„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 15. Mai 2024

Gebet verändert? – Wirklich?

Auf der Webseite von AllWorship stellt Teressa Vowell die Frage: „Bringt Gebet Veränderung?“ und schreibt:

 Man sagt: Gebet verändert. Aber verändert Gebet WIRKLICH?  „Oh ja!“ sagt sie. „Tut es wirklich!“ und erklärt:

Verändert Gebet Deine gegenwärtige Situation oder plötzliche Umstände?

ð Nein, nicht immer! Aber es verändert die Art und Weise, wie Du diese Ereignisse einordnest.

Verändert Gebet Deine finanzielle Zukunft?

ð Nein, nicht immer! Aber es ändert, an wen Du Dich für Deine täglichen Bedürfnisse wendest.

Ändert Gebet zerbrochene Herzen oder gebrochene Körper?

ð Nein, nicht immer! Aber es wird Dir zur Kraft – und Trostquelle werden.

Ändert das Gebet Dein Bedauern über die Vergangenheit?          

ð Nein, nicht immer! Aber es wird Deine Hoffnungen für die Zukunft verändern!

Verändert das Gebet die Menschen um Dich herum?

ð Nein, nicht immer! Aber es wird Dich verändern – das Problem liegt nicht immer bei anderen.

Verändert Gebet Deine Wünsche und Bedürfnisse?

ð Nein, nicht immer! Aber es wird Deine Wünsche in das verwandeln, was Gott wünscht!

Verändert das Gebet Dein Leben auf eine Weise, die Du nicht erklären kannst?

ð Oh ja, immer!  Es wird dich von innen heraus verändern!

Ändert das Gebet WIRKLICH ALLES? Ja! Es verändert WIRKLICH ALLES!

Gottes Wort zeigt, dass sie recht hat!

  • Abraham betete und Lot wurde gerettet (1. Mose 18 + 19)
  • Isaak betete und wurde Stammvater von zwei Völkern (1. Mose 25)
  • Jakob betete und versöhnte sich mit seinem Bruder (1. Mose 32 und 33)
  • Joseph betete und wurde Herr über Ägypten (1. Mose 41)
  • Mose betete und das Volk wurde gerettet (2. Mose 14)
  • Das Volk Israel betete und Gott gab ihm Leiter (Richter 2)
  • David betete und wurde bewahrt (Psalm 18,4-7)
  • Elia betete und Gott gab ihm den Sieg über Baal (1. Könige 18)
  • Elisa betete und himmlische Heere waren um ihn (2. Könige 6)
  • Hiskia betete und seine Feinde starben auf dem Feld (2. Könige 19)
  • Asa betete und ein Millionenheer wurde vertrieben (2. Chronik 14)
  • Josaphat betete und der Schrecken Gottes kam über die Königreiche (2. Chronik 10)   
  • Esra betete und das Volk erkannte seine Schuld (Esra 10)
  • Nehemia betete und bekam die Erlaubnis, Jerusalem aufzubauen (Neh 2)
  • Hiob betete und wurde mit großem Reichtum gesegnet (Hiob 42)
  • Daniel betete und erhielt Licht über künftige Zeiten (Daniel 9)
  • Jona betete und kam wohlbehalten an Land (Jona 2)
  • Zacharias betete und sein Sohn wurde zum Wegbereiter Jesu (Lukas 1)
  • Jesus betete und wählte seine zwölf Jünger (Lukas 6)
  • Petrus betete und Tabita wurde wieder lebendig (Apostelgeschichte 9)
  • Stephanus betete und sah die Herrlichkeit Gottes (Apostelgeschichte 7)
  • Paulus und Silas beteten und durch ein Erdbeben gingen die Gefängnistore auf         

          (Apostelgeschichte 16)  (Quelle: “Für Sie persönlich” von Bruder Andrew, 1995)

Haltet an am Gebet!
(Römer 12:12)

Dienstag, 14. Mai 2024

Ein besonderer Vers aus dem 3. Johannesbrief

Nur 2 Verse mehr hat der 3. Brief des Johannes als sein 2. Brief. Aber beim Lesen fällt es fast schwer, heute einen der vielen besonderen Verse als „den besonderen Vers“ hervorzuheben.

Wie auch die beiden anderen Johannesbriefe ist auch der 3. Brief gegen Ende des ersten Jahrhunderts verfasst worden. Auch in diesem Brief kommen Wahrheit und Liebe in besonderer Weise zur Sprache, so auch in 3 Johannes, Vers 4:

Ich habe keine größere Freude als die, zu hören,
dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.

