„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 29. Mai 2018

Gebet im Lukas Evangelium

Kein anderer Evangelist schreibt so ausführlich wie Lukas über die Gebete Jesu. Gleich zu Anfang berichtet der Schreiber, wie Jesus bei seiner Taufe den Vater bat, dass der Himmel geöffnet wurde. Der Vater erhörte und der Heilige Geist kam auf Jesus. Im vorletzten Kapitel wird noch einmal berichtet, wie Jesus betete, als er am Kreuz hing und seinen letzten Atemzug für das Gebet zu Seinem himmlischen Vater nutzte. In Lukas 23,46 wird Jesus zitiert mit den Worten: „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“

Von Anfang bis Ende Seines Dienstes hielt Jesus es für nötig, mit Seinem himmlischen Vater in Verbindung zu bleiben. Zwischendrin lesen wir oft, wie er sich zurückzog, um zu beten. Kam Er aus diesen Gebetszeiten zurück in den Alltag, war Er voller Kraft, den Willen des Vaters zu tun. In Lukas 6:12 war es keine „Stunde des Gebets“, die Jesus in Gemeinschaft mit dem Vater verbrachte, sondern eine Nacht des Gebets. Es war auch eine wichtige Zeit in Seinem Leben, denn die Auswahl Seiner engsten Mitarbeiter, der Jünger, stand an. Außerdem gab es bereits zu Anfang Seines Dienstes eine Zeit, in der Pläne aufkamen, Ihn umzubringen. Jesus brauchte und wollte diese Zeit der Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel.

Die Jünger, die Er anschließend erwählte, waren wahrlich keine geistlichen Überflieger. Sie versagten über einen Zeitraum von mehreren Jahren immer und immer wieder. Dennoch – Jesus hatte sie unter Gebet erwählt und zweifelte nicht an der Richtigkeit ihrer Erwählung. Im Gegenteil. In Lukas 10:21 preist der Herr Seinen himmlischen Vater, dass gerade die Schwachen erwählt worden waren. Jesus betet:

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen
und es Unmündigen offenbart hast.
Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“

Hat Jesus je bereut, die Zwölf nach Absprache mit seinem Vater erwählt zu haben? Nein! Gottes Berufungen können Ihn nicht gereuen! Jesus täuscht sich nicht in Seinen Berufungen und Entscheidungen. Und das macht Er in Seinem Gebet zum Vater deutlich.

Ein Letztes über Gebet im Lukas Evangelium. Jesus betete indem Er dem himmlischen Vater für die Speisen dankte, die Er und Seine Jünger aßen – sogar für die Speisen, die er selbst nicht aß, aber weitergab. Dabei spielte es keine Rolle, ob diese Gebete öffentlich waren oder privat. In Lukas 9 dankt Er in der Öffentlichkeit für die Brote und Fische, die Er anschließend unter den Tausenden verteilt. In Lukas 22 dankt Er dem Vater vor allen Jüngern für Brot und Wein vor dem Abendmahl. Und in Lukas 24 dankt Er mit den Emmausjüngern für das gemeinsame Abendbrot.

Jesu Leben war ein Leben des Gebets. In keinem Evangelium wird das so deutlich, wie bei Lukas. Dabei gab es Zeiten der Zurückgezogenheit im Gebet und auch Zeiten schlichter, herzlicher Dankbarkeit – fürs Essen.

Lasst uns dem Vorbild unseres Meisters folgen. Für die einen mag das bedeuten, sich nicht zu schämen, ihrem Herrn fürs Essen dankbar zu sein. Wenn selbst dieser Schritt Dir schwer fällt, dann setz’ da an. Danke dem Herrn, wie Jesus es tat, wenn Du Speise zu Dir nimmst – egal ob in Deinem Haus, im Restaurant oder am Arbeitsplatz. Sei Gott dankbar und lass Dein Licht leuchten.

Für Andere mag das bedeuten, Zeiten in ihr Leben einzuplanen, in denen sie, wie Jesus, mit anderen gemeinsam beteten. Natürlich haben wir heute keine Zeit mehr dazu. Aber die hatte Jesus damals auch nicht. Er nahm sie sich und verzichtete dafür auf anderes.

