"Ab sofort wieder: Freitag-Frühgebet" (freitags, 6:00 Uhr / CCFG Teeküche)

Samstag, 18. September 2021

Vom Tiger, vom Esel & vom 'Marsch für das Leben'

Dieses Jahr habe ich darüber nachgedacht, am 18.9. nach Berlin zu fahren. Zum „Marsch für das Leben!“ Es ist (wieder) nichts draus geworden. Und so soll wenigstens die heutige Andacht das Anliegen des 18. Septembers 2021 unterstützen.

Der Esel sprach zumTiger: "Das Gras ist blau."
Der Tiger antwortete: "Nein, das Gras ist grün."
Die Diskussion wurde hitzig, und die beiden beschlossen, die Angelegenheit einem Schiedsverfahren zu unterziehen, also wandten sie sich an den Löwen. Als sie sich dem Löwen auf seinem Thron näherten, fing der Esel an zu schreien: "Eure Hoheit, ist es nicht wahr, dass das Gras blau ist?"
Der Löwe antwortete: "Wenn Du glaubst, dass es wahr ist, ist das Gras blau."
Der Esel stürzte vorwärts und fuhr fort: „Der Tiger widerspricht mir, widerspricht mir und nervt mich. Bitte bestrafe ihn."
Der König erklärte daraufhin: „Der Tiger wird mit 3 Tagen Schweigen bestraft.“
Der Esel sprang vor Freude und ging weiter, zufrieden und vor sich hin murmelnd: „Das Gras ist blau, das Gras ist blau...“
Der Tiger fragte den Löwen: "Eure Majestät, warum haben Sie mich bestraft, das Gras ist doch grün?"
Der Löwe antwortete: "Du hast gewusst und gesehen, dass das Gras grün ist."
Der Tiger fragte: "Warum bestrafst du mich dann?"
Der Löwe antwortete: "Das hat nichts mit der Frage zu tun, ob das Gras blau oder grün ist. Die Strafe ist, dass es für ein tapferes, intelligentes Wesen wie dich erniedrigend ist, Zeit mit einem Streit mit einem Esel zu verschwenden, und obendrein – du bist gekommen und hast mich mit dieser Frage belästigt, nur um etwas zu bestätigen, von dem du bereits wusstest, dass es wahr ist!“

Die größte Zeitverschwendung ist es, mit einem Narren und Fanatiker zu streiten, dem weder Wahrheit noch Realität wichtig sind, sondern nur der Sieg seiner Überzeugungen und Illusionen. Verschwende keine Zeit mit Diskussionen, die keinen Sinn ergeben. Es gibt Menschen, die trotz aller Beweise, die ihnen vorgelegt werden, nicht die Fähigkeit haben, zu verstehen. Andere, die von Ego, Hass und Groll geblendet sind, und das einzige, was sie wollen, ist, im Recht zu sein, auch wenn sie es nicht sind.

Wenn Ignoranz schreit, geht die Intelligenz weiter.

Was Jahrtausende als schützenswertes Leben angesehen wurde ist – so sagt man heute – nicht mehr als Zellgewebe; überflüssig und verzichtbar. Zellgewebe?

In der 3. Schwangerschaftswoche sind Geschlecht und Augenfarbe bereits festgelegt.
In der 4. Schwangerschaftswoche hat jede Zelle ihre Aufgabe und Bestimmung erhalten.
In der 5. Schwangerschaftswoche beginnt das Herz zu schlagen.
In der 6. Schwangerschaftswoche sind die ersten Gesichtszüge erkennbar
In der 7. Schwangerschaftswoche sind Kopf, Brust, Augen, Nase, Mund erkennbar
In der 8. Schwangerschaftswoche sind Fingerchen und Zehen sichtbar, viele Organe funktionieren bereits, Nieren und Magen bilden bereits körpereigene Flüssigkeiten.

