Wer sein Ohr vor dem Schrei des Schwachen verschließt, / bekommt auch keine Antwort, wenn er einmal ruft. (Sprüche 21:10)
CCFG Bibelstunde: Mittwoch - Anbetung, Gebet, Gottes Wort, Gemeinschaft - Beginn: 19:30 Uhr

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Gedanken zum 2. Advent

Seit Sonntag sind es zwei Kerzen, die die Altäre in Kirchen und die Adventkränze in den Häusern zieren. Mehr Licht, als noch vor einer Woche. Wir erinnern uns, dass es nicht mehr lange ist, bis wir uns an Weihnachten an das erste Kommen Jesu erinnern – und an Sein Versprechen, ein zweites Mal zu kommen … und an die vielen Hinweise darauf. Diese Zeichen, die (kurz) vor Seinem zweiten Kommen auftreten werden, hat Er uns beschrieben. Leider ignorieren zu viele Menschen leichtfertig diese Zeichen. Zeichen aber hat Gott uns gegeben, damit wir darauf achten und entsprechend reagieren – so, wie es die Morgan Seezigeuner taten, von denen David Sargent berichtet: 

Am 26. Dezember 2004 erlebte die Welt mit Horror die Tsunami Katastrophe in Südost-Asien. Ein Erdbeben unter dem Indischen Ozean rief eine riesige, bis zu 30 Meter hohe Flutwelle hervor, die dann über das Land in der gesamten Region hereinbrach. Der Tsunami brachte die Zerstörung bis an die 7500 km entfernte Ostküste Afrikas. Über eine Viertelmillion Menschen kamen in den wütenden Wassern und der anschließenden Verwüstung ums Leben. Ganze Inselbevölkerungen und Küstenorte wurden ausgelöscht, in manchen Fällen alle Männer, Frauen und Kinder.  

Gemäß dem AP Nachrichtendienst gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: das kleine Fischervolk der Morgan Seezigeuner. Sie verbringen einen guten Teil des Jahres auf ihren Fischerbooten und fischen zwischen Indien, Indonesien und Thailand. Jedes Jahr im Dezember, zwischen den Fangzeiten, leben sie in kleinen Strohhütten am Strand von Thailand. In jenem Dezember lebten sie direkt in der Bahn der Tsunami - Katastrophe. Doch jedes einzelne Mitglied des Stammes überlebt, während die meisten ihrer Nachbarn in den tobenden Wasser verschwanden.  

Warum? Der Stammesführer erklärt: "Seit Generationen haben uns unsere Väter gewarnt und gesagt: Wenn das Wasser plötzlich schnell zurückgeht, wird es auch schnell und in gleicher Menge zurückkehren."  

Am 26. Dezember, als das Meer plötzlich abfloss, liefen viele der Nachbarn mit Körben zum Strand um gestrandeten Fisch aufzulesen. Nicht so die Morgan Seezigeuner. Der Chef befahl seinem Stamm, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, nämlich in die Berge und damit in Sicherheit. Als der Tsunami kam, blieb der gesamte Stamm verschont.  

Es gibt einen weiteren Fall von außergewöhnlicher ja, globaler Proportion, der zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt auftreten wird: die Rückkehr Jesu!  

Niemand, nur der Himmel allein weiß genau, wann Jesus zurückkehren wird. Unerwartet wird dieser "Tag des Herrn" sein wie ein "Dieb in der Nacht". Dieser Advent könnte jeden Augenblick kommen! Der Schlüssel ist, bereit zu sein!  

Wenn Jesus kommt, wird Er die Welt in Gerechtigkeit richten (Apostelgeschichte 17:31). Diejenigen, die Jesu Angebot des Heils angenommen haben, werden in den Himmel aufgenommen. Wer Jesus und Sein Angebot abgelehnt hat, wird ins ewige Feuer gehen, das für Satan und seine Engel vorbereitet wurde. So erklärt es die Bibel!  

Jesu zweiter Advent sein zweites Kommen wird kommen, aber wir können darauf vorbereitet sein. Jesus wird alle retten, die an Ihn glauben (Apostelgeschichte 16:30-31) alle, die sich von ihren Sünden abwenden (Apostelgeschichte 17:30-31), Ihn als ihren Herrn bekennen und Ihm nachfolgen. Für jeden, der bereit ist für Jesu zweiten Advent, müssen die Zeichen der Zeit nicht erschreckend sein, sondern eher ein herrlicher Klang, dass Jesus bald kommt. Bist du bereit?

Dienstag, 10. Dezember 2019

Müde?

Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der Herr, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich! (Jesaja 40:28)

Ach, Herr, HERR! Siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, kein Ding ist dir unmöglich; (Jeremia 32:17) 
 
Welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege!  (Römer 11:33) 
 
Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. (Jesaja 40:29) 
 
Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (2 Korinther 12:9) 
 
Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen;  (Jesaja 40:30)
Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! (Psalm 119:9) 
 
Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40:31) 
 
der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. (Psalm 103:5) Jene krümmen sich und fallen, wir aber stehen und bleiben aufrecht. (Psalm 20:9)

Montag, 9. Dezember 2019

Reinhard Bonnke (*19.4.1940 - † 7.12.2019)

Billy Graham nannten sie „das Maschinengewehr Gottes“. Reinhard Bonnke wurde „der Mähdrescher Gottes“ genannt. Vorgestern, am 7. Dezember 2019 starb der 79jährige friedlich im Kreis seiner Familie. Er hinterlässt eine Frau und drei erwachsene Kinder. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt, aber vor weniger als 4 Wochen wurde Bonnke am Oberschenkel operiert und musste erst wieder langsam das Gehen lernen.

Bereits im Alter von 9 Jahren war es ihm klar, dass er einmal in Afrika als Evangelist tätig sein würde. Sein Weg dorthin führte zunächst über ein Pastorat innerhalb des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Flensburg. Nach siebenjähriger Tätigkeit begann er eine Missionsarbeit in Afrika. 1974 gründete er das Missionswerk „Christ for all Nations“ / CfaN), mit Büros in mittlerweile über 10 Ländern auf allen Kontinenten.

Der Mähdrescher Gottes“ – was hat es mit diesem Begriff auf sich? „Afrika soll gerettet werden!“ – so verstand Bonnke Gottes Stimme und sah im Geist einen „durch Jesu Blut reingewaschenen afrikanischen Kontinent“. Sein Wunsch und Lebensziel lautete u.a.: "Das Evangelium muss verkündet werden. Das ist der Missionsauftrag." Um diesen Auftrag zu erfüllen hat Bonnke unermüdlich (vornehmlich) in Afrika evangelisiert. Sein Nachfolger im Missionswerk, Daniel Kolenda, schreibt, dass es nicht übertrieben sei, zu behaupten, dass durch seine Arbeit Afrika nachhaltig verändert wurde. Bonnke predigte in fast allen Ländern des Kontinents und sprach zu Millionen und Abermillionen Menschen. 79 Millionen „Entscheidungskarten für Jesus“ wurden über die 6 Jahrzehnte seiner Arbeit gezählt. Für die Kritiker: Wenn auch nur eine aus 1000(!) ernst gemeint und beständig war, waren es immer noch 79.000 gerettete Seelen!!!


Über 40 Bücher mit einer Gesamtauflage von fast 200.000.000 Exemplaren kamen aus Bonnkes Feder, darunter auch das in Deutschland verbreitete (und leider kritisierte) evangelistische Büchlein „Vom Minus zum Plus“.

Pastor Johannes Justus, Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden beschreibt Bonnke als einen Mann, der „sich nicht geschont habe, damit Menschen Jesus Christus kennenlernen konnten. Für ‚Tausende von Leitern’ weltweit sei er ein Vorbild gewesen.

Immer wieder schmerzt es mich, wenn über Menschen im Dienst Gottes hergezogen wird. Auch Bonnke kannte das Leben in der Spannung zwischen göttlichem Auftrag und öffentlichen Angriffen. Wenn ein säkularer Internetdienst ihn als „angeblichen Wunderheiler,“ „dubiosen Evangelisten“ oder „umstritten Evangelisten-Prediger“ bezeichnet und ihn für blutige Aufstände in Afrika verantwortlicht macht, ist das verzeihbar. So hätte man übrigens auch den Dienst des Paulus beschreiben können, denn seine Missionsreisen ließen – neben Gemeinden –  Spuren von Verfolgung und Aufständen zurück.

Wenn aber Christen gegen Christen schießen, nur weil diese in einigen theologischen Fragen anders denken, ihre Evangelisationsmethoden sich unterscheiden, oder weil sie mehr für Jesus bewirken im Reich Gottes als ihre Kritiker, dann ist das traurig und verwerflich. Selbsternannte „Wächter“ und „Kritiker im Dienst des Herrn“ werden sich einmal vor dem Herrn verantworten müssen für das Unheil, das sie angerichtet haben.

In alledem verweigerte sich Bonnke nicht der Kritik und Ratschlägen, unterschied aber zwischen „profanem und geistlichem Feuer (der Kritik)“. Und sicherlich tat er gut daran!

Ein Freund und Mitarbeiter schreibt über ihn: „Diejenigen, die ihn außerhalb der Bühne kannten, können seine persönliche Integrität, seine echte Freundlichkeit und seine überfließende Liebe zum Herrn bezeugen. Sein Dienst wurde inspiriert und unterstützt durch sein reiches Gebetsleben, sein tiefes Verständnis des Wortes Gottes und seine nie aufhörende Vertrautheit mit dem Heiligen Geist.

Mit Reinhard Bonnke verliert Afrika einen Afrika-Liebhaber, einen Afrika-Missionar, einen Beter für Afrika und ein deutsches Herz, das für Jesus und Afrika schlug.

Jetzt darf er, gemeinsam mit Scharen seiner geistlichen Kinder, den anbeten, den er über 60 Jahre lang feurig im Geist verkündigt hat!

Sonntag, 8. Dezember 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat

Predigttext
Richter 9:1-41

Abimelech aber, der Sohn Jerub-Baals, ging hin nach Sichem, zu den Brüdern seiner Mutter, und redete mit ihnen und mit dem ganzen Geschlecht des Vaterhauses seiner Mutter und sprach:
Redet doch vor den Ohren aller Bürger von Sichem: Was ist besser für euch, dass 70 Männer, alle Söhne Jerub-Baals, über euch herrschen, oder dass ein Mann über euch herrscht? Denkt auch daran, dass ich euer Gebein und Fleisch bin!
3Da redeten die Brüder seiner Mutter alle seine Worte vor den Ohren aller Bürger von Sichem. Und ihr Herz neigte sich Abimelech zu, denn sie sagten: Er ist unser Bruder!
4 Und sie gaben ihm 70 Silberlinge aus dem Haus des Baal-Berit. Und Abimelech warb damit nichtsnutzige und leichtfertige Männer an, die ihm nachfolgten.
5 Und er kam in das Haus seines Vaters nach Ophra und tötete seine Brüder, die Söhne Jerub-Baals, 70 Männer auf einem Stein. Jotam aber, der jüngste Sohn Jerub-Baals, blieb übrig; denn er hatte sich versteckt.
6 Und alle Bürger von Sichem und das ganze Haus Millo versammelten sich und gingen hin und machten Abimelech zum König bei der Terebinthe des Denkmals, die in Sichem steht. 
7 Als dies Jotam berichtet wurde, ging er hin und trat auf die Höhe des Berges Garizim; und er erhob seine Stimme, rief und sprach zu ihnen: »Hört mir zu, ihr Bürger von Sichem, so wird Gott auch auf euch hören!
8 Die Bäume gingen hin, um einen König über sich zu salben, und sie sprachen zum Ölbaum: Sei unser König!
9 Aber der Ölbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die Götter und Menschen an mir preisen, und hingehen, um die Bäume zu beschirmen?
10  Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du und sei König über uns!
11 Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit lassen und meine gute Frucht und hingehen, um die Bäume zu beschirmen?
12 Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du und sei unser König!
13 Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der Götter und Menschen erfreut, und hingehen, um die Bäume zu beschirmen?
14 Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch: Komm du und sei König über uns!
15 Und der Dornbusch sprach zu den Bäumen: Wollt ihr mich wirklich zum König über euch salben, so kommt und nehmt Zuflucht unter meinem Schatten! Wenn aber nicht, so soll Feuer ausgehen vom Dornbusch und die Zedern des Libanon verzehren!
16 Wenn ihr nun treu und redlich gehandelt habt damit, dass ihr Abimelech zum König gemacht habt, und wenn ihr Gutes getan habt an Jerub-Baal und an seinem Haus, und ihm getan habt, wie er es verdient hat —
17 er, mein Vater, der für euch gekämpft und seine Seele hingegeben hat, um euch aus der Hand der Midianiter zu erretten;
18 während ihr euch heute gegen das Haus meines Vaters aufgelehnt und seine Söhne ermordet habt, 70 Männer auf einem Stein, und den Abimelech, den Sohn seiner Magd, über die Bürger von Sichem zum König gemacht habt, weil er euer Bruder ist —,
19 wenn ihr also an diesem Tag an Jerub-Baal und an seinem Haus treu und redlich gehandelt habt, so erlebt Freude an Abimelech, und er erlebe Freude an euch!
20 Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Bürger von Sichem und das Haus Millo; und es gehe auch Feuer aus von den Bürgern von Sichem und vom Haus Millo und verzehre den Abimelech!«
21 Danach floh Jotam und entkam, und er ging nach Beer und wohnte dort, aus Furcht vor seinem Bruder Abimelech.
22 Als nun Abimelech drei Jahre lang über Israel geherrscht hatte,
23 da sandte Gott einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger von Sichem; und die Männer von Sichem fielen von Abimelech ab,
24 damit die an den 70 Söhnen Jerub-Baals begangene Gewalttat und ihr Blut über ihren Bruder Abimelech komme, der sie ermordet hatte, und auf ihn gelegt würde, auch über die Bürger von Sichem, die seine Hände gestärkt hatten, sodass er seine Brüder ermordete.
25 Und die Bürger von Sichem bestellten Wegelagerer gegen ihn auf den Gipfeln der Berge, die beraubten alle, die auf der Straße bei ihnen vorüberzogen. Und es wurde dem Abimelech berichtet.
26 Gaal aber, der Sohn Ebeds, und seine Brüder kamen und siedelten nach Sichem über, und die Bürger von Sichem verließen sich auf ihn;
27 und sie zogen hinaus aufs Feld und lasen ihre Weinberge ab und kelterten; und dann feierten sie ein Erntefest und gingen in das Haus ihres Gottes und aßen und tranken und verfluchten den Abimelech.
28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech? Und wer ist Sichem, dass wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals, und Sebul sein Statthalter? Dient den Männern Hemors, des Vaters Sichems! Denn warum sollten wir jenem dienen?
29 Wenn dieses Volk doch unter meiner Hand wäre, so würde ich den Abimelech beseitigen! Und er sagte von Abimelech: Rücke du [nur] mit zahlreicher Mannschaft aus!
30 Als aber Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hörte, entbrannte sein Zorn;
31 und er sandte insgeheim Boten zu Abimelech und ließ ihm sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt gegen dich auf!
32 So mache dich nun auf bei Nacht, du und das Volk, das bei dir ist, und lege dich auf dem Feld in den Hinterhalt.
33 Und am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, mache dich früh auf und überfalle die Stadt; wenn dann er und das Volk, das bei ihm ist, dir entgegenziehen, so verfahre mit ihm, wie es sich für dich ergibt!
34 Da stand Abimelech bei Nacht auf und alles Volk, das bei ihm war, und sie legten einen Hinterhalt gegen Sichem in vier Abteilungen.
35 Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttors. Aber Abimelech samt dem Volk, das mit ihm war, machte sich auf aus dem Hinterhalt.
36 Als nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommen Leute von der Höhe der Berge herab! Sebul aber sprach zu ihm: Du siehst den Schatten der Berge für Leute an!
37 Aber Gaal versicherte nochmals und sprach: Siehe, Leute kommen von der Höhe des Landes herab, und eine Abteilung kommt auf dem Weg von der Terebinthe der Zauberer her!
38 Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, mit dem du sprachst: Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen sollten? Ist nicht dies das Volk, das du verachtet hast? Zieh nun aus und kämpfe mit ihm!
39 Und Gaal zog aus vor den Bürgern von Sichem und kämpfte mit Abimelech.
40 Aber Abimelech jagte ihn, sodass er vor ihm floh, und es fiel eine Menge Erschlagener bis an den Eingang des Stadttores.
41 Und Abimelech verblieb in Aruma; Sebul aber vertrieb den Gaal und seine Brüder, sodass sie nicht in Sichem verbleiben konnten.

CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft!
parallel Kindergottesdienst!
Gemeinsames Mittagessen!

Beginn: 10:30 Uhr
Herzlich Willkommen!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum
Sonntagszitat:

Manche Christen säen täglich Fleisch aus 
und wundern sich, 
warum sie keine Heiligkeit ernten. 
(Joshua Harris)
 
Ich bin der Überzeugung, dass die größten Gefahren,
die dem kommenden Jahrhundert bevorstehen, folgende sind:
eine Religion ohne den Heiligen Geist,
eine Christenheit ohne Christus,
eine Vergebung ohne Buße,
eine Erlösung ohne Wiedergeburt,
eine Politik ohne Gott
und ein Himmel ohne Hölle.
(William Booth)

Samstag, 7. Dezember 2019

Lösungsbeispiel

Gestern ging es um 2 Gefahren. Die erste ist, dass wir uns – nachdem wir Jesu Freunde geworden sind – sofort radikal von allen anderern Freunden abwenden und uns in eine pseudochristliche Festung zurückziehen. Die zweite Gefahr ist das gegenteilige Extrem: Wir machen nach unserer Freundschaftsschließung mit Jesus genauso weiter, wie vorher und unsere Freundschaft mit anderen ist uns wichtiger als unsere Freundschaft mit unserem besten Freund: Jesus. Der Schlüssel ist, unsere Freundschaften nicht radikal aufzukündigen, sondern Jesus radikal in unseren Freundeskreis mitzunehmen. Das wird einige dazu ermutigen, gemeinsam mit uns Jesus nachzufolgen, während andere sich von uns abwenden werden.

Wie kann so etwas im Alltag aussehen? Nun, es kostet Mut. Wer sich aber für diesen Schlüsselweg entschieden hat, gewinnt. 

Es ist einige Monate her, dass mir ein Freunde erzählte, wie er diesen Schlüsselweg gegangen ist – und gewonnen hat. 

Er erhielt den Einberufungsbescheid zur Bundeswehr. Einige Zeit verging und der Tag kam. Es war in den ersten Tagen als alle neuen Soldaten zusammengerufen wurden, um sich kennenzulernen und sich einander vorzustellen. Jeder erzählte, wo er herkam, was er bisher gemacht hatte und was sonst er immer noch erzählen wollte. Bald würde mein Freund etwas erzählen müssen, und er fragte sich, wieviel er von seinem Glauben preisgeben sollte. Sollte er sagen, dass er Christ sei, zu einer Gemeinde gehörte und sich in der Jungschararbeit eingebracht hatte? Er entschloss sich, genau das zu tun. Er nahm Jesus radikal mit und erzählte, dass er zu Jesus gehöre. 

Das hat ihm wahrscheinlich viele Schwierigkeiten, Fehltritte und Kompromisse erspart und andererseits Türen geöffnet, die sonst geschlossen geblieben wären. 

Ein anderer Freund erzählte, wie er auf einem Treffen mit Geschäftspartnern am Mittagstisch saß und auf das Essen wartete. Während alle warteten, zog sein Nebenmann über den christlichen Glauben her und kam auch kaum zur Ruhe, als das Essen auf dem Tisch stand. Höflich unterbrach mein Freund seinen Gesprächspartner mit den Worten (oder ähnlich): „Einen Moment bitte, ich möchte eben meinem Gott fürs Essen danken.“  Anstatt sich zu scheuen oder  „im Herzen“ dankbar zu sein und den Glauben zu verleugnen, brachte er den Redeschwall seines Tischnachbarn mit einem Mal zu Ende. (Ich möchte dessen Gesicht gesehen haben!) Mein Freund nahm Jesus radikal mit in seine Geschäftstreffen und konnte für Jesus leuchten. 

Ich meine mal (ganz vorsichtig), dass niemand seine alten Freunde aufgeben muss. Wer Jesu Freund geworden ist und Jesus radikal und liebevoll mitnimmt in seinen Alltag, seinen Arbeitsplatz und seine Geschäfte, seine Freundschaften und Beziehungen, der wird einiges erleben. Viele Freunde werden sich von ganz alleine abwenden, weil sie Jesus nicht mögen. Andere werden sich abwenden, weil Jesus nicht alles mitmacht – und wir folglich auch nicht. Andere aber werden sich wundern und ins Fragen kommen. Und wieder andere, versteckte Christen, werden sich durch unser Zeugnis ermutigen lassen, selbst offener als Christen zu leben. 

Möge Der Herr Dir heute den Mut geben, radikal als das zu leben, was Du bist: ein Jünger Jesu!

Freitag, 6. Dezember 2019

2 Gefahren - 1 Lösung

Nicht nur einmal war Jesus zu Zöllnern und Sündern eingeladen. Er aß und trank mit ihnen. Und von den Gesetzeslehrern wurde er dafür hart kritisiert: „Warum ißt und trinkt er mit den Zöllnern und Sündern?“ fragen sie Jesu Jünger in Markus 2:16. Sie selbst würden dieser Personengruppe nicht einmal die Hand schütteln. Levi, der Zöllner, hatte dagegen seine Sünderfreunde zu einem Essen mit Jesus eingeladen.

Die Gesetzeslehrer machten es falsch, sich so abzusondern. – Levi machte es richtig, seine alten Freunde zu einem Essen einzuladen.

Der Bibellehrer Campbell Morgan macht die Einstellung der Pharisäer für den traurigen Zustand der Gemeinde Jesu verantwortlich. Er schreibt:

„Ich glaube, dass einer der seltsamen Gründe für Stillstand und den besorgniserregenden Zustand der christlichen Gemeinde folgender ist: ‚Die christliche Gemeinde distanziert sich von von den Sündern, von Männern und Frauen. Wir bauen unsere Heiligtümer und Schutzräume, stellen unsere Normen und Ansprüche auf und sagen zu denen, die sündigen: „Wenn ihr zu uns kommt, dann helfen wir euch." 

So machten das auch die Gesetzeslehrer. Die schufen ihre heiligen Schutzräume und sagten: "Unsere Türen stehen euch offen. Wer Hilfe braucht, soll kommen und so werden wie wir."
 
Jesus machte das umgekehrt: Er ging zu denen, die Hilfe brauchten. Und diese Menschen reagierten auf Jesu Liebe und Einladung – und folgten ihm. 
 
Das ist natürlich ein zweischneidiges Schwert. Es gibt 2 Gefahren:
  1. Die erste Gefahr ist, dass wir nach unserer Bekehrung alle nichtchristlichen Freundschaften aufgeben, uns in unsere christliche Welt zurückziehen, den Kontakt mit Nichtchristen und Sündern scheuen und in einer christlichen Festung leben. Wir werden weltfremd und die Menschen machen einen Bogen um uns und um Jesus.
  2. Die zweite Gefahr ist, dass wir unsere Freundschaften behalten und pflegen, als wären wir Jesus nie begegnet. Wir gehen mal zum Gottesdienst, beten hier und da, greifen ein paar christliche Aktivitäten auf, geben aber unser altes Leben nicht auf. Uns liegt mehr am Leben in den alten Bahnen als am Leben in der Nachfolge. Steht Nachfolge in Konflikt mit unseren Interessen oder Freunden – verliert der Herr.
Zwei Extreme. Erkennen wir ihre Gefahr? Entweder werden wir Superheilige, weltfremde Einsiedler. Oder wir bleiben Freunde der Welt, auf Kosten der Freundschaft mit Gott. 
 
Extreme sind immer schlecht. Wie bewahren wir uns davor?  Der Zöllner Levi gibt uns die Antwort. Seine Freunde waren allesamt Sünder und Gottlose. Was macht Levi? Er nimmt Jesus mit in diese Freundschaften hinein. Levi brach seine Kontakte nicht radikal ab. Aber er brachte Jesus radikal in diese Kontaktgruppe hinein. Er hatte nicht die Einstellung, Jesus da „langsam hineinzuschleußen“. Er hatte nicht vor, den mysteriösen „rechten Zeitpunkt“ abzuwarten. Er war jetzt Nachfolger Jesu, Jesus war sein Meister. Wo Jesus hinging, da ging er, Levi, hin und das konnte und sollte auch jeder sehen.
 
Hier ist der Schlüssel: Es wäre falsch, alle alten Freundschaften sofort und endgültig abzubrechen. Das tat Levi auch nicht. Es ist richtig, wenn ich bewusst und offen mit Jesus lebe. Alle meine alten Freunde sollen es sehen. Einige werden sich vom Licht der Welt ins Licht ziehen lassen, andere werden das Licht der Welt scheuen und sich in die Dunkelheit zurückziehen.
 
Unsere Aufgabe ist es, für Jesus zu leuchten. Dazu müssen wir in die Dunkelheit gehen. Aber immer mit Jesus und für Jesus!

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Sieben oder Versieben

Ist es Dir auch schon einmal so gegangen, dass Du mit den besten - wirklich - den besten Vorsätzen in den Abend gegangen bist. Du hast Dich gefreut auf das Treffen mit Freunden und einen gemütlichen Abend. Und dann entwickelt sich das Gespräch in eine schlechte Richtung und am Ende des Abends waren alle Deine guten Vorsätze versiebt.

Der griechische Philosoph Sokrates, der im 5. Jahrhundert vor Christus lebte, stand auch in der Gefahr, seine guten Vorsätze zu versieben. Vielleicht kennst Du die folgende Geschichte. Lies sie trotzdem noch einmal. An diese Wahrheiten kann man sich gar nicht oft genug erinnern. In der Geschichte geht es um drei Siebe

Jemand kam aufgeregt zu Sokrates gelaufen. „Sokrates, hör’ dir das an! Das muss ich dir erzählen, wie dein Freund . . . „ „Halt ein!“ unterbrach ihn der Philosoph, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe geschüttet?“ „Welche drei Siebe?“ fragte der andere voll Verwunderung. „Ja, mein Freund, drei Siebe! Lass sehen, ob das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“ „Nein, ich hörte es erzählen, und . . .“ „So, so. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen, wenigstens gut?“ Zögernd erwiderte der andere: „Nein, das nicht gerade, im Gegenteil…“ „Dann“, unterbrach ihn der Weise, „lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt.“ „Na ja, notwendig gerade nicht . . .“ „Also“, lächelte Sokrates, „wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!“

Was diese Anekdote zum Ausdruck bringt, sollte uns Jesusjüngern lange klar sein. Die Bibel warnt uns vor der Gefahr unbedachter Rede, beschreibt die Zerstörungsmacht „ungesiebter“ Worte wie auch den Segen gut gewählter Rede.Die Bibel beschreibt, wie das, was über unsere Lippen geht, den Test der 3 Siebe bestehen kann:

Die Zunge des Gerechten ist erlesenes Silber; das Herz der Gottlosen ist wenig wert. Die Lippen des Gerechten weiden viele, aber die Toren sterben durch Unverstand. (Sprüche 10:20-21)
Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens, ist aber Verkehrtheit an ihr, verwundet sie den Geist. (Sprüche 15:4)
Gerechte Lippen gefallen den Königen wohl, und wer aufrichtig redet, macht sich beliebt. (Sprüche 16:13)
Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor. (Matthäus 12:35)

Lasst uns doch alle den Herrn bitten, uns zu helfen, gemäß Seinem Wort zu reden und zu Schweigen. Wenn wir das tun, wird unsere Rede den 3-Siebe Test bestehen

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Ein Wort ergab das andere …


Nachdem Gideon erfolgreich für Gott unterwegs gewesen war und der Herr Ihm Sieg und Segen geschenkt hatte, kam der unerwartete Angriff. In Richter 8:1-3 lesen wir:

Aber die Männer von Ephraim sprachen zu ihm: Warum hast du uns das angetan, dass du uns nicht gerufen hast, als du gegen die Midianiter in den Kampf gezogen bist? Und sie stritten heftig mit ihm. Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt getan, das eurer Tat gleich wäre? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers? Gott hat die Fürsten der Midianiter, Oreb und Seb, in eure Hand gegeben; wie hätte ich tun können, was ihr getan habt? Als er dies sagte, ließ ihr Zorn von ihm ab.

Ephraim war ein Stamm innerhalb des Volkes Israel. Sie profitierten wie alle anderen von Gideons Sieg. Aber sie suchten nicht das, was Gottes war, sie suchten auch nicht das Wohl des Volkes. Sie suchten ihre eigene Ehre und kritisierten Gideon massiv für seine Vorgehensweise. Aber was tut Gideon denn da? Er verzichtet auf Rechtfertigung oder Diskussionen. Im Gegenteil, mit Sanftmut besänftigt er die stolzen Herzen der Kritiker.

Wir kennen den Begriff: „Ein Wort ergab das andere … Diese Redewendung wird meist benutzt, um zu beschreiben, wie ein Streit begann. Manchmal führt solch ein Streit zu hitzigen Diskussionen und gelegentlich zu einer Straftat. Und wie berechtigt das manchmal scheint:

  •  ein Wort dem anderen folgen zu lassen
  • etwas Falsches richtig zu stellen
  • sich gegen ungerechte Anschuldigungen zu rechtfertigen.
  • Der Dummheit Anderer mit meiner Weisheit zu begegnen
Wie berechtigt es scheint, wenn ich meinen Mund aufmache!

Robert Cook, ehemaliger Präsident des King's College, einer bekannten, evangelikalen Hochschule in New York, erzählt, wie er in den Anfangsjahren seines Dienstes recht scharfe Kritik erhalten hatte. Daraufhin suchte er den Rat eines Freundes – das war der bekannte Harry Ironside. Cook schüttete ihm sein Herz aus und fragte, wie er denn jetzt auf die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen reagieren solle. Ironside antwortete ihm: „Robert, wenn die Kritik an dir berechtigt ist, bessere dein Verhalten! Ist sie unberechtigt, vergiss die Kritik.“

Ein Wort muss nicht das andere ergeben. Gideon gibt uns ein gutes Beispiel. Jesus schwieg, als Er die Diskussion hätte gewinnen können. Salomo schreibt (Sprüche 19:11):

Einsicht macht einen Menschen langsam zum Zorn,
und es ist ihm eine Ehre, Vergehungen zu übersehen.

Jakobus bestätigt diesen Weg, wenn er schreibt (1:19):

 „Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch
schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“

Mögen die Beispiele von Gideon, Jesus, Jakobus und anderen genügen, uns mit Worten der Sanftmut zu „bewaffnen“, nicht ein Wort dem anderen folgen zu lassen, sondern unsere Lippen durch Gottes Geist zur Heilung anderer salben zu lassen!

Dienstag, 3. Dezember 2019

Jesus im Buch des Propheten Joel

Jesus im Buch des Propheten Joel zu finden ist eine andere Nummer, als Ihn in einem der Bücher Mose, in den Psalmen oder im Propheten Jesaja zu finden. Aber wir dürfen Gott um Verständnis bitten. Er wird uns erleuchtete Augen geben, den zu sehen, auf den die Propheten hinweisen. Die deutlichsten Hinweise auf Jesus finden wir in Joel Kapitel 3:1-5*

Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen;
und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen;
und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen;
die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.
Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der Herr beruft.

Der Redende in diesen Versen ist Jahwe, der Gott Israels. Jahwe aber steht im AT oft für die Person des Sohnes in der Dreieinigkeit, also für Jesus. Im Neuen Testament wird das Senden des Heiligen Geistes sowohl dem Vater, wie auch dem Sohn zugeschrieben. Jesus belehrt Seine Jünger in Johannes 15:26 und 16:7:

Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.

In Joel redet Jahwe (Jesus) und verheißt, dass Er den Heiligen Geistes ausgießen wird.

Nach dem Tod und der Auferstehung Jesu nimmt Petrus – jetzt bevollmächtigt durch den Heiligen Geist, den Jesus gesandt hat – Bezug auf die Prophetien in Joel Kapitel 3.  Petrus beschreibt das Pfingstereignis als Beginn der Erfüllung der Joelprophetie. Nicht alles hat sich bisher erfüllt, aber „jene Tage“ (Vers 2) begannen erst mit der Apostelgeschichte und halten an bis zum Tag des Herrn. Wenn man diese Prophetien liest, hat man den Eindruck, dass immer mehr Erfüllungen hinzukommen, sowohl, was die Wirkungen des Geistes, wie auch die Zeichen der Zeit angeht.

Klarster Bezug auf Jesus im Buch Joel ist aber sicher Joels Aussage, dass jeder, der den Namen des Herrn anruft, Rettung erfahren wird (Vs 5). Petrus zitiert diesen Vers mitten in seiner Pfingstansprache und beginnt dann, über Jesus zu predigen. Nach Petrus´ Worten ist Jesus der Herr, den es nach Joels Prophetie anzurufen gilt. Paulus bestätigt das in Römer 10:9+13, wenn er sagt:

“Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“ (…) „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“
  • „Jesus“ – das ist der Name des Herrn, der angerufen werden muss.
  • „Jesus“ – Er ist der Herr, der rettet und kommt, wenn der „Tag des Herrn“ anbricht.
  • „Jesus“ – Er ist es, auf den die Propheten im AT hinweisen, und der im NT gekommen ist.
„Jesus“ – ein Thema im Buch des Propheten Joel!
„Jesus“ – das Thema der Bibel!


* nach der Schlachter Übersetzung. Im Buch Joel haben verschiedene Übersetzungen verschiedene Verseinteilungen
 

Montag, 2. Dezember 2019

Gedanken zum 1. Advent! (Vorsicht! Spurgeon!)

 Und der Engel sprach zu ihnen: 
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, 
die dem ganzen Volk widerfahren soll 
… der Heiland … Christus … der Herr!
(Die Bibel: Lukas 2:10 u.11)

Gestern haben wir den 1. Advent gefeiert. Heute einige Gedanken dazu. Aber warum „Vorsicht! Spurgeon!“? Nun, die folgenden Gedanken sind eine freie, auszugsweise  Übersetzung aus Spurgeons Predigt: „Freude, zu Betlehem geboren“  Spurgeon ist dafür bekannt, dass er sagt, was er denkt und nicht zurück hält.  Genau das machte ihn zu einem großen Prediger, mächtig von Gott gebraucht.

Aus seiner Predigt kommen diese Gedanken zum ersten Advent: 
Lass Christus regieren, und die Menschen werden ihre Bögen und Speere zerbrechen und ihre Kriegswagen verbrennen. Es ist Freude für alle Völker, dass Christus geboren ist, der Friedefürst, der König, der in Gerechtigkeit regiert.  … Aber die größte Freude gilt denen, die Christus als Retter kennen. … Lasst mich jedem von euch ein paar persönliche Fragen stellen. Sind deine Sünden vergeben um Jesu Willen? Ist der Kopf der Schange in deiner Seele zertreten? Regiert [Jesus] in heiligender Kraft über deine Natur. Dann hast du die Freude, die für alle Menschen ist, in ihrer reinsten Form. 
 
Und, ihr Lieben, je mehr Ihr euch Christus, dem Herrn unterordnet, je besser  Ihr Ihn kennt und Ihm ähnlich werdet, je vollkommener wird eure Freude werden.
 
 Freude an der Oberfläche ist für solche, die leben, wo der Retter verkündigt wird. Aber die wahren Tiefen, die großen, unaussprechlichen Tiefen heiliger Freude, die mit Entzücken glitzern und funkeln, die sind für solche, die den Retter kennen, dem Gesalbten gehorchen und die mit dem Herrn selbst Gemeinschaft haben. Der glücklichste Mensch ist der christusähnlichste Mensch. 
 
Ich wünschte, dass einige Christen christlicher wären: sie sind Christen und noch was anderes; es wäre viel besser, sie wären nur Christen. Vielleicht kennst du die Legende – oder möglicherweise die wahre Geschichte, die Augustinus zum Leben brachte. 
 
Augustinus träumte, dass er starb und an die Himmelspforten kam. Der Hüter der Pforte fragte ihn: „Wer bist du?“ Und er antwortete: „Christianus sum,“ - Ich bin Christ. Aber der Hüter antwortete: 
 
„Nein, du bist kein Christ. Du bist ein Ciceronianer, denn deine Gedanken und Studien sind hauptsächlich auf den Werken Cicerons und der Klassiker aufgebaut und du hast die Werke Jesu vernachlässigt. Hier [im Himmel] beurteilen wir Menschen nach dem, worin ihre Gedanken sich am meisten vertieft haben. Du wirst als Ciceronianer beurteilt, nicht als Christ.”  
Als Augustinus erwachte legte er die klassischen Werke, die er studiert hatte,  beiseite, ebenso wie die Gelehrsamkeit, nach der er sich ausgestreckt hatte und beschloss: „Ich werde Christ und Theologe sein.“ 
 
Von der Zeit an richtete  er seine Gedanken auf das Wort Gottes, und seine Feder und Zunge dem Unterrichten anderer in der Wahrheit.  
 
Oh, ich möchte nicht, dass von irgendjemand von euch gesagt wird: „Naja, er ist irgendwo Christ, aber ist viel eher ein Geschäftsmann, der hinter dem Geld her ist.“ Ich möchte nicht, dass  gesagt wird: „Naja, er ist ein Christusgläubiger, aber weit mehr ist er Politiker.“ „Naja, vielleicht ist er ein Christ, aber wenn er redet ist er wesentlich mehr zu Hause auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Landwirtschaft, des Maschinenbaus, der Pferde, des Bergbaus, der Schifffahrt, der Unterhaltung.
 
Nein, nein, du wirst niemals die Fülle von Freuden kennen, die Jesus der Seele bringt – nur, wenn du durch die Kraft des Heiligen Geistes den Herrn, deinen Meister, zu deinem ein und alles machst; wenn du Ihn zum Brunnen deiner intensivsten Freude machst. „Er ist mein Retter, mein Christus, mein Herr,“ das sollte dein lautester Ruhm sein. Dann wirst Du die Freude kennen, die das Lied der Engel den Menschen ankündigen.“ (Spurgeon)
 
 Und der Engel sprach zu ihnen: 
Fürchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkündige euch große Freude, 
die dem ganzen Volk widerfahren soll 
… der Heiland … Christus … der Herr!
(Die Bibel: Lukas 2:10 u.11)