„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Sonntag, 6. September 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 20:6+7

6 Als er aber um die elfte ⟨Stunde⟩ hinausging, fand er andere stehen und spricht zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?
7 Sie sagen zu ihm: Weil niemand uns eingestellt hat. Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr hin in den Weinberg!

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Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Die Zeiten größter Gefahr sind die müßigen Momente, 
wo der Körper wohl genährt und gut ausgeruht ist. 
In einem Leben, das unermüdlich ist im Dienst für Christus, 
liegt bereits ein sehr großer Schutz und eine große Bewahrung.
(William MacDonald)
 
Ich glaube, 
dass nur demütige Frömmigkeit große Theologie hervorbringt. 
Ich kenne nur bedeutende Theologen, 
die trotz ihres brillanten Intellekts 
und ihrer breiten und tiefen Bildung vor allem eines geblieben sind: 
gläubige Christen – einfache und bescheidene Arbeiter 
im Weinberg des Herrn.
(Josef Bordat)

Samstag, 5. September 2026

Kleiner Glaube - große Gnade!

Gestern haben wir unsere Serie "Warum ich glaube" offiziell abgeschlossen. Aber auch heute geht es noch einmal um das Thema "Glauben" - nur aus einem anderen Blickwinkel. 

Auf einem unserer Männerabende war es Ralf, der von den "schwierigen Stellen" in der Bibel erzählte? An eine hatte er sich rangewagt. In Matthäus 5:3 (LÜ) lehrt Jesus:

 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

Richtig – das ist ein Vers, der verwundert. Geistlich arm wollen wir nicht sein. Wir wollen doch wachsen. Bei unserer Bekehrung fangen wir vielleicht „geistlich arm“ an, aber wenn wir alt sind, wollen wir doch nicht immer noch „geistlich arm“ sein. Dennoch nennt Jesus die „geistlich Armen“ selig. Wie können wir das verstehen? Im Vergleich der Übersetzungen kam die „Hoffnung für Alle“ Übersetzung Ralfs Erklärung am nächsten. Dort heißt es:

„Glücklich sind, die erkennen, wie arm sie vor Gott sind,
denn ihnen gehört sein himmlisches Reich.“

Geistlich arm bedeutet nicht minderwertig oder geistlich dumm. Es beschreibt einfach den Vergleich unserer Geistlichkeit mit der Geistlichkeit Gottes. Wir Christen können NIE die Geistlichkeit Gottes, von dem unsere Geistlichkeit kommt, erreichen. Wir werden immer fehlerhaft, wankelmütig und unzuverlässig sein – eben: arm; die einen mehr, die anderen weniger. Im Vergleich zu Gott werden wir immer geistlich Arme bleiben. Dennoch, Geistlichkeit ist da bei uns Christen, und darum hat uns Gott Anteil gegeben an Seinem Reich.
 
Dass geistlich arm sein als „glückselig“ bezeichnet wird, soll uns natürlich nicht in ungeistlicher Zufriedenheit wiegen. Jesus ähnlicher zu werden, zu wachsen und unsere geistliche Armut etwas zu bereichern, muss immer unser hohes Ziel sein.  In dem Zusammenhang zitierte Ralf den Vers aus Lukas 17:6, wo Jesus lehrt:

Wikimedia Commons
Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn,
so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen:
Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer!,
und er würde euch gehorchen.“

In Matthäus 17 lehrt Jesus Ähnliches und sagt, dass Senfkornglaube Berge versetzt. Klar, wir sollen, dürfen und wollen hoffentlich hinwachsen zu solch einem Senfkornglauben, der einen Berg ins Meer versetzen kann. Aber mal ehrlich: Ich bezweifle, dass ich in 100 Menschenleben dahin wachsen würde, Glauben auch nur von einer Senfkorngröße zu erfahren. Als mir das bewusst wurde – dass ich nicht mal Senfkornglauben habe – aber genug Glauben, dass Jesus mich gerettet hat – da wurde mein Herz richtig dankbar. Wie wenig Glaube ist genug, dass der Herr mein Rufen gehört und mich gerettet hat für Zeit und Ewigkeit – und Dich auch – und mit uns Millionen und Abermillionen anderer, die gerade mal genug Vertrauen in Jesus hatten, Ihm ihr Leben anzuvertrauen. Es war kein großer Glaube, mit dem ich vor über vier Jahrzehnten Jesus um Rettung bat. Nein, es war kleiner Glaube. Aber genug, dass Er mich hörte und rettete. Kleiner Glaube – große Gnade!

