Ich las von 3 erwachsenen Söhnen, die ihr Zuhause verließen um sich selbstständig zu machten. Alle kommen zu Wohlstand. Als sie sich wieder treffen, besprechen sie, welche Geschenke sie ihrer betagten Mutter machen können. Der erste sagt: „Ich habe unserer Mutter ein großes Haus gebaut.“ Der zweite sagt: „Ich habe ihr einen Mercedes mit Chauffeur geschickt.“ Der dritte sagt: „Erinnert ihr euch, wie gerne Mama die Bibel liest? Sie kann mittlerweile nicht mehr so gut sehen. Deshalb habe ich ihr einen außergewöhnlichen Papagei geschickt, der die ganze Bibel auswendig vortragen kann. Die Ältesten meiner Gemeinde haben 12 Jahre gebraucht, um ihn zu trainieren; er ist einzigartig. Mama muss nur das Kapitel und den Vers nennen, und der Papagei trägt es vor. Er hat mich 100.000 Euro gekostet.“
Bald darauf verschickt Mama ihre Dankesbriefe. An ihre Ältesten schreibt sie: „Erich, das Haus, das du gebaut hast, ist so riesig. Ich wohne nur in einem Zimmer, aber ich muss das ganze Haus putzen.“ „Gerald“, schreibt sie an den zweiten Sohn, „ich bin zu alt zum Reisen. Ich verbringe die meiste Zeit in meinem Haus, daher benutze ich den Mercedes selten. Und dieser Chauffeur ist so unhöflich! Er ist eine wahre Plage!“ An den Jüngsten schreibt sie „Mein liebster Roland, das magere kleine Hähnchen war köstlich!“
Autsch! 100.000 Eure für die Tonne! Die gute Mama hatte schon in etwa erkannt, was ihr geschenkt wurde, aber den wahren Wert – den hatte sie nicht erkannt.
Im geistlichen Leben geht es uns manchmal ähnlich. Es liegt oder steht vor unserer Nase – und wir erkennen es nicht. Davon wird auch in mehreren Berichten der Bibel geschrieben:
- Bileam erkannte den Engel des Herrn nicht auf seinem Weg.
- Die Pharisäer erkannten Jesus nicht als den Gesandten Gottes.
- Die Menschen in Nazareth erkannten Jesus nicht als Messias.
- Maria Magdalena erkannte Jesus nicht als den Auferstandenen.
Sie alle kannten Jesus als Mitmenschen, aber ihre Erkenntnis war eingeschränkt.
In Epheser 1:18 betet Paulus für die Christen in Ephesus: „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen.“
Genau das ist es, was wir alle benötigen: erleuchtete Augen des Herzens! Erleuchtete Augen des Herzens bedeutet, dass wir den Wert dessen viel tiefer erkennen, was wir eigentlich schon kennen. Oft kennen wir die richtigen Vokabeln und sind auch dankbar für das, was wir durch Jesus haben. Aber die geistlichen Segnungen, sind „normal“, sind „gewöhnlich“ geworden. Die Augen haben gesehen, aber das Leuchten ist verschwunden.
Möge der Herr das Gebet des Paulus für die Epheser auch in unserem Leben erhören. Möge der Herr uns neu verstehen lassen, dass unsere Hoffnung großartig ist, unser Erbe reich und herrlich, die Kraft Gottes an uns eine überwältigend große Kraft und der Reichtum Seiner Gnade ein überwältigender Reichtum ist. (alles aus Epheser 1+2)Möge der Herr uns wieder erleuchtete und leuchtende Augen schenken, dass wir die Länge, Breite, Höhe und Tiefe der Liebe Jesu und unseres Glaubens an Ihn neu erkennen. Möge der Vater im Himmel uns neues Erstaunen und erleuchtete Augen des Herzens schenken, dass wir den Wert des Gnadengeschenks erkennen, das Er uns in Jesus gemacht hat.







