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Gemeinschaft, Andacht, Abendessen!
Herzlich Willkommen!
Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt. (1 Kor. 2:2)
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Gemeinschaft, Andacht, Abendessen!
Herzlich Willkommen!
Ich mag eigentlich alles, was gut riecht. Ob das ein gutes Aftershave ist, ein leckeres Essen, Blumen, frisch gemähtes Gras, gerade gesägtes Holz – und sogar den Duft einer ausgeblasenen Kerze.
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!
33 und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.
34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!
35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt;
36 ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben?
38 Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet?
39 Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen?
40 Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!
41 Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!
42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben;
43 ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht!
4 Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient?
45 Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan!
6 Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.
Wir freuen uns auf dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
Sonntagszitat:
Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott. (Epheser 5:1+2)
„Gottes Nachahmer“ ... „gleichwie auch Christus“ ... das hört sich schon nach was an. Wenn ich dann überlege, wie vollkommen Jesus ist in all Seinem Sein und Tun, dann sage ich mir: „den Vers kann ich gar nicht erfüllen!“ Und dann muss ich an Tarna und Angel denken ...
Angel ist eine 12-jährige, vor dem Hungertod gerettete Pferdestute, die eine bemerkenswerte Bindung zu Tarna aufgebaut hat, einer anderen Stute, die sie überallhin leitet und sie aus allen Gefahren herausführt. Das Besondere: Tarna sieht selbst nur noch auf einem Auge!Angel wird jede Sekunde des Tages von der 28-jährigen Tarna begleitet, die stets leicht vor Angel hergeht und sich zwischen ihr und Zäunen und anderen Hindernissen positioniert.
Die Leiterin des Pferderettungszentrums erklärt: „Wie Tarna weiß, dass Angel blind ist, werden wir nie erfahren. Zusammen haben die beiden nur ein einziges Auge – das ist unglaublich. Vielleicht hat Tarna, weil sie selbst nur ein Auge hat, erkannt, dass Angel blind ist. Wir wissen es nicht. Tarna und Angel sind mittlerweile unzertrennlich. Tarna kümmert sich fürsorglich um die blinde Angel: Sie führt sie zum Futter, verteidigt sie vor anderen Pferden und dient ihr als Schutzschild vor Hindernissen. Es gibt keinen Grund, warum sie kein glückliches Leben führen sollten.“
Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. (Philipper 2:5)
Das schaffe ich nie. „Gleichwie auch Christus?“ Jesus war vollkommen in allem.
Die Geschichte von Tarna und Angel erinnert uns, dass wir nicht perfekt sein müssen, um Jesus zu dienen. Auch mit unseren Fehlern, mit unseren Gebrechen und Unfähigkeiten kann Gott uns gebrauchen. Angel und Tarna haben sich nicht mehr zum Pferderennen oder für Pferdeshows geeignet. Aber sie hatten beide noch Aufgaben, die sie erfüllen konnten. Dazu gehört Tarnas Kümmern und Beschützen von Angel, Angels und Tarnas tiefe Freundschaft und das herrliche Beispiel, dass sie der Welt hinterlassen.
Ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. (Johannes 13:15)
Bevor wir also verzweifeln oder gleich die Flinte ins Korn werfen, lasst uns nachdenken. Auch, wenn wir „nur ein Auge haben“ – damit kann man noch etwas anfangen. Auch wenn wir uns beschädigt, unfähig, schwach, zum alten Eisen gehörig, bedürftig, bemitleidenswert oder ähnlich fühlen, gibt es immer noch Raum und Möglichkeit, Jesus zu dienen. Auch, wenn wir nicht dem Vorbild unseres vollkommenen Herrn Jesus folgen können, wollen wir Ihm so gut folgen, wie wir fehlerhafte Kinder Gottes es tun können.
