Wer sein Ohr vor dem Schrei des Schwachen verschließt, / bekommt auch keine Antwort, wenn er einmal ruft. (Sprüche 21:10)
CCFG Bibelstunde: Mittwoch - Anbetung, Gebet, Gottes Wort, Gemeinschaft - Beginn: 19:30 Uhr

Samstag, 26. Januar 2019

Pastor, ich werde Deine Gemeinde verlassen!

Eine erfundene Geschichte? Wer weiß es. Aber eine hilfreiche!

"Eine Frau kam zu ihrem Pastor und erklärte ihm:" Pastor, ich werde Deine Gemeinde nicht mehr besuchen."
 "Aber warum das?" kam die erstaunte Antwort des Pastors?
“Ach! Ich hörte eine Frau, die über ein anderes Mitglied schlecht redete und tratschte. Dann was da dieser Mann, der rumheuchelte; die vom Anbetungsteam führen einen falschen Lebenswandel und dann all die Menschen, die während des Gottesdienstes auf ihr Handy schauen. Da laufen so vielen Dingen in der Gemeinde falsch. “
 
Der Pastor antwortete: „OK. Aber bevor Du gehst, tue mir bitte einen Gefallen: Füll Dir ein Glas Wasser und gehen damit dreimal um das Gemeindegebäude herum, ohne einen Tropfen zu verschütten. Danach kannst Du ja unsere Gemeinde verlassen.“
“Wenn das alles ist ...“ dachte die Frau und ging dreimal mit ihrem Glas Wasser um das Gebäude, so, wie es der Pastor erbeten hatte. Als sie fertig war, sagte sie dem Pastor, sie sei jetzt bereit zu gehen.
 
„Bevor Sie gehen,“ erwiderte dieser, „möchte ich Dir noch eine letzte Frage stellen. „Als Du das Gebäude umrundet hast, hast Du da jemanden tratschen hören? "
"Nein," kam die Antwort.
"Hast Du Heuchler gesehen?"
"Nein"
"Hast Du Leute gesehen, die in ihr Handy vertieft waren?"
“Nein,“ kam die erneute Antwort.
“Du weißt, warum? Nicht wahr?“ fragte der Pastor weiter.
“Nein, ich weiß es nicht!“ erwiderte die Frau.
„Du hast Dich auf das Glas mit dem Wasser konzentriert, um sicher zu gehen, dass Du nicht stolperst und kein Wasser verschüttest. Genau so geht es uns in unserem Leben. Wenn wir nur Jesus im Auge behalten, haben wir keine Zeit, die Fehler anderer zu sehen. Im Gegenteil! Wir werden ihnen eine helfende Hand reichen und uns auf unseren eigenen Weg mit dem Herrn konzentrieren.“

Eine nachvollziehbare Geschichte. Die Gemeinde Jesu weltweit, die Gemeinden Jesu am Ort – sie alle bestehen aus Menschen – und Menschen machen Fehler, Menschen haben ihre Eigenarten und Schwächen.

Als die Jünger auf dem Berg der Verklärung ihre Augen öffneten, sahen sie niemand als Jesus allein. Jesus allein ist das vollkommene Vorbild für uns. Jesus allein! Darum lasst uns wegschauen von den Schwächen und Fehlern anderer. Lasst uns den Mund halten über die Schwächen und Fehler anderer, wie uns acuh Epheser 4:29 zuruft:

Redet nicht schlecht voneinander,
sondern habt ein gutes Wort für jeden, der es braucht.
Was ihr sagt, soll hilfreich und ermutigend sein,
eine Wohltat für alle. (HfA)

Lasst uns auf Jesus schauen und uns auf Ihn konzentrieren. Das wird uns bewahren, im Glauben Schiffbruch zu erleiden.

[Lasst uns] hinschauen auf Jesus,
den Anfänger und Vollender des Glaubens!
(Hebräer 12:2)

Morgen, um 10:30 Uhr treffen wir uns zum Gottesdienst. Sofern Du keine Gemeinde hast, in der Jesus geliebt und Gottes Wort verkündigt wird, laden wir Dich herzlich ein, zu uns zu kommen. Allerdings sind wir keine vollkommene Gemeinde. Wir sind Menschen mit Fehlern und Schwächen, die Jesus und einander lieben und und sich am Vorbild Jesu orientieren. Du bist uns herzlich willkommen!

