Mittwochs wegen Kleingruppen keinen Livestream mehr für ca 4 Monate. Wir laden aber ein, live dabei zu sein!

Samstag, 9. Februar 2019

Von Schäferhunden und ihrem Hirten

John Vassar, der vor rund 150 Jahren lebte, war Zeitgenosse des bekannten Baptistenpastors A.J. Gordon und von Dwight L. Moody, dem gesegneten Evangelisten. Vassar beschreibt sich einmal selbst mit den Worten: 

Ich bin „lediglich ein Hirtenhund, der bereit ist, hinter den verlorenen Schafen her zu laufen und sie zum Hirten zurück zu bringen.“

Jeder von uns weiß, wie Hirtenhunde arbeiten: sie bellen, sie jagen die Schafe und sie zwicken sie in ihre Beine. (Vassar selbst war allerdings gleichzeitig eine barmherzige Seele.)

Hirtenhundarbeit beschreibt nicht selten auch unseren Dienst hier in der Welt, in der wir solche, die in der Irre rumlaufen, zu Jesus, dem Guten Hirten bringen möchten.„Hirtenhunde, die bereit sind, hinter den verlorenen Schafen her zu laufen und sie zum Hirten zurück zu bringen.“

Aber wie anders die Beschreibung des Guten Hirten selbst! Der Prophet Jesaja beschreibt die Arbeit des Messias, des Guten Hirten, in Jesaja, 40:11:

„Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; 
die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen
und im Bausch seines Gewandes tragen; 
die Mutterschafe wird er sorgsam führen.“

Jesus trägt die Lämmer in Seinen Armen. Er trägt sie nahe an Seinem Herzen. Er führt die Mutterschafe ganz sorgsam. – Wir alle brauchen die Fürsorge des Guten Hirten. (genauso, wie wir manchmal Seine Helfer, die Hirtenhunde, brauchen). Ist es nicht gut zu wissen, dass Jesus uns in Seinen Armen trägt, wenn der Weg zu steinig wird für uns? Ist das nicht sowieso der Platz in der ersten Reihe – nahe an Seinem Herzen? Ist es nicht ein Trost, zu wissen, dass Er uns in Sanftmut leitet?

Vielleicht ist Dein Weg dieser Tage voller Hindernisse und Geröll. Vielleicht brauchst Du Zeit, allein oder gemeinsam mit einem Freund, Deine Freuden oder auch Tränen mitzuteilen. Vielleicht hast Du eine Zeit nötig, in der Du neu und von Grund auf erfrischt wirst.

Je näher Du Dich auf den Guten Hirten zubewegst, umso mehr werden alle diese Segnungen Dir gehören.

Er sorgt für sein Volk wie ein guter Hirte. Die Lämmer nimmt er auf den Arm und hüllt sie schützend in seinen Umhang. Die Mutterschafe führt er behutsam ihren Weg. (Jesaja 40:11)

Das werden wir auch morgen wieder erfahren. Um 10:30 Uhr beginnt unser Gottesdienst. Wir freuen uns über Jesus, unseren guten Hirten, singen für Ihn, hören auf Ihn und folgen Ihm gemeinsam nach. Komm mit uns und begegne Jesus!

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Ärztezentrum)
57290 Neunkirchen

Herzlich Willkommen!

Freitag, 8. Februar 2019

Ausgebrannt

Nachdenkenswert stimmten mich Gedanken über 2 meiner Glaubenshelden, von denen ich in Carrie Coffman’s Buch „Weary Worriors“ (Müde Krieger) las.
Als Amy Carmichael ( 1951) in Indien tätig war, gab es den Begriff „Burn-out“ noch nicht. Die Tatsache gab es natürlich schon. Die gab es sogar bereits zu Bibelzeiten. Aber da hatte das Kind noch keinen Namen.

Amy Carmichael ist bekannt als die Indienmissionarin, die sich unermüdlich für die Kinder und benachteiligten Frauen Indiens einsetzte und ihnen Jesus brachte. Amy war eine unermüdliche Arbeiterin. Was allerdings Urlaub und Arbeitspausen anging – darüber rümpfte sie die Nase. Sie empfand es als Grausamkeit und Unrecht, auch nur einen Augenblick zu vergeuden, während Menschen noch in der Dunkelheit lebten. Ihre indische Helferin sagt, dass Amy nicht umherging, auch nicht rannte – sie flog – und erwartete ähnliches von ihren Mitarbeiterinnen. 

