"Ein Mann mag jeden Tag an Gott denken und keinen Tag über Gott meditieren." (William Bridge)

Dienstag, 18. Mai 2021

Gottes Verheißungen in der Apostelgeschichte Pfingstwoche - Tag 2

Die Apostelgeschichte ist ein Buch, in der sich viele der Verheißungen Gottes erfüllen, die Er im Alten Testament den Propheten offenbart hat. Schon früh in der Bibel lesen wir (1 Mose 12:3)
 
Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen,
die dich verfluchen;
und in dir sollen gesegnet werden
alle Geschlechter auf der Erde!

Das Buch der Apostelgeschichte lässt diese Verheißung wahr werden, als nach Pfingsten alle Jünger begeistert das Evangelium von Jesus weitertragen – zu den Juden, zu den zum Judentum bekehrten Heiden, den Proselyten, und zu den Heiden. Ja, die weltweite Bewegung Gottes – hin zu allen Geschlechtern (Völkern) der Erde begann.

Und diese Bewegung wird ausgelöst durch die Salbung mit Kraft von oben. Diese „Kraft von oben“ hatte Jesus seinen Jüngern bereits vor Seinem Tod verheißen, aber in Apostelgeschichte 1:8 erneuert Jesus Seine Verheißung mit den Worten: 

Ihr werdet Kraft empfangen,
wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist,
und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem
und in ganz Judäa und Samaria
und bis an das Ende der Erde!

Das dies nicht eine Verheißung für die zwölf Jünger allein war, ist klar. Zwei Gründe (von vielen) sollen hier erwähnt werden:

Erstens waren die Jünger nach Apostelgeschichte 1:15 vor Pfingsten in einem Obergemach beieinander und warteten gemeinsam mit etwa 120 anderen auf die Erfüllung der Verheißung Jesu. Als diese Erfüllung dann kam, heißt es in Apostelgeschichte 2:1+4, dass sie alle (nicht nur die 12 Jünger) beisammen waren und alle erfüllt wurden. Das ist der eine Grund.

Der andere Grund ist, dass es den Jüngern in den verleibenden Jahren ihres Lebens unmöglich war, alle Völker mit dem Evangelium zu erreichen. Außer Johannes starben der Überlieferung nach alle den Märtyrertod. Was wir mit Flugzeugen, Radio, Fernsehen, Internet und Satellitenkommunikation nicht fertig gebracht haben, das konnten die Jünger unmöglich in ihrer Zeit schaffen. Sie schafften zu ihren Lebzeiten allerdings ein enormes Pensum nach Asien, Europa und Afrika hinein. Und nach Apostelgeschichte 1:8 ist dies nicht dem Eifer oder den Fähigkeiten der Jünger, sondern der Kraft des Heiligen Geistes zuzuschreiben.

Diese Verheißung der „Kraft aus der Höhe“ ist nicht die Verheißung des ewigen Lebens oder der Bewahrung in Not. Es ist die Verheißung der Bevollmächtigung, den Auftrag auszuführen, den der Herr uns hinterlassen hat: Die Evangelisierung aller Völker der Welt.

Herrlich ist es zu sehen, dass Jesus die Verheißung gibt – und wenig später erfüllt. Lehrreich ist es auch festzustellen, dass diese Kraft von oben nicht etwas ist, was nicht erneuert werden müsste. In Apostelgeschichte 4 mussten sich Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat verantworten und wurden daraufhin bedroht. Dann gingen sie ‚zu den ihren’ und berichteten. In einer Atmosphäre der gefühlten Kraftlosigkeit wendet man sich an Gott und dann heißt es in Kapitel 4:31:

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Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.

Wieder wurden sie erneut mit dem Heiligen Geist der Kraft erfüllt und wieder es bewirkte die unmittelbare Fortsetzung des Auftrags.

Mein Fazit: Zum Wirken im Segen für Jesus benötige ich die Erfüllung mit dem Heiligen Geist mehr als alles andere. Aber die Kraft aus der Höhe ist allen verheißen.

