„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 27. Oktober 2026

Wie ist es dort (2)

Eigentlich gibt’s dienstags an dieser Stelle eine Biographie oder Kurzbiographie. Da ich aber dieser Tage unterwegs bin, möchte ich diese Woche ein paar weitere Gedanken weitergeben zum Thema: Wie ist es dort (im Himmel)? Da ich gestern in der Andacht eh nicht alles unterbringen konnte, was ich wertvoll fand, sollen hier ein paar zusätzliche Gedanken nachgeschoben werden.

Ich freue mich auf den Himmel! Die Offenbarung beschreibt an mehreren Stellen den Himmel. Gestern haben wir Offenbarung 21:4 zitiert. Aber die Bibel beschreibt so viel mehr. Interessant ist die Überlegung, dass der Himmel – der „Wohnort Gottes“ - ein Ort der übernatürlichen, himmlischen Herrlichkeit ist. Wie aber will man das Übernatürliche, das Himmlische mit natürlichen, irdischen Worten beschreiben? Kaum möglich. Gott aber hat uns in Seinem Wort einiges über den Himmel mitgeteilt – so viel, wie in menschlicher Sprache möglich ist und der menschliche Verstand erfassen kann. Das ist mit Sicherheit ein Minimum.

Zweimal schreibt Paulus Erstaunliches über den Himmel. In 2. Korinther 12 spricht er von einer Art Entrückung in den Himmel und schreibt in Vers 4:

Aber ich weiß, dass er ins Paradies versetzt wurde und erstaunliche Dinge hörte, die auszusprechen einem Menschen nicht zusteht.

Bereits in seinem ersten Brief hatte er verkündet (2 Korinther 2:9):

»Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«.

Ein Ort – mit menschlichen Worten nicht zu beschreiben. Das, was wir begreifen können, hat Gott in irdische Worte gekleidet und uns wissen lassen, um uns zu ermutigen und erfreuen. Auf diese grundlegenden Verse aufbauend hat Loyd C. Taylor, Sr. im Jahr 2024 geschrieben:

Der Himmel ist ein Land ohne Tränen und Traurigkeit,

dort wirst du kein Weinen finden.

Der Himmel ist ein Land ohne Beerdigungen,

dort wirst du kein Sterben finden!

Der Himmel ist ein Land ohne gebrochene Herzen,

dort wirst du kein Bedauern finden.

Der Himmel ist ein Land ohne Qualen,

dort wirst du keinen Kummer finden!

Der Himmel ist ein Land ohne Sünder,

dort gibt es keine Gefängnisse.

Der Himmel ist ein Land ohne „den Versucher“,

dort gibt es kein Böses.

Der Himmel ist ein Ort ohne traurige Abschiede,

dort gibt es kein „Auf Wiedersehen“.

Der Himmel ist ein Land der ewigen Glückseligkeit,

dort findest du König Jesus!

Amen!

Montag, 26. Oktober 2026

Wie ist es dort?

Dass der Vers aus Offenbarung 21:4 hier in meinem Blog immer wieder auftaucht, hat einen Grund. Der Vers beschreibt den Zielort derer, die mit Jesus auf einer Pilgerreise sind und sich erinnern an das, was sie erwartet. Es gibt vermutlich wenig Gedanken, die trostreicher sind als Gedanken über den Himmel.

Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (Offenbarung 21:3+4)

Stell Dir eine große Gruppe von Flüchtlingen vor. Sie sind weit entfernt von allem, was Heimat ausmacht. Vielleicht verfolgt, vertrieben, ungewollt; auf jeden Fall fremd. Alles ist fremd; sie sind anders. Ihre Sprache ist anders, ihr Verhalten ist anders, ihr Aussehen ist anders, ihr Sehnen ist ein anderes. Sie sind Fremdlinge, ohne Bürgerrecht. Aber sie haben ein Ziel, das ihnen vor Augen ist. Auf dieses Ziel hin bewegen sie sich.

Das Beispiel der Flüchtlinge – oder Fremdlinge – ist ein angemessenes Bild für Menschen, die mit Jesus unterwegs sind. In einem alten Lied von Jim Reeves heißt:

Diese Welt ist nicht mein Zuhause,
ich bin nur auf der Durchreise.
Meine Schätze sind irgendwo jenseits des Himmels.
Ich kann mich in dieser Welt nicht mehr zu Hause fühlen.

Herr, du weißt, ich habe keinen Freund wie dich.
Wenn der Himmel nicht mein Zuhause ist,
was soll ich dann tun, Herr?
Nur dort im Herrlichkeitsland werden wir ewig leben.

Ich habe eine liebevolle Mutter, die jetzt im Himmel ist,
und ich werde nicht ruhen, bis ich ihr die Hand schütteln kann.
Sie wartet jetzt auf mich an der offenen Tür des Himmels,
und ich kann mich in dieser Welt nicht mehr zu Hause fühlen.

Herr, du weißt, ich habe keinen Freund wie dich.
Wenn der Himmel nicht mein Zuhause ist,
was soll ich dann tun, Herr?
Nur dort im Herrlichkeitsland werden wir ewig leben.

Die Freude auf unsere Verwandten und Freunde, die vor uns dort angekommen sind, darf unsere freudige Erwartung sein. Aber eine noch größere Erwartung ist das frohe Aufeinandertreffen mit unserem Retter und Erlöser, Jesus.

Darf ein Christ sich nach dem Himmel sehen? Paulus schreibt in (Philipper 1:23+24):

Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.

Wir dürfen uns auf den Himmel freuen, aber bis es soweit ist, dürfen wir Jesus hier auf der Erde weiterhin folgen und dienen. Möge Er Dir dazu Freude  und Seinen Segen schenken!

(Morgen statt Biographie ein weitrer Eintrag zum Thema) 

Sonntag, 25. Oktober 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


 Matthäus 27:45-54

45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
46 Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«
47 Etliche der Anwesenden sprachen, als sie es hörten: Der ruft den Elia!
48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.
49 Die Übrigen aber sprachen: Halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten!
50 Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf.
51 Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich.
52 Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt
53 und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
54 Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!

Einladung zum Gottesdienst
Anbetung - Gebet 
Predigt - Gemeinschaft 
Wieder mit gemeinsamem Mittagessen 

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Jesus starb für die Sünden der ganzen Welt. 
Jeder Mensch ist in seinen liebevollen Augen kostbar.
(Corrie ten Boom)
 
Meine ganze Theologie ist auf vier Worte zusammengeschrumpft: 
Jesus starb für mich!  
(Charles H. Spurgeon)
 
Wenn Jesus Christus Gott ist und für mich starb, 
dann kann für mich kein Opfer für ihn zu groß sein.  
(Charles T Studd)

Samstag, 24. Oktober 2026

Gute Nachrichten!

Ein freundlicher Blick erfreut das Herz;
eine gute Botschaft stärkt das Gebein.

(Sprüche 15:30)

Ich wünschte, ich wäre noch etwas jünger und hätte einen Unternehmergeist. Wie oft habe ich in letzter Zeit überlegt, ob es nicht irgendeine Zeitung, Zeitschrift oder Veröffentlichung gibt, die sich darauf spezialisiert, ausschließlich gute Nachrichten zu veröffentlichen; denn von den schlechten erfahren wir ja Tag für Tag genug.

Kein „Heute Journal“ und keine „Tagesthemen“ ohne Krieg, Katastrophen oder ähnliches. Korruption, Anschläge und Flüchtlingselend sind allgegenwärtig. Die Verfolgung unserer Glaubensgeschwister, deren Leid wir ja mittragen sollen und wollen, ist ebenfalls nicht gerade erhebend. Die Positivnachrichten nehmen ab. Aber es muss sie doch geben ... irgendwo.

Manchmal wird berichtet, dass Grubenarbeiter nach vielen Tagen gerettet werden, oder dass eine Flugzeugentführung ein gutes Ende nahm. Aber das bleiben Ausnahmen.

Trotzdem gibt es sie, die guten Nachrichten. Kürzlich las ich den Rundbrief von Diospi Suyana, einem Missionsspital in Peru. 2 Seiten (!) voll mit positiven Nachrichten. Es tat dem Herzen (und dem Gebet) gut, so viel zu lesen von dem, was der Herr tut.

Gestern las ich die Zeitschrift der Organisation OM. Wenn man an Afghanistan denkt, kommt einem nicht viel Gutes in den Sinn. Aber in der Zeitschrift heißt es: „Pamir Ministries, eine Partnerorganisation von OM, möchte durch verschiedene Medien Afghanen mit dem Evangelium erreichen. So durfte das Team einen Teil zur Übersetzung der Bibel ins afghanische Paschto beitragen. Auch die Radioprogramme stoßen auf große Resonanz: ‚Viele in unserem Dorf hören gerne eure lehrreichen Programme. Eure Sendungen bringen Licht in unseren Alltag, in dem es sonst wenig gibt, das uns ermutigt und erfreut‘, lautet eine Rückmeldung. Eine weitere Person meinte: ‚Jesus wird in unserer Umgebung immer bekannter. Wo immer ich hingehe. Höre ich Menschen über ihn sprechen.‘“

Es gibt sie, die guten Nachrichten. In all ihren Publikationen berichtet Open Doors immer wieder, von Gottes Treue, wie sie von unseren Geschwistern in der Verfolgung erfahren wird. Bewegende Zeugnisse, die zur Dankbarkeit führen.

All die Berichterstatter, sei es, dass sie von Diospi Suyana, von OM, Open Doors oder sonst einer Organisation oder einer Einzelperson kommen – all diese Berichterstatter sind „Überbringer guter Nachrichten“

Auch wir können unseren Mitmenschen gute Nachrichten vermitteln. Es sind ja nicht nur wir, die wir uns nach guten Nachrichten sehnen. Es sind alle Menschen. Und eine Nachricht ist gut für alle: das Evangelium von Jesus Christus. In Römer 10:13 heißt es:

»Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!«

Wir wollen uns freuen über jede gute Nachricht, die uns erreicht. Gleichzeitig wollen wir mitarbeiten, dass die Gute Nachricht von Jesus sich weit und schnell verbreitet.

Freitag, 23. Oktober 2026

Johannes der Täufer

Quelle: youtube
Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und trug einen ledernen Gürtel um seine Lenden, und er aß Heuschrecken und wilden
Honig.
Und er verkündigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm gebückt seinen Schuhriemen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft; er aber wird euch mit Heiligem Geist taufen.
(Markus 1:6-8)

Zugegeben, für heutigen Standard eine seltsame Kleidung und eine noch seltsamere Diät. Beides waren Zeichen der „heiligen Männer Gottes“ im Orient.

Der Einfuss derer, die „dem Herrn den Weg bereiten“, kommt nicht durch Geld, Bildung, Aussehen, Kleidung, Geschliffenheit und dergleichen, sondern durch ihr Auftreten in der Kraft Gottes, durch ihre Worte und ihr Verhalten. In der Regel (und es gab und gibt Ausnahmen) sind Wegbereiter Gottes Durchschnittsbürger.

Allerdings gibt es auch andere Beispiele. Beispiele von Menschen, die aus irgendwelchen Gründen herausragten aus der Masse der Gesellschaft. Selbst wenn sie Einfluss hatten, gaben sie ihn (oft) auf um Jesu und Seines Reiches willen.

C.T. Studd war einer von Englands besten Kricketspielern. Er spielte bereits international und stand vor einer blühenden Karriere. Er gab sie auf und diente dem Herrn in China und Afrika in der Mission.
William Carey begann als Schuhflicker in England, brachte sich das meiste seines Wissens selbst bei, war Professor, Schulgründer, Menschenrechtler, Sprachforscher und Bibelübersetzer in Indien. Carey lernte ca 40 Sprachen und übersetzte die Bibel oder Bibelteile in mindestens 28 Sprachen. Auf all das bildete er sich nichts ein. Bei einem bedeutenden Treffen eines hohen Governeurs in Indien wurde er von einem britischen Offizier herablassend gefragt, ob er nicht der Schuhmacher sei. Careys Antwort war: „Nicht einmal Schuhmacher, mein Herr. Lediglich Schuster. Ich repariere nur.“
Charles Finney, einer der größten Evangelisten der vergangenen Jahrhunderte in den USA war gelernter Rechtsanwalt. Er gab seine Praxis auf um Seelen für Jesus zu gewinnen.

Es gibt also durchaus auch solche, die ihren Einfluss aufgaben, damit sie Gottes Einfluss erfuhren und die Welt für Ihn beeinflussen konnten. Aber die Meisten hatten selbst keinen Einfluss und keinen Ruf. Sie hatten niemand anderen als Gott, auf den sie sich verlassen konnten.

Johannes der Täufer kam aus einer Priesterfamilie. Manches in seinem Leben war vom übernatürlichen Eingreifen Gottes begleitet. Trotzdem kam seine Kraft und Vollmacht nicht durch seine noble Herkunft, Erfahrungen aus dem Elternhaus oder durch irgendetwas anderes, dessen er sich hätte rühmen können. Im Gegenteil.Das sind die Menschen, die Gott sucht. Damals und heute!
 
Auch heute haben wir solche mit Rang und Namen. Manche gebraucht Gott, weil sie Rang und Namen nicht raushängen lassen. Rang und Namen sind ja auch in sich selbst nichts Schlechtes sondern können sogar ein Segen sein.

Johannes der Täufer, Priestersohn, Gott-Geweihter, Prophet – wusste genau, wo sein Platz war und wo seine Vollmacht herkam. Seine Kleidung war weder ein nobles Gewand noch königlich. Er trug Prophetenlook, aß Prophetendiät und lebte und predigte die Einstellung:

„Jesus muss zunehmen - Ich muss abnehmen!“

Mit dieser Einstellung folgen wir seiner Segensspur. Vieles in unserem Leben mag normal und unauffällig sein. Manches mag seltsam erscheinen, anderes unverständlich. Aber seinem Beispiel (und dem Beispiel von Menschen wie Studd, Carey oder Finney) zu folgen, wird Jesus Ehre bringen und Sein Reich bauen.