„So sind wir Menschen. Wir singen und beten in aller Gemütlichkeit. Geht aber mal was verquer, dann zeigt sich´s, wie erbärmlich wenig Gottvertrauen wir haben. “ (Pastor Wilhelm Busch)

Dienstag, 3. Februar 2026

Gedanken zum Leben von Ài Wěi Dé

Gladys Aylward wurde 1902 in England geboren und starb 1970 in Taiwan. Ihr chinesischer Name ist Ài Wěi Dé. Gladys war Missionarin unter den Chinesen.

Mit 18 hörte sie eine Predigt, die sie bewog, ihr Leben in den Dienst Jesu zu stellen. Die China Inland Mission, wo sie sich zunächst bewarb, lehnte sie erst mal ab. Gladys sparte so lange, bis sie genug Geld zusammen hatte. Allein diese Tatsache ist nennenswert. Dann brach sie auf nach China.

Einige Zeit nach ihrer Ankunft begann sie die Arbeit als ‚Fußprüferin’. Im Land war das traditionelle Verschnüren der Füße von Frauen verboten worden. Das zu kontrollieren wurde zu Gladys Aufgabe und ermöglicht ihr Reisen in viele Dörfer Chinas. Auf diese Weise konnte sie das Evangelium verbreiten. Später kümmerte sie sich um Waisenkinder, musste aber im Alter von 45 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück nach England. 10 Jahre später reiste sie erneut nach China aus, arbeitete erneut unter Waisenkinder und starb 13 Jahre später in Taiwan.

Elizabeth Elliot schreibt in ihrem Buch „Let me be a woman“, dass Gladys als Jugendliche zunächst ihr Aussehen nicht akzeptieren konnte. Als Kind hatte sie zwei große Sorgen. Zum einen hatten alle ihre Freundinnen herrliche rotblonde Haare – nur ihre eigenen waren schwarz. Zum andern wuchsen ihre Freundinnen alle noch, nachdem sie längst aufgehört hatte zu wachsen.  Sie war nur 147 cm groß.

Als sie jedoch das Land erreichte, in das Gott sie gerufen und in dem Er sie als Missionarin gebrauchen wollte, machte sie eine überraschende Entdeckung, als sie in Shanghai von Bord des Schiffes ging. „Jede einzelne Person“, so erklärte sie, „hatte schwarze Haare. Und jeder Einzelne hatte aufgehört zu wachsen, wo ich aufgehört hatte.“ Gladys Aylward schaute auf zu ihrem Gott und rief aus: „Herr, Du weißt, was Du tust!”

Vielleicht ist es nicht Deine Haarfarbe oder Deine Körpergröße, die Dir Not macht. Vielleicht ist es Dein Gewicht, ein körperliches oder seelisches Gebrechen, vielleicht vermeintliche fehlende Fähigkeiten oder auch etwas ganz anderes. Die meisten von uns kennen irgendetwas in ihrem Leben oder Alltag, das ihnen heftig Sorgen macht. Sorgen machen wir uns, weil wir den Ausgang nicht kennen. Gott kennt ihn.

Was Deine Haarfarbe, Deine Körpergröße oder Deine Fähigkeiten angeht, lass Dich vom Wort Gottes korrigieren. David betet, was auch Du und ich mitbeten sollten:

Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! (Psalm 139:14)

Was all unsere anderen Sorgen angeht, dürfen wir uns von 1 Petrus 5:7 ermutigen lassen:

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

In jedem Fall gilt: „Herr, Du weißt, was Du tust!"

Montag, 2. Februar 2026

Nostradamus - endlich entschlüsselt!

Hier die Überschrift in einer Fernsehzeitung, die wir uns in einem früheren Urlaub gekauft haben:

"Nostradamus - die letzten Prophezeiungen" Nach der Zeitschrift geht es dabei um das "Schicksalsbuch der Menschheit". Nach jahrelanger Forschung hat Manfred Dimde mit Hilfe einer Computersoftware den Code des Sehers Nostradamus (1503 - 1566) geknackt. Jetzt können wir endlich wissen, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt. - Wirklich?

