„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 12. Mai 2020

David & Goliath

(Auch in dieser Woche kommt der nächste Beitrag zu "Jesus in den 66 Büchern der Bibel" morgen, am Mittwoch).

Die Geschichte begeistert die Kleinsten und die Ältesten. Unzählige Male ist sie illustriert worden, immer wieder verfilmt. Die Predigten, die über David und Goliath gepredigt worden sind gehen ins Unüberschaubare. 

Heute fand ich einen Zettel mit Predigtnotizen. Wer gepredigt hatte, weiß ich nicht. Wann, weiß ich auch nicht. Aber die Gedanken sind es wert, an dieser Stelle wiederholt und ausgeführt zu werden.
„Goliath“, so nannte ihn das Volk. Ein Riese, ein Gewinner, ein Monster. Seine Größe war übermenschlich, seine Kraft gigantisch. Kein Wunder, dass er als unbezwingbar galt. Er flösste nicht nur seinen Feinden im eigenen Volk Furcht ein. Es gelang ihm sogar, dem Volk Gottes Furcht einzuflößen. Ja, Riesen flößen eben Furcht ein.
„Unbeschnittener“ wurde er von David genannt. Ein Unbeschnittener war im übertragenen Sinn ein Mensch ohne Beziehung zu Gott. Da aber Gott der Inhaber der ultimativen Kraft ist, der Sieger schlechthin, der Herr der himmlischen Heerscharen – was kann so ein unbeschnittener Goliath schon bewirken?
„Schande“ nennt David den gottlosen, zweibeinigen Furchtfaktor außerdem. Wer sich gegen Gott und die Seinen erhebt, ist nichts weiter als ein lächerlicher Schandfleck. Er bringt Schande auf sich selbst, denn er häuft sich selbst Probleme auf, indem er sich in die Schlachtreihen der Gegner Gottes einreiht.
„Der Lebendige“ so hat David den allmächtigen Gott genannt. Von Ihm kommt Leben und Er wird leben und siegen. Immer!
„Der Herr der Heerscharen“ nennt David seinen Gott und verläßt sich auf den Allmächtigen, dem die ungezählte Schar himmlischer Heere zu Diensten steht.
David kannte Goliath erst eine kurze Weile (wenige Stunden?). Er kannte Goliath nur oberflächlich. Aber David kannte seinen Gott. Er kannte Ihn gut! Allein das zählte. Je größer Gott wird – umso kleiner werden unsere Probleme. Je größer wir unsere Probleme einschätzen, umso kleiner wird Gott. Es war dieses „Gott kennen,“ das David vorwärts gehen und den Sieg im Namen des Herr und für den Herrn erringen ließ. Die Mehrheit der Armee rief aus: Goliath ist so riesig, den können wir gar nicht besiegen.“ David rief aus: „Goliath ist so riesig, den kann ich gar nicht verfehlen!“ Los ging er, im Vertrauen auf Gott und gewann den Kampf. (nachzulesen in 1. Samuel 17) 
Wer Jesus folgt, ist auf der Seite des Siegers!

Montag, 11. Mai 2020

Der Fremde

Ich glaube, es war Ruben A. Torrey, der von einem Gebetstreffen berichtete, das in einem der Vororte von Chicago stattfand. Als ein Aufruf zur Umkehr und zum Glauben gegeben wurde, stand ein Mann auf.

Nachdem das Treffen beendet war, ging der Prediger hinunter und setzte sich neben den Mann und sprach mit ihm. Der Mann begann:

„Lassen Sie mich Ihnen sagen, wie ich heute Abend dazu gekommen bin, Christus anzunehmen. Ich war mein ganzes Leben lang ein Kirchgänger, aber ich ging nur, um zu kritisieren. Wenn die Leute beim Gebetstreffen aufstanden, um etwas zu sagen, nahm ich ein kleines Notizbuch heraus, das ich mir aufbewahrte, und schrieb alles auf, was sie sagten. Während der Woche habe ich sie dann im Auge behalten, um zu sehen, wie ihr Leben mit ihrem Zeugnis übereinstimmte. So kam ich zu dem Schluss: ‚Alle Christen sind Heuchler.‘

Mein Herz wurde hart wie Stein. Ich war vollkommen gleichgültig. Vor einigen Monaten wurde ich sehr krank und die Ärzte sagten, ich müsse sterben, aber ich hatte überhaupt keine Angst zu sterben. Der Zynismus der Religionskritiker hatte mich so hart gemacht, dass selbst der Tod keine Schrecken für mich hatte.

Aber eines Tages kam ein Christ und fragte, ob er für mich beten dürfe. Ich sagte: ‚Ja, du kannst für mich beten, wenn du willst. Ich habe nichts dagegen, wenn es dir etwas nützt, tut es mir nicht weh. Ja, bete, wenn du willst, wenn du es genießen wirst. Es wird mich nicht stören.‘

Er kniete sich neben mein Bett und begann zu beten, während ich ihn aus den Augenwinkeln beobachtete. Ich beobachtete ihn, um zu sehen, ob er echt war. Ich dachte, ich würde sterben, hatte aber kein bisschen Angst. Ich war vollkommen gefühllos und verhärtet, aber als ich dort lag und ihn aus den Augenwinkeln beobachtete, sah ich eine Träne über seine Wangen rollen. Ich sagte mir: "Hier ist dieser Mann, ein vollkommener Fremder für mich, ohne mögliches Interesse an mir, und doch weint er über meine Sünden und meinen verlorenen Zustand."

Das brach mir das Herz. Deshalb bin ich heute Abend hier. Deshalb stand ich auf und bat um Gebete; Deshalb habe ich den Herrn Jesus genommen.“

Immer wieder gibt es Zeugnisse, die diesem ähneln. Auf den Philippinen begegnete mir ein ähnliches Zeugnis. Eine junge, muslimische Studentin wurde in ihrem Herzen angerührt, als ihre christliche WG Mitbewohnerin unter Tränen für ihre Errettung betete. 


 „Wir werden mehr Männer und Frauen durch unsere Tränen gewinnen, die wir vor dem Thron vergießen, als wir durch unsere Argumente je gewinnen können.“ (anon)

Nun, Tränen kann man weder planen noch produzieren. Gebet schon. Möge der Herr uns durch diese Berichte ermutigen, nicht die Hoffnung aufzugeben und nicht das Beten aufzugeben. Möge Er uns ermutigen, weiter von Ihm, unserem Erlöser und Retter unserer Seelen zu reden, denn (Spüche 11:30):

„Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens,
und der Weise gewinnt Seelen.“

Herr, lege Seelen mir aufs Herz, und liebe sie durch mich!
Und mög´ ich flehen himmelwärts, gewinnen sie für dich!
(Wilfried Zibell)

Sonntag, 10. Mai 2020

Herzliche Einladung zum Livestream-Gottesdienst!

Unsere Livestream beginnt um 10:30 Uhr! 
Wir laden herzlich ein, HIER dabei zu sein!

Predigttext 
Matthäus 28:16-20

16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte.
17 Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder; etliche aber zweifelten.
18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.
19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.
 

CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort - Gebet
Diesmal nur über Livestream!
Beginn: 10:30 Uhr
Sonntagszitat: 

„Das oberste Ziel der Gemeinde ist nicht die Mission, 
sondern die Anbetung. 
Mission existiert, 
weil Anbetung fehlt."  
(John Piper)
Gott wird am meisten verherrlicht, 
wenn du in ihm volles Genüge hast 
inmitten vom schmerzlichem Verlust 
und nicht in deinem Wohlstand
(John Piper)

