Nicola Vollkommer: "Die fehlende Tischdekoration für die Grillparty sorgt für mehr Zündstoff als die fehlende Teilnahme am Gebetstreffen."
--- “STAHL" @ CCFG: --- Freitag, 6.März, 2020 - 19:30 Uhr - Michael Stahl: Lebenszeugnis, u.a. zum Thema '"Mobbing" / Eintritt frei / Eintritt ab 19:00 Uhr

Dienstag, 25. Februar 2020

Jesus im Buch Zephania

Der “Tag des Herrn” ist eine Bezeichnung, die Zephanja in seinen 3 Kapiteln wiederholt in dieser oder jener Form benutzt. Zum Tag des Herrn haben viele alttestamentlichen Propheten etwas zu sagen. Auch im Neuen Testament äußern sich Lukas, Paulus und auch Petrus dazu.

Wenn Zephania vom Tag des Herrn spricht, hat er die meiste Zeit das anstehende Gericht Gottes über Israel durch Babylon im Sinn. Darüber hinaus lässt Gott ihn aber auch einen Blick tun auf das endzeitliche Gericht Gottes über die Nationen am Ende der Weltzeit. Der Tag des Herrn ist ein Tag des Gerichts, war es damals zu Lebzeiten des Propheten und ist es prophetisch in der Zukunft. Paulus schreibt (1 Thessalonicher 5:2):

Denn ihr wisst ja genau,
dass der Tag des Herrn so kommen wird
wie ein Dieb in der Nacht.

Und während Petrus den „Tag des Herrn“ sehr nah mit dem Weltende verbindet (2. Petrus 3:19):

Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht;
dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, 
die Elemente aber vor Hitze sich auflösen 
und die Erde und die Werke darauf verbrennen.

… verbindet Paulus den „Tag des Herrn“ auch mit Rettung und Jesus, dem Retter (1 Korinther 5:5):

 „… dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches,
damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus.“

Auch Zephania beschreibt den „Tag des Herrn“ als einen Tag schrecklichen Gerichts, aber gleichzeitig als einen Tag des Heils. Bezug nehmend auf diese Zeit prophezeit er (Zephania 3:9):

Dann aber werde ich den Völkern andere, reine Lippen geben,
damit sie alle den Namen des HERRN anrufen 
und ihm einmütig dienen.

Wer ist dieser HERR, was ist Sein Name? Zu wem werden die Völker am „Tag des Herrn“ kommen, um Seinen Namen anzurufen, wie es Zephania hier vorhersagt? In Philipper 2:9-11 triumphiert Paulus betreffs Jesus:

Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben 
und ihm den Namen verliehen,
der über jeden Namen ist,  
damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge,
der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 
und jede Zunge bekenne,
dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters

Zephania sah diese Tatsache bis zu einem Punkt voraus und schreibt darüber in Verbindung mit dem „Tag des Herrn“. Das Neue Testament macht deutlich: Der Herr, um den es am „Tag des Herrn“ geht, ist Jesus. Und es ist nicht nur ein Tag des Gerichts, obwohl er mit Gericht enden wird für alle, die den Herrn nicht kennen. Für die übrigen aber, die Gemeinde Jesu und das (bekehrte) Volk Israel, gelten die Worte Zephanias (Zephania 3:14,15b, 17,19,20):

Jauchze, du Tochter Zion; juble, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! (…) Der HERR, der König Israels, ist in deiner Mitte; du brauchst kein Unheil mehr zu fürchten! 17 Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken. (…) 19 Siehe, ich will zu jener Zeit vorgehen gegen alle, die dich bedrücken, und will dem Hinkenden helfen und das Versprengte sammeln; und ich will sie zu Ruhm und Ehren bringen in allen Ländern, wo sie [jetzt] verachtet sind. 20 Zu jener Zeit will ich euch herbeibringen, zu der Zeit, da ich euch sammeln werde; denn ich will euch zu Ruhm und Ehren bringen unter allen Völkern der Erde, wenn ich euer Geschick vor euren Augen wenden werde!, spricht der HERR.

