„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Die Luft wird dünner (2)

Vor einer guten Woche haben wir ein wenig nachgehorcht, was uns die geplante neue Koalition in ihrem Regierungsprogramm anbietet. Es ist eine Liste mit vielen antibiblischen Plänen, die die Luft für Jesus-Nachfolger in unserem Land immer dünner werden lässt. Wir werden das in den kommenden Jahren nicht nur beobachten, sondern auch schmerzlich spüren. Wir wollen aber unsere Obrigkeit ehren (1. Petrus 2:17) und für sie beten (1 Timotheus 2:1+2).

Nicht nur auf nationaler Ebene wird die Luft für uns Christen dünner. Auch auf europäischer Ebene, die ja die Stimmung, Gesetzgebung und das gesellschaftliche Klima in allen Mitgliedstaaten beeinflusst.

Päivi Räsänen
Päivi Räsänen war 4 Jahre lang Innenministerin in Finnland und ist seit 1995 bis heute Abgeordnete des finnischen Parlaments. Sie ist Ärztin, Mutter von 5 Kindern und gläubige, engagierte Christin. Dafür wird sie seit April diesen Jahres von der Generalstaatsanwaltschaft ihres Landes angeklagt. Was hat sie „verbrochen“? Räsänen hat gesagt: Die Bibel ist jedoch sehr klar in der Lehre, dass die Ehe eine lebenslange Verbindung zwischen Mann und Frau ist und dass das Praktizieren von Homosexualität gegen den Willen Gottes ist. Außerdem hat sie sich kritisch über die Teilnahme der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands an einer Homosexuellen-Parade geäußert.

Päivi Räsänen ist nicht die einzige Person in Europa, der der Wind ins Gesicht weht. In Bremen wird im Frühjahr der Prozess gegen den Pastor der St. Martinikirche, Olaf Latzel, fortgesetzt. Latzel hatte ebenfalls praktizierte Homosexualität und Genderideologie als Sünde bezeichnet. Kirchenbeschmierungen, Verruf und Morddrohungen waren die Folge.

In beiden repräsentativen Fällen wird „Hass-Rede“ zum Vorwurf gemacht. Allerdings kann von Hass-Rede nicht die Rede sein. Räsänen erklärte in einer Mitteilung an die Presse, dass sie sich weder der Bedrohung, noch der Verleumdung oder Beleidigung einer Minderheit schuldig gemacht habe. Sie habe auch in keiner Weise Homosexuelle diffamiert, sondern sich stets dafür ausgesprochen, deren Menschenrechte und ihre Menschenwürde zu respektieren. Sie habe lediglich die Lehre der Bibel über Ehe und Sexualität vertreten.

Auch Latzel hat nie zu Gewalt, Diskriminierung oder Beschimpfung Andersdenkender aufgerufen. Für eine Wortwahl, die von seinen Gegnern als angriffig interpretiert wurde, hat er sich entschuldigt.

All das erinnert sehr an die Blasphemie Gesetze Pakistans, die der Westen streng verurteilt, weil sie missbraucht werden. Man beschuldigt Andersdenkende eines Vergehens, das sie nie begangen haben, um sie dadurch im Sinne der Ankläger mundtot zu machen. Im Fall der finnischen Politikerin argumentiert die Staatsanwaltschaft, dass jahrhundertealte christliche Lehren über Sex zu Hass anstiften. Es sei zwar gestattet, Texte wie den Koran, die Bibel oder Hitlers „Mein Kampf“ aus historischer Sicht zu zitieren, nicht aber deren Meinung zu vertreten. Die Polizei gab öffentlich zu, dass ihre Auslegung des finnischen Gesetzes die Veröffentlichung der Bibel zu einem Hassverbrechen machen würde.

