„Wenn ich auf fünfzig Jahre Dienst zurückblicke, erinnere ich mich an unzählige Prüfungen, Schwierigkeiten und Zeiten erdrückenden Schmerzes. Aber durch all das hindurch hat sich der Herr als treu, liebevoll und vollkommen wahrhaftig in all seinen Verheißungen erwiesen.“ (David Wilkerson)

Samstag, 10. Januar 2026

Glaube

Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen;
denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben,
dass er ist und dass er denen, die ihn suchen,
ihren Lohn gibt.

(Hebräer 11:6)

Was ist dieses mysteriöse „Ding“ namens Glauben? Immer wieder mal kommt mir diese Frage, verbunden mit der Folgefrage: Habe ich Glauben? Wie stark ist er?

Dass ich den rettenden Glauben an Jesus habe, das weiß ich! Aber lebe ich im Glauben? Kürzlich las ich ein paar Beispiele - vermutlich sind es simple Illustrationen – die mich erneut ins Nachdenken brachten. 

Eine Dorfgemeinschaft beschloss, während einer langen Dürreperiode, um Regen zu beten. Am Tag des Gebets versammelten sich viele Menschen, aber nur ein Junge brachte einen Regenschirm. Das ist Glaube.

In einer ähnlichen, längeren Version dieser Illustration heißt es:

Die Felder waren ausgedörrt und braun vor Trockenheit, und die Ernte verdorrte auf den Feldern. Die Menschen waren besorgt und gereizt, während sie den Himmel nach Anzeichen für Besserung absuchten. Aus Tagen wurden trockene Wochen. Es kam kein Regen.

Die Pfarrer der örtlichen Kirchen riefen für den folgenden Samstag zu einer Gebetsstunde auf dem Stadtplatz auf. Gemeinsam wollten sie im Glauben darauf vertrauen, dass Gott Regen schicken würde.

Am vereinbarten Samstag um die Mittagszeit versammelten sich die Menschen in Scharen und füllten den Platz mit besorgten Gesichtern und hoffnungsvollen Herzen. Als die Stunde vorbei war, begann es wie auf magische Weise zu nieseln. Jubel brandete durch die Menge, die in Dankbarkeit und Lobpreis überging. Inmitten der Menge schien ein einzelnes Symbol des Glaubens: Ein kleines 9-jähriges Kind hatte als einziges einen Regenschirm mitgebracht.

In einer anderen Illustration erzählt man sich von einem Bergsteiger, der  den Aconcagua in Argentinien bezwingen wollte, den höchste Berg der westlichen Hemisphäre. Nach langer Vorbereitung begann dieser Mann mit der Besteigung. Er beschloss, den Berg allein zu meistern, da er den Ruhm für sich allein haben wollte. Zwar wusste er es besser, doch schlug er alle Ratschläge in den Wind.

Er begann mit dem Aufstieg, und es wurde später und später. Er hatte sich nicht auf das Campen vorbereitet, sondern beschloss, immer höher zu klettern. Dann wurde es dunkel ... die Nacht brach in großer Höhe herein. Die Sicht war gleich Null. Alles war schwarz. Es gab keinen Mond, und die Sterne waren von Wolken verdeckt. Er hatte keinen Orientierungssinn, war allein und wusste nicht, wohin er gehen sollte.

Als er einen Grat etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels erklomm, rutschte er aus und stürzte. Während er fiel, sah er nur dunkle Flecken an sich vorbeiziehen. Er hatte das schreckliche Gefühl, von der Schwerkraft angesaugt zu werden. Er fiel ... immer weiter ... und war sich sicher, dass er sterben würde. Dann spürte er einen Ruck, der ihn fast in zwei Hälften riss.

Wie jeder gute Bergsteiger hatte er sich mit einem langen Seil an seiner Taille gesichert. In diesen Momenten der Stille, in der Luft schwebend, blieb ihm nichts anderes übrig, als zu schreien: „HILF MIR, GOTT! HILF MIR!“

Plötzlich hörte er eine tiefe Stimme vom Himmel: „Was soll ich tun?“ „RETTE MICH!“, antwortete er. Gott antwortete: „Glaubst du wirklich, dass ich dich retten kann?“

"NATÜRLICH, MEIN GOTT, DU KANNST ALLES TUN!“ Jetzt hörte der Mann die Stimme: „Dann schneide das Seil durch, das dich hält.“ Es folgte ein weiterer Moment der Stille und Bewegungslosigkeit. Der Mann hielt sich nur noch fester am Seil fest.

Am nächsten Morgen berichtete das Rettungsteam, dass sie einen erfrorenen Bergsteiger gefunden hätten, der sich fest an einem Seil festhielt – einen knappen Meter über dem Boden.

Auch in der Bibel finden wir Berichte über den Glauben, die uns ins Nachdenken bringen.

  •        Noah baute die Arche, ohne je Regen gesehen zu haben.
  •      Abraham zog aus Ur, ohne zu wissen, wohin.
  •      Daniels Freunde gingen in den Feuerofen, ohne das Ende der Geschichte zu kennen.

Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. (Hebräer 11:6)

Gott hat sich nicht geändert. Lasst uns mit den Jüngern beten (Lukas 17:5): „Mehre uns den Glauben!“

Und wie soll das geschehen? Z.B. indem wir morgen in unsere Gottesdienste gehen, in Kirchen und Gemeinden, in denen Gottes Wort verkündigt wird.

So kommt der Glaube aus der Predigt,
die Predigt aber durch das Wort Christi.
(Römer 10:17)

Freitag, 9. Januar 2026

Wie oft trainieren?

Meine Trainingszeiten im Rehazentrum im letzten Quartal 2025 waren unterirdisch. Das hatte mit verschiedenen Reisen, Krankheiten, Besuchen und anderem zu tun. Fast 2 Monate ohne Training, den Rest sehr unregelmäßig. Dieses Jahr soll's anders werden - und ich bin auf einem guten Weg. Allerdings merke ich die Aussetzer Ende 2025 deutlich.

Irgendwann begegnete mir folgender Satz: "Wir trainieren hier jeden Tag. Alles für einen Tag, um dann an der Spitze zu stehen."

Es war ein Eiskunstläufer, der diese Aussage machte. Täglich musste er trainieren. Tägliches Trainieren ließ ihn gut werden in seiner Disziplin und machte ihn zu einem Gewinner. 

Seine Aussage erinnerte mich an das Gespräch zwischen einem Pianisten und einem Bewunderer. Der Fan fragte den Meister, wie oft er denn übe? "Täglich!" kam die Antwort. "Jeden Tag mehrere Stunden." "Und wenn Sie einen Tag ausfallen lassen?" war die nächste Frage? "Dann merke ich es am nächsten Tag?" "Und zwei Tage ohne Übung?" - "Dann merkt es meine Frau!" "Und wenn sie drei Tage nicht üben?" - "Dann merken es meine Fans!" antwortete der Meister.

Regelmäßigkeit ist entscheidend. Nicht nur im Eiskunstlauf, Klavierspielen und im Fitness-Center. Regelmäßigkeit ist auch entscheidend im geistlichen Leben. Als Christen leben wir in Gemeinschaft mit unserem Herrn, Jesus. Er möchte uns einsetzen für Seine herrlichen, göttlichen Ziele. Er möchte unser Leben erfüllen und bereichern. In Johannes 10:10 sagt uns Jesus:

"Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben."

In diesem Überfluss zu leben, ist nur im Plan Gottes möglich. Um im Plan Gottes zu leben, braucht es Regelmäßigkeit. Ein Tag ohne innige Gemeinschaft mit Jesus - und wir merken es. Einige Tage ohne innige Gemeinschaft mit Ihm, und unsere Geschwister merken es. Wirklich! Längere Zeit ohne innige Gemeinschaft mit Jesus - und die Menschen um uns herum, denen wir Salz und Licht sein sollen, merken es. Besser ist, wir trainieren jeden Tag, damit wir all das sind, was Jesus für uns im Sinn hat. Ihm bringt es Ehre, uns bringt es Sein Leben im Überfluss!

Donnerstag, 8. Januar 2026

Gottes Mitarbeiter

Denn wir sind Gottes Mitarbeiter!
(1 Korinther 3:9)


Braucht Gott Mitarbeiter? Jain!

Gott ist allwissend, allgegenwärtig und allmächtig. Er benötigt keine Berater, keine Transporteure und keine Unterstützung. Gott kann tun, was Er möchte, verhindern, was Er möchte und ist auf niemanden angewiesen. Oft handelt Gott unabhängig von uns Menschen, ohne dass wir davon überhaupt etwas mitkriegen oder Seine Hand in dem Geschehen sehen.

Gleichzeitig hat Gott den Menschen Verantwortung gegeben. Bereits im Paradies beauftragte Er Adam und Eva:

Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde! (1 Mose 1:28)

Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre. ... Und Gott der Herr bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe. (1 Mose 2:15+19)

Im gesamten Alten Testament erkennen wir, dass Gott den Menschen einspannt in Seine Pläne und ihm Aufgaben gibt, die er erledigen soll.

Das gleiche Muster sehen wir im Neuen Testament. Gott ‚braucht‘ niemanden, um zu Seinem Ziel zu kommen. Aber Er hat in Seiner Gnade und Weisheit entschieden, uns Menschen einzubeziehen und uns Verantwortungen zuzuteilen; besonders denen, die Jesus nachfolgen.

Wiederholt fordert der Herr uns auf, zu beten, Ihn zu bezeugen, in alle Welt zu gehen und Gutes zu tun. Auf diese Weise möchte Er Sein Reich bauen.

Am Beispiel Noahs erkennen wir, wie eng Gott mit den Seinen zusammenarbeitet. Die folgenden Verse sind teilweise verkürzt, um die Zusammenarbeit Gottes mit Seinem Mitarbeiter Noah klarer hervorzuheben:

Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen! Mache dir eine Arche aus Tannenholz; in Räume sollst du die Arche teilen und sie innen und außen mit Pech überziehen. Denn siehe, ich will die Wasserflut über die Erde bringen. ... Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir. Und von allem, was lebt, von allem Fleisch, sollst du je zwei in die Arche führen. Und Noah machte es so; er machte alles genau so, wie es ihm Gott geboten hatte. (aus 1 Mose 6)

Und der Herr sprach zu Noah: Geh in die Arche, Nimm von allem reinen Vieh je sieben und sieben mit dir. Denn es sind nur noch sieben Tage, dann will ich es regnen lassen auf der Erde, 40 Tage und 40 Nächte lang, und ich will alles Bestehende, das ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen. Und Noah tat alles ganz, wie der Herr es ihm geboten hatte. Die aber hineingingen, Männchen und Weibchen von allem Fleisch, kamen herbei, wie Gott ihm geboten hatte. Und der Herr schloss hinter ihm zu. (aus 1 Mose 7)

Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und Gott ließ einen Wind über die Erde wehen, sodass die Wasser fielen. Und es geschah nach Verlauf von 40 Tagen, dass Noah das Fenster an der Arche öffnete, das er gemacht hatte. Danach sandte er die Taube aus, um zu sehen, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf der Fläche des Erdbodens. ... Und Noah entfernte das Dach von der Arche und schaute, und siehe, die Fläche des Erdbodens war trocken! Da redete Gott zu Noah und sprach: Geh aus der Arche, du und deine Frau und deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir! So ging Noah hinaus samt seinen Söhnen und seiner Frau und den Frauen seiner Söhne.

Dieses Muster beschreibt uns die Bibel im Leben vieler biblischer Charaktere. Und würde die Bibel weitergeschrieben – was definitiv nicht der Fall ist – dann würden weitere Lebensbilder beschrieben, die dem Herrn gefolgt und mit Ihm zusammengearbeitet haben – Gottes Mitarbeiter.

Und Du? Wärst Du dabei?

Mittwoch, 7. Januar 2026

Alles neu!

Und der auf dem Thron saß, sprach:
Siehe, ich mache alles neu!
(Offenbarung 21:5a)

Noch einmal ein paar Gedanken zur Jahreslosung.

Interessant ist die Tatsache, dass man den Vers aus der Offenbarung – zumindest in der deutschen Sprache – in zwei Richtungen verstehen kann: zum einen im Sinne von: „Siehe, ich werde (in Zukunft) alles neu machen“ oder auch: „Siehe, ich bin dabei, alles neu zu machen.“

Beides ist korrekt! Der Zusammenhang in Offenbarung 21 legt nahe, dass Gott tatsächlich unsere Gedanken auf die Ewigkeit lenken möchte, denn die einleitenden Verse des Kapitels beschreiben viel vom himmlischen Zustand:

1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr. 2 Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Auch viele der nachfolgenden Verse des Kapitels sprechen von der Ewigkeit. Wenn wir also in Vers 5 lesen: „Siehe, ich mache alles neu“, dürfen wir uns auf einen neuen, völlig anderen, perfekten Zustand freuen, der auf alle wartet, die mit Jesus verbunden sind.

Allerdings zeigt die Grammatik des Verses, dass das Neumachen sich nicht auf die Zukunft beschränkt. Bereits im Hier und Heute ist Gott dabei, Neues zu schaffen. Das belegen auch Parallelverse aus der Bibel:

In Jesaja 42:9 spricht der Herr: Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich. Bevor es aufsprosst, lasse ich es euch hören.“

In Jesaja 43:19 heißt es ähnlich: Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde.“

Durch Jeremia (31:31) verheißt Gott einen neuen Bund, der zur Zeit Jeremias noch Zukunft war, aber mit dem Tod und der Auferstehung Jesu in Kraft trat. Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund.“

Über die Auswirkungen dieses neuen Bundes im Leben eines gläubigen Menschen schreibt Paulus in 2 Korinther 5:17: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“

Diese Erneuerung geschieht durch den Glauben an Jesus! Und sie hat Auswirkungen, wie Psalm 40:4 und Jesaja 42:10 zeigen, wo wir lesen: Er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und auf den Herrn hoffen. ...Singt dem Herrn ein neues Lied, seinen Ruhm vom Ende der Erde: Es brause das Meer und seine Fülle, die Inseln und ihre Bewohner!“

Auch im Alltag dürfen Jünger Jesu die erneuernde Kraft Jesu erfahren, wie Jesaja 40:31 zeigt: Die auf den Herrn hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.“

„Siehe, ich mache alles neu!“ ist keine billige Vertröstung auf die Zukunft, sondern ein Versprechen des allmächtigen Gottes, das in der Zukunft zur Vollendung kommt, für Seine Kinder aber bereits im Heute beginnt!

Dienstag, 6. Januar 2026

Biografien - Hattie Rice

Kostbar ist in den Augen des Herrn 
der Tod seiner Getreuen.
(Psalm 116:15)

Biographien gehören zu meiner Lieblingslektüre. Gerade lese ich das Buch „By Their Blood“ von James & Marti Hefley, ein Buch über Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts. Absolut herausfordernd, für Jesus zu leben.

Das Buch beginnt mit der Verfolgung während des Boxer-Aufstands um 1900 in China. Der Geheimbund der „Boxer“ rebellierte durch Mord und Folter gegen die westlichen Mächte und Japan. Besonders ausländische Missionare und chinesische Christen litten unter den Gräueltaten der Aufständischen. Quellen berichten von über 500 westlichen Missionaren, Eltern, Kinder und über 30.000 einheimischen Christen, die oft auf brutalste Art und Weise starben.

Trotz der Thematik schätze ich das Buch als Glaubensstärkung und positive Herausforderung, Jesus von Herzen zu folgen. Menschen haben um Jesu willen und in Seiner Kraft das Evangelium bezeugt und viele Tausende für Jesus gewonnen. An den nächsten Dienstagen sollen an dieser Stelle einige Biografien von Menschen zu lesen sein, die für Jesus gelebt und Ihm gedient haben. Nicht immer stammen diese Biografien aus der Verfolgung der Gemeinde Jesu. Auch andere Nachfolger Jesu sollen hier erwähnt werden.

Hattie Rice (1858-1900)
Hattie Rice wurde im Jahr 1858 geboren, fand mit 15 Jahren zu Jesus als ihrem Retter und nahm im Alter von 30 Jahren an einer Konferenz teil, auf der der China Missionar Hudson Taylor sprach. Hier rief Gott sie in Seinen Dienst.

4 Jahre später machte sie sich auf nach China, arbeitete dort in einer Opium-Entzugsklinik, gemeinsam mit Mary Huston, die zu ihrer engsten Freundin wurde, im Leben und im Sterben.

Am 12. Juli 1900 dehydrierte Rice auf der Flucht vor den Boxern und brach zusammen. Grausame Folter begann; ein Priester verkündete, dass die Götter sie am Leben lassen würden. Dann trugen Männer sie auf einer Trage zurück zu den anderen Missionaren, wo sie kurze Zeit später starb.

Über Hattie Rice und Mary Huston sagte man später: „Sie hatten nichts aus China empfangen und alles gegeben.“ Ein Kollege schrieb über sie:

„Ihre ruhige Sanftmut beeindruckte mich als etwas Außergewöhnliches, und als ich sie näher kennenlernte, stellte ich fest, dass sie jemand war, der wirklich mit Gott wandelte und ihn in allen Dingen verherrlichen wollte. Wie sehr sie den Herrn liebte und ihm vertraute! Es war für mich immer eine große Erbauung, auch nur für kurze Zeit in ihrer Gesellschaft zu sein.“

Faszinierend ist die Tatsache, dass manche Missionare China selbst trotz Todesgefahr nicht verließen. Gottes Ruf, ihre Liebe zu Ihm und ihr Herzensanliegen für die Verlorenen ließ sie ihren Weg gehen. Ihr Vorbild ermutigt, uns selbst zu hinterfragen: „Welche Kosten bin ich bereit, zu zahlen? Ist Jesus wirklich mein Alles wert, mein Leben ... und meinen Tod? Wie weit geht meine Liebe für Jesus? In Theorie oder in Praxis?“

Kostbar ist in den Augen des Herrn 
der Tod seiner Getreuen.
(Psalm 116:15)

Verwendete Quellen hier und hier.