„Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade.“ (Johannes 1:16)

Montag, 11. Mai 2026

Glauben an Gott

Apologetik
nennt man die Verteidigung des Glaubens. Verteidigt wird der Glaube vor allem gegenüber Angriffen aus anderen Religionen und aus den Reihen des Atheismus. Während in Ländern mit nicht-christlichen Mehrheitsreligionen die Angriffe oft aus den Reihen andersreligiöser Theologen kommen, kommen Angriffe innerhalb der christlichen Welt eher aus atheistischer oder pseudowissenschaftlicher Feder. Christliche Apologeten, wie die Kirchenväter Origenes, Augustinus und andere, sind Vorläufer heutiger Glaubensverteidiger wie J.W. Montgomery, N.Geisler, J. MacArthur, F. Schaeffer, J. McDowell oder C.S. Lewis.

Ich bin dankbar für Menschen, die gut mit Worten und Feder (sprich Computer) sind, und die es verstehen, den oft wortgewandten Angreifern auf unseren Glauben stichhaltig zu erwidern.

John Lennox, Mathematikprofessor, Wissenschaftsphilosoph und Autor, von der Universität Oxford, entgegnet er dem Astrophysiker, Stephen Hawking, der eine Existenz Gottes für überflüssig hält.

Zum einen zeigt Lennox auf, dass Hawkings Gottesverständnis unzulänglich ist. Der Astrophysiker versteht Gott lediglich als Lückenbüßer für das, was Menschen nicht erklären können. Tatsache ist jedoch, dass Christen (und Anhänger anderer monotheistischer Religionen) Gott nicht als fehlendes Puzzleteilchen sehen, sondern als Urheber aller Existenz.

Auch geht Hawkings – und mit ihm viele andere – von bestimmten Gesetzen aus, z.B. dem Gesetz der Schwerkraft. Wer aber hat diese Gesetze ausgedacht und geschaffen?

Apologet John Lennox schreibt, dass er keinen Konflikt zwischen Wissenschaft und Glauben erkennen kann. Die Schönheit wissenschaftlicher Gesetze verstärken seinen Gottesglauben, anstatt ihn ins Wanken zu bringen. Im Spätmittelalter waren es Menschen, deren Glauben an Gott sie wissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten entdeckten ließ. Erst das Zeitalter der Aufklärung drängte Gott immer mehr aus unserem Denken hinaus und schloss unsere Augen für die offensichtlichen Beweise Seiner Existenz. *

Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; 
denn Gott hat es ihnen offenbart. 
 Denn Gottes unsichtbares Wesen, 
das ist seine ewige Kraft und Gottheit, 
wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, 
wenn man sie wahrnimmt, 
sodass sie keine Entschuldigung haben. (Römer 1:19-20)
 
* (Inspiration: idea 37/2010 – Warum Gott Schöpfer ist)

Sonntag, 10. Mai 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 7:1-5

1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
2 Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.
3 Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?
4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! — und siehe, der Balken ist in deinem Auge?
5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Einen Bruder, für den ich bete, kann ich bei aller Not,
die er mir macht, nicht mehr verurteilen oder hassen.
(Dietrich Bonhoeffer)

"So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben."
(Römer 14:12)

Samstag, 9. Mai 2026

Saal der 1000 Spiegel

Irgendwo in Tibet in einem Tempel gab es einen Saal der 1000 Spiegel.

Symbolbild CC BY 3.0
Es ergab sich, dass sich eines Tages ein Hund in diesem Tempel verirrte und in diesen Saal gelangte. Plötzlich konfrontiert mit 1000 Spiegelbildern, knurrte und bellte er seine vermeintlichen Gegner an. Diese zeigten ihm ebenso tausendfach die Zähne und bellten zurück. Darauf reagierte der Hund noch wilder und aggressiver. All dies führte schließlich dazu, dass der Hund völlig verängstigt aus dem Tempel rannte und überzeugt davon war, dass alle Hunde dieser Welt böse und schlecht sind.

Es verging einige Zeit und irgendwann kam ein anderer Hund in den gleichen Tempel und in den Saal der 1000 Spiegel. Auch dieser Hund sah sich tausendfach umgeben von seinesgleichen. Da wedelte er freudig mit seinem Schwanz - und tausend Hunde wedelten ihm entgegen und freuten sich mit ihm. Freudig und ermutigt verließ dieser Hund den Saal und war überzeugt, dass alle Hunde dieser Welt nett und freundlich sind.

