Wer sein Ohr vor dem Schrei des Schwachen verschließt, / bekommt auch keine Antwort, wenn er einmal ruft. (Sprüche 21:10)
CCFG Bibelstunde: Mittwoch - Anbetung, Gebet, Gottes Wort, Gemeinschaft - Beginn: 19:30 Uhr

Samstag, 6. April 2019

Hände

Vor vielen Jahren hatten wir Glenn, einen bekannten US Musiker, mit seiner Frau als Übernachtungsgäste. Abends hatte er ein Konzert in unserer Gemeinde gegeben, am nächsten Tag zogen er mit Frau und Band weiter. Als wir am Frühstückstisch saßen – es gab natürlich frische Brötchen – entschied sich meine Frau, dem Musiker (Gitarrist) die Brötchen zu schneiden. Zu groß war die Furcht, er könne sich mit dem scharfen Brotmesser verletzen. Was hätte das fürs nächste Konzert bedeutet? Seine Hände waren wertvoll, heile Finger unverzichtbar für den nächsten Auftritt. – Alle anderen schnitten sich ihre Brötchen selbst auf, aber Glenns Hände waren zu wertvoll.

Es gibt Hände, weit wertvoller als die von Glenn, und ich meine nicht die Hände berühmter Tennisspieler, Chirurgen oder anderer Persönlichkeiten. Keine Hände waren und sind so wertvoll wie die Hände Jesu.

In Lukas 24:50 lesen wir von Jesus:

Er führte sie aber hinaus bis in die Nähe von Bethanien
und hob seine Hände auf
und segnete sie.“

Nirgends im ganzen Wort Gottes lesen wir jemals, dass Jesus Seine Hände hob, um Seine Jünger zu schlagen. Nie hob Er Seine Hände gegen Seine Freunde. Aber immer wieder hob Er sie über seine Jünger oder setzte sie für sie ein.
  • Er nahm ein totes Mädchen bei der Hand und erweckte sie zu neuem Leben. 
  • Er nahm einen von Dämonen befreiten, wie tot daliegenden Jungen – und stellte ihn wieder her.
  • Er rührte den Sarg eines toten jungen Mannes an und gab ihn lebendig seiner Mutter zurück.
  • Er berührte den Aussätzigen und in einem Moment war sein Aussatz verschwunden.
  • Die Volksmenge bezeugte, dass es Jesu Hände waren, die Wunder hervorbrachten.
  • Einer 18 Jahre lang verkrüppelten Frau legte Er die Hände auf – und von dem Moment an konnte sie aufrecht gehen.
  • Er nahm Brote und Fische in die Hand und sättigte Tausende.
  • Er breitete Seine Hände aus und ließ sie durchbohren! DAS machte sie unschätzbar wertvoll für uns.
  • In Seiner letzten sichtbaren Handlung auf Erden hob Er Seine Hände und segnete die Jünger. In dieser segnenden Haltung haben die Jünger den Herrn zuletzt gesehen und in Erinnerung. Segnende Hände! Das sind die wertvollsten Hände, die es jemals gab. Sie kamen zur Erde – unverletzt und vollkommen. Sie verließen die Erde – verletzt und immer noch vollkommen. Vollkommen, weil sie verletzt worden waren – für Dich und für mich! Diese vollkommen, durchbohrten Hände hob Jesus segnend über Seine Jünger damals – und es gibt keinen Hinweis darauf, dass Er sie jemals hat sinken lassen. Sein Segen fließt bis heute.
Spurgeon schreibt dazu:

Wenn Jesus die Seinen segnet, ist das nicht nur ein frommer Wunsch wie etwa ‚Ich hoffe, dass Dein Vorhaben gelingt!’ oder ‚Ich hoffe, dass es Dir bald besser geht.’ Nein, Jesu Segen hat eine Kraft in sich selbst. Wenn er dich gesegnet hat, wirst du gesegnet sein, denn es gibt keine Macht im Himmel, auf der Erde oder in der Hölle, die Seinen Segen umkehren kann.

Ist Dein Leben in Jesu Hand? Gehst Du durchs Leben an der Hand Deines himmlischen Vaters? Dann hast Du nichts – NICHTS! – zu fürchten. Er hat ALLES unter Seiner Kontrolle.