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
(parallel zum Gottesdienst: Kindergottesdienst)

Freitag, 25. Januar 2019

Gemeindewachstum, wo man es nicht vermutet!

Irgendwann flatterte die Monatszeitschrift der HMK ins Haus. (Startseite HMK HIER bestellen) Bereits im Vorwort fielen mir einige Sätze auf. Zunächst der zitierte Bibelvers: 

„Denn ich weiß, dass der Herr des Elenden Sache führen
und den Armen Recht schaffen wird.“ (Psalm 140,13) 
Tut Gott das wirklich? Der Psalmist, David, hat es immer wieder erfahren. Millionen von Christen durch die Jahrtausende ebenso. Scheinbar erfährt es die verfolgte Gemeinde bis heute in besonders intensiver Weise. Im Vorwort fragte der Missionsleiter, Manfred Müller: Ist die Überwindung des Bösen mit Gutem das Geheimnis, warum die Gemeinde im Iran eine der am schnellsten wachsenden Kirchen der Welt ist? Dann zitiert er Richard Wurmbrand, der im Rückblick auf rumänisches Gefängnis, Folter und Schmerzen schreibt: „Nie zuvor habe ich so sehr erfahren, dass es Gott wirklich gibt, dass sein Sohn, Jesus Christus, unsere einzige Rettung ist, dass ein Leben nach dem Tod auf uns wartet, und dass nichts höher ist als die Liebe.“ 
Für Jesus leben – unter Lebensgefahr! Jesus bezeugen unter Lebensgefahr. Säen mit Tränen!
Aber dann kommt der zweite Teil. In Psalm 126:5 verspricht Gott:
 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.“
Das erfahren die Christen in den Ländern der Verfolgung. Die Gemeinde Jesu wächst, wo mit Tränen, Blut und Opfer gesät wird, nicht ohne Gefahr für Leib und Leben: Im Iran, in China, Indien, Eritrea und anderswo. Ganz nach der Aussage des Kirchenvaters Tertullian: ‚Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche!’ Demgegenüber stehen Länder, in denenChristsein Lightmöglich ist. Hartmut Steeb drückt es so aus: ‚Wenn wir es recht beobachten, wächst selbst im demokratisch-freiheitlichen Westen, in Europa, der Widerstand.’ Nur führt er nicht zu zunehmender Leidensbereitschaft, ungeschmälerten Einsatz und wachsenden Gemeinden, sondern oft eher zu Rückzug und Schweigen. 
„Denn ich weiß, dass der Herr des Elenden Sache führen
und den Armen Recht schaffen wird.“ (Psalm 140,13) 
Dem Herrn danken für die Freiheit und Möglichkeiten, die Er uns schenkt (1 Thessalonicher 5:18) ... den Mund aufmachen und Ihn verkünden, ‚zur Zeit und zur Unzeit’ (2 Timotheus 4:2) ...für Ihn leben, durch Worte, aber auch durch unsere Taten (Kolosser 3:17) ... 
... das wollen wir lernen von unseren Geschwistern in den Ländern der Verfolgung. Wir wollen Mut fassen, radikal-liebend für Jesus zu leben. Dabei geht es nicht um die großen Taten oder die aufwendigen Einsätze. Es geht um das Leben für Jesus, das bereit ist, die Opfer zu bringen, die es kostet. Es geht um die Kleinigkeiten des Alltags, die gar nicht immer sofort sichtbare Ergebnisse liefern. „Steter Tropfen höhlt den Stein“ heißt es im Sprichwort. Der Elende und der Arme werden kaum die Welt verändern können. Aber der Herr, der ihre Sache führt und ihnen Recht schaffen wird, der schafft Veränderung – erst im Kleinen, dann im Großen!

