„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Freitag, 18. September 2026

Endzeit?

Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschreckt nicht; denn dies muss zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald. (Lukas 21:9)

Ich bin nie in die Theorien und Fantasien der Verschwörungstheoretiker eingetaucht. Manche davon sind lächerlich, andere hören sich interessant an – aber alle erzeugen heiße Diskussionen und oftmals Spaltungen und Streit.

Allerdings lese und schaue ich Nachrichten und informiere mich über Entwicklungen unserer Zeit, über Kriege, Unruhen und andere Geschehnisse. Zugegeben – manchmal übertreibe ich es. Eigentlich ist es mein Wunsch, dass die Zeit, die ich mit Gott im Gebet und Bibellesen verbringe, die Zeit übersteigt, die ich mit Nachrichten verbringe. Manchmal gelingt mir das.

Momentan ist das Thema KI – Künstliche Intelligenz – wieder einmal höchst populär. Was da derzeit zu lesen ist, wird auch wieder heiße Diskussionen hervorrufen.

Da werden unumkehrbare Katastrophen erwartet, wenn die Entwicklung der KI nicht abgebremst wird. Die einen reden von einem KI Tschernobyl, andere von einer Übernahme des Internets mit einem Schaden von Hunderten Milliarden Euro und andere gar vom Aussterben der Menschheit. „KI – ein Hochrisiko Experiment, dessen Ausgang niemand kennt.“ Interessant dabei ist, dass viele dieser Warnungen nicht von Technologiegegnern oder  Verschwörungstheoretikern kommen, sondern von den „Machern“ der KI, den Gewinnern, den Konzernbossen. Man befürchtet eine Automatisierung der Künstlichen Intelligenz, die heute schon die Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit menschlicher Intelligenz übertrifft. Noch muss KI „gefüttert“ werden, aber mittlerweile gibt es bereits negative und gefährliche Erfahrungen mit der Verselbstständigung der Technik wie etwa unprogrammierte Hackerangriffe durch KI.

Genug davon! Was geht das alles uns Christen an? Nicht viel, wenn wir uns damit nicht beschäftigen wollen. Und dazu kann uns niemand zwingen. Allerdings ist KI ein weiterer Schritt zur Erfüllung biblischer Prophetie. Alles wird kontrolliert, alles wird gläsern, alles verbreitet sich in Windeseile und nichts ist mehr unerreichbar.

Ich habe keine Angst vor KI. Ich benutze KI, aber eher wie ein Anfänger – für Fragen, für Recherche etc. Aber KI macht mich auch nachdenklich und erinnert mich an die Aussage Jesu, dass Er zur Erde zurückkommen wird. KI erinnert mich an die eine oder andere Prophetie, wie die Zeit vor Jesu Rückkehr aussehen wird. Und wenn ich dann zusätzlich zur KI noch andere Entwicklungen erkenne, die in Richtung Prophetieerfüllung gehen, dann kommt ein Maß an Spannung auf. Nicht Anspannung oder Angst, sondern freudige Erwartung; die Erkenntnis, dass die Anzeichen auf „Parusie“ stehen, auf die Wiederkunft unseres Herrn und Retters.

Nein, die Nachrichten schrecken mich nicht. Sie betrüben mich, sie ärgern mich auch manchmal. Aber sie schrecken mich nicht, denn Jesus sagt:


Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht. (Lukas 21:28)

Donnerstag, 17. September 2026

Drei Lektionen, die es in sich haben

Vorgestern habe ich ein Buch zu Ende gelesen, das einen tiefen Eindruck auf mich gemacht hat.
Aufbruch in die Freiheit
1 ist ein Buch über die Begegnungen von Tom und JoAnn Doyle mit 7 Frauen im Mittleren Osten, die Jesus begegnet sind. Diese Begegnungen haben viel Verfolgung – aber noch viel mehr Segen bewirkt.  Ein Buch in der „Muss man gelesen haben“ Kategorie. Im Nachwort schreibt JoAnn über drei Lektionen, die sie während dieser Reise gelernt haben:

 

 

  1. Gefahr ist nicht alles – es gibt eine Ewigkeit

(Lasst uns) aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. (Hebräer 12:2)

Unseren Blick auf Jesus zu richten ... uns an Jesus zu klammern etc. – das sind Sätze, die uns leicht über die Lippen gehen; oft ungetestet. Wenn es hart auf hart kommt, müssen sich diese Sätze bewähren. Eine der getroffenen Frauen lebt nach dem Motto: „Alles Leben ist begrenzt. Was zählt, ist die Ewigkeit.“ Diese Frau – ein lebendiges Zeugnis für Jesus in einer für sie lebensgefährlichen Umwelt – weiß aus Erfahrung was es bedeutet, den Blick auch im Angesicht des Todes auf Jesus zu richten.