Man könnte weiter auflisten. (Quelle hier

Und der Esel schreit: „Das Gras ist aber trotzdem blau!“
Und der Tiger fragt sich: „Warum werde ich in die Enge getrieben und bestraft, wenn ich die Wahrheit sage?“
Und der Erzähler erklärt: Es gibt Menschen, die trotz aller Beweise, die ihnen vorgelegt werden, nicht die Fähigkeit haben, zu verstehen. Andere, die von Ego, Hass und Groll geblendet sind, und das einzige, was sie wollen, ist, im Recht zu sein, auch wenn sie es nicht sind.
Und das Zitat besagt: Wenn Ignoranz schreit, geht die Intelligenz weiter.

Und Gottes Wort lehrt (Psalm 139:14-17):

Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl. 15 Du hast zugesehen, wie ich im Verborgenen gestaltet wurde, wie ich gebildet wurde im Dunkel des Mutterleibes. 16 Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann. 17 Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele.

Wir glauben an das Wort Gottes!
Wir stehen für Gottes „Ja!“ zum Leben (auch dem ungeborenen)!
Wir unterstützen das Anliegen des „Marsch für das Leben“ in Berlin!
Wir verkündigen Gottes „Ja!“ zum Leben und laden ein zu Jesus, der bedingungslos liebt!

Wir laden herzlich ein zu einem besonderen Gottesdienst morgen mit Open Doors.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich Willkommen!

Freitag, 17. September 2021

E.M. Bounds

https://jaggedsmile.wordpress.com/tag/e-m-bounds/
E. M. Bounds ist sicher am besten bekannt durch seine Lehren und Schriften über Gebet. Sein Buch: „Kraft durch Gebet“ ist ein Klassiker, wenn nicht gar der Klassiker zum Thema schlechthin.

Im Vorwort zum Buch heißt es:
Edward McKendree Bounds (1835-1913) war ein Methodist nach dem Muster von John Wesley, der wahrscheinlich alle anderen, in der Tiefe seiner erstaunlichen Erforschung des Gebetslebens überragte. Er schrieb viel über das Gebet, weil er es viel praktizierte. Jahrelang betete er jeden Morgen von vier bis sieben Uhr; dann nahm er die Feder zur Hand und schrieb mit Schnelligkeit und Vollmacht, nicht für sich selbst, noch um finanziellen Gewinnes willen, sondern für eine große, unfruchtbare, rückfällige Welt, eine verlorene Welt.
 
In seiner frühen Jugend studierte er Rechtswissenschaft und wurde schon im Alter von 21 Jahren zur Mitarbeit im Gericht zugelassen. Nachdem er drei Jahre lang Rechtswissenschaft praktiziert hatte, begann er für die Methodistische Episcopalkirche zu predigen, wurde dann Pastor und später Schriftsteller in Missouri (USA).

Von Zeit zu Zeit gibt’s an dieser Stelle Gedanken über Gebet. Heute sollen uns Zitate aus Bounds Klassiker „Kraft durch Gebet“ ermutigen, den Herrn persönlich und in Gemeinschaft mit anderen zu suchen. Mich beschämen diese Zitate und ermutigen mich zur selben Zeit.

Unsere kurzen Gebete verdanken ihre Wirkung den langen, die ihnen vorausgegangen sind.
John Fletcher betete manchmal die ganze Nacht hindurch, immer inbrünstig und mit großem Ernst. Sein ganzes Leben war ein Leben des Gebets.

Luther sagte, wenn er nicht jeden Morgen zwei Stunden bete, bekomme der Teufel tagsüber den Sieg. Er habe so viel zu tun, dass er nicht alles bewältigen könne, wenn er nicht jeden Tag drei Stunden im Gebet verbringe.

