Samstag, 20. April 2019

Gestern!

Auch gestern hatten wir wieder einen gesegneten Anbetungsabend. Gibt es eine bessere Zeit, Jesus anzubeten und sich Ihm neu hinzugeben als am Karfreitag. Vielleicht nur eine Zeit ist besser: HEUTE UND JETZT!  Hier drei Eindrücke vom gestrigen Abend. Die Samstagsandacht - eine Wiederholung zu einem allerdings interessanten Thema findest Du im nächsten Eintrag.




Wo war Jesus am Karsamstag?

Wo war Jesus in der Zeit zwischen Seinem Sterben und vor Seinem Auferstehen? In Kürze: Ich weiß es nicht. Dabei ich bin in guter Gesellschaft, denn meine Nachforschungen ergaben, dass Theologen und Ausleger in ihren Kommentaren bekennen: Es ist nicht 100% sicher, wo Jesus war und eine glasklare Antwort gibt uns die Bibel nicht. Dennoch gibt es relativ viele Bibelstellen, die Andeutungen machen und Schlüsse zulassen. Im Folgenden Auszüge aus einigen der wichtigsten Bibelstellen zu diesem Thema:

Epheser 4:8-10
Darum heißt es: »Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben«. Das Wort aber: »Er ist hinaufgestiegen«, was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde? 
 
Luke 16:22+26
„Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. … Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, so dass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen.“ 
 
1 Peter 3:18-20.
„Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben...“ 
 
Psalm 16:10-11
„denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer die Verwesung sieht.“ 
 
Luke 23:43
„Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“ 
 
Allein die Verse füllen die Hälfte der normalen Blog-Länge. Hier nur eine kurze Erklärung, die denen helfen soll, die sich mit dem Thema näher beschäftigen möchten. Wo war Jesus zwischen Tod und Auferstehung?
  • Sein Leib war im Grab! (Matthäus 27:60)
  • Sein Geist stieg hinab zu den Niederungen der Erde! (Epheser 4:9)
  • Die Niederungen der Erde bezeichnen das Totenreich, in das Jesus ging (Psalm 16:10; Apostelgeschichte 2:27)
  • Totenreich (Hebräisch: Sheol, griechisch Hades) bezeichnet den Ort der Verstorbenen und wird als zweigeteilt beschrieben. (Lukas 16:22+26) In dem einen Teil (nicht die Hölle) leiden bereits alle, die ohne Glauben gestorben sind. In dem anderen Teil, auch „Abrahams Schoß“ und „Paradies“ genannt, werden die getragen, die im Glauben gestorben sind. Eine unüberbrückbare Kluft trennt beide Plätze.
  • Am Kreuz verspricht Jesus dem sterbenden Verbrecher, der an ihn glaubt, noch am selben Tag mit ihm im Paradies zu sein (Lukas 23:43). Jesus ging also nach seinem Tod ins Totenreich, genauer: ins Paradies, in den Teil, in dem sich die gläubig Gestorbenen aufhielten. Was tat er dort?
  • Er proklamierte seinen Sieg den Seelen der Verstorbenen. Den ungläubig Verstorbenen zum Gericht, den gläubig Verstorbenen zum Heil und um sie hinaus zu führen, mitzunehmen zu sich in die Höhe. (Epheser 4:8).
Das Totenreich ist nicht der ewige Feuersee. Das Totenreich ist ein zeitlicher Platz. Der Feuersee ist ein ewiger Platz, der erst bevölkert wird nach dem Gericht von Offenbarung 20.
 
Das Totenreich ist auch nicht ein Platz für eine „zweite Gelegenheit.“ Jesus hat dort nicht evangelisiert, sondern seinen Sieg „Es ist vollbracht“ proklamiert!
 
Zusammenfassend stellt mich diese Antwort zufrieden:
Nach seinem Tod ging Jesus ins Totenreich. Den ungläubig Gestorbenen proklamierte Er Seinen Sieg. Die gläubig Gestorbenen nahm er mit „in die Höhe.“ Der Teil des Totenreiches, in dem sich die Seelen der Geretteten aufhielten ist demnach heute leer. Sie sind bei Jesus. Der Teil, in dem sich die Seelen der ungläubig Verstorbenen befinden, wird aufgelöst am Tag des Gerichts (Offenbarung 20).
 
