„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 20. August 2024

Die Könige Judas – Athalja (Königin)

Ihr gottloser Vater, Ahab, regierte etwa 19 Jahre lang das von Gott abgefallene Nordreich Israel. Während seiner Herrschaft gab er seine Tochter, Athalja, dem ebenfalls gottlosen König Joram des Südreichs zur Frau. Athalja brachte den Baal Götzendienst mit nach Jerusalem. Sie und König Joram hatten einen Sohn, Ahasja, der gerade mal ein Jahr in Jerusalem regierte. Nachdem er eines gewaltsamen Todes gestorben war, riss seine Mutter, Athalja, die Herrschaft an sich – eine blutige 7-jährige Herrschaft.

Athalja wollte auf Nummer sicher gehen und die gesamten königlichen Nachkommen ausrotten. Niemand sollte ihr den Tod rechtmäßig streitig machen. Die Nachkommen des Königshauses Davids sollten alle sterben. Damit erhob sie sich allerdings gegen Gott persönlich, der David versprochen hatte (2 Samuel 7:12+13):

12 Wenn du alt geworden und gestorben bist, will ich einen deiner Söhne als deinen Nachfolger einsetzen und seine Herrschaft festigen. 13 Er wird mir einen Tempel bauen, und ich werde seinem Königtum Bestand geben für alle Zeiten.

Gott hatte David – und später seinem Sohn Salomo – eine ewige Herrschaft und Thronfolge versprochen. Davids Linie konnte also gar nicht untergehen. Vielleicht wusste die gottlose Ahalja nichts von dieser Verheißung. Aber Satan kannte sie und wollte Athalja zu seinem Instrument machen, die Verheißung zu zerstören. Davids Linie sollte ausgelöscht werden, damit auch der durch sie verheißene Messias-Retter nicht mehr geboren werden konnte.

Satan hätte es besser wissen müssen!

Der Versuch, alle davidischen Nachkommen – und damit Berechtigte auf den Thron – zu töten, misslang. Wie das misslang, werden wir nächsten Dienstag lesen. Athalja jedenfalls versagte, regierte nur 7 Jahre und wurde dann durch einen Aufstand gestürzt und getötet.

Athaljas Lebensbiographie zeigt deutlich auf, dass es unmöglich ist, Gottes Verheißungen zu entkräften oder untauglich zu machen. Gottes Wort sagt (1 Korinther 1:20):

Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt — in ihm (Jesus) ist das Ja, und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns!

Athaljas Leben hätte anders verlaufen können. Anstatt ihren Götzendienst durch ihre Hochzeit mit Joram nach Juda zu importieren, hätte sie die toten Götzen hinter sich in Samarien lassen können. Sie hätte sich an ihrem Schwiegervater, Jehosaphat, ein Vorbild nehmen können. Er hatte ein erfahrungsreiches Leben mit dem lebendigen Gott gehabt. Dieses Leben stand durch Glauben auch für Athalja bereit. Aber sie bevorzugte, das alte, das bekannte, das tote. Sie bevorzugte den Götzen Baal und verwarf den Bundesgott Israels. Ihre Wahl.

Diese zwei Schwerpunkte sollen uns heute gedanklich begleiten und herausfordern:

1.     Gegen Gottes Verheißungen gibt es kein „Gegenmittel“. Die stehen fest in Ewigkeit! Wir dürfen uns darauf berufen, uns daran festklammern und uns über sie freuen.

2.     Ob Gottlosigkeit und Sünde oder Glauben und Heiligung unser Leben zeichnen, ist unsere Entscheidung. Wir haben die Möglichkeit, das Gute zu wählen.

 So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen!
(aus 5. Mose 30:19)

Montag, 19. August 2024

Die Anderen

Wieder einmal war ich unterwegs und nahm unter anderem an einem Treffen teil, das von Pastoren und Pfarrern, Leitern und Laien, Rednern und Schweigsamen besucht wird – und alle sind aus verschiedenen Kirchen, Gemeinden und Gemeinschaften. Und wieder erinnerte mich der Herr an eine Lektion, die Er mit mir in ähnlicher Weise bereits einmal vor einigen Jahren durchgegangen war.

Eine Andacht wurde vom Leiter einer Glaubensgemeinschaft gehalten, in der es viel Licht und Schatten gibt. Biblisches Christentum, wie es grundsätzlich im evangelikalen Lager vertreten wird, ist in dieser Glaubensgemeinschaft rar. Und dann sprach der gute Mensch von seinem Dienst für Jesus, seiner Erfüllung durch Glauben und seiner Freude daran, Menschen zu Jesus zu führen. Ich war begeistert!
Unmittelbar kommt eins der Zitate meines früheren Theologielehrers in den Sinn. „In Gottes Garten blühen viele Blümchen!“ pflegte er zu sagen, wenn es um Unterschiede zwischen Christen geht. Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr Aussagen kommen mir in den Sinn, in denen Gottes Wort zu diesem Thema spricht. In Johannes 17:20+21 betet Jesus:

Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.

In Galater 3:28 schreibt Paulus:
Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid: In Christus seid ihr alle eins.

Als Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war, nahmen diese Anstoß an Gläubigen, die dem Herrn dienten und ihm nachfolgten, aber nicht in ihrer Gruppe. Jesus korrigiert ihre Einstellung mit den Worten:

Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.  (Markus 9:40)

Wie harmonisch könnte es unter uns Christen aussehen, wenn wir nicht permanent gegen die Erhörung des Gebets Jesu arbeiten würden! Welch geballte geistliche Macht könnte freigesetzt werden, wenn wir nicht so viel unserer Kraft gegeneinander verschwenden würden, sondern gegen unseren gemeinsamen Feind. Jesus sagt: „Wer nicht gegen uns ist, ist für uns!“ und dann betet Er, dass wir eins sind, wie Er mit dem Vater eins ist.

Mir war die kleine Reise wieder neu eine Erinnerung aus dem Himmel, dass es in Gottes Garten wirklich farbenfroh zugeht, dass Gott Seine Kinder nicht nur in den Gemeinden hat, in denen ich mich wohl und zu Hause fühle. Da sind immer auch noch die Anderen! Ich muss aufpassen, Menschen nicht danach zu richten, mit welchem Namen sich ihre Gruppe schmückt. Ich bin Gott dankbar für die Vielfalt an Blümchen, mit denen Er leben kann, die Er alle liebt, und die Er alle auf Seine Weise gebraucht!

Sonntag, 18. August 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

 Nehemia 5:19;  6:14;  13:14,22,29,31
(Die Macht der 1-Satz-Stoßgebete)

5:19: "Gedenke, mein Gott, mir zum Guten, an all das, was ich für dieses Volk getan habe!“

6:14: "Gedenke, mein Gott, dem Tobija und dem Sanballat nach diesen ihren Werken, auch der Prophetin Noadja und den anderen Propheten, die mir Furcht einjagen wollten!“

13:14: "Gedenke mir dessen, mein Gott, und tilge die Wohltaten nicht aus, die ich dem Haus meines Gottes und seinen Hütern erwiesen habe!"
 
13:22: "Mein Gott, gedenke mir auch dessen, und verschone mich nach deiner großen Gnade!"

13:29: "Gedenke an die, mein Gott, die das Priestertum und den Bund des Priestertums und der Leviten befleckt haben!"
 
13:31: "Gedenke mir dessen, mein Gott, zum Guten!"


Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Abendmahl - Gebet - Gemeinschaft
Gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
itzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Vergessen Sie nie,
Ihre Anbetung am Morgen und Abend
durch eine endlose Kette von kurzen Stoßgebeten während des Tages
miteinander zu verbinden.
(John Charles Ryle)

Darum lobten die alten Väter die Stoßgebetlein, 
die man mit einem Wort oder zwei hinaufseufzt zum Himmel. 
Das kann man auch tun, 
wenn man liest, schreibt oder eine andere Arbeit verrichtet. 
(Dr. Martin Luther)

Samstag, 17. August 2024

Gottes seltsame Wege

Zur Zeit lese ich ein Buch über die biblische Person Esther. Wohlgemerkt: ein Buch, einen Roman. Das biblische Buch habe ich schon oft gelesen. Im Roman wird das, was uns die Bibel berichtet, eingekleidet in mögliche Szenarien, wie sie sich um die Tatsachenaussagen der Bibel herum abgespielt haben könnten.

