„So sind wir Menschen. Wir singen und beten in aller Gemütlichkeit. Geht aber mal was verquer, dann zeigt sich´s, wie erbärmlich wenig Gottvertrauen wir haben. “ (Pastor Wilhelm Busch)

Donnerstag, 5. Februar 2026

Was bitte ist ein "Vollzeitler"?

Irgendwie mag ich die Unterscheidung nicht zwischen "vollzeitlichem Dienst" und was immer die Alternative ist - nicht-vollzeitlicher Dienst, ehrenamtlicher Dienst, Freizeitdienst - was auch immer. Diese Unterscheidung finde ich nirgends in der Bibel.

War Paulus ein "Vollzeitler?"  Und in Ephesus, wo er als Zeltmacher gearbeitet hat um als Missionar niemandem zur Last zu fallen - war er da Vollzeitler oder Feierabendmissionar?

Immer wieder höre ich Aussagen wie diese: "Der Herr hat mich nicht in die Mission berufen!" oder: "Der Herr hat mich nicht für den vollzeitigen Dienst bestimmt!" Ich denke mal laut: "Wer so denkt, baut sich seinen eigenen Fluchtweg und macht es sich bequem!" 

Lasst mich das Leben eines Freundes ganz grob beschreiben. Sein Leben macht deutlich, wie unsinnig es ist, zwischen "Vollzeitlern" und "den Anderen" zu unterscheiden.

Mein Freund hat eine gute und solide Theologie und liebt Jesus über alles. Sein großer Wunsch ist es, Jesus zu dienen. Das Zeugs dazu hat er. Gott führte ihn in eines der am wenigsten evangelisierten Gebiete Deutschlands. Während meine Familie und ich im Ausland waren, unterstützte mein Freund uns finanziell und im Gebet. Er selbst arbeitete von morgens bis abends. Alle möglichen und unmöglichen Arbeiten packte er an, um an seinem Wohnort und Umgebung für Jesus zu leuchten. Mit seinem Zeugnis für Jesus hielt er nicht zurück. Vor vielen Jahren war es ihm möglich, ein Geschäft zu übernehmen. Entwickelte er sich nun zum erfolgreichen Geschäftsmann? Nein. Sein Ziel war nicht Erfolg, sondern für Jesus zu leben. Das Geschäft war lediglich Mittel zum Zweck.

Sein Geschäft bietet eine große Auswahl an verschiedenen Artikeln. Christliche Bücher und Zeitschriften passen eigentlich gar nicht in das Sortiment hinein, werden aber trotzdem angeboten. Andere Bücher und Traktate werden kostenlos weitergegeben, nicht nur an deutsche Bürger, auch an ausländische Mitbürger aus anders-religiösem Hintergrund. Den ganzen Tag laufen im Laden ERF Radio oder christliche CDs. Anfang jeden Jahres bietet er christliche Monats- und Tageskalender an. Der Absatz ist reißend. Immer wieder kommt es zu klaren, evangelistischen Gesprächen. Ein Bibelkreis ist entstanden.

Finanziell geht es seit Jahren immer nur ums Überleben. Freunde haben ihm geraten, den Laden zu schließen, um nicht ständig mit Verlusten zu leben. Aber das würde für meinen Freund bedeuten, sein Missionsfeld und seinen Ruf aufzugeben. Sein Leben ist nicht sein Geschäft, wo er auch schon mal Zeugnis gibt. Sein Leben ist sein Zeugnis für Jesus - und sein Beruf bietet ihm die Plattform dafür. Aber ist so eine Auffassung nicht geschäftsschädigend? Wie gesagt, sein Wohnort ist in einem der am wenigsten evangelisierten Gebiete Deutschlands. Seine Einstellung lautet: "Mein Lebensauftrag ist es, Licht zu sein. Wenn mein Geschäft und mein Job dabei flöten gehen, weil ich für Jesus leuchte, dann muss es so sein."

Aber sind Arbeit und Glaube nicht zwei Paar Schuhe? Nein! Wenn ich 8-9 Stunden auf der Arbeit bin, wo und wann will ich für Jesus leuchten, wenn nicht dort? Wenn der Herr mir einen Platz angewiesen hat, an dem ich mich täglich 8-9 Stunden aufhalte, warum würde Jesus NICHT wollen, dass ich dort für ihn leuchte?

Mein Freund ist in seinem Beruf ein "Vollzeitler" für Jesus - wie wir es als Jesusjünger alle sein sollen; für mich ein gewaltiges Zeugnis! Unser Herr ruft uns durch 2 Timotheus 2:4 zu:

"Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen"

Reaktionen über das Kontaktformular im Seitenfenster erwünscht.

Mittwoch, 4. Februar 2026

William Booths Ratschlag

Fast jedem Leser wird die Heilsarmee bekannt sein, die Gruppe in den blauen Uniformen, die sich im Namen Jesu um die Notdürftigen und Vernachlässigten kümmert. „Seife, Suppe, Seelenheil“ war das Motto, dass man ihnen gab. Ihr Gründer, William Booth, wurde zu einem Prediger der Erweckung im 19. Und 20. Jahrhundert.

Im Wycliffe Handbook of Preaching & Preachers liest man: In den Anfängen der Heilsarmee wurden William Booth und seine Mitarbeiter in der Presse sowohl von religiösen Führern als auch von Regierungsvertretern heftig angegriffen. Immer wenn sein Sohn Bramwell Booth einen Zeitungsartikel zeigte, in dem er angegriffen wurde, antwortete der General: „Bramwell, in fünfzig Jahren wird es kaum noch eine Rolle spielen, wie diese Leute uns behandelt haben; es wird jedoch eine große Rolle spielen, wie wir mit dem Werk Gottes umgegangen sind.“

Damit hatte Booth recht. Kritik wird jedem Christen in dieser oder jener Form begegnen, wie sie auch Jesus selbst begegnet ist. Und Jesus belehrt Seine Jünger (Johannes 15:20):

Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen.

Es ist interessant festzustellen, dass all die Kritik, mit der man Jesus bedacht hat, wie vom Wind verweht ist. Jesus ist heute nicht bekannt für das, wofür man ihn damals kritisierte. Er ist bekannt für Seine guten Werke und Seine machtvollen Worte. Er ist bekannt für Heil und Heilung, für Liebe und Gnade.

Ein ganz guter Rat, den William Booth seinem Sohn ans Herz legte und den wir uns auch zu Herzen nehmen sollten:

In fünfzig Jahren wird es kaum noch eine Rolle spielen, wie diese Leute uns behandelt haben; es wird jedoch eine große Rolle spielen, wie wir mit dem Werk Gottes umgegangen sind.

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. 16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Matthäus 5:14-16)

Dienstag, 3. Februar 2026

Gedanken zum Leben von Ài Wěi Dé

Gladys Aylward wurde 1902 in England geboren und starb 1970 in Taiwan. Ihr chinesischer Name ist Ài Wěi Dé. Gladys war Missionarin unter den Chinesen.

Mit 18 hörte sie eine Predigt, die sie bewog, ihr Leben in den Dienst Jesu zu stellen. Die China Inland Mission, wo sie sich zunächst bewarb, lehnte sie erst mal ab. Gladys sparte so lange, bis sie genug Geld zusammen hatte. Allein diese Tatsache ist nennenswert. Dann brach sie auf nach China.

Einige Zeit nach ihrer Ankunft begann sie die Arbeit als ‚Fußprüferin’. Im Land war das traditionelle Verschnüren der Füße von Frauen verboten worden. Das zu kontrollieren wurde zu Gladys Aufgabe und ermöglicht ihr Reisen in viele Dörfer Chinas. Auf diese Weise konnte sie das Evangelium verbreiten. Später kümmerte sie sich um Waisenkinder, musste aber im Alter von 45 Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück nach England. 10 Jahre später reiste sie erneut nach China aus, arbeitete erneut unter Waisenkinder und starb 13 Jahre später in Taiwan.

Elizabeth Elliot schreibt in ihrem Buch „Let me be a woman“, dass Gladys als Jugendliche zunächst ihr Aussehen nicht akzeptieren konnte. Als Kind hatte sie zwei große Sorgen. Zum einen hatten alle ihre Freundinnen herrliche rotblonde Haare – nur ihre eigenen waren schwarz. Zum andern wuchsen ihre Freundinnen alle noch, nachdem sie längst aufgehört hatte zu wachsen.  Sie war nur 147 cm groß.

Als sie jedoch das Land erreichte, in das Gott sie gerufen und in dem Er sie als Missionarin gebrauchen wollte, machte sie eine überraschende Entdeckung, als sie in Shanghai von Bord des Schiffes ging. „Jede einzelne Person“, so erklärte sie, „hatte schwarze Haare. Und jeder Einzelne hatte aufgehört zu wachsen, wo ich aufgehört hatte.“ Gladys Aylward schaute auf zu ihrem Gott und rief aus: „Herr, Du weißt, was Du tust!”

Vielleicht ist es nicht Deine Haarfarbe oder Deine Körpergröße, die Dir Not macht. Vielleicht ist es Dein Gewicht, ein körperliches oder seelisches Gebrechen, vielleicht vermeintliche fehlende Fähigkeiten oder auch etwas ganz anderes. Die meisten von uns kennen irgendetwas in ihrem Leben oder Alltag, das ihnen heftig Sorgen macht. Sorgen machen wir uns, weil wir den Ausgang nicht kennen. Gott kennt ihn.

Was Deine Haarfarbe, Deine Körpergröße oder Deine Fähigkeiten angeht, lass Dich vom Wort Gottes korrigieren. David betet, was auch Du und ich mitbeten sollten:

Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! (Psalm 139:14)

Was all unsere anderen Sorgen angeht, dürfen wir uns von 1 Petrus 5:7 ermutigen lassen:

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

In jedem Fall gilt: „Herr, Du weißt, was Du tust!"

Montag, 2. Februar 2026

Nostradamus - endlich entschlüsselt!

Hier die Überschrift in einer Fernsehzeitung, die wir uns in einem früheren Urlaub gekauft haben:

"Nostradamus - die letzten Prophezeiungen" Nach der Zeitschrift geht es dabei um das "Schicksalsbuch der Menschheit". Nach jahrelanger Forschung hat Manfred Dimde mit Hilfe einer Computersoftware den Code des Sehers Nostradamus (1503 - 1566) geknackt. Jetzt können wir endlich wissen, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt. - Wirklich?

Für mich interessanter ist die Art und Weise, in der über Nostradamus geschrieben wird. Da ist von einem gelungenen Clou die Rede, von entschlüsselten, mystischen Texten und von genialen Zeitschlüsseln. Mystisch - mittelalterlich - gut! So scheint die Schlussfolgerung zu lauten. Bestätigt wurde mir diese Einschätzung bei einem Besuch in einer katholischen(!) Touristenstadt in Oberbayern.

Indische Räucherstäbchen und Batikgewänder ziehen mich magisch an. Und darum konnte ich auch nicht an einem Laden vorbeigehen, vor dem eine ganze Kleiderstange mit Batikgewändern stand. Eine Buchwerbung für ein Buch, das auch in christlichen Buchläden verkauft wird, weckte noch mehr mein Interesse. Erst einmal im Laden, wurde ich überwältigt von esoterischen Angeboten. Mystische Kugeln, Schnitzereien, Tarotkarten, Wahrsagebücher - in jeder Ecke des verwinkelten Geschäfts ein anderes Angebot. Am Ausgang lagen auf der Ladentheke Einladungen zu einem esoterischen Treffen. Allein eine BIBEL konnte ich nirgends entdecken.

Warum fasziniert alles Verschlüsselte, alles Mystische und alles andere, solange es nichts mit der Lehre Jesu zu tun hat und solange die Bibel nicht zitiert wird? Ist es die Tatsache, dass die Bibel für die Zukunft viel Unheil prophezeit? Auch die Wahrsagerei des Nostradamus beinhaltet viel Leid und Tod. Daran kann es also nicht liegen. Warum lässt man sich lieber aus der Hand oder aus den Karten lesen, anstatt in Gottes Offenbarung zu lesen, wie Er unsere Zukunft beschreibt? Man muss nicht, wie etwa bei Nostradamus, graben und dann erklären, wieso seine Wahrsagerei sich erfüllt hat. 

Die Bibel hat durch hunderte und aberhunderte von Prophetien, einfachen und komplizierten, groben und detaillierten ihre Zuverlässigkeit bewiesen. Warum würde ich verschlüsselte, unsichere und unpersönliche Wahrsagerei bevorzugen, wenn ich unverschlüsselte, sichere und persönliche Aussagen erhalten kann - noch dazu mit Anweisungen, wie ich Unglück vermeiden und Frieden finden kann? Hier ein einfaches Beispiel für biblische Voraussage:

"[Es ist] den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht." (Hebräer 9:27) 

"Denn der Tod ist der Sünde Sold"  (Römer 6:23) 

"Christus [ist] einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit."  (Hebräer 9:28)

Um diese Aussagen und Vorausaussagen zu verstehen, braucht es keinen Schlüssel, keine Karten oder keines Vermittlers. Und die Zuverlässigkeit dieser heiligen Schriften hat sich bestätigt durch die Jahrhunderte hindurch.

Allen Nostradamusfreunden und Freunden anderer Wahrsager sei es ans Herz gelegt, dem Buch mehr Beachtung zu schenken, dessen Prophezeiungen sich bis auf diesen Tag immer - und immer genau erfüllt haben. Warum NICHT in der Heiligen Schrift lesen?

Allen Freunden und Nachfolgern des Propheten und Gottessohnes, Jesus, sei es ans Herz gelegt, die Prophetien unseres Herrn und Seiner Gesandten zu beachten, besonders auf dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens. 100%ige Erfüllung garantiert! 

Sonntag, 1. Februar 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Jesaja 43:1-5
 
1 Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
2 Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen.
3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter! Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Saba an deiner Stelle.
4 Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen [und] wertgeachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben.
5 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln.
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Der Mensch wird durch das Leid erst gehärtet, 
um das Glück ertragen zu können; 
so wie der Ton im Feuer gebrannt wird, 
um Wasser fassen zu können.
(Augustinus)

Samstag, 31. Januar 2026

Dienst mit Furcht, Jubel mit Zittern

Was für ein seltsamer Vers in Psalm 2:11:

Dient dem Herrn mit Furcht und frohlockt mit Zittern.

So fürchtet nun den Herrn und dient ihm in Wahrheit, mit eurem ganzen Herzen; denn seht, wie mächtig er sich an euch erwiesen hat! (1 Samuel 12:24)

Auf den ersten Blick fallen die Worte auf, den Herrn zu fürchten und Ihm zu dienen. Aus gutem Grund! Und aus gutem Grund kommt die Furcht des Herrn VOR dem Dienst für den Herrn.  Wir sind aufgerufen, unserem Herrn und Retter zu dienen, WEIL wir Ihn fürchten!

Bevor wir aktiv werden für Jesus ist es unerlässlich, Ihn zu kennen, zu ehren und zu fürchten. Der Prophet Jeremia predigt in Jeremia 48:10a:

„Verflucht sei, wer das Werk des Herrn lässig treibt“

Es ist Teil unserer Verantwortung, den zu fürchten, dem wir dienen möchten. Und um Ihn in rechter Weise zu fürchten, müssen wir Ihn kennenlernen. Dann können wir Ihm in Wahrheit dienen. Jesus nicht zu fürchten, ist eine Verkürzung und ein Hindernis für den Dienst.

Dienst kann nur so gut sein, wie wir Jesus fürchten. Von Israel, dem Volk Gottes, heißt es, dass sie fleißig dienten – aber ohne Gottesfurcht. Richter 2:13 beschreibt:

Sie verließen den Herrn und dienten dem Baal und den Astarten.