Montag, 24. Februar 2020

Gesetz und Gnade

Kürzlich trat ich mal wieder heftig in die Pedale und quälte mich im örtlichen Fitness Center um dem natürlichen Verfallprozess etwas entgegenzuwirken. Versüßt wurde die Qual durch meine Bibel-App über die ich mich – in Dramaform – durch die Bibel höre, will heißen: verschiedene Personen – verschiedene Sprecher, passende Hintergrundgeräusche, manchmal musikalische Untermalung. Da macht das Zuhören richtig Spaß.

Was aber, wenn es um Namen, Zahlen oder Gesetzesdetails geht? Als ich durch das 3. Buch Mose hörte, fielen mir die vielen verschiednen Opfer und die noch häufigeren Details zu jedem Opfer auf. Unglaublich! Wer kann das alles behalten? Die Vielfalt der Opfer; Die kleinen Unterschiede (Was soll man tun, was nicht? Was darf man essen, was nicht? Wie lange darf man es essen? Was soll man mit dem Rest tun? Was muss im Lager verbrannt werden, was außerhalb. Dazu war das Ganze ja eine äußerst blutige Angelegenheit: regelmäßige Opfer am Morgen und am Abend … zusätzlich zu all den anderen Opfern der Stämme, der Einzelnen, der Unreinen, der frischen Eltern, der Priester, usw. Bei alledem durfte das Feuer auf dem Altar Tag und Nacht nicht ausgehen.

Aber es sind nicht nur detaillierte Opfervorschriften. In 3. Mose geht es auch darum, wer wen heiraten darf und wen nicht; um die Kleidung der Priester, wie sie aussehen – aus was sie gewebt werden soll, oder wann er was an- und ausziehen soll. Dann all die Weiheriten …!

Zusätzlich geht es um genauste Anweisungen betreffs Aussatz am Menschen, am Haus oder an Materialien. Es geht um Reinheitsriten, Heilungsriten und Maßeinheiten. Dann geht es in Einzelheiten um die Feste des Herrn, genaue Tagesangaben mit was, wer, wo und wann.

Und der nichtjüdische Hörer im Fitness Center fragt sich unweigerlich: Wie soll man das denn alles so genau behalten und auf die Reihe kriegen?

Folgende Gedanken haben mich zumindest mit segensreichen Antwortansätzen beschenkt:
Gott offenbart sich als Gott, der es genau nimmt. Alles musste genau erfüllt werden. Gott ist nicht oberflächlich und möchte auch bei uns keine Oberflächlichkeit.
Gott offenbart, dass absolut niemand es schaffen kann, das Gesetz zu halten. Um schuldlos vor Ihm bestehen zu können, muss der Kandidat 100 Punkte erreichen. Die schafft niemand!
Aber dann dürfen unsere Gedanken ankommen bei dem Einen, von dem es heißt (Römer 10:4):

Christus ist das Ende des Gesetzes  
zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.

Die vielen detaillierten Forderungen des unmöglich zu erfüllenden Gesetzes offenbaren, was Jesus für uns getan hat, von was Er uns befreit hat. Kein Wunder, dass Gottes Wort darüber schreibt (Galater 3:10), dass Jesus uns vom Fluch des Gesetzes losgekauft hat.

Als meine 30 Minuten auf dem Stepper beendet waren, war ich meinem Herrn neu dankbar, dass ER das letzte und vollkommene Opfer ist, dass je ein Sünder benötigt, um gerettet zu werden und gerecht vor Gott stehen zu können. Ich war – und bin – Jesus dankbar, dass Er mich losgekauft hat vom Fluch des Gesetzes. Nicht, dass Vergebung und Rettung leicht und einfach wäre. Im Gegenteil! Rettung ist so unmöglich für uns, wie es für Israel oder irgendeinen anderen Menschen unmöglich ist, das Gesetz zu erfüllen. Aber Jesus hat erfüllt, was erfüllt werden musste. Er hat den schweren Teil übernommen und bietet uns die ewige Rettung als Geschenk an. Wer das leicht nimmt, hat’s einfach noch nicht verstanden. Wer aber möchte, darf kommen … darf trinken … und das Wasser des Lebens umsonst empfangen. Und dann darf er mit Dem, der das Leben ist, unterwegs sein. Herrliche Rückschlüsse – aus einem eher mühsam zu lesenden Buch.