  1. Bete um Wunder und erwarte Wunder

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. (Lukas 18:27)

Natürlich glauben wir Christen, dass die Wunder der Bibel tatsächlich so geschehen sind, wie sie aufgeschrieben wurden. Natürlich glauben wir auch, dass Jesus Christus derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Und wir glauben ganz gewiss, dass Gott sich nicht ändert. Aber mit Gottes wunderbarem Handeln in unserer Zeit sind wir doch etwas zögerlich. Die 7 Frauen, über die im Buch berichtet wird, haben Gottes wunderbare Eingreifen persönlich erlebt, oft ohne es zu erwarten. Ihr Gott ist auch unser Gott – bei uns in Europa wie im Mittleren Osten.

  1. Gebet braucht einen langen Atem

Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung. (Kolosser 4:2)

Wir sprechen oft vom Gebetskampf. Kämpfe werden in der Regel nicht in ein paar Minuten entschieden. Oft warten die Ergebnisse länger, bis sie sichtbar werden. Einige dieser Frauen (und Christen auf der ganzen Welt) beten z.T. jahrelang. Sie harren aus in ihrer Situation, richten ihren Blick auf Jesus, warten auf ein Wunder und beten weiter. „Manchmal“, so heißt es im Buch, „kommt die Antwort erst, nachdem aus Gebetsmonaten Gebetsjahre geworden sind.“

Alle drei Lektionen werden im Buch „Aufbruch in die Freiheit“ anhand von Beispielen aus dem Leben der Frauen illustriert. Alle drei Lektionen sind mir unter die Haut gegangen:

  • Auf Jesus blicken! Gerade in der Not den Blick auf die Ewigkeit nicht vernachlässigen
  • Wunder erwarten!
  • Anhalten am Gebet!

auch als Kindle, Hörbuch oder Audio CD erhältlich 

Mittwoch, 16. September 2026

Nachtrag zur Biographie von John (und Betty) Stam

Gestern ging es um die junge Familie John und Betty Stam mit ihrer Tochter Helen. In China tobte der Bürgerkrieg und Familie Stam war nur eine kurze Zeit im Land vergönnt, bevor sie ihr Leben als Märtyrer verloren. Nur die 3 Monate alte Hellen blieb auf wunderbare Weise am Leben.

Vielen stellt sich die Frage: Wozu das Ganze? Warum hat Gott sie sterben lassen, bevor ihr Dienst überhaupt richtig begann? Warum hat Gott den jungen Eltern so viel Herzeleid zugemutet? (Während der Geiselnahme versteckte Betty ihre kleine Tochter in einer Unterkunft, wo sie 2 Tage später gefunden und gerettet wurde.) Hätte Gott nicht anders, nicht wunderbarer, nicht segensreicher wirken können, wenn Er sie am Leben erhalten hätte? Lässt Gott Menschen aufwachsen, sendet sie dann in die Mission ... und lässt sie kurze Zeit später grausam sterben? Solche Fragen sind berechtigt und normal. Und es gibt Antworten, nicht immer so klar wie im Fall der Familie Stam.

Zunächst müssen wir Gottes Wort konsultieren und uns sagen lassen, dass Gottes Gedanken für uns nicht immer verständlich sind. Er ist eben der unbegrenzte Gott und wir nur begrenzte Geschöpfe. Durch den Propheten Jesaja erklärt Gott (Jesaja 55:8+9):

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Zum anderen dürfen wir sehen, dass manchmal das positive Ergebnis menschlichen Leidens das Leiden selbst übertrifft. Hiob ruft nach seinem Leid aus (Hiob 42:5):

Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.

Hiob blieb am Leben, John und Betty Stam nicht. Aber auch ihr kurzes Leben brachte Frucht, deren Auswirkungen kaum zu glauben sind:

Eine ganze Reihe Berichte erwähnen, wie der Tod des Ehepaares sich auf die Mission ausgewirkt hat. Eine Quelle schreibt:

Die Nachricht vom Märtyrertod von John und Betty Stam wurde weltweit verbreitet. Als sie von diesem tragischen Bericht hörten, widmeten sich Hunderte junger Männer und Frauen der Ausbreitung des Reiches Gottes in der Auslandsmission. Im Jahr 1941 wurden fünf chinesische Christen von einem einheimischen Pastor in der Stadt Tsingteh (der Stadt, in der Stams sich gerade mal 2 Wochen  niedergelassen hatten bevor sie entführt wurden,) getauft. Heute gibt es in ganz China Hunderttausende von Christen, die nach wie vor zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit suchen. In der Tat sind das Opfer und das Martyrium von John und Betty Stam ein mächtiges Zeugnis der Liebe zu Gott und seinem Reich, der Liebe zu den Menschen, und „sie liebten ihr Leben nicht bis in den Tod“.1

Natürlich war der Tod der Stams besonders schockierend für die Eltern von Betty, die selbst als Missionare in China tätig waren. Bettys Vater, Dr. Scott, sagte, seine Tochter und sein Schwiegersohn seien „nicht umsonst gestorben. Das Blut der Märtyrer ist nach wie vor der Same der Kirche. Wenn wir unsere geliebten Kinder sprechen hören könnten, wüssten wir aufgrund ihrer Überzeugungen, dass sie Gott preisen würden, weil Er sie für würdig erachtet hat, um Christi willen zu leiden.“2

Und die kleine Helen? Ein Journalist fragte die 14-jährige: ‚Nach allem, was deine Eltern und du durchgemacht habt, nachdem sie enthauptet wurden und du plötzlich zur Waise geworden bist – was empfindest du jetzt gegenüber den Chinesen? Hasst du sie?‘ Sie antwortete sofort: ‚Oh, ich finde sie einfach wunderbar. Ich liebe sie.“ Und dann sagte sie zu mir: „Stell dir mal vor: Ich lebe heute noch, weil ein Chinese meinen Platz eingenommen hat und für mich gestorben ist.“3 (siehe Andacht gestern)

Einige Wochen vor seinem Tod hatte John Stam noch einen Brief an seinen Vater geschrieben, den er mit den Worten beendete: „Der Herr segne euch und leite euch – und was uns betrifft: Möge Gott verherrlicht werden, sei es im Leben oder im Tod.“4 Dann fügte er ein Gedicht hinzu, das 1931 von E. H. Hamilton zum Gedenken an den Märtyrertod von Jack Vinson verfasst wurde. Hier die deutsche Übersetzung:

Angst? Wovor?
Die freudige Befreiung des Geistes zu spüren?
Vom Schmerz in vollkommene Ruhe einzugehen,
Den Streit und die Anspannung des Lebens hinter sich zu lassen?
Angst – davor?

Angst? Wovor?
Angst, das Antlitz des Erlösers zu sehen,
Seinen Willkommensgruß zu hören und zu erblicken,
Wie die Herrlichkeit aus den Wunden der Gnade strahlt?
Angst – davor?

Angst? Wovor?
Ein Blitz, ein Krachen, ein durchbohrtes Herz –
Dunkelheit, Licht, o Kunst des Himmels!
Eine Wunde Seines Ebenbildes!
Hast du Angst davor?

Angst? Wovor?
Durch den Tod zu vollbringen, was das Leben nicht vermochte –
einen steinernen Boden mit Blut zu taufen,
bis Seelen an dieser Stelle erblühen?
Hast du Angst davor?
5

John und Betty Stam hatten sicher andere Pläne und Wege geplant, aber die Bibelverse auf ihren Grabsteinen bezeugen ihren wirklichen Wunsch:

John Cornelius Stam: (dass) „wie allezeit, so auch jetzt, Christus hochgepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod.“ (Philipper 1:20)

Betty Scott Stam: “Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.“ (Philipper 1:21)6

Und wieder hat sich der Spruch des Kirchenvaters Tertullian  aus dem 3. Jahrhundert bewahrheitet:

„Das Blut der Märtyrer ist der Samen der Kirche“

Dienstag, 15. September 2026

Biographie: John (und Betty) Stam

John und Betty Stam
Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben! (Offenbarung 2:10)

John Stam wurde am 18. Januar 1907 in den USA geboren. Sein Vater war aus Holland eingewandert und betrieb mit seinem Vater, John’s Großvater, ein unrühmliches Gasthaus. Um die amerikanische Kultur besser kennenzulernen, las John’s Vater eines Tages in einem Neuen Testament, kam zum Glauben und begann, für Jesus zu leben. In diesem christlichen Umfeld wurde John geboren.

