„Niemand sollte ohne Tränen über die Hölle reden“ (Dwight L. Moody)

Dienstag, 3. März 2026

Biographien: Adoniram Judson (3)

Kämpfe!

Jesus hat Seinen Kindern zwar den Himmel versprochen, aber nicht den Himmel auf Erden! Je inniger wir mit Ihm leben, umso angefochtener und gesegneter dürfte das Leben werden. Adoniram Judson erhielt seine Portion an Anfechtungen – und die war mächtig.

Immer wieder war es Einsamkeit, die diesen treuen Kämpfer Gottes überkam. Seine engste Mitarbeiterin, Ermutigerin, Versteherin war seine Frau, Anne. Die aber war zarter Natur und ihr machte das Klima mehr zu schaffen als ihrem Mann. In einer Zeit besonderer Schwäche musste sie für mindestens 3 Monate in eine andere Stadt mit angenehmerem Klima.  Sie fuhr mit dem Schiff los – und Adoniram versank in Melancholie. Es gab keine Ablenkung, keine Treffen mit amerikanischen Freunden, keine TV Filme, um auf andere Gedanken zu kommen. Die Einsamkeit nagte an ihm. Dazu kam die Ablehnung der Mächtigen. Weder der Leiter des nahegelegenen Klosters noch die politischen Gewalten wollten, dass er auch nur über seinen Glauben sprach. Die Sprache durfte er erlernen, sie aber nicht nutzen, um Jesus zu verkündigen.

Auch während dieser Zeit war er umgeben und wurde manchmal besucht vom Leiter des Klosters. Es entwickelte sich zu einer „Freundschaft unter Feinden“. Aber Judsons innere Kämpfen brachten den Boten Jesu dazu, sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen. Bot er nicht inneren Frieden an, den er nicht besaß? Er bekannte in dieser Zeit: „Gott ist für mich der große Unbekannte. Ich glaube an ihn, aber ich finde ihn nicht. In seiner Biografie heißt es: „Ein törichter Wunsch zog durch Adonirams Seele. Ein buddhistischer Mönch wünschte er zu sein. Dann würde er in tiefes Nachdenken versinken, das ruhevolle Bild Buddhas vor sich sehen und im Anschauen das Unerreichbare, nie Gekannte, sehen und erleben. Den Frieden? – Das ewige Glück? (…) Er faltete die Hände. Und im Gebet fand die unruhige Seele den Heimweg aus törichten Wünschen und ruhte aus bei Gott.“

2 Frauen und 2 Kinder musste Adoniram Judson begraben. Was das bedeutet –in einem fremden Land, einer fremden Lebensweise und einer fremden Religion – das kann nur der nachzuempfinden versuchen, der Ähnliches erleben musste. Seinen Schmerz bring Adoniram in den Worten zum Ausdruck:

Ich bin allein in der weiten Welt. Meine eigene liebe Familie habe ich begraben: eine in Rangun und zwei in Amherst. Was bleibt mir, als mich bereit zu halten, den lieben Verstorbenen in diese gesegnete Welt zu folgen: "Wo meine besten Freunde, meine Verwandten wohnen, wo Gott, mein Retter, regiert."

Paulus schreibt in seinem 1. Brief an die Korinther (4:2):

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt,
dass er treu erfunden wird.

Das wollte Judson, treu sein und seinem Herrn von Herzen dienen. Gott hatte ihm nie den Himmel auf Erden versprochen, aber den Himmel bei Jesus. Und dahin wollte er so viele wie möglich mitnehmen. Dazu war er nach Burma gekommen, dazu blieb er in Burma und bestritt die Kämpfe des Herrn.

Dass Adoniram Judsons Erfahrung keine außergewöhnliche war, zeigt der Bericht eines anderen Mannes, der Jesus mit gleicher Hingabe diente. Paulus schreibt an die Korinther:

Wir werden überall bedrängt, aber nicht erdrückt; wir kommen in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung; wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um; wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesus am Leib umher, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib offenbar wird. Denn wir, die wir leben, werden beständig dem Tod preisgegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar wird an unserem sterblichen Fleisch. (2 Korinther 4:8-11) In allem empfehlen wir uns als Diener Gottes: in viel standhaftem Ausharren, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Unruhen, in Mühen, im Wachen, im Fasten; (2 Korinther 6:4+5)

Aber wie Paulus (2 Timotheus 4:7+8) konnte Adoniram Judson am Ende seines Lebens bekennen:

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.

