Mittwochs wegen Kleingruppen keinen Livestream mehr für ca 4 Monate. Wir laden aber ein, live dabei zu sein!

Donnerstag, 19. September 2019

Hungrig kommt man – hungrig geht man …

… oder auch nicht!

In einem jüdischen Märchen wird die Geschichte von einem Fuchs erzählt, der einmal einen besonders verlockenden Weinberg fand. Die herrlichen Früchte darin reizten seine Gier. Aber der Weinberg war von allen Seiten sicher umzäunt.

Da erblickte der Fuchs an einer Seitenecke eine winzige Öffnung. Durch sie wollte er in den Weinberg  eindringen. Aber die Öffnung war zu eng. Er kam nicht hindurch.

In einer Mischung aus Begierde und Klugheit beschloss der Fuchs so lange zu fasten, bis er durch den Spalt in den Weinberg eindringen konnte. Nach einigen Tagen war er so mager, dass er hineinschlüpfen konnte. Nun fraß er sich an den wunderschönen und reifen Früchten satt – und wurde wieder dick. Als er durch die Öffnung wieder hinaus wollte, gelang es ihm nicht. Darum musste er sich einige Tage verstecken und fasten, bis er wieder so abgemagert war, dass er durch die Öffnung passte und sein Leben retten konnte.

Als er schließlich abgemagert ins Freie gelangte, drehte er sich zum Weinberg um und sagte: „Weinberg, Weinberg! Wie schön bist du, und wie herrlich schmecken deine Trauben. Aber man hat von dir keinen Nutzen. So hungrig man auch hinein kommt, so hungrig geht man aus dir heraus!“

Recht hat er! Der Weinberg unserer Welt bringt letztlich keine Erfüllung in unser Leben. Nichts stillt die Sehnsucht unseres Herzens auf Dauer. Gejagt und abgemagert müssen wir die Weinberge dieser Welt wieder verlassen.

Paulus schreibt an Timotheus (1 Tim 6:6+7):

Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird. Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und es ist klar, dass wir auch nichts hinausbringen können.

Und auch der weise Salomo schlägt in die gleiche Kerbe, wenn er in Prediger 1:14 schreibt:

Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht, und siehe, es war alles eitel und Haschen nach Wind.

Und der Apostel Johannes fügt hinzu (1 Johannes 2:17):

Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

In Jesus allein ist Freude die bleibt. Natürlich erfährt das nur der, der sich auf Jesus einlässt. Es ist nicht immer Partyfreude und Ausgelassenheit – auch das mag im Paket dabei sein. Manchmal ist es aber auch Frieden im Sturm oder Geborgenheit in Ratlosigkeit, die ein Maß an Freude ermöglicht. Wen Jesus beschenkt, der ist beschenkt!
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Mittwoch, 18. September 2019

Einer nach dem anderen

Eine alte Ausgabe der Missionszeitschrift der DMG „DMG informiert“ habe ich fast in einem Rutsch von der ersten bis zur letzten Seite durchgelesen. Ausgezeichnete Zeugnisse, voll motivierende Berichte, ein herrliches Bild von Jesus, was auf den wenigen Seiten eindrucksvoll gemalt wird. Die Zeitschrift kann hier kostenlos bestellt oder online gelesen werden. Allein der Leitartikel zum Thema: „Was bleibt, wenn alles zerbricht?“ war diese Ausgabe der Zeitschrift wert. Aber noch etwas hat mich stark berührt und motiviert.

Oft im Leben sehen wir die Menge – und der Einzelne verschwindet; den Wald – aber nicht mehr die Bäume. Wir sehen den Garten – aber nicht mehr die Blume; das Leid –  aber nicht mehr den Leidenden. Und als Christen sehen wir eine verlorene Menschheit – aber nicht mehr den Verlorenen. 

Jene Ausgabe von „DMG informiert“ beschrieb die Schicksale und Hoffnungen von Einzelnen. Von der 49jährigen Krebspatientin in Österreich, der die Ärzte noch maximal ein Jahr geben. Sie bringt zum Ausdruck: Ich bin bereit und lebe in der Vorfreude auf das, was mich in der Ewigkeit bei Jesus erwartet. 

Oder von dem 70jährigen Opa in Spanien, drogen- und alkoholabhängig, der nach mehreren Selbstmordversuchen sein Leben in die Hände Jesu gelegt und einen Neuanfang in seinem Leben erfahren hat. 

Einer jungen Armenierin wurde alles genommen, was ihr Halt und Sinn im Leben gab. Am Ende ihrer Kräfte begegnet sie Jesus und findet bei Ihm alles, was sie braucht, ebenso wie die die junge Brasilianerin, die ihren kindlichen Glauben verlor, in tiefe Depressionen und panische Ängste verfiel, bis sie Jesus neu begegnet und schreibt: „Jesus Christus hat mich befreut. Ich bin glücklich. Wirklich glücklich!“ 

So hat Jesus das eigentlich immer gemacht und gelehrt. Immer hat er – auch mitten in der Menge – ein Auge für den Einzelnen gehabt. Er sah Zachäus, der auf einen Baum geklettert war. Er sah Matthäus, der in seinem Zollhaus saß. Jesus sah den Gelähmten am Teich Bethesda, umgeben von vielen anderen Kranken. Selbst im Sterben am Kreuz, wo eine ganze Gruppe von Menschen versammelt war, sieht er besonders seine Mutter und kümmert sich um sie. 

Jesu Lehre unterstreicht Seine Taten. In der Geschichte vom verlorenen Schaf geht Jesus dem Einzelnen nach und in Lukas 15 wiederholt Er mehrmals, dass sich der Himmel über jeden Einzelnen freut, der zu Jesus findet. 

Zweierlei möchte ich uns heute zurufen:
  1. Jesus sieht DICH! Er sieht Dich in Deiner Freude und Deiner Not und ist bereit, beides mit Dir zu teilen. Wenn Du Dich von Menschen übersehen und unverstanden fühlst – Er sieht und versteht Dich. Mehr als das: Er geht Dir nach und ruft Dich. Ob Du reagierst, das liegt bei Dir! 
  1. Übersieh nicht den Einzelnen! Geh in den Fußstapfen Jesu und bewahre den Blick für die Person – selbst in der Menge. Durch Dich möchte Jesus heute Menschen begegnen und Menschen, die Dir begegnen, sollen heute Jesus begegnen. Lass Dich gebrauchen. Liebe Deinen Nächsten und lebe Deinen Glauben – in Tat und Wort. Der Herr segne Dich!

Dienstag, 17. September 2019

Dietrich Bonhoeffer. - gestorben 9.4.1945

Gelegentlich geht es an dieser Stelle um den Hintergrund von bekannten Liedern. Dabei handelt es sich in der Regel um alte Lieder, deren Tiefgang viel neues Liedgut (nicht alles) in den Schatten stellt. Gelegentlich werde ich einige Hintergrundinformationen zum Lied beifügen. Auch wenn die Lieder vielen noch bekannt sein werden, lohnt es sich, die Strophen mal bewusst durchzulesen, zu singen oder am Besten: durchzubeten.

In vielen Gemeinden wird ein Lied von Dietrich Bonhoeffer gesungen; ein Lied dessen Ursprung sich nur erahnen lässt.

