„Wenn ich auf fünfzig Jahre Dienst zurückblicke, erinnere ich mich an unzählige Prüfungen, Schwierigkeiten und Zeiten erdrückenden Schmerzes. Aber durch all das hindurch hat sich der Herr als treu, liebevoll und vollkommen wahrhaftig in all seinen Verheißungen erwiesen.“ (David Wilkerson)

Samstag, 17. Januar 2026

Erst Narr - dann verrückt!

Letzten Dienstag wurde hier die Frage gestellt: "Wessen Narr bist Du?" - Hast Du mittlerweile eine Antwort gegeben / gefunden? Paulus beantwortete die Frage für sich und sein Team in 1 Korinther 4:10:

"Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet." 

Hoffentlich können wir uns einreihen in sein Team. Am wenigsten närrisch scheint es mir, ein "Narr um Jesu Willen" zu sein. Nicht nur Narr - sondern buchstäblich ver-rückt!

Ich kann leider keine Bestätigung für meine Vermutung finden, dass es der Ruhrpott Pfarrer Wilhelm Busch war, dem eines Tages die Worte entgegengeschleudert wurden: "Ihr Christen seid doch allesamt verrückt!" Wilhelm Busch konnte so ein Kompliment allerdings nicht aus der Bahn werfen. Der Pfarrer war das raue Klima der Bergbaukumpels gewöhnt und antwortete nur erfreut: "Genau! Genau! Ver-rückt aus der Finsternis ins Licht!"

Diese Schlagfertigkeit wünsche ich mir auch! Die milde Antwort auf eine beleidigende Aussage hat mich begleitet seit meiner Jugendzeit, in der ich von diesem Gespräch zum ersten Mal hörte. Und ja, ich bekenne:
"Ich bin ein Narr um Jesu Willen - und 'ver-rückt' bin ich auch …"
… aus der Finsternis ins Licht!
… aus dem Tod zum Leben!
… aus der Macht Satans unter die größere Macht Jesu!
… aus Sünde und Schuld in die Vergebung durch Jesus!
… aus Gebundenheit in die Freiheit!
… aus der Gottesferne in die Nähe Gottes!
… aus dem Vorhof der Heiden hinein ins Allerheiligste!
… aus der Kälte in die Wärme!
… aus Hass und Unversöhnlichkeit in die Liebe und Vergebung!


Danke Jesus!

"Aber wie sah euer Leben früher aus? Ihr wart Gott ungehorsam und wolltet von ihm nichts wissen. In seinen Augen wart ihr tot. Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört, damals, als wir eigensüchtig unser Leben selbst bestimmen wollten. Wir haben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nachgegeben, und wie alle anderen Menschen waren wir dem Zorn Gottes ausgeliefert. Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. (Epheser 2:1-6; HfA) 

Freitag, 16. Januar 2026

Rückkehr zu Jesus ist möglich!

Wir alle sind Rückkehrer zu Jesus! Wir sind umgekehrt von falschen Wegen, hin zu Jesus, der unsere Schuld vergeben und unsern Namen im Buch des Lammes notiert hat. Seitdem folgen wir Ihm ... so gut es geht. Wir alle fallen, dürfen aber dank Seiner Treue umkehren und zu Ihm zurückkommen. Doch manchmal kommt es noch schlimmer. In Matthäus 18 berichtet Jesus von einem aus 100 Schafen, das nicht nur gestrauchelt ist, sondern sich ganz von der Herde verabschiedet hat. Ein Leben ohne Herde und ohne Hirten. Ein solches Schaf war Robert Robinson.

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Robert Robinson war durch die Predigt des Erweckungspredigers, George Whitfield, aus einem sündigen Leben gerettet worden. Im Alter von 23 Jahren schrieb er die Hymne: ‚Come, Thou Fount of every blessing‘, ‚Streams of mercy, never ceasing‘ (‚Komm, Quelle jeder Segnung, Ströme der Gnade, die niemals versiegen‘ / Übersetzung des ganzen Liedes am Schluss).

