.

Watch the JESUS Film in your language / Der JESUS Film in Deiner Sprache: HIER
Want to know Jesus personally? HERE / Du möchtest Jesus persönlich kennenlernen? HIER
Mehr über die CCFG (unsere Gemeinde) HIER

CCFG / ANBETUNGSLEITER GESUCHT! RECHTS im Seitenfenster

Dienstag, 22. Januar 2019

Gebet im Judasbrief


Besonders bei den kürzeren Bibelbüchern ist es immer eine kleine Herausforderung, Spuren des Gebets zu finden. Natürlich zeigt allein die Tatsache, dass diese Bücher Eingang in das inspirierte Wort Gottes gefunden haben, dass sie in der innigen Gemeinschaft mit Gott entstanden sind – und das ist ja bereits eine Art Gebet. Wenn wir doch nur lernen wollten, Zeiten (vorzugsweise mehr als 3-4 Minuten am Tag) in stiller, inniger Gemeinschaft mit Jesus zu verbringen. Wahres Gebet ist innige Gemeinschaft mit Jesus.

Der Jakobusbrief gehört zu den kürzesten Büchern der Bibel, aber es gibt einen Vers, der konkret und klar das Gebet anspricht: Judas 20

„Ihr aber, Geliebte,
erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben
und betet im Heiligen Geist“

Betet im Heiligen Geist. Äh – was ist das? Was ist gemeint? Was Beten ist, wissen wir … so ungefähr. Wer der Heilige Geist ist auch … so ungefähr. Aber: Beten im Heiligen Geist?

Unsere Geschwister aus dem charismatischen Lager würden jetzt sicher freudig erklären: „Klar doch! Diese Verse ermutigen uns – ja, sie fordern uns direkt auf – im Heiligen Geist, in Zungen zu beten!“ Und unseren charismatischen Geschwistern möchte ich zurufen: „Wenn Du diese Gabe von Gott empfangen hast und Ihm damit Ehre bringst, dann tue das. Bete im Heiligen Geist, bete in Zungen – ABER BETE!“

Halt! Halt!“ Rufen jetzt unsere nichtcharismatischen Freunde. „Ich gehöre auch zu den Geliebten, denen Gott Glauben geschenkt hat! Ich möchte auch erbaut werden und im Heiligen Geist beten. Und das auch mit meiner Zunge; aber nicht ’in Zungen!’

Lasst uns den Vers nach der „Hoffnung für Alle“ Übertragung lesen. Da heißt es:

Doch für euch, meine lieben Freunde, ist der Glaube,
den Gott euch selbst geschenkt hat,
wie ein festes Fundament: Baut euer Leben darauf!
Betet und lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten!

Beten im Heiligen Geist darf man durchaus auch so verstehen, dass Gott durch Judas lehrt: Bete unter der Leitung des Heiligen Geistes! Unseren nichtcharismatischen Freunden möchte ich daher zurufen: „Bete so, wie es Gott gefällt! Bete gemäß Seinem – in Wort Gottes – offenbarten Willen! Bete um die Dinge, um die Jesus gebetet hat! Bete die Anliegen, die Jesus uns genannt hat! Bete mit Deiner Zunge oder ohne sie – ABER BETE!

Wie oft diskutieren wir über Gebet, hinterfragen es, beurteilen es, kritisieren es, rühmen es und betonen es. Aber anstatt es theologisch auseinanderzunehmen und alles bis ins Detail verstehen zu wollen, würde es uns sicher manchmal gut tun (vielleicht sogar überraschen), wenn wir es einfach mal praktizieren würden. Selbst, wenn wir nicht alles verstehen; wenn wir nicht verstehen, warum Gott in der Vergangenheit das eine Gebet erhört hat, während wir bei einem anderen Gebet keine Erhörung feststellen können.

Die Möglichkeit des Gebets ist ein Geschenk Gottes. Lasst es uns nutzen – zur Zeit und zur Unzeit, mit viel Glauben und wenig Glauben, alleine und in Gemeinschaft, laut mit unserem Mund und leise im Herzen, wenn wir uns danach fühlen und wenn wir uns nicht danach fühlen. Lasst uns beten im Geist, wie immer wie das auch verstehen. ABER LASST UNS BETEN!

Wenn Du nicht beten kannst, sage es Gott,
und siehe Du betest.
(Gerhard Teerstegen)

Das Gebet öffnet die Tür zu den Schätzen Gottes
und verschließt die Pforten der Hölle.
(Charles H. Spurgeon)

Das Gebet ersetzt keine Tat,
aber das Gebet ist eine Tat,
die durch nichts anderes ersetzt werden kann.
(Hans von Kehler)

Montag, 21. Januar 2019

Seltsamer Segen


Irgendwann stolperte ich über einen „Segen“, den ich eher als seltsam empfand. Und dennoch, bei näherem Hinsehen, stimmen eigentlich alle Segenswünsche mit dem überein, was wir als Christen so an Einstellungen brauchen.

Ich garantiere niemandem, dass er den folgenden Segen wirklich vom Herrn erbitten möchte. Aber wenn Du merkst, da steckt Wahrheit hinter, dann erbitte doch diesen Segen für diese Woche vom Herrn, und stell’ Dich darunter.

Möge Gott dich segnen mit Unbehagen
gegenüber allzu einfachen Antworten,
Halbwahrheiten und oberflächlichen Beziehungen,
damit Leben in der Tiefe deines Herzens wohnt.

Möge Gott dich mit Zorn segnen
gegenüber Ungerechtigkeit, Unterdrückung
und Ausbeutung von Menschen,
damit du nach Gerechtigkeit und Frieden strebst.

Möge Gott dich mit Tränen segnen,
zu vergießen für die, die unter Schmerzen,
Ablehnung, Hunger und Krieg leiden,
damit du deine Hand ausstreckst, um sie zu trösten
und ihren Schmerz in Freude zu verwandeln.

Und möge Gott dich mit der Torheit segnen,
daran zu glauben, dass du die Welt verändern kannst,
indem du Dinge tust, von denen andere meinen,
es sei unmöglich, sie zu tun.
(„Franziskanischer Segen“)

Zugegeben, wenn wir Gott aus diesem Segenswunsch herausnehmen, könnten es auch gedankenvolle Worte eines Humanisten sein. Aber Gott ist nicht herausgenommen. Du und ich – vorausgesetzt wir gehören und folgen Jesus – wir sehnen uns nach Tiefe des Herzens, nach Gerechtigkeit und Frieden, nach Tränen der Barmherzigkeit und nach dem Glauben, dass die Welt verändert werden kann. Und über dem allem sehnen wir uns danach, dass solcher Segen durch den eigentlichen Segen kommt: Jesus, unsere Kraft und Freude.

Ja, diesen Segen wünsche ich Dir für diesen Tag und diese Woche: dass Jesus Deine Kraft, Deine Freude, Dein Lobpreis, Deine Sprache und Dein Ziel ist. Und mit diesem Jesus-Segen als Grundlage kann der „Franziskanische Segen“ ein echter Schatz werden.