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau (Schlesien) geboren. Er wurde nur 39 Jahre alt. Bonhoeffer war Theologe und Widerstandskämpfer im Dritten Reich und wurde wenige Wochen vor Kriegsende, am 9. April 1945 durch Erhängen im bayrischen KZ Flossenbürg ermordet. Bonhoeffer wird beschrieben als Theologe, der sich für den Menschen einsetzte, für die Arbeiterkinder in Berlin wie für die Schwarzen in Harlem / New York. Offen sprach er sich gegen Antisemitismus und Judenverfolgung aus. Schon 1932 hatte er vor dem „Führer“ als „Verführer“ gewarnt. Am 5. April, etwa 3 Monate nach seiner Verlobung,  wird Bonhoeffer festgenommen und in Berlin inhaftiert. Zwei Jahre später, nachdem sein Bruder und zwei Schwager bereits zum Tode verurteilt waren, wird auch das Todesurteil gegen Bonhoeffer durch Hitler höchstpersönlich ausgesprochen.

Nach einem kurzen Gebet im Morgengrauen am 9. April 1945 muss Bonhoeffer seine Kleider ablegen, die Stufen zum Galgen hinauf steigen und wird hingerichtet. Der Lagerarzt, H. Fischer-Hüllstrung, schreibt 10 Jahre später: "Ich habe kaum je einen Mann so gottergeben sterben sehen".  Sein Gefängnisfreund überbrachte dem Bischof Georg Bell später  Bonhoeffers letzte Worte: „Dies ist das Ende. Für mich der Anfang des Lebens!“

In Gefangenschaft unter einem der grausamsten Regime, die die Welt gesehen hat, entstand Anfang 1944 Bonhoeffers Lied: VON GUTEN MÄCHTEN WUNDERBAR GEBORGEN

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Text: Dietrich Bonhoeffer (1944)

Montag, 16. September 2019

Erster Männerabend nach der Sommerpause!

Andacht, Anbetung, Abendessen
Gemeinschaft

Engel oder Gottes Wort?

Zu dem Bibellehrer und Pastor, Henry Allen "Harry" Ironside, kam eines Tages ein älterer Mann und klagte: „Ich werde so nicht weitermachen, bis ich weiß, dass ich gerettet bin, oder bis ich weiß, dass ich dessen niemals sicher sein kann. Ich möchte einen zuverlässigen Zuspruch, einen, wo keine Zweifel bleiben.“

Ironside antwortete: „Angenommen, Du hättest eine Vision von einem Engel, der Dir sagen würde, dass Dir Deine Sünden vergeben wurden. Wäre das genug, um Dir Frieden zu verschaffen?“  Ja,“ antwortete der Gefragte. „Ich denke, das wäre genug. Ein Engel sollte recht behalten.

Ironside war noch nicht fertig und fuhr fort: „Aber nehmen wir an, Satan käme zu Dir, wenn Du auf dem Sterbebett liegst und würde sagen: ‚Ich war jener Engel, der verwandelt
wurde, um Dich zu täuschen.’ – was würdest Du dann sagen?

Jetzt war der Mann sprachlos. Ironside erklärte ihm, dass Gott uns etwas viel Zuverlässigeres gegeben hat als die Stimme eines Engels. Er hat uns Seinen Sohn gegeben, Jesus, der für unsere Sünden gestorben ist; und Er hat in Seinem eigenen Wort bezeugt, dass alle unsere Sünden vergeben sind, wenn wir Jesus vertrauen. Dann las er Johannes 5:13 vor, wo es heißt:

Dies habe ich euch geschrieben,
die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes,
damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt,
und damit ihr auch weiterhin
 an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“

Du darfst wissen, dass Du ewiges Leben hast,“ fuhr Ironside fort. „Reicht das nicht aus, um Dir Frieden zu geben? Gottes Wort ist ein Brief vom Himmel, ausdrücklich an Dich!

Der Mann war nicht alleine mit seinen Zweifeln! Du bist nicht alleine mit Deinen Zweifeln. Zweifel sind Satans Waffe, uns mürbe und schwach zu machen. Starte in diese Woche, indem Du den Zweifeln in Deinem Herzen keine Chance lässt. Was Gott gesagt hat, dass KANN Er nicht nur tun, das WIRD Er auch tun. Und dass betrifft ganz gewiss die Vergebung der Sünden all derer, die Ihm vertrauen und sich Ihm anschließen. Und es betrifft ganz gewiss das ewige Leben in Herrlichkeit all derer, deren Namen im Buch des Lebens geschrieben stehen, weil sie an Jesus geglaubt haben und Ihm gefolgt sind.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie,
und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben,
und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen,
und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle,
und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.
(Johannes 10:27-30)
 
„Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes,
mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!
(Epheser 4:30)

Sonntag, 15. September 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende 
 
In seiner Autobiographie berichtet Mahatma Gandhi davon, dass er während seines Studiums die Evangelien ernsthaft durchgelesen hat drauf und dran war, Christ zu werden. Er glaubte, dass die Lehren Jesu die Antwort waren auf das Kastensystem (Klassensystem), dass im Begriff stand, die Bevölkerung Indiens zu entzweien.
 
So machte er sich eines Sonntags auf und entschloss sich, den Gottesdienst einer nahegelegenen Gemeinde zu besuchen um mit dem Pastor darüber zu reden, wie er Christ werden könne. 
 
Als er jedoch den Gottesdienstraum betrat, verweigerten die Ordner ihm einen Sitzplatz und schlugen ihm vor, mit seinem eigenen Volk Gottesdienst zu feiern. Ghandi verließ das Kirchengebäude und ging niemals zurück. "Wenn Christen auch Klassenunterschiede haben," sagte er, "dann kann ich genauso gut ein Hindu bleiben."
 
Das Vorurteil des Ordners war nicht nur Verrat an Jesus, sondern verhinderte, dass ein Mensch Ihn als Erlöser fand. 
 
Herzliche Einladung an ALLE zum Gottesdienst
Lieder - Freude - Gottes Wort
Abendmahl - Gemeinschaft
Beginn: 10:30 Uhr
Heute wieder gemeinsames Mittagessen @ CCFG
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Sonntagszitat:
 
Die meisten Menschen möchten Gott gerne dienen - 
aber nur in beratender Funktion!
(zitiert im Sunday Express, London)

Samstag, 14. September 2019

Was wirft Dich aus der Bahn?

In 2. Timotheus 4:7+8 freut sich Paulus mit den Worten:

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter,
an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.

Diese Worte würde sicher jeder Christ gerne über sein Leben sagen können. Aber was läuft falsch bei vielen, die einmal einen Anfang mit Jesus gemacht haben? Was ist es, das Dich und mich aus der Bahn wirft? Was wirft Christen aus der Bahn.

Diese Frage kann man sicher mit Tausenderlei beantworten: Bei vielen ist es ein moderner Götzendienst, wo Arbeit, Partys, Freunde, Haustiere, Hobbys, Parallelveranstaltungen, Fernsehen und vieles andere den Lauf bremst oder sogar zum Stillstand bringt. Natürlich gibt es durchaus Verpflichtungen oder Bremsklötze, denen auch Christen nicht aus dem Weg gehen können. Auch Jesusjünger werden krank, müssen am Sonntag ihren Krankenhausdienst antreten oder gehen ihren Hobbys nach. Davon spricht Paulus auch nicht! Paulus spricht von den Dingen, die unseren Lauf mit Jesus bekämpfen; von Freuden, die gerade dann unterhalten werden wollen, wenn Jesus uns begegnen möchte.