In seiner Hand liegt alles – von den Tiefen der Erde
bis hin zu den Gipfeln der höchsten Berge.
(Psalm 95:4)

Morgen, um 10:30 Uhr treffen wir uns zum Gottesdienst. Jesu segnenden Hände sind über denen, die sich in Seinem Namen versammeln. Wir laden Dich herzlich ein, dabei zu sein!

Calvarty Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen 

Freitag, 5. April 2019

Ein Geschenk für Gott

Das Thema „Werke“ wird unter Christen immer wieder diskutiert. Für die einen sind gute Werke notwendig zur Errettung. Ohne gute Werke keine Zukunft im Himmel. Für andere ist ein Leben in guten Werken notwendig, um gerettet zu bleiben. Und damit auch genug gute Leistung erbracht wird, macht man schnell ein paar Gesetze und achtet mehr oder weniger angstvoll darauf, sie so gut wie möglich einzuhalten. Die Gegenreaktion bei vielen anderen Christen liegt darin, den Wert eines Wandels in guten Werken zu unterschätzen. Um nicht gesetzlich zu erscheinen, vernachlässigen sie es, nach einem Leben in guten Werken zu streben. „Lebe recht, scheue niemand“ scheint ihre Lebensvariante zu sein, und sie begnügen sich mit einem gut-bürgerlichen Leben, in dem ja auch „gute Werke“ enthalten sind.

 Bei einem Workshop über Anbetung in Ländern der Verfolgung erinnerte der Referent zu Recht daran, dass Christsein mehr bedeutet, als gerettet zu sein für den Himmel und auf jenen zukünftigen Zustand zu warten. Die Frage, die bei mir (betreffs Anbetung und betreffs guter Werke) hängen geblieben ist, ist diese: 

„Wie wäre es, wenn Du im Himmel ankommst 
und Gott gar nichts mitbringst?“ 

Also gut, das erinnert vielleicht eher an einen Kindergeburtstag, zu dem jeder besser eine Kleinigkeit mitbringt. Die Bibel selbst benutzt auch nicht die Formulierung „Gott ein Geschenk mitbringen“. Andererseits: Ist das nicht vielleicht eine Möglichkeit, das ganze Thema „Werke eines Christen“ etwas besser zu verstehen? In Römer 8:32 heißt es: 

Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, 
sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, 
wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ 
 
Die Bibel spricht sehr wohl davon, dass Gott uns ein Geschenk gemacht hat. Er hat uns alles gegeben, was Er hatte. Er hätte nicht mehr geben können. Was Er gab, war das Geschenk Seines Sohnes. Wenn Er uns für unsere Errettung bereits Sein Bestes geschenkt hat, wird Er nichts zurückhalten, was Er sonst noch zu verschenken hat. Wir müssen weder unser Heil durch gute Werke erarbeiten, noch empfangenes Heil durch gute Werke festhalten. Beides ist Gottes Geschenk. Allerdings ist Dank und Anbetung gegenüber dem großen Geber, dem Schenker, eine logische Konsequenz. Wer die Größe und Herrlichkeit seiner Errettung auch nur im Ansatz begriffen hat, will seiner Dankbarkeit und Liebe Ausdruck verleihen. Das geschieht durch Anbetung und gute Werke. Anbetung bedeutet: „gut über Gott in Seiner Gegenwart reden.“ Rede doch einfach mal gut über Gott in Seiner Gegenwart. Vielleicht denkst Du: „Gott weiß doch eh, wie Er ist. Das brauche ich Ihm nicht zu sagen.“ Falsche Einstellung. Völlig an der Bibel vorbei! Lies die Psalmen, lass Dich korrigieren, rede gut über Gott in Seiner Gegenwart und erfahre den Segen und die Freude Gottes, denn die Bibel sagt:
 
Du wohnst unter den Lobgesängen Deines Volkes.“  
(Psalm 22:4) 
 
Zusätzlich äußert sich Dankbarkeit und Liebe durch gute Werke. Es war die Liebe Gottes, die Ihn motiviert hat, uns Sein Bestes zu schenken. Das war DAS gute Werk schlechthin, wenn man dieses göttliche Geschenk des Himmels überhaupt mit den schwachen Worten „gutes Werk“ bezeichnen darf.
 