Die Lektion aus dieser Geschichte ist offensichtlich! In einem Sprichwort ausgedrückt würde man sagen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus.

Die Bibel sagt uns in Philipper 4:4:

„Freuet euch in dem Herrn allewege und abermals sage ich:
freuet euch!“

Paulus ist es auch nicht peinlich, dasselbe immer und immer wieder zu schreiben. Er weiß, wie wichtig die Freude am Herrn ist. Er weiß auch, dass die Freude am Herrn nichts „automatisches“ ist. Seine Worte sind eine Aufforderung, sich zu freuen. Das geht zwar nicht so ohne Weiteres auf Befehl, aber wenn wir Jesu Nähe suchen, dann wird es uns möglich sein, uns wegen Ihm zu freuen.

Und mit dieser Freude gehen wir in die Säle der Welt. Nicht nur, dass wir selbst froh sind im Herrn – unsere ganze Lebenseinstellung wird von der Freude am Herrn geprägt – und die Menschen, die uns sehen, lassen sich vielleicht ganz gerne von uns anstecken.

Freitag, 8. Mai 2026

Durch Gnade geheilte Augen

Gestern ging es um das Thema "Gnade". Ein herrliches Thema, das uns auch heute noch einmal beschäftigen soll. "Durch Gnade geheilte Augen“ ist eine Formulierung, die ich seit Jahren im Herzen und im Gebet vor Gott trage. Gelesen habe ich diese Worte zum ersten Mal in Philip Yanceys Buch: „Gnade ist nicht nur eine Wort“ (Neben Swindolls Buch: „Zeit der Gnade“ das Beste, was ich zum Thema gelesen habe!)*

Der Gedanke ist, dass Gott die Armen, Leidenden und Verfolgten liebt – und weil bei Gott niemand unerwünscht ist, sollte es die bei Seinen Kindern genauso sein. Jesus gibt uns das perfekte Vorbild, Menschen durch Augen zu sehen, die „durch Gnade geheilt worden sind“

Yancey geht auch auf andre Personengruppen ein (z.B. Homosexuelle) und stellt uns vor die Frage, wie viel Heilung unsere Augen erfahren haben. Wer nicht oberflächlich liest, wird sich die Frage gefallen lassen müssen: Mit welchen Augen sehe ich meinen Nächsten? Und mit dem Nächsten ist hier nicht mein Ehepartner oder mein bester Freund gemeint, sondern der Nächste, der selbstverschuldet mittellos auf der Straße steht, der Nächste, der zum wiederholten Mal im Knast sitzt oder schon wieder in seine alte Sucht zurückgefallen ist. Und dann gibt es den Nächsten, den wir schon sooooo lange kennen – und der „schon immer so war“ und wohl auch immer so bleiben wird. Nervig! Man weiß schon am Tag, an dem es ihm gut geht, dass er morgen wieder „durchhängt!“ Kurz, es geht um den Nächsten, der unsere Geduld strapaziert, den wir eher aufgeben, verurteilen oder meiden würden. Wie viel Heilung durch Jesu Gnade haben meine Augen empfangen? Wie viel Gnade, Barmherzigkeit hat in meinem Herzen und meinen Einstellungen Fuß fassen können? Ein Schreiber bezeugt:

„Nicht, dass ich je gemein oder kalt gewesen wäre. Ich tendierte einfach dahin, alles in schwarz oder weiß zu sehen – mit wenig Raum für GNADE. So sehr es mich schmerzt, dies zu sagen: Es fiel mir leichter, über Jesu Liebe zu den verletzten Menschen zu reden, als diese Liebe auszuleben.“

Ohne Gottes Eigenschaften, wie seine Gerechtigkeit und Souveränität oder seinen heiligen Zorn auszublenden, gehören Seine Gnade und Seine bedingungslose Liebe sicher zu den Eigenschaften, die Er am meisten in uns entwickeln und sehen möchte. Er möchte unsere Augen durch Seine Gnade heilen und unsere Herzen mit Seiner Liebe füllen.