Joseph Alleine stand um vier Uhr auf und verrichtete seine Gebete bis acht Uhr. Wenn er hörte, dass andere Geschäftsleute ihrem Gewerbe nachgingen, ehe er auf den Beinen war, pflegte er zu sagen: “O wie beschämt mich das! Hat nicht mein Meister mehr Anspruch auf Pflichttreue als der Ihre?“

Mit aller Kraft suchen wir neue Methoden, um die Gemeinde des Herrn zu fördern und dem Evangelium weitere Ausbreitung und Wirksamkeit zu sichern. Dieser Zug unserer Zeit neigt dazu, den Menschen in einen Plan oder eine Organisation hineinzuziehen. Gottes Plan ist, viel aus dem Menschen zu machen. Menschen sind Gottes Methode. Die Kirche sucht nach besseren Methoden — Gott sucht nach besseren Menschen. (…)

Die Gemeinde des Herrn braucht heute nicht neue Organisationen, nicht noch mehr Methoden — sondern Menschen*, vom Heiligen Geist gesalbt und mit Seiner Kraft ausgerüstet, - Menschen* des Gebets, Menschen*, die im Gebet kraftvoll sind. Der Heilige Geist fließt nicht durch Methoden, sondern durch Menschen. Er salbt keine Verwaltungsapparate, noch gibt Er ihnen Kraft. Er heiligt keine Pläne, sondern Menschen des Gebets.

Am Morgen war ich mehr damit beschäftigt, den Kopf vorzubereiten als das Herz. Das war häufig mein Fehler, und ich fühlte immer das Falsche daran, besonders im Gebet. O Herr, so ändere es doch! Mache mein Herz weit, dann will ich predigen. — Robert Murray McCheyne

* orig.: Männe

Donnerstag, 16. September 2021

Merkmale des Dienstes für Jesus

Chuck Swindoll ist ein amerikanischer Pastor und Autor. In einem seiner Bücher zitiert er eine Liste, die Warren und David Wiersbe entwickelten und überschrieben haben mit den Worten: „Den Dienst verstehen“. Swindoll schreibt:

„Wir haben hier zehn wichtige Aussagen über den Dienst, die aber leicht vergessen werden. Wenn sie vergessen werden, laufen die Dinge aus dem Ruder. Lies sie langsam und aufmerksam durch.

1. Die Grundlage des Dienstes ist der Charakter.

Immer wieder wandte sich Jesus gegen die heuchlerischen Pharisäer. Ihre Motivation zum Dienst war Stolz, Profit und Menschengefälligkeit. Ihr Charakter disqualifizierte sie zu 100% vom geistlichen Dienst. Gott sucht zwar keine charakterlich Vollkommenen, aber Er sucht an Ihn hingegebene Diener!

2. Die Natur des Dienstes ist Dienst.

Der Meister wusch die Füße Seiner Schüler. Dienst hat immer auch mit Demut zu tun. „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen!“ sagte Johannes der Täufer, ein Diener Jesu.

3. Das Motiv für den Dienst ist Liebe.

Johannes 3:16 spricht eine klare Sprache: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ Jesus kam, um zu dienen. Gottes Motivation war die Liebe.

4. Das Maß des Dienstes ist Opfer.

Das betrifft sowohl Opfer gegenüber Gott, wie auch gegenüber dem Mitmenschen. Paulus fordert jeden Diener Gottes in Römer 12:1 auf: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“ Gleichzeitig sind wir zum Opfer voreinander / füreinander aufgerufen, wie Petrus deutlich macht (1 Pe 4:10)Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.“

5. Die Vollmacht des Dienstes ist die Demut.

Demut scheint eins der besonders betonten Themen in Wiersbes Liste zu sein. Auch Paulus schreibt darüber in Philipper 2:3, wo es heißt: „In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.