Schließlich mag es für eine weitere Gruppe bedeuten, Gebet in der Einsamkeit zu lernen; sich zurückziehen in die Zweisamkeit mit Gott. Lukas beschreibt alle drei Möglichkeiten und malt durch Jesu Beten ein Beispiel für uns. Der Herr segne Dich!

Montag, 28. Mai 2018

Sicherheit auf dem Rücksitz


Das war schon etwas Besonderes, als wir vergangenen Donnerstag zu einem Besuch in Norddeutschland ankamen und unser Sohn fragte, ob wir eine kleine Spritztour mit dem Motorrad seines Freundes machen wollten. Für mich war das fast ein kleines Deja Vu, nach über einem Jahrzehnt „Motorrad-Abstinenz“

So machten wir uns gegen 19 Uhr auf den Weg, fuhren durch die Landschaft, genossen den Ausblick, einen Hafen und das herrliche Wetter. Aber für mich war es zunächst gewöhnungsbedürftig. Vor 20 Jahren war ich der Fahrer gewesen, unser Sohn der Beifahrer. Ich hatte die Kontrolle, jetzt hatte er sie. Er bestimmte den Weg, die Geschwindigkeit und die Seitenlage. Ich war ohne Einfluss. Es war eine interessante Erfahrung, und je länger sie dauerte, umso ruhiger wurde ich.

Als wir später noch bei seinem Freund zusammen saßen, unterhielten wir uns über alte Zeiten. Im Alter von 8-18 Jahre hatte er unzählige Male als Beifahrer auf dem Rücksitz gesessen. Und dann interessierte mich doch die Frage: „Hattest Du eigentlich je Angst, wenn Du hinter mir auf dem Beifahrersitz saßest?“ „Nein, ich nicht!“ kam augenzwinkernd die betonte Antwort.

Mir wurde die Antwort zum Beispiel. Sicher hätte er ohne es zu wissen manches Mal berechtigt Angst haben können. Sicher hat der Herr oft – ohne ihn als Beifahrer und mit ihm – Seine bewahrende Hand über uns gehalten. Aber das war unserem Sohn nicht bewusst. Ihm war bewusst: Der Papa fährt, und wenn er fährt, dann wird mir nichts passieren.

Wie unwahr – und trotzdem schön dieser Gedanke. Aber wie absolut wahr und herrlich er ist, wenn es um unsere Beziehung zu Gott geht. Unumstößliche Tatsache ist: Wenn Gott den Lenker in der Hand hat und wir den Rücksitz eingenommen haben, dann sind wir sicher, absolut sicher, sicherer geht’s nicht mehr. Wenn unser himmlischer „Papa“ die Leitung übernommen hat, gibt es nur Positives zu sagen.
 
  • Er kennt den besten Weg ans Ziel
  • Er hat immer die richtige Geschwindigkeit – nie zu langsam, nie zu schnell
  • Er baut nie einen Unfall
  • Er umfährt unnötige Staus
  • Er macht genügend Pausen
  • Er ermüdet nicht
  • Er gleicht meine falschen Bewegungen aus.
  • Er bringt mich garantiert und sicher ans Ziel
Tatsächlich war die Spritztour eine Lektion für mich. Dem himmlischen Vater kann ich vertrauen, ohne enttäuscht zu werden.

Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße
um seines Namens willen. (Psalm 23:3)

Denn der Herr zeigt uns den richtigen Weg.
Wer ihm folgt, kommt sicher ans Ziel,
doch wer sich von ihm abwendet, stürzt ins Verderben. (Hosea 14:10b)

Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn,
so wird er handeln! (Psalm 37:5)

Er wird euch ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben
und dafür sorgen, dass ihr fest und sicher steht. (1 Petrus 5:10b)

Gott, der Vater, liebt euch, und Jesus Christus
wird euch sicher ans Ziel bringen. (Judas 1b)

Ich möchte uns alle ermutigen, in dieser neuen Woche den Rücksitz hinter dem Herrn einzunehmen, Ihm nicht ins Handwerk zu pfuschen, und Ihm froh und zuversichtlich zu vertrauen, dass Er uns auf rechter Straße führt.

