„Auch wenn du sagst, du könntest ihn nicht sehen, so liegt die Rechtssache doch vor ihm; warte du nur auf ihn!“ (Hiob 35:14)

Donnerstag, 3. September 2026

Warum ich glaube (8)

Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist;
wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen!
(Johannes 14:11) 

Wir nähern uns dem Ende unserer kleinen Serie „Warum ich glaube“. Heute geht es um einen Grund, den Jesus selbst für den Glauben anführt: Seine Werke.

Drei Jahre lang hatte Jesus unter den Menschen Israels gelebt und gewirkt. Sie hatten viele Seiner Wunder gesehen: Jesus hatte Kranke geheilt, Brot vermehrt, Wasser in Wein verwandelt, Tote auferweckt, Pflanzen vertrocknen lassen, Dämonen ausgetrieben – und vieles mehr. Man würde meinen: Wer so etwas miterlebt hat, hat einen felsenfesten Glauben! Weit gefehlt! Zwar haben immer wieder Menschen an Jesus geglaubt, nachdem sie Zeugen Seiner Wunder wurden, aber der Mehrheit halfen die Zeichen und Wunder nicht zum Glauben. 

In Johannes 11 wird berichtet, dass Jesus Lazarus von den Toten auferweckt. Dann heißt es in Vers 45: „Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn.“  Wunderbar! Aber in Matthäus 12:24 wollen die Pharisäer das Volk beeinflussen und erklären ihnen: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!

Wunder sind gut und wünschenswert, aber sie sind kein magisches Mittel, Menschen zu Jesus zu führen. Die Mehrheit wird Jesus immer ablehnen.

Dennoch dürfen wir uns Jesu Worte zu Herzen nehmen und Seine Werke als Stärkung für den Glauben erfahren. Und auch die ersten Nachfolger Jesu wurden durch die Wunder im Namen Jesu im Glauben gestärkt. Von den Jüngern heißt es nach dem erstem Wunder in Kana (Joh 4:11):

Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn.

Später waren sie im Sturm auf dem See. Jesu Einladung folgend wagt Petrus auf dem Wasser zu gehen. Dann stillt Jesus den Sturm. Zwei Wunder in einer Nacht und es heißt (Mk 14:33):

Da kamen die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: ‚Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!‘

Nachdem Eutychus nach seinem Fenstersturz in Troas wieder hergestellt wurde, heißt es über die Gläubigen (Apostelgeschichte 20:12):

Sie brachten aber den Knaben lebendig herbei und waren nicht wenig getröstet.

Immer wieder wird in der Bibel von Situationen berichtet, in denen durch Gottes wunderbare Eingreifen Gläubige gestärkt und getröstet werden.

Bis heute dürfen wir das erfahren. Jede Gebetserhörung ist ein Wunder, das unseren Glauben stärkt. Jede Veränderung durch Gott in unserem Leben ist Sein übernatürliches Eingreifen. Manches davon ist gewaltig, manches weniger. Aber immer wieder dürfen wir Gottes Hand – oder zumindest Fingerzeig – in unserem Alltag erkennen. Das darf zumindest derjenige, der mit Jesus im Alltag unterwegs ist.

Zeichen und Wunder – darüber schreibt Johannes (Johannes 20:30+31):

Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Mittwoch, 2. September 2026

Warum ich glaube (7)

Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen.
(Johannes 16:23)

Ich gebe zu, die Begründung für meinen Glauben am vergangenen Samstag war sicher nicht für alle überzeugend. Trotzdem stelle ich mich dazu. Es ging dabei um die überdimensionale Bosheit und Gewalt in der Welt, die ich selbst mir nur durch eine übernatürliche, unterirdische Ursache erklären kann.

Heute ein weiterer Grund „Warum ich glaube“, der vielleicht wieder einige Leser nicht überzeugen mag, der mir aber hilft, an meinem Glauben und Vertrauen auf Jesus festzuhalten. Ich nenne diesen Grund mal die den Bereich der „Unvorstellbarkeiten“.

