„Der ganz banale Grund, warum wir heute darunter leiden, so wenig von Gott zu hören, ist der, dass wir nicht still sind und deshalb nichts hören.“ (Hans Peter Royer)

Sonntag, 28. Juni 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Micha 7:7+8
 
Ich aber will nach dem Herrn ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören. Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Denn wenn ich auch gefallen bin, so stehe ich doch wieder auf; wenn ich auch in der Finsternis sitze, so ist doch der Herr mein Licht.
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst und Gemeindefest
Anbetung Gebet - Taufe
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Gemeinschaft

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt
und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt,
der seinen Zorn nicht allezeit festhält,
sondern Lust an der Gnade hat?
Er wird sich wieder über uns erbarmen,
unsere Missetaten bezwingen.
Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!"

(Micha 7:18+19)


„Wenn ihr denen vergebt, die euch Böses angetan haben,
wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.
Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben,
wird euer Vater euch auch nicht vergeben.“

(Matthäus 6:14+15)

Samstag, 27. Juni 2026

Kein Routinemensch!

Bildquelle HIER
Gestern haben wir über die Gefahr nachgedacht, uns an Leid, Gnade, Barmherzigkeit etc. zu gewöhnen. Dann verlernen wir das Staunen und Praktizieren von Mitleid, Nächstenliebe und Annahme. Beim Beschäftigen mit dem Thema kam mir Jesus in den Sinn – wer sonst? J

Faszinierend, dass Jesus jahrelang dem Leid Seiner Zeit ausgesetzt war – und sich trotzdem nicht dran gewöhnte. Er war der Hartherzigkeit, der Gleichgültigkeit, der Ablehnung Seiner Zeit ausgesetzt – und hat sich trotzdem nie dran gewöhnt.

Drei Jahre lang kamen die Kranken zu ihm. Als Er gerade vom Tod Seines Cousins, Johannes (der Täufer), gehört hatte, wollte Er sich zurückziehen. Aber die Menge fand ihn und es heißt:

Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken. (Matthäus 14:14)

Immer wieder war Jesus von Menschenmengen umringt, die ihn zum Teil ablehnten, die lediglich wundersüchtig waren, die ihn zum Brotkönig machen wollten – von denen Ihm aber nur wenige folgten. Jesu Herz wurde nicht bitter. In Markus 9:36 lesen wir:

Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Auch mit Einzelpersonen hatte der Herr immer wieder zu tun. Sie kamen abends, tagsüber oder wann immer sie wollten. Fingen sie an, Jesus zu nerven, Seine Retterliebe zu zerstören? Nein! Als wieder mal ein Mann zu Ihm kam, sehr von seiner eigenen Gerechtigkeit eingenommen und sich schließlich von Jesus abwandte, heißt es über Jesus (Markus 10:21):

Da blickte ihn Jesus an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir! Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach!

Jesus liebt, hört nicht auf, zu lieben, die Wahrheit zu predigen und zur Nachfolge einzuladen.

Einer Nicht-Jüdin, einer Samariterin, begegnete Jesus mit viel Geduld und Weisheit. Sie hatte zuvor 5 Männer gehabt und lebte mittlerweile mit #6 zusammen. Aber Jesus redet in einer Art und Weise mit ihr, die sie schlussendlich zum Glauben führt. Was für ein Herz!

Drei Jahre lang hatte Jesus geheilt, gepredigt, eingeladen und den Menschen Gottes Liebe gezeigt. Ihre Hartherzigkeit und Ablehnung verbitterte Ihn nicht, sondern bewegte Ihn zu Tränen. Lukas 19:41+42 beschreiben Jesu Herz:

Und als er näherkam und die Stadt sah, weinte er über sie 42 und sprach: Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen.

Während Seines ganzen Dienstes wollten Seine Feinde Ihn zu Fall bringen. Manchmal durch Fangfragen, manchmal durch Mordversuche. Bis zuletzt, ja, quasi bis zum letzten Atemzug liebte Er sogar Seine Feinde ... selbst Seine Mörder. Am Kreuz betete Er (Lukas 23:34):

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Jesus war kein Routinemensch! Er war voller Mitleid, Barmherzigkeit, Gnade und Liebe, die nicht erkaltete. In 1 Johannes 2:6 schreibt der Apostel:

Wer von sich sagt, dass er zu ihm gehört, der soll auch so leben, wie Jesus gelebt hat.

Möge der Herr uns dazu Seinen Segen geben!

