Der
Herr hat sich nie auf eine Hierarchie im Reich Gottes konzentriert.
Er hat Menschen aufgefordert, das Reich Gottes zu suchen. Er hat sie
aufgefordert, Buße zu tun und hineinzukommen. Er hat das Reich Gottes
als herrlich und überaus attraktiv beschrieben – so attraktiv, dass es
sich lohnt, alles andere dafür dran zu geben. Aber Er hat nie eine
Hierarchie für die Teilnehmer an Gottes Reich erstellt. Das war nicht
wichtig, zumindest nicht für Jesus. Es war allerdings wichtig für Seine
Jünger. Sie wollten „Wer“ sein, im Reich ihres Herrn.
Samstag, 6. Juni 2026
... wie die Kinder
Freitag, 5. Juni 2026
... von meinem Notizzettel (2)
Auch Hiob betete. Er war ein reicher, frommer und untadeliger Mann. Und er betete! Er war in abgrundtiefe Not gestürzt, hatte alles verloren: Seinen Besitz, seine 10 Kinder, seine Gesundheit, den Beistand seiner Frau und die Loyalität seiner Freunde. Ihm blieb nichts mehr – außer: zu beten. Er wurde zu einem derer, die unter Tränen beteten (siehe Blogeintrag gestern).
Und Hiob betete. Die Frage, die sich stellen mag, lautet: Warum wartete Gott so lange, bis er das Gebet Hiobs erhörte? Gott erhörte Hiob zwar, aber erst nach einer Zeit, die Hiob endlos erscheinen musste. Das Buch Hiob gibt tatsächlich Hinweise, dass sein Leiden sich möglicherweise über Monate hinzog. Aber warum erhörte Gott nicht schneller?
Das ganze Leiden Hiobs hatte ja – nach Hiob 1+2 – seine Wurzeln in der unsichtbaren Welt. Satan glaubte nicht, dass Hiob trotz Leid an Gott festhalten würde. Durch das zunehmende Leid des gläubigen Hiob demütigte Gott Satan, der am Ende des Buches als klarer Verlierer vom Platz geht. Satan verliert, Hiob wird rehabilitiert und Gott wird verherrlicht!
Tatsache ist, dass wir nicht immer wissen, was genau in der unsichtbaren Welt vor sich geht. Wir wissen auch nicht immer, ob unsere Gebete dem Willen Gottes entsprechen. Und wir wissen auch nicht immer, ob die Erhörung unserer Gebete nicht gerade noch ein Gebet entfernt ist.
Wenn wir das Buch Hiob lesen, stellen wir fest, dass Hiob während seines ganzen Leides mit Gott im Gespräch blieb. Er hatte keine Antworten, er hörte nichts von Gott, er musste sich die Fehleinschätzungen seiner Freunde anhören, ihm tat alles weh, und er litt unvorstellbar. Aber er blieb nicht ruhig. Und als es in der unsichtbaren Welt offensichtlich war, dass Satan verloren hatte und Hiob an seinem Glauben festhielt, da redete Gott, beantwortete Fragen und begegnete Hiob in seinem Leid. Tatsächlich war das Hören der Stimme Gottes Hiob genug. Er war noch nicht völlig rehabilitiert, seine Krankheit noch nicht geheilt, seine Freunde noch nicht korrigiert, sein Besitz noch nicht wiederhergestellt. Aber all das – alle Anliegen Hiobs – wurden zur Nebensache, nachdem er Gottes Stimme gehört hatte, nachdem er Gott begegnet war und sagen konnte (Hiob 42:5):
Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.
Das korrespondiert mit den Gedanken von gestern, die uns aufgefordert haben, den Fokus primär nicht auf die Anliegen zu legen, sondern auf den, vor dem wir die Anliegen ausbreiten.
Tatsächlich wurde auch Hiobs Freude vollkommen, denn der Herr ersetzte alles, was er durch sein Leiden verloren hatte. Und in alledem wurde Gott im Himmel verherrlicht. Er wird bis heute verherrlicht durch das Buch Hiob, das die Erfahrung dieses gläubigen Menschen festgehalten hat.
Manchmal verzögert Gott die Erhörung unserer Gebete aus gutem Grund. Aber Er verspätet sich nie, oder, wie es auch heißt: „Gott kommt spätestens pünktlich!“
Donnerstag, 4. Juni 2026
... von meinem Notizzettel
Da lag er, der kleine Notizblock, zerknittert und verbeult. Wie lange er schon da lag – ich weiß es nicht. Woher die Notizen kommen, die darauf gekrickelt sind, weiß ich auch nicht. Es muss eine Ewigkeit zurückliegen. Aber was ich da notiert habe – leider, ohne den Redner zu erwähnen – ist es wert, hier festgehalten und kurz kommentiert zu werden. Also: Es folgen einige unzusammenhängende, aber hilfreiche Gedanken zum Thema „Gebet“ mit ein paar weiteren, persönlichen Kurzkommentaren.