DAS zählt!

Montag, 2. März 2026

Zufluchtsstädte

Eine Zuflucht ist dir der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme. Er hat den Feind vor dir her gejagt und zu dir gesagt: Vertilge!« (5. Mose 33:27)

Zuflucht! – 11x wird dieses Wort in 4. Mose 35 gebraucht, mal für sich, mal in Verbindung mit einem anderen Wort. Es geht um Zufluchtsstädte.

Zufluchtsstädte waren 6 designierte Städte in Israel, zu denen ein Totschläger fliehen durfte, um sich vor Bluträchern zu schützen (Vs 6). Dabei ging es um Tötungen, die ohne Absicht, aus Versehen, geschehen waren (Vs 11). Nun konnte natürlich jeder behaupten, das Ganze sei ein Versehen gewesen. Aber selbst für geflohene Totschläger war ein Gerichtsverfahren nötig (Vs 13). Das Angebot der Zufluchtsstädte galt sowohl den Israeliten als auch Fremdlingen (Vs 15). Scheinbar hatte die Bevölkerung der Stadt ein Maß an Verantwortung, ihrem Ruf als Zufluchtsstadt gerecht zu werden (Vs 25). Allerdings musste sich auch der Geflüchtete an Auflagen halten, nämlich, die Stadt nicht vor einem bestimmten Zeitpunkt zu verlassen. Andernfalls wäre er vor dem Bluträcher nicht mehr geschützt (Vs 26+27). Erst der Tod des gesalbten Hohenpriesters würde das Ende seines Exils bedeuten (Vs 28). Von dieser Regel konnte niemand befreit werden, auch nicht durch Lösegeld (Vs 32).

Die ganze Einrichtung der Zukunftsstädte erinnert an Gottes Plan der Rettung, der noch unbeschreiblich viel größer und gnädiger ist als die Illustration in 4. Mose 35.

  1. Es gibt einen designierten Platz, an dem der Sünder Zuflucht findet: Das Kreuz Jesu. Bei dem Gekreuzigten findet jeder Vergebung und Hilfe, der dorthin flüchtet.
  2. Dabei geht es nicht nur um Sünden aus Versehen, um unbewusste oder verborgene Sünden, sondern um jede große und kleine Sünde, die wir mit uns herumtragen.
  3. Ein gerechtes Gerichtsverfahren / gerechtes Urteil erwartet jeden Menschen, wenn sein Leben auf der Erde zu Ende geht.
  4. Der Platz am Kreuz, die Vergebung durch Jesus wird jedem angeboten, der kommt, dem der zum Volk Gottes gehört und dem Fremden.
  5. Wer die Kraft der Vergebung kennt, wer im Schatten des Kreuzes lebt, hat ein Maß an Verantwortung, dem Zufluchtsuchenden zu helfen.
  6. Der Schutz, die Zuflucht, die Vergebung ist allerdings nur am Kreuz zu finden. Wer nicht im Schatten des Kreuzes lebt, wer nicht in der Nähe Jesu lebt, läuft wie ein verirrtes Schaf von der Herde und dem Hirten weg. Das Kreuz Jesu ist die wahre Zukunftsstätte!
  7. Der Tod unseres Hohenpriesters hat jedes Anrecht des Feindes entkräftet und alle Schuld gelöscht.

Ob die Zufluchtsstädte – auch Freistädte genannt – tatsächlich ein Hinweis auf die Hilfe und Vergebung sein sollen, kann ich nicht mit Bestimmtheit behaupten. Aber die Parallelen dieser Gnadenorte zum Gnadenort auf Golgatha drängen sich förmlich auf.