Wie kommt es, dass es immer wieder Dinge im Leben gibt, die Jesus Konkurrenz machen und Ihn in den Hintergrund schieben? Freuden, die uns einflüstern: „Du gibst den Glauben ja nicht auf, du lebst nur nicht so ‚extrem’ wie die andern. Das Leben besteht nicht nur aus deinem Glauben!“ Sicher ist es nicht Jesus, der so redet. Das sind die Worte der Gegenpartei.

Im Wort Gottes finden wir eine Aussage, die uns erkennen lässt, wie wir – wie Paulus – den guten Kampf kämpfen, den Lauf vollenden, den Glauben bewahre und die Krone der Gerechtigkeit empfangen können. In Daniel 11:32 heißt es:

„Die Leute aber, die ihren Gott kennen,
werden festbleiben und handeln.“ (Daniel 11:32b)

Hier wird uns einerseits gesagt, wie wir siegreich und aktiv bleiben im Glauben und zum anderen wird unsere Frage beantwortet, was es ist, das Jesusjünger aus der Bahn wirft.

Jesus nicht richtig zu kennen oder zu wenig zu kennen ist der Grund, warum Menschen aus der Bahn der Nachfolge geworfen werden. Wer Jesus so wenig kennt, dass Er nicht mehr genug ist, der wird unweigerlich im Leben nach Alternativen suchen. Wessen Glaubensleben nur noch halbvoll mit Jesus ist, der wird ein Leeregefühl verspüren, das gefüllt werden will – und wird es füllen … mit Sport, Musik, Natur, Tierliebe, Fitness, Kunst, Lesen, Geselligkeit und, und, und. Natürlich fällt auf, dass nicht eins dieser Dinge schlecht ist in sich selbst. Im Gegenteil! Sie sind alle gut und erstrebenswert. Aber wo sie auch nur beginnen, Kraft und Raum einzunehmen, der Jesus zusteht, da wird mein Lauf gehindert, meine Freude an Jesus gemindert und meine Nachfolge gelähmt. Wo ein Mensch beginnt, den Mangel an Freude am Herrn oder den Mangel an Gotteserkenntnis mit anderem zu füllen als mit Jesus selbst, da ist der „Tod im Topf“. Wie herrlich demgegenüber das Versprechen Gottes:

„Die Leute aber, die ihren Gott kennen,
werden festbleiben und handeln.“ (Daniel 11:32b)

Wenn unser Wunsch ist, im Glauben fest zu stehen und Jesus zu dienen, dann wird uns das gelingen, indem wir Jesus immer besser kennenlernen. Je besser wir Ihn kennen, umso freudiger und hingegebener werden wir Ihm dienen. Wer Jesus gut genug kennt, hat keine größere Freude im Leben, als für Ihn zu leben und Ihm zu dienen.

Feier Jesus morgen mit uns! Lerne Ihn lieben und Ihm folgen. Mach Ihn zu Deiner Priorität!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich Willkommen!

Freitag, 13. September 2019

Paraskavedekatriaphobie & Triskaidekaphobie - Freitag, der 13.

Endlich noch mal Freitag - und endlich noch mal der 13.!
Paraskavedekatriaphobie ist die Furcht vor dem Rüsttag vor dem Sabbat. Triskaidekaphobie wird die abergläubische Angst  vor der Zahl dreizehn genannt. (treiskaídeka = „dreizehn“; phobos = „Furcht“)  (aus: Wikipedia) 

Nicht überall gilt die 13 als Unglückszahl. Im Gegenteil, in manchen Völkern ist sie eine ausgesprochen willkommene Glückszahl.

Fast tragisch, dass Christen für die Entstehung der Unglückskonstellation verantwortlich sein sollen.  Nach christlicher Überlieferung ist Freitag der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, und beim letzten Abendmahl war der Verräter Judas der 13. im Bunde. Die Kombination dieser beiden Negative, Freitag und die Zahl 13, soll Unglück heraufbeschwören.

In unserer aufgeklärten(?) Welt sind es allerdings die Christen, die diesen Unsinn ablehnen und belächeln. Im säkularen Bereich misst man diesem mystischen Humbug viel mehr Gewicht bei. Fällt der 13. zum Beispiel auf einen Freitag, muss man an dem Tag mit bis zu 5% mehr Krankmeldungen rechnen. Manche Hochhäuser zählen ihre Etagen … 11 … 12 … 14 …und in manchen Hotelzimmern fehlt die Zimmernummer 13. Ich selbst bin wiederholt in Flugzeugen geflogen, in denen die Monteure die Sitzreihe 13 „vergessen“ hatten.

Interessanterweise haben Versicherungen in der Vergangenheit wesentlich weniger Schadensmeldungen verzeichnet als an anderen Tagen. Auch der ADAC hat an einem Freitag, dem 13. weniger Unfälle gezählt als an einem anderen Tag.

Christen sind Menschen, die Jesus nachfolgen, Jünger! Jünger Jesu wissen: Jesus geht voran und führt seine Kinder auf guten Wegen. Er bildet die Nachhut und hält uns den Rücken frei. Er hat Seine Hand auf uns gelegt und schützt uns vor den Angriffen des Bösen. Er ist der Fels, auf dem wir stehen. Nie führt Er uns in die Irre. Und führt Er uns tatsächlich mal auf Wegen, die wir nicht verstehen, ist Er absolut vertrauenswürdig, wenn Er uns versichert: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“ (Römer 8:28)

„durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53:5) Wenn die Zahl 13 wirklich eine Bedeutung für Christen hat, dann sollte sie uns erfreuen und uns erinnern an die Beschreibung der Liebe im 13. Kapitel des Korintherbriefes: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1 Korinther 13:13)

Angst vor Freitag? Angst vor dem 13.? – Völlig überflüssig, wenn Jesus die Nr.1 ist!
Wenn Freitag wirklich der Todestag Jesu war, dann sollten wir ihn feiern, denn Sein Tod war stellvertretend für uns und hat uns Leben gebracht!

Donnerstag, 12. September 2019

Nachruf: Jarrid Wilson (*18.9.1988 - † 9.9.2019)

Paradoxerweise am Welttag für Suizidprävention wurde bekannt, dass sich Assistenzpastor, Jarrid Wilson, (Harvest Christian Fellowship, Riverside, Kalifornien), am Tag zuvor das Leben genommen hatte.
Bildquelle
Jarrid starb kurz vor seinem 31. Geburtstag, war bekannt als leidenschaftlicher Prediger, liebevoller Ehemann und Vater zweier Kinder und – gemeinsam mit seiner Frau – Mitgründer des Dienstes „Anthem of Hope“ (Hymne der Hoffnung). Dieser Dienst hat es sich zum Ziel gesetzt, denen Hoffnung zu bringen, die mit Depressionen, Furcht, Sucht und Suizidgedanken kämpfen. Jarrid war selbst lebenslang Betroffener und ging offen mit seinen Depressionen und Suizidgedanken um! In seinen Twitternachrichten schreibt er:

„Diejenigen, die sagen, Selbstmord führe automatisch in die Hölle, haben kein Verständnis von der Komplexität psychischer Krankheit in unserer heutigen Welt, geschweige denn ein Verständnis für die Theologie der Barmherzigkeit und allumfassenden Gnade Gottes. (…) Hör auf, den Leuten zu sagen, dass Selbstmord zur Hölle führt. Wir müssen verstehen, dass Gott Selbstmord genauso hasst wie unser Nächster. Warum? Weil Suizid Gottes Sehnsucht nach der Heiligkeit des Lebens widersteht. Aber während Gott Selbstmord nicht gutheißt, ist kein Chaos zu chaotisch für die Gnade Jesu. Das schließt Selbstmord ein. (…) Als jemand, der die meiste Zeit seines Lebens mit schweren Depressionen zu kämpfen hat und mehrfach über Selbstmord nachgedacht hat, kann ich Euch versichern, dass das, was ich sage, wahr ist.“

Bis zuletzt war Wilson aktiv unter denen, die Hilfe benötigten. Am Tag seines Todes leitete er die Beerdigung einer Frau, die sich das Leben genommen hatte. Am Tag seines Todes twitterte er die mutmachenden Worte:

Jesus zu lieben heilt nicht immer Selbstmordgedanken.
Jesus zu lieben heilt nicht immer Depressionen.
Jesus zu lieben heilt nicht immer PTBS. (posttraumatische Belastungsstörungen).
Jesus zu lieben heilt nicht immer die Angst.
Das heißt aber nicht, dass Jesus nicht bei uns ist und uns nicht tröstet.
DAS MACHT ER IMMER!

Mit Engagement, durch Predigten, Blogs, Bücher und Gespräche half er Mitleidenden, ihre Lasten zu tragen und zu Jesus zu bringen. Am Montag wurde ihm selbst die Last zu schwer.

Greg Laurie, Hauptpastor der Gemeinde äußerte sich u.a. mit den Worten: "Manchmal denken die Leute, dass wir Pastoren oder geistliche Führer sind, und irgendwie über den Schmerzen und Kämpfen alltäglicher Menschen stehen. Wir sind diejenigen, die alle Antworten haben sollen. Haben wir nicht. (…) Letztendlich sind Pastoren nur Menschen, die jeden Tag Gott um Hilfe und Kraft bitten müssen"

Jarrid Wilson hat diesen Kampf verloren, wurde zu müde im Kampf gegen die Depressionen und zerstörerischen Gedanken. Verurteilungen helfen nicht und sind völlig fehl am Platz! Die Liebe und Barmherzigkeit Jesu, die sich nach dem Nächsten ausstreckt, das Tragen der Schwachen und Schwächelnden (zu denen wir alle immer wieder mal gehören), das Gebet füreinander und das zugesprochene Wort Gottes – das sind kleine Hilfen, die wir einander mitgeben können auf dem Weg. Die Liebe Jesu ausgeteilt heilt, lindert und wirkt Wunder!

Uns allen ruft der Gute Hirte, Jesus, zu:

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid,
ich will euch erquicken! (Matthäus11:28)
  
Und der Psalmist David bezeugt, dass er genau das erfahren hat:

1 Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte;
mir wird nichts* mangeln.
2 Er weidet mich auf grünen Auen
und führt mich zu stillen Wassern.
3 Er erquickt meine Seele;**
er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.***
4 Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten,****
so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir;
dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch
angesichts meiner Feinde;*****
du hast mein Haupt mit Öl gesalbt,
mein Becher fließt über.
6 Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Haus des Herrn immerdar.******

* mein empfundener Mangel betrügt mich! Der Herr ist mein alles! 
** Er ist auf dem Weg. Erquickung kommt!
*** Was mir jetzt und heute begegnet, begegnet mir auf Seiner Straße mit mir
**** AUCH DA! 
***** Mein Feind, die Depression 
****** Niemand wird mich je aus der sicheren Hand Jesu rauben

Mittwoch, 11. September 2019

Freunde

Sorry, dieser Eintrag war gestern morgen für einige Stunden bereits aktiviert. Einen Tag zu früh. Wenn Ihr ihn gestern bereits gelesen habt, lest ihn einfach noch einmal. Oder lest den Eintrag von gestern, falls Ihr den gestern verpasst habt. In beiden Fällen geht es um Freunde! 😊

Im Eintrag gestern ging es um Jesus im Buch der Sprüche. In Sprüche 18:24 wird er als unser Freund bezeichnet, der uns treuer ist als ein Bruder. Eine bessere und tiefere Freundschaft als die mit Jesus gibt es nicht. Aber auch Freundschaften zwischen zwei Menschen können tief und heilsam sein.

Ein Jahr vor seinem Schulabschluss, so schreibt Rob Chaffart, hatte er einen schwerkranken  Klassenkameraden, der die Schule wegen seiner Krankheit abbrechen musste. Er kam in ein Krankenhaus, 20 Km von Robs Wohnort entfernt. Der wollte seinen kranken Freund gerne besuchen, um ihm zu zeigen, dass er nicht allein war. Allerdings hatte Rob kein Auto und wäre auf den Zug angewiesen gewesen, hätte seine Mutter ihn nicht gefahren.

Als Rob das Krankenzimmer betrat, wurde er durch das Lächeln seines Freundes begrüßt. Der Besuch wurde zum Höhepunkt des Tages für den Kranken und Rob hatte das Gefühl, genau das Richtige getan zu haben. Er hatte seinen Freund ermutigt und blieb bei ihm, so lange er konnte. Echte, aufbauende Freundschaft!

Als Bonus zeigte ihm seine Mutter auf dem Heimweg noch einige Touristenattraktionen der Stadt. Woran sich Rob allerdings heute erinnert – so schreibt er – sind nicht die Sehenswürdigkeiten, sondern das Lächeln seines Freundes, als er sein Zimmer betrat.

Ich wurde erinnert an Sprüche 17:17, wo es heißt:

Ein Freund liebt zu jeder Zeit,
und als Bruder für die Not wird er geboren.“

Wir alle sind so beschäftigt! Das Leben fordert viel von jedem von uns. Die Arbeitstage sind lang, die Heimarbeit ruft in den wenigen freien Stunden des Tages und irgendwann braucht jeder mal Ruhe! Gottes Aussage aber bleibt:

 Ein Freund liebt zu jeder Zeit,
und als Bruder für die Not wird er geboren.“

Du und ich wurden geboren, um dem Bruder, der Schwester als Freund und Freundin beizustehen. Durch diesen Vers sagt uns der Herr, dass so manches in unserem Tagesablauf weniger wichtig ist, als dem Freund in der Not beizustehen und unsere Liebe zu zeigen. Dabei spielt es keine Rolle, wie die Not unserer Freunde gerade aussieht. Boten der Hoffnung zu sein und ihnen zu versichern, dass sie in ihrer Not nicht alleine sind, dafür sind wir geboren.