Für mich interessanter ist die Art und Weise, in der über Nostradamus geschrieben wird. Da ist von einem gelungenen Clou die Rede, von entschlüsselten, mystischen Texten und von genialen Zeitschlüsseln. Mystisch - mittelalterlich - gut! So scheint die Schlussfolgerung zu lauten. Bestätigt wurde mir diese Einschätzung bei einem Besuch in einer katholischen(!) Touristenstadt in Oberbayern.

Indische Räucherstäbchen und Batikgewänder ziehen mich magisch an. Und darum konnte ich auch nicht an einem Laden vorbeigehen, vor dem eine ganze Kleiderstange mit Batikgewändern stand. Eine Buchwerbung für ein Buch, das auch in christlichen Buchläden verkauft wird, weckte noch mehr mein Interesse. Erst einmal im Laden, wurde ich überwältigt von esoterischen Angeboten. Mystische Kugeln, Schnitzereien, Tarotkarten, Wahrsagebücher - in jeder Ecke des verwinkelten Geschäfts ein anderes Angebot. Am Ausgang lagen auf der Ladentheke Einladungen zu einem esoterischen Treffen. Allein eine BIBEL konnte ich nirgends entdecken.

Warum fasziniert alles Verschlüsselte, alles Mystische und alles andere, solange es nichts mit der Lehre Jesu zu tun hat und solange die Bibel nicht zitiert wird? Ist es die Tatsache, dass die Bibel für die Zukunft viel Unheil prophezeit? Auch die Wahrsagerei des Nostradamus beinhaltet viel Leid und Tod. Daran kann es also nicht liegen. Warum lässt man sich lieber aus der Hand oder aus den Karten lesen, anstatt in Gottes Offenbarung zu lesen, wie Er unsere Zukunft beschreibt? Man muss nicht, wie etwa bei Nostradamus, graben und dann erklären, wieso seine Wahrsagerei sich erfüllt hat. 

Die Bibel hat durch hunderte und aberhunderte von Prophetien, einfachen und komplizierten, groben und detaillierten ihre Zuverlässigkeit bewiesen. Warum würde ich verschlüsselte, unsichere und unpersönliche Wahrsagerei bevorzugen, wenn ich unverschlüsselte, sichere und persönliche Aussagen erhalten kann - noch dazu mit Anweisungen, wie ich Unglück vermeiden und Frieden finden kann? Hier ein einfaches Beispiel für biblische Voraussage:

"[Es ist] den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht." (Hebräer 9:27) 

"Denn der Tod ist der Sünde Sold"  (Römer 6:23) 

"Christus [ist] einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit."  (Hebräer 9:28)

Um diese Aussagen und Vorausaussagen zu verstehen, braucht es keinen Schlüssel, keine Karten oder keines Vermittlers. Und die Zuverlässigkeit dieser heiligen Schriften hat sich bestätigt durch die Jahrhunderte hindurch.

Allen Nostradamusfreunden und Freunden anderer Wahrsager sei es ans Herz gelegt, dem Buch mehr Beachtung zu schenken, dessen Prophezeiungen sich bis auf diesen Tag immer - und immer genau erfüllt haben. Warum NICHT in der Heiligen Schrift lesen?

Allen Freunden und Nachfolgern des Propheten und Gottessohnes, Jesus, sei es ans Herz gelegt, die Prophetien unseres Herrn und Seiner Gesandten zu beachten, besonders auf dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens. 100%ige Erfüllung garantiert! 

Sonntag, 1. Februar 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Jesaja 43:1-5
 
1 Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
2 Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen.
3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter! Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Saba an deiner Stelle.
4 Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen [und] wertgeachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben.
5 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln.
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Der Mensch wird durch das Leid erst gehärtet, 
um das Glück ertragen zu können; 
so wie der Ton im Feuer gebrannt wird, 
um Wasser fassen zu können.
(Augustinus)

Samstag, 31. Januar 2026

Dienst mit Furcht, Jubel mit Zittern

Was für ein seltsamer Vers in Psalm 2:11:

Dient dem Herrn mit Furcht und frohlockt mit Zittern.

So fürchtet nun den Herrn und dient ihm in Wahrheit, mit eurem ganzen Herzen; denn seht, wie mächtig er sich an euch erwiesen hat! (1 Samuel 12:24)

Auf den ersten Blick fallen die Worte auf, den Herrn zu fürchten und Ihm zu dienen. Aus gutem Grund! Und aus gutem Grund kommt die Furcht des Herrn VOR dem Dienst für den Herrn.  Wir sind aufgerufen, unserem Herrn und Retter zu dienen, WEIL wir Ihn fürchten!

Bevor wir aktiv werden für Jesus ist es unerlässlich, Ihn zu kennen, zu ehren und zu fürchten. Der Prophet Jeremia predigt in Jeremia 48:10a:

„Verflucht sei, wer das Werk des Herrn lässig treibt“

Es ist Teil unserer Verantwortung, den zu fürchten, dem wir dienen möchten. Und um Ihn in rechter Weise zu fürchten, müssen wir Ihn kennenlernen. Dann können wir Ihm in Wahrheit dienen. Jesus nicht zu fürchten, ist eine Verkürzung und ein Hindernis für den Dienst.

Dienst kann nur so gut sein, wie wir Jesus fürchten. Von Israel, dem Volk Gottes, heißt es, dass sie fleißig dienten – aber ohne Gottesfurcht. Richter 2:13 beschreibt:

Sie verließen den Herrn und dienten dem Baal und den Astarten.

Dienst ohne Gottesfurcht muss nicht immer Dienst für Baal und andere Götzen sein. Dienst ohne Gottesfurcht kann Dienst für das eigene Ego sein, für Ruhm, Geld, Selbstverwirklichung, Show oder dergleichen. Es ist die Furcht des Herrn, die unseren Dienst zu einem Wohlgeruch werden lässt. Und genau dieser Aspekt der Gottesfurcht wird so oft vernachlässigt, abgeschwächt oder sogar ganz übersehen.

Morgen ist Sonntag – der Tag des Herrn – wie manche ihn noch heute nennen. Morgen geschieht viel Dienst in unzähligen Gemeinden auf der Welt. Wem dabei gedient wird, hängt davon ab, wie die Herzenseinstellung jedes Dieners ist.

Hast Du einen Dienst am morgigen Sonntag? Diene dem Herrn mit Furcht und lobe Seinen Namen mit Zittern! (Psalm 2:13)  Freude und Frucht am Ende wird Dein großer Lohn sein.

Und wenn Du morgen keinen „offiziellen“ Dienst hast, dann diene dem Herrn trotzdem – durch Gebet für jemanden, ein freundliches Wort, eine Ermutigung oder die Weitergabe eines Bibelwortes. Tue es für Jesus, denn Er hat viel für Dich getan.

Gesegnetes Wochenende!

Gedanken zum Thema „Gottesfurcht“ findest Du HIER!

Freitag, 30. Januar 2026

Hysam

Manchmal, wenn ich Berichte über den Mut und die Konsequenz unserer verfolgten Geschwister lese, frage ich mich, was diese haben, das mir fehlt. Der folgende Beitrag ist der Bericht über einen 16jährigen, blinden Jungen, der zum Glauben kam, veröffentlicht HIER von Open Doors: Gebetsanliegen und Berichte können über die Gebetsapp von OD täglich empfangen werden. Download HIER oder HIER.

Zentralasien: Obdachlos mit 16 Jahren – wegen Jesus

Dank seiner Gemeinde hat Hysam ein neues Zuhause gefunden

(Open Doors, Kelkheim) – Hysam* ist 16 Jahre alt, gehörlos und stammt aus Zentralasien. Auch seine Eltern sind gehörlos. Doch als Hysams Vater von der Taufe seines Sohnes erfuhr, war er so verärgert, dass er ihn aus dem Haus warf – kurz vor Beginn des Winters. Vor wenigen Tagen fanden die Christen aus Hysams Gemeinde heraus, in welcher schwierigen Lage er steckte und verschafften ihm eine Unterkunft. Der junge Mann braucht unser Gebet.

Nach der Taufe kam der Bruch mit den Eltern

Die Treffen der christlichen Gemeinde in seinem Ort faszinierten Hysam. Über mehrere Monate hinweg besuchte er jeden Sonntagsgottesdienst. Doch er kam heimlich, da seine Eltern streng muslimisch waren. Aus Angst vor ihrer Reaktion wollte er verhindern, dass sie von seinem Interesse am christlichen Glauben erfuhren.

