Freitag, 8. Mai 2026
Durch Gnade geheilte Augen
Donnerstag, 7. Mai 2026
Gnade qualifiziert!
Und aus
seiner Fülle haben wir alle empfangen
Gnade um
Gnade.
(Johannes 1:16)
Chuck Smith, Vater der Jesus People und der Calvary Chapel Bewegung hat ein Buch über Gnade geschrieben, aus dem folgende Zitate stammen:
„Gnade verwandelt öde und trostlose Ebenen in üppige, grüne Weiden. Sie verwandelt mühsame Pflicht in liebevollen, begeisterten Dienst. Sie tauscht die Tränen und Schuldgefühle unserer eigenen gescheiterten Bemühungen gegen ewige Freude ein. Gnade verändert alles!“
"Wenn wir darauf vertrauen, dass Gottes Gnade uns verwandelt und Christus in uns wachsen lässt, werden wir Freude am Leben und Frieden finden."
„Gnade und Friede werden als die siamesischen Zwillinge des Neuen Testaments bezeichnet, weil sie immer untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die richtige Reihenfolge dieser beiden Begriffe, denn man kann den Frieden Gottes erst erfahren, wenn man zuvor seine Gnade erfahren hat.“
Wie wahr und biblisch diese Aussagen sind sieht man am Leben biblischer Personen, die Gottes Gnade erfuhren.
Paulus! Menschlich gesehen war er hoch qualifiziert. Aber alle seine Qualifikationen, seine Abstammung, Position und sein Studieren nutzten ihm gar nichts. Erst als Gottes Gnade ihn fand und er sich bekehrte, war es die Gnade Gottes, die ihn qualifizierte und zu dem Werkzeug machte, das er später für Jesus war.
Petrus! Während der Christenverfolgung im dritten Jahrhundert sagten sich manche Christen unter Druck vom Glauben los. Als sie später Buße taten und wieder in die Gemeinschaft aufgenommen werden wollten, bezeichnete man sie als „Gefallene“ und verweigerte ihnen die Mitgliedschaft. Petrus hätte es zu der Zeit mit seiner Verleugnung schwer gehabt, wieder Anschluss zu finden. Aber Gottes Gnade qualifizierte auch ihn, den Verleugner und Versager, zu einem gesegneten Dienst!
Jesaja! Als er Gott in Seiner Heiligkeit begegnete, war Jesaja bewusst, dass er des Todes würdig war. „Unreine Lippen“ hatte er. Viel Unsinn geredet, vielleicht viel üble Nachrede, viel Schmutz und Unwahrheit verbreitet. Wir wissen nicht, was es genau war, woran er dachte, als er ausrief: „Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat.“ Wir wissen aber ganz konkret, dass Gott ihn in Seiner Gnade anrührte, berief, einsetzte und qualifizierte. Jesaja wurde zu einem der großen Propheten Israels.
Menschen wie Paulus, Petrus, Jesaja und andere sind für uns ein Segen Gottes. Durch sie offenbart und illustriert Gott, dass es für jeden Menschen Hoffnung gibt. Auch wir sind durch unser altes Wesen, unsere alte Natur, völlig disqualifiziert – sowohl zum Eintritt in den Himmel als auch zum Dienst für Jesus auf der Erde. Wenn wir aber der Gnade Gottes begegnet sind, wenn Jesus uns in Seiner Gnade angerührt hat, dann haben wir den „Ritterschlag“ bekommen, dann sind wir Gottes Kinder geworden, qualifiziert, Jesu Botschafter zu sein.
Nicht Dokumente, Zertifikate und Abschlussexamen sind ausschlaggebend im Reich Gottes. Nicht unsere natürlichen Fähigkeiten befähigen uns für ein erfülltes Leben in der Welt. Es ist die Gnade Gottes in Jesus, die uns qualifiziert und befähigt, für Jesus zu leben und für Ihn Frucht zu bringen.
