„Der ganz banale Grund, warum wir heute darunter leiden, so wenig von Gott zu hören, ist der, dass wir nicht still sind und deshalb nichts hören.“ (Hans Peter Royer)

Freitag, 10. Juli 2026

Schwarz/Weiß – „Aber ...“


Gestern hatten wir uns eine große Auswahl von Bibelstellen angeschaut, die alle dieselbe Aussage unterstreichen:

"Wer den Sohn hat, der hat das Leben;
wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht."
(1 Johannes 5:12)

Daraus hatten wir entnommen: Die Antwort ist schwarz/weiß: Es gibt kein Hintertürchen in den Himmel. Entweder durch Jesus – oder gar nicht.  
 
 „ABER ...“ werden manche sagen: „Gott weiß doch, ob sich Menschen für ihn entschieden HÄTTEN, HÄTTEN sie die Gelegenheit gehabt.“
 
Korrekt! Gott ist allwissend und weiß alles, was sich je abgespielt hat, abspielt, sich abspielen wird und sich abspielen könnte. Dennoch hat Er uns in Seinem Wort klar offenbart:

Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. (Römer 10:13)

Es heißt nicht: „Wer den Namen des Herrn angerufen hätte, hätte er gewusst ...“ Welchen Zweck würde dann der Aufruf erfüllen, allen Menschen unter großen Opfern die Botschaft von Jesus zu bringen – wenn Gott doch eh weiß ...?  Wahrscheinlich denken aber zu viele Christen so, denn die meisten Christen zeigen wenig Interesse an Evangelisation und Mission.

„Aber ...“ werden andere sagen: „Gott wird denen eine zweite Möglichkeit geben, die nie das Evangelium gehört haben.“
 
Hebräer 9:27 sagt uns das Gegenteil: Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so ist auch Christus einmal geopfert worden, ...“  Anders ausgedrückt: Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach das Gericht!

Die Bibel gibt uns keinen Anlass zu der Vermutung, dass es für irgendeinen Menschen eine zweite Gelegenheit nach dem Tod geben wird. Im Gegenteil! Die Bibel sagt, dass allen Menschen ein Maß an Gelegenheit gegeben ist – sie es aber zurückgewiesen haben.

„Aber ...“ sagt eine dritte Gruppe: „Gott ist gerecht und wird niemanden in die Verdammnis schicken, nur, weil er nicht von Jesus gehört hat.“
 
Auch diese Aussage ist korrekt! Die Bibel lehrt nicht, dass Menschen verloren gehen, weil sie nicht von Jesus gehört haben. Die Bibel lehrt, dass Menschen verloren gehen, weil sie gesündigt haben. Kein Mensch kommt unter das Gericht, weil er Jesus ablehnt. Wir sind bereits alle unter dem Gericht, weil wir Sünder sind, und Gott ist weder verpflichtet, uns zu begnadigen, noch ist Er verpflichtet, einen anderen Heilsweg für Menschen zu schaffen, die Jesus nicht kennen.

Das Problem liegt nicht bei Gottes vollkommener Gerechtigkeit, sondern bei unserem menschlichen Gerechtigkeitsverständnis.

Anstatt 1 Johannes 5:12 und all die anderen Verse so zu nehmen, wie sie klingen und das zu verstehen, was sie aussagen (dass Menschen von Jesus hören und an Ihn glauben müssen), erklären viele die Dringlichkeit des Missionsauftrags und die Einzigartigkeit der Heilstat Jesu weg. Warum? Mehr dazu morgen! Für heute wollen wir uns erinnern:

Wer den Sohn hat, der hat das Leben;
wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

Donnerstag, 9. Juli 2026

Schwarz/Weiß

Wer den Sohn hat, der hat das Leben;
wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ 
 (1 Johannes 5:12)

Im Austausch mit Christen verschiedener Prägung kommen immer wieder Fragen auf wie:
“Wer kommt in den Himmel?““Was ist mit guten Menschen, die keine Christen sind?““Was ist mit denen, die nie von Jesus gehört haben?““Was ist mit Menschen aus anderen Religionen?“

