„Wir wissen nicht, wie lange dieser Schmerz noch andauern wird, aber hinter allem stehen die ewigen Arme.“ (Brian Doerksen)

Donnerstag, 30. Juli 2026

Gebet und Gebetserhörungen

Den gestrigen Beitrag hatten wir abgeschlossen mit Versen aus 1 Johannes 5:14+15, wo es heißt:

Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.“

Natürlich sind das nicht die einzigen Zusagen Gottes, dass Er uns hört und erhört. Und natürlich soll man Gottes Wort nicht aus dem Zusammenhang reißen, sondern immer im Kontext betrachten. Trotzdem tut es manchmal gut, sich einfach die Verheißungen Gottes in Erinnerung zu rufen. Es ist nicht nur eine Verheißung, sondern es sind viele, die in fast allen biblischen Büchern zu finden sind, geoffenbart im Alten und Neuen Testament, geoffenbart zu allen Zeiten, gültig für alle Zeiten. Hier sind einige davon:

Psalm 37,4
Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt.

Sprüche 15:29
Fern ist der HERR von den Gottlosen, aber das Gebet der Gerechten hört er.

Daniel 10:12
Und er (ein Engel) sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn vom ersten Tag an, als du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden. Und um deiner Worte willen bin ich gekommen.

Matthäus 7:7+8
Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.

Matthäus 18:19
Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.

Matthäus 21:22
Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen.

Markus 11:23+24
Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer! und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteilwerden, was immer er sagt. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden

Lukas 18:7
Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch, dass er ihr Recht ohne Verzug ausführen wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?


Johannes 14:13+14
Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.

Johannes 15:7-8
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Johannes 15:16
Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.

Johannes 16:23+24
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen.  Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei!

Epheser 3:20
Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt ...

Philipper 4:6+7
Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Jakobus 1:5+6
Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine  Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird.

Jakobus 4:2+3
Ihr begehrt und habt nichts; ihr tötet und neidet und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.

Jakobus 5:16b
Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernst ist.

1. Petrus 3:7
Ihr Männer ebenso, wohnt bei euren Frauen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!

1. Johannes 3:22
Und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun.

1. Johannes 5:14+15
Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.

Hier einige Zeugnisse, die bezeugen, wie Gott konkret Gebete erhörte (aus einer unserer Bibelstunden):

Eine Frau bezeugte, wie sie ihr Herz vor Gott ausschüttete, nachdem sie jung verwitwete und hilflos dagestanden war. Sie erfuhr die Hilfe Gottes, der sich nicht umsonst als Gott der Witwen und Waisen bezeichnet.
 
Zwei junge Männer bezeugten Gottes Führung in ihrem Leben.
 
Ein Kind bezeugte, wie sie in einem bis dahin schneelosen Winter um Schnee bat – und am nächsten Morgen war es draußen weiß.
 
Ein Mann mittleren Alters bezeugte, wie er oft, manchmal mehrmals täglich, Kraft und Weisheit von Gott in Engpässen erbittet und erhält.
 
Ein anderer junger Mann bezeugte, wie er durch Gebet und die Salbung mit Öl von massiven Rückenproblemen geheilt wurde.
 
Ein anderer bezeugte, wie der Arm seiner Tochter nach Verbrennungen 2. und 3. Grades eigentlich hätte mit Blasen übersät sein sollen. Er und Freunde beteten und am nächsten Tag war der Arm sehr rot, aber völlig ohne Blasen. Seine andere Tochter hatte nach einem Sturz Sehstörungen. Wieder wurden Beter aktiviert und die Sehstörungen gaben sich wieder.
 
Es ist äußerst ermutigend, wenn wir durch Gottes Wort lernen – und dann die Wahrheit selbst erfahren:

GOTT ERHÖRT GEBET!

Mittwoch, 29. Juli 2026

Gebete und Erhörungen

Erhört Gott wirklich Gebete? Erhört Er Deine Gebete? Meine? Ich fand folgendes Zeugnis und wurde erinnert an eigenes Erleben während unserer Zeit auf den Philippinen.

Ein Pastor in England erzählt seinen jungen Söhnen über eine Missionarin, die von der Gemeinde nach Sri Langka ausgesandt worden war. Er beschrieb ihnen die schwierigen Lebensumstände, in denen sie lebte und dass sie oft Giftschlangen in ihrer Nähe haben würde. 
 