Sonntag, 27. Mai 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

Predigttext
Apostelgeschichte 6:8-15

8 Und Stephanus, voll Glauben und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
9 Aber etliche aus der sogenannten Synagoge der Libertiner3 und Kyrenäer und Alexandriner und derer von Cilicien und Asia standen auf und stritten mit Stephanus.
10 Und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen.
11 Da stifteten sie Männer an, die sagten: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und Gott!
12 Und sie wiegelten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf und überfielen ihn, rissen ihn fort und führten ihn vor den Hohen Rat.
13 Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Lästerworte zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz!
14 Denn wir haben ihn sagen hören: Jesus, der Nazarener wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche ändern, die uns Mose überliefert hat!
15 Und als alle, die im Hohen Rat saßen, ihn anblickten, sahen sie sein Angesicht wie das Angesicht eines Engels.


CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Im Bitzegarten!
Lieder - Gebet - Gottes Wort!
Abendmahl
Kindergottesdienst!
Gemeinschaft!
Heute wieder gemeinsames Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr 

Wir laden alle herzlich ein!
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum

Sonntagszitat:
„Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, 
aber er hilft uns hindurch. 
(Johann Albrecht Bengel)
Es ist genug, wenn uns der Geist Gottes den Herrn Jesus enthüllt. 
Es genügte dem Stephanus inmitten seiner Verfolger 
und es genügt uns in unseren Schwierigkeiten und Versuchungen, 
in den großen und kleinen Anfechtungen.
(Robert C. Chapman)

Samstag, 26. Mai 2018

Christ - lich ...


Christlich – und trotzdem unzufrieden! Christlich – und trotzdem bis über beide Ohren in Problemen. Christlich – und trotzdem gebunden. Christlich – und trotzdem ... Wie kann das sein?

Die Bibel gibt Antwort in 5 Mose 32:15:
Da wurden diese ehrenwerten Leute fett. Sie wurden richtig rund und dick und meinten, Gott nicht mehr zu brauchen. Sie wandten sich von ihrem Schöpfer ab und lachten über ihren Retter, auf den sie sich zuvor noch fest verlassen hatten.

Auch als Christen stehen wir in Gefahr, uns "zu gewöhnen". Wir gewöhnen uns an Gottes großzügige Vergebung, an die Glaubensfreiheit, an die Gottesdienste, an die Tatsache, dass wir, wenn wir es ernst meinen, gerettet - und damit Himmelsbürger sind. Wir gewöhnen uns auch an den Zuspruch Gottes, uns nicht zu verlassen noch zu vernachlässigen. All das und mehr wird zur Normalität, und wir verlieren den Blick für Jesus, der uns das alles ermöglicht hat. Wir merken gar nicht, wie wir uns von ihm fortbewegen. Vielleicht unbewusst denken wir, ihn nicht mehr zu brauchen.

Und so stellt sie sich ein, die neue Unzufriedenheit, die Gebundenheit, die drückende Last der Probleme und schließlich die Frage: "Warum passiert mir das alles? Ich bin doch christlich."

„Christlich“ reicht nicht! Echter Christ muss man sein, bewusster Nachfolger Jesu. Das ist jemand, der den Glauben nicht nur im Kopf hat, sondern im Herzen. Wer Jesus wirklich kennt, schaut dankbar zurück auf das Kreuz, an dem Jesus unsere Lasten getragen hat. Man schaut froh in die Zukunft, aus der Er uns als König entgegenkommt. Und mitten im Hier und Heute hält man sich an Jesus fest und lebt mit Ihm. Wer so glaubt und lebt, schmeckt den Segen Gottes.

Wir laden herzlich ein, Jesus mit uns nachzufolgen. Wir treffen uns jeden Sonntag um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Dazu laden wir jeden herzlich ein!