Die Geschichte von Samuel Colgate, Sohn des Colgate Gründers, beschreibt Augen, die durch Gnade geheilt wurden. Nach einer Evangelisation im 19. Jahrhundert folgte eine Prostituierte dem Aufruf, nach vorne zu kommen. Tief betrübt weinte sie offen, bekannte ihre Sünden, bat Gott um Rettung ihrer Seele und wollte sich der Gemeinde anschließen. „Ich nehme gerne in der hinteren Ecke Platz,“ erklärte sie, aber der Pastor zögerte, ihre Bitte um Aufnahme zur Abstimmung zu bringen. Lähmende Stille – bis dass sich ein Mitglied erhob und den Antrag auf Vertagung stellte. In dem Moment stand Samuel Colgate auf und erklärte mit einem sarkastischen Unterton: „Ich vermute, wir haben uns versprochen, als wir Gott darum baten, Sünder zu retten. Wir haben vergessen, zu erklären, welche Art Sünder wir meinten. Wir sollten Ihn besser bitten, unsere Unaufmerksamkeit zu vergeben. Der Heilige Geist hat das Herz dieser Frau angerührt und hat ihr echte Reue ins Herz geschenkt – aber offensichtlich hat der Herr nicht begriffen, dass sie nicht zu denen gehört, die wir gerettet sehen möchten. Viele der Zuhörer erröteten vor Scham. Sie hatten gerichtet wie der Pharisäer im Tempel, der selbstgerecht betete: "Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie andere Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher“  Nach einem neuen Antrag wurde die Frau einstimmig in die Gemeinschaft aufgenommen.

* Originaltitel: Yancey: What’s So Amazing about Grace  Swindoll: Grace Awakening

Donnerstag, 7. Mai 2026

Gnade qualifiziert!

Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen
Gnade um Gnade.
(Johannes 1:16)

In unseren Gottesdiensten denken wir momentan darüber nach, was uns als Calvary Chapel Gemeinden ausmacht. Dazu hat Pastor Andrew am vergangenen Sonntag eine Predigt zum Thema „Gnade“ gehalten. Viele der Gedanken waren so eindrücklich, dass ich den einen oder anderen aufgreifen und etwas weiter ausführen möchte. Die ganze Predigt findet man über den Link im Seitenfenster, ausnahmsweise in Deutsch und Englisch, da sie übersetzt wird. Anhören lohnt sich!

Chuck Smith, Vater der Jesus People und der Calvary Chapel Bewegung hat ein Buch über Gnade geschrieben, aus dem folgende Zitate stammen:

„Gnade verwandelt öde und trostlose Ebenen in üppige, grüne Weiden. Sie verwandelt mühsame Pflicht in liebevollen, begeisterten Dienst. Sie tauscht die Tränen und Schuldgefühle unserer eigenen gescheiterten Bemühungen gegen ewige Freude ein. Gnade verändert alles!“

"Wenn wir darauf vertrauen, dass Gottes Gnade uns verwandelt und Christus in uns wachsen lässt, werden wir Freude am Leben und Frieden finden."

„Gnade und Friede werden als die siamesischen Zwillinge des Neuen Testaments bezeichnet, weil sie immer untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die richtige Reihenfolge dieser beiden Begriffe, denn man kann den Frieden Gottes erst erfahren, wenn man zuvor seine Gnade erfahren hat.“

Wie wahr und biblisch diese Aussagen sind sieht man am Leben biblischer Personen, die Gottes Gnade erfuhren.

Paulus! Menschlich gesehen war er hoch qualifiziert. Aber alle seine Qualifikationen, seine Abstammung, Position und sein Studieren nutzten ihm gar nichts. Erst als Gottes Gnade ihn fand und er sich bekehrte, war es die Gnade Gottes, die ihn qualifizierte und zu dem Werkzeug machte, das er später für Jesus war.

Petrus! Während der Christenverfolgung im dritten Jahrhundert sagten sich manche Christen unter Druck vom Glauben los. Als sie später Buße taten und wieder in die Gemeinschaft aufgenommen werden wollten, bezeichnete man sie als „Gefallene“ und verweigerte ihnen die Mitgliedschaft. Petrus hätte es zu der Zeit mit seiner Verleugnung schwer gehabt, wieder Anschluss zu finden. Aber Gottes Gnade qualifizierte auch ihn, den Verleugner und Versager, zu einem gesegneten Dienst!

Jesaja! Als er Gott in Seiner Heiligkeit begegnete, war Jesaja bewusst, dass er des Todes würdig war. „Unreine Lippen“ hatte er. Viel Unsinn geredet, vielleicht viel üble Nachrede, viel Schmutz und Unwahrheit verbreitet. Wir wissen nicht, was es genau war, woran er dachte, als er ausrief: „Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat.“ Wir wissen aber ganz konkret, dass Gott ihn in Seiner Gnade anrührte, berief, einsetzte und qualifizierte. Jesaja wurde zu einem der großen Propheten Israels.

Menschen wie Paulus, Petrus, Jesaja und andere sind für uns ein Segen Gottes. Durch sie offenbart und illustriert Gott, dass es für jeden Menschen Hoffnung gibt. Auch wir sind durch unser altes Wesen, unsere alte Natur, völlig disqualifiziert – sowohl zum Eintritt in den Himmel als auch zum Dienst für Jesus auf der Erde. Wenn wir aber der Gnade Gottes begegnet sind, wenn Jesus uns in Seiner Gnade angerührt hat, dann haben wir den „Ritterschlag“ bekommen, dann sind wir Gottes Kinder geworden, qualifiziert, Jesu Botschafter zu sein.

Nicht Dokumente, Zertifikate und Abschlussexamen sind ausschlaggebend im Reich Gottes. Nicht unsere natürlichen Fähigkeiten befähigen uns für ein erfülltes Leben in der Welt. Es ist die Gnade Gottes in Jesus, die uns qualifiziert und befähigt, für Jesus zu leben und für Ihn Frucht zu bringen.

Was für ein Grund, Ihm ewig dankbar zu sein!

Mittwoch, 6. Mai 2026

William Cary #2

Gestern, am 'Biographiedienstag' ging es um William Carey. Der Mann hat mich immer fasziniert. Darum sollen heute noch einmal ein paar Informationen und Lektionen nachgereicht werden. Im Laufe seines Lebens hat er die Bibel in 6 Sprachen übersetzt und Bibelteile in weitere 29+ Sprachen. Aber in einem Artikel heißt es:

Am Donnerstag, dem 12. März 1812 kam ein Mitarbeiter zu Carey gelaufen. „Feuer!“ rief er nur. Die Druckerei stand in Flammen. Alle Versuche, die Bücher, das Bibelpapier und die Punzen (Buchstabenstempel) zu retten, waren vergebens und die ganze Halle brannte in dieser Nacht nieder. Wie muss sich Carey gefühlt haben? Es muss ihm den Boden unter den Füßen weggezogen haben, denn seine ganze Arbeit war dahin – und das, obwohl er sie doch für den Herrn getan hatte? Einen Lichtblick gab es zwar, denn die Punzen für 14 Sprachen hatten den Brand überlebt, doch Carey spürte den Verlust; und es nagte an ihm. Später schrieb er unter Tränen:

„In einer einzigen Nacht ist die Arbeit von Jahren vernichtet worden. Wie unerforschlich sind Gottes Wege! Ich hatte eben einige Werke zur höchsten mir möglichen Vervollkommnung gebracht und ich betrachtete die Mission vielleicht mit zu viel Selbstgefälligkeit. Der Herr hat mich gedemütigt, damit ich noch einfältiger zu ihm aufschaue.“

Wie sehr muss es an seine Substanz gegangen sein. Doch er suchte den Fehler nicht bei Gott. Denn William Carey wußte: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr“ Jesaja 55,8

Carey fand angeblich keine Erklärung, warum Gott seine Druckerei abbrennen ließ. Doch für ihn war klar, dass es einen Grund geben muss und dass Gott nie aus Willkür handelt. Er spürte, dass Gott durch dieses Ereignis an ihn arbeiten wollte und das gab ihm neuen Mut. Am darauffolgenden Sonntag kam für ihn nur ein Predigttext in Frage Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin. (Psalm 46,11)

Eine scheinbare Niederlage im geistlichen Kampf eines Dieners Jesu. Das war die Art Kampf, in dem Carey stand, als er in Indien als Lehrer, Sprachforscher und Bibelübersetzer arbeitete. Carey verzichtete auf Karriere und Ruhm und nahm auch heftige Rückschläge aus Gottes Hand an, um sein ganzes Leben einzusetzen für die Verbreitung der Bibel.

Ein charakteristischer Vorfall wird über ihn erzählt. Bevor er England verließ, ging von Dorf zu Dorf und predigte das Evangelium, denn seine Seele war erfüllt von der Liebe Gottes. Eines Tages sagte ein Freund zu ihm: "Herr Carey, ich möchte etwas sehr Ernsthaftes mit Ihnen besprechen." "Nun", sagte Carey, "um was geht es denn?" Der Freund antwortete: "Indem Sie ständig umherreisen und predigen, vernachlässigen Sie Ihr Geschäft (als Schuster). Wenn Sie sich nur mehr um Ihr Geschäft kümmern würden, wäre alles in Ordnung und Sie würden bald wohlhabend werden und aufsteigen. Aber so, wie es momentan läuft, vernachlässigen Sie einfach Ihr Geschäft." "Mein Geschäft vernachlässigen?", sagte Carey und sah ihn fest an. "Mein Geschäft ist es, das Reich Gottes zu verbreiten. Ich mache nur Schuhe, um die Kosten zu tragen."

Hätte Gott es nicht leichter, ermutigender und unfallfreier halten können? Doch! Hätte Er! Hat Gott Seinem Diener je erklärt, warum manche Dinge anders gelaufen sind als erhofft? Nicht, dass wir wüssten. Dazu ist unser Herr auch nicht verpflichtet. Schlechte Dinge geschehen auch im Leben guter Menschen. Auch in Deinem und meinem Leben. An uns ist es, zu vertrauen und uns im Leben und im Sterben, in Gewinn und in Verlust – wie William Carey – an dem Vers aus Römer 8:28 festzuhalten:

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben,
alle Dinge zum Besten dienen.“

Die Entscheidung, daran festzuhalten und die Kraft, danach zu leben, muss wachsen. Sie wächst in der lebendigen, täglichen Gemeinschaft mit Jesus.

Dienstag, 5. Mai 2026

Biographie: William Carey

Als „Vater der modernen Mission“ wird William Carey immer wieder bezeichnet. Am 17. August 1761 wird Carey in eine Handwerkerfamilie hineingeboren. Gemeinsam mit vielen Geschwistern wuchs er in einer einfachen, aber geordneten und gebildeten Familie auf. Schon früh interessierte er sich für die Natur, für Sprachen und den Glauben.

Als 14-jähriger machte er eine Ausbildung zum Schuster. Mit etwa 18 Jahren bekehrt er sich nach einer bewegenden Predigt, lässt sich taufen und schließt sich danach einer Baptistengemeinde an, die ihn 7 Jahre später zu ihrem Pastor beruft.

Carey interessierte sich für die Reisen des Entdeckers James Cook und war außerdem ungewöhnlich sprachbegabt. Zunächst war es Französisch und Latein, wie auch die biblischen Sprachen Hebräisch und Altgriechisch, die ihn faszinierten.

Es war seine Schrift „Eine Untersuchung über die Pflicht der Christen, Mittel zur Bekehrung der Heiden einzusetzen“ aus dem Jahr 1876 und seine Predigt im Jahr 1892, die zur Gründung der „Baptist Missionary Society“ (Baptistischen Missionsgesellschaft) führte.

Schließlich hielt es Carey nicht mehr in England. Am 17. Mai 1793 reiste er nach Bengalen im Nordosten Indiens aus. Zu seinen unterstützenden Gemeinden sagte er: „Wenn Ihr das Seil festhaltet, werde ich hinuntersteigen, um nach den Verlorenen zu suchen. Er begann mit nur 6 Personen, die sich bereit erklärten, „das Seil festzuhalten“ – will heißen: ihn zu unterstützten. Er blieb über 40 Jahre in Indien und setzte dank dieser 6 treuen Unterstützer die ganze moderne Missionsbewegung in Gang. Sein Motto lautete: „Erwarte Großes von Gott und unternimm Großes für Gott!“

Der Anfang der Arbeit war allerdings holprig, da nach einer Satzung der „Britischen Ostindien Kompanie“ nicht missioniert werden durfte. Auch starb in dieser Zeit sein 5-jähriger Sohn, worauf seine Frau eine Psychose entwickelte, wovon sie sich nicht mehr erholte. Dann allerdings kam es nach einigen Jahren zur ersten Bekehrung eines Gurus. Carey zog um in Dänisch kontrolliertes Gebiet und wurde dort in verschiedenen Bereichen aktiv.