Gleichzeitig war Amy oft krank! Ihr erstes Missionsfeld (Japan) musste sie aus Krankheitsgründen verlassen. Auch in Sri Langka konnte sie aus ähnlichen Gründen nur weniger als ein Jahr dienen. In Indien, wo sie Jahrzehnte arbeitete, verbrachte sie die letzten 20 Jahre im Bett.

CT Studd bringt sich in Erinnerung. Ein Mann Gottes, der für die Arbeit auf dem Missionsfeld Ruhm, Reichtum und Karriere aufgab. Sein Dienst beinhaltet 10 Jahre Missionsarbeit in China, 6 Jahre in Indien und 18 Jahre im Kongo. Studd arbeitete 18 Stunden am Tag. Da gab es keine Pausen, keine Ablenkung und keinen Urlaub. Sein Tag begann um 6 Uhr morgens – und diese Arbeitsmoral erwartete er auch von seinen Mitarbeitern – Einheimischen wie Ausländern. Persönliche Stille Zeit musste dann abgeschlossen sein.

Seine letzten Jahre nahm Studd Morphium als Medikament gegen seine starken Schmerzen.

Amy Carmichael, CT Studd und andere gehören immer noch zu meinen Glaubenshelden. Sie haben ihre Welt für Jesus bewegt. Sie haben Unglaubliches geleistet und die Wellen des Segens, mit denen Gott sie gesegnet hat, sind bis heute unterwegs.

Dennoch!

Auch die Helden und Heiligen Gottes waren Menschen mit Schwächen und Fehlern. Manche waren so von ihrer Arbeit für Jesus vereinnahmt, dass sie sich selbst vernachlässigten. Leider – LEIDER! – ist heute eher das Gegenteil der Fall. Menschen vernachlässigen sich und ihre Familien um des Geldes willen, um des Ruhmes willen, um des Egos willen. Das meiste, was heute – auch in christlichen Familien – kaputt geht, geht nicht kaputt, weil Menschen Jesus zu intensiv dienen. Nein, viel geht kaputt, weil Menschen Jesus eben nicht dienen, sondern sich selbst. Aber auch heute gibt es die Amy Carmichaels und CT Studds, die manchmal den Blick zu sehr auf den Menschen richten, auf ihre Dienste und die vielen Aufgaben – anstatt auf Jesus, dem sie dienen.

Jesus hatte 12 Jünger um sich. In sie investierte Er ganz besonders. Er trug und ertrug ihre Schwächen, er lehrte sie, er sandte sie, er setzte sie ein – aber er brachte sie auch zur Ruhe, wie wir in Markus 6:31 lesen:

Und er sprach zu ihnen: Kommt ihr allein
abseits an einen einsamen Ort und ruht ein wenig!“

Lasst uns dem Herrn dienen – von ganzem Herzen, unermüdlich und mit aller Kraft. Aber in Seiner Kraft, nicht unserer. Und lasst uns nicht Seine Einladung überhören:

 
„Kommt ihr allein abseits an einen einsamen Ort 
und ruht ein wenig!“

Donnerstag, 7. Februar 2019

Anbetungslügen?


Ich liebe es, gemeinsam mit anderen Gott anzubeten, ob das gesprochene oder gesungene Anbetung ist. Es ist mir wichtig, Lieder, die ich singe, nicht (nur) wegen der schönen Musik und Begleitung zu singen. Es ist mir wichtig, mir die Texte der Lieder bewusst zu machen und sie beim Singen bewusst als Anbetung und Opfer vor Gott zu bringen.

Aber (mal ganz ehrlich!) da gibt es Lieder, wo man sich fragt, ob man die mitsingen kann. Und wenn ich sie singe, meine ich dann wirklich, was ich Gott da ins Ohr und ins Herz singe oder erfreue ich mich nur an den coolen Texten und Arrangements? Beispiele gefällig?

