„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 15. September 2020

Jesus im 2. Petrusbrief

Im ersten Petrusbrief vermittelte Petrus den Empfängern, die unter Verfolgung litten, dass auch Jesus gelitten hat und uns auch im Leid Vorbild und Beistand ist. Darum kann sogar das Leid einen Anlass zur Freude geben.

Kurz vor Kaiser Neros Tod am 9. Juni 68 n. Chr. schrieb Petrus diesen zweiten und letzten Brief, vermutlich an die gleichen Empfänger, an die er auch seinen ersten Brief gerichtet hatte. Noch immer litten die Gläubigen unter der Verfolgung durch Nero. Dazu breiteten sich unter den Gemeinden falsche Lehren aus, vor denen Petrus mit eindringlichen Worten warnt.

Gleichzeitig stellt Petrus die rechte und zunehmende Erkenntnis Jesu den Irrlehren gegenüber.

Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil in der Erkenntnis Gottes und unseres Herrn Jesus! 3 Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend. (1 Petrus 1:2+3)

Auch die Wiederkunft Jesu, der nach 2 Petrus 3:10 kommen wird wie ein Dieb in der Nacht, ist ein starkes, wiederholt vorkommendes Thema in diesem Brief. Die Erkenntnis und Erwartung des kommenden Herrn Jesus ist die beste Medizin gegen das verderbliche Gift der Irrlehre.

Auffällig sind die Bezeichnungen, die Petrus mit der Erwähnung des Namens „Jesus Christus“ verbindet:

Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus: (2 Pe 1:1)

Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. (2 Pe 1:8)

Denn auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich gewährt werden. (2 Pe 1:11)

Da ich weiß, dass ich mein Zelt bald ablegen werde, so wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat. (2 Pe 1:14)

Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen. (2 Pe 1:16)

Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste. (2 Pe 2:20)

Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen. (2 Pe 3:18)

Es ist schon auffällig, wie oft Petrus seinem Herrn noch Titel hinzufügt. Mehr als alles – 6x – bezeichnet Petrus ihn als Herrn (Kyrios), eine Bezeichnung, die in der Bibel auch für Gott benutzt wird. 4x wird er als Retter bezeichnet und einmal als Gott. Das sind lange nicht alle Titel, die Jesus im 2 Petrusbrief zugeschrieben werden. Aber es sind Titel, die auffällig oft benutzt werden.

Jesus ist es, der uns vor Irrlehre und Irrlehrern bewahrt und in Verfolgung und Not beisteht. Je besser wir Ihn und Sein Wort kennen, umso sicherer sind wir. Wer Ihn als Gott und Retter, aber unbedingt auch als seinen Herrn und Meister kennt, hat selbst in den stürmischen Zeiten nichts zu fürchten.

Montag, 14. September 2020

Außen und Innen

„Alles, was die Kirche in äußerer Form zeigt,
muss inneres Erleben sein!“

Dieser Satz begegnete mir kürzlich in einem Buch, dass ich bereits zweimal gelesen habe (eine ausgesprochene Rarität bei mir). Und diese Aussage fasziniert mich. Was Religion als solche (nicht der Glaube) zu bieten hat, ist in der Regel äußere Form, egal ob es die christliche Religion ist oder eine andere. Im Islam ist die Erfüllung der äußeren Formen ein absolutes Muss. Im Katholizismus ähnlich. In anderen Religionen oder christlichen Sekten läuft es nicht anders. Selbst unter den evangelikalen Christen staunt man mitunter, wie viel die äußere Form betont wird – über dem inneren Erleben. Gebet im Stehen oder Sitzen? Orgel,  Klavier oder Klampfe? Lange Haare oder kurze? Jacket oder Jeans? Formelles Glaubensbekenntnis oder freies Gebet? Rock oder Hose?  Sakrale Dekoration oder alltägliche? Das Kirchenjahr beachten oder nicht?  -  Soll ich fortfahren? Es hat Geschwister gegeben, die unsere Gemeinde verlassen haben, weil wir im Gottesdienst nicht traditionsmäßig das Vater-Unser beten. Anderen gefiel die Musik nicht und wieder andere vermissten die Kerze auf der Bühne.