Eine gute Nachrichte (aktualisiert: 10.5.20) gibts HIER

Samstag, 9. Mai 2020

Epaphroditus

Am vergangenen Mittwoch haben wir uns an unserem Jüngerschaftsabend Gedanken gemacht über Epaphroditus, einen glaubensfrohen und risikofreudigen Nachfolger Jesu. In nur einem Vers erhält er von Paulus 5 Beschreibungen (Philipper 2:25):

Doch habe ich es für notwendig erachtet,
Epaphroditus zu euch zu senden,
meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter,
der auch euer Gesandter ist u. Diener meiner Not;

Epaphroditus wird von Paulus bezeichnet als Bruder, Mitarbeiter, Mitstreiter, Gesandter und Diener seiner Not. Als “Mitstreiter” und “Mitarbeiter” würde so mancher sich freiwillig melden. Aber “Gesandter”, also Laufbursche oder lediglich “Bruder” – lohnt sich dafür der Einsatz?

Hier ist ein Beispiel für einen Bruder (Schwester-)dienst am Nächsten, einen einfachen, untheologischen, ungesehenen Dienst für Jesus, der dennoch die gleiche Risikofreudigkeit voraussetzt wie der Dienst des Epaphroditus, der das Risiko für Jesus nicht scheute:

Im Beispiel geht es um Fanny Crosby, die blinde Dichterin vieler bekannter und segensreicher Lieder, u.a. „Seliges Wissen, Jesus ist mein“, „Sicher in Jesu Armen“, „O Gott Dir sei Ehre“ oder „Gott wird dich tragen“.

Fanny Crosby
Diese blinde Fanny Crosby stand im Alter eines Tages in einer Straßenmission in New York.
Vor ihr standen und saßen einer Menge obdachloser, drogenabhängiger und alkoholkranker Männer und hörten ihre Frage: "Gibt es hier einen jungen Mann, der keine Mutter hat?"

Ein junger Mann hob schüchtern die Hand. Er erzählte, dass seine Mutter starb, als er noch sehr jung war. Daraufhin bat Fanny Crosby diesen jungen Mann, nach vorne zu kommen. Sie  umarmte ihn und küsste ihn auf die Wange.

Dieses Geschehen berührte ihr eigenes Herz so sehr, dass sie in dieser Nacht nach Hause ging und das (im englischsprachigen Raum) sehr bekannte Lied schrieb: “Rescue the perishing” – in dem es heißt: ‘Rette die Verlorenen, kümmere dich um die Sterbenden, reiße sie voll Mitleid aus der Sünde und dem Grab, weine über den Irrenden, richte die Gefallenen auf! Sag ihnen von Jesus dem mächtigen Retter.“

Viele Jahre später wollte ein Evangeliumssänger auf einer Veranstaltung mit dem Evangelisten Dwight L. Moody dieses Lied singen. Bevor er zu singen begann, erzählte er die Geschichte, wie es zustande kam. Als er erzählte, sprang ein Mann mittleren Alters auf und rief: „Ich war das! Ich bin der junge Mann, über den sie geschrieben hat. Sie küsste mich. Ich konnte das niemals vergessen.“

Infolge dieses mütterlichen Kusses einer alten, blinden Christin, kam ein junger, gestrandeter Mann zu Jesus und sein ganzes Leben wurde verändert! Das war ein untheologischer, unscheinbarer Dienst am Nächsten. Außerdem kostete es sicher viel Mut, dieses Kussrisiko einzugehen

Egal, ob Dein Dienst groß oder klein ist, gesehen wird oder im Verborgenen geschieht, folge den Spuren von Epaphroditus, von Fanny Crosby, die den Fußspuren Jesu folgten und das Risiko einer mutigen Nachfolge nicht scheuten.

Wir laden ein: 
Livestream Gottesdienst @ www.ccfg.de
Sonntag: 10:30 Uhr
Bitte auch Bekanntmachung zu zukünftigen Veranstaltungen 
vor dem Gottesdienst und hier im Blog beachten

Freitag, 8. Mai 2020

Zwischenruf!

