„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Samstag, 24. Oktober 2026

Gute Nachrichten!

Ein freundlicher Blick erfreut das Herz;
eine gute Botschaft stärkt das Gebein.

(Sprüche 15:30)

Ich wünschte, ich wäre noch etwas jünger und hätte einen Unternehmergeist. Wie oft habe ich in letzter Zeit überlegt, ob es nicht irgendeine Zeitung, Zeitschrift oder Veröffentlichung gibt, die sich darauf spezialisiert, ausschließlich gute Nachrichten zu veröffentlichen; denn von den schlechten erfahren wir ja Tag für Tag genug.

Kein „Heute Journal“ und keine „Tagesthemen“ ohne Krieg, Katastrophen oder ähnliches. Korruption, Anschläge und Flüchtlingselend sind allgegenwärtig. Die Verfolgung unserer Glaubensgeschwister, deren Leid wir ja mittragen sollen und wollen, ist ebenfalls nicht gerade erhebend. Die Positivnachrichten nehmen ab. Aber es muss sie doch geben ... irgendwo.

Manchmal wird berichtet, dass Grubenarbeiter nach vielen Tagen gerettet werden, oder dass eine Flugzeugentführung ein gutes Ende nahm. Aber das bleiben Ausnahmen.

Trotzdem gibt es sie, die guten Nachrichten. Kürzlich las ich den Rundbrief von Diospi Suyana, einem Missionsspital in Peru. 2 Seiten (!) voll mit positiven Nachrichten. Es tat dem Herzen (und dem Gebet) gut, so viel zu lesen von dem, was der Herr tut.

Gestern las ich die Zeitschrift der Organisation OM. Wenn man an Afghanistan denkt, kommt einem nicht viel Gutes in den Sinn. Aber in der Zeitschrift heißt es: „Pamir Ministries, eine Partnerorganisation von OM, möchte durch verschiedene Medien Afghanen mit dem Evangelium erreichen. So durfte das Team einen Teil zur Übersetzung der Bibel ins afghanische Paschto beitragen. Auch die Radioprogramme stoßen auf große Resonanz: ‚Viele in unserem Dorf hören gerne eure lehrreichen Programme. Eure Sendungen bringen Licht in unseren Alltag, in dem es sonst wenig gibt, das uns ermutigt und erfreut‘, lautet eine Rückmeldung. Eine weitere Person meinte: ‚Jesus wird in unserer Umgebung immer bekannter. Wo immer ich hingehe. Höre ich Menschen über ihn sprechen.‘“

Es gibt sie, die guten Nachrichten. In all ihren Publikationen berichtet Open Doors immer wieder, von Gottes Treue, wie sie von unseren Geschwistern in der Verfolgung erfahren wird. Bewegende Zeugnisse, die zur Dankbarkeit führen.

All die Berichterstatter, sei es, dass sie von Diospi Suyana, von OM, Open Doors oder sonst einer Organisation oder einer Einzelperson kommen – all diese Berichterstatter sind „Überbringer guter Nachrichten“

Auch wir können unseren Mitmenschen gute Nachrichten vermitteln. Es sind ja nicht nur wir, die wir uns nach guten Nachrichten sehnen. Es sind alle Menschen. Und eine Nachricht ist gut für alle: das Evangelium von Jesus Christus. In Römer 10:13 heißt es:

»Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!«

Wir wollen uns freuen über jede gute Nachricht, die uns erreicht. Gleichzeitig wollen wir mitarbeiten, dass die Gute Nachricht von Jesus sich weit und schnell verbreitet.

Freitag, 23. Oktober 2026

Johannes der Täufer

Quelle: youtube
Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und trug einen ledernen Gürtel um seine Lenden, und er aß Heuschrecken und wilden
Honig.
Und er verkündigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm gebückt seinen Schuhriemen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft; er aber wird euch mit Heiligem Geist taufen.
(Markus 1:6-8)

Zugegeben, für heutigen Standard eine seltsame Kleidung und eine noch seltsamere Diät. Beides waren Zeichen der „heiligen Männer Gottes“ im Orient.

Der Einfuss derer, die „dem Herrn den Weg bereiten“, kommt nicht durch Geld, Bildung, Aussehen, Kleidung, Geschliffenheit und dergleichen, sondern durch ihr Auftreten in der Kraft Gottes, durch ihre Worte und ihr Verhalten. In der Regel (und es gab und gibt Ausnahmen) sind Wegbereiter Gottes Durchschnittsbürger.

Allerdings gibt es auch andere Beispiele. Beispiele von Menschen, die aus irgendwelchen Gründen herausragten aus der Masse der Gesellschaft. Selbst wenn sie Einfluss hatten, gaben sie ihn (oft) auf um Jesu und Seines Reiches willen.

C.T. Studd war einer von Englands besten Kricketspielern. Er spielte bereits international und stand vor einer blühenden Karriere. Er gab sie auf und diente dem Herrn in China und Afrika in der Mission.
William Carey begann als Schuhflicker in England, brachte sich das meiste seines Wissens selbst bei, war Professor, Schulgründer, Menschenrechtler, Sprachforscher und Bibelübersetzer in Indien. Carey lernte ca 40 Sprachen und übersetzte die Bibel oder Bibelteile in mindestens 28 Sprachen. Auf all das bildete er sich nichts ein. Bei einem bedeutenden Treffen eines hohen Governeurs in Indien wurde er von einem britischen Offizier herablassend gefragt, ob er nicht der Schuhmacher sei. Careys Antwort war: „Nicht einmal Schuhmacher, mein Herr. Lediglich Schuster. Ich repariere nur.“
Charles Finney, einer der größten Evangelisten der vergangenen Jahrhunderte in den USA war gelernter Rechtsanwalt. Er gab seine Praxis auf um Seelen für Jesus zu gewinnen.

Es gibt also durchaus auch solche, die ihren Einfluss aufgaben, damit sie Gottes Einfluss erfuhren und die Welt für Ihn beeinflussen konnten. Aber die Meisten hatten selbst keinen Einfluss und keinen Ruf. Sie hatten niemand anderen als Gott, auf den sie sich verlassen konnten.

Johannes der Täufer kam aus einer Priesterfamilie. Manches in seinem Leben war vom übernatürlichen Eingreifen Gottes begleitet. Trotzdem kam seine Kraft und Vollmacht nicht durch seine noble Herkunft, Erfahrungen aus dem Elternhaus oder durch irgendetwas anderes, dessen er sich hätte rühmen können. Im Gegenteil.Das sind die Menschen, die Gott sucht. Damals und heute!
 
Auch heute haben wir solche mit Rang und Namen. Manche gebraucht Gott, weil sie Rang und Namen nicht raushängen lassen. Rang und Namen sind ja auch in sich selbst nichts Schlechtes sondern können sogar ein Segen sein.

Johannes der Täufer, Priestersohn, Gott-Geweihter, Prophet – wusste genau, wo sein Platz war und wo seine Vollmacht herkam. Seine Kleidung war weder ein nobles Gewand noch königlich. Er trug Prophetenlook, aß Prophetendiät und lebte und predigte die Einstellung:

„Jesus muss zunehmen - Ich muss abnehmen!“

Mit dieser Einstellung folgen wir seiner Segensspur. Vieles in unserem Leben mag normal und unauffällig sein. Manches mag seltsam erscheinen, anderes unverständlich. Aber seinem Beispiel (und dem Beispiel von Menschen wie Studd, Carey oder Finney) zu folgen, wird Jesus Ehre bringen und Sein Reich bauen.

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Ein besonderes Geschenk

Ich las von 3 erwachsenen Söhnen, die ihr Zuhause verließen um sich selbstständig zu machten. Alle kommen zu Wohlstand. Als sie sich wieder treffen, besprechen sie, welche Geschenke sie ihrer betagten Mutter machen können. Der erste sagt: „Ich habe unserer Mutter ein großes Haus gebaut.“ Der zweite sagt: „Ich habe ihr einen Mercedes mit Chauffeur geschickt.“ Der dritte sagt: „Erinnert ihr euch, wie gerne Mama die Bibel liest? Sie kann mittlerweile nicht mehr so gut sehen. Deshalb habe ich ihr einen außergewöhnlichen Papagei geschickt, der die ganze Bibel auswendig vortragen kann. Die Ältesten meiner Gemeinde haben 12 Jahre gebraucht, um ihn zu trainieren; er ist einzigartig. Mama muss nur das Kapitel und den Vers nennen, und der Papagei trägt es vor. Er hat mich 100.000 Euro gekostet.“

Bald darauf verschickt Mama ihre Dankesbriefe. An ihre Ältesten schreibt sie: „Erich, das Haus, das du gebaut hast, ist so riesig. Ich wohne nur in einem Zimmer, aber ich muss das ganze Haus putzen.“ „Gerald“, schreibt sie an den zweiten Sohn, „ich bin zu alt zum Reisen. Ich verbringe die meiste Zeit in meinem Haus, daher benutze ich den Mercedes selten. Und dieser Chauffeur ist so unhöflich! Er ist eine wahre Plage!“ An den Jüngsten schreibt sie „Mein liebster Roland, das magere kleine Hähnchen war köstlich!“

Autsch! 100.000 Eure für die Tonne! Die gute Mama hatte schon in etwa erkannt, was ihr geschenkt wurde, aber den wahren Wert – den hatte sie nicht erkannt.

