Aber in dem allem überwinden wir weit durch den,
Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben,
Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt. (1 Kor. 2:2)
"Wer sein Leben in dieser Welt liebt, wird es verlieren. Wer sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es zum ewigen Leben bewahren." (Johannes 12,25)
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Sadhu Sundar Singh begann ein asketisches Leben, zog durch die Dörfer Indiens und verkündigte die Botschaft von Jesus. Auch im Ausland predigte er die Frohe Botschaft. Im westlichen Ausland kritisierte er Materialismus und mangelndes geistliches Leben.
Das Maß seiner Hingabe wird deutlich in dem weltweit bekannten Lied: „Ich bin entschieden, zu folgen Jesus“, das ihm zugeschrieben wird. Es hat seinen Ursprung auf den überlieferten letzten Worten eines Mannes namens Nokseng, der zum Stamm der Garo in Assam gehörte. Er und seine Familie hatten zum christlichen Glauben gefunden und durch sie viele weitere Dorfbewohner. Der Leiter des Ortes stellte die Familie daraufhin öffentlich auf dem Marktplatz vor die Wahl: Dem Glauben an Jesus abzusagen oder zu sterben. Geleitet durch den Heiligen Geist sang Nokseng die Zeilen, die heute die Strophen des Liedes bilden.
Sadhu Sundar Singh übernahm
die Aussagen und formte sie zu einem Liedtext. Er textete und komponierte nicht
nur, sondern schrieb auch Erfahrungen auf, die er mit Jesus machte. So heißt es
in einem Buch:
"Als ich einst mit einem Tibetaner im Gebirge im Schneesturm unterwegs war, sahen wir einen Mann, der den Abhang hinuntergestürzt war. Ich sagte. "Wir müssen hingehen und ihm helfen". Mein Begleiter erwiderte: "Niemand kann von uns verlangen, dass wir uns um ihn bemühen; wir sind doch selbst in Gefahr, umzukommen". - "Wenn wir schon sterben müssen", antwortete ich, "dann ist es besser, wir sterben im Dienst an Anderen".
Mein Mitreisender wandte sich ab und ging seines Weges. Ich aber stieg hinunter zu dem verunglückten Mann, hob ihn auf meine Schultern und trug ihn mühsam bergauf. Durch diese Anstrengung wurde mir warm, und meine Wärme übertrug sich auf den durchgefrorenen Verunglückten. So wurden wir beide vor dem Erfrieren bewahrt.
Nach einiger Zeit fand ich meinen früheren Begleiter. Er lag im Schnee. Übermüdet wird er sich wohl hingelegt haben und war erfroren. Da verstand ich Jesu Wort: "Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren.“ (Johannes 12,25)
Bis heute gilt Sadhu Sundar Sing als einer der einflussreichsten indischen Christen; nicht zuletzt dadurch, dass er auf westliche Philosophie und Argumentationsweisen verzichtete und seine Verkündigung dem indischen Kulturkreis anpasste, ohne das Evangelium zu verwässern.
1929 war er in Tibet und dem Himalaya unterwegs und gilt seitdem als verschollen. Wie und woran er starb bleibt unbeantwortet.
Vergangenen Mittwoch ging es in unserer Gemeindebibelstunde um Jona. Während der Predigt erwähnte Pastor Andrew ein Zitat, das in etwa so lautete: „Widerstand gegenüber Gott kostet oft mehr Kraft, als Gehorsam gegenüber Ihm.“ Das war der Hauptgedanke, den ich an dem Abend mitgenommen habe. Ich habe noch etwas mehr darüber nachgedacht.
