„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 10. April 2018

Nie zu spät!

Kürzlich sah ich mir mit Freunden den JESUS Film an – übrigens der meistgesehene Film (mehrere Milliarden Menschen) und der meist übersetzte Film der Geschichte (1625 Sprachen) mit über 500 Millionen angegebenen Entscheidungen für Jesus. Wir schauten uns die Version in der Farsie Sprache an und ich verstand – außer „Isa Masih“ (Jesus Christus) kein einziges Wort. Trotzdem wurde ich durch die verfilmten Geschichten der Bibel ganz neu angesprochen und ermutigt.

Zuerst fiel mir im Vorspann des Films auf, wie Abraham erwählt wurde. Er hatte das Vorrecht, Gründungsvater des jüdischen Volkes zu werden. Er hatte auch das Vorrecht, sein Liebstes Gott opfern zu dürfen. Abraham sollte seinen Sohn Isaak, den Sohn der Verheißung, als Opfer Gott darbringen. Erst in buchstäblich letzter Sekunde gebot Gott ihm Einhalt. Für Gott war es ein Zeichen tiefster Liebe seitens Abraham. Für Abraham war es eine Glaubensprüfung, die sein ganzes Leben zeichnete. Was zu mir sprach war die Tatsache, dass Gott in letzter Sekunde einschritt. Nicht schon, als Abraham Tage zuvor alles vorbereitete. Nicht als er am Fuß des Opferberges Moriah die Knechte zurückließ und alleine mit Isaak weiterzog. Nein, erst als Abraham das Messer in der Hand hatte stoppte Gott die Aktion. Spät – für menschliche Beurteilung. Aber nicht zu spät! Gerade zur richtigen Zeit Gottes!

Dann zeigte der Film das Leben Jesu – von Geburt bis Himmelfahrt. Meine Gedanken wanderten zu Galater 4:4, wo es heißt:

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn,
geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,

Jesus Sendung kam nicht zu früh und nicht zu spät für diese Welt. Sie kam, als alles vorbereitet war. Menschen konnten das weder beurteilen noch entscheiden. Aber Gott kannte den perfekten Zeitpunkt für Jesu Menschwerdung, Sein Leben, Sterben und Auferstehen. Jahrtausende hatten die Menschen auf den Messias gewartet – jetzt kam Er, und Er kam nicht zu spät. Er kam zu Gottes perfektem Zeitpunkt.

Im Film wurde gezeigt, wie Jairus zu Jesus kam und durch die Menschenmenge zu Ihm schrie: „Herr, komm schnell, mein Kind liegt im Sterben.“ Dann kamen Jairus’ Knechte und sagten ihrem Herrn, dass es zu spät sei. Seine Tochter war tot. Aber Jesus kommt nie zu spät. Ähnlich erging es Jesu Freund Lazarus. Seine Schwestern hatten Jesus rufen lassen. „Komm schnell. Lazarus ist (tot)krank! Beide Male zögerte Jesus. Die erbetene Heilung fand beide Male nicht statt. Beide Male kam Jesus zu spät, um zu heilen. Tatsache ist: Er hatte Gewaltigeres vor. Er holte Jairus' Tochter und seinen Freund Lazarus aus dem Tod zurück. Die Verwandten mussten denken: „Jesus ist zu spät gekommen. Der Herr hat unser Rufen nicht erhört. Der Herr hört nicht, wenn wir Ihn am dringendsten brauchen!“ Falsch! Der Herr ist gerade da, wenn wir Ihn am dringendsten brauchen. Er lässt das „kleinere Geschenk“ liegen, um uns mit einem größeren zu überraschen. Jesus ist nie zu spät.

Gehen uns nicht oft ähnliche Gedanken durch den Kopf? Gedanken wie: Jesus hat uns nicht gehört … Er hat unsere Gebete nicht erhört … Jetzt gibt es nichts mehr zu erhören; es ist zu spät … Wir sind zu unwichtig für Ihn; unsere Anliegen interessieren Ihn nicht … 
Vielleicht sind es nicht genau diese Gedanken, aber ähnliche.

Die Bibel ist voll von Beispielen, die uns zeigen: Jesus kommt NIE zu spät. Gottes Uhren ticken anders und Seine Gedanken sind höher als unsere. Aber immer ist Er für uns da, hört uns und geht mit uns um nach seiner Barmherzigkeit!

Mehr über Jesus gibts morgen Abend an unserem Jüngerschaftsabend. Möchtest Du Jesus kennenlernen, Ihn besser kennenlernen, Ihm begegnen? Komm und lern Jesus mit uns besser kennen.

Calvary Chapel Freier Grund
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)

57290 Neunkirchen-Zentrum

Beginn: 19:30 Uhr
 HERZLICH WILLKOMMEN!
Wir freuen uns auf Dich!

Montag, 9. April 2018

Psalm 107 - Egal, was es ist!

Psalm 107 hat ein Muster. Immer wieder werden Verfehlungen oder Nöte des Volkes erwähnt, immer wieder wird zum Herrn geschrien und immer wieder hilft Er ihnen aus ihrer Not – egal, was es ist!

1 "Preist den Herrn, denn er ist gut!  Ja, seine Güte hört niemals auf!",
2 so sollen sagen die Erlösten des Herrns. Er hat sie aus der Gewalt ihrer Bedränger befreit,
3 aus fremden Ländern wieder heimgebracht, vom Osten und vom Westen her, vom Norden und vom Meer.
4 Sie irrten umher in wegloser Wüste, eine Stadt als Wohnort fanden sie nicht.
5 Von Hunger und Durst gequält, schwand ihr Lebenswille dahin.
6 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not,  der rettete sie aus aller Bedrängnis.
7 Er brachte sie auf den richtigen Weg und führte sie zu einer bewohnbaren Stadt.
8 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut.
9 Denn er hat den Verdurstenden zu trinken gegeben,  den Hungernden gute Nahrung verschafft.
Diese Gruppe wurde bedrückt, waren fern ihrer Heimat. War es die irdische Heimat, der sie fern waren, wie heute so viele? War es die geistliche Heimat, nach der sie sich sehnten? Jedenfalls war ihr Leben ein Umherirren! Leib, Seele und Geist waren hungrig und durstig. Als sie zum Herrn schrien, brachte Er Erlösung. Sie fanden Heimat. Ihr Hunger wurde gestillt.

10 Die in Dunkelheit und Finsternis lebten, gefesselt in Elend und Eisen,
11 sie hatten den Worten Gottes getrotzt und den Rat des Höchsten verachtet.
12 Nun beugte er durch harte Schläge ihren Trotz, sie lagen am Boden und niemand half.
13 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis,
14 führte sie aus dem tiefen Dunkel heraus und zerriss ihre Fesseln.
15 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut. 16 Denn er zerbrach die ehernen Tore, zerschlug die eisernen Riegel.
Die zweite Gruppe sitzt in Finsternis und Ketten. Wie viele sind das heute! Nicht nur die um ihrer Schuld willen Gebeugten. Wie viele sitzen in seelischer Finsternis, gekettet an Hoffnungslosigkeit und der quälenden Schwachheit, sich nicht mehr selbst aufrichten zu können. Nicht mal der nächste Schritt ist erkennbar. Als sie zum Herrn schrien, brachte Er Licht. Sie fanden wunderbare Befreiung durch Ihn.

17 Die dumm und trotzig aufbegehrten, brachten durch ihr Sündenleben nur Leid und Elend über sich.
18 Sie ekelten sich vor jeder Speise, sie standen direkt vor dem Tod.
19 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis.
20 Er schickte sein Wort und heilte sie und bewahrte sie so vor dem Grab.
21 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut.
22 Sie sollen Dankopfer bringen, jubelnd erzählen von dem, was er tat.
Auch solche hat es immer gegeben, gibt es immer wieder und wird es immer wieder geben. Sie denken, es sei „Leben“, dabei ist es nur Sünde. Sie erwarten Freiheit und Freude und ernten Leid und Elend. Schließlich wird der Hunger nach mehr Leben zu Ekel vor dem Leben, und der Absturz steht kurz bevor. Doch dann: Als sie zum Herrn schrien, brachte Er wahres Leben, Heil und Heilung in Ihm.

23 Die das Meer mit Schiffen befahren, um in Übersee Handel zu treiben,
24 sie sahen die Werke des Herrns, seine Wunder auf hoher See;
25 wenn er sprach und einen Sturm bestellte, der die Wellen in die Höhe warf,
26 sodass sie gen Himmel stiegen und wieder in die Tiefen sanken und ihre Seele vor Angst verging.
27 Wie Betrunkene wankten und schwankten sie und waren mit ihrer Weisheit am Ende.
28 Sie schrien zu dem Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis
29 und brachte den Sturm zur Stille, und die Wellen beruhigten sich.
30 Sie freuten sich, dass es still geworden war und er sie in den ersehnten Hafen führte.
31 Sie sollen den Herrn loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut.
Nicht jede Not ist verschuldet durch persönliche Sünde. Manche Not bringt das Leben in einer gefallenen Welt. Andere Nöte sind Gott-gesandt, um uns mächtiges Gott-Erleben zu ermöglichen. Auch solche Nöte müssen nicht schweigend durchgestanden werden. Wer zum Herrn schreit in seiner Not, den wird der Herr zur Ruhe kommen lassen und in den „ersehnten Hafen" lotsen. Der Herr, unser Lotse!

32 In der Versammlung des Volkes sollen sie ihn rühmen, ihn loben im Ältestenrat!
33 Er machte Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürrem Land.
34 Und wegen der Bosheit seiner Bewohner machte er fruchtbares Land zur salzigen Steppe.
35 Andererseits machte er Wüste zum Wasserteich, Wasserquellen sprudelten im trockenen Land.
36 Dort siedelte er die Hungernden an. Sie gründeten einen Wohnort,
37 bestellten die Felder und legten Weinberge an. Sie brachten reiche Ernten ein. Er segnete sie und sie vermehrten sich sehr, auch ihre Viehherden waren groß.
39 Dann wurden sie geringer an Zahl, bedrückt durch Unglück und Kummer.
40 Er goss Verachtung über Vornehme aus, ließ sie irren in wegloser Wüste.
41 Er holte die Armen aus dem Elend heraus, ihre Familien vermehrten sich sehr.
42 Die Anständigen sehen es und freuen sich, und aller Bosheit wird das Maul gestopft.
Loben sollen ihn alle diese Gruppen. Egal, was es ist – wir dürfen zu Ihm schreien und werden Seine Hilfe erfahren. Das Erfahren Seiner Hilfe soll dann allerdings bei allen, die zu Ihm gerufen und Seine Hilfe erfahren haben, etwas bewirken: Klares, lautes Gotteslob. So wie Er sich nicht geschämt hat, uns zu hören und zu helfen, so sollen wir uns nicht schämen, Ihm zu danken, Ihn zu loben und zu rühmen. Diese letzten Verse listen noch einmal einige der vielen Dinge, die Er für uns getan hat.

43 Wer weise ist, soll sich das merken und verstehen, wie reich die Gnade des Herrn ist.

Bist Du weise? Ich bitte den Herrn, mich weise zu machen! Egal, was es ist! Ich möchte mir das merken und (immer besser) verstehen!

Sonntag, 8. April 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss 

Predigttext heute

Apostelgeschichte 4:23-37

23 Nach ihrer Freilassung gingen Petrus und Johannes zu ihren Mitchristen und berichteten alles, was die Hohen Priester und Ratsältesten zu ihnen gesagt hatten.  
24 Als Reaktion darauf beteten alle miteinander einmütig zu Gott. Sie sagten: "Du alleiniger Herrscher! Du hast den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen und alles, was in ihnen ist.  
25 Durch den Heiligen Geist hast du unseren Vater David, deinen Diener, sagen lassen: 'Was soll das Toben der Völker? Weshalb schmieden sie nutzlose Pläne?  
26 Die Herrscher der Erde empörten sich und die Machthaber verbündeten sich gegen den Herrn und seinen Messias.' 
27 Tatsächlich haben sich hier in dieser Stadt Herodes und Pontius Pilatus mit den Heidenvölkern und den Stämmen Israels gegen deinen heiligen Diener verbündet, gegen den, den du gesalbt hast, Jesus.  
28 Doch haben sie damit nur das getan, was du in deiner Macht schon längst beschlossen und bestimmt hattest.  
29 Und jetzt, Herr, sieh ihre Drohungen an, und hilf deinen Sklaven, die Botschaft von dir mutig und frei zu verkündigen.  
30 Erweise deine Macht und lass durch den Namen deines heiligen Dieners Jesus Heilungen, Zeichen und Wunder geschehen."
31 Als sie so gebetet hatten, bebte die Erde an dem Ort, wo sie versammelt waren. Sie alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und verkündigten die Botschaft Gottes mutig und frei. 
32 Die ganze Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Niemand betrachtete etwas von seinem Besitz als privates Eigentum. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam.  
33 Machtvoll bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus und ein großer Segen lag auf ihnen allen. 
34 Keiner in der Gemeinde musste Not leiden, denn wer ein Haus oder ein Grundstück besaß, verkaufte es, wenn nötig, und stellte das Geld der Gemeinde zur Verfügung.  
35 Man tat das, indem man es vor die Apostel hinlegte. Davon wurde jedem Bedürftigen zugeteilt, was er brauchte.  
36 So machte es auch Joseph, ein Levit, der aus Zypern stammte und von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte, was "einer, der andere ermutigt" bedeutet.  
37 Er besaß ein Grundstück, verkaufte es und legte das Geld vor die Apostel hin.
 
Anbetung


Predigt

(parallel Kindergottesdienst)


Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst

Auf Wunsch Gebet

Einladung zum gemeinsamen Mittagessen

Beginn: 10:30 Uhr

 

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude) 
57290 Neunkirchen-Zentrum

 

HERZLICH WILLKOMMEN!

Wir freuen uns auf Dich!

Sonntagszitat:

Wer sich absondert, geht nur seinen eigenen Wünschen nach; 
er verweigert alles, was heilsam ist.
(Sprüche 18:1)

Es ist genug, wenn uns der Geist Gottes den Herrn Jesus enthüllt.  
Es genügte dem Stephanus inmitten seiner Verfolger  
und es genügt uns in unseren Schwierigkeiten und Versuchungen,  
in den großen und kleinen Anfechtungen.
(Robert Cleaver Chapman)

Samstag, 7. April 2018

Ist Jesus es wert?

Mit diesem Gedanken endete der Film, den ich mir gestern Abend angeschaut habe. Es ist die Verfilmung des absolut lesenswerten Buches von Nik Ripken: „Gottes unfassbare Wege“.

Im Film und im Buch geht es um den Autor, der Gott mit seiner Familie in den gefährlichen Gebieten der Welt diente. Während seines Dienstes erfuhr er eine schreckliche, persönliche Prüfung. Daraufhin macht er sich auf die Reise in sechs Länder, in denen Christen verfolgt werden und führt mit vielen von ihnen Interviews durch. „Ist Jesus es wert?“ Ist Er es wert, unser Leben für Ihn zu leben und deshalb für Ihn zu leiden … zu sterben? Ist Er es wert, unsere Komfortzone, unser Wohlfühlleben zu verlassen und so zu leben, wie Er es will?

Das Buch verändert! Man sollte es (um nicht zu sagen ‚muss es’) unbedingt gelesen haben. Und der Film rüttelt wieder neu auf, wenn der Eindruck des Buches verblasst. (Leider gibt’s den Film nur in Englisch)

Offenbarung 12:11 beschreibt solche, die ihr Leben nicht wert achteten, weil sie verstanden, dass Jesus es alles wert war – allen Einsatz, alle Kraft, allen „Verlust“, alle Tränen, alle Mühe, alle Risiken … bis zum ultimativen Preis. Stimmen wir dem zu? Stimmst Du dem zu? Welche Auswirkungen hat unsere Zustimmung, Deine Zustimmung? Welche Auswirkungen hat unser Zögern, Dein Zögern. In Offenbarung 12:11 lesen wir:

„Und sie haben ihn überwunden
um des Blutes des Lammes
und um des Wortes ihres Zeugnisses willen
und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!“

Ich werde erinnert an die Osterpredigt vor wenigen Tagen. Es ging darum, was die Auferstehungskraft in Jesusjüngern bewirkt. John und Mary Ann Paton wurden erwähnt.

Als die ersten beiden schottischen Missionare, die zur Missionsarbeit auf die Neuen Hebriden im Südpazifik geschickt wurden, auf den Inseln ankamen, wurden sie am Tag ihrer Ankunft von Kannibalen getötet und gegessen. Danach war es äußerst schwierig, Freiwillige für den Missionsdienst zu finden.

John und Mary Ann Paton entschlossen sich zu gehen, obwohl wohlmeinende Leute ihrer Gemeinde versuchten, sie davon abzubringen. Bremser gab es schon immer in jeder Gemeinde, besonders, wenn es um Mission und den Preis der Nachfolge geht. Ein älterer Mann warnte sie, dass sie v. Kannibalen gefressen werden würden. Paton antwortete diesem Mann: (ACHTUNG! DAS MUSS MAN JETZT VERSTEHEN):

"Ich bekenne dies: Wenn ich nur leben und sterben kann, indem ich dem Herrn Jesus diene und Ihn ehre, dann macht es für mich keinen Unterschied, ob ich von Kannibalen oder Würmern gefressen werde; und an dem Großen Tag wird mein Auferstehungsleib so herrlich auferstehen wie Deiner – in Ähnlichkeit unseres auferstandenen Erlösers." 

Nach fünfzehn Jahren fruchtbaren Dienstes wurden fast alle Bewohner der Insel Aniwa, auf der Paton tätig war, zu Christen.

DASS Jesus es wert ist, erfährt nicht der, dessen Herz auf das Leben, Vorwärtskommen und Überleben in dieser Welt gerichtet ist. Dass Jesus es wert ist, erfährt und lebt nur der, dessen Augen tagtäglich – in dieser Welt – auf Jesus gerichtet sind.

Jeden Sonntagmorgen ist das unser Anliegen. In unserem Gottesdienst geht es um den, der es wert ist, ganz für Ihn zu leben: Jesus. Wir laden Dich ein, dabei zu sein mit uns Gottesdienst zu feiern und es mit uns zu lernen, jeden Tag auf Ihn zu schauen und jeden Tag neu zu erkennen, dass Er es wert ist.
 

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn 10:30 Uhr
HERZLICH WILLKOMMEN!

Freitag, 6. April 2018

Die BILD hat recht!

Freitagmorgen 5:20 Uhr beim Bäcker. Ich stehe an der Kasse, um die Brötchen für unsere Frühgebetsgruppe zu zahlen und mein Blick fällt auf den Stoß BILD Zeitungen, der an der Kasse liegt. Mit typischer BILD Übergröße springt mich die Schlagzeile an: GEFAHR AUS DEM ALL! – Mehr lese ich nicht (!)– und zu den 4 gelesenen Worten kann ich aus tiefem Herzen sagen: Da haben sie recht! Allerdings hat mich die Schlagzeile weder überrascht, noch erschreckt, denn das wußte ich seit langem. Woher? Aus Gottes Wort! Hier einige Auszüge:

 Vor ihm erzittert das Land und bebt der Himmel, Sonne und Mond werden finster, und die Sterne halten ihren Schein zurück. ... Und ich will Wunderzeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. Und es soll geschehen: Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden ... Sonne und Mond kleiden sich in Trauer, und die Sterne verlieren ihren Schein, ...  (Joel 2:10; 3:3-5; 4:15)  Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. (Matthäus 24:29)  Und der vierte Engel stieß in die Posaune; da wurde der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne geschlagen, damit der dritte Teil von ihnen verfinstert würde und der Tag für den dritten Teil seiner Dauer kein Licht habe, und die Nacht in gleicher Weise. (Offenbarung 8:12) 

Man könnte viele, viele weitere Bibelverse zitieren, die alle genau das andeuten, was sich vor unseren Augen abspielt. Sicher, wir erleben noch nicht den „worst-case scenario“ – das Schlimmste, das möglich ist. Noch ist es ein Wetterleuchten, das uns erinnert, was Gott angekündigt hat. Die einen warnt es, dass die Wiederkunft Jesu näher ist, als sie dachten. Andere erfreut es, dass die Wiederkunft Jesu so nahe bevorsteht. Wieder andere werden wachgerüttelt, weil sie plötzlich die Zuverlässigkeit biblischer Prophetie erkennen und eine weitere Gruppe tut alles als Zufall oder Schicksal ab. 

Was sich aber tatsächlich vor 5 Jahren in Russland abgespielt hat, kann man schon als vorapokalyptisches Wetterleuchten bezeichnen. Zwar treten täglich Tausende von Meteoriten in die Erdeatmosphäre ein, viele verglühen jedoch oder stürzen auf unbewohntes Gebiet. Dazu gehörte u.a. die außer Kontrolle geratene chinesische Raumstation "Tiangon-1", die vor 4 Tagen über dem Südpazifik abstürzte und glücklicherweise in der Erdatmosphäre verglühte. Das Unglück im Jahr 2013 gehört in eine andere Liga. Eine ganze Region war betroffen, über 1200 Verletzte, Dutzende lage lange in den Krankenhäusern und ein großes Maß an Zerstörung, an dessen Beseitigung über 20.000 Helfer arbeiteten. Nur wenige Stunden später raste Asteroid 2012 DA14 nur haarscharf (verglichen an der Größe des Universums) an unserer Erde vorbei. 

Reaktionen auf solche ‚Gefahr aus dem All’ sind verschieden. In Offenbarung 16:21 heißt es:

Und ein großer Hagel wie Zentnergewichte 
fiel vom Himmel auf die Menschen; 
und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels; 
denn diese Plage ist sehr groß. 

Die einen lästern. Sie ignorieren die Tatsache, dass unsere Gegenwart von Gott prophetisch beschrieben wurde. Sie verleugnen Gott, vertrauen sich selbst oder ergeben sich den Gewalten. Die andere Gruppe wird im oben zitierten Text aus Joel 3:5 beschrieben:
 
Wer des Herrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden

Und so schließe ich den Eintrag heute ab mit der Aussage: Die BILD hat recht. Es droht ‚Gefahr aus dem All’. Und die Gefahr von dort wird nicht ab- sondern zunehmen. Die größere Gefahr droht allerdings nicht von außen, sondern von innen, vom Herzen der Menschen, die statt den Namen des Herrn anzurufen, Ihn lästern, Seine Warnungen ignorieren und ohne ewiges Heil bleiben. 

Und für mich? Und für Dich (die wir mit Jesus leben)? Wie groß ist die Gefahr für uns? Ich möchte mich nicht zum Sprachrohr aller machen, aber ich denke, es ist legitim zu sagen: Die Gefahr für uns ist minimal. Absolut minimal. Die Warnungen des gegenwärtigen Wetterleuchtens, die treffen auch uns. Das richtige „Donnerwetter aus dem All“ wird allerdings erst losgehen, wenn wir nicht mehr da sind. (Darüber vielleicht ein andermal). Die momentane Gefahr aus dem All mag uns ein Maß an Unannehmlichkeiten bringen – aber eine wirkliche Gefahr? Kaum! Eine mögliche momentane Beeinträchtigung für Leib und Gut – Ja. Einen Kratzer für unsere ewigen Seelen? Nein!

Donnerstag, 5. April 2018

Vergebung

In einem Buch über den Bürgerkrieg in den USA wird von einem General Lee berichtet, der eine Frau im Süden der USA besucht. Die Frau bittet den General, ihr zu folgen und führt ihn zu den Überresten eines zerstörten Baumes im Vorgarten ihres Hauses. Hier beginnt sie, bitterlich zu weinen. Unter Tränen klagt sie dem General ihr Leid, dass die Nordstaaten mit ihrem Artilleriefeuer Stamm und Äste des Baumes zerstört hatten. Während sie erzählte, schaute sie General Lee an, als erwarte sie zumindest ein verständnisvolles Wort oder eine Verurteilung des Nordens.

Nach einem stillen Moment sagte Lee: „Gute Frau, hauen Sie den Baum ganz ab und vergessen Sie ihn!“ Der General hatte verstanden, dass es besser ist, die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit zu vergeben, statt an ihnen festzuhalten. Wenn Bitterkeit Wurzeln schlägt, wird der Rest des Lebens vergiftet.

Vor einer knappen Woche haben wir eins der wichtigsten Wochenenden der Christenheit gefeiert. Wir haben uns erinnert, dass Jesus uns durch seinen Tod am Kreuz unsere Sünden vergeben hat. Gottes Wort ruft uns in Jesaja 53:4+5 zu:

Fürwahr, er hat unsere Leiden getragen
und unsere Schmerzen auf sich geladen;
wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen
und niedergebeugt.
Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt,
wegen unserer Missetaten zerschlagen;
die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten,
und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.

Ernstes und herrliches Karfreitaggeschehen!

Dazu hat Er uns durch seine Auferstehung neues Leben geschenkt. In Johannes 14:19 verspricht er seinen Jüngern:

Ich lebe, sollt auch ihr leben!

Beides, Vergebung und neues Leben empfängt, wer an Jesus Christus glaubt und ihm nachfolgt. Nachfolge bedeutet aber auch, dass wir die Ungerechtigkeiten in unserem Leben hinter uns lassen und unserem Nächsten vergeben, der gegen uns gesündigt hat. Gottes Vergebung empfangen und in Anspruch nehmen und gleichzeitig unserem Nächsten mit Unversöhnlichkeit zu begegnen, das verträgt sich nicht. Jesus lehrt in Matthäus 6:14+15:

 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt,
so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt,
so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Jesus hat es uns richtig vorgemacht. Er hat die Schuld der anderen zu Seiner Schuld gemacht, hat die Last getragen und uns von unseren Lasten befreit. Er hat uns vergeben! So sollen wir es Ihm nachmachen. Gottes Wort sagt uns in Epheser 4:32:

„Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig
und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat
in Christus.“

Mittwoch, 4. April 2018

Er lebt!

Ostern ist eins der wichtigsten Feste der Gemeinde Jesu weltweit. Hätte es Ostern nicht gegeben, könnten Christen ihren Glauben an den Nagel hängen. Schon der Apostel Paulus schrieb:

„Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig.“
(1 Korinther 15,17)

Die Auferstehung Jesu macht den großen Unterschied, auch im Vergleich der Religionen. Ein Prediger in Asien illustrierte diese Tatsache seiner Zuhörerschaft mit den Worten:
„Stellt Euch vor, ich reise in Eurem Gebiet umher und komme an eine Weggabelung ohne Wegweiser. Ich versuche verzweifelt, herauszufinden, welcher Weg mich ans Ziel führt. Dann entdecke ich 2 Menschen in der Nähe – einer lebt, der andere ist tot. Wen würde ich wohl nach dem richtigen Weg fragen?“
„Den, der lebt!“ kam die logische Antwort.
“Richtig,” antwortete der Lehrer. „Auf unserem Weg durchs Leben – und darüber hinaus in die Ewigkeit – ist es wichtig, uns an den Lebendigen zu wenden, nicht an die Toten.“

Viele religiöse Menschen pilgern zu versiegelten Gräbern ihrer Religionsgründer. Viele fromme Menschen, besonders aus dem muslimischen, katholischen und hinduistischen Lager, pilgern zu Grabstätten ihrer verstorbenen Gründer oder „Heiligen“ und erhoffen sich Wegweisung und Segnungen durch die Toten.

Auch zur Zeit Jesu kamen Menschen zu seinem Grab, um zu trauern und Ihn zu suchen. Aber sie hören die göttliche Botschaft: „Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ Die Wahrheit dieser Aussage erfuhren sie später, als sie den auferstandenen Jesus sahen und mit ihm redeten. Und die Folgen dieser Wahrheit erlebten sie ganz praktisch, denn eine unbekannte Freude begann, sie zu erfüllen. Ostern ist mehr als ein Familienfest! Es erinnert an die Auferstehung Jesu. Er lebt! Jesus lebt!  Und Er ist bereit, uns den Weg zu zeigen, der ans Ziel führt – im Leben hier und darüber hinaus bis in die Ewigkeit.

Dienstag, 3. April 2018

Gebet im Buch Haggai

Fast zwei Jahrzehnte war Israel bereits zurück aus der babylonischen Gefangenschaft. Der Herr hatte ihr Weinen gehört und ihre Sehnsucht gesehen. Unter Serubabel führte Er Sein Volk wieder zurück in ihr Land. Welch ein Segen, was für eine Freude. Und kaum waren sie zurück in Jerusalem, da beschlossen sie, das Haus des Herrn, den Tempel, wieder aufzubauen. Begeisterung … Dankbarkeit … Opferbereitschaft! Leider hielt nichts davon an. Seit ihrer Rückkehr hatten sie mit Anfeindungen und Widerstand gegen den Bau des Tempels durch heidnische Nachbarn zu kämpfen. Vielleicht war es dieser Kampf, der sie zermürbte, vielleicht gewöhnten sie sich an die Tatsache, dass sie wieder zu Hause waren. Jedenfalls machte sich große Gleichgültigkeit gegenüber Gott im Volk breit. Das wirkte sich natürlich auf den Tempelbau aus, der dann eingestellt wurde. Alles andere wurde wichtig … die eigenen Häuser, der Aufbau der eigenen Existenz – an sich nichts Sündiges in sich selbst – aber es geschah auf Kosten der Sache des Herrn. Das anzuklagen und zur Umkehr aufzurufen war der Auftrag Gottes an Haggai. Den einzigen Vers über Gebet lesen wir in Haggai 2:14:

„Da antwortete Haggai und sprach:
Ebenso ist auch dieses Volk und diese Nation vor mir,
spricht der Herr; so ist jedes Werk ihrer Hände
und was sie dort opfern: Unrein ist es!“

Im Zusammenhang dieses Verses macht Gott deutlich, dass Heiligkeit nicht ansteckend ist, Unheiligkeit schon. Mit sauberen Händen ein schmutziges Tuch anzufassen, macht das Tuch nicht sauber. Aber mit schmutzigen Händen ein sauberes Tuch anzufassen, verbreitet den Schmutz.

Haggai klagt das Volk an. Sie dachten, im „heiligen Land zu leben und „vorgeschriebene Opfer“ zu bringen, mache sie heilig, auch wenn sie das Haus des Herrn vernachlässigen. Haggai belehrt sie: Nicht so! Die Opfer, durch die sie sich Gott nähern wollen, sind unrein, denn sie kommen von unreinen Händen – Hände die das Werk des Herrn gering achten und vernachlässigen. Ihr Opfer, ihr Gebet, ihr „sich-nähern-wollen“ ist dem Herrn ein Gräuel. „Unrein ist es!“

Schon der Prophet Jesaja hatte diese falsche Gebets- / Opfereinstellung angeklagt, wenn er in Jesaja 59:2+3 predigt:

Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten
und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören;
sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott,
und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch,
dass er nicht hört!

Salomo stimmt ein und lehrt in Sprüche 15:29:

Fern ist der Herr von den Gottlosen, 
aber das Gebet der Gerechten hört er.

Der Psalmist in Psalm 66:18 weiß:

Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen,
so hätte der Herr nicht erhört;

Und der Apostel Johannes im NT bestätigt:

„Wir wissen, dass Gott Sünder nicht hört,
sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut,
den hört er.  (Johannes 9:31)

Unrecht im Herzen, praktiziertes Unrecht, unterlassenes Recht oder Gleichgültigkeit hindert die Erhörung unserer Gebete. Israel lies sich unterweisen. Sie bekannten Gott ihre Schuld, ließen ihre Herzen erneut in Brand stecken, trachteten wieder zuerst nach dem Reich Gottes – und erfuhren in überfließendem Maß seinen Segen. Das Volk kümmerte sich um den Bau des Reiches Gottes, Gott kümmerte sich um die Feinde Gottes – und nach 4 Jahren war der Tempel fertig und wurde mit großem Triumph eingeweiht.

Wer an der Sünde festhält oder wessen Herz gleichgültig ist, muss nicht erwarten, dass seine Gebet beantwortet werden. Sie sind nach Haggai 2:14 unrein. Wer aber sein Herz öffnet und reinigen lässt, darf mit dem Segen erhörter Gebete rechnen!