Ich möchte mir Gottes Tat zu Herzen gehen lassen und mich fragen lassen: Möchte ich wirklich zu Ihm kommen, und Ihm kein Geschenk mitbringen? Nicht weil ich muss, nicht weil Er eins erwartet, nicht weil es sich so gehört. Einfach nur, weil Er es wert ist, weil ich Ihm meine Liebe und Wertschätzung zeigen möchte, nicht nur mit Worten in der Anbetung, sondern auch durch handfeste gute Werke. Werke, nicht getan für mich, sondern für Ihn – einfach so, als Mitbringsel aus Dankbarkeit. Nein, ich will nicht mit leeren Händen vor Ihm erscheinen. Und Du? Unser himmlischer „Papa“ ist unsere kindliche Liebe wert!

Donnerstag, 4. April 2019

Gottes Dunkelkammer


Henry G. Bosch, der Gründer des Andachtsbüchleins “Unser Täglich Brot” schrie vor über 20 Jahren über Gottes Dunkelkammer. Darin nimmt er Bezug auf Verse aus Jeremias Klageliedern, in denen der Prophet unter anderem schreibt:

1 Ich bin der Mann, der tief gebeugt worden ist durch die Rute seines Zorns.
2 Mich hat er verjagt und in die Finsternis geführt und nicht ans Licht.
3 Nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand den ganzen Tag.
4 Er hat mein Fleisch und meine Haut verfallen lassen und meine Knochen zermalmt.
5 Er hat rings um mich her Gift und Leid aufgebaut.
6 In Finsternis ließ er mich wohnen wie längst Verstorbene.

Dann aber auch:

22 Gnadenbeweise des Herrn sind’s, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;
23 sie ist jeden Morgen neu, und deine Treue ist groß!
24 Der Herr ist mein Teil!, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
25 Der Herr ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht.
26 Gut ist’s, schweigend zu warten auf die Rettung des Herrn.

Bosch erinnert an die – damals noch übliche – Entwicklung von Fotos. Zunächst müssen sie in die Dunkelkammer. Erst, wenn Chemikalien im Dunkeln ihr Werk verrichtet haben, kann man die Negative dem Licht aussetzen und die Fotoabzüge herstellen. Es ist fast wie ein Paradox: Zieht man den Film zu früh aus der Rolle und setzt ihn dem Licht aus, gehen alle Aufnahmen verloren. Jetzt, nach der Behandlung in der Dunkelkammer, bringt das Licht die Schönheit der Bilder hervor.

In unserem geistlichen Leben führt Gott uns auch durch dunkle Zeiten und sogar durch Todestäler. Diese geistlichen Dunkelkammern sind nicht dazu da, um uns zu zerstören, sondern um unser geistliches Leben zu entwickeln. Leid, Trauer, Schmerzen und Enttäuschungen sind die Chemikalien, die Jesu Bild in uns entstehen lassen.

Leider sehen wir die Schuld für unsere notvollen Situationen, Zweifel oder unsere „schwarzen Löcher“ viel zu oft in unserem Umfeld, in anderen Menschen oder bestimmten Situationen. Dabei sieht uns Gott in jedem Moment unseres Lebens und es ist Seine Hand, die uns so manches Mal das Licht der Sonne verwehrt. Er mag Situationen gebrauchen, aber es ist Seine Hand, die uns die Erfahrungen der Dunkelheit machen lässt, um das Bild Jesu in uns zu schärfen.

Ja, Gott mag uns für einen Moment in die Finsternis führen; wer aber schweigend auf die Rettung des Herrn wartet, wird nicht enttäuscht, sondern sogar noch beschenkt.

Ich möchte Henry G. Bosch zitieren, der seine Gedanken über Gottes Dunkelkammer abschließt mit den Worten:

„Bist du in der Dunkelkammer Gottes? Dann verzweifle nicht. Der Herr entwickelt die Schönheit der Christusähnlichkeit in dir, um sie in seiner Kunstgalerie der Ewigkeit zu zeigen! Trachte nicht danach, wieder zu schnell ins Licht zu kommen. Warte auf seine perfekte Zeit, sonst wirst Du den Abdruck seiner Liebe auf dem den Film Deines Lebens zerstören.“

Gott führt uns in seine Dunkelkammer, um Heiligung zu entwickeln.