6. Der Zweck des Dienstes ist die Ehre Gottes.

Hier bedarf jeder Dienst einer ernsten Prüfung unserer Herzen. Gottes Wort sagt (Kol 3:23): „Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen.“ Egal, was ich tue – ich muss verborgen bleiben, damit die Ehre 100% dem Herrn gehört. Egal ob ich singe, putze, predige, Kinder unterrichte, koche, den Rasen mähe oder Zeugnis geben. Wie schnell geben wir einen Dienst auf – weil es nicht so läuft, wie wir es wollen, weil wir zu wenig beachtet, gehört oder gelobt werden. Was wir von Herzen für den Herrn tun, ist und bleibt gesegnet!

7. Die Werkzeuge des Dienstes sind das Wort Gottes und das Gebet.

Wenn wir beten, befinden wir uns an einem strategisch wichtigen Ort. Der Teufel lacht, wenn wir bis über die Ohren in Arbeit stecken; aber er zittert, wenn wir beten. (Corrie ten Boom)

8. Das Privileg des Dienstes ist Wachstum.

Das ist überall auf der Welt zu beobachten. Wo Menschen dem Herrn dienen, stehen sie in einem Wachstumsprozess und ihr geistliches Leben geht voran. Christen, die „keine Zeit“ haben für einen Dienst für den Herrn, bleiben stehen und fallen schlussendlich zurück. Denn das Leben im Glauben ist nicht allein ein Leben zum Heil, sondern ebenso ein Leben zum Dienst für Jesus.

9. Die Macht des Dienstes ist der Heilige Geist.

Wie kann man das besser sagen als Jesus in Apostelgeschichte 1:8: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“

10. Das Vorbild für den Dienst ist Jesus Christus.

Das sieht Johannes genauso, wenn er schreibt: „Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.

Es geht nicht darum, in alledem fehlerfrei zu sein. Dann hätte Jesus keine Diener und keine Nachfolger. Es geht darum, mit ganzem Herzen, ganzer Kraft und allein für Jesus zu leben. Wer das tut, wird auch immer wieder mal straucheln … aber auch immer wieder aufstehen und den Dienst mit Freude fortsetzen.

Mittwoch, 15. September 2021

Das Maß ist voll!

Dieser Tage unterhielt ich mich mit einem Freund, der mir von einem mittlerweile alten Missionar erzählte, der trotz grauenvoller moralischer Verfehlungen noch eine ganze Weile von Gott gebraucht wurde. Schlussendlich gab er seinen Dienst auf. Heute ist er alt, gebrechlich, aber wieder mit Gott versöhnt.

Heute Morgen las ich in meiner Stillen Zeit über David, der bereits 6 (SECHS!) Frauen hatte, als seine Salbung zum König bestätigt wurde. Später zog er nach Jerusalem, nahm weitere Frauen und eine undefinierte Anzahl von Nebenfrauen. (Ich meine, wir sollten aufhören, auf Moslems herabzublicken).
In Jerusalem spielt sich der Ehebruch und Mordauftrag in Davids Leben ab, sein Stolz auf seine Macht und … und … und. Von seiner Funktion als Vater reden wir lieber nicht.

Vorher, nachher und während dieser Vorkommnisse schreibt er göttlich inspirierte Psalmen und Anbetungslieder, als wäre er der Heiligste unter dem Himmel. Die ganze Zeit über betrachtet ihn Gott als „Mann nach Seinem Herzen“.

Wir nicken das ab und erklären staunend: „Jaja, so groß ist Gottes wunderbare Gnade!“ Doch wenn unser Bruder oder unsere Schwester einen Fehltritt tun, besonders, wenn wir darunter leiden oder wir nicht mit den gleichen Anfechtungen zu tun haben, dann vergessen wir schnell, wie groß Gottes Gnade immer noch gegenüber unseren Geschwistern ist.

