Jeden Morgen werde ich an
andere Religionen erinnert, wenn ich durch verschiedene Gebetsapps an vom
Evangelium unerreichte Völker erinnert werde. Dabei wanderten meine Gedanken kürzlich
zu den verschiedenen Gottheiten des Hinduismus. Sie sind uns von Bildern bekannt.
Da ist die Schlangengottheit Sheshna, der Elefantengott Ganesha, oder der
Affengott Hanuman. Auch andere Gottheiten wie z.B. Kali, die schwarze Göttin
des Todes sehn nicht gerade erbaulich aus. Ich habe mich gefragt, mit welchen
Gefühlen, welcher Zuversicht oder Hoffnung Menschen sich diesen Gottheiten aus
Stein oder Metall nähern.
Der Mensch wollte etwas
vor Augen haben, wie damals Israel in der Wüste, als man das goldene Kalb schuf
und verehrte. Man wollte etwas zum Anfassen, für die Vorstellungskraft – egal wie
es aussah. Als der gottlose König Herodes im herrlichen königlichen Gewand eine
Rede hielt, war das Volk so mesmerisiert, dass es begeistert ausrief (Apostelg. 12:22): „Das ist die Stimme
eines Gottes und nicht eines Menschen!“ Sie brauchten das
physisch Sichtbare, Hörbare, Fühlbare.
Gott, als unser Schöpfer,
kennt uns. Er weiß, was Er geschaffen hat und wie wir ticken. Und in Jesus ist
Er uns und unseren Bedürfnissen entgegengekommen. Mehrmals erklärt Jesus den
Menschen Seiner Zeit:
Wer mich sieht, der sieht
den, der mich gesandt hat. (Johannes 12:45)
Wer mich gesehen hat, der
hat den Vater gesehen. (Johannes 14:9)
Und das bezeugt der
Apostel Johannes noch einmal in seinem 1 Brief (1:1):
Das Wort, das zum Leben führt, war von Anfang an da. Wir haben es selbst
gehört und mit eigenen Augen gesehen, ja, wir haben es angeschaut und sogar mit
unseren Händen berührt.
Wie herrlich, wie
befreiend, nicht an das Sichtbare, Groteske, Furchterregende oder an das
Faszinierende gebunden zu sein. Gott ist gekommen, ist in Jesus Mensch geworden
wie wir, hat unter uns gelebt, kennt jeden von uns und weiß, wie es sich „anfühlt“,
Mensch zu sein. Er hat uns vorgelebt, wie man ein Gott wohlgefälliges Leben
führt, hat uns den Weg des Lebens gezeigt und uns belehrt, wie wir darauf gehen
sollen.
Und wenn wir uns mit
Jesus beschäftigen, dessen Leben und Lehren uns in der Bibel vor Augen gemalt
werden, dann „sehen“ und „hören“ wir Ihn auch heute noch, dann „begegnen“ wir
Ihm bis heute. Das ist es, was Hiob meinte, als er Gott im Leid begegnet war
und ausrief (Hiob
42:5): „Ich
hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich
gesehen.“
Wer Gott begegnen möchte,
benötigt keine Gott Sichtungen, weder Götzen aus Stein oder Metall, noch akustische Stimulation. Wer
Gott begegnen möchte benötigt nur eins: eine offene Verbindung zu Jesus. Wer
mit Ihm verbunden ist, ist mit Gott verbunden. Über Mose heißt es (Hebräer 11:27):
Durch Glauben verließ er
Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht; denn er hielt standhaft aus,
als sähe er den Unsichtbaren.
Was sogar für Mose im Alten Testament möglich war, ist für uns Nachfolger
Jesu im Neuen Testament noch viel mehr möglich. Wir haben das Leben Jesu vor
Augen, Seine Lehre niedergeschrieben vor uns und den Heiligen Geist Gottes in
uns. Wir sind frei von äußeren Hilfsmitteln, die sich allesamt als nutzlos
erweisen würden. Wir haben Jesus!