Formen sind nicht grundsätzlich schlecht. Jesus hat sich an bestimmte Formen gehalten. Nicht weil Er musste – Er wollte es so. Die erste Gemeinde hatte viele Formen, sogar solche, die vom Judentum übernommen waren. Formen können sogar eine Hilfe im Glaubensleben sein. Unbedingt! – Aber ebenso unbedingt müssen sie inneres Erleben sein. Wer seinen Glauben durch leere Formen zum Ausdruck bringt, die nicht erfüllt sind mit dem Leben des Geistes, der ist ein abschreckendes Beispiel für den christlichen Glauben, denn die Menschen merken es. Hier ein Beispiel:

Ich gehe jeden Sonntag mit Krawatte und schwarzem Anzug zum Gottesdienst, um durch äußere Form anzudeuten: Dies ist der Tag des Herrn, den ich besonders heilige!  Nachmittags aber, nach dem Gottesdienst, ist mein Leben nicht anders als das der Menschen in meinem alltäglichen Umfeld. In dem Fall wäre es besser, ich würde in Arbeitsklamotten zum Gottesdienst gehen aber dafür an jedem Tag der Woche leben, wie es Jesus gefällt.

Oder ich bin im Gottesdienst, schließe beim Singen die Augen und hebe meine Hände. Die äußere Form deutet an, dass ich die Nähe Jesu suche und mich ganz auf Ihn konzentrieren möchte. Sobald der Gottesdienst beendet ist, gehe ich nach Hause, um den Streit fortzusetzen, den ich für den Gottesdienst unterbrochen hatte.

„Handle so, wie du es predigst“ heißt es in einem Lied. Was Du lediglich als äußere Form lebst, ohne dass sie erfüllt ist mit innerem /(Er-)Leben, ist wertlos. Sicher, Menschen sehen Dich – aber sie werden Dich nach einer Weile durchschauen. Gott hingegen ist zunächst einmal an Deinem Herzen interessiert. Das sagte sogar Gott selbst in 1 Samuel 16:7:

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; 
der HERR aber sieht das Herz an.

Darum mach sicher: Was Du anderen als „geistliches Leben“ vorlebst, muss nicht äußerlich sein, sondern aus innerem Erleben kommen. Das wünsche ich Dir und mir!

Sonntag, 13. September 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Predigttext:
Offenbarung 1:9-20
 
9 Ich, Johannes, der ich auch euer Bruder bin und mit euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und am standhaften Ausharren Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Jesu Christi willen.
10 Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme, wie von einer Posaune,
11 die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte!, und: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden, die in Asia sind: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamus und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea!

12 Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter,
13 und mitten unter den sieben Leuchtern Einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel.
14 Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee; und seine Augen waren wie eine Feuerflamme,
15 und seine Füße wie schimmerndes Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser.
16 Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft.
 
17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
18 und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.
19 Schreibe, was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen soll:
20 das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden.
 
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft 

Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr
 
Wir laden herzlich ein, den Gottesdienst mit uns zu feiern!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr 
 
HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten!

HIER geht's zum Livestream für alle, die lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat: 
 
Wer sich zu Gottes Souveränität bekennt, erkennt an, 
dass Gott regiert, dass er die Autorität eines Königs hat 
und bei allem, was geschieht, 
sein Vetorecht geltend machen kann.
(Max Lucado)
 
Hast du die Herrschaft Gottes nicht über dir, 
so wird bald ein anderer über dich herrschen. 
Die Liebe Gottes sollte uns zu den freiesten Menschen machen.
(Johann Christoph Blumhardt)

Samstag, 12. September 2020

Schreddern

Momentan geht es mal wieder durch alle Medien rauf und runter – sofern Corona noch ein paar Spalten oder Sendeminuten frei lässt.