Glaubenszweifel oder Wanken im Glaubensleben entstehen oft, weil wir Gott nicht verstehen können. Ich bekenne gerne, dass ich dankbar bin, Gott nicht immer verstehen zu können Ich bin von der Dreieinigkeit Gottes überzeugt, obwohl ich nur einige Stützen als Erklärung habe. Ich glaube an die Schöpfung der Welt und des Universums, obwohl ich auch da die Fragen vieler nicht beantworten kann ... ebenso wenig wie die Wissenschaft die vielen Fragen der Kreationisten* nicht beantworten kann. (*Schöpfungsgläubige)

Zweifel entstehen, weil wir wissen und verstehen wollen. Aber das können wir nicht. Wir verstehen zwar immer mehr – oder meinen zumindest, immer mehr zu verstehen, aber wir korrigieren auch immer wieder Vieles, das wir falsch verstanden haben. Manches verstehen wir überhaupt nicht. Und genau das hilft mir zu akzeptieren, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht verstehen können und die wir nicht verstehen müssen.

Unser Menschsein bewegt sich in Raum und Zeit. Wir verstehen Raum und Zeit – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Da, wo die Zeit beginnt oder aufhört, wo die Ewigkeit regiert. Da hört auch unser Verstehen auf.

Beispiel: Egal ob jemand an Gottes Schöpfung oder an die Evolution glaubt – was war davor? Sicher arbeiten Wissenschaftler an Theorie und Thesen für eine Antwort. Aber nichts, absolut gar nichts davon werden sie beweisen können. Ich bin froh, dass ich keine weitere Antwort benötige. Gott gibt uns Antwort, u.a. in Johannes 1:1-3 und 1 Mose 1:1:

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.  ... Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Was war vor der Schöpfung? Gott! Von Ewigkeit war Er – unvorstellbar für das menschliche Hirn, aber glaubwürdig offenbart. Nicht nur von Ewigkeit, sondern auch zu Ewigkeit. Nicht nur die Ewigkeit der Vergangenheit, sondern auch der Zukunft stellt uns vor Verständnisprobleme.

Das gilt auch für die Vorstellung von Raum. Wissenschaftler sprechen vom beobachtbaren und unbeobachtbaren Universum, letzteres liegt jenseits unseres kosmischen Horizontes. Wenn sich nun – nach wissenschaftlichen Behauptungen - das Universum immer weiter ausbreitet, stellt sich die Frage: Wohin und wie lange? Unser menschliches Hirn und Verstehen ist begrenzt und kann nur in Grenzen denken und verstehen.

Raum und Zeit – zwei Beispiele, die zeigen, wie begrenzt unser Verstand ist und bleiben wird – trotz aller Forschung und Entdeckungen. Dazu kommen ungelöste Fragen über Ursachen, Materie und andere Bereiche.

„Unvorstellbarkeiten“! Wenn es im Leben solch komplexe und komplizierte Fragen gibt, die wir nicht beantwortet kriegen, warum sollte ich alle meine geistlichen Fragen beantwortet kriegen? Was wir für einen festen, fundamentierten Glauben wissen müssen, hat Gott offenbart. Und – Gott sei Dank! – hat Er uns Fragen gelassen, die uns mit Ehrfurcht und Staunen stehen lassen; Fragen, die uns zeigen, dass unser Schöpfer nicht völlig fassbar ist für die Hirne Seiner Geschöpfe! Sonst wäre Er ja auch nur einer von uns!

Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen.
(Johannes 16:23)

Dienstag, 1. September 2026

Biographie: Hiob

Unsere Miniserie „Warum ich glaube“ kommt in dieser Woche zu Ende. Um uns heute am Biographie-Dienstag ein wenig an die Thematik anzupassen, möchte ich heute noch einmal einen Blogeintrag wiederholen, den es vor vielen Jahren bereits einmal gab.

