„Wenn ich auf fünfzig Jahre Dienst zurückblicke, erinnere ich mich an unzählige Prüfungen, Schwierigkeiten und Zeiten erdrückenden Schmerzes. Aber durch all das hindurch hat sich der Herr als treu, liebevoll und vollkommen wahrhaftig in all seinen Verheißungen erwiesen.“ (David Wilkerson)

Samstag, 20. Dezember 2025

Fünfmal werden wir noch wach ...

Wenn man den Heiligen Abend bereits zu Weihnachten zählt, sind es nur noch viermal. Die Spannung steigt – zumindest bei den Kleinen. Auch in den Zeitungen nehmen die Artikel rund um Weihnachten zu – und im Radio die Billiglieder und Ersatzgeschichten.

(Envato Elements pic / Quelle: hier)
In der Vergangenheit veröffentlichte die Lokalzeitung einen Artikel mit der Überschrift: „Betrinken statt Besinnen“. Ein Drittel der Briten und fast ein Drittel der Dänen sind laut Umfrage an Weihnachten betrunken. Bei den Deutschen sind es „nur“ 17%.  Im weiteren Verlauf des Artikels ging es um den Prozentsatz derer, die sich weiße Weihnachten wünschen und um die Frage, wie viele der Europäer sich an den Feiertagen einsam fühlen. Wenige! In Deutschland „nur“ jeder Zwölfte. Im ganzen Artikel ging nicht ein Mal um den Sinn von Weihnachten. Es ging lediglich um die Feiertage. Genauso im Radio. Natürlich höre ich nicht den ganzen Tag, aber was ich bisher gehört habe, hat mit Schenken, mit dem Fest der Liebe und mit den Feierbräuchen anderer Länder zu tun.

Ich gestehe, es fällt mir schwer, mich dem Ganzen zu entziehen. Wenn mir jemand eine „besinnliche Weihnachtszeit“ wünscht, hat das bisher nicht viel geholfen. Bei dem Massenbombardement unbeirrt einen anderen Weg zu gehen, fällt mir schwer. Auch ich beschäftige mich mit Geschenken, werde vom Dezemberstress angesteckt und überlege, wie und wann ich vor- und nacharbeiten kann, was über die Feiertage liegen bleibt. Auch ich möchte Zeit haben für meine Familie, und ich weiß, dass es anderen Christen ähnlich geht.

Ich denke zurück an eins der vergangenen Jahre. Am Heiligabend war ich allein, nicht einsam, aber allein. Die Umstände hatten es nötig gemacht, und ich konnte erst am 25. Dezember abends zu meiner Familie dazustoßen. So nutzte ich den Abend nach dem Gottesdienst, schnappte mir ein paar Traktate und ging in die wenigen Kneipen, die an dem Abend geöffnet hatten. Auch die Sozialunterkunft unserer Stadt besuchte ich, klingelte, und wo man aufmachte, wünschte ich Frohe Weihnachten und ließ Literatur mit der Geschichte von Weihnachten zurück. Ich war glücklich!

Ich weiß nicht, wie es dieses Jahr werden wird. Ich bin mir sicher, dass die ganze gottlose Weihnachterei den Herrn ankotzt, genau wie mich. Ich glaube allerdings nicht, dass es Jesus betrübt, wenn wir uns an der Weihnachtsstimmung erfreuen, die sich bei den meisten von uns irgendwann einstellen wird. Auch wenn wir Geschenke austauschen, uns gegenseitig Freude bereiten, Familienbande stärken und ein gutes Essen genießen (oder auch zwei … oder drei …) Ich glaube, dass der Herr uns viel mehr gönnt, als wir manchmal meinen. Er hat uns in eine Welt gestellt, in der wir uns auch an den Dingen des Alltags und aneinander freuen dürfen. Aber ich für meinen Teil möchte auch in diesem Jahr meine Augen aufhalten nach denen, die weder den Sinn von Weihnachten kennen, noch den Herrn, der Mensch wurde. Ich möchte mit den Hirten laufen – zunächst ganz schnell zu Jesus. (Lukas 2:16) Ich will Ihn finden in all dem Trubel, all dem Glitter und dem Lärm. Und wenn ich ihn dann gefunden habe, dann will ich wieder, wie die Hirten (Lukas 2:17), schnell laufen und Ihn bekannt machen und von Ihm erzählen. Das fällt mir nicht leicht, denn meine Sinne werden besonders in diesen Tagen so bombardiert und strapaziert, dass Jesus da auch bei mir schnell in Vergessenheit geraten kann.   