Ich habe in keiner Gebetsgemeinschaft meines Lebens je ein Gebet zu Gott gehört:

„Herr, ich bitte darum, dass Du mich von all meinem Stolz entkleidest und dass Du mir meinen Besitz wegnimmst – bis dass alles, was ich möchte und suche nur noch Du bist.“

Aber ich habe es oft gesungen, gemeinsam mit denen, die um mich herum standen: Strip me back of all my pride, my possessions 'til all I want and all I seek is Your presence!  

Theoretisch kann ich dieses Gebet auch selbst beantworten, wenn ich meine, was ich singe. Jesus sagte dem reichen Jüngling: Verkaufe deinen Besitz und gib ihn den Armen und folge mir nach. Wenn ich also das Lied singe, muss ich gar nicht darauf warten, dass Gott mir was wegnimmt. Ich kann das ganz freiwillig tun. Aber will ich das? Oder sind es mehr Kopfworte als Herzensanliegen?

Eins meiner Allzeit Lieblingslieder bezeugt:

Blessed Be Your name when I'm found in the desert place
Though I walk through the wilderness: Blessed Be Your name
Every blessing You pour out, I'll turn back to praise
When the darkness closes in, Lord still I will say:
Blessed be the name of the Lord

Blessed be Your name on the road marked with suffering
Though there's pain in the offering: Blessed be Your name
Every blessing You pour out I'll turn back to praise
When the darkness closes in, Lord still I will say:
Blessed be the name of the Lord

You give and take away! My heart will choose to say: Lord, blessed be Your name

Übersetzt zusammengefasst: wenn ich ausgetrocknet und im Dunkeln bin, wenn ich leide, nur mit Schmerzen Opfer bringen kann, wenn Dunkelheit mich einschließt und wenn Du mir nimmst, was Du mir zuvor gegeben hast – ich will immer noch sagen: Dir sei die Ehre!

Wirklich? Meine ich was ich singe? Würde ich es auch ohne Musik und gemeinschaftlichen Gesang in der Gemeinschaft mit anderen beten? Oder heuchle ich dem Herrn hier etwas vor, was ich gar nicht so meine?

Tatsächlich ist es heilsam und glaubensstärkend, das, was ich singe, umzusetzen. Ich bin Lernender, möchte uns aber alle ermutigen, dem Herrn zu danken in den schlechten Zeiten, wie wir es in den guten Zeiten getan haben, in der Dunkelheit, wie wir es im Licht getan haben, im Leid, wie wir es zu freudigen Zeiten getan haben. Es ist ja nicht der Herr, der sich verändert hat. Er ist derselbe, gestern heute und in Ewigkeit. Es sind unsere Umstände, die sich verändert haben. Jesus ist unseres Lobes würdig, auch, wenn Sein Weg uns durch Dunkelheit und Schmerz führt.

Und während wir ihn loben, werden unsere Augen neu geöffnet für Ihn und Seine Treue – mitten in unserer Finsternis.

You give and take away! When the darkness closes in
My heart will choose to say: Lord, blessed be Your name

Du gibst und Du nimmst wieder weg! 
Wenn die Dunkelheit mich umgibt
Wird sich mein Herz entscheiden zu sagen:
Herr, Dein Name sei gepriesen!

Mittwoch, 6. Februar 2019

Riesen - schon wieder?

Um Riesen ging es vor Kurzem schon einmal. Das macht nichts. Aus Kanaan verschwanden sie auch nicht an einem Tag. Ich bin mir sicher, dass einige der Riesen, an die Du beim Lesen der Andacht im Januar gedacht hast, sich immer noch von Zeit zu Zeit bemerkbar machen. Und bei Riesen ist das gar nicht so schwer. Da ist schon der große Zeh beeindruckend!

Natürlich hoffe ich, dass nicht „alle“ der Januar-Riesen sich noch regen, sondern dass einige davon besiegt werden konnten. Meine Erfahrung ist allerdings, dass manch ein Riese, der durch Gottes Gnade in unserem Leben besiegt wird, Nachkommen hat. Und die piesacken einen dann, wenn man meint, man hat sie überwunden.

Kürzlich kam ich zurück von einer gesegneten Konferenz für Gemeindeleiter und Mitarbeiter. Es waren gut 3 Tage mit intensiver Gemeinschaft, Anbetung, Lehre und Austausch. 2 Tage später war ich krank. Natürlich wirft eine Krankheit niemanden sofort um, aber es kann ein Dämpfer sein für die Freude, die der Herr einem geschenkt hatte.

