Wer sein Ohr vor dem Schrei des Schwachen verschließt, / bekommt auch keine Antwort, wenn er einmal ruft. (Sprüche 21:10)
CCFG Bibelstunde: Mittwoch - Anbetung, Gebet, Gottes Wort, Gemeinschaft - Beginn: 19:30 Uhr

Samstag, 6. Oktober 2018

Zwei alte Frauen

Heute morgen las ich von zwei alten Frauen. Beide kämpften ums Überleben – irgendwie. Die erste lebte zu biblischen Zeiten, die zweite lebt immer noch.

 Die erste wird in Markus 12 erwähnt. Gut, es wird nicht gesagt, dass sie alt war. Da Witwen aber in der Regel bereits etwas älter sind, stelle ich sie mir so vor, wie die Durschnittsmaler neutestamentlicher Bilder sie sich vorstellen: Alt, gebeugt und in Schwarz gekleidet. 

Diese Witwe war eine erstaunliche Frau. Witwen erhielten damals keine Witwenrente. Sie waren oft arm dran, besonders, wenn sie kinderlos geblieben waren. Ihre Mittel waren sehr begrenzt. Leben um zu überleben, das muss das Motto vieler Witwen damals gewesen sein. Jesus aber beobachtet bei der Markus-12-Witwe, dass sie ALLES in den Opferkasten legt, was sie hatte, und das war etwa ein Cent. Womit hat sie denn das nächste Mittagessen bezahlt, das nächste Stück Seife oder Bündel Brennholz? Das sagt uns Markus nicht. Er berichtet nur, dass Jesus diese Witwe lobend hervorhebt und uns zum Vorbild setzt. „Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die (so furchtbar viel) eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt.“ 

Meine Güte, und ich mache mir Gedanken um meine Rente in 5 Jahren, um meinen nächsten Urlaub oder das Benzingeld für einen Besuch in einer 400 km entfernten Stadt und darum, ob ich mir ein oder zwei neue Hemden kaufen kann. Was möchte Jesus mir durch die Witwe sagen? Geht es vielleicht um rückhaltloses Vertrauen? Um Prioritäten oder um Liebe? 

Die Andere ist Luci aus Rumänien. Im Wartezimmer des Zahnarztes las ich über sie in der Monatszeitschrift der HMK. Am Tag ihres 26. Geburtstages wurde sie zu 4 Jahren Haft in einem der brutalsten Gefängnisse Rumäniens verurteilt. Ihr Vergehen: Evangelisation unter jungen Leuten. Hunger, Kälte und Kontaktsperre waren für sie am schlimmsten. Heute ist Luci 79 Jahre alt, kümmert sich um ihren 37jährigen, geistig behinderten Sohn und ihre alte Schwester, die sich nicht mehr um sich selbst kümmern kann. Luci selbst ist gesundheitlich nicht mehr auf der Höhe, arbeitet aber neben ihren Alltagsaufgaben auch noch in einer kleinen, rumänischen Gemeinde. Und sie bezeugt: „Gott gibt mir Kraft für meinen Weg.“ 

Und ich? Ich bin jünger, war nie im Knast, wurde nie ernsthaft verfolgt, habe 2 gesunde Kinder und kann mich betreffs Gesundheit nicht beklagen. Sicher geht das vielen von uns ähnlich. Dumm nur, dass wir so viele andere Gründe finden, uns zu beklagen. Legitime Gründe? Das muss jeder selbst entscheiden. Was möchte Jesus mir durch das Zeugnis von Luci sagen? Geht es vielleicht um Zufriedenheit mit Wenigem – Kraft für den nächsten Tag ... oder auch nur den nächsten Schritt? Geht es auch hier um Vertrauen, dass Gott sich kümmern wird, wenn ich es mal nicht mehr kann? Geht es darum, die Arbeit für Jesus nicht zu vernachlässigen, auch wenn unser Alltag mit vielen beschwerlichen Lasten gefüllt ist (die bei uns ja oft selbst auferlegt sind)? Oder geht es darum, in allem dankbar zu sein? 