Sonntag, 23. Februar 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat:
 
Predigttext
Richter 15:1-20 

1 Es geschah aber nach einiger Zeit, in den Tagen der Weizenernte, dass Simson seine Frau mit einem Ziegenböcklein besuchte. Als er aber sagte: Ich will zu meiner Frau in die Kammer gehen!, da wollte ihr Vater ihn nicht hineinlassen.
2 Denn ihr Vater sprach: Ich dachte, du hast sie gewiss verschmäht, da habe ich sie deinem Gefährten gegeben! Ist nicht ihre jüngere Schwester schöner als sie? Die soll dein sein an ihrer Stelle!
3 Da sprach Simson zu ihnen: Nun bin ich unschuldig, wenn ich den Philistern Übles antue!
4 Und Simson ging hin und fing 300 Schakale; und er nahm Fackeln, kehrte je einen Schwanz gegen den anderen und befestigte je eine Fackel zwischen zwei Schwänzen,
5 und er zündete die Fackeln mit Feuer an und ließ sie unter das stehende Getreide der Philister laufen und zündete so die Garben an samt dem stehenden Getreide und den Olivengärten.
6 Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: Simson, der Schwiegersohn des Timniters, weil der ihm seine Frau genommen und sie seinem Gefährten gegeben hat! Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie samt ihrem Vater mit Feuer.
7 Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr so etwas tut, will ich nicht eher ruhen, als bis ich an euch Rache genommen habe!
8 Und er zerschlug ihnen Schenkel und Hüften mit gewaltigen Schlägen. Dann stieg er hinab und blieb in der Felsenkluft von Etam.
9 Da zogen die Philister hinauf und lagerten sich in Juda und ließen sich in Lechi nieder.
10 Aber die Männer von Juda sprachen: Warum seid ihr gegen uns heraufgezogen? Sie antworteten: Wir sind heraufgekommen, um Simson zu binden, damit wir ihm antun, was er uns angetan hat!
11 Da zogen 3 000 Mann von Juda hinab zur Felsenkluft von Etam und sprachen zu Simson: Weißt du nicht, dass die Philister über uns herrschen? Warum hast du uns denn das angetan? Er sprach zu ihnen: Wie sie mir getan haben, so habe ich ihnen getan!
12 Sie sprachen zu ihm: Wir sind herabgekommen, um dich zu binden und in die Hand der Philister auszuliefern! Simson sprach zu ihnen: So schwört mir, dass ihr selbst nicht über mich herfallen wollt!
13 Sie antworteten ihm: Nein! Wir wollen dich nur binden und in ihre Hand ausliefern und wollen dich bestimmt nicht töten! Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und führten ihn von der Kluft herauf.
14 Als er nun nach Lechi kam, da jauchzten ihm die Philister entgegen. Da kam der Geist des Herrn über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Flachsfäden, die das Feuer versengt hat, sodass die Fesseln von seinen Händen fielen.
15 Und er fand einen frischen Eselskinnbacken; da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit 1 000 Mann.
16 Und Simson sprach: »Mit dem Eselskinnbacken färbte ich sie rot, mit dem Eselskinnbacken schlug ich tausend Mann tot!«
17 Und als er diesen Ausspruch getan hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand; und man nannte jenen Ort Ramat-Lechi.
18 Da er aber großen Durst hatte, rief er den Herrn an und sprach: Du hast durch die Hand deines Knechtes diese große Rettung gegeben; soll ich nun aber vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen?
19 Da spaltete Gott die Höhlung, die bei Lechi ist, sodass Wasser herausfloss; und als er trank, kehrte sein Geist wieder, und er lebte auf. Darum nannte er sie »Quelle des Rufenden«; sie ist bei Lechi bis zum heutigen Tag.
20 Und er richtete Israel zur Zeit der Philister 20 Jahre lang.

CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft!
parallel Kindergottesdienst!
Gemeinsames Mittagessen!