Dienst ohne Gottesfurcht muss nicht immer Dienst für Baal und andere Götzen sein. Dienst ohne Gottesfurcht kann Dienst für das eigene Ego sein, für Ruhm, Geld, Selbstverwirklichung, Show oder dergleichen. Es ist die Furcht des Herrn, die unseren Dienst zu einem Wohlgeruch werden lässt. Und genau dieser Aspekt der Gottesfurcht wird so oft vernachlässigt, abgeschwächt oder sogar ganz übersehen.

Morgen ist Sonntag – der Tag des Herrn – wie manche ihn noch heute nennen. Morgen geschieht viel Dienst in unzähligen Gemeinden auf der Welt. Wem dabei gedient wird, hängt davon ab, wie die Herzenseinstellung jedes Dieners ist.

Hast Du einen Dienst am morgigen Sonntag? Diene dem Herrn mit Furcht und lobe Seinen Namen mit Zittern! (Psalm 2:13)  Freude und Frucht am Ende wird Dein großer Lohn sein.

Und wenn Du morgen keinen „offiziellen“ Dienst hast, dann diene dem Herrn trotzdem – durch Gebet für jemanden, ein freundliches Wort, eine Ermutigung oder die Weitergabe eines Bibelwortes. Tue es für Jesus, denn Er hat viel für Dich getan.

Gesegnetes Wochenende!

Gedanken zum Thema „Gottesfurcht“ findest Du HIER!

Freitag, 30. Januar 2026

Hysam

Manchmal, wenn ich Berichte über den Mut und die Konsequenz unserer verfolgten Geschwister lese, frage ich mich, was diese haben, das mir fehlt. Der folgende Beitrag ist der Bericht über einen 16jährigen, blinden Jungen, der zum Glauben kam, veröffentlicht HIER von Open Doors: Gebetsanliegen und Berichte können über die Gebetsapp von OD täglich empfangen werden. Download HIER oder HIER.

Zentralasien: Obdachlos mit 16 Jahren – wegen Jesus

Dank seiner Gemeinde hat Hysam ein neues Zuhause gefunden

(Open Doors, Kelkheim) – Hysam* ist 16 Jahre alt, gehörlos und stammt aus Zentralasien. Auch seine Eltern sind gehörlos. Doch als Hysams Vater von der Taufe seines Sohnes erfuhr, war er so verärgert, dass er ihn aus dem Haus warf – kurz vor Beginn des Winters. Vor wenigen Tagen fanden die Christen aus Hysams Gemeinde heraus, in welcher schwierigen Lage er steckte und verschafften ihm eine Unterkunft. Der junge Mann braucht unser Gebet.

Nach der Taufe kam der Bruch mit den Eltern

Die Treffen der christlichen Gemeinde in seinem Ort faszinierten Hysam. Über mehrere Monate hinweg besuchte er jeden Sonntagsgottesdienst. Doch er kam heimlich, da seine Eltern streng muslimisch waren. Aus Angst vor ihrer Reaktion wollte er verhindern, dass sie von seinem Interesse am christlichen Glauben erfuhren.

Während er die Predigten in sich aufsog, lernte Hysam immer mehr über Jesus. Schließlich stand sein Entschluss fest: Er wollte diesem Jesus nachfolgen, mit allem, was dazugehörte – angefangen damit, dass er sich taufen ließ. Die anderen Gehörlosen in der Gemeinde erklärten ihm ausführlich, was es mit der Taufe auf sich hatte. Im November 2025 war es soweit: Hysam ließ sich taufen und zog damit auch äußerlich einen klaren Schlussstrich unter sein bisheriges Leben als Muslim. Als seine Eltern von der Taufe erfuhren, waren sie so wütend auf ihren Sohn, dass sein Vater ihn verprügelte und aus dem Haus warf.

Übernachtung auf Baustellen

Plötzlich ohne eine Unterkunft, beschloss Hysam auf den Baustellen zu übernachten, wo er tagsüber arbeitete. Den anderen Christen aus seiner Gemeinde teilte er zunächst einmal nichts davon mit und schlief bis auf Weiteres in halbfertigen Gebäuden – ohne Heizung, fließendes Wasser oder jeglichen Komfort. Selbst den Jahreswechsel verbrachte er auf diese Weise allein in der Kälte.