Donnerstag, 24. Januar 2019

Zerbrochen

Zum Blogeintrag am 11. Dezember 2018 postete mein Freund "ali" einen Kommentar. Da die Kommentare zu Einträgen nicht von allen gelesen werden, möchte ich den Beitrag hier noch einmal veröffentlichen. (Danke ali)

Ursprünglich kam Amy Carmichael aus wohlhabenden Hause, aber sie war bereit, sich selbst aufzugeben und für Jesus zu leben. Sie achtete ihr Leben nicht über die Maßen, aber dafür das Reich Gottes umso mehr. Sie hätte mit ihrer Mutter in einem normalen Zuhause leben können, aber sie hatte eine innere Last für die Armen in den Slums von Ancoat, im Nordwesten Englands. Darum entschloss sie sich, in den Slums zu wohnen, in denen die Wände dünn wie Papier waren, betrunkene Männer ihre Frauen verprügelten und wo Ratten, Kakerlaken und allerlei anderes Ungeziefer jede Wohngelegenheit zu ihrem Domizil machten.

Gott berief Amy, die aus gesundheitlichen Gründen für Auslandsmission als „untauglich“ galt, in die Außenmission. Nach 15 Monaten in Japan fuhr sie per Schiff nach Indien, wo sie 55 Jahre ohne Heimataufenthalt arbeitete. Ihr Dienst galt den Armen, Schwachen und Verachteten. Es lohnt sich, Biographien über Amy Carmichael zu lesen. Hier nun den auf FB eingestellten Beitrag meines Freundes:

Amy Carmichael führt vier Dinge an, die in der Bibel zerbrochen werden und eine ganz bestimmte Wirkung haben: 
  • - Zerbrochene Krüge (siehe Richter 7,19.20) – und das Licht darin schien hell auf.
  • - Ein zerbrochenes Fläschchen (Markus 14,3) – und das Salböl wurde ausgegossen.
  • - Fünf gebrochene Brote (Matthäus 14,19) – und die Hungrigen wurden satt.
  • - Ein gebrochener Leib (1. Korinther 11,24) – und die Welt wurde erlöst.
Nun haben wir das Vorrecht, dieser Reihe noch ein Fünftes hinzuzufügen, nämlich unseren zerbrochenen Willen, und das Ergebnis wird ein Leben sein, das von Frieden und Erfüllung durchflutet ist.

Viele, die zum Kreuz gekommen sind, um dort ihr Heil zu suchen, waren noch nie da, um auch ihren Willen zerbrechen zu lassen. Sie mögen vielleicht eine sanfte, milde Art haben; sie reden möglicherweise immer nur im Flüsterton; sie machen nach außen hin vielleicht einen sehr frommen Eindruck; und doch können sie einen eisernen Willen haben, der sie von dem Besten, was Gott uns im Leben schenken kann, noch trennt.

Wir müssen alle mit Amy Carmichael sagen:

Du wurdest, o mein großer Herr, für mich zerbrochen,
Lass mich durch deine Liebe auch zerbrochen sein.
 (William MacDonald)

Diese Gedanken zu und von Amy Carmichael erinnern an die Worte Jesu in Johannes 12:24:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt,
so bleibt es allein; wenn es aber stirbt,
SO bringt es viel Frucht.

In Matthäus 10:39 lehrt Jesus dieselbe Wahrheit mit anderen Worten:

Wer sein Leben findet, der wird es verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen,
der wird es finden!

Amy Carmichael war bereit, sich (zer)brechen zu lassen – und wurde zum Licht und Wohlgeruch für Jesus. Bis heute spricht ihr Leben und ihr Handeln. Wie vielen hat sie den Weg herausgeleuchtet aus Tempelprostitution und Armut? Wie vielen den Weg zur Hoffnung gezeigt. Ein für Jesus zerbrochenes Leben. Das Gleiche kann  mit Deinem und meinem Leben geschehen.

