„Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht“ (Psalm 16:11)

Mittwoch, 19. August 2026

Gott sehen (2)

Vorgestern haben wir über die Redewendung nachgedacht, Gott zu sehen, Sein Angesicht zu sehen oder Sein Angesicht zu suchen. Begonnen hatten wir mit der Aussage Gottes

Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht!

Wenn wir Gottes Angesicht suchen, suchen wir Seine Nähe, Seine Gegenwart, Sein Wesen. „Vor sein Angesicht“ zu kommen hatten wir als sinnbildliche Aufforderung verstanden. Aber es gibt ein erfreuliches „ABER“!

Bis zum heutigen Tag hat tatsächlich kein Mensch Gott in Seiner ganzen Herrlichkeit gesehen, denn – wie Gott selbst sagt: “kein Mensch wird leben, der mich sieht!“ ABER: Es wird eine Zeit wird kommen, in der wir tatsächlich Sein Angesicht sehen werden: Bereits im AT ruft der vom Leid gebeutelte Hiob aus (Hiob 19:26+27):

Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich, von meinem Fleisch los, Gott schauen; 27 ja, ich selbst werde ihn schauen, und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir! 

Im Neuen Testament verspricht Jesus Seinen Jüngern höchstpersönlich (Matt. 5.8):

Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!

Der Apostel Johannes war dabei, als Jesus das lehrte und erklärt viele Jahre später auch noch einmal in seinem 1 Brief (1 Johannes 3:2):

Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Und noch einmal bestätigt Johannes das in Offenbarung 22:4. Man kann fast sagen: Gottes Wort entlässt uns im letzten Kapitel der Bibel mit dieser lebendigen, erhebenden, Mut machenden Zusage:

Sie werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen, und seinen Namen werden sie auf ihrer Stirn tragen.

Was für eine himmlische Zusage betreffs des Angesichts Gottes.
Was für ein Trost für alle die trauern!
Was für eine Hoffnung für alle, die leiden!
Was für eine vollkommene Freude für alle, die voll Kummer sind
Was für ein Friede für alle Ruhelosen.

Fanny Crosby war eine der größten Kirchenlieddichterinnen. Etliche ihrer Lieder sind auch im Deutschen bekannt:
Sicher in Jesu Armen
Seliges Wissen, Jesus ist mein
Gehe nicht vorbei, o Heiland
Gott wird dich tragen, drum sei nicht verzagt

Fanny Crosby wurde blind geboren, gab Gott allerdings niemals die Schuld und stellte sich nie als Opfer dar. Tatsächlich lobte sie Gott einmal für ihre Blindheit und sagte: „Gott hat mir einen Gefallen getan, indem er mich blind machte, denn die erste Person, die ich sehen werde, wenn ich starb, wird der Herr Jesus selbst sein!

Aus dem Englischen kommt dieses Lied über das Angesicht Gottes. Du findest das Original im Seitenfenster. Der Titel lautet:

Wenn wir Sein Angesicht sehen werden

Auch wenn die Dunkelheit überwältigend ist
Und die hellsten Lichter erlöschen
Auch wenn das Wort Gottes
Von törichten Menschen mit Füßen getreten wird
Auch wenn die Gottlosen niemals straucheln
Und überall in Hülle und Fülle vorhanden sind
Werden wir alle demütig sein, wenn wir Dein Antlitz sehen

Und die Dämonen, gegen die wir gekämpft haben,
Die äußeren und die inneren,
Werden unter unseren Füßen liegen, Um nie wieder aufzustehen.
All unsere Sünden werden hinter uns liegen,
Durch das Blut Christi ausgelöscht,
Und wir werden Deine Güte kosten, wenn wir Dein Antlitz sehen.

Wir werden sehen, wir werden wissen,
Wie wir es noch nie zuvor gewusst haben.
Wir werden gefunden werden, wir werden zu Hause sein,
Wir werden für immer die Deinen sein.

