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Samstag, 24. März 2018

Wandel im Licht

Johannes, der Apostel der Liebe, schreibt nicht nur viel über gerade dieses Thema: „Liebe“. Auch das Thema „Licht“ gehört zu seinen Lieblingsthemen. Bereits in seinem Evangelium beginnt Johannes mit dem Zeignis: 

In Jesus war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. (Johannes 1:4,5)  Darin aber besteht das Gericht, dass
das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit
seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. (Johannes 3:19-21) 

Der Philosoph Plato sagte:  "Es fällt leicht, einem Kind zu vergeben, das sich vor der Dunkelheit fürchtet. Die wirklich echte Lebenstragödie ist es, wenn Menschen sich vor dem Licht fürchten." 

Wir geben ihm Recht. Ein nahezu unbescholtenes Kinderherz fürchtet sich vor der Dunkelheit. Das mag völlig unnötig sein, aber verständlich. Demgegenüber steht – völlig unverständlich – die Furcht vieler Menschen vor dem Licht und ihre Liebe zur Finsternis.

Wie wichtig es ist, selbst im alltäglichen Leben im Licht zu wandeln, und wie gefährlich es ist, das nicht zu tun, zeigt folgende lustige Begebenheit:
 
In der guten, alten Zeit, in den Kindheitstagen unserer Eltern oder Großeltern - in den Tagen vor der Elektrizität stellte ein geiziger, alter Bauer seinen Knecht zur Rede. Er hatte ihn  mit einer brennenden Stalllaterne gesehen, wie er sich auf den Weg zum Nachbarhof machte, um seine Liebste zu treffen. "Wozu die Laterne", rief der Bauer, "als ich noch auf Brautschau ging, hab ich nie eins der Dinger mitgenommen. Ich bin immer in der Dunkelheit losgezogen.“Klar", kam die ironische Antwort des Knechtes, "und schaun Sie, was Sie gekriegt haben!"  
 
Wir schmunzeln verständnisvoll. Wir wissen, es ist Es ist gefährlich, in der Dunkelheit Entscheidungen zu treffen, in der Finsternis zu wandeln, zu leben und zu handeln – auch heute, wo uns Elektrizität rund um die Uhr zur Verfügung steht. Entscheidungen in der Dunkelheit zu treffen, geht daneben. Unsere Freude geht flöten, und wir leben ein Leben der Lüge. 
 
Wenn Jesus das Licht im Zentrum ist, dann sind wir gesegnet, wenn wir nahe bei Ihm sind. Sich in Seinem Lichtkegel aufzuhalten macht unser Leben, unser Angesicht und unsere Wege hell.  Andererseits: Alles, was sich von ihm entfernt, entfernt sich vom Licht.
 
Zuerst bleibt es immer noch angestrahlt, aber negative Kleinigkeiten übersieht man bereits. Je weiter weg vom Licht – von Jesus – umso tiefer in die Dunkelheit. Irgendwann hat man das Licht und den Weg verloren. Irgendwann ist die Kleidung vom Leben in der Dunkelheit so zerrissen und beschmutzt, dass man sich schämt im Licht. 
 
In Johannes 1:7 ruft Jesus uns zu: „Komm! Wandle im Licht! Genieß den Segen der Gemeinschaft; Genieß den Segen der Vergebung!“ 
 
„Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist,
so haben wir Gemeinschaft miteinander, 
und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, 
reinigt uns von aller Sünde.“ 
 
Wichtig ist, der Einladung Jesu Folge zu leisten. Er zwingt uns nicht ins Licht – Er lädt uns ein. Er wird uns im Licht nicht blosstellen – Er wird uns annehen und neu einkleiden (Lukas. 15) Wir müssen uns den Weg ins Licht nicht verdienen – wir müssen nur aufstehen und kommen. Es funktioniert, weil Jesus uns einlädt!
 
Auch wir laden herzlich ein zu unserem Gottesdienst, morgen, 10:30 Uhr in der CCFG, Bitzegarten 5, (gegenüber dem Ärztezentrum). Parallel findet Kindergottesdienst in mehreren Altersgruppen statt.
ACHTUNG: BITTE ZEITUMSTELLUNG BEACHTEN! 
(Die Nacht ist eine Stunde kürzer!)
 HERZLICH WILLKOMMEN!
 

