„Wir können sicher sein, dass niemand jemals in den Himmel kommen und sagen wird: ‚Ich wünschte, ich hätte weniger getan.‘“ (Andrew Knight)

Freitag, 5. Juni 2026

... von meinem Notizzettel (2)

Gestern hatten uns Predigtnotizen auf einem alten Notizblock ermutigt, unsere Anliegen zu Gott zu bringen, aber den Hauptfokus im Gebet auf Jesus selbst zu legen. Wenn wir uns nur um unsere Anliegen drehen, die Nöte, die Krankheiten, die Sorgen, dann wird unser Herz eher schwer als erleichtert. Wenn wir aber nach dem trachten, was droben ist – oder besser auf den schauen, der droben sitzt und regiert – dann kommen wir mit Freimütigkeit zum Thron der Gnade und schütten unsere Anliegen und Herzen vor Ihm aus. Heute die Fortsetzung und der Schluss dieser Notizen.

Auch Hiob betete. Er war ein reicher, frommer und untadeliger Mann. Und er betete! Er war in abgrundtiefe Not gestürzt, hatte alles verloren: Seinen Besitz, seine 10 Kinder, seine Gesundheit, den Beistand seiner Frau und die Loyalität seiner Freunde. Ihm blieb nichts mehr – außer: zu beten. Er wurde zu einem derer, die unter Tränen beteten (siehe Blogeintrag gestern).

Und Hiob betete. Die Frage, die sich stellen mag, lautet: Warum wartete Gott so lange, bis er das Gebet Hiobs erhörte? Gott erhörte Hiob zwar, aber erst nach einer Zeit, die Hiob endlos erscheinen musste. Das Buch Hiob gibt tatsächlich Hinweise, dass sein Leiden sich möglicherweise über Monate hinzog. Aber warum erhörte Gott nicht schneller?

Das ganze Leiden Hiobs hatte ja – nach Hiob 1+2 – seine Wurzeln in der unsichtbaren Welt. Satan glaubte nicht, dass Hiob trotz Leid an Gott festhalten würde. Durch das zunehmende Leid des gläubigen Hiob demütigte Gott Satan, der am Ende des Buches als klarer Verlierer vom Platz geht. Satan verliert, Hiob wird rehabilitiert und Gott wird verherrlicht!

Tatsache ist, dass wir nicht immer wissen, was genau in der unsichtbaren Welt vor sich geht. Wir wissen auch nicht immer, ob unsere Gebete dem Willen Gottes entsprechen. Und wir wissen auch nicht immer, ob die Erhörung unserer Gebete nicht gerade noch ein Gebet entfernt ist.

Wenn wir das Buch Hiob lesen, stellen wir fest, dass Hiob während seines ganzen Leides mit Gott im Gespräch blieb. Er hatte keine Antworten, er hörte nichts von Gott, er musste sich die Fehleinschätzungen seiner Freunde anhören, ihm tat alles weh, und er litt unvorstellbar. Aber er blieb nicht ruhig. Und als es in der unsichtbaren Welt offensichtlich war, dass Satan verloren hatte und Hiob an seinem Glauben festhielt, da redete Gott, beantwortete Fragen und begegnete Hiob in seinem Leid. Tatsächlich war das Hören der Stimme Gottes Hiob genug. Er war noch nicht völlig rehabilitiert, seine Krankheit noch nicht geheilt, seine Freunde noch nicht korrigiert, sein Besitz noch nicht wiederhergestellt. Aber all das – alle Anliegen Hiobs – wurden zur Nebensache, nachdem er Gottes Stimme gehört hatte, nachdem er Gott begegnet war und sagen konnte (Hiob 42:5):

Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.

Das korrespondiert mit den Gedanken von gestern, die uns aufgefordert haben, den Fokus primär nicht auf die Anliegen zu legen, sondern auf den, vor dem wir die Anliegen ausbreiten.

Tatsächlich wurde auch Hiobs Freude vollkommen, denn der Herr ersetzte alles, was er durch sein Leiden verloren hatte. Und in alledem wurde Gott im Himmel verherrlicht. Er wird bis heute verherrlicht durch das Buch Hiob, das die Erfahrung dieses gläubigen Menschen festgehalten hat.