Zwei alte Frauen – zwei Zeugnisse. Gott redet zu uns durch Beispiele aus Seinem Wort und Er redet zu uns durch Vorbilder aus unseren Tagen. Wo wir denen folgen, die Jesus folgen, da hinterlassen auch wir Fußspuren, denen wiederum andere folgen können und gestärkt und angeleitet werden auf ihrem Weg mit Jesus. 

Morgen feiern wir Gottesdienst! Und Erntedankfest! Dabei wollen wir Jesus danken - auch für die Ernte, die in diesem Jahr vielfach nicht so gut war wie letztes Jahr - aber durchaus ausreichend, damit wir im nächsten Jahr nicht hungern müssen. Und wir wollen Jesus für vieles andere danken. Komm doch vorbei und feier mit uns.

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Ärztezentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr (parallel Kindergottesdienst)

Freitag, 5. Oktober 2018

Hoffnungslos?

Man sagt,  24.000 Menschen verhungern täglich – 75% sind Kinder.
Man sagt, 4000 Kinder werden täglich umgebracht – abgetrieben
Man sagt, jährlich werden 555 qkm Regenwald abgeholzt oder abgebrannt
Man könnte fortfahren …

Und man könnte denken: Und? All das ist weit weg und betrifft mich wenig. Wirklich? Tatsache ist, dass mehr Menschen ohne Hoffnung unmittelbar um uns herum leben, als wir meinen. Da sind solche, die alle Hoffnung und Perspektive fürs Leben verloren haben. Nicht, weil jemand in Asien verhungert, sondern weil sein Herz verhungert aus Mangel an Lebenssinn.

Ungezählte Frauen gehen durch Depressionen als Folge einer Abtreibung, verfolgt von Schuldgefühlen und Verlassenheit. Millionen Ehen brechen auseinander. Kinder haben Angst, in Elternhäuser zurück zu gehen, in denen Missbrauch und Ablehnung auf sie warten. Eltern sind entsetzt und zerbrochen über die Suchtprobleme ihrer Kinder.
Man könnte fortfahren …

Aber anstatt fortzufahren möchte ich darauf hinweisen, DASS ES HOFFNUNG GIBT! In 1 Petrus 1:3 schreibt Petrus:
„In seinem grenzenlosen Erbarmen 
hat er (Jesus) uns neues Leben geschenkt.
Weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist,
haben wir die Hoffnung auf ein neues, ewiges Leben.“

Jesus hat die Hungrigen gespeist, die körperlich und emotionell Hungrigen.
Jesus hat den Toten neues Leben geschenkt, den physisch Toten, aber auch den emotionell und geistlich Toten.
Jesus hat denen eine neue Perspektive gegeben, die ohne Perspektive durchs Leben gingen und bereit waren, es zu beenden.

Niemand kann anderen Menschen ins Herz blicken – außer Jesus! Er sieht Deine Freuden und Deine Kämpfe. Gibt es Hoffnungslosigkeit in Dir, Gebiete, auf denen Du aufgeben möchtest?  Jesus weiß darum! Er kann und möchte helfen! Ich weiß, wovon ich rede. Er hat es in meinem Leben getan und im Leben von Millionen anderer Menschen. Warum gibt’s Du Ihm nicht eine Chance? Sprich mit Ihm! Sag Ihm, in welcher Situation Du Dich befindest! Bitte Ihn um Hilfe!

Wenn Du Fragen hast oder Kontakt möchtest, schreib mir unter: pastor[at]ccfg.de

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Nicht viele Worte

Kennst du das? Du bist in einem angeregten Gespräch mit deinem Gegenüber. Du hast deine Sichtweise, die andere Person hat ihre. Du machst – wie du meinst - mit überzeugenden Worten deine Position klar. Und dann kommt die „Predigt“ vom Gegenüber. Lang! Immer neue Wiederholungen. Manchmal neu formuliert, manchmal wortwörtlich kopiert. Du hast deinen Gegenüber längst verstanden, aber immer wieder hörst du dieselben Argumente. Es  ist ermüdend und trotzdem nicht überzeugend.

Als Israel vor dem Roten Meer stand und maulte, das Meer vor sich, die feindlichen Armeen hinter sich, da brauchte Gott nicht viele Worte.

“Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein!” (2 Mose 14:14)

Das war Gottes Zusage, eingekleidet in Zuspruch und der Aufforderung, ihm zu vertrauen. Viel gesagt mit wenigen Worten. Gott braucht nicht mehr. ER IST GOTT! Er ist der, der spricht – und es geschieht!

DER HERR wird für Sein Volk streiten! Das ist eine Tatsachenentscheidung, ein Faktum! Gott sprach dieses Versprechen aus, als das Leben Seines Volkes aufs Äußerste bedroht war. Kein Vor – kein Zurück – und kein Ausbrechen nach links oder rechts! Und mit wenigen Worten bringt Gott zum Ausdruck: „Entspannt Eich! Meine Sache!“

Wir alle brauchen diese Art göttlicher Zusage von Zeit zu Zeit. Manchmal in Zeiten der Veränderung, manchmal, wenn wir überarbeitet sind oder es im Dienst zu einem (scheinbaren) Stillstand gekommen ist. Gott sitzt immer noch im Chefsessel und hat alles unter Seiner Kontrolle. Er wird für Dich streiten und Du wirst stille sein. Damit weist uns Gott darauf hin, dass es keinen Grund zum Schreien und Lamentieren gibt. Er wird streiten – für uns! Für Dich und mich! Für unsere Sache!

Lasst uns Ihm vertrauen, egal in welchen Umständen wir uns befinden. GOTT IST FÜR UNS!

Mittwoch, 3. Oktober 2018

28 Jahre Einheit

3. Oktober 1990 –  0:00 Uhr. Die Bundesflagge wird gehisst, die Freiheitsglocke geläutet. Nur wenig später verkündet der Bundespräsident vor einer ungezählten Menge die Einheit Deutschlands. Ein äußerst bewegender Moment in der Geschichte unseres Landes. Seitdem erinnern wir uns an jedem 3. Oktober an diesen herrlichen Tag. Endlich ohne Mauer - endlich Einheit!

Deutschland ist nicht das einzige Land, das nach langer Teilung zur Wiedervereinigung findet. 1976 werden Nord- und Südvietnam vereint. 1990 vereinigen sich Nord- und Südjemens zur „Republik Jemen“. Andere Länder dagegen warten bis heute auf eine gemeinsame Zukunft, z.B. Nord- und Südkorea. Sie arbeiten dran!

In Johannes Kapitel 17:11+23  betet Jesus für Einheit, nicht für politische Einheit sondern Einheit unter denen, die Ihm nachfolgen. Er betet: „Erhalte sie … dass sie eins seien … wie wir eins sind … damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.“

Jesu Gebet bedeutet nicht, dass Christen immer eine Meinung haben müssen. Es bedeutet, dass die Liebe Jesu uns befähigt, über Nebensächlichkeiten hinweg zu blicken und sich zu freuen an dem gemeinsamen Herrn und Seinem Heil. Es bedeutet nicht, dass Gottes Volk alle Projekte gemeinsam durchführen muss und alle Gemeinden sich zu einer Megagemeinde vereinen sollten. Nein! Es bedeutet, dass wir in Liebe miteinander umgehen, nicht in Konkurrenz; dass wir einander aufbauen, nicht niederreißen. Weder offen, noch versteckt.

Dafür betet Jesus! Bereits die Tatsache, dass der Sohn Gottes mit Seinem himmlischen Vater darüber spricht, zeigt, wie wichtg Einheit und Liebe untereinander ist. Ohne Liebe machen Christen nur blechernen Lärm. Mit Liebe sind sie eine Melodie in Gottes Lied mit der Welt.

Im politischen Bereich sehen wir, wie angefochten Einheit in unserem Land ist. Ob es die politischen Lager sind, ob Interessengemeinschaften, ob es die vielen Lobbygruppen sind, die sich Gehör verschaffen wollen – Einheit ist angefochten – Nächstenliebe noch viel mehr. Noch angefochtener ist Einheit im geistlichen Bereich, denn da geht es nicht nur um Zeitlichkeit, sondern um Ewigkeit. Mangelnde Einheit unter Christen, mangelnde Liebe im Volk Gottes haben ewige Konsequenzen. Sicher nicht zuletzt darum betet Jesus dafür, dass der Herr Einheit in Seinem Volk, in Seiner Gemeinde schafft. Einheit ist ein leuchtendes Beispiel für die Wahrheit des Evangeliums.

Jesus betet heute immer noch für Seine Nachfolger. Immer noch liegt Ihm ihre Einheit am Herzen. Und wo Einheit gelebt wird, wird in der Welt die Wahrheit über Jesus erkannt. Was für ein zusätzlicher Motivator!

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, 
die du mir gegeben hast,
auf dass sie eins seien, wie wir eins sind,
ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien
und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst,
wie du mich liebst. 
(Johannes 17:22+23)

Heute findet wegen des Feiertags bei uns kein CCFG Jüngerschaftsabend (Bibelstunde) statt. Wir laden ein zur nächsten Gemeindestunde am Freitagmorgen: 
Frühgebet mit anschließendem Frühstück. 
(6:00 – ca 7:30 Uhr) Herzlich Willkommen!

Dienstag, 2. Oktober 2018

Gebet im 2 Thessalonicherbrief

In Paulus’ zweitem Brief an die Thessalonichergemeinde beginnt er zwei Verse mit fast identischen Worten:

„Wir sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken, Brüder,
wie es sich auch geziemt, weil euer Glaube über die Maßen wächst
und die Liebe jedes Einzelnen von euch zunimmt allen gegenüber“
(2. Thessalonicher 1:3)

„Wir aber sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken,
vom Herrn geliebte Brüder, dass Gott euch von Anfang an
zur Errettung erwählt hat in der Heiligung des Geistes
und im Glauben an die Wahrheit“
(2. Thessalonicher 2:13)

Schuldig, zu danken! Schuldig, sich bei Gott zu bedanken. Paulus und sein Team empfinden eine Bringschuld Gott gegenüber: Dank! Nicht Dank für Segen, Gebetserhörungen, Bewahrung, die sie erfahren haben – nein! Dank für Gottes Wirken in anderen!

DAS ist ein Augenöffner! Die meisten Gläubigen, vermutlich auch solche aus anderen Religionen, danken ihrem Gott für etwas, das sie selbst empfangen haben oder wovon sie selbst profitieren. Paulus und sein Team aber fühlen sich schuldig, Gott für andere zu danken. Natürlich freut sich das Team, dass die Gemeinde, die Paulus und Silas gegründet hatten, so gute Fortschritte machte. Aber der Dank des Paulus ist nicht selbstbezogen. Er dankt Gott:

  • weil das heiligende Wirken des Geistes und ihr Glaube an die Wahrheit zu ihrer Rettung geführt hatte
  • weil Gott sie als Erstlingsfrucht gerettet hatte
  • weil ihr Glaube über die Maßen wuchs
  • weil die gegenseitige Liebe allen gegenüber zunahm
Richtig große Freude des Paulus über das, was Gott an ANDEREN tat! Und weil er wusste, dass dies allein Gottes Verdienst war, bedankte er sich auch nicht bei den Gläubigen, sondern bei ihrem Gott.

Wenn Du diese Zeilen – was anzunehmen ist – nicht gerade in Nordkorea, Saudi Arabien oder ähnlich gesinnten Ländern liest, wirst Du einige oder auch viele andere wiedergeborene Christen kennen. Du wirst solche kennen, die froh und frisch mit dem Herrn unterwegs sind, ähnlich wie die Thessalonicherchristen. Vielleicht kennst Du sogar solche, in deren Leben Jesus Dich gebrauchen konnte.

Lasst uns von Paulus Worten in 2. Thessalonicher lernen, dass wir eine Dankesbringschuld an Gott haben für das, was Er im Leben unserer Mitchristen tut. Durch unseren Dank wird Gott geehrt und wir werden gesegnet – nicht zuletzt dadurch, dass wir, um zu Danken, das Positive und das Wirken Gottes im Andern sehen müssen. Das lenkt unsere Blicke auf Gott und macht unsere Herzen froh und dankbar.

„Wir sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken!“

Morgen, Mittwoch den 3. Oktober, findet wegen des Feiertags 
bei uns kein Jüngerschaftsabend (Bibelstunde) statt.

Montag, 1. Oktober 2018

Nicht der Hauptgedanke ...

Es war mit Sicherheit nicht der Hauptgedanke, der mich vergangenen Mittwoch an unserem Jüngerschaftsabend am meisten bewegte. Gemeinsam haben wir durch Hesekiel 4-7 gelesen, Kapitel, in denen Gott, der Herr Seinen unaufhaltsamen Zorn, Sein heiliges Gericht, Seine Mitleidlosigkeit und Sein Sich-Abwenden von Seinem Volk verkündigen lässt; ... und die nächsten 20 Kapitel versprechen einen ähnlichen Inhalt. Gott offenbart mit heiligem Ernst ein Gericht über Israel, das erschrecken lässt. So kennen wir Gott (fast) gar nicht.

Dennoch endete der Abend nicht mit diesen deprimierenden Gedanken, die trotz allem die Hauptgedanken der Kapitel bildeten. Das Gebet des Habakuk (3:2) kommt in den Sinn:

O Herr, ich habe deine Botschaft vernommen;
ich bin erschrocken.
O Herr, belebe dein Werk inmitten der Jahre!
Inmitten der Jahre offenbare dich!
Im Zorn sei eingedenk deiner Barmherzigkeit!

In Hesekiel 4-7 erhört der Herr dieses Gebet wiederholt. Mindestens 8x lesen wir Aussagen wie: „Und sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.

Mitten im Gericht wird Israel – und die sie umgebenden Heiden – erkennen, dass Gott der Herr ist. Nicht nur die Gnade beschreibt Seine Gottheit, auch Gottes Gerichte offenbaren der Welt, dass Gott der Herr ist. Gottes Gerichte werden nicht die Augen aller Menschen für Ihn verschließen, sondern vielen die Augen öffnen. Und somit müssen selbst die Gerichte Gottes dazu beitragen, dass Seine Herrlichkeit offenbar wird.

Das ist ein ermutigender Gedanke – mitten im Gericht! Aber ein anderer Nebengedanke kann uns noch mehr aufrichten. Mitten in den Wirren der 3 Wegführungen Israels in Tod und Gefangenschaft fanden einige Wenige Bewahrung.
Hesekiel sollte seine Kopfhaare und Bart scheren und die Haare in 3 Drittel aufteilen und vernichten. Wer rechnen kann, stellt fest, s 3 Drittel ein Ganzes bilden. Israel als Volk würde im Gericht untergehen ... außer einer verschwindenden Minderheit. Ein paar Haare hatte Hesekiel aufbewahren sollen. Sie waren Teil derer, die das Gericht traf, wurden aber im Gericht bewahrt.
Daniel und seine 3 Freunde wurden nicht verschont, sondern bei der ersten Wegführung mit in die Gefangenschaft nach Babylon geführt. Sie verloren alles, was sie besaßen. 7 Jahre später ereilte den Priester-Propheten Hesekiel das gleiche Schicksal. Er verlor alles in Gottes Gericht über Sein Volk. Und nach der 3. Wegführung lesen wir weitere Namen, wie die von Esther, Mordechai, Nehemia oder Esra.

Mitten im Gericht – in dem der Herr sich abgewendet und Seine Augen von Seinem Volk genommen hatte – hatte Er zur selben Zeit Seine Blicke nicht von Seinen treuen Nachfolgern genommen. Auch sie mussten den Becher des Zornes trinken, der für die von Gott verlassene Nation bestimmt war – aber als Einzelne waren sie nicht von Gott verlassen. Dadurch erfuhren sowohl sie – wie auch andere durch sie – den Segen ihres Gottes. Mitten im Gericht!

Gnade im Gericht! Barmherzigkeit im Zornessturm! Leben im Tod!

Welch hohe Berufung! Welch herrliches Vorrecht! Welch gewaltiger Trost! Welch Licht in tiefster Finsternis! Welche Bewahrung in härtstem Gericht! ! Welche Geborgenheit im schlimmsten Durcheinander! Welche Herausforderung! 
Nicht Hauptgedanke in Hesekiel 4-7 – aber vielleicht der ermutigendste! 

Am 10. Oktober, an unserem nächsten Jüngerschaftsabend, geht es weiter mit Hesekiel, Kapitel 8-11. Dazu laden wir herzlich ein!
Am 3. Oktober fällt das Treffen in unserer Gemeinde aus!

Sonntag, 30. September 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Heute ist Sonntag – oder „der Tag des Herrn“, wie es die Alten ausdrückten. An vielen Orten der Welt werden die Menschen zusammenkommen, um ihren Glaubensmittelpunkt zu feiern. In vielen Ländern der Welt fiebern die Gläubigen dem nächsten Treffen entgegen. In anderen Ländern überlegen sie, ob sie überhaupt gehen sollten. Und Du? Wirst Du heute im Gottesdienst Deiner Kirche oder Gemeinde sein?

Um es jedem möglich zu machen, heute in die Kirche zu kommen, ist ein besonderer "Kein -Entschuldigungs-Sonntag" geplant:*

1. Klappbetten werden auf der Empore aufgestellt für solche, die sagen: Sonntag ist mein einziger Tag zum Ausschlafen.

2. Augentropfen sind zu haben für solche, deren Augen müde sind vom Fernsehen bis spät in die Nacht am Samstagabend.

3. Wir werden Schutzhelme für solche bereit halten, die glauben, dass das Dach einstürzen würde, wenn sie im Gottesdienstraum erscheinen.

4. Es werden Decken verteilt für solche, die klagen, dass es in der Kirche zu kalt ist. Ventilatoren sind bereit für solche, die sagen, der Gemeinderaum sei zu heiß.

5. Wir werden Hörgeräte für die Kirchgänger haben, die sagen, der Pastor spricht nicht laut genug. Wir haben Watte bereit für solche, die sagen, der Pastor redet zu laut.

6. Wir verteilen Strichlisten für solche, die die Heuchler zählen möchten.

7. Wir garantieren, dass einige Verwandte da sein werden für solche, die am Sonntag Besuche machen.

8. Essen auf Rädern wird möglich sein für solche, die sagen: ich kann nicht zur gleichen Zeit kochen und zur Kirche gehen.

9. In einer Ecke der Kirche werden Sie Bäume und Gras finden für solche, die Gott in der Natur suchen, besonders auf dem Golfplatz.

10. Der Altarraum wird sowohl mit Weihnachtssternen als auch mit Osterlilien dekoriert sein, um eine gewohnte Umgebung zu haben für solche, die nur Weihnachten und Ostern zur Kirche gehen.

Ich freu mich drauf - und und darauf, Dich zu sehen!
* (aus einer Zeitung in Taiwan; ohne Autorenangabe)
Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 (parallel Kindergottesdienst)
Wegen dem Herbstmarkt heute kein gemeinsames Mittagessen - aber die Räume sind offen.

Sonntagszitat:

"Heute hat die Welt so viele Dinge aus der Gemeinde übernommen 
und sich die Gemeinde so viele Dinge aus der Welt angeeignet, 
dass es schwierig ist, die eigene Position zu erkennen." 
(Oswald Chambers)