Montag, 17. Mai 2021

Pfingstwoche Tag 1

Kann man sich die Situation halbwegs realistisch vorstellen? Dreieinhalb Jahre waren die Jünger mit Jesus durch die Lande gezogen, hatten gehört, beobachtet, gelernt und auch selbst Aufträge ihres Herrn ausgeführt. Vieles hatte Er ihnen gesagt, von dessen Bedeutung sie keinen Schimmer hatten. Dann war etwas eingetreten, das Er vorhergesagt hatte, sie aber erst begriffen, als es geschah: Jesus wurde gefangen genommen, gefoltert und ermordet. Warum? Wussten sie auch nicht. Dann kam der nächste Hammer - einige von ihnen behaupteten, Er sei auferstanden. Stunden der Verwirrung - dann die Gewissheit: Es stimmte! Er war zurück! Er lebte. Nun konnte es also weiter gehen - die nächsten dreieinhalb Jahre, vielleicht mehr - diesmal mit der erfolgten Auferstehung als Trumpf im Ärmel. Aber so wollte es Jesus nicht. Seine Zeit war gekommen, zurückzukehren an den Ort, von wo Er gekommen war: den Himmel. Sie mussten Ihn also wieder loslassen, sie würden wieder allein sein. Loslassen - ja! Allein sein - nein!

Bereits lange vor Seiner Himmelfahrt hatte Jesus angekündigt, dass Er zurückgehen würde zu Seinem Vater. Aber, anstatt sie als Waisen zurückzulassen, würde Er Ihnen einen Beistand senden, der immer bei ihnen bleiben würde. Immer? - Ja, bis in Ewigkeit! Das hatte Jesus gesagt:

"Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit …"
(Johannes 14:16-17a)

Na, das war doch was. Bis zu diesem Zeitpunkt war Jesus entweder bei ihnen - oder Er war es nicht. Wenn Er auf dem Berg war und sie auf dem Meer, dann war Er eben nicht bei ihnen. Schickte Er zwei von ihnen nach Jerusalem, blieb Er bei den zehn, die zwei waren allein. Das sollte sich nun ändern. In alle Himmelsrichtungen würden sie bald auseinander gehen nach Pfingsten. Vervielfältigen würden sie sich, die Christen würden zu einer Macht werden auf Erden. Eine jährliche Konferenz in Jerusalem, um mal bei Jesus zu sein, würde nicht nötig sein. Durch den Heiligen Geist würde jeder von ihnen ständig die Gegenwart Jesu erfahren.

"Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden."
(Johannes 16:7)

Und dann kam er, der Heilige Geist. Zunächst drückte Jesus Seinen Jüngern vor Seiner Himmelfahrt Seinen "Eigentumsstempel" auf. Davon lesen wir in Johannes 20:22:

"Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist!"


Und sie empfingen ihn, wurden zu neutestamentlichen Gläubigen, zu Christen (wiewohl man sich den Namen erst später gab). Paulus drückt es in Epheser 4:30 mit anderen Worten aus. Er spricht von der "Versiegelung" mit dem Heiligen Geist auf den Tag der Erlösung. Wie gut unser Herr doch ist. Wer an Ihn glaubt, empfängt das Eigentümersiegel, deklariert als Eigentum Gottes bis zum Tag der Erlösung, wenn Jesus selbst uns in Empfang nehmen wird. Hallelujah!

