts mehr von ihm.
Vielleicht war ihm ein Kissen für die Nacht und eigene vier Wände
wichtiger als Jesus nachzufolgen. Vielleicht!
Der zweite wollte seinen Vater beerdigen.
Ob der bereits gestorben war und eine tagelange Trauerzeit anstand, oder
ob der Sohn um sein Erbe besorgt war – beides eine Möglichkeit.
Auch
die dritte Person hängt sehr an seiner Familie. Das ist grundsätzlich
eher positiv als negativ. Nur scheint seine Familie ihn von der
Nachfolge abzuhalten. Darin liegt die Tragik. Und Jesus muss allen
sagen:
„Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9:62)
Eine Statistik besagt, dass 16% aller Gemeindemitglieder keine Veränderung in
ihrem Leben erfahren. 16%! Nach den Worten Jesus scheint es u.a. daran
zu liegen, dass wir zurück oder zur Seite blicken – wohin auch immer –
jedenfalls nicht auf Jesus. „Komm! Folge mir nach!“
Wer
Jesus nachfolgt, hat Ihn automatisch vor Augen. Ob das jetzt, wie in
Lukas 9, Bequemlichkeit ist, die Sorge um meinen Besitz oder die Familie
– oder ob es mein Beruf, mein Hobby, meine Freizeit, mein
Haustier, meine Krankheit oder meine Freiheitsliebe ist – wenn ich
nicht Jesus vor mir sehe, dann laufe ich irgendetwas anderem nach und
bin nicht mehr ausschließlich nach vorne ausgerichtet.
Wenn Jesus uns auffordert, nicht nach
hinten zu sehen, fordert er uns aber auch auf, nicht an der
Vergangenheit festzuhalten. Sünde, Versagen und negative Erfahrungen
sollen uns nicht davon abhalten, in dieses Jahr hineinzugehen mit dem
Ziel, es mit Jesu Hilfe anders zu machen. Er vergibt! Er richtet auf!
Und Er will Neues schaffen.
Jesus möchte Dich und mich auf jeden Fall
aus der 16% Gruppe herauslösen. Er möchte, dass wir unser Leben mit Ihm
leben und am Ende trotz Zeiten der Niederlagen, der Enttäuschungen und
Kämpfe zurückblicken auf ein Leben des Sieges, der Gotteserfahrung
und des Wachstums. Und um uns das noch einmal zu versichern lesen wir:
Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. (2 Chronik 16:9a
Mittwoch, 4. September 2019
Apocalypse Now
"Apocalypse Now“ war ein mehrfach ausgezeichneter Antikriegsfilm
aus dem Jahr 1979, den Kritiker als einen der besten des 20. Jahrhunderts
bezeichnen.
Aber in allem Tohuwabohu richten wir unseren Blick nicht
auf die angsteinflößenden Umstände, sondern auf den kommenden Friedefürsten. Unser
höchstes Ziel ist nicht, die Welt zu retten (obwohl wir verantwortlich leben
wollen!), oder uns aufzuregen über die katastrophale Lage unserer Zeit. Unser
Ziel und Herzensanliegen ist es, so viele Menschen wie möglich mit Jesus
bekannt zu machen, damit sie in unserer katastrophenträchtigen Zeit ein festes
Fundament bekommen zum Leben – und zum ewigen Leben!
Christen sind keine Realitätsflüchtlinge! Christen leben mit Jesus. Darum geht es auch heute Abend in unserer Jüngerschaftsstunde. Wir hören Zeugnisse über das, was Menschen mit Jesus erlebt haben.
Dazu laden wir herzlich ein!
Apocalypse bedeutet so viel wie „Weltuntergang“. An den haben
Menschen aus allen Generationen mit jeder neuen Erfindung geglaubt, ob es die
Dampflokomotive war oder die Apollo-Raumschiffe zum Mond.
Nachdenken über einen möglichen Weltuntergang ist nicht
den Religionen vorbehalten. Bis heute beurteilen selbst säkulare Wissenschaftler
die Weltuntergangsstimmung. Die „Doomsday Clock“ – oder auch „Weltuntergangsuhr“
ist die symbolische Uhr einer Zeitschrift von Atomwissenschaftlern, die der
Öffentlichkeit verdeutlichen soll, wie groß momentan das Risiko einer globalen
Katastrophe ist. Die Uhr wurde 1947 gestartet mit einer Zeitangabe von 23:58
Uhr. Sie fiel in den nächsten Jahren nie tiefer als 23:43 Uhr. Im Jahr 2019
wird sie wieder auf 23:58 Uhr eingeordnet.
Schon unsere Urgroßeltern meinten, das Ende wäre nahe.
Unsere Großeltern stimmten ihnen (im Alter) bei und die Worte meines Vaters klingen
mir noch im Ohr: „Jong, de Welt gehrt bald onn’r“ (Junge, die Welt geht bald
unter). Es ist unschwer festzustellen, dass mit zunehmendem Alter die
Weltuntergangsstimmung in vielen Menschen zunimmt. Ich bekenne: Ich gehöre zu
denen, die alt werden.