Ich liebe Romane über biblische Personen und immer wieder kommen dadurch auch geistliche Wahrheiten in Erinnerung. Im Buch Esther sind es u.a. Gedanken zu Leid und Gottes Vorsehung.

Gott hatte die 70-jährige Gefangenschaft vorhersagen lassen. Er hatte auch begründet, warum sie nötig war. Israel war in gröbsten Götzendienst verfallen, hatte weder Sabbatjahre noch den wöchentlichen Sabbat gehalten und sich – außer einem kleinen Überrest – von dem lebendigen Gott abgewandt. Die babylonische Gefangenschaft war das Resultat. Dennoch zeigt das Buch des Propheten Habakuk, dass sich viele gefragt haben: Warum lässt Gott das zu? Die Antwort hätten sie wissen müssen.

Esther und ihr Onkel Mordechai lebten zur Zeit der Gefangenschaft in Babylon. Als die Soldaten des Königs Xerxes im ganzen Weltreich die hübschesten Mädchen als potenzielle neue Königin einsammelten, wird Mordechai zu Gott geschrien haben, ihm Esther nicht wegzunehmen. Er schrie umsonst!

Im Harem des Königs, in dem wohl tausende von jungen Mädchen ein Jahr lang auf eine mögliche Krönung als Königin vorbereitet wurden, wird Esther (vermutlich) zum Herrn geschrien haben, nicht mit einem götzendienerischen, heidnischen König verheiratet zu werden. Sie schrie umsonst!

Als im Laufe der Jahre Mordechai einen Verrat gegen den König aufdeckte und das Leben von Xerxes rettete, wurde sein Handeln nicht belohnt. Es wurde notiert, abgeheftet und vergessen.

Als eine Weile (vermutlich Jahre) später der zweite Mann im Staat einen Holocaust gegen das gesamte jüdische Volk vom König erwirkte, hatte wohl niemand eine Antwort auf die „Warum?“ Frage. Man sah das Ende kommen, aber man sah keinen Ausweg. Alles schien sich gegen Gottes Volk (das waren sie immer noch!) verschworen zu haben.

Und dann nimmt alles eine dramatische Wende, die nach Jahren Licht in die „Warum?“ Frage bringt. Nach Jahren wird deutlich, warum die Gebete von Mordechai und Esther scheinbar umsonst waren … warum Mordechais nobles Handeln dem König gegenüber unbelohnt blieb.

Es war Gottes Plan, Esther an den Königshof zu bringen. Es war Gottes Plan, sie zur Königin zu machen. Es war Gottes Plan, sie in dieser Situation zu gebrauchen, um das Volk Gottes vor der Vernichtung zu retten. Und es war Gottes Plan, Mordechai die Belohnung zu einem späteren Zeitpunkt zukommen zu lassen. Jedes Puzzleteilchen fiel an seinen Platz und erfüllte einen herrlichen Plan Gottes, der bis heute – 2500 Jahre später – in Israel gefeiert wird.

Sacharja 9:12 versichert Gottes Volk, dass unsre Hoffnung und Gebete nicht umsonst sind:

Kehrt heim, ihr Gefangenen, in die Stadt, die euch Schutz bietet! Ihr habt nicht vergeblich gehofft! Heute verspreche ich euch: Ihr werdet doppelt entschädigt für das, was ihr erlitten habt!

Liebe Leser, auch wir denken oft, dass unser Schreien zu Gott umsonst ist, dass Gott zu lange braucht, es immer ganz anders macht oder uns sowieso nicht zuhört. FALSCH! Gott hört immer! Immer hat Er das Beste für Seine Kinder im Sinn. Wir beten und vertrauen, und Gott arbeitet – oft unsichtbar für uns im Hintergrund – an der bestmöglichen Lösung. Hör nicht auf zu beten, auch wenn das gewünschte Resultat nicht in einer „24 Stunden Zustellung“ bei Dir eintrifft. Nichts ist umsonst! Gottes Plan ist immer vollkommen! Bleib dran!

Freitag, 16. August 2024

Was bringt's?

Vor einiger Zeit war ich auf einem Treffen, das mit einer Andacht zum Thema „Was bringt's?“ begann. Ich will versuchen, einige Gedanken dieser Andacht zusammenzufassen und für uns anzuwenden.

Zunächst wurden Fragen gestellt. In einer Zeit der sozialen Ungerechtigkeit einer Arbeit nachzugehen? – Was bringt's? In einer Zeit finanzieller Unsicherheiten sparen? – Was bringt's? Nach mehreren erfolglosen Therapien eine weitere, vom Arzt empfohlene Therapie beginnen? - Was bringt's? Wenn alle schummeln, lügen und betrügen – an biblischen Maßstäben festhalten? – Was bringt's? Die Liste ließe sich fortführen. Was bringt's, 8 Stunden am Tag für einen Hungerlohn zu arbeiten? Was bringt's, sich um die arme Person zu kümmern? Es gibt Tausende wie sie in Deutschland. Was bringt's?

Petrus scheint eine ähnliche Frage gehabt zu haben. In Markus 10:28-31 lesen wir: Da begann Petrus und sprach zu ihm: 
Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt! 
Jesus aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: 
Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern 
oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder 
oder Äcker verlassen hat um meinetwillen
und um des Evangeliums willen, 
der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit
Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter 
und Kinder und Äcker unter Verfolgungen,
und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.
Aber viele von den Ersten werden Letzte sein und die Letzten Erste.

Petrus fragt praktisch: „Herr, wir haben alles verlassen um Deinetwillen. Was bringt's?“ Und die Antwort Jesu ist überwältigend. Jesus sagt: Niemand gibt irgendetwas umsonst um meinetwillen auf! Was es bringt? Freunde, Brüder und Schwestern, Gottes Segen, selbst in Verfolgung (diesen Teil des Segens haben die wenigsten von uns geschmeckt. Aber wir wissen es durch die Kirchengeschichte und die verfolgte Gemeinde bis heute!). Jesus zu folgen bringt den Segen der Erfüllung, den Segen, dass wir jemanden haben, zu dem wir kommen können, den Segen, dass Jesus, dem alle Gewalt gegeben ist, uns hört und hilft. Den Segen gläubiger Kinder oder den Segen, uns für die Errettung unserer Kinder an die höchst mögliche Adresse wenden zu dürfen, den Segen, im Reich Gottes mit Jesus Hand in Hand arbeiten zu dürfen. Den Segen des ewigen Lebens! Und wir sollten auch das Verhältnis nicht überlesen:

Es ist niemand, der … verlassen hat um meinetwillen … 
der nicht hundertfältig empfängt …

Nachfolge Jesu bringt ein Segensverhältnis von 1:100. Was bringt's? Jesus beantwortet die Frage: Es bringt ALLES, Jesus zu folgen, und es bringt NICHTS, Ihm aus dem Weg zu gehen.

Denk nicht, Dein Aufgeben um Jesu Willen, Dein Kampf, Deine Treue oder die Last, die Du um Jesu Willen trägst, seien umsonst getragen. 1:100 ist das Verhältnis. Gib nicht auf. Sei Ihm treu. Das bringt's!

Donnerstag, 15. August 2024

Wie sieht Hingabe praktisch aus?

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! (Römer 12:1)

Der Prediger, Fred Craddock, stellte einmal die Frage nach der praktischen Auswirkung biblischer Hingabe.

"Mein Leben für Christus zu geben, scheint mir etwas Herrliches“, erklärte er. „Mich für andere aufzuopfern“ … „den höchsten Preis im Martyrium zu zahlen – das werde ich tun. ‚Ich bin bereit, Herr, in einem Feuer der Herrlichkeit zu sterben.‘“  Wir meinen, unser ganzes Leben Jesus zu weihen, ist, als würde man einen 1.000 -Dollar-Schein mit den Worten auf den Tisch legen: „Hier ist mein Leben, Herr. Ich gebe alles.“ Aber die Realität für die meisten von uns ist, dass Gott uns zurück zur Bank schickt, um uns die 1.000 Dollar in Kleingeld umtauschen zu lassen.

Hingabe: Leben für Jesus im Alltag

Wir gehen durchs Leben und geben hier ein wenig und dort ein wenig.
Wir hören uns die Sorgen des Nachbarskinds an, anstatt ungeduldig zu sagen: ‚Verschwinde!‘ Wir gehen pflichtbewusst zu einer Ausschusssitzung oder geben einem alten, wackeligen Mann im Pflegeheim ein Glas Wasser. Das ist praktische Hingabe im Alltag.

Oft ist es nicht glorreich, unser Leben Jesus hinzugeben und für Ihn zu leben. Hingabe geschieht oft weniger durch 1000-Dollar-Scheine und weit mehr durch die kleinen Dinge im Alltag, kleine Liebesbeweise, die unseren Glauben und Gehorsam an Jesus bezeugen. Ein wenig hier, ein wenig dort. Vielleicht wäre es einfacher, wenn Hingabe bedeuten würde, in einem Glanz der Herrlichkeit zu für Jesus zu sterben. Es ist aber in der Regel schwieriger, unser geistliches Leben Tag für Tag im Alltag zu leben.

Hingabe (im Alltag) nach Römer 12:9-21:

9 Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasst das Böse, haltet fest am Guten!
10 In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor!
11 Im Eifer lasst nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn!
12 Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet!
13 Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen, übt willig Gastfreundschaft!
14 Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht!
15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!
16 Seid gleich gesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug!
17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist.
18 Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden.
19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«.
20 »Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.«
21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

Mittwoch, 14. August 2024

Er weiß es immer besser!

E. Cowman erzählt in seinem kleinen Buch: „Alle meine Quellen sind in Dir“ von einem Mönch in früheren Zeiten, der Öl brauchte und darum einen Ölbaum pflanzte. Mönche beten, und so betete auch er: „Herr, mein Bäumchen braucht Regen. Die zierlichen Wurzeln müssen trinken, damit sie wachsen können. Herr, sende doch einen milden Regen!“ Der Herr erhörte das Gebet und sandte einen milden Regen.

Als Nächstes war der Mönch besorgt, dass sein Bäumchen genügend Sonne bekam. „Herr, lass doch Sonne auf mein Bäumchen scheinen!“ Und die Sonne kam und vertrieb die dunklen Regenwolken. „Jetzt ist es Zeit, den Frost zu senden, guter Herr. Das Gewebe muss gestärkt werden.“ rief der Mönch. Es dauerte nicht lang, und das Bäumchen glitzerte im Frost. Aber als es Abend wurde, ging es ein.

Das verwunderte den Mönch, der zur Nachbarzelle seines Glaubensbruders ging und ihm seine seltsamen Erfahrungen mitteilte.

„Auch ich habe ein Bäumchen gepflanzt“, kam die Antwort. Es wächst und ist eine Freude für die Augen.  Allerdings hab' ich mein Bäumchen in Gottes Hände befohlen. Der Herr hat es geschaffen und Er weiß am besten, was mein Bäumchen braucht – viel besser als ich. Darum habe ich Ihm auch weder Bedingungen gestellt, noch Vorschriften gemacht. Ich habe einfach gebetet: „Was immer mein Bäumchen braucht – Sturm, Sonnenschein, Wind, Regen oder Frost – gib Du es ihm, denn Du hast ihn gemacht. Du weißt es am besten“. (frei nacherzählt)

Geht es uns nicht oft ähnlich im Leben und in den Herausforderungen, in denen wir stehen?
Manchmal meinen wir, wir wüssten es besser als Gott oder Er brauche Arbeitsanweisungen von uns. Nun, wir wissen viel, auch viel Richtiges. Aber Gott weiß es besser! Immer! In dem Wissen zu ruhen, dass Gott schon weiß, was Er tut und dass wir nur unser Leben in Seine Hände zu legen brauchen – das befreit uns von unnötigem Planen, Überorganisieren und Sorgen. Wir dürfen wissen: Gott weiß, was Er tut. Manchmal schickt Er Regen, wenn wir um Sonne beten würden, manchmal Sonne, wenn wir gerne Frost hätten. Lass Gott Gott sein und bleiben. Er weiß es immer besser, was für Dich nötig und zum Segen ist. Lass Ihn Dein Leben leiten. Sei Ihm dankbar für Sonne, Wind und Regen und vertrau Ihm im Sturm, Frost und Hagel. Alles wird gebraucht, um Dich in die Person zu formen, die Er im Sinn hat und die Ihn und Dich glücklich macht.

Befiehl dem Herrn deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen. 6 Ja, er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den hellen Mittag.7 Halte still dem Herrn und warte auf ihn! (Psalm 37:5-7a)