Der Herr Segne Dich!

(Ich bin diese Woche unterwegs. Manche Andachten mögen Wiederholungen sein oder ein wenig anders ausfallen als gewohnt.)

Sonntag, 20. Januar 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Apostelgeschichte 17:1-15

1 Sie reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. 2 Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften, 3 indem er erläuterte und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und [sprach]: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus! 4 Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge der gottesfürchtigen Griechen sowie nicht wenige der vornehmsten Frauen. 5 Aber die Juden, die sich weigerten zu glauben, wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel, erregten einen Auflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; und sie drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor die Volksmenge zu führen. 6 Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie den Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrien: Diese Leute, die die ganze Welt in Aufruhr versetzen, sind jetzt auch hier; 7 Jason hat sie aufgenommen! Und doch handeln sie alle gegen die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, ein anderer sei König, nämlich Jesus! 8 Sie brachten aber die Menge und die Stadtobersten, welche dies hörten, in Aufregung, 9 sodass sie Jason und die übrigen [nur] gegen Bürgschaft freiließen. 10 Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben. 11 Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. 12 Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer. 13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dorthin und stachelten die Volksmenge auf. 14 Daraufhin sandten die Brüder den Paulus sogleich fort, damit er bis zum Meer hin ziehe; Silas und Timotheus aber blieben dort zurück. 15 Die nun, welche den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und nachdem sie den Auftrag an Silas und Timotheus empfangen hatten, dass sie so schnell wie möglich zu ihm kommen sollten, zogen sie fort.

CCFG
Lobpreis - Gottes Wort!

Abendmahl - Gemeinschaft - Gebet!
Gemeinsames Mittagessen 
 

Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:
"Der Mensch wird durch das Leid erst gehärtet, 
um das Glück ertragen zu können; 
so wie der Ton im Feuer gebrannt wird, 
um Wasser fassen zu können."
(Augustinus von Hippo) 

"Das Neue Testament ist im Alten verhüllt, 
das Alte im Neuen enthüllt."
 (Augustinus von Hippo)

"Alles Menschenlob bringt dich nicht in den Himmel hinein, 
aller Menschentadel bringt dich nicht aus ihm heraus."
(Augustinus von Hippo)

Samstag, 19. Januar 2019

Schaf oder Eisbär?


Es ist interessant, die Zweiteilung in der Tierwelt zu erforschen. Vielleicht unterteilt die Fachwelt auch in mehrere Untergruppen, aber mir fiel kürzlich ein Artikel auf, der in zwei Gruppen einteilte: Die Einzelgänger und die Gruppentiere.

Orang - Utans, Schlangen, Igel, Maulwürfe, Kelchwürmer, Nessel - und Manteltiere, Ziermotten, Wildbienen, Tiger, Hamster, Pott- und Blauwale, Eisbär, Tiger, Luchs, alle Spinnenarten, Kurzkopfbreitbeutler, Vielfraß, Eichhörnchen. Diese und viele andere Tierarten gehören alle zur ersten Gruppe. Sie verzichten auf Zusammenleben mit Artgenossen und ersparen sich die Anstrengung sozialen Verhaltens.

Andere Tiere wiederum erkennen den Vorteil der Gruppe und leben in Herden. Viele Vogelkolonien geben davon Zeugnis, Gnuherden in Afrika, Schafe, Zwergelsel, Pferde, Rothirsche, Ameisen, viele Bienenarten und Fischarten, das Landkaninchen und viele andere Tierarten.

Natürlich gibt es Gründe für das Gruppenleben und das Einzelgängertum. Das ist – in aller Regel – bei uns Menschen anders. Und das ist nicht nur anders im Leben allgemein, sondern auch im geistlichen Leben. Geistliches Einzelgängertum ist in der Bibel unbekannt

Immer wieder mal höre ich Aussagen wie: „Ich bin ja auch gläubig, aber ich brauch keine Kirche.“ „Ja, mit Gott hab ich’s ja auch, aber die Christen brauch ich nicht.“ „Ich hab die Frommen satt. Ich bin kein Heide, aber ich lebe meinen Glauben für mich selbst.“  Schon mal gehört? Oder vielleicht auch als eigene Glaubensphilosophie zurechtgelegt?

Nach Gottes Wort gibt es kein Einzelgängerchristsein. Entweder gehörst Du zur Familie Jesu – dann hast Du Familie – oder Du gehörst nicht dazu. Entweder bist Du Teil am Leib Jesu – oder Du bist und hast keinen Teil am Leib Jesu. Es ist tragisch, unbiblisch und für die Verbindung mit Jesus ungesund, wenn wir uns von all denen zurückziehen, die sich auch zu Jesus bekennen. Menschliche Gründe dafür gäbe es viele. Biblische Gründe keinen. Die Eremiten (‚christlichen’ Einsiedler) der frühen Christenheit, die Kloster des Mittelalters, die Einzelgänger unserer Zeit – all das entspricht nicht dem, was Gott für uns geplant hat. Er sagt:

Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen,
wie einige es tun,
sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt,
da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt!
(Hebräer 10:24)

Man könnte vermutlich ein Jahr lang tägliche Andachten über Bibelverse und biblische Bilder schreiben, die Jesus Nachfolger auffordern, enge Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu suchen. Ein im Alten und Neuen Testament gebräuchliches Bild ist die Schafherde. Jesus bezeichnet sich als den guten Hirten und Seine Jünger als Seine Herde. Einzelgängerschafe werden in der Bibel als verirrte Schafe beschrieben, die Jesus zurück in die Herde haben möchte.

Gehörst Du zu einer Herde Jesu? Gehörst Du zu einer Gemeinde Jesu? Egal, wie sich diese Gemeinde nennt – wenn Jesus der Mittelpunkt und Gottes Wort der Maßstab ist, dann bist Du dort am richtigen Platz. Dort sollst Du dem Herrn und der Gemeinde dienen. Dreh Dich in Deinem Glauben an Jesus nicht um Dich selbst und nicht alleine. Dreh Dich mit anderen um Jesus im Zentrum. Das hält Deinen Glauben stark und gesund.

Solltest Du gemeindelos sein, laden wir Dich herzlich ein zu unserer „Herde“ Unser Gottesdienst beginnt sonntags um 10:30 Uhr, parallel ist Kinderbetreuung. Auch unter der Woche finden verschiedene Gemeindestunden statt, zu denen wir gerne einladen.

Freitag, 18. Januar 2019

Nachruf: Heinz-Richard Friedrich (2.6.1954 – 9.1.2019)

Gestern war der Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle! Viele waren gekommen – aus dem Siegerland, aus den Nachbargebieten und auch solche, die von weiter her angereist waren.