Allerdings war ich kürzlich auf einem Treffen mit Pastoren,
in dem meine Einschätzung der gegenwärtigen Lage auf breiter Basis geteilt
wurde – auch von den Jüngeren. Dazu kommen Artikel, Berichte und
Dokumentationen von Journalisten, die mit Verschwörungstheorien und dem Glauben
nichts am Hut haben, aber auch von drohenden globalen Katastrophen reden.
Der Unterschied zwischen der Stimmung unserer
Urgroßeltern und unserer eigenen Beurteilung liegt u.a. darin, dass man in der
Vergangenheit neben dem gesellschaftlichen und moralischen Verfall auch wissenschaftliche
Neuerungen oder gewaltige Fortschritte als Zeichen für den Weltuntergang sah.
Heute sind es neben sozialem und moralischem Verfall tatsächliche Katastrophen,
die biblische Prophetien in den Bereich des Erklärbaren versetzen.
- Die Verschmutzung der Meere – die Offenbarung prophezeit dies in katastrophalem Ausmaß
- Die Zerstörung der Umwelt (z.B. Brasiliens Regenwald) auch das finden wir in der Bibel
- Das Massensterben von Insekten und Vögeln
- Die Unregierbarkeit der Menschheit – Jesus spricht davon in Matthäus 24
- Der schleichende Rückzug des Bargeldes – auch biblisch vorhergesagt
- Der Egoismus der Menschen – momentan kaum deutlicher zu sehen als in der Politik
- Die zunehmende Kontrolle des Staates oder Staatenbundes (EU / UN) über den Einzelnen, über Familien, Erziehung und Identität
- Die Zurückdrängung der Religionsfreiheit (Nie starben mehr Menschen um ihres Glaubens willen als in den letzten 100 Jahren)
Die Welt – religiös oder nicht – beschäftigt sich mit Krisen,
von denen sie annimmt, dass sie den Weltuntergang hervorrufen können. Die
Menschen haben Angst – schon jetzt!
Jesus sagt (Markus 13:32):
„Um
jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht,
auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.“ Darum sollte auch niemand
versuchen, Tag oder Stunde festzulegen. Allerdings sagt Jesus auch sehr klar – nachdem
Er die Zeichen Seines Kommens und des damit verbundenen Weltendes erklärt hatte
(Lukas 21:28):
„Wenn
all das anfängt, dann richtet euch auf
und
hebt den Blick, denn eure Erlösung ist ganz nahe!“
Als Menschen, die an Jesus glauben, tun uns die
Entwicklungen unserer Zeit leid. Das Durcheinander, der Unfrieden, die zum
Himmel schreiende Not vieler Menschen, der Egoismus vieler anderer.
Christen sind keine Realitätsflüchtlinge! Christen leben mit Jesus. Darum geht es auch heute Abend in unserer Jüngerschaftsstunde. Wir hören Zeugnisse über das, was Menschen mit Jesus erlebt haben.
Dazu laden wir herzlich ein!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr
Dienstag, 3. September 2019
Vertrauen
Ich mag eigentlich alles, was gut
riecht. Ob das ein gutes Aftershave ist, ein leckeres Essen, Blumen,
frisch gemähtes Gras, gerade gesägtes Holz – und sogar den Duft einer
ausgeblasenen Kerze.
Bei dem Letzteren muss ich
mich allerdings fragen, ob es wirklich so eine gute Duftnote ist, die
eine verloschene Kerze verbreitet, oder ob es eher angenehme
Assoziationen sind, die in den Sinn kommen. Außerdem nimmt man Duft
einer ausgeblasenen Kerze in der Regel verschwindend kurz wahr.
Bei dem Letzteren muss ich
mich allerdings fragen, ob es wirklich so eine gute Duftnote ist, die
eine verloschene Kerze verbreitet, oder ob es eher angenehme
Assoziationen sind, die in den Sinn kommen. Außerdem nimmt man Duft
einer ausgeblasenen Kerze in der Regel verschwindend kurz wahr.
Daran musste ich denken, als ich in Jesaja 2 den 22. Vers las:
So laßt nun ab von dem Menschen, der nur Hauch in seiner Nase hat;
denn wofür ist er zu achten?
Jesaja fordert das Volk
Gottes auf, nicht ständig auf die Hilfe anderer Nationen, anderer
Manschen zu vertrauen. Mal waren es die Assyrer, ein ander mal die
Babylonier, dann wieder die Ägypter oder die Syrer. Nicht dass sie es
nicht hätten besser wissen können.
Gott hatte sie mit
mächtiger, wunderbarer, fürsorgender, väterlicher, gnädiger, treuer Hand
aus Ägypten geführt. Die Götter der Ägypter hatten versagt!
Gott hatte ihnen zu Zeiten ihres Königs David Ruhe gegeben von ihren Feinden, deren Götter sich als wertlos erwiesen hatten.
Aber immer wieder war
Israel versucht, die Allmacht ihres Gottes zu vergessen. Immer wieder
liebäugelten sie damit, bei Menschen ihre Hilfe zu suchen, und nicht bei
Gott. Wie beständig eine solche Hilfe ist, sagt uns Jesaja. Nicht mehr
als ein Hauch, ein Atemzug. Das ist der Mensch. Nicht beständiger als
der kurzfristige Dunst einer ausgeblasenen Kerze.
Wir sollten Israel nicht
kritisieren, wenn wir selbst nicht unser ganzes Vertrauen auf Jesus
werfen. Er ist derselbe Gott für uns, der Er damals im Alten Testament
für Israel war. Und Er möchte unser ungeteiltes Vertrauen. Er möchte,
dass wir ablassen vom Menschen, und IHM vertrauen.
Unsere Weisheit, Kraft,
Zukunft, Sicherheit, Geborgenheit und alles andere, das unser Leben
betrifft, liegt einzig und allein in Gottes Hand. Sorgen – ade!
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. (nicht zu Menschen)
Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat! (Psalm 121:1-2)
Montag, 2. September 2019
Myrtie Howell
Chuck Colsen war Berater des früheren US Präsidenten,
Richard Nixon. Wegen der Watergate Affäre musste er für einige Jahre hinter Gitter.
Dort wurde er Christ und gründete nach seiner Entlassung eine christliche
Gefängnismission. Außerdem schrieb er zahlreiche Bücher. In seinem Buch Loving God (Gott lieben) stellt er dem
Leser Myrtie Howell (Foto) vor, eine 91(!) jährige Frau, die er in einem Rollstuhl, in
einem Altersheim traf.
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Myrtie wurde in eine arme Familie hinein geboren, ging nur
ein Jahr zur Schule und heiratete mit 17. Ende der 1930 Jahre starb eins ihrer
Kinder, ihre Mutter, ihr Mann und ihr Schwiegervater. Da sie ihr Haus nicht
halten konnte, musste sie es verkaufen.
Um mit ihren Kindern zu überleben, arbeitete sie in
verschiedenen Bereichen, aber die Unglücke in ihrem Leben hörten nicht auf. Ihr
jüngster Sohn starb, ihr Ältester wurde immer kränker. Irgendwann wurde es ihr
zu viel. Sie fiel in eine tiefe Depression, sah keine Möglichkeit mehr, etwas
für Gott zu tun und bat Ihn, zu sterben. Anstatt ihr Gebet zu erhören, sagte Gott
drei Worte zu ihr: „Schreibe an Gefangene!“
Ihr oberstes Ziel war, Gott zu gehorchen. Ohne irgendwelche
Vorbildung oder Kurse entwickelte sie eine Korrespondenz mit Gefängnisinsassen,
die schließlich zu Hunderten von Kontakten führte. „Die beste Zeit meines
Lebens“ nannte Myrtie diese Jahre der Korrespondenz mit Gefangenen, in denen sie
ihnen die Liebe Jesu bezeugte.
Wir können uns über unsere Umstände beklagen. Jeder von uns
geht hier oder da durch dunkle Tage, Monate … oder gar Jahre. Manchen scheint
das Leben grausam mitzuspielen und immer wieder neue Lasten aufzubürden. Manch
einer beginnt, eine depressive Grundstimmung zu entwickeln … und manch einer
beginnt, Gott um den Tod zu bitten.
Aber Gottes Pläne mit Seinen Kindern sind in der Regel nicht,
sie aus
dem Leben herauszuholen, sondern sie im Leben für Sein Reich zu
gebrauchen. Dazu braucht es keiner Vorbildung oder Kurse, keiner Gewandtheit
oder Bekanntheit. Es bedarf lediglich eines hörenden Ohres und eines gehorsamen
Herzens. Dann macht Gott aus kleinen Gehorsamsschritten große Segnungen, selbst
durch einfache Briefeschreiberinnen.
Denn ich weiß, was für Gedanken
ich über euch habe,
spricht der HERR,
Gedanken des Friedens und nicht
des Unheils,
um euch eine Zukunft und eine
Hoffnung zu geben.
(Jeremia 29:11)
Wie gut lassen sich diese Verse auf das Leben von Myrtie Howell
anwenden. Wir sehen die Wahrheit dieses Wortes Gottes in ihrem Leben – bis ins
hohe Alter.
Diese Verse lassen sich ebenso gut auf Dein und mein Leben
anwenden. Jesus kann jeden gebrauchen.. Die depressive Myrtie ebenso wie Menschen
auf der Schattenseite des Lebens heute. Die Jungen, und die Alten, die
Gebildeten wie solche, die sich ungebildet fühlen. All das, weil es beim Dienst
für Jesus nicht auf uns ankommt, sondern auf Jesus selbst. Wir brauchen
lediglich ein hörendes Ohr und ein Herz, dass nach nichts mehr trachtet, als
Jesus gehorsam zu sein.
Gib Jesus eine Chance! Frage Ihn! Höre, was Er sagt – und dann
handle entsprechend. Vielleicht steht auch für Dich noch „die beste Zeit deines
Lebens“ an.
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