Freitag, 23. März 2018

Psalm 105 – und einige erstaunliche Entdeckungen

Vor wenigen Tagen las ich Psalm 105 – und machte einige erstaunliche Entdeckungen:

1 Lobt den Herrn! Ruft aus seinen Namen, / macht den Völkern seine Taten bekannt!
2 Singt ihm, spielt ihm / und redet von all seinen Wundern!
3 Rühmt euch seines heiligen Namens! / Die ihn suchen, können sich freuen!
4 Fragt nach dem Herrn und seiner Macht, / sucht seine Nähe zu aller Zeit!
5 Denkt an die Wunder, die er tat, / die Beweise seiner Macht und die Entscheide, die er traf.
Erstaunlich ist, dass Lob und Ruhm Gottes nicht nur Singen und Beten bedeutet, sondern auch, den Völkern Seinen Namen bekannt zu machen und von all Seinen Wundern zu reden. Jesus Loblieder zu singen ist zwar einfacher als unter den Völkern Seinen Namen bekannt zu machen. Beides gehört aber zusammen.

6 Ihr Nachkommen seines Dieners Abraham, / ihr Söhne Jakobs, seine Erwählten:
7 Das ist der Herr, unser Gott! / Seine Rechtsentscheide gelten in der ganzen Welt.
8 Niemals vergisst er seinen Bund, / sein festes Wort für tausend Generationen,
9 den Bund, den er mit Abraham schloss, / und den Eid, den er Isaak schwor.
Obwohl Abraham moralisch, menschlich und geistlich mehrmals versagte und obwohl Isaak kein Vorzeigevater war. Nichts von alledem erwähnt!

10 Er erklärte ihn für Jakob zum Gesetz, / für Israel zum ewig gültigen Bund.
11 Er sagte: Dir will ich das Land Kanaan geben / als Erbland, das euch zugeteilt ist.
Jakob! Der Fersenhalter, der Betrüger, der Feigling, der … Nichts von alledem erwähnt!

12 Sie waren damals leicht zu zählen, / nur wenig Leute und Fremde dabei.
13 Sie zogen von einem Volk zum anderen, / von einem Reich zu einem anderen Volk.
14 Damals erlaubte er keinem, sie zu bedrücken, / ihretwegen wies er Könige zurecht:
Obwohl Abraham seine Frau Sara aus Angst einem heidnischen König überlassen wollte … Nichts von alledem erwähnt!

15 "Tastet meine Gesalbten nicht an, / tut meinen Propheten nichts Böses!"
Gesalbten! Obwohl Israel immer ein halsstarriges, rebellisches Volk war. Nichts von alledem erwähnt!

16 Dann brachte er eine Hungersnot über das Land, / entzog ihnen jeden Vorrat an Brot.
17 Er schickte ihnen einen Mann voraus: / Josef, er wurde als Sklave verkauft.
Josef! Zu der Zeit noch ungeläuterter Lieblingssohn. Nesthäkchen, Papakind! … Nichts von alledem erwähnt!

18 Man zwängte seine Füße in Fesseln, / Eisen umschloss seinen Hals,
19 bis eintraf, was er vorausgesagt hatte, / bis das Wort des Herrn seine Unschuld bewies.
20 Der König befahl, seine Fesseln zu lösen, / der Herrscher über Völker ließ ihn frei.
21 Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus, / zum Herrscher über seinen ganzen Besitz,
22 um seine Beamten an Josefs Willen zu binden / und seine Ratgeber an seine Weisheit.
23 Dann kam Israel nach Ägypten, / Jakob wurde Gast im Lande Hams.
24 Gott ließ sein Volk sehr fruchtbar sein, / machte es stärker als seine Bedränger.
25 Deren Herz verwandelte er zum Hass gegen sein Volk, / sie begannen seine Diener boshaft zu täuschen.

26 Da schickte er seinen Diener Mose / und Aaron, den Mann seiner Wahl. Mose, ein Mörder, einer, der nicht gehen wollte Nichts von alledem erwähnt!
27 Sie führten seine Wunderzeichen aus, / seine Machtbeweise im Land der Nachkommen Hams.
Und das Volk jammerte und klagte sie dafür an Nichts von alledem erwähnt!

28 Er schickte Finsternis, es wurde stockdunkel, / diesmal widersprachen sie nicht.
29 Er verwandelte ihre Gewässer in Blut, / ließ ihre Fische verenden.
30 Dann wimmelte das Land von Fröschen / bis hinein in den Palast ihres Königs.
31 Auf seinen Befehl kamen lästige Fliegen, / Stechmücken über das ganze Gebiet.
32 Er schickte ihnen Hagel statt Regen, / Blitze flammten über das Land.
33 Er ließ Trauben und Feigen verderben, / zerbrach die Bäume in ihrem Gebiet.
34 Er befahl: Da kamen Heuschreckenschwärme, / und ihre Larven waren ohne Zahl.
35 Sie fraßen alles Grün im Land, / sie fraßen alle Felder kahl.
36 Er erschlug alle Erstgeburt in ihrem Land, / die Ersten ihrer Manneskraft.

37 Dann führte er sie heraus, beladen mit Silber und Gold, / kein Gebrechlicher fand sich in all ihren Stämmen.
Sie nahmen auch ägyptische Götzenbilder mit, die ihnen nur kurze Zeit später zum Fallstrick wurden … Nichts von alledem erwähnt!

38 Ägypten war froh, als sie zogen, / denn die Angst vor ihnen hatte sie gepackt.
39 Er breitete eine Wolke als Decke aus, / ein Feuer, um die Nacht zu erleuchten.
Und trotzdem sie wollten sie Mose fast töten, als sie vor dem Roten Meer standen; obwohl Gottes Wolke sie beschützte. … Nichts von alledem erwähnt!

40 Sie forderten; da ließ er Wachteln kommen / und sättigte sie mit Himmelsbrot.
Ja, sie forderten und verschlangen das Fleisch wie wilde Tiere, so dass Gott sie strafen musste … Nichts von alledem erwähnt!

41 Er spaltete den Felsen; da floss Wasser heraus. / Es lief wie ein Strom in die Wüste.
Richtig! Sie hatten wieder ungläubig gemurrt, Mose erzürnt – und der verlor über der Episode das Recht, ins vereißene Land einzuziehen. Nichts von alledem erwähnt!

42 Ja, er dachte an sein heiliges Wort / und an seinen Diener Abraham.
43 Er führte sein Volk in Freude heraus, / in Jubel seine Erwählten.

44 Er gab ihnen die Länder der Völker, / den Ertrag ihrer Mühe nahmen sie in Besitz,
Und Ai? Und die jahrhunderte Lange Schluderei mit der gebotenen Landeinnahme? Nichts von alledem erwähnt!

45 damit sie seine Ordnungen bewahrten / und seinen Weisungen folgten. / Halleluja, preist den Herrn!

Ja! Halleluja, preist den Herrn! Dafür, dass Er nicht mit uns umgeht, wie wir es verdienen, sondern nach seiner großen Gnade. Dafür, dass er unsere Sünden in den tiefsten Tiefen des Meeres versenkt hat und ihrer nie wieder gedenken wird. Dafür dass er unsere Übertretungen übersieht und uns stattdessen gerecht und rein „in Christus“ sieht. Dafür, dass Gott nicht in unserer Vergangenheit gräbt, sondern uns von der Vergangenheit befreit und mit uns nach vorne geht. Dafür, dass wir dieselbe Blickrichtung haben dürfen wie unser Herr: Nach vorne und nach oben! Halleluja, preist den Herrn!

Donnerstag, 22. März 2018

Unerhörtes Gebet (4)*

Zum letzten Mal Gedanken, inspiriert durch Jerry Sittsers Buch über unerhörte Gebete. Sittser erzählt die Geschichte vom verlorenen Sohn.

Der junge Mann tat das Undenkbare und erbat von seinem noch lebenden Vater, ihm das zu erwartende Erbe auszuzahlen. Damit erklärte er praktisch den Vater für gestorben. 

Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater:
GIB MIR den Teil des Vermögens, der mir zufällt,
Vater! Und er teilte ihnen das Gut.

Ein herzloser Wunsch, eine selbstsüchtige Bitte. Gib! Gib, damit ich es leichter habe! Gib, damit es mir gut geht. Gib ... und gib mir! Und der Vater geht tatsächlich darauf ein. (Das ist nicht der Punkt des Gleichnisses.) Der Sohn lernte auf die harte Weise, dass seine „Gib mir“ Forderungen ihm nicht gut getan hatten. Seine Ich-Bezogenheit hatte ihn unglücklich gemacht und ihm Verluste beschert. Aber er tut das Richtige: Er geht zurück zu seinem Vater. Diesmal allerdings nicht mit der Forderung: „Gib mir!“ sondern mit der Bitte: „Mach mich! (zu einem deiner Tagelöhner)“ So könnte man auch den heutigen Eintrag überschreiben. Man könnte ihn unter die Überschrift stellen: 
Gib mir? ... oder: Mach mich?“ Sittser zitiert einen weiteren Autoren mit den Worten:

Ob wir nun durch Sünde oder Leiden oder schwere Kämpfe reifen, werden wir mit der Zeit nicht mehr „gib mir“ schreien, sondern aus ganzem Herzen „mach mich“ beten. Kurz gesagt, wir hören auf, Gott nur deswegen wertzuschätzen, weil er uns Dinge geben könnte. Stattdessen lernen wir, ihn um seiner selbst willen zu lieben und haben den Wunsch, von ihm neu gestaltet zu werden.

Diese Einstellung bezeichnte Sittser als eine Weihehandlung, weil wir uns selbst Gott anbieten. Wir erbitten von Gott, das mit uns zu tun, was das Beste ist, selbst wenn es etwas Schweres ist.

Abschließen wollen wir diese 4teilige Miniserie mit einem weiteren Zitat aus dem Buch:*

Gottes größtes Geschenk an uns ist der Heilige Geist; unser Geschenk an Gott sind wir selbst als lebendige Opfer. Jetzt bleibt nur noch eine Sache übrig. Gott braucht ein Werkzeug – wie zum Beispiel einen Meisel – für diese Arbeit der Umwandlung. Das Werkzeug, das Gott am häufigsten gebraucht, ist Not – das heißt, Probleme, schwere Zeiten, Hindernisse, Kämpfe, Widerstand und Leiden. (S 214/215)

Wenn das die Werkzeuge Gottes sind – und AT, NT und die Kirchengschichte belegen es zur Genüge – dann wollen wir uns nicht wundern, wenn manche unserer Gebete nicht erhört werden. Gott sei’s gedankt, dass sie nicht erhört werden! Denn es würde bedeuten, dass Gott Sein Werkzeug ruhen lässt, das Er angesetzt hatte, um uns zu formen und zu gebrauchen. Jesaja 30:15b kommt in den Sinn:

In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke.

... wie auch das Lied von Helga Winkel, in dem es heißt:

Herr, weil mich festhält deine starke Hand, vertrau ich still.
Weil du voll Liebe, dich zu mir gewandt, vertrau ich still.
Du machst mich stark, du gibst mir frohen Mut,
ich preise dich, dein Wille, Herr, ist gut.

Herr, weil ich weiß, dass du mein Retter bist, vertrau ich still.
Weil du für mich das Lamm geworden bist, vertrau ich still.
Weil ich durch dich dem Tod entrissen ward,
präg tief in mich, Herr, deine Lammesart.

Herr, weil du jetzt für mich beim Vater flehst, vertrau ich still.
Weil du zu meiner Rechten helfend stehst, vertrau ich still.
Droht mir der Feind, so schau ich hin auf dich,
ein Bergungsort bist du, o Herr, für mich.

Ist auch die Zukunft meinem Blick verhüllt, vertrau ich still.
Seitdem ich weiß, dass sich dein Plan erfüllt, vertrau ich still.
Seh’ ich nicht mehr als nur den nächsten Schritt,
mir ist’s genug! Mein Herr geht selber mit.

* inspiriert durch das Buch von Jerry Sittser: „Wenn Gott dein Gebet nicht erhört“

Mittwoch, 21. März 2018

Unerhörtes Gebet (3)*

In seinem Buch* geht Jerry Sittser auch auf die Gefahr des Wohlstandsevangeliums ein. Leider ist die damit verbundene Form des „name it and claim it“ (benenne es und beanspruche es) wenig hilfreich für ein biblisch gegründetes Gebetsleben. Sittser erklärt, dass uns diese Denkrichtung bequem und selbstzufrieden macht, dass sie uns beten lässt, dass unser (westlich geprägtes Wohlstands-) Leben „normal“ bleibt und uns nur dann intensiv beten lässt, wenn der Wohlstand gefährdet ist.

Gesundheit und Wohlstand sollte von Gott „eingefordert“ werden, ob es um Finanzen, Ehe, Gesundheit, Erfolg oder sonst etwas geht, das uns das Leben angenehmer macht. Sittser zitiert einen Prediger mit der Aussage: „Da ich ein Kind des Königs bin, habe ich auch das Recht, wie ein König zu leben!“ Hört sich gut und wünschenswert an, aber geht am Beispiel Jesu, am Beispiel der Apostel, der Urgmeinde und den Nachfolgern Jesu in über 2000 Jahren Kirchengeschichte vorbei. Die Augen sind nur gerichtet auf das, was mir gut tut, mir weiter hilft und mich zufriedenstellt. Die Augen sind (mehr oder weniger) verschlossen vor dem Elend der Welt, den Seligpreisungen oder anderen Aussagen der Bergpredigt. Die Ohren sind verschlossen vor den Aussagen Jesu, wie der in Matthäus 16:24:

Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst
und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach!

Oder der klare Aussage des Paulus:

Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus,
werden Verfolgung erleiden. (2 Timotheus 3:12)

oder auch dem Vorbild der Urgemeinde, das in Hebräer 10:34 beschrieben wird:

„Denn ihr  habt sowohl mit den Gefangenen gelitten
als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen,
da ihr wisst, dass ihr für euch selbst
einen besseren und bleibenden Besitz habt.“

Sittser schließt den Gedanken ab mit den Worten: „Es gibt kaum Beweise dafür, dass Paulus jemals für ein gutes Leben betete. Obwohl er Zeit im Gefängnis verbrachte, betete er nicht um Befreiung. Er stand immer unter Verfolgung, aber er bat nie darum, davon befreit zu werden. Paulus hatte ein schweres und aufregendes Leben, das voller Schwierigkeiten und Beschwerden war. Er litt, WEIL er betete und nicht, weil er versäumte zu beten. Er betete, dass Gott ihn wie Jesus machen solle und ihn gebrauchen solle, die Welt für Christus zu gewinnen.“ (Hervorhebung nachgetragen)

Der Wunsch, Jesus zu ehren in den Umständen, die Gott zuließ, war für Paulus stärker als der Wunsch, dass Gott die Umstände verändern würde.

Rückwirkend hätte Hiob sicher ähnlich geurteilt, nachdem er durch unsagbares Leid gehen musste. Aller Wohlstand, alle Kinder, alle Freundschaft und selbst der Beistand seiner Frau wurden ihm nicht gegeben, sondern genommen! Kein Wohlstandsevangelium! Hiob bat auch nicht darum, dass Gott ihm alles zurückgeben würde. Aber als sein Leid zum Ende kam – und bevor Gott ihn erneut mit irdischen Segnungen segnete (um die er immer noch nicht bat!), bekannte Hiob (42:5):

„Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört,
jetzt aber hat mein Auge dich gesehen.“

Auch heute Abend treffen wir uns wieder zu unserem Jüngerschaftstreffen um 19:30 Uhr. Wir sind Menschen, die die gleichen Fragen haben wie die Menschen der Bibel. Über Gebete, die nicht erhört werden ... über die Nöte unserer Zeit und die Fragen der Zukunft. Und wir suchen und finden Antwort bei Jesus. Wir laden herzlich ein, dabeizusein!

Jüngerschaft @ Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn 19:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!
* inspiriert durch das Buch von Jerry Sittser: „Wenn Gott dein Gebet nicht erhört“

Dienstag, 20. März 2018

Unerhörtes Gebet (2)

Noch einmal einige Gedanken aus Jerry Sittser’s Buch: „Wenn Gott dein Gebet nicht erhört“. In den folgenden Abschnitten beeindruckt besonders der kulturelle Einfluss auf unser Denken und unser Beten.

„In manchen schwachen Momenten - und davon gab es viele – habe ich entsprechend der privilegierten westlichen Kultur gebetet und nicht gemäß Gottes Willen. Ich habe um beruflichen Erfolg, ausgezeichnete Gesundheit, sichere Ferien und ein glückliches Heim gebetet. Einmal betete ich, dass Gott meinen Sohn motivieren solle, fleißiger zu studieren, damit er die High School mit einem Durchschnitt von 1.0 abschließen würde. Einmal betete ich für eine Rolle für meine Tochter in einem Theaterstück.
Mir fällt auf, wie egoistisch meine Gebete waren und immer noch sind. Vielleicht bete ich so, weil die Kultur, in der ich lebe, diese Wünsche in mir geweckt und versprochen hat, natürlich mit Gottes Hilfe, sie zu erfüllen. Sind meine – sind unsere – Gebete zu weltlich geworden? Die Geschichte selbst scheint gegen uns auszusagen" (S 183) (…)

Die Heiligen in der Wüste aßen spartanisch, fasteten und beteten, pflegten ihre Hingabe an Gott und pflegten die Armen. Ein Mann, John Cassian, war so fasziniert von der Bewegung, dass er in die Wüste reiste und unter diesen Wüstenheiligen drei Jahre lang lebte. Besonders war er von ihren Gebeten beeindruckt. Er beobachtete, wie sie beteten und kommentierte: ‚[Ihr Gebet] enthält keine Forderungen nach Reichtum, keinen Gedanken der Ehre, keine Bitte um Macht, keine Frage nach Gesundheit oder langem Leben. Der Autor der Ewigkeit hätte nicht gewollt, dass wir ihn um flüchtige, armselige und vergängliche Dinge bitten.’ Wir sollten, wie Cassian es sagte, um Befreiung von unseren egoistischen Interessen beten und nicht darum, dass sie erfüllt werden. (S 185) (…)

Die Märtyrer beteten um Erlösung. Manchmal wurden ihre Gebete erhört; meistens aber nicht. In beiden Fällen beten sie jedoch für etwas, das für sie wichtiger war als Erlösung. Sie beteten darum, dass sie Gott treu bleiben könnten und er ihnen Kraft geben würde, wenn sie mit Folter und Hinrichtung konfrontiert würden, dass Gott durch ihren Tod verherrlicht werden und ihr Martyrium andere zu Christus bringen würde.
Drittens scheinen Christen aus früheren Zeiten in die Souveränität Gottes mehr Vertrauen gehabt zu haben als wir heutzutage. Sie konnten sich viel weniger vorstellen, was diese Welt zu bieten hat, hatten aber eine viel größere Hoffnung auf das Leben im Himmel. Sie hielten das Leben auf der Erde nicht für wertlos – auch sie heirateten und zogen Kinder groß, arbeiteten und spielten. Sie glaubten, dass das Leben mit seinen schönsten Momenten nur ein Wink des Himmels ist, wie eine Vorspeise zu Beginn eines luxuriösen Essens. Egal, wie schlecht ihr Leben auf der Erde sein mochte, vertrauten sie darauf, dass Gott sie auf den Himmel vorbereitete. (…) Wenn sie um Erlösung beteten und Gott nicht darauf antwortete, beteten sie im Vertrauen auf Gott weiter, dass er gemäß seinem Plan und zu seiner Zeit handeln würde, und nicht nach ihrem. Unbeantwortete Gebete erzeugten keine Krise, so wie es heute oft geschieht. (S 186/187)

Soweit die heutigen Auszüge aus Sittsers Buch, das leider nur noch antiquarisch zu finden ist. Wie sehr unsere Kultur uns und unsere Gebete prägt, zeigen diese Zeilen. Ebenso, wie sehr der Mensch meint, Gottes Willen zu kennen – und wie sehr er sich irren kann. Gottes Wille ist nicht zwangsläufig immer unser Wohlergehen, unsere Gesundheit, unser Erfolg oder unser Recht. Gottes Wille ist Seine Verherrlichung und der Bau seines Reiches.

„Herr, lehre uns beten!“

Montag, 19. März 2018

Unerhörtes Gebet (1)*

Wer keine Gebete hat, die er als „nicht erhört“ bezeichnen muss, der betet nicht. Wer unter nicht erhörtem Gebet nicht leidet, dessen Gebet war vermutlich nicht wirklich wichtig. Wer seine Anliegen nicht mit Bitten (gemeint ist ernstliches Gebet wie in Jakobus 5:17**) und Flehen vor Gott bringt, muss sich nicht über unerhörtes Gebet wundern. Aber was ist mit den Gebeten, die wir in und aus unseren Herzen zu Gott schreien, verzweifelt, panisch ... und die den Thron Gottes scheinbar nicht erreichen?

In seinem Buch berichtet Jerry Sittser von den Kämpfen des Reformators, Martin Luther. Luthers 13jährige Tochter war schwer krank und Luther betete um ihre Genesung. Aber seiner Tochter ging es immer schlechter. Luther wusste nicht mehr, wie er beten sollte. Er wusste, was er wollte und von Gott erbat, aber er war sich unsicher, was Gott wollte. Seine Hoffnung und sein Verlangen sagten ihm, dass seine Wünsche und Gottes Willen doch übereinstimmen müssten. Aber er rang sich durch zu dem Gebet: „Ich liebe sie wirklich, aber wenn es dein Wille ist, lieber Gott, sie uns zu nehmen, dann wäre ich froh, wenn ich wüsste, dass sie bei dir ist.

Luthers Herz litt Qualen. Sittser schreibt: „Was er als irdischer Vater wollte, trübte sein Verständnis vom Willen seines himmlischen Vaters.“ Kurz bevor seine Tochter starb, weinte und betete Luther auf seinen Knien um ihre Heilung, wenn es sein Wille sei. Kurze Zeit später starb sie in seinen Armen.

Sittser spricht dann vom offenbarten Willen Gottes und vom verborgenen Willen Gottes. Ersteres sind die Aussagen, die glasklar und unmissverständlich sind. Das zweite sind die Anliegen, mit denen wir ringen, ohne Gottes Weisheit und Willen zu kennen. Und der Autor schreibt aus eigener Erfahrung. Er hat seine Mutter, seine Frau und seine Tochter in einem Autounfall verloren. Im Rückblick nach vielen Jahren schreibt er darüber: „Auch wenn das Leid groß´war, war das Ergebnis gut. (...) Im Wesentlichen gebrauchte Gott das Leid, um uns umzugestalten und nicht nur uns, sondern auch tausend andere Menschen. Ich bin mir ganz sicher, dass Gott den Unfall benutzt hat, um mein Leben zu ändern.

Sittser Buch gibt keine endgültige Antwort im Sinne von „Erstens ... Zweitens ... Drittens ...“ auf die Frage unbeantworteter Gebete. Aber es hilft in vielfältiger Weise, Gottes Güte und Weisheit zu vertrauen, auch wenn unsere Gebete scheinbar nicht oder noch nicht erhört werden. Es zeigt auf, dass wir nicht alleine sind, sondern alle in einem Boot sitzen und alle diese Erfahrungen machen. Es zeigt aber auch auf, dass unser himmlischer Vater der Steuermann ist, der den besten Weg kennt. Ein himmlischer Vater, der für uns ist, nicht gegen uns, der uns liebt und nichts lieber tut, als uns zu segnen. Und das auch dann, wenn unsere Vorschläge, wie Er uns segnen kann und soll, nicht immer mit Seinem perfekten Willen übereinstimen.

Sadrach, Mesach und Abednego antworteten und sprachen zum König: Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern. Wenn es so sein soll — unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, o König! Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast! (Daniel 3:16-18)

Gott kann! Und Gott wird! Nicht immer so, wie wir es uns wünschen und erbitten – aber immer so, wie es am Besten ist. Die Bewahrung IM Feuer war sicher nicht das erste Anliegen der drei Männer, sondern die Bewahrung VOR dem Feuer. Gott erhörte – aber anders. Besser!

* inspiriert durch das Buch von Jerry Sittser: „Wenn Gott dein Gebet nicht erhört“

** Jakobus 5:17:
Elias war ein Mensch
von gleichen Gemütsbewegungen wie wir;
und er betete ernstlich, daß es nicht regnen möge,
und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate.

Sonntag, 18. März 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss 

Predigttext heute 
Apostelgeschichte 3:12-26

12 Als Petrus die vielen Menschen sah, sprach er zu ihnen: "Ihr Männer Israels, warum seid ihr so überrascht? Was seht ihr uns so erstaunt an? Denkt ihr vielleicht, wir hätten es mit unserer Kraft oder unserer Frömmigkeit zustande gebracht, dass er jetzt gehen kann?  
13 Nein, es war der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der auf diese Weise seinen Diener, Jesus, verherrlicht hat. Diesen Jesus habt ihr an Pilatus ausgeliefert. Ihr habt ihn abgelehnt, obwohl Pilatus schon entschieden hatte, ihn freizulassen.  
14 Von dem Heiligen und Gerechten habt ihr nichts wissen wollen und stattdessen die Freigabe eines Mörders verlangt.  
15 Den Urheber des Lebens aber habt ihr getötet. Das ist der, den Gott aus den Toten erweckt hat. Wir sind Zeugen davon.  
16 Und dieser Mann hier, den ihr ja kennt und vor euch seht, ist durch den Glauben an den Namen von Jesus wieder zu Kraft gekommen. Der von Jesus geschenkte Glaube hat ihn vor euren Augen wieder völlig gesund gemacht.
17 Ich weiß, liebe Brüder, dass ihr so wie eure Obersten nicht wirklich wusstet, was ihr getan habt.  
18 Aber Gott hat auf diese Weise in Erfüllung gehen lassen, was er durch alle seine Propheten schon lange vorher angekündigt hatte, dass sein Messias nämlich leiden müsste.
19 So ändert nun eure Einstellung und kehrt zu ihm um, damit eure Schuld ausgelöscht wird  
20 und damit Gott, der Herr, die wunderbare Zeit anbrechen lässt und den euch vorausbestimmten Messias senden kann: Jesus.  
21 Freilich musste Jesus zunächst in den Himmel zurückkehren, bis wirklich alles wiederhergestellt ist, was Gott schon lange durch seine heiligen Propheten angekündigt hat.  
22 Schon Mose hat gesagt: 'Einen Propheten wie mich wird der Herr, euer Gott, aus eurem Volk für euch berufen. Auf ihn sollt ihr hören und alles tun, was er euch sagt.  
23 Wer nicht auf diesen Propheten hört, soll völlig aus dem Volk Gottes ausgelöscht werden.'  
24 Ebenso haben alle anderen Propheten seit Samuel angekündigt, was in diesen Tagen in Erfüllung geht.  
25 Ihr seid die Nachkommen der Propheten und gehört auch zu dem Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat, als er zu Abraham sagte: 'Durch einen von deinen Nachkommen werden alle Völker und Stämme der Erde gesegnet werden.' 
26 Als Gott nun seinen Diener berief, hat er ihn zuerst zu euch gesandt. Euch wollte er segnen, indem er jeden von seinen bösen Taten abbringt."
Anbetung
Predigt
(parallel Kindergottesdienst)
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr
 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum
 
HERZLICH WILLKOMMEN!
Wir freuen uns auf Dich!

Sonntagszitat: 
Nicht für die Prostituierten und die Zöllner 
ist die Umkehr am schwersten, 
sondern für die Frommen, 
die meinen, 
sie hätten es nicht nötig, 
Buße zu tun.

Die große Schuld des Menschen ist, 
dass er in jedem Augenblick die Umkehr tun kann 
und nicht tut.