1 Johannes 5:12 beantwortet die Frage: Ewiges Leben ... Heil ... Vergebung ... Himmel ... Errettung ... ist nicht guten Menschen verheißen oder Menschen, die irgendeine Religion haben, sondern denen, die an Jesus, den Sohn Gottes glauben

Die Bibel offenbart uns weder ein Hintertürchen für die alte, gutmütige Oma Berta, die von Jesus aber nichts wissen will, noch für die Menschen, die von Jesus noch nichts gehört haben.
Auch für die, die es in ihrer eigenen Religion ernst meinen und versuchen, Gott zu gefallen, finden wir kein Hintertürchen im Wort Gottes erwähnt. Die Antwort ist schwarz/weiß, entweder ... oder.
Fazit ist: Es gibt kein Hintertürchen! Die Bibel ist 100% klar. Nicht nur im 1 Johannesbrief, sondern auch an vielen anderen Stellen. Hier eine kleine Auswahl.
  • Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3:36)  
  • Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. (Johannes 3:18)
  • Zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus ist! (Joh. 4:42)
  • Jesus spricht: Ich bin der Weg & die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! (Johannes 14:6)
  • Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Apostelgeschichte 4:12)
  • Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. (Apostelgeschichte 10:43)
  • Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden (Römer 10:13)
Lasst uns Gottes Wort nicht verwässern. Lasst uns die Dringlichkeit von Evangelisation (im eigenen Sprach- und Kulturkreis) und Mission (im fremden Sprach- und Kulturkreis) nicht übersehen. Lasst uns die Einzigartigkeit Jesu nicht opfern auf dem Altar falscher Toleranz
und Menschengefälligkeit

Lasst uns die einzigartige Botschaft von Jesus – und Jesus allein – verkündigen, denn:

Wer den Sohn hat, der hat das Leben;
wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

Diese Aussage ist weder fundamentalistisch noch lieblos. Sie erzwingt den Glauben nicht, sondern präsentiert Fakten. Sie ist nicht intoleant, sondern läßt andere Überzeugungen zu.

Diese Aussage erklärt, warum wir so bestimmt und dringend zu Jesus einladen:

Wer den Sohn hat, der hat das Leben!“

Mittwoch, 8. Juli 2026

Normalzustand

Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes. (1 Petrus 4:12)

Im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache wird „Normalzustand“ folgendermaßen beschrieben:

Der Normalzustand ist ein gewohnter, erwartbarer Zustand, der der Mehrheit entspricht oder als Normalität (Zustand) und vorschriftsmäßig angesehen wird. Er definiert sich über das, was keinen Stress bereitet und reibungslos funktioniert.

Das hört sich fast etwas zu kompliziert an. Eine ähnliche, aber kompaktere Definition lautet:

Eine typische oder übliche Situation oder ein typischer oder üblicher Zustand.“

Gibt es auch einen Normalzustand von oder für Christen? Was oder wie sähe der christliche Normalzustand aus? Seltsame Frage! Ich kam darauf durch einen Leitartikel in einer Zeitschrift von Open Doors. Da berichtete der Autor über einen Besuch in einem Land, das im Krieg war und jahrzehntelang unter der Diktatur eines islamischen Regimes gelebt hatte. Der Autor wurde von einheimischen Christen gefragt: „Was ist eigentlich Demokratie?“

Der Normalzustand für uns Christen in der westlichen / demokratischen Welt ist ein Leben in Freiheit – Glaubensfreiheit, Bewegungsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Redefreiheit usw. All das ist Normalzustand – für uns.

Normalzustand für 380.000.000 Christen in vielen Ländern der Welt ist Verachtung, Diskriminierung, Rufmord, Verfolgung, Enteignung, Todesgefahr ... wegen ihrem Glauben. Viele kennen es gar nicht anders. Weder in islamisch, noch in hinduistisch, buddhistisch oder atheistisch dominierten Ländern gehören Freiheiten, die wir genießen, zum Normalzustand. Viele Christen dort kennen es gar nicht anders.

Wir wollen und dürfen Gott danken für die unverdiente Sondergnade, die Er uns gewährt, in Frieden und Freiheit unseren Glauben leben und bezeugen zu dürfen. Biblisch gesehen – so vermute ich – ist unsere Situation in der freien Welt eher ein Unnormalzustand, denn der einleitende Vers aus 1 Petrus 4:12 deutet darauf hin, dass Verfolgung eher normal als unnormal ist. Das bestätigt Jesus in der Bergpredigt (Matthäus 5:10-12):

Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.

Und in 2 Timotheus 3:12 lehrt Paulus:

Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.

Niemand soll sich selbst zum Märtyrer machen. Aber Leiden, Diskriminierung anzunehmen, Verachtung zu erdulden um Jesu Willen – das gehört zu unserer Christenleben dazu. Der Normalzustand in der Nachfolge Jesu beinhaltet die Bereitschaft, um Seinetwillen Nachteile zu akzeptieren.

Ich danke dem Herrn für die Ermutigung, die Er uns schenkt durch die Standhaftigkeit der Geschwister in der Verfolgung. Sie sind vermutlich dem biblischen Normalzustand eines Glaubenslebens wesentlich näher als wir.

Umso mehr wollen wir für sie beten, und unseren Glauben nicht verstecken, sondern ernst nehmen und in unserem Umfeld bezeugen!

Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: ›Ein Diener ist nicht größer als sein Herr.‹ Da sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Und wenn sie auf mein Wort gehört haben, werden sie auch auf euch hören! (Johannes 15:20)

Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt. (Römer 5:3)

Dienstag, 7. Juli 2026

Biographie: Girolamo Savonarola

Wenn ich als Evangelikaler katholische Helden haben würde, wäre Savonarola unter den ersten. Aufmerksam wurde ich auf ihn durch die „Die Meistergeige“, eine Erzählung von Ernst Schreiner. Seitdem fällt mir sein Name ins Auge, wenn er irgendwo steht und ich habe mich auch sonst ein wenig mit ihm beschäftigt.

Girolamo Maria Francesco Matteo Savonarola wurde am 21. September 1452 im italienischen Ferrera geboren. Mit sechs weiteren Geschwistern wuchs er auf und erwarb als junger Student den Masterabschluss in Sprach-, Kultur- und Geisteswissenschaften. Im Alter von 22 Jahren wurde er Novize in einem Kloster der Dominikaner. Etwa 2 Jahre später begann er seinen Predigtdienst. Wie Martin Luther einige Jahrzehnte später hatte Savonarola einen starken Drang zum Lesen und Studieren der Heiligen Schrift und stellte sie über die Beschlüsse der Kirche und der Päpste. Er wurde zu einem lauten Kritiker seiner Kirche und rief unermüdlich zur Buße auf. Dabei bedeutete Buße nicht nur Lippenbekenntnis, sondern Umkehr, Abkehr und konkrete Schritte eines veränderten Lebens. Seine Predigten mit starker Kritik an Kirche und Ungerechtigkeit im Staat führten leider auch in die Politisierung seiner Lehr- und Predigttätigkeit.

Im Alter von 47 Jahren wurde ihm vom Papst das Predigen verboten. Das hielt Savonarola nur kurze Zeit aus, bevor er wiederum gegen Unarten und Missstände der Kirche predigte. Im „Fegefeuer der Eitelkeiten“ wurden auf Befehl Savonarolas auf einem Scheiterhaufen Symbole der Verkommenheit verbrannt, die entweder beschlagnahmt oder freiwillig gebracht und ins Feuer geworfen wurden. (Ok, das war eine fragliche Aktion. Fraglich wäre es allerdings auch gewesen, z.B. pornografische Schriften in den Häusern der „Christen“ zu haben). Keine Frage, dass der Vorreformator Savonarola sich durch sein z.T. überstrenges Vorgehen nicht nur Freunde machte. Die herrschende Klasse und die katholische Kirche schauten argwöhnisch auf diesen Bürger in Florenz.