Hiob ist sicher den meisten Lesern bekannt. Er musste GANZ untendurch. Seine Biographie ist das Zeugs, aus dem Filme gemacht werden. Und wenn es nicht in der Bibel stünde, würde es mancher nicht glauben.

Hiob war reich gesegnet mit 10 Kindern, davon 7 Söhne, was zu seiner Zeit unter den Menschen als Zeichen des Segens und Wohlgefallens Gottes galt. Hiob war steinreich. Nicht eine Schafherde, die in jeden größeren deutschen Garten passen würde. Seine Schafherden bedeckten das Land. Kamele ohne Ende, Rinder, Esel – nenne, was Du willst!

Verständlicherweise brauchte – und hatte er – Personal so viel er wollte. All das machte ihn zum reichsten Mann des Ostens. Aber das betrachtete er nicht als seinen größten Reichtum. Hiob war ein frommer und gerechter Mann. Sein Anliegen war weder Reichtum noch Ehre oder Prestige. Es war auch nicht nur persönliche Frömmigkeit, sondern auch für seine Familie. Und dann fing all das an ...

Zunächst fallen Feinde über Hiobs Herden her, töten die Hirten und stehlen das Vieh. Warum?  Die Bibel sagt es nicht. Aber alles stirbt oder wird gestohlen. Zu guter Letzt kommen bei einer Familienfeier der Geschwister alle Kinder Hiobs durch einen heftigen Wüstenwind ums Leben, der das Haus, in dem sie feiern, zum Einsturz bringt. Über Nacht wird Hiob vom reichsten Mann des Ostens zum elendsten Mann des Ostens. Unglaublich seine Worte:

Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gelobt! (Hiob 1:21)

Nicht lange danach wird Hiob auch das noch genommen, was er noch hatte. Von Kopf bis Fuß brachen böse Geschwüre an ihm aus. Seine Frau war ihm in dieser Zeit keine Stütze, denn sie riet ihm, dem Glauben abzusagen und zu sterben. Erneut unglaublich Hiobs Worte:

Wenn wir das Gute von Gott annehmen,
sollten wir da das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 2:10)

Warum all das? Das Buch Hiob gibt viele herrliche Lektionen, die es sich zu lesen lohnt. Zur Beantwortung dieser Frage springen wir ins Kapitel 42. Nicht ein geistliches Höhenerlebnis oder irgendeine Art Ungehorsam riefen diese Anfechtungen hervor. Nein, Hiob ging durch Not, die Teil der Schule Gottes in seinem Leben werden sollte. Ich bin überzeugt – hätten wir Hiob am Ende seines Lebens gefragt: „Würdest du Zeit der Anfechtung gerne aus deiner Biographie entfernen?“, dann hätte er geantwortet: „Bloß nicht! Das war die wichtigste Zeit meines Lebens!“ Die Anfechtung brachte Hiob an den Punkt, dass er freudig ausruft:

Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört,
aber nun hat mein Auge dich gesehen. (Hiob 42:5)

Durch die Anfechtung hatte Gott Hiobs geistlichen Augen enorm geöffnet. Außerdem machte er glaubensstärkende Erfahrungen mit Gott, die man nur in solchen Anfechtungen lernen kann. Zur Vervollständigung seiner Biographie hier die letzten Verse aus dem Buch Hiob:

Hiob aber lebte danach noch 140 Jahre
und sah seine Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Geschlecht.
17 Und Hiob starb alt und lebenssatt.
(Hiob 42:16+17)

Montag, 31. August 2026

Warum ich glaube (6)

Aber das Gefäß, das er aus Ton machte, verdarb in der Hand des Töpfers. Da fing er von Neuem an und machte daraus ein anderes Gefäß, wie es in den Augen des Töpfers richtig war. (Jeremia 18:4)

Fünf Gründe für den Glauben haben wir uns in der letzten Woche bereits angeschaut. Nicht jeder Grund mag bei jedem Leser gleich schwer ins Gewicht fallen. Fest steht allerdings, dass es gute Gründe gibt, zu glauben und am Glauben festzuhalten.