In allem ist die Hauptfrage nicht: Wo war Jesus damals zwischen Karfreitag und Auferstehungssonntag? Die Hauptfrage ist: Wo stehst Du heute in Deiner Beziehung mit Jesus? Heute sitzt Er zur Rechten des Vaters, diejenigen erwartend, die heute an Ihn glauben!

Freitag, 19. April 2019

Heute, 19:30 @ CCFG

Wie jedes Jahr am Karfreitag wollen wir diesen Tag mit einem Anbetungsabend beenden. Wir denken heute in besonderer Weise an Jesus, unseren Retter, unseren Mittler und Freund. Wir kommen zusammen, um Ihn anzubeten und Ihm zu danken für das, was Er für uns getan hat. Persönliches, seelsorgerliches Gebet wird im zweiten Teil des Abends angeboten. Es besteht die Möglichkeit, am Abendmahl teilzunehmen (ebenfalls im 2. Teil). Herzlich Willkommen!

Dann bezahlte er den Preis!

George Thomas, Pastor einer kleinen Landgemeinde, kam am Ostersonntag mit einem rostigen, verbogenen, alten Vogelkäfig zum Gottesdienst. Den stellte er neben seine Kanzel. Allgemeines Stirnrunzeln!  Als wollte Pastor Thomas auf  dieses Stirnrunzeln antworten, begann er zu erzählen:

“Gestern, als ich durch die Stadt lief, sah ich einen Jungen, der mir – diesen Käfig schwingend – entgegen kam. Am Boden des Käfigs waren drei kleine wilde Vögel. Die zitterten vor Kälte und vor Angst.

Ich hielt den Burschen an und fragte ihn: ‚Was hast du da, Junge?
Ach nichts! Nur ein paar alte Vögel“, war die Antwort.  


Was wirst du mit ihnen tun?“ 

Ich nehme sie mit nach Hause und habe Spaß mit ihnen,“ antwortete der Junge. „Ich werde sie ärgern und ihre Federn ’rausziehen, um sie zum Kämpfen zu bringen. Ich werde eine wirklich gute Zeit mit ihnen haben. Das wird lustig!“ 

Aber früher oder später wird dich das langweilen. Was wirst du dann mit ihnen machen?“ hakte der Pastor nach.

Och, kein Problem. Ich hab ein paar Katzen“, sagte der Junge „Die mögen Vögel. Ich werd‘ die Vögel an die Katzen verfüttern. Die werden sich freuen!“ 

„Der Pastor war für einen Moment still“, dann fragte er den Jungen: “Wie viel möchtest du für diese Vögel haben?“ 

Häh?? Warum? Sie wollen diese Vögel nicht etwa kaufen? Die sind für nichts gut. Es sind nur einfache, alte Feldvögel. Sie singen nicht. Sie sind nicht mal schön!

Wie viel?“ fragte der Pastor zum zweiten Mal. Der Junge sah ihn an, als ob er verrückt geworden wäre und sagte: „15 Euro!

Der Pastor griff in seine Tasche, holte einen 10 und einen 5 Euro Schein raus und reichte sie dem Jungen.  Der nahm das Geld und verschwand wie ein Blitz.

Der Pastor hob den Käfig auf und trug ihn vorsichtig bis zum Ende der Gasse, wo sich ein Baum auf einem Stückchen Wiese befand.

Da stellte er den Käfig ab, öffnete er das Türchen, klopfte leicht auf die Stangen und ließ die drei Vögel frei.

So, jetzt wusste jeder im Gottesdienst, was es mit dem alten, rostigen Vogelkäfig neben der Kanzel auf sich hatte. Aber Pastor Thomas war noch nicht fertig mit der Predigt. Er fügte eine weitere Geschichte hinzu, die sich zwar nicht ganz so zugetragen hatte, die aber das Bild erklärte. Er sagte:

Jesus und Satan unterhielten sich eines Tages. Satan kam gerade aus dem Garten Eden, prahlte herum und trug seine Schadensfreude offen zu Schau!