Nach Aussagen des Anwalts der finnischen Abgeordneten, Paul Coleman, nehmen solche Fälle in ganz Europa zu: „Obwohl alle europäischen Länder diese Gesetze zu Hassreden haben und diese Gesetze zu Hassreden zunehmend gegen Bürger für Dinge verwendet werden, die sie sagen, ist dies das erste Mal, dass Christen wirklich strafrechtlich verfolgt werden, weil sie ihre biblischen Ansichten erklären.“ Solche Verfahren sind „äußerst wichtige Fälle, nicht nur für die Menschen in Finnland (…) sondern für ganz Europa. Wenn dies in einem Gericht aufrechterhalten wird, werden wir dies zweifellos auch in anderen Gerichten sehen.“

Die Luft wird dünner für uns Christen – auch in Europa. Und wie reagieren wir? Nicht mit Angst und Schrecken, nicht mit Furcht und Zittern. Wer mit Jesus unterwegs ist, weiß seit langem, dass diese Entwicklungen kommen werden. Sie sind eine Bestätigung der Aussagen in Gottes Wort. Darum fürchten wir uns nicht sondern reagieren … biblisch!

Jesus beruhigt uns mit den Worten:

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! (Johannes 14:1)

Ihr aber, habt acht auf euch selbst! Denn sie werden euch den Gerichten und den Synagogen ausliefern; ihr werdet geschlagen werden, und man wird euch vor Fürsten und Könige stellen um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis. (Markus 13:9)

In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! (Johannes 16:33)

Segnet, die euch fluchen, und betet für die, welche euch beleidigen! (Lukas 6:28)

Keine leichte Reaktion, aber eine reich gesegnete und himmlisch belohnte.

Dienstag, 7. Dezember 2021

Gottes Verheißungen im Brief an die Epheser

Im Epheserbrief haben wir eine Fülle von Verheißungen, von Zusagen Gottes an Seine Kinder. Dabei sind Verheißungen nicht immer nur ausschließlich zukünftig. Verheißungen können Versprechen sein, die wir zukünftig erfahren, vielleicht sogar in besonderem Ausmaß. Verheißungen können aber auch Zusagen sein, die wir – zusätzlich zur Zukunft – bereits in der Gegenwart erfahren. Beispiele davon sind die Zusagen in verschiedenen Kapiteln:

Epheser 1:3b (Elb)
Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus

Epheser 2:10 (Schl)
Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Epheser 3:20 (HfA)
Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.

Epheser 4:30 (Schl)
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!

Epheser 5:8 (Schl)
Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!

Faszinierend, was Gott uns im Epheserbrief alles zuspricht und verheißt: „gesegnet“, „Seine Schöpfung, geschaffen zu guten Werken“, „versiegelt mit Seinem Geist“, „Licht“ – und bei alledem wirkt in Seinen Kindern die Kraft Gottes, die größer ist als unsere Vorstellungskraft.

Aus der Aufzählung nicht auslassen können wir Epheser 1:7 (Schl):
In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade

Und auch nicht … ach, so viele andere. Am besten liest man mal das kurze Buch und markiert jede Verheißung, jeden Zuspruch in den 6 Kapiteln.

Abschließen möchte ich aber mit einem Zuspruch, der immer wieder neu und stark ermutigt.

Epheser 6:16 (Schl)
Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.

Auch das ist eine gewaltige Verheißung. Jesus, unser Schutz uns Schild! An ihn glauben wir und wenn wir uns hinter Ihm einreihen, kann Er alle feurigen Pfeile des Bösen entschärfen.  Welche Feuerpfeile sind, weiß jeder von uns in seinem Leben am besten. Aber die Verheißung steht: Der Schild des Glaubens löscht sie aus!

Das macht Mut!

Montag, 6. Dezember 2021

Nikolaustag!

Wir kennen ihn alle, diesen Alten mit rotem Mantel und weißem Bart. Um ihn hat sich eine - für Kinder wunderbare - Tradition entwickelt. Wäre dieser heute geboren – wäre er ein Türke und würde in einer türkischen Kirche arbeiten: Nikolaus, Bischof von Myra. Um seine Person ranken sich unzählige Legenden, Mischungen von Wahrheit und Erfindung. 