Johannes 16:24:
Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen
gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude völlig wird!
Jesaja 56:7:
... die
will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen;
ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar;
denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.
Beide Verse sprechen von der Freude des Gebets. Auch wenn das Gebet manchmal unter Tränen geschieht, (z.B. 1 Samuel 1, 2 Könige 20, Psalm 6) so ist doch das Empfangen des Erbetenen eine große Freude. Und viele können bezeugen, wie das Eins-werden im Gebet, das „Gebetstreffen im Haus Gottes“ Mut und Freude bereitet. Und wenn nicht? Was, wenn Gebet langweilt?
Viele (die meisten?) Christen scheint Gebet zu langweilen. Wenn man die Zeit anschaut, die wir mit unserem himmlischen Vater im Gebet verbringen, lässt das oft den Schluss zu, dass Gebet entweder keine Freude macht oder als überflüssig angesehen wird. Wie kommt’s?
Vielleicht liegt es daran, dass unser ganzer Fokus den
Anliegen gilt, für die wir beten. Unsere Gebete sind fokussiert auf die Not der
Welt, das Leid der Welt, unsere Sorgen oder auch die Sorgen derer, für die wir
beten. Verschiedene Verse helfen uns zu einer anderen Sicht:
Hebräer 4:16:
So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten
zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu
rechtzeitiger Hilfe!
Kolosser 3:1+2:
Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden
seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten
Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
Gebet bedeutet, hinzuzutreten ins Allerheiligste – zum Thron der Gnade! Dort finden wir Barmherzigkeit, Gnade und Hilfe, direkt vom allmächtigen Gott, dem wir dort begegnen. Wenn wir beten, suchen wir das, was droben ist. Nämlich? Die Gegenwart Gottes! Christus sitzt zur Rechten des Vaters. Er sitzt „droben“, Ihn suchen wir; Seine Gegenwart, Seine Hilfe, Seinen Frieden. Wenn wir beten, suchen wir Jesus! Die Anliegen, die wir dann vor Ihm ausbreiten, bringen wir Ihm im Glauben, weil wir Ihm begegnet sind.
Auch Jesus belehrt uns in diese Richtung, wenn er über Gebet, Fruchtbringen und die Verherrlichung des himmlischen Vaters lehrt:
Johannes 15:7+8:
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch
bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. Dadurch
wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger
werdet.
Gebet – zentriert um das Wort Gottes. Gebet wird erhört und der himmlische Vater wird verherrlicht!
Mittwoch, 3. Juni 2026
Leere Hände
Über leere Hände gäbe es viel zu sagen. In einem alten Lied von C.A. Daniel (1861-1939) fragt der Liederdichter: „Muss ich gehn mit leeren Händen, so vor meinem Herrn zu stehn?“ Dabei geht es ihm nicht darum, möglichst viel präsentieren zu können, sondern darum, seinem Retter durch sein Leben möglichst viel Ehre zu bereiten. Sein Wunsch ist es, einmal mit geistlicher Frucht vor Jesus stehen zu können, vorzugsweise mit Seelen von Menschen, die durch ihn zu Jesus gefunden haben. Kein schlechter Wunsch! Kein schlechtes Gebet!
Auch während unseres Lebens auf der Erde sollen wir unsere Hände füllen. Zu den Festen, die Gott für Sein Volk Israel eingesetzt hatte, geht es in 5 Mose 16:16 darum, den Herrn durch unsere Gaben zu ehren. Es heißt dort:
„Man soll aber nicht mit leeren Händen vor den Herrn erscheinen.“
Gott ist es nicht nur wert, für Ihn zu leben. Er ist es auch wert, dass wir Sein Volk und Sein Werk in der Welt großzügig unterstützen. Immerhin erinnert uns Paulus in 1 Korinther 4:7:
„Was hast du, das du nicht empfangen hast?“
Aber auch leere Hände können durchaus etwas Gutes sein! Jedes Gebet ist ein Bekenntnis: „Herr, ich komme zu Dir als Bedürftiger. Ich komme zu Dir mit leeren Händen und bitte Dich, dass Du sie füllst.“ Was sollte sonst der Grund sein, zu beten? Jesus möchte leere Hände füllen, leeren Herzen Seinen Segen schenken, leeren Köpfen Seine Weisheit. All das ist uns verheißen, so, zum Beispiel, in Matthäus 7:7:„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“
All das wünsche ich uns für den heutigen Tag und den Rest dieser Woche:
- dass wir uns mit unseren leeren Händen aufmachen, um von Jesus zu empfangen!