Jesu Gegenwart (durch uns) tröstet, erbaut, schenkt neue Kraft und neuen Mut. Und es mag sehr wohl sein, dass wir uns später an vieles drum herum gar nicht mehr erinnern, sondern nur daran, wie froh unser Herz geworden ist, als Gott uns gebrauchte, einen Freund ein Stück Wegs in seiner Not zu begleiten.

 Ein Freund liebt zu jeder Zeit,
und als Bruder / Schwester für die Not wurdest Du geboren.“
(nach Sprüche 17:17)

Legt Dir der Herr heute jemanden aufs Herz, den Du besuchen oder anrufen solltest? Jemand, dem eine Karte oder eine WhatsApp Mut machen würde?

Dienstag, 10. September 2019

Jesus im Buch der Sprüche

Wir Menschen sind soziale Wesen. Auch wenn neue Studien unserer Zeit nachweisen, dass Menschen immer unfähiger werden im sozialen Umgang miteinander. Wir brauchen einander, aber die Vereinsamung, nicht nur alter Menschen, schreitet immer weiter fort. Wir sind umgeben von immer mehr Menschen – und sind doch alleine.

Das Buch der Sprüche spricht – wie alle Bücher der Bibel – von Jesus. Gleichzeitig spricht es die Probleme unserer Zeit an, wenn es in Sprüche 18:24 heißt:

Wer viele Gefährten hat, der wird daran zugrunde gehen,
aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder.

Der Vers bringt unmissverständlich zum Ausdruck, dass der eine Freund, der anhänglicher ist, als ein Bruder, wertvoller und heilsamer ist als die vielen Gefährten, die ein Mensch im Leben hat oder haben kann.

Die Kultur, in der dieser Vers geschrieben wurde, unterstreicht die Wichtigkeit dieses einen Freundes. Die Kultur in Israel, unter den Völkern des Mittleren Ostens – und nicht nur dort – gab der Familie eine Position, die eigentlich nicht mehr zu übertreffen war. Diese Einstellung findet man dort bis heute! Die Familie bedeutet Macht, Schutz, Stärke, Sicherheit … alles! Auszubrechen aus der Familie oder die Familienehre zu beschmutzen – das ging und geht gar nicht. Bruderschaft und Blutsverwandtschaft sind die entscheidenden Bande, die alles regulieren und zusammenhalten.

In Sprüche 18 aber erwähnt Salomo einen Freund, der anhänglicher, treuer ist, als der eigene Bruder. Was für ein herrlicher Vers, mutmachender Hinweis und tröstender Gedanke für jeden, der mit dem Gefühl der Verlassenheit kämpft. Was für ein Zuspruch für den, der einsam ist, sich unverstanden fühlt oder dem das Liebste genommen wurde. Denn, zweifelsohne, dieser eine Freund ist Jesus.

In Johannes 15 versichert Jesus seinen Jüngern seine Freundschaft, wenn Er sagt:

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut,
was immer ich euch gebiete.
Ich nenne euch nicht mehr Knechte,
denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut;
euch aber habe ich Freunde genannt,
weil ich euch alles verkündet habe,
was ich von meinem Vater gehört habe.“

Wir finden im Buch der Sprüche natürlich weit, weit mehr von Jesus. Immer wieder schreibt Salomo vom Segen und Reichtum der Weisheit – und die ist Jesus ja nach 1 Korinther 1:30 für uns geworden. „Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.

An dieser Stelle wollen wir aber diesen einen Freund sehen, der Jesus für uns ist, mitten im Strom aller Menschen; uns näher und treuer, als irgendjemand sonst.

Welch ein Freund ist unser Jesus,
O, wie hoch ist er erhöht!
Er hat uns mit Gott versöhnet
Und vertritt uns im Gebet.
Wer mag sagen und ermessen,
Wieviel Heil verloren geht,
Wenn wir nicht zu ihm uns wenden
Und ihn suchen im Gebet!

Wenn des Feindes Macht uns drohet
Und manch Sturmwind um uns weht,
Brauchen wir uns nicht zu fürchten,
Stehn wir gläubig im Gebet.
Da erweist sich Jesu Treue,
Wie er uns zur Seite steht,
Als ein mächtiger Erretter,
Der erhört ein ernst Gebet.

Sind mit Sorgen wir beladen,
Sei es frühe oder spät,
Hilft uns sicher unser Jesus,
Fliehn zu ihm wir im Gebet.
Sind von Freunden wir verlassen
Und wir gehen ins Gebet,
O, so ist uns Jesus alles:
König, Priester und Prophet!

Kommen Prüfungen und Leiden,
scheint's, als ob's nicht weitergeht,
w ird die Not am allergrößten,
flieg zu Jesus im Gebet.
Jesus bleibt des Herzens Zuflucht,
selig, wer im Glauben fleht.
Er deckt uns mit starken Armen,
schenkt uns Ruhe im Gebet.

Montag, 9. September 2019

Schwierige Zustellung

Es war ein Urlaubsspatziergang vor einigen Jahren. Das Auto unten im Tal, die Hütte oben auf dem Berg. Bewaffnet mit Karte, Wasser, Imbiss und Lesematerial machen wir uns auf den Weg. (Fast) Immer bergauf. Es dauert nicht lang und der Atem wird schwerer, der Puls steigt – aber das wussten wir ja im Voraus und haben es bereitwillig in Kauf genommnen. Der Weg ist mittlerweile für den Normalverkehr gesperrt. Gelegentlich überholen wir langsamere Wanderer oder grüßen die, die uns entgegenkommen. Dann hören wir ein Auto.

Ungewohnt! Kuhglocken – klar. Vögel – sicher. Sogar der ferne Dauerton der Autobahn aus dem Tal dringt gedämpft zu uns herauf. Aber ein Auto hier oben, auf unserem Spatzierweg? Wir schauen uns um. Um die Kurve kommt der gelbe Kastenwagen der Deutschen Post. „Tja,“ sag’ ich zu meiner Frau, „hier macht die Post wohl ihr Verlustgeschäft, wenn sie den abgelegenen Höfen am Ende der Welt die Post zustellen muss!“ 

Ich hab’ Zeit zum Nachdenken. Was würden die Hofbewohner wohl tun, wenn ihnen die Post nicht zugestellt würde? Wenn sich die Post sagen würde: „Tut uns leid, Leute. Aber Ihr seid einfach zu weit abseits. Flächendeckend gilt nur dort, wo man problemlos hinkommt und wo wir kein Verlustgeschäft machen!“ Das würde wohl keiner der Bergbewohner verständnisvoll abnicken. Sie haben ein Recht und die Post hat einen Auftrag! 