Beginn: 10:30 Uhr
Herzlich Willkommen!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:

"Wer auf Rache sinnt, der reißt seine eigenen Wunden auf. 
Sie würden heilen, wenn er es nicht täte." 
(Francis Bacon; 1561 - 1626)

Rächt euch nicht selbst, Geliebte, 
sondern gebt Raum dem Zorn Gottes;
 denn es steht geschrieben:
 »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«.
(Römer 12:19)

Samstag, 22. Februar 2020

(Un)freiheit

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,
dass er tun kann, was er will, sondern,
dass er nicht tun muss, was er nicht will.
 (Jean-Jacques Rousseau) 
 
Bist du frei? Freiheit wird definiert als “die Möglichkeit ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen und entscheiden zu können.“ Danach sind alle Menschen bis zu einem gewissen Grad frei: Wir können frei entscheiden, ob wir lieber Brot oder Cornflakes zum Frühstück essen, ob wir zu Fuß zum Bäcker gehen oder radeln, ob wir ARD oder ZDF anstellen (oder einen der anderen 237 Sender). Aber auch wichtigere Fragen entscheiden wir frei: was unseren Arzt betrifft, unsere Wohnung und unsere Freizeitgestaltung. Man könnte fortfahren …
 
Trotzdem sind viele Menschen unglücklich, weil sie unfrei sind. Manche haben sich bewusst in Abhängigkeiten begeben wie Alkohol, Nikotin, Drogen, Pornographie, Spielautomaten und andere. Sogar Besuche im Sonnenstudio können zu einer Sucht werden, die des Entzugs und der Therapie bedarf. Alleine können Süctige nicht mehr aus ihren Abhängigkeiten aussteigen. Andere sind aus ganz anderen Gründen unfrei: sie fühlen sich eingeengt in einer unglücklichen Ehe, an einem ungeliebten Arbeitsplatz oder in einer zu klein gewordenen Wohnung.
 
Die schlimmste Unfreiheit aber kommt nicht von außen, sondern von innen, wenn Herzen gefangen sind in Angst, Schuld und einem schlechten Gewissen. Viele äußere Unfreiheiten sind bedingt durch innere und viele Menschen stimmen zu: wenn innere Unfreiheiten behoben würden, wenn wir innerlich frei würden, dann wäre der erste Schritt zu echter rundum Freiheit getan. Innere Unfreiheit, die oft mit bloßem Auge gar nicht erkennbar ist, quält und drückt oft mehr als die Unfreiheiten, die anderen sichtbar sind. Gottes Wort sagt in Johannes 8,36: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ 
 
Jesus, der Sohn Gottes, besitzt die Macht Gottes, uns von Angst, Schuld und inneren Gebundenheiten zu befreien und uns so in die wahre Freiheit und ein befreites Leben zu führen.
  • Einem Gelähmten vergab er zunächst seine gesamte Sündenschuld.
  • Einer Ehebrecherin gewährte er einen Neuanfang ohne Altlasten.
  • Dem Schächer am Kreuz versprach er die Freiheit des Paradieses.
  • Viele machte er frei von körperlichen Gebrechen.
  • Viele andere befreite er von dunklen, dämonischen Mächten.
„Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“
(Johannes 8:36)
 Wir laden ein zur Freiheit in Jesus ...
... und zu unserem Gottesdienst morgen.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 21. Februar 2020

Die zweite Generation

Vor einigen Monaten habe ich mir einen Artikel aus der Zeitschrift IDEA aufgehoben, der mich sehr angesprochen hat und der mir aus dem Herzen spricht. Geschrieben wurde er von Nicola Vollkommer, einer Mutter, Pastorenfrau und Lehrerin an der Freien Evangelischen Schule in Reutlingen. In ihrem Artikel „Ich habe keine Lust mehr“ zeigt sie die Diskrepanz auf zwischen einer Pioniergeneration und der Generation derer, die später übernehmen. Der lesenswerte Artikel ist HIER zu finden. Einiges möchte ich hier in bearbeiteter Form wiedergeben.

Die Pioniergeneration wird beschrieben als opferbereit und missionarisch. Eine Überwindergeneration, die Widerstände hinter sich lässt, neues Liedgut entwickelt und unermüdlich dem Herrn dient. Die Zeit vergeht. 10, 20 Jahre vergehen. Das frohes, herzliche Singen ist abgelöst von perfektem, schönen Singen. Nicht die Evangelisationswoche, sondern die Verbesserung der Außenanlage des neuen Gemeindehauses wird gefeiert. Zitat: „Die fehlende Tischdekoration für die Grillparty sorgt für mehr Zündstoff als die fehlende Teilnahme am Gebetstreffen.“  Der Gottesdienst wird zur Unterhaltung nach dem Motto: „Was kommt gut an?"