Das Warten wird vorbei sein. Jeder Kummer wird geheilt sein.
All die Träume, die so unerreichbar schienen,
Werden Wirklichkeit werden. Und Du wirst uns versammeln
In Deinen Armen der unendlichen Gnade
Als Deine Braut für immer, wenn wir Dein Antlitz sehen

Und Du wirst uns zu Dir versammeln
In Deinen Armen der unendlichen Gnade
Als Deine Braut für immer, wenn wir Dein Antlitz erblicken

Wir wissen aber, dass wir ihm gleich sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. (1 Johannes 3:2)

Dienstag, 18. August 2026

Biographie: John Sung

Quelle: YouTube
Er wird den meisten Lesern nicht so bekannt sein wie Hudson Taylor, Robert Morris oder Watchman Nee – alles große Namen in der Geschichte Gottes in China. Aber auch John Sung gehört mit in diesen Kreis.

John Sung wurde am 27. September 1901 in China in eine Methodistenfamilie hineingeboren.

Im Alter von 9 Jahren kam er zum persönlichen Glauben an Jesus, mit 19 Jahren schrieb er sich an der Wesley Universität in den USA ein. Fünf Jahre später hatte er einen Bachelor- Master- und Doktorabschluss, Doktor der Philosophie. Außerdem war er ein Experte auf dem Gebiet der Chemie. Während seines Studiums hatte er auch liberale Theologen zu Lehrern, die seinen Glauben fast ruinierten. Sung wandte sich östlichen Religionen zu – bis er, als 26-jähriger, während einer Evangelisation ein persönliches Erweckungserlebnis hatte.

John Sung war bereit, loszulassen: Nach seiner geistlichen Erneuerung verbrannte er zunächst alle theologisch liberale Literatur. Später, auf seinem Rückweg von den USA nach China warf er seine gesamten Diplomas und Ausbildungsnachweise über Bord, ausgenommen seiner Doktorarbeit, die er seinem Vater zeigen wollte. Der war gegen ein Studium in den USA gewesen. Sung wollte sich nun der Evangelisation Chinas widmen.

Nach seiner Ankunft in China heiratete er im Dezember 1927 Yü-mei, mit der er seit Jahren durch Vermittlung seiner Eltern verlobt war.  5 Kinder wurden dem Ehepaar Sung geboren. John war bemüht, durch Familienandachten den Glauben seiner Familie zu stärken.

1927 begann die 12 Jahre andauernde Erweckung in China, in der Gott John Sung maßgeblich gebrauchte. Obwohl er oft den ganzen Monat auf Reisen war, unterstützte Yü-mei ihren Mann und seine Arbeit. Er  nahm eine Führungsrolle in der Erweckung ein und Tausende und Abertausende kamen zum Glauben. Was war sein Geheimnis? Der Missionar Boon Mark, der ihn auf einigen seiner Reisen begleitete und kennengelernt hatte, wird mit den Worten zitiert: "Er redet wenig, er predigt mehr, aber am meisten betet er"

1940 - 1944. John Sung hatte bereits in den USA mit körperlichen Leiden zu kämpfen. Als „Dorn im Fleisch“ bezeichnete er sie. Während der Erweckungsjahre litt er unter Schmerzen und Darmgeschwüren. Dazu kamen Hüftschmerzen und Erschöpfung. Nach Evangelisationsreisen im Ausland kehrte er erschöpft und krank nach China zurück. Darmtuberkulose und Krebs gehörten zu den Diagnosen, von denen er sich nicht mehr erholte. Seine öffentlichen Dienste endeten 1940. Um seine unerträglichen Schmerzen zu lindern, lagerte man ihn gelegentlich in einem Tuch, das von der Decke herabhing.

Trotz Schmerzen predigte er weiter, „teilweise im Sitzen, kniend oder sogar liegend (...), um die Schmerzen zu lindern.“ Im Alter von 42 Jahren starb er frühmorgens am 18. August 1944.

In seiner letzten Predigt an die Gemeinde sagt er sinngemäß: „Die Arbeit der Zukunft wird die Arbeit des Gebets sein.“

Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: Schreibe: Glückselig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach.(Offenbarung 14:13)

Montag, 17. August 2026

Ab sofort wieder täglich frisch! Heute: "Gott sehen"

Scheinbar hat die Menschheit ein unstillbares Verlangen, den Glauben an Gott mit etwas Sichtbarem zu füllen. Im Buddhismus sind das all die Buddhafiguren und verschiedentlich auch Schutzfiguren wie Drachen, Löwen oder Dämonen.