Im geistlichen Leben geht es uns manchmal ähnlich. Es liegt oder steht vor unserer Nase – und wir erkennen es nicht. Davon wird auch in mehreren Berichten der Bibel geschrieben:

  • Bileam erkannte den Engel des Herrn nicht auf seinem Weg.
  • Die Pharisäer erkannten Jesus nicht als den Gesandten Gottes.
  • Die Menschen in Nazareth erkannten Jesus nicht als Messias.
  • Maria Magdalena erkannte Jesus nicht als den Auferstandenen.

Sie alle kannten Jesus als Mitmenschen, aber ihre Erkenntnis war eingeschränkt.

In Epheser 1:18 betet Paulus für die Christen in Ephesus: „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen.“

Genau das ist es, was wir alle benötigen: erleuchtete Augen des Herzens! Erleuchtete Augen des Herzens bedeutet, dass wir den Wert dessen viel tiefer erkennen, was wir eigentlich schon kennen. Oft kennen wir die richtigen Vokabeln und sind auch dankbar für das, was wir durch Jesus haben. Aber die geistlichen Segnungen, sind „normal“, sind „gewöhnlich“ geworden. Die Augen haben gesehen, aber das Leuchten ist verschwunden.

Möge der Herr das Gebet des Paulus für die Epheser auch in unserem Leben erhören. Möge der Herr uns neu verstehen lassen, dass unsere Hoffnung großartig ist, unser Erbe reich und herrlich, die Kraft Gottes an uns eine überwältigend große Kraft und der Reichtum Seiner Gnade ein überwältigender Reichtum ist. (alles aus Epheser 1+2)

Möge der Herr uns wieder erleuchtete und leuchtende Augen schenken, dass wir die Länge, Breite, Höhe und Tiefe der Liebe Jesu und unseres Glaubens an Ihn neu erkennen. Möge der Vater im Himmel uns neues Erstaunen und erleuchtete Augen des Herzens schenken, dass wir den Wert des Gnadengeschenks erkennen, das Er uns in Jesus gemacht hat.

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Amazing Grace - O Gnade Gottes wunderbar!

Über John Newtons Entwicklung vom brutalen Sklavenhändler zum Pastor und Sklavenbefreier haben wir gestern in einer Kurzbiographie gelesen. Newton war ein ausgesprochen schlechter Mensch gewesen, wie seine Schiffsmanschaft bezeugt: mit fließenden Grenzen zwischen Mensch und Tier. Aber er hatte Gottes Gnade erfahren. Gott hatte ihn „begnadigt“ durch Jesus und hatte ihn so verändert, dass er nicht mehr wieder zu erkennen war.

Im Alter bezeugte John Newton: „Mein Gedächtnis wird immer schlechter, aber das weiß ich, dass ich ein großer Sünder bin und Jesus ein großer Retter.“

Natürlich konnte Newton seine Vergangenheit nicht vergessen, aber er wusste, dass seine Vergangenheit vergeben war. Und er wusste, dass es nicht sein Verdienst war, sondern allein der Gnade Gottes zuzuscheiben war, die Ihm einen neuen Anfang ermöglicht hatte. In diesem Bewusstsein der Gnade Gottes schrieb er ein Lied, dass sich über 200 Jahre lang als bekanntes und beliebtes Kirchenlied etabliert und gehalten hat. Das Lied „Amazing Grace“ (erstaunliche Gnade) wurde in viele Sprachen übersetzt, auch ins Deutsche. Hier der deutsche Text:

O Gnade Gottes,
wunderbar hast du errettet mich,
ich war verloren ganz und gar,
war blind, jetzt sehe ich.

Die Gnade hat mich Furcht gelehrt
und auch von Furcht befreit,
seitdem ich mich zu Gott bekehrt
bis hin zur Herrlichkeit.

Durch Schwierigkeiten mancher Art
wurd’ ich ja schon geführt,
doch hat die Gnade mich bewahrt,
die Ehre Gott gebührt.

Wenn wir zehntausend Jahre sind in seiner Herrlichkeit,
mein Herz noch von der Gnade singt
wie in der ersten Zeit.

Bis ans Ende seines Lebens gründete er sein Leben auf diese Gnade. Freimütig bekannte er: 
 
„Ich bin (zwar) nicht, was ich sein könnte, ich bin (auch) nicht, was ich sein sollte und ich bin nicht, was ich zu sein wünsche. Aber ich danke Gott: Ich bin nicht mehr, was ich einmal war und mit dem großen Apostel kann ich sagen: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!“

Vielleicht war es die Erkenntnis, dass er nur durch Gottes Gnade eine so drastische Veränderung erleben konnte, wie er sie erlebte. Jedenfalls behauptete er einmal, dass wir im Himmel über dreierlei erstaunt sein werden: 
 
"Erstens, wer alles im Himmel ist. Zweitens, wer nicht dort ist. Drittens, dass wir dort sind.