Manchmal ist es auch kein Einzelevent, gegen den man in den Kampf zieht. Es ist eher eine Vielzahl von Einzelheiten: hier ein Frustgespräch, da schlecht geschlafen, hier ein Kratzer im Auto, da eine schlechte Nachricht, hier ein nerviger Kunde, da ein schlechtes Arbeitsergebnis. Jeder dieser Punkte für sich ist verschmerzbar. Aber in der Summe werden sie zum Riesen, der uns ängstigt und unruhig macht.

Als David von seinem Vater mit Lebensmitteln zu seinen Brüdern an die Front geschickt wurde, um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen, wird er hart angegriffen. Man wirft ihm vor, nur sensationshungrig zu sein. David versteht die Welt nicht mehr. Das ganze Heer Israels hatte die Hosen voll wegen einem Riesen namens Goliath, der die Armee Israels – und vor allem ihren Gott – verhöhnte. Und ganz Israel dachte mit Schrecken: „Der ist ist so riesig, den können wir niemals besiegen!

David trat dem Riesen mit einer ganz anderen Einstellung gegenüber. Der Riese war derselbe. Sein Aussehen war dasselbe. Aber Davids Einstellung war eine andere. „Der ist so riesig, den kann ich niemals verfehlen!“ sagte er sich, zog los, suchte sich 5 geeignete Steine (von denen er nur einen benötigte) und trat dem Riesen gegenüber. Noch einmal musste sich David den Hohn gegenüber seinem Gott anhören. Dann war er an der Reihe! (1 Samuel 17:45-47)

Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast! An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und deinen Kopf von dir nehmen, und ich werde die Leichname des Heeres der Philister an diesem Tag den Vögeln unter dem Himmel und den wilden Tieren der Erde geben, damit die ganze Erde erkenne, dass Israel einen Gott hat! Und diese ganze Gemeinde soll erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert oder Spieß errettet; denn der Kampf ist die Sache des Herrn, und Er wird euch in unsere Hand geben!

Das war alles, was David dem Monster zu sagen hatte. Dann handelte er und innerhalb kürzester Zeit war alles vorüber.

Nenn Deinen Riesen! Tritt ihm im Namen Deines Gottes entgegen. Dein Herr ist der Herr der Heerscharen. Halte IHN im Herzen, nicht den Riesen. Lass IHN Dein Herz und Dein Denken erfüllen, nicht den Riesen! Und dann mach ganze Sache! Schmeiß den Riesen raus – im Namen Deines Gottes – dem Herrn der Engelheere!

Heute Abend kommen wir zusammen, um einander zu ermutigen und zu bezeugen, wie Gott uns gegen Riesen geholfen hat. Außerdem wollen wir dem Herrn der Heerscharen besingen und Ihn anbeten. Du bist uns herzlich willkommen!

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 5. Februar 2019

Jesus in den 66 Büchern der Bibel

Mit dem Alten Testament kann ich nichts anfangen!“ sagte Ebi enttäuscht, als er merkte, dass an den nächsten Sonntagen ein Buch des Alten Testaments zu Betrachtung stand. „Ich beschäftige mich lieber mit dem Neuen Testament, mit Jesus, den Aposteln und all den Vorhersagen der Offenbarung."
 
Vielen geht es ähnlich wie Ebi. Die Geschichten aus dem Alten Testament eignen sich zwar gut für den Kindergottesdienst, aber sind sie auch tauglich für das persönliche Bibelstudium oder die Verkündigung in den großen Gemeindestunden?

Definitiv und absolut tauglich! Hier ist, was Paulus dazu zu sagen hat. An die Gemeinde in Rom schreibt er in Römer 15:4:

„Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist,
wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben,
damit wir durch das Ausharren
und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.“

An die Korinter schreibt er (1 Korinther 10:11), nachdem er die Geschichte Israels betrachtet hatte:

Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren,
sind Vorbilder,
und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben,
auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist.

Und in 2 Timotheus 3:16 nimmt Paulus Bezug auf die Schriften des Alten Testaments (das Neue Testament gab es ja noch nicht und wurde erst später in die Aussage dieses Verses eingeschlossen). Paulus schreibt:

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich
zur Belehrung, zur Überführung,
zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit!