Zwischenruf! – von Mördern, Verbrechern und Pastor Olaf Latzel!

Aufgrund neuer Entwicklungen ein Zwischenruf zum Stand der Dinge. 
HIER klicken!

Gott, gib mir ...

Wer dieses Gebet ursprünglich geschrieben und vermutlich auch gebetet hat, ist nicht mit Sicherheit geklärt. Verschiedene Namen werden ins Feld geführt, darunter Franz Hengsbach, Dietrich Bonhoeffer, Ignatius von Loyola und Franz von Assisi. Wahrscheinlicher aber stammt das Gebet aus der Feder und dem Herzen des amerikanischen Pfarrers, Reinhold Niebuhr. Er betete – und vor allem die ersten 3 Bitten fanden weite Verbreitung als Zitat:

Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.

  Einen Tag nach dem anderen zu leben,
  einen Moment nach dem anderen zu genießen.
  Entbehrung als einen Weg zum Frieden zu akzeptieren,
  sie anzunehmen, wie Jesus es tat:
  diese sündige Welt, wie sie ist,
  und nicht, wie ich sie gern hätte,
  zu vertrauen, dass Du alles richtig machen wirst,
  wenn ich mich Deinem Willen hingebe,
  sodass ich in diesem Leben ziemlich glücklich sein möge
  und im nächsten Leben für immer überglücklich.
  Amen.

In einer Zeit, in der wir bombardiert werden mit dem Schrei nach Veränderung und der Notwendigkeit zur Veränderung sind uns doch oftmals die Hände gebunden. Christen können dankbarerweise auch mit gebundenen Händen beten. Aber manches Leid, manche Not steht außerhalb unseres Einflussbereichs. Paulus konnte die Sklaverei im römischen Reich nicht abschaffen. Das war auch nicht sein göttlicher Auftrag. Aber er half sowohl christlichen Sklaven wie auch christlichen Besitzern, einander anzunehmen und sich biblisch zu verhalten.

Obwohl die Juden es hofften, war Jesus nicht gekommen, um das römische Reich auf den Kopf zu stellen und Caesar, Herodes oder Pilatus Paroli zu bieten. Sein Auftrag war ein geistlicher, der eines Seelenretters. Und auch die anderen Apostel, die sich tatsächlich im Namen und Auftrag Jesu in alle Himmelsrichtungen verbreiteten, mussten mancherlei Unannehmlichkeiten auf sich nehmen. Aber sie erlaubten es sich nicht, ihre Gelassenheit über Dingen, Widerständen oder Personen zu verlieren, die nicht änderbar waren.

Andererseits gingen sie mit dem Mut und der Bereitschaft von Märtyrern ans Werk, wenn es darum ging, Situationen anzugehen, die notwendige Veränderungen erforderten zur Ehre Jesu. Paulus fand so klare Worte, dass in ganz Kleinasien der Absatz von Götzenbildern sank, weil immer mehr Menschen zum Glauben an Jesus fanden. Die Apostel scheuten keine Leiden, das Leben aus Gnade über dem Leben aus dem Gesetz heraus zu lehren. Oft mit hohen Kosten.

Immer aber spielte Jesus die Hauptrolle. Musste etwas verändert werden, damit das Reich Gottes gebaut würde – und lag die Mitarbeit dazu in ihrer Macht als Zeugen Jesu Christi – dann packten sie mit an. Ging es nicht um Jesus, oder lag es außerhalb ihres Auftrags, dann konzentrierten sie ihre Kraft auf das, wozu sie berufen waren. Ob es ihnen manchmal schwer fiel, das eine zu tun und das andere zu lassen? Dazu schweigt die Bibel. Wir wissen es nicht!

Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
  den Mut,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.

Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen,
lebt in Gottes Gerechtigkeit,
und er wird euch all das geben, was ihr braucht.
(Jesus in Matthäus 6:33; NLB)

Eine gute Nachrichte (aktualisiert: 8.5.20) gibts HIER