„Niemand sollte ohne Tränen über die Hölle reden“ (Dwight L. Moody)

Donnerstag, 5. März 2026

Ärger

Von einem müden Flugreisenden wird berichtet, dass er von Los Angeles nach New York fliegen wollte. Er bat den Flugbegleiter, ihn rechtzeitig zu wecken und sicherzustellen, dass er in Dallas, dem geplanten Zwischenstopp, aussteigt.

Der Passagier erwachte gerade rechtzeitig, als das Flugzeug in New York landete. Wütend rief er den Flugbegleiter und verlangte eine Erklärung. Der Mann murmelte eine Entschuldigung und der Passagier stampfte wütend aus dem Flugzeug. "Junge, war der aber verärgert!" meinte ein anderes Besatzungsmitglied gegenüber seinem gescholtenen Kollegen. "Wenn Du denkst, dass der verärgert war", antwortete der angesprochene Flugbegleiter, "hättest Du den Kerl sehen sollen, den ich in Dallas aus dem Flugzeug befördert habe!"

Ärger ist immer eine ärgerliche Sache, egal ob ‚berechtigt‘ oder ob unberechtigt, egal ob spontan oder langsam gereift. Ärger fühlt sich mies an und trägt in der Regel bittere Früchte. Auch Gottes Wort hat eine Menge über Ärger zu sagen. Lies doch mal die folgenden Verse. Sie beleuchten Ärger von verschiedenen Seiten: von der Seite des Verursachers, des sich-Ärgernden, aus der Perspektive Gottes, usw. Vielleicht gibt es einen bestimmten Vers, der Dir ins Auge fällt und den Du besonders umbeten möchtest.

Lass dich nicht schnell zum Ärger reizen; denn der Ärger wohnt in der Brust der Toren. (Prediger 7:9)

Ein Stein ist schwer und der Sand eine Last, aber der Ärger, den ein Tor verursacht, ist schwerer als beides. (Sprüche 27:3)

Ein Narr lässt seinen Ärger sofort merken, der Kluge aber steckt die Beleidigung ein. (Sprüche 12:16)

Es haut sich die Füße ab und muss Ärger schlucken, wer seine Angelegenheiten durch einen Narren besorgen lässt. (Sprüche 26:6)

Doch jetzt ist es an der Zeit, Ärger, Zorn, Bosheit, Verleumdung und schmutzige Reden aufzugeben. (Kolosser 3:8)

Befreit euch von Bitterkeit und Wut, von Ärger, harten Worten und übler Nachrede sowie jeder Art von Bosheit. (Epheser 4:31)

Entscheidungen, die im Zorn getroffen werden, können oft nicht korrigiert oder rückgängig gemacht werden. Besser ist, wir überlassen all das Ärgerliche dem Herrn und gehen in Seinem Frieden weiter.

Dir wünsche ich einen gesegneten, friedvollen Tag!

Mittwoch, 4. März 2026

Deine & meine Theologie

In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander;
in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor!
(Römer 12:10)

Es gibt ja schon einige biblische Fragen, an denen sich christliche Theologen und Apologeten (Glaubensverteidiger) die Zähne ausbeißen ... oder auch die Köpfe einschlagen.

  • Da ist die Frage der Taufe: Groß oder klein? Ab welchem Alter? Besprengen oder Untertauchen?
  • Oder die Frage der Gemeindeleitung: Pastor oder Älteste? Oder nichts von beiden?
  • Die Frage der Eschatologie (Endzeit): Gibt es eine Entrückung? Geschieht die vor oder nach der Trübsalszeit ... oder mittendrin?
  • Manche streiten sich auch über die Lehre oder die Form des Abendmahls.
  • Dann ist da die Frage der Erwählung – der jahrhundertelange Streit über Vorherbestimmung oder freien Willen.

Alles theologische Fragen, die von evangelikalen Bibelgelehrten unterschiedlich beantwortet werden. Ganz zu schweigen von Geschmackfragen, die – zugegebenermaßen – oft theologisch verpackt und begründet werden. Dazu gehört z.B. der Musikstil einer Gemeinde, die Gottesdienstordnung oder die Kleiderwahl am Sonntag.


John Wesley und George Whitefield lebten beide im 18. Jahrhundert und wurden beide mächtig von Gott gebraucht. Zunächst arbeiteten beide zusammen, bis sich Whitefield später von Wesley trennte. Whitefield war überzeugter Calvinist, der glaubte, dass der Mensch aufgrund von Gottes Vorherbestimmung gerettet wird, ohne eigenen freien Willen. Wesley predigte den freien Willen und die Notwendigkeit einer freien Willensentscheidung des Menschen.

Während sie etwa 4 Jahre lang getrennte Wege gingen, bestand weiterhin eine gegenseitige Wertschätzung, die schließlich auch in Versöhnung und neuer Zusammenarbeit mündete. Wesley hielt in London einen ehrenden Nachruf auf Whitefield, als der in Amerika verstarb.

In seinem Buch, George Whitefield and the Great Awakening berichtet John Pollock über eine nette Begebenheit. Er schreibt: „John Wesley hat niemals Kritik an George Whitefield gefördert.  ‚Glauben Sie, dass wir Herrn Whitefield im Himmel wiedersehen werden?‘, fragte ein kleingeistiger Schüler.  ‚Nein‘, antwortete Wesley, und der Mann schien zufrieden, dass er mit seiner Schmeichelei ins Schwarze getroffen hatte.  ‚Nein, mein Lieber‘, sagte Wesley, ‚ich fürchte nicht. Mr. Whitefield wird so nah am Thron sein und wir in solcher Entfernung, dass wir ihn kaum zu Gesicht bekommen werden.‘“

John Wesley macht es uns bis heute vor, was es bedeutet, den Nächsten – auch, wenn wir theologisch nicht mit allem übereinstimmen – zu ehren und zu lieben.

In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander;
in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor!
(Römer 12:10)

Dienstag, 3. März 2026

Biographien: Adoniram Judson (3)

Kämpfe!

Jesus hat Seinen Kindern zwar den Himmel versprochen, aber nicht den Himmel auf Erden! Je inniger wir mit Ihm leben, umso angefochtener und gesegneter dürfte das Leben werden. Adoniram Judson erhielt seine Portion an Anfechtungen – und die war mächtig.

Immer wieder war es Einsamkeit, die diesen treuen Kämpfer Gottes überkam. Seine engste Mitarbeiterin, Ermutigerin, Versteherin war seine Frau, Anne. Die aber war zarter Natur und ihr machte das Klima mehr zu schaffen als ihrem Mann. In einer Zeit besonderer Schwäche musste sie für mindestens 3 Monate in eine andere Stadt mit angenehmerem Klima.  Sie fuhr mit dem Schiff los – und Adoniram versank in Melancholie. Es gab keine Ablenkung, keine Treffen mit amerikanischen Freunden, keine TV Filme, um auf andere Gedanken zu kommen. Die Einsamkeit nagte an ihm. Dazu kam die Ablehnung der Mächtigen. Weder der Leiter des nahegelegenen Klosters noch die politischen Gewalten wollten, dass er auch nur über seinen Glauben sprach. Die Sprache durfte er erlernen, sie aber nicht nutzen, um Jesus zu verkündigen.

Auch während dieser Zeit war er umgeben und wurde manchmal besucht vom Leiter des Klosters. Es entwickelte sich zu einer „Freundschaft unter Feinden“. Aber Judsons innere Kämpfen brachten den Boten Jesu dazu, sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen. Bot er nicht inneren Frieden an, den er nicht besaß? Er bekannte in dieser Zeit: „Gott ist für mich der große Unbekannte. Ich glaube an ihn, aber ich finde ihn nicht. In seiner Biografie heißt es: „Ein törichter Wunsch zog durch Adonirams Seele. Ein buddhistischer Mönch wünschte er zu sein. Dann würde er in tiefes Nachdenken versinken, das ruhevolle Bild Buddhas vor sich sehen und im Anschauen das Unerreichbare, nie Gekannte, sehen und erleben. Den Frieden? – Das ewige Glück? (…) Er faltete die Hände. Und im Gebet fand die unruhige Seele den Heimweg aus törichten Wünschen und ruhte aus bei Gott.“

2 Frauen und 2 Kinder musste Adoniram Judson begraben. Was das bedeutet –in einem fremden Land, einer fremden Lebensweise und einer fremden Religion – das kann nur der nachzuempfinden versuchen, der Ähnliches erleben musste. Seinen Schmerz bring Adoniram in den Worten zum Ausdruck:

Ich bin allein in der weiten Welt. Meine eigene liebe Familie habe ich begraben: eine in Rangun und zwei in Amherst. Was bleibt mir, als mich bereit zu halten, den lieben Verstorbenen in diese gesegnete Welt zu folgen: "Wo meine besten Freunde, meine Verwandten wohnen, wo Gott, mein Retter, regiert."

Paulus schreibt in seinem 1. Brief an die Korinther (4:2):

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt,
dass er treu erfunden wird.

Das wollte Judson, treu sein und seinem Herrn von Herzen dienen. Gott hatte ihm nie den Himmel auf Erden versprochen, aber den Himmel bei Jesus. Und dahin wollte er so viele wie möglich mitnehmen. Dazu war er nach Burma gekommen, dazu blieb er in Burma und bestritt die Kämpfe des Herrn.

Dass Adoniram Judsons Erfahrung keine außergewöhnliche war, zeigt der Bericht eines anderen Mannes, der Jesus mit gleicher Hingabe diente. Paulus schreibt an die Korinther:

Wir werden überall bedrängt, aber nicht erdrückt; wir kommen in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung; wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um; wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesus am Leib umher, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib offenbar wird. Denn wir, die wir leben, werden beständig dem Tod preisgegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar wird an unserem sterblichen Fleisch. (2 Korinther 4:8-11) In allem empfehlen wir uns als Diener Gottes: in viel standhaftem Ausharren, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Unruhen, in Mühen, im Wachen, im Fasten; (2 Korinther 6:4+5)

Aber wie Paulus (2 Timotheus 4:7+8) konnte Adoniram Judson am Ende seines Lebens bekennen:

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.

DAS zählt!

Montag, 2. März 2026

Zufluchtsstädte

Eine Zuflucht ist dir der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme. Er hat den Feind vor dir her gejagt und zu dir gesagt: Vertilge!« (5. Mose 33:27)

Zuflucht! – 11x wird dieses Wort in 4. Mose 35 gebraucht, mal für sich, mal in Verbindung mit einem anderen Wort. Es geht um Zufluchtsstädte.

Zufluchtsstädte waren 6 designierte Städte in Israel, zu denen ein Totschläger fliehen durfte, um sich vor Bluträchern zu schützen (Vs 6). Dabei ging es um Tötungen, die ohne Absicht, aus Versehen, geschehen waren (Vs 11). Nun konnte natürlich jeder behaupten, das Ganze sei ein Versehen gewesen. Aber selbst für geflohene Totschläger war ein Gerichtsverfahren nötig (Vs 13). Das Angebot der Zufluchtsstädte galt sowohl den Israeliten als auch Fremdlingen (Vs 15). Scheinbar hatte die Bevölkerung der Stadt ein Maß an Verantwortung, ihrem Ruf als Zufluchtsstadt gerecht zu werden (Vs 25). Allerdings musste sich auch der Geflüchtete an Auflagen halten, nämlich, die Stadt nicht vor einem bestimmten Zeitpunkt zu verlassen. Andernfalls wäre er vor dem Bluträcher nicht mehr geschützt (Vs 26+27). Erst der Tod des gesalbten Hohenpriesters würde das Ende seines Exils bedeuten (Vs 28). Von dieser Regel konnte niemand befreit werden, auch nicht durch Lösegeld (Vs 32).

Die ganze Einrichtung der Zukunftsstädte erinnert an Gottes Plan der Rettung, der noch unbeschreiblich viel größer und gnädiger ist als die Illustration in 4. Mose 35.

  1. Es gibt einen designierten Platz, an dem der Sünder Zuflucht findet: Das Kreuz Jesu. Bei dem Gekreuzigten findet jeder Vergebung und Hilfe, der dorthin flüchtet.
  2. Dabei geht es nicht nur um Sünden aus Versehen, um unbewusste oder verborgene Sünden, sondern um jede große und kleine Sünde, die wir mit uns herumtragen.
  3. Ein gerechtes Gerichtsverfahren / gerechtes Urteil erwartet jeden Menschen, wenn sein Leben auf der Erde zu Ende geht.
  4. Der Platz am Kreuz, die Vergebung durch Jesus wird jedem angeboten, der kommt, dem der zum Volk Gottes gehört und dem Fremden.
  5. Wer die Kraft der Vergebung kennt, wer im Schatten des Kreuzes lebt, hat ein Maß an Verantwortung, dem Zufluchtsuchenden zu helfen.
  6. Der Schutz, die Zuflucht, die Vergebung ist allerdings nur am Kreuz zu finden. Wer nicht im Schatten des Kreuzes lebt, wer nicht in der Nähe Jesu lebt, läuft wie ein verirrtes Schaf von der Herde und dem Hirten weg. Das Kreuz Jesu ist die wahre Zukunftsstätte!
  7. Der Tod unseres Hohenpriesters hat jedes Anrecht des Feindes entkräftet und alle Schuld gelöscht.

Ob die Zufluchtsstädte – auch Freistädte genannt – tatsächlich ein Hinweis auf die Hilfe und Vergebung sein sollen, kann ich nicht mit Bestimmtheit behaupten. Aber die Parallelen dieser Gnadenorte zum Gnadenort auf Golgatha drängen sich förmlich auf.

Ich aber will deine Macht besingen und jeden Morgen deine Gnade rühmen, dass du mir eine sichere Burg warst, und ein Zufluchtsort am Tag meiner Bedrängnis. (Psalm 59:17)

Sonntag, 1. März 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Psalm 3103:1-5
 
1 Von David. Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
3 Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen;
4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit;
5 der dein Alter mit Gutem sättigt, dass du wieder jung wirst wie ein Adler.
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

„Christ zu sein ist mehr als nur eine momentane Bekehrung; 
es ist wie ein täglicher Prozess, 
in dem man immer mehr wie Christus wird.“
(Billy Graham) 
 
Wer behauptet, dass er zu Gott gehört, 
soll leben, wie Christus es vorgelebt hat.
(1 Johannesbrief 2:6)