Vorgestern, am Samstag, haben wir über Machtmissbrauch, das zum Himmel schreiende Unrecht und die Unbarmherzigkeit von Menschen gegenüber Menschen nachgedacht. Viel Böses in der Welt hat solch eine dämonische Fratze, dass es nicht anders zu erklären ist als die Auswüchse unterirdischer, teuflischer Bosheit. Auch das bestätigt unseren Glauben!

Allerdings kann das Gegenteil unsern Glauben noch viel mehr einzementieren und bestätigen. Gottes Wort verspricht, dass durch die Beziehung zu Jesus als Retter und Herr ein Leben auf den Kopf gestellt wird. Die Veränderung ist so gewaltig, dass man es nicht anders bezeichnen kann als „eine neue Kreatur“. Gut, das Äußere des Menschen bleibt oft gleich oder ähnlich, aber das Innere wird erneuert. Hier einige Beispiele:

Mein langjähriger Freund wurde radikal verändert, als er sein Leben Jesus anvertraute. Ein versuchter Mordversuch als Teenager brachte ihn ins Gefängnis. Jesu Gnade und Liebe veränderten ihn. Er besuchte eine Bibelschule und wurde Missionar im Ausland.

Der bekannte „Narnia“ Autor, C.S. Lewis, war seit seiner Jugend überzeugter Atheist. Im Alter von 30 Jahre gab er seinen Kampf gegen Gott auf und wurde zu einem berühmten und überzeugenden Glaubensverteidiger (Apologeten).

Der große Spötter George Bernard Shaw bekannte in einem seiner letzten Bücher: "Ich bekenne, dass ich, nachdem ich nun bald 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe, keinen anderen Weg aus dem Elend der Welt sehe, als den Weg, der uns von Christus gezeigt wird."

Über Martin Kampuis, einen Psychologen und ehemaligen praktizierenden Buddhisten des tibetanischen Buddhismus heißt es, dass er nach Indien und Nepal reiste, in Ashrams und buddhistischen Klöstern lebte und nach Erleuchtung suchte. 1990 begegnete er Jesus, vertraute sein Leben Jesus an und ist heute Pastor.

John Newton war ein brutaler Sklavenhändler, der seine unbeschreiblichen Sünden erkannte, bereute und ließ. Er folgte fortan Jesus Christus, setzte sich gegen den Sklavenhandel ein und schrieb das weltweit bekannte Kirchenlied: „O Gnade Gottes wunderbar“.

Corrie ten Boom und ihre Schwester Betsy litten unsagbar im Ravensburger KZ. Betsy überlebte die Zeit nicht. Corrie selbst evangelisierte später und erfuhr übernatürliche seelische Heilung, als einer der KZ Wärter, der sich mittlerweile zu Jesus bekehrt hatte, sie nach einem Vortrag um Vergebung bat. Beides ist übernatürlich: die Bekehrung eines KZ Wärters und die spontane seelische Heilung einer Betroffenen.

Die meisten Menschen haben keine so dramatischen Veränderungen erlebt. Aber jeder, der Jesus sein Leben anvertraut, wird von ihm erneuert. Bei krassen Fällen fällt die Veränderung halt krasser aus.

Aber dass eine alte Kreatur zu einer neuen Kreatur werden kann, das ist schon eine übernatürliche Angelegenheit, die Gott selbst in einem Menschen vollbringt. Verändertes Leben - ein weiterer, starker Grund für den Glauben!

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! 18 Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat. (2 Korinther 5:17+18)

Sonntag, 30. August 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 19:13-15

13 Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie lege und bete. Die Jünger aber tadelten sie.
14 Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel!
15  Und nachdem er ihnen die Hände aufgelegt hatte, zog er von dort weg.

Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Gemeinschaft

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Ich weiß gar nicht, wie ich die Zeit nach dem Unfall 
ohne das Bibelwissen aus dem Kindergottesdienst 
überstanden hätte, 
dabei habe ich vorher gar nicht gewusst, 
was die Bibel für ein tolles Fundament ist.  
(Samuel Koch)
 
Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.  
(Augustinus)

Samstag, 29. August 2026

Warum ich glaube (5)

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm [Gott] wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.  (Hebräer 6:11)

Eine vermutlich eher erstaunliche Stärkung meines Glaubens erfahre ich durch den Blick in die Welt – in die „böse Welt“ – genauer gesagt: der Blick auf die Bosheit der Menschen. Seltsamer Grund für Glauben, oder?

Dass wir in einer ungerechten und leidvollen Welt leben, ist uns allen klar. Krankheit macht vor niemandem halt. Junge und Alte, Reiche und Arme haben die gleichen Krankheiten, unter denen sie leiden, die sie oft ihr Leben lang tragen müssen – oder an denen sie sogar sterben. Katastrophen machen auch keinen Unterschied zwischen Mann und Frau, Europäer oder Asiaten, Ungebildeten und Intellektuellen. Und selbst Verbrechen treffen alle Ebenen der menschlichen Gesellschaft.

Regelmäßig höre ich mir Podcasts der Organisation „OpenDoors“ an, die sich mit Christenverfolgung weltweit beschäftigt und darauf aufmerksam macht. Was in manchen dieser Podcasts berichtet wird, übersteigt den Durchschnitt des Leids und der Gewalt.

Ähnliches gilt für diktatorische Regime wie die in Nordkorea oder Somalia. Ähnliches muss über Terrorgruppen gesagt werden, die in zahllosen Ländern der Welt wehrlose Bevölkerungen ganzer Landstriche terrorisieren.  

Es ist richtig, dass es diese überproportionalen, gefühllosen Gewaltexzesse schon immer gegeben hat. Man denke nur an die Foltermethoden der Assyrer (und anderer Nationen) in der Antike, die Gräuel des 30-jährigen Krieges oder der Hitler-  Pol Pot- oder Stalinzeit. Aber wie kann es sein, dass Menschen ihren Mitmenschen auf eine bestialische Weise begegnen, die selbst in der Tierwelt nicht zu finden ist? Wie kann es sein, dass Menschen Freude daran haben, anderen das Leben zu verderben und auf die undenkbarsten Weisen zu nehmen?  Die Bibel gibt Antwort darauf (1 Mose 6:5; Römer 3:10-18):

Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse.

»Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; 11 es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. 12 Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! 13 Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen; 14 ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit, 15 ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; 16 Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, 17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht. 18 Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.«

Diese und viele andere Verse erklären die Fähigkeit des Menschen zu aller Art von Bösem und jeglicher Unfähigkeit, das vor Gott Gute zu tun. Dazu kommt, dass der Mensch, der nicht Gott zum Vater hat, Satan zu Vater hat (Johannes 8:44). Wenn Satan nun ein williges Werkzeug findet, kommt zur gefallenen Natur des Menschen noch einmal diabolische Mächte hinzu. Anders sind die teuflischen Hass- und Gewaltaktionen kaum zu erklären.

Diese, in der Bibel bereits erwähnte teuflische Verdorbenheit, erklärt das unmenschliche, unirdische Verhalten, dass wir in immer mehr Regionen der Welt feststellen müssen.

Auf diesem dunklen Hintergrund unterirdischer Bosheit leuchtet die überirdische Liebe, Gnade, Treue, Sanftmut, Vergebung ... Gottes umso himmlischer und übernatürlicher.

Es fällt mir schwer, zu erklären, warum mir gerade diese Gedanken helfen, an Gott zu glauben. Aber so ist es. Wer beides verkraften kann – die unterirdische Bosheit Satans und die übernatürliche Liebe Gottes, dem sei das Open Doors Video im Seitenfenster empfohlen.

Übermorgen dann noch ein paar ermutigende Nachgedanken zum heutigen Eintrag. Der Herr segne Euch!

Freitag, 28. August 2026

Warum ich glaube (4)

Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet. (2 Petrus 1:21)

Bereits gestern ging es um die Bibel, das unfehlbare Wort Gottes. Heute eine teilweise Wiederholung eines früheren Posts. Aber er beantwortet die Frage unserer Miniserie: „Warum ich glaube“. Gerade der heutige Beitrag muss eigentlich jedem neutralen Leser Mut machen.

Petrus schreibt einen ganz starken Vers über die Bibel, die Heilige Schrift. Ist natürlich leicht daher gesagt. Auch die Muslime würden über ihren Koran sagen, dass er nicht durch menschlichen Willen, sondern Gott hervorgebracht wurde. Ähnliches würden die Buddhisten über den Tripiṭaka behaupten, die Hindus über die Veden und andere Glaubensrichtungen über ihre „heiligen“ Schriften. Gibt es Belege für die Besonderheit der Bibel und Beweise für die göttliche Eingebung der Heiligen Schrift?

In seinem Buch „Der Himmel – Ein Platz auch für Dich?“ schreibt der Wissenschaftler und Informatiker, Werner Gitt, von weit über 3000 bereits erfüllten Prophezeiungen in der Bibel: Vorhersagen, die zukünftige Ereignisse prophezeien, die sich dann tatsächlich erfüllt haben. Zu diesen weit über 3000 erfüllten Prophezeiungen gehören sehr viele, die sich nachprüfbar auf das Erdenleben Jesu beziehen – auf Seine Geburt, seinen Geburtsort, die Verfolgung gleich nach Seiner Geburt, Seine Wundertaten, Seine Lehre, Seine Nachfolger, die Details über Sein Sterben, Seine Grablegung und Seine Auferstehung. Allerdings gibt es zahllose andere Prophetien, die sich nicht mit dem Erdenleben Jesu beschäftigen. Dazu gehören die erstaunlichen und mittlerweile erfüllten Vorhersagen von Israels weltweiter Zerstreuung in alle Welt und seine erneute Sammlung aus aller Welt nach jahrhundertelanger (fast 2 Jahrtausende langer) Versenkung. Die Erfüllung kam 1948.

Auch vorhergesagt wurde die Reihenfolge von mehreren Weltreichen – zum Teil bis hin zur Vorhersage der Regenten mit Namensnennung. Die Bibel enthält Tausende von Prophetien, die sich bereits genau erfüllt haben.

Wie wahrscheinlich ist es aber, dass 3268 Zukunftsvoraussagen (Gitts gezählte, erfüllte Prophezeiungen) exakt eintreffen?* Es ist wie 138 Lottogewinne in Folge! Menschlich unmöglich! Nur die Heilige Schrift, die Bibel, enthält diese erstaunlichen, übernatürlichen Prophetien! Wie kann das sein, wie kann es so etwas geben, wie zustande kommen?

„Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“

Das Menschenunmögliche vollbrachte Gott. Er steht über der Zeit, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gott kennt unser morgen, unser übermorgen und unsere nächsten Jahre. Er ist der Herr aller Zeiten! Es war Sein Heiliger Geist, der Menschen (im positiven Sinn) getrieben, inspiriert und geleitet hat. Gottes Wort und Weisheit – auch über die Zukunft – eingehaucht in den menschlichen Geist, ausgesprochen, aufgeschrieben, festgehalten in der Schrift, die wir bis heute in unseren Händen halten: Gottes Wort: unsere Bibel.

In 2 Petrus 1:19 heißt es: Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

Ja, an diesem völlig gewissen Wort halten wir uns fest. Auch in – und gerade in Zeiten des Wankens, der Fragen und des Zweifels. Gottes lebendiges Wort ist ein Licht – ein helles und warmes Licht. Es gibt nicht nur Hoffnung in den gegenwärtig dunklen Zeiten unserer Weltgeschichte; es richtet uns auch auf in den dunklen Abschnitten unseres persönlichen Lebens und Alltags.

* Eine mathematische und illustrative Aufarbeitung dazu Hier und Hier!