CALVARY CHAPEL FREIER GRUND Im Bitzegarten 5 Lieder - Gebet - Gottes Wort! Kindergottesdienst! Gemeinschaft! Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 25. Mai 2018

Datenschutzgrundverordnung

So, heute ist es also soweit. Die neue DSGVO tritt in Kraft. Europaweit. Jeder von uns hat mittlerweile multiple Post bekommen von Unternehmen wie dem Stromanbieter, der Bank, Amazon, Facebook, der Lokalzeitung oder Nachrichtendiensten, die man abonniert hat. Aber auch Missionare oder Organisationen, die Gebetsbriefe versenden, müssen sich absichern. Noch vor einer Woche hat mich der Gedanke recht nervös gemacht. Mittlerweile habe ich in diesem Blog Veränderungen vorgenommen, die mich beruhigen, alles so oder ähnlich weiterlaufenlassen zu können wie bisher.

Die DSGVO soll den Verbraucher schützen und gleichzeitig Unternehmen, Arbeitgeber, Organisationen, Vereine und andere zwingen, transparent mit den Daten ihrer Kunden umzugehen.

ICH BIN FROH, DASS DAS BEI GOTT NICHT NÖTIG IST!

So eine DSGVO fordert ja geradezu heraus, sich Gedanken zu machen über Gott und die Menschheit, über Gott und den Einzelnen.

Niemand muss seine „Daten“ vor Gott schützen. Gott kennt alle Deine Daten und hat Dich gesehen, noch bevor Du geboren warst. Psalm 139:16 sagt uns:

Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war,
und alle Tage waren auf dein Buch geschrieben,
die noch werden sollten, als derselben keiner da war.

Da mag manch Einem mulmig werden. Was wird Gott über mich denken, wenn Er mich von Ewigkeit her durch und durch kennt? Hesekiel 33:11 beantwortet die Frage, zumindest teilweise. Hier sind Gottes Gedanken über Dich. Gott sagt:

So wahr als ich lebe, spricht Gott, der Herr,
ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern
dass sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe.“

Und da der Herr allwissend ist, muss Er keine Informationen über uns sammeln. Er ist aufrichtig und 100% vertrauenswürdig. Gottes Wort sagt uns, dass Gott uns liebt und uns Gutes tun möchte – ganz ohne Hintergedanken! In 1 Johannes 1:5 heißt es:

Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben
und euch verkündigen, dass Gott Licht ist
und in ihm ist keine Finsternis.

Bei Gott bist Du sicher! Bei Gott sind Deine Informationen, Deine Gebete sicher. Bei Gott bist Du geschützt. Bei Ihm ist alles geschützt, was Du für Ihn eingesetzt hast und was dir Seinen Segen bringen wird. Alles ist sicher bei Ihm.

Dass man auf der Erde alles sicherer machen möchte, ist vielleicht notwendig. Dass es in einem monströsen Rahmen geschehen muss, den kaum ein normaler Bürger verstehen kann, ist fraglich. Bei Gott ist das alles anders. Bei Ihm gilt:

Ohne wenn und aber bist Du bei Jesus sicher!
Ohne wenn und aber will Er Dir nur Gutes tun.
Du kannst Dich Ihm ohne wenn und aber nähern und anvertrauen. Jederzeit!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Aufschieberitis

Gestern gab es einige Gedanken aus der Cafeandacht letzte Woche zum Thema Pickelspiegel. Aber noch ein anderer Begriff fiel mir auf. Christina sprach von Aufschieberitis. Dabei bezog sie sich auf einen Artikel der Lokalzeitung, der beschrieb, dass 8 von 10 Deutschen mit ihrer Aufschieberitis hadern. Demnach sagen 82% der Befragten, dass die Verzögerung von Entscheidungen ihnen bereits einmal finanzielle, berufliche oder gesundheitliche Nachteile im Leben gebracht habt. Ganz vorne in der Liste der aufgeschobenen Dinge stehen u.a. Sport und gesunde Ernährung. Aber auch finanzielle Nachteile sind durch Verzögerungen entstanden.