Mittwoch, 3. April 2019

Peter Brullius – tot oder lebendig!


Kaum bekannt ist er, der Peter (= Fels) Brullius, der 1518 in Frankreich geboren wurde und im jungen Alter von ca 27 Jahren am 19. Februar 1545 in Belgien als Märtyrer starb.

Peter Brullius muss ein intelligenter junger Mensch gewesen sein. Er wird als Magistrat der Philosophie und Theologe beschrieben. In jungen Jahren trat er dem Orden der Dominikaner bei, den er allerdings um 1540 verlassen musste, weil er mit dem Gedankengut der Reformation sympathisierte. In Straßburg wurde Brullius zum Mitkämpfer und Freund John Calvins und übernahm auch dessen Amt an der reformierten Straßburger Nikolaikirche, als Calvin 1541 an seine alte Wirkungsstätte nach Genf zurückkehrte.

Mehrere Jahre diente Brullius in Straßburg, bevor ihn ein Hilfruf der verfolgten, reformierten Christen aus Tournai in Belgien erreichte. Martin Bucer, der auch in Straßburg tätig war, schrieb Brullius ein Empfehlungsschreiben, mit dem er nach Flandern reiste und dort mit Freude aufgenommen wurde.

Kaum angekommen, begann Peter Brullius damit, in heimlichen Treffen und verschlossenen Häusern das Evangelium zu predigen. Die Lehre verbreitete sich und die Verfolgung durch die katholische Kirche nahm zu. Es gab ein Predigtverbot, das Brullius natürlich nicht befolgen konnte. So kam es, dass der Rat der Stadt Tournai anordnete, die Stadttore drei Tage lang verschlossen zu halten und jedes Haus nach dem „Dieb und Mörder“ Brullius zu durchsuchen. Eine Belohnung wurde auf ihn ausgesetzt – tot oder lebendig!

Oft wechselte Brullius seinen Aufenthaltsort und seine Kleidung, um seinen Jägern zu entkommen. Aber die Gefahr wuchs und er beschloss, sich – ähnlich wie der Apostel Paulus – von Freunden an der Stadtmauer in einem Korb abseilen zu lassen. Als er am Fuß der Mauer ausruhte, lehnte sich oben ein Freund über den Rand und ein Stein löste sich. Er fiel so unglücklich, dass Brullius der Oberschenkel brach und die Stadtwache durch seine Schmerzensschreie aufmerksam wurde. Brullius wurde gefangen und in harte Haft genommen.

Vier Monate versuchen die Bischöfe, Brullius zum Widerruf zu bewegen. Umsonst. Aus dem Gefängnis lässt er ermutigende Schriften an seine Frau und an Christen schmuggeln.
Bemühungen einflussreicher Freunde, ihn zu retten, verlaufen im Sand. Weil er sich weigert, seinen Glauben zu widerrufen, wird Brullius am 19. Februar 1545 als Majestätsschänder verurteilt und hingerichtet. Seine letzten Worte vor dem Flammentod sollen gewesen sein:
Du bist gerecht, Herr, und hast mich, da ich fliehen und meine Herde im Stich lassen wollte, selbst gefangen. Stärke mein armes Herz, damit dein heiliger Name auch durch mich gepriesen und deine göttliche Wahrheit in meinem Sterben bestätigt werde."

Das griechische Wort für Zeuge „mártys“ wird auch mit Märtyrer übersetzt. Jesus sagt zu Seinen Jüngern: „Ihr werdet meine Zeugen sein!(Apostelgeschichte 1:8)

Zeugen leben und bezeugen ihre Überzeugungen, ihren Glauben. Zeugen Jesu der Vergangenheit sollen uns (positiv) herausfordern und ein Vorbild sein, wofür es sich lohnt zu leben und wofür es sich lohnt zu sterben.

Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt.  
(Hebräer 12:1)
Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.  
(Römer 14:8)

Wir laden Dich ein, heute Abend mit uns DEN zu ehren, an den wir glauben. Jesus hat unser Leben erneuert und bereichtert. Für Ihn wollen auch wir leben und Ihn bezeugen!