Manchmal verzögert Gott die Erhörung unserer Gebete aus gutem Grund. Aber Er verspätet sich nie, oder, wie es auch heißt: „Gott kommt spätestens pünktlich!“

Donnerstag, 4. Juni 2026

... von meinem Notizzettel

Da lag er, der kleine Notizblock, zerknittert und verbeult. Wie lange er schon da lag – ich weiß es nicht. Woher die Notizen kommen, die darauf gekrickelt sind, weiß ich auch nicht. Es muss eine Ewigkeit zurückliegen. Aber was ich da notiert habe – leider, ohne den Redner zu erwähnen – ist es wert, hier festgehalten und kurz kommentiert zu werden. Also: Es folgen einige unzusammenhängende, aber hilfreiche Gedanken zum Thema „Gebet“ mit ein paar weiteren, persönlichen Kurzkommentaren.

Johannes 16:24:
Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude völlig wird!

Jesaja 56:7:
... die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.

Beide Verse sprechen von der Freude des Gebets. Auch wenn das Gebet manchmal unter Tränen geschieht, (z.B. 1 Samuel 1, 2 Könige 20, Psalm 6) so ist doch das Empfangen des Erbetenen eine große Freude. Und viele können bezeugen, wie das Eins-werden im Gebet, das „Gebetstreffen im Haus Gottes“ Mut und Freude bereitet.  Und wenn nicht? Was, wenn Gebet langweilt?

Viele (die meisten?) Christen scheint Gebet zu langweilen. Wenn man die Zeit anschaut, die wir mit unserem himmlischen Vater im Gebet verbringen, lässt das oft den Schluss zu, dass Gebet entweder keine Freude macht oder als überflüssig angesehen wird. Wie kommt’s?

Vielleicht liegt es daran, dass unser ganzer Fokus den Anliegen gilt, für die wir beten. Unsere Gebete sind fokussiert auf die Not der Welt, das Leid der Welt, unsere Sorgen oder auch die Sorgen derer, für die wir beten. Verschiedene Verse helfen uns zu einer anderen Sicht:

Hebräer 4:16:
So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!

Kolosser 3:1+2:
Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Gebet bedeutet, hinzuzutreten ins Allerheiligste – zum Thron der Gnade! Dort finden wir Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe, direkt vom allmächtigen Gott, dem wir dort begegnen. Wenn wir beten, suchen wir das, was droben ist. Nämlich? Die Gegenwart Gottes! Christus sitzt zur Rechten des Vaters. Er sitzt „droben“, Ihn suchen wir; Seine Gegenwart, Seine Hilfe, Seinen Frieden. Wenn wir beten, suchen wir Jesus! Die Anliegen, die wir dann vor Ihm ausbreiten, bringen wir Ihm im Glauben, weil wir Ihm begegnet sind.

Auch Jesus belehrt uns in diese Richtung, wenn er über Gebet, Fruchtbringen und die Verherrlichung des himmlischen Vaters lehrt:

Johannes 15:7+8:
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Gebet – zentriert um das Wort Gottes. Gebet wird erhört und der himmlische Vater wird verherrlicht!

Mittwoch, 3. Juni 2026

Leere Hände

Über leere Hände gäbe es viel zu sagen. In einem alten Lied von C.A. Daniel (1861-1939) fragt der Liederdichter: „Muss ich gehn mit leeren Händen, so vor meinem Herrn zu stehn?“ Dabei geht es ihm nicht darum, möglichst viel präsentieren zu können, sondern darum, seinem Retter durch sein Leben möglichst viel Ehre zu bereiten. Sein Wunsch ist es, einmal mit geistlicher Frucht vor Jesus stehen zu können, vorzugsweise mit Seelen von Menschen, die durch ihn zu Jesus gefunden haben. Kein schlechter Wunsch! Kein schlechtes Gebet!

Auch während unseres Lebens auf der Erde sollen wir unsere Hände füllen. Zu den Festen, die Gott für Sein Volk Israel eingesetzt hatte, geht es in 5 Mose 16:16 darum, den Herrn durch unsere Gaben zu ehren. Es heißt dort:

„Man soll aber nicht mit leeren Händen vor den Herrn erscheinen.“

Gott ist es nicht nur wert, für Ihn zu leben. Er ist es auch wert, dass wir Sein Volk und Sein Werk in der Welt großzügig unterstützen. Immerhin erinnert uns Paulus in 1 Korinther 4:7:

„Was hast du, das du nicht empfangen hast?“

Aber auch leere Hände können durchaus etwas Gutes sein! Jedes Gebet ist ein Bekenntnis: „Herr, ich komme zu Dir als Bedürftiger. Ich komme zu Dir mit leeren Händen und bitte Dich, dass Du sie füllst.“  Was sollte sonst der Grund sein, zu beten? Jesus möchte leere Hände füllen, leeren Herzen Seinen Segen schenken, leeren Köpfen Seine Weisheit. All das ist uns verheißen, so, zum Beispiel, in Matthäus 7:7:

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“

All das wünsche ich uns für den heutigen Tag und den Rest dieser Woche:

-        dass wir uns mit unseren leeren Händen aufmachen, um von Jesus zu empfangen!

-        dass wir dem Herrn und Seiner Sache großzügig geben aus unseren Händen, die Er uns gefüllt hat.

-        dass der Herr uns so leben lässt, dass wir einmal mit vollen Händen vor Ihm stehen werden; nicht mit stolzen Herzen, sondern in Demut und Freude, für Jesus gelebt zu haben.

Dienstag, 2. Juni 2026

Warum mischt sich Gott eigentlich in unser bequemes Leben ein?

Dieser Tage schaute ich mal wieder in meiner Sammelmappe nach. Das ist eine dezentrale Sammelstelle für inspirative Gedanken. Solche Gedanken kommen u.a. aus Büchern, Zeitungen, dem Internet, Predigten, meiner Stillen Zeit oder Begegnungen mit anderen Menschen. Der Artikel, der mir diesmal in die Augen fiel, war von W. Stiles überschrieben mit: „Warum marschiert Gott in unser bequemes Leben ein?“  Ja, warum eigentlich? Warum mischt sich Gott in unser bequemes Leben ein?

Stiles beschreibt, wie alles im Leben gut läuft – bis plötzlich Gott auftaucht. Vielen Menschen ist es so ergangen, auch dem Volk Israel. Es ging ihnen gut, sie waren komfortabel situiert – aber ungeistlich! Der alttestamentliche Prophet Amos weist in 9 Kapiteln unermüdlich auf diese Tatsache hin: „Eure Bequemlichkeit bringt Euch ins Verderben!

Stiles fordert seine Leser auf: mal für einen Moment in sich zu gehen und brutal ehrlich zu sein und über die Gefahr der Bequemlichkeit in unserem Leben nachzudenken. Dann fragt er:
Wo ist Hingabe an Gott zweitrangig geworden und Hingabe an Seine Segnungen vorrangig? Vielleicht hast Du einem Dienst oder einem Projekt mehr hingegeben als Deiner persönlichen Zeit mit dem Herrn. Vielleicht ist es Dir zur Priorität geworden, das Haus ordentlich und sauber zu halten, aber seine Bewohner zu vernachlässigen.

Segnungen, die Israel empfing, lockten es immer weg von Gott, von dem die Segnungen kamen. Geht es uns anders? Hat der Vater nicht das Recht, zu geben und zu nehmen?

Der englische Prediger Spurgeon sagte zu diesem Thema: „Wenn Du irgendetwas besitzt, was Dir sehr lieb und wertvoll ist, halte es ganz lose, denn Du kannst es leicht verlieren.“

Stiles schließt mit den Worten: “… Dem Herrn liegt es an einer Beziehung mit Ihm, egal, was es koste. Wenn Bequemlichkeiten (irgendeiner Art) unsere Sensibilität Gott gegenüber abstumpft, dann hat Gott kaum eine andre Wahl, als das Hindernis aus dem Weg zu räumen.“
Und dann fragt er. „Warum ist es so ein harter Kampf für uns, die Segnungen (Gottes) aufzugeben, die wir so einfach empfangen können?“

Ja, warum eigentlich? Eigentlich will Gott uns alles schenken, was wir brauchen. Eigentlich hat Er uns genug Nahrung versprochen. Nicht immer ein Büffet, aber immer genug – und manchmal mehr als genug. Eigentlich hat Er uns genug Kleidung versprochen. Nicht immer die teuerste Markenware, aber immer genug – und manchmal mehr als genug.

Dennoch ist es für uns oft ein harter Kampf, für den Herrn das aufzugeben, was Er uns als Segnungen – oft Segnungen im Überfluss – zukommen lässt. Ja, warum eigentlich?

Die folgenden Bibelverse sollen uns Mut machen, nicht an den Segnungen Gottes festzuhalten, als gehörten sie uns, als seien sie das Wichtigste und unersetzbar. Sie sollen uns Mut machen, allen Segen aus Gottes Händen zu nehmen – als Verwalter, nicht Besitzer.  

„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: 
Was werden wir essen? oder:
Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?
Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, 
aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt.
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes 
und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch dies alles hinzugefügt werden! 
(Matthäus 6:31-33)

Montag, 1. Juni 2026

Selbstverstümmelung

Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, dass du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst. Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst.

Diese Worte Jesu aus Matthäus 18:8-9 belegen, dass der göttliche Blickpunkt oft ganz anderswo liegt, als der unsrige. Welch einen ungeheuren Wert legen wir auf Gesundheit und physische Unversehrtheit! Nicht so Jesus! Er betont geistliche Unversehrtheit und innere Reinheit.

Lieber verkümmert als verloren! Besser blind als brennend. Es gibt Menschen, die diese Worte Jesu völlig missverstehen und überlegen, ob sie sich nicht besser Hand, Fuß oder Auge amputieren sollten, als sich der Versuchung zur Sünde auszusetzen und immer wieder zu fallen.

Allerdings ermuntern diese Aussagen nicht zur Selbstverstümmelung. Wer sich die rechte Hand abschlägt, weil sie ständig schlägt oder stiehlt, kann die gleiche Fähigkeit mit der linken Hand erlernen. Wer sein rechtes Auge nicht kontrollieren kann, hat auch das linke nicht im Griff. Nein, es geht Jesus nicht darum, unseren Körper zu verkrüppeln.

Es geht Jesus darum, dass wir den richtigen Blickpunkt haben. Jesus möchte uns klarmachen, wie krass und gefährlich die Sünde ist und wie radikal wir uns von ihr trennen müssen. Billy Graham sagte einmal: „Du kannst den ersten Blick vielleicht nicht verhindern, aber den zweiten kannst du verweigern. Wenn ein unreines Bild vor Dich kommt, sei es durch ein Buch, eine Zeitschrift, das Fernsehen oder das tägliche Leben, überlass es nie deinen Augen. Schau stattdessen mit den Augen Deiner Seele auf Jesus, der im Himmel für Dich betet. Er wird Dich rein halten“

Billy Graham nimmt Bezug auf Versuchung zur Sünde über den Weg der Augen. Ob es nun die Augen sind, die Hände, die Füße (die schnell sind, zur Sünde hin zu laufen) den Mund, die Ohren oder sonst etwas – mit den Jesusworten im Matthäusevangelium möchte Jesus uns zur Heiligkeit verpflichten. Er sagt: “Unternimm alle drastischen Maßnahmen, die nötig sind, um Dein Leben rein zu halten.”

Achte keine noch so kleine Sünde als Kavaliersdelikt. Kleine Sünden sind wie kleine Splitter, erst merkt man sie kaum, dann entzünden sie sich und können schließlich großen Schaden anrichten. Nicht der Arm muss ab, nicht der Mund muss zugenäht werden – der Splitter muss raus. Auf dem Gebiet gibt es einen Fachmann: Jesus. Er entfernt jeden noch so kleinen Splitter mit größter Sorgfalt – und er entfernt auch ganze Balken, die uns so gerne ins Stolpern bringen.

Behalte also deine Hand, deinen Fuß und Dein Auge! Aber gib die Sünde an Jesus ab!

Sonntag, 31. Mai 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 8:19-22
 
19 Und ein Schriftgelehrter trat herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!
20 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.
21 Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben!
22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

In der Nachfolge Jesu geht keine Anstrengung verloren;
deshalb geh weiter!
(Corrie ten Boom)

Das Kennzeichen eines wahren Nachfolgers Christi
ist die Bereitwilligkeit, sein Leben aufzuopfern.
(John MacArthur)

Samstag, 30. Mai 2026

Sorgen, Sorgen und kein Ende ...

Sorgen - das Thema kennen wir alle. Der kleine Mann auf der Straße und der große Mann im Chefsessel seiner Firma. Der Arbeiter in der Fabrik und die Hausfrau zwischen Wäsche, Küche und Windeln (und vielleicht noch einem Job dazu). Sorgen haben sich bereits die ersten Menschen auf der Welt gemacht. Die einen sorgten sich, wie sie sich vor dem allwissenden Gott verstecken könnten, die anderen, wohin sie vor dem allgegenwärtigen Gott fliehen können. Sorgen machen uns kaputt! Grob gesehen gibt es zwei verschiedene Arten von Sorgen: berechtigte und unberechtigte.

Sven Hedin, der schwedische Geograph und Entdeckungsreisende, erkannte ganz richtig: "Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen." Das spricht vom grundlosen Sorgen. Die Frage, die sich uns stellt, ist die: "Was tun in einer sich stets verkomplizierenden Welt, deren Lebensstil uns Sorgen aufzwingt?