Was für ein Grund, Ihm ewig dankbar zu sein!Mittwoch, 6. Mai 2026
William Cary #2
Am Donnerstag, dem 12. März 1812 kam ein Mitarbeiter zu Carey gelaufen. „Feuer!“ rief er nur. Die Druckerei stand in Flammen. Alle Versuche, die Bücher, das Bibelpapier und die Punzen (Buchstabenstempel) zu retten, waren vergebens und die ganze Halle brannte in dieser Nacht nieder. Wie muss sich Carey gefühlt haben? Es muss ihm den Boden unter den Füßen weggezogen haben, denn seine ganze Arbeit war dahin – und das, obwohl er sie doch für den Herrn getan hatte? Einen Lichtblick gab es zwar, denn die Punzen für 14 Sprachen hatten den Brand überlebt, doch Carey spürte den Verlust; und es nagte an ihm. Später schrieb er unter Tränen:
„In einer einzigen Nacht ist die Arbeit von Jahren vernichtet worden. Wie unerforschlich sind Gottes Wege! Ich hatte eben einige Werke zur höchsten mir möglichen Vervollkommnung gebracht und ich betrachtete die Mission vielleicht mit zu viel Selbstgefälligkeit. Der Herr hat mich gedemütigt, damit ich noch einfältiger zu ihm aufschaue.“
Wie sehr muss es an seine Substanz gegangen sein. Doch er suchte den Fehler nicht bei Gott. Denn William Carey wußte: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr“ – Jesaja 55,8
Carey fand angeblich keine Erklärung, warum Gott seine Druckerei abbrennen ließ. Doch für ihn war klar, dass es einen Grund geben muss und dass Gott nie aus Willkür handelt. Er spürte, dass Gott durch dieses Ereignis an ihn arbeiten wollte und das gab ihm neuen Mut. Am darauffolgenden Sonntag kam für ihn nur ein Predigttext in Frage „Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin.“ (Psalm 46,11)
Eine scheinbare Niederlage im geistlichen Kampf eines Dieners Jesu. Das war die Art Kampf, in dem Carey stand, als er in Indien als Lehrer, Sprachforscher und Bibelübersetzer arbeitete. Carey verzichtete auf Karriere und Ruhm und nahm auch heftige Rückschläge aus Gottes Hand an, um sein ganzes Leben einzusetzen für die Verbreitung der Bibel.
Ein charakteristischer Vorfall wird über ihn erzählt. Bevor er England verließ, ging von Dorf zu Dorf und predigte das Evangelium, denn seine Seele war erfüllt von der Liebe Gottes. Eines Tages sagte ein Freund zu ihm: "Herr Carey, ich möchte etwas sehr Ernsthaftes mit Ihnen besprechen." "Nun", sagte Carey, "um was geht es denn?" Der Freund antwortete: "Indem Sie ständig umherreisen und predigen, vernachlässigen Sie Ihr Geschäft (als Schuster). Wenn Sie sich nur mehr um Ihr Geschäft kümmern würden, wäre alles in Ordnung und Sie würden bald wohlhabend werden und aufsteigen. Aber so, wie es momentan läuft, vernachlässigen Sie einfach Ihr Geschäft." "Mein Geschäft vernachlässigen?", sagte Carey und sah ihn fest an. "Mein Geschäft ist es, das Reich Gottes zu verbreiten. Ich mache nur Schuhe, um die Kosten zu tragen."
Hätte Gott es nicht leichter, ermutigender und unfallfreier halten können? Doch! Hätte Er! Hat Gott Seinem Diener je erklärt, warum manche Dinge anders gelaufen sind als erhofft? Nicht, dass wir wüssten. Dazu ist unser Herr auch nicht verpflichtet. Schlechte Dinge geschehen auch im Leben guter Menschen. Auch in Deinem und meinem Leben. An uns ist es, zu vertrauen und uns im Leben und im Sterben, in Gewinn und in Verlust – wie William Carey – an dem Vers aus Römer 8:28 festzuhalten:
„Wir
wissen aber, dass denen, die Gott lieben,
alle
Dinge zum Besten dienen.“
Die Entscheidung, daran festzuhalten und die Kraft, danach zu leben, muss wachsen. Sie wächst in der lebendigen, täglichen Gemeinschaft mit Jesus.
Dienstag, 5. Mai 2026
Biographie: William Carey
Als 14-jähriger machte er eine Ausbildung zum Schuster. Mit etwa 18 Jahren bekehrt er sich nach einer bewegenden Predigt, lässt sich taufen und schließt sich danach einer Baptistengemeinde an, die ihn 7 Jahre später zu ihrem Pastor beruft.
Carey interessierte sich für die Reisen des Entdeckers James Cook und war außerdem ungewöhnlich sprachbegabt. Zunächst war es Französisch und Latein, wie auch die biblischen Sprachen Hebräisch und Altgriechisch, die ihn faszinierten.
Es war seine Schrift „Eine Untersuchung über die Pflicht der Christen, Mittel zur Bekehrung der Heiden einzusetzen“ aus dem Jahr 1876 und seine Predigt im Jahr 1892, die zur Gründung der „Baptist Missionary Society“ (Baptistischen Missionsgesellschaft) führte.
Schließlich hielt es Carey nicht mehr in England. Am 17. Mai 1793 reiste er nach Bengalen im Nordosten Indiens aus. Zu seinen unterstützenden Gemeinden sagte er: „Wenn Ihr das Seil festhaltet, werde ich hinuntersteigen, um nach den Verlorenen zu suchen.“ Er begann mit nur 6 Personen, die sich bereit erklärten, „das Seil festzuhalten“ – will heißen: ihn zu unterstützten. Er blieb über 40 Jahre in Indien und setzte dank dieser 6 treuen Unterstützer die ganze moderne Missionsbewegung in Gang. Sein Motto lautete: „Erwarte Großes von Gott und unternimm Großes für Gott!“
Der Anfang der Arbeit war allerdings holprig, da nach einer Satzung der „Britischen Ostindien Kompanie“ nicht missioniert werden durfte. Auch starb in dieser Zeit sein 5-jähriger Sohn, worauf seine Frau eine Psychose entwickelte, wovon sie sich nicht mehr erholte. Dann allerdings kam es nach einigen Jahren zur ersten Bekehrung eines Gurus. Carey zog um in Dänisch kontrolliertes Gebiet und wurde dort in verschiedenen Bereichen aktiv.
Zunächst lehrte er als Professor in Kalkutta, war allerdings auch unentwegt beschäftigt mit der Übersetzung der Bibel in die verschiedenen Sprachen der Inder und einige andere asiatische Sprachen. Dafür erarbeitete er sich eine ganze Bibliothek an Wörter- und Grammatikbüchern, kaufte eine Druckerei und ließ kostspielige Punzen (Buchstabenstempel) in jenen Sprachen herstellen. Während seiner 40+ Jahre in Indien übersetzte Carey die Bibel in 6 Sprachen und Bibelteile in weitere 29 asiatische Sprachen. Andere Quellen sprechen von insgesamt 44 Sprachen.
Bei alledem demütig und Christus zentriert zu bleiben muss wohl als besondere Segnung angesehen werden. Wegen seiner bescheidenen Herkunft und seiner Arbeit als Schuster wurde er auch in Indien zunächst gedemütigt und verachtet. John MacArthur erzählt, dass Carey bei einem Festessen von einem Nobelmann angesprochen wurde, der abschätzend zu ihm sagte: „Herr Carey, ich habe gehört, dass Sie einst als Schuhmacher gearbeitet haben.“ „Nein, nein, mein Herr“, antwortete Carey, „ich war kein Schuhmacher, nur ein Schuster. Ich habe lediglich repariert.“
»Gott widersteht den Hochmütigen;
den Demütigen aber gibt er Gnade«.
(Jakobus 4:6)
Das durfte William Carey erfahren. Ohne Bachelor und Master-Abschlüsse, ohne Titel und Referenzen hat er das, was er war und hatte in Gottes Hand gelegt – und Gott hat etwas daraus gemacht. Heute gibt es eine William Carey Universität sowohl in Shillong / Indien, wie auch in Hattiesburg / USA. Am 9. Juni 1834 starb William Carey in der Westbengalischen Stadt Serampore.
Montag, 4. Mai 2026
Quellen
Sonntag, 3. Mai 2026
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!
6 Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.
7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen.
8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.
Anbetung - Gebet - Predigt
Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen
Wir freuen uns auf dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
Sonntagszitat:
„Jesus kommt es nicht auf die Quantität,
sondern auf die Qualität des Betens an.
Gott misst meine Frömmigkeit nicht in Minuten,
sondern an meiner inneren Haltung.“
(Karl Albietz)
"Gebt mir betende Mütter und ich rette die Welt."
(Augustinus)
Samstag, 2. Mai 2026
Wer oder was ist liebenswert?
Freitag, 1. Mai 2026
1. Mai - Tag der Arbeit
Christ und Arbeit – ein wichtiges, brisantes und mitunter heikles Thema. Denn Christen sind immer für Gerechtigkeit, haben gleichzeitig aber auch einen anderen Blickwinkel, aus dem sie Arbeit betrachten. Natürlich arbeiten wir Christen für unser täglich Brot. Natürlich arbeiten die meisten Christen als Arbeiter oder Angestellte für ihren Arbeitgeber. Aber bei Jesusjüngern kommt eine weitere Komponente hinzu, die in allen Fragen unsere Einstellung prägt. Eine Komponente, die uns unterscheidet von solchen, die sich nicht als Jünger Jesu verstehen.