Und dann legt Jesus noch eins oben drauf: Nur wenige Tage später tauft (Apostelgeschichte 1:5) oder erfüllt (Apostelgeschichte 2:4) Er seine Jünger mit diesem Geist der Kraft, rüstet sie aus zu dem Werk, das Er für sie hat. Nicht Furcht, sondern Kraft, Liebe und Besonnenheit soll ihr Leben kennzeichnen. Kraft, ihr Leben zu meistern und Seine Zeugen zu sein. Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue und Enthaltsamkeit soll in ihrem Leben wachsen und blühen. Kraft, anders zu sein! Anbetung und Dank (nicht nur in den Sonnenstunden des Lebens) und die Fähigkeit, sich unterzuordnen wird bei ihnen erkennbar sein. Hätte es kein Pfingsten gegeben, hätten die Jünger die Kraft des Heiligen Geistes nie kennen gelernt. So aber wurde die Verheißung der "Ausrüstung mit Kraft aus der Höhe" in ihrem Leben zur Wirklichkeit und ein Leben in Kraft für ihren Herrn war die Folge. Kennst Du diese Kraft Gottes?

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In dieser Woche sollen uns die Andachten thematisch auf das große Pfingstfest am Wochenende einstimmen. 

Ich lade Dich ein, täglich dabei zu sein.

Sonntag, 16. Mai 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 

Heute wieder mit Sonntagszitat:

Predigttext:
Offenbarung 19:1-10

1 Und nach diesem hörte ich eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprach: Hallelujah! Das Heil und die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht gehören dem Herrn, unserem Gott!
2 Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert!
3 Und nochmals sprachen sie: Hallelujah! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit.
4 Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß, und sprachen: Amen! Hallelujah!
5 Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte und die ihr ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen!
6 Und ich hörte etwas wie die Stimme einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie der Schall starker Donner, die sprachen: Hallelujah! Denn der Herr, Gott, der Allmächtige, hat die Königsherrschaft angetreten!
7 Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.
8 Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.
9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes!
10 Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.
 
Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Abendmahl

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

Du bist herzlich willkommen, live dabei zu sein. Bitte die Corona- Hinweise beachten!

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten! (bitte Aktualisierung beachten) 

HIER geht's zum Livestream für alle, die lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat:  
 
"Aus den Wundern seiner Gnade und Herrlichkeit 
steigt Lebenssaft in die dürren Bäume unseres Lebens"
(Friedrich von Bodelschwingh)
 
"Die einzige Erklärung der Gegenwart ist die Zukunft."
(Richard Wurmbrand)

Samstag, 15. Mai 2021

Heute! OPEN DOORS TAG!

Sei dabei! Online im Stream oder über Bibel TV!

Andersartigkeit

Von Johannes dem Täufer heißt es in Markus 1:5:

Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land
und alle Leute von Jerusalem und ließen sich von ihm taufen 
im Jordan und bekannten ihre Sünden.

Warum eigentlich? Warum rannte alle Welt zu Johannes, dem Täufer? Ich meine, Markus 1 gibt uns mindestens drei mögliche Antworten.

Die Menschen wären nicht für einen Pharisäer oder Schriftgelehrten hinausgegangen. Die kannte man. Deren war man überdrüssig. Ich vermute, viele verhielten sich den Pharisäern gegenüber wie mein Opa dem Zahnarzt vor 60-70 Jahren. Als der Doktor ihm in der Stadt entgegenkam, versteckte sich mein Opa hinter einem Baum und ging immer in dem Winkel um den Baum herum, wie der Arzt sich näherte. Immer so, dass man einander nicht sehen konnte. So ähnlich wird es vielen Juden ergangen sein im Hinblick auf die Pharisäer. Man wollte ihnen nicht unbedingt begegnen. Johannes aber war anders.