Der 5-jährige Freddie musste immerzu an diese gefährlichen Reptilien denken. Beim Nachtgebet an dem Abend hörte sein Vater ihn mit zittriger Stimme beten: „Lieber Gott, bitte bewahre Frau Price. Beschütze sie vor den Schlangen!“ Nach einiger Zeit zeigte sich die Macht dieser kindlichen Fürbitte.
 
An einem Tag war diese Missionarin auf dem Heimweg von einem Treffen, als sich vor ihr auf dem Weg eine kleine, aber hochgiftige Schlange aufbaute. Sie war der Missionarin so nahe, dass ein tödlicher Biss möglich war, aber plötzlich glitt die Schlange weiter ins hohe Gras. Die Missionarin war Gott so dankbar. Wenig später erhielt sie einen Brief ihres Pastors aus England mit den Worten: „Unser kleiner Freddie vergisst an keinem Tag, für Dich zu beten. Vorletzten Sonntag bat er den Herrn ganz ernst darum, Dich vor Schlangenbissen zu bewahren.“ Die Missionarin rechnete nach und fand heraus, dass es genau der Tag war, an dem sie ihre „Schlangenbegegnung“ gehabt hatte.

Ich erinnere mich an eine nicht halb so dramatische Situation, als ich in einer Hütte auf den Philippinen mein Bett auf dem Boden herrichten wollte. Als ich das Moskitonetz und eine dünne Decke aus einem Regal zog und ausbreitete, fiel eine Schlange heraus, die sich auch in Drohstellung aufbaute. Ob sie giftig war, weiß ich nicht. Aber ich habe ihre Drohstellung noch heute vor Augen. Auch ich wurde damals (möglicherweise) vor dem Biss und Gift der Schlange bewahrt.

In einer anderen Nacht wurde nur wenige hundert Meter von dem Haus, in dem wir als Familie bei Freunden übernachteten, ein Kollege von muslimischen Rebellen entführt. Seiner schwangeren Frau gelang es, sich zu verstecken. Nach seiner Befreiung erhielten sie von einer Missionsfreundin einen Brief in dem diese schrieb, dass Gott sie in jener Nacht geweckt hatte und sie den unwiderstehlichen Drang empfand, für dieses Ehepaar zu beten. Gott bewahrte die Missionarin vor der Entführung und ihr Mann kam nach etwa einer Woche unversehrt wieder frei.

Gott erhört Gebete. Meistens sind die Gebete nicht so dramatisch und auch die Erhörungen fallen weniger dramatisch aus. Tatsache ist: ob unsere Anliegen groß oder klein sind, spielt keine Rolle. Gott möchte erhören. In 1 Johannes 5:14-15 heißt es:

Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.“

Gottes Verheißungen sind immer wahr. Gott hält Sein Wort, auch wenn wir manches nicht verstehen. Nicht Gottes Wort ist falsch oder unzuverlässig, sondern unser Verständnis.

Dienstag, 28. Juli 2026

Biographie und Nachruf: Brian Doerksen (1965 - 2026)

„Come, now is the time to worship”, “Light the fire again”, “Refiners Fire”, “Today”, “Faithful One” – wer kennt diese weltbekannten Anbetungslieder nicht, die, wie über 100 andere, aus der Feder des Kanadiers Brian Doerksen stammen? Viele sind in mehrere Sprachen übersetzt und bringen Gott die Ehre und Segen den Sängerinnen und Sängern. Letzte Woche ist Brian zu Jesus in die Ewigkeit heimgegangen.

Brian kam am 17. November 1965 in Kanada zur Welt, wo er auch den ersten Teil seines Lebens verbrachte. Er wuchs in einer mennonitischen Familie auf und fand vermutlich bereits als junger Mensch zum Glauben an Jesus. Mehrere Jahre diente er Jesus in Mexiko, wo er mit Jugend mit einer Mission unterwegs war. 1984 heiratete er seine Schulfreundin Joyce, mit der er sechs Kinder hatte. 1985 war er Pastor der ersten Vineyard Gemeinde in Kanada und begann auch in der Zeit, Lieder zu schreiben und aufzunehmen. Zu seinen frühen, bekannten Liedern gehören u.a. „Faithful One“, „I exalt Thee“, „As the deer“, Refiners fire“ und viele andere. Aber es gab auch viele Lasten, die Brian und Joyce zu tragen hatten.

Zwei (andere Quellen sprechen von 3) seiner Söhne wurden mit einer Krankheit geboren, die sie pflegebedürftig sein lässt.

Nach der Geburt des zweiten Sohnes wollte Brian kündigen, aufgeben. (Gott ließ es nicht zu!)

Ein zunächst sehr erfolgreiches Musical nahm eine Wende und führte die ganze Familie in den finanziellen Ruin. Sie mussten Kanada verlassen und in England neu beginnen.

Einmal war es eine emotionale Krise, ein andermal eine heftige Krise im gemeindlichen Umfeld.  Aber gerade in all diesen Krisen oder durch all diese Krisen entstanden Lieder wie: „Come, now is the time“ (Komm, jetzt ist die Zeit. Wir beten an.) „Faithful One“ (Du bist treu) oder „Refiner‘s Fire“ (Feuer des Herrn).

Nachdem er 1999 nach Kanada zurückgekehrt war, besaß er eine Professur für Musik an einem College, wo er junge Musiker ausbildete. Außerdem veröffentlichte er neue Alben, Bücher und Artikel für Fachzeitschriften und Liederbücher und erhielt verschiedene Ehrungen und Preise.

Beeindruckend ist sein Leben und sind seine Lieder auf dem Hintergrund seiner vielen leidvollen Erfahrungen. In einem Interview antwortete er auf verschiedene Fragen:

„Wir Menschen erleben Zeiten der Freude – aber auch der Trauer. Leider werden Songs, die Trauer thematisieren, in vielen Kirchen ausgeklammert. Ehrlich gesagt, finde ich das sogar unbiblisch. Denn die Psalmen, das Liederbuch der Bibel, ist voller Trauerlieder.“

„Verleugnen und sich ablenken: das ist die Strategie unserer Kultur, mit Problemen umzugehen. Aber es ist nicht die biblische Antwort auf Leid.“

„Meine Lobpreislieder drücken nicht mehr ‚Ich weiß‘ aus, sondern „Ich weiß nicht, ich vertraue.“

„Es ist interessant: Ich habe, noch bevor ich in selbst tiefes Lied erfahren hab, schon diese Berufung gespürt, für Leidende zu singen. Es war, als hätte Gott ein Samenkorn in mein Herz gelegt. Irgendwann kam das Leid dann auch in mein Leben. Aber es gab schon immer diesen roten Faden in meiner Musik. Ich habe mich nie so recht dazu berufen gefühlt, triumphale Lieder für Menschen zu schreiben, die total gut drauf sind. Ich wollte ehrliche Lieder schreiben über einen treuen Gott. Darüber, dass Gott Liebe ist. Aber ehrlich die Menschen ansprechen, die kämpfen.“*

Seine mitfühlende Art, dieser seelsorgerliche Aspekt seiner Lieder, ist Menschen in aller Welt zum Segen geworden – und wird es weiter werden, auch nach seinem Tod.

„Komm, jetzt ist die Zeit anzubeten!“ schien Gott in diesem Monat, Juli 2026, gerufen zu haben. Brian  erhielt vom Arzt eine Krebsdiagnose und nur wenige Tage später, am Dienstag, dem 21. Juli rief Gott den begnadeten Musiker zu sich in die Ewigkeit.

Im Seitenfenster eins seiner bekanntesten Lieder.

* Quelle der Interviewantworten: hier

Montag, 27. Juli 2026

Bewegt sein und bewegen

Wer oder was bringt Dich in Bewegung? 

Und als er in Jerusalem einzog,
kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach:

Wer ist dieser?
(Matthäus 21:10)

Neue Gemeindehäuser
Neue Dienste
Neue Einsätze
Neue Möglichkeiten
Neue Kräfte
Neue Finanzen
Neue Treffen
Neue Literatur
Neue Ideen

Manche von uns können sich mit alledem identifizieren. Sie sprühen von Ideen, Tatendrang und Energie. Solche Leute werden gebraucht. „Visionäre“ nennt man sie. Sie haben eine Vision, können andere inspirieren und mitziehen. Und oft geht das gut, wird zu einem großen und gesegneten Projekt. Und oft geht es daneben. Die Vision ist da, die Kraft ist da, vielleicht sogar die Finanzen. Aber es fehlt das „innere Bewegtsein“ durch den Heiligen Geist. Es sind menschlich inspirierte Projekte, die viel Geld, Kraft und Zeit verschlingen und sich irgendwann totlaufen, weil die Begeisterung erlischt.

Immer wieder habe ich Menschen beobachtet, die sich einem bestimmten Dienst angeschlossen haben. Aber es war kein geistbewirktes Bewegtsein, sondern nur momentane Begeisterung, ein Anflug von „Wollen“ aber kein dauerhaftes „Vollbringen“. Es war ein nobles, aber nicht ein gottgeschenktes Verlangen zum Dienst.

Kürzlich las ich den Satz:
Innerlich neu bewegt zu werden ist die Voraussetzung,  
etwas bewegen zu wollen!

Hier liegt ein Schlüssel zu fruchtbarem, Gott wohlgefälligem, anhaltendem Dienst: Neu bewegt zu werden! Bist Du bewegt? Was bewegt Dich?

Gott freut sich über jeden, der Ihm dient. Aber es sollte ein Dienst sein, den der Herr selbst uns aufs Herz legt, ein Dienst, der uns nicht nur vorübergehen begeistert, sondern der uns innerlich bewegt, weil Gott uns in diesen Dienst hinein bewegt.

Allen, die vor der Frage stehen: „Herr, was willst Du, dass ich für Dich bewegen soll?“ möchte ich zurufen: „Lass Dich neu von Gott bewegen!“ Was Er Dir aufs Herz legt, dazu wird Er Dir auch Kraft und Ausdauer geben. Hier eine Beobachtung: Ich habe solche beobachtet, die in einen Dienst eingestiegen sind, weil sie sich fähig fühlten und mitarbeiten wollten. Nach wenigen Wochen hatten sie das Handtuch geworfen. Andererseits gab eine Person auf die Frage: „Warum möchtest Du im Putzteam mitarbeiten?“ zur Antwort: „Weil Gott das von mir möchte!“ Sie putzt noch heute mit – im zweiten Jahr!

Lass dich von Gott für den Dienst bewegen, den Er von Dir möchte – und dann diene Ihm ohne Wenn… und Aber…

Innerlich neu bewegt zu werden ist die Voraussetzung, 
etwas bewegen zu wollen!

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich,
nehmt immer zu in dem Werk des Herrn,
weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn!
(1 Korinther 15:58)

Sonntag, 26. Juli 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 13:31+32
 
7 Ihr Heuchler! Treffend hat Jesaja von euch geweissagt, wenn er spricht:

8 »Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.
9 Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.«

Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Gemeinschaft

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Es gibt zu viele Heuchelei und Theater im Leben der Christen.
Nichts schadet unserem Zeugnis mehr
als das vortäuschen von Dingen, die nicht wirklich vorhanden sind,
denn die Welt durchschaut die Maske unweigerlich
und erkennt unser wahres Gesicht.
(Watchman Nee)

Samstag, 25. Juli 2026

Zu jeder Zeit ...?

"… indem ihr zu jeder Zeit betet …“

Die wenigsten Sätze beginnen mit: „indem,“ es sei denn, sie nehmen Bezug auf vorausgehende Aussagen. Das ist der Fall in Epheser 6:18. „… indem ihr zu jeder Zeit betet …“, bezieht sich auf die Aussagen, die der Apostel Paulus in den vorhergehenden Versen gemacht hat.

Stehet!
„… indem ihr zu jeder Zeit betet …“
Legt den Gürtel der Wahrheit an!   
„… indem ihr zu jeder Zeit betet …“
Zieht an dem Brustharnisch der Gerechtigkeit! 
„… indem ihr zu jeder Zeit betet …“
Steht in den Schuhen der Verkündigungsbereitschaft!   
„… indem ihr zu jeder Zeit betet …“
Nehmt den Schild des Glaubens!  
„… indem ihr zu jeder Zeit betet …“
Ergreift das Schwert des Wortes Gottes!   
„… indem ihr zu jeder Zeit betet …“
Setzt den Helm des Heils auf!  
„… indem ihr zu jeder Zeit betet …“

Frage: Geht es auch ohne? Ist Gebet eine freiwillige Nachspeise, die wir uns genehmigen, wenn wir noch nicht satt sind – und auf die wir verzichten, wenn wir keinen Appetit mehr haben? Scheinbar nicht! Gebet ist vielmehr das Öl, das die stark beanspruchte Rüstung des Kriegers geschmeidig hält. Gebet ist nicht gedacht für solche, die Zeit, Lust und „ein Herz“ dafür haben. Nein! Gebet die Lebensader aller, die überwinden möchten in Christus. So wie Jesus von den Seinen Nachfolge erwartet, so erwartet Er von Seinen Nachfolgern, dass sie beten. Gebet gehört dazu. Das haben viele bereits erkannt:

Eines Christen Handwerk ist beten.
Wie ein Schuster einen Schuh macht
und ein Schneider einen Rock,
also soll ein Christ beten.
(Martin Luther)

Das Gebet ersetzt keine Tat,
aber das Gebet ist eine Tat,
die durch nichts anderes
ersetzt werden kann.
(Hans von Keler)

Wer mit Gott rechnet, wird auch mit ihm reden.
Wer ihn ernst nimmt, muss mit ihm sprechen.
Erlischt das Gebet, so verkümmert der Glaube.
Denn das Beten ist der Atem des Glaubens.
(Theo Sorg)

Jesus hat uns die Möglichkeit des Gebets nie wie ein Angebot gegeben, das wir annehmen oder ablehnen können – je nachdem wir uns fühlen. Er hat uns dazu aufgerufen, durch Gebet mit ihm in Verbindung zu bleiben, am Leben zu bleiben, erfüllt zu bleiben. Und in Epheser 6:18 ruft Paulus uns zu: Haltet Eure Rüstung gut geölt durchs Gebet.

Freitag, 24. Juli 2026

Wegweisung

Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen. (Sprüche 16:3)

Hier geht es um uns, unsere Pläne, unsere Werke und um den Herrn. Der Vers aus Gottes Wort macht unmissverständlich deutlich, dass es weder die Fähigkeit anderer, noch unsere eigene Fähigkeit ist, die Gottes Werk gelingen lässt. Darüber haben wir bereits gestern nachgedacht.

Ein altes Sprichwort sagt: „Der Mensch denkt – und Gott lenkt!“ Auch da steckt eine Menge Wahrheit hinter, aber der Herr kommt darin nicht vor. Was ist nun besser? Ist es besser, unsere Werke, unser Handeln, unsere Fähigkeiten und Gaben dem Herrn anzubefehlen und Seine Pläne in uns entstehen zu lassen – oder sollten wir uns einfach eigene Pläne entwerfen und drauf hinarbeiten? Ich meine, Ersteres hat Potenzial des Friedens und des Segens. Letzteres hat großes Potenzial eigener Anstrengung, der Unzufriedenheit und der Enttäuschung.

Ein gutes Beispiel ist der Apostel Paulus. Er war ein superaktiver Diener Jesu, mit vielen Teilen, Visionen, Plänen und Wünschen. Er wollte die Welt für Jesus erobern ... und er verkündigte Jesus in einem großen Teil der Welt. Gemeinden entstanden, lebendige Gemeinden, von denen es heißt, dass sie wiederum das Evangelium in ihrem weiteren Umfeld weitertrugen.  Allerdings tat Paulus genau das, was uns der einleitende Vers aus Sprüche 16:3 aufträgt.

In Apostelgeschichte 9:6 bittet er Gott bei seiner Bekehrung um Wegweisung: „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“ Und Gott leitet ihn.

Wir dürfen davon ausgehen, dass die Bitte um Wegweisung auch sein weiteres Leben geprägt hat, auch seine vielen Reisen im römischen Reich. In Apostelgeschichte 16:6-10 heißt es:

„Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatiens durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in der Provinz Asia zu verkündigen. Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen; und der Geist ließ es ihnen nicht zu. Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. Und in der Nacht erschien dem Paulus ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber dieses Gesicht gesehen hatte, waren wir sogleich bestrebt, nach Mazedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, dass uns der Herr berufen hatte, ihnen das Evangelium zu verkündigen.“

Zweimal wird berichtet, dass Paulus in Bewegung war für den Herrn und der Herr ihn leitete – auch, indem Er ihn umlenkte in die Richtung, die Gott für ihn hatte. Und in einem Traum kommt Gottes Ruf nach Griechenland zu ihm. Paulus hatte ein Herz, das von Gott erbat: „Herr, was willst du, dass ich tun soll?“

Und Gott antwortete, schloss Türen zu, öffnete andere und führte Ihn den richtigen Weg.

Auch wir stehen immer wieder vor großen Entscheidungen im Leben. Was soll ich lernen oder studieren? Wen soll ich heiraten? Wo soll ich wohnen. Soll ich meinen Beruf aufgeben und dem Herrn vollzeitig dienen? Soll ich diese oder jene Anschaffung tätigen ... und ... und ... und.

Befiehl dem Herrn deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen. (Sprüche 16:3)

oder auch Psalm 37:4+5:

Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt! Befiehl dem Herrn deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Wertschätzung

Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe. (Lukas 22:24)

14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. 15 Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib! — gehört er deswegen etwa nicht zum Leib? 16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib! — gehört es deswegen etwa nicht zum Leib? 17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Ohr wäre, wo bliebe der Geruchssinn? 18 Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat. 19 Wenn aber alles ein Glied wäre, wo bliebe der Leib? 20 Nun aber gibt es zwar viele Glieder, doch nur einen Leib. 21 Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht!, oder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht! (...) 27 Ihr aber seid der Leib des Christus, und jeder ist ein Glied daran nach seinem Teil. (1 Korinther 12:14-21+27)

Schon die Jünger Jesu fragten sich, wer wohl der Größte unter ihnen sei. Der Größte zu sein war keine Frage von geringer Bedeutung unter ihnen, denn zweimal im Lukas Evangelium muss Jesus ihnen diese Frage beantworten. Mit einem Mal war es nicht getan. Scheinbar kann die Antwort Jesu bis heute nicht akzeptiert werden, denn die Frage ist bis heute relevant. Bis heute wird darüber gestritten, welcher Dienst wohl der Wichtigste ist, welcher Diener der Fähigste ist und welche Leistung wohl am meisten Frucht bringt. Eine Erzählung verdeutlicht die Denkweise vieler:

Eine Gruppe verschiedener Werkzeugen traf sich zu einer Besprechung unter dem Vorsitz von Herrn Hammer. Bruder Schraubenzieher erhob seine Stimme und verkündete: „Bruder Hammer muss weg. Er macht ständig Lärm und klopft immer nur!“ Hammer sagte: „Bruder Schraubenzieher muss weg, denn man muss ihn ständig drehen, damit er seine Arbeit erledigt.“ Jemand anderes bemerkte: „Viel mehr noch muss Bruder Hobel weg. Er kratzt immer nur an der Oberfläche. Nie geht er in die Tiefe.“ Worauf der Hobel antwortete: „Dann muss Bruder Schleifpapier auch weg, denn er reibt die Leute immer gegen den Strich.“ Das Schleifpapier meldete sich zu Wort: „Dann muss auch Bruder Säge gehen. Er zersägt ständig alles und hinterlässt überall sein Sägemehl.“

Zunächst bis hierher. Kennen wir diese Art von Gesprächen? Jeder meint, er sei unersetzbar, im Gegenteil zu dem einen oder anderen. Jeder vergleicht seinen Dienst, seine Art zu arbeiten und seine Ergebnisse mit denen der anderen und verpasst es, zu erkennen, dass jeder eine andere Aufgaben hat, die zum selben Ziel führen.  Hier der Schluss der Erzählung:

Da kam der Zimmermann aus Nazareth herein und sagte: „Ich brauche euch alle. Wir haben eine Aufgabe zu erledigen. Gebt euch in meine Hand. Lasst mich euch gebrauchen.“ Der Hammer sagte: „Hier bin ich, Herr, benutze mich.“ Der Schraubenzieher sagte: „Hier bin ich, Herr, benutze mich.“ Der Hobel sagte: „Hier bin ich, Herr, benutze mich.“ Das Schleifpapier sagte: „Hier bin ich, Herr, benutze mich.“ Die Säge sagte: „Hier bin ich, Herr, benutze mich.“ Als sich also jeder dem Zimmermann aus Nazareth anvertraute, bauten sie gemeinsam ein großes Königreich auf.

So einfach ist das. Bei uns menschlichen Werkzeugen vielleicht nicht ganz so einfach – aber so einfach könnte es sein. Wir fokussieren uns und vertrauen uns dem an, der uns in der Hand hält und jeden von uns gebrauchen möchte. Dann tun wir den Dienst, für den Er uns bestimmt und ausgerüstet hat und lassen Ihn Seine anderen Werkzeuge so gebrauchen, wie Er sie gebrauchen und einsetzen möchte.

Zugegeben: Ein Maß an Führung und Miteinander ist bei menschlichen Werkzeugen meist nötig. Aber eben nur „ein Maß“; ein Maß an Ordnung, ein Maß an Miteinander, ein Maß an Füreinander – aber kein Maß an gegenseitiger Kritik oder eigensinnigem Hochmut. So will es der Meister für Sein Bauwerk (die Gemeinde und Sein weltweites Reich):

Seid freundlich und demütig, geduldig im Umgang miteinander. Ertragt einander voller Liebe. (Epheser 4:2)

Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes (1 Petrus 4:10)

Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. (Philipper 2:3)