Ja, mein Herr, ich habe gerade die Welt u. die Menschen auf ihr gefangen genommen. Ich habe eine Falle aufgestellt und einen Köder benutzt, von dem ich wusste, dass sie ihm nicht widerstehen können. Ich habe sie alle gekriegt!

Was wirst du mit ihnen machen?“ fragte Jesus.

Satan antwortete: “Oh, ich werde Spaß haben! Ich werde sie lehren, wie man das macht: wie man heiratet und sich danach wieder scheiden lässt, wie man einander hasst und misshandelt, wie man säuft, raucht und flucht und sich gegenseitig quält. Außerdem werde ich ihnen zeigen, wie man Waffen und Bomben erfindet – und wie man sich damit gegenseitig umbringen kann. Ich sage Dir, das wird ein Spaß."

Und was wirst du machen, wenn du mit ihnen fertig bist?“ fragte Jesus.

Oh, dann werde ich sie töten, “ strahlte Satan stolz.

Wie viel möchtest du denn für sie haben?“ fragte Jesus.

Oh, diese Menschen möchtest du nicht haben. Die sind für nichts gut. Warum willst du sie nehmen, wenn sie dich doch nur hassen werden. Sie werden dich anspucken, dich verfluchen und töten. Diese Menschen willst du nicht haben!!

Wie viel?“ fragte Jesus noch einmal.

Satan schaute Jesus an und grinste höhnisch, “All dein Blut, all deine Tränen und dein Leben.

Abgemacht!“ sagte Jesus. “Es ist vollbracht!

Dann bezahlte er den Preis!

Donnerstag, 18. April 2019

Ein verschwenderischer Gott

Als ich an einem Sonntagmorgen im Frühjahr auf dem Weg zur Gemeinde an Nachbars Garten vorbeikam, musste ich stehen bleiben. In der Ecke des Gartens stand ein Bäumchen, an dem kaum Blätter, dafür aber umso mehr große, weiße Blüten prangten: eine Magnolie. Meine Neugierde war geweckt, und, obwohl ich mir voll bewusst war, dass hinter den Fenstern der Häuser jemand hätte zuschauen können, ging ich auf den Baum zu und steckte meine Nase in die weiß leuchtenden Blüten. Herrlich! Ein süßlicher Blütenduft erfreute mich … und ich musste weiter. Das erste, was mir in den Kopf kam, war die Frage: Wozu die Verschwendung? Dieser herrliche Baum hat nur eine kurze Blütezeit im Frühling. Solch ein herrlicher Duft. Jede Blüte an diesem Baum wird so gut gerochen haben. Dazu kommen die Blüten der anderen Blumen. Viele riecht man nur dann, wenn man seine Nase direkt an die Pflanze hält. Wozu also der gute Duft? Nun, es wird wohl sein, weil Gott genug vorrätig hatte und verschwenderisch damit umgehen konnte.

Auf unserem Frühlings-Spatziergängen geht mir dieser Gedanke immer wieder mal durch den Kopf. Welch eine Vielfalt von Bäumen, welch eine Vielfalt an Grünschattierungen in der Natur. Hätte nicht die Hälfte davon genügt, um uns zu erfreuen? Schon, aber Gott hatte im Überfluß und konnte verschwenderisch sein bei Seiner Schöpfung.

Dann fallen zusätzlich die verschiedenen Vogelstimmen auf. Nicht nur der Gesang der Vögel ist vielfältig, sogar das Klopfen der Spechtarten war deutlich unterscheidbar. Warum? Mit Sicherheit – es wäre uns nie aufgefallen, wenn weniger Vögel gesungen hätten. Wahrscheinlich haben wir nicht mal alles bewusst gehört, was wir vernommen haben. Warum also ließ es Gott nicht genug sein mit weniger Vielfalt? Nun, Er hatte im Überfluss. Er wollte Seine Schöpfung nicht nur „gut“ haben, sondern „sehr gut“. Und das ist Ihm mehr als gelungen.