Wer also behauptet, mit Christus verbunden zu sein, soll auch so leben, wie Christus gelebt hat. (1 Johannes 2:6)
Das wollen wir von Herzen und mit ganzer Hingabe tun. Wir werden es nie hinkriegen wie Jesus. Wir werden Fehler machen. Wir werden manchmal unser Versagen bedauern. Aber das soll uns nicht daran hindern, Ihm von ganzem Herzen nachzufolgen!
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| Photo: Andreas Praefcke |
Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus; (Epheser 5:19+20)
Hat er das ernst gemeint, der Paulus? Allezeit Dank sagen ... für alles? Ein Lied im Herzen tragen? Ist das eine Floskel, daher gesagt wie „Guten Morgen! Wie geht´s?“
Es ist ernst gemeint! Zum einen, weil es letztlich nicht die Worte des Paulus sind, sondern die Worte Gottes. Zum anderen unterstreicht Paulus aber auch diese Worte durch sein eigenes Handeln. Apostelgeschichte 16:25+26 berichtet:
Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Gesang, und die Gefangenen hörten ihnen zu. 26 Da entstand plötzlich ein großes Erdbeben, sodass die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden, und sogleich öffneten sich alle Türen, und die Fesseln aller wurden gelöst.
Und Gott setzt noch eins obendrauf: Der Kerkermeister und sein gesamter Haushalt kommen durch dieses Ereignis zum Glauben. Das hätten sich Paulus und Silas sicher nicht träumen lassen, als sie um Mitternacht im dunklen Gefängnis – Paulus mit zerschlagenem Rücken – Gott lobten und Ihm Lieder sangen.
Das Lied in der Nacht. Viele Lieder entstehen in der Nacht – in der Nacht der Trauer ... in der Nacht der Krankheit ... in der Nacht der Einsamkeit ... in der Nacht des Versagens ... in einer der vielen Nächte, durch die wir im Leben gehen.
Der Pastor und Autor James H. Brookes berichtet von einem Besuch bei einem Freund, wo er Vogelgesang hörte. Es war kein gewöhnliches Zwitschern, eher eine herrliche Melodie. Woher der Gesang kam, wusste Brookes nicht, aber als er umherschaute, entdeckte er einen wunderschönen Vogel in einem Käfig. Die Gastgeberin erklärte, man habe ihm nachts beigebracht, so zu singen. Der Lehrer wiederholte die Töne immer wieder, bis der Vogel sie nachahmen konnte. Doch dies war nur möglich, weil es dunkel war und die Aufmerksamkeit des Vogels nicht abgelenkt wurde.
Der Psalmist machte scheinbar eine ähnliche Erfahrung. In Psalm 42:9 heißt es:
Am Tag wird der Herr seine Gnade entbieten, und in der Nacht wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens.
Oft lernen wir die schönsten Lieder, wenn das Licht sich zurückzuziehen scheint und die Dunkelheit mächtig wird. Dann dürfen wir erfahren und festhalten, dass Gott auch im Dunkel bei uns ist und uns festhält. Natürlich – wenn es dunkel ist um uns herum oder sogar in uns drin, fällt es uns schwer, uns das Licht vorzustellen, oder die Tatsache, dass nach der Nacht ein Morgen folgt.
Der Prophet Jesaja hatte ernste Worte an das Volk Israel gerichtet. Worte, die die Seele eher düster machen, die das Potential haben, Angst, Rebellion, Verschlossenheit oder Hoffnungslosigkeit zu erzeugen. Dann aber ändert sich der Ton seiner Botschaft und er verheißt (Jesaja 30:29):
Ihr aber werdet singen wie in der Nacht, da man sich für ein Fest heiligt, und ihr werdet von Herzen fröhlich sein wie die, welche unter Flötenspiel hinaufziehen, um auf den Berg des Herrn zu kommen, zu dem Fels Israels.
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| © Konrad Gräeter/Wildlife Photographer of the Year |
Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. (1 Korinther 2:2)
Ich erinnere mich an mein Bibelschulpraktikum in München (vor nahezu 50 Jahren!). Dienstags war einer der unbeliebtesten Tage. Jeden Dienstagmorgen ging es mit einem Bücherwagen auf den Campus der Uni in Schwabing. Allerdings konnten wir Praktikanten uns nicht im Bücherwagen verstecken. Wir hatten Flyer, die wir auf dem Campus verteilten – und ob wir es wollten oder nicht – es ergaben sich Gespräche. Und diese Gespräche habe ich gehasst. Ich glaube, ich ging immer in solche Gespräche mit der Einstellung: „Die sind alle schlauer als du selbst, glauben nicht an Gott und machen dich fertig. Du wirst sicher keine von deren Fragen oder Argumenten beantworten können.“ Wie froh war ich, wenn der Einsatz vorbei war. Damals hatte ich keinen Sinn dafür, dass es nicht darauf ankommt, alles erklären zu können und Antworten auf alle Fragen zu kennen – solange ich Jesus kenne.
Der Kirchenvater Augustinus war da wesentlich entspannter. Gut, er war auch Philosoph und Theologe, was ihm sicher half, bei kniffligen Fragen nicht gleich nervös zu werden.
Einmal, war auch Augustinus völlig ratlos, als er versuchte, die Dreieinigkeit zu verstehen und zu erklären. Also machte er sich auf zu einem Spaziergang. (Das scheint bei den Philosophen immer eine Art Wunderheilmittel zu sein). Immer wieder ging ihm der Gedanke durch den Kopf: „Ein Gott, aber drei Personen. Drei Personen – nicht drei Götter, sondern ein Gott. Was bedeutet das? Wie lässt sich das erklären? Wie kann mein Verstand das begreifen?“Augustinus quälte seinen Verstand und zerbrach sich den Kopf, als ihm plötzlich ein kleiner Junge am Strand auffiel. Er ging auf ihn zu, um zu sehen, was er tat. Das Kind hatte ein kleines Loch in den Sand gegraben. Mit seinen Händen schöpfte es Wasser aus dem Meer und schüttete es in das kleine Loch. Augustinus fragte: „Was machst du da, mein Kind?“
Das Kind antwortete: „Ich möchte das ganze Wasser des Meeres in dieses Loch füllen.“
Augustinus fragte: „Aber ist es denn möglich, dass das ganze Wasser dieses großen Meeres in diesem kleinen Loch Platz findet?“ Und da dämmerte es Augustinus: „Wenn das Wasser des Meeres nicht in dieses kleine Loch passt, wie kann dann der unendliche dreieinige Gott in meinem Verstand Platz finden?“
Tja, wenn man solche Geschichten nur parat hätte, wenn man sie braucht. Aber sie helfen und ermutigen uns, dass es nicht schlimm ist, wenn wir nicht alle Antworten haben. Nein, es ist sogar gut, dass Fragen über Gott offenbleiben. Wenn wir Gott verstehen könnten, was wäre er dann für ein Gott? Er käme den toten Götzen anderer Religionen gleich.
Gott sprengt unseren Verstand. Auch Sein Wort ist „oberste Liga“ und die Gelehrten streiten über diese oder jene Auslegungsfrage. Aber wir dürfen wissen: Am Ende passen alle Puzzleteilchen zusammen. Gott ist Gott, Seine Wahrheit ist die Wahrheit und – sollte es uns dann noch interessieren – Er wird uns in der Ewigkeit einmal alles erklären und alle scheinbaren Widersprüche aufklären, indem Er uns die Augen öffnet. Bis dahin wollen wir Sein Wort studieren, immer Lernende bleiben mit einem Geist, der sich durch Sein Wort korrigieren lässt und daran festhalten, dass Jesus genügt.
Denk an den Schächer am Kreuz! Was für Antworten hatte er? Was für ein theologisches Verständnis hatte er? Aber er verstand eins: Jesus kann und wird mich in die ewige Herrlichkeit mitnehmen. Das war genug!
Als sie aber ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. (Matthäus 17:8)
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