Möglicherweise im Jahr 270 wurde Nikolaus geboren. Gestorben soll er an einem 6. Dezember sein irgendwann zwischen den Jahren 345 und 351. Daher das Datum des 6. Dezembers! Die Tatsache, dass Bischof Nikolaus ein geistliches Amt begleitete zeigt, dass ihm der Glaube an Gott etwas bedeutete. In Lukas 19 vergleicht sich Jesus mit einem Edelmann, der sein Volk eine Weile verläßt, seine Knechte ruft, ihnen Geld anvertraut und zu ihnen sagt:

Handelt damit, bis ich wiederkomme! (Vs 13)

Wahrscheinlich hat Nikolaus von Myra nach dieser Devise gelebt. Viel Gutes wird über ihn berichtet – auch im Zusammenhang mit Kindern. Eine Legende besagt, dass ein verarmter Vater seine drei Töchter zu schamvollen Dingen auf die Strasse schicken wollte, weil er selbst zu wenig besaß, um sie gut zu verheiraten. Nikolaus erfährt von der Notlage und wirft in den nächsten 3 Nächten 3 Klumpen Gold in die zum Trocknen aufgehängten Socken.

In einer anderen Legende wird berichtet, dass Piraten alle Getreideschiffe gekapert hatten und sie nur gegen Lösegeld der Stadt Myra freigeben wollten. Die Stadt war vom Hungertod bedroht, konnte aber nicht genügend Lösegeld auftreiben. Daraufhin verlangten die Seeräuber die Kinder der Stadt als Sklaven. Nikolaus opferte den gesamten Kirchenschatz und die Seeräuber gaben sich zufrieden und zogen ab. Kein Wunder, dass St. Nikolaus zum Schutzheiligen der Kinder erklärt wurde.

Sicher kann man aus diesen Legenden seine Schlüsse ziehen. Wichtiger aber noch ist, dass wir – wie vielleicht Nikolaus von Myra – uns die Worte Jesu zur Devise machen:

Handelt, bis ich wiederkomme! (Lukas 19: 13)

Jesus hat uns viel, sehr viel anvertraut. Gesundheit, Freiheit, Gaben, Finanzen, Talente, Beziehungen und so viel mehr. Lasst uns damit handeln und Gutes tun, bis Er wiederkommt. Der Advent erinnert uns daran, dass das schon sehr bald sein kann. Vielleicht sogar heute!

Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden; 
denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, 
wenn wir nicht ermatten. (Galater 6:9)

Sonntag, 5. Dezember 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

  

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext:
Zephanja 1-3
 
Auszug aus Kapitel 1:

3 Sucht den Herrn, alle ihr Demütigen im Land, die ihr sein Recht übt! Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut; vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tag des Zorns des Herrn! (…) 7 und dieser Landstrich soll dem Überrest vom Haus Juda als Erbteil zufallen, dass sie darauf weiden und sich am Abend in den Häusern von Askalon lagern sollen; denn der Herr, ihr Gott, wird sich ihrer annehmen und ihr Geschick wenden. (…) 11 Furchtbar wird der Herr über ihnen sein (den erklärten Feinden Gottes); denn er wird allen Göttern auf Erden ein Ende machen, und es werden ihn anbeten alle Inseln der Heiden, jeder von seinem Ort aus;

Auszug aus Kapitel 2:

5 Der Herr ist gerecht in ihrer Mitte, er tut kein Unrecht: Jeden Morgen stellt er sein Recht ins Licht, er lässt es an nichts fehlen; aber der Verkehrte weiß nichts von Scham! (…) 9 Dann aber will ich den Völkern andere, reine Lippen geben, dass sie alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einträchtig dienen. 10 Von jenseits der Ströme Kuschs wird man meine Anbeter, die Tochter meiner Zerstreuten, mir als Opfergabe bringen.