Nicht nur im materiellen, schöpferischen Bereich zeigt Gott, dass er mit allem Guten verschwenderisch umgehen kann. Auch Seine geistlichen Gaben gibt Er reichlich. 

Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar
Gnade um Gnade.“ (Johannes 1:16) 
 
Von ferne her ist mir der Herr erschienen:
Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt;
darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.“ (Jeremia 31:3) 
 
„Die Güte des HERRN ist's, dass wir nicht gar aus sind,
seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
sondern sie ist alle Morgen neu, 
und deine Treue ist groß.“ (Klagelieder 3:22+23) 
 
Wenn Du nächstes Mal im Freien bist, und Gottes „Verschwendung“ in der Schöpfung entdeckst, dann freu Dich daran, dass Er mit Seinem Segen dir gegenüber genauso verschwenderisch und großzügig umgeht.

Mittwoch, 17. April 2019

Jesus: "Ich habe für dich gebetet!"

Es sprach aber der Herr: Simon, Simon,
siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten
wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet,
daß dein Glaube nicht aufhöre;
und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder!
(Lukas 22:31+32) 
 
Diese Worte des Herrn haben mich heute morgen stutzig gemacht.
 
Jesus kennt uns. Er kennt unsere Vergangenheit und unsere Zukunft. Zu Seiner Zeit auf Erden kannte Er nicht alle zukünftigen Einzelheiten, sondern nur das, was die Schrift voraussagte oder was Sein himmlischer Vater Ihm geoffenbart hatte.
 
Hier betet Jesus – in Anbetracht der Verleugnung durch Petrus – dafür, dass der Glaube des Petrus nicht aufhört. Das wundert mich.
 
Zwei Verse weiter lesen wir, wie Jesus offenbart, dass Petrus Ihn verleugnen wird. Jesus wusste also um dieses Ereignis. Aber Er betet nicht, dass Petrus standhaft sein – und Ihn NICHT verleugnen wird. Jesus betet nicht, dass diese für Ihn, Jesus, und für Petrus äußerst schmerzhafte Verleugnung NICHT stattfinden wird. Nein, Er betet, dass Petrus seinen Glauben nicht verliert. Hätte Jesus es nicht für Sich selbst und für Petrus einfacher machen können, indem Er gebetet hätte, dass Petrus Ihn nicht verleugnet? – Scheinbar nicht!
 
Jesus ließ zu, dass Er verleugnet wurde. Er ließ zu, dass es durch einen Seiner drei engsten Jünger geschah. Jesus ließ zu, dass Petrus leugnete, dass er darunter litt und dass er strauchelte und fiel. Aber Jesus trug Petrus im Gebet. Er erbat vom Vater im Himmel, dass Petrus' Glaube unbeschädigt bleiben würde. Jesu Gebet wurde erhört.
 
Auch ich – und ich bin sicher, Du auch – wir gehen so manches Mal durch Zeiten, in denen wir uns fragen: WARUM? Warum bewahrt uns Jesus nicht vor dem, was wir noch nicht wissen, was uns schmerzt und was uns sogar straucheln lässt? Warum gibt Er uns nicht den neuen Arbeitsplatz, der so viel besser scheint? Warum hilft Er uns nicht finanziell auf die Sprünge und – ja – warum heilt er uns nicht von unseren Krankheiten?
 
Wenn die biblische Antwort so klar wäre, würden wir diese Fragen nicht stellen. Manche Fragen benatworten sich später, manche gar nicht (auf Erden). Aber hier ist eine Ermutigung IN unseren Fragen. Im Hebräerbrief lernen wir, dass Jesus nicht nur für Petrus gebetet hat, sondern dass Er auch für Dich und mich heute betet. In Hebräer 7:25 und 9:24 heißt es: 
 
Deshalb kann er auch für immer alle retten, 
die durch ihn zu Gott kommen.
Er lebt ewig und wird vor Gott für sie eintreten.“
Denn Christus ging in den Himmel selbst,
um nun für uns vor Gott einzutreten. 
 