Als die Stimmung kippte und Savonarola an Einfluss verlor, erzwang der Papst die Gefangennahme des Predigers. Savonarola wurde weggesperrt, gefoltert und zum Tod verurteilt. Am 23. Mai 1498, im Alter von nur 45 Jahren starb Savonarola durch Erhängen. Sein Leib wurde anschließend verbrannt und die Asche verstreut.

Während der kirchliche Historiker Cyriacus Spangenberg Savonarola als „vorlutherischen Reformator“ beschrieb, bezeichnete ihn Martin Luther in einem Vorwort zu einer von Savonarolas letzten Schriften als „heiligen Mann“.

Natürlich hat die Biographie eines jeden Menschen Flecken. Für evangelikale Christen ist das Leben und Glaubensleben von Christen des Mittelalters manchmal schwer nachzuvollziehen. In einer Zeit, als es kaum etwas anderes gab als die (fast) allmächtige katholische Kirche, war es nicht einfach, den biblischen Glauben zu leben ... oder überhaupt zu kennen. Savonarola war einer von denen, die Gottes Wort liebten, studierten, lehrten und lebten. Und sicher war er auch ein Wegbereiter der Reformation, die Gott nur wenige Jahre später durch Martin Luther wirkte.

Zitate von Girolamo Savonarola:

Es gibt nichts, was dem Tyrannen verhasster wäre als der Dienst Christi und das rechte christliche Leben, denn es ist geradezu sein Gegenteil, und ein Gegenteil sucht das andre zu vertreiben.

Jedes Mal, wenn man ausdrücklich sehen kann, dass die Befehle der Oberen den Befehlen Gottes entgegen sind und besonders dem Gebot der Liebe, dann dürfte keiner gehorchen.

Sündigen ist menschlich; sich der begangenen Sünden rühmen ist teuflisch.

Eine englischsprachige Kurzbiografie findest Du außerdem HIER

Montag, 6. Juli 2026

Start in den Tag - „Ein Morgengebet um Hilfe“

"Lieber Gott, bis jetzt ist der Tag ganz gut gelaufen: Ich habe nicht getratscht, bin nicht aus der Haut gefahren und war nicht gemein. Ich habe mich auch nicht egoistisch oder selbstverliebt verhalten.

Aber in ein paar Minuten, Gott, werde ich aus dem Bett aufstehen, und von da an werde ich jede Hilfe brauchen, die ich bekommen kann.“

Richtig, früh am Morgen, gerade aufgewacht, kann der Tag noch ganz gelungen und friedevoll aussehen. Aber bereits Momente nach dem Aufstehen kann sich das ganz schnell ändern. Eine leere Zahnpasta Tube oder Milchtüte nervt, der Kaffee macht einen hässlichen Fleck auf die Tischdecke oder vielleicht sogar aufs Hemd, jemand im Haus macht eine unpassende Bemerkung oder eine digitale Nachricht ruiniert die Laune. Das kann ganz schnell gehen. Das kann man auch nicht unbedingt alles und immer vermeiden. Allerdings glaube ich, dass man die Reaktionen auf Unliebsamkeiten zu Tagesbeginn sehr wohl (oft) regulieren kann.

In Psalm 5:4 beschreibt David, der Mann nach dem Herzen Gottes, wie er seinen Tag beginnt:

Herr, in der Frühe wirst du meine Stimme hören; in der Frühe werde ich dir zu Befehl sein und Ausschau halten.

Scheinbar begann David den Morgen damit, Gott zu loben und seinen Tag vor Gott auszubreiten. Er macht sich innerlich bereit, Gott zu Befehl zu sein, bereit zu sein für das, was Gott für ihn geplant hat.

Es scheint Gott zu Gefallen, in der Frühe des Tages zu Seinen Kindern zu reden. Der Prophet Hesekiel schreibt in Kapitel 12:8:

Aber am Morgen früh erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen ...

Und im Neuen Testament finden wir die gleiche Einstellung. Lukas schreibt in Lukas 21:38:

Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören.