Freitag, 26. Juni 2026

"Du wirst dich daran gewöhnen!" (Bitte nicht!)

Bewegend, die Geschichte, die ich kürzlich las! Ein Mitglied der Gemeinde erscheint unter der Woche im Gemeindehaus seiner Kirche und sieht den neuen Pastor am Fenster seines Arbeitszimmers stehen. Er weint! Während er hinaus auf die tragischen Zustände der Innenstadt blickte, laufen ihm die Tränen über‘s Gesicht.

Der Besucher meint es gut mit seinem Pastor, geht auf ihn zu, legt ihm die Hand auf die Schulter und versuchte, ihn zu trösten. „Mach dir keine Sorgen,“ sagt er. „Wenn du erst einmal eine Weile hier bist, wirst du dich daran gewöhnen.“  Der Pfarrer antwortete: „Ja, ich weiß. Darum weine ich!“

Dass der Herr doch auch uns Tränen schenken möge. Mehr als Singen, Tanzen und Jubeln wären solche Tränen Zeugen echter Erweckung. Erschreckend sind die Worte Gottes an Sein Volk Israel (Jeremia 2):

32 Vergisst auch eine Jungfrau ihren Schmuck, oder eine Braut ihren Schleier? Aber mein Volk hat mich vergessen seit unzähligen Tagen. 33 Wie gut weißt du deinen Weg einzurichten, um Liebe zu suchen! Darum hast du dich auch an Verbrechen gewöhnt auf deinen Wegen.

Die Braut hat ihren Bräutigam vergessen, Israel seinen Gott, die Gemeinde ihren Herrn! Andere Liebschaften wurden gefunden. Ersatz, der weniger fordert und mehr den Moment sucht. Ersatz, der sich an das Leid der Innenstädte, der Menschen, der Welt gewöhnt hat.

Jakobus schreibt von einer traurigen, aber realen Möglichkeit im Haus des Herrn (Jakobus 2:15+16):

„Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das?

Jakobus schreibt über das, was tatsächlich möglich ist: über eine Verhärtung unserer Herzen, eine Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der Welt. Ähnlich drückt sich Johannes aus (1 Johannes 3:17):

"Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt — wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?"

Es gibt viele weitere Aufforderungen im Wort Gottes, die uns mahnen, darauf zu achten, dass unsere Herzen nicht hart werden, ohne Barmherzigkeit und Gnade. Paulus schreibt (Römer 12:15):

Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!

Und durch den Hebräerbrief ruft Gott uns zu (Hebräer 13:3):

Denkt an diejenigen, die im Gefängnis sind. Fühlt mit ihnen, als wärt ihr selbst dort. Teilt das Leid derer, die misshandelt werden, als würdet ihr ihren Schmerz am eigenen Körper spüren.

Lieber Leser, lasst uns Gott bitten, dass Er selbst unsere Herzen empfänglich hält (oder macht) für Sein Erbarmen und Seine Liebe zu den Menschen. Gott warnt vor kalten Herzen (Matthäus 24:12):

Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.

Ein altes Lied, dass mir oft in den Sinn kommt und ins Herz geschrieben ist, heißt es:

„Herr lege Seelen mir aufs Herz und liebe sie durch mich!
Und mög´ ich flehen himmelwärts, gewinnen sie für Dich!“

 Amen!

Donnerstag, 25. Juni 2026

Das Ende des Universums?

Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen. (1 Korinther 1:25)

Geht es Euch manchmal auch so? Man spielt Laienphilosoph und grübelt über die Unendlichkeit: die Unendlichkeit des Kosmos, der Zeit und der menschlichen Dummheit. Kürzlich war ich wieder an diesem Punkt.

Ich erinnerte mich an eine Aussage, dass sich das Universum ausdehnt, immer weiter und weiter – und in mir regte sich die Frage: „Und wohin?“ Die Anschlussfrage drängt sich auf: „Wann hat die Ausdehnung begonnen? Wann hört sie auf – und warum?“

Manches lässt sich erklären – bis zu einem bestimmten Punkt. In 1. Mose 1 lesen wir von der Entstehung all dessen, was ist. „Aber was war davor?“

Zum Glück gibt es heute KI, die Künstliche Intelligenz, der man all diese unnützen Fragen stellen kann. Hab ich glücklicherweise gemacht. Glücklicherweise? Ja! Denn dadurch konnte ich feststellen, dass selbst KI keine Antworten geben kann, die einem Laienphilosophen weiterhelfen. Da erhält man Antworten wie: „Das Universum vergrößert sich nach heutigem Verständnis nicht in etwas hinein, sondern der Raum selbst dehnt sich überall aus.“ – Ok! Danke, KI! Aber meine Frage ist: WOHIN?“