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 2. April 2019

Jesus im Buch Richter


Das Handeln Gottes, das dem Wesen Jesu entspricht, ist im Buch Richter deutlich zu erkennen. Wie kaum ein anderes Buch beschreiben die 21 Kapitel des Buches die Achterbahnfahrt Israels in ihrer jungen Geschichte im Land Kanaan. Mal waren sie mit Gott unterwegs und Er half ihnen und segnete sie. Dann wurden sie nachlässig, fielen in schlimmen Götzendienst und kamen wieder unter die Herrschaft der Heidenvölker.

Das Wesen Jesu wird deutlich im Handeln Gottes mit Seinem Volk. Wie der Gute Hirte geht Er immer wieder Seinem Volk nach, das sich auf Abwegen verirrt und bringt es zurück zu grünen Weiden und frischen Wassern. Wie der Löwe von Juda brüllt er die Feinde an und befreit Seine Schafe aus ihren Fängen.

Einen weiteren deutlichen Hinweis finden wir in der Begegnung des „Engels des Herrn“ mit Manoach und seiner Frau. Ihnen wird ein Kind verheißen, aber sie können es kaum glauben. Gott schenkt ihnen ein Zeichen und im Lauf der Begegnung fragt Manoach den himmlischen Besucher nach Seinem Namen. Als Antwort erhält er die Aussage (13:18):

Warum fragst du nach meinem Namen? Er ist ja wunderbar!“

Erkannt? Natürlich ist das Wort „wunderbar“ hier ein Adjektiv für den Namen, den der Gesandte des Himmels nicht nennen möchte. Gleichzeitig drängt sich aber eine ganze Sammlung von Bibelversen auf, in denen sich diese Eigenschaft auf Jesus bezieht. Allen voran die Prophetie aus Jesaja 9:5, wo über Jesus vorhergesagt wird:

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben;
und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter;
und man nennt seinen Namen: Wunderbarer,
Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.

Wunderbar ist sein Name! „Wunderbarer“ wird Er genannt!

Wunderbar ist auch das Handeln des himmlischen Vaters an Jesus. Wie Matthäus beschreibt (21:42), wurde Jesus durch Gottes Handeln zum unverzichtbaren Eckstein.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
der ist zum Eckstein geworden.
Vom Herrn ist das geschehen,
und es ist wunderbar in unseren Augen.“

Und dann das Lied Jesu, das Lied des Lammes, das die Werke des „Wunderbaren“ als „wunderbar“ bezeichnet. Wie könnte es auch anders sein (Offenbarung 15:3):

 Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Gott,
du Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege,
du König der Heiligen!“

Im Alten und Neuen Testament finden wir Jesus als den wunderbaren Herrn, dessen Name und Handeln wunderbar ist. So auch im Buch Richter.

Sein Denken, Sein Wesen, Sein Handeln hat sich nicht verändert. Wunderbar handelt Er heute an Dir und mir. Gelegentlich erscheinen uns Seine Wege zunächst verwunderlich oder gar verwirrend. Wenn wir aber Schritt halten mit Ihm, werden wir schließlich wie Manoach und seine Frau erstaunt und voll Ehrfurcht feststellen dürfen: „Wir haben Gott gesehen!

Montag, 1. April 2019

Saal der 1000 Spiegel

Irgend wo in Tibet in einem Tempel gab es einen Saal der 1000 Spiegel.  

Es ergab sich, dass sich eines Tages ein Hund in diesem Tempel verirrte und in diesen Saal gelangte. Plötzlich konfrontiert mit 1000 Spiegelbildern, knurrte und bellte er seine vermeintlichen Gegner an. Diese zeigten ihm ebenso tausendfach die Zähne und bellten zurück. Darauf reagierte der Hund noch wilder und aggressiver. All dies führte schließlich dazu, dass der Hund völlig verängstigt aus dem Tempel rannte und überzeugt davon war, dass alle Hunde dieser Welt böse und schlecht sind.

Es verging einige Zeit und irgend wann kam ein anderer Hund in den gleichen Tempel und in den Saal der 1000 Spiegel. Auch dieser Hund sah sich tausendfach umgeben von seinesgleichen. Da wedelte er freudig mit seinem Schwanz - und tausend Hunde wedelten ihm entgegen und freuten sich mit ihm. Freudig und ermutigt verließ dieser Hund den Saal und war überzeugt, dass alle Hunde dieser Welt nett und freundlich sind.

Die Lektion aus dieser Geschichte ist offensichtlich! In einem Sprichwort ausgedrückt würde man sagen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus.

Die Bibel sagt uns in Philipper 4:4:

„Freuet euch in dem Herrn allewege und abermals sage ich:
freuet euch!“

Paulus ist es auch nicht peinlich, dasselbe immer und immer wieder zu schreiben. Er weiß, wie wichtig die Freude am Herrn ist. Er weiß auch, dass die Freude am Herrn nichts „automatisches“ ist. Seine Worte sind eine Aufforderung, sich zu freuen. Das geht zwar nicht so ohne Weiteres auf Befehl, aber wenn wir Jesu Nähe suchen, dann wird es uns möglich sein, uns wegen Ihm zu freuen.

Und mit dieser Freude gehen wir in die Säle der Welt. Nicht nur, dass wir selbst froh sind im Herrn – unsere ganze Lebenseinstellung wird von der Freude am Herrn geprägt – und die Menschen, die uns sehen, lassen sich vielleicht ganz gerne von uns anstecken.  

Sonntag, 31. März 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluß

Ist der Gottesdienst so wichtig? 

Der biblische Gottesdienst hat heute tausendfache Konkurrenz und macht mehr Verluste als Gewinne. An anderer Stelle wurden einige der Konkurrenten namentlich erwähnt. Aber ist es wirklich egal, ob wir den Gottesdienst gemäß der Bibel zu einem wöchentlichen Teil unseres Lebens machen, oder ob wir uns immer wieder Ausnahmen genehmigen (wir wollen ja auch nicht "gesetzlich" werden).

Ein Mann forderte seinen Freund zu einem ganztägigen Holzhack-Wettstreit heraus. Der Herausforderer arbeitete und hackte ausgesprochen hart. Nur für eine kurze Mittagspause unterbrach er seine Arbeit. Der andere Mann hielt ein gemütliches Mittagessen machte mehrere Pausen und verärgerte seinen Herausforderer, als er am Ende des Tages die Wette gewonnen hatte.  "Das verstehe ich nicht", sagte der Erste. "Jedes Mal wenn ich nachgeschaut habe, hast Du eine Pause gemacht – und trotzdem gewonnen." "Richtig – aber Du hast nicht bemerkt", sagte der Gewinner, "dass ich bei jeder Pause meine Axt geschärft habe.“
 
Wer seine Axt nicht regelmäßig schärft, denkt bis zum Schluss, er wäre am gewinnen, nur um Ende festzustellen, dass er verloren hat. Wer nicht regelmäßig isst, wird krank. Möge der Herr uns allen immer wieder das Herz füllen mit Liebe zu Ihm. Wer Ihn liebt, fragt sich nicht, ob der Gottesdienst besucht werden muss. DAS wäre gesetzlich! Wer Jesus liebt, liebt es auch, das gemeinsam mit anderen zum Ausdruck zu bringen.

Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst: 
wie ich einherzog in großer Schar, 
mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken 
in der Schar derer, die da feiern. (Psalm 42:5)
Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: 
dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang, 
zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn
und seinen Tempel zu betrachten.  
(Psalm 27:4)

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 (parallel Kindergottesdienst) 
Anbetungszeit   
 Predigt  
Einladung zum Mittagessen @ CCFG  
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Beginn: 10:30 Uhr    

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum    
Sonntagszitat:


"Der Gottesdienst ist und bleibt das Herzstück 
unseres christlichen Glaubens. 
So wichtig alle Akademien sind: 
Wo nicht das Leben in der Gemeinde 
mit dem Gottesdienst lebendig ist, 
dort ist alle Arbeit sinnlos. 
Der Gottesdienst ist kein Erbauungsstündchen, 
sondern Lob, Preis und Anbetung des lebendigen Gottes. 
(Otto Wassermann)