Mit 100%iger Gewissheit dürfen wir wissen, dass Jesus selbst für uns einsteht und mit dem Vater über uns redet. Mit 100%iger Gewissheit dürfen wir wissen, dass Er das Beste mit uns meint. Vielleicht handelt Er anders als wir es uns im Moment wünschen. Aber lasst uns festhalten an Jesus. Seine Gebete für uns werden erhört. Und wie sehr hat das Gebet Jesu für Petrus dem Jünger geholfen. Am Ende konnte Petrus mit Freude und im Brustton der Überzeugung ausrufen: 
 
„Er hat alles wohlgemacht!“  
(Markus 7:37)

Dienstag, 16. April 2019

Warum mischt sich Gott eigentlich in unser bequemes Leben ein?

Dieser Tage schaute ich mal wieder in meiner Sammelmappe nach. Das ist eine dezentrale Sammelstelle für inspirative Gedanken. Solche Gedanken kommen u.a. aus Büchern, Zeitungen, dem Internet, Predigten, meiner Stillen Zeit oder Begegnungen mit anderen Menschen. Der Artikel, der mir diesmal in die Augen fiel, war von W. Stiles überschrieben mit: „Warum marschiert Gott in unser bequemes Leben ein?"

 Stiles beschreibt, wie alles im Leben gut läuft – bis plötzlich Gott auftaucht. Vielen Menschen ist es so ergangen, auch dem Volk Israel. Es ging ihnen gut, sie waren komfortabel situiert – aber ungeistlich! Der alttestamentliche Prophet Amos weist in 9 Kapiteln unermüdlich auf diese Tatsache hin: „Eure Bequemlichkeit bringt Euch ins Verderben! 

Stiles fordert seine Leser auf: mal für einen Moment in sich zu gehen und brutal ehrlich zu sein und über die Gefahr der Bequemlichkeit in unserem Leben nachzudenken. Dann fragt er:
Wo ist Hingabe an Gott zweitrangig geworden und Hingabe an Seine Segnungen vorrangig? Vielleicht hast Du einem Dienst oder einem Projekt mehr hingegeben als Deiner persönlichen Zeit mit dem Herrn. Vielleicht ist es Dir zur Priorität geworden, das Haus ordentlich und sauber zu halten, aber seine Bewohner zu vernachlässigen. 
 
Segnungen, die Israel empfing, lockten es immer weg von Gott, von dem die Segnungen kamen. Geht es uns anders? Hat der Vater nicht das Recht, zu geben und zu nehmen? 
 
Der englische Prediger Spurgeon sagte zu diesem Thema: „Wenn Du irgendetwas besitzt, was Dir sehr lieb und wertvoll ist, halte es ganz lose, denn Du kannst es leicht verlieren.“ 
 
Stiles schließt mit den Worten: “… Dem Herrn liegt es an einer Beziehung mit Ihm, egal, was es koste. Wenn Bequemlichkeiten (irgendeiner Art) unsere Sensibilität Gott gegenüber abstumpft, dann hat Gott kaum eine andre Wahl, als das Hindernis aus dem Weg zu räumen.“
Und dann fragt er. „Warum ist es so ein harter Kampf für uns, die Segnungen (Gottes) aufzugeben, die wir so einfach empfangen können?“ 
 
Ja, warum eigentlich? Eigentlich will Gott uns alles schenken, was wir brauchen. Eigentlich hat Er uns genug Nahrung versprochen. Nicht immer ein Büffet, aber immer genug – und manchmal mehr als genug. Eigentlich hat Er uns genug Kleidung versprochen. Nicht immer die teuerste Markenware, aber immer genug – und manchmal mehr als genug.
 
Dennoch ist es für uns oft ein harter Kampf, für den Herrn das aufzugeben, was Er uns als Segnungen – oft Segnungen im Überfluss – zukommen lässt. Ja, warum eigentlich?
 