  1. Sein Aussehen war anders. Er hielt nichts von vornehmen Kleidern, langen Roben mit verzierenden Schriftröllchen. Er trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel (6). Man erkannte ihn als Propheten, dem es nicht darauf ankam, äußerlich Eindruck zu schinden. Er war, der er war.
  2. Seine Diät war anders. Er aß Heuschrecken und wilden Honig. Na ja, nicht gerade der heutige Gourmet, aber sicher biologisch einwandfrei. Aber das hat Johannes wohl weniger motiviert. Sein Essen war schlicht. Sein Äußeres wird das reflektiert haben. Nicht ein Schlemmer und Säufer, sondern ein Wanderprediger für Jesus.
  3. Seine Botschaft war anders. Vielleicht die entscheidende Andersartigkeit. Seine religiösen Zeitgenossen predigten Gottes Gesetz und ihre eigenen Gesetzchen noch dazu. Ihre Botschaft war: „Du sollst! – Du musst! –  Du darfst nicht!“ Viel mehr hatten sie nicht zu bieten. Johannes der Täufer sprach von Jesus. Immer wieder! „Sein Reich ist nahe herbeigekommen! Er ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. Er, Jesus, muss wachsen; ich muss abnehmen!“
Wundert es uns, dass das ganze Volk kam, um ihn zu sehen und zu hören? Wären sie für andere Durchschnittsreligiöse ihrer Zeit raus gekommen? Wohl kaum. Das ist heute nicht anders. Die Durchschnittsreligion (mehr darüber an einem anderen Tag) ist so fade und unattraktiv geworden, dass sie keine Interesse mehr weckt.

Christen zum Anfassen, die nicht sich darstellen wollen, sondern Jesus
Christen, die bereit sind, einfache „Sprachrohre“ für Jesus zu sein
Christen, die klar und deutlich auf Jesus hinweisen, Sein Leiden, Sterben und Auferstehen

Durch sie kann Gott etwas bewegen. Die aber sind anders. Anders als die Menge (der Christen), anders als erwartet, anders als gefordert – eben so, wie GOTT sie braucht und haben will.
 
Wir laden herzlich ein zu unserem Gottesdienst, morgen um 10:30 Uhr. Live & Stream.

Freitag, 14. Mai 2021

Perspektive

Zwei Männer
schauten durch die Gitterstäbe
einer Gefängniszelle.
Einer sah Matsch.
Einer sah Sterne.

Stell Dir vor, Du und ich sitzen in der Nachbarzelle mit vergittertem Fenster. Was siehst Du?

Wenn Du gerade aus dem Fenster Deines Lebens herausschaust – was siehst Du?

Vor 18 Jahren saß ich in solch einer Zelle. Wir waren gerade aus dem Ausland nach Deutschland zurückgekehrt und der Rückweg schien wie ein vergittertes Fenster. Oh, wie unbändig war der Wunsch, zurück ins Ausland zu gehen – aber der Weg war vergittert. Und Monate lang schaute ich aus der Zelle hinaus nach unten – und sah nur Matsch und Grau und Gitter. Erst als ich begann, aufzusehen – nach oben zu schauen – wurde es heller. Der Matsch wurde ersetzt durch leuchtende Sterne.

Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen,
sondern allein auf Jesus.
Er hat uns den Glauben geschenkt
und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind.
(Hebräer 12:2 / HfA)

Unglaublich für Menschen ohne Glauben ist der Bericht über das Sterben des Stephanus. Hingebungsvoll hatte er den Armen gedient. Kraftvoll und gesalbt hatte er Jesus verkündigt – nicht nur seinen Freunden, auch seinen Feinden. Letztere aber zerrten den gesegneten Boten Gottes vor das Stadttor und begannen, ihn mit Steinen zu bewerfen. Nein, Stephanus konnte nicht weglaufen. Er saß in der Falle, wie ein unschuldig zum Tode Verurteilter in seiner Zelle. Die Steine flogen. Vermutlich versuchte er reflexartig, seinen Kopf zu schützen, obwohl er wusste, dass es vergeblich sein würde. Die Attacken seiner Angreifer waren darauf angelegt, ihr Anliegen zu erfüllen.

Heute wird (hier bei uns) niemand mehr gesteinigt – zumindest nicht mit Steinen. Steinigungen heute finden mit subtileren Mitteln statt. Da werden Steine der Lieblosigkeit geworfen, Brocken des Hasses geschleudert, das Gift der Halbwahrheiten, der Verachtung gespritzt. Wer da als Verurteilter in der Zelle sitzt, hat ähnliche Karten, wie Stephanus. Aber halt – dessen Karten waren gar nicht sooo schlecht! In Apostelgeschichte 7:55+56:

Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes, und Jesus zur Rechten Gottes stehen; und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!

Wieder jemand, der sich weigerte, auf das zu schauen, was unmittelbar passierte. Stephanus schaute nicht nach unten, auf die Erde, wo sich sein Blut mit dem Staub der Erde vermischte und seinen baldigen Tod verhieß. Er „blickte empor“ und sah Gottes Herrlichkeit mitten in seinem Leid. Stephanus sah den Himmel offen. (Hätten seine Feinde diese Vision gesehen, hätten sie den Himmel vielleicht verschlossen gesehen.) Stephanus sah Jesus. Jesus war aufgestanden von Seinem Thron der Herrlichkeit; (um Stephanus im Himmel zu begrüßen?).

Nicht nach unten, sondern nach oben blickte Stephanus. Herrlicher Blick nach oben! Schau nach oben – egal, was Deine Situation ist. „Oben“ ist Jesus, ist der helle Morgenstern. Von oben kommt unsere Hilfe und unser Trost.

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk
kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter,
bei dem keine Veränderung ist,
noch ein Schatten infolge von Wechsel.
(Jakobus 1:17)

Du und ich
schauen durch die Gitterstäbe einer Zelle.
Einer sieht Matsch.
Einer sieht Sterne.

Was siehst Du?

Donnerstag, 13. Mai 2021

Wir feiern Vatertag!

Heute ist Vatertag. Eigentlich ein amerikanischer Feiertag. Bei allem manchmal an Hass grenzenden Antiamerikanismus pickt man sich doch ganz gerne das aus dem Kuchen, was einem schmeckt. In den USA rief im 19 Jahrhundert eine Tochter den Vatertag zur Ehrung der Väter aus. Ihr eigener Vater hatte im amerikanischen Bürgerkrieg gekämpft.

In Deutschland konnte man es anscheinend nicht verkraften, dass Mütter geehrt werden und Väter nicht. Also beschloss man, einen Männertag zu bestimmen, an dem man die Jüngeren in die Sitten und Unsitten der Männlichkeit einweiht. Dazu wurde, bzw. wird ein kirchlicher Feiertag entehrt, Christi Himmelfahrt.

In einem Jahr berichtete die Lokalzeitung am Tag vorher, dass sich am „Vatertag“ die Zahl der Alkoholunfälle verdreifacht. Ehrbare Väterwelt!  Am Vatertag vor einigen Jahren streiten 2 Männergruppen darüber, wer den schönsten Handwagen hat. Es kommt zur Schlägerei. Einer stirbt! Ehrbare Väterwelt! Man könnte Schlimmeres schreiben.
 
Ich kann mit einem Vatertag, der den Himmelfahrtstag Jesu ersetzt, nichts anfangen. Schleichende Unterwanderung unseres christlichen Kulturguts, obwohl vom christlichen Einfluss auch die deutschen Agnostiker und Atheisten profitieren. Was am Vatertag in der Regel abgeht, ehrt weder den Ruf des Vaters noch seine Position. Trotzdem feiern wir Vatertag!
 
Es war vor Grundlegung der Welt, dass der himmlische Vater sich entschloss, seinen Sohn loszulassen und zur Erde zu senden, um qualvoll in den Händen der Sünder für Sünder zu sterben; für mich! DANKE, VATER!
 
Es war vor gut 2000 Jahren, dass der himmlische Vater den Plan umsetzte, den Sohn sandte in eine Welt, die Er liebte. DANKE, VATER!
 
Es war kurz nach dem Tod Seines geliebten Sohnes, dass der himmlische Vater Ihn auferweckte und dadurch den Menschen zeigte, dass Er das Opfer Seines Sohnes an unserer, meiner Statt angenommen hatte. DANKE, VATER!
 
Etwa genauso lange zurück hat Er den Himmel geöffnet und Seinen Sohn wieder in die Herrlichkeit seines himmlischen Reiches aufgenommen. DANKE, VATER!
 
Seit dieser Zeit nimmt der himmlische Vater Menschen an, zieht sie zu Jesus, dem Retter und hört auf die Fürbitte seines Sohnes für uns Menschen. DANKE, VATER!
 
Diesem himmlischen Vater gebührt ein besonderer Tag der Ehre. Diese Ehrerbietung des himmlischen Vaters kann ich ohne Kompromisse in den Himmelfahrtstag einbeziehen. So, wie ich mich über die Himmelfahrt Jesu freue und mir vorstelle, wie Er gerade jetzt mit dem himmlischen Vater über mein Leben im Gespräch ist, so kann ich mich auch freuen, dass ich durch Jesus auch Kind dieses himmlischen Vaters geworden bin. Was für ein Vorrecht, Kind des himmlischen Vaters zu sein. Was für einen Grund, Ihn in Ewigkeit zu ehren!
 
 (Aus Anlass des Vatertags zu Ehren unseres himmlischen Vaters:

 neuer Video Clip im Seitenfenster: Don Moen: „Our Father"

Poster am Hauseingang eines Freundes

 

Mittwoch, 12. Mai 2021

Im Dunkeln vertrauen!


Gott im Licht zu vertrauen ist nichts.
Ihm aber im Dunkeln zu vertrauen
- das ist Glaube! (Spurgeon)

Das ist ein heftiger Ausspruch des großen Predigers Spurgeon. Aber nach etwas Überlegen – so wahr!

Im Licht können wir alles sehen, was vor uns liegt, was hinter uns liegt und was uns von allen Seiten umgibt. Wir sehen den Himmel mit Gottes Hand über uns und erkennen das Felsen-Fundament, das uns trägt.

Wenn Du heute in so einer gesegneten Situation bist, nimm sie nicht leichtfertig, nimm sie nicht locker! Präg Dir die absolute Tragfähigkeit Deines Fundaments ein. Lass Dir das Bild der Hand Gottes über Dir ins Herz brennen. Erkenne den Weg vor Dir – und vor allem die Tatsache, dass Dein Hirte vor Dir hergeht. Blick auch zurück und lerne die Begegnungen mit der Treue und Hilfe Gottes in der Vergangenheit auswendig. Denk in solchen Situationen nicht, dass Dein Glaube immer stark und Deine Anfechtungen immer unbedeutend sein werden. Denk dran, dass Du Gott heute im Licht vertraust, wenn alles relativ einfach ist.

Wer mit Gott im Licht unterwegs ist, kann sicher sein, dass auch finstere Tage kommen. Nicht Tage, in denen uns Jesus, das „Licht der Welt“, verlässt. Aber in Tagen in denen es so scheint, als habe Er uns verlassen. Wer sich in den Tagen des Lichts die Gegenwart, Güte, Verheißungen und Treue Gottes nicht eingeprägt hat, wird in den Tagen der Finsternis wenig haben, an das er sich klammern kann. „Jesus im Dunkeln zu vertrauen – das ist Glaube!“ sagt Spurgeon. Neben anderen bringen das die beiden Männer Hiob und Habakuk zum Ausdruck.

Hiob sitzt in allertiefster Finsternis. Undurchdringbare Finsternis. Wie ein Blinder im fensterlosen Verlies. Aber er bekennt (Hiob 13:15 HfA):

Gewiss wird Gott mich töten, dennoch vertraue ich auf ihn!

Ähnlich bezeugt der Prophet Habakuk (3:17+18 / HfA) sein Vertrauen, obwohl er nichts sieht:

Noch trägt der Feigenbaum keine Blüten, und der Weinstock bringt keinen Ertrag, noch kann man keine Oliven ernten, und auf unseren Feldern wächst kein Getreide; noch fehlen Schafe und Ziegen auf den Weiden, und auch die Viehställe stehen leer.
Und doch will ich jubeln, weil Gott mich rettet, der Herr selbst ist der Grund meiner Freude!