Da wechseln sich Bilder von „kleinen, süßen“ Küken ab mit Schreckensbildern von kleinen, toten Kükenbergen, auf die kartonweise weitere tote Küken geschüttet werden. Sie wurden vergast. Andere werden geschreddert. Das Schreddern war noch bis 1970 die gängige Methode. Heute heißt es:

BUND: „Das Ziel der Eliminierung der männlichen Küken von Legelinien (ist) nicht zielführend und auch ethisch nicht vertretbar.“ Landwirtschaftsministerin Klöckner: „Das Kükentöten ist ethisch nicht vertretbar und muss so schnell wie möglich beendet werden“

Man „sorgt“ sich also um männliche Küken und diskutiert in dem Zusammenhang sogar über die Geschlechtsbestimmung im Ei, da ab dem 7. Tag ein Schmerzempfinden nicht ausgeschlossen werden kann.

Nein, ich bin nicht unter die Tierschützer gegangen. Es stößt mir nur jedes Mal auf, wenn die Menschen darüber diskutieren, ab wann Küken Schmerz im Ei empfinden und ob man dann noch (die Eier) schreddern darf. Und es stellt sich mir die Frage, warum „ethisch nicht vertretbare“ Handlungen vertreten werden. Und am meisten frage ich mich, warum es Küken im Embryostatus in die Diskussionsspalten schaffen, Menschen im Embryostatus aber nicht. Warum sind Kükenembryos vor ihrem Schlüpfen bereits Küken, aber menschliche Embryos sind Zellgewebe? Warum streitet man über ein Schredderverbot für Küken nach dem 7 Bruttag, weil die Embryos dann Schmerzen empfinden, schreddert aber menschliche Embryos ohne Hemmungen, ob sie Schmerzen empfinden oder nicht? Warum ist das Tierwohl Diskussionsstoff, wenn Christen sich aber ablehnend zur Abtreibung äußern, werden sie verunglimpft und tätlich angegriffen? Diese und andere „Warum?“ Fragen beschäftigen mich.

In Deutschland wurden 2019 offiziell über 100.000 Kinder abgetrieben. Die Dunkelziffer dürfte, wie immer, um ein vielfaches höher liegen. Die Methoden sind unterschiedlich. „Schreddern“ gehört dazu, auch wenn es im Fachausdruck missverständlich „Absaugen“ genannt wird. 56,9% der Abtreibungen in Deutschland fallen auf diese Methode.

Bei Küken wird diskutiert, ob das Schreddern des Eis erlaubt sein soll, nachdem das Schmerzempfinden entwickelt ist. Laut livenet.ch stellten Forscher fest, dass die Nervenstrukturen beim menschlichen Fötus bereits vor der 12. Schwangerschaftswoche den Strukturen von Erwachsenen ähneln. Nervensysteme von Embryos und Föten sind laut dieser Studie wesentlich weiter entwickelt als bislang angenommen wurde. Ein bereits derart ausgeprägtes System deutet auf eine große Schmerzempfindlichkeit hin. Beim Menschen darf aber bis zur 12. Woche abgetrieben werden. Empfehlenswert (wer’s vertragen kann) ist das Video „Der stumme Schrei“,1984, der den Vorgang einer Abtreibung durch Ultraschallaufnahmen verfolgt. Ethisch verwerflich? Scheinbar nicht.

Gottes Wort zum Thema Abtreibung ist klar. Um nur 3 von vielen Hinweisen zu zitieren:

Du sollst nicht töten. (2. Mose 20:13)

Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139:13-14)

Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. (Jeremia 1:5)

Kein Christ soll durch diesen Eintrag heute abgeschreckt werden, sich gegen das Schreddern von Küken, das Retten von Kröten oder das Wohl anderer Tiere einzusetzen. Aber jeden Christen möchte ich durch diesen Eintrag ermutigen, sich mit doppeltem Einsatz für das Leben der Schwächsten unserer Gesellschaft einzusetzen – das Leben der Ungeborenen.

Das geschieht dadurch, indem ich zunächst das biblische „Nein“ zur Abtreibung und „Ja“ zum Leben übernehmen. Dann bete ich um Gottes Führung und beziehe Position in einer Gesellschaft, in der die Masse genau andersherum denkt. Ich stelle mich auf die Seite Jesu, schwimme gegen den Strom und bin bereit, die Kosten zu tragen.

Im folgenden sind einige (meist) christliche Pro-Life Organisationen erwähnt, die hilfreiche Informationen und Wege der Hilfe anbieten.

Und zum Schluss: Unsere Liebe gilt – neben Jesus und Seiner Gemeinde – nicht nur den ungeborenen Kindern, sondern auch ihren (oft) verzweifelten und einsamen Müttern. Dies Frauen auf einen Schuldtrip zu schicken, sie mit Bibelversen zu „bearbeiten“ oder sie gar zu beschimpfen ist nicht der Weg Jesu. Jesu Weg ist der der klaren, aber immer liebenden Worte und der praktischen Hilfe. Möge der Herr uns allen dabei helfen!

https://kaleb.de/
https://www.diebirke.org/
https://www.alfa-ev.de/
http://www.abtreiber.com/f-l/links.htm (alphabetisch)
https://www.tclrg.de/adressen/ (Adressen für Hilfesuchende)
https://www.bewegungfuerdasleben.com/
https://www.1000plus.net/

Freitag, 11. September 2020

Ehren oder ängstigen?

In Jesaja 24-27 geht es um die Zeit des Endes. Trübsalszeit, 1000jähriges Friedensreich mit Hindeutung auf den ewigen Zustand der Herrlichkeit des Himmels.
Auch in der Zeit des Leids wird es solche geben, die den Herrn kennen, solche, die frohlocken, selbst in der Zeit der Trübsal. Gott handelt in Macht an den Nationen, schützt Sein Volk und erweist sich als der Mächtige. Jesaja kommentiert die Reaktion mit folgenden Worten:

Deshalb ehrt dich ein mächtiges Volk,
Städte gewalttätiger Nationen fürchten dich.
(Jesaja 25:3)
 
In diese Kategorien fällt die Menschheit: solche die Ihn ehren und solche die Angst vor Ihm haben. Beide Reaktionen sind berechtigt. Wer zu dem Mächtigen, zum Herrn über Himmel und Erde gehört, der gehört zu Seinem mächtigen Volk. Dieses Volk ehrt ihren Gott. Natürlich tun sie das. Was denn sonst? Ihr mächtiger Herr geht ihnen voran, ist ihnen Schutz und Schild in größter Not, ist ihnen Trost in Trübsal und Licht in Dunkelheit. Ihr mächtiger Herr ist ihre Kraft. Darum sind sie auch trotz ihrer eigenen Schwachheit und Not ein mächtiges Volk. Kein Wunder, dass sie Ihn ehren!

Und kein Wunder, dass gewalttätige Nationen nichts anderes tun können, als Angst zu haben. Johannes schreibt, dass rebellische Menschen vor Angst versuchen, sich vor diesem allmächtigen Gott zu verstecken. Natürlich vergeblich. Aber sie haben Angst, berechtigte Angst, denn die Bibel sagt, dass es schrecklich ist (unvorbereitet) in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Es ist aber alles eine Frage, auf welcher Seite ich stehe.

Wer zu Jesus gehört, gehört zu Seinem mächtigen Volk. Dieses Volk ist ein Volk, das Gott ehrt. Mach mit! Geh diese Woche jeden Tag mit einem Lob in den Alltag. Das ist das, was das Volk eines mächtigen Gottes tut. Was denn sonst?

Donnerstag, 10. September 2020

Das unbändige Übel

"Mit einem Bekenntnis von Jesus kann man nichts falsch machen.“ – einer von den Sätzen, die sich gut anhören, richtig - und doch so schwer umzusetzen sind.

Heute konnte ich während meines Trainings im Reha Zentrum auf den Parkplatz hinunterschauen. Am entfernten Ende des Platzes schien Rudi* zu stehen, ein Alkoholiker, den ich von der örtlichen Tafel her kenne. Wir verstehen uns, aber vom Glauben will er nichts wissen.

„Wenn er nach dem Training noch da steht, geh ich hin und rede mit ihm,“ dachte ich mir, und tatsächlich stand er nach 45 Minuten noch immer am selben Platz. Ich schnappte mir eine der Verteilbibeln und ein Traktat aus unserer Gemeinde und ging zu ihm. Wir kamen in ein kurzes  Gespräch über sein Leben, seine Sucht und seine Einsamkeit. Rudi akzeptiert meinen Glauben, will aber nichts mit Gott zu tun haben, an dessen Existenz er zweifelt, weil Er ihn durch viel Leid hat gehen lassen. Schön war, dass er irgendwann zumindest das Traktat annahm (in dem das Evangelium erklärt wird), auch wenn ich das NT wieder mitnahm.

Im Laufe des Gesprächs kam Nick* hinzu. Er hatte für ein neues Fahrrad gespart und es sich endlich geleistet. Auch Nick kenne ich von der Tafel hier im Ort. Ein lieber Mensch, der sich aber über alles künstlich aufregen kann. Und so war es auch diesmal. Über alles musste er schimpfen, bis ich ihn aufforderte, mal was Positives zu erzählen. Als nichts kam, fragte ich ihn, was er heute morgen gemacht hätte. Er war aufgestanden, hatte Kaffee getrunken und gefrühstückt und war anschließend mit seinem neuen Fahrrad rumgefahren. – Na, das waren doch ein paar positive Ansätze.

Im Gespräch mit meinen beiden Bekannten wurde mir wieder neu deutlich, was für ein unstetes Übel unsere Zunge doch ist. Vielleicht fällt es uns gar nicht so schwer, zu reden. Aber über was reden wir? Jemand hat – vermutlich richtigerweise – behauptet: „Versagen mit der Zunge hat mehr Menschen zerstört, mehr Ehen ruiniert und mehr Geschäftsleuten ihre Arbeit und ihre Zukunft gekostet als jede andere Art des Versagens.**"

Der Apostel Jakobus schreibt über die Zunge und unseren Gebrauch der Zunge (Jakobus 3:8-10):

Die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen,
das unbändige Übel voll tödlichen Giftes!
9 Mit ihr loben wir Gott, den Vater,
und mit ihr verfluchen wir die Menschen,
die nach dem Bild Gottes gemacht sind;
10 aus ein und demselben Mund
geht Loben und Fluchen hervor.
Das soll nicht so sein, meine Brüder!


"Mit einem Bekenntnis von Jesus können wir nichts falsch machen."
Über Ihn zu reden ist (fast) immer richtig und gut. Nimm Dir doch einfach heute ein Traktat mit in den Tag und verschenke es einer Person, die Du triffst. Vielleicht entwickelt sich ein Gespräch über Jesus. Oder Du fragst jemanden, was es bisher Schönes in seinem Tag gegeben hat und verabschiedest Dich mit einem Traktat und den Worten: „Da steht etwas drin von dem, was in meinem Leben das Schönste ist!“ Versuchs einfach mal. Jesus wird Dir dabei helfen! Und mit einem Bekenntnis über Ihn kannst Du nichts falsch machen.
Der Herr segne Deinen Tag!

* Namen geändert
** orig.: "Mistakes of the tongue have destroyed more people, ruined more marriages, and cost more businessmen their jobs and their futures than any other kind of mistake."

 

Mittwoch, 9. September 2020

Hiob – Warum muss der Gerechte Leiden?

Vor 2 Wochen haben wir an unserem Jüngerschaftsabend begonnen, das Buch Hiob gemeinsam zu lesen. Im Buch stellt die Hauptperson, Hiob, eine Frage, die seither jede Generation von Gläubigen bewegt hat: Warum muss der Gerechte leiden?

Wenn wir heute in die Welt hineinschauen, dann springt einen das Leid an, wohin man auch sieht: das Leid hungernder Menschen, das Leid heimatloser Menschen, das Leid kranker und schwerstkranker Menschen, das Leid missbrauchter Menschen jeden Alters, das Leid alter Menschen, das Leid der Armen, der Gefangenen, der Beraubten, der Verfolgten, der Verführten und der Ungeliebten – um nur einige wenige zu nennen. Warum all dieses Leid.

Auf diese Frage gibt es schnelle Pauschalantworten, die etwa so gut sind wie ein Tempotaschentuch auf einer Messerstichwunde. Es gibt auch einige gute Ansätze, die allerdings nicht immer in jede Situation passen. Oft wird die Sünde als Antwort gehandelt, aber ohne weitere Erklärung ist das irreführend und manchmal schlichtweg falsch.

Natürlich schreibt Paulus an die Korinthergemeinde, die die Teilnahme am Abendmahl salopp und der Sache Jesu unwürdig durchführte (1 Korinther 11:30):

Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke,
und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen.

Natürlich war die Not eines Propheten Jona und das Leid des verlorenen Sohnes ihrem Ungehorsam (sprich: Sünde) gegen Gott zuzuschreiben.

Wenn wir aber Not, Leid, Trauer oder Krankheit immer der Sünde zuschreiben, dann übersehen wir den Blindgeborenen, über den Jesus sagt (Johannes 9:3):

Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern
an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!


Auch Folterungen und Schiffbruch des Paulus waren nicht aufgrund von Sünde, ebenso wenig wie die Ermordung der 5 Missionare um Jim Elliot oder der Verfolgung der Gemeinde Jesu.

Leid hat verschiedene Gründe – und nur einer davon ist Sünde, und wir merken: Es gibt auf die „Warum?“ Frage weder eine schnelle – noch eine allgemeingültige Antwort.

Woran wir aber festhalten dürfen ist die Tatsache, dass unser Leid Gott bekannt ist. Jesus kennt das Leid der Welt, denn Er hat in unserer Welt gelebt (Philipper 2:7). Er kennt Dein Leid, denn Er wurde versucht wie alle anderen Menschen und kann uns verstehen (Hebräer 4:15). Er kennt unsere Schmerzen, denn Er wurde für uns zum Träger der Schmerzen (Jesaja 53:3).Jesus versteht Dich, denn Er ist selbst gewesen, wo Du jetzt bist. Und Er erwartet nicht, dass Du alle Antworten hast, vor allen Dingen nicht die Antworten, die Er in Seiner Weisheit uns vorenthalten hat. Was Er möchte ist, dass Du Ihm vertraust – Seiner Liebe zu Dir, Seiner Fürsorge, Seiner Allwissenheit, Seiner Vollkommenheit, Seiner Gerechtigkeit – und dass Er Deinem Leid ein Ende bereiten wird zur perfekten Zeit und keine Minute später (1 Korinther 10:13):

Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu;
er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.

Das durfte auch Hiob erfahren, nachdem er zuerst viel lernen musste durch Leid. Heute Abend machen wir weiter in unserem Studium des Buches Hiob. Du bist herzlich eingeladen, dabei zu sein. Am Besten live – oder aber auch im LIVESTREAM.  

