Kennen wir das? Die Last auf unserer Seele verschlägt uns die Sprache –
sogar im Gebet. Die Konversation mit Gott bricht (fast) ab. In solchen Zeiten
darf derjenige dankbar sein, der das Gebet des Herrn, das „Vater unser“, auswendig
gelernt hat. Denn das freie Gespräch mit dem himmlischen Vater ist blockiert,
gelähmt; die eigenen Gedanken wie eingefroren.
Nur im Buch Markus wird uns berichtet, dass auch Jesus manchmal die Worte
zu fehlen schienen. Vermutlich wird es nicht so gewesen sein, aber es hört sich
so an, wenn es in Markus 7:34 von Jesus heißt:
„Dann blickte er
zum Himmel auf, seufzte und sprach zu ihm:
Ephata!, das heißt: Tu dich auf!“
Man hatte einen Taubstummen zu Jesus gebracht und Ihn
gebeten, den Mann zu heilen. In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass Jesus
seufzt. Sein Blick und Seine Worten deuten darauf hin, dass Sein Seufzen einem
Gebet gleich kommt. Mit dem Ergebnis (Markus
7:35):
„Sogleich wurden seine Ohren aufgetan
und das Band seiner Zunge gelöst,
und er redete richtig.“
Nur im Markus Evangelium lesen wir von diesem Gebetsseufzer
Jesu. Und der erinnert an das, was wir in Römer 8:26 lesen:
Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe.
Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen,
wie sich’s gebührt; aber der Geist selbst
tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern.
Gott weiß darum, dass wir manchmal schwach sind – zu schwach, um zu
beten. Es fehlen uns die Worte, der Mut, der Glaube – oder gleich alles
zusammen. Aber wenn wir nicht weiterwissen, dann dürfen wir vor Gott seufzen. Der
Heilige Geist greift unsere Seufzer auf und übersetzt sie in die Sprache, die
Gott versteht. Es gibt demnach keine Zeit, in der wir ohne Gebet sein müssen. Manchmal
senden wir unsere Anliegen zu Gott in Worten, manchmal in Seufzern. Und wir
dürfen Jesus dankbar sein, dass Er uns sogar in diesem Punkt ein Beispiel
hinterlassen hat. Sicher war Sein Seufzer kein Seufzer der fehlenden Worte oder
der Schwachheit. Jesus seufzte vielleicht mehr über das Elend und das Leid, das
durch die Sünde Eingang in die Welt gefunden hatte. Aber Sein Seufzer darf uns
heute ermutigen, auch „gen Himmel zu seufzen“ und darauf zu vertrauen, dass der
Geist Gottes weiß, was wir meinen und dass Er es recht übersetzen wird.
Der Herr segne Dich!
Wichtiger
Hinweis in eigener Sache: Momentan bete ich um Klarheit, ob ich diesen Blog
weiterführe. In 3 Tagen tritt eine neue Datenschutzverordnung der EU in Kraft.
Jeder dürfte davon gehört haben. Eigentlich richtet sie sich an Unternehmen und
dergleichen. Aber auch Blogseiten wie diese sind angehalten, diese neuen
Datenschutzauflagen zu beachten. Im Fall eines Internetblogs wie diesem hat das
mit Maßnahmen zu tun, die weit über meine Computerkenntnisse hinausgehen. Ich
habe mich mit den Auflagen beschäftigt und verstehe von vorenherein nur ein
Drittel der Fachsprache. Da ich die enorm hohen Strafen nicht zahlen kann,
werde ich - Stand heute - in naher Zukunft die Konsequenzen ziehen müssen. Noch
ist nichts entschieden und ich bin dankbar für jeden, der hier mitbetet. Für
simple Lösungen bin ich dankbar, für komplexe Lösungen bräuchte ich
Unterstützung.
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