Gottesfurcht! - Nicht Angst vor dem Heiligen Geist!
Während die deutsche Bevölkerung in abnehmendem Maße immer noch etwas mit Weihnachten und Ostern anfangen kann, sieht es mit dem Pfingstfest anders aus. Mit dem „Heiligen Geist“ hat mans nicht so. Wer glaubt heute noch an Geister.
Auch unter evangelikalen Christen ist ein trauriges Phänomen zu beobachten. Während man bereit ist, Gott Vater und dem Sohn in heiliger Gottesfurcht zu begegnen, begegnet man Gott, dem Heiligen Geist eher zurückhaltend oder gar mit Angst. Wir sind geschädigt durch 2 Extreme. Ein Extrem waren Versammlungen, in denen es drunter und drüber ging und behauptet wurde, all das Durcheinander sei vom Heiligen Geist. Das machte vielen Angst. Das andere Extrem war die Berliner Erklärung, durch die man alles verteufelte, was man nicht verstehen oder erklären konnte – und was einem nicht gefiel. Beide Extreme haben viele Christen verunsichert und bewogen, sich Gott Vater und Sohn gegenüber zu öffnen, dem Heiligen Geist gegenüber aber zu verschließen. Das Resultat im Leben ähnelt der Erfahrung des Mannes aus Glasgow / USA. Von ihm heißt es in einer Nachricht der AP:
„Vergeblich versuchte Leslie Pucket, sein Auto zu starten. Nachdem er ausgestiegen war um unter die Motorhaube zu schauen, musste er feststellen, dass ihm jemand den Motor gestohlen hatte.“
Christen versuchen alles mögliche, ihr Leben in die Gänge zu kriegen. Sie wollen sich gerne bewegen, wollen vorwärts kommen. Sie wollen gerne alles rausholen, was drin steckt – nur: bitte nicht durch den Heiligen Geist! Aber genau darum kommen sie nicht in die Gänge und bleiben stecken; nichts geht mehr! Der Grund ist einfach: Die Angst und der geistliche Rückzug haben den Motor geklaut! Die Kraft des Heiligen Geistes fehlt!
Warnende Predigten haben Gottes Geist in den Hintergrund gedrängt! Fehlende Predigten über den Heiligen Geist haben sie unwissend gelassen. Angst vor dem Extremen hat den Geist gedämpft! Der Motor fehlt – da ist kein Tiger im Tank. Was tun?
Ein Motor muss her. Was fehlt muss her. Leere muss durch Kraft ersetzt werden. Nur: wie?
Die Bibel sagt, dass jeder Jesusjünger den Heiligen Geist hat. Durch den Heiligen Geist sind wir als Gottes Eigentum markiert, „versiegelt,“ wie die Bibel es nennet. Aber wir sind nicht unbedingt mit dem Heiligen Geist Gottes „erfüllt“. Aus mangelner Gottesfurcht und Angst vor Extremen haben wir Ihn in einer „Abstellkammer unseres Lebens“ eingeschlossen. Da darf Er bleiben, sofern Er sich ruhig und unauffällig verhält. Aber Gott möchte, dass Sein guter Geist – der Tröster, der Fürsprecher, der Heilige – uns erfüllt, alle Kammern und Räume unseres Lebens, ständig und immer wieder neu erfüllt. Und wie kommt es dazu?
Dwight L. Moody, ein geisterfüllter Diener Gottes im späten 19. Jahrhundert, erklärte:
1. Bekannte Sünde bekennen und loslassen, wie Sprüche 28:13 sagt:
Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen,
wer sie aber bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen.
2. Gott bitten, uns mit Seinem Geist zu erfüllen, wie uns Jesus und Paulus auffordern:
Lasst euch vom Geist erfüllen.(Epheser 5:8)
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten! (Lukas 11:13)
3. Gott vertrauen, dass Er das Gebet des Glaubens erhört, wie Er es versprochen hat.
Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet,
glaubt, daß ihr es empfangt, so wird es euch zuteil werden!
(Markus 11:24)
Gottesfurcht und Angst vor dem Heiligen Geist schließen einander aus. Je mehr wir Gott fürchten (= ehren), umso mehr und regelmäßiger werden wir erfüllt sein mit Seinem guten Geist.