Sicher hat John Newton damit Recht gehabt. Paulus drückt eine verwandte Wahrheit 1in 1 Korinther 15:10 aus: 
 
“Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade,
die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, ...“

Dienstag, 20. Oktober 2026

Biographie: John Newton

Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade,
die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen,
sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle;
jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gnade, die mit mir ist.
(1. Korinther 15,10)

John Newton wurde 1725 in London geboren und starb 1807 im Alter von 82 Jahren, ebenfalls in London. Er war ein Mann, der in außergewöhnlicher Weise Gottes Gnade erfahren und verstanden hat.

Von seiner Mutter heißt es, daß sie oft mit Tränen für ihn gebetet hat. Sie starb, als er noch keine 7 Jahre alt war. 2 Jahre lang besuchte er die Schule, dann nahm ihn sein Vater mit auf ein Handelsschiff, auf dem er Kapitän war.   Newton hatte Angst vor seinem Vater.

Als 17jähriger wurde er in den Militärdienst auf einem Kriegsschiff gezwungen, geriet in ausgesprochen schlechte Gesellschaft, von der er alles Schmutzige, Verdorbene und Verkommene übernahm. Seine Gewissen starb, Gottesfurcht kannte er nicht und er erhielt sogar den Spitznamen: „John, der Gotteslästerer“

Wegen Fahnenflucht wurde er zum normalen Matrosen herabgestuft, und danach von seinen früheren Untergebenen in übelster Weise beleidigt. Es ging Newton so dreckig, dass er schwankte, ob er sich das Leben nehmen oder den Kapitän ermorden sollte. Dann wurde er auf ein Handelsschiff versetzt, das Sklaven aus Afrika holen sollte.

In Afrika angekommen, erhielt er keinen Lohn und musste als Knecht im Haus einer Afrikanerin überleben, wo man ihm nur Essensabfälle gab, die ihn schwer krank machten.

Mit Sklavenhändlern entkam er dieser Hölle und brachte es irgendwann tatsächlich bis zum Kapitän eines eigenen Sklavenschiffs. Gefangen, unmenschlich behandelt – brachte er Sklaven nach Übersee. Die Besatzung hatte manchmal den Eindruck, er sei nicht viel mehr als ein Tier, so brutal behandelte er Sklaven und Mannschaft.

Im Januar 1748 sollte Newtons Schiff überholt werden, aber auf der Überfahrt brach ein fürchterlicher Sturm los, so mörderisch, dass fast alle Lebensmittel über Bord gespült wurden. Überall herrschte Chaos. John Newton verlor alle Hoffnung. Alles Pumpen war vergeblich. Das Wasser im Schiff stieg immer höher.

Diese aussichtslose Lage brachte Newton zur Besinnung. Er schrie in den Sturm hinein: „Herr, hab Erbarmen mit uns!“ Dann fragte er sich allerdings postwendend: Was für ein Erbarmen kann es denn für mich geben?  Weil man so viel über Bord geworfen hatte war das Schiff so leicht, dass es trotz eingedrungenem Wassers nicht unterging. Nach vier Wochen in Eiseskälte mit wenig Lebensmitteln erreichte man Irland.

Den 10. Mai 1748, als John Newton im Sturm zu Gott geschrien hatte, sah er später als den Tag seiner Bekehrung an. John Newton hatte Gottes Güte und Gnade erfahren und war ein anderer Mensch geworden: wie ein verlorener Sohn – heimgekehrt zum Vater.

2 Jahre später heiratete er seine Jugendliebe, war allerdings immer noch als Sklavenhändler unterwegs, was in jener Zeit ein völlig legales Handwerk war. Dann allerdings wurde ihm bewusst, was für ein Verbrechen die Sklaverei ist.  Plötzlich konnte er die Ketten und Fesseln und das Elend der geschundenen Menschen nicht mehr sehen. Er wurde darüber körperlich krank, gab die Seefahrt auf, schloss sich dem Erweckungsprediger George Whitefield an und ließ sich zum Pastor ausbilden.

In London arbeitete er mit einem jungen Politiker zusammen und nahm den Kampf gegen die Sklaverei auf. 1807 starb John Newton, wenige Monate bevor in England die Ein- und Ausfuhr von Sklaven verboten wurde.

John Newton ist ein leuchtendes Beispiel der verändernden Gnade Gottes. Vom Sklavenhändler zum Pastor und Sklavenbefreier. Auf seinen Grabstein stehen die Worte:

„John Newton, Pfarrer, einst ungläubig und liederlich, im Dienst der Sklaverei in Afrika, wurde durch die reiche Gnade des Herrn und Retters Jesus Christus gerettet, erneuert, vergeben und berufen, den Glauben zu predigen, den er lange zu zerstören trachtete."