Nicht zuletzt, sondern vielmehr als fundamentalen Beweis für die Wichtigkeit des Alten Testaments, soll Jesus selbst zitiert werden. Als die zwei Emmausjünger zweifelnd, völlig niedergeschlagen und verwirrt auf ihrem Heimweg waren, gesellte sich Jesus zu ihnen und setzte ihre Herzen neu in Brand. Wie machte er das? In Lukas 24:26+27 lesen wir:

Musste nicht der Christus dies erleiden
und in seine Herrlichkeit eingehen?
Und er begann bei Mose und bei allen Propheten
und legte ihnen in allen Schriften aus,
was sich auf ihn bezieht.

Klarer geht es nicht mehr. Jesus vertreibt Zweifel und setzt Herzen in Brand, indem er im Alten Testament – beginnend in den Büchern des Mose – all das aufzeigt und erklärt, was sich auf ihn bezog.

Das Alte Testament ist voll von Jesus. Jesus ist der Handelnde im Alten Testament. Er ist der Schatten, der im Neuen Testament ins Licht tritt. Er ist die Botschaft, die sich im Neuen Testament manifestiert. Jesus ist die Prophetie des Alten Testaments, die sich im Neuen Testament erfüllt. Das Alte Testament mit der Jesus-Brille zu lesen, wird auch unsere Herzen neu entzünden, Zweifel besiegen und unseren Glauben stärken.

Am kommenden Dienstag wollen wir mit dem 1. Buch Mose (Genesis) beginnen und sehen, wo wir in diesem Buch Jesus sehen.

Montag, 4. Februar 2019

Tratsch!

Winston Churchill galt als ein leuchtendes Bespiel für Integrität und Respekt gegenüber der Opposition. Während seines letzten Amtsjahres besuchte er eine offizielle Zeremonie. Zwei Herren, die mehrere Reihen hinter ihm saßen, begannen, einander zuzuflüsterten: „Da vorne sitzt Winston Churchill. Die Leute sagen, er werde senil. Sie sagen, er solle besser abtreten und die Führung der Nation dynamischeren und fähigeren Männern überlassen.

Als die Zeremonie vorüber war, dreht sich Churchill zu den Männern um und sagte: „Meine Herren, die Leute sagen auch, er sei taub!

Autsch! Aber wie großmütig, wie meisterlich reagierte Churchill auf das gemeine Gerede im Volk. Unterstellungen, abwertende Bemerkungen über seine Person, Kritik an seiner Führung – auf all das reagierte der Politiker nicht einmal. Vielmehr gab er zu verstehen, dass ihm das Gerede im Volk nicht unbekannt war.

Auch über Jesus gab es Gerede. Die einen sagten: „Er treibt die Teufel durch den Oberteufel aus!“ Andere sagten: „Er bricht das heilige Gesetz!“ Wieder andere drehten Jesus das Wort im Mund herum.

Paulus war ebenso dem Gerede der Menschen ausgesetzt. Die einen nannten ihn einfach einen „Schwätzer“. Andere beschuldigten ihn, Krawalle anzufeuern. Andere machten ihn zum politischen Rebellen. Andere beschuldigten ihn, Heiden in den Tempel gebracht und damit das Haus Gottes verunreinigt zu haben.

Männer und Frauen im Dienst Jesu heute können das Gleiche berichten. In Nordkorea wird vor christlicher Propaganda gewarnt, die den Kindern schade. In der Türkei gelten Missionare als „politische Agenten mit dem Ziel ein, den türkischen Staat zu unterhöhlen.“ In Indien werden Christen Zwangsbekehrungen von Hindus vorgeworfen, in Kaschmir „Massenbekehrungen von muslimischen Jugendlichen“.