Ich denke, bei allem wünschen, im Glauben zu wachsen, sollten wir uns gar nicht so auf die Größe (oder Kleine) unseres Glaubens fixieren. Es war der große Chinamissionar, Hudson Taylor (1832 – 1905), der die nachdenkenswerten Worte sagte:

Wir brauchen keinen großen Glauben,
sondern Glauben an einen großen Gott!

Amen! Lasst uns unser Verständnis von Gott – und unser Verhältnis zu Gott vertiefen. Je besser wir Ihn kennen, umso größer und fester wird unser Glaube an Ihn.

 

Freitag, 4. September 2026

Warum ich glaube (9)

Mit dem heutigen Beitrag schließen wir unsere Miniserie über „Warum ich glaube“ ab. Es ist mein Wunsch und Gebet, dass die Andachten hilfreich waren und deinen Glauben gestärkt haben.

Mit einem nicht unwesentlichen, biblischen Aspekt wollen wir heute die Serie abschließen.

Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung,
die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

(Römer 10:17)

 Ist es nicht so?

- Wir sind betrübt; aber statt Trost bei Jesus und Seinem Wort zu finden, lenken wir uns anderweitig ab.

- Wir sind genervt; aber statt Geduld bei Jesus und Seinem Wort zu finden, lassen wir es ungeöffnet.

- Wir sind einsam; aber statt Zuspruch bei Jesus und Seinem Wort zu finden, suchen wir Ablenkung.

- Unser Herz ist geistlich kalt; aber statt neues Feuer bei Jesus und in der Gemeinde unter Seinem Wort zu finden, schlafen wir lieber aus.

-   ... ... ...

Die Folge ist, wie bei einer verschleppten Grippe, eine verschleppte Glaubenskrise. Das muss nicht sein. Gottes Wort ist so unglaublich vielfältig, hat solche wundersamen Kräfte, dass es jedem von uns den Glauben stärken oder erneuern kann. Das haben auch die Schreiber der Bibel in allen möglichen Situationen erfahren:

  • Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet. (Ps 119:162)
  • Um Mitternacht stehe ich auf, um dir für deine gerechten Gesetze zu danken. (Ps 119:62)
  • Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort (Ps 119:9)
  • Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige (Ps 119:11)
  • Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe um Hilfe gerufen. Auf deine Worte habe ich gehofft. (Ps 119:147)

Das sind Aussagen und Erfahrungen von den Schreibern der Bibel; Aussagen, die in den folgenden Jahrtausenden und bis heute millionenfach erfahren wurden. Gottes Wort stärkt, nährt und begründet unseren Glauben. Warum ich glaube? Weil jeder, der sich an Gottes Wort hält und sich davon „ernährt“ unweigerlich die Kraft und Gegenwart Gottes erfahren wird.

  • Das Wort Gottes hat die Kraft, von Sünde zu überführen (Apostelgeschichte 2:37)
  • Es hat die Macht, die Wiedergeburt zu bewirken (1 Petrus 1:23)
  • Es hat die Macht, Glauben zu erzeugen (Römer 10:17)
  • Es schenkt Gewissheit des ewigen Lebens (1 Johannes 5:13)
  • Es hat die Kraft, Freude hervorzubringen (Psalm 119:162)
  • Es hat die Macht, zu verändern (Johannes 17:17)
  • Es ist effektiv gegen Satan, Sünde und die Welt (Epheser 6:17)

Sollte einer der Leser Freude haben, mir seine Begründung für den Glauben zu schreiben, würde ich mich freuen. Die Mail (über das Kontaktformular im Seitenfenster) würde nicht veröffentlicht, es sei denn, die Erlaubnis wird im Text erteilt.