Von Mose wissen wir, dass sein Gesicht leuchtete, wenn er in Gottes Gegenwart gewesen war. Gut, das Leuchten mag vielleicht nicht die Regel bei uns sein, aber ein Aufenthalt in der Gegenwart Jesu wird sicher auch uns anders in den Tag schicken als ein Sprung in den Tag ohne Begegnung mit Jesus.

Nun, es ist sicher wertvoll und recht, wenn wir ähnlich beten, wie es das Gebet am Anfang zum Ausdruck bringt. Aber lasst uns doch in diese Woche gehen mit mehr als einem Stoßgebet, bevor wir aus dem Bett springen. Lasst uns in die Woche und in jeden neuen Tag gehen mit einer Zeit in der Gegenwart Jesu, Zeit mit Seinem Wort und Gebet. Es wird sicher unsere Tage prägen.

Sonntag, 5. Juli 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Psalm 95:1-7a
 
1 Kommt, lasst uns dem Herrn zujubeln und jauchzen dem Fels unsres Heils!
2 Lasst uns ihm begegnen mit Lobgesang und mit Psalmen ihm zujauchzen!
3 Denn der Herr ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter.
4 In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Gipfel der Berge gehören ihm.
5 Sein ist das Meer, denn er hat es gemacht, und seine Hände haben das Festland bereitet.
6 Kommt, lasst uns anbeten und uns beugen, lasst uns niederfallen vor dem Herrn, unserem Schöpfer!
7 Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand. 
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst und Gemeindefest
Anbetung Gebet - Predigt
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Gemeinschaft

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Groß bist du, Herr, und über alles Lob erhaben.
Und da will der Mensch dich preisen,
dieser winzige Teil deiner Schöpfung.
Du selbst regst ihn dazu an;
denn du hast uns zu dir hin geschaffen,
und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir."

(Micha 7:18+19)

Samstag, 4. Juli 2026

Sei Gottes Instrument

Der am Ende des Blogs eingefügte Videocliplink ist sehenswert! Aus Müll stellen die Armen in Asuncion, Paraguay, Instrumente her. Leimdosen, Bierdosen und anderer Abfall wird gesucht, gefunden und zu etwas Neuem gemacht. Am Ende entstehen herrliche Klänge, nicht nur von den Einzelinstrumenten, sondern auch im Zusammenspiel.

Der Dirigent Luis Szaran erklärt: „Wir schaffen Schönheit aus allem was wir finden. Alles ist zu etwas nutze.

Was für ein gewaltiges, geistliches Bild! Instrumente aus Schrott und Scherben, die herrliche Musik erzeugen.

Immer wieder begegne ich Menschen, die sich vorkommen wie ein Stück Schrott oder ein Haufen Scherben in dieser Welt. Weggeworfen oder links liegen gelassen. Sie halten sich zwar am Leben fest, fühlen sich aber vom Leben übergangen. Ihre Lebensphilosophie ist: „Ich bin erfolglos. Ich bin ein niemand. Ich kann nichts. Ich bin ein Versager.“

Nicht jeder sieht es ganz so drastisch (obwohl genügend Menschen sich so oder ähnlich beurteilen). Andere sind zufriedener, vielleicht erfolgreicher. Kommt es aber zur Nützlichkeit für Gottes Reich, macht sich auch bei ihnen Frust breit. Sie fühlen sich unbrauchbar, unnütz und wertlos. Vielleicht gehörst Du zu einer dieser Gruppen.

Tatsache ist: So wie die Paraguayer aus Wertlosem Wertvolles machten und am Ende herrliche Musik erzeugen, so hat Gott Dich wertvoll gemacht und möchte Dich gebrauchen. Gott sagt:

„Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wert geachtet, und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben.“ (Jesaja 43:4)

Von ferne her ist mir der Herr erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade. (Jeremia 31:3)

Jesus treu dienen in Demut und Schwachheit – einfach nur ausführen, was Er uns aufträgt – das reicht. Auf diese Weise Jesus wird auch aus Deinem Leben herrliche Musik produzieren.

Unser Problem ist, dass wir manchmal meinen, ein Synthesizer oder ein ganzes Orchester sein zu müssen. Aber die Pauke oder Oboe, die nur einen kleinen Teil spielt, ist für das Gesamtwerk nicht weniger wichtig wie all die anderen Instrumente. Sei, was Du bist, diene Jesus, mit dem, was Du hast und lass Dich von Ihm gebrauchen. Er schafft Schönheit aus allem, was Er findet. Alles ist nützlich.

Sei ein Musikinstrument Gottes. Lass Ihn durch Dich herrliche Klänge erzeugen. Dabei geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Deinen Alltag, Deine Gemeinde, Deine Familie. Es gibt viele Noten, die im Reich Gottes darauf warten, gespielt zu werden. Von Dir!

Um den Videoclip zu sehen HIER klicken.

Freitag, 3. Juli 2026

Biolumineszenz

Biolumineszenz! Was für ein Wort; wahrscheinlich den meisten Lesern unbekannt. Mir auch – bis vor zwei oder drei Wochen. Ich stolperte über die Frage eines Skeptikers. Er gab einem Christen zu bedenken: Nach 1 Mose 1:3-5 schuf Gott am ersten Tag das Licht:

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.

Aber erst am vierten Tag schuf Er unsere Sonne, den Mond und die Sterne, die die Erde beleuchten – und Tages und Nachtrhythmus anzeigen sollten (1 Mose 1:14-19):

Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre, und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie die Erde beleuchten! Und es geschah so. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht; dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Himmelsausdehnung, damit sie die Erde beleuchten und den Tag und die Nacht beherrschen und Licht und Finsternis scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der vierte Tag.

Licht am ersten Tag ohne Sonne und ohne Sterne? Was soll das für Licht gewesen sein? Dem erwähnten Christ kam anscheinend keine spontane Antwort in den Sinn (und mir auch nicht). Aber nach einiger Zeit des Nachdenkens kamen mir doch Antworten, die ich auf eine solche Frage geben würde:

1.     Die am 4. Tag geschaffenen Lichtquellen werden speziell in Bezug zur Erde genannt. Kann es sein, dass das Licht aus Vers 3 aus nicht konkret genannten anderen Quellen stammte?

2.     Manche Ausleger beziehen das Licht aus Vers 3 auf Gottes Herrlichkeit. Es sei hier der Vollständigkeitshalber erwähnt, obwohl ich damit Schwierigkeiten habe, denn Gottes Herrlichkeit wurde nicht geschaffen. Sie ist ewig. Ebenso problematisch finde ich die Erklärung, das Licht aus Vers 3 symbolisch zu erklären.

3.     Es gibt Licht, das nicht von der Sonne abhängig ist: Biolumineszenz. Das ist Licht, das durch chemische Reaktionen hervorgerufen wird, z.B. bei manchen Quallen oder Fischen der Tiefsee. Sie benötigen kein Sonnenlicht, um zu leuchten, ebenso wenig wie Glühwürmchen an Land, die ihr eigenes Licht erzeugen.

4.     Auch Blitze benötigen keine Sonne, um zu leuchten. Elektrische Spannung erzeugt Reibung, die fließt und die Luft erhitzt. Dadurch entstehen leuchtende Blitze.

(CC BY-SA 2.0 DE)
Vielleicht sind das keine endgültigen Antworten. Aber sie zeigen, dass die Fragen von Skeptikern nicht unbedingt berechtigt oder ohne sinnvolle Antwort sind. Natürlich gibt es in Gottes Wort Verse und Aussagen, die schwer zu verstehen sind. Aber immerhin ist es GOTTES Wort und daher nicht verwunderlich, wenn nicht alles ohne Nachdenken verstanden werden kann.

Dankbar darf jeder Christ sein, dass alles, absolut ALLES, was für unser Heil und eine Ewigkeit im Himmel bei Jesus nötig ist, schlicht und verständlich offenbart ist. Das ist das absolute Grundwissen. Und da bleibt keine Frage offen. Selbst Paulus triumphiert:

Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. (1 Kor. 2:2)