 Im Zusammenhang geht es um die Freude des mittlerweile alten Apostels, als er hört, dass der Briefempfänger, Gajus, treu den Weg mit Jesus geht. Johannes schreibt in Vers 3:

 Ich freute mich sehr, als Brüder kamen und von deiner Wahrhaftigkeit Zeugnis ablegten, wie du in der Wahrheit wandelst.

 Diese Freude sei dem alten Johannes vergönnt. Er hatte mit Jesus gelebt, war Ihm gefolgt und hatte den unfassbaren Segen geschmeckt, den die Nachfolge Jesu mit sich bringt. Er konnte aber auch davon berichten, dass Nachfolge ein steiniger Weg ist, mit ordentlichen Schlaglöchern und Stolpersteinen, die so manchen Jünger Jesu straucheln und fallen ließen. Johannes selbst hatte „Leiden um des Glaubens willen“ erfahren. Er wusste, dass Leiden keinem Jünger Jesu erspart bleiben wird – auch nicht seinen „Kindern“ – denen, die durch seinen Dienst zum Glauben an Jesus gefunden hatten.

Diese Wahrheit kann jeder Missionar, jeder Hirte, Lehrer und Zeuge Jesu nachvollziehen:

Ich habe keine größere Freude als die, zu hören,
dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.

Bei allen Freuden, die Gott uns hier im Leben schenkt ist keine größer als die, zu wissen: Wir werden einmal das Angesicht unseres Retters, Jesus, sehen. Wir freuen uns an Jesus und an denen, die mit uns auf dem schmalen Weg sind. Dies gilt umso mehr für solche, die der Herr durch unser Zeugnis zu sich gezogen hat. Davon redet Johannes.

Aber ist nicht ein weiterer Gedanke ebenso wahr? Ein Gedanke, der Eltern durch den Kopf geht, die sich den Himmel auch für ihre Kinder wünschen und im Gebet dafür kämpfen? Ist es nicht ein Vers, den jeder Vater und jede Mutter von Herzen für ihre leiblichen Kinder nachsprechen kann? 3 Johannes, Vers 4:

Ich habe keine größere Freude als die, zu hören,
dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.

Mit wieviel Schmerz und Verzweiflung haben viele Eltern um die Seelen ihrer Kinder gerungen. Und wie viele Eltern durften – oft nach jahrelangem Ringen im Gebet – erleben, dass Gott die Gebete um die Seelen ihrer Kinder erhörte?!

Auch das Gegenteil ist real – und erschreckend: Wie vielen Eltern scheint der Jesus-lose Weg ihrer Kinder keinen Schmerz zu bereiten? Ihre Lippen sind verschlossen, ihre Gebete verstummt und die Jesus-lose Ewigkeit ihrer Kinder scheint sie nicht mehr sonderlich zu bewegen. Hauptsache gesund … Hauptsache abgesichert … Hauptsache glücklich … scheint das Motto für ihre Kinder zu sein. Johannes hat es richtig erkannt und formuliert – für seine geistlichen und für unsere leiblichen Kinder:

Ich habe keine größere Freude als die, zu hören,
dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.

Montag, 13. Mai 2024

Vergleichen

Das hat es bereits immer gegeben: Der Vergleich und das Vergleichen. So lange es Menschen gibt, vergleichen sie sich miteinander. Und die Werbung weiß es auszunützen. VORHER / NACHHER illustriert der Friseur und bietet sein neues Haarwuchsmittel an. VORHER / NACHHER illustrieren Softwarehändler und bieten neue Bearbeitungsprogramme an. Und plötzlich merkt man, was einem alles fehlt, wie alles besser sein könnte und das andere alles besser wissen / haben / können.

Auch in Gottes Wort finden wir dieses Vergleichen:

  • Kain sah, dass Abels Opfer besser war als seins. Da gab es auch Gründe für. Aber es gab keinen Grund, Abel deswegen umzubringen.
  • Als Leah sich mit ihrer Schwester Rahel verglich wusste sie sehr genau, dass Rahel von ihrem gemeinsamen Mann mehr geliebt war als sie selbst.
  • Saul wurde fuchsteufelswild als er sich mit David verglich, dem man (berechtigterweise) mehr Erfolge zuschrieb als Saul.
  • In gewissem Sinn fällt auch die Neugierde des Petrus in diese Kategorie, als er Jesus betreffs Johannes fragt: „Und was ist mit diesem?“

Das Vergleichen mit anderen beginnt auf den ersten Seiten der Bibel, als sich Adam und Eva – angestiftet von Satan – mit Gott vergleichen. „Ihr werdet sein wie Gott …!“ Während nicht alles Vergleichen sofort „vom Teufel“ sein muss (siehe Matthäus 6:25-30: vom Sorgen), werden wir doch immer versucht, uns neben andere zu stellen und uns mit ihnen zu messen. Das gefällt Gott gar nicht!

In 1 Petrus 4:10 werden wir belehrt:

Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes

Im Korintherbrief lesen wir in Kapitel 12 viel über Sinn und Zweck des Dienens:

Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will. (12:11):

Ebenso lesen wir aber auch über den Unsinn des Vergleichens (15-17):

Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib! — gehört er deswegen etwa nicht zum Leib? Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib! — gehört es deswegen etwa nicht zum Leib? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Ohr wäre, wo bliebe der Geruchssinn?

Der Vergleich mit anderen offenbart mehr als oft unsere Unzufriedenheit mit dem, was Gott uns anvertraut hat, seien es biblische Gaben, sei es Besitz, Verantwortung oder sonst etwas. Und mehr als oft lähmt uns der Vergleich, macht uns untätig und unfruchtbar für Jesus, der jeden von uns so reich beschenkt hat, um Ihm zu dienen.

Die NLB Übersetzung von Galater 6:4 bringt es auf den Punkt:

Jeder achte genau auf sein eigenes Leben und Handeln, ohne sich mit anderen zu vergleichen.

Der Herr hat Dich gemacht! Er hat Dich begabt! Er hat Dich beauftragt, das für Ihn einzusetzen, was Er Dir anvertraut hat. Du musst nicht die Aufgaben erledigen, die Jesus jemand anderem zugedacht hat. Das würde schiefgehen. Gebrauche einfach die Gabe, die Er Dir geschenkt hat. Wer das tut, wird (geistliche) Frucht ernten!

Sonntag, 12. Mai 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mt Sonntagszitat am Schluss!

1 Chronik 16:29-36

 29 Bringt dar dem HERRN die Ehre seines Namens, bringt Gaben dar und kommt vor sein Angesicht! Betet den HERRN an in heiligem Schmuck!
30 Erbebt vor ihm, alle Welt! Der Erdkreis steht fest und wankt nicht.
31 Es freue sich der Himmel, und die Erde frohlocke, und unter den Heiden soll man sagen: Der HERR regiert als König!
32 Es brause das Meer und was es erfüllt! Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist!
33 Dann sollen alle Bäume des Waldes jubeln vor dem HERRN, denn er kommt, um die Erde zu richten!
34 Dankt dem HERRN, denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewiglich!
35 Und sprecht: Rette uns, o Gott unsres Heils, und sammle uns und befreie uns von den Heidenvölkern, Dass wir deinem heiligen Namen danken, Dass wir uns glücklich preisen, zu deinem Ruhm!
36 Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sagte: Amen!, und lobte den HERRN.

Herzliche Einladung:
Anbetung - Gottes Wort

Gebet - Gemeinschaft
Mittagessen

  Wir freuen uns auf Dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

ALLEN MÜTTERN, GROSSMÜTTERN, WERDENDEN MÜTTERN UND FRAUEN MIT MÜTTERLICHEM HERZEN: DANKE, DASS ES EUCH GIBT! 

GESEGNETEN MUTTERTAG!

 

Sonntagszitat:

Gebet einer Hausfrau:

„Entschuldige, Gott,
dass die Waschmaschine rattert
und sogar heute arbeitet.
Zwei dieser Kleinen
brauchen saubere Windeln.
Ich habe versucht, auf Dein Wort zu hören –
im Radio, um 10 an diesem Morgen,
aber dann musste eins auf den Topf,
eins fiel hin und tat sich weh
und verschüttete unterdessen ein Glas Milch.
Dann klingelte das Telefon.
Entschuldige, Gott,
ich wollte nicht, dass der Sonntag
so wurde –
wie all die anderen Tage.
Ich sehne mich nach Stille
und einer Zeit des Nachdenkens.
Aber Du hast mich gehört, als ich stöhnte,
während
ich den Abwasch machte.
Entschuldige, Gott,
ich muss rennen, die Kartoffeln
kochen über.
Mein Sonntag war keine himmlische Pause
aber mit meinen arbeitenden Händen
ruhe ich in Deiner Gegenwart.
Du siehst, ich habe heute eine saubere Schürze
für Dich angezogen.“
 (Aus: Von allen Seiten umgibst du mich Herr, Hamburg 1985)

Samstag, 11. Mai 2024

Kamele, Kisten und versteckte Bibeln

Vor einer Woche war an dieser Stelle ein mächtiges Zeugnis der befreienden Kraft Gottes zu lesen, veröffentlicht in der Zeitschrift des AVC. Unter der Überschrift: „Verwandet und gerettet“ war ein zweites Zeugnis zu lesen, das heute hier erwähnt ist. Ort und Namen wurden auch in diesem Eintrag geändert. Die Zeitschrift kann über die AVC Webseite HIER bestellt werden.  

„Güter werden oft mit Kamelen (in dieses Land) transportiert“, berichtet unser Partner. „Bei einem kürzlichen Einsatz zur Verteilung von Hilfspaketen schmuggelt er auch Bibeln über die Grenze. Unterwegs an einen anderen Ort sind noch drei Kartonschachteln mit insgesamt 170 Bibeln, versteckt unter den restlichen Kisten mit Lebensmitteln. Der Konvoy wird von (Mitgliedern einer extremen, islamistischen Gruppe) begleitet. Bei einer Rast suchen unsere Leute die Toilette auf. Als sie zurückkommen, sehen sie, dass die Islamisten im Begriff sind, die Lebensmittel auf ihre Kamele umzuladen – darunter auch die Bibelkartons! Unser Team packt die Angst: werden die Bibeln entdeckt, verlieren sie im besten Fall die Erlaubnis der Gruppe, Hilfsgüter (ins Land) zu bringen. Im schlechtesten Fall werden sie ermordet.

Die Gruppe betet leise. Plötzlich fährt ein weiteres Fahrzeug unseres Partners heran, ebenfalls mit Lebensmitteln. Doch diese sind verpackt in Säcken. Die (Mitglieder der Gruppe) fragen, ob sie die Kisten zurückgeben und dafür diese Säcke mitnehmen können. Die seien einfacher auf den Kamelen zu transportieren. So kommen die Bibeln zurück und niemand hat etwas gemerkt.“

So souverän handelt Gott! Er kann Menschen verwirren, kann Augen verschließen oder Augen öffnen. Gott kann Wasser in der Einöde hervorströmen - oder Brot vom Himmel regnen lassen. Er kann Seine Propheten durch Raben versorgen, kann den Himmel verschließen, dass es nicht regnet und ihn wieder öffnen, wenn die Zeit gekommen ist.

Sollte denn dem Herrn etwas zu wunderbar sein? (1 Mose 18:14)

Siehe, ich, der Herr, bin der Gott alles Fleisches; sollte mir irgendetwas unmöglich sein? (Jeremia 32:27)

Nicht nur zu biblischen Zeiten, nicht nur in Afrika, Asien oder nichtchristlichen Ländern – auch bei uns ist Jesus Christus derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit! Wir dürfen und können Ihm vertrauen!

Freitag, 10. Mai 2024

Himmelfahrt

"3 in 1“ - so wurden die kleinen Tassenportionen genannt, die in den Philippinen verkauft wurden. Kaffee, Pulvermilch und Zucker – alles  in einem Tütchen. Man brauchte es nur in eine Tasse zu füllen – heißes Wasser zugießen – umrühren – fertig! Der gestrige Feiertag scheint auch in diese „3 in 1“ Kategorie zu passen: 

- Normaler Wochentag
- christlicher Feiertag: Himmelfahrt 
- Vatertag 
 
Alles in einem. Natürlich sieht die Reihenfolge bei jedem etwas anders aus. Über den "Vater"tag haben wir gestern bereits nachgedacht. Gott, unser himmlischer Vater, ist allen Lobes wert. Sein herrlicher Plan, Jesu Werk und die Überführung durch den Heiligen Geist haben uns zu Kindern unseres himmlischen Vaters gemacht. Aber als Feiertag wird eigentlich die Himmelfahrt Jesu gelistet. Leider ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, welch ein Segen in der Tatsache der Himmelfahrt steckt.

Himmelfahrt wird mindestens seit dem Jahr 370 n. Chr. gefeiert. Mittlerweile ist dieser christliche Teil des heutigen „3 in 1“ Tages für viele der unwesentlichste Teil und für die meisten nur noch als arbeitsfreier Feiertag willkommen, weil er mitten in die Woche fällt. Dabei ist die Himmelfahrt einer der traditionsreichsten Feiertage und gehört mit Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Pfingsten zu den bedeutendsten Feiertagen der Christen.

Für mich hat Himmelfahrt eine ausgesprochen wichtige Bedeutung. Himmelfahrt sagt uns:
  • Jesus hat den Tod besiegt, ist aus dem Tod ins Leben zurückgekehrt und hat seinen Platz der Herrschaft wieder eingenommen! Wer zu Jesus gehört, kann auch ewig leben!
  • Ich habe einen Fürsprecher (Anwalt) im Himmel, der mich in allen Belangen vertritt.
  • Ich habe jemanden, der im Himmel für mich betet: Jesus, der Sohn Gottes! Jemand anders brauche ich dort nicht!
  • Ich habe jemanden „auf der anderen Seite“, der mir einen Platz vorbereitet. Das war Jesu Versprechen an die, die zu ihm gehörten.
  • Ich gehe keinen unbekannten Weg, wenn ich „rüber“ muss. Jesus ist vor mir den Weg gegangen und wartet dort auf mich.
  • Die Himmelfahrt Jesu führt dazu, dass mir die „letzte Reise“ weder Angst noch Sorgen macht.

Kannst Du verstehen, warum beim „3in 1 Tag" die Himmelfahrt Priorität hat?

Donnerstag, 9. Mai 2024

Wir feiern "Vater"tag

Heute ist Vatertag. Eigentlich ein amerikanischer Feiertag. Bei allem manchmal an Hass grenzenden Antiamerikanismus pickt man sich doch ganz gerne das aus dem Kuchen, was einem schmeckt. In den USA rief im 19 Jahrhundert eine Tochter den Vatertag zur Ehrung der Väter aus. Ihr eigener Vater hatte im amerikanischen Bürgerkrieg gekämpft.

In Deutschland konnte man es anscheinend nicht verkraften, dass Mütter geehrt werden und Väter nicht. Also beschloss man, einen Männertag zu bestimmen, an dem man die Jüngeren in die Sitten und Unsitten der Männlichkeit einweihte. Dazu wurde, bzw. wird ein kirchlicher Feiertag entehrt, Christi Himmelfahrt.
 
Am Tag vorher berichtet die Lokalzeitung, dass sich am „Vatertag“ die Zahl der Alkoholunfälle verdreifacht. Ehrbare Väterwelt!  Am Vatertag vor einigen Jahren streiten 2 Männergruppen darüber, wer den schönsten Handwagen hat. Es kommt zur Schlägerei. Einer stirbt! Ehrbare Väterwelt! Man könnte Schlimmeres schreiben.
 
Ich kann mit einem Vatertag, der den Himmelfahrtstag Jesu ersetzt, nichts anfangen. Schleichende Unterwanderung unseres christlichen Kulturguts, obwohl vom christlichen Einfluss auch die deutschen Agnostiker und Atheisten profitieren. Was am Vatertag in der Regel abgeht, ehrt weder den Ruf des Vaters noch seine Position oder Reputation. Trotzdem feiern wir Vatertag!
 
Es war vor Grundlegung der Welt, dass der himmlische Vater sich entschloss, seinen Sohn loszulassen und zur Erde zu senden, um qualvoll in den Händen der Sünder für Sünder zu sterben; für mich! DANKE, VATER!
 
Es war vor gut 2000 Jahren, dass der himmlische Vater den Plan umsetzte, den Sohn sandte in eine Welt, die Er liebte. DANKE, VATER!
 
Es war kurz nach dem Tod Seines geliebten Sohnes, dass der himmlische Vater Ihn auferweckte und dadurch den Menschen zeigte, dass Er das Opfer Seines Sohnes an unserer, meiner Statt angenommen hatte. DANKE, VATER!
 
Etwa genauso lange zurück hat Er den Himmel geöffnet und Seinen Sohn wieder in die Herrlichkeit seines himmlischen Reiches aufgenommen. DANKE, VATER!
 
Seit dieser Zeit nimmt der himmlische Vater Menschen an, zieht sie zu Jesus, dem Retter und hört auf die Fürbitte seines Sohnes für uns Menschen. DANKE, VATER!!
 
Diesem himmlischen Vater gebührt ein besonderer Tag der Ehre. Diese Ehrerbietung des himmlischen Vaters kann ich ohne Kompromisse in den Himmelfahrtstag einbeziehen. So, wie ich mich über die Himmelfahrt Jesu freue und mir vorstelle, wie Er gerade jetzt mit dem himmlischen Vater über mein Leben im Gespräch ist, so kann ich mich auch freuen, dass ich durch Jesus auch Kind dieses himmlischen Vaters geworden bin. Was für ein Vorrecht, Kind des himmlischen Vaters zu sein. Was für ein Grund, Ihn in Ewigkeit zu ehren!

Mittwoch, 8. Mai 2024

Eine ganz andere Art der Hingabe

Vorgestern ging es um Symeon den Säulenheiligen, der 37 Meter in schwindelnder Höhe verbrachte, um seinem Gott zu gefallen. Viele wurden von seiner Askese angezogen, waren beeindruckt und blickten zu ihm auf – nicht nur, wenn sie vor seiner Säule standen.

Anjezë Gonxhe Bojaxhiu wurde am 26. August 1910 im heutigen Skopje / Nordmazedonien in eine reiche, katholische Familie hineingeboren. Gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Bruder wuchs sie im Norden Albaniens auf. Ihr Vater starb mit 8 Jahren, was bei Anjezë zur Folge hatte, dass sie sich noch mehr in den Glauben vertiefte und sich im Alter von 12 Jahren entschied, Nonne zu werden. Mit 18 Jahren trat sie in einen Orden ein und wurde kurze Zeit später nach Bengalen / Indien gesandt.

Im Alter von 20 Jahren schrieb sie in ihr Tagebuch von einer Begegnung mit Jesus und einer Berufung zum Dienst unter den Armen. Indien hat und hatte viele trostlose Städte zu bieten. In einem dieser Orte begann eine sozialdiakonische Arbeit, in der ausgesetzte Babys von den Müllhalden der Stadt und Sterbende aus den Gassen aufgesammelt wurden, um sie zu pflegen.

Anjezës Werk, das mittlerweile international tätig ist kümmert sich schwerpunktmäßig um Kranke, Einsame und Sterbende.

Vielleicht ist dem einen oder anderen bereits der Gedanke gekommen, dass es sich bei Anjezë um eine heute bekannte Persönlichkeit handeln könnte. Tatsächlich, irgendwann wurde sie bekannt als Mutter Theresa aus Kalkutta.

Natürlich gab es auch Kritik an ihrer Arbeit. Die gab und gibt es immer. Denk an irgendein christliches Werk irgendwo auf der Welt, und Du wirst auch immer genügend Kritiker finden.

Eine Kritik ist, dass immer die Verbreitung des Glaubens im Vordergrund stand, nicht die Hilfe an den Notleidenden. Auf diese Kritik erwiderte sie: „Taten der Nächstenliebe sind immer ein Mittel, um Gott näher zu kommen.“

Ihr Ziel war Heilung und Einheit mit Jesus. Ob sie das so erreicht hat, wie sie es angestrebt hat, weiß man nicht. Nicht nur ihr Werk, auch ihr Glaube wurde immer wieder massiv angegriffen, was aber kein Einzelfall in christlichen Diensten ist.  

Symeon der Säulenheilige – er flüchtete vor der Welt, entsagte allem, was nicht unbedingt überlebenswichtig war, quälte sich selbst bis fast zum Tod und wurde noch während seiner Lebzeit zur Pilgerstätte.

Anjezë Gonxhe Bojaxhiu – alias Mutter Theresa – ging mittenhinein in die Not der Welt, entsagte einem normalen Leben, um im Namen Jesu Not zu lindern und dem Tod zu trotzen, wo immer es möglich war.

Interessant, zu lesen, wozu uns Hebräer 12:14 auffordert:

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!

Heiligung – ein heiliges Leben zu führen – das ist Gottes Ziel für unser Leben. Mit diesem Ziel wollen wir uns identifizieren, und das ganz ohne Extreme.

Ich muss menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn so, wie ihr einst eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt zur Gesetzlosigkeit, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung. … Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben. (Römer 6:19+22)