Auszug aus Kapitel 3:

17 Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken. 18 Die Bekümmerten, welche die Festversammlungen entbehren mussten, will ich sammeln; sie waren von dir, auf ihnen lastete Schmach. 19 Siehe, ich will zu jener Zeit vorgehen gegen alle, die dich bedrücken, und will dem Hinkenden helfen und das Versprengte sammeln; und ich will sie zu Ruhm und Ehren bringen in allen Ländern, wo sie jetzt verachtet sind. 20 Zu jener Zeit will ich euch herbeibringen, zu der Zeit, da ich euch sammeln werde; denn ich will euch zu Ruhm und Ehren bringen unter allen Völkern der Erde, wenn ich euer Geschick vor euren Augen wenden werde!, spricht der Herr.

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Zum Gottesdienst  ist jeder willkommen! Wir haben im Gottesdienst keine G-Auflagen, halten uns allerdings an Masken- und Abstandsregeln (was unserer herzlichen Gemeinschaft keinen Abbruch tut). Lediglich die Gemeinschaft nach dem Gottesdienst in der Coffeebar müssen wir verordnungsbedingt auf 2G beschränken. 

Sonntagszitat:  

Ich glaube: Wenn es etwas gibt, 
das dem Herzen des Heilands große Schmerzen bereitet, 
ist es nicht die Bosheit der Welt, 
sondern die Gleichgültigkeit der Christen.
(Corrie ten Boom)
 
Um die Versammlung Gottes zu reformieren, 
müssen wir mit der Reform zunächst bei uns selbst beginnen. 
Solange wir nur die anderen erneuern wollen, 
wird es Spaltungen und Parteiungen geben. 
Die Weisheit ist nur mit den Demütigen.
(Robert Cleaver Chapman)
 
"Außerhalb der in Jesus Christus, unserem Herrn, 
geoffenbarten Gnade Gottes 
bleibt für dich nichts als nur der Zorn, der grimmige Zorn Gottes, 
wegen deiner Rebellion und deiner Sünde."
(Paul Washer)

Samstag, 4. Dezember 2021

Kontrolliert von was?

Gestern haben wir uns gefragt, ob sich unser Leben als Jesus-Nachfolger durch blose Theorie oder durch die Praxis auszeichnet. Es gibt im Leben mit Jesus mehr als ein geistliches „Dahintuckern“ in dem Wissen, dass ich Ihm gehöre und gerettet bin. Es gibt mehr als einen Anfang, den wir mit Jesus machen – die Wiedergeburt. Der Hingabe an Jesus soll die Kontrolle durch Jesus folgen.

Leider bleiben viele Christen beim ersten Schritt stehen. Sie möchten in den Himmel kommen. (Wer von denen, die an Himmel und Hölle glauben, möchte das nicht?) Sie sind auch bereit, 'eine Art Christenleben’ zu leben. Aber sie haben wenige Vorbilder, was ein biblisches Christenleben ist und orientieren sich daher an Tradition und an ihrer Umgebung, ohne Jesu Geist die Kontrolle über ihr Leben zu übergeben. Das ist aber zu wenig. 
 
Epheser 5:18 gibt uns Orientierung für ein Christenleben, wie Christus es sich für uns gedacht hat:

„Und berauscht euch nicht mit Wein,
woraus ein unordentliches Wesen folgt,
sondern lasst euch vom Geist erfüllen.

Der Vers bietet uns eine Gegenüberstellung, in der es zunächst um Wein geht. Wir tun gut daran, diesen Vers wörtlich zu nehmen und uns zu fragen: Bin ich erfüllt mit Wein oder mit dem Geist? Ein Kommentator erklärt:

Wer mit Wein gefüllt ist, ist vom Alkohol überwältigt
Wer mit dem Geist gefüllt ist, ist vom Geist Gottes überwältigt
Wer mit Wein gefüllt ist, den kontrolliert der Alkohol
Wer mit dem Geist gefüllt ist, den kontrolliert der Geist Jesu
Wer abgefüllt ist mit Wein, bei dem wird sein Schlimmstes offenbar
Wer erfüllt ist mit dem Heiligen Geist – bei dem wird Jesus offenbar.

Was die Frage übermäßigen Wein(Alkohol-)genusses angeht, ist die Antwort klar. Aber wir können auch von anderen Dingen – sogar von externen – kontrolliert werden.