Tratsch! Teilweise lächerlicher Tratsch, aber giftig. Tratsch entwickelt Eigendynamik und aus einem Funken wird schnell ein Waldbrand. Jakobus schreibt:

So ist auch die Zunge ein kleines Glied
und rühmt sich doch großer Dinge.
Siehe, ein kleines Feuer
welch großen Wald zündet es an!
(Jakobus 3:5)

Und wie reagieren? Drei biblische Schritte fallen ein:

1. Tratsch im Funken ersticken! In Sprüche 23:11 heißt es:

Ein umhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus,
aber eine treue Seele hält geheim, was man ihr sagt.“

Wo mir etwas zugetragen wird, das unrühmlich, unbestätigt, halbbestätigt, negativ oder wenig hilfreich ist – „eine treue Seele hält geheim, was man ihr sagt.“ Das verhindert den zerstörerischen Einfluss eines Waldbrandes durch Tratsch – zumindest in meinem Umfeld.

2. Ein Gegenfeuer starten! Manch ein Waldbrand wurde erfolgreich besiegt, als ein Gegenfeuer gestartet wurde, das dem Waldbrand die Nahrung raubte. In Philipper 4:8 schreibt Paulus:

“Alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht,
was rein, was liebenswert, was wohllautend,
was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist,
dem denket nach!“

Tratsch ist wie Pech und Teer. Der klebt und verschmutzt. Gottes Wort gibt uns den Pech- und Teerentferner: Philipper 4:8.

3. Heilige Gelassenheit! Winston Churchill ist zwar nicht als evangelikaler Christ in die Weltgeschichte eingegangen, aber ihm scheint dieser Schritt trotzdem gefallen zu haben. Prediger 4:10 sagt:

Gelassenheit verhütet große Sünden.

Churchills Antwort an die beiden Tratscher in den Reihen hinter ihm zeigen ein großes Maß an Gelassenheit. Anstatt sich aufzuregen und zurück zu schießen, belässt er es bei einer milden Reaktion.

So hat auch Jesus auf den Tratsch um ihn herum reagiert. Und so wollen auch wir es mit Ihm halten.

Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen,
so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit.“
(Sprüche 25:11)

Sonntag, 3. Februar 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Apostelgeschichte 18:1-17

1 Danach aber verließ Paulus Athen und kam nach Korinth.
2 Und dort fand er einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der vor Kurzem mit seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war, weil Claudius befohlen hatte, dass alle Juden Rom verlassen sollten; zu diesen ging er,
3 und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher.
4 Er hatte aber jeden Sabbat Unterredungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen.
5 Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien ankamen, wurde Paulus durch den Geist gedrängt, den Juden zu bezeugen, dass Jesus der Christus ist.
6 Als sie aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut sei auf eurem Haupt! Ich bin rein davon; von nun an gehe ich zu den Heiden!
7 Und er ging von dort weg und begab sich in das Haus eines gottesfürchtigen Mannes mit Namen Justus, dessen Haus an die Synagoge stieß.
8 Krispus aber, der Synagogenvorsteher, wurde an den Herrn gläubig samt seinem ganzen Haus; auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.
9 Und der Herr sprach durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!
10 Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt!
11 Und er blieb ein Jahr und sechs Monate dort und lehrte unter ihnen das Wort Gottes.
12 Als aber Gallion Statthalter von Achaja war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl
13 und sprachen: Dieser überredet die Leute zu einem gesetzwidrigen Gottesdienst!
14 Als aber Paulus den Mund öffnen wollte, sprach Gallion zu den Juden: Wenn es sich nun um ein Verbrechen oder um eine böse Schändlichkeit handeln würde, ihr Juden, so hätte ich euch vernünftigerweise zugelassen;
15 wenn es aber eine Streitfrage über eine Lehre und über Namen und über euer Gesetz ist, so seht ihr selbst danach, denn darüber will ich nicht Richter sein!
16 Und er wies sie vom Richterstuhl hinweg.
17 Da ergriffen alle Griechen Sosthenes, den Synagogenvorsteher, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und Gallion kümmerte sich nicht weiter darum.

CCFG
Lobpreis - Gottes Wort!

Gemeinschaft - Gebet!
Gemeinsames Mittagessen 
 

Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:
"Unmittelbar aus den menschlichen Unmöglichkeiten 
erwachsen Gottes herrliche Gelegenheiten."
(Friedrich von Bodelschwingh)

"Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott! 
Denn bei Gott sind alle Dinge möglich."
(Jesus Christus in Markus 10:27)

"Oft liegt ein Samenkorn der Angst am Beginn eines Glaubensschrittes."
(Max Lucado)