Mittwochs wegen Kleingruppen keinen Livestream mehr für ca 4 Monate. Wir laden aber ein, live dabei zu sein!

Samstag, 11. Mai 2019

John Newton – Amazing Grace

John Newtons Entwicklung vom brutalen Sklavenhändler zum Pastor und Sklavenbefreier haben wir gestern in einer Kurzbiographie gelesen. Newton war ein ausgesprochen schlechter Mensch gewesen, wie seine Schiffsmanschaft bezeugt: mit fließenden Grenzen zwischen Mensch und Tier. Aber er hatte Gottes Gnade erfahren. Gott hatte ihn „begnadigt“ durch Jesus und hatte ihn so verändert, dass er nicht mehr wieder zu erkennen war.

Im Alter bezeugte John Newton: „Mein Gedächtnis wird immer schlechter, aber das weiß ich, dass ich ein großer Sünder bin und Jesus ein großer Retter.“

Natürlich konnte Newton seine Vergangenheit nicht vergessen, aber er wusste, dass seine Vergangenheit vergeben war. Und er wusste, dass es nicht sein Verdienst war, sondern allein der Gnade Gottes zuzuscheiben war, die Ihm einen neuen Anfang ermöglicht hatte. In diesem Bewusstsein der Gnade Gottes schrieb er ein Lied, dass sich über 200 Jahre lang als bekanntes und beliebtes Kirchenlied etabliert und gehalten hat. Das Lied „Amazing Grace“ (erstaunliche Gnade) wurde in viele Sprachen übersetzt, auch ins Deutsche. Hier der deutsche Text:

O Gnade Gottes,
wunderbar hast du errettet mich,
ich war verloren ganz und gar,
war blind, jetzt sehe ich.

Die Gnade hat mich Furcht gelehrt
und auch von Furcht befreit,
seitdem ich mich zu Gott bekehrt
bis hin zur Herrlichkeit.

Durch Schwierigkeiten mancher Art
wurd’ ich ja schon geführt,
doch hat die Gnade mich bewahrt,
die Ehre Gott gebührt.

Wenn wir zehntausend Jahre sind in seiner Herrlichkeit,
mein Herz noch von der Gnade singt
wie in der ersten Zeit.

Bis ans Ende seines Lebens gründete er sein Leben auf diese Gnade. Freimütig bekannte er:
„Ich bin (zwar) nicht, was ich sein könnte, ich bin (auch) nicht, was ich sein sollte und ich bin nicht, was ich zu sein wünsche. Aber ich danke Gott: Ich bin nicht mehr, was ich einmal war und mit dem großen Apostel kann ich sagen: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!“

Vielleicht war es die Erkenntnis, dass er nur durch Gottes Gnade eine so drastische Veränderung erleben konnte, wie er sie erlebte. Jedenfalls behauptete er einmal, dass wir im Himmel über dreierlei erstaunt sein werden:
"Erstens, wer alles im Himmel ist. Zweitens, wer nicht dort ist. Drittens, dass wir dort sind.

Sicher hat John Newton damit Recht gehabt. Paulus drückt eine verwandte Wahrheit aus:
Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade,
die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, ...“


Auch unsere Gottesdienste betonen das zentrale Thema der Gnade Gottes immer wieder. Kennst Du die Gnade Gottes persönlich in Deinem Leben? Wir laden Dich herzlich ein, morgen den Gottesdienst mit uns zu feiern!
 
Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 10. Mai 2019

John Newton * 24.7. 1725 (London) † 21.12. 1807

Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade,
die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen,
sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle;
jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gnade, die mit mir ist.
(1. Korinther 15,10)

In den nächsten zwei Tagen soll es um einen Mann gehen, der in außergewöhnlicher Weise Gottes Gnade erfahren und verstanden hat.

John Newton wurde 1725 in London geboren und starb 1807 im Alter von 82 Jahren, ebenfalls in London.