Meine Gedanken gehen, wie so oft, zu den Menschen, denen Gott eine Nachricht geschickt hat. Eigentlich ein Einschreiben, das unbedingt zugestellt werden muss. Es sind keine Urlaubsgrüße. Es ist eine Nachricht, die über Leben und Tod entscheidet. Leider leben die Empfänger nicht immer dort, wo man „problemlos hinkommt“ und wo man „kein Verlustgeschäft“ macht. Aber es bleibt dabei, es ist eine Benachrichtigung von Gott, und es geht tatsächlich um Leben und Tod! Dies ist keine Illustration mehr. Dies ist Realität, Tatsache! Und noch etwas ist Tasache: DU bist Gottes (Post-) Bote! Ja, DU! Gott hat DIR eine Botschaft gegeben an Menschen, zu denen man nicht mehr problemlos hinkommt. (Markus 16:15) Er hat DIR eine Botschaft gegeben, deren Zustellung nach menschlichen Massstäben ein „Verlustgeschäft“ darstellt. (Matthäus 16:25) Während es bei der Zustellung von Urlaubsgrüßen oder der Tageszeitung durch die Post in den seltesten Fällen um Leben und Tod geht, gehört Deine Nachricht genau in diese Kategorie. (Johannes 3:36) 

Manch einer mag denken: Ich bin berufen, Christ im eigenen Land zu sein, nicht, mich um die zu kümmern, die schwer zu erreichen sind. Eine herrliche Halbwahrheit und ein gefährlicher Irrtum! 

Ja, du bist berufen, Christ im eigenen Land zu sein, Botschafter Gottes zu Hause! Und es ist mein Wunsch – ach, was soll’s – es ist GOTTES Wunsch und Auftrag, dass Du genau das bist: Christ im eigenen Land! Weil Du das weißt, hoffe ich, dass Du mit Freude und Eifer bei der Sache bist, Botschafter für Jesus im eigenen Land zu sein – in der Familie, unter Freunden, Kollegen und Nachbarn. Aber darüber hinaus ist es Gottes Auftrag an Dich (und mich ... und alle Seine Kinder) Botschafter für Ihn zu sein in aller Welt (Römer 10:13-15). Du und ich müssen mitarbeiten, dass Gottes Nachricht über Leben und Tod die erreicht, die nicht problemlos erreichbar sind und wo die Zustellung der „Guten Nachricht“ menschlich gesehen ein Verlustgeschäft ist. Auch das gehört zu Deinem Auftrag, nicht minder als die Zustellung der Guten Nachricht „zu Hause.“ 

Wie schnell können alle noch unerreichten Menschen erreicht werden, wenn wir diese Wahrheit erkennen und entsprechend handeln.

Sonntag, 8. September 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss
 
Predigttext
Richter 1:1-36

1 Und es geschah nach dem Tod Josuas, da fragten die Söhne Israels den HERRN und sprachen: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen?
2 Und der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen! Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.
3 Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los und lass uns gegen die Kanaaniter kämpfen, so will ich auch mit dir in dein Los ziehen! Und Simeon zog mit ihm.
4 Als nun Juda hinaufzog, gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Hand, und sie schlugen sie bei Besek, 10 000 Mann.
5 Und als sie den Adoni-Besek in Besek fanden, kämpften sie gegen ihn; und sie schlugen die Kanaaniter und Pheresiter.
6 Und Adoni-Besek floh; aber sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und schlugen ihm die Daumen und die großen Zehen ab.
7 Da sprach Adoni-Besek: 70 Könige mit abgehauenen Daumen und großen Zehen lasen [ihr Brot] auf unter meinem Tisch. Wie ich gehandelt habe, so hat mir Gott wieder vergolten! Und man brachte ihn nach Jerusalem; und er starb dort.
8 Die Söhne Judas hatten nämlich gegen Jerusalem gekämpft und es erobert, und sie hatten die Einwohner mit der Schärfe des Schwertes geschlagen, die Stadt aber in Brand gesteckt.
9 Danach zogen die Söhne Judas hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die auf dem Bergland1 und im Negev2 und in der Schephela3 wohnten.
10 Juda zog auch gegen die Kanaaniter, die in Hebron wohnten; Hebron aber hieß vor Zeiten Kirjat-Arba; und sie schlugen Sesai und Achiman und Talmai.
11 Von dort zogen sie gegen die Einwohner von Debir; Debir aber hieß vor Zeiten Kirjat-Sepher.
12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlägt und erobert, dem will ich meine Tochter Achsa zur Frau geben!
13 Da eroberte es Otniel, der Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau.
14 Und es geschah, als sie einzog, da spornte sie ihn an, von ihrem Vater einen Acker zu erbitten. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: Was willst du?
15 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Südland gegeben; so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Wasserquellen und die unteren Wasserquellen.
16 Und die Söhne des Keniters, des Schwiegervaters Moses, waren mit den Söhnen Judas aus der Palmenstadt in die Wüste Juda hinaufgezogen, die südlich von Arad liegt; und so gingen sie hin und wohnten bei dem Volk.
17 Juda aber zog hin mit seinem Bruder Simeon; und sie schlugen die Kanaaniter, die in Zephat wohnten, und vollstreckten an ihnen den Bann und nannten die Stadt Horma.
18 Dazu eroberte Juda Gaza samt seinem Gebiet und Askalon samt seinem Gebiet und Ekron samt seinem Gebiet.
19 Und der HERR war mit Juda, sodass er das Bergland eroberte; aber die Bewohner der Ebene vertrieb er nicht aus ihrem Besitz, denn sie hatten eiserne Streitwagen.
20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie es Mose gesagt hatte; und dieser vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.
Die Untreue der anderen Stämme.Verschonung der Kanaaniter
21 Aber die Söhne Benjamins vertrieben die Jebusiter nicht, die in Jerusalem wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Söhnen Benjamins in Jerusalem bis zu diesem Tag.
22 Auch das Haus Joseph zog hinauf, nach Bethel, und der HERR war mit ihnen.
23 Und das Haus Joseph ließ Bethel auskundschaften; die Stadt hieß aber früher Lus.
24 Und die Späher sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen und sprachen zu ihm: Zeige uns doch, wo wir in die Stadt eindringen können, so wollen wir dir Gnade erweisen!
25 Da zeigte er ihnen, wo die Stadt zugänglich war, und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes; den Mann aber und seine ganze Sippe ließen sie gehen.
26 Da zog der Mann in das Land der Hetiter und baute eine Stadt und nannte sie Lus; das ist ihr Name bis zum heutigen Tag.
27 Manasse aber vertrieb die Einwohner von Beth-Schean und seinen Tochterstädten nicht, auch nicht diejenigen von Taanach und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Dor und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Jibleam und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Megiddo und seinen Tochterstädten; sondern es gelang den Kanaanitern, in diesem Land zu bleiben.
28 Und als Israel erstarkte, machte es die Kanaaniter fronpflichtig4 ; aber es vertrieb sie nicht aus ihrem Besitz.
29 Und Ephraim vertrieb die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten; sondern die Kanaaniter blieben in ihrer Mitte in Geser.
30 Sebulon vertrieb die Bewohner von Kitron nicht, auch nicht die Bewohner von Nahalol; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte und wurden fronpflichtig.
31 Asser vertrieb die Bewohner von Akko nicht, auch nicht die Bewohner von Zidon, Achelab, Achsib, Helba, Aphik und Rechob;
32 sondern die Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, die im Land blieben; denn sie vertrieben sie nicht aus ihrem Besitz.
33 Naphtali vertrieb weder die Bewohner von Beth-Schemesch noch die Einwohner von Beth-Anat, sondern wohnte mitten unter den Kanaanitern, die das Land bewohnten; aber die Bewohner von Beth-Schemesch und Beth-Anat wurden ihnen fronpflichtig.
34 Und die Amoriter drängten die Söhne Dans auf das Bergland zurück und ließen sie nicht in die Ebene herabkommen.
35 Und es gelang den Amoritern, in Har-Heres, in Ajalon und in Saalbim zu bleiben; aber die Hand des Hauses Joseph wurde ihnen zu schwer, und sie wurden fronpflichtig.
36 Und die Grenze der Amoriter zog sich vom Skorpionensteig von dem Felsmassiv an aufwärts.

CCFG - Gottesdienst 
Lobpreis - Missionsinput
Gottes Wort - Gebet!
Mittagessen - Gemeinschaft
 Beginn: 10:30 Uhr 
 Herzlich Willkommen!
Sonntagszitat:

"Darf ich fragen, ob du dort bist, 
wo Gott dir eine Erweckung anvertrauen kann?" 
(Duncan Campbell)

"E
s gibt Dinge, für die es sich lohnt, 
eine kompromisslose Haltung einzunehmen." 
(Dietrich Bonhoeffer)
CCFG HIER auf Facebook

Samstag, 7. September 2019

Angst ... um wen?

Über Pastor Wilhelm Busch wird berichtet, dass er von den Nazis verhaftet wurde, weil er das Evangelium verkündigte. Er kam in eines der gefürchteten Gestapo- Gefängnisse. Dort gab es wenig zu Essen und nichts zu lesen. Als seine Frau ihn besuchte und sich besorgt über seinen Zustand äußerte, sagte er:

„Moment mal, um euch muss man Angst haben! Wie viel Zeit habt ihr zum Beten? Wie viel Zeit hast du, um Gott zu loben? Mein Tagesablauf ist so: Von 7-8 Uhr Gott loben; von 8-9 Uhr Fürbitte tun für andere; von 9-10 Uhr mir die Psalmen hersagen, die ich kann. Und von 10-11 Uhr mache ich Turnübungen, damit ich nicht einroste. Von 11-12 Uhr fange ich wieder an, Gott zu loben. Dreimal am Tag eine Stunde Gott loben! … Um euch muss man Angst haben, die ihr mit der Wirklichkeit des lebendigen Gottes nicht mehr rechnet, nicht um mich.“

Manchmal sind es Zeiten, die verloren scheinen, die uns Gelegenheiten geben, Gott näher zu kommen. Bei Wilhelm Busch war es die Zeit seiner Gefangenschaft. Bei uns mögen es Zeiten der Krankheit sein, Stunden im Zug oder Auto oder ein freier Abend.

Ich selbst muss, lernen und ich erfahre es immer wieder: Wenn der Fernseher abends mal aus bleibt, der Computer zugeklappt bleibt und ich ein gutes (christliches) Buch zur Hand nehme … oder Jesus mehr Zeit gebe zu Beginn des Tages – oder Gemeinschaft suche mit andern am Ende des Tages … wenn ich die Sehnsucht nach Jesus nähre und den Hunger bei Ihm stille, statt bei so vielen Ablenkungsmöglichkeiten unserer Zeit, dann wird das Herz zu einer Zelle der Herrlichkeit, so wie Wilhelm Buschs Zelle zu einem Ort der Herrlichkeit Gottes wurde.

Gib Gott D(S)eine Zeit, und lass erfüllt werden mit Seiner Herrlichkeit, wie auch Wilhelm Busch es in Seiner Zelle erfahren durfte.

Eine Möglichkeit, Jesus neu zu begegnen, besteht morgen. Besuche einen Gottesdienst, in dem Er das zentrale Thema ist. Wenn Du nicht weißt, wo Du hingehen sollst, besuche uns.

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Herzlich Willkommen!

Freitag, 6. September 2019

Mein / GOTTES Motto

Unter dieser Überschrift fand ich hier folgende Auflistung, die wir uns gerne zu Herzen nehmen wollen – besonders GOTTES Motto:

Du sagst: „Das ist unmöglich!“
Gott sagt: “Alles ist möglich!“ (Lukas 18,27)
Du sagst: „Ich bin zu müde!“
Gott sagt: „Ich werde euch Ruhe geben!“ (Matthäus 11,28)
Du sagst: „Es gibt niemand, der mich wirklich liebt!“
Gott sagt: „Ich liebe dich!“ (Johannes 3,16; 13,34)
Du sagst: „ Ich schaffe es nicht mehr!“
Gott sagt: „Meine Gnade ist genug!“ (2.Korinther 12,9)
Du sagst: „Ich kann das nicht!“
Gott sagt: „Du kannst alles schaffen!“ (Philipper 4,13)
Du sagst: „Die Hindernisse sind zu groß!“
Gott sagt: „Ich ebne deinen Weg!“ (Sprüche 3,6)
Du sagst: „Mir fehlen die Fähigkeiten!“
Gott sagt: „Ich mache dich fähig!“ (2.Korinther 9,8)
Du sagst: „Das ist das alles nicht wert!“
Gott sagt: „Alle Dinge werden zum Guten mitwirken!“ (Römer 8,28)
Du sagst: „Das kann ich mir nie verzeihn!“
Gott sagt: „Ich vergebe dir!“ (Römer 8,1)
Du sagst: „Ich krieg das nicht geregelt!“
Gott sagt: „Ich werde alles erfüllen, wessen ihr bedürft!“
(Philipper 4,19)
Du sagst: „Ich habe Angst!“
Gott sagt: „Ich habe euch nicht einen Geist der Furcht gegeben!“ (2.Timotheus 1,7)
Du sagst: „Ich habe so viele Sorgen, ich bin echt frustriert!“
Gott sagt: „Wirf alle Sorgen auf mich!“ (1.Petrus 5,7)
Du sagst: „Ich habe nicht genug Glauben!“
Gott sagt: „Ich habe euch Glauben zugeteilt!“ (Römer 12,3)
Du sagst: „Ich bin nicht klug genug!“
Gott sagt: „Ich gebe dir die Weisheit!“ (1.Korinther 1,30)
Du sagst: „Ich fühle mich alleine!“
Gott sagt: „Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen!“ (Hebräer 13,5)

Möge der Herr Dir und mir helfen, Sein Motto ernst zu nehmen und danach zu leben. Was für ein Leben!

Donnerstag, 5. September 2019

Komm, folge mir nach!

Jesus nachfolgen – das wollten alle drei! Der Erste und der Dritte ergriffen selbst die Initiative, der Zweite wurde von Jesus zur Nachfolge aufgefordert: Komm! Folge mir nach!

Jedoch hatten alle drei ein „Aber“. Nachfolge – aber!
Ob die erste Person je Jesus nachgefolgt ist, wissen wir nicht. Als Jesus ihm sagte:
„Die Füchse haben Gruben 
und die Vögel unter dem Himmel haben Nester;
aber der Menschensohn hat nichts, 
wo er sein Haupt hinlege.“ (Lukas 9:58) 
hört man anschließend nichts mehr von ihm. Vielleicht war ihm ein Kissen für die Nacht und eigene vier Wände wichtiger als Jesus nachzufolgen. Vielleicht!
Der zweite wollte seinen Vater beerdigen. Ob der bereits gestorben war und eine tagelange Trauerzeit anstand, oder ob der Sohn um sein Erbe besorgt war – beides eine Möglichkeit.
Auch die dritte Person hängt sehr an seiner Familie. Das ist grundsätzlich eher positiv als negativ. Nur scheint seine Familie ihn von der Nachfolge abzuhalten. Darin liegt die Tragik. Und Jesus muss allen sagen: 
Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, 
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9:62) 
Eine Statistik besagt, dass 16% aller Gemeindemitglieder keine Veränderung in ihrem Leben erfahren. 16%! Nach den Worten Jesus scheint es u.a. daran zu liegen, dass wir zurück oder zur Seite blicken – wohin auch immer – jedenfalls nicht auf Jesus. „Komm! Folge mir nach!“ 
Wer Jesus nachfolgt, hat Ihn automatisch vor Augen. Ob das jetzt, wie in Lukas 9, Bequemlichkeit ist, die Sorge um meinen Besitz oder die Familie – oder ob es mein Beruf, mein Hobby, meine Freizeit,  mein Haustier, meine Krankheit oder meine Freiheitsliebe ist – wenn ich nicht Jesus vor mir sehe, dann laufe ich irgendetwas anderem nach und bin nicht mehr ausschließlich nach vorne ausgerichtet.
Wenn Jesus uns auffordert, nicht nach hinten zu sehen, fordert er uns aber auch auf, nicht an der Vergangenheit festzuhalten. Sünde, Versagen und negative Erfahrungen sollen uns nicht davon abhalten, in dieses Jahr hineinzugehen mit dem Ziel, es mit Jesu Hilfe anders zu machen. Er vergibt! Er richtet auf! Und Er will Neues schaffen.
Jesus möchte Dich und mich auf jeden Fall aus der 16% Gruppe herauslösen. Er möchte, dass wir unser Leben mit Ihm leben und am Ende trotz Zeiten der Niederlagen, der Enttäuschungen und Kämpfe zurückblicken auf ein Leben des Sieges, der Gotteserfahrung und des Wachstums. Und um uns das noch einmal zu versichern lesen wir: 
Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, 
um sich mächtig zu erweisen an denen, 
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. (2 Chronik 16:9a

Mittwoch, 4. September 2019

Apocalypse Now

"Apocalypse Now“ war ein mehrfach ausgezeichneter Antikriegsfilm aus dem Jahr 1979, den Kritiker als einen der besten des 20. Jahrhunderts bezeichnen.

Apocalypse bedeutet so viel wie „Weltuntergang“. An den haben Menschen aus allen Generationen mit jeder neuen Erfindung geglaubt, ob es die Dampflokomotive war oder die Apollo-Raumschiffe zum Mond.

Nachdenken über einen möglichen Weltuntergang ist nicht den Religionen vorbehalten. Bis heute beurteilen selbst säkulare Wissenschaftler die Weltuntergangsstimmung. Die „Doomsday Clock“ – oder auch „Weltuntergangsuhr“ ist die symbolische Uhr einer Zeitschrift von Atomwissenschaftlern, die der Öffentlichkeit verdeutlichen soll, wie groß momentan das Risiko einer globalen Katastrophe ist. Die Uhr wurde 1947 gestartet mit einer Zeitangabe von 23:58 Uhr. Sie fiel in den nächsten Jahren nie tiefer als 23:43 Uhr. Im Jahr 2019 wird sie wieder auf 23:58 Uhr eingeordnet.
Schon unsere Urgroßeltern meinten, das Ende wäre nahe. Unsere Großeltern stimmten ihnen (im Alter) bei und die Worte meines Vaters klingen mir noch im Ohr: „Jong, de Welt gehrt bald onn’r“ (Junge, die Welt geht bald unter). Es ist unschwer festzustellen, dass mit zunehmendem Alter die Weltuntergangsstimmung in vielen Menschen zunimmt. Ich bekenne: Ich gehöre zu denen, die alt werden.

Allerdings war ich kürzlich auf einem Treffen mit Pastoren, in dem meine Einschätzung der gegenwärtigen Lage auf breiter Basis geteilt wurde – auch von den Jüngeren. Dazu kommen Artikel, Berichte und Dokumentationen von Journalisten, die mit Verschwörungstheorien und dem Glauben nichts am Hut haben, aber auch von drohenden globalen Katastrophen reden.

Der Unterschied zwischen der Stimmung unserer Urgroßeltern und unserer eigenen Beurteilung liegt u.a. darin, dass man in der Vergangenheit neben dem gesellschaftlichen und moralischen Verfall auch wissenschaftliche Neuerungen oder gewaltige Fortschritte als Zeichen für den Weltuntergang sah. Heute sind es neben sozialem und moralischem Verfall tatsächliche Katastrophen, die biblische Prophetien in den Bereich des Erklärbaren versetzen.
  • Die Verschmutzung der Meere – die Offenbarung prophezeit dies in katastrophalem Ausmaß
  • Die Zerstörung der Umwelt (z.B. Brasiliens Regenwald) auch das finden wir in der Bibel
  • Das Massensterben von Insekten und Vögeln
  • Die Unregierbarkeit der Menschheit – Jesus spricht davon in Matthäus 24
  • Der schleichende Rückzug des Bargeldes – auch biblisch vorhergesagt
  • Der Egoismus der Menschen – momentan kaum deutlicher zu sehen als in der Politik
  • Die zunehmende Kontrolle des Staates oder Staatenbundes (EU / UN) über den Einzelnen, über Familien, Erziehung und Identität
  • Die Zurückdrängung der Religionsfreiheit (Nie starben mehr Menschen um ihres Glaubens willen als in den letzten 100 Jahren)
Die Welt – religiös oder nicht – beschäftigt sich mit Krisen, von denen sie annimmt, dass sie den Weltuntergang hervorrufen können. Die Menschen haben Angst – schon jetzt!

Jesus sagt (Markus 13:32): „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.“ Darum sollte auch niemand versuchen, Tag oder Stunde festzulegen. Allerdings sagt Jesus auch sehr klar – nachdem Er die Zeichen Seines Kommens und des damit verbundenen Weltendes erklärt hatte (Lukas 21:28):

„Wenn all das anfängt, dann richtet euch auf
und hebt den Blick, denn eure Erlösung ist ganz nahe!“

Als Menschen, die an Jesus glauben, tun uns die Entwicklungen unserer Zeit leid. Das Durcheinander, der Unfrieden, die zum Himmel schreiende Not vieler Menschen, der Egoismus vieler anderer.

Aber in allem Tohuwabohu richten wir unseren Blick nicht auf die angsteinflößenden Umstände, sondern auf den kommenden Friedefürsten. Unser höchstes Ziel ist nicht, die Welt zu retten (obwohl wir verantwortlich leben wollen!), oder uns aufzuregen über die katastrophale Lage unserer Zeit. Unser Ziel und Herzensanliegen ist es, so viele Menschen wie möglich mit Jesus bekannt zu machen, damit sie in unserer katastrophenträchtigen Zeit ein festes Fundament bekommen zum Leben – und zum ewigen Leben!

Christen sind keine Realitätsflüchtlinge! Christen leben mit Jesus. Darum geht es auch heute Abend in unserer Jüngerschaftsstunde. Wir hören Zeugnisse über das, was Menschen mit Jesus erlebt haben.
Dazu laden wir herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr