„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 8. Januar 2019

Gebet im 2. Johannesbrief

"Magisches Auge“ – so hießen vor Jahren die besonderen Kinderbücher, in denen zunächst oft nur ein farbenfrohes „Was-auch-immer“ zu sehen war. Wer dann das Bild länger betrachtete, dem öffnete sich die Möglichkeit, nach einiger Zeit hinter den „Was-auch-immer“ ein herrliches Bild in 3D Qualität zu entdecken. Wegen meiner Sehschwäche war es mir kein einziges Mal möglich, das herrliche Bild hinter dem „Was-auch-immer“ zu entdecken.

Beim Bibellesen geht es uns oft ähnlich. Wir lesen einen Text, erfreuen uns an den „Farben“, haben aber oft nicht ansatzweise die Schätze entdeckt, die man hinter dem ersten Lesen entdecken kann. Wenn wir dann den Text noch ein zweites Mal lesen … und vielleicht noch ein drittes Mal … und suchen und nachdenken und überlegen – dann kann sich schnell ein herrliches „Aha!“ Erlebnis einstellen, das wir uns zunächst gar nicht haben vorstellen können.

Als ich im 2 Johannesbrief nach Aussagen über das Gebet suchte, dachte ich zunächst mal: „Fehlanzeige!“ Johannes hat in seinem 2. Brief das Gebet nicht erwähnt. Liebe und Wahrheit – das waren schon immer zwei der Themen dieses Apostels. Aber Gebet …?

Als ich länger auf die Verse schaute, entdeckte ich es! Nicht sofort erkennbar erschloss sich mir der versteckte Hinweis aufs Gebet. Findest Du ihn in den beiden folgenden Versen?

„Und nun bitte ich dich, Frau —
nicht als ob ich dir ein neues Gebot schreiben würde,
sondern dasjenige, welches wir von Anfang an gehabt haben —,
dass wir einander lieben. Und darin besteht die Liebe,
dass wir nach seinen Geboten wandeln;
dies ist das Gebot, wie ihr es von Anfang an gehört habt,
dass ihr darin wandeln sollt.“
(2 Johannes 5+6)

Natürlich sagt Johannes zunächst ausdrücklich, dass er kein neues Gebot schreibt, sondern dass es um das Urgebot geht, einander zu lieben. Dann aber definiert er Liebe und seine Definition lautet: Nach Gottes Geboten (beachte die Pluralform) zu leben. Nach Gottes Geboten zu handeln erfüllt das Gebot der Liebe.

Gebet ist kein Vorschlag Gottes; es ist ein Befehl Gottes. Anstatt jetzt 20 oder mehr Verse zu zitieren, sollen einige wenige aus dem AT und dem NT stellvertretend erwähnt werden:

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Sucht mein Angesicht!« Dein Angesicht, o HERR, will ich suchen. (Psalm 27:8)
Es sollen dir danken die Völker, o Gott, alle Völker sollen dir danken! (Psalm 67:4)
Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. (1 Thess. 5:17,18)
Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. (Jakobus 5:16)

Gebet – einschließlich dem Gebet füreinander – gehört zu den Geboten Gottes, die uns befähigen, das höchste Gebot der Liebe zu praktizieren. Immer wieder bezeugen Menschen, dass sie von Bitterkeit, Unversöhnlichkeit, Gleichgültigkeit oder Hass befreit wurden, als sie begannen, Gott zu danken und für ihren Nächsten zu beten.

„Die Gebote Gottes halten“ – wie Johannes uns in Vers 6 auffordert – dazu gehört sicher mehr als das Gebot, zu beten. Aber Gebet ist definitiv eins davon – und ein Schönes dazu!

Montag, 7. Januar 2019

Riesen

Die Geschichten der Gebrüder Grimm haben sie berühmt gemacht – die Riesen der Märchen und der Fabeln. Und weil die Geschichten nicht nur Märchen sind sondern auch märchenhaft klingen, belächelt man heute oft die Existent dieser übergroßen Wesen. Zugegeben, manchmal läuft einem jemand über den Weg, der an die Märchenfiguren erinnert, aber im Großen und Ganzen ordnet man Riesen im Reich der Fabeln ein, die es so nie gegeben hat.

Lange vor den Gebrüdern Grimm hat uns Gott wissen lassen, dass es diese „Menchen in XXXL Größe" tatsächlich gegeben hat. Es gibt Hinweise, dass sie aus der Verbindung zwischen Menschen und Geistwesen hervorgegangen sein könnten und schließlich ausgestorben sind. (1. Mose 6) Aber die Frage ihrer Herkunft ist zweitrangig.

Zum ersten Mal in Gottes Wort erwähnt wird die Existenz von Riesen in 1 Mose 6:4:

 In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch später noch

Im Land Kanaan und drumherum hatten sich Riesen angesiedelt, die 10 der 12 Kundschafter Israels so viel Angst einflößten, dass sie schließlich das ganze Volk verrückt machten.

Wir sahen dort auch Riesen, Söhne Enaks
aus dem Riesengeschlecht, und wir waren in unseren Augen
wie Heuschrecken, und ebenso waren wir auch in ihren Augen!
(4Mo 13:33)

Wohin sollen wir ziehen? 
Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht,
indem sie sagten: Das Volk ist größer und höher gewachsen als wir,
die Städte sind groß und bis an den Himmel befestigt;
dazu haben wir die Söhne Enaks dort gesehen!
(5 Mo 1:28)

Von einem König aus der Umgebung Kanaans heißt es in 5. Mose 3:11:

König Og war der letzte lebende Angehörige
 des Volkes der Refaïter gewesen, die als Riesen bekannt waren. 
In Rabba, der ammonitischen Hauptstadt,
steht noch sein eiserner Sarg. 
Er ist viereinhalb Meter lang und zwei Meter breit.

König Og war in seinem Volk der letzte überlebende Riese. Aber es gab andere Völker mit Riesen, denn wir lesen in 1 Samuel 17 die bekannte Geschichte von Goliath.

Da trat aus dem Lager der Philister ein Vorkämpfer hervor 
mit Namen Goliath,aus Gat; 
der war sechs Ellen und eine Spanne groß. (= über 3m / Vs 4)

Riesen gab es nicht nur zu Zeiten des Alten Testaments. Es gibt sie noch heute. Nicht in menschlicher Gestalt mit 3, 4 oder 5 Meter Körpergröße, aber in unsichtbarer Gestalt – manchmal so groß, dass einen die Panik der Israeliten überkommt. Die Riesen der Angst, der Sorgen, der Arbeit, der Verluste, der Trauer, der Sünde ... all die Riesen, die unsere Seelen bedrücken und uns die Hoffnung rauben. Monster!

Aber die oben zitierten Verse sind nicht alles, was die Bibel über die Riesen zu sagen hat. In 1. Chronik 20:8 lesen wir:

Diese Philister waren Nachkommen der Riesen von Gat,
aber sie wurden von David und seinen Kriegern getötet.

Riesen können von denen besiegt werden, die auf der Seite dessen stehen, der gesiegt hat: Jesus! David besiegte die Nachkommen der Riesen von Gat mit Gleichgesinnten. Riesen werden in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten besiegt. Das sollte niemand vergessen! Die Gemeinschaft der Heiligen, Gemeinschaft von Christen ist kein Kaffeekränzchen, sondern ein Miteinander auf dem Weg mit Jesus. Wer alleine unterwegs ist, muss sich über geistliche Niederlagen nicht wundern. Such die Gemeinschaft mit anderen, die sich zu Jesus halten!

Aber es gibt auch vereinzelt Situationen, in denen Gott uns herausfordert, alleine einen Riesen anzugehen. „Wenn niemand mit mir geht, doch will ich folgen!“ heißt es in einem Lied. Das war Davids Erfahrung in 1 Samuel 17. Und mit der richtigen Einstellung trat er Goliath entgegen:

Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß;
ich aber komme zu dir im Namen des Herr der Heerscharen,
des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast!
An diesem heutigen Tag
wird dich der Herr in meine Hand ausliefern.
(1 Samuel 17:45+46)

Gibt es Riesen in Deinem Leben? Sie wurden besiegt – am Kreuz von Golgatha! Lass ihnen keinen Raum in Deinem Leben. Tritt ihnen entgegen im Namen Jesu. Such die Gemeinschaft und Unterstützung der Mitkämpfer. So hat Gott es geplant. Der Herr segne Dich!
 An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meine Hand ausliefern.

Sonntag, 6. Januar 2019

Herzliche Einladung zum Jahresanfangsgottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Hesekiel 47:1-13:  Gottes Strom der Gnade!


1 Und er führte mich zum Eingang des Hauses zurück, und siehe, da floss unter der Schwelle des Hauses Wasser heraus, nach Osten hin; denn die Vorderseite des Hauses lag gegen Osten. Und das Wasser floss hinab, unterhalb der südlichen Seite des Hauses, südlich vom Altar.
2 Und er führte mich durch das nördliche Tor hinaus und brachte mich auf dem Weg außen herum zum äußeren Tor, das nach Osten gerichtet ist; und siehe, da floss von der rechten Seite [des Tores] das Wasser heraus!
3 Während nun der Mann mit einer Messschnur in seiner Hand nach Osten hinausging, maß er 1000 Ellen und führte mich durch das Wasser; und das Wasser ging mir bis an die Knöchel.
4 Und er maß [noch] 1 000 Ellen und führte mich durch das Wasser; da ging mir das Wasser bis an die Knie. Und er maß [noch] 1 000 Ellen und führte mich hinüber, da ging mir das Wasser bis an die Lenden.
5 Als er aber [noch] 1 000 Ellen maß, da war es ein Strom, den ich nicht durchschreiten konnte. Denn das Wasser war so tief, dass man darin schwimmen musste; ein Strom, der nicht zu durchschreiten war.
6 Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Und er führte mich und brachte mich wieder an das Ufer des Stromes zurück.
7 Als ich nun zurückkehrte, siehe, da standen auf dieser und jener Seite am Ufer des Stromes sehr viele Bäume.
8 Und er sprach zu mir: Dieses Wasser fließt hinaus zum östlichen Kreis und ergießt sich über die Arava1 und mündet ins [Tote] Meer, und wenn es ins Meer geflossen ist, dann wird das Wasser [des Meeres] gesund.
9 Und es wird geschehen: Alle lebendigen Wesen, alles, was sich dort tummelt, wohin diese fließenden Wasser kommen, das wird leben. Es wird auch sehr viele Fische geben, weil dieses Wasser dorthin kommt; und es wird alles gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt.
10 Und es wird geschehen, dass Fischer an ihm stehen werden; von En-Gedi bis En-Eglaim wird es Plätze zum Ausbreiten der Netze geben. Seine Fische werden sehr zahlreich sein, gleich den Fischen im großen Meer, nach ihrer Art.
11 Seine Sümpfe aber und seine Lachen werden nicht gesund; sie bleiben dem Salz überlassen.
12 Aber an diesem Strom, auf beiden Seiten seines Ufers, werden allerlei Bäume wachsen, von denen man isst, deren Blätter nicht verwelken und deren Früchte nicht aufhören werden. Alle Monate werden sie neue Früchte bringen; denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum. Ihre Früchte werden als Speise dienen und ihre Blätter als Heilmittel.

 
CCFG
Lobpreis - Gottes Wort!

Gemeinschaft - Gebet!
Gemeinsames Mittagessen 
 

Beginn: 10:30 Uhr

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:
"Die göttliche Gnade ist wie ein strömender Fluss, 
fruchtbar, reich, nie versiegend."
(Charles Haddon Spurgeon)

Samstag, 5. Januar 2019

Durch die ganze Bibel lesen? Was bringt’s?

Gestern, in unserem besonderen „Freitagscafe“, unterhielt ich mich mit M., einer lieben Christin aus einer Nachbargemeinde. Sie war ganz begeistert von ihrem neuen Programm, das sie nach und nach durch die ganze Bibel bringt.

„Zuerst, als ich anfing nach diesem Programm zu lesen, hab ich gedacht: wenn ich einen vorgegebenen Text habe, hab ich nach kürzester Zeit wieder vergessen, was ich gelesen habe,“ erzählte mir M. bei einer Tasse Kaffee. „Das machte dann auch keinen Spaß mehr. Aber dann kam mir die Idee, die alles veränderte. Jeden Morgen, wenn ich den vorgegebenen Abschnitt gelesen habe, schreibe ich mir eine kleine Andacht darüber und schicke die dann per Email an meine Freundin. Und manchmal kommunizieren wir dann darüber.“

M.’s Begeisterung und Methode begeisterten mich und sie bot an, mir die Andacht des Tages zuzumailen. Hier sind ihre Zeilen, die sie gestern an ihre Freundin schickte:

„Heute lesen wir Johannes 6 ab Vers 48

Gestern haben wir ja gelesen, dass Jesus sich selbst als Brot des Lebens beschrieb. Heute setzt er noch einen drauf. "Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer dieses Brot ist, wird ewig leben; dieses Brot ist mein Fleisch, ich gebe es, damit dir Welt leben kann." (V. 51)

"Ich sage euch, wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, könnt ihr das ewige Leben nicht haben." (V. 53)

Die Menschen werden nicht verstanden haben, dass es um was Geistliches geht. Jesus steht vor ihnen und sagt, ihr müsst mein Fleisch essen und Blut trinken. Die Leute werden gedacht haben, Jesus sei verrückt und möchte sie zum Kannibalismus verführen. Das finde ich irgendwie sogar verständlich und nachvollziehbar. 

Durch diese Aussagen haben sich viele seiner Jünger abgewandt. Zum Schluss waren nur noch die 12 Jünger übrig. Jesus fragt sie, ob sie auch weggehen wollen. Petrus Antwort zeigt, dass Jesus Worte doch zu verstehen waren. "Herr, zu dem sollten wir gehen? Nur du hast Worte, die ewiges Leben schenken. Wir glauben und haben erkannt, dass du der Heilige Gottes bist." (V. 68+69)

Petrus hat es kapiert. Aber trotzdem wird er bald leugnen, Jesus zu kennen. So sind wir Menschen. Wenn wir von irgendwas Feuer und Flamme sind, sind wir hoch motiviert, daran festzuhalten. Aber wenn dann Probleme auftauchen, ist die Motivation schnell verraucht.
Jesus sagt zum Schluss noch, dass der Verräter in den eigenen Reihen sitzt. "Ich habe euch 12 auserwählt, aber einer von euch, ist ein Teufel." (V. 70). Er spricht von Judas.
Ich wünsche dir einen schönen Tag
LG M.“

Ich bin begeistert. So wird die Stille Zeit zum Segen für mich, weil ich das Gelesene durchdenke und sogar meine Gedanken formuliere und aufschreibe. Gleichzeitig teile ich Gottes Segen, mit dem Er mich gesegnet hat, andren mit.

Ich glaube, das sind Auswirkungen, die Gott gefallen!

Wie wäre es, wenn jeder Leser dieses Blogs sich für dieses Jahr vornimmt, täglich ein Kapitel oder auch nur einen Abschnitt in der Bibel zu lesen und einen (1) hilfreichen Gedanken dazu schriftlich in einer Email festzuhalten und an eine/n (1) Freund/in zu senden?!

Es wäre Segen in mindestens doppelter Ausführung: Gottes Segen direkt für Dich und Sein Segen durch Dich für eine andere Person. Der Herr segne Dich!

Es würde mich interessieren, wie Du darüber denkst. Schreib mir doch eine kurze Mail über das Kontaktformulasr im Seitenfenster oder komm morgen zum Gottesdienst und sprich mich an.

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Gottesdienstbeginn: 10:30 Uhr

Freitag, 4. Januar 2019

Lebensmotto

Hast Du eins? Man muss keins haben! Aber es ist oft interessant und motivierend, das Lebensmotto von Menschen zu kennen. Manche haben klar formulierte Sätze, die sie über ihr Leben gestellt haben. Andere haben durch ihr Leben, ihre Bücher, Predigten und Aussagen ein inoffizielles Motto über ihrem Leben, auch wenn sie es so nie bewusst als ihr Leitbild formuliert haben. Hier das Lebensmotto einiger Menschen: 

Georg Müller:
„Es gab einen Tag, an dem ich starb, gänzlich starb. Ich starb Georg Müller, seinen Meinungen, seinen Liebhabereien, seinem Geschmack und Willen; ich starb der Welt, ihrem Beifall oder ihrem Urteil; ich starb sogar dem Beifall oder Tadel der Brüder und Freunde; und seit der Zeit habe ich nach nichts mehr gestrebt, als dass Gott mein Tun billige.“

Paulus von Tarsus:
Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn. 

Ian Thomas:
Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.

Jesus von Nazareth:
Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Billy Graham:
So wie ich bin, so muss es sein, nicht meine Kraft, nur Du allein! Dein Blut wäscht mich von Flecken rein. O Gottes Lamm, ich komm', ich komm'!

William Booth:
Solange es noch eine Seele gibt, in der das Licht Gottes nicht scheint, will ich kämpfen!

John Wesley:
Das Beste von allem ist, dass Gott mit uns ist

Martin Luther:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich noch heute ein (Apfel-)Bäumchen pflanzen!
 
Mein Lebensmotto:
Denn die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Habakuk 2:14)

Und Deins?

Donnerstag, 3. Januar 2019

Die Einladung vom 21. Juli 2018

Vom 16.-21. Juli im vergangenen Jahr ging es um verschiedene Aspekte der Verheißungen Gottes. Am 21.7. gab es die Einladung, mir Lieblingsverheißungen zuzusenden. Zwei Mails erreichten mich und damit wollen wir dieses neue Jahr beginnen. Tatsächlich sind es Verheißungen, die jeder von uns über dieses neue Jahr setzen sollte. MIT diesen Verheißungen im Herzen und im Kopf wird das Jahr 2019 sicher ein ganzes Stück leichter!

Als eine seiner Lieblingsverheißungen schrieb Jo:

Alle eure Sorgen werft auf Ihn. Er sorgt für euch.
(1 Petrus 5,7)

Wird das überhaupt nötig sein? JA! Für alle von uns – und die meisten wissen es. Schauen wir zurück auf das vergangenen Jahr, gab es mehr Sorgen, als wir erwartet hatten. Für die einen lagen sie auf dem Gebiet der Gesundheit, für andre im zwischenmenschlichen Bereich, andere machten sich Sorge über die Zukunft, über ihre Finanzen oder irgendeinen anderen Bereich. Sorgen haben wir alle und werden wir alle haben. (Ich könnte jetzt schon so 8-10 Sorgen ohne großes Überlegen nennen). Sorgen sind normal, sind menschlich und sind verständlich.

Weil aber Gottes Kinder einen Vater im Himmel haben, dem keine Grenzen gesetzt sind, der tun kann, was Er möchte, der Seine Kinder liebt, kennt und ihnen Gutes tun möchte, darum dürfen wir Ihm unsere Sorgen nennen, sie Ihm ins Ohr flüstern oder Ihm entgegen rufen. Er möchte das! Er lädt uns dazu ein. Er freut sich, wenn wir es tun.

Gut zu verbinden mit Jo’s Lieblingsverheißung ist die von Karin. Sie nennt den Vers aus 2. Mose 14,14:

"Der Herr wird für Euch streiten, und ihr werdet stille sein!"

Diese Verheißung gab Gott Seinem Volk, als ihre Sorgen unüberwindbar riesig waren. Sie sahen sich dem sicheren, garantierten Tod ausgeliefert. Es gab keinen Ausweg, auch keinen, den sie hätten versuchen können. Wie eine Maus in einer Lebendfalle, so saßen sie fest. Zwischen dem Rote Meer auf der einen Seite und einer schwer bewaffneten ägyptischen Armee auf der anderen Seite saßen sie dazwischen – ohne Waffen, ohne Training, mit Frauen, Kindern, Gepäck, Tierherden – ein gefundenes Fressen für ihre Feinde.

"Der Herr wird für Euch streiten, und ihr werdet stille sein!"
(2 Mose 14,14)

Diese Verheißung ruft Mose ihnen im Namen ihres Gottes zu.  Wie? WIE – BITTE SCHÖN? … soll man stille sein, wenn kein noch so kleiner Lichtschimmer zu sehen ist? Weder im Blick nach vorne – da wartet das mörderische Meer – noch im Blick nach hinten – da kommen die mörderischen Armeen. Einfach nur hoffnungslos! Aber es bleibt – oft vergessen - eine weitere Blickrichtung: nach oben. Da wartet der Herr. Er wartet darauf, dass wir Ihm unsere Sorgen bringen, unsere Lasten und unsere Unmöglichkeiten. Wenn wir Ihm unsere Sorgen abgeben, wird Er für uns streiten und wir können stille sein.

Lasst uns diese beiden Verheißungen über dieses Jahr stellen und uns daran festhalten – egal, welche Wellen auf uns zukommen werden. Lasst uns die Sorgen dem Herrn anbefehlen (Er hört sie sich gerne auch mehr als einmal an!). Und dann lasst uns zuschauen, wie der Herr sich um uns kümmert und unsere Herzen stille werden in Ihm und durch Ihn.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Bereitet dem Hern den Weg! (2)

Gestern , zum Jahresanfang, hatten wir uns die Verse aus Jesaja 40:3-5 vor Augen gehalten und uns ermutigen lassen, dem Herrn das Jahr 2019 zu geben. Ihm gehört es ja sowieso. Ebenso unsere Zeit – 8760 Stunden im Jahr. Wenn wir den Zehnten unserer Zeit dem Herrn geben, haben wir viel, viel Zeit, für den Herrn zu rufen, Licht zu sein und Salz der Erde.

Die Stimme eines Rufenden ertönt:
In der Wüste bereitet den Weg des Herrn,
ebnet in der Steppe eine Straße unserem Gott!
Jedes Tal soll erhöht
und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden;
was uneben ist, soll gerade werden,
und was hügelig ist, zur Ebene!
Und die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren,
und alles Fleisch miteinander wird sie sehen;
denn der Mund des Herrn hat es geredet.

Selbst mit weniger als dem Zehnten unserer Zeit – vielleicht 7,5 oder auch nur 5% – (was kein Vorschlag sein soll), wär es immer noch ein herrlicher Zeitrahmen, der dem Herrn gezielt in unserem Leben zur Verfühung stünde. Aber was ist ein „Rufender für den Herrn“?

Vs 3: spricht nur von einem Rufenden. Rufende sind eine erschreckende und verschwindende Minderheit. Darum fordert der Herr auch Seine Jünger dringend auf, dafür zu beten, dass der Herr der Ernte „Rufende“ in Seine Ernte schickt. Aber sie rufen für den Herrn! Es gibt keine bessere Botschaft, in die Welt hineinzurufen.

Vs 3: spricht außerdem davon, wo wir rufe sollen: in der Wüste! Da soll der Weg bereitet werden. Dort, wo oft keine fruchtbringende Arbeit möglich scheint, wo es oft öde aussieht und viele versteckte Gefahren lauern. Genau hier soll ein Weg für den Herrn bereitet werden.
Wüsten sind nicht die angenehmsten Plätze der Welt und auch nicht die bevorzugten Arbeitsplätz. Aber hier möchte der Herr Dich für viele Stunden als Rufer gebrauchen!

Vs 4: beschreibt etwas in der Regel Unmögliches. Täler werden nicht einfach zur Ebene erhöht – ebensowenig wie Berge zur Ebene erniedrigt werden. ABER DAS SOLL UND WIRD WERDEN – mit dem Ergebnis, dass Gottes Herrlichkeit und Wirken darin gesehen werden wird. Das geschieht durch das Wunderwirken Gottes! Und Er möchte Dich als Teil des Wunders einbeziehen.

Vs 5: Der Herr hats geredet – es wird geschehen!

Es lohnt sich so sehr, unser Leben mit und für Jesus zu leben. Es lohnt sich so sehr, Ihm nicht nur den Zehnten unserer Zeit zu geben, sondern alles – unser ganzes Leben, das Er sich ja eh erkauft hat durch Sein kostbares Blut.

Bereite dem Herrn den Weg!

Dienstag, 1. Januar 2019

Bereitet dem Herrn den Weg!

Ein neues Jahr liegt vor uns – 12 Monate = 52 Wochen = 365 Tage = 8760 Stunden. Das ist eine lange Zeit – je jünger wir sind, umso langsamer scheint sie zu vergehen; je älter wir werden, umso schneller scheint sie zu verfliegen.

Sollten wir dieses Jahr überleben, (ich will ja nicht negativ klingen, aber keiner von uns weiß, wann der Herr uns rufen wird,) dann haben wir 8760 Stunden zu füllen. 8760 Stunden, vom Herrn geschenkte Zeit, um für Ihn zu leben, für Ihn zu leuchten und Ihn zu bezeugen. Der Prophet Jesaja schreibt in Kapitel 40:3-5:

Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg,
macht in der Wüste eine ebene Bahn unserm Gott!
Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel
sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade,
und was hügelig ist, soll eben werden;
denn die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden,
und alles Fleisch miteinander wird es sehen;
denn des Herrn Mund hat's geredet.

Hier haben wir unseren Auftrag erhalten: den Weg des Herrn zu bereiten. Er kommt! Definitiv: JESUS WIRD KOMMEN! Ob das in diesem Jahr sein wird, dass weiß nur Gott selbst, aber wir sind eingeweiht in die Tatsache, dass Er kommen wird. Und mittlerweile können wir sagen, dass dies jederzeit sein kann; es kann durchaus in diesem Jahr sein, oder in diesem Monat – vielleicht heute. Wie wichtig, Ihm den den Weg zu bereiten. Jesus sagt uns in Matthäus 24:46:

Selig ist dieser Knecht, welchen sein Herr,
wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird.

Jeder von uns hat Verantwortung „im Diesseits“. Wir müssen arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir erziehen unsere Kinder, kümmern uns um Haus und Garten, waschen unser Auto, gehen Einkaufen, halten die Wohnung sauber und in Ordnung ... und ... und ... und. All das schließt das „Wegbereiten für Jesu Kommen“ nicht aus. Wenn wir leben, als käme Er heute, wird all unsere andere Arbeit durchdrungen sein von dem Gedanken: Ich möchte so leben ... so meinen Alltag gestalten ... so meine „Diesseitsarbeiten“ tun, dass ich nicht negativ überrascht werde, wenn Jesus plötzlich da ist. Hier ein nachdenkenswerter Gedanke:

Das Jahr hat 8760 Stunden. Was Finanzen angeht, halten sich viele Christen an den Massstab: „Mindestens 10% gehören Gott, egal wie gut oder schlecht es mir geht.“ Was, wenn wir das auch auf andere Bereiche unseres Lebens anwenden würden? Dem Herrn gehören ja nicht nur unsere Finanzen, sondern unser ganzes Leben. Das sind in diesem Jahr 8760 Stunden. Sie alle gehören Jesus – zu 100%. Aber wir haben unsere Alltagsarbeiten, die getan werden müssen. Die machen aber keine 8760 Stunden voll. 10% unserer Stundenzahl wären 876 Stunden. Wenn wir die gezielt für Jesus einsetzen, dann wird es garantiert (positive) Veränderungen in unserem Leben geben.

Jetzt ist das alles eine rein rechnerische Angelegenheit. Es mag uns monumental vorkommen, 876 Stunden gezielt für Jesus beiseite zu setzen. Das darf auch kein Gesetz werden. Es darf uns aber durchaus zum Nachdenken anregen. Wieviel Stunden schaue ich fern, wieviel Tage verbringe ich im Urlaub, wieviel Tage widme ich meinem Hobby, wieviel Stunden verbringe ich außerberuflich im Internet ... usw. Sind 10% meiner Zeit im Jahr 2019 wirklich zu viel verlangt, wenn sie dem gegeben werden, der mich für die Ewigkeit gerettet hat und dem – sind wir ehrlich – 100% meines Lebens und meiner Zeit gehört?

In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg,
macht in der Wüste eine ebene Bahn unserm Gott!
Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel
sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade,
und was hügelig ist, soll eben werden;
denn die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden,
und alles Fleisch miteinander wird es sehen;
denn des Herrn Mund hat's geredet.

Bete darüber – und dann triff Deine Entscheidung. Es mag Dich anfangs Opfer kosten. Aber der Herr lässt sich nichts schenken. Wer für Ihn lebt, wird die Schleußen des Himmels offen sehen! 
Ich wünsche jedem Leser ein durch offene Himmelsschleußen gesegnetes 2019!