Die folgenden Bibelverse sollen uns Mut machen, nicht an den Segnungen Gottes festzuhalten, als gehörten sie uns, als seien sie das Wichtigste und unersetzbar. Sie sollen uns Mut machen, allen Segen aus Gottes Händen zu nehmen – als Verwalter, nicht Besitzer.  
 
 
„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder:
Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?
Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, 
aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt.
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes 
und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch dies alles hinzugefügt werden!  (Matthäus 6:31-33)

Montag, 15. April 2019

Heute: Männerabend!

Wie immer: Anbetung - Andacht - Abendessen ... & Gemeinschaft

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5 
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr
Komm mit Deinen Freunden!

Selbstverstümmelung?

Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, dass du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst. Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst.

Diese Worte Jesu aus Matthäus 18:8-9 belegen, dass der göttliche Blickpunkt oft ganz anderswo liegt, als der unsrige. Welch einen ungeheuren Wert legen wir auf Gesundheit und physische Unversehrtheit! Nicht so Jesus! Er betont geistliche Unversehrtheit und innere Reinheit.

Lieber verkümmert als verloren! Besser blind als brennend. Es gibt Menschen, die diese Worte Jesu völlig missverstehen und überlegen, ob sie sich nicht besser Hand, Fuß oder Auge amputieren sollten, als sich der Versuchung zur Sünde auszusetzen und immer wieder zu fallen.

Allerdings ermuntern diese Aussagen nicht zur Selbstverstümmelung. Wer sich die rechte Hand abschlägt, weil sie ständig schlägt oder stiehlt, kann die gleiche Fähigkeit mit der linken Hand erlernen. Wer sein rechtes Auge nicht kontrollieren kann, hat auch das linke nicht im Griff. Nein, es geht Jesus nicht darum, unseren Körper zu verkrüppeln.

Es geht Jesus darum, dass wir den richtigen Blickpunkt haben. Jesus möchte uns klarmachen, wie krass und gefährlich die Sünde ist und wie radikal wir uns von ihr trennen müssen. Billy Graham sagte einmal: „Du kannst den ersten Blick vielleicht nicht verhindern, aber den zweiten kannst du verweigern. Wenn ein unreines Bild vor Dich kommt, sei es durch ein Buch, eine Zeitschrift, das Fernsehen oder das tägliche Leben, überlass es nie deinen Augen. Schau stattdessen mit den Augen Deiner Seele auf Jesus, der im Himmel für Dich betet. Er wird Dich rein halten“

Billy Graham nimmt Bezug auf Versuchung zur Sünde über den Weg der Augen. Ob es nun die Augen sind, die Hände, die Füße (die schnell sind, zur Sünde hin zu laufen) den Mund, die Ohren oder sonst etwas – mit den Jesusworten im Matthäusevangelium möchte Jesus uns zur Heiligkeit verpflichten. Er sagt: “Unternimm alle drastischen Maßnahmen, die nötig sind, um Dein Leben rein zu halten.”

Achte keine noch so kleine Sünde als Kavaliersdelikt. Kleine Sünden sind wie kleine Splitter, erst merkt man sie kaum, dann entzünden sie sich und können schließlich großen Schaden anrichten. Nicht der Arm muss ab, nicht der Mund muss zugenäht werden – der Splitter muss raus. Auf dem Gebiet gibt es einen Fachmann: Jesus. Er entfernt jeden noch so kleinen Splitter mit größter Sorgfalt – und er entfernt auch ganze Balken, die uns so gerne ins Stolpern bringen.

Behalte also deine Hand, deinen Fuß und Dein Auge! Aber gib die Sünde an Jesus ab!