- dass wir dem Herrn und Seiner Sache großzügig geben aus unseren Händen, die Er uns gefüllt hat.
- dass der Herr uns so leben lässt, dass wir einmal mit vollen Händen vor Ihm stehen werden; nicht mit stolzen Herzen, sondern in Demut und Freude, für Jesus gelebt zu haben.
Dienstag, 2. Juni 2026
Warum mischt sich Gott eigentlich in unser bequemes Leben ein?
Dieser Tage schaute ich mal wieder in meiner Sammelmappe nach. Das ist eine dezentrale Sammelstelle für inspirative Gedanken. Solche Gedanken kommen u.a. aus Büchern, Zeitungen, dem Internet, Predigten, meiner Stillen Zeit oder Begegnungen mit anderen Menschen. Der Artikel, der mir diesmal in die Augen fiel, war von W. Stiles überschrieben mit: „Warum marschiert Gott in unser bequemes Leben ein?“ Ja, warum eigentlich? Warum mischt sich Gott in unser bequemes Leben ein?
Montag, 1. Juni 2026
Selbstverstümmelung
Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, dass du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst. Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst.
Lieber verkümmert als verloren! Besser blind als brennend. Es gibt Menschen, die diese Worte Jesu völlig missverstehen und überlegen, ob sie sich nicht besser Hand, Fuß oder Auge amputieren sollten, als sich der Versuchung zur Sünde auszusetzen und immer wieder zu fallen.
Allerdings ermuntern diese Aussagen nicht zur Selbstverstümmelung. Wer sich die rechte Hand abschlägt, weil sie ständig schlägt oder stiehlt, kann die gleiche Fähigkeit mit der linken Hand erlernen. Wer sein rechtes Auge nicht kontrollieren kann, hat auch das linke nicht im Griff. Nein, es geht Jesus nicht darum, unseren Körper zu verkrüppeln.
Es geht Jesus darum, dass wir den richtigen Blickpunkt haben. Jesus möchte uns klarmachen, wie krass und gefährlich die Sünde ist und wie radikal wir uns von ihr trennen müssen. Billy Graham sagte einmal: „Du kannst den ersten Blick vielleicht nicht verhindern, aber den zweiten kannst du verweigern. Wenn ein unreines Bild vor Dich kommt, sei es durch ein Buch, eine Zeitschrift, das Fernsehen oder das tägliche Leben, überlass es nie deinen Augen. Schau stattdessen mit den Augen Deiner Seele auf Jesus, der im Himmel für Dich betet. Er wird Dich rein halten“
Billy Graham nimmt Bezug auf Versuchung zur Sünde über den Weg der Augen. Ob es nun die Augen sind, die Hände, die Füße (die schnell sind, zur Sünde hin zu laufen) den Mund, die Ohren oder sonst etwas – mit den Jesusworten im Matthäusevangelium möchte Jesus uns zur Heiligkeit verpflichten. Er sagt: “Unternimm alle drastischen Maßnahmen, die nötig sind, um Dein Leben rein zu halten.”
Achte keine noch so kleine Sünde als Kavaliersdelikt. Kleine Sünden sind wie kleine Splitter, erst merkt man sie kaum, dann entzünden sie sich und können schließlich großen Schaden anrichten. Nicht der Arm muss ab, nicht der Mund muss zugenäht werden – der Splitter muss raus. Auf dem Gebiet gibt es einen Fachmann: Jesus. Er entfernt jeden noch so kleinen Splitter mit größter Sorgfalt – und er entfernt auch ganze Balken, die uns so gerne ins Stolpern bringen.
Behalte also deine Hand, deinen Fuß und Dein Auge! Aber gib die Sünde an Jesus ab!
Sonntag, 31. Mai 2026
Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!
20 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.
21 Ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben!
22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!
Gemeinsames Mittagessen
Wir freuen uns auf dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
Sonntagszitat:
In der Nachfolge Jesu geht keine Anstrengung verloren;
deshalb geh weiter!
(Corrie ten Boom)
Das Kennzeichen eines wahren Nachfolgers Christi
ist die Bereitwilligkeit, sein Leben aufzuopfern.
(John MacArthur)