Mit 15 Jahren traf er eine Entscheidung für Jesus und lernte mehr und mehr, Jesus nachzufolgen, obwohl es ihm anfangs schwerfiel, vor Menschen zu sprechen.

Im Moody Bible College lernte er die Missionarstochter, Betty Scott, kennen, deren Eltern mit der China Inland Mission (OMF) in China tätig waren. 1933 heirateten die beiden. Im November 1934 zogen sie mit ihrer neugeborenen Tochter, Helen, nach Tsingteh in China.

In China tobte der chinesische Bürgerkrieg. War es weise, dort als junge Familie dem Herrn zu dienen? John erklärte bei einer Rede am Moody Bible College:

„Sollen wir den Rückzug antreten und von unserer hohen Berufung in Christus Jesus abkehren, oder wagen wir es, auf Gottes Geheiß hin trotz aller Unmöglichkeiten voranzuschreiten? … Erinnern wir uns daran, dass der Missionsauftrag niemals durch Einschränkungen versehen war, die ein Voranschreiten nur dann vorsahen, wenn reichlich Mittel zur Verfügung standen und keine Entbehrungen oder Selbstverleugnung damit verbunden waren. Im Gegenteil, uns wird gesagt, dass wir Bedrängnis und sogar Verfolgung erwarten sollen – aber damit auch den Sieg in Christus.

In Tsingteh hatten sie keine Zeit, sich einzuleben. Bereits nach 2 Wochen stürmte die Rote Armee ihr Haus. John und Betty bedienten sie mit Tee und Keksen bevor sie mit der kleinen Helen in einer zum Gefängnis erklärten Villa eingesperrt wurden. Als Helen zu Weinen begann, wollten die Soldaten sie umbringen. Ein kürzlich freigelassener Häftling bat um ihr Leben und ließ sich stellvertretend hinrichten. Die Grauen jener Zeit waren unbeschreiblich.

Dort im Gefängnis war es John möglich einen Brief an die Leitung der CIM zu schreiben, der später gefunden wurde, eingewickelt in der Kleidung des Babys. Der Brief beschreibt den Hergang der Geiselnahme, die Forderung um $ 20.000 Lösegeld und zitiert Philipper 1:20:

„Möge Christus verherrlicht werden, sei es durch Leben oder Tod.“

Baby Helen
Am folgenden Tag war ein 14 km langer Marsch angesagt. Während dieses Marsches war es Betty Stam bei einer Übernachtung möglich, ihre Tochter Helen in einem warmen Schlafsack zu verstecken und – wie einst Mose – der Gnade Gottes anzuvertrauen. Was für ein Schmerz es für die Mutter gewesen sein muss! Zwei Tage später wurde sie gefunden. Pastor Lo Ke-chou brachte sie zu ihren Großeltern, die noch in China dienten.

John und Betty starben gemeinsam. Befohlen, sich hinzuknien, starben sie als tapferes Zeugnis für ihren Glauben an Jesus.

Und? Was ist nun die Frucht ihres extrem kurzen Dienstes? Was haben sie in der Welt für Jesus bewirkt? Welchen Sinn hat es, dass ein jungverheiratetes Ehepaar geköpft – und ihre 3 Monate alte Tochter zur Waisen wird? Darüber morgen noch einmal etwas mehr. Heute nur die Ermutigung: Es ist möglich, Jesus auch in den ärgsten Widerwärtigkeiten treu zu folgen, wenn unsere Liebe zu Ihm die Liebe zu uns selbst übersteigt. Das war bei John Stam und seiner Frau Betty der Fall.

Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod! (Offenbarung 12:11)

Montag, 14. September 2026

Jesus kennen!

1. Chronik 28,9: Und du, (…), 

erkenne den Gott deines Vaters
und diene ihm mit ganzem Herzen und mit williger Seele.
Denn der HERR erforscht alle Herzen
und versteht alles Dichten und Trachten der Gedanken.
Wirst du ihn suchen, so wirst du ihn finden;
wirst du ihn aber verlassen, so wird er dich verwerfen ewiglich!