Sonntag, 14. April 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluß

Predigttext heute:
Apostelgeschichte 21:20-40 

20 Sie aber priesen den Herrn, als sie dies hörten; und sie sprachen zu ihm: Bruder, du siehst, welch große Zahl von Juden gläubig geworden ist, und alle sind Eiferer für das Gesetz.  
21 Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, du würdest alle Juden, die unter den Heiden sind, den Abfall von Mose lehren und sagen, sie sollten ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln.  
22 Was ist nun zu tun? Auf jeden Fall muss die Menge zusammenkommen; denn sie werden hören, dass du gekommen bist.  
23 So tue nun das, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben;  
24 diese nimm zu dir, lass dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, dass sie das Haupt scheren lassen; so können alle erkennen, dass nichts ist an dem, was über dich berichtet worden ist, sondern dass auch du ordentlich wandelst und das Gesetz hältst.
25 Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir ja geschrieben und angeordnet, dass sie von alledem nichts zu befolgen haben, sondern sich nur hüten sollen vor dem Götzenopfer und dem Blut und vor Ersticktem und Unzucht.  
26 Da nahm Paulus die Männer zu sich und ging am folgenden Tag, nachdem er sich hatte reinigen lassen, mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für jeden von ihnen das Opfer dargebracht werden sollte.
27 Als aber die sieben Tage zu Ende gingen, brachten die Juden aus [der Provinz] Asia, die ihn im Tempel sahen, die ganze Volksmenge in Aufruhr und legten Hand an ihn  
28 und schrien: Ihr israelitischen Männer, kommt zu Hilfe! Das ist der Mensch, der überall jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese Stätte. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht!  
29 Sie hatten nämlich vorher in der Stadt den Epheser Trophimus mit ihm gesehen und meinten, Paulus habe ihn in den Tempel geführt.  
30 Da kam die ganze Stadt in Bewegung, und es entstand ein Volksauflauf; und sie ergriffen den Paulus und schleppten ihn zum Tempel hinaus, und sogleich wurden die Türen verschlossen.  
31 Als sie ihn aber zu töten suchten, kam die Meldung hinauf zu dem Befehlshaber der Schar, dass ganz Jerusalem in Aufruhr sei.  
32 Der nahm sogleich Soldaten und Hauptleute mit sich und eilte zu ihnen hinab. Als sie aber den Befehlshaber und die Soldaten sahen, hörten sie auf, den Paulus zu schlagen.  
33 Da kam der Befehlshaber herzu und verhaftete ihn und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln und erkundigte sich, wer er denn sei und was er getan habe.  
34 In der Menge aber schrien die einen dies, die anderen das; und da er wegen des Tumultes nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er, ihn in die Kaserne4 zu führen.  
35 Als er aber an die Stufen kam, musste er von den Soldaten getragen werden wegen der Gewalttätigkeit der Volksmenge.  
36 Denn die Masse des Volkes folgte nach und schrie: Hinweg mit ihm! 
 37 Und als Paulus in die Kaserne geführt werden sollte, sprach er zu dem Befehlshaber: Darf ich etwas zu dir sagen? Er aber sprach: Du verstehst Griechisch?  
38 Bist du also nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr erregte und die 4 000 Mann Meuchelmörder in die Wüste hinausführte?  
39 Aber Paulus sprach: Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht unberühmten Stadt in Cilicien. Ich bitte dich, erlaube mir, zum Volk zu reden!  
40 Und als er ihm die Erlaubnis gab, stellte sich Paulus auf die Stufen und gab dem Volk ein Zeichen mit der Hand. Und als es ganz still geworden war, redete er sie in hebräischer Sprache an 

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
 (parallel Kindergottesdienst) 
Anbetungszeit   
 Predigt  
Einladung zum Mittagessen @ CCFG  
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Beginn: 10:30 Uhr    

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen-Zentrum

 Sonntagszitat:

"Glücklicherweise hängt die Gewissheit der Gegenwart Gottes 
nicht von den Höhen und Tiefen unserer Gefühle ab.
(Brennan Manning)

"Das Gerücht ist eine halbe Lüge." 
(Thomas Fuller)

"Nimm dir 15 Minuten und lies die Bibel. 
Stell dir einfach vor, was da beschrieben wird, 
und sprich mit Jesus darüber. 
Damit wirst du dich auf Jesus konzentrieren 
und weniger auf den neusten Fernsehfilm! 
Dein Gehör wird auf Jesus gerichtet sein 
und weniger auf den neusten Tratsch des Nachbarn."
(Jorge Mario Bergoglio)