Während er die Predigten in sich aufsog, lernte Hysam immer mehr über Jesus. Schließlich stand sein Entschluss fest: Er wollte diesem Jesus nachfolgen, mit allem, was dazugehörte – angefangen damit, dass er sich taufen ließ. Die anderen Gehörlosen in der Gemeinde erklärten ihm ausführlich, was es mit der Taufe auf sich hatte. Im November 2025 war es soweit: Hysam ließ sich taufen und zog damit auch äußerlich einen klaren Schlussstrich unter sein bisheriges Leben als Muslim. Als seine Eltern von der Taufe erfuhren, waren sie so wütend auf ihren Sohn, dass sein Vater ihn verprügelte und aus dem Haus warf.

Übernachtung auf Baustellen

Plötzlich ohne eine Unterkunft, beschloss Hysam auf den Baustellen zu übernachten, wo er tagsüber arbeitete. Den anderen Christen aus seiner Gemeinde teilte er zunächst einmal nichts davon mit und schlief bis auf Weiteres in halbfertigen Gebäuden – ohne Heizung, fließendes Wasser oder jeglichen Komfort. Selbst den Jahreswechsel verbrachte er auf diese Weise allein in der Kälte.

Die harten Bedingungen setzten ihm irgendwann so zu, dass er versuchte nach Hause zurückzukehren. Doch sein Vater blieb bei seiner Haltung und wies seinen Sohn ab. Vor wenigen Tagen erst erfuhren die Leiter der Gehörlosenarbeit seiner Kirche von Hysams Situation und brachten ihn in die Wohnung, die der Kirche als Versammlungsraum diente. Gemeinsam beschlossen die Christen, dass Hysam dort wohnen sollte. Überwältigt von dieser tatkräftigen Fürsorge seiner Glaubensgeschwister, brach er in Tränen aus.

Inzwischen hat Hysam beschlossen, sich um eine Stelle als Kurier zu bemühen. Er ist hochmotiviert und möchte im Rahmen dieser Tätigkeit auch anderen Gehörlosen in seinem Land das Evangelium weitergeben. Unterdessen sehnt er sich nach seiner Familie. Immer wieder nimmt Hysam Kontakt zu seiner Mutter auf, um zu fragen, wie es seinem Vater geht. Aber seine Mutter gibt ihm zu verstehen, dass der seinen Sohn nicht einmal sehen will.

Name geändert

Bitte beten Sie für Hysam, seine Familie und die Christen in Zentralasien:

  • Danken Sie Jesus für Hysams tiefen Glauben, der sich auch in seiner Leidensbereitschaft zeigt.
  • Beten Sie, dass er weiter im Glauben wächst und Gelegenheiten bekommt, das Evangelium mit anderen Gehörlosen zu teilen.
  • Beten Sie für seine Eltern, dass Gottes Geist ihre Herzen berührt, sodass Versöhnung möglich wird und sie sich für den Glauben ihres Sohnes öffnen.
  • Beten Sie für alle Christen in Zentralasien, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und durch ihr direktes Umfeld unter Druck gesetzt werden.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Nichts erreicht?

Aus der Politik ist man einiges gewöhnt. Vor den Wahlen übertrifft man sich selbst mit Versprechungen und Zusicherungen. Ob man nach den Wahlen dann wirklich etwas erreicht, ist eine andere Frage. 

In der Bibel hat Gott uns wunderbare Zusagen gegeben. Nur fragt sich mancher Zeitgenosse, was denn daraus geworden ist oder ob man mit Gottes Versprechungen wirklich etwas erreicht. Kürzlich las von einem Gespräch zwischen einem Seifenfabrikanten und einem Pfarrer. "Das Christentum hat nichts erreicht!" meinte der Fabrikant. "Obwohl es schon 2000 Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht besser geworden. Immer noch gibt es Böses und schlechte Menschen."  

Als Antwort darauf weist der Pfarrer auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind hin, das auf der Straße im Dreck spielt. "Seife hat nichts erreicht!" entgegnet er dem Fabrikanten. "Schau dort - es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen auf der Welt."
"Seife," erklärt der Fabrikant, "nutzt nur, wenn sie angewendet wird."
"Mit der Botschaft der Bibel verhält es sich genauso!" kommt postwendend die Antwort.

Die Zusagen der Bibel sind herrlich, haben Gewicht und erreichen etwas. Vergebung, Hoffnung, Versorgung, Liebe, Frieden, Versöhnung, ewiges Leben und vieles andere hat Gott seinen Kindern versprochen. Allerdings verhält es sich mit diesen Zusagen ähnlich, wie mit Seife. Ein Ergebnis wird nur dann erzielt, wenn ich die Seife zur Hand nehme und mich damit wasche. Die Zusagen der Bibel erfahre ich auch nur dann, wenn ich verbunden bin mit dem, der diese Zusagen macht, Jesus. Jesu Worte nur theoretisch zu kennen, ist zu wenig. Über Jesus heißt es in 2 Korinther 1:20::

Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt — in ihm ist das Ja, und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns!

Mittwoch, 28. Januar 2026

Verheißung trotz Verblendung


Als Gott Abraham berief und ihm die Verheißung gab, ihn zu einem großen Volk zu machen, hätte ein goldenes Zeitalter anbrechen können. Tat es aber nicht. Während die Erzväter Israels, Abraham, Isaak und sogar Jakob noch relativ gut wegkommen, wird es immer schlimmer, je zahlreicher das Volk wird. Undankbarkeit, geistliche Blindheit, ständiges Murren und Meckern und unfassbare Hartherzigkeit wird in der Bibel beschrieben und von Gott beklagt. Im 2. Buch Mose wird berichtet, dass sie wegen der Sklaverei zu Gott schrien und Gott sie hörte und zu handeln begann (2 Mose 2:24+25):

Und Gott erhörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. 25 Und Gott sah auf die Kinder Israels, und Gott nahm sich ihrer an.

Als Gott allerdings nicht nach ihren Vorstellungen handelte, nahm ihre Klagenatur Überhand:

Und als sie von dem Pharao hinausgingen, trafen sie Mose und Aaron an, die dort standen und auf sie warteten. 21 Da sprachen sie zu ihnen: Der Herr sehe auf euch und richte es, dass ihr uns verhasst gemacht habt vor dem Pharao und seinen Knechten und ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, um uns zu töten! (2 Mose 5:20+21)

Und sie (die Israeliten) sprachen zu Mose: Gibt es etwa keine Gräber in Ägypten, dass du uns weggeführt hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast? 12 Haben wir dir nicht schon in Ägypten dieses Wort gesagt: »Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen?« Denn es wäre für uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben! (2 Mose 14:11+12)

Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels murrte gegen Mose und gegen Aaron in der Wüste. 3 Und die Kinder Israels sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot in Fülle zu essen hatten! Denn ihr habt uns in diese Wüste hinausgeführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen! (2 Mose 16:2+3)

Es geschah aber am siebten Tag, dass etliche vom Volk hinausgingen, um zu sammeln; und sie fanden nichts. ... 32 Und Mose sprach: Das ist es, was der HERR geboten hat: Einen Gomer davon sollt ihr aufbewahren für eure Nachkommen, damit sie das Brot sehen, mit dem ich euch in der Wüste gespeist habe, als ich euch aus dem Land Ägypten herausführte! (2 Mose 16:27+32)

Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels zog aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, nach dem Befehl des Herrn, und sie lagerte sich in Rephidim; aber da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. ... 3 Als nun das Volk dort nach Wasser dürstete, da murrten sie gegen Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben zu lassen? (2 Mose 17:1+3)

Genügend Beispiele die die Verblendung des Volkes für Gottes Liebe, Fürsorge und Allmacht belegen. Trotzdem! Genau diesem Volk macht Gott eine gewaltige Verheißung (2 Mose 19:4-6):

Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. 5 Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir, 6 ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein!

Was für ein Gott! Unser Gott! Der Gott Israels, aber auch der Gott Seiner Gemeinde, der Gemeinde Jesu! Ähneln wir nicht oft dem Volk wie ein Zwilling dem anderen? Klagen, Murren, Angreifen, Undankbarkeit, Selbstbezogenheit, Hartherzigkeit. Trotzdem! Unser Gott lässt nicht los!

Ihr habt gesehen, ... wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. 5 Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet, ... so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir, 6 ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein! (2 Mose 19:4-6 auszugsweise)

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht. (1 Petrus 2:9)

Dienstag, 27. Januar 2026

Ohm Michel

Einige Jahre lang gab es dienstags an dieser Stelle immer einen Beitrag zu einer Miniserie zu lesen. Anfang des Jahres hatte ich angekündigt, dienstags kurze Biografien einzustellen. Leider ist mir das bisher nur 1x gelungen 😊.  Ich habe mein Vorhaben schlichtweg vergessen. Aber vielleicht entwickele ich ja erneut ein Maß an positiver Routine. Heute soll es jedenfalls mit einer Biografie weitergehen.

Ohm Michel
Ich hätte ihn gerne kennengelernt! Nur einige alte Leser dieser Zeilen werden sich durch die Geschichten ihrer Eltern noch an ihn erinnern: Ohm Michel. Als Siegerländer gehörte er zu uns und ist Teil unserer Geschichte. Ohm Michel war ein Unikum. 1820 wurde er geboren und christlich erzogen. Allerdings bewahrte ihn die christliche Erziehung nicht vor einem Abrutschen in immer tiefere Kriminalität. Wegen Geldfälscherei wurde er schließlich zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Dem Freiheit liebenden Ohm Michel bekam die Haft gar nicht. Körperlich und seelisch kam er auf dem Nullpunkt an und wurde wiederholt von Suizidgedanken geplagt. Sein Leben schien ihm sinnlos, zerstört und ohne Hoffnung. Eines sonntags findet er auf dem Gang zur Kapelle eine Glasscherbe, nimmt sie mit und plant, sich nach dem Gefängnisgottesdienst die Pulsadern aufzuschneiden, um sich das Leben nehmen. Christliche Erziehung allein konnte ihn nicht zu einem guten Menschen machen. Am selben Sonntag wurde der Vers aus der Bibel vorgelesen, der besagt (Hesekiel 18:32?):

 „Gott will nicht den Tod des Sünders,
 sondern dass er sich bekehre und lebe!“

Es war dieser Vers, der Ohm Michel nicht mehr in Ruhe ließ und ihn dazu bewegte, seine gesammelten Sünden und seine ganze Zukunft in Jesu Hände zu legen. Es war Jesus Christus, der dann seine Sünden vergab und ihm einen komplett neuen Anfang im Leben ermöglichte. Ohm Michel wurde zu einem Siegerländer Original, mit einem einzigen Ziel im Leben: seinen Zeitgenossen die Hoffnung zu bringen, die Jesus allen Menschen anbietet.

Sein völlig verändertes Leben bewirkt nach 12 Jahren eine frühzeitige Haftentlassung und er begann unter den kritischen Augen der Gesetzeshüter und seiner Mitmenschen ein neues, schlichtes Leben in Freiheit. Immer und in allem war er bestrebt, ein Zeugnis der erneuernden Kraft Gottes zu bezeugen. Besonders Menschen, die, wie er es einst war, am Rande der Gesellschaft lebten, fanden in ihm einen liebevollen Seelsorger und ehrlichen Ratgeber. Das Wort Gottes traf auf Ohm Michel zu, wenn es heißt (Lukas 7:47):
 
„Wem viel vergeben ist, der liebt viel!“

Wie vielen Menschen der Ex-Kriminelle, Ohm Michel, in den 40 Jahren seines Dienstes nach seiner Entlassung den Weg zu Vergebung und neuem Leben durch Jesus zeigen durfte, wird die Ewigkeit offenbaren. Sein Leben ist ein Zeugnis davon, dass es bei Jesus keine hoffnungslosen Fälle gibt und dass ein Leben in der Hingabe eine ganz reiche Ernte für das Reich Gottes einbringen wird – selbst wenn es erst in der zweiten Lebenshälfte beginnt.

Ohm Michel starb am 13. April 1900 mit 80 Jahren. Seine Botschaft lebt bis heute, denn Jesus Christus lebt! Bis heute verändert Er Leben, vergibt Sünden und schenkt einen Neuanfang. Denn bis heute gilt Gottes Wort: 
 „Gott will nicht den Tod des Sünders, 
sondern dass er umkehre und lebe!"