„Die Strategie des Teufels besteht darin, das Böse für normal zu erklären. “ (Randy Alcorn)

Donnerstag, 23. April 2026

Gott Sichtungen

Jeden Morgen werde ich an andere Religionen erinnert, wenn ich durch verschiedene Gebetsapps an vom Evangelium unerreichte Völker erinnert werde. Dabei wanderten meine Gedanken kürzlich zu den verschiedenen Gottheiten des Hinduismus. Sie sind uns von Bildern bekannt. Da ist die Schlangengottheit Sheshna, der Elefantengott Ganesha, oder der Affengott Hanuman. Auch andere Gottheiten wie z.B. Kali, die schwarze Göttin des Todes sehn nicht gerade erbaulich aus. Ich habe mich gefragt, mit welchen Gefühlen, welcher Zuversicht oder Hoffnung Menschen sich diesen Gottheiten aus Stein oder Metall nähern.

Der Mensch wollte etwas vor Augen haben, wie damals Israel in der Wüste, als man das goldene Kalb schuf und verehrte. Man wollte etwas zum Anfassen, für die Vorstellungskraft – egal wie es aussah. Als der gottlose König Herodes im herrlichen königlichen Gewand eine Rede hielt, war das Volk so mesmerisiert, dass es begeistert ausrief (Apostelg. 12:22): „Das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen!“ Sie brauchten das physisch Sichtbare, Hörbare, Fühlbare.

Gott, als unser Schöpfer, kennt uns. Er weiß, was Er geschaffen hat und wie wir ticken. Und in Jesus ist Er uns und unseren Bedürfnissen entgegengekommen. Mehrmals erklärt Jesus den Menschen Seiner Zeit:

Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. (Johannes 12:45)

Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. (Johannes 14:9)

Und das bezeugt der Apostel Johannes noch einmal in seinem 1 Brief (1:1):

Das Wort, das zum Leben führt, war von Anfang an da. Wir haben es selbst gehört und mit eigenen Augen gesehen, ja, wir haben es angeschaut und sogar mit unseren Händen berührt.

Wie herrlich, wie befreiend, nicht an das Sichtbare, Groteske, Furchterregende oder an das Faszinierende gebunden zu sein. Gott ist gekommen, ist in Jesus Mensch geworden wie wir, hat unter uns gelebt, kennt jeden von uns und weiß, wie es sich „anfühlt“, Mensch zu sein. Er hat uns vorgelebt, wie man ein Gott wohlgefälliges Leben führt, hat uns den Weg des Lebens gezeigt und uns belehrt, wie wir darauf gehen sollen.

Und wenn wir uns mit Jesus beschäftigen, dessen Leben und Lehren uns in der Bibel vor Augen gemalt werden, dann „sehen“ und „hören“ wir Ihn auch heute noch, dann „begegnen“ wir Ihm bis heute. Das ist es, was Hiob meinte, als er Gott im Leid begegnet war und ausrief (Hiob 42:5): „Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.“

Wer Gott begegnen möchte, benötigt keine Gott Sichtungen, weder Götzen aus Stein oder Metall, noch akustische Stimulation. Wer Gott begegnen möchte benötigt nur eins: eine offene Verbindung zu Jesus. Wer mit Ihm verbunden ist, ist mit Gott verbunden. Über Mose heißt es (Hebräer 11:27):

Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht; denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren.

Was sogar für Mose im Alten Testament möglich war, ist für uns Nachfolger Jesu im Neuen Testament noch viel mehr möglich. Wir haben das Leben Jesu vor Augen, Seine Lehre niedergeschrieben vor uns und den Heiligen Geist Gottes in uns. Wir sind frei von äußeren Hilfsmitteln, die sich allesamt als nutzlos erweisen würden. Wir haben Jesus!

Mittwoch, 22. April 2026

Der betende Hyde

Gestern ging es an unserem Biographiedienstag um John Hyde, Hier ein Auszug aus einem Internetartikel zum Thema: Gebet

John „Praying“ Hyde ... war als Beter das Hauptwerkzeug einer Erweckung unter den Hindus, die so weit um sich griff, dass man diese später „The Punjab People‘s Movement“ nannte
(Die Punjabi Volksbewegung).

Es kamen dabei Zehntausende zum Glauben. Im Frühjahr 1904 schloss sich John Hyde mit anderen Missionaren der gleichen Region (Punjab) zur Punjab Prayer Union zusammen. Die Mitglieder dieser Vereinigung beantworteten folgende fünf Fragen mit Ja und bekräftigen das mit ihrer Unterschrift:

  1. Betest Du um Erweckung in Deinem eigenen Leben, im Leben Deiner Mitarbeiter und in der Gemeinde?
  2. Sehnst Du Dich nach größerer Kraft des Heiligen Geistes in Deinem Leben und deiner Arbeit und bist Du davon überzeugt, dass Du ohne Seine Kraft nicht weiterkommst? 
  3. Wirst Du darum bitten, dass Du Dich des Namens Jesus nicht schämst?
  4. Glaubst Du, dass Gebet das wichtigste Mittel ist, um diese geistliche Erweckung zu erreichen?
  5. Bist Du bereit, jeden Tag so bald wie möglich nach 12 Uhr Mittags eine halbe Stunde zu reservieren für das Gebet um diese Erweckung?
  6. Bist Du bereit, so lange zu beten, bis die Erweckung kommt? (Carré, Praying Hyde)
Das hört sich für unsere Ohren natürlich fast gesetzlich an, für manche Ohren nicht nur “fast”. Andererseits sind diese Fragen von Menschen gestellt worden, die wussten, was Gebet ist, was Gebet kostet und was die richtige Einstellung zum Gebet ist.

Auch während der Erweckung, die unter Jeremiah Lanphier aufgrund von Mittagsgebeten entstand, (tägliche Treffen von 12-13 Uhr, ) gab es ganz konkrete Richtlinien, um die Treffen lebendig und geordnet, aber trotzdem unter der Leitung des Heiligen Geistes zu veranstalten. So sollte pünktlich begonnen und geschlossen werden, damit jeder pünktlich an seinen Arbeitsplatz zurückkam. Zu Beginn wurde ein Lied gesungen, ein Vers gelesen, vielleicht noch ein kurzes Wort gesagt und dann wurde gebetet. Die Gebete mussten kurz gehalten werden, damit jeder sich beteiligen konnte. All das war weder gesetzlich noch kleinkariert. Es war vielmehr wohldurchdacht und geistgeleitet, denn aufgrund dieser Gebete begann eine Erweckung, die Hunderttausende ins Reich Gottes brachte.

Christen heute sind schnell dabei, Gebetsgemeinschaften zu kritisieren, Formen zu kritisieren oder einander zu kritisieren. Lasst uns doch mal andersherum beginnen: Lasst uns die 6 Fragen stellen, die John Hyde stellte. Und dann lasst uns zusammenkommen und beten, mit Inbrunst, mit Verlangen, mit Sehnsucht – und miteinander. Erweckungen begannen immer auf diese Weise.
 
Gebetsversammlungen sind nicht da, um etwas zu empfangen, sondern um etwas zu geben: Zeit, Interesse und Anteilnahme für Gottes Anliegen und für die Freuden und Leiden unserer Mitgeschwister und Mitmenschen. (Wolfgang Bühne) 

Wer zu Hause täglich nur fünf Minuten im Gebet zubringt, wird kaum Interesse daran haben, mit der Gemeinde fünfzig Minuten zu beten! (Wolfgang Bühne)

Dienstag, 21. April 2026

Biograhien: John Hyde

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John Hyde wurde nicht alt – gerade mal 46 Jahre. 1865 in Illinois geboren wuchs er auf als Pastorensohn. Sein Vater betete, dass Gott mehr Missionare in alle Welt senden würde. Gott erhörte sein Gebet.

Nach seiner theologischen Ausbildung ging John als Missionar nach Indien. Oh, er hätte eine gute Ausrede gehabt: Hyde war teilweise taub – nicht gerade eine gute Voraussetzung für das Erlernen einer schweren Sprache. Aber er blieb in Indien, auch wenn er zunächst nur wenig Frucht sah, dafür aber viel Verfolgung. Diese Umstände führten ihn ins Gebet, in dem er manchmal ganze Nächte verbrachte.

In Indien gründete er den Punjab Gebetskreis, dessen Mitglieder sich verpflichteten, täglich 30 Minuten um geistliche Erweckung zu beten. 1908 erklärte er auf einer Konferenz sein Verlangen, dass es jeden Tag zu einer Bekehrung kommen würde. Ein Jahr später zählte man über 400 Bekehrte. Sein leidenschaftliches Gebet für Verlorene brachte ihm den Namen „Der betende Hyde“ ein.

Er starb nach menschlichem Ermessen viel zu früh. Der letzte Satz in einer Zusammenfassung über ihn lautet: „Durch seine Missionsarbeit in Sialkot, Pakistan, haben Millionen von Menschen Jesus Christus angenommen – durch die Evangeliumssaat die er gesät hat.

Es ist spannend, sich mit dem Leben und Beten von John Hyde vertraut zu machen. Ein Mann, körperlich nicht so stark und gut ausgerüstet wie viele andere seines Alters – aber ein Mann Gottes, stark im Heiligen Geist, dessen Worte bei Gott auf offene Ohren stießen.

John Hyde hat der Welt einige Zitate hinterlassen – nicht über Eitelkeit oder Berühmtheit, sondern über das Leben mit Gott: 

„Wenn wir bereit sind, uns in Gottes Hände zu geben, ist Gott bereit, uns zu gebrauchen. Aber zwei Voraussetzungen gibt es: Gehorsam und Reinheit. Gehorsam in allem, selbst im Kleinsten; das Aufgeben des eigenen Willens und das Übernehmen des göttlichen Willens.

Und der nächste Schritt ist Reinheit. Gott möchte reine Gefäße für Seinen Dienst, reine Gefäße durch die Er Seine Gnade ausgießt. Gott möchte Reinheit im Zentrum unserer Seele. Und nur wenn Gott kein reines Gefäß vorfindet, gereinigt durch das Feuer des Heiligen Geistes, kann Er dieses Gefäß nicht gebrauchen. Er fragt Dich jetzt, ob Du Ihm erlauben wirst, alles in Deinem Leben zu reinigen. Gott sucht reine Gefäße, die Er gebrauchen kann. (Auszug aus: „Praying Hyde: A Challenge to Prayer“ / Eigenübersetzung)  

Montag, 20. April 2026

Die Schriftlesung

Dieser Tage erhielt ich eine Email mit folgender Anekdote. Quelle unbekannt:

Dr. David Hocking, ein evangelikaler, amerikanischer Bibellehrer, war als Gastredner zu einer besonderen Festlichkeit eingeladen. Wie es so oft geht, zog sich der Abend hin und es wurde spät. Als schließlich der Organisator des Abends aufstand, um Dr. Hocking vorzustellen,  lehnte sich ein Mitorganisator hinüber zu dem Gast und flüsterte ihm zu: „Weil die Zeit bereits so weit fortgeschritten ist, könnte man es vielleicht so halten, dass Sie auf die Schriftlesung verzichten und gleich übergehen zu ihrer Predigt?“

Nachdem die Vorstellung des Redners beendet war, erhob sich Dr. Hocking und ging zum Rednerpult. Mit einem freundlichen Lächeln öffnete er seine Bibel und erklärte seinen Zuhörern: „Weil die Zeit soweit fortgeschritten ist, möchte ich es so halten, dass ich auf meine Predigt verzichte und Ihnen nur noch etwas aus der Bibel vorlese.“

Die Bedeutung seiner Worte ist offensichtlich. Wenn wir die Wahl haben zwischen den Worten der Menschen und Gottes Wort, reicht das Wort Gottes aus! Tatsächlich ist es genau das, zu dem sich König Josiah entschloss, an dem Tag, als das Gesetz des Herrn im Tempel gefunden und ihm gebracht wurde. Man stelle sich vor: Das Wort Gottes war so vernachlässigt und vergessen worden, dass es in einer muffigen Ecke des Tempels verloren ging und nicht eher gefunden wurde, bis dass Josiahs Reformen neue Finanzen in die Schatzkammern gebracht hatten. Judah verstand sich immer noch als auserwähltes Volk Gottes. Sie praktizierten immer noch religiöse Anbetung. Aber sie hatten jegliches Anliegen für die heiligen Schriften verloren.

Josiah allerdings hatte ein Herz für Gott und keinen Sinn für Abfall von Ihm. Im Alter von 16 Jahren begann er eine Kampagne, die die Ausrottung des Götzendienstes und die Zerstörung heidnischer Tempel beinhaltete. Dann, im achtzehnten Jahre seiner Herrschaft, wurde das Gesetz gefunden und ihm gebracht. Zum ersten Mal las er mit seinen eigenen Augen das Wort Gottes. Der König wurde nicht nur zur Umkehr bewegt, er wurde bewegt, vor seinem Volk zu stehen und das Gesetz laut vorzulesen.

Heute würden wir Josiah raten, eine Predigt zu halten. Oder ein Buch zu schreiben. Oder einen neuen Dienst zu beginnen. Allerdings gibt es keinen Zweifel an der Tatsache, dass Josiah es bevorzugen würde, sich einfach vor sein Volk zu stellen und ihnen das Wort Gottes vorzulesen.

Wir müssen nicht lange suchen nach Dingen, die Gottes Wort aus unserem Leben rausdrängen werden. Die Alltagsroutine kann unser Leben mit so viel Aktivitäten füllen, dass die Bibel einfach in eine Ecke gedrängt wird, wo sie Staub fängt. Die Vernachlässigung der Bibel belegt einen der obersten Ränge auf der Liste der Dinge, die unser christliches Leben der Kraft und Freude berauben.

Wo immer du dich im Leben befindest, erneuere heute Deine Hingabe, nichts zwischen Dich und deine tägliche Zeit im Wort Gottes kommen zu lassen. Wenn nötig, finde heraus, was immer dir die Stille Zeit raubt – und kümmer dich dann darum!

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. (Hebräer 4:12)
 
Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.
(Psalm 19:163)

Sonntag, 19. April 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


2 Nahum 2:1-3
 
1 Siehe auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündigt: Feiere, Juda, deine Feste, bezahle deine Gelübde! Denn der Frevler wird forthin nicht mehr über dich kommen; er ist gänzlich vertilgt! —
2 Der Zerstörer ist gegen dich herangezogen, [Ninive;] bewache die Festung, beobachte die Straße; stärke deine Lenden, nimm deine Kraft aufs Äußerste zusammen!
3 Denn der Herr stellt die Hoheit Jakobs wieder her, gleichwie die Hoheit Israels; denn die Plünderer haben sie geplündert und ihre Reben verderbt.

2. Chronik 7:14

14 Wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt
Abendmahl - Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.
(Hebräer 4:9)

"Der Gott Israels, der Heiland,
ist manchmal ein Gott, der sich verbirgt,
aber niemals ein Gott, der sich entfernt;
manchmal im Dunkeln,
aber niemals auf Distanz."

(Matthew Henry)