Last uns doch füreinander beten in diesen Tagen. Tatsächlich bieten sich vor uns an Weihnachten mehr Möglichkeiten zum Zeugnis als zu den meisten anderen Zeiten des Jahres. Für die Ängstlichen: Es braucht oft nicht mal Worte. Ein Traktat im Geschäft, für den Postboten oder den Kollegen kann man auch mit einem freundlichen Lächeln weitergeben. Jedes Mal wird es ein bisschen einfacher. Und so oft stellt sich nach jedem Zeugnis für Jesus ein wenig mehr Weihnachtsfreude ein. Versuch’s mal. Die Welt, die nicht mehr weiß, warum sie Weihnachten feiert, hat es dringend nötig!

Freitag, 19. Dezember 2025

Kosten der Erwählung

Kürzlich las ich den spannenden Roman von Angela Hunt „Es begab sich aber zu der Zeit ...“ eine Erzählung über Maria und die Geburt Jesu. Während des Lesens wurde mir deutlich, wie kostspielig es ist, von Gott erwählt zu sein.

Maria war erwählt, die Magd des Herrn zu sein. Das bedeutete unter anderem: Schwangerschaft ohne verheiratet zu sein, Gerede, Unsicherheit, wie der Verlobte reagiert – und schließlich die Aussage eines alten Propheten: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen —, damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden.(Lukas 2:34+35)

Josef war erwählt, Pflegevater Jesu zu sein. Als er feststellte, dass seine Verlobte schwanger war, geriet er in schwere Gewissensnöte: Sollte er Maria steinigen lassen oder wegschicken? Nachdem Gott ihm begegnet war, übernahm er Verantwortung für Maria und das Kind. Aber sein Leben war nicht immer leicht, teilweise in Lebensgefahr.

Ähnlich erging es Paulus. Nachdem er Jesus begegnet war, lautete die Prophetie Gottes über ihn: „Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.“ (Apostelgeschichte 9:16)

Ging es den Jüngern besser, nachdem Jesus sie beauftragt hatte, in aller Welt das Evangelium zu verkündigen? Kaum. Gleich von Anfang an bedeutete ihre Erwählung Spott, Verfolgung, Gefängnis und oft auch den Tod.

Im Alten Testament war das nicht anders. Jakob war erwählt von Gott, den Segen und die Verheißung des Messias weiterzutragen. Am Ende seines Lebens sagt er zum Pharao: „Die ganze Zeit meiner Fremdlingschaft beträgt 130 Jahre; wenig und böse sind meine Lebensjahre gewesen, und sie erreichen nicht die Zahl der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft.“ (1 Mose 47:9)

Mose wurde früh von Gott auf seine Erwählung zum Leiter Israels vorbereitet. Mit 80 Jahren war es soweit – er führte Israel aus Ägypten und leitete das Volk unter Gottes Führung 40 Jahre durch die Wüste. Aber nicht selten schüttet er Gott sein Herz aus: „Habe ich denn dieses ganze Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagst: Trag es an deiner Brust, wie die Amme einen Säugling trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast? ... Und wenn du so an mir handeln willst, so töte mich auf der Stelle, wenn ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich mein Unglück nicht länger ansehen muss! (4 Mose 11:12+15)

Der Prophet Elia, einer der größten Propheten Israels, betet völlig deprimiert nach einem großen Sieg für Gott: „Und er erbat für sich den Tod und sprach: Es ist genug! So nimm nun, HERR, mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter!“ (1 Könige 19:4)

Der erwählte, gesegnete Prophet Jeremia tat es ihm gleich, wenn er betet: „Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde; der Tag, an dem mich meine Mutter zur Welt gebracht hat, sei nicht gesegnet! Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Botschaft gebracht hat: »Dir ist ein Knabe geboren!«, der ihn hocherfreut sein ließ! ... Warum bin ich doch aus dem Mutterschoß hervorgegangen, um Mühsal und Kummer zu sehen, und damit meine Tage in Schande vergehen?“ (Jeremia 20:14,15+18)