Mittwoch, 23. Januar 2019

Der Trick mit dem Wasser

Kürzlich entdeckte ich in einer Geschichte einen Ratschlag, der viele Beziehungen heilen dürfte. Mel Johnson erzählt von einer verrückten ärztlichen Verordnung, die einem Mann die Ehe rettete. Er schreibt:

Erinnern Sie sich noch daran, als Sie ein Kind waren und jede Märchenhochzeit damit endete, dass sie „glücklich lebten bis an ihr Lebensende“?  Nun, ich denke, wir alle wissen, dass solche Schlußsätze ein paar Tatsachen übertünchen. Es fordert tatsächlich eine Menge Arbeit, um in einer glücklichen Ehe zu leben, wie die folgende, lustige Geschichte zeigt. Sie von einer Frau, aber aus der Perspektive eines Ehemannes geschrieben und gilt für beide Seiten.

Was ist nun dieses außerordentliche  Rezept des Arztes für einen glücklichen Ehepartner?

Ein macht sich Sorgen um seine Frau und geht zum Doktor. Der Arzt fragt: "Wie kann ich helfen? Was ist das Problem?"
"Doktor, ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.“ Antwortet der Mann. „Jeden Tag scheint meine Frau ohne Grund die Beherrschung zu verlieren. Das macht mir Angst."
"Dafür habe ich ein Heilmittel.“ Antwortet der Mediziner. „Wenn es so aussieht, als ob Ihre Frau wütend wird, nehmen Sie schnell ein Glas Wasser und fangen Sie an, einen Schluck davon in den Mund zu nehmen. Schnell und einfach; aber schlucken Sie es nicht, bis sie entweder aus dem Zimmer oder sich beruhigt."

Zwei Wochen später kommt der Mann zum Arzt zurück und sieht frisch und erholt aus.
 "Doktor, das war eine geniale Idee!“ erklärt er begeistert. Jedes Mal, wenn meine Frau anfing, die Beherrschung zu verlieren, nahm ich einen Schluck Wasser und schob es im Mund hin und her -  und sie beruhigte sich sofort! Wie kriegt ein Glas Wasser so etwas hin?"
"Das Wasser selbst schafft das nicht,“ erklärte der Arzt. „Aber es bewirkt, dass Sie den Mund halten  und das wiederum bewirkt den Trick."
 
Sicher würde dieser Wassertrick nicht nur angefochtenen Ehen helfen, sondern ähnlich wirksam sein in anderen gestressten Beziehungen. Ob der Arzt, der diese Verschreibung ausgestellt hat, gläubig war, ist nicht bekannt. Aber sein Ratschlag findet seine Grundlage in Gottes Wort:

Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab;

wer aber seine Lippen im Zaum hält, der ist klug.
Sprüche 10:19:

Wer seine Worte zurückhält, der besitzt Erkenntnis,

und wer kühlen Geistes ist, der ist ein weiser Mann.
Sprüche 17:27:

"Wer seinen Mund und seine Zunge hält,

hält sich von Ärger fern." 
(Sprüche 21:23

Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch

schnell zum Hören,

langsam zum Reden,

langsam zum Zorn. 
Jakobus 1:19

Heute Abend fällt der Jüngerschaftsabend in der CCFG noch einmal aus. Wir treffen uns mittwochs wieder ab nächster Woche. Wir beginnen mit einem spannenden, übergemeindlichen Missionsabend, gestaltet von DIGUNA!  Herzlich willkommen!

Dienstag, 22. Januar 2019

Gebet im Judasbrief


Besonders bei den kürzeren Bibelbüchern ist es immer eine kleine Herausforderung, Spuren des Gebets zu finden. Natürlich zeigt allein die Tatsache, dass diese Bücher Eingang in das inspirierte Wort Gottes gefunden haben, dass sie in der innigen Gemeinschaft mit Gott entstanden sind – und das ist ja bereits eine Art Gebet. Wenn wir doch nur lernen wollten, Zeiten (vorzugsweise mehr als 3-4 Minuten am Tag) in stiller, inniger Gemeinschaft mit Jesus zu verbringen. Wahres Gebet ist innige Gemeinschaft mit Jesus.