Leider entfernte sich Robinson später weit von diesen Strömen der Gnade und schlug, wie der verlorene Sohn, einen Weg der Weltlichkeit und der Lust ein. Eines Tages fuhr er mit der Postkutsche und saß neben einer jungen Frau, die in ihr Buch vertieft war. Beim Lesen stieß sie auf einen Vers, den sie wunderschön fand. Sie fragte Robinson, was er von der Zeile hielt: ‚Ich neige dazu, Herr, ich spüre es, ich neige dazu, den Gott zu verlassen, den ich liebe.‘  Robinson brach in Tränen aus und sagte: „Madam, ich bin der arme, unglückliche Mann, der diese Hymne vor vielen Jahren geschrieben hat, und ich würde tausend Welten dafür geben, wenn ich die Gefühle genießen könnte, die ich damals empfand.

Obwohl sie sehr überrascht war, versicherte die Mitreisende ihm, dass die in seinem Lied erwähnten ‚Ströme der Gnade‘ immer noch flossen. Robert Robinson war tief bewegt. Er wandte sein „streunendes Herz“ dem Herrn zu und wurde wieder in die volle Gemeinschaft aufgenommen.

Der gute Hirte geht den verirrten Schafen auf verschiedene Weise nach, sei es, dass sie sich verlaufen haben oder ganz bewusst einen falschen Weg eingeschlagen haben. Jesus ist kein Tagelöhner, sondern der gute Hirte. Jesus sagt (Matthäus 18:12+13; Johannes 10:11+14)

„Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat, und es verirrt sich eines von ihnen, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt.“

Hier die Übersetzung des Liedes, das Robert Robinson schrieb, als er jung im Glauben und von Jesus begeistert war. Jahre später benutzte der gute Hirte genau dieses Lied, um den Autoren wieder zu sich zu ziehen.

1) Komm, du Quelle aller Segnungen,
stimme mein Herz an, deine Gnade zu besingen;
Ströme der Barmherzigkeit, die niemals versiegen,
rufen nach Liedern lautesten Lobes.
Lehre mich einen melodiöses Reim,
gesungen von flammenden Zungen (oben).
Lobe den Berg, auf den ich mich festgelegt habe,
den Berg der erlösenden Liebe Gottes.

2) Hier finde ich meinen größten Schatz;
durch deine Hilfe bin ich hierher gekommen;
und ich hoffe, durch dein Wohlgefallen,
sicher zu Hause anzukommen.
Jesus suchte mich, als ich ein Fremder war,
der sich von der Herde Gottes entfernt hatte;
Um mich aus der Gefahr zu retten,
kaufte Er mich mit seinem kostbaren Blut.

3) Oh Gnade! Welch großer Schuldner
Bin ich täglich gezwungen zu sein,
Möge deine Güte wie eine Fessel
mein wanderndes Herz an dich binden:
Ich neige dazu, zu wandern, Herr, ich spüre es,
ich neige dazu, den Gott zu verlassen, den ich liebe;
hier ist mein Herz, o nimm es und versiegle es;
versiegle es für deine Höfe im Himmel.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Der neue WVI

Hier ein paar Informationen über die neusten Veröffentlichungen des Weltverfolgungsindex (WVI) von Open Doors. Eine äußerst informative Webseite findest Du HIER

Der WVI listet die 50 Länder auf, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben zu leben und zu bekennen. Mit zuletzt 388 Millionen hat die Zahl von Christen, die einem hohen bis extremen Maß an Verfolgung ausgesetzt sind, einen neuen Höchststand erreicht.

Auf Rang 1 liegt erneut Nordkorea vor Somalia, Jemen, Sudan und Eritrea. Nigeria auf Rang 7 ist das „globale Epizentrum tödlicher Gewalt gegen Christen“. Unter den zehn Ländern mit der meisten Christenverfolgung befinden sich, abgesehen von Nordkorea, vorrangig islamisch geprägte Staaten.

Die Zahl sexualisierter Übergriffe, Zwangsehen und Vergewaltigungen nahm deutlich zu. Dokumentierte Angriffe auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen gingen hingegen zurück.

Subsahara-Afrika (Afrika südlich der Sahara) gehört weiterhin zu den Regionen mit der höchsten Gewalt. 14 Länder dieser Region stehen auf dem Weltverfolgungsindex 2026. Ein Höchstmaß an Gewalt in ihren Ländern besteht für Christen im Sudan, in Mali und Nigeria. Im Sudan werden Christen von der Armee wie auch von den gegnerischen Rapid Support Forces ins Visier genommen. In Nigeria verüben islamistische Radikale immer wieder schwere Anschläge und Massaker.

Open Doors ist es ein Anliegen, Gebet für die verfolgte Gemeinde Jesu zu aktivieren. Dabei geht es um nüchterne und belegte Informationen, die berichten, was verfolgte Christen erleiden müssen. Gleichzeitig wird bezeugt, wie Jesus Christus ihnen Trost und Hoffnung gibt. 

Ein Zeugnis auf der Webseite von Open Doors berichtet von Amira*, die sich „wie ein Tier fühlte“. Sie wuchs in einer streng muslimischen Familie in Nordafrika auf und es heißt:

"Ihr Vater zwang sie und ihre Familie, strikt nach dem Koran zu leben. Wenn sie den Regeln nicht folgten, wurde Amiras Vater aggressiv und gewalttätig. Die Situation zu Hause war extrem angespannt. Bis zu dem Tag, an dem jemand Amiras Vater von Jesus erzählte – und er Christ wurde. Sein Verhalten veränderte sich grundlegend. Doch obwohl Amiras Mutter und ihre Schwestern erleichtert waren, dass die Unterdrückung aufhörte, akzeptierten sie seinen neuen Glauben nicht. Amira hingegen war neugierig und hörte genau zu, als sich die Hauskirche ihres Vaters bei ihnen zu Hause traf. So fand auch sie im Alter von 11 Jahren zum Glauben an Jesus, mit 16 ließ sie sich taufen. Weil ihre Mutter und ihre Schwestern nicht wagten, sich gegen Amiras Vater zu wenden, richteten sie ihre Wut gegen Amira: Sie beschimpften sie, schlugen sie und weigerten sich, ihr Essen mit Amira zu teilen. „In meiner Kultur isst man vom selben Teller. Ich fühlte mich wie ein Tier, das allein isst“, erzählt sie. Verzweifelt überlegte Amira sogar, sich das Leben zu nehmen. Lokale Partner von Open Doors nahmen Kontakt mit ihr auf und ermutigten sie. Heute hilft Amira anderen Frauen in ähnlicher Lage."

Das bewirken die Gebete der Christen auf der ganzen Welt für ihre verfolgten Glaubensgeschwister in aller Welt. Werde Gebetspartner! Eine kostenlose Gebetshilfe, die nicht überfordert findest Du HIER,  HIER und HIER. Besonders ans Herz legen möchte ich Euch Termine im Gebetshaus von Open Doors. So ermutigende Abende, besonders der etwas längere freitags. Fahrt doch mal hin (und lasst mich wissen, wann. Vielleicht treffen wir uns). Info darüber findest Du HIER.

* Name geändert 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Von Predigten und den täglichen Mahlzeiten

Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an.
Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen,
wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander,
besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt!
(Hebräer 10:24+25)

CC BY 4.0
Lange war Ricky nicht mehr zum Gottesdienst gegangen. Jetzt erhielt er Besuch vom Pastor, der sich nach seinem Befinden und nach dem Grund seines Fernbleibens erkundigte.

Ricky erklärte dem Pastor: „30 Jahre lang war ich fast jeden Sonntag in der Kirche. Das dürften so um die 1.500 Predigten gewesen sein, die ich mir da angehört habe. In all diesen Jahren haben die Menschen Gott gepriesen und ihm gedankt. Ich habe mir den Lobpreis und die Predigten angehört, aber ich kann mich beim besten Willen an keine einzige davon erinnern. Deshalb denke ich, dass ich meine Zeit verschwende. Und Sie verschwenden Ihre Zeit, indem Sie Predigten halten und all diese Lobpreisungen sprechen und singen, an die ich mich nicht einmal erinnern kann.“

Der Pastor erwiderte: „Ich bin jetzt seit 30 Jahren verheiratet. In dieser Zeit hat meine Frau mir über 30.000 Mahlzeiten zubereitet. Jeden Tag beendet sie mit den Worten „Ich liebe dich!“ und las mir im Laufe der Jahre über 11.000 Mal eine Bibelstelle, ein Gedicht oder einen netten kleinen Spruch vor. Aber ich kann mich beim besten Willen nicht an das gesamte Menü einer einzigen dieser Mahlzeiten erinnern oder an auch nur an eins dieser Gedichte. Aber ich weiß eines: All die Mahlzeiten haben mich genährt und mir die Kraft gegeben, die ich für meine Arbeit brauchte und jedes Gedicht hat mir das Gefühl gegeben, geliebt zu werden.“

Auch Du und ich erinnern uns nicht an jede Predigt, die wir bisher gehört haben - vielleicht an einige besondere. Wir können nicht jeden Vers zitieren oder jeden Gedanken weitergeben, den wir mal gehört haben. Aber wie oft sind wir sonntags nach Hause gegangen, in dem Bewusstsein: „Jesus liebt mich!

Das Wort Gottes, die Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern und das Gebet sind wie Mahlzeiten, die zum geistlichen Leben und zur geistlichen Gesundheit dazugehören. Darum ist es so wichtig, dranzubleiben; wichtig für uns selbst, wichtig für andere und vor allem wichtig zur Ehre Gottes!

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel
und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen
und in den Gebeten.
(Apostelgeschichte 2:42)

Dienstag, 13. Januar 2026

Wessen Narr bist Du?

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Während einer großen Evangelistenkonferenz in Amsterdam lief ein Mann durch die Straßen mit einem Klappschild, das seine Brust und seinen Rücken bedeckte. Wer ihm entgegenkam, las zunächst das Bekenntnis: "Ich bin ein Narr um Christi Willen!"  Viele gingen vorbei, grinsend, tuschelnd und verwundert. Sicher ist auch die eine oder andere abfällige Bemerkung gefallen. Wer sich dann kopfschüttelnd noch einmal nach diesem "Narren" umsah, las auf dem Schild, das über den Rücken hing: "Wessen Narr bist Du?"

In 1 Korinther 4:10 sagt Paulus:

"Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet."

Wie Christen heute, wurde auch der Apostel Paulus von seinen Zeitgenossen angegriffen für die Wahrheiten, für die er stand. Wie wir heute, so wurde er schon damals als Narr, als Verrückter bezeichnet. Das Lustige dabei ist die Tatsache, dass Paulus dies zu etwas Positivem macht. Nicht mehr nur "Narr", sondern "Narr um Jesu Willen!"

Und die Fragen, die unser Zeitgenosse in Amsterdam stellte, ist natürlich angebracht. Wer für Jesus lebt, sein Leben in den Dienst Jesu stellt (nicht nur als Vollzeitler), wer sich dem Ziel hingibt, zur Ehre Gottes zu leben, der ist in den Augen der Welt ein Narr. Dafür zu leben lohnt sich (angeblich) nicht. Für Geld zu leben (selbst in Zeiten der Finanzkrisen), scheint vernünftiger zu sein. Für ein langes Leben zu leben (obwohl es doch niemand ewig festhalten kann), scheint weiser zu sein. Für Vergnügen zu leben (das in jedem Fall zeitlich begrenzt ist), scheint lohnenswert zu sein. Für eine gesicherte Existenz zu leben (was, bitte, ist eigentlich noch sicher?), scheint sinnvoll zu sein.

Die Frage dabei ist nicht, ob ich mich als Christ über Geld, langes Leben, Vergnügen oder eine gesicherte Existenz freuen darf oder nicht. Auch nicht, ob diese Dinge grundsätzlich gut oder schlecht sind. Die Frage ist: Wofür lebe ich? Lebe ich fürs Diesseits oder für Jesus? Erhoffe ich mir Lebenssinn und Erfüllung durch Diesseitiges oder durch Jesus? Wo hinein investiere ich mein Leben? Ich für meinen Teil möchte vorsichtig, aber bestimmt bekennen:

"Ich bin ein Narr um Jesu Willen!" 

Wessen Narr bist Du?

Montag, 12. Januar 2026

Moriah – Jahwe-Jireh – 1 Mose 22

Wir alle kennen den Bericht aus dem Leben Abrahams und Isaaks, der uns zu Herzen geht. Hier ein paar Verse aus 1 Mose 22 und dazu einige Gedanken. Möge der Herr Dich segnen!

Und es geschah nach diesen Begebenheiten, da prüfte Gott den Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Morija und bringe ihn dort zum Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir nennen werde! (22:1+2)

Die Begebenheit war Gottes Wille und Sein Plan. Berge in unserem Leben können durchaus Gott-gewollt und Gott geführt sein. Auch die steilen Berge!

Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne. (22:4)

Nicht immer erkennen wir von Beginn an das Ziel, das Gott mit uns im Auge hat.

Da sprach Abraham zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel, ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten, und dann wollen wir wieder zu euch kommen. (22:5)

Wer im Gehorsam Gottes Führungen folgt, darf mit Zuversicht folgen

Und Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen! Und sie gingen beide miteinander. Und als sie an den Ort kamen, den Gott ihm genannt hatte, baute Abraham dort einen Altar und schichtete das Holz darauf; und er band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. (22:8+9)

Kein Zögern, kein Zweifeln. Kein Wenn und Aber. 100% Vertrauen! 100% Gehorsam! Auch, wenn Antwort und die Lösung für Abraham und für Isaak bis zuletzt vollkommen im Dunkeln lagen!

Und Abraham streckte seine Hand aus und fasste das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sprach: Abraham! Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich! Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen! Da erhob Abraham seine Augen und schaute, und siehe, da war hinter ihm ein Widder, der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. (22:10-13a)

Gott kommt NIE zu spät! Manchmal – für unseren Geschmack – in letzter Minute, aber NIE zu spät.

Und Abraham nannte den Ort: »Der Herr wird dafür sorgen«, sodass man noch heute sagt: Auf dem Berg wird der Herr dafür sorgen! (22:14)

Jahwe-Jireh: „Der Herr wird dafür sorgen“ oder „Der Herr wird ersehen“ oder auch „Der Herr wird sich sehen lassen“. Das Ganze beginnt mit der Erklärung (für den Leser heute), dass dies eine Prüfung war. Es endet mit dem Lob Abrahams: Der Herr wird versorgen! Der Herr lässt sich sehen!

Und der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu: darum will ich dich reichlich segnen (22:15+17a)

Vertrauen und Gehorsam bringen immer reichlichen Segen! Gott prüft Abraham nicht, weil Er nicht genau wusste, wie Abraham handeln würde. Er prüfte Abraham um Abrahams willen. Abraham erhielt reichen Segen vom Herrn und eine Verheißung, die sich über Jahrtausende bis zum heutigen Tag aktiv erfüllt – Tag für Tag. Und hätte man Abraham nach einer Weile gefragt, ob er das Ganze lieber nicht durchgemacht hätte, hätte er garantiert geantwortet: „Doch! Es war die Tür zum Segen. Es war der Berg, auf dem ich Gott gesehen habe. Jahwe Jireh: Der Herr lässt sich sehen!"