„Wir können sicher sein, dass niemand jemals in den Himmel kommen und sagen wird: ‚Ich wünschte, ich hätte weniger getan.‘“ (Andrew Knight)

Mittwoch, 27. Mai 2026

Gottes Gnade ... zu groß?

Ich denke an so einige „besondere“ Menschen. Ja, sie sind besonders. Unrühmlich zeichnen sie sich aus als Schlächter der Menschheit, legalisierte Mörder, Mensch- und Gott-verachtende Monster. Namen wie Josef Stalin, Adolf Hitler, Pol Pot oder heute Kim Jong Un.

Es hat sie schon immer gegeben. Iwan der Schreckliche und Maria „Bloody Mary“ I. Tudor beide aus dem 16. Jahrhundert, tragen ihre Spitznamen nicht umsonst. Noch viel früher war es der römische Kaiser Nero, der für seine Grausamkeiten bekannt war.

Allerdings hat es sie schon bedeutend früher gegeben, die Gottlosen, die Grausamen, die vor nichts Zurückscheuenden. Einer von ihnen hieß Manasse und war der jüdische König mit der längsten Regierungszeit: 55 Jahre. Seine Gottlosigkeit und Grausamkeit übertraf alles bisher Dagewesene. In den Geschichtsbüchern des Alten Testaments wird berichtet (2 Könige 21):

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3 Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und errichtete dem Baal Altäre und machte ein Aschera-Standbild, wie es Ahab, der König von Israel, getan hatte, und er betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen. 4 Er baute auch Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen wohnen lassen. 5 Und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Haus des Herrn. 6 Er ließ auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und hielt Geisterbefrager und Wahrsager; er tat vieles, was böse ist in den Augen des Herrn, um ihn herauszufordern. 7 Er setzte auch das Standbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem der Herr zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: »In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich. (...) 9 Aber sie gehorchten nicht, und Manasse verführte sie, sodass sie Schlimmeres taten als die Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertilgt hatte. 16 Auch vergoss Manasse sehr viel unschuldiges Blut, sodass er Jerusalem damit erfüllte, von einem Ende bis zum anderen, abgesehen von seiner Sünde, zu der er Juda verführt hatte, sodass sie taten, was böse war in den Augen des Herrn.

Es fehlen fast die Worte, solch ein entsetzliches Handeln und Rebellieren gegen Gott und Menschen zu beschreiben. Manasse forderte Gott durch seinen Götzendienst heraus, opferte Kinder im Feuer und verführte ein ganzes Volk. Unfassbar! Natürlich handelte Gott nach Seinem Wort und Manasse wurde vom assyrischen König besiegt und nach Babel gebracht.

Was darauf folgt, ist noch unfassbarer als Manasses Gottlosigkeit. In 2 Chronik 33 wird berichtet:

12 Als er nun in der Not war, flehte er den Herrn, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter. 13 Und als er zu ihm betete, ließ sich Gott von ihm erbitten, sodass er sein Flehen erhörte und ihn wieder nach Jerusalem zu seinem Königreich brachte. Da erkannte Manasse, dass der HERR Gott ist. 14 Danach baute er eine äußere Mauer an der Stadt Davids, westlich von der Gihonquelle im Tal und bis zum Eingang beim Fischtor und rings um den Ophel, und machte sie sehr hoch; und er legte Hauptleute in alle festen Städte Judas. 15 Er tat auch die fremden Götter weg und entfernte das Götzenbild aus dem Haus des Herrn und alle Altäre, die er auf dem Berg des Hauses des Herrn und in Jerusalem gebaut hatte, und warf sie vor die Stadt hinaus. 16 Und er richtete den Altar des Herrn wieder auf und opferte darauf Friedensopfer und Dankopfer und befahl Juda, dass sie dem Herrn, dem Gott Israels, dienen sollten.

Unfassbarer als Manasses Sündenpaket ist Gottes Gnadengeschenk! Ist das nicht ein bisschen zu viel Gnade für solch einen Mega-Sünder? Nein! Gottes Handeln durch Gericht – so schrecklich es schien – bewirkte in dem König Gotteserkenntnis, inneren Zerbruch, Demut und Buße. Und unser gnädiger Gott lässt sich darauf ein! Er vergibt, stellt wieder her und schenkt erneut Seinen Segen – einem ehemaligen Okkultisten, Götzendiener Massenmörder und Kindermörder.

Die Gnade Gottes ist unvorstellbar, unbeschreiblich, unfassbar und unmessbar! Sie fließt über aus dem Wesen Gottes, der Gnade geben will – selbst den Schlimmsten der Menschheit. Das offenbart Er und handhabt Er so bis heute, wie aus vielen Zeugnissen ersichtlich ist.

O preist seiner Liebe Macht!
Preist seiner Liebe Macht,
preist seiner Liebe Macht, die uns erlöst!

Francis D. Bottome

Dienstag, 26. Mai 2026

Biographie: Susanna Wesley

Der Name Susanna Wesley mag einigen wenigen Lesern bekannt sein. Sie ist die Mutter der beiden Brüder, John und Charles Wesley, die Gott mächtig in der Heiligungsbewegung des 18. Jahrhunderts gebraucht hat. John Wesleys Lehren finden bis heute Beachtung, die Lieder seines Bruders Charles werden bis heute gesungen.

Susanna wuchs in einer prominenten Londoner Großfamilie mit 25 Geschwistern auf. Mit 19 Jahren heiratete sie den anglikanischen Pastor, Samuel Wesley. Samuel Wesley war nicht erfolgreich in seinem kirchlichen Dienst und auch nicht im Umgang mit Finanzen. Das Ehepaar hatte 19 Kinder, von denen 9 im Säuglingsalter starben. Susanna trug den Großteil der Kindererziehung, des Schulunterrichts, sowie der Arbeit im Haus und im Garten.

Bereits in ihren jungen Jahren versprach sie Jesus, nie mehr Zeit mit Freizeitaktivitäten zu verbringen als mit Gebet und Bibelstudium. Selbst in den schwierigsten und arbeitsreichsten Jahren ihres Lebens als Mutter nahm sie sich täglich zwei Stunden Zeit für die Gemeinschaft mit Gott und das Lesen seines Wortes, und sie hielt sich treu an diesen Zeitplan. Die Herausforderung bestand darin, in einem Haus voller Kinder einen Rückzugsort zu finden.

Susanna fand eine Lösung: Mit Bibel und langer Schürze setzte sie sich in ihren „Stille-Zeit-Sessel“, zog ihre Schürze über ihren Kopf und verbrachte 2 Stunden Zeit im Gebet und in Gemeinschaft mit Jesus. Wenn ihre Kinder ihre Mutter so sahen, wussten sie: „Jetzt dürfen wir nicht stören. Mama hat ihre Audienz bei Jesus.“ In dieser täglichen Zeit mit Jesus studierte sie Sein Wort, betete sie für ihren Mann, ihre Kinder und ihre Alltagsnöte, von denen es sicher mehr als genug gab.

Zu den vielen Nöten und Arbeiten in Susannas Leben gab es auch mehr als genug Leid. Eine ihrer Töchter wurde unverheiratet schwanger, aber der Vater des Kindes heiratete sie nie. Susanna hörte nicht auf, für ihre Tochter zu beten.

Natürlich betete sie für alle ihre Kinder, und es scheint, als habe Gott Seinen besonderen Segen auf ihre Söhne John und Charles gelegt. John wurde zum Leiter der Heiligungs- und Erweckungsbewegung in England, aus dem die methodistische Kirche hervorging. Charles schrieb im Laufe seines Lebens 6500 Kirchenlieder, von denen viele bis heute, vor allem im englischsprachigen Raum, gesungen werden.

Zurückzuführen ist dies sicher zu einem großen Teil auf den Glauben und die treuen Gebete ihrer Mutter, deren Erziehungsratschlag an Eltern war: „Lehre das Kind zu Beten, sobald es sprechen kann.“

Die Gemeinde des Herrn braucht heute nicht in erster Linie
neue Organisationen und Methoden,
sondern Männer und Frauen des Gebets.

(E.M. Bounds)

Montag, 25. Mai 2026

Sanheribs tragische Fehleinschätzung

CC BY-SA 2.0
Hiskia war ein ausgesprochen guter König Judas, ein wahrer Erweckungskönig! Aber auch er hatte Feinde. Unter ihnen den mächtigen König Assyriens, Sanherib. Sanherib hatte bereits zahllose Reiche der damaligen Welt besiegt. Auch das Nordreich, Israel, war bereits lange unter seiner grausamen Herrschaft. Der Glaube an die Hilfe seiner Götter muss gewaltig gewesen sein, ebenso wie die Verachtung der Götter der besiegten Nationen. Jetzt steht er vor den Toren Jerusalems und belagert die Stadt.

Hiskias Glaube ist vorbildlich. Nicht nur verlässt er sich selbst auf den Herrn, seinen Gott, sondern ermutigt auch das Volk erfolgreich mit den Worten (2 Chronik 32:7+8):

Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor dem König von Assyrien noch vor dem ganzen Haufen, der bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm! Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der Herr, unser Gott, um uns zu helfen und für uns Krieg zu führen! Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.

Hiskia vertraut dem allmächtigen Gott Israels. Sanherib vertraut seinen Göttern. Mit maßlos übersteigertem Selbstbewusstsein und völlig falschen Vorstellungen von Hiskias Glauben und Hiskias Gott wendet er sich an den jüdischen König (2 Chronik 32:10

10-12 So spricht Sanherib, der König von Assyrien: Worauf verlasst ihr euch, die ihr in dem belagerten Jerusalem sitzt? Verführt euch nicht Hiskia, um euch dem Tod durch Hunger und Durst preiszugeben, indem er sagt: »Der Herr, unser Gott, wird uns aus der Hand des Königs von Assyrien erretten?« Hat nicht derselbe Hiskia seine Höhen und Altäre weggeschafft und Juda und Jerusalem befohlen: Vor einem einzigen Altar sollt ihr anbeten und auf ihm räuchern?

FALSCH! Hiskia hatte Altäre und Höhen der toten Götzen in Israel weggeschafft und Israel zu dem lebendigen und einzigen Gott zurückgeführt!

14+15 Wer ist unter allen Göttern dieser Nationen, die meine Väter ganz und gar vernichtet haben, der sein Volk aus meiner Hand erretten konnte, dass euer Gott euch aus meiner Hand erretten könnte?

RICHTIG! Von den toten Göttern der Nationen konnte und kann kein einziger erretten oder helfen. ABER: Mit dem Gott Israels hatte sich Sanherib offenbar noch nicht angelegt. Der Herr ist nicht zu vergleichen mit den Götzen der Heiden. Unser Gott ist unvergleichbar!

So lasst euch nun durch Hiskia nicht täuschen und lasst euch nicht auf diese Weise von ihm verführen, und glaubt ihm nicht! Denn kein einziger Gott irgendeiner Nation oder eines Königreiches konnte sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter erretten — wie viel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand erretten! 

FALSCH! Erstens täuscht Hiskia nicht. Was hatte der König Judas dem Volk denn gesagt? „Mit uns ist ein Größerer als mit ihm! Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der Herr, unser Gott.“ Das war absolute Wahrheit ohne eine Spur Täuschung, wie Sanherib dann feststellen musste. Der historische Bericht endet mit den Worten (2 Chronik 32:21):

Und der Herr sandte einen Engel, der vertilgte alle tapferen Helden und die Fürsten und die Obersten im Lager des Königs von Assyrien, sodass er mit Schimpf und Schande in sein Land zurückkehrte. Und als er in das Haus seines Gottes ging, fällten ihn dort einige seiner leiblichen Söhne durch das Schwert.

Ein mutmachender Bericht aus dem zweiten Buch der Chroniken. Und so aktuell! Wollen die Könige, Professoren, Influencer und Stammtische unserer Zeit uns nicht auch überfallen mit ihren inkorrekten Aussagen über Gott, Seine Wunder, die Schöpfung, die Bibel, die Zeichen der Zeit und ... und ... und? Da hören sich ihre Vermutungen, Schlüsse und Rückschlüsse an, als wären es Tatsachen. Christliche Lehren werden verdreht und „passend“ gemacht, um selbst die Christen zu verunsichern. Christliche, biblische Ethik wird ins Lächerliche gezogen oder sogar kriminalisiert, um den Glauben mundtot zu machen.

Aber wie bei Sanheribs tragischem Fehlschluss werden auch diese Zeitgenossen am Ende erkennen müssen, dass ihre Theorien und Philosophien keine Herausforderung sind für den allmächtigen Gott der Bibel. Am Ende wird Er als Sieger erscheinen – und alle Seine Gegner als Verlierer. Darum gilt allen, die den Gott der Bibel nur vom Hörensagen kennen (Amos 4:12):„Bereite dich darauf vor, deinem Gott zu begegnen!“

Allen anderen gilt: Es gibt keinen Grund, sich einschüchtern oder täuschen zu lassen. Tatsache ist:

„Mit uns ist ein Größerer als mit ihm! Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der Herr, unser Gott.“ 

Sonntag, 24. Mai 2026

Herzliche Einladung zum Pfingstgottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Apostelgeschichte 1:8 + 2_1-14
 
Apostelgeschichte 1:8: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! 
 
Apostelgeschichte 2:1-14Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. 2 Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. 4 Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.
5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer aus allen Heidenvölkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 7 Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind diese, die da reden, nicht alle Galiläer? 8 Wieso hören wir sie dann jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren wurden? 9 Parther und Meder und Elamiter und wir Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadocien, Pontus und Asia; 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und von den Gegenden Libyens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, 11 Kreter und Araber — wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden! 12 Und sie entsetzten sich alle und gerieten in Verlegenheit und sprachen einer zum anderen: Was soll das wohl sein? 13 Andere aber spotteten und sprachen: Sie sind voll süßen Weines! 
14 Da trat Petrus zusammen mit den Elf auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr Männer von Judäa und ihr alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sollt ihr wissen, und nun hört auf meine Worte!
 
Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung Gebet - Predigt

Heute kein gemeinsames Mittagessen!

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Jede Erweckung kommt, genau wie Pfingsten,
als eine Frucht gemeinsamen, anhaltenden Gebets.
(Andrew Musrray)

Durchtränke mein Wesen mit dem Öl deines Heiligen Geistes,
auf dass ich aufflammen kann
(Jim Elliot)

Samstag, 23. Mai 2026

Warum ich Jesus liebe - Schlussgedanken

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben,
welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt
Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friedefürst!“
(Jesaja 9:6) 

Wunderbar – Ratgeber – Kraft – Held – Vater der Ewigkeit – Friedefürst

So, das ist es also – oder besser gesagt: das sind also einige Gründe warum ich von Herzen sagen möchte: Darum liebe ich Jesus! ER ist mir wertvoll! ER bedeutet mir alles!

Es ist doch so: Wir lieben, was uns wertvoll ist!  Der eine liebt sein Auto, der andere seine Frau, der dritte seinen Beruf, seine Bücher sein Haus, Geld oder seinen Hund. Wir lieben, was uns wertvoll ist!

Der Umkehrschluss stimmt allerdings auch: Was uns nicht wertvoll ist, uns nicht viel bedeutet, das kümmert uns nicht sonderlich. 

Wenn wir Jesus nicht lieben, zeigt das, dass Er uns nicht sonderlich wertvoll ist, dass er uns nicht all Zuviel bedeutet. Wir lieben, was uns etwas bedeutet. Wir verbringen Zeit mit dem, was uns wertvoll ist. Ich musste an die Goldgräber des 19. Jahrhunderts denken.

Die Goldgräber standen mitten im Fluss, manchmal bis zu den Knien im Wasser. Gebeugt, mit einem Sieb in der Hand, siebten sie Dreck, Geröll und Steine um an das heranzukommen, was ihnen wertvoll war.

Uns geht es manchmal nicht viel anders. Wir stehen mitten im Leben  manchmal bis zum Hals im Wasser. Wir kämpfen uns durch allen möglichen Dreck, durch Geröll und Steine.

Aber warum machten die Goldgräber weiter? Was motivierte sie? Sie hatten die Augen offen für etwas ganz Bestimmtes, etwas Wertvolles. Was sie an kleinen, schimmernden Körnchen aus dem Sieb holten, war es wert, stundenlang gebeugt im Wasser zu stehen und zu sieben. Die Freude über den Anblick des Wertvollen entschädigte vollkommen.

Im Geröll unseres Lebens müssen wir die Augen offen halten nach dem, was wertvoll ist – oder besser gesagt, nach dem, DER wertvoll ist!

Wunderbar – Ratgeber – Kraft – Held – Vater der Ewigkeit – Friedefürst

All das, was wir in Jesus entdecken, macht das Leben mit Ihm wertvoll, auch wenn wir viel Steine, Dreck und Geröll im Sieb unseres Lebens entdecken. Wichtig ist, dass wir uns auf das Gold – auf Jesus – konzentrieren.

Das wird in unseren Herzen Liebe wachsen lassen, Liebe zu Ihm und zu unseren Mitmenschen!

Freitag, 22. Mai 2026

Warum ich Jesus liebe (6)

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben,
welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt
Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friedefürst!“
(Jesaja 9:6) 

Jesus – mein Friedefürst! Ist „Frieden“ eigentlich mehr als nur ein Wort? Man redet davon, man demonstriert dafür, man schreibt darüber, man kämpft sogar dafür. Aber wo ist Frieden? Was ist Frieden? Wo finde ich Frieden?

Wenn Jesus, der Sohn Gottes, der Fürst des Friedens ist, dann muss sich jeder echte Frieden an Ihm festmachen. Dann muss Frieden im Kleinen beginnen und im Großen enden. Dann muss Friede durch Jesus der Kern sein, um den herum alles andere angelegt ist. Und was diesen Kern angeht, da ist Frieden in so vielen Bereichen nötig:
  • Frieden zwischen Gott und mir
  • Ein zur Ruhe kommen in Ihm in den verschiedenen Situationen des Alltags
  • Frieden durch erfahrene Vergebung
  • Frieden durch gewährte Vergebung
  • Frieden durch das Abgeben meiner Probleme an Gott
Unendlich könnte man die Liste weiterführen. Und es wird deutlich, dass wenn wir den Fürst des Friedens nicht an diesen Kernproblemen arbeiten lassen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn außerhalb des persönlichen Kerns auch kein Frieden herrscht.

Nun ist er aber der Friedefürst – unser Jesus. Dein Jesus! Mein Jesus! ER ist der Friedefürst! Darum haben wir Frieden mit Gott, darum kommen wir zur Ruhe, selbst in der Not, darum haben wir Vergebung und können vergeben. Weil Jesus, der Friedefürst, in uns lebt und uns erfüllen möchte mit Seinem Frieden.

Wie in so vielen Dingen des Glaubens braucht es dazu unser Mitwirken. Ich kann – auch mit Jesus als meinem Retter – den inneren Frieden verlieren. Ich kann festhalten an all den Dingen, die mir den Frieden rauben: Bitterkeit, Unversöhnlichkeit, Eigenbrötelei – und genauso kann ich  mich auf meine Nöte (Friedenstöter) und Schmerzen konzentrieren. Wenn ich auf diese Weise den Friedefürst in die „Besenkammer“ meines Lebens verbanne, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn der Wohlgeruch Seines Friedens nicht meine Lebensräume ausfüllt. Sind aber meine Augen auf Ihn gerichtet, meine Hand in Seiner Hand, und bin ich bereit, die Lasten, die ich Ihm gegeben habe, bei Ihm zu lassen, dann wird Sein Friede, der höher ist als alle Vernunft, mein Herz und meine Sinne bewahren.

Wunderbar – Ratgeber – Kraft – Held – Vater der Ewigkeit – Friedefürst!

Darum liebe ich Jesus!

Donnerstag, 21. Mai 2026

Warum ich Jesus liebe (5)

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben,
welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt
Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friedefürst!“ 
(Jesaja 9:6)

„Alles hat seine Zeit“ so heißt das aus Prediger 3 adoptierte Sprichwort. Anschließend werden alle mögliche Dinge unseres Lebens aufgezählt, die alle Anfang und Ende haben. Jesus ist anders! „Ewig-Vater“ oder, wie die Elberfelder Übersetzung es ausdrückt: "Vater der Ewigkeit.“

Jesus ist ungebunden an Raum und Zeit. Seine Zeit ist immer. Seine Zeit zuzuhören und zu erhören; Seine Zeit zu trösten; Seine Zeit zu lieben, Seine Zeit zu führen; Seine Zeit an uns zu wirken, Seine Zeit durch uns zu wirken. Unendlich wäre die Liste. Er ist der Vater der Ewigkeit. Er ist es der WAR, der IST und der KOMMT!

Vor der Erschaffung existierte Er bereits mit dem Vater und dem Geist Gottes in der Dreieinigkeit. Und in Ewigkeit wird Er sein: Sohn Gottes, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Zeit spielt für Ihn keine Rolle. Das bedeutet auch, dass ich Ihn nicht enttäuschen kann. Wie könnte ich? Nichts ist Ihm neu! Mein Heute ist Sein Gestern. Mein Morgen ist Ihm seit Ewigkeit bekannt!

All das gilt auch für Seine herrliche Vergebung. Für die Sünden von gestern – und für alle Sünden der Vergangenheit ist Er am Kreuz gestorben. Für die Sünden von morgen – und für alle Sünden der Zukunft ist Er am Kreuz gestorben.

Er ist der Vater der Ewigkeit, dessen Tod und Auferstehung alle rettet und allen vergibt, die - vor und nach dem Kreuz auf Golgatha - an Ihn glauben!

Heißt das, dass ich dann ja munter drauflos sündigen kann? Paulus beantwortet diese Frage in Römer 6:2 wenn er sagt:

„Auf keinen Fall! Wir, die wir der Sünde gestorben sind,
wie werden wir noch in ihr leben?“ 
 
Im Johannesevangelium sagt Jesus immer wieder: Wer Ihn liebt, hält Seine Gebote. Wer Seine Gebote missachtet, zeigt dadurch, dass er Jesus nicht liebt.

Ich liebe Jesus, weil er als der Sohn Gottes ewig und unvergänglich ist und weil Er in Ewigkeit vergibt. Ihn liebe ich, indem ich die Sünde hasse!

Mittwoch, 20. Mai 2026

Warum ich Jesus liebe (4)

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben,
welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt
Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friedefürst!“
(Jesaja 9:6)

„You’re my hero!“  „Du bist mein Held!“  - mit diesen Worten himmeln junge Mädchen im englischsprachigen Raum ihre „Boyfriends“ an. Helden gibt es aber auch für die Älteren oder die „Reiferen.“ Kinofilme brauchen ihre Helden ebenso wie die Schlagzeilen mancher Tageszeitungen oder verschiedene Zeitschriften. Und jetzt soll Jesus unser „Held“ sein?

Tatsächlich wird der Herr mehrmals in der Bibel als „Held“ bezeichnet. So in 1 Mose 49:10:

„Es wird das Zepter von Juda nicht weichen
noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen,
bis dass der Held komme,
und ihm werden die Völker anhangen.“

1 Samuel 15:29:   Auch lügt der Held in Israel nicht,
und es gereut ihn nicht;
denn er ist nicht ein Mensch,
dass ihn etwas gereuen sollte.

Schließlich Jeremia 20:11: Aber der Herr
ist bei mir wie ein starker Held;
darum werden meine Verfolger fallen und nicht obliegen,
sondern sollen zu Schanden werden,

Jesus ist und bleibt Held, mein Held! Ihm folgen die Völker nach - ich bin dabei! Sein Wesen ist rein und heilig: Er lügt nicht! Von Ewigkeit her bis in alle Ewigkeit macht Er immer alles richtig: Es gereut Ihn nichts! Ja, Er ist (m)ein Held!

Menschliche Helden kommen und gehen – Jesus bleibt! Menschliche Helden haben ihre Mängel – Jesus ist vollkommen! Menschliche Helden sind vergänglich – Jesus ist beständig! Bei vielen menschlichen Helden ist das Ende ungewiss – bei Jesus ist das Ende bekannt: Er hat gesiegt, hat überwunden, ist erhöht!

Darum liebe ich Jesus – Er ist mein Held und Herr!