Im Leben von Jona sehen wir diese Wahrheit natürlich sehr, sehr deutlich. Nicht nur kostete sein Ungehorsam, seine Flucht vor Gott, die Ladung des Schiffes, auf dem er floh. Es kostete ihn auch Todesangst, denn er wusste ja nicht im Voraus, dass Gott ihn retten würde. Was wird er ausgestanden haben, als sich plötzlich ein Riesenfischmaul öffnete und er hineingesogen wurde. Was muss er gelitten haben in der Dunkelheit, dem Gestank und der Säure des Fischmagens! Vermutlich war sein Körper für den Rest seines Lebens durch die Säure entstellt. Sein Ungehorsam forderte tatsächlich einen enorm hohen Preis. Anderen ging es ähnlich:Wie viel weniger Leid und Tränen hätte es gegeben, wenn Gehorsam statt Widerstand oder Ungehorsam praktiziert worden wäre. Wie viel weniger Lehrgeld hätte es gekostet, gleich zu tun, was Gott gesagt hatte.
Paulus hatte einen gesegneten, aber keinen einfachen Dienst. Die Kosten für Gehorsam waren sehr hoch. Aber seine Aussagen in verschiedenen Briefen zeigen: Die Kosten für Widerstand gegenüber Gott sind immer höher als die Kosten des Gehorsams. Tatsache ist (2 Korinther 4:7-11; 6:10; Philipper 3:7+8):
2 Korinther 4:7-11 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. 8 Wir werden überall bedrängt, aber nicht erdrückt; wir kommen in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung; 9 wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um; 10 wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesus am Leib umher, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib offenbar wird. 11 Denn wir, die wir leben, werden beständig dem Tod preisgegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar wird an unserem sterblichen Fleisch.
2 Korinther 6:10 Unser Herz ist voll Leid, und doch erleben wir ständig neue Freude. Wir sind arm, aber wir machen andere reich. Wir besitzen nichts und haben doch alles.
Philipper 3:7 Früher hielt ich all diese Dinge für außerordentlich wichtig, aber jetzt betrachte ich sie als wertlos angesichts dessen, was Christus getan hat. 8 Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe.
Widerstand raubt Kraft; Gehorsam bringt Frieden!
Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!
Wir freuen uns auf dich!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr
Sonntagszitat:
"Ja, wo auch nur ein Senfkörnlein Glaubens
in einem Herzen sich findet,
da darf man gewiss sein: der Heiland sieht es und pflegt es."
(Ludwig Hofacker)
Mögen alle Völker und Nationen
zur Erkenntnis der Liebe Gottes gelangen.
(Arnold Janssen)
Sicher bin ich nicht der Einzige, der sich bei manchen Bibelversen fragt: „Wie ist das denn gemeint? Ist das bildlich zu verstehen? Meint der Schreiber das so?“ usw. Dass der Schreiber meint, was er schreibt, muss grundsätzlich bejaht werden, denn immerhin schreibt er nur das auf, was Gott ihm eingibt. Trotzdem bleiben bei manchen Versen Fragen.
Kürzlich ging es mir so, als ich mir den Psalm 148 anhörte. Kommen Euch da auch Fragen?1 Halleluja! Lobt den Herrn von den Himmeln her, lobt ihn in der Höhe!
2 Lobt ihn, alle seine Engel; lobt ihn, alle seine Heerscharen!
3 Lobt ihn, Sonne und Mond; lobt ihn, alle leuchtenden Sterne!
4 Lobt ihn, ihr Himmel der Himmel, und ihr Wasser oben am Himmel!
5 Sie sollen loben den Namen des Herrn; denn er gebot, und sie wurden erschaffen,
6 und er verlieh ihnen Bestand auf immer und ewig; er gab ein Gesetz, das nicht überschritten wird.
7 Lobt den Herrn von der Erde her, ihr Meerestiere und alle Meeresfluten!
8 Feuer und Hagel, Schnee und Dunst, der Sturmwind, der sein Wort ausführt;
9 Ihr Berge und alle Hügel, Obstbäume und alle Zedern;
10 wilde Tiere und alles Vieh, alles, was kriecht und fliegt;
11 ihr Könige der Erde und alle Völker, ihr Fürsten und alle Richter auf Erden;
12 ihr jungen Männer und auch Jungfrauen, Alte mitsamt den Jungen;
13 sie sollen loben den Namen des Herrn! Denn sein Name allein ist erhaben, sein Glanz überstrahlt Erde und Himmel.
14 Und er hat das Horn seines Volkes erhöht, allen seinen Getreuen zum Ruhm, den Kindern Israels, dem Volk, das ihm nahe ist. Halleluja!
Irgendwas seltsam? Irgendwelche Fragen? Es geht um das Lob Gottes. In der Höhe sollen ihn die Heerscharen der Engel loben (Vs 1+2). Das macht Sinn!
Es macht auch Sinn, dass Könige, Fürsten und Richter der Erde aufgefordert werden, Gott zu loben (Vs 11). Leider tun es viel zu Wenige. Aber es macht Sinn! Auch die Aufforderung an junge Männer und Frauen, an Alte und Junge (Vs 12) wirft keine Fragen auf – aber die Verse 3-10 schon. Zum Gotteslob aufgefordert werden hier:
Sonne, Mond Sterne, Wasser, Meerestiere, Meeresfluten, Feuer, Hagel, Schnee, Dunst, Sturm, Berge, Hügel, Obstbäume, Zedern, Wildtiere, Vieh und alles was kriecht und fliegen kann,Hat jemand eine Erklärung? Eine legitime Erklärung wäre meines Erachtens die poetische Schönheit des Psalms ebenso wie die Tatsache, dass unser Herr aller Ehre und allen Lobes wert ist. Er ist der Schöpfer aller Dinge und seine Schöpfung soll Ihm Lob bringen und Ihn ehren.
Als ich darüber nachdachte, kam mir aber noch ein anderer Gedanke. Kann es sein, dass der Psalmist tatsächlich die Schöpfung aufruft, ihrem Schöpfer Lob zu bringen – nicht nur als schöne, poetische Ausdrucksform der Heiligen Schrift, sondern als wirkliche Aufforderung?
Wie soll das gehen? Wie sollen Sonne, Mond und Sterne, Wasser, Feuer Berge und Vieh ihren Schöpfer preisen? – Die Antwort würde lauten: indem sie nach ihrer Bestimmung leben.
Sonne, Mond und Sterne sind nach 1 Mose 1 geschaffen, Zeichen zu sein, die Erde zu beleuchten, Zeiten zu bestimmen und Tag und Nacht zu unterscheiden. Wasser sichert Mensch und Tier das Überleben und lässt alles Pflanzliche wachsen. Auch die Tierwelt hat ihre verschiedenen Aufgaben – und sei es nur, durch ihre Vielfalt und Schönheit die Menschen zu erfreuen und zu erstaunen. So sagt der Psalmist (Psalm 19:2):Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände.
Und in Psalm 104:24 heißt es:
Herr, wie sind deine Werke so viele! Du hast sie alle in Weisheit gemacht, und die Erde ist erfüllt von deinem Besitz.
Wo immer die Schöpfung ihre Bestimmung erfüllt, wird Gottes Schöpferkraft und Weisheit dadurch gelobt. Tatsächlich bringt sie auch den menschlichen Beobachter ins Staunen und hinein ins Lob Gottes, wie uns Psalm 8:4+5 lehrt:
Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?
Ein herrlicher Sonnenuntergang, ein voller Obstbaum, ein pralles Kornfeld, das melodische Singen der Vögel, das Rauschen des Meeres oder die Stille der Berge – all das ehrt den Schöpfer und darf und soll uns hinführen, Ihn zu loben.Auch Du und ich haben eine Bestimmung im Leben, durch die wir – neben unseren Worten – den Herrn loben und ehren sollen (Epheser 1:5+6):
Er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.
Bestimmt, als Seine Kinder etwas zu sein zum Lob Seiner Herrlichkeit! In dieser Berufung zu leben bringt dem Lob und Ehre, dem unser Leben gehört!
1 Ruft nicht die Weisheit laut, und lässt nicht die Einsicht ihre Stimme vernehmen?
2 Oben auf den Höhen, draußen auf dem Weg, mitten auf den Plätzen hat Gottes Weisheit sich aufgestellt;
3 zur Seite der Tore, am Ausgang der Stadt, beim Eingang der Pforten ruft Gottes Weisheit laut:
4 An euch, ihr Männer, ergeht mein Ruf, und meine Stimme an die Menschenkinder!
5 Ihr Unverständigen, werdet klug, und ihr Toren, gebraucht den Verstand!
6 Hört, denn ich habe Vortreffliches zu sagen, und meine Lippen öffnen sich für aufrichtige Rede.
7 Denn mein Mund redet Wahrheit, und meine Lippen verabscheuen Gottlosigkeit.
8 Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch Verdrehtes darin.
9 Den Verständigen sind sie alle klar, und wer Erkenntnis sucht, findet sie richtig.
10 Nehmt meine Unterweisung an und nicht Silber, und Erkenntnis lieber als feines Gold!
11 Ja, Weisheit ist besser als Perlen, und alle Kostbarkeiten sind nicht zu vergleichen mit ihr.
12 Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und gewinne die Erkenntnis wohldurchdachter Pläne.
13 Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen; Stolz und Übermut, den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich.
14 Von mir kommt Rat und Tüchtigkeit; ich bin verständig, mein ist die Kraft.
15 Durch mich herrschen die Könige und erlassen die Fürsten gerechte Verordnungen.
16 Durch mich regieren die Herrscher und die Edlen, alle Richter auf Erden.
17 Ich liebe, die mich lieben, und die mich eifrig suchen, finden mich.
18 Reichtum und Ehre kommen mit mir, bleibende Güter und Gerechtigkeit.
19 Meine Frucht ist besser als Gold, ja, feines Gold, und was ich einbringe, übertrifft auserlesenes Silber.
20 Ich wandle auf dem Weg der Gerechtigkeit, mitten auf den Pfaden des Rechts,
21 damit ich denen, die mich lieben, ein wirkliches Erbteil verschaffe und ihre Schatzkammern fülle.
22 Der Herr besaß mich am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit.
23 Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde.
24 Als noch keine Fluten waren, wurde ich geboren, als die wasserreichen Quellen noch nicht flossen.
25 Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde ich geboren.
26 Als er die Erde noch nicht gemacht hatte und die Fluren, die ganze Summe des Erdenstaubes,
27 als er den Himmel gründete, war ich dabei; als er einen Kreis abmaß auf der Oberfläche der Meerestiefe,
28 als er die Wolken droben befestigte und Festigkeit gab den Quellen der Meerestiefe;
29 als er dem Meer seine Schranke setzte, damit die Wasser seinen Befehl nicht überschritten, als er den Grund der Erde legte,
30 da war ich Werkmeister bei ihm, war Tag für Tag seine Wonne und freute mich vor seinem Angesicht allezeit;
31 ich freute mich auf seinem Erdkreis und hatte meine Wonne an den Menschenkindern.
32 Und nun, ihr Söhne, hört auf mich! Wohl denen, die meine Wege bewahren!
33 Hört auf Unterweisung, damit ihr weise werdet, und verwerft sie nicht!
34 Wohl dem Menschen, der auf mich hört, indem er täglich an meiner Pforte wacht und die Pfosten meiner Türen hütet!
35 Denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen von dem Herrn;
36 wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich hassen, lieben den Tod!
Zum Schluss ein Vers aus Sprüche 1:7, der betont, wie überaus wichtig diese Weisheit Gottes ist:
Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht!
Vor einigen Jahren wurden 2 Männer von den Saudischen Behörden zu Auspeitschung und Gefängnisstrafe verurteilt. Sie wurden angeklagt, einer jungen Frau zur Bekehrung und zur Flucht aus dem Land verholfen zu haben.
Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende! Geht hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. (Lukas 10:2+3)
Vor gut 100 Jahren erschien in einer Londoner Zeitung eine Anzeige mit dem Inhalt:„Männer gesucht für gefährliche Dunkelheit und ständige Gefahr. Eine sichere Rückkehr ist zweifelhaft. Ehre und Anerkennung im Fall eines Erfolgs.“
Die Anzeige war unterzeichnet von dem berühmten Arktisforscher Sir Ernest Shackleton. Tausende Männer fragten an.
In seinem Kommentar zum 1. Brief des Paulus an Timotheus schreibt der Bibellehrer Warren W. Wiersbe:
„Hätte Jesus Christus eine Stellenanzeige geschaltet, hätte die Ausschreibung etwa so lauten können: ‚Männer und Frauen gesucht für die schwierige Aufgabe, beim Aufbau meiner Gemeinde mitzuhelfen. Ihr werdet oft missverstanden werden, sogar von denen, die mit euch zusammenarbeiten. Ihr werdet ständigen Angriffen eines unsichtbaren Feindes ausgesetzt sein. Ihr werdet die Ergebnisse eurer Arbeit vielleicht nicht sehen, und eure volle Belohnung wird erst kommen, wenn all eure Arbeit vollendet ist. Es könnte euch euer Zuhause, eure Ambitionen, ja sogar euer Leben kosten.‘“
Für Abenteurer wäre eine Antarktisreise damals sicher ein Lebens-Höhepunkt gewesen. Möglicherweise wären Ruhm und Reichtum eine Folge gewesen. Es ging immerhin um die Erforschung eines weithin unbekannten Gebiets. Tausende wussten das und wollten mit Sir Shackleton reisen.
So unendlich viel wichtiger der Aufruf Jesu an Seine Nachfolger. Tausende von ganzen Völkern, teils viele Millionen Menschen groß, sind noch unbekanntes Gebiet für Missionare. In alle Welt hat Jesus uns gesandt – erst 56% haben wir davon erreicht.
Richtig! Das ist eine schwierige Aufgabe – war von Jesus auch so angekündigt. Eine Aufgabe, die Feindschaft, Unverständnis und oft die Verfolgung durch die Welt zur Folge hat. Tatsächlich – eine Aufgabe, die das Leben vieler gekostet hat – und bis heute kostet. Außerdem eine Aufgabe, die in der Regel auf der Erde unsichtbar bleibt und keinen irdischen Ruhm oder irdische Sicherheiten verspricht. ABER ...
Was ist all der vergängliche, irdische Segen, verglichen zum Segen, den Jesus denen verspricht, die Ihm dienen?
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! (Matthäus 6:33)
Erbitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. (Psalm 2:8)
Jesus aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben. (Markus 10:29+30)
Segen – hier und dort! Erfüllung – hier und dort! Warum begeistern uns die entbehrungsreichen, vergänglichen Abenteuer der Erde, aber das gesegnete „Abenteuer“ eines Lebens mit Jesus, das verheißungsvolle Abenteuer eines Lebens in der Mission für Jesus lässt uns zurückschrecken?
„Herr, erfülle mein Herz mit dem, was Dein Herz erfüllt! Schenk mir Deine Freude, Deinen Frieden, Deine Tränen, Deine Motivation und in allem Deine Kraft!“
Wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. (2 Chronik 7:14)
Dan Graves schreibt hier in einer Kurzbiographie (übersetzt und leicht bearbeitet):
Jeremy Lanphier wurde am 3. September 1809 in Albany geboren. Er zog nach New York City, um dort eine Anstellung zu finden und wurde ein erfolgreicher Bekleidungsgroßhändler.Obwohl er eine Gemeinde besuchte, um im Chor zu singen, war er kein Christ, bis er im Broadway Tabernacle das Heil in Jesus und Seinen Anspruch auf sein Leben erkannte.