Von seiner Mutter heißt es, daß sie oft mit Tränen für ihn gebetet hat. Sie starb, als er noch keine 7 Jahre alt war. 2 Jahre lang besuchte er die Schule, dann nahm ihn sein Vater mit auf ein Handelsschiff, auf dem er Kapitän war.   Newton hatte Angst vor seinem Vater.

Als 17jähriger wurde er in den Militärdienst auf einem Kriegsschiff gezwungen, geriet in ausgesprochen schlechte Gesellschaft, von der er alles Schmutzige, Verdorbene und Verkommene übernahm. Seine Gewissen starb, Gottesfurcht kannte er nicht und er erhielt sogar den Spitznamen: „John, der Gotteslästerer“

Wegen Fahnenflucht wurde er zum normalen Matrosen herabgestuft, und danach von seinen früheren Untergebenen in übelster Weise beleidigt. Es ging Newton so dreckig, dass er schwankte, ob er sich das Leben nehmen oder den Kapitän ermorden sollte. Dann wurde er auf ein Handelsschiff versetzt, das Sklaven aus Afrika holen sollte.

In Afrika angekommen, erhielt er keinen Lohn und musste als Knecht im Haus einer Afrikanerin überleben, wo man ihm nur Essensabfälle gab, die ihn schwer krank machten.

Mit Sklavenhändlern entkam er dieser Hölle und brachte es irgendwann tatsächlich bis zum Kapitän eines eigenen Sklavenschiffs. Gefangen, unmenschlich behandelt – brachte er Sklaven nach Übersee. Die Besatzung hatte manchmal den Eindruck, er sei nicht viel mehr als ein Tier, so brutal behandelte er Sklaven und Mannschaft.

Im Januar 1748 sollte Newtons Schiff überholt werden, aber auf der Überfahrt brach ein fürchterlicher Sturm los, so mörderisch, dass fast alle Lebensmittel über Bord gespült wurden. Überall herrschte Chaos. John Newton verlor alle Hoffnung. Alles Pumpen war vergeblich. Das Wasser im Schiff stieg immer höher.

Diese aussichtslose Lage brachte Newton zur Besinnung. Er schrie in den Sturm hinein: „Herr, hab Erbarmen mit uns!“ Dann fragte er sich allerdings postwendend: Was für ein Erbarmen kann es denn für mich geben?  Weil man so viel über Bord geworfen hatte war das Schiff so leicht, dass es trotz eingedrungenem Wassers nicht unterging. Nach vier Wochen in Eiseskälte mit wenig Lebensmitteln erreichte man Irland.

Den 10. Mai 1748, als John Newton im Sturm zu Gott geschrien hatte, sah er später als den Tag seiner Bekehrung an. John Newton hatte Gottes Güte und Gnade erfahren und war ein anderer Mensch geworden: wie ein verlorener Sohn – heimgekehrt zum Vater.

2 Jahre später heiratete er seine Jugendliebe, war allerdings immer noch als Sklavenhändler unterwegs, was in jener Zeit ein völlig legales Handwerk war. Dann allerdings wurde ihm bewusst, was für ein Verbrechen die Sklaverei ist.  Plötzlich konnte er die Ketten und Fesseln und das Elend der geschundenen Menschen nicht mehr sehen. Er wurde darüber körperlich krank, gab die Seefahrt auf, schloss sich dem Erweckungsprediger George Whitefield an und ließ sich zum Pastor ausbilden.

In London arbeitete er mit einem jungen Politiker zusammen und nahm den Kampf gegen die Sklaverei auf. 1807 starb John Newton, wenige Monate bevor in England die Ein- und Ausfuhr von Sklaven verboten wurde.

John Newton ist ein leuchtendes Beispiel der verändernden Gnade Gottes. Vom Sklavenhändler zum Pastor und Sklavenbefreier. Auf seinen Grabstein stehen die Worte:

„John Newton, Pfarrer, einst ungläubig und liederlich, im Dienst der Sklaverei in Afrika, wurde durch die reiche Gnade des Herrn und Retters Jesus Christus gerettet, erneuert, vergeben und berufen, den Glauben zu predigen, den er lange zu zerstören trachtete.