Donnerstag, 3. September 2026

Warum ich glaube (8)

Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist;
wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen!
(Johannes 14:11) 

Wir nähern uns dem Ende unserer kleinen Serie „Warum ich glaube“. Heute geht es um einen Grund, den Jesus selbst für den Glauben anführt: Seine Werke.

Drei Jahre lang hatte Jesus unter den Menschen Israels gelebt und gewirkt. Sie hatten viele Seiner Wunder gesehen: Jesus hatte Kranke geheilt, Brot vermehrt, Wasser in Wein verwandelt, Tote auferweckt, Pflanzen vertrocknen lassen, Dämonen ausgetrieben – und vieles mehr. Man würde meinen: Wer so etwas miterlebt hat, hat einen felsenfesten Glauben! Weit gefehlt! Zwar haben immer wieder Menschen an Jesus geglaubt, nachdem sie Zeugen Seiner Wunder wurden, aber der Mehrheit halfen die Zeichen und Wunder nicht zum Glauben. 

In Johannes 11 wird berichtet, dass Jesus Lazarus von den Toten auferweckt. Dann heißt es in Vers 45: „Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn.“  Wunderbar! Aber in Matthäus 12:24 wollen die Pharisäer das Volk beeinflussen und erklären ihnen: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!

Wunder sind gut und wünschenswert, aber sie sind kein magisches Mittel, Menschen zu Jesus zu führen. Die Mehrheit wird Jesus immer ablehnen.

Dennoch dürfen wir uns Jesu Worte zu Herzen nehmen und Seine Werke als Stärkung für den Glauben erfahren. Und auch die ersten Nachfolger Jesu wurden durch die Wunder im Namen Jesu im Glauben gestärkt. Von den Jüngern heißt es nach dem erstem Wunder in Kana (Joh 4:11):

Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn.

Später waren sie im Sturm auf dem See. Jesu Einladung folgend wagt Petrus auf dem Wasser zu gehen. Dann stillt Jesus den Sturm. Zwei Wunder in einer Nacht und es heißt (Mk 14:33):

Da kamen die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: ‚Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!‘

Nachdem Eutychus nach seinem Fenstersturz in Troas wieder hergestellt wurde, heißt es über die Gläubigen (Apostelgeschichte 20:12):

Sie brachten aber den Knaben lebendig herbei und waren nicht wenig getröstet.

Immer wieder wird in der Bibel von Situationen berichtet, in denen durch Gottes wunderbare Eingreifen Gläubige gestärkt und getröstet werden.

Bis heute dürfen wir das erfahren. Jede Gebetserhörung ist ein Wunder, das unseren Glauben stärkt. Jede Veränderung durch Gott in unserem Leben ist Sein übernatürliches Eingreifen. Manches davon ist gewaltig, manches weniger. Aber immer wieder dürfen wir Gottes Hand – oder zumindest Fingerzeig – in unserem Alltag erkennen. Das darf zumindest derjenige, der mit Jesus im Alltag unterwegs ist.

Zeichen und Wunder – darüber schreibt Johannes (Johannes 20:30+31):

Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Mittwoch, 2. September 2026

Warum ich glaube (7)

Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen.
(Johannes 16:23)

Ich gebe zu, die Begründung für meinen Glauben am vergangenen Samstag war sicher nicht für alle überzeugend. Trotzdem stelle ich mich dazu. Es ging dabei um die überdimensionale Bosheit und Gewalt in der Welt, die ich selbst mir nur durch eine übernatürliche, unterirdische Ursache erklären kann.

Heute ein weiterer Grund „Warum ich glaube“, der vielleicht wieder einige Leser nicht überzeugen mag, der mir aber hilft, an meinem Glauben und Vertrauen auf Jesus festzuhalten. Ich nenne diesen Grund mal die den Bereich der „Unvorstellbarkeiten“.

Glaubenszweifel oder Wanken im Glaubensleben entstehen oft, weil wir Gott nicht verstehen können. Ich bekenne gerne, dass ich dankbar bin, Gott nicht immer verstehen zu können Ich bin von der Dreieinigkeit Gottes überzeugt, obwohl ich nur einige Stützen als Erklärung habe. Ich glaube an die Schöpfung der Welt und des Universums, obwohl ich auch da die Fragen vieler nicht beantworten kann ... ebenso wenig wie die Wissenschaft die vielen Fragen der Kreationisten* nicht beantworten kann. (*Schöpfungsgläubige)

Zweifel entstehen, weil wir wissen und verstehen wollen. Aber das können wir nicht. Wir verstehen zwar immer mehr – oder meinen zumindest, immer mehr zu verstehen, aber wir korrigieren auch immer wieder Vieles, das wir falsch verstanden haben. Manches verstehen wir überhaupt nicht. Und genau das hilft mir zu akzeptieren, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht verstehen können und die wir nicht verstehen müssen.

Unser Menschsein bewegt sich in Raum und Zeit. Wir verstehen Raum und Zeit – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Da, wo die Zeit beginnt oder aufhört, wo die Ewigkeit regiert. Da hört auch unser Verstehen auf.

Beispiel: Egal ob jemand an Gottes Schöpfung oder an die Evolution glaubt – was war davor? Sicher arbeiten Wissenschaftler an Theorie und Thesen für eine Antwort. Aber nichts, absolut gar nichts davon werden sie beweisen können. Ich bin froh, dass ich keine weitere Antwort benötige. Gott gibt uns Antwort, u.a. in Johannes 1:1-3 und 1 Mose 1:1:

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.  ... Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Was war vor der Schöpfung? Gott! Von Ewigkeit war Er – unvorstellbar für das menschliche Hirn, aber glaubwürdig offenbart. Nicht nur von Ewigkeit, sondern auch zu Ewigkeit. Nicht nur die Ewigkeit der Vergangenheit, sondern auch der Zukunft stellt uns vor Verständnisprobleme.

Das gilt auch für die Vorstellung von Raum. Wissenschaftler sprechen vom beobachtbaren und unbeobachtbaren Universum, letzteres liegt jenseits unseres kosmischen Horizontes. Wenn sich nun – nach wissenschaftlichen Behauptungen - das Universum immer weiter ausbreitet, stellt sich die Frage: Wohin und wie lange? Unser menschliches Hirn und Verstehen ist begrenzt und kann nur in Grenzen denken und verstehen.

Raum und Zeit – zwei Beispiele, die zeigen, wie begrenzt unser Verstand ist und bleiben wird – trotz aller Forschung und Entdeckungen. Dazu kommen ungelöste Fragen über Ursachen, Materie und andere Bereiche.

„Unvorstellbarkeiten“! Wenn es im Leben solch komplexe und komplizierte Fragen gibt, die wir nicht beantwortet kriegen, warum sollte ich alle meine geistlichen Fragen beantwortet kriegen? Was wir für einen festen, fundamentierten Glauben wissen müssen, hat Gott offenbart. Und – Gott sei Dank! – hat Er uns Fragen gelassen, die uns mit Ehrfurcht und Staunen stehen lassen; Fragen, die uns zeigen, dass unser Schöpfer nicht völlig fassbar ist für die Hirne Seiner Geschöpfe! Sonst wäre Er ja auch nur einer von uns!

Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen.
(Johannes 16:23)

Dienstag, 1. September 2026

Biographie: Hiob

Unsere Miniserie „Warum ich glaube“ kommt in dieser Woche zu Ende. Um uns heute am Biographie-Dienstag ein wenig an die Thematik anzupassen, möchte ich heute noch einmal einen Blogeintrag wiederholen, den es vor vielen Jahren bereits einmal gab.

Hiob ist sicher den meisten Lesern bekannt. Er musste GANZ untendurch. Seine Biographie ist das Zeugs, aus dem Filme gemacht werden. Und wenn es nicht in der Bibel stünde, würde es mancher nicht glauben.

Hiob war reich gesegnet mit 10 Kindern, davon 7 Söhne, was zu seiner Zeit unter den Menschen als Zeichen des Segens und Wohlgefallens Gottes galt. Hiob war steinreich. Nicht eine Schafherde, die in jeden größeren deutschen Garten passen würde. Seine Schafherden bedeckten das Land. Kamele ohne Ende, Rinder, Esel – nenne, was Du willst!

Verständlicherweise brauchte – und hatte er – Personal so viel er wollte. All das machte ihn zum reichsten Mann des Ostens. Aber das betrachtete er nicht als seinen größten Reichtum. Hiob war ein frommer und gerechter Mann. Sein Anliegen war weder Reichtum noch Ehre oder Prestige. Es war auch nicht nur persönliche Frömmigkeit, sondern auch für seine Familie. Und dann fing all das an ...

Zunächst fallen Feinde über Hiobs Herden her, töten die Hirten und stehlen das Vieh. Warum?  Die Bibel sagt es nicht. Aber alles stirbt oder wird gestohlen. Zu guter Letzt kommen bei einer Familienfeier der Geschwister alle Kinder Hiobs durch einen heftigen Wüstenwind ums Leben, der das Haus, in dem sie feiern, zum Einsturz bringt. Über Nacht wird Hiob vom reichsten Mann des Ostens zum elendsten Mann des Ostens. Unglaublich seine Worte:

Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gelobt! (Hiob 1:21)

Nicht lange danach wird Hiob auch das noch genommen, was er noch hatte. Von Kopf bis Fuß brachen böse Geschwüre an ihm aus. Seine Frau war ihm in dieser Zeit keine Stütze, denn sie riet ihm, dem Glauben abzusagen und zu sterben. Erneut unglaublich Hiobs Worte:

Wenn wir das Gute von Gott annehmen,
sollten wir da das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 2:10)

Warum all das? Das Buch Hiob gibt viele herrliche Lektionen, die es sich zu lesen lohnt. Zur Beantwortung dieser Frage springen wir ins Kapitel 42. Nicht ein geistliches Höhenerlebnis oder irgendeine Art Ungehorsam riefen diese Anfechtungen hervor. Nein, Hiob ging durch Not, die Teil der Schule Gottes in seinem Leben werden sollte. Ich bin überzeugt – hätten wir Hiob am Ende seines Lebens gefragt: „Würdest du Zeit der Anfechtung gerne aus deiner Biographie entfernen?“, dann hätte er geantwortet: „Bloß nicht! Das war die wichtigste Zeit meines Lebens!“ Die Anfechtung brachte Hiob an den Punkt, dass er freudig ausruft:

Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört,
aber nun hat mein Auge dich gesehen. (Hiob 42:5)

Durch die Anfechtung hatte Gott Hiobs geistlichen Augen enorm geöffnet. Außerdem machte er glaubensstärkende Erfahrungen mit Gott, die man nur in solchen Anfechtungen lernen kann. Zur Vervollständigung seiner Biographie hier die letzten Verse aus dem Buch Hiob:

Hiob aber lebte danach noch 140 Jahre
und sah seine Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Geschlecht.
17 Und Hiob starb alt und lebenssatt.
(Hiob 42:16+17)

Montag, 31. August 2026

Warum ich glaube (6)

Aber das Gefäß, das er aus Ton machte, verdarb in der Hand des Töpfers. Da fing er von Neuem an und machte daraus ein anderes Gefäß, wie es in den Augen des Töpfers richtig war. (Jeremia 18:4)

Fünf Gründe für den Glauben haben wir uns in der letzten Woche bereits angeschaut. Nicht jeder Grund mag bei jedem Leser gleich schwer ins Gewicht fallen. Fest steht allerdings, dass es gute Gründe gibt, zu glauben und am Glauben festzuhalten.

Vorgestern, am Samstag, haben wir über Machtmissbrauch, das zum Himmel schreiende Unrecht und die Unbarmherzigkeit von Menschen gegenüber Menschen nachgedacht. Viel Böses in der Welt hat solch eine dämonische Fratze, dass es nicht anders zu erklären ist als die Auswüchse unterirdischer, teuflischer Bosheit. Auch das bestätigt unseren Glauben!

Allerdings kann das Gegenteil unsern Glauben noch viel mehr einzementieren und bestätigen. Gottes Wort verspricht, dass durch die Beziehung zu Jesus als Retter und Herr ein Leben auf den Kopf gestellt wird. Die Veränderung ist so gewaltig, dass man es nicht anders bezeichnen kann als „eine neue Kreatur“. Gut, das Äußere des Menschen bleibt oft gleich oder ähnlich, aber das Innere wird erneuert. Hier einige Beispiele:

Mein langjähriger Freund wurde radikal verändert, als er sein Leben Jesus anvertraute. Ein versuchter Mordversuch als Teenager brachte ihn ins Gefängnis. Jesu Gnade und Liebe veränderten ihn. Er besuchte eine Bibelschule und wurde Missionar im Ausland.

Der bekannte „Narnia“ Autor, C.S. Lewis, war seit seiner Jugend überzeugter Atheist. Im Alter von 30 Jahre gab er seinen Kampf gegen Gott auf und wurde zu einem berühmten und überzeugenden Glaubensverteidiger (Apologeten).

Der große Spötter George Bernard Shaw bekannte in einem seiner letzten Bücher: "Ich bekenne, dass ich, nachdem ich nun bald 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe, keinen anderen Weg aus dem Elend der Welt sehe, als den Weg, der uns von Christus gezeigt wird."

Über Martin Kampuis, einen Psychologen und ehemaligen praktizierenden Buddhisten des tibetanischen Buddhismus heißt es, dass er nach Indien und Nepal reiste, in Ashrams und buddhistischen Klöstern lebte und nach Erleuchtung suchte. 1990 begegnete er Jesus, vertraute sein Leben Jesus an und ist heute Pastor.

John Newton war ein brutaler Sklavenhändler, der seine unbeschreiblichen Sünden erkannte, bereute und ließ. Er folgte fortan Jesus Christus, setzte sich gegen den Sklavenhandel ein und schrieb das weltweit bekannte Kirchenlied: „O Gnade Gottes wunderbar“.

Corrie ten Boom und ihre Schwester Betsy litten unsagbar im Ravensburger KZ. Betsy überlebte die Zeit nicht. Corrie selbst evangelisierte später und erfuhr übernatürliche seelische Heilung, als einer der KZ Wärter, der sich mittlerweile zu Jesus bekehrt hatte, sie nach einem Vortrag um Vergebung bat. Beides ist übernatürlich: die Bekehrung eines KZ Wärters und die spontane seelische Heilung einer Betroffenen.

Die meisten Menschen haben keine so dramatischen Veränderungen erlebt. Aber jeder, der Jesus sein Leben anvertraut, wird von ihm erneuert. Bei krassen Fällen fällt die Veränderung halt krasser aus.

Aber dass eine alte Kreatur zu einer neuen Kreatur werden kann, das ist schon eine übernatürliche Angelegenheit, die Gott selbst in einem Menschen vollbringt. Verändertes Leben - ein weiterer, starker Grund für den Glauben!

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! 18 Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat. (2 Korinther 5:17+18)

Sonntag, 30. August 2026

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!


Matthäus 19:13-15

13 Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie lege und bete. Die Jünger aber tadelten sie.
14 Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel!
15  Und nachdem er ihnen die Hände aufgelegt hatte, zog er von dort weg.

Einladung zum Gottesdienst
Anbetung Gebet - Predigt
Einladung zum gemeinsamen Mittagessen 
Gemeinschaft

Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Ich weiß gar nicht, wie ich die Zeit nach dem Unfall 
ohne das Bibelwissen aus dem Kindergottesdienst 
überstanden hätte, 
dabei habe ich vorher gar nicht gewusst, 
was die Bibel für ein tolles Fundament ist.  
(Samuel Koch)
 
Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.  
(Augustinus)

Samstag, 29. August 2026

Warum ich glaube (5)

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm [Gott] wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.  (Hebräer 6:11)

Eine vermutlich eher erstaunliche Stärkung meines Glaubens erfahre ich durch den Blick in die Welt – in die „böse Welt“ – genauer gesagt: der Blick auf die Bosheit der Menschen. Seltsamer Grund für Glauben, oder?

Dass wir in einer ungerechten und leidvollen Welt leben, ist uns allen klar. Krankheit macht vor niemandem halt. Junge und Alte, Reiche und Arme haben die gleichen Krankheiten, unter denen sie leiden, die sie oft ihr Leben lang tragen müssen – oder an denen sie sogar sterben. Katastrophen machen auch keinen Unterschied zwischen Mann und Frau, Europäer oder Asiaten, Ungebildeten und Intellektuellen. Und selbst Verbrechen treffen alle Ebenen der menschlichen Gesellschaft.

Regelmäßig höre ich mir Podcasts der Organisation „OpenDoors“ an, die sich mit Christenverfolgung weltweit beschäftigt und darauf aufmerksam macht. Was in manchen dieser Podcasts berichtet wird, übersteigt den Durchschnitt des Leids und der Gewalt.

Ähnliches gilt für diktatorische Regime wie die in Nordkorea oder Somalia. Ähnliches muss über Terrorgruppen gesagt werden, die in zahllosen Ländern der Welt wehrlose Bevölkerungen ganzer Landstriche terrorisieren.  

Es ist richtig, dass es diese überproportionalen, gefühllosen Gewaltexzesse schon immer gegeben hat. Man denke nur an die Foltermethoden der Assyrer (und anderer Nationen) in der Antike, die Gräuel des 30-jährigen Krieges oder der Hitler-  Pol Pot- oder Stalinzeit. Aber wie kann es sein, dass Menschen ihren Mitmenschen auf eine bestialische Weise begegnen, die selbst in der Tierwelt nicht zu finden ist? Wie kann es sein, dass Menschen Freude daran haben, anderen das Leben zu verderben und auf die undenkbarsten Weisen zu nehmen?  Die Bibel gibt Antwort darauf (1 Mose 6:5; Römer 3:10-18):

Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse.

»Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; 11 es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. 12 Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! 13 Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen; 14 ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit, 15 ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; 16 Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, 17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht. 18 Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.«

Diese und viele andere Verse erklären die Fähigkeit des Menschen zu aller Art von Bösem und jeglicher Unfähigkeit, das vor Gott Gute zu tun. Dazu kommt, dass der Mensch, der nicht Gott zum Vater hat, Satan zu Vater hat (Johannes 8:44). Wenn Satan nun ein williges Werkzeug findet, kommt zur gefallenen Natur des Menschen noch einmal diabolische Mächte hinzu. Anders sind die teuflischen Hass- und Gewaltaktionen kaum zu erklären.

Diese, in der Bibel bereits erwähnte teuflische Verdorbenheit, erklärt das unmenschliche, unirdische Verhalten, dass wir in immer mehr Regionen der Welt feststellen müssen.

Auf diesem dunklen Hintergrund unterirdischer Bosheit leuchtet die überirdische Liebe, Gnade, Treue, Sanftmut, Vergebung ... Gottes umso himmlischer und übernatürlicher.

Es fällt mir schwer, zu erklären, warum mir gerade diese Gedanken helfen, an Gott zu glauben. Aber so ist es. Wer beides verkraften kann – die unterirdische Bosheit Satans und die übernatürliche Liebe Gottes, dem sei das Open Doors Video im Seitenfenster empfohlen.

Übermorgen dann noch ein paar ermutigende Nachgedanken zum heutigen Eintrag. Der Herr segne Euch!