Statt Pioniere mit dem Feuer Gottes wächst eine neue Gemeindegeneration heran mit dem Feuer des Zynismus. Nachfolge bleibt auf der Strecke, ausgebremst von Lustlosigkeit. Gott wird zur Freizeitbeschäftigung am Sonntag reduziert.

Dann fragt die Autorin nach der Lösung dieses Dilemmas und zitiert die Worte des Paulus aus 1. Korinther 2,2:  

„Ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen
als nur Jesus Christus, und ihn als Gekreuzigten“ 
 
Ein erlebnis- und wellnesssüchtiger Leib Christi braucht keinen Gekreuzigten. Aber ohne Golgatha gibt es nur Friedhof. Zitat: „Ohne das Kreuz wird geistliche Vision zu ehrgeiziger Betriebsamkeit. Aus Lobpreis wird Stimmungsmache, aus Evangelisation Marketing, aus Prinzipientreue Pharisäertum, aus der Freiheit in Christus das Lustprinzip. Wahre, ansteckende Freude kennen die, die eine tiefe, anhaltende Dankbarkeit für Jesu Werk am Kreuz empfinden und diese Dankbarkeit zu einem Lebensstil machen.“ 
 
Ein lesenswerter Artikel zur Selbstprüfung, herausfordernd, sich neu von Herzen der wichtigsten Person hinzugeben: Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen.

Donnerstag, 20. Februar 2020

A.W. Tozer

Wer die Andachten auf dieser Seite regelmäßig liest, hat mittlerweile festgestellt, dass an dieser Stelle A.W. Tozer immer wieder mal zu Wort kommt. Tozer wurde in eine arme Familie hineingeboren, verbrachte eine schwere Kindheit und lebte sein Leben lang ein bescheidenes Leben als Prediger, Pastor, Herausgeber einer Zeitschrift und geistlicher Vater. Er ist der Autor von über 40 Büchern. Zwei davon gelten als Klassiker: „Gottes Nähe suchen“ und „Das Wesen Gottes“. Für Seine Arbeit erhielt er zwei Ehrendoktortitel. Tozer starb 65jährig im Jahr 1963 an einem Herzinfarkt. Sein Leben und seine Predigen haben Tausende berührt. Seine Bücher berühren bis heute.

Auf diesem Hintergrund ist der folgende Auszug aus einem seiner Bücher umso eindrucksvoller. Tozer hätte, menschlich gesprochen, viel Grund gehabt, stolz zu sein. Er blieb demütig und abhängig von Jesus. 

„Demütigt euch nun unter die allmächtige Hand Gottes,
damit er euch erhöhe zur rechten Zeit.“ (1 Petrus 5,6) 
 
Wie kommt es, dass die bekennende Christenheit so wenig gelernt hat von dem, was unser Herr klar und deutlich über menschliche Erfolge, über Misserfolge und Versagen gelehrt hat, sowohl in einfacher Predigt als auch in Gleichnissen?
 
Wir sehen immer noch, wie die Menschen sehen – und urteilen nach menschlichen Gesichtspunkten. Welch angestrengter „Biberfleiß“ wird doch auf religiösem Gebiet aus dem fleischlichen Wunsch heraus geleistet, es gut zu machen?  Wie viele Gebetsstunden werden vergeudet, wenn wir Gott anflehen, Projekte zu segnen, die so gestaltet sind, dass sie kleine Menschen verherrlichen?
 
Wie viel heiliges Geld wird über Menschen ausgeschüttet, die mitsamt ihren tränenreichen Appellen nur eine fleischliche Show aufführen?
 
Der wahre Christ sollte sich von alldem abwenden. Niemand ist es wert, Erfolg zu haben, bevor er nicht seine Schwachheit einzugestehen bereit ist.
 
Niemand ist moralisch würdig, Erfolg in religiösen Tätigkeiten zu haben, bevor er nicht bereit ist, die Ehre für den Erfolg anderen zu gönnen, wenn Gott es zulässt.
 
Gott mag seinem Diener Erfolg erlauben, wenn Er ihn so weit erzogen hat, dass er den Erfolg nicht mehr braucht, um glücklich zu sein. Wer durch den Erfolg erhoben und durch das Versagen zu Boden gedrückt wird, ist noch ein fleischlicher Mensch.
 
Gott mag seinem Diener den Erfolg erlauben, wenn dieser gelernt hat, dass der Erfolg ihn bei Gott nicht insgesamt angenehmer oder wertvoller macht.
 
Unsere größte Ehre liegt darin, dem Herrn möglichst in allem nachzufolgen, angenommen zu werden bei denen, die Ihn annehmen, und verworfen zu werden von denen, die Ihn verwerfen, und geliebt zu werden von denen, die Ihn lieben. Welche größere Ehre könnte einem Menschen je gewährt werden
 
 (Quelle: A.W. Tozer; Verändert in sein Bild; CLV; S. 89)

Mittwoch, 19. Februar 2020

3 Wünsche frei ...

In seinem Buch „Aus gutem Grund“ erwähnt Axel Kühner ein Märchen, das in verschiedener Form in vielen Kulturen auftaucht. Darin beschenkt eine gute Fee einen Mann mit drei freien Wünschen. Kühner erzählt:

Allen Märchen ist die Botschaft gleich, dass es gar nicht einfach ist, Wünsche zu äußern, die wirklich weiterhelfen oder wesentliche Veränderungen bewirken.
In einem solchen Märchen zum Beispiel wünscht sich ein Mann besseres Wetter, dass es gar nicht mehr regnen soll. Doch bald darauf bemerkt er, wie töricht sein Wunsch war, da nun nichts mehr wachsen und reifen kann. Nun wünscht er, dass es nur noch des Nachts regnen soll. Aber da beschwert sich der Nachtwächter und alle, die auch nachts zur Arbeit müssen. Schließlich wünscht der Mann, dass wieder alles bleibt wie bisher. Alle drei Wünsche sind vertan und haben nichts bewirkt. Was wünschen wir uns? Was brauchen wir wirklich? Was sollte sich verändern?

Natürlich erinnert der Mann an die Art und Weise, wie wir Menschen manchmal sind. Zunächst halten wir dies für gut – dann das. Auf manche unsere Gebete trifft der Vers aus Jakobus 4:3 zu: 

Ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet,
um es in euren Lüsten zu vergeuden.

Schlussendlich sind und bleiben wir verwirrt und fühlen uns auf der Verliererseite. Wie gut, dass Gott in Seiner Gnade uns den Heiligen Geist geschenkt hat, von dem es heißt (Römer 8:26):

Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe.
Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich“s gebührt;
aber der Geist selbst tritt für uns ein 
mit unaussprechlichen Seufzern.

Ich bin überzeugt, dass manches Gebet, das völlig unzureichend unseren Mund (oder unser Herz) verlassen hat, von Gott erhört wurde. Sein Geist sieht unsere Herzen und tritt für uns ein. 
Aber zurück zur Geschichte. 3 Wünsche frei! Was wäre Dein Wunsch? Würde er Dir über Deinen Tod hinaus nützen? Würde er nur Dir nützen? Gäbe es mögliche Stolperfallen?

Es scheint, als habe sich David auch mit dieser Frage auseinandergesetzt. Was würde ich mir wünschen, hätte ich drei Wünsche frei? Davids Antwort lässt aufhorchen und staunen. Er hat keine drei Wünsche. Er hat nur einen. In Psalm 27:4 sagt er:

„Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne:
dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang,
zu schauen die Freundlichkeit des Herrn.“

Davids Wunsch ist auf nichts Irdisches, nichts Vergängliches gerichtet. Er bittet nicht um Reichtum, nicht um Gesundheit und nicht um ein langes Leben. Er bittet darum, dass er sein Leben lang in ununterbrochener Gemeinschaft mit dem Herrn leben kann, um nichts anderes zu sehen als die Freundlichkeit des Herrn. WOW!

Wie weit haben wir uns denn entfernt von einem Leben, in dem das Geistliche das Irdische übersteigt? Die meisten unserer Pläne, Ziele und Bemühungen drehen sich um unser irdisches Leben. Vielleicht auch berechtigt. Auch David musste sich als König um sein Volk und viele Einzelentscheidungen kümmern. Aber hier erklärt er, was das Wichtigste für Ihn ist und welcher Hauptwunsch alle anderen Wünsche und Verantwortungen durchziehen muss. Lasst uns doch mit David als Hauptanliegen diese Bitte vor den Herrn bringen:

„Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne:
dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang,
zu schauen die Freundlichkeit des Herrn.“

Heute Abend um 19:30 Uhr gehts weiter an unserem Jüngerschaftsabend mit Philipper 1:3-11. Komm vorbei zu Gemeinschaft mit Jesus und miteinander, bei Anbetung, Bibellesen und Abendmahl.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
5729 Neunkirchen

Dienstag, 18. Februar 2020

Jesus im Buch Habakuk

Habakuks Fragen an Gott ähneln den Fragen, die wir Gott oft stellen … oder zumindest in unseren Herzen bewegen: „Wie lange…?“ „Warum?“ „Wo bist Du, Gott?“ Und Gott antwortet auf seltsame Weise. Er bestätigt, dass Er die Gottlosen zu Werkzeugen des Gerichts an Israel machen wird, gleichzeitig aber auch, dass Er Israels Feinde richten wird.

Im Buch Habakuk geht es um viele Themen, die im Leben und den Lehren Jesu erkennbar sind: Gott ist gerecht, Er ist weise und barmherzig. Sein Ziel ist nicht Verderben und Tod, sondern Heilung und Leben.

Als Habakuk verwirrt Gott fragt, warum Er Gottlose gebrauchst, die noch schlimmer sind als Sein Volk, um Sein Volk Israel zu bestraften (1:13), da antwortet Gott mit einem richtungsweisenden und mutmachenenden Hinweis (2:4):

Siehe, der Vermessene — unaufrichtig ist seine Seele in ihm;
 der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.

Dreimal wird dieser Vers im Neuen Testament im Bezug auf den Glauben an Jesus zitiert. In Römer 1:16+17 spricht Paulus von der rettenden Kraft des Evangeliums Jesu für jeden, der glaubt und zitiert dann Habakuk 2:4.
In Galater 3 klagt Paulus, dass die Gläubigen das herrlich gezeichnete Bild von Jesus verlassen haben und sich wieder vergeblich dem Heil aus Werken zuwenden. In Galater 3:11 zitiert er den Propheten Habakuk und verbindet den rettenden Glauben im anschließenden Vs 13 mit Christus.
Auch in Hebräer 10 geht es um die Freimütigkeit, die wir durch das Blut Jesu empfangen haben; auch um den neuen Weg, den Jesus uns geöffnet hat und um das Festhalten an diesem Glauben. Der Abschnitt schließt mit dem Habakuk-Zitat, das offensichtlich keinen allgemeinen „Glauben“, sondern den rettenden „Glauben an den Messias“ meint:

„Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.

Als ob das nicht Ermutigung genug gewesen wäre, legt Gott noch eins drauf. In Habakuk 2:14 schenkt Er dem Prophet einen prophetischen Blick – über die Zeit der Bedrohung, der Anfechtungen und Fragen hinaus. Und Habakuk darf voller Freude ausrufen (2:14):

Denn die Erde wird erfüllt werden
von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn,
gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken.

Die Herrlichkeit des Herrn – des kommenden Messias, die Herrlichkeit des Gekreuzigten und Auferstandenen, die Herrlichkeit dessen, der uns den Weg geöffnet hat in Seine Gegenwart – die Erkenntnis der Herrlichkeit dieses Herrn wird einmal die Erde bedecken, wie die Wasser den Meeresboden.

Und somit wird Habakuk zu einem Tröster der Versager, der Bedrängten der Fragenden. Mitten in allen Angriffen des Feindes, in allen Fragen und unter einer dicken Wolkendecke ruft Er uns zu: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Und im Glauben dürfen wir nach vorne schauen, in die nahe Zukunft und in die ferne Zukunft. Der Herr wird siegen und das Reich Seiner Herrlichkeit aufrichten. Unsere Hand im Glauben an Seiner Hand festzuhalten wird uns sicher ans Ziel bringen.