Die harten Bedingungen setzten ihm irgendwann so zu, dass er versuchte nach Hause zurückzukehren. Doch sein Vater blieb bei seiner Haltung und wies seinen Sohn ab. Vor wenigen Tagen erst erfuhren die Leiter der Gehörlosenarbeit seiner Kirche von Hysams Situation und brachten ihn in die Wohnung, die der Kirche als Versammlungsraum diente. Gemeinsam beschlossen die Christen, dass Hysam dort wohnen sollte. Überwältigt von dieser tatkräftigen Fürsorge seiner Glaubensgeschwister, brach er in Tränen aus.

Inzwischen hat Hysam beschlossen, sich um eine Stelle als Kurier zu bemühen. Er ist hochmotiviert und möchte im Rahmen dieser Tätigkeit auch anderen Gehörlosen in seinem Land das Evangelium weitergeben. Unterdessen sehnt er sich nach seiner Familie. Immer wieder nimmt Hysam Kontakt zu seiner Mutter auf, um zu fragen, wie es seinem Vater geht. Aber seine Mutter gibt ihm zu verstehen, dass der seinen Sohn nicht einmal sehen will.

Name geändert

Bitte beten Sie für Hysam, seine Familie und die Christen in Zentralasien:

  • Danken Sie Jesus für Hysams tiefen Glauben, der sich auch in seiner Leidensbereitschaft zeigt.
  • Beten Sie, dass er weiter im Glauben wächst und Gelegenheiten bekommt, das Evangelium mit anderen Gehörlosen zu teilen.
  • Beten Sie für seine Eltern, dass Gottes Geist ihre Herzen berührt, sodass Versöhnung möglich wird und sie sich für den Glauben ihres Sohnes öffnen.
  • Beten Sie für alle Christen in Zentralasien, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und durch ihr direktes Umfeld unter Druck gesetzt werden.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Nichts erreicht?

Aus der Politik ist man einiges gewöhnt. Vor den Wahlen übertrifft man sich selbst mit Versprechungen und Zusicherungen. Ob man nach den Wahlen dann wirklich etwas erreicht, ist eine andere Frage. 

In der Bibel hat Gott uns wunderbare Zusagen gegeben. Nur fragt sich mancher Zeitgenosse, was denn daraus geworden ist oder ob man mit Gottes Versprechungen wirklich etwas erreicht. Kürzlich las von einem Gespräch zwischen einem Seifenfabrikanten und einem Pfarrer. "Das Christentum hat nichts erreicht!" meinte der Fabrikant. "Obwohl es schon 2000 Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht besser geworden. Immer noch gibt es Böses und schlechte Menschen."  

Als Antwort darauf weist der Pfarrer auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind hin, das auf der Straße im Dreck spielt. "Seife hat nichts erreicht!" entgegnet er dem Fabrikanten. "Schau dort - es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen auf der Welt."
"Seife," erklärt der Fabrikant, "nutzt nur, wenn sie angewendet wird."
"Mit der Botschaft der Bibel verhält es sich genauso!" kommt postwendend die Antwort.

Die Zusagen der Bibel sind herrlich, haben Gewicht und erreichen etwas. Vergebung, Hoffnung, Versorgung, Liebe, Frieden, Versöhnung, ewiges Leben und vieles andere hat Gott seinen Kindern versprochen. Allerdings verhält es sich mit diesen Zusagen ähnlich, wie mit Seife. Ein Ergebnis wird nur dann erzielt, wenn ich die Seife zur Hand nehme und mich damit wasche. Die Zusagen der Bibel erfahre ich auch nur dann, wenn ich verbunden bin mit dem, der diese Zusagen macht, Jesus. Jesu Worte nur theoretisch zu kennen, ist zu wenig. Über Jesus heißt es in 2 Korinther 1:20::

Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt — in ihm ist das Ja, und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns!