Apologetik nennt man die Verteidigung des
Glaubens. Verteidigt wird der Glaube vor allem gegenüber Angriffen aus
anderen Religionen und aus den Reihen des Atheismus. Während in Ländern
mit nicht-christlichen Mehrheitsreligionen die Angriffe oft aus den
Reihen andersreligiöser Theologen kommen, kommen Angriffe innerhalb der
christlichen Welt eher aus atheistischer oder pseudowissenschaftlicher Feder. Christliche Apologeten, wie die Kirchenväter Origenes, Augustinus
und andere, sind Vorläufer heutiger Glaubensverteidiger wie J.W.
Montgomery, N.Geisler, J. MacArthur, F. Schaeffer, J. McDowell oder C.S.
Lewis.
Ich bin dankbar für Menschen, die gut mit
Worten und Feder (sprich Computer) sind, und die es verstehen, den oft
wortgewandten Angreifern auf unseren Glauben stichhaltig zu erwidern.
John Lennox, Mathematikprofessor,
Wissenschaftsphilosoph und Autor, von der Universität Oxford, entgegnet
er dem Astrophysiker, Stephen Hawking, der eine Existenz Gottes für
überflüssig hält.
Zum einen zeigt Lennox auf, dass Hawkings
Gottesverständnis unzulänglich ist. Der Astrophysiker versteht Gott
lediglich als Lückenbüßer für das, was Menschen nicht erklären können.
Tatsache ist jedoch, dass Christen (und Anhänger anderer
monotheistischer Religionen) Gott nicht als fehlendes Puzzleteilchen
sehen, sondern als Urheber aller Existenz.
Auch geht Hawkings – und mit ihm viele
andere – von bestimmten Gesetzen aus, z.B. dem Gesetz der Schwerkraft.
Wer aber hat diese Gesetze ausgedacht und geschaffen?
Apologet John Lennox schreibt, dass er
keinen Konflikt zwischen Wissenschaft und Glauben erkennen kann. Die
Schönheit wissenschaftlicher Gesetze verstärken seinen Gottesglauben,
anstatt ihn ins Wanken zu bringen. Im Spätmittelalter waren es Menschen,
deren Glauben an Gott sie wissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten
entdeckten ließ. Erst das Zeitalter der Aufklärung drängte Gott immer
mehr aus unserem Denken hinaus und schloss unsere Augen für die
offensichtlichen Beweise Seiner Existenz. *
Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar;
denn Gott hat es ihnen offenbart.
Denn Gottes unsichtbares Wesen,
das ist seine ewige Kraft und Gottheit,
wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken,
wenn man sie wahrnimmt,
sodass sie keine Entschuldigung haben. (Römer 1:19-20)
* (Inspiration: idea 37/2010 – Warum Gott Schöpfer ist)