Ich aber will deine Macht besingen und jeden Morgen deine Gnade rühmen, dass du mir eine sichere Burg warst, und ein Zufluchtsort am Tag meiner Bedrängnis. (Psalm 59:17)

Sonntag, 1. März 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Psalm 3103:1-5
 
1 Von David. Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
3 Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen;
4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit;
5 der dein Alter mit Gutem sättigt, dass du wieder jung wirst wie ein Adler.
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt
Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

„Christ zu sein ist mehr als nur eine momentane Bekehrung; 
es ist wie ein täglicher Prozess, 
in dem man immer mehr wie Christus wird.“
(Billy Graham) 
 
Wer behauptet, dass er zu Gott gehört, 
soll leben, wie Christus es vorgelebt hat.
(1 Johannesbrief 2:6)

Samstag, 28. Februar 2026

Für Vater, Mütter, Kindergottesdienstmitarbeiter u.a.

In einer Zeitschrift las ich das Zeugnis eines Gefängnisinsassen. Lebenslang hatte man ihm gegeben. Als "schrecklich" bezeichnete er das Gefängnis, in dem er untergebracht war. Viele Jahre plante und bereitete er sich auf seine Flucht vor und die Zeit kam, in der der Ausbruch stattfinden sollte. Alles war fast bereit, als er an einem Sonntag aus der Nachbarzelle ein christliches Radioprogramm hörte, das ihn im Tiefsten aufwühlte. Erinnerungen an seine Mutter und sein Zuhause wurden wach. Ihm wurde deutlich, wie weit er sich von den Lehren seiner Mutter entfernt hatte. Er erinnerte sich an die Gemeinde, die sie damals besucht hatten und alte Predigten erwachten in seinem Geist. Als ein Lied gesungen wurde, das einlud, zu Jesus zu kommen, kniete sich der Mann in seiner Zelle hin und bekannte Gott unter Tränen seine Schuld. Sein Leben wurde verändert. Neues Leben wurde geschenkt.

Wenn ich solche Zeilen lese, komme ich nicht umhin an die vielen zu denken, die einen Weg eingeschlagen haben, weg vom Glauben ihrer Kindheit, weg vom Glauben ihrer Eltern. Aber mir kommen gleichzeitig diejenigen in den Sinn, die gebetet, erzählt, gelehrt und sich Mühe gemacht haben. Väter und Mütter, Kinderpottesdienstmitarbeiter, Jungscharleiter, die über Jahre hinweg den Namen ihrer Kinder vor Gottes Thron erwähnt haben. Vielleicht haben sie Entscheidungen gesehen - vielleicht auch nicht. Etliche derer, die den Weg mit Jesus begonnen, sind stehen geblieben oder auf Abwege gekommen. Und manche Eltern fragen sich jahrelang: "Wie lange, Herr? Wie lange noch?"

Der Same des Wortes Gottes ist ausgestreut. Durch Fürbitte und Liebe ist die Saat begossen worden. Auch wenn man lange nichts (mehr) sieht, es ist vorhanden. - Das Zeugnis des Gefängnisinsassen hat mir Mut gemacht, dass Gott selbst nach vielen Jahren die Saat aufgehen lassen - und Frucht wirken kann. Paulus schreibt in 1 Korinther 15:58:

"Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!"


Auch wenn es nicht immer nach Frucht aussieht, lasst uns unermüdlich die Saat aussäen, damit Gottes Geist etwas hat, woran Er unsere Lieben erinnern kann, auch, wenn sie sich von Ihm entfernt haben. 

Freitag, 27. Februar 2026

Von Glück und Leid, von Tränen und Freude

Psalm 126:5+6:

5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.

6 Sie gehen hin und weinen und tragen guten Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben

Psalm 84:6-8:

6 Glücklich sind die Menschen, deren Stärke in dir ist! In deren Herzen gebahnte Wege sind!

7 Sie gehen durch das Tränental und machen es zu einem Quellort. Ja, mit Segnungen bedeckt es der Frühregen.

8 Sie gehen von Kraft zu Kraft. Sie erscheinen vor Gott in Zion.

Jeremia 31:9:

9 Weinend kommen sie, und unter Flehen führe ich sie; ich will sie zu Wasserbächen führen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht straucheln werden; denn ich bin Israel zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener.