Donnerstag, 9. Mai 2019

O, ihr dummen Fische!


In einer alten Klosterhandschrift fnden sich folgende Zeilen:

Die Fische eines Flusses sprachen zueinander: „Man behauptet, dass unser Leben vom Wasser abhängt. Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen nicht, was Wasser ist.

Da sagten einige, die klüger waren als die anderen: „Wir haben gehört, dass im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm gehen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen.“ So machten sich einige auf und kamen auch endlich in das Meer und fragten den Fisch.

Als der Fisch sie angehört hatte, sagte er: „O ihr dummen Fische! Im Wasser lebt und bewegt ihr euch. Aus dem Wasser seid ihr gekommen, zum Wasser kehrt ihr wieder zurück. Ihr lebt im Wasser, aber ihr wisst es nicht.

So lebt der Mensch in Gott. Gott ist in allen Dingen, und alle Dinge sind in Gott. Und doch fragt der Mensch: „Kann es Gott geben? Was ist Gott?

Gar nicht so schlecht, die Illustration der alten Klosterbrüder. Und so passend für unsere Zeit. Die Menschen schwimmen im Leben rum, sind von Gottes Schöpfung umgeben, sehen sie von morgens bis abends, hören die Vögel singen, den Wind rauschen und das Baby lachen. Die Menschen atmen die Luft, die Gott ihnen gegeben hat und ernähren sich von Gewächsen, die Gott für sie wachsen lässt. Sie sind von morgens bis abends der Offenbarung Gottes ausgesetzt – und ignorieren sie umfassend. Gerade so, wie es Paulus im Römerbrief schreibt:

Dabei gibt es vieles, was sie von Gott erkennen können, er selbst hat es ihnen ja vor Augen geführt. Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine ewige Macht und göttliche Majestät sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung. Denn obwohl sie schon immer von Gott wussten, verweigerten sie ihm die Ehre und den Dank, die ihm gebühren. Stattdessen kreisten ihre Gedanken um Belangloses, und da sie so unverständig blieben, wurde es schließlich in ihren Herzen finster. (Römer 1:19-21 / HfA)

Verfinsterte Herzen, weil Gott immer öfter und aus immer mehr Bereichen ausgeklammert wird. Verfinsterte Herzen, weil Jesus den Menschen ein Mitmensch und „Kumpel“ geworden ist, während die Bibel sagt:

Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist und in enger Gemeinschaft mit dem Vater lebt, hat ihn uns gezeigt. (Johannes 1:18 / HfA)
Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Als sein Sohn steht er über der ganzen Schöpfung und war selbst schon längst vor ihr da. (Kolosser 1:15 / HfA)
Und Jesus selbst sagt:
Wer mich gesehen hat, der hat auch den Vater gesehen.(aus Johannes 14:9 / HfA)

Es ist definitv möglich an Gott zu glauben. Man muss allerdings bereit sein „den Vorhang“ des Herzens aufzumachen und Licht in die verfinsterten Herzen hineinzulassen. Das unvoreingenommene Beobachten der Schöpfung ist sicher nicht einfach im Hinblick auf die Indoktrinierung, die heute jeder Mensch durch Vorschule, Schule und zeitlebens durch die Medien erhält. Wissenschaftsgläubigkeit ist akzeptierter als Gottgläubigkeit und der Glaube an die Lehrbücher leichter als der Glaube an das Gottesbuch.
Dennoch – wer sich dem Wort Gottes aussetzt, die Schöpfung betrachtet, auf sein Gewissen hört und sich mit aufrichtigem Interesse mit Jesus beschäftigt, der wird Gott finden, der uns Menschen durch Jeremia 29:13 verspricht:

“Ja, ihr werdet mich suchen und finden,
wenn ihr von ganzem Herzen
nach mir verlangen werdet!“

Gerne möchten wir Dir auf Deiner Suche eine kleine Hilfestellung geben. Wenn Du keine Bibel besitzt, schreib uns über das Kontaktformular im Seitenfenster, und wir werden Dir gerne kostenlos ein Neues Testament zusenden!

Mittwoch, 8. Mai 2019

Vermiedene Fehler!

Bei der Predigtvorbereitung vor einiger Zeit fiel mir zu Apostelgeschichte 22 eine Andacht von Alfred Christlieb in die Hände. Paulus war aufgrund von Gerüchten, Lügen und falschen Vermutungen gefangen genommen worden. Unter der Überschrift: “Drei naheliegende Fehler, die Paulus in der Rede nach seiner Gefangennehmung vermied“ schreibt Christlieb:

1. Paulus klagt nicht über die ihm widerfahrene Ungerechtigkeit.

Nachdem Paulus von dem Hauptmann die Genehmigung zu einer Ansprache an das Volk erhalten hatte, hielt er eine längere Rede (Vers 1 - 21). In dieser ist nicht nur das, was er sagte, für uns lehrreich, sondern auch das, was er nicht sagte. Zuerst hätte Paulus mit vollem menschlichen Recht über die geradezu empörende Behandlung, die ihm widerfahren war, Klage führen und den Zuhörern darüber Vorwurfe machen können. Wie ungerecht und roh war er überfallen, verleumdet und geschlagen worden!

Bis dahin hatte Paulus noch gar nicht zu Worte kommen und auf alles antworten können. Nun er aber jetzt das Wort ergreifen konnte, hätte mancher es nach allen Vorkommnissen für selbstverständlich gehalten, daß er nun alle Verleumdungen mit Entrüstung zurückgewiesen hätte und zum Gegenangriff in Vorhaltungen über ihr Benehmen übergegangen wäre. Nichts davon hat Paulus getan. Kein Wort der Klage und Beschwerde ist in seiner ganzen Rede zu finden. Kein Ton des Zornes oder des Unwillens klingt irgendwo durch.

Laßt uns hier vom Paulus lernen! Er war ein rechter Schüler des Meisters, ,,der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat" (Hebräer 12, 3). Er folgt dem, ,,welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drohte, da er litt" (1. Petrus 2, 23). Wohl allen, die ihm darin nachfolgen! (Römer 12, 19).

2. Paulus triumphierte nicht über das Mißlingen des Planes seiner Feinde.

Die Juden aus Asien und die durch sie erregte Menge hatten die Absicht gehabt, Paulus zu töten (Kap. 21, 31). Dieser Plan war durch das Dazwischentreten des römischen Wachkommandos vereitelt worden. Paulus war ihrer Macht entrissen und unter militärische Deckung gestellt worden. Wie sehr sich die Feinde über das Mißlingen ihres Planes ärgerten, beweist ihr ohnmächtiges Wutgeschrei bei seiner Fortschaffung (Vers 36).

Nun hätte Paulus aus seiner gesicherten Lage heraus irgendwelche Schadenfreude über dieses Mißlingen ihres Planes zeigen können, wenn auch in feinerer Form. Unserer natürlichen menschlichen Art hätte dieses recht naheliegen können. Aber dadurch wären die jüdischen Gegner noch mehr gereizt, verbittert und in maßlose Wut versetzt worden. Paulus vermied diesen Fehler. Er kränkte niemand durch einen spöttischen Hinweis auf das abermalige Entrinnen aus ihrer Macht.

Auch darin wollen wir in seine Fußstapfen zu treten suchen. Wenn Gott einen Plan unserer Feinde gegen uns zuschanden macht, so haben wir nie die Aufgabe, diese unsere Gegner noch mehr zu erregen durch Bespötteln ihrer mißlungenen Absicht (Epheser 5, 15; Kolosser 4, 5).

3. Paulus flehte nicht ängstlich um Rücksichtnahme auf seine Person und um Befreiung.

Paulus war der Freiheit beraubt worden. Was seiner in der Gefangenschaft wartete, wußte er nicht. Jedenfalls hätte er mit großer Sorge in die Zukunft schauen und um sein Leben und seine Freiheit besorgt sein können. Unter diesen Verhältnissen lag es wohl recht nahe, die zahlreichen Zuhörer um Mithilfe anzuflehen, daß er bald wieder in Freiheit gesetzt und vor jeder Verurteilung bewahrt würde.

Auch dies geschah nicht. Paulus zitterte nicht für sein Leben. Er wußte sich nicht von der Stellungnahme seiner Zuhörer, sondern von seinem Gott abhängig. Das verleiht seinen Worten eine getroste Festigkeit, die allein geeignet war, auf diese Hörer Eindruck zu machen. Auch wir wollen Gnade suchen, daß wir in Stunden großer Gefahr nicht in eine Ängstlichkeit und Furcht hineingeraten, die der Gotteskinder unwürdig ist. Wer sich in Gottes Hand weiß, redet getrost, auch wenn drohende und wutschnaubende Feinde ihn umgeben (Psalm 118, 11 - 13; Nehemia 6, 9 11).

Herrliche Gedanken. Möge der Herr uns helfen, dem Vorbild des Paulus zu folgen, so, wie er dem Vorbild Jesu folgte! Euch eine gesegnete Woche!

Dienstag, 7. Mai 2019

Jesus im 2 Buch Samuel

Alle Geschichtsbücher der Bibel sind spannend zu lesen und in vielerlei Hinsicht lehrreich. In all diesen Büchern finden wir Jesus, auch, wenn Sein Name in keinem der Bücher genannt wird.

Bereits in seinem ersten Buch hatte Samuel den kommenden, ewigen Priesterdienst Jesu erwähnt. Das Neue Testament hat diese Aussagen Samuels bestätigt und Jesus als unseren ewigen Hohenpriester beschrieben. Auch im 2. Buch Samuel geht es um die Verheißung eines ewigen Amtes, einer ewigen Position, die – wie das Neue Testament bestätigt – Jesus vorbehalten ist.

König David hatte das große Verlangen, seinem Gott ein großes, herrliches Haus zu bauen. Gott erlaubte David zwar nicht, Ihm ein Haus zu bauen, aber Er ließ es zu, dass David das Material dafür besorgte, damit es später durch seinen Sohn, Salomo, gebaut werden würde.

Dennoch sah Gott das Herz Davids wohlwollend an und seinen Wunsch, Gott zu ehren. David wollte Gott ein Haus (aus Gold und Steinen) bauen und Gott versprach David stattdessen, ihm ein Haus (eine Nachkommenschaft) zu bauen. Gott verspricht David:

Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst,
so will ich deinen Samen nach dir erwecken,
der aus deinem Leib kommen wird,
und ich werde sein Königtum befestigen.
Der wird meinem Namen ein Haus bauen,
und ich werde den Thron seines Königreichs
auf ewig befestigen. (2 Samuel 7:12+13)

Zusammengefasst gibt Gott David das Versprechen, dass über Salomo, seinen Sohn, ein ewiger König kommen und auf dem Thron Davids sitzen wird.

Wer das Neue Testament kennt, weiß, dass ein Titel, mit dem Jesus angesprochen wurde, „Sohn Davids“ war. Wer Jesus als etwas Besonderes erkannte, verstand, dass Er der verheißene König war. Als Jesus geboren wurde, erkundigten sich die Weisen aus dem Osten, wo der „König der Juden“ geboren worden sei. Es muss Gott selbst gewesen sein, der ihnen die Geburt eines Königs offenbart hatte.  Am Ende jedes der vier Evangelien wird berichtet, dass Pilatus Jesus fragt, „Bist Du der König der Juden?“ worauf Jesus antwortete: „Du sagst es!“ Dass es dabei nicht nur um eine Fortsetzung der Herrschaft der David-Dynastie ging und geht, zeigt die Aussage Jesu in Johannes 18:36, wo Er erklärt:

Mein Reich ist nicht von dieser Welt;
wäre mein Reich von dieser Welt,
so hätten meine Diener gekämpft,
damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde;
nun aber ist mein Reich nicht von hier.“

Auch in der Apostelgeschichte, den Briefen und in der Offenbarung erhält Jesus den Titel des Königs, sogar des Königs der Könige (17:14), der herrschen wird von Ewigkeit zu Ewigkeit (11:15). So wurde es David versprochen und durch die ganze Bibel immer wieder bestätigt. So hat es der Prophet Samuel in 2 Samuel 7 festgehalten und prophezeit.

Jesus als König, als König aller Könige. Wir, Seine Nachfolger als königliches Priestertum (1 Petrus 2:9). Was für ein Vorrecht! Was für eine Verantwortung! Was für eine herrliche Herausforderung. „O lasset uns anbeten den König“ und Ihm allein dienen!

Montag, 6. Mai 2019

Christophobie

Der erneute Gebrauch des Wortes „Christophobie“ ist nicht etwa von Christen wiederbelebt worden, die es in einer Art Selbstverteidigung verwenden. In dem Buch „Europa auf der Suche nach sich selbst“ weist Rémi Brague, ein französischer Historiker und Philosoph auf den praktizierenden Juden, Joseph H. Weiler hin. Er bemerkt, dass bestimmte Bücher zwar Religion allgemein – das Christentum aber besonders verunglimpfen. „Europa hasst sich selbst, und sein Selbsthass sucht sich als Lieblingsgegenstand das Christentum.

Brandaktuelles Beispiel ist der Artikel der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). In einem groß aufgemachten Kommentar (HIER) bezeichnet die Zeitung die heute beginnende 30tägige Gebetszeit von Christen für Muslime als scheinheilig. Hervorgehoben werden freikirchliche, evangelikale Christen, die bereit sind, den Islam nicht ausschließlich als Terrormonster zu sehen, sondern Muslime differenziert beurteilen. Kommentare über positive, kulturelle Formen im Islam werden als Heuchelei dargestellt, da „die Frommen“ Muslime in Wirklichkeit als „Missionsobjekte“ sehen. Evangelikale Formulierungen werden als paternalistische (bevormundende) Aussagen missinterpretiert. Evangelikale Positionen werden als „Gift“ für den Religionsfrieden dargestellt, die 30 Tage Gebetsinitiative als eine herablassende Bet - Aktion bezeichnend. Schlusssatz: „Offensichtlich wollen die christlichen Eiferer gar nicht reden – sondern bloss überreden.

Christophobie in Reinform! Viel weiter darf man in freiheitlich-demokratischen Ländern (noch) nicht gehen. Aber die Befugnisse für christophobe Aktionen werden immer mehr erweitert. Schon vor geraumer Zeit stellte eine österreichische Organisation fest, dass sich gut 90% aller anti-religiösen Diskriminierungen nicht etwa gegen Juden oder Muslime richten, sondern gegen Christen. Wie viele öffentliche Treffen von Christen – z.B. der jährliche Marsch für das Leben in Berlin oder Vorträge zu Fragen der Moral, der Schöpfung oder zu Wissenschaft und Glauben – kommen heute noch ohne Polizeischutz aus? Wenn sie öffentlich beworben werden – wenige!

Und der denkende Mensch fragt sich: Warum das alles? Warum ist das biblische Praktizieren von Nächstenliebe „Gift“ für den Religionsfrieden? Warum sind 30 Tage konzentriertes Gebet, das sich am Willen unseres Gottes und Herrn, Jesus, orientiert, herablassend? Wir sind es doch, die auf den Knien liegen und für diejenigen beten, die unsere Glaubensgeschwister verfolgen, versklaven, foltern und ermorden. Und wir tun es ohne Hass und Rachegelüste! Warum wird uns unser Reden mit Gott als „Überreden wollen anderer" vorgeworfen?

Selbst, wenn es so wäre und wir 30 Tage lang auf die Straße gehen würden, um Literatur zu verteilen, mit Muslimen zu reden, Fernsehwerbung für die Bibel schalten würden und Menschen in unsere Gottesdienste einladen würden – was wäre daran verwerflich? Tun nicht (fast) alle Religionen dasselbe? Und stehen nicht alle Parteien dieser Tage auf der Straße, um Stimmen für sich selbst in Europa zu werben? Warum sollten wir Christen nicht mal beten dürfen. Wer Anstoß an Formulierungen unserer evangelikal-internen Broschüren nimmt, muss sie nicht lesen.

Christophobie wird zunehmen! Seit vielen Jahren ist ein steter, stiller Anstieg zu verzeichnen. In Johannes 9:4 sagt Jesus zu uns:

„Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat,
solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.

Das wollen wir tun, auch im Angesicht von wachsender Christophobie – nicht nur in nichtchristlichen Ländern, sondern auch bei uns. Wir wollen nicht Gleiches mit Gleichem vergelten und nicht mit Hass reagieren, sondern mit unseren stärksten Waffen: der Liebe und dem Gebet. Wir wollen beten für die, die uns verleumden und hassen, denn Jesus sagt uns in Matthäus 5:44:

Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen,
tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die,
welche euch beleidigen und verfolgen!

Gleichzeitig beten wir 30 Tage lang (oder länger) für die Milliarden Muslime, die Jesus, Seine Liebe, Seine Vergebung und seine Freude nicht kennen, denn Gottes Wort fordert uns auf:

So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten,
Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe
für alle Menschen! (1 Timotheus 2:1)

Tägliche Anliegen für das 30-Tage-Gebet findest Du HIER und HIER!

Sonntag, 5. Mai 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluß

Predigttext heute:
Apostelgeschichte 22:1-30
 
1 Da sah Paulus den Hohen Rat eindringlich an und sprach: Ihr Männer und Brüder, ich habe mein Leben mit allem guten Gewissen vor Gott geführt bis zu diesem Tag. 2 Aber der Hohepriester Ananias befahl den Umstehenden, ihn auf den Mund zu schlagen. 3 Da sprach Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Du sitzt da, um mich zu richten nach dem Gesetz, und befiehlst, mich zu schlagen gegen das Gesetz? 4 Die Umstehenden aber sprachen: Schmähst du den Hohenpriester Gottes? 5 Da sprach Paulus: Ich wusste nicht, ihr Brüder, dass er Hoherpriester ist, denn es steht geschrieben: »Über einen Obersten deines Volkes sollst du nichts Böses reden«.6 Da aber Paulus wusste, dass der eine Teil aus Sadduzäern, der andere aus Pharisäern bestand, rief er in die Ratsversammlung hinein: Ihr Männer und Brüder, ich bin ein Pharisäer und der Sohn eines Pharisäers; wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten werde ich gerichtet! 7 Als er aber dies sagte, entstand ein Streit zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern, und die Versammlung spaltete sich. 8 Die Sadduzäer sagen nämlich, es gebe keine Auferstehung, auch weder Engel noch Geist; die Pharisäer aber bekennen sich zu beidem. 9 Es entstand aber ein großes Geschrei, und die Schriftgelehrten von der Partei der Pharisäer standen auf, stritten heftig und sprachen: Wir finden nichts Böses an diesem Menschen; wenn aber ein Geist zu ihm geredet hat oder ein Engel, so wollen wir nicht gegen Gott kämpfen! 10 Da aber ein großer Aufruhr entstand, befürchtete der Befehlshaber, Paulus könnte von ihnen zerrissen werden, und er befahl der Truppe, herabzukommen und ihn rasch aus ihrer Mitte herauszuführen und in die Kaserne zu bringen. 11 Aber in der folgenden Nacht trat der Herr zu ihm und sprach: Sei getrost, Paulus! Denn wie du in Jerusalem von mir Zeugnis abgelegt hast, so sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen. 12 Als es aber Tag geworden war, rotteten sich etliche Juden zusammen und verschworen sich, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus umgebracht hätten. 13 Es waren aber mehr als vierzig, die diese Verschwörung gemacht hatten. 14 Diese gingen zu den obersten Priestern und Ältesten und sprachen: Wir haben uns mit einem Fluch verschworen, nichts zu genießen, bis wir Paulus umgebracht haben. 15 So werdet nun ihr samt dem Hohen Rat bei dem Befehlshaber vorstellig [mit der Bitte], dass er ihn morgen zu euch hinabführen soll, [indem ihr so tut,] als ob ihr seine Sache genauer untersuchen wolltet; wir aber sind bereit, ihn vor seiner Ankunft umzubringen! 16 Als aber der Sohn der Schwester des Paulus von diesem Anschlag hörte, kam er, ging in die Kaserne hinein und berichtete es dem Paulus. 17 Da rief Paulus einen der Hauptleute zu sich und sprach: Führe diesen jungen Mann zu dem Befehlshaber, denn er hat ihm etwas zu berichten! 18 Der nahm ihn und führte ihn zu dem Befehlshaber und sprach: Der Gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen jungen Mann zu dir zu führen, der dir etwas zu sagen hat. 19 Da nahm ihn der Befehlshaber bei der Hand, ging mit ihm beiseite und fragte ihn: Was hast du mir zu berichten? 20 Und er sprach: Die Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, dass du morgen Paulus in den Hohen Rat hinabführen lässt, als ob sie seine Sache noch genauer untersuchen wollten. 21 Lass dich aber nicht von ihnen bereden, denn mehr als 40 Männer von ihnen stellen ihm nach; die haben sich verschworen, weder zu essen noch zu trinken, bis sie ihn umgebracht haben, und jetzt sind sie bereit und warten auf deine Zusage. 22 Da entließ der Befehlshaber den jungen Mann und gebot ihm: Sage niemand, dass du mir dies angezeigt hast! 23 Und er ließ zwei Hauptleute zu sich rufen und sprach: Haltet 200 Soldaten bereit, dass sie nach Cäsarea ziehen, dazu 70 Reiter und 200 Lanzenträger, von der dritten Stunde der Nacht an; 24 auch soll man Tiere bereitstellen, damit sie Paulus daraufsetzen und ihn sicher zu dem Statthalter Felix bringen! 25 Und er schrieb einen Brief, der folgenden Inhalt hatte: 26 »Claudius Lysias schickt dem hochedlen Statthalter Felix einen Gruß! 27 Dieser Mann wurde von den Juden ergriffen, und er sollte von ihnen umgebracht werden; da griff ich mit der Truppe ein und befreite ihn, weil ich erfuhr, dass er ein Römer ist. 28 Da ich aber den Grund ihrer Anklage gegen ihn ermitteln wollte, führte ich ihn in ihren Hohen Rat hinab. 29 Da fand ich, dass er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt wurde, dass aber keine Anklage gegen ihn vorlag, die Tod oder Gefangenschaft verdiente. 30 Da mir aber angezeigt wurde, dass vonseiten der Juden ein Anschlag gegen diesen Mann geplant ist, so habe ich ihn sogleich zu dir geschickt und auch den Klägern befohlen, vor dir zu sagen, was gegen ihn vorliegt. Lebe wohl!« 31 Die Kriegsknechte nun nahmen Paulus, wie ihnen befohlen war, und führten ihn während der Nacht nach Antipatris. 32 Am folgenden Tag aber ließen sie die Reiter mit ihm ziehen und kehrten wieder in die Kaserne zurück. 33 Jene aber übergaben bei ihrer Ankunft in Cäsarea dem Statthalter den Brief und führten ihm auch Paulus vor. 34 Nachdem aber der Statthalter den Brief gelesen hatte und auf die Frage, aus welcher Provinz er sei, erfahren hatte, dass er aus Cilicien stammte, 35 sprach er: Ich will dich verhören, wenn deine Ankläger auch eingetroffen sind! Und er befahl, ihn im Prätorium des Herodes zu bewachen.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
(parallel Kindergottesdienst) 
Anbetung
Predigt
Einladung zum Mittagessen @ CCFG  
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum

 Sonntagszitat:

"Früher oder später erkennt man unser Herz 
an unserem Reden und Handeln." 
(Hans Peter Royer)

"Gott hat niemals verheißen, 
uns gegen Kummer immun zu machen. 
Aber er versprach: "Ich will bei dir sein." 
(Oswald Chambers)