„Wir können sicher sein, dass niemand jemals in den Himmel kommen und sagen wird: ‚Ich wünschte, ich hätte weniger getan.‘“ (Andrew Knight)

Dienstag, 2. Juni 2026

Warum mischt sich Gott eigentlich in unser bequemes Leben ein?

Dieser Tage schaute ich mal wieder in meiner Sammelmappe nach. Das ist eine dezentrale Sammelstelle für inspirative Gedanken. Solche Gedanken kommen u.a. aus Büchern, Zeitungen, dem Internet, Predigten, meiner Stillen Zeit oder Begegnungen mit anderen Menschen. Der Artikel, der mir diesmal in die Augen fiel, war von W. Stiles überschrieben mit: „Warum marschiert Gott in unser bequemes Leben ein?“  Ja, warum eigentlich? Warum mischt sich Gott in unser bequemes Leben ein?

Stiles beschreibt, wie alles im Leben gut läuft – bis plötzlich Gott auftaucht. Vielen Menschen ist es so ergangen, auch dem Volk Israel. Es ging ihnen gut, sie waren komfortabel situiert – aber ungeistlich! Der alttestamentliche Prophet Amos weist in 9 Kapiteln unermüdlich auf diese Tatsache hin: „Eure Bequemlichkeit bringt Euch ins Verderben!

Stiles fordert seine Leser auf: mal für einen Moment in sich zu gehen und brutal ehrlich zu sein und über die Gefahr der Bequemlichkeit in unserem Leben nachzudenken. Dann fragt er:
Wo ist Hingabe an Gott zweitrangig geworden und Hingabe an Seine Segnungen vorrangig? Vielleicht hast Du einem Dienst oder einem Projekt mehr hingegeben als Deiner persönlichen Zeit mit dem Herrn. Vielleicht ist es Dir zur Priorität geworden, das Haus ordentlich und sauber zu halten, aber seine Bewohner zu vernachlässigen.

Segnungen, die Israel empfing, lockten es immer weg von Gott, von dem die Segnungen kamen. Geht es uns anders? Hat der Vater nicht das Recht, zu geben und zu nehmen?

Der englische Prediger Spurgeon sagte zu diesem Thema: „Wenn Du irgendetwas besitzt, was Dir sehr lieb und wertvoll ist, halte es ganz lose, denn Du kannst es leicht verlieren.“

Stiles schließt mit den Worten: “… Dem Herrn liegt es an einer Beziehung mit Ihm, egal, was es koste. Wenn Bequemlichkeiten (irgendeiner Art) unsere Sensibilität Gott gegenüber abstumpft, dann hat Gott kaum eine andre Wahl, als das Hindernis aus dem Weg zu räumen.“
Und dann fragt er. „Warum ist es so ein harter Kampf für uns, die Segnungen (Gottes) aufzugeben, die wir so einfach empfangen können?“

Ja, warum eigentlich? Eigentlich will Gott uns alles schenken, was wir brauchen. Eigentlich hat Er uns genug Nahrung versprochen. Nicht immer ein Büffet, aber immer genug – und manchmal mehr als genug. Eigentlich hat Er uns genug Kleidung versprochen. Nicht immer die teuerste Markenware, aber immer genug – und manchmal mehr als genug.

Dennoch ist es für uns oft ein harter Kampf, für den Herrn das aufzugeben, was Er uns als Segnungen – oft Segnungen im Überfluss – zukommen lässt. Ja, warum eigentlich?

Die folgenden Bibelverse sollen uns Mut machen, nicht an den Segnungen Gottes festzuhalten, als gehörten sie uns, als seien sie das Wichtigste und unersetzbar. Sie sollen uns Mut machen, allen Segen aus Gottes Händen zu nehmen – als Verwalter, nicht Besitzer.  

„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: 
Was werden wir essen? oder:
Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?
Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, 
aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt.
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes 
und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch dies alles hinzugefügt werden! 
(Matthäus 6:31-33)

Montag, 1. Juni 2026

Selbstverstümmelung

Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, dass du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst. Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst.

Diese Worte Jesu aus Matthäus 18:8-9 belegen, dass der göttliche Blickpunkt oft ganz anderswo liegt, als der unsrige. Welch einen ungeheuren Wert legen wir auf Gesundheit und physische Unversehrtheit! Nicht so Jesus! Er betont geistliche Unversehrtheit und innere Reinheit.

Lieber verkümmert als verloren! Besser blind als brennend. Es gibt Menschen, die diese Worte Jesu völlig missverstehen und überlegen, ob sie sich nicht besser Hand, Fuß oder Auge amputieren sollten, als sich der Versuchung zur Sünde auszusetzen und immer wieder zu fallen.

Allerdings ermuntern diese Aussagen nicht zur Selbstverstümmelung. Wer sich die rechte Hand abschlägt, weil sie ständig schlägt oder stiehlt, kann die gleiche Fähigkeit mit der linken Hand erlernen. Wer sein rechtes Auge nicht kontrollieren kann, hat auch das linke nicht im Griff. Nein, es geht Jesus nicht darum, unseren Körper zu verkrüppeln.

Es geht Jesus darum, dass wir den richtigen Blickpunkt haben. Jesus möchte uns klarmachen, wie krass und gefährlich die Sünde ist und wie radikal wir uns von ihr trennen müssen. Billy Graham sagte einmal: „Du kannst den ersten Blick vielleicht nicht verhindern, aber den zweiten kannst du verweigern. Wenn ein unreines Bild vor Dich kommt, sei es durch ein Buch, eine Zeitschrift, das Fernsehen oder das tägliche Leben, überlass es nie deinen Augen. Schau stattdessen mit den Augen Deiner Seele auf Jesus, der im Himmel für Dich betet. Er wird Dich rein halten“

Billy Graham nimmt Bezug auf Versuchung zur Sünde über den Weg der Augen. Ob es nun die Augen sind, die Hände, die Füße (die schnell sind, zur Sünde hin zu laufen) den Mund, die Ohren oder sonst etwas – mit den Jesusworten im Matthäusevangelium möchte Jesus uns zur Heiligkeit verpflichten. Er sagt: “Unternimm alle drastischen Maßnahmen, die nötig sind, um Dein Leben rein zu halten.”

Achte keine noch so kleine Sünde als Kavaliersdelikt. Kleine Sünden sind wie kleine Splitter, erst merkt man sie kaum, dann entzünden sie sich und können schließlich großen Schaden anrichten. Nicht der Arm muss ab, nicht der Mund muss zugenäht werden – der Splitter muss raus. Auf dem Gebiet gibt es einen Fachmann: Jesus. Er entfernt jeden noch so kleinen Splitter mit größter Sorgfalt – und er entfernt auch ganze Balken, die uns so gerne ins Stolpern bringen.

Behalte also deine Hand, deinen Fuß und Dein Auge! Aber gib die Sünde an Jesus ab!

Sonntag, 31. Mai 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 8:19-22
 
19 Und ein Schriftgelehrter trat herzu und sprach zu ihm: Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!
20 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.
21 Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben!
22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

In der Nachfolge Jesu geht keine Anstrengung verloren;
deshalb geh weiter!
(Corrie ten Boom)

Das Kennzeichen eines wahren Nachfolgers Christi
ist die Bereitwilligkeit, sein Leben aufzuopfern.
(John MacArthur)

Samstag, 30. Mai 2026

Sorgen, Sorgen und kein Ende ...

Sorgen - das Thema kennen wir alle. Der kleine Mann auf der Straße und der große Mann im Chefsessel seiner Firma. Der Arbeiter in der Fabrik und die Hausfrau zwischen Wäsche, Küche und Windeln (und vielleicht noch einem Job dazu). Sorgen haben sich bereits die ersten Menschen auf der Welt gemacht. Die einen sorgten sich, wie sie sich vor dem allwissenden Gott verstecken könnten, die anderen, wohin sie vor dem allgegenwärtigen Gott fliehen können. Sorgen machen uns kaputt! Grob gesehen gibt es zwei verschiedene Arten von Sorgen: berechtigte und unberechtigte.

Sven Hedin, der schwedische Geograph und Entdeckungsreisende, erkannte ganz richtig: "Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen." Das spricht vom grundlosen Sorgen. Die Frage, die sich uns stellt, ist die: "Was tun in einer sich stets verkomplizierenden Welt, deren Lebensstil uns Sorgen aufzwingt?

Die Bibel gibt uns in allen 66 Büchern dieselbe Antwort: Uns auf Gott und Seine Zusagen zu verlassen. Hier eine verschwindend kleine Auswahl:

  • "Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen." (Hebr 13:5c; NL)
  • "Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln" (Ps 37:25; LÜ)
  • "Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?" (Mt 6:25; Schl)
  • "So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug." (Mt 6:31-34; Elb)
  • "Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen; er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen!" (Ps 55:23; Schl)
  • "Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!" (Phil 4:6; LÜ)
  • "Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch." (1 Pe 5:7; Schl)
Was wirst Du mit diesen Versprechungen Gottes tun? Sie verinnerlichen, Dich daran festhalten und Dein Leben darauf aufbauen - oder sie ungläubig stehen lassen und Dich weiter sorgen?

