Mittwochs wegen Kleingruppen keinen Livestream mehr für ca 4 Monate. Wir laden aber ein, live dabei zu sein!

Samstag, 17. November 2018

Vom Heulen und Jaulen

Was haben Bundestagsdebatten, Hauptnachrichten, Vereinssitzungen, Talkshows und viele, viele Gespräche im Alltag gemeinsam? ?   ?   ?  

Es gibt eine Geschichte über einen Hund, der neben einem Bauernladen im Garten sitzt und heult und jault wie es nur Hunde können. Da kommt ein Fremder zum Ladenbesitzer, dem auch der Hund gehört und fragt: "Was ist los mit dem Hund?"
"Oh, der sitzt auf einer Distel" ist die Antwort des Besitzers. 
"Ja, aber warum steht er denn nicht auf?" fragt der Fremde und erhält die überraschende Antwort: "Och, er heult und jault eben lieber!"

In meinem Freundeskreis habe ich viele Menschen, mit denen ich gerne zusammen bin. Wir wälzen Probleme gemeinsam, schmieden Pläne gemeinsam, fachsimpeln, lachen und beten gemeinsam. Aber es gibt auch Bekannte, die mit der Welt und sich selbst so unzufrieden sind, dass gemeinsames Erholen und Lachen nahezu unmöglich ist. Alles Reden hat immer den Unterton einer Bundestagsdebatte oder einer Talkshow – immer problematisch und mit viel Anlass zur Kritik. Man scheint mehr Gefallen daran zu haben, die Disteln auszukosten als die Disteln zu verlassen und sich ins weiche Moos zu setzen.

Vor Jahren erhielt ich mittags einen Anruf von einem Callcenter für eine Umfrage. Die Frage war, wie zufrieden ich sei mit meiner Krankenkasse. Ich hätte natürlich Heulen und Jammern können, aber ich habe geantwortet: „Gute Frau, ich würde Ihre Umfrageergebnisse bestimmt verzerren. Ich habe 20 Jahre in der Dritten Welt gelebt in der es all die Angebote und Hilfen, die wir hier bekommen können, nicht gibt. Sie wollen meine Beurteilung nicht wirklich hören!“ Die Dame bedankte und verabschiedete sich höflich und legte auf.

Natürlich können wir über die Krankenkassen jaulen und heulen ... und über die Regierung ... den Umweltschutz ... den fehlenden Umweltschutz ... den Arbeitgeber ... den Ehepartner ... den Busfahrplan ... oder 1000 andere Gründe. Aber was hilfts? Oft ist unser menschliches Geheul und Gejaule nur eine schlechte Angewohnheit, weil wir es nie gelernt haben, Gutes, Erbauliches und Frohmachendes auszusprechen. Man schämt sich oder will nicht anders klingen, als die Menschen um einen herum. Darum „gefällt“ uns der stechende Kaktus besser als die bunte Farbenpracht eines Blumenbeetes.

Gottes Wort fordert uns vielfach auf, unseren Kaktussitz zu verlassen:

 Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts
Rechenschaft geben müssen 
von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben.
(Matthäus 12:36):

Redet nicht schlecht voneinander,
(Epheser 4:29a)

Nicht das, was zum Mund hineinkommt, 
verunreinigt den Menschen,
sondern was aus dem Mund herauskommt, 
das verunreinigt den Menschen.
(Matthäus 15:11)

Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit.
So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern;
sie befleckt den ganzen Leib 
und steckt den Umkreis des Lebens in Brand
und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt.
(Jakobus 3:6)

Beginnen wir heute, eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Das braucht Zeit, Geduld, Aufstehen, nachdem wir gefallen sind und den Willen, so lange dran zu bleiben, bis sich Spurrillen gebildet haben. Aber es lohnt sich. Verlass den Kaktus des Heulens und Jaulens und lass Dich nieder, wo’s wohl tut.