Abraham erfuhr Ähnliches. Den ersten ‚dicken Hund’ erlaubte er sich, als er Sara als seine Schwester ausgab und in Kauf nahm, dass Abimelech sie sich in seinen Harem einverleibte. Das passierte zweimal.
Als Nächstes gehorcht er seiner Frau und geht zum Kindermachen zum Kindermädchen. Scheint sich nicht allzusehr gegen Saras Vorschlag gesträubt zu haben.
Auch in Abrahams Familie lief nicht immer alles glatt
Sogar Abraham, der Vater aller Gläubigen, hatte Zweifel.
Auch in Abrahams Leben gab es Handlungen, aufgrund deren wir uns wahrscheinlich von ihm distanziert hätten, sei es aus theologischen Gründen, aus Enttäuschung oder aus Ärger.

Gott aber nahm nichts zurück von alledem, womit er Abraham in Seiner Gnade gesegnet hatte und bezeichnet Abraham als Seinen guten Freund.

Wieder nicken wir das ab und erklären entrückt: „Jaja, so groß ist Gottes wunderbare Gnade.“ Aber wenn irgendeiner aus unserem christlichen Freundeskreis bereit wäre, seine Frau an das Harem eines anderen Mannes zu verlieren, oder plötzlich mit einem unehelichen Kind im Gottesdienst auftauchen würde, dann würden viele vermutlich zunächst eher an Gericht denken als an Gnade.

Im Neuen Testament hilft Gott uns durch klare Anweisungen, wie wir mit solchen Menschen umgehen sollen. Auch Gott hat nie Sünde unter den Teppich gekehrt! Aber Seine Gnade bleibt bestehen, und wir tun gut daran, bei aller Konsequenz, die Gott von uns fordert, Seine Gnade nicht nur „wunderbar“ zu nennen, sondern auch „wunderbar“ auszuleben und auszuteilen – immer nach Seinem Vorbild. In Römer 5:20 schreibt Paulus:

Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, 
da ist die Gnade überströmend geworden,

WO wird das Maß der Gnade überströmend? Da, wo das Maß der Sünde voll geworden.
Wer kann Gottes Gnade verstehen? Je mehr Sünde, umso größere Gnade! Je schlimmer der Sünder, umso großzügiger Gottes Gnadenangebot.

Wir können Gnade natürlich anhand des Wortes Gottes definieren. Wir können Gottes Gnade verkündigen, können sie erfahren und weitergeben. Aber wir werden sie nie – NIE -  auch nur annähernd erfassen und verstehen können. Meistens sind wir versucht, den Sünder zu verurteilen anstatt zu begnadigen, ihn zu ermahnen, anstatt zu ermutigen.

Sicher hat Gott uns Anleitungen gegeben, wie wir als Vorbilder leben sollen, wie wir als Christen leben soll und wie wir uns denen gegenüber verhalten sollen, die bewusst an der Sünde festhalten. Tatsache ist: Sünde ruiniert viel! Tatsache ist aber auch: Sünde ändert nicht Gottes Gnade. Und schließlich ist es Tatsache, dass wir nicht besser sind als irgendjemand anders. Allein durch Gottes Gnade sind wir, was wir sind.

Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin
und seine Gnade, die er an mir erwiesen hat, 
ist nicht vergeblich gewesen, 
sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle; 
jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.
(1 Korinther 15:10)

Dienstag, 14. September 2021

Gottes Verheißungen im Evangelium des Matthäus

So, jetzt wird’s kompliziert … nicht wirklich – und doch! Wir sind mit unserer Serie „Gottes Verheißungen in jedem Buch der Bibel“ im Neuen Testament angekommen. Das Neue Testament kennen wir in der Regel besser als das Alte Testament. Das ist nicht verwunderlich. Dadurch kennen wir auch viel mehr Verheißungen aus dem Neuen Testament. Besonders die Evangelien sind voll davon. Man möchte fast sagen: Nenn mir ein Thema, und ich gebe Dir eine Verheißung dazu. Beginnen wir im Evangelium des Matthäus. Du suchst: 

… eine Verheißung zum Thema Gebet?
Matthäus 7:7: Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!

… eine Verheißung zum Thema Vergebung?
Matthäus 1:21: Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.