Matthäus 5:4:

Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden!

Johannes 16:20:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; und ihr werdet trauern, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.

Jesaja 61:3:

Er hat mich gesandt, um es den Trauernden zu ermöglichen, dass ihnen ein Kopfschmuck anstelle von Asche, Freudenöl anstelle von Trauerkleidern und Lobgesang anstelle eines betrübten Geistes gegeben werde; und dass man sie »Eichen der Gerechtigkeit« und »Pflanzung zur Verherrlichung des Herrn« nennen kann.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Gedanken zu Psalm 62:6-9

Nur auf Gott wartet still meine Seele;

Nur auf Ihn? Nur auf einen? Meiner Feinde sind viele ... meiner Sorgen ... meiner Probleme ebenfalls. Vielfältig sind sie noch dazu! Hat Gott denn Antworten auf alles? Kennt Er sich mit allem aus? Nur auf Gott? – Ja, nur auf Gott!

Warten! Das ist so gar nicht mein Ding! Warten muss ich ständig. Warten auf das Licht am Morgen, wenn ich nachts nicht schlafen kann. Warten auf bessere Zeiten, wenn es mir nicht gut geht. Warten auf den Handwerker ... Warten an der Kasse ... und jetzt auch noch Warten auf Gott?

... denn von ihm kommt, was ich hoffe;

Es lohnt sich immer, auf Gott zu warten. Wer auf Gott wartet, wartet auf den Richtigen und wartet nicht vergebens. Wer auf Gott wartet, weil er seine Hoffnung auf Ihn gesetzt hat, wird nicht enttäuscht. Wer auf Gott hofft, macht Gott keine Vorschriften, was Gott „bringen“ muss. Er hofft, dass Gott das Richtige tut und bringt – und wird nicht enttäuscht.

nur er ist mein Fels und mein Heil,

Steile Aussage! Nur Er! Alle anderen Felsen habe ich aufgegeben. Jedes andere Heilsversprechen habe ich losgelassen. Nur ER! Jesus als felsenfestes Fundament und Heil, das durch den Heiland selbst geliefert wird – das reicht!

... meine hohe Burg; ich werde nicht wanken.

Auch das ist der Herr – und nur der Herr! Was nützt eine Burg ohne Mauer? Wie eine Sandburg wird sie weggewaschen, wenn der Feind erst einmal aktiv wird. Sie wird erschüttert und eingenommen; die Herzen ihrer Bewohner erzittern und wanken. Aber ich wohne „im Herrn, meinem Gott“, der mir eine hohe Mauer ist gegen die Wellen der Angst, die Taktiken des Feindes und die Beben dieser Welt, die mich ängstigen wollen. Ich werde nicht wanken!

Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre;

Ja, Gott ist mein Heil und auf ihm ruht mein Heil. Mein Heil – von Anfang bis Ende – ist in Ihm gegründet und verankert. Mein Herz ist ruhig, weil meine Rettung auf Seinem Werk für mich ruht! Meine Ehre und meine Freude ruht in der Gewissheit, dass mein Heil nicht in mir, sondern in meinem Herrn gegründet und gefestigt ist!

der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in Gott.

Weil meine Seele nur auf Gott wartet ... weil Er mir bringt, was ich erhoffe ... weil Er mein Fels, mein Heil und meine hohe Burg ist, und ich aus diesem Grund auch fest stehe und nicht wanken werde ... weil mein Heil in Ihm gegründet ist und auf Ihm ruht ... weil ich stark sein und fest stehen darf, unumstößlich, wie ein Fels – darum will ich zu nichts und niemandem Zuflucht suchen, als zu Jesus allein!

Vertraue auf ihn allezeit, o Volk, schütte dein Herz vor ihm aus!

Ja, allezeit, in allem, für alles will ich Ihm vertrauen und nicht versäumen, mein Herz vor Ihm auszuschütten. Dann ist es leer und kann neu gefüllt werden mit der Hoffnung und dem Frieden, den Er bringt!

Gott ist unsre Zuflucht.

Amen!