Auf den ersten Blick scheint der Vers uns zu sagen, dass wir bereitwillig und mit ungeteiltem Herzen dem Herrn dienen sollen. Aber wir sollten nicht übersehen, dass das nicht alles ist, was uns der Herr hier zuruft. Wir sind aufgefordert, dem Herrn auf diese Weise zu dienen, NACHDEM wir aufgefordert wurden, Ihn zu erkennen. Wir dienen und folgen Jesus, WEIL wir Ihn kennen!

Dieses Kennenlernen soll geschehen, BEVOR wir für Ihn aktiv werden, denn unser Dienst ist nur so gut, wie wir Ihn kennen.

Maria fällt uns ein, die zu Jesu Füßen saß und Seinem Lehren zuhörte. Später lesen wir, wie sie dem Herrn diente. Eine wichtige Balance soll hier gefunden werden. Nur danach zu trachten, Gott besser zu kennen (Stille Zeit, Gemeindestunden, Lesen, mp3 Predigten, usw) ist NICHT, was der Herr für uns im Sinn hat. Er möchte, dass wir für Ihn leuchten und Ihm dienen.  Aber wenn wir uns in den Dienst stürzen, ohne Ihn immer mehr und immer besser zu erkennen, gehen wir ebenso an Seinem Plan für uns vorbei.

Bildquelle
Lasst uns diese Woche dazu nutzen, Ihn besser zu erkennen, um Ihm neu motiviert und besser zu dienen!

Sonntag, 13. September 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 21:12-14

12 Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer.
13 Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!« Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!
14 Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie.
 
Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Gemeinschaft

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Es wird so manches glänzende Juwel 
aus der Krone Immanuels im Straßenkot aufgelesen. 
Obwohl du ein roher Steinquader bist, ist Jesus imstande, 
dich zuzubereiten und deine Unebenheiten zu glätten, 
damit er dich als Säule in seinem Tempel einsetzen kann.
(Charles H. Spurgeon)
 
 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, 
und dass der Geist Gottes in euch wohnt?
 (1 Korinther 3:16)
 
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib 
ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, 
den ihr von Gott empfangen habt, 
und dass ihr nicht euch selbst gehört?
(1 Korinther 6:19)

Samstag, 12. September 2026

Über den Teufel und über den Sieger ...

Heute ist er so aktiv wie immer. Wir kommen der Zeit immer näher, die in Offenbarung 12:12 mit den Worten beschrieben wird:

Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat. 

Wie immer verkleidet er sich als Engel des Lichts, als etwas Schönes, etwas Harmloses. Und wenn er an Gottes Auserwählte nicht herankommen kann, dann peinigt und versucht er sie wie einst Hiob. Hier einige Zitate und Aussagen von Überwindern, die helfen, den Sieg erringen.

"Wenn der Teufel an meine Tür klopft, bitte ich Jesus, ihm zu öffnen." (Billy Graham)

„Mit Schweigen ärgert man den Teufel“ 
 (bulgarisches Sprichwort, vergleiche Jakobus 1:19; Sprüche 10:19) 

„Jesus Christus ist der Sieger über Hölle, Tod und Teufel, 
darum wähl ich ihn.
Er gab meinem Leben Sinn und ewges neues Leben, 
darum sing ich froh von ihm.
Jesus Christus, gestern und auch heute 
und derselbe noch in Ewigkeiten.
Fasse seine Hand, er will dich führen, 
er hilft dir zu allen Zeiten.“ (Anbetungslied der ersten Generation)

Von Martin Luther wird berichtet, dass er des Öfteren in der Nacht den Teufel gesehen hat. Als er wieder einmal durch seine Gegenwart im Schlafzimmer geweckt wurde, drehte er sich einfach um und sagte: "Ach, du schon wieder," und schlief weiter.

„Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen,
So fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt,
Tut er uns doch nichts, das macht, er ist gericht',
Ein Wörtlein kann ihn fällen“
 
(Martin Luther, 3. Strophe aus: Ein’ feste Burg)  

So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch! (Jakobus 4:7)

„Er wird der Schlange den Kopf zertreten“ (nach 1 Mose 3:15)  
Es ist vollbracht!(Jesus in Johannes 19:30)

"Wenn Satan Dich an Deine Vergangenheit erinnert,
erinnere Du ihn an seine Zukunft!"  (Brett Ray)

„Bereite dem Teufel am heutigen Tag mal gehörige Kopfschmerzen!“ (Pat Cate) 

Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm (Jesus) hat er den Triumph über sie gehalten. (Kolosser 2:15)

Zu all diesen Aussagen haben wir Christen einen weiteren Trumpf in der Hand. Wir sind nicht allein. Nicht nur - und das steht ganz oben - ist Jesus bei uns; wir sind auch als Menschen, die Jesus nachfolgen, nicht allein. Gehörst Du zu einer Gemeinde, in der sich Jünger Jesu sonntags treffen, um auf Gottes Wort zu hören, Jesus zu dienen und einander zu stärken? Besuche morgen Deinen Gottesdienst.
Gehörst Du nicht zu einer solchen Gemeinde, such Dir eine. Wichtig dabei ist nicht der Name der Gruppe, sondern, dass sie die Bibel predigt, Jesus verehrt und in Liebe zu Jesus und Seiner weltweiten Gemeinde lebt. Der Herr segne Dein Wochenende!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 11. September 2026

Jesus ist Herr!

Was für eine Floskel! Zumindest manchmal. Man sagt es, man hört es, man singt es, man betet es ... und man schreibt es.

 

Aber was bedeutet es dem, der es zum Ausdruck bringt? Vom Positiven ausgehend bedeutet es, dass jemand sein Leben – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – unter die Herrschaft Jesu gestellt hat und auch unter Jesu Herrschaft lebt. Es bedeutet, von Herzen Gottes Willen zu suchen und – egal was man erkennt – mit David (Psalm 40:9) zu beten:

Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich,
und dein Gesetz ist in meinem Herzen.

Ein Leben, in dem Jesus Herr ist, ist ein selbstloses, Jesus-bezogenes Leben. Auch Paulus bezeugt im Neuen Testament (Galater 2:20):

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich,
aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir.

 Das ist die Art Leben, die Gott gemäß 2 Chronik 16:9 überaus mächtig gebrauchen kann:

Wenn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

Niemand sollte sich anmaßen, zu beurteilen, wie viel Prozent derer, die „Jesus ist Herr!“ sagen, singen oder beten das auch wirklich so meinen, wie David oder Paulus es gemeint haben. Aber die Bibel offenbart, das viele, selbst in Gottes Volk, die Bedeutung der Aussage nicht erkannt haben. Jesus fragt in Lukas 6:46 Seine Zuhörer:

Was nennt ihr mich aber »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage?

In meiner Stillen Zeit gehe ich z.Zt. durch das Buch Hesekiel. 70-80 Mal finden wir im Buch, in verschiedenen Formulierungen, die Aussage Gottes: „Ich bin der Herr!

  • Gottes Volk soll erkennen, „dass ich der Herr bin“.
  • Viele Völker sollen erkennen, „dass ich der Herr bin“.

Diese und andere Verse in der Bibel lassen aber auch erkennen, dass selbst Gottes Volk nicht immer automatisch erkennt, dass Gott der Herr – ihr Herr – ist. Wenn Menschen ihr Leben Jesus anvertraut haben, bedeutet das im Grunde, dass sie die Herrschaft über ihr Leben an Jesus abgetreten haben. Sie haben erkannt, dass sie im Leben unter Eigenherrschaft – im Leben ohne Jesus – so viel Mist gebaut haben, dass sie jetzt die Schaltzentrale an Jesus übergeben haben.

Was sie tun und lassen, wo sie leben und arbeiten, wie sie ihre Zeit verbringen, mit wem sie Umgang pflegen – das und mehr ist jetzt die Entscheidung ihres Herrn, Jesus. Und wer sich daran hält, fährt ausgesprochen gut. Nicht nur erfährt er die gute Führung Jesu im Leben,  nicht nur erfährt er vielfach Bewahrung im Leben – er erfährt auch den Einfluss und die Veränderung durch Jesus im Leben. Einen besseren, sichereren, beschützenderen, zufriedenstellenderen, gnädigeren, liebenderen Herrn als Jesus kann man im Leben gar nicht haben.  Dazu kommt die Tatsache, dass früher oder später jeder von uns bekennen wird, dass Jesus der Herr ist (Philipper 2:11). Wer das jetzt schon bekennen kann und lebt, wird es mit Freude bekennen.

Und jeder ohne Ausnahme
wird zur Ehre Gottes, des Vaters, bekennen:

JESUS CHRISTUS IST DER HERR!