Erwählt, Gott zu dienen und zu Gottes Lob zu leben – das ist jeder, der Jesus seinen Herrn und Retter nennt. „Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.“ (Epheser 1:5+6)

Lasst uns nie denken, dass die Nachfolge Jesus ein Hindurchschweben durchs Leben sei. Von Paulus und seinem Team lesen wir: „Dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und sagten ihnen, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.“

Und in seinem Brief an Timotheus bekräftigt Paulus diese Aussage: „Alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“ (2 Timotheus 3:12)

Allerdings predigt Paulus auch, dass jede Stunde der Nachfolge Seiner Erwählten die Kosten wert ist:

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.

Halleluja!

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Habt Ihr eine Antwort? (2)

Bei meinem gestrigen Eintrag habe ich begonnen, laut nachzudenken und mal einige Fragen loszuwerden, auf die es keine schnelle Antwort gibt. Um den letzten Blogeintrag nicht zu sprengen, habe ich die letzten zwei Fragen für heute aufbewahrt.

Eine weitere Frage, die mich immer wieder umtreibt, ist diese:

4) Warum braucht es in der Mongolei nur 222 Christen, um einen Missionar zu finanzieren und auszusenden, während es in Deutschland 7226 Christen sind, die einen Missionar finanzieren. Und das auf dem Hintergrund, dass der Durschnitts-Mongole 455 Euro im Jahr und der Durchschnitts-Deutsche 36,460 Euro im Jahr verdient. (Die Statistiken sind nicht ganz neu, aber die Relation ist vergleichbar)

Ist es vielleicht die verschiedene Lebenseinstellung, eine Frage des Lebenssinns und der Prioritäten? Kann es sein, dass Paulus hiervon spricht, wenn er in Kolosser 3:2 schreibt:

"Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist."

Und schließlich die letzte Frage, die mir dieser Tage durch den Kopf schwirrte:

5) Warum leben die meisten Christen mittlerweile nicht mehr in der "christlichen" Welt, sondern in den Ländern der Zweiten und Dritten Welt, also in Asien, Afrika und Südamerika? Warum nimmt die Zahl der Christen dort zu, bei uns aber ab?Ist es vielleicht möglich, dass die Gemeinde Jesu in diesen Ländern weniger abgelenkt ist? Weniger abgelenkt durch ein Überangebot an Freizeitangeboten, an Medien und dergleichen? Kann es sein, dass auch Paulus sich nicht ablenken lassen wollte und darum in Philipper 1:21 schreibt:

"Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn."

Wie gesagt, dies sind Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Gäbe es eine einfache Antwort, sähe es auf der Welt und in unserem Land sicher anders aus. Die Bibelverse, die mir in den Sinn gekommen sind, sollen nicht als Totschläger dienen, sondern als mögliche Inspiration zum Weiterdenken.

Aber wenn jemand diese Zeilen liest (oder die gestern) und auch Antwortvorschläge machen möchte, würde ich mich über weitere Inspirationen freuen. Entweder als Kommentar im Blog (öffentlich) oder via E-Mail an frieden[at]pobox.com  ([at] durch @ ersetzen) - privat.

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Habt Ihr eine Antwort? (1)

Die Biografie von Henry Martyn habe ich bereits mindestens zweimal gelesen. Während ich so über diesen Mann lese, der in 6 Jahren das Neue Testament in 3 Sprachen übersetzt hat, die er erst selbst noch lernen musste, kommen mir eine ganze Reihe von Fragen in den Sinn. Antworten kann ich nur erahnen und ich bin mir nicht mal sicher, ob ich mit meinen Ahnungen richtig liege. Meine Fragen bewegen sich in diese Richtung:

1) Warum lese ich, dass frühere Generationen von Christen Fußmärsche von 2 Stunden (oder länger) in Kauf nahmen, um einen Gottesdienst zu besuchen? Und ich höre von anderen Ländern, in denen das bis heute üblich ist. Und mir fällt es schwer, 20 Minuten mit dem Auto zu fahren.

Hatte man damals vielleicht weniger Ablenkungen? Die Gemeinde versorgte das Leben der Christen mit sozialen Kontakten. Kann es sein, Apostelgeschichte meint gerade das in Kapitel 2:46:

„Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen.“

2) Warum liest man von Gemeinden oder Gruppen, meist in der nicht-westlichen Welt, die stundenlang im Gebet verharren? Noch heute gibt es die Gebetstreffen in Korea, wo Christen sich morgens täglich von 5-6 Uhr treffen, um gemeinsam zu beten. Hat man vielleicht weniger Alternativen als wir? Entweder wendet man sich direkt an Gott, oder man kann gleich einpacken – während ich erst mal alles andere ausprobiere, bevor ich Gott „belästige.“ Kann es sein, Paulus meinte gerade das in Philipper 4:6:

Sorgt euch um NICHTS; sondern in ALLEM lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

3) Warum erscheinen die Menschen in der Dritten Welt glücklicher, soviel weniger gejagt und gestresst als ich?

Ist man vielleicht einfach weniger gejagt vom Verlangen und Druck nach MEHR Sicherheit, MEHR Absicherung, MEHR Komfort, MEHR Freizeit, MEHR Verdienst, MEHR Urlaub, MEHR, MEHR, einfach MEHR. Kann es sein, Paulus meint gerade das in 1 Timotheus 6:8:

„Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen!“

Ich behaupte nicht, dass die Antworten derart einfach zu finden sind. Man sucht sich einen Bibelvers, und schon ist das Problem gelöst. Wir leben in einer komplexen Welt und auf einem Kontinent, wo man nicht alles 1:1 mit der Situation anderer Länder vergleichen kann. Andererseits ist der Glaube, der uns mit Christen früherer Zeiten und mit Christen heute auf anderen Kontinenten verbindet, ein zeitloser Glaube an einen zeitlosen Gott, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist.

Ich jedenfalls möchte weiter nachdenken, nachforschen und nach Gottes Antwort Ausschau halten. Mehr darüber morgen.

Dienstag, 16. Dezember 2025

Erwartungen (Gedicht von Hans Elwert)

Wie zuletzt jedes Jahr auch diesmal ein Gedicht zur Weihnachtszeit von meinem Freund, Hans Elwert. Es darf kopiert werden.

ERWARTUNGEN

Erwartung kann man gut verstehen,
wenn wir die Kinderaugen sehen,
die, wochenlang gewartet habend,
jetzt fiebern auf den Heiligabend
und die Geschenke, die im Traum
bereits sich türmen unterm Baum.
Doch nicht bei unsern Kleinen bloß
ist die Erwartung manchmal groß –
nur, dass im Gegensatz zum Kind,
bei uns die Träume teurer sind.

Wenn man sich’s richtig überlegt
zeigt sich Erwartung unentwegt
und sei es nur, dass möglichst nicht
mein Stuhl gleich unter mir zerbricht.

Mit der 
Erwartung übergroß,
hofft mancher auf das große Los
und deshalb, voller Euphorie,
setzt auf die Sonntagslotterie.

Enttäuschung ist vorprogrammiert,
wenn die Erwart
Erwartungung eskaliert.
Man sollte hier vielleicht betonen:
Gewinnchance 1 : 10 Millionen. 

Erwartung kommt auch dort zum Tragen,
wo man vergisst, uns Dank zu sagen.
Geschuftet hat man und geackert,
hat sich für andere abgerackert,
und all die Anerkennung geht
an einen, der nur Däumchen dreht.
Zuletzt wird man noch kritisiert –
kein Wunder, ist man ganz frustriert!

Geburtstage, speziell die runden
sind mit 
Erwartungen verbunden.
Je nach Kultur geht’s mehr ums Schenken,
bei andern eher ums Drandenken.
Enttäuschung sich bemerkbar macht,
wenn dann kein Mensch an uns gedacht. 

Erwartungen sind sehr konkret,
wenn es um Gottes Handeln geht.
Man ist enttäuscht, wenn dieses nicht
dem eigenen, guten Plan entspricht.
Da kommt der Glaube schnell ins Wanken
gefolgt von bitteren Gedanken.

Nicht besser scheint es allemal
mit Gottes Bodenpersonal. 
Erwartungenie sich Christen nennen
und ganz speziell gilt das, bezogen
auf Geistliche und Theologen.
Sie müssten doch, das leuchtet ein,
in ihrem Wesen anders sein;
nicht so viel Eifersucht und Streit,
Konflikt und Selbstgerechtigkeit.
Geduld und Demut wär‘ stattdessen
im höchsten Maße angemessen. 

Erwartungen, die hatten schon
im Volk der Juden Tradition.
Seit langem war er prophezeit:
Ein Retter, der das Volk befreit.
Dabei hat jeder nur gedacht
an der verhassten Römer Macht.
Die Juden wurden unterdrückt;
manch Anschlag war bereits missglückt.
Man bräuchte zum Erfolg wohl nicht
so einen, der von Liebe spricht;
nicht einen Schwätzer – doch anstatt
so einen Mann wie Goliath!

Jedoch, was uns gefangen hält,
sind nicht die Mächte dieser Welt.
Es ist gezielt die Macht des Bösen,
von der uns Jesus will erlösen.
Und nicht die Juden nur allein –
die Römer schließt das auch mit ein.
Weil Gott nicht halbe Sachen macht,
hat er auch gleich an uns gedacht.

Man fragt vielleicht – ganz zögerlich:
Hat Gott 
Erwartungen an mich?
Ganz unwillkürlich neigt man schnell
zu Schuldgefühlen generell.
Man denkt an Vorschrift und Verbot 
und alles, wofür Strafe droht.

Vielleicht jedoch ist Gott nicht der,
an den man glaubte wie bisher.
In erster Linie geht’s ihm nicht
um Forderungen und um Pflicht.
Gott will das alles nur benützen,
uns Menschen vor uns selbst zu schützen,
es bliebe sonst im Lauf der Zeit
für Menschen nur Unmenschlichkeit.

Gewusst hat Gott das lange schon
und sandte Jesus, seinen Sohn.
Er brachte auf dem Weg zum Ziel,
als Trumpf, die Liebe mit ins Spiel.
Sehr treffend hat er es beschrieben:
„Gott, deinen Vater, sollst du lieben;
des Weiteren erwarte ich:
Lieb deinen Nächsten so wie dich.

Mit dem, was in der Weisung steckt,
ist alles andre abgedeckt.“ Matth. 22,37-40

Vielleicht sogar hat Jesus auch 
Erwartungen an unsern Brauch,
wie sein Geburtstag, unbeirrt,
an Weihnachten gefeiert wird.
Hast du schon mal daran gedacht,
wie man ihm eine Freude macht?
Es wäre schön, an ihn zu denken
und obendrein ihn zu beschenken.
Vertrau auf ihn, vertrau noch heut,
das wär’s, was ihn am meisten freut.

                                          Hans Elwert 2025

Montag, 15. Dezember 2025

Letzter Männerabend im Jahr 2025!

 Herzlich Willkommen!

Wir Männer feiern Weihnachten!

19:30 Uhr!

Mann? Dann komm und sei dabei!

Gedanken zum 3. Advent

Jetzt sind es drei Kerzen, die die Altäre in den Kirchen und die Adventkränze in den Häusern zieren. Mehr Licht, als noch vor einer Woche. Das erinnert uns, dass es nicht mehr lange ist, bis wir an Weihnachten das erste Kommen Jesu feiern – und an Sein Versprechen, ein zweites Mal zu kommen … und an die vielen Hinweise darauf. Diese Zeichen, die (kurz) vor Seinem zweiten Kommen auftreten werden, hat Er uns beschrieben. Leider ignorieren zu viele Menschen leichtfertig diese Zeichen. Zeichen aber hat Gott uns gegeben, damit wir darauf achten und entsprechend reagieren – so, wie es die Morgan Seezigeuner taten, von denen David Sargent berichtet: 

Am 26. Dezember 2004 erlebte die Welt mit Horror die Tsunami Katastrophe in Südost-Asien. Ein Erdbeben unter dem Indischen Ozean rief eine riesige, bis zu 30 Meter hohe Flutwelle hervor, die dann über das Land in der gesamten Region hereinbrach. Der Tsunami brachte die Zerstörung bis an die 7500 km entfernte Ostküste Afrikas. Über eine Viertelmillion Menschen kamen in den wütenden Wassern und der anschließenden Verwüstung ums Leben. Ganze Inselbevölkerungen und Küstenorte wurden ausgelöscht, in manchen Fällen alle Männer, Frauen und Kinder. 

Gemäß dem AP Nachrichtendienst gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: das kleine Fischervolk der Morgan Seezigeuner. Sie verbringen einen guten Teil des Jahres auf ihren Fischerbooten und fischen zwischen Indien, Indonesien und Thailand. Jedes Jahr im Dezember, zwischen den Fangzeiten, leben sie in kleinen Strohhütten am Strand von Thailand. In jenem Dezember lebten sie direkt in der Bahn der Tsunami - Katastrophe. Doch jedes einzelne Mitglied des Stammes überlebt, während die meisten ihrer Nachbarn in den tobenden Wasser verschwanden. 

Warum? Der Stammesführer erklärt: "Seit Generationen haben uns unsere Väter gewarnt und gesagt: Wenn das Wasser plötzlich schnell zurückgeht, wird es auch schnell und in gleicher Menge zurückkehren." 

Am 26. Dezember, als das Meer plötzlich abfloss, liefen viele der Nachbarn mit Körben zum Strand um gestrandeten Fisch aufzulesen. Nicht so die Morgan Seezigeuner. Der Chef befahl seinem Stamm, in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, nämlich in die Berge und damit in Sicherheit. Als der Tsunami kam, blieb der gesamte Stamm verschont. 

Es gibt einen weiteren Fall von außergewöhnlicher ja, globaler Proportion, der zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt auftreten wird: die Rückkehr Jesu! 

Niemand, nur der Himmel allein weiß genau, wann Jesus zurückkehren wird. Unerwartet wird dieser "Tag des Herrn" sein wie ein "Dieb in der Nacht". Dieser Advent könnte jeden Augenblick kommen! Der Schlüssel ist, bereit zu sein! 

Wenn Jesus kommt, wird Er die Welt in Gerechtigkeit richten (Apostelgeschichte 17:31). Diejenigen, die Jesu Angebot des Heils angenommen haben, werden in den Himmel aufgenommen. Wer Jesus und Sein Angebot abgelehnt hat, wird ins ewige Feuer gehen, das für Satan und seine Engel vorbereitet wurde. So erklärt es die Bibel! 

Jesu zweiter Advent sein zweites Kommen wird kommen, aber wir können darauf vorbereitet sein. Jesus wird alle retten, die an Ihn glauben (Apostelgeschichte 16:30-31) alle, die sich von ihren Sünden abwenden (Apostelgeschichte 17:30-31), Ihn als ihren Herrn bekennen und Ihm nachfolgen. Für jeden, der bereit ist für Jesu zweiten Advent, müssen die Zeichen der Zeit nicht erschreckend sein, sondern eher ein herrlicher Klang, dass Jesus bald kommt. Bist du bereit?

Sonntag, 14. Dezember 2025

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Lukas 1:5-17
 
5 In den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester mit Namen Zacharias, aus der Abteilung Abijas; und seine Frau war von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth.
6 Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn.
7 Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren in fortgeschrittenem Alter.
8 Es geschah aber, als er seinen Priesterdienst vor Gott verrichtete, zur Zeit, als seine Abteilung an die Reihe kam,
9 da traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los, dass er in den Tempel des Herrn gehen und räuchern sollte.
10 Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns.
11 Da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur Rechten des Räucheraltars.
12 Und Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn.
13 Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben.
14 Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen.
15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken, und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an.
16 Und viele von den Kindern Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückführen.
17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Anbetung - Gebet
Predigt - 
Gemeinschaft

Gemeinsames Mittagessen

 Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

So, wie Sie Zeit für das Essen, Schlafen und Ihre Arbeit einräumen, 
sollten Sie das auch für das Gebet tun.
(John Charles Ryle)