Einer meiner Lieblingsverse betreffs Sorgen ist der letztgenannte aus 1 Pe 5:7. So viele Menschen meinen, irgendjemand müsse sich doch Gedanken machen und Lösungen schaffen für ihre Probleme. Stimmt! Und Gott verspricht uns, wenn wir unsere Sorgen bei Ihm abladen, dann lädt Er sie sich auf. Jemand kümmert sich - Jesus! Er kann es viel besser als Du oder ich. "Alle deine Sorge wirf auf ihn; denn er sorgt für dich." (nach 1 Pe 5:7)

Freitag, 29. Mai 2026

Gottes Müdigkeit

Tatsächlich finden wir Verse in der Bibel, die davon reden, dass Gott „müde“ ist.

Eure Neumonde und Festzeiten hasst meine Seele; sie sind mir zur Last geworden; ich bin es müde, sie zu ertragen. (Jesaja 1:14)

Du hast mir nicht für Geld Würzrohr gekauft noch mit dem Fett deiner Schlachtopfer mich gesättigt. Vielmehr hast du mir Arbeit gemacht mit deinen Sünden, du hast mich ermüdet mit deinen Sünden. (Jesaja 43:24)

Offensichtlich handelt es sich hier nicht um die Müdigkeit, die uns abends überfällt, wenn wir von der Arbeit des Tages erschöpft sind. Es ist vielmehr eine bildhafte Sprache, durch die Gott zum Ausdruck bringt: Ich habe genug von euren Sünden und eurer Falschheit.

Was echte Müdigkeit angeht, wie wir sie täglich empfinden – Müdigkeit, die ein Runterfahren, Abschalten und Schlafen verlangt – die kennt Gott nicht! Und das ist gut!

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Im März 2024 berichteten verschiedene Medien über einem Flug der indonesischen Fluggesellschaft „Batik Air“. Zwei Piloten dieser Airline schliefen mitten während ihres Fluges über Indonesien ein. Der verantwortliche Pilot hatte zwar die Erlaubnis, ein Nickerchen zu machen, sobald das Flugzeug die Reiseflughöhe erreicht hatte, doch als er aufwachte, stellte er fest, dass auch sein Copilot eingenickt war. Die beiden schliefen etwa dreißig Minuten, während sich über 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord befanden und das Flugzeug sich in einer Höhe von etwa 11.000 Metern befand. Das Flugzeug war vom Kurs abgekommen, kam aber glücklicherweise dennoch sicher am Zielort an.

Welch ein Segen, dass unser Gott keinen Schlaf benötigt. Der Prophet Jesaja erklärt (Jesaja 40:28):

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich!

Fast noch deutlicher beschreibt der Psalmist den Gott der Bibel (Psalm 121:3+4):

Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

Die Tatsache, dass unser Gott nicht schläft, sondern Tag und Nacht über uns wacht, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde – diese Tatsache macht uns dankbar. Wir sind nie allein, nie unbeobachtet von Gott. Wir erleben nichts, was Er nicht sieht. Wir erfahren nichts, was Er nicht weiß. Wir gehen durch nichts, was Er nicht zulässt. Unser Gott wird nicht müde und schläft nie! Im Gegenteil: Er wacht über den Seinen und passt auf sie auf.   

Natürlich kann man fragen: „Aber warum dann ...?“ ... all das Leid? ... all die Trauer? ... all der Schmerz? ... all die Katastrophen?

Die möglichen Antworten darauf sind vielfältig – und manchmal gibt es keine. Aber es gibt Trost: Unser Herr ist im Bilde! Er weiß um unsere Not und weiß, was Er tun will. Ihm ist weder etwas entgangen noch außer Kontrolle geraten. Der Hüter Israels, der auch unser Hüter ist, schläft noch schlummert nicht. Wir dürfen uns sogar im Glauben festhalten an Seinem Versprechen (Römer 8:28):

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“

Nicht nur, dass unser Herr um alles weiß. Er hat auch mit allem einen guten und vollkommenen Plan – selbst, wenn wir es im Moment noch nicht erkennen können.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Gericht, Gerecht & Gerechtigkeit

Dieser Tage stieß ich in meiner Stillen Zeit auf den Gedanken der Gerechtigkeit. Dabei kamen so einige Verse in Erinnerung, die ich hier zitieren und zum Nachdenken weitergeben möchte.

Römer 3:10:
Wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer.

Philipper 3.9:
Mit Ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens,

Römer 3:24:
Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit hat.

Jesaja 61:10:
Ich freue mich sehr in dem Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt.

1 Johannes 2:1:
Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.

1 Korinther 1:30:
... Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung,

1 Johannes 2:29:
Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, so erkennt auch, dass jeder, der die Gerechtigkeit tut, aus ihm geboren ist.

Psalm 94:15:
Denn zur Gerechtigkeit kehrt das Gericht zurück, und alle von Herzen Aufrichtigen werden ihm folgen!

Offenbarung 19:2:
Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert!

Offenbarung 16:5:
Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, o Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast!

Jesus Christus – unser Glaube, unsere Hoffnung, unsere Zuversicht, unser Leben, unsere Freude, unser friede, unsere Gerechtigkeit!

Jesus ist alles, alles mir,
mein Glück, mein Trost, mein Heil,
ist meine Kraft von Tag zu Tag
und meiner Seele Teil.
Wenn ich betrübt und traurig bin,
leg ich es Ihm zu Füßen hin.
Bin ich betrübt, Jesus mich liebt,
Er mein Freund.

(Herbert von Berge)

Mittwoch, 27. Mai 2026

Gottes Gnade ... zu groß?

Ich denke an so einige „besondere“ Menschen. Ja, sie sind besonders. Unrühmlich zeichnen sie sich aus als Schlächter der Menschheit, legalisierte Mörder, Mensch- und Gott-verachtende Monster. Namen wie Josef Stalin, Adolf Hitler, Pol Pot oder heute Kim Jong Un.

Es hat sie schon immer gegeben. Iwan der Schreckliche und Maria „Bloody Mary“ I. Tudor beide aus dem 16. Jahrhundert, tragen ihre Spitznamen nicht umsonst. Noch viel früher war es der römische Kaiser Nero, der für seine Grausamkeiten bekannt war.

Allerdings hat es sie schon bedeutend früher gegeben, die Gottlosen, die Grausamen, die vor nichts Zurückscheuenden. Einer von ihnen hieß Manasse und war der jüdische König mit der längsten Regierungszeit: 55 Jahre. Seine Gottlosigkeit und Grausamkeit übertraf alles bisher Dagewesene. In den Geschichtsbüchern des Alten Testaments wird berichtet (2 Könige 21):

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3 Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und errichtete dem Baal Altäre und machte ein Aschera-Standbild, wie es Ahab, der König von Israel, getan hatte, und er betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen. 4 Er baute auch Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen wohnen lassen. 5 Und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Haus des Herrn. 6 Er ließ auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und hielt Geisterbefrager und Wahrsager; er tat vieles, was böse ist in den Augen des Herrn, um ihn herauszufordern. 7 Er setzte auch das Standbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem der Herr zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: »In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich. (...) 9 Aber sie gehorchten nicht, und Manasse verführte sie, sodass sie Schlimmeres taten als die Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertilgt hatte. 16 Auch vergoss Manasse sehr viel unschuldiges Blut, sodass er Jerusalem damit erfüllte, von einem Ende bis zum anderen, abgesehen von seiner Sünde, zu der er Juda verführt hatte, sodass sie taten, was böse war in den Augen des Herrn.

Es fehlen fast die Worte, solch ein entsetzliches Handeln und Rebellieren gegen Gott und Menschen zu beschreiben. Manasse forderte Gott durch seinen Götzendienst heraus, opferte Kinder im Feuer und verführte ein ganzes Volk. Unfassbar! Natürlich handelte Gott nach Seinem Wort und Manasse wurde vom assyrischen König besiegt und nach Babel gebracht.

Was darauf folgt, ist noch unfassbarer als Manasses Gottlosigkeit. In 2 Chronik 33 wird berichtet:

12 Als er nun in der Not war, flehte er den Herrn, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter. 13 Und als er zu ihm betete, ließ sich Gott von ihm erbitten, sodass er sein Flehen erhörte und ihn wieder nach Jerusalem zu seinem Königreich brachte. Da erkannte Manasse, dass der HERR Gott ist. 14 Danach baute er eine äußere Mauer an der Stadt Davids, westlich von der Gihonquelle im Tal und bis zum Eingang beim Fischtor und rings um den Ophel, und machte sie sehr hoch; und er legte Hauptleute in alle festen Städte Judas. 15 Er tat auch die fremden Götter weg und entfernte das Götzenbild aus dem Haus des Herrn und alle Altäre, die er auf dem Berg des Hauses des Herrn und in Jerusalem gebaut hatte, und warf sie vor die Stadt hinaus. 16 Und er richtete den Altar des Herrn wieder auf und opferte darauf Friedensopfer und Dankopfer und befahl Juda, dass sie dem Herrn, dem Gott Israels, dienen sollten.

Unfassbarer als Manasses Sündenpaket ist Gottes Gnadengeschenk! Ist das nicht ein bisschen zu viel Gnade für solch einen Mega-Sünder? Nein! Gottes Handeln durch Gericht – so schrecklich es schien – bewirkte in dem König Gotteserkenntnis, inneren Zerbruch, Demut und Buße. Und unser gnädiger Gott lässt sich darauf ein! Er vergibt, stellt wieder her und schenkt erneut Seinen Segen – einem ehemaligen Okkultisten, Götzendiener Massenmörder und Kindermörder.

Die Gnade Gottes ist unvorstellbar, unbeschreiblich, unfassbar und unmessbar! Sie fließt über aus dem Wesen Gottes, der Gnade geben will – selbst den Schlimmsten der Menschheit. Das offenbart Er und handhabt Er so bis heute, wie aus vielen Zeugnissen ersichtlich ist.

O preist seiner Liebe Macht!
Preist seiner Liebe Macht,
preist seiner Liebe Macht, die uns erlöst!

Francis D. Bottome

Dienstag, 26. Mai 2026

Biographie: Susanna Wesley

Der Name Susanna Wesley mag einigen wenigen Lesern bekannt sein. Sie ist die Mutter der beiden Brüder, John und Charles Wesley, die Gott mächtig in der Heiligungsbewegung des 18. Jahrhunderts gebraucht hat. John Wesleys Lehren finden bis heute Beachtung, die Lieder seines Bruders Charles werden bis heute gesungen.

Susanna wuchs in einer prominenten Londoner Großfamilie mit 25 Geschwistern auf. Mit 19 Jahren heiratete sie den anglikanischen Pastor, Samuel Wesley. Samuel Wesley war nicht erfolgreich in seinem kirchlichen Dienst und auch nicht im Umgang mit Finanzen. Das Ehepaar hatte 19 Kinder, von denen 9 im Säuglingsalter starben. Susanna trug den Großteil der Kindererziehung, des Schulunterrichts, sowie der Arbeit im Haus und im Garten.

Bereits in ihren jungen Jahren versprach sie Jesus, nie mehr Zeit mit Freizeitaktivitäten zu verbringen als mit Gebet und Bibelstudium. Selbst in den schwierigsten und arbeitsreichsten Jahren ihres Lebens als Mutter nahm sie sich täglich zwei Stunden Zeit für die Gemeinschaft mit Gott und das Lesen seines Wortes, und sie hielt sich treu an diesen Zeitplan. Die Herausforderung bestand darin, in einem Haus voller Kinder einen Rückzugsort zu finden.

Susanna fand eine Lösung: Mit Bibel und langer Schürze setzte sie sich in ihren „Stille-Zeit-Sessel“, zog ihre Schürze über ihren Kopf und verbrachte 2 Stunden Zeit im Gebet und in Gemeinschaft mit Jesus. Wenn ihre Kinder ihre Mutter so sahen, wussten sie: „Jetzt dürfen wir nicht stören. Mama hat ihre Audienz bei Jesus.“ In dieser täglichen Zeit mit Jesus studierte sie Sein Wort, betete sie für ihren Mann, ihre Kinder und ihre Alltagsnöte, von denen es sicher mehr als genug gab.

Zu den vielen Nöten und Arbeiten in Susannas Leben gab es auch mehr als genug Leid. Eine ihrer Töchter wurde unverheiratet schwanger, aber der Vater des Kindes heiratete sie nie. Susanna hörte nicht auf, für ihre Tochter zu beten.

Natürlich betete sie für alle ihre Kinder, und es scheint, als habe Gott Seinen besonderen Segen auf ihre Söhne John und Charles gelegt. John wurde zum Leiter der Heiligungs- und Erweckungsbewegung in England, aus dem die methodistische Kirche hervorging. Charles schrieb im Laufe seines Lebens 6500 Kirchenlieder, von denen viele bis heute, vor allem im englischsprachigen Raum, gesungen werden.

Zurückzuführen ist dies sicher zu einem großen Teil auf den Glauben und die treuen Gebete ihrer Mutter, deren Erziehungsratschlag an Eltern war: „Lehre das Kind zu Beten, sobald es sprechen kann.“

Die Gemeinde des Herrn braucht heute nicht in erster Linie
neue Organisationen und Methoden,
sondern Männer und Frauen des Gebets.

(E.M. Bounds)