Ich kann von permanenter Trauer oder Unversöhnlichkeit überwältigt sein.
Ich kann vom Fernsehen, meinem Computer oder meinem iphone kontrolliert sein.
Hass oder Rachegelüste können das Schlimmste in mir hervorbringen.
Die Meinung anderer kann mich kontrollieren.
Der Kampf für meine (vermeintlichen) Rechte kann mein Reden und Handeln im Alltag kontrollieren.

Wenn wir nicht dahintuckern wollen nach dem Vorbild unserer Umwelt, wenn wir nicht überwältigt oder kontrolliert sein wollen von etwas, das am Ende enttäuscht, sich als wertlos entpuppt oder unsere geistliche Ausstrahlungskraft lähmt, dann sollten wir Epheser 5:18 wörtlich nehmen und uns mit dem Heiligen Geist erfüllen lassen.

Das Vakuum in unserem Leben möchte gefüllt werden. Gott möchte es mit dem Wertvollsten füllen: mit Sich selbst. Darum sagte Er: „Lasst euch vom Geist erfüllen“  Wer Gottes Aufforderung folgt, in dessen Leben wird die Fülle des Heiligen Geistes die Frucht des Heiligen Geistes wachsen und blühen lassen: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ (Galater 5:22) Herrlicher geht’s nicht!

Wer von Gottes Geist kontrolliert wird, der wird Jesus ausstrahlen, von Jesus reden, die Frucht des Geistes Jesu ausleben und als Licht für Jesus leuchten - auch in einer dunklen und hoffnungslosen Zeit!

Freitag, 3. Dezember 2021

Theoretiker oder Praktiker!

Die Geschichte erzählt von einem Mann und einer Frau – ein Ehepaar – die es beide zum Doktortitel geschafft hatten. Er hatte intensiv und an den besten Universitäten studiert, viele Bücher gewälzt und wurde mit einem Doktor der Theologie belohnt. Auch seine Frau hatte lange und intensiv studiert, immer wieder Praktika eingeschoben und mit einem Doktor der Medizin abgeschlossen.

Abends klingelt es an der Türe. Die Hausangestellte öffnet und der Besucher – wie so oft – fragt nach dem Doktor. Die interessante Antwort der Hausangestellten war: ‚Möchten sie den Doktor, der predigt – oder den der praktiziert?“ Gemeint war: Möchten Sie den Theoretiker – oder den Praktiker?

Auch im geistlichen Leben gibt es den Unterschied zwischen Theoretikern und Praktikern.
Der Heilige Geist macht Theoretiker zu Praktikern!

Theoretiker und Praktiker – Charles Spurgeon, einer der größten Prediger Englands im 19. Jahrhundert, auch Prinz der Prediger genannt, schreibt:

Stellen wir uns vor, wir sehen eine Armee in Position vor einer Festung aus Granit. Die Armee erklärt uns, dass sie beabsichtigt, die Festung einzurennen – und wir fragen, „Wie?“
Sie verweisen als erstes auf eine Kanonenkugel. Nun, die hat aber keine Macht in sich selbst. Sie ist schwer, vielleicht 200 Kg oder mehr; wenn alle Männer in der Armee sie gegen die Festung schleudern würden würde sie keinen Eindruck machen.
„Richtig,“ sagen die Soldaten. „Aber seht die Kanone!"
„Ok – aber auch die hat keine Kraft. Da kann ein Kind darauf reiten, ein Vogel kann sich in die Öffnung hocken. Es ist eine Kanone, und nichts mehr.“
„Aber schaut euch das Pulver an!“ sagt die Armee.
„Nun – auch im Pulver liegt keine Macht! Ein Kind kann es verschütten; ein Spatz kann darin rum picken.“
Wenn allerdings machtloses Pulver und ein machtloser Ball in eine machtlose Kanone gesteckt werden und ein einziger, kleiner Feuerfunke darauf fällt, dann braucht es weniger als einen Augenblick und das Pulver wird zum Feuerblitz, die Kanonenkugel zum Donnerschlag, der zerstört, als käme er direkt vom Himmel.

Und dann macht Spurgeon die Bemerkung: 
So ist es mit der Kirche in unseren Tagen, wir haben die Instrumente, die wir brauchen zur Zerstörung von Festungen, aber, oh, für das Feuer vom Himmel"

Man kann alles theoretisch auf der Reihe haben – auch im geistlichen Leben – Aber ohne das Feuer von oben bleibt es Theorie ohne Praxis! Genau dieses Feuer hat Jesus verheißen:

„Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. (…) Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ (Apostelgeschichte 1:5+8)

An und seit Pfingsten erfüllten sich Jesu Worte! Möge der Herr uns mit Seinem Feuer segnen, damit unser Glaube kein rein theoretischer ist, sondern ein ganz praktischer an jedem Tag!

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Vollständig bezahlt!

Folgende Erzählung fiel mir kürzlich (hier) in die Hände. Eine tiefe Wahrheit:

Manchmal legen wir so viel Wert auf Besitztümer, dass wir das wirklich Wichtige aus den Augen verlieren. Ein junger Mann bereitete sich auf seinen Studienabschluss vor. Er hatte viele Monate lang einen schönen Sportwagen im Ausstellungsraum eines Händlers bewundert, und da er wusste, dass sein Vater es sich leisten konnte, sagte er ihm, der Sportwagen sei alles, was er wollte.

Als der Abschlusstag näher rückte, wartete der junge Mann auf ein Zeichen, dass sein Vater das Auto gekauft hatte. Am Morgen seines Studienabschlusses rief ihn sein Vater in sein privates Arbeitszimmer. Der Vater sagte ihm, wie stolz er sei, einen so feinen Sohn zu haben, und wie sehr er ihn liebte. Er überreichte seinem Sohn eine wunderschön verpackte Geschenkbox.

Neugierig, aber etwas enttäuscht öffnete der junge Mann die Schachtel und fand eine schöne, in Leder gebundene Bibel. Wütend erhob er seine Stimme zu seinem Vater und sagte: "Bei all dem Geld das du hast gibst du mir eine Bibel?" Dann stürmte aus dem Haus und ließ das heilige Buch zurück.

Viele Jahre vergingen. Der junge Mann war sehr erfolgreich im Geschäft. Er hatte ein sehr schönes Zuhause und eine wundervolle Familie. Aber er merkte auch, dass sein Vater sehr alt war und dachte, er sollte vielleicht zu ihm gehen. Seit dem Tag seines Studienabschlusses hatte er ihn nicht mehr gesehen. Bevor er jedoch Vorkehrungen treffen konnte, erhielt er ein Telegramm, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass sein Vater gestorben war, und seinen gesamten Besitz seinem Sohn vermacht hatte. Er musste sofort nach Hause kommen und sich um die Dinge kümmern.

Als er im Haus seines Vaters ankam, erfüllten plötzliche Traurigkeit und Bedauern sein Herz. Er fing an, die wichtigen Papiere seines Vaters durchzuschauen und sah die noch neue Bibel, so wie er sie vor Jahren zurückgelassen hatte. Unter Tränen schlug er die Bibel auf und begann die Seiten umzublättern.

Als er die Worte las, fiel ein Autoschlüssel aus einem Umschlag, der hinten an der Bibel festgeklebt war. Der Schlüssel hatte einen Anhänger mit dem Namen des Händlers, der auch den Sportwagen hatte, den er sich vor Jahren gewünscht hatte. Auf dem Anhänger stand außerdem das Datum seines Studienabschlusses und die Worte ... VOLLSTÄNDIG BEZAHLT!

Soweit die Erzählung. Der Autor stellt dann die Frage: Wie oft verpassen wir Gottes Segnungen, weil sie nicht wie erwartet verpackt sind?

Die Geschichte macht nachdenklich. In Epheser 1:3 preist Paulus den Herrn mit den Worten:

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus,

In Jesus haben wir Frieden, Kraft, Gesundheit, Weisheit, Zufriedenheit, Geduld, Vergebung, Zuspruch, Freude, Wert … alles, was wir benötigen. Allerdings manchmal seltsam verpackt.

Wenn mir ein (jetzt behinderter) Freund sagt: „Ich danke Gott für meinen Unfall, denn der hat mich in die Gegenwart Jesu zurückgebracht“ … und ein anderer (schwerbehinderter) Freund bezeugt: „Ich danke Gott für den Unfall, denn sonst hätte ich Jesus nie kennengelernt“ – dann wundere ich mich über diese Aussagen. Gleichzeitig werde ich erinnert, dass Gott uns manchmal richtig doll segnet, wir es aber erst eine Weile später erkennen. Vielleicht auch ein wenig früher, wenn wir das aus Gottes Hand annehmen, was Er uns gibt / zumutet – und ihm dankbar sind – auch wenn es zunächst anders aussieht als unsere Wunschsegnung.

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Nachhaltigkeit!

Auch in diesem Dezember hat mir mein Freund Hans Elwert erlaubt, ein Gedicht zur (Vor-)Weihnachtszeit zu veröffentlichen. Herrliche, ermutigende und absolut aktuelle Gedanken. Erfreut Euch dran! 

Nachhaltigkeit

Gepredigt wird nun schon seit Jahren,
unsern Planeten zu bewahren,
denn dieser scheint, laut Forschungsdaten,
bald aus den Fugen zu geraten.
So wird’s nun Zeit, dass wir uns sorgen
um den Bestand der Welt von morgen.
Das ist ja schließlich unsre Pflicht,
denn eine zweite gibt es nicht.

Nachhaltigkeit, so scheint es jetzt,
ist das, auf was die Menschheit setzt.
Ganz gern wird sie im Augenblick,
vermarktet in der Politik.
In vielen Reden steckt das Streben,
die Wählerquote anzuheben.
Drum macht sich‘s gut, in seinen Plänen,
den Ausdruck häufig zu erwähnen.

Von diesem neuen Trend macht auch
die Werbeindustrie Gebrauch.
Vom Kaffee bis zum Werkzeugkasten,
Textilien oder Schönheitspasten,
vom Kochen bis zum Blumengießen –
als nachhaltig wird’s angepriesen.
Ob sich‘s tatsächlich so verhält,
das sei einmal dahingestellt.

Nachhaltigkeit sei anzustreben,
auch in Bezug auf unser Leben;
das will die Werbung uns vermitteln
durch Darsteller in weißen Kitteln.
Man spricht von Pillen und Tabletten,
die uns von dies und jenem retten.
Höchst eindrucksvoll wird uns geraten,
zu Mittelchen und Präparaten,
die Abwehrkräfte aktivieren
und uns komplett regenerieren.
Jedoch bei allem, was errungen,
hat man den Tod noch nicht bezwungen.

Nachhaltigkeit, das ist bekannt,
wird in der Bibel nie genannt,
und doch, dass diese in ihr steckt,
der Leser ziemlich schnell entdeckt.
Schon lang‘ hat Gott versucht mit leisen
Impulsen darauf hinzuweisen,
dass er geniale Pläne hegt –
auf Langzeitwirkung ausgelegt.
In frühester Vergangenheit
hat Gott, der Herr, schon prophezeit,
dass er, der Schöpfer dieser Erde,
uns einen Retter schicken werde.

Gott wollte, in Bezug auf Leben,
Nachhaltigkeit in Höchstform geben.
Er bietet Leben, das nie endet,
durch Jesus, den er hat gesendet,
dass unsre Schuld er uns erlässt –
drum feiern wir das Weihnachtsfest.

Sein Wunsch ist, dass wir ihm erlauben,
zu uns zu reden und ihm glauben.
Das, was er sagt, ist uns verblieben
und in der Bibel aufgeschrieben.
Es lohnt sich, Zeit zu investieren,
um selbst das Buch mal zu studieren.

Ich wünsch‘ dir eine Weihnachtszeit,
die, wie in der Vergangenheit,
dem ursprünglichen Sinn entspricht –
nachhaltiger geht‘s wirklich nicht.

© Hans Elwert, 2021