Im 14 Jahrhundert drangen türkische Truppen des Osmanischen
Reiches nach Albanien ein und im 17. Jahrhundert war die Bevölkerung
mehrheitlich islamisch. Mit dem Zerfall der osmanischen Herrschaft wurde die Unabhängigkeit
Albaniens zu Beginn des 20. Jahrhunderts erklärt. Es war 1944 als Albanien sich
dem Kommunismus verschrieb, fast jeglichen Kontakt zu westlichen Ländern
abbrach und ein totales Religionsverbot verhängte. Offiziell rühmte sich
Albanien, der erste atheistische Staat der Welt zu sein.
Erst 1990 bricht die totale Diktatur zusammen. Zum Vorschein
kommt eine Bevölkerung, die die Religion nicht aufgegeben hat. Im selben Monat,
in dem das kommunistische Regime fällt, wird der erste christliche Gottesdienst
angesetzt. Heute ist Albanien NATO Mitliedsland und potentieller
Beitrittskandidat der EU.
Wie hat Albanien ein halbes Jahrhundert härtester und
brutalster Religionsverfolgung überstanden? Heute gibt es 5-10% Nichtreligiöse
in diesem einst atheistischen Kernland.
Über 63% der Menschen gehören zum Islam. Weniger als 1/2 %
der Bevölkerung ist evangelikal.
Morgen ist Nari bei uns im Gottesdienst. Im Alter von sechs (!) Jahren verlor der Albaner bei einer Minenexplosion fast sein Leben. Sein rechtes Bein, sein Unterarm und einen Großteil seines Sehvermögens. Erst Jahre später lernte er Jesus kennen. Die Begegnung mit Jesus wurde zur Revolution seines Lebens. Zunächst erhielt er neuen Lebenssinn und Lebensmut. Außerdem erhielt er durch öffentliche Aufrufe der Siegener Zeitung genügend Spenden, um seine Leiden in Deutschland behandeln zu lassen. Nebenbei besuchte er die Bibelschule der Calvary Chapel in Siegen. Jetzt lebt er in Berlin, arbeitet als Evangelist und hofft, eines Tages in seinem Heimatland das Evangelium zu verkündigen.
Nari hat viel Leid durch das Leben und viel Freude durch
Gott erfahren. Jesus ist seine Kraft. Darüber wird er morgen im Gottesdienst
berichten. Ich bin überzeugt: Wer morgen die Predigt hört, wird gesegnet nach Hause
gehen. Wir laden jeden ein, morgen um10:30 Uhr den Gottesdienst mit uns zu
feiern.