Morgen treffen wir uns, um das gemeinsam einzuüben. Ein ausführlicher Teil unseres Gottesdienstes dient dazu, Jesus mit Lob- und Dankliedern und guter Musik anzubeten. Wir laden jeden ein, dies mit uns zu tun:

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr 
(parallel Kindergottesdienst)

Freitag, 16. November 2018

Samstag, 17. November ab 14:30 Uhr @ CCFG


Noch mehr Ruhe

Vor einer knappen Woche ging es um Ruhen in Gott. So gut tut die Einladung Jesu an Seine Nachfolger in Matthäus 11:28:

„Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. 
Ich will euch Ruhe geben!“ 

Diese Ruhe, die Jesus hier verspricht ist ein „Auftanken“ in seiner Gegenwart … um dann wieder hinauszugehen, um für Ihn zu leben. Es wäre eine falsche und fleischliche Ruhe, wenn wir Christen uns auf unserem unverdienten Heil ausruhen würden. Es wäre Sünde, wenn wir uns – wie Israel zur Zeit des Amos – einfach eine uns nicht zustehende Ruhe anmaßen würden und uns nicht kümmern würden um die „Wunde Josefs“, um die Menschen, die ohne Hoffnung auf dem Weg in die Irre gehen. Sich „zu Kümmern“ strengt an und kostet Kraft. Die erhalten wir täglich neu in der Gegenwart Jesu. 

Aber der Hebräerbrief spricht zusätzlich von einer zukünftigen Ruhe für alle Gotteskinder: Es gibt noch eine besondere Ruhe für das Volk Gottes (4:9). Diese Ruhe beginnt, wenn wir Ihn sehen werden, wie Er ist, wenn wir bei Ihm ausruhen, von Ewigkeit zu Ewigkeit. 

Bis dahin aber sind wir alle miteinander aufgerufen, unermüdlich (wie Jesus es vormachte) für Ihn zu leben, Werktag wie Sonntag, zu Hause wie am Arbeitsplatz, zur passenden Zeit und zur unpassenden Zeit. Leben für Jesus ist unsere Berufung, 24/7 – 365 Tage im Jahr. 

Gott erwartet natürlich nicht, dass irgendjemand für Ihn einen Burn-out kriegt. Gott lässt uns in einer Welt leben, die uns beansprucht und die auch Ruhezeiten von uns einfordert. Ruhezeiten sind richtig, wichtig und Gott-gewollt. Israel’s Problem war: Sie nahmen sich Ruhe, die ihnen nicht zustand, denn sie wurden so ruhig und gelassen, dass sie der „Schaden Josefs", der Zusammenbruch des Volkes, der Untergang einer Nation, die Vernachlässigung ihres Auftrags – nicht weiter kümmerte. Ihre Ruhe war eine Pause von Gott – eine geistliche Auszeit – obwohl sie opferten, die Harfe spielten und wie David Lieder dichteten. 

Im NT finden wir den Hinweis Jesu, dass es auf Gottes Erntefeldern nur wenige Arbeiter gibt. Auch Paulus ruft händeringend: Wie sollen die Menschen, die gerettet werden könnten, gerettet werden, wenn niemand zu ihnen geht.  Lange vorher ließ Jeremia die Menschen verzweifelt ausrufen: „Die Ernte ist vorüber, der Sommer ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet!« 

Jesus lädt uns ein, bei Ihm zu ruhen. Das ist ist die göttliche Ruhe. Aber dann sendet Er uns auch wieder hinaus, um uns zu kümmern – um den „Schaden Josefs“, den Zusammenbruch der Nation, den Untergang der unerreichten Menschen, für die Jesus gestorben ist 

Immer wieder, ja, täglich dürfen wir zu Jesus zurückkehren und bei Ihm ausruhen. Aber was unseren Lebensauftrag angeht, da dürfen wir nicht ruhen.  Da müssen wir mit der Einstellung leben, die ein Konferenzredner einmal beschrieb:  „Ausruhen können wir uns im Himmel.“ 

Und er hat Recht. Hebr 4:9 verspricht uns das:
 
„Es gibt also noch eine besondere Ruhe für das Volk Gottes, 
die noch in der Zukunft liegt.“ 
 
„Ausruhen können wir uns im Himmel.

Donnerstag, 15. November 2018

Ich habe nie einen Berg versetzt!


Wahrlich, ich sage euch:
Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn,
so würdet ihr zu diesem Berg sprechen:
Hebe dich weg von hier dorthin!, und er würde sich hinwegheben;
und nichts würde euch unmöglich sein.
(Matthäus 17:20)

Wie würde ich mir diesen Glauben wünschen! Ich denke nicht, dass ich ihn an Bergen verschwenden würde. Aber ich hätte so ungefähr 1658+ andere Projekte. Dieser Tage fand ich das Gebet eines unbekannten Autors, der wohl ähnlich dachte und empfand. (Es ist als Reim geschrieben der leider in der Übersetzung verloren geht.) 

Herr, ich habe nie einen Berg versetzt und ich gehe davon aus, dass ich das auch niemals tun werde. Die Gesamtsumme meines Glaubens würde nicht mal für die Versetzung eines Ameisenhügels reichen. Aber Herr, ich möchte Dir sagen, dass ich dankbar dafür bin, dich kennen zu dürfen und für all das Berge-versetzen, das du während meines ganzen Lebens für mich getan hast.

Wenn ich Hilfe brauchte, hast du mich aus den Tiefen der Verzweiflung gezogen. Wenn Lasten, Schmerz und Sorgen über meine Kräfte hinausgingen, warst du immer meine Zuversicht, dass die rauhen Wellen meines Lebens sich wieder glätteten. Und so wurden die kleinen Berge versetzt, die mir so riesig erschienen.

So oft, wenn ich Probleme hatte und Rechnungen, die bezahlt werden mussten, wenn Sorgen und Kummer sich tagtäglich auftürmten – Herr, ich weiß nicht mal, wie du das hingekriegt hast. Ich kann nicht erklären, wohin oder warum. Alles, was ich weiß ist: ich habe gesehen, wie sich diese Berge in versteckte Segnungen verwandelt haben.

Nein, ich habe nie einen Berg versetzt, denn mein Glaube ist zu klein.

Dennoch danke ich dir, Herr des Himmels, dass du mein Rufen immer gehört hast.
Und so lange es Berge in meinem Leben geben wird, wirst du, der Berge-versetzende Jesus, immer meine Stärke – und immer in meiner Nähe sein!

Mittwoch, 14. November 2018

Die Kosten tragen – die Ernte einbringen!

Mich faszinieren Menschen, deren Einsatz scheinbar sinnlos war. Menschen, die Kosten getragen haben, die kaum eine Ernte verheißen konnten – und eine überreiche Ernte eingebracht haben für das Reich Gottes. Einer davon war R.J. Thomas.

R.J. Thomas wurde 1839 in Wales geboren und von Gott als Missionar nach China gerufen. Mit seiner jungen Frau, Caroline Godfrey, reiste er am 20. Juli 1863 an Bord der „Polemaise“ von England Richtung Shanghai / China, wo sie ca 5 Monate später ankamen.

Thomas erwies sich als erstaunlicher Sprachschüler und beherrschte die chinesische Sprache nach nur 4 Monaten bereits außergewöhnlich gut. Dann allerdings geschah etwas, das seinem Leben eine ganz neue Richtung geben sollte. Eine Fehlgeburt seiner Frau im 4. Monat der Schwangerschaft forderte nicht nur den Tod des Babys sondern am 24. März 1864 auch den der Mutter. Thomas’ Trauer war so intensive, dass sie ihn an den Rand krankhafter Niedergeschlagenheit trieb und er ernsthaft einen Ortswechsel anstrebte.

Es war in dieser Zeit, dass Gottes Geist ihm die Arbeit in Korea aufs Herz legte. 1865 fuhr er als zweiter protestantischer Missionar überhaupt zum ersten Mal nach Korea. Bereits während diesem kurzen Aufenthalt von nur zweieinhalb Monaten versuchte er, so viel Koreanisch zu lernen wie möglich und verteilte chinesische Schriften unter der Bevölkerung.

Im Jahr darauf war es ihm erneut möglich, auf einem Schiff, der „General Sherman“, mit nach Korea zu reisen. Ab hier unterscheiden sich die Berichte in einzelnen Details. Sicher ist, dass das Schiff der koreanischen Bevölkerung nicht willkommen war. Die Besatzung musste in Landnähe ihr bedrohtes Schiff verlassen. Auch R.J. Thomas versuchte sich an Land zu retten, watete durch das Wasser, seine Bibel in der Hand. Als seine Angreifer kamen, rief er ihnen zu: „Jesus! Jesus!“ und bot ihnen seine Bibel an. Dann wurde er ermordet.

Es heißt, dass einer der Mörder die Bibel nahm, und seinen Wohnraum damit tapezierte, da er selbst nicht lesen konnte.  Umso erstaunter war er, dass viele Gelehrte zu seinem Haus kamen, um die interessante Tapete zu studieren. Einer dieser Gelehrten wurde Christ, nachdem er das Evangelium gelesen hatte. Eine Generation später war der Neffe dieses Gelehrten an der Übersetzung des Neuen Testamentes in die koreanische Sprache beteiligt.

R.J. Thomas – hat sich sein kurzes Leben gelohnt? Es bestand aus Vorbereitung zum Missionsdienst, Sprachen lernen, Tod seiner Frau und seines Kindes und einem frühen, gewaltsamen Tod, bevor er überhaupt richtig beginnen konnte. War es das wert?

Kein Leben, um Jesu Willen gegeben, keine Haft, kein Leid um Jesu Willen ist umsonst. Kein Gebet, keine Spende, keine Anstrengung ist zu viel, kein Weg ist zu weit und kein Leben zu kurz – wenn es für Jesus ist. Und vor allem ist kein Opfer zu groß, das für Ihn auf den Altar gelegt wird.

Der Einfluß von R.J. Thomas war größer und weitreichender nach seinem Tod als vorher. Nur 15 Jahre nach seiner Ermordung wurde Pyongyang, die Hauptstadt des heutigen Nordkoreas, mit 100 christlichen Gemeinden zum “Jerusalem des Ostens".

Lasst uns die Kosten der Nachfolge tragen und die Ernte für Jesus einbringen. Lasst uns jetzt so leben, dass die Frucht auch dann noch wachsen kann, wenn wir bereits nicht mehr hier sind.

Eine Möglichkeit dazu besteht heute Abend an unserem Jüngerschaftsabend. Komm und lerne mit uns, was Gott uns durch den Propheten Hesekiel zu sagen hat. Jüngerschaftsabende haben zum Ziel, uns zuzurüsten zum Dienst für Jesus. 

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 13. November 2018

Gebet im Hebräerbrief


Im Hebräerbrief gibt es viele verschiedene Verse über Gebet, die uns Mut machen und erfreuen können. In diese Gruppe gehört Hebräer 13:15: „Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen!“ Lob an Gott wird bezeichnet als Opfer, als etwas, das kostet, das dafür aber auch etwas ganz besonderes ist. Oder Hebräer 4:15+16: Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!  Herrliche Verse, die uns Denjenigen beschreiben, zu dem wir unsere Gebete bringen und die uns zu freimütigem (mutigem) Gebet auffordern.

Aber wir wollen uns einen anderen, einen schwierigeren Vers für heute aussuchen. In Hebräer 5:7+8 heißt es über Jesus:

Dieser hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten
als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem dargebracht,
der ihn aus dem Tod erretten konnte, und ist auch erhört worden
um seiner Gottesfurcht willen. Und obwohl er Sohn war,
hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt.

Jesus kam, um zu sterben; um Sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Machte es Jesus Spaß, zu sterben? Nein! War es Ihm egal, zu sterben? Nein! War Ihm angst und bange davor, alleine zu sterben – verlassen von Seinem himmlischen Vater und von Menschen? Ja!
Wurde Jesus versucht? Ja! Wurde Er versucht, den Kreuzestod zu umgehen? Ja! Wie verhielt Er sich? Was machte er in dieser Situation? In dieser größten und gefährlichsten Versuchung, durch die je ein Mensch gegangen ist? Er zog sich zurück – mit drei Seiner Jünger in Seiner Nähe. Leider waren sie keine große Hilfe. Dann schrie und rief er laut Seine Bitten hinauf zum Himmel. Sein Gesicht nass von Tränen, Schweiß und Blut. DAS war Gebetskampf! Und Er wurde erhört! Wie jetzt? Aber Er ist doch gestorben. Er kam doch nicht um das Kreuz herum. Wie wurde Er denn da erhört? In Matthäus 26:39 lesen wir die Antwort. Jesus betet in diesem Gebetskampf in Gethsemane:

Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber;
doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!

Jesus fordert nicht, dass Er den stellvertretenden Tod, für den Er gekommen war, nicht sterben muss. Er betet vielmehr, dass „wenn-es-möglich-ist“ dieser (Todes)kelch an Ihm vorübergehen möge. Als Sohn Gottes, in die Begrenzungen der Menschlichkeit gekleidet, appelliert Er an Seinen Vater im Himmel, die Möglichkeiten zu überprüfen, ob es nicht doch einen anderen Weg gibt. Im selben Atemzug ordnet Er sich dem Willen Seines Vaters unter und gelobt Gehorsam.

Und wo sehen wir hier die Erhörung Seines Schreiens? Die Antwort gibt uns Hebräer 5:8:

Und obwohl er Sohn war,
hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt.

Jesus bat, dass der Wille des Vaters geschehen möge. Der geschah! Jesus wurde in diesem Gebetskampf von einem Engel, den der Vater vom Himmel sandte, gestärkt. Jesus besiegte die Versuchung zum Ungehorsam und durch Sein Gebet und Seine Unterordnung wurde Sein stets gehorsam Herz zu einem im Kampf erprobten und bewährten gehorsamen Herz.

Von Jesu Gebetskampf dürfen wir lernen:
  1. Auch für Jesus bedeutete Gebet Kampf!
  2. Sein Gebetskampf war emotional und heftig!
  3. In der Unterordnung im Gebet unter den Willen Seines Vaters lernte Jesus Gehorsam und wurde erhört!
Auch im Gebet ist uns der Sohn Gottes ein leuchtendes Vorbild!

Montag, 12. November 2018

Das Blut Deines Bruders ruft

Ein klein wenig länger ist der heutige Eintrag. Aber absolut jede Minute Lesezeit wert. Vor ein paar Wochen las ich erneut den Artikel: „Amy Carmichaels Traum“. Amy Carmichael wurde 1867 geboren. Bereits als Jugendliche war sie missionarisch aktiv und gründete eine Gemeinde mit 500 Mitgliedern aus der Unterschicht in Belfast. Später wirkte sie in Indien unter Waisenkindern, die in den Hindutempeln als Sexsklaven dienten. 55 Jahre Missionsarbeit – ohne Rückkehr in die Heimat – im Dienst an denen die als 'nicht liebenswert' angesehen wurden. Amy hatte einen Traum, den sie aufschrieb. Dies ist ihr Traum:

Die Tom-Toms (Trommeln) schlugen die ganze Nacht und die Finsternis umschlang mich, als wäre sie greifbar und lebendig. Schlafen konnte ich nicht und lag wach und sah:

Ich stand auf einem grasigen Flecken und zu meinen Füßen brach ein Abgrund ab in schier unendliche Tiefen. Ich schaute, konnte aber keinen Grund sehen, nur Formen, wie Wolken, schwarz und wütend verschlungen, große mit Schatten verhüllte Höhlen und unermessliche Tiefen. Ich wich zurück, schwindelig durch die Tiefe.

Dann sah ich Formen von Menschen, die einzeln auf dem Gras liefen. Sie bewegten sich auf den Abgrund zu. Da war eine Frau mit einem Baby auf dem Arm und einem anderen Kind, das sich an ihrem Kleid festhielt. Sie war unmittelbar vor dem Abgrund. Dann sah ich, dass sie blind war. Sie hob ihren Fuß zum nächsten Schritt … er trat ins Leere. Sie war fort und die Kinder mit ihr. Oh, der Schrei, als sie fielen!

Ich sah weitere Menschenströme aus allen Richtungen. Alle waren blind, stockblind! Alle steuerten direkt auf den Rand des Abgrundes zu. Schrilles Aufschreien, als sie merkten, wie sie plötzlich fielen. Arme, hilflos in die Luft geworfen, um sich im leeren Raum an irgendetwas festzuklammern. Aber einige gingen leise, und fielen ohne einen Laut.

Ich fragte mich, mit qualvoller Verwunderung, warum sie niemand am Rand des Abgrundes aufhielt. Ich selbst konnte es nicht. Ich war auf den Boden festgeklebt, und konnte nur rufen. Aber obwohl ich mit aller Anstrengung versuchte, kam nicht mehr als ein Flüstern.

Dann sah ich, dass entlang der Abgrundkante in Abständen Wachen aufgestellt waren. Aber die Abstände waren zu groß! Es gab große, unbewachte Lücken. Durch diese Spalten fielen die Menschen in ihrer Blindheit; völlig ungewarnt. Und das grüne Gras schien mir blut-rot zu sein, und die Kluft gähnte wie der Mund der Hölle. 

Dann sah ich etwas, wie ein kleines Bild des Friedens: eine Gruppe von Menschen saßen unter Bäumen mit dem Rücken zum Abgrund. Sie stellten Gänseblümchenketten her. Manchmal, wenn ein herzzerreißender Schrei die Stille durchbrach, fühlten sie sich gestört, und sie empfanden das als einen ziemlich vulgären Lärm. Wenn dann einer von ihnen aufsprang und gehen wollte, um etwas zu unternehmen – um zu helfen – dann zogen all die anderen den einen wieder runter.  "Was regst  du dich so auf? Warte, bis du einen klaren Ruf erhältst. Du bist mit deiner Gänseblümchenkette noch gar nicht fertig. Es wäre sehr selbstsüchtig von dir, jetzt loszugehen und uns hier deine Arbeit machen zu lassen.“ 

Da war noch eine andere Gruppe. Es waren Menschen, deren großer Wunsch es war, mehr Wächter auszusenden. Aber sie stellten fest, dass nur sehr wenige bereit waren, zu gehen, und manchmal gab es kilometerweit keine Wachen vor dem Abgrund.

An einer Stelle stand ein Mädchen allein auf ihrem Platz und winkte die Leute zurück, aber ihre Mutter und andere Freunde riefen und erinnerten sie, dass es Zeit war, den Dienst in der Heimat zu beginnen und dass sie die Regeln nicht brechen dürfe. Und weil sie müde war und eine Veränderung brauchte, ging sie und ruhte sich für eine Weile aus, aber niemand wurde geschickt, um ihre Lücke zu schließen und unaufhörlich fielen die Menschen – wie ein Wasserfall aus lauter Seelen.

Ein Kind klammerte sich an einen Grasbüschel, der am Rand des Abgrundes wuchs. Krampfhaft hielt es sich fest und rief – aber niemand schien zu hören. Dann gaben die Wurzeln des Grases nach. Mit einem Schrei  stürzte das Kind hinab, während seine kleinen Hände den Grasbüschel fest umklammert hielten. 
Und das Mädchen, das sich danach sehnte, wieder ihren Platz in der Lücke einzunehmen, meinte den Kleinen weinen zu hören. Sie sprang auf und wollte gehen, aber die anderen kritisierten sie und erinnerten, dass niemand gebraucht wird. Sie wüssten, dass sich schon jemand gut um ihre Lücke kümmern würde. Und dann sangen sie ein Lied.
Durch das Lied hindurch erklang ein anderer Ton, wie der Schmerz einer Million gebrochener Herzen, ausgewrungen in einem einzigen vollen Tropfen, ein einziges Schluchzen. Und ein Schrecken großer Finsternis war auf mir, denn ich wusste, was es war: Der Schrei des Blutes!

Dann donnerte eine Stimme, die Stimme des Herrn. "Und er sagte: ‚Was hast du getan, denn die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde.’"

Die Tom-Toms schlugen noch immer schwer, die Dunkelheit bebte und erzitterte noch immer über mir. Ich hörte die Schreie der Teufel-Tänzer und seltsame, wilde Schreie der vom Teufel Besessenen, gerade vor der Türe.

Nach alledem, was soll’s? So ist es viele Jahre gewesen, so wird es noch Jahre weitergehen. Warum machen wir soviel Aufhebens davon?

„Gott, vergib uns! Gott rüttle uns wach! Beschäme uns aus unserer Gleichgültigkeit heraus! Beschäme uns aus unserer Sünde heraus!“ 
(Englische Originalversion: hier;   Eigenübersetzung)

Sonntag, 11. November 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Apostelgeschichte 14:1-28

1 Es geschah aber in Ikonion, dass sie wieder in die Synagoge der Juden gingen und so predigten, dass eine große Menge Juden und Griechen gläubig wurde.
2 Die Juden aber, die ungläubig blieben, stifteten Unruhe und hetzten die Heiden auf gegen die Brüder.
3 Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände.
4 Die Menge in der Stadt aber spaltete sich; die einen hielten's mit den Juden und die andern mit den Aposteln.
5 Als sich aber ein Sturm erhob bei den Heiden und Juden und ihren Oberen und sie sie misshandeln und mit Steinen nach ihnen werfen wollten,
6 merkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, nach Lystra und Derbe, und in deren Umgebung
7 und predigten dort das Evangelium.
8 Und es war ein Mann in Lystra, der saß da ohne Kraft in den Füßen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können.  
9 Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, dass er glaubte, ihm könne geholfen werden,
10 sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.
11 Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgestiegen.
12 Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte.
13 Und der Priester vom Tempel des Zeus vor der Stadt brachte Stiere und Kränze an die Stadttore und wollte mit dem Volk opfern.
14 Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien:
15 Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen nichtigen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.
16 Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen;
17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. –
18 Und obwohl sie das sagten, konnten sie kaum das Volk davon abbringen, ihnen zu opfern.
19 Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus und meinten, er wäre gestorben.
20 Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe;
Die Rückkehr nach Antiochia in Syrien
21 und sie predigten dieser Stadt das Evangelium und unterwiesen viele. Dann kehrten sie zurück nach Lystra und Ikonion und Antiochia,
22 stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu bleiben, und sagten: Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen.
23 Und sie setzten in jeder Gemeinde Älteste ein, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie nun glaubten.
24 Und sie zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien
25 und sagten das Wort in Perge und zogen hinab nach Attalia.
26 Und von da fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren zu dem Werk, das sie nun ausgerichtet hatten.
27 Als sie aber dort ankamen, versammelten sie die Gemeinde und verkündeten, wie viel Gott durch sie getan und wie er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan hätte.
28 Sie blieben aber dort eine nicht geringe Zeit bei den Jüngern.

CCFG 
Lobpreis - Gottes Wort!

Gemeinschaft - Gebet!
Anschließend gemeinsames Mittagessen!
 

Beginn: 10:30 Uhr 

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
 
Herzlich Willkommen!
Sonntagszitat:

"Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: 
Unermüdliche Ausdauer (= Dranbleiben) und die Bereitschaft, 
etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, 
wieder wegzuwerfen." 
(Albert Einstein)

"Und ihr werdet von jedermann gehasst sein 
um meines Namens willen. 
Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden."
(Matthäus 10:22)