KI antwortet: „Es gibt in der Kosmologie keine Sphäre oder Raum, in die sich das Universum hinein ausdehnt. Der Raum dehnt sich nicht „nach außen“ aus – es gibt keinen zusätzlichen „Umgebungsraum“ oder Extraraum. Die gängige Antwort lautet: Der Weltraum expandiert „innerlich“, also überall gleichzeitig, wo die Schwerkraft ihn nicht zusammenhält. Es gibt weder einen äußeren Rand des Universums noch ein „Außen“ in der Relativitätstheorie.“

Danke, KI! Nicht wirklich hilfreich, aber ich bin ja auch nur ein Laie. Die wissenschaftlichen Professoren dieser Welt haben bestimmt schlüssige Antworten auf all meine Fragen. Die sind ja keine Laien. Oder ... Moment! ... Weiter unten erwähnt KI: „Prof. Gerd Ganteför sagt: "95% der Substanz des Universums sind dunkle Energie und dunkle Materie – beide unbekannte Formen". Das ist wirklich nur der Name des Problem, nicht die Lösung. An den Rändern der Raumzeit brechen die bekannten Naturgesetze zusammen – bei Singularitäten, Welträndern und Zeitkreise "schockieren geradezu die Physik". Die Wissenschaft weiß also: Hier enden unsere aktuellen Erklärungen.“

Danke, KI! Also, etwas verstehe ich davon:

  • 95 % der Substanz des Universums ... sind unbekannte Formen.
  • Das ist nicht die Lösung.
  • Es brechen die bekannten Naturgesetze zusammen ... schockieren geradezu die Physik.
  • Die Wissenschaft gibt zu: Hier enden unsere aktuellen Erklärungen.

Ich bin beruhigt! Wir – die Laien und die Wissenschaftler wissen noch längst nicht alles. Manchmal kennen wir nur die Namen des Problems, nicht die Lösungen, und manche Naturgesetze gelten nicht überall, sondern brechen irgendwo und irgendwann zusammen. Auch wenn die Wissenschaft uns weiß machen will, dass sie alles weiß und dem, was sie nicht weiß, auf die Spur kommen wird, enden auch ihre Erklärungen, müssen regelmäßig revidiert werden oder stellen sich als falsch heraus. Glücklicherweise nicht alle!

Ich lasse die laienphilosophischen Gedanken los und freue mich an meinem Gott, der alles so wunderbar geschaffen hat. Ich preise den Gott, dessen Gedanken so astronomisch – nein – so göttlich viel höher sind als meine Gedanken und dessen Wissen, die Allwissenheit, das kompakte Wissen der Menschheit weit übersteigt. Und ich bete an meinen Herrn, der aus Seiner Welt in meine Welt kam um mich – und jeden, der Ihm vertraut – zu erlösen und schlussendlich in Seine Welt zu holen.

Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? (Psalm 8:4+5)

Mittwoch, 24. Juni 2026

Ausleben oder Aushalten?

Quelle: Instagram
Erik wurde am 23. September 1968 geboren. Er ist Gleitschirmsegler, Skydiver, Langstrecken-Radfahrer, Marathonläufer, Skifahrer, Gletscher- und Bergsteiger und Weltreisender. Als 34 Jähriger hatte er die „Seven Summits,“ die 7 höchsten Berge der sieben Kontinente bestiegen. Viele von uns können sich mit der Abenteuerlust Eriks identifizieren, aber nicht mit seiner Unermüdlichkeit und seinem Mut. Erik Weihenmayer ist Lehrer und Expeditionsleiter. Und er ist blind!

In unseren Begegnungen treffen wir auf Menschen, die, in ähnlichen Situationen, ganz unterschiedliche Einstellungen zum Leben haben. Für die einen ist das Leben eine einzige Last, für die anderen eine große Lust. Für die einen scheint es nur Regentage zu geben, die anderen kennen fast nur die Sonne. Die einen sagen sich: Ich möchte mein Leben ausleben! Die anderen stöhnen: ich muss das Leben aushalten!  Worin liegt der Unterschied?

Eine Pauschalantwort gibt es mit Sicherheit nicht auf diese Frage. Die Antwort kann aus ganz verschiedenen Gründen bestehen: die individuelle Persönlichkeit, die Erziehung, das soziale Umfeld oder das religiöse Leben. Die Tatsache bleibt: Einstellungen variieren!

Manchmal ist es gut und hilfreich (und beschämend), sich Menschen wie Erik Weihenmayer vor Augen zu halten. Sie haben nicht aufgegeben, obwohl sie Widrigkeiten im Leben erfahren, die weit über das hinausgehen, was der Durchschnittsmensch zu tragen hat. Anstatt sich auf das zu konzentrieren, was sie nicht haben, erfreuen sie sich an dem, was sie haben.

Jesus Christus sagt zu denen, die Ihm nachfolgen (Johannes 10:10):
Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.

Paulus bekennt (Philipper 4:13):
Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.

Und in Lukas 1:37 heißt es: Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

Jesusnachfolger, mehr als alle anderen Menschen auf der Welt, haben Grund, ihr Leben auszuleben. Sie haben Leben in Jesus, Leben durch Jesus und Leben von Jesus. Sie haben Zugang zu dem, dem kein Ding unmöglich ist. In der Nachfolge und Nähe ihres Freundes und Retters, Jesus, vermögen sie alles, weil Er sie stark macht und ihnen volle Genüge geben möchte. Das heißt nicht, dass wir Jesusjünger immer lachen oder dass jeder von uns ein Erik Weihenmayer ist. Aber es heißt, dass wir in allem – egal was uns das Leben auferlegt – immer eine Blickrichtung haben, die uns Mut und Freude in unser Herz bringt: nach oben! Wir singen sozusagen mit Johann Franck über die Freude Jesu:

Weicht, ihr Trauergeister,
denn mein Freudenmeister,
Jesus, tritt herein.
Denen, die Gott lieben,
muss auch ihr Betrüben
lauter Freude sein.
Duld ich schon hier Spott und Hohn,
dennoch bleibst du auch im Leide,
Jesu, meine Freude!

Dienstag, 23. Juni 2026

Biographie: Musa Sheikow

Das Buch „By Their Blood“ von James & Marti Hefley übt weiterhin eine Faszination auf mich aus. Namen um Namen von Christen werden erwähnt, die im vergangenen Jahrhundert unter schweren Bedingungen für Jesus gelebt und Ihm gedient haben. Manchmal wird etwas ausführlicher über den Dienst dieser Personen berichtet, so über Musa Sheikow in Somalia*.

Musa wuchs auf in einer muslimischen Familie und wurde aus dem Haus geworfen und aus der Familie ausgeschlossen, als er sich entschied, Jesus zu folgen. Er reiste ins benachbarte Äthiopien, wo er eine Bibelschule besuchte. Anschließend ging er zurück nach Somalia, um dort in einer Apotheke zu arbeiten und Jesus zu dienen.

Er wurde durch die Polizei beobachtet, und als ein Informant der Polizei über ein christliches Buch berichtete, das er in Musas Haus gesehen hatte, wurde Musa am Arbeitsplatz verhaftet. Ihm wurde vor Gericht und 600 Zuschauern vorgeworfen, Jesus nachzufolgen, was er mit den Worten bestätigte: „Es ist wahr, Euer Ehren! Ich folge Jesus Christus nach, egal, ob Sie mich einsperren oder töten!“

Unter den Rufen der Zuhörer, ihn einzusperren wurde er zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Musa selbst war dankbar, dass er ein Zeugnis für Jesus abgeben konnte. Da er eine Geldstrafe nicht zahlen konnte, kam er in Einzelhaft. Ein ebenfalls inhaftierter muslimischer Sheikh wollte „diesen Ungläubigen“ demütigen und befahl Musa, die Toiletten zu säubern. Musa tat das und bot an, das auch am nächsten Tag zu wiederholen.

Als der Gouverneur der Provinz von dem Fall hörte, besuchte er Musa, unterhielt sich mit ihm und war von seinem Zeugnis so beeindruckt, dass er die Einzelhaft beendete und die Gefängnisleitung aufforderte, Musa mit Medizin zur Behandlung von Kranken zu versorgen.

Im Clansystem Somalias ist der Clan verpflichtet, für ihre Angehörigen in Not Lösegeld zu zahlen. Musas Angehörige erklärten ihm: „Hättest du jemanden getötet, könnten wir die Strafe von 100 Kamelen zahlen. Wenn Du ein Haus ausgeraubt hättest, könnten wir dich freikaufen. Aber von diesem Verbrechen (Jesus zu verkündigen), können wir dich nicht befreien.“

Der inhaftierte Sheikh, den er zuvor kennengelernt hatte, war ihm immer noch nicht freundlich gesonnen. Irgendwann erwähnte er, dass er gerne die neusten Nachrichten kennen würde, aber er konnte nicht lesen. Musa bot ihm an, ihm die Zeitung vorzulesen ... und langsam änderte sich seine Einstellung. „Musa,“ sagte er eines Tages. „Du bist hier drin, weil du Gutes getan hast! Wenn ich entlassen werde, werde ich deine Strafe bezahlen.“

Er hielt sein Wort! Musa wurde entlassen, ging an seinen Arbeitsplatz in der Apotheke zurück und sparte Geld, mit dem er den Sheikh zurückzahlte. Was für ein Zeugnis der Treue Gottes und Seines Kindes!

Der Herr kennt die Seinen; und: Jeder, der den Namen des Herrn nennt, halte sich fern von der Ungerechtigkeit! (2 Timotheus 2:19)

Das hat Musa in seinem Leben für Jesus erfahren: Er predigte Jesus und lebte die Gerechtigkeit, zu der er berufen war – und erfuhr, wie Gott sich auf seine Seite stellte.

* Informationen zusammengefasst aus James & Marti Hefley: "By Their Blood" (S. 405-407)

Montag, 22. Juni 2026

Zum Trost für die Alten und zum Festhalten für die Jüngeren

Jemand erzählt:

Vor einigen Sommern, als mein Opa und meine Oma noch bei uns waren, machten wir ein Familienpicknick. Die geistigen Fähigkeiten meiner Oma waren zu dieser Zeit nicht mehr so, wie sie einmal gewesen waren. Die Demenz setzte ein. Irgendwann wurde es so schlimm, dass sie sich weder an meinen Namen noch an die Namen anderer Familienmitglieder erinnern konnte. Aber einen Namen hatte sie nicht vergessen: den Namen ihres Herrn Jesus Christus.

Und sie hatte auch die Kirchenlieder nicht vergessen, die sie ihr ganzes Leben lang gesungen hatte. Bei diesem Picknick sangen meine Großeltern ein paar Kirchenlieder für uns alle. Eines dieser Lieder war „Does Jesus Care?“ (Weiß Jesus wohl?) von Frank Ellsworth Graeff.

Inmitten all der Herausforderungen des Alterns sang meine Oma:

Kümmert es Jesus, wenn mein Herz so schmerzt,
dass es zu tief ist für Fröhlichkeit und Gesang;
Wenn die Lasten drücken und die Sorgen bedrücken
und der Weg mühsam wird und lang?

Dann kam die Antwort:

O ja, Er weiß, Er fühlt mein Leid,
Sein Herz empfindet mein Weh.
Er kennt die Wunden, die bangen Stunden.
Mein Heiland kennt mein Weh!

Passend dazu ein Zitat des kanadischen Theologen D.A. Carson: „Ich leide an nichts, was eine gute Auferstehung nicht heilen könnte.“

Dieser Satz gehört sicher zu den besten und tröstlichsten Zitaten der Welt. Ein neuer Leib, frei von Krankheit, Gebrechen, Einschränkungen, Ängsten, Depressionen, Hinken, Schmerzen, Allergien und allen anderen körperlichen und geistigen oder psychischen Einschränkungen. Ganz so, wie Offenbarung 21:4 es beschreibt:

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Oder auch Römer 8:18:

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

Oder auch 1 Korinther 2:9:

Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.

Oder ... so viele andere Verse.

Für die Alten: Haltet Euch daran fest. Das Beste steht Euch noch bevor!

Für die Jungen: Und gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: 'Sie gefallen mir nicht.' (Prediger 12:1)

Sonntag, 21. Juni 2026

Herzliche Einladung zu Tauf- undGemeindefest!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 11:20-24
 
20 Da fing er an, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten:
21  Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Zidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan.
22 Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen am Tag des Gerichts als euch!
23 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden! Denn wenn in Sodom die Wundertaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, es würde noch heutzutage stehen.
24 Doch ich sage euch: Es wird dem Land Sodom erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dir!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst und Gemeindefest
Anbetung Gebet - Zeugnis
Predigt - Taufe
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Kaffeetrinken
Gemeinschaft, Kinderspaß etc. 

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Das Kommen des Herrn ist Gericht und Heil zugleich."
(Horst Afflerbach)

Die Menschen werden leicht Verächter der Güte Gottes,
solange sie des göttlichen Gerichtes nicht innewerden.

(Johann Albrecht Bengel)