Wir alle waren erschrocken, entsetzt und verwirrt. Am 9. Januar knapp 6 Wochen nach einer schweren Operation, von der er sich sehr gut erholte, war er plötzlich tot, nicht mehr unter uns. Und er fehlt überall. Nur langsam gewöhnen wir uns daran, dass er nicht mehr in unseren Gemeindestunden sitzt, mit zum Herrn erhobenen Händen in Anbetung versunken; oder nicht mehr mit uns betet. Und gebetet hat er – mit beispielloser Inbrunst – in der Zweierschaft, in der Gemeinde und auf Gebetsreisen im Ausland.  Er fehlt auch den Kindern, die ihn als den kannten, der stets froh zum Kindergottesdienst kam, der Jesus liebte, die Bibel liebte und sie als Kinder liebte. Er lehrte keine tote Theorie. Er lehrte und lebte Jesus.

Der Verlust ist heftig, aber der Trost Gottes bricht durch. Nicht umsonst bezeichnet die Bibel Gott als „Gott allen Trostes“, der „die Trauernden tröstet“.  Wenn ein Mensch das Diesseits verlässt und nicht ins Ungewisse geht, dann ist das ein Megatrost! Wenn ein Mensch diese Erde mit all dem Leid, Kampf, den Schmerzen, Tränen und dem Tod verlässt, um an den Ort zu gehen, von dem die Bibel sagt:

„Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen,
und der Tod wird nicht mehr sein,
noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein;
denn das Erste ist vergangen.“

... dann kann das nichts anderes sein als Balsam für eine trauernde Seele.

Wer sich, wie Richard, als Fremdling und Pilger auf der Erde bezeichnet hat und doch nicht weltfremd war, sondern mit beiden Beinen im Leben stand – und wer dann durchs Tor der Herrlichkeit am Ziel angekommen ist – mit dem muss man sich freuen, sogar wenn man selbst trauert.

Ich bete nicht um Gesundheit, sondern dafür, dass ich ein Zeugnis sein kann“ sagte er einer Bekannten, bevor er zur Operation ins Krankenhaus musste.
Eigentlich bin ich ja in einer win/win Situation (eigentlich kann ich ja nur gewinnen). Entweder werde ich gesund – oder ich gehe zum Herrn!“ sagte er zu jemand anderem.
Und nach seiner Operation war er einfach nur begeistert, dass er keine andere Option hatte, als Jesus zu vertrauen.

Seit seiner Operation, die zunächst keine leicht zu tragenden Nachwirkungen hatte, waren seine vielleicht häufigsten Worte: „Ich bin Gott so unendlich dankbar!“ „Ich fühle mich so getragen!“ Zu einem Jungen aus seiner Kindergottesdienstgruppe sagte er: „Wenn ich wieder im Kindergottesdienst bin, dann erzähl ich euch von den letzten Monaten!“ Der Junge wusste um die schwere OP und guckt etwas verwirrt – so als ob er sagen wollte: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das hören möchte.“ Richard erriet wohl seine Gedanken und fügte schnell mit einem Lachen hinzu: „Nein, nein, nicht von meiner Krankheit sondern wie gut Gott ist, wie Er hilft, wie Er trägt, wie treu Er ist und wie lieb Er uns hat.

Richard wird uns fehlen! Aber sein Vorbild ermutigt uns auch noch im Nachhinein. Sein Leben, das vom Herrn verändert wurde, wird uns in Erinnerung bleiben und ein Ansporn sein, auch selbst für Jesus zu leben.
Wir sind getröstet in dem Wissen, dass Richard jetzt in der Gegenwart Jesu ist.

Wo wirst Du die Ewigkeit verbringen?

Donnerstag, 17. Januar 2019

Hättest Du’s gewusst?

Viele der folgenden Namen sind uns bekannt. Was uns nicht bekannt ist, sind die Äußerungen dieser Menschen zur Bibel oder zu Gott, dem eigentlichen Autor der Bibel. Hier ist, was sie sagten. Hättest Du’s gewusst (oder geahnt)?

Otto von Bismarck (1815-1898), deutscher Reichskanzler:
„So wenig du das Meer ausschöpfen kannst mit deiner Hand, so wenig die Bibel mit deinem Verstand.“

Napoleon Bonaparte (1769-1821), französischer Kaiser
„Die Menschen glauben alles, es darf nur nicht in der Bibel stehen.“

John Wesley (1703-1791), Erweckungsprediger, Begründer der Methodisten
“Ja, wenn es irgendwelche Fehler in der Bibel gäbe, könnten es ja tausend sein! Wenn es in diesem Buch irgend etwas Verkehrtes gäbe, würde es nicht von dem Gott der Wahrheit stammen.“

James B. Irwin (1930-1991), amerikanischer Astronaut, flog 1971 mit Apollo 15 zum Mond
„Der letzte Tag auf dem Mond war ein Sonntag, und weil uns ein Auto zur Verfügung stand, machten wir einen kleinen Ausflug. Beeindruckt von der Szenerie erinnerte ich mich an jenen Lieblingsabschnitt aus dem Psalm 121, Ver 1: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen von wo meine Hilfe kommt.“… Im Wort Gottes liegt eine Große Kraft. Warum sollte ich auch überrascht sein, die Gegenwart Gottes auf dem Mond zu empfinden? Die Heilige Schrift sagt uns, dass Gott überall ist.“ (aus: „Geschäftsmann und Christ“, 6/1980)

James Anthony Froude (1818-1849), englischer Historiker (Nichtchrist), Verfasser des zwölfbändiges Werkes „The History of England“
„Die gründlich studierte Bibel ist eine Literatur für sich – die seltsamste und reichste auf allen Gebieten des Denkens.“ (aus: „So entstand die Bibel“)

Sir William Jones (1746-1794), einer der größten Sprachkundigen (er hat 28 Sprachen gelernt) und Kenner des Ostens, britischer Orientalist und Jurist:
„Ich habe diese heiligen Schriften regelmäßig und andächtig gelesen, und ich meine, dass dieses Buch […] mehr Erhabenheit und Schönheit der Sprache besitzt als alle anderen Bücher, in welchem Zeitalter und in welcher Sprache sie auch immer geschrieben sein mögen.“ (aus: „So entstand die Bibel“)

Emil Zatopek (1922-2000), tschechischer Meisterläufer (mehrfacher Olympiasieger)
„Wir sollten eigentlich jeden Morgen Karl Marx lesen, damit wir unsere Regierung besser verstehen. Ich tue das nicht, denn meine Lektüre ist die Bibel. Darin finde ich Kraft das zu tun was ich für richtig halte. Alles in der Welt ist vergänglich, nicht aber die seelische Kraft der Verbindung mit Gott.“
 
D. Diderot (1713-1784) frz. Schriftsteller und Philosoph der Aufklärung:
„Das Auge, der Flügel eines Schmetterlings genügen, um einen Gottesleugner zu vernichten.“

J.J.Rousseau (1712-1778) frz.-schweizer Schriftsteller und Kulkturphilosoph:
„Ich denke über die Weltordnung nach, um sie unausgesetzt zu bewundern und den weisen Schöpfer anzubeten, der sich in ihr offenbart.“

Seneca (4 v. Chr. -65 n.Chr.) röm. Dichter und Philosoph:
„Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie alleine sind, zweifeln sie.“

Mahatma Gandhi (1869-1948) indischer Staatsmann:
„Ich zögere nicht zu sagen, dass ich der Existenz Gottes mehr gewiss bin als unserer Anwesenheit in diesem Raum.“

Ein letzter Beitrag zur Bedeutung der Bibel und ihres Autors:

(Dein Name) Wenn man Dich zitieren würde – was hättest Du über die Bedeutung der Bibel und ihres Autors in Deinem Leben gesagt?
_____________________________________________
_____________________________________________
_____________________________________________

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
und ein Licht auf meinem Weg.
(Psalm 119:115)

Mittwoch, 16. Januar 2019

1000x

Tausendmal wurde die Bibel zu Grabe geläutet, die Totenrede gehalten, aber irgendwie war sie nie tot zu kriegen.” sagte Bernhard Ramm. Bereits vor 6 Jahren berichtete Idea Spektrum, dass das kommunistisch regierte China als größter Bibel-Produzent und Exporteur der Welt galt. Binnen 25 Jahren wurden in der Bibeldruckerei in Nanjing 100 Millionen Exemplare des „Buches der Bücher“ hergestellt,  60 Millionen für das Inland bestimmt, 40 Millionen in mehr als 70 Sprachen für das Ausland.
 
Man möchte hoffen, dass sich diese Entwicklung bis heute fortsetzt, auch wenn die Kontrolle in China und die Verfolgung unserer Geschwister wieder deutlich zunimmt.

Es gibt viele wunderbare Fakten und Zitate über das Buch der Bücher. Die Art, wie die Bibel überliefert wurde bestätigt ihre Zuverlässigkeit. Erstaunlich viele Abschriften gibt es von der Bibel gibt, erstaunlich wenige von den klassischen Werken (Homer, Tacitus, Shakespeare…). Dazu kommt die verblüffende Genauigkeit, mit der die Juden die biblischen Texte kopierten. Dennoch ist es die Bibel, die angezweifelt wird.

Die Bibel bildet mit Altem und Neuem Testament eine logische Einheit. 40 Schreiber in einem Zeitraum von über 1500 Jahren haben in drei Kontinenten (Asien, Afrika, Europa) an ihr geschrieben. Dennoch erkennt man den roten Faden. Die Eckpfeiler der Bibel sind:
  1. Die Schöpfung der Welt durch einen persönlichen Gott
  2. Rebellion des Menschen gegen den Schöpfer. (Der Sündenfall und seine Folgen)
  3. Gottes Rettungsaktion durch Jesus Christus
  4. Die Zukunft dieser Welt
Archäologische Funde bestätigen die Zuverlässigkeit der Bibel. Dave Blasinger und Charles E. Sellier, zwei amerikanische Archäologen bemerken:

„Die Bibel ist sowohl ein einzigartiges geschichtliches Dokument, als auch ein verlässliches historisches Quellenwerk. Sie hat zu Tausenden von archäologischen Funden geführt und eine umfangreiche Literatur über alte Kulturen entstehen lassen. Diese Bibel hat sich, wo immer sie nachgeprüft werden konnte, als wahr erwiesen, in der Beschreibung kleiner Details ebenso wie in der Schilderung großer Ereignisse.“

25% der Bibel besteht aus Prophetien, Voraussagen über geschichtliche Entwicklungen. Tatsache ist, dass sich bereits 90% aller Voraussagen erfüllt haben. Die restlichen 10% stehen noch aus. Falschen Prophetien in der Bibel hat es nie gegeben.

Für kein Buch haben mehr Menschen ihr Leben gewagt und auch verloren als für die Bibel.

Welche Bedeutung hat die Bibel – genauer definiert: das Wort Gottes in deinem Leben? Kennst Du es? Liest Du es? Vermutlich werden eine ganze Reihe Leser diese Fragen mit Ja beantworten. Erlaubt mir eine abschließende Frage: Verändert Gottes Wort Dein Leben?

Beginne jeden Tag neu, es zu lesen und Gottes Wesen und Willen darin zu erforschen. Mach die gleiche Erfahrung wie der Schreiber des 119. Psalms, der in Vers 162 erfreut ausruft:

Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet.
(Mit Informationen, u.a. aus dem FB Eintrag eines Freundes; Fortsetzung folgt)

Dienstag, 15. Januar 2019

Gebet im 3. Johannesbrief


Auch im 3. Brief des Johannes suchen wir Worte wie Gebet, Dank, Lob, Bitte, Opfer und dergleichen vergeblich. Worte, die wir direkt mit Gebet verbinden, sind, wie in seinem 2. Brief, Fehlanzeige. Dennoch fallen beim Lesen des kurzen Briefes einige Verse auf, hinter denen sich Gebet versteck! Christsein ohne Gebet – das ist wie ein Fisch ohne Wasser – unmöglich. Und so versteckt sich auch im 2. Johannesbrief der Gebetsgedanke in mehreren Versen.

Als Beispiel sei Vers 2 zitiert. Johannes schreibt an Gajus, den Empfänger des Briefes:

Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen
und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl geht!

Auf den ersten Blick hört sich das an wie freundliche Einleitungsworte in einem Brief. Wir formulieren es oft ähnlich, wenn wir schreiben: Ich hoffe, es geht Dir gut! oder Ich wünsche Dir einen guten Tag! Aber das Wort, das hier mit „wünsche“ übersetzt ist bedeutet mehr. Das Wort εὔχομαι (euchomai) kommt 6x im Neuen Testament vor. 3x wird es im Sinne von „wünschen“ übersetzt, 3x im Sinne von Beten. So heißt es in 2 Korinther 13:7: Wir beten aber zu Gott. Zwei Verse weiter schreibt Paulus: „Um dieses bitten wir auch. Und in Jakobus 5:16 fordert uns der Apostel auf: Betet füreinander.

Durchaus kann also das Wort „euchomai“ auch mit bitten oder beten übersetzt werden, wie es auch andere deutsche Bibelausgaben oder anderssprachige Übersetzungen tun. Somit haben wir das „versteckte“ Gebet im 3. Johannesbrief entdeckt und können berechtigt  lesen:

Lieber Freund, ich bete, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht, 
und dass dein Körper so gesund ist, wie ich es von deiner Seele weiß.

In unserem Alltag macht das aber einen großen Unterschied, ob wir jemandem etwas wünschen, oder ob wir es für jemanden erbitten, nicht wahr? Es macht einen Unterschied, ob wir uns etwas wünschen oder ob wir es uns von Gott erbitten.

Kann ich denn alle meine Wünsche zu einem Gebet machen? Kann ich darum beten, dass meine Mannschaft gewinnt, dass heute das Wetter schön wird oder ich in der Klausur ein A bekomme?

Grundsätzlich dürfen wir mit Gott über alles reden. Über alles, auch unsere Wünsche! Solches Reden mit Gott ist Gebet! Manchmal sind unsere Gebete allerdings selbstsüchtig, unweise oder sogar schlecht für uns. Darum hat Gott in Seiner Gnade eine Sicherung eingebaut. ER ist es, der unsere Gebete beurteilt und darauf reagiert. Er wird uns keinen Stein geben, wenn wir Ihn um Brot bitten. Aber Er wird uns auch keinen Skorpion geben, wenn wir Ihn um einen bitten. Gott wird keine Gebete erhören, die Seinem Willen nicht entsprechen. Eine große Hilfe mag uns Psalm 37:4 geben, wo es heißt:

„Habe deine Lust am Herrn,
so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!“

Dieser Vers ist eine Megahilfe für unser Gebetsleben. Wenn Jesus unsere Freude, unser Streben und unser Ziel ist, wenn Jesus unser Zentrum und Lebensinhalt ist, dann wird uns ein unerfüllter Wunsch nicht weh tun. Dann wird auch ein unerfüllter Wunsch Dankbarkeit bewirken, weil wir wissen, dass Jesus uns gehört hat und in Seiner Weisheit anders entschieden hat. Wenn wir unsere Freude am Herrn haben, dann werden sich unsere Gebete nicht so sehr um unsere Wünsche drehen, sondern um Jesus, Sein Reich und Seinen Willen. Ja, dann wird Er gerne geben, was unser Herz begehrt, denn es begehrt, was Sein Herz begehrt.

Und damit zurück zu 3. Johannes 2:

Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen
und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl geht!

Lass Deine Wünsche durch innige Gemeinschaft mit Jesus geboren werden. Innige Gemeinschaft mit Jesus formt und läutert unsere Wünsche und bringt sie vor den, der unsere Herzen sieht. Und er erkennt diese Wünsche als erhörbare Gebete. Vielleicht sind es diese „Wünsche“, die Gott meint, wenn er Jesaja verheißt:

Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten;
während sie noch reden, will ich sie erhören!
(Jesaja 65:24)

Montag, 14. Januar 2019

"Fragen zu Himmel und Hölle"

Sorry! Wieder mal das rechtzeitige Einstellen vergessen! Hier eine Wiederholungsandacht zu einem äußerst wichtigen Thema.

"Fragen zu Himmel und Hölle" - so überschrieb unsere Lokalzeitung einen Bericht über ein Gemeindeforum. Renommierte Persönlichkeiten, Männer mit Rang und Titel nahmen daran teil. Drei Pfarrer und ein Prof. Dr., die über die Frage nachdachten, ob es einen doppelten Ausgang der Geschichte gibt – sprich: Himmel und Hölle. Eine klare Antwort kam am Ende nicht dabei heraus. Immer wieder bezog sich der Artikel auf die Aussagen des Heidelberger Katechismus, die im tiefsten Grunde gar nicht so falsch sind, wenn sie zum Ausdruck bringen, dass für echte Christen das Gericht bereits erledigt ist – getragen durch Jesus am Kreuz. Auch die Aussage des Katechismus, dass nicht alle Menschen, sondern nur die wahren Christusgläubigen gerettet sind, ist begrüßenswert. Zitat: „Das Bekenntnisbuch zeigt ein deutliches Bild: Die einen, die Glaubenden, werden gerettet und die anderen, die eben nicht glauben, verdammt werden.“ So weit – so gut!

Dann allerdings weicht einer der Gelehrten sowohl vom Heidelberger Katechismus ab, als auch von dem Schriftverständnis Luthers und den Aussagen der Bibel. Nach seiner Auffassung ist der Heidelberger Katechismus (und damit der Reformator und Bibelübersetzer Martin Luther) eindeutiger als die Bibel selbst, die viele Fragen offen lasse. Jetzt wird’s gefährlich! Der studierte Redner ist der Auffassung, dass die Bibel uns Argumente zur Allversöhnung liefert, ebenso wie für die Lehre von Himmel und Hölle. Das lässt natürlich eine der wichtigsten Fragen des Glaubens offen.

Nun, wer bin ich, einem Titelträger mit hohen Ehren zu widersprechen? Ich gebe ohne Scheu zu, dass meine Kenntnisse der biblischen Originalsprachen nicht an die Kenntnisse jenes Redners
heranreichen. Andererseits stehe ich genauso ohne Scheu auf für das, was die Bibel über Himmel und Hölle lehrt. Um das zu verstehen, braucht es weder Kenntnisse in Hebräisch, noch Griechisch noch der Aramäischen Sprache. Es bedarf einfach einer Bibel in meiner Muttersprache und eines Glaubens an die Inspiration des Wortes Gottes. Über Jahrtausende haben gottesfürchtige Menschen an einen doppelten Ausgang geglaubt, an Himmel und Hölle. Nicht neue Erkenntnisse und Forschungen haben diesen Glauben erschüttert, sondern das Zeitalter der Aufklärung und der Wissenschaftsgläubigkeit, das um das 18. Jahrhundert herum begann. Um nicht als rückständig und unwissenschaftlich belächelt zu werden, ging man Kompromisse in Auslegungsfragen der Bibel ein. Um nicht in die Ecke der Radikalen und Intoleranten versetzt zu werden, versuchte man nicht mehr, den von den Vätern überlieferten Glauben zu verteidigen. Vielmehr versuchte man, ihn zu relativieren. Diese Versuche halten bis heute an. Gottes Wort aber erklärt, simple und klar: 

Ist nicht Verderben für den Übeltäter bestimmt und Missgeschick für die, die Unrecht tun? (Hiob 31:3)
Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht. (Markus 9:43)
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! … Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! (Matthäus 25:34+41) 

Wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden. (Judas 7) 

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3:36) 

Natürlich kann man mit ausgeklügelten, humanistischen Argumenten versuchen, zu relativieren und verwässern, was Gott uns klar und deutlich offenbart hat. Und die Bibel verheißt diese Vorgehensweise. In 1 Timotheus 4:1 warnt Paulus: 

Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen“ 

Im zweiten Brief an Timotheus schreibt Paulus: 

Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewissheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast (2 Timotheus 3:14) 
Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. (2 Timotheus 2:2)

 Wir brauchen keine neue Interpretation, keine neue Toleranz, keine neuen Wahrheiten und keine neuen Argumente. Was wir brauchen ist eine Rückkehr zu den Wurzeln, eine Rückkehr zum Glauben an den „alten Gott, den Gott der Urzeit“ (5 Mose 33:27), eine verbindliche Rückkehr zu Seinem Wort und eine Rückkehr zum Glauben derer, die vor uns kompromisslos mit Jesus gelebt haben. Solch eine Rückkehr wird uns und unser Umfeld (äußerst positiv) verändern!

Sonntag, 13. Januar 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Johannes 14:1-3 u.a. Verse zum Thema "Himmel"


1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
2 Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.
3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
 
CCFG
Lobpreis - Gottes Wort!

Gemeinschaft - Gebet!
Gemeinsames Mittagessen 
 

Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:
"Alle Schätze, die wir auf der Erde anhäufen, lassen wir zurück, 
wenn wir hier abscheiden. 
Alle Schätze, die wir im Himmel sammeln, warten auf uns, 
wenn wir dort ankommen."
(Randy Alcorn) 
Wandelt mit den Füßen auf der Erde; 
mit den Herzen aber seid im Himmel.
(Giovanni Melchiorre Bosc)

Im Himmel möchte ich lieber dafür getadelt werden, 
dass ich zu viel geliebt habe, 
als dass ich zu wenig geliebt habe.
(Brother Andrew / Open Doors)

Samstag, 12. Januar 2019

Frieden

Der Lehrer gibt seinen Schülern den Auftrag, ein Gemälde zu schaffen zum Thema: „Vollkommener Frieden“.

