Definitiv einer meiner Lieblingsverse steht in 1. Korinther 2:9, wo es heißt:
Sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«
Paulus bezieht sich hier auf Jesaja 64:3 und Jesaja 65:17:
Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, dass außer dir ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren. (...) Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, sodass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden.
Nicht selten hört man die Beschuldigung gegen uns Christen, dass wir uns immer nur auf den Himmel vertrösten. Natürlich ist das völliger Unsinn! Die Verse sprechen nicht nur vom zukünftigen Himmel, sondern auch vom Gott des Himmels, der bereits jetzt und hier unsere Zuversicht und Stärke ist. Im Umfeld von Jesaja 64:3 heißt es:
Ach, dass du die Himmel zerrissest und herabführest (1) ... ja, fahre du herab, dass vor deinem Angesicht die Berge erbeben! (2) ... Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, dass außer dir ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren. (3) Du kommst dem entgegen, der sich daran erfreut, Gerechtigkeit zu tun (4).
Und im Umfeld von Jesaja 65:17 lesen wir:
Ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, sodass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden; (17) Ihr sollt euch allezeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe. (18)
Hier wird deutlich, dass der Gott, der diesen unvorstellbar herrlichen Ort, den kein Auge gesehen hat, dessen Beschreibung der Herrlichkeit kein Ohr gehört und der mit nichts verglichen werden kann – dass der Gott dieses Himmels bereits jetzt und heute für die tätig ist, die auf Ihn hoffen, und denen entgegenkommt, die sich an Seiner Gerechtigkeit erfreuen. Noch wird die Herrlichkeit dieses Himmels mit jedem Moment herrlicher, aber wir dürfen uns bereits jetzt daran erfreuen.
Ist das Vertröstung auf ein Jenseits? Nie und nimmer! Ja, wir erfahren durch unser Vertrauen auf Jesus tatsächlich eine solide Vorfreude auf den Himmel, und diese Vorfreude trägt uns durch alle möglichen schweren Zeiten im Leben. Ja, der Spruch: „Das Beste kommt noch!“ tröstet wirklich unsere Herzen. Aber das ist nicht alles. Im Hier und Jetzt, im Hier und Heute erfahren wir die Zuwendung, Hilfe, Kraft, Zuversicht, Freude und den Frieden, den der Gott des Himmels uns bereits jetzt entgegenbringt. Dieser Segen Gottes im Alltag ist real erfahrbar. Und wenn wir diese übernatürlichen Segnungen bereits heute erfahren, dann dürfen wir uns umso mehr auf die Segnungen freuen, die unbeschreiblich und unvorstellbar viel größer sind, als das, was wir heute schon erleben. Offenbarung 21:4 belehrt uns:
Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Es wäre töricht, sich in unserer Zeit der Kriege, Unruhen, Katastrophen, Ratlosigkeit, Streitereien und des politischen Chaos, wohin man auch blickt – nicht zu freuen auf das, was Gott uns verheißt: einen Himmel, ohne Tränen, Schmerzen und jegliches Leid. Einen Himmel, in dem nichts nervt, in dem niemand nervt, in dem niemand über Theologie, Formen, Traditionen oder Bibelverständnis diskutiert. Ein Himmel, der alles Vorstellbare übersteigt.
Sagt, was ihr wollt – ich freue mich drauf!