… eine Verheißung zum Thema Frieden?
Matthäus 5:9: Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen! (Kapitel 5 nennt 8 weitere Seligkeits-Verheißungen

… eine Verheißung betreffs unserer Sorgen?
Matthäus 6:33: Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

… eine Verheißung betreffs der Wiederkunft Jesu?
Matthäus 16:27: Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.

… eine Verheißung der weltweiten Verkündigung?
Matthäus 24:14: Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

… eine Verheißung betreffs der Gegenwart Gottes?
Matthäus 28:20: Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.

Bei solch einer Aufzählung ist es kaum zu vermeiden, dass jemand sich wundert, dass „seine“ Lieblingsverheißung nicht gelistet ist. Es sind einfach zu viele herrliche Verheißungen im Buch Matthäus. Gott, in Seiner unendlichen Liebe, hat uns überschüttet mit Beweisen Seiner Zuneigung, Seines Rettungswillens und Seiner kommenden Herrlichkeit.

Ich möchte abschließen mit der Erinnerung an eine der mutmachendsten Verheißungen im gesamten Buch Matthäus. In Kapitel 11:28 lädt Jesus uns alle ein:

 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid,
  so will ich euch erquicken!
(So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.)

Montag, 13. September 2021

Arbeitseinsatz

Es war schon ein besonderer Tag, der Samstag vorgestern. Es war eingeladen worden, verschiedene Arbeiten ums Gemeindehaus herum zu erledigen. Am Nachmittag zuvor und am Samstagmorgen goss es in Strömen! Mehrere fragten via WhatsApp, ob der Einsatz überhaupt stattfinden solle. „Ja, soll er!“ Und er fand statt; mit mehr Arbeitern, als sich angemeldet hatten. Es wurde gemessen, gekarrt, Erde verschoben, Splitt geschüttet, geflext, geschraubt und gepflastert. Mittags kam Unterstützung durch den Überbringer des Mittagessens, dann wurde weitergearbeitet, und gegen 16:30 Uhr war die Arbeit für den Tag getan und ein Ergebnis erzielt, dass sich sehen lassen kann. Noch ist nicht alles fertig, aber große Schritte dahin sind getan. Alle waren mit Freude (Preis dem Herrn!) dabei!

Am Sonntag ging es in unserer Predigtreihe um einen der 12 kleinen Propheten: Jona. Auch er hatte Arbeit vor sich – aber er drückte sich. Das wiederum bekam ihm gar nicht gut. Auch nicht denen um ihn herum. Die Ladung eines ganzen Schiffes ging wegen Jonas Drückebergerei verloren. Die Seeleute durchlebten Todesangst und einem großen Fisch wurde wegen Jonas Arbeitsverweigerung speiübel.

Und doch hat Gott mächtig gewirkt. Eine Erweckung brach aus. Vermutlich Hundertausende taten Buße in Sack und Asche (buchstäblich!) und wurden von Gottes Gericht verschont. Vermutlich Hundertausende werden im Himmel sein statt in der ewigen Verdammnis. Warum? Weil Jona ging und den Auftrag Gottes erfüllte. Gut, er ging weder fröhlich noch mit einer Last für die Seelen der Verlorenen, aber Gott gebrauchte ihn dennoch. (Was für ein unglaublich barmherziger, geduldiger und gnädiger Gott!!!)

Wieviel größer wäre der Segen gewesen (besonders für Jona selbst, aber auch für andere), wäre er an die Arbeit gegangen wie die Gemeindemitarbeiter am vergangenen Samstag. Die waren mit Eifer dabei, gaben Zeit und Kraft – nicht für sich selbst, sondern für Jesus und Seine Gemeinde.

Wie zur Zeit Jonas werden auch heute Arbeiter für Gottes Reich gebraucht! Ganz dringend in aller Welt unter den 17.406 unerreichten Volksgruppen, mit 3,270.000.000 Menschen, die das Evangelium noch nicht gehört haben.

Und wie zur Zeit vorgestern werden auch in unseren Gemeinden in Deutschland Arbeiter für Gottes Reich gebraucht. Viele Gemeinden leiden unter Mitarbeitermangel. Viele Dienste überleben gerade so, statt zu expandieren. Andere Dienste bleiben ungetan. Manche Gemeinden schließen wegen Mangel an Mitarbeitern.

Unser Herr ruft uns zu (Johannes 4:35; Lukas 10:2; Jesaja 6:8):

„Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an; sie sind schon weiß zur Ernte. (…) Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende! (...) Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?

Möge der Herr in unseren Tagen eine Vielzahl von Herzen finden, die wie Jesaja (6:8) antworten: „Hier bin ich, sende mich!

Sonntag, 12. September 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

 

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext:
Das Buch Jona

Jona 1:3+15 Doch Jona machte sich auf den Weg, um vor dem Herrn nach Tarsis zu fliehen. Er ging hinunter nach Jafo, wo er ein Schiff fand, das nach Tarsis auslief. Er bezahlte die Überfahrt und ging an Bord, um nach Tarsis zu kommen. Er wollte weg vom Angesicht des Herrn. (...) Dann packten sie [die Seeleute] Jona und warfen ihn ins Meer. Und das Meer beruhigte sich.
 
Jona 2:1a, 2+11: Der Herr schickte einen großen Fisch, der Jona verschlang. (...) Und Jona betete zum Herrn, seinem Gott, aus dem Bauch des Fisches. (...) Da befahl der Herr dem Fisch, Jona am Strand auszuspucken.

Jona 3:3a, 10  Diesmal gehorchte Jona der Anweisung des Herrn und ging nach Ninive. (...) Gott sah, dass die Menschen von ihren falschen Wegen umkehrten. Da taten sie ihm leid, und er ließ das angedrohte Unheil nicht über sie hereinbrechen.

Jona 4:1, 10+11: Doch Jona wurde darüber sehr böse und zornig. (...) Da sprach der Herr: »Dir tut es leid um den Busch, obwohl du nichts getan hast, um ihn entstehen zu lassen. Er wuchs in einer Nacht und verging über Nacht. Ninive aber hat über 120.000 Einwohner, die nicht zwischen links und rechts unterscheiden können, ganz zu schweigen von den vielen Tieren. Sollte ich eine so große Stadt nicht schonen?«

 
Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Sonntagszitat:   
 
Gottes Liebe für Ninive ist der Beweis dafür, 
dass er jede feindliche Stadt und jedes Volk 
retten will und kann.  
(Bruder Andrew)

Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, 
und er antwortete mir. 
Ich schrie aus dem Rachen des Todes, 
und du hörtest meine Stimme.
(Jona)

Samstag, 11. September 2021

"Nichts gesagt ist genug gelobt!" (?)

Ich erinnere mich noch gut an den Besuch bei meinen Eltern vor vielen Jahren. Wir freuten uns über irgendetwas, das unsere keinen Kinder erfolgreich abgeschlossen hatten. War es ein buntes Bild, das sie gemalt hatten; war es, dass sie den Teller leergegessen oder die Spielsachen richtig weggeräumt hatten? – Ich weiß es nicht mehr. Nur die Erinnerung bleibt, dass wir den Kindern ein herzliches Lob aussprachen und aus dem Nebenzimmer eine Stimme  hörten: „Lob die nicht zu viel! Die werden nur stolz.

Das ist bis heute eine gängige Einstellung: „Nichts gesagt ist genug gelobt!Tragisch! Unbiblisch! Aber weit verbreitet, selbst unter uns Christen. Ob wir „Lob“ auch so definieren würden, wenn es um ds Lob Gottes geht? Vor Jahren bedankte ich mich bei einer Gemeindemitarbeiterin für einen Dienst, die sie getan hatte, über den ich mich freute und aufrichtig dankbar war. Den Dank anzunehmen schien für sie Stolz gleichzukommen und sie winkte ab und meinte, ich brauche mich nicht zu bedanken. Es sei ja für den Herrn getan. Tragisch! Unbiblisch! Gottes Wort sagt:

„Lass keine verderblichen Mitteilungen
aus deinem Mund hervorgehen,
sondern das, was gut zum Erbauen ist,
damit es den Hörern Gnade schenke.“
(Epheser 4:29)

Lou Nicholes diente dem Herrn als Missionar über 5 Jahrzehnte mit dem Jugendmissionswerk „Wort des Lebens“. Bekehrt hatte er sich 1954 auf einem Schiff der US Armee. Von 2600 Seeleuten an Bord kamen 10 zu einem Gottesdienst. Nur einer der 10 traf eine Entscheidung für Jesus - Lou. Wir Menschen zählen Köpfe, Jesus zählt Seelen. Jesus hat immer Augen für den Einzelnen.

Über die Jahre hinweg hat Gott Lou Nicholes und seine Frau Thelma in vielen Ländern der Welt mächtig gebraucht. Am 30. Juni 2021 starb er im Alter von 87 Jahren in Südkorea, wo er das dortige Missionsteam unterstützte hatte.

Im Alter erwähnte er eine Lebensweisheit, die er gerne früher im Leben gelernt hätte. Er schreibt:

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, wäre eines der Dinge, von denen ich mir gewünscht hätte, mehr getan zu haben: andere zu loben. Anfangen würde ich bei meiner Frau, meinen Kindern und meinen Kollegen. Vielleicht kann einmal in hundert Jahren ein Mensch durch übermäßiges Lob ruiniert werden, aber sicherlich stirbt jede Minute jemand innerlich aus Mangel daran.

Wahre Worte … und biblische Worte. Wenn wir Christen das Motto betonen: „Loben zieht nach oben!“ dann hat das sogar mindestens einen zweifachen Wahrheitsgehalt. Wenn wir Jesus, unseren Herrn und Retter loben, dann fixieren wir unseren Blick auf Ihn. Das zieht uns nach oben.  Ebenso: Wenn wir uns unseren Mitmenschen ein Lob aussprechen, zieht es sie nach oben, denn sie wissen sich wertgeschätzt und bestätigt.

Jesus, unser Vorbild, der Richter am Ende der Zeit, gibt uns ein positives Beispiel. Er wird diejenigen loben, die Ihm treu gedient haben.

Zusätzlich zu dem oben zitierten Vers aus Epheser 4:29 sagt uns Gottes Wort:

Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! (Philipper 4:8)

Wie oft lesen wir in Gottes Wort, dass Menschen sich übereinander freuten oder dankbar waren für Dienste, die ihnen zugute gekommen waren.  

Wie beschreibt es Lou Nicholes: Vielleicht kann einmal in hundert Jahren ein Mensch durch übermäßiges Lob ruiniert werden, aber sicherlich stirbt jede Minute jemand innerlich aus Mangel daran.

Übermäßiges Lob ist wohl mehr die Ausnahme. Anerkennung, Dank und Lob ist eher Mangelware. Lasst uns an erster Stelle Gott unseren aufrichtigen Dank und unser herzliches Lob bringen. Lasst uns aber gleichzeitig weder diejenigen vergessen, durch die Gott uns gesegnet hat, noch die, die auf der Schattenseite des Lebens leben und ein Wort des Lobes oder Dankes gut gebrauchen können.

Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen;
zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib;
und seid dankbar!

(Kolosser 3:15)
 
Lobe Gott mit uns, ermutige Deinen Nächsten! - Wir laden herzlich ein zum Gottesdienst, morgen, um 10:30 Uhr. Parllel findet Kindergottesdienst in verschiednen Gruppen statt.

Calvary Chapel
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr