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Freitag, 19. Juni 2026

Richtgeist (2)

Gestern ging´s um das Thema „Richtgeist“. Während ich mich mit dem Thema beschäftige, kommen mir weitere Verse in den Sinn. Wie passend zum Thema ist der biblische Bericht in 1 Samuel 16 über die Salbung Davids zum König Israels. Der Prophet Samuel ist bei Isai zu Gast. Er hat den Auftrag von Gott, den nächsten König zu salben.

Isai fährt seine gesamte Mannschaft an männlichen Nachkommen auf – bis auf den Jüngsten. Die Nachkommen Isais treten der Reihe nach vor Samuel. Der ist beeindruckt von deren Größe, dem Wuchs und gutem Aussehen. „Wahrhaftig! Ein echter König vor dem Herrn!“ - so oder ähnlich wird Samuel gedacht haben. Dann hört er Gottes Stimme (1 Samuel 16:7):

„Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn es ist nicht so, wie ein Mensch es sieht: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.“

Aber genau das ist, was wir so oft tun – wir schauen auf das Äußere, auf das, was uns gefällt und auf das, was wir selbst als wünschenswert und hilfreich beurteilen. Das kann gewaltig daneben gehen. Mit dem Fokus auf Äußerlichkeiten können wir gewaltig danebenliegen. Das zeigt auch der Bericht von Dr. Harry Ironside:

Ironside erzählt die Geschichte von einem Bischof Potter, der mit dem Ozeandampfer nach Europa reiste. Als er an Bord ging, stellte er fest, dass er sich seine Kabine mit einem anderen Mann teilen musste. Nachdem er seinen Zimmergenossen kennengelernt hatte, ging er zum Serviceschalter des Schiffes und fragte, ob er seine goldene Uhr und andere Wertsachen im Schiffssafe deponieren könne.  Er erklärte, dass er dies normalerweise nicht tun würde, aber nachdem er den Mann kennengelernt hatte, der seine Kabine beziehen sollte, habe er allein an dessen Aussehen erkennen können, dass er kein besonders vertrauenswürdiger Mensch sei.

Der Zahlmeister übernahm die Verantwortung für die Wertsachen und bemerkte: „Das ist in Ordnung, Herr Bischof, ich passe sehr gerne für Sie darauf auf. Ihr Kabinenkamerad war bereits hier und hat seine Wertsachen aus demselben Grund hier hinterlegt!“

Was für eine Fehleinschätzung! So war es wohl auch bei David. Als der junge Hirte dann vom Feld gerufen wurde, wurde er zum König gesalbt. Aber seine Brüder – ja, seine Brüder! – akzeptierten ihn immer noch nicht. Als Davids Vater ihn mit Lebensmittel an die Kriegsfront zu seinen Brüdern schickte, verurteilte Eliab, der Älteste ihn unbarmherzig mit den Worten:

Warum bist du herabgekommen? Und bei wem hast du dort in der Wüste die wenigen Schafe gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit und die Bosheit deines Herzens wohl; denn nur um den Kampf zu sehen bist du herabgekommen! (1 Samuel 17:28):

Eine völlig unberechtigte Verurteilung, möglicherweise gegründet auf Neid, Eifersucht, verletztem Stolz, Überheblichkeit oder Stress. Jedenfalls lag Eliab völlig daneben mit seinem Richten. Kurze Zeit später war es dieser David, der ihn, seine Brüder, das Königshaus und das ganze Volk Israel von der Gefahr der Philister befreite.

Wenn wir beurteilen oder richten, sollten wir das demütig tun und uns zu Herzen nehmen:

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! (Matthäus 7:1)

Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. (Jakobus 2:13)

Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Das Ziel ist, den anderen zu gewinnen. (Matthäus 18:15)

Donnerstag, 18. Juni 2026

Vom Richtgeist

Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet vielmehr das für recht, dem Bruder keinen Anstoß oder keinen Fallstrick zu bieten! (Römer 14:12+13)

„Ich glaube, meine Frau ist taub“, klagte ein besorgter Ehemann seinem Hausarzt. „Sie hört mich nie auf Anhieb, wenn ich etwas sage. Ich muss oft alles immer wieder wiederholen.“ „Gehen Sie heute Abend nach Hause“, schlug der Arzt vor. „Stellen Sie sich etwa 5 Meter von ihr entfernt hin und sagen Sie etwas. Wenn sie nicht antwortet, gehen Sie etwa um die Hälfte näher heran und sagen es noch einmal, usw.. Machen Sie das, damit wir uns ein Bild vom Schweregrad ihrer Schwerhörigkeit machen können.“

Abends ging Mann nach Hause und tat genau, was der Arzt ihm gesagt hatte. Er blieb etwa 5 Meter von seiner Frau entfernt stehen, als sie in der Küche stand und Gemüse schnitt.

„Schatz, was gibt’s zum Abendessen?“, fragte er. Als er keine Antwort erhielt, trat er 3 Meter näher und fragte erneut: „Schatz, was gibt’s zum Abendessen?“ Keine Antwort. Also machte er einen weiteren Schritt auf sie zu und wiederholte seine Frage. Immer noch keine Antwort.

Genervt und frustriert stellte er sich direkt hinter sie, nur einige Zentimeter von ihr entfernt und fragte ein letztes Mal: „Schatz, was gibt’s zum Abendessen?“ „Zum vierten Mal“, antwortete sie, „Es gibt Hähnchen!“

Wie schnell sind wir – ja, auch wir Christen – dabei, zu richten. Auch Jesus richtete, aber wir richten anderes. Wir richten gnadenlos, parteiisch und schnell. Eigentlich sollten wir Verurteilte sein, aber unser Richter, Jesus, hat uns freigesprochen. Er hat uns Gnade erwiesen und ist unser Retter geworden. An Seiner Art zu richten sollten wir uns orientieren, wenn wir es tun.  In einer Ausgabe der christlichen Zeitschrift „Christianity Today“ wurde der Theologe F.B. Meyer einmal mit den Worten zitiert:

„Wenn wir einen Bruder oder eine Schwester in Sünde sehen, gibt es drei Dinge, die wir nicht wissen und die wir bedenken müssen, bevor wir ein Urteil fällen:

Erstens wissen wir nicht, wie sehr er oder sie sich bemüht hat, nicht zu sündigen.
Zweitens wissen wir nicht, wie stark die Kräfte waren, die auf ihn oder sie einwirkten.
Drittens wissen wir nicht, wie wir uns unter denselben Umständen verhalten hätten.“

Schnell kommt die Diskussion auf: Haben wir Christen nicht die Aufgabe, zu richten, zu beurteilen? Sagt Jesus nicht selbst (Johannes 7:24): Richtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht.

Korrekt! Unser Richten aber soll sich an der Gerechtigkeit Gottes und am Wesen Jesu orientieren. Sünde darf nicht verschont werden, Gottes Wort muss geehrt werden – aber immer im Wesen Jesu, mit Seiner Geduld, Milde und Bereitschaft, Buße anzuerkennen. Sehr deutlich warnt uns Jesus davor, schnell zu richten (Matthäus 7:1-3):

„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.

Verurteilen, Selbstgerechtigkeit und Heuchelei sind Gott zuwider. Bevor wir andere mit einer falschen Herzenseinstellung verurteilen, ist es besser, im Sinne von Römer 14:13  zu urteilen, nämlich: „... dem Bruder keinen Anstoß oder keinen Fallstrick zu bieten!“

Das fällt uns nicht leicht, weil unser Herz uns meist überzeugen kann, dass wir im Recht sind, unsere Sicht der Dinge korrekt ist, wir mit unserer Beurteilung richtig liegen und Gott auf unserer Seite ist. Aber vielleicht lesen wir nochmal die einleitende Illustration von dem Ehemann, der völlig überzeugt war, dass nicht er, sondern seine Frau schlecht hörte.

Mittwoch, 17. Juni 2026

Die richtige Entscheidung

Vor einigen Jahrzehnten wurden zwei Schuhverkäufer in ein Land Afrikas geschickt. Sie sollten das Land im Hinblick auf die Möglichkeit des Baus einer Schuhfabrik erkunden. Ein Mann kam zurück und sagte: „Dort tragen nur wenige Menschen Schuhe, daher besteht kaum Bedarf eine neue Schuhfabrik zu bauen.“ Der zweite Mann kehrte zurück und erklärte: „Ein Riesenbedarf. Es ist die größte Chance, die wir je hatten.“

Geht es unter uns Christen nicht oft ähnlich zu? Wir sehen, hören, erfahren, beurteilen dieselbe Situation – und kommen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Leider steht in der Nachricht nicht, wie sich die Schuhfabrik des zweiten Mannes bewährt hat.

Allerdings gibt es, was unseren Glauben an Jesus angeht, einige Bibelworte, die wir in Betracht ziehen sollten, wenn wir vor Entscheidungen stehen. Vielleicht ist das ja bei einem Leser heute der Fall und der eine oder andere Bibelvers kann helfen, zu einer guten Entscheidung zu kommen.

Josua 1:9:
Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!

Römer 8:28:
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

Psalm 37:4:
Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!

Psalm 37:5:
Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen. (LÜ)
Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln. (EÜ)

Lukas 14:28:
Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung,

2. Timotheus 1:7:
Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.

Philipper 4:13:
„Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“

Sprüche 16:3:
Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen. (Schl)
Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Gedanken werden zustande kommen. (EÜ)
Befiehl dem Herrn deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen. (LÜ)

Dienstag, 16. Juni 2026

Biographie: Mavis Pate in Gaza

Am 23. Dezember 1925 wurde Mavis Pate in Louisiana / USA geboren. Ihre Ausbildung zur Krankenschwester erhielt sie an der Northwestern State University in, Louisiana. Zunächst arbeitete sie unter anderem als leitende Operationsschwester im Charity Hospital in Shreveport, aber auch auf dem Krankenhausschiff SS Hope. Später führte ihr Weg mit der Mission der Southern Baptist über Dienststationen im heutigen Bangladesch und Thailand nach Gaza, wo der Herr sie besonders unter den 360.000 palästinensischen Flüchtlingen gebrauchte. Sie besuchte Familien zu Hause und in den Camps und bezeugte ihnen die Liebe Jesu. Zu jener Zeit lebte und arbeitete sie gemeinsam mit anderen Missionaren an einem der gefährlichsten Orte der Welt.

In einem ihrer Briefe nach Hause nannte sie als Gebetsanliegen: dass wir alle Jesu Willen hingegeben sind, als Seine Werkzeuge bereit in seiner Hand, Kanäle Seiner Segnungen und eher Christus ähnlich als den Menschen.

Am Sonntag, dem 16. Januar 1972 schloss sie sich nach dem Gottesdienst in der Kirche des Baptistenkrankenhauses einem Missionar und seinen drei Kindern, an, die von Gaza zur israelischen Grenze unterwegs waren. Sie wollte nach Tel Aviv, um Sauerstoffflaschen für das Krankenhaus in Gaza füllen zu lassen. Um 17:45 Uhr war es bereits dunkel. Ed Nicholas saß am Steuer, Mavis auf dem Beifahrersitz und die drei Töchter des Missionars saßen hinten. Nach wenigen Minuten geriet ihr Auto unter Beschuss. Über 50 Schüsse trafen das Fahrzeug und die Insassen. Ed wurde von einer Kugel getroffen, fuhr aber weiter. Mavis wurde schwer verletzt Trotz aller Bemühungen der Ärzte überlebte sie den Angriff nur drei Stunden.

Acht Jahre Gaza – und das Ergebnis? Im Buch „By Their Blood” berichtet Dr. Merrill D. Moore von 2 Palästinensern. Einer wurde – noch zu Lebzeiten von Mavis Pate – wegen akuter Blinddarmentzündung im Gaza Krankenhaus behandelt. Kurz nach seiner Entlassung wurde er wieder eingeliefert. Beim Bau einer Bombe waren ihm mehrere Finger abgerissen worden und seine Augen waren zerstört. Blind und mit nicht viel mehr als fingerlosen Klauen weigerte er sich bis zuletzt, auf die Botschaft der Liebe Jesu zu reagieren. Sein Herz war vom Hass zersetzt!

Anders erging es einem anderen jungen Mann. Ein weniger tragischer Unfall hatte seine Fingerkuppe abgetrennt und die Haut seines Fingers zerstört. Auch er wurde liebevoll behandelt und entlassen.

Zwei Jahre später kam ein junger Mann zu Dr. Moore. Es war der junge Palästinenser mit der abgetrennten Fingerkuppe. Während seiner Behandlung zuvor hatte der junge Mann etwas im Leben des Pflegepersonals gesehen, das in ihm den Wunsch erweckte, Krankenpfleger zu werden. Während seiner Ausbildung kam er durch den Dienst von Mavis Pate und einem anderen Missionar zum rettenden Glauben an Jesus. Nach dem Tod der Missionarin wurde er zu einem der besten Absolventen des Krankenhauses, im pflegerischen Bereich und im Zeugnis für Jesus!

Beliebt bei ihren Mitmenschen und hingegeben an ihren Erlöser, Jesus, starb Mavis Pate im Alter von nur 46 Jahren am 16. Januar 1972. Acht Jahre treuer Dienst für Jesus an einem der gefährlichsten Orte der Welt.  

„Sie, deren die Welt nicht wert war, (...)  haben das Verheißene nicht erlangt, weil Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden. (aus Hebr 11:38-49)

Montag, 15. Juni 2026

CCFG Männerabend

Heute - 19:30 Uhr  - @ CCFG

Herzlich Willkommen! Bring Freunde mit!

Die Bedeutung des Kreuzes

Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut! (1 Petrus 4:12+13)

Im 19. Jahrhundert waren armenische Christen unter türkisch-muslimischen Regierung massiven Verfolgungen ausgesetzt. 1856 fiel das Verbot für Muslime auf, Christen zu werden. Doch schon acht Jahre später begannen die Verhaftungen der konvertierten Muslime.

Zwischen 1895 -1896 töteten Regierungssoldaten bis zu 100.000 armenische Zivilisten in dem Versuch, jeden armenischen Christen innerhalb der Türkei zu töten. Anwälte, Ärzte, Geistliche und andere Intellektuelle wurden des politischen Umsturzversuchs beschuldigt. Viele starben unter Folter.

Bildquelle HIER
Am 24. April 1896 sollten die übrigen armenischen Christen getötet werden. Fast 600.000 Christen starben, einigen gelang die Flucht. Ein 18-jähriges Mädchen konnte entkommen und rettete sich in ein amerikanisches Lager.

„Hast du Schmerzen?“, fragte eine Krankenschwester, als sie ankam.
„Nein“, antwortete sie, „aber ich habe die Bedeutung des Kreuzes gelernt.“

Die Krankenschwester hielt sie für geistig verwirrt und befragte sie weiter. Das junge Mädchen zog das einzige Kleidungsstück, das sie trug, herunter und entblößte eine nackte Schulter. Tief in ihr Fleisch eingebrannt, war die Form eines Kreuzes.

„Ich wurde zusammen mit anderen in meinem Dorf gefangen genommen. Man fragte mich: ‚Mohammed oder Christus?‘ Ich sagte: ‚Christus, immer Christus.‘ Sieben Tage lang stellten sie mir dieselbe Frage, und jeden Tag, wenn ich ‚Christus‘ sagte, wurde ein Teil dieses Kreuzes in meine Schulter eingebrannt. „Am siebten Tag sagten sie: ‚Wenn du morgen ‚Mohammed‘ sagst, lebst du. Wenn nicht, stirbst du.‘ Dann hörten wir, dass die Amerikaner in der Nähe waren, und einige von uns flohen. So habe ich die Bedeutung des Kreuzes gelernt.“

Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes;

... nicht befremden ... nicht als etwas Seltsames, Überraschendes einordnen. Oha! Tun wir das nicht alle? Immer wieder? Sobald jemand spottet, lacht oder wir wegen unserem herrlichen Glauben ins Abseits gestellt werden, befremdet uns das Verhalten der Welt. Obwohl Jesus selbst deutlich warnte (Johannes 15:20):

„Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen“.

Unser Leben als Christen, als Nachfolger Jesu, als Licht in der Dunkelheit, als Salz in der Wunde der Welt – unser Leben ist ein Leben im Kampf. Verfolgung, Schmähung und Benachteiligung sollte uns nicht verwundern. Die Abwesenheit davon sollte uns dankbar stimmen. Vielleicht ist es eine Zeit der besonderen Gnade Gottes. Und es sollte uns nachdenklich stimmen. John MacArthur sagte einmal: „Wenn du gar keine Verfolgung erfährst, wissen die Leute vielleicht nicht, dass du Christ bist.

... sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut!

Freut euch!  Freut euch? – Ja, Freut euch!  Das ist eher unbegreiflich, wenn es einem gut geht. Aber das Zeugnis Tausender Christen ermutigt uns: Es ist möglich. Jesus geht mit uns durchs Feuer. Im Feuer lernen wir die Bedeutung des Kreuzes. Im Feuer machen wir die Erfahrung, dass Jesus der Vierte ist, der uns nie verlässt! (Daniel 3:25)

Zusammengetragen aus dem exzellenten Buch „By Their Blood” von James und Marti Hefley und einer Predigt von C. Philip Green 

Sonntag, 14. Juni 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 10:17-25
 
17 Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch den Gerichten ausliefern, und in ihren Synagogen werden sie euch geißeln;
18 auch vor Fürsten und Könige wird man euch führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis.
19 Wenn sie euch aber ausliefern, so sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
20 Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Geist eures Vaters ist’s, der durch euch redet.
21 Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode ausliefern und ein Vater sein Kind; und Kinder werden sich gegen die Eltern erheben und werden sie töten helfen.
22 Und ihr werdet von jedermann gehasst sein um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
23 Wenn sie euch aber in der einen Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht fertig sein, bis der Sohn des Menschen kommt.
24 Der Jünger ist nicht über dem Meister, noch der Knecht über seinem Herrn;
25 es ist für den Jünger genug, dass er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr seine Hausgenossen!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Der Pfad der Verfolgung
ist möglicherweise der einzige Weg zum Sieg."
(Bruder Andrew / Open Doors)

Der Lohn eines heiligen Lebens sind nicht Villen und Yachten,
sondern Verfolgung und Ausgrenzungen.
(Markus Spieker)

Samstag, 13. Juni 2026

Von Vergebung, von Gott und vom Internet


Kennst Du den Satz: „Das Internet kennt keine Vergebung!“ Wer immer diesen Satz gesagt hat, hat Recht. Das Internet kennt keine Vergebung. Was einmal geschrieben und eingestellt ist, ist drin. Informationen, Bilder, Ideen, Melodien, Aussagen, die einmal veröffentlicht wurden, können von jedem abgespeichert und weiterverbreitet werden. Was der Öffentlichkeit einmal zugänglich gemacht wurde, kann nicht wieder rückgängig gemacht werden. Ein Video, der auf einer Seite gesperrt wird, erscheint fünf Minuten später auf zehn anderen. Keine Vergebung, keine Vertuschung!

Im Leben geht es oft ähnlich zu. Was geschehen ist, ist geschehen. Vieles kann man bereuen, aber nicht mehr ungeschehen machen. Manchmal ist das schwer zu akzeptieren. Ein Mord, ein hoher Einsatz beim Glücksspiel, eine Affäre, ein selbstverschuldeter Unfall, eine Abtreibung, ein vorschneller Kauf oder Verkauf einer Immobilie – Reue dreht das Rad der Zeit nicht zurück. Was geschehen ist, ist geschehen.

Allerdings gibt es zwischen dem Internet und unserem Leben einen entscheidenden Unterschied. Während das Internet „nicht vergibt und nicht vergisst“ gibt es im Leben die Möglichkeit, Vergebung zu erfahren. Diese Vergebung, die durch Jesus Christus möglich wird, ist gründlich! Jesus verspricht in 1. Johannes 1:7+9:

Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, 
so haben wir Gemeinschaft untereinander, 
und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von ALLER Sünde.
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, 
dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns 
von ALLER Ungerechtigkeit.

Die Vergebung durch Jesus ist nicht nur ein Wegwaschen und Abnehmen von Schuld, sondern auch ein Empfangen von Reinheit und Barmherzigkeit. In Jesaja 1:18 und Sprüche 28:13 heißt es:

Kommt doch, wir wollen miteinander rechten! spricht der Herr. 
Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, 
sollen sie WEIß WIE DER SCHNEE werden; 
wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie WEIß WIE WOLLE werden.
Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen, 
wer sie aber bekennt und lässt, der wird 
BARMHERZIGKEIT ERLANGEN.

Schließlich dürfen wir bei Gott – im Gegensatz zum Internet – fest darauf vertrauen, dass Gott unsere Sünden nicht wieder aufrufen und uns vor Augen stellen wird. Das Versprechen lautet in Micha 7:19 und Jeremia 31:34:

Er wird sich wieder über uns erbarmen, 
unsere Missetaten bezwingen. 
Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!
Ich werde ihre Missetat vergeben 
und an ihre Sünde nicht mehr gedenken!

Der Psalmist fasst es in Psalm 103:12 passend zusammen: Sünden, die Gott uns vergeben hat, sind unwiederbringlich weit entfernt. Sie haben nichts mehr mit mir zu tun. Es heißt: 

So fern der Osten ist vom Westen, 
hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.

Das Internet kennt keine Vergebung. Jesus schon! Und wir dürfen sie auch kennen und erfahren. Immer wieder. Sie geht von Ihm aus – hin zu allen, die sich von Herzen zu Ihm wenden. Danke, Jesus!