Jedoch hatten alle drei ein „Aber“. Nachfolge – aber!
Ob die erste Person je Jesus nachgefolgt ist, wissen wir nicht. Als Jesus ihm sagte:
„Die Füchse haben Gruben
und die Vögel unter dem Himmel haben Nester;
aber der Menschensohn hat nichts,
wo er sein Haupt hinlege.“ (Lukas 9:58)
hört man anschließend nichts mehr von ihm.
Vielleicht war ihm ein Kissen für die Nacht und eigene vier Wände
wichtiger als Jesus nachzufolgen. Vielleicht!
Der zweite wollte seinen Vater beerdigen.
Ob der bereits gestorben war und eine tagelange Trauerzeit anstand, oder
ob der Sohn um sein Erbe besorgt war – beides eine Möglichkeit.
Auch
die dritte Person hängt sehr an seiner Familie. Das ist grundsätzlich
eher positiv als negativ. Nur scheint seine Familie ihn von der
Nachfolge abzuhalten. Darin liegt die Tragik. Und Jesus muss allen
sagen:
„Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ (Lukas 9:62)
Eine Statistik besagt, dass 16% aller Gemeindemitglieder keine Veränderung in
ihrem Leben erfahren. 16%! Nach den Worten Jesus scheint es u.a. daran
zu liegen, dass wir zurück oder zur Seite blicken – wohin auch immer –
jedenfalls nicht auf Jesus. „Komm! Folge mir nach!“
Wer
Jesus nachfolgt, hat Ihn automatisch vor Augen. Ob das jetzt, wie in
Lukas 9, Bequemlichkeit ist, die Sorge um meinen Besitz oder die Familie
– oder ob es mein Beruf, mein Hobby, meine Freizeit, mein
Haustier, meine Krankheit oder meine Freiheitsliebe ist – wenn ich
nicht Jesus vor mir sehe, dann laufe ich irgendetwas anderem nach und
bin nicht mehr ausschließlich nach vorne ausgerichtet.
Wenn Jesus uns auffordert, nicht nach
hinten zu sehen, fordert er uns aber auch auf, nicht an der
Vergangenheit festzuhalten. Sünde, Versagen und negative Erfahrungen
sollen uns nicht davon abhalten, in dieses Jahr hineinzugehen mit dem
Ziel, es mit Jesu Hilfe anders zu machen. Er vergibt! Er richtet auf!
Und Er will Neues schaffen.
Jesus möchte Dich und mich auf jeden Fall
aus der 16% Gruppe herauslösen. Er möchte, dass wir unser Leben mit Ihm
leben und am Ende trotz Zeiten der Niederlagen, der Enttäuschungen und
Kämpfe zurückblicken auf ein Leben des Sieges, der Gotteserfahrung
und des Wachstums. Und um uns das noch einmal zu versichern lesen wir:
Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. (2 Chronik 16:9a
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