„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 22. Januar 2019

Gebet im Judasbrief


Besonders bei den kürzeren Bibelbüchern ist es immer eine kleine Herausforderung, Spuren des Gebets zu finden. Natürlich zeigt allein die Tatsache, dass diese Bücher Eingang in das inspirierte Wort Gottes gefunden haben, dass sie in der innigen Gemeinschaft mit Gott entstanden sind – und das ist ja bereits eine Art Gebet. Wenn wir doch nur lernen wollten, Zeiten (vorzugsweise mehr als 3-4 Minuten am Tag) in stiller, inniger Gemeinschaft mit Jesus zu verbringen. Wahres Gebet ist innige Gemeinschaft mit Jesus.

Der Jakobusbrief gehört zu den kürzesten Büchern der Bibel, aber es gibt einen Vers, der konkret und klar das Gebet anspricht: Judas 20

„Ihr aber, Geliebte,
erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben
und betet im Heiligen Geist“

Betet im Heiligen Geist. Äh – was ist das? Was ist gemeint? Was Beten ist, wissen wir … so ungefähr. Wer der Heilige Geist ist auch … so ungefähr. Aber: Beten im Heiligen Geist?

Unsere Geschwister aus dem charismatischen Lager würden jetzt sicher freudig erklären: „Klar doch! Diese Verse ermutigen uns – ja, sie fordern uns direkt auf – im Heiligen Geist, in Zungen zu beten!“ Und unseren charismatischen Geschwistern möchte ich zurufen: „Wenn Du diese Gabe von Gott empfangen hast und Ihm damit Ehre bringst, dann tue das. Bete im Heiligen Geist, bete in Zungen – ABER BETE!“

„Halt! Halt!“ Rufen jetzt unsere nichtcharismatischen Freunde. „Ich gehöre auch zu den Geliebten, denen Gott Glauben geschenkt hat! Ich möchte auch erbaut werden und im Heiligen Geist beten. Und das auch mit meiner Zunge; aber nicht ’in Zungen!’“

Lasst uns den Vers nach der „Hoffnung für Alle“ Übertragung lesen. Da heißt es:

Doch für euch, meine lieben Freunde, ist der Glaube,
den Gott euch selbst geschenkt hat,
wie ein festes Fundament: Baut euer Leben darauf!
Betet und lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten!

Beten im Heiligen Geist darf man durchaus auch so verstehen, dass Gott durch Judas lehrt: Bete unter der Leitung des Heiligen Geistes! Unseren nichtcharismatischen Freunden möchte ich daher zurufen: „Bete so, wie es Gott gefällt! Bete gemäß Seinem – in Wort Gottes – offenbarten Willen! Bete um die Dinge, um die Jesus gebetet hat! Bete die Anliegen, die Jesus uns genannt hat! Bete mit Deiner Zunge oder ohne sie – ABER BETE!“

Wie oft diskutieren wir über Gebet, hinterfragen es, beurteilen es, kritisieren es, rühmen es und betonen es. Aber anstatt es theologisch auseinanderzunehmen und alles bis ins Detail verstehen zu wollen, würde es uns sicher manchmal gut tun (vielleicht sogar überraschen), wenn wir es einfach mal praktizieren würden. Selbst, wenn wir nicht alles verstehen; wenn wir nicht verstehen, warum Gott in der Vergangenheit das eine Gebet erhört hat, während wir bei einem anderen Gebet keine Erhörung feststellen können.

Die Möglichkeit des Gebets ist ein Geschenk Gottes. Lasst es uns nutzen – zur Zeit und zur Unzeit, mit viel Glauben und wenig Glauben, alleine und in Gemeinschaft, laut mit unserem Mund und leise im Herzen, wenn wir uns danach fühlen und wenn wir uns nicht danach fühlen. Lasst uns beten im Geist, wie immer wie das auch verstehen. ABER LASST UNS BETEN!

Wenn Du nicht beten kannst, sage es Gott,
und siehe Du betest.
(Gerhard Teerstegen)

Das Gebet öffnet die Tür zu den Schätzen Gottes
und verschließt die Pforten der Hölle.
(Charles H. Spurgeon)

Das Gebet ersetzt keine Tat,
aber das Gebet ist eine Tat,
die durch nichts anderes ersetzt werden kann.
(Hans von Kehler)

Montag, 21. Januar 2019

Seltsamer Segen


Irgendwann stolperte ich über einen „Segen“, den ich eher als seltsam empfand. Und dennoch, bei näherem Hinsehen, stimmen eigentlich alle Segenswünsche mit dem überein, was wir als Christen so an Einstellungen brauchen.

Ich garantiere niemandem, dass er den folgenden Segen wirklich vom Herrn erbitten möchte. Aber wenn Du merkst, da steckt Wahrheit hinter, dann erbitte doch diesen Segen für diese Woche vom Herrn, und stell’ Dich darunter.

Möge Gott dich segnen mit Unbehagen
gegenüber allzu einfachen Antworten,
Halbwahrheiten und oberflächlichen Beziehungen,
damit Leben in der Tiefe deines Herzens wohnt.

Möge Gott dich mit Zorn segnen
gegenüber Ungerechtigkeit, Unterdrückung
und Ausbeutung von Menschen,
damit du nach Gerechtigkeit und Frieden strebst.

Möge Gott dich mit Tränen segnen,
zu vergießen für die, die unter Schmerzen,
Ablehnung, Hunger und Krieg leiden,
damit du deine Hand ausstreckst, um sie zu trösten
und ihren Schmerz in Freude zu verwandeln.

Und möge Gott dich mit der Torheit segnen,
daran zu glauben, dass du die Welt verändern kannst,
indem du Dinge tust, von denen andere meinen,
es sei unmöglich, sie zu tun.
(„Franziskanischer Segen“)

Zugegeben, wenn wir Gott aus diesem Segenswunsch herausnehmen, könnten es auch gedankenvolle Worte eines Humanisten sein. Aber Gott ist nicht herausgenommen. Du und ich – vorausgesetzt wir gehören und folgen Jesus – wir sehnen uns nach Tiefe des Herzens, nach Gerechtigkeit und Frieden, nach Tränen der Barmherzigkeit und nach dem Glauben, dass die Welt verändert werden kann. Und über dem allem sehnen wir uns danach, dass solcher Segen durch den eigentlichen Segen kommt: Jesus, unsere Kraft und Freude.

Ja, diesen Segen wünsche ich Dir für diesen Tag und diese Woche: dass Jesus Deine Kraft, Deine Freude, Dein Lobpreis, Deine Sprache und Dein Ziel ist. Und mit diesem Jesus-Segen als Grundlage kann der „Franziskanische Segen“ ein echter Schatz werden.

Der Herr Segne Dich!

(Ich bin diese Woche unterwegs. Manche Andachten mögen Wiederholungen sein oder ein wenig anders ausfallen als gewohnt.)

Sonntag, 20. Januar 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Apostelgeschichte 17:1-15

1 Sie reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. 2 Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften, 3 indem er erläuterte und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und [sprach]: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus! 4 Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge der gottesfürchtigen Griechen sowie nicht wenige der vornehmsten Frauen. 5 Aber die Juden, die sich weigerten zu glauben, wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel, erregten einen Auflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; und sie drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor die Volksmenge zu führen. 6 Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie den Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und schrien: Diese Leute, die die ganze Welt in Aufruhr versetzen, sind jetzt auch hier; 7 Jason hat sie aufgenommen! Und doch handeln sie alle gegen die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, ein anderer sei König, nämlich Jesus! 8 Sie brachten aber die Menge und die Stadtobersten, welche dies hörten, in Aufregung, 9 sodass sie Jason und die übrigen [nur] gegen Bürgschaft freiließen. 10 Die Brüder aber schickten sogleich während der Nacht Paulus und Silas nach Beröa, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden begaben. 11 Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. 12 Es wurden deshalb viele von ihnen gläubig, auch nicht wenige der angesehenen griechischen Frauen und Männer. 13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dorthin und stachelten die Volksmenge auf. 14 Daraufhin sandten die Brüder den Paulus sogleich fort, damit er bis zum Meer hin ziehe; Silas und Timotheus aber blieben dort zurück. 15 Die nun, welche den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und nachdem sie den Auftrag an Silas und Timotheus empfangen hatten, dass sie so schnell wie möglich zu ihm kommen sollten, zogen sie fort.

CCFG
Lobpreis - Gottes Wort!

Abendmahl - Gemeinschaft - Gebet!
Gemeinsames Mittagessen 
 

Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:
"Der Mensch wird durch das Leid erst gehärtet, 
um das Glück ertragen zu können; 
so wie der Ton im Feuer gebrannt wird, 
um Wasser fassen zu können."
(Augustinus von Hippo) 

"Das Neue Testament ist im Alten verhüllt, 
das Alte im Neuen enthüllt."
 (Augustinus von Hippo)

"Alles Menschenlob bringt dich nicht in den Himmel hinein, 
aller Menschentadel bringt dich nicht aus ihm heraus."
(Augustinus von Hippo)

Samstag, 19. Januar 2019

Schaf oder Eisbär?


Es ist interessant, die Zweiteilung in der Tierwelt zu erforschen. Vielleicht unterteilt die Fachwelt auch in mehrere Untergruppen, aber mir fiel kürzlich ein Artikel auf, der in zwei Gruppen einteilte: Die Einzelgänger und die Gruppentiere.

Orang - Utans, Schlangen, Igel, Maulwürfe, Kelchwürmer, Nessel - und Manteltiere, Ziermotten, Wildbienen, Tiger, Hamster, Pott- und Blauwale, Eisbär, Tiger, Luchs, alle Spinnenarten, Kurzkopfbreitbeutler, Vielfraß, Eichhörnchen. Diese und viele andere Tierarten gehören alle zur ersten Gruppe. Sie verzichten auf Zusammenleben mit Artgenossen und ersparen sich die Anstrengung sozialen Verhaltens.

Andere Tiere wiederum erkennen den Vorteil der Gruppe und leben in Herden. Viele Vogelkolonien geben davon Zeugnis, Gnuherden in Afrika, Schafe, Zwergelsel, Pferde, Rothirsche, Ameisen, viele Bienenarten und Fischarten, das Landkaninchen und viele andere Tierarten.

Natürlich gibt es Gründe für das Gruppenleben und das Einzelgängertum. Das ist – in aller Regel – bei uns Menschen anders. Und das ist nicht nur anders im Leben allgemein, sondern auch im geistlichen Leben. Geistliches Einzelgängertum ist in der Bibel unbekannt

Immer wieder mal höre ich Aussagen wie: „Ich bin ja auch gläubig, aber ich brauch keine Kirche.“ „Ja, mit Gott hab ich’s ja auch, aber die Christen brauch ich nicht.“ „Ich hab die Frommen satt. Ich bin kein Heide, aber ich lebe meinen Glauben für mich selbst.“  Schon mal gehört? Oder vielleicht auch als eigene Glaubensphilosophie zurechtgelegt?

Nach Gottes Wort gibt es kein Einzelgängerchristsein. Entweder gehörst Du zur Familie Jesu – dann hast Du Familie – oder Du gehörst nicht dazu. Entweder bist Du Teil am Leib Jesu – oder Du bist und hast keinen Teil am Leib Jesu. Es ist tragisch, unbiblisch und für die Verbindung mit Jesus ungesund, wenn wir uns von all denen zurückziehen, die sich auch zu Jesus bekennen. Menschliche Gründe dafür gäbe es viele. Biblische Gründe keinen. Die Eremiten (‚christlichen’ Einsiedler) der frühen Christenheit, die Kloster des Mittelalters, die Einzelgänger unserer Zeit – all das entspricht nicht dem, was Gott für uns geplant hat. Er sagt:

Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen,
wie einige es tun,
sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt,
da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt!
(Hebräer 10:24)

Man könnte vermutlich ein Jahr lang tägliche Andachten über Bibelverse und biblische Bilder schreiben, die Jesus Nachfolger auffordern, enge Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu suchen. Ein im Alten und Neuen Testament gebräuchliches Bild ist die Schafherde. Jesus bezeichnet sich als den guten Hirten und Seine Jünger als Seine Herde. Einzelgängerschafe werden in der Bibel als verirrte Schafe beschrieben, die Jesus zurück in die Herde haben möchte.

Gehörst Du zu einer Herde Jesu? Gehörst Du zu einer Gemeinde Jesu? Egal, wie sich diese Gemeinde nennt – wenn Jesus der Mittelpunkt und Gottes Wort der Maßstab ist, dann bist Du dort am richtigen Platz. Dort sollst Du dem Herrn und der Gemeinde dienen. Dreh Dich in Deinem Glauben an Jesus nicht um Dich selbst und nicht alleine. Dreh Dich mit anderen um Jesus im Zentrum. Das hält Deinen Glauben stark und gesund.

Solltest Du gemeindelos sein, laden wir Dich herzlich ein zu unserer „Herde“ Unser Gottesdienst beginnt sonntags um 10:30 Uhr, parallel ist Kinderbetreuung. Auch unter der Woche finden verschiedene Gemeindestunden statt, zu denen wir gerne einladen.

Freitag, 18. Januar 2019

Nachruf: Heinz-Richard Friedrich (2.6.1954 – 9.1.2019)

Gestern war der Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle! Viele waren gekommen – aus dem Siegerland, aus den Nachbargebieten und auch solche, die von weiter her angereist waren.

Wir alle waren erschrocken, entsetzt und verwirrt. Am 9. Januar knapp 6 Wochen nach einer schweren Operation, von der er sich sehr gut erholte, war er plötzlich tot, nicht mehr unter uns. Und er fehlt überall. Nur langsam gewöhnen wir uns daran, dass er nicht mehr in unseren Gemeindestunden sitzt, mit zum Herrn erhobenen Händen in Anbetung versunken; oder nicht mehr mit uns betet. Und gebetet hat er – mit beispielloser Inbrunst – in der Zweierschaft, in der Gemeinde und auf Gebetsreisen im Ausland.  Er fehlt auch den Kindern, die ihn als den kannten, der stets froh zum Kindergottesdienst kam, der Jesus liebte, die Bibel liebte und sie als Kinder liebte. Er lehrte keine tote Theorie. Er lehrte und lebte Jesus.

Der Verlust ist heftig, aber der Trost Gottes bricht durch. Nicht umsonst bezeichnet die Bibel Gott als „Gott allen Trostes“, der „die Trauernden tröstet“.  Wenn ein Mensch das Diesseits verlässt und nicht ins Ungewisse geht, dann ist das ein Megatrost! Wenn ein Mensch diese Erde mit all dem Leid, Kampf, den Schmerzen, Tränen und dem Tod verlässt, um an den Ort zu gehen, von dem die Bibel sagt:

„Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen,
und der Tod wird nicht mehr sein,
noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein;
denn das Erste ist vergangen.“

... dann kann das nichts anderes sein als Balsam für eine trauernde Seele.

Wer sich, wie Richard, als Fremdling und Pilger auf der Erde bezeichnet hat und doch nicht weltfremd war, sondern mit beiden Beinen im Leben stand – und wer dann durchs Tor der Herrlichkeit am Ziel angekommen ist – mit dem muss man sich freuen, sogar wenn man selbst trauert.

„Ich bete nicht um Gesundheit, sondern dafür, dass ich ein Zeugnis sein kann“ sagte er einer Bekannten, bevor er zur Operation ins Krankenhaus musste.
„Eigentlich bin ich ja in einer win/win Situation (eigentlich kann ich ja nur gewinnen). Entweder werde ich gesund – oder ich gehe zum Herrn!“ sagte er zu jemand anderem.
Und nach seiner Operation war er einfach nur begeistert, dass er keine andere Option hatte, als Jesus zu vertrauen.

Seit seiner Operation, die zunächst keine leicht zu tragenden Nachwirkungen hatte, waren seine vielleicht häufigsten Worte: „Ich bin Gott so unendlich dankbar!“ „Ich fühle mich so getragen!“ Zu einem Jungen aus seiner Kindergottesdienstgruppe sagte er: „Wenn ich wieder im Kindergottesdienst bin, dann erzähl ich euch von den letzten Monaten!“ Der Junge wusste um die schwere OP und guckt etwas verwirrt – so als ob er sagen wollte: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das hören möchte.“ Richard erriet wohl seine Gedanken und fügte schnell mit einem Lachen hinzu: „Nein, nein, nicht von meiner Krankheit sondern wie gut Gott ist, wie Er hilft, wie Er trägt, wie treu Er ist und wie lieb Er uns hat.“

Richard wird uns fehlen! Aber sein Vorbild ermutigt uns auch noch im Nachhinein. Sein Leben, das vom Herrn verändert wurde, wird uns in Erinnerung bleiben und ein Ansporn sein, auch selbst für Jesus zu leben.
Wir sind getröstet in dem Wissen, dass Richard jetzt in der Gegenwart Jesu ist.

Wo wirst Du die Ewigkeit verbringen?

Donnerstag, 17. Januar 2019

Hättest Du’s gewusst?

Viele der folgenden Namen sind uns bekannt. Was uns nicht bekannt ist, sind die Äußerungen dieser Menschen zur Bibel oder zu Gott, dem eigentlichen Autor der Bibel. Hier ist, was sie sagten. Hättest Du’s gewusst (oder geahnt)?

Otto von Bismarck (1815-1898), deutscher Reichskanzler:
„So wenig du das Meer ausschöpfen kannst mit deiner Hand, so wenig die Bibel mit deinem Verstand.“

Napoleon Bonaparte (1769-1821), französischer Kaiser
„Die Menschen glauben alles, es darf nur nicht in der Bibel stehen.“

John Wesley (1703-1791), Erweckungsprediger, Begründer der Methodisten
“Ja, wenn es irgendwelche Fehler in der Bibel gäbe, könnten es ja tausend sein! Wenn es in diesem Buch irgend etwas Verkehrtes gäbe, würde es nicht von dem Gott der Wahrheit stammen.“

James B. Irwin (1930-1991), amerikanischer Astronaut, flog 1971 mit Apollo 15 zum Mond
„Der letzte Tag auf dem Mond war ein Sonntag, und weil uns ein Auto zur Verfügung stand, machten wir einen kleinen Ausflug. Beeindruckt von der Szenerie erinnerte ich mich an jenen Lieblingsabschnitt aus dem Psalm 121, Ver 1: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen von wo meine Hilfe kommt.“… Im Wort Gottes liegt eine Große Kraft. Warum sollte ich auch überrascht sein, die Gegenwart Gottes auf dem Mond zu empfinden? Die Heilige Schrift sagt uns, dass Gott überall ist.“ (aus: „Geschäftsmann und Christ“, 6/1980)

James Anthony Froude (1818-1849), englischer Historiker (Nichtchrist), Verfasser des zwölfbändiges Werkes „The History of England“
„Die gründlich studierte Bibel ist eine Literatur für sich – die seltsamste und reichste auf allen Gebieten des Denkens.“ (aus: „So entstand die Bibel“)

Sir William Jones (1746-1794), einer der größten Sprachkundigen (er hat 28 Sprachen gelernt) und Kenner des Ostens, britischer Orientalist und Jurist:
„Ich habe diese heiligen Schriften regelmäßig und andächtig gelesen, und ich meine, dass dieses Buch […] mehr Erhabenheit und Schönheit der Sprache besitzt als alle anderen Bücher, in welchem Zeitalter und in welcher Sprache sie auch immer geschrieben sein mögen.“ (aus: „So entstand die Bibel“)

Emil Zatopek (1922-2000), tschechischer Meisterläufer (mehrfacher Olympiasieger)
„Wir sollten eigentlich jeden Morgen Karl Marx lesen, damit wir unsere Regierung besser verstehen. Ich tue das nicht, denn meine Lektüre ist die Bibel. Darin finde ich Kraft das zu tun was ich für richtig halte. Alles in der Welt ist vergänglich, nicht aber die seelische Kraft der Verbindung mit Gott.“
 
D. Diderot (1713-1784) frz. Schriftsteller und Philosoph der Aufklärung:
„Das Auge, der Flügel eines Schmetterlings genügen, um einen Gottesleugner zu vernichten.“

J.J.Rousseau (1712-1778) frz.-schweizer Schriftsteller und Kulkturphilosoph:
„Ich denke über die Weltordnung nach, um sie unausgesetzt zu bewundern und den weisen Schöpfer anzubeten, der sich in ihr offenbart.“

Seneca (4 v. Chr. -65 n.Chr.) röm. Dichter und Philosoph:
„Allen Menschen ist der Glaube an Gott ins Herz gesät. Es lügen jene, die da sagen, dass sie nicht an die Existenz Gottes glauben; denn in der Nacht und wenn sie alleine sind, zweifeln sie.“

Mahatma Gandhi (1869-1948) indischer Staatsmann:
„Ich zögere nicht zu sagen, dass ich der Existenz Gottes mehr gewiss bin als unserer Anwesenheit in diesem Raum.“

Ein letzter Beitrag zur Bedeutung der Bibel und ihres Autors:

(Dein Name) Wenn man Dich zitieren würde – was hättest Du über die Bedeutung der Bibel und ihres Autors in Deinem Leben gesagt?
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Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
und ein Licht auf meinem Weg.
(Psalm 119:115)

Mittwoch, 16. Januar 2019

1000x

“Tausendmal wurde die Bibel zu Grabe geläutet, die Totenrede gehalten, aber irgendwie war sie nie tot zu kriegen.” sagte Bernhard Ramm. Bereits vor 6 Jahren berichtete Idea Spektrum, dass das kommunistisch regierte China als größter Bibel-Produzent und Exporteur der Welt galt. Binnen 25 Jahren wurden in der Bibeldruckerei in Nanjing 100 Millionen Exemplare des „Buches der Bücher“ hergestellt,  60 Millionen für das Inland bestimmt, 40 Millionen in mehr als 70 Sprachen für das Ausland.
 
Man möchte hoffen, dass sich diese Entwicklung bis heute fortsetzt, auch wenn die Kontrolle in China und die Verfolgung unserer Geschwister wieder deutlich zunimmt.

Es gibt viele wunderbare Fakten und Zitate über das Buch der Bücher. Die Art, wie die Bibel überliefert wurde bestätigt ihre Zuverlässigkeit. Erstaunlich viele Abschriften gibt es von der Bibel gibt, erstaunlich wenige von den klassischen Werken (Homer, Tacitus, Shakespeare…). Dazu kommt die verblüffende Genauigkeit, mit der die Juden die biblischen Texte kopierten. Dennoch ist es die Bibel, die angezweifelt wird.

Die Bibel bildet mit Altem und Neuem Testament eine logische Einheit. 40 Schreiber in einem Zeitraum von über 1500 Jahren haben in drei Kontinenten (Asien, Afrika, Europa) an ihr geschrieben. Dennoch erkennt man den roten Faden. Die Eckpfeiler der Bibel sind:
  1. Die Schöpfung der Welt durch einen persönlichen Gott
  2. Rebellion des Menschen gegen den Schöpfer. (Der Sündenfall und seine Folgen)
  3. Gottes Rettungsaktion durch Jesus Christus
  4. Die Zukunft dieser Welt
Archäologische Funde bestätigen die Zuverlässigkeit der Bibel. Dave Blasinger und Charles E. Sellier, zwei amerikanische Archäologen bemerken:

„Die Bibel ist sowohl ein einzigartiges geschichtliches Dokument, als auch ein verlässliches historisches Quellenwerk. Sie hat zu Tausenden von archäologischen Funden geführt und eine umfangreiche Literatur über alte Kulturen entstehen lassen. Diese Bibel hat sich, wo immer sie nachgeprüft werden konnte, als wahr erwiesen, in der Beschreibung kleiner Details ebenso wie in der Schilderung großer Ereignisse.“

25% der Bibel besteht aus Prophetien, Voraussagen über geschichtliche Entwicklungen. Tatsache ist, dass sich bereits 90% aller Voraussagen erfüllt haben. Die restlichen 10% stehen noch aus. Falschen Prophetien in der Bibel hat es nie gegeben.

Für kein Buch haben mehr Menschen ihr Leben gewagt und auch verloren als für die Bibel.

Welche Bedeutung hat die Bibel – genauer definiert: das Wort Gottes in deinem Leben? Kennst Du es? Liest Du es? Vermutlich werden eine ganze Reihe Leser diese Fragen mit Ja beantworten. Erlaubt mir eine abschließende Frage: Verändert Gottes Wort Dein Leben?

Beginne jeden Tag neu, es zu lesen und Gottes Wesen und Willen darin zu erforschen. Mach die gleiche Erfahrung wie der Schreiber des 119. Psalms, der in Vers 162 erfreut ausruft:

Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet.
(Mit Informationen, u.a. aus dem FB Eintrag eines Freundes; Fortsetzung folgt)

Dienstag, 15. Januar 2019

Gebet im 3. Johannesbrief


Auch im 3. Brief des Johannes suchen wir Worte wie Gebet, Dank, Lob, Bitte, Opfer und dergleichen vergeblich. Worte, die wir direkt mit Gebet verbinden, sind, wie in seinem 2. Brief, Fehlanzeige. Dennoch fallen beim Lesen des kurzen Briefes einige Verse auf, hinter denen sich Gebet versteck! Christsein ohne Gebet – das ist wie ein Fisch ohne Wasser – unmöglich. Und so versteckt sich auch im 2. Johannesbrief der Gebetsgedanke in mehreren Versen.

Als Beispiel sei Vers 2 zitiert. Johannes schreibt an Gajus, den Empfänger des Briefes:

Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen
und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl geht!

Auf den ersten Blick hört sich das an wie freundliche Einleitungsworte in einem Brief. Wir formulieren es oft ähnlich, wenn wir schreiben: Ich hoffe, es geht Dir gut! oder Ich wünsche Dir einen guten Tag! Aber das Wort, das hier mit „wünsche“ übersetzt ist bedeutet mehr. Das Wort εὔχομαι (euchomai) kommt 6x im Neuen Testament vor. 3x wird es im Sinne von „wünschen“ übersetzt, 3x im Sinne von Beten. So heißt es in 2 Korinther 13:7: Wir beten aber zu Gott. Zwei Verse weiter schreibt Paulus: „Um dieses bitten wir auch. Und in Jakobus 5:16 fordert uns der Apostel auf: Betet füreinander.

Durchaus kann also das Wort „euchomai“ auch mit bitten oder beten übersetzt werden, wie es auch andere deutsche Bibelausgaben oder anderssprachige Übersetzungen tun. Somit haben wir das „versteckte“ Gebet im 3. Johannesbrief entdeckt und können berechtigt  lesen:

Lieber Freund, ich bete, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht, 
und dass dein Körper so gesund ist, wie ich es von deiner Seele weiß.

In unserem Alltag macht das aber einen großen Unterschied, ob wir jemandem etwas wünschen, oder ob wir es für jemanden erbitten, nicht wahr? Es macht einen Unterschied, ob wir uns etwas wünschen oder ob wir es uns von Gott erbitten.

Kann ich denn alle meine Wünsche zu einem Gebet machen? Kann ich darum beten, dass meine Mannschaft gewinnt, dass heute das Wetter schön wird oder ich in der Klausur ein A bekomme?

Grundsätzlich dürfen wir mit Gott über alles reden. Über alles, auch unsere Wünsche! Solches Reden mit Gott ist Gebet! Manchmal sind unsere Gebete allerdings selbstsüchtig, unweise oder sogar schlecht für uns. Darum hat Gott in Seiner Gnade eine Sicherung eingebaut. ER ist es, der unsere Gebete beurteilt und darauf reagiert. Er wird uns keinen Stein geben, wenn wir Ihn um Brot bitten. Aber Er wird uns auch keinen Skorpion geben, wenn wir Ihn um einen bitten. Gott wird keine Gebete erhören, die Seinem Willen nicht entsprechen. Eine große Hilfe mag uns Psalm 37:4 geben, wo es heißt:

„Habe deine Lust am Herrn,
so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!“

Dieser Vers ist eine Megahilfe für unser Gebetsleben. Wenn Jesus unsere Freude, unser Streben und unser Ziel ist, wenn Jesus unser Zentrum und Lebensinhalt ist, dann wird uns ein unerfüllter Wunsch nicht weh tun. Dann wird auch ein unerfüllter Wunsch Dankbarkeit bewirken, weil wir wissen, dass Jesus uns gehört hat und in Seiner Weisheit anders entschieden hat. Wenn wir unsere Freude am Herrn haben, dann werden sich unsere Gebete nicht so sehr um unsere Wünsche drehen, sondern um Jesus, Sein Reich und Seinen Willen. Ja, dann wird Er gerne geben, was unser Herz begehrt, denn es begehrt, was Sein Herz begehrt.

Und damit zurück zu 3. Johannes 2:

Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen
und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl geht!

Lass Deine Wünsche durch innige Gemeinschaft mit Jesus geboren werden. Innige Gemeinschaft mit Jesus formt und läutert unsere Wünsche und bringt sie vor den, der unsere Herzen sieht. Und er erkennt diese Wünsche als erhörbare Gebete. Vielleicht sind es diese „Wünsche“, die Gott meint, wenn er Jesaja verheißt:

Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten;
während sie noch reden, will ich sie erhören!
(Jesaja 65:24)