Die Bibel gibt uns in allen 66 Büchern dieselbe Antwort: Uns auf Gott und Seine Zusagen zu verlassen. Hier eine verschwindend kleine Auswahl:

  • "Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen." (Hebr 13:5c; NL)
  • "Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln" (Ps 37:25; LÜ)
  • "Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?" (Mt 6:25; Schl)
  • "So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug." (Mt 6:31-34; Elb)
  • "Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen; er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen!" (Ps 55:23; Schl)
  • "Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!" (Phil 4:6; LÜ)
  • "Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch." (1 Pe 5:7; Schl)
Was wirst Du mit diesen Versprechungen Gottes tun? Sie verinnerlichen, Dich daran festhalten und Dein Leben darauf aufbauen - oder sie ungläubig stehen lassen und Dich weiter sorgen?

Einer meiner Lieblingsverse betreffs Sorgen ist der letztgenannte aus 1 Pe 5:7. So viele Menschen meinen, irgendjemand müsse sich doch Gedanken machen und Lösungen schaffen für ihre Probleme. Stimmt! Und Gott verspricht uns, wenn wir unsere Sorgen bei Ihm abladen, dann lädt Er sie sich auf. Jemand kümmert sich - Jesus! Er kann es viel besser als Du oder ich. "Alle deine Sorge wirf auf ihn; denn er sorgt für dich." (nach 1 Pe 5:7)

Freitag, 29. Mai 2026

Gottes Müdigkeit

Tatsächlich finden wir Verse in der Bibel, die davon reden, dass Gott „müde“ ist.

Eure Neumonde und Festzeiten hasst meine Seele; sie sind mir zur Last geworden; ich bin es müde, sie zu ertragen. (Jesaja 1:14)

Du hast mir nicht für Geld Würzrohr gekauft noch mit dem Fett deiner Schlachtopfer mich gesättigt. Vielmehr hast du mir Arbeit gemacht mit deinen Sünden, du hast mich ermüdet mit deinen Sünden. (Jesaja 43:24)

Offensichtlich handelt es sich hier nicht um die Müdigkeit, die uns abends überfällt, wenn wir von der Arbeit des Tages erschöpft sind. Es ist vielmehr eine bildhafte Sprache, durch die Gott zum Ausdruck bringt: Ich habe genug von euren Sünden und eurer Falschheit.

Was echte Müdigkeit angeht, wie wir sie täglich empfinden – Müdigkeit, die ein Runterfahren, Abschalten und Schlafen verlangt – die kennt Gott nicht! Und das ist gut!

Bildquelle HIER
Im März 2024 berichteten verschiedene Medien über einem Flug der indonesischen Fluggesellschaft „Batik Air“. Zwei Piloten dieser Airline schliefen mitten während ihres Fluges über Indonesien ein. Der verantwortliche Pilot hatte zwar die Erlaubnis, ein Nickerchen zu machen, sobald das Flugzeug die Reiseflughöhe erreicht hatte, doch als er aufwachte, stellte er fest, dass auch sein Copilot eingenickt war. Die beiden schliefen etwa dreißig Minuten, während sich über 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord befanden und das Flugzeug sich in einer Höhe von etwa 11.000 Metern befand. Das Flugzeug war vom Kurs abgekommen, kam aber glücklicherweise dennoch sicher am Zielort an.

Welch ein Segen, dass unser Gott keinen Schlaf benötigt. Der Prophet Jesaja erklärt (Jesaja 40:28):

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich!

Fast noch deutlicher beschreibt der Psalmist den Gott der Bibel (Psalm 121:3+4):

Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

Die Tatsache, dass unser Gott nicht schläft, sondern Tag und Nacht über uns wacht, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde – diese Tatsache macht uns dankbar. Wir sind nie allein, nie unbeobachtet von Gott. Wir erleben nichts, was Er nicht sieht. Wir erfahren nichts, was Er nicht weiß. Wir gehen durch nichts, was Er nicht zulässt. Unser Gott wird nicht müde und schläft nie! Im Gegenteil: Er wacht über den Seinen und passt auf sie auf.   

Natürlich kann man fragen: „Aber warum dann ...?“ ... all das Leid? ... all die Trauer? ... all der Schmerz? ... all die Katastrophen?

Die möglichen Antworten darauf sind vielfältig – und manchmal gibt es keine. Aber es gibt Trost: Unser Herr ist im Bilde! Er weiß um unsere Not und weiß, was Er tun will. Ihm ist weder etwas entgangen noch außer Kontrolle geraten. Der Hüter Israels, der auch unser Hüter ist, schläft noch schlummert nicht. Wir dürfen uns sogar im Glauben festhalten an Seinem Versprechen (Römer 8:28):

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“

Nicht nur, dass unser Herr um alles weiß. Er hat auch mit allem einen guten und vollkommenen Plan – selbst, wenn wir es im Moment noch nicht erkennen können.