Der Jakobusbrief gehört zu den kürzesten Büchern der Bibel, aber es gibt einen Vers, der konkret und klar das Gebet anspricht: Judas 20

„Ihr aber, Geliebte,
erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben
und betet im Heiligen Geist“

Betet im Heiligen Geist. Äh – was ist das? Was ist gemeint? Was Beten ist, wissen wir … so ungefähr. Wer der Heilige Geist ist auch … so ungefähr. Aber: Beten im Heiligen Geist?

Unsere Geschwister aus dem charismatischen Lager würden jetzt sicher freudig erklären: „Klar doch! Diese Verse ermutigen uns – ja, sie fordern uns direkt auf – im Heiligen Geist, in Zungen zu beten!“ Und unseren charismatischen Geschwistern möchte ich zurufen: „Wenn Du diese Gabe von Gott empfangen hast und Ihm damit Ehre bringst, dann tue das. Bete im Heiligen Geist, bete in Zungen – ABER BETE!“

Halt! Halt!“ Rufen jetzt unsere nichtcharismatischen Freunde. „Ich gehöre auch zu den Geliebten, denen Gott Glauben geschenkt hat! Ich möchte auch erbaut werden und im Heiligen Geist beten. Und das auch mit meiner Zunge; aber nicht ’in Zungen!’

Lasst uns den Vers nach der „Hoffnung für Alle“ Übertragung lesen. Da heißt es:

Doch für euch, meine lieben Freunde, ist der Glaube,
den Gott euch selbst geschenkt hat,
wie ein festes Fundament: Baut euer Leben darauf!
Betet und lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten!

Beten im Heiligen Geist darf man durchaus auch so verstehen, dass Gott durch Judas lehrt: Bete unter der Leitung des Heiligen Geistes! Unseren nichtcharismatischen Freunden möchte ich daher zurufen: „Bete so, wie es Gott gefällt! Bete gemäß Seinem – in Wort Gottes – offenbarten Willen! Bete um die Dinge, um die Jesus gebetet hat! Bete die Anliegen, die Jesus uns genannt hat! Bete mit Deiner Zunge oder ohne sie – ABER BETE!

Wie oft diskutieren wir über Gebet, hinterfragen es, beurteilen es, kritisieren es, rühmen es und betonen es. Aber anstatt es theologisch auseinanderzunehmen und alles bis ins Detail verstehen zu wollen, würde es uns sicher manchmal gut tun (vielleicht sogar überraschen), wenn wir es einfach mal praktizieren würden. Selbst, wenn wir nicht alles verstehen; wenn wir nicht verstehen, warum Gott in der Vergangenheit das eine Gebet erhört hat, während wir bei einem anderen Gebet keine Erhörung feststellen können.

Die Möglichkeit des Gebets ist ein Geschenk Gottes. Lasst es uns nutzen – zur Zeit und zur Unzeit, mit viel Glauben und wenig Glauben, alleine und in Gemeinschaft, laut mit unserem Mund und leise im Herzen, wenn wir uns danach fühlen und wenn wir uns nicht danach fühlen. Lasst uns beten im Geist, wie immer wie das auch verstehen. ABER LASST UNS BETEN!

Wenn Du nicht beten kannst, sage es Gott,
und siehe Du betest.
(Gerhard Teerstegen)

Das Gebet öffnet die Tür zu den Schätzen Gottes
und verschließt die Pforten der Hölle.
(Charles H. Spurgeon)

Das Gebet ersetzt keine Tat,
aber das Gebet ist eine Tat,
die durch nichts anderes ersetzt werden kann.
(Hans von Kehler)

Montag, 21. Januar 2019

Seltsamer Segen


Irgendwann stolperte ich über einen „Segen“, den ich eher als seltsam empfand. Und dennoch, bei näherem Hinsehen, stimmen eigentlich alle Segenswünsche mit dem überein, was wir als Christen so an Einstellungen brauchen.

Ich garantiere niemandem, dass er den folgenden Segen wirklich vom Herrn erbitten möchte. Aber wenn Du merkst, da steckt Wahrheit hinter, dann erbitte doch diesen Segen für diese Woche vom Herrn, und stell’ Dich darunter.

Möge Gott dich segnen mit Unbehagen
gegenüber allzu einfachen Antworten,
Halbwahrheiten und oberflächlichen Beziehungen,
damit Leben in der Tiefe deines Herzens wohnt.

Möge Gott dich mit Zorn segnen
gegenüber Ungerechtigkeit, Unterdrückung
und Ausbeutung von Menschen,
damit du nach Gerechtigkeit und Frieden strebst.

Möge Gott dich mit Tränen segnen,
zu vergießen für die, die unter Schmerzen,
Ablehnung, Hunger und Krieg leiden,
damit du deine Hand ausstreckst, um sie zu trösten
und ihren Schmerz in Freude zu verwandeln.

Und möge Gott dich mit der Torheit segnen,
daran zu glauben, dass du die Welt verändern kannst,
indem du Dinge tust, von denen andere meinen,
es sei unmöglich, sie zu tun.
(„Franziskanischer Segen“)

Zugegeben, wenn wir Gott aus diesem Segenswunsch herausnehmen, könnten es auch gedankenvolle Worte eines Humanisten sein. Aber Gott ist nicht herausgenommen. Du und ich – vorausgesetzt wir gehören und folgen Jesus – wir sehnen uns nach Tiefe des Herzens, nach Gerechtigkeit und Frieden, nach Tränen der Barmherzigkeit und nach dem Glauben, dass die Welt verändert werden kann. Und über dem allem sehnen wir uns danach, dass solcher Segen durch den eigentlichen Segen kommt: Jesus, unsere Kraft und Freude.

Ja, diesen Segen wünsche ich Dir für diesen Tag und diese Woche: dass Jesus Deine Kraft, Deine Freude, Dein Lobpreis, Deine Sprache und Dein Ziel ist. Und mit diesem Jesus-Segen als Grundlage kann der „Franziskanische Segen“ ein echter Schatz werden.

Der Herr Segne Dich!

(Ich bin diese Woche unterwegs. Manche Andachten mögen Wiederholungen sein oder ein wenig anders ausfallen als gewohnt.)

Sonntag, 20. Januar 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Apostelgeschichte 17:1-15

1 Sie reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. 2 Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften, 3 indem er erläuterte und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und [sprach]: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus! 4 Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge der gottesfürchtigen Griechen sowie nicht wenige der vornehmsten Frauen. 5 Aber die Juden, die sich weigerten zu glauben, wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel, erregten einen Auflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; und sie drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor die Volksmenge zu führen. 6 Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie den Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrien: Diese Leute, die die ganze Welt in Aufruhr versetzen, sind jetzt auch hier; 7 Jason hat sie aufgenommen! Und doch handeln sie alle gegen die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, ein anderer sei König, nämlich Jesus! 8 Sie brachten aber die Menge und die Stadtobersten, welche dies hörten, in Aufregung, 9 sodass sie Jason und die übrigen [nur] gegen Bürgschaft freiließen. 10 Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben. 11 Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. 12 Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer. 13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dorthin und stachelten die Volksmenge auf. 14 Daraufhin sandten die Brüder den Paulus sogleich fort, damit er bis zum Meer hin ziehe; Silas und Timotheus aber blieben dort zurück. 15 Die nun, welche den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und nachdem sie den Auftrag an Silas und Timotheus empfangen hatten, dass sie so schnell wie möglich zu ihm kommen sollten, zogen sie fort.

CCFG
Lobpreis - Gottes Wort!

Abendmahl - Gemeinschaft - Gebet!
Gemeinsames Mittagessen 
 

Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:
"Der Mensch wird durch das Leid erst gehärtet, 
um das Glück ertragen zu können; 
so wie der Ton im Feuer gebrannt wird, 
um Wasser fassen zu können."
(Augustinus von Hippo) 

"Das Neue Testament ist im Alten verhüllt, 
das Alte im Neuen enthüllt."
 (Augustinus von Hippo)

"Alles Menschenlob bringt dich nicht in den Himmel hinein, 
aller Menschentadel bringt dich nicht aus ihm heraus."
(Augustinus von Hippo)