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 8. September 2020

Jesus im 1. Petrusbrief

Es ist gut 1956 Jahre her. Vom 19.-26. Juli 64 n.Chr. erfuhr die Stadt Rom den schlimmsten Brand ihrer Geschichte. Zeitzeugen und Historiker nennen triftige Gründe, warum der damalige Herrscher, Kaiser Nero, den Brand gelegt – und anschließend die verachtete Minderheit der Christen der Brandstiftung beschuldigt haben soll. Hunderte starben. Eine schwere Verfolgung breitete sich im gesamten römischen Reich aus. Bevor Petrus selbst ein Opfer dieser Verfolgung wurde, schrieb er einen Brief an die verfolgten Geschwister. Im Brief geht es Petrus u.a. darum, der leidenden Gemeinde Mut zu machen, dass ihre Hoffnung in Christus berechtigt ist und Bestand hat.

Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (1 Petrus 1:18+19)

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. (1 Petrus 2:21)

Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. (1 Petrus 2:23)

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist. (1 Petrus 3:18)

Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen. (1 Petr. 4:1)  

Immer wieder finden wir im Petrusbrief den Hinweis auf Jesu Leiden und Sein vergossenes Blut. Ihn sollen wir uns zum Vorbild nehmen (2:21), Seinen Fußstapfen sollen wir nachfolgen (2:21), Seine Gesinnung sollen wir übernehmen (4:1). Mitten in Leid, Not und Verfolgung dürfen wir auf Jesus blicken und uns durch Sein Beispiel ermutigen lassen. Aus Liebe zu uns nahm Er Leid, Verfolgung und sogar den Tod auf sich, um uns freizukaufen aus der Sklaverei Satans. Und (auch) darin, in Seinem Leiden und inmitten von Verfolgung wird Er uns zum Beispiel, fest zu bleiben, weil sich Leiden und Verfolgung um Jesu willen lohnt.

Immer wieder erkennen wir in Petrus´ Brief an die verfolgten Geschwister den Hinweis auf den verfolgten Jesus. Das soll den „Fremdlingen in der Zerstreuung“ Mut machen, soll sie froh machen, weil sie daran erkennen, dass der Geist der Herrlichkeit Gottes auf ihnen ruht.

„In dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. 14 Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht.“ (1 Petrus 4:13+14)

Petrus weiß, wovon er schreibt, denn er selbst kannte die innere Freude, um Jesu willen misshandelt und bedroht zu werden. (Apostelgeschichte 5:41)

Petrus versäumt es aber auch nicht, die Verfolgten zu ermutigen und ihnen DEN vor Augen zu malen, für den sie leiden. Petrus porträtiert Jesus in einer Weise, die es den verfolgten Geschwistern eine Ehre sein lassen soll, für und mit Jesus zu leiden:

Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (1:18+19)

  • Gott gab das Kostbarste, uns zu erlösen: das Blut Jesu!

Darum steht auch in der Schrift: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden. (2:6)

  • Gott hat uns in Jesus ein Fundament geschenkt, dass uns nicht zuschanden werden lässt, nicht im Leben, nicht im Leiden, nicht im Tod!

Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird, den unverwelklichen Ehrenkranz empfangen. (5:4)

  • Wir haben einen Hirten, der uns sieht, bewahrt und belohnen wird.

Der erste Petrusbrief – ein Brief an die leidende Gemeinde. Ein Brief, der alle Leidenden mit hineinnimmt in die Gemeinschaft Jesu, der für uns gelitten hat, uns daher verstehen kann, der uns als Oberhirte versorgt und mit Seinem Lohn auf uns wartet.

Ein passender Vers außerhalb des 1 Petrusbriefes soll die Gedanken von heute abschließen: Psalm 66:

10 Denn du hast uns geprüft, Gott, hast uns wie Silber geläutert. 11 Du hast uns ins Gefängnis gebracht, uns schwere Lasten aufgelegt. 12 Du hast uns niedertrampeln lassen.  Wir gingen durch Feuer und Wasser. 

Doch dann hast du uns mit Überfluss beschenkt.