Freund, lass Dich ermutigen! Auch in der Dunkelheit ist der Herr bei Dir. Nicht anders als sonst. Genauso nah! Genauso treu! Genauso aufmerksam! Genauso liebend!

Er wird Dich nicht verlassen noch jemals von Dir weichen! (Hebräer 13:5)

Wir laden ein zur Bibelstunde heute Abend um 19:30 Uhr - live und im Stream. Informationen dazu gibt es HIER für Präsenz und HIER für den Livestream.


 

Dienstag, 11. Mai 2021

Gottes Verheißungen im Buch Jeremia

 
Jeremia, der Prophet der Tränen, auch „der weinende Prophet“ genannt. Warum eigentlich? Da bieten sich viele Antworten an.

Als junger Mann wurde er berufen, ohne die Erfahrung der Ablehnung als Prophet Gottes gemacht zu haben. Abgelehnt aber wurde er. Man nahm ihn gefangen, setzte ihn auf Wasser und Brot, steckte ihn in einen Brunnen, wo er teilweise im Schlamm versank. Welch gefühlte Gottverlassenheit.

Seine Botschaft lehnte man ab, aber er predigte unentwegt. Er ließ die Worte Gottes aufschreiben. Der König ließ sie sich vorlesen, um sie dann voll Verachtung zu verbrennen.

Das Volk hörte nicht auf Jeremia, warf ihm Verrat vor und musste schließlich den Gang in die Gefangenschaft nach Babylon antreten. Ein Rest durfte im Land bleiben, rebellierte aber gegen die Besatzer und floh anschließend nach Ägypten – entgegen Gottes Wort durch Jeremia.

Ich habe mich gefragt, ob sich Jeremia manchmal gewundert hat, wofür er überhaupt gelebt hat. Er konnte das Unheil nicht aufhalten und das Volk tat genau das Gegenteil von dem, was Jeremia ihnen im Namen Gottes predigte.

Aber Jeremia hatte auch Verheißungen an das Volk. In Jeremia 3:3 verheißt Gott:

Denn siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich das Geschick meines Volkes Israel und Juda wenden werde, spricht der Herr; und ich werde sie wieder in das Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe, und sie sollen es in Besitz nehmen.

Was für eine herrliche Verheißung, auf die sich das Volk besinnen durfte, als sie in Gefangenschaft waren, wie Gott es hatte verkündigen lassen.

Allerdings war das ja nicht die letzte Wegführung. 70 n.Chr. wurde Jerusalem gründlich zerstört und das jüdische Volk, das seit Hunderten von Jahren wieder im Land lebte, wurde wiederum zerstreut – diesmal in alle Welt. 1945 sammelte es sich wieder aus aller Welt und ist bis heute zu einem starken Volk im Mittleren Osten geworden – ganz wie es in Jeremia 23:3 verheißen ist:

Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe; und ich werde sie wieder zu ihren Weideplätzen bringen, dass sie fruchtbar sein und sich mehren sollen.

Aber damit nicht genug. Für die Zukunft Israels ist dem Volk eine Verheißung geschenkt, die sich noch nicht erfüllt hat, sich aber mit derselben Präzision erfüllen wird, wie alle anderen. In Jeremia 3:17 wird über die zukünftge Zeit verheißen:

Zu jener Zeit wird man Jerusalem »Thron des Herrn« nennen, und alle Heidenvölker werden sich dorthin versammeln, zum Namen des Herrn, nach Jerusalem, und sie werden künftig nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens folgen.

Gottes Verheißungen sind 100% zuverlässig. Damit es heute aber nicht nur um Verheißungen geht, die sich konkret an Israel richten, hier noch eine Verheißung, die zwar auch an Israel ausgesprochen wurde, die aber auch dem Volk Gottes im Neuen Testament – uns – gilt:

Gehorcht meiner Stimme, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf dem ganzen Weg, den ich euch gebieten werde, damit es euch wohlergehe!  (Jeremia 7:23)