Alle in der Klasse vertiefen sich an die Arbeit. Was kann man malen? Welches Motiv illustriert Frieden am besten? Eifrig arbeitet jeder daran seine Gedanken auf Papier auszudrücken. Der Abgabetermin naht und der Lehrer dreht seine Runden im Klassenzimmer. Hier nähert er sich einem der Schüler und ist überrascht von dem Bild, das er sieht. Ein Junge hat dunkle Sturmwolken gemalt, Krieg, Krankheit und Tod. Aber mittendrin ist dieser Baum, und auf einem seiner Äste sitzt ein Vogel mit weit ausgebreiteten Flügeln. Es sieht aus, als würde dieser Vogel singen.

In Anbetracht dieses Bildes kratzt sich der Lehrer am Kopf und meint: „Ich dachte, die Aufgabe sei gewesen, vollkommenen Frieden zu malen?!“ "Das habe ich getan,“ antwortet der Junge. "Sehen Sie, der kleine Vogel lebt im Frieden mit seiner Umgebung. Er hält in all den Umständen an Gottes Verheißung fest, dass Gott sich um ihn kümmern wird. Der Vogel weiß, dass Gott ihm jederzeit Wind vom Himmel unter seine Flügel schicken – und ihn an einen besseren Platz bringen kann.“

Frieden, so zeigt diese Geschichte, ist nicht die Abwesenheit von Unruhe und Unheil, sondern Bewahrung und Hoffnung mitten in unserer unheilvollen Welt.

Jesus Christus sagt: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück - meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.“ Der Psalmist singt: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.“

Dieses gerade angebrochene Jahr wird auch uns Sturmwolken bringen, Krieg, Krankheit und Tod, die sich schmerzlich vermischen mit den Sonnentagen, den Freuden und den Erfolgen dieses Jahres. Aber Jesu Versprechen gilt uns an jedem Tag und in jeder Situation dieses Jahres: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück - meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.

Frieden kann jeder Mensch bei Jesus finden, selbst mitten in Not und Dunkelheit. Jesus schenkt nicht nur Frieden, Er ist Frieden. Komm zu Jesus und finde Frieden!

Freitag, 11. Januar 2019

Freude und Tod

Es ist schon interessant, dass sich ein Mensch Philipper 4:4-7 als Predigttext für seine eigene Beerdigung aussucht. So erging es mir vor vielen Jahren, als ein sterbenskranker Bruder sich die Freudenverse für seine eigene Beerdigung aussuchte. Und, so muss ich bekennen, ich war ausgesprochen froh, als mir dieser Text als Predigttext gegeben wurde. 

"Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!  Eure Güte lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe!  Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!" 

Was kann unsere lebendige Hoffnung deutlicher ausdrücken als die Tatsache, dass Gotteskinder sich selbst im Angesicht des Todes freuen können. Der Mensch, der selbst im Angesicht des Todes Gottes Wort ernst nehmen kann, der kennt seinen Herrn und Erlöser. Jesus ist der Grund seiner Freude.

Darum heißt es auch nicht: Seid ausgelassen allezeit oder lacht allezeit. Es heißt nicht einmal: "Freuet euch allezeit." Gott ruft uns durch den Apostel Paulus zu: "Freuet euch in dem Herrn allezeit!"
  • Bei Jesus können wir ein trübes, trostloses, altes Leben eintauschen gegen ein neues! 
  • Bei Jesus finden wir Vergebung - und die Gewissheit der Vergebung aller unserer Schuld! 
  • Bei Jesus finden wir Trost und Halt, selbst in den Zeiten, in denen uns das Leben durch harte Schicksalsschläge zusetzt! 
  • Bei Jesus finden wir Verheißungen - und erfahren wir Verheißungen, die über jeden irdischen Wert hinausgehen! 
  • Bei Jesus finden wir eine Hoffnung, die uns im Leben trägt - und nicht nur im Leben - vielmehr noch im Sterben! 
  • Bei Jesus finden wir Aufnahme, nicht für ein weiters Leben mit Höhen und Tiefen, sondern für die Ewigkeit in der Herrlichkeit, Gegenwart und Freude unseres Herrn!
Tatsachen wie diese - und es ist nur eine kleine Auswahl der Gründe unserer Freude - machen deutlich, warum es nicht abwegig ist, Philipper 4:4-7 als Predigtext für die eigene Beerdigung auszusuchen. Diese Verse trösten den Sterbenden mit Vorfreude auf die Begegnung  mit seinem Retter, Jesus. Gleichzeitig lenken sie unser aller Blicke auf Jesus, der alleine bleibende Freude schenken kann, selbst in Leid und Trauer.

Euch allen einen gesegneten Tag im Sinne von Philipper 4:4!

Donnerstag, 10. Januar 2019

Hätte Gott ...

Im  Gottesdienst lesen wir durch die Apostelgeschichte. In Kapitel 1 werden in Vs 13 die 11 Namen von Jüngern aufgelistet. Die einzelnen Jünger waren alles normale Menschen wie wir. 
Dann spulen wir vorwärts und schauen uns ihr Ende an (wie es Tradition, Überlieferung und Kirchengeschichte berichten). Alle werden mächtig von Gott gebraucht. Die meisten international. Fast alle sterben einen frühzeitigen Tod.

Nach dem Gottesdienst kommt eine junge Frau auf mich zu. Sie stellt eine interessante und berechtigte Frage: „Diese Jünger waren Gott so treu und gehorsam; Gott konnte sie so gut in aller Welt gebrauchen. Warum hat Gott ihren frühen Tod zugelassen, anstatt ihr Leben zu beschützen, zu verlängern und sie bis ins hohe Alter zu gebrauchen? 

Wir sprechen ein wenig über den Sinn des Leidens, das uns oft so sinnlos erscheint. Gott „tickt“ anders als wir. 

So hoch der Himmel über der Erde ist,
so viel höher sind meine Wege als eure Wege
und meine Gedanken als eure Gedanken. 
(Jesaja 55:9)
 
Gottes Logik ist anders als unsere. Die geistliche Welt funktioniert anders als die Welt, in der wir körperlich leben. Und in allem dürfen wir wissen, dass Er nie einen Fehler macht und nie eine Fehlentscheidung trifft. 
 
Mir fielen Worte ein, die ich einmal auf einer Männerfreizeit gehört hatte. Es ging um das Leben Josefs, der viel leiden musste, der ungerechterweise litt – nach dem Willen Gottes. Aber Gott verfolgte einen Plan. Hätte Gott anders gehandelt, hätte es zu einer geistlichen Katastrophe kommen können. Der Redner schloss ab mit den Worten:
 
-         Hätte Potiphars Frau Josef nicht fälschlicherweise der versuchten Vergewaltigung beschuldigt, wäre er nie ins Gefängnis gekommen.
-         Hätte Josef nicht im Gefängnis gesessen, hätte er nie die Bediensteten des Pharao kennengelernt.
-         Hätte Josef die Bediensteten des Pharao nie kennengelernt, hätte er nie ihre Träume interpretieren können.
-         Hätte Josef nicht die Träume der Bediensteten korrekt interpretiert, wäre er nie dem Pharao vorgestellt worden.
-         Wäre Josef nie dem Pharao vorgestellt worden, hätte er nie dessen Träume korrekt interpretieren können.
-         Hätte Josef nicht die Träume des Pharao interpretiert, wäre er nie Governeur von Ägypten geworden.
-         Hätte Josef die Governeursverantwortung nicht erhalten, hätte er das Land Ägypten nicht retten können.
-         Hätte er Ägypten nicht gerettet, wäre auch sein Vater Jakob mit seiner Großfamilie aus Kanaan nicht nach Ägypten gekommen und gerettet worden.
-         Hätte Jakobs Familie kein Getreide in Ägypten kaufen können, wären sie in Kanaan verhungert.
-         Wäre Jakobs Familie in Kanaan verhungert, wäre der Messias nie gekommen, der durch Jakobs Familie kommen sollte und musste.
-         Wäre der Messias nicht gekommen – die Welt wäre auf ewig ohne Hoffnung. 
 
Wäre ... Hätte Gott ... alles Hypothesen. Aber sie zeigen uns hier im Fall von Josefs Leben, dass Gott Seine Hand in allem hat, dass Seine Gedanken und Wege tatsächlich immer höher und weiser sind als unsere Gedanken. Wir dürfen wissen, dass Gott NIE einen Fehler macht.  

Erscheinen meines Gottes Wege
mir seltsam rätselhaft und schwer
und gehn die Wünsche, die ich hege,
still unter in der Sorgen Meer,
will traurig schwer der Tag verrinnen,
der mir nur Schmerz und Qual gebracht,
dann will ich mich auf eins besinnen,
dass Gott nie einen Fehler macht.

Wenn mir zu hoch des Herrn Gedanken,
zu tief der Brunnen seiner Huld,
wenn alle Stützen haltlos wanken,
die Kraft mir fehlt und die Geduld,
wenn gar mein Blick kein Ziel mehr findet
bei banger tränenreicher Wacht,
ein Glaubensfünklein dennoch kündet,
dass Gott nie einen Fehler macht.

Wenn über ungelösten Fragen
mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an Gottes Liebe will verzagen,
weil sich der Unverstand erhebt,
dann darf ich all mein müdes Sehnen
in Gottes Hände legen sacht
und dieses sprechen unter Tränen,
dass Gott nie einen Fehler macht.

Drum still, mein Herz, und lass vergehen,
was irdisch und vergänglich heißt.
Im Lichte droben wirst du sehen,
dass gut die Wege, die er weist.
Und müsstest du dein Liebstes missen,
ja ging's durch kalte, finstre Nacht,
halt fest an diesem sel'gen Wissen,
dass Gott nie einen Fehler macht.
 
Herbert Sack (1902-1942/43) 
 
Niedergeschrieben vermutlich im November 1942 in Stalingrad. 
Am 22. des Monats begann die Einkesselung durch die Rote Arme

Mittwoch, 9. Januar 2019

Ist Freude auf den Himmel legitim?

Uns geht es im Großen und Ganzen gut, oder? Wir haben genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, Freunde, einen Computer, ein relativ gut funktionierendes Sozialsystem und Gesundheitssystem und viele andere Privilegien. Und während ich dies schreibe, scheint sogar die Sonne. Ist es dennoch legitim, sich auf den Himmel zu freuen?

An einem Tag schickte Jesus seine Jünger, um das Evangelium vom Reich Gottes zu verkündigen, Kranke zu heilen und Ihn, Jesus, zu bezeugen. Kurze Zeit später kamen die Jünger begeistert zurück. „Herr, sogar die Dämonen waren uns untertan in deinem Namen!“ Und was war Jesu Antwort? Er sagt, dass es noch Größeres gibt als wunderbare Bewahrungen, Heilungen und Dämonenaustreibungen. Jesus sagt:

„Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind.
Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“   
(Lukas 10:20)

Es gibt größeren Grund zur Freude im Himmel als die größte Freude, die man sich auf Erden vorstellen kann. Freude auf den Himmel ist daher nicht mit „Lebensmüdigkeit“ oder „Märtyrertum“ gleichzusetzen. Freude auf den Himmel möchte man eher vergleichen mit der kindlichen Vorfreude auf Weihnachten, wie wir es vor wenigen Wochen beobachten konnten; oder es ist eine freudige Spannung, die Erwartung von etwas ganz Großem. Noch ist es ein verhülltes Mysterium, aber alle Hinweise und Offenbarungen versprechen die Enthüllung einer Herrlichkeit, die mit menschlichen Worten nicht zu beschreiben ist.

Leider hängen wir oft unsere Herzen so sehr an das Zeitliche und Sichtbare, mit dem wir überdurchschnittlich gesegnet sind, dass wir das Ewige und (momentan noch) Unsichtbare vergessen oder grob vernachlässigen. In Johannes 14:3 sagt Jesus seinen Jüngern:

„Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen;
wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.“

Der Musiker Keith Green überlegt: Wenn Jesus diese herrliche Welt in nur 6 Tagen erschaffen hat, und an unseren Wohnungen bereits seit 2000 Jahren arbeitet, dann muss das Leben hier auf der Erde wie ein Leben im Mülleimer sein, verglichen zu dem, was auf uns wartet.

Und wir sollten uns nicht freuen? Ich freue mich!

Dienstag, 8. Januar 2019

Gebet im 2. Johannesbrief

"Magisches Auge“ – so hießen vor Jahren die besonderen Kinderbücher, in denen zunächst oft nur ein farbenfrohes „Was-auch-immer“ zu sehen war. Wer dann das Bild länger betrachtete, dem öffnete sich die Möglichkeit, nach einiger Zeit hinter den „Was-auch-immer“ ein herrliches Bild in 3D Qualität zu entdecken. Wegen meiner Sehschwäche war es mir kein einziges Mal möglich, das herrliche Bild hinter dem „Was-auch-immer“ zu entdecken.

Beim Bibellesen geht es uns oft ähnlich. Wir lesen einen Text, erfreuen uns an den „Farben“, haben aber oft nicht ansatzweise die Schätze entdeckt, die man hinter dem ersten Lesen entdecken kann. Wenn wir dann den Text noch ein zweites Mal lesen … und vielleicht noch ein drittes Mal … und suchen und nachdenken und überlegen – dann kann sich schnell ein herrliches „Aha!“ Erlebnis einstellen, das wir uns zunächst gar nicht haben vorstellen können.

Als ich im 2 Johannesbrief nach Aussagen über das Gebet suchte, dachte ich zunächst mal: „Fehlanzeige!“ Johannes hat in seinem 2. Brief das Gebet nicht erwähnt. Liebe und Wahrheit – das waren schon immer zwei der Themen dieses Apostels. Aber Gebet …?

Als ich länger auf die Verse schaute, entdeckte ich es! Nicht sofort erkennbar erschloss sich mir der versteckte Hinweis aufs Gebet. Findest Du ihn in den beiden folgenden Versen?

Und nun bitte ich dich, Frau —
nicht als ob ich dir ein neues Gebot schreiben würde,
sondern dasjenige, welches wir von Anfang an gehabt haben —,
dass wir einander lieben. Und darin besteht die Liebe,
dass wir nach seinen Geboten wandeln;
dies ist das Gebot, wie ihr es von Anfang an gehört habt,
dass ihr darin wandeln sollt.
(2 Johannes 5+6)

Natürlich sagt Johannes zunächst ausdrücklich, dass er kein neues Gebot schreibt, sondern dass es um das Urgebot geht, einander zu lieben. Dann aber definiert er Liebe und seine Definition lautet: Nach Gottes Geboten (beachte die Pluralform) zu leben. Nach Gottes Geboten zu handeln erfüllt das Gebot der Liebe.

Gebet ist kein Vorschlag Gottes; es ist ein Befehl Gottes. Anstatt jetzt 20 oder mehr Verse zu zitieren, sollen einige wenige aus dem AT und dem NT stellvertretend erwähnt werden:

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Sucht mein Angesicht!« Dein Angesicht, o HERR, will ich suchen. (Psalm 27:8)
Es sollen dir danken die Völker, o Gott, alle Völker sollen dir danken! (Psalm 67:4)
Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. (1 Thess. 5:17,18)
Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. (Jakobus 5:16)

Gebet – einschließlich dem Gebet füreinander – gehört zu den Geboten Gottes, die uns befähigen, das höchste Gebot der Liebe zu praktizieren. Immer wieder bezeugen Menschen, dass sie von Bitterkeit, Unversöhnlichkeit, Gleichgültigkeit oder Hass befreit wurden, als sie begannen, Gott zu danken und für ihren Nächsten zu beten.

„Die Gebote Gottes halten“ – wie Johannes uns in Vers 6 auffordert – dazu gehört sicher mehr als das Gebot, zu beten. Aber Gebet ist definitiv eins davon – und ein Schönes dazu!

Montag, 7. Januar 2019

Riesen

Die Geschichten der Gebrüder Grimm haben sie berühmt gemacht – die Riesen der Märchen und der Fabeln. Und weil die Geschichten nicht nur Märchen sind sondern auch märchenhaft klingen, belächelt man heute oft die Existent dieser übergroßen Wesen. Zugegeben, manchmal läuft einem jemand über den Weg, der an die Märchenfiguren erinnert, aber im Großen und Ganzen ordnet man Riesen im Reich der Fabeln ein, die es so nie gegeben hat.

Lange vor den Gebrüdern Grimm hat uns Gott wissen lassen, dass es diese „Menchen in XXXL Größe" tatsächlich gegeben hat. Es gibt Hinweise, dass sie aus der Verbindung zwischen Menschen und Geistwesen hervorgegangen sein könnten und schließlich ausgestorben sind. (1. Mose 6) Aber die Frage ihrer Herkunft ist zweitrangig.

Zum ersten Mal in Gottes Wort erwähnt wird die Existenz von Riesen in 1 Mose 6:4:

 In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch später noch

Im Land Kanaan und drumherum hatten sich Riesen angesiedelt, die 10 der 12 Kundschafter Israels so viel Angst einflößten, dass sie schließlich das ganze Volk verrückt machten.

Wir sahen dort auch Riesen, Söhne Enaks
aus dem Riesengeschlecht, und wir waren in unseren Augen
wie Heuschrecken, und ebenso waren wir auch in ihren Augen!
(4Mo 13:33)

Wohin sollen wir ziehen? 
Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht,
indem sie sagten: Das Volk ist größer und höher gewachsen als wir,
die Städte sind groß und bis an den Himmel befestigt;
dazu haben wir die Söhne Enaks dort gesehen!
(5 Mo 1:28)

Von einem König aus der Umgebung Kanaans heißt es in 5. Mose 3:11:

König Og war der letzte lebende Angehörige
 des Volkes der Refaïter gewesen, die als Riesen bekannt waren. 
In Rabba, der ammonitischen Hauptstadt,
steht noch sein eiserner Sarg. 
Er ist viereinhalb Meter lang und zwei Meter breit.

König Og war in seinem Volk der letzte überlebende Riese. Aber es gab andere Völker mit Riesen, denn wir lesen in 1 Samuel 17 die bekannte Geschichte von Goliath.

Da trat aus dem Lager der Philister ein Vorkämpfer hervor 
mit Namen Goliath,aus Gat; 
der war sechs Ellen und eine Spanne groß. (= über 3m / Vs 4)

Riesen gab es nicht nur zu Zeiten des Alten Testaments. Es gibt sie noch heute. Nicht in menschlicher Gestalt mit 3, 4 oder 5 Meter Körpergröße, aber in unsichtbarer Gestalt – manchmal so groß, dass einen die Panik der Israeliten überkommt. Die Riesen der Angst, der Sorgen, der Arbeit, der Verluste, der Trauer, der Sünde ... all die Riesen, die unsere Seelen bedrücken und uns die Hoffnung rauben. Monster!

Aber die oben zitierten Verse sind nicht alles, was die Bibel über die Riesen zu sagen hat. In 1. Chronik 20:8 lesen wir:

Diese Philister waren Nachkommen der Riesen von Gat,
aber sie wurden von David und seinen Kriegern getötet.

Riesen können von denen besiegt werden, die auf der Seite dessen stehen, der gesiegt hat: Jesus! David besiegte die Nachkommen der Riesen von Gat mit Gleichgesinnten. Riesen werden in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten besiegt. Das sollte niemand vergessen! Die Gemeinschaft der Heiligen, Gemeinschaft von Christen ist kein Kaffeekränzchen, sondern ein Miteinander auf dem Weg mit Jesus. Wer alleine unterwegs ist, muss sich über geistliche Niederlagen nicht wundern. Such die Gemeinschaft mit anderen, die sich zu Jesus halten!

Aber es gibt auch vereinzelt Situationen, in denen Gott uns herausfordert, alleine einen Riesen anzugehen. „Wenn niemand mit mir geht, doch will ich folgen!“ heißt es in einem Lied. Das war Davids Erfahrung in 1 Samuel 17. Und mit der richtigen Einstellung trat er Goliath entgegen:

Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß;
ich aber komme zu dir im Namen des Herr der Heerscharen,
des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast!
An diesem heutigen Tag
wird dich der Herr in meine Hand ausliefern.
(1 Samuel 17:45+46)

Gibt es Riesen in Deinem Leben? Sie wurden besiegt – am Kreuz von Golgatha! Lass ihnen keinen Raum in Deinem Leben. Tritt ihnen entgegen im Namen Jesu. Such die Gemeinschaft und Unterstützung der Mitkämpfer. So hat Gott es geplant. Der Herr segne Dich!
 An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meine Hand ausliefern.