Hindutempel beinhalten Statuen und Bilder von Gottheiten, heiligen Personen, heiligen Tieren wie der Stier, Schlangen oder Elefanten.

Der Islam hat keine Abbildungen von einer Gottheit, aber dem schwarzen Stein in der Kaaba werden von einigen magische Kräfte nachgesagt.

Im Animismus gibt es alle möglichen Götzen aus Holz, Metall oder anderen Materialien, die angebetet werden.

Und selbst im Katholizismus spielt das Kruzifix (das Kreuz mit Jesus) eine wichtige Rolle – ebenso Heiligenbilder und Statuen.

Menschen sehnen sich nach einem Bild von Gott. Mose hatte das Verlangen, Gott zu sehen. Mose war natürlich ein besonderer Fall ... ein besonderer Mann. Gott sagt ihm (2 Mo 33:20+22-23):

Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht! ... Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. ... Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand so lange bedecken, bis ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so darfst du hinter mir hersehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden!

Jesus ist der Einzige, der das Angesicht Gottes in aller Fülle kennt. In Johannes 10:30 sagt Er: Ich und der Vater sind eins. und nur wenig später erklärt er Seinen Jüngern (Johannes 12:45): „Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.“

Gottes Angesicht zu sehen“ – was bedeutet das für uns heute und wie wird unser Verlangen danach gestillt, uns Gott zu nahen?

Zum einen ist es wichtig unseren Wunsch, „vor Gottes Angesicht“ zu kommen, richtig zu verstehen. Wenn wir die Formulierung benutzen, dass wir „vor Gott kommen“ oder „vor Gottes Angesicht“ dann drücken wir das Verlangen aus, Gottes Eigenschaften und Nähe, Seinem Wesen und Seiner Zuwendung zu begegnen. Und das geschieht auf vielfache Weise.

Psalm 27:8 belehrt uns: Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz.

Sowohl das Wort Gottes, wie auch unsere Suche danach ist ein Weg, vor Gott zu erscheinen. Die Suche, das Verlangen, Hungern nach Gott drückt sich oft durch Gebet aus, wie auch der Psalmist in Psalm 105:4 zum Ausdruck bringt:  Fraget nach dem Herrn und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit!

Zahllose Christen haben diese Erfahrung gemacht. Sie haben die Gegenwart Gottes erfahren, haben Zeit vor Seinem Angesicht verbracht, wenn sie sich vertieft haben in die Kommunikation mit Ihm, durch das hören / Lesen Seines Wortes und das Reden, den Austausch mit Ihm.

Vor das Angesicht Gottes zu kommen erfährt man auch in der Gemeinschaft. In Psalm 95:2 ruft der Psalmist den Gläubigen zu: „Lasst uns vor sein Angesicht treten mit Dank! Lasst uns mit Psalmen ihm zujauchzen!“

Auch das ist ein Weg, „Ihn, Jesus, zu schauen“. Und – mysteriöser Weise, aber keinesfalls zuletzt – geschieht das „Sehen von Gottes Angesicht“. Hiob bezeugt das durch die bekannten Verse in Hiob 42:5: „Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.“

Ja, es ist möglich, mit unseren geistlichen Augen, mit unserem Herzen Gott zusehen. Es ist vielleicht mehr ein sinnbildliches „Sehen“, aber es verändert unser Leben.

Ich wünsche uns allen „Gott – Sichtungen“ an jedem Tag!

Dienstag, 4. August 2026

Weiter geht's am ...

Aus verschiedenen Gründen werde ich eine kurze Pause machen mit den täglichen Andachten. Ihr könnt mich trotzdem gerne durch das Kontaktformular im Seitenfenster anschreiben (wird nicht veröffentlicht). 

Mit neuen Einträgen geht es am 17. August weiter. Bis dahin ermutige ich Euch, täglich einen der älteren Posts aufzurufen und zu lesen. Ihr findet sie im Blog-Archiv im Seitenfenster weiter unten.

Der Herr segne Euch!

Montag, 3. August 2026

Vollkommen?

