O ja, Jesus hatte viele Nachfolger! Sicher ist er zeitweise mit einer großen Schar Menschen herumgezogen, die ihm folgten. In Lukas 10 wird uns berichtet, dass er 70 Jünger aussandte, immer zu zweit. Oft werden die, die Ihm nachfolgten als, „Volksmenge“ bezeichnet. Doch, es waren mitunter viele. Aber Jesus wollte keine Nachfolger, die Ihn mit „Herr, Herr,“ ansprachen, aber nicht taten, was ihr Herr tat. Das hat sich bis heute nicht geändert.
Als ich diese Woche von der Auferweckung der Tochter des Jairus las, fiel mir Matthäus 9:24 auf. Der Vers fällt mir jedes Mal beim Lesen des Berichts auf. Da liegt ein totes Mädchen aufgebahrt im Haus. Eine ganze Trauergemeinde hat sich bereits eingefunden, einschließlich der professionellen „Trauerweiber“, die bezahlt wurden, um die Tote zu beklagen. Da ist also massives Weinen und Geheule als Jesus ankommt, und es heißt:
Jesus spricht zu ihnen: „Entfernt euch! Denn das Mädchen ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie lachten ihn aus.“
Aus Heulen und Klagen wird Gelächter! Wir kennen den Ausgang des Berichts. Das Lachen sollte ihnen im Hals stecken bleiben, denn Jesus holte das Mädchen zurück ins Leben. Aber so begegnete man Jesus.
- Hier in Matthäus 9:24 lacht man ihn aus.
- In Lukas 16:14 wird Er verspottet.
- In Johannes 8:48 wird Er verleumdet, indem man Ihm vorwirft, besessen zu sein.
- In Markus 6:3 wird Er kleingemacht.
- In Lukas 4:30 will man Ihn umbringen.
- In Markus 12:14 will man Ihn durch Fangfragen zu Fall bringen.
- In Johannes 7:12 wird Er beschuldigt, die Menschen zu verführen.
Es war kein einfaches Leben, das Jesus auf der Erde führte. Obwohl die vielen Zeichen und Wunder bezeugten, dass Er der vom Vater gesandte Messias war, verlachte und verspottete man Ihn voller Feindseligkeit.
Nichts Neues unter der Sonne! Die Zeiten mögen sich geändert haben, die Menschen nicht. In Johannes 15:20+21 erinnert Jesus Seine Jünger:
Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch achthaben. 21 Aber das alles werden sie euch antun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
Wir müssen uns immer daran erinnern, dass es uns im normalen Christenleben nicht anders ergehen wird als Jesus. In seinem ersten Brief schreibt der Apostel (1. Johannes 2:6):
Wer von sich sagt, dass er zu ihm gehört, der soll auch so leben, wie Jesus gelebt hat.
Wie Jesus! Wie Jesus leben; wie Jesus reden; wie Jesus reagieren; alles „wie Jesus“. Das wird uns nicht immer in dem Maß gelingen, wie wir es uns wünschen, aber das soll unser Ziel sein – sein wie Jesus; und gleichzeitig das Los annehmen, das damit einhergeht.
Sicher gibt es keine größere Freude und keine größere Ehre als Gotteskind als die, zu handeln wie Jesus und in allem mit Ihm eins und verbunden zu sein.