Lanphier sorgte sich sofort um die Seelen derer, die sich um ihn herum in geistiger Dunkelheit befanden. Unverheiratet konnte er seine Abende und Freizeit nutzen, um Traktate zu verteilen und mit Menschen zu sprechen.
In der Zwischenzeit war eine Gemeinde in Lower Manhattan geschrumpft. Da sich die Mitglieder finanziell verbesserten, zog es sie in wohlhabendere Bezirke. Die Leitung der Gemeinde beschloss, diesen Trend durch ein Besuchsprogramm umzukehren. Sie boten Lanphier den Dienst an und er willigte ein. Er verbrachte ganze Tage damit, Mitglieder zu besuchen, und jedem Bibelstudien anzubieten, der interessiert schien. Die Arbeit erschöpfte ihn geistlich, aber er fand, dass er erfrischt wurde, wenn er mittags eine Stunde im Gebet verbrachte. Trotzdem schienen seine Bemühungen fruchtlos.
Wenn Gebet für ihn selbst so lebenswichtig war – so überlegte er – vielleicht würden auch andere davon profitieren. Er erhielt einen Raum in der Fulton Street und druckte 20.000 Flyer, die das erste Treffen am Mittag, Mittwoch, dem 23. September 1857, ansetzte.
Wenn es je eine Zeit gab, in der Gebet nötig war, dann war diese. Amerikaner in den 1850er Jahren fürchteten (zu Recht), dass ein Bürgerkrieg kommen würde. Viele waren von der Kirche desillusioniert.
Lanphier kniete nieder, um allein zu beten. Sein Flyer, so schien es, war von allen, die einen erhalten hatten, entsorgt worden. Eine halbe Stunde lang betete er alleine. Dann tauchte ein Mann auf und kniete ohne ein Wort neben ihm. Dann noch ein anderer. Um 13 Uhr befanden sich neben Lanphier zehn Knie auf dem Boden.
In der folgenden Woche erschienen weitere Männer. Im Oktober musste Lanphier in ein größeres Gebäude umziehen. Am 7. Oktober hatte er vierzig Geschäftsleute als Gebetspartner und sie baten darum, sich täglich zu treffen.
Das Timing hätte nicht perfekter sein können, denn am 10. Oktober 1857 brach eine finanzielle Panik in Amerika aus. Banken gingen pleite, die Eisenbahnen ging bankrott, Fabriken schlossen und die Arbeitslosigkeit schnellte in die Höhe. Verzweifelt wandten sich die Menschen dem Gebet zu. So viele strömte in die Kirchen, dass bald viele Gotteshäuser in der Stadt gezwungen waren, ihre Häuser am Mittag und Abend zum Gebet zu öffnen. Ein Reporter, der von einer Kirche in die nächste eilte, zählte mittags über sechstausend Menschen im Gebet – und er konnte nicht mal jeden Treffpunkt besuchen. Der New York Herald und die New York Tribune berichteten über das Phänomen und machten es bekannt.
Chicago, St. Louis, Cleveland und andere Städte in Amerika begannen mit Gebetstreffen zur Mittagszeit. Der CVJM hielt ebenfalls Gebetsversammlungen ab, wo immer es Zweigstellen gab. Das Geschehen wurde als die Dritte Große Erweckung Amerikas bezeichnet.
Die Leute begannen zu fragen, wie sie gerettet werden könnten und bis zu einer Million Menschen bekehrten sich oder wurden in dieser Erweckung geistlich erneuert. Tote Kirchen füllten sich neu mit den Gläubigen. Die Erweckung breitete sich auch außerhalb Amerikas aus.
Jeremy Lanphier war der (menschliche) Initiator, der das Feuer der Erweckung herbei gebetet hatte. Seine Arbeit in den Straßen von New York setzte er fort, bis er zu alt war, um sich noch länger fortzubewegen. Es wird geschätzt, dass er im Laufe seines Lebens über 11.000 Gebetstreffen geleitet hat. Am 26. Dezember 1898 starb er im Alter von 89 Jahren.