Im Übrigen, Brüder, freut euch, lasst euch zurechtbringen.
(2 Korinther 13:11)

Die Elberfelder Bibel versieht das Wort „zurechtbringen“ mit einer Fußnote: „vollkommen machen.“ Durch Paulus fordert der Herr uns also auf, uns vollkommen machen zu lassen.

Jetzt mal ehrlich: Ist das nicht „ein bisschen viel zu hoch gegriffen“? Verbessern zu lassen – ok! Verändern zu lassen – auch ok! Aber “vollkommen machen zu lassen” – na, da komme ich ja wohl gar nicht hin. Hat Gott nicht vielleicht zu hohe und unrealistische Erwartungen?

Wir könnten diesen Fragen wahrscheinlich noch eine ganze Reihe anderer hinzufügen. Aber schließlich führen all diese Fragen (oder sind es Ausreden?) nur zu einer Verzerrung und Herabstufung dessen, was der Herr von uns möchte: dass wir „zurechtgebracht“ oder „vollkommen“ werden.

Und was bedarf es, um „vollkommen“ zu werden?

Um die Sonne zu reflektieren, müssen wir uns der Sonne aussetzen. Wir werden niemals erfolgreich zurechtgebracht werden – vollkommen werden – wenn wir uns nicht dem Vollkommenen aussetzen, der uns zurechtbringen kann. Je mehr wir Ihm die Möglichkeit geben, seine Vollkommenheit in uns zu entfalten, umso mehr wird es uns gelingen, Ihn zu reflektieren.

Um vollkommen zu werden, bedarf es auch richtiger Entscheidungen. Wir werden nie vollkommen werden, wenn wir nicht die Einstellung des Paulus übernehmen, der in Galater 2:20 bekennt:
 
Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe nicht mehr ich,
sondern Christus lebt in mir.

Vollkommenheit hat sich in Menschlichkeit gekleidet, hat eigene Interessen abgelegt, sich selbst verleugnet und auf Rechte verzichtet. Vollkommenheit hat das Gute der Anderen im Blick, manchmal auf eigene Kosten. Vollkommenheit sagt: Nicht ich, nicht meine Rechte, mein Dienst, mein Ruf, mein Leben – nein, Jesus in mir! Er ist alles.

Das ist die Vollkommenheit, für die Paulus plädiert. Dazu sollen wir uns zurechtbringen lassen. Und daran arbeitet Jesus mit großer Freude an uns, wenn wir Ihn lassen.

Im Übrigen, Brüder, freut euch, lasst euch zurechtbringen.
(2 Korinther 13:11)

 

Sonntag, 2. August 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 16:24-27

24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!
25 Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.
26 Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben?
27 Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Gemeinschaft

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

In der Nachfolge Jesu geht keine Anstrengung verloren;
deshalb geh weiter!
(Corrie ten Boom)

Samstag, 1. August 2026

Der einäugige Hirsch (Christ)

Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. (1 Petrus 5:8+9)

Es wäre (wahrscheinlich) so viel leichter, wenn Satan der Pferdefuß und Hörnerkopf wäre, als der er oft auf Bildern mittelalterlicher Künstler dargestellt wird. Von so einem schlimmen Wesen, dazu mit gelben Augen und blutigen Fängen, würde man nichts Gutes erwarten. Aber Satan ist weder Pferdefuß noch stinkt er nach Schwefel. Gottes Wort warnt in 2. Korinther 11:14:

Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.

Trotzdem fühlt sich manch einer immer noch stark und schlau genug, ähnlich wie der Hirsch aus Aesops Fabel:

Der einäugige Hirsch weidete gewöhnlich auf Wiesen neben dem Meer, und zwar so, dass er immer das gesunde Auge landwärts hielt und wähnte, von der Seeseite her habe er keine Gefahr zu fürchten. Das Schicksal hatte es anders beschlossen. 
Eines Tages segelte ein Schiff bei ihm vorbei, und da sein gesundes Auge dem Lande zugekehrt war, so bemerkte er es nicht und weidete nichts ahnend fort. 
Kaum hatten die Schiffer aber die köstliche Beute erblickt, als sie auch schon Pfeile nach ihm abschossen. Ein Pfeil traf ihn gerade ins Herz, und zusammenstürzend rief er aus: "Wie sehr habe ich mich getäuscht, dass ich nur vom Lande her Gefahr erwartete." 

Wir erwarten Gefahr von einer bestimmten Seite, sichern uns ab, machen uns stark, bauen Festungen und könnten auch nur schwer von dieser Seite aus besiegt werden. Dabei kommt die größte Gefahr von der Seite, von der wir es am wenigsten erwarten.

Vielleicht sind es die gesellschaftlich akzeptierten Handlungen wie üble Nachrede, Stolz, keine Zeit für Gott, heimlicher Neid, die schließlich zu tödlichen Feinden werden. Die ganze Zeit haben wir ein wachsames Auge gegen falsche Lehre, Unmoral, Lügerei, Suchtverhalten und fühlen uns ziemlich sicher und stark. Und dann kommt ein Pfeil aus einer ganz anderen Richtung. Ein Gefühl der Bitterkeit, der verletzenden Worte oder des versteckten Hasses – und schon wird der Saft des (geistlichen) Lebens angezapft und vertrocknet.

Gottes Wort warnt uns, dass Satan unterwegs ist und nicht schläft. Unsere Aufgabe ist nicht, ihn zu besiegen. Das hat Jesus bereits für uns getan. Satan ist besiegt! Unsere Aufgabe ist es, zu wachen, uns nicht in falscher Sicherheit zu wiegen und ihm im Namen Jesu die Stirn zu bieten.

Nimm dir ein paar Minuten, die verschiedenen Bereiche Deines Lebens vor Jesus auszubreiten und unter Seinen Schutz zu stellen. Satan kann dir nichts anhaben, wenn du auf der Hut und nahe bei Jesus bist. Allein, wenn wir nachlässig werden zu Wachen, wenn wir meinen: „das kann mir nicht passieren“, „von dieser oder jener Seite droht mir keine Gefahr“, „dieses oder jenes ist doch normal“ -  dann stehen wir in Gefahr, verwundet zu werden von einer Seite, von der wir es nicht erwartet hätten.

Wenn wir zu Jesus gehören, kann Satan nie wieder Besitz von uns ergreifen. Aber die Bibel sagt nirgends, dass er nicht den Fuß in die Tür unseres Lebens kriegen kann und unser Leben miserabel machen kann. Das können wir verhindern. Wachen und im Namen Jesu widerstehen. Ich wünsche Dir einen siegreichen Tag!

Freitag, 31. Juli 2026

Du kannst ... aber ...

„Du kannst Gott totsagen, du kannst Gott totschweigen, du kannst Gott totlachen. Aber du kannst Gott nicht daran hindern dich zu suchen, dich anzusprechen, dich zu lieben.“ *

Du kannst Gott verlachen, verspotten und verdrängen. Aber du kannst nicht verhindern, dass Er bleibt, dich ernst nimmt und dir nachgeht.

Du kannst Gott ausgrenzen, du kannst Ihn auswechseln und ausschließen. Aber du kannst nicht verhindert, dass Er auf dich wartet, auf dich zugeht und dich nicht aufgibt.

Du kannst Gott wegrationalisieren wegdiskutieren und wegargumentieren. Aber du kannst nicht verhindern, dass Er ist, dass Er bleibt und dass Er kommt.

Du kannst denken, der Glaube sei Ignoranz, Irrtum oder Illusion. Aber solch ein verkehrter Glaube ändert nicht die Realität, dass Gott existiert, dass Er regiert und dass Er triumphiert.

Du kannst Gott den Rücken zukehren. Aber du kannst nicht verhindern, dass Er Dir nie in den Rücken fallen wird. Gott ist fair. Gott kommt Dir immer von vorne entgegen!

Was ist es, dass den meisten Menschen solch eine Aversion gegen einen realen, persönlichen, liebenden Gott gibt? Einen Gott, der sich offenbart hat, damit wir Ihn kennen können?

Kennst Du Ihn?  Freu Dich an Ihm, über Ihn, wegen Ihm, auf Ihn!

Möchtest Du Ihn kennen lernen? Klick hier