„Abschieberitis“ ist ein semi-offizielles Wort, Umgangssprache für Prokrastination, extreme Aufschiebung oder Vertagung. Die Zeitschrift Focus schreibt sogar, dass diese Schwäche sich zur Krankheit entwickeln kann bis hin zu Depressionen. – So genug dieser Infos, die viele sicher aus ihrem persönlichen Leben kennen.

Aufschieberitis gibt es auch im geistlichen Leben – mit weit dramatischeren Folgen.
  • Millionen Menschen haben die Frohe Botschaft von Jesus Christus gehört. Sie haben Seine Einladung verstanden – und schieben Ihre eigene, ewige Rettung aus niedrigen Gründen auf. Und sie werden es für alle Ewigkeiten bereuen.
  • Millionen von Christen haben den Ruf zu neuer und tieferer Hingabe gehört – und auf unbestimmte Zeit vertagt. Sie berauben sich ihres Lohns, berauben die Menschen des Segens, den Gott der Welt durch sie geben möchte und berauben Gott Seiner Ehre.
  • Ungezählte Christen haben den Ruf in den vollzeitigen Dienst gehört. Viele in den Außendienst unter den Unerreichten. Aber die offenen Stellen sind weiterhin offen. Zu viel Aufschieberitis. Seelen gehen ewig verloren, Gottes Heil bleibt unverkündigt.
Jesus Christus spricht (2. Korinther 6:2):

Jetzt ist die angenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

Und auch der Hebräerbrief ruft uns zu:

 „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht …“

In 1. Mo 24:56 gibt uns Abrahams Knecht Elieser ein gutes Beispiel. Er hatte einen Auftrag seines Herrn und es gab Versuchungen, ihn zu bremsen. Eliesers Antwort darauf lautet:   

„Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat meinen Weg gelingen lassen;
lasst mich zu meinem Herrn ziehen!“

Gibt es in Deinem Leben einen Ruf Gottes, den Du bisher aufgeschoben hast?
  • Den Ruf, Dein Leben ein für allemal und 100% in Jesu Hände zu legen?
  • Den Ruf, Dein Leben ganz Jesus hinzugeben, herunterzuschrauben bei Deinen Hobbies, Deinen Ausgaben, Deinem Anspruch auf Freizeit und Eigenregie und GANZ für Jesus zu leben?
  • Den Ruf, Dich auf einer Bibelschule für den Dienst im Reich Gottes vorzubereiten?
  • Den Ruf, Dein Zuhause hinter Dir zu lassen und Dich aufzumachen zu denen, die noch ohne die Möglichkeit sind, von Jesus zu hören.
  • Den Ruf, eine Sache in Ordnung zu bringen, die der Herr Dir (schon lange) aufs Herz gelegt hat.
Gibt es in Deinem Leben einen Ruf Gottes, den Du bisher aufgeschoben hast?

Aufschieberitis – lass es nicht zu einer Krankheit werden. Falls Du bereits angesteckt bist, lass Dich heilen vom Herrn!
Jetzt ist die angenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

Mittwoch, 23. Mai 2018

Pickelspiegel

… darum ging es kürzlich in Christinas Andacht im Cafe. Hier Gedanken, die dabei weitergegeben wurden.

Nicht immer schaut man gerne in einen Spiegel. Morgens, nachdem man sich aus dem Bett gequält hat, oder wenn man Zahnschmerzen oder Migräne hat. Dann geht man lieber schnell wieder aus dem Bad, um sein Aussehen im Spiegel schnellstmöglich wieder zu vergessen.

Sie hatte einen jener Spiegel mitgebracht, die so eine seltsame Wölbung haben. Pickelspiegel könnte man sie nennen, denn sie vergrößern die Haut und zeigen Unreinheiten und Pickel, die man dann beseitigen oder behandeln kann. „Aber,“ so meinte sie und legte den Spiegel hinter sich, „viel leichter ist es, den Spiegel beiseite zu legen und das Erkannte zu vergessen.“ Recht hat sie!

In Jakobus 1:23+24 lässt uns Gott durch den Apostel mitteilen:

Wer Gottes Botschaft nur hört, sie aber nicht in die Tat umsetzt,
dem geht es wie einem Mann, der in den Spiegel schaut.
Er betrachtet sich, geht wieder weg
und hat auch schon vergessen, wie er aussieht.

Ganz schnell kann man es im geistlichen Leben so machen, wie es manche Menschen morgens im Bad machen: erschrecken – weglegen – vergessen!

Natürlich legen wir nichts weg, was uns schön macht. Die Spiegel, die uns schlanker machen, als wir sind – die lieben wir. Die putzen wir. Da können wir es lange vor aushalten. Aber die, die uns unsere Unreinheiten und Pickel offenbaren, die meiden wir.

Ebensowenig vergessen wir Gottes Liebe, Gnade und Geduld. Wir vergessen nicht, dass Er gütig ist und uns Seine Kinder nennt, dass wir Seine Auserwählten sind und Seine Heiligen. Wenn der Spiegel des Wortes uns das zeigt, fällt es uns nicht leicht, uns dabei aufzuhalten – und gut so!

Wenn der Herr uns durch den Spiegel Seines Wortes aber Unreinheiten und Pickel aufzeigt, die nicht gut – ja, geradezu schlecht sind, dann sollten wir da nicht drüber hinweg lesen und den Spiegel schnell zuklappen und weitermachen. Nein, wir sollten uns behandeln lassen. In Jakobus 1:25 lesen wir weiter:

„Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit
und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer,
sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.“

Das mag für den einen eine Sünde sein, die der Herr ihm im Spiegel des Wortes Gottes zeigt.
Für jemand anders mag es eine unvorteilhafte Gewohnheit sein, die Gott ihm zeigt.
Jemand anders erkennt im Wort Gottes einen Auftrag für den Tag.
Ein anderer vielleicht gar einen Ruf für sein Leben.

Der Spiegel des Wortes Gottes ist unsere Chance, glücklich zu werden (siehe Vers 25). Und weil die Bibel nicht nur die Unreinheiten und Pickel in unserem geistlichen Leben aufzeigt, sondern auch die Schönheit Gottes und die Schönheit unserer Berufung, darum ist Gottes Wort nicht nur ein Pickelspiegel für unsere Seelen, sondern auch ein Schönheitsoffenbarer.

Was immer der Herr uns in Seinem Wort offenbart, die Schönheit und die Pickel, die Unreinheiten und die herrlichen Berufungen – lasst uns Seinen Spiegel nicht hinter uns weglegen, weitergehen und vergessen. Lasst uns Gottes Wort beachten und umsetzen – und wir werden glückliche Menschen werden.

Heute Abend wollen wir wieder zu unserem Jüngerschaftsabend zusammenkommen, um mehr von und über Jesus und den Weg der Nachfolge zu lernen. Dazu laden wir herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
 57290 Neunkirchen-Zentrum 
Beginn: 19:30 Uhr

Wichtiger Hinweis in eigener Sache: 
Wow! Da müssen schon einige ordentlich an der Himmelspforte angekloppt haben! Gestern morgen, nach einer unruhigen Nacht, habe ich noch dazu tendiert, den Blog aufzugeben. Während des Morgens und am Abend kam je ein Anruf mit Hinweisen, denen ich nachgegangen bin. Diese Hinweise führten mich zu Webseiten, die mir halfen ein Impressum und eine Datenschutzerklärung zu erstellen, die m.E. nach den Forderungen Genüge tun wird - zumindest zunächst mal. Außerdem ist die Kommentarfunktion mit einem einleitenden Hinweis versehen und der Blog jetzt durch https verschlüsselt. (Kann ich zwar keinem erklären, ich hab aber das Häkchen an der richtigen Stelle gesetzt und somit eine weitere Auflage erfüllt). Auch youtube clips werden sich in Zukunft nicht mehr im Blog selbst, sondern nur in youtube selbst öffnen lassen (verlinkt). Vorerst ist eine Fortsetzung des Blogs mal geplant. Wer weitere Vorschläge hat oder Hinweise, wo eine Absicherung fehlt ... immer her damit. Ich bin dankbar für Hinweise.

Dienstag, 22. Mai 2018

Gebet im Markus Evangelium

Achtung: Update Asia Bibi (Pakistan) im Seitenfenster)

Kennen wir das? Die Last auf unserer Seele verschlägt uns die Sprache – sogar im Gebet. Die Konversation mit Gott bricht (fast) ab. In solchen Zeiten darf derjenige dankbar sein, der das Gebet des Herrn, das „Vater unser“, auswendig gelernt hat. Denn das freie Gespräch mit dem himmlischen Vater ist blockiert, gelähmt; die eigenen Gedanken wie eingefroren.

Nur im Buch Markus wird uns berichtet, dass auch Jesus manchmal die Worte zu fehlen schienen. Vermutlich wird es nicht so gewesen sein, aber es hört sich so an, wenn es in Markus 7:34 von Jesus heißt:

„Dann blickte er zum Himmel auf, seufzte und sprach zu ihm:
Ephata!, das heißt: Tu dich auf!“

Man hatte einen Taubstummen zu Jesus gebracht und Ihn gebeten, den Mann zu heilen. In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass Jesus seufzt. Sein Blick und Seine Worten deuten darauf hin, dass Sein Seufzen einem Gebet gleich kommt. Mit dem Ergebnis (Markus 7:35):

„Sogleich wurden seine Ohren aufgetan
und das Band seiner Zunge gelöst,
und er redete richtig.“

Nur im Markus Evangelium lesen wir von diesem Gebetsseufzer Jesu. Und der erinnert an das, was wir in Römer 8:26 lesen:

Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe.
Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen,
wie sich’s gebührt; aber der Geist selbst
tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.

Gott weiß darum, dass wir manchmal schwach sind – zu schwach, um zu beten. Es fehlen uns die Worte, der Mut, der Glaube – oder gleich alles zusammen. Aber wenn wir nicht weiterwissen, dann dürfen wir vor Gott seufzen. Der Heilige Geist greift unsere Seufzer auf und übersetzt sie in die Sprache, die Gott versteht. Es gibt demnach keine Zeit, in der wir ohne Gebet sein müssen. Manchmal senden wir unsere Anliegen zu Gott in Worten, manchmal in Seufzern. Und wir dürfen Jesus dankbar sein, dass Er uns sogar in diesem Punkt ein Beispiel hinterlassen hat. Sicher war Sein Seufzer kein Seufzer der fehlenden Worte oder der Schwachheit. Jesus seufzte vielleicht mehr über das Elend und das Leid, das durch die Sünde Eingang in die Welt gefunden hatte. Aber Sein Seufzer darf uns heute ermutigen, auch „gen Himmel zu seufzen“ und darauf zu vertrauen, dass der Geist Gottes weiß, was wir meinen und dass Er es recht übersetzen wird.

Der Herr segne Dich!

Wichtiger Hinweis in eigener Sache: Momentan bete ich um Klarheit, ob ich diesen Blog weiterführe. In 3 Tagen tritt eine neue Datenschutzverordnung der EU in Kraft. Jeder dürfte davon gehört haben. Eigentlich richtet sie sich an Unternehmen und dergleichen. Aber auch Blogseiten wie diese sind angehalten, diese neuen Datenschutzauflagen zu beachten. Im Fall eines Internetblogs wie diesem hat das mit Maßnahmen zu tun, die weit über meine Computerkenntnisse hinausgehen. Ich habe mich mit den Auflagen beschäftigt und verstehe von vorenherein nur ein Drittel der Fachsprache. Da ich die enorm hohen Strafen nicht zahlen kann, werde ich - Stand heute - in naher Zukunft die Konsequenzen ziehen müssen. Noch ist nichts entschieden und ich bin dankbar für jeden, der hier mitbetet. Für simple Lösungen bin ich dankbar, für komplexe Lösungen bräuchte ich Unterstützung.