Zunächst lehrte er als Professor in Kalkutta, war allerdings auch unentwegt beschäftigt mit der Übersetzung der Bibel in die verschiedenen Sprachen der Inder und einige andere asiatische Sprachen. Dafür erarbeitete er sich eine ganze Bibliothek an Wörter- und Grammatikbüchern, kaufte eine Druckerei und ließ kostspielige Punzen (Buchstabenstempel) in jenen Sprachen herstellen. Während seiner 40+ Jahre in Indien übersetzte Carey die Bibel in 6 Sprachen und Bibelteile in weitere 29 asiatische Sprachen. Andere Quellen sprechen von insgesamt 44 Sprachen.

Bei alledem demütig und Christus zentriert zu bleiben muss wohl als besondere Segnung angesehen werden. Wegen seiner bescheidenen Herkunft und seiner Arbeit als Schuster wurde er auch in Indien zunächst gedemütigt und verachtet. John MacArthur erzählt, dass Carey bei einem Festessen von einem Nobelmann angesprochen wurde, der abschätzend zu ihm sagte: „Herr Carey, ich habe gehört, dass Sie einst als Schuhmacher gearbeitet haben.“ „Nein, nein, mein Herr“, antwortete Carey, „ich war kein Schuhmacher, nur ein Schuster. Ich habe lediglich repariert.“

»Gott widersteht den Hochmütigen;
den Demütigen aber gibt er Gnade«.

(Jakobus 4:6)

Das durfte William Carey erfahren. Ohne Bachelor und Master-Abschlüsse, ohne Titel und Referenzen hat er das, was er war und hatte in Gottes Hand gelegt – und Gott hat etwas daraus gemacht. Heute gibt es eine William Carey Universität sowohl in Shillong / Indien, wie auch in Hattiesburg / USA. Am 9. Juni 1834 starb William Carey in der Westbengalischen Stadt Serampore.

Montag, 4. Mai 2026

Quellen

Vielleicht gehörst Du zu den wenigen, die heute Morgen wunschlos glücklich aufgewacht sind. Glaub mir, es sind WENIGE! Die meisten von uns sind aufgewacht und kurze Zeit später wurden ihnen die ersten Dinge bewusst, die sie nötig haben. Was hast Du heute nötig?

Brauchst Du Kraft?
Brauchst Du neue Freude?
Brauchst Du inneren Frieden?
Brauchst Du äußeren Frieden?
Brauchst Du Gesundheit?
Brauchst Du Heilung der Seele?
Brauchst Du Geduld?
Brauchst Du Weisheit?
Brauchst Du jemanden, der zuhört?
Brauchst Du Liebe?
Brauchst Du Freundlichkeit?
Brauchst Du einen Ausweg?
Brauchst Du Vergebung?
Brauchst Du Selbstbeherrschung?
Brauchst Du Befreiung?
Brauchst Du Nahrung?
Brauchst Du Finanzen?
Brauchst Du Trost?
Brauchst Du Licht?
Brauchst Du Wärme?
Brauchst Du Gemeinschaft?
Brauchst Du Ermutigung?
Brauchst Du Mut?
Brauchst Du Leben?
Brauchst Du Verständnis?
Brauchst Du Halt?
Brauchst Du Ruhe?

In Psalm 87:7 wird uns gesagt, wo all dies zu finden ist:

Und die Menschen werden tanzen und singen: `Alle meine Quellen sind in dir!’“

Es ist natürlich, dass wir überall suchen. Fast alle Menschen suchen ihre Bedürfnisse überall und nirgends zu stillen. Als Jesusjünger ist unsere erste Station der Herr. In Ihm finden wir unsere Quellen und durch Ihn werden wir zu den richtigen Orten geleitet. Geh, finde Deine Quelle heute in Ihm!