„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 31. Oktober 2016

Reformation

Heute 31. Oktober kämpfen das Gedenken an Luthers Reformation und Halloween um die Vorherrschaft. Wenn ich von dem ausgehe, was man im Radio hört, hat Halloween einen Kantersieg errungen. Vielleicht mit einem Ehrentor für den Reformator, weil heute das offizielle Lutherjahr beginnt. Viel gibt's heute über das Heidenfest, wenig über die Reformation.


Luthers Reformation soll bei uns Christen nicht vergessen werden. Wenn Luther heute leben würde, was würde er wohl heute sagen?
 
… zum Wohlstandsdenken der Christenheit:
Worauf du nur dein Herz hängst und verlässest, das ist eigentlich dein Gott.* 
 
… zur Gleichgültigkeit der Christenheit dem von Luther übersetzten Wort Gottes gegenüber:
Gottes Wort ist ein Blümelein, das heißt: Je länger, je lieber. Wer das einmal recht ergreift, der gewinnt es so lieb, dass er's immer je mehr und mehr begehrt. 
 
… zur Müdigkeit der Christenheit, Gottes Reich trotz einer stressgeladenen Welt zu bauen:
Anstrengungen machen gesund und stark. 
 
… zur Selbstverliebtheit der Christenheit:
Der Glaube bringt den Menschen zu Gott, die Liebe bringt ihn zu den Menschen. 
 
… zur christlichen Spaßgesellschaft:
Glück betört mehr Leute als Unglück.
 
… zur modernen Rechtsprechung:
Guter Jurist, böser Christ. 
 
… zum Starrummel in der heutigen Christenheit:
Sollen die Werke gut sein, so muss zuvor der Mann gut sein, der sie tut, denn wo nichts Gutes inne ist, da kommt nichts Gutes raus. 
 
… zur Fremdenfeindlichkeit, u.a. in vielen Teilen der christlichen Welt
Unser Nächster ist jeder Mensch, besonders der, der unser Hilfe braucht. 
 
… zur gesellschaftlichen Angriffen auf christliche Ethik und Moral:
Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen. 
 
… zum freizügigen Umgang mit Alkohol innerhalb der Christenheit
Das Saufen ist in unseren Landen eine Art Pest, welche durch Gottes Zorn über uns geschickt ist. 
 
… zum Druck durch Politik und Gesellschaft auf junge Mütter
Die Welt schändet immer, was man loben soll, und lobt, was man schänden soll. 
 
… zum Abbau christlicher Feiertage:
Wer den "stillen Freitag" und den Ostertag nicht hat, der hat keinen guten Tag im Jahr. 
 
Man könnte die Luther-Zitatreihe fortführen. Es gibt mehr als genügend Abweichungen der Christenheit von der Schrift, die für Luther oberste Autorität hatte. Allerdings würde es möglicherweise auch diesmal, fast 500 später, nicht mehr zu einer echten Reformation reichen, sondern „nur“ zur Gründung einer neuen Kirche.
 
Luther ist einmalig – so wie Du und ich einmalig sind. Vielleicht erweckt Gott noch einmal einen Reformator wie Luther. Ich bezweifle es, schließe es aber nicht aus. Was ich nicht bezweifle ist die Tatsache, dass Gott Dich und mich gebrauchen möchte, unsere persönliche, kleine Welt zu reformieren, durch ein konsequentes Leben für Jesus. Nicht der Name „Luther“, sondern ein konsequentes Leben für Jesus sind ausschlaggebend für Geschehnisse, die die Welt verändern.(w)
* Alles in blau und kursiv sind Luther Zitate

Sonntag, 30. Oktober 2016

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende: 

Gott läuft außerhalb jeglicher Konkurrenz. Er ist unvergleichbar und hat den Sieg bereits errungen. Dennoch versucht sein Gegner, ein attraktives Konkurrenzprogramm anzubieten – und Millionen fallen darauf rein. Man braucht sich nur die Lokalzeitung am Freitag und Samstag anzusehen und die Veranstaltungskalender fürs Wochenende zu lesen:

Da ist die Kunstaustellung im Nachbarort, die Herbstkirmes, die Demo in der Kreishauptstadt, der Pferde- Hunde- Schaf- oder Flohmarkt, das nur einmal im Jahr stattfindende Kartoffelfest, die Modeltruck Ausstellung, die Feuerwehrveranstaltung und – natürlich – jede Menge Sportveranstaltungen. Dass mein Team heute auswärts im 250 km entfernten Städtchen spielt, macht es auch nicht einfacher.

Das sind nur einige Repräsentationen, die Gott am heutigen Tag Konkurrenz machen. Wer als Nachfolger Jesu an einer dieser Veranstaltungen teilnehmen will, muss eine Prioritätenentscheidung treffen. Zugegeben, manches kann man auf den Nachmittag verlegen, vieles nicht!

Tatsache ist, Gott hat Konkurrenz bekommen. Der „Tag des Herrn“ (manche stoßen sich schon an der Formulierung) ist zum Familientag, arbeitsfreien Wochentag, verkaufsoffenen Sonntag oder Wettkampftag degradiert. Es gefällt uns Christen natürlich nicht, dass wir uns entscheiden müssen, wo wir am Sonntag unsere Prioritäten setzen. Wir wollen ja auch nicht „gesetzlich“ werden. Trotzdem müssen wir uns in Acht nehmen, dass wir uns in unserem Bemühen, Gesetzlichkeit zu vermeiden, nicht zu weit zur anderen Seite lehnen und in eine „Freiheit“ hineinstolpern, die gar keine christliche Freiheit mehr ist. Wenn wir die Vernachlässigung der Nachfolge Jesu als „christliche Freiheit“ verstehen, handelt es sich nicht mehr um die Freiheit, zu der Jesus uns befreit hat. Dann ist es eine „Pseudofreiheit“, die Konkurrenz gegenüber Gott propagiert.

Lass Dich nicht täuschen. Gott hat keine echte Konkurrenz. Er allein regiert! Er allein ist herrlich! Er allein rettet! Er allein kann uns bleibend erfüllen. Er ist es wert, sonntags in Gemeinschaft mit anderen angebetet zu werden und Er ist es wert, zu uns reden zu dürfen.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst! 
(parallel Kindergottesdienst)  
Anbetungszeit
 Predigt
Anschließend Mittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst  
Beginn: 10:30 Uhr     
Wir freuen uns auf Dich!
 
Calvary Chapel Freier Grund 
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)    
57290 Neunkirchen-Zentrum
 
Sonntagszitat:

Es gibt keine Zeitprobleme, nur Prioritätenprobleme. 
(Arno Backhaus) 
 
Für gläubige Eltern sollte es allererste Priorität sein, 
die Kinder für all das zu begeistern, 
was der Förderung des Evangeliums dienst. 
(Walter Mauerhofer)
 
Unsere erste Priorität muss es sein,  
zuerst nach dem Reich Gottes und Seiner Gerechtigkeit zu trachten.
(William MacDonald)

Samstag, 29. Oktober 2016

Irrtümer betreffs Mission (3)

Samstags beschäftigen wir uns zur Zeit intensiv mit einem Herzensanliegen Gottes: Weltmission - und den Irrtümern, die betreffs Mission bestehen. 

Dass die Herzen der (deutschen) Christen hier noch mit dem Herzen Gottes in Einklang gebracht werden müssen, ist an den vergangenen Samstagen deutlich geworden. Weder die oft vorgebrachte Anklage, dass Mission einheimische Kulturen zerstört, ist berrechtigt, noch die Einstellung, dass der Herr „uns doch nicht braucht.“ Heute geht es um einen ähnlichen Aspekt: Träume und Visionen.

Irrtum #3: Gott erreicht die Unerreichten schon alleine  - durch Träume und Visionen

Es ist nicht abzustreiten, dass Gott zu allen Zeiten durch Träume und Visionen geredet hat. In Apostelgeschichte 2 nimmt Petrus Bezug auf eine Prophetie Joels, in der Gott verheißt, neu Seinen Geist auszugießen. Träume und Visionen am „Ende der Tage“ sollen die Folge sein. Preis dem Herrn! Scheinbar kommen wir dem Ende der Tage näher, denn Gottes Reden durch Träume und Visionen scheint zuzunehmen, besonders in Gebieten, die für das Evangelium schwer zugänglich sind. Ungezählte Berichte von Menschen aus anderen Religionen, die durch Träume auf Jesus und Sein Heil aufmerksam wurden. Faszinierende Zeugnisse und Videoclips sind u.a. hier zu finden:  Link 1, Link 2, Link 3 Am 9. Oktober 2016 hatten wir einen faszinierenden Vortrag von Tom Doyle über Gottes wunderbares Handeln in der islamischen Welt - durch Träume und Visionen. Link 4

Es ist Gott in Seiner unfassbaren Gnade, der Menschen in Träumen und Visionen begegnet. Oft sind es Menschen, die keinen anderen Zugang haben zur Botschaft des Heils durch Jesus; Menschen, in deren Ort es keine Christen gibt, in deren ganzer Region es keine christliche Gemeinde gibt. Menschen ohne Zugang zu einem christlichen Buchladen oder einer Bibel. Und Gott greift ein. Immer wieder greift Er ein, indem er Menschen direkt zu Jesus führt. Oft sind es allerdings auch Träume, in denen der Herr sie zu FfJ-lern (Missionaren) sendet, oder zu einheimischen Christen in einer anderen Stadt. Dort hören sie von Jesus, dem Weg. Sich zurückzulehnen mit den Worten: „Gott schafft das schon durch Träume und Visionen“ ist eine unbiblische und gefährliche Einstellung. Träume und Visionen sind Hilfsmittel, die Gott in Seiner Gnade vermehrt dort einsetzt, wo es (noch) nicht anders geht. Preis sei Gott für Seine Geduld und Güte. Aber in Jeremiah 23:28 macht Gott deutlich:

Der Prophet, der einen Traum hat, der erzähle den Traum;
wer aber mein Wort hat, der verkündige mein Wort in Wahrheit!
Was hat das Stroh mit dem Weizen gemeinsam? spricht der Herr.

Die Reihenfolge ist offensichtlich: Gottes Wort steht über Träumen und Visionen. In Hebräer und tausenden von anderen Bibelversen wird deutlich, warum. In Kapitel 4:12:

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig 
und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, 
bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, 
und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Das Wort Gottes trennt, schneidet, definiert und offenbart, was wir kaum auseinander halten können. Gottes Wort, nicht Träume und Visionen, ist gemäß Epheser 6 unsere „Waffe“. Der Herr hat uns nie auch nur ein einziges Mal angedeutet, dass „Er das schon durch Träume und Visionen erledigen wird“, wenn wir nicht in die Pötte kommen, das Wort der Frohen Botschaft in alle Welt zu bringen. Darum lasst uns den Herrn aus vollem Herzen preisen für jedes gnädiges Reden durch Träume und Visionen, aber lasst uns um Himmels Willen nicht in den Irrtum verfallen, das mache Jesu Sendung an uns weniger dringlich. Man könnte sogar überlegen: Wenn der Herr die Gute Saat durch Träume und Visionen in die Herzen der
Unerreichten sät, wer soll die Ernte einbringen – wenn nicht Du und ich, indem wir gehen! (w)

Freitag, 28. Oktober 2016

Hoffnung

Wenn ich die Zeitung lese, Nachrichten anschaue oder im Internet surfe, dann stelle ich immer wieder fest, dass die Zeiten nicht besser werden. Das sagt zwar jede Generation, aber selbst innerhalb einer Generation kann man die zunehmenden Nöte der Welt nicht mehr weg argumentieren. Ich habe mit solchen gesprochen, die mittlerweile auf die neusten Nachrichten im Fernsehen verzichten. Wer sich dann noch zusätzlich konkret mit Nöten der Menschen beschäftigt (Kranke, Gestresste, Alte, Flüchtlinge, Einsame usw.) der kann schon mal die Hoffnung verlieren.

Verlorene Hoffnung beendet Ehen! Verlorene Hoffnung zerstört Leben! Verlorene Hoffnung erstickt die Seele! Verlorene Hoffnung lähmt unser Leben! Dabei gibt es Hoffnung, wenn wir bereit sind, sie zu ergreifen. Von C.B. Luce stammt die Aussage: „Es gibt keine  hoffnungslosen Situationen. Es gibt nur Menschen, die über diesen Situationen die Hoffnung verloren haben.“  Recht hat sie!

In 1 Timotheus 1:1 bezeichnet sich Paulus als Apostel des Herrn

„Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist“.

Viele Menschen, auch Christen, erfahren das nicht, denn für sie ist Jesus nur der „Chef einer Religion“, eine Repräsentationsfigur, doch irgendwie ohne persönliche Verbindung mit uns.
Aber Jesu ist mehr! Er lebt, greift ein und hat alles, was es braucht, um Leben und Situationen zu verändern. Er ist aktiv involviert im Leben derer, die mit Ihm befreundet sind und sich an Ihn wenden, weil Er ihre Hoffnung ist.

Kennst Du Jesus? Du lernst Ihn kennen durch das Buch der Hoffnung: die Bibel. Seltsam – es ist ein Buch, über das viele schimpfen, ohne es gelesen zu haben. Wer es aber ernsthaft liest, findet Hoffnung. Erst vor kurzen hörte ich von einem ehemaligen Moslem, der die Bibel lesen wollte, um den Glauben der Christen zu zerreißen. Das Gegenteil geschah! Die Botschaft der Hoffnung zerriss seinen Hass auf Christen und ließ ihn neue Lebenshoffnung in Jesus finden. Jesus ist es, der Hoffnung schenken kann, egal, in welcher Situation Du Dich befindest.

„Es gibt keine  hoffnungslosen Situationen. Es gibt nur Menschen, die über diesen Situationen die Hoffnung verloren haben.“ Lass Jesus Christus Dir Hoffnung schenken oder Deine vorhandene Hoffnung erneuern und erfrischen!


Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele;
denn er ist meine Hoffnung.
Ps 62:6
Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN
und sich nicht mit den Überheblichen und den Lügnern einlässt!
Ps 40:5
Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott,
meine Hoffnung von meiner Jugend an.
Ps 71:5
Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist,
der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott,
Ps 146:5
Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden;
denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.
Röm 5:5

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Zwei Wolken

Definitiv hatte Israel alles gesehen und gehört, was sie brauchten:

  • Gottes Macht über Ägyptens Götter die durch die Plagen besiegt wurden.
  • Gottes Berufung und Bestätigung ihres Leiters Mose
  • Gottes Fürsorge, indem Israel die Schätze Ägyptens mitnahm
  • Gottes Reden durch Seine Boten
  • Gottes Schutz durch die Kraft des Blutes
  • Gottes Führung auf dem ersten Abschnitt der Wüstenwanderung
  • Gottes permanente Gegenwart durch Feuer in der Nacht und die Wolke der Herrlichkeit am Tag
Gottes Handeln ließ eigentlich keine Wünsche offen. Aber dann wollte Gott sie in Seiner Liebe noch enger an sich binden und ihnen noch größere Machterweisungen zeigen. Und so führte er sie zurück – bis ans Ufer des Roten Meeres. Und dann hörte Israel das Trommeln der Hufe, das Rattern der Kampfwagen, die Kriegsschreie der ägyptischen Soldaten. Und es heißt in 2 Mose 14:10:

Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, 
erhoben die Kinder Israels ihre Augen,
und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her! 
Da fürchteten sich die Kinder Israels sehr.

Warum? Nein, nicht: ‚Warum ließ Gott das zu, dass die Ägypter sie schon wieder bedrohten?’
Vielmehr: Warum schauten sie nicht mehr auf die Wolke der Herrlichkeit ihres Gottes, sondern auf die Staubwolke, die die Ägypter mit ihrem Säbelrasseln erzeugten?

Wegzuschauen von der Wolke der Herrlichkeit Gottes hatte fürchterliche Folgen:
  • Das „Zurückblicken“ auf die Staubwolke füllt ihre Herzen mit Furcht
  • Die Furcht führt sie in eine bodenlose Undankbarkeit. Alles Eingreifen Gottes bisher war nichts mehr wert und ihre frühere Sklaverei war „Himmel auf Erden“.
  • Das „Zurückblicken“ füllt ihre Herzen auch mit Missmut und Unzufriedenheit.
Furcht ist ein schlechter Berater, sei es Furcht vor den Feinden, Furcht vor anderen Menschen, Furcht vor der Zukunft, Furcht vor Verlust, Furcht vor dem Unvorhersehbaren. FURCHT! Furcht infizierte ein ganzes Volk und bewirkte eine große Rebellion. – Aber Furcht war eigentlich nur die erste Folge einer Fehlentscheidung.

Anstatt nach vorne zu schauen auf die Herrlichkeit Gottes, manifestiert durch die Wolke am Tag und das heilige Feuer bei Nacht, schaute man zurück und sah die Staubwolke der Ägypter. In Lukas 9:62 lehrt Jesus:

„Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt,
ist tauglich für das Reich Gottes!“

Israel schaute zurück. Der Blick zurück ließ sie die Wolke der Herrlichkeit, die Macht und die Führung Gottes aus den Augen verlieren.

Welche Wolke steht Dir vor Augen? Ja, auch Du und ich haben beängstigende Staubwolken im Rücken. Aber wir haben auch eine andere Wolke vor uns. Lass uns nicht zurückblicken. Lass uns nicht all die negativen Erfahrungen machen, die Israel machen musste. Lass uns die Ägypter hinter uns – und uns durch die Wolke der Herrlichkeit Gottes daran erinnern lassen, dass Jesus mächtiger Sieger, Leiter und Zukunft unseres Lebens ist. Nicht die Staubwolke wollen wir vor Augen haben, sondern die Wolke der Herrlichkei!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Nichts Besseres!

Vergangenen Mittwoch wurden wir in Hebräer 10 durch Stefan daran erinnert, dass es nichts Besseres gibt als das, was wir haben. In den ersten 18 Versen wimmelt es nur so von Aussagen, die das auf verschiedene Weise zum Ausdruck bringen.

Vs 2: mit Jesus hörten die Opfer auf
Vs 2: mit Jesus hört das Bewusstsein von Sünde (schlechte Gewissen) auf
Vs 10: durch Jesus sind wir ein für allemal geheiligt. EIN FÜR ALLEMAL!
Vs 12: mit Jesu Opfer ist alles getan, was je getan werden musste.
Vs 13: Es ist nichts mehr zu tun; als auf den verheißenen Sieg zu warten.
Vs 14: Jesu Opfer hat alle vollendet, die an Ihn glauben
Vs 17: Unsere Sünden und Gesetzlosigkeiten sind unwiderruflich Vergangenheit

„Es ist vollbracht!“ Jesu Triumphschrei am Kreuz machte allem eigenen Bemühen, allem Äußeren, aller Religiosität ein Ende. Bis dahin mussten sich Volk und Priester jährlich an ihre Schuld erinnern. Nicht länger! Wenn Dein Leben und Dein Herz wirklich Jesus gehören, hast Du keinen Grund mehr, Dich an Sündenproblematiken Deines Lebens zu erinnern.  Wie oft kämpfen wir mit den Sünden unserer Vergangenheit, Taten oder Unterlassungen, die wir nicht wieder gutmachen können. Verletzungen, die wir anderen zugefügt haben oder das Brechen von Gesetzen, die in den Augen Gottes und der Menschen eine Schuld darstellen. Kämpfe nicht weiter! Ruhe in dem Wissen, dass Deine Schuld vergeben ist! Lass sie bei Jesus und heb sie nicht immer wieder auf Deine eigenen Schultern! So von Jesus angenommen zu sein – das bringt Freude. Es kann nichts Besseres geben, denn es hat nie ein größeres, machtvolleres umfassenderes Werk gegeben als das Jesu Opfer am Kreuz.

Die erste Sünde der Menschheitsgeschichte, Adams Versagen, ist gesühnt – ebenso wie die letzte Sünde, die der letzte Mensch auf Erden tun wird. Alles bezahlt! Nicht alle diese Sünden sind vergeben. Aber Deine, wenn Jesus in Deinem Leben regiert. Während die Priester des alten Bundes standen, rannten und immer beschäftigt waren (Vs 11), hat Jesus sich gesetzt. Sein Werk ist vollendet. Jetzt sitzt Er in Ruhe … und wartet nur noch (Vs 13), denn:
Eines Tages werden alle Völker von Ihm gehört haben
Eines Tages werden Tod und Sünde aufhören
Eines Tages wird Satan nicht nur besiegt, sondern beseitigt sein
Eines Tages werden Seine Feinde ausnahmslos alle unterworfen sein

All das ist beschlossene und besiegelte Sache. Jesus kann sitzen bleiben bis zu seinem zweiten  Kommen.

Gibt es Größeres? Gibt es Tröstlicheres? Gibt es etwas, was mehr beruhigt, mehr versichert und mehr trägt?

Heute Abend geht es weiter mit den Versen aus Hebräer 10:18-36. Herzlich Willkommen!

Dienstag, 25. Oktober 2016

Vom «Er» zum «Du»

Folgende Gedanken zu unserem „Dienstagsthema“, Gebet,  stammen von Hans-Peter Royer (… 17. August 2013; Quelle HIER)

Vielleicht gehören auch Sie zu denjenigen, denen es schwer fällt, ein Gebet zu sprechen und persönlich mit Gott zu reden. Sei es, dass Sie es noch nie probiert haben oder es Ihnen schon immer schwer gefallen ist.

Eine erste Hilfe können da die Psalmen aus der Bibel sein, denn durch sie kann man lernen, persönliche Gespräche mit Gott zu führen. Zwar sind diese Gebete nicht immer für unser modernes Ohr «schön» formuliert ­- sie stecken manchmal voll Zorn, Misstrauen oder sogar Fluchen –, aber gerade das macht sie real. Es sind Worte, die sich mitten aus dem Alltag an Gott wenden. Manche Christen glauben ja, dass Gott nur an den «großen» Dingen, den wichtigen Entscheidungen des Lebens, interessiert sei. Aber wenn wir Gott nicht in unsere täglichen Banalitäten einbeziehen, dann schließen wir ihn vom Grossteil unseres Lebens aus, denn unser Leben besteht zu 90 Prozent aus Banalitäten.

Vor kurzem habe ich wieder einmal Psalm 23 gelesen und ihn sogar auswendig gelernt. David beginnt diesen Psalm, indem er über Gott in der dritten Person spricht. Er führt quasi ein Selbstgespräch, in dem er sich an die Versprechen Gottes erinnert: «Der Herr, er weidet mich, er erquicket mich, er führet mich.» Aber dann, als er in Bedrängnis gerät und im finsteren Tal wandert, wendet sich David direkt an Gott: «Du bist bei mir!» – Das ist es, was wir als Menschen im Leben, in der Beziehung und im Gespräch mit Gott neu lernen müssen. Wir müssen vom «Er» zum «Du» kommen – vom Selbstgespräch zum Gebet. Denn das erinnert uns daran, dass wir nicht alleine sind, sondern mindestens zu zweit durchs Leben gehen.

Bis hierher die Gedanken von Hans-Peter Royer. Manchmal hilft es, einen Psalm zu lesen und „durchzubeten“. Durch kleine Umformulierungen kommt man vom „Er“ zum „Du“. Gleichzeitig zeigen uns die Zeilen, dass wir mit unseren Gebetsproblemen nicht alleine sind. Wir brauchen uns nicht zu schämen, aber wir brauchen auch nicht aufzugeben. Was wir nicht können – oder worin wir nicht gut sind – darin dürfen und sollen wir wachsen. Das gilt vor allem für das Gebet. Wir laden Dich herzlich ein, mit uns zu beten – sei es heute in unseren Gebetsstunden oder auch sonst in und nach unseren Gemeindestunden. Du möchtest es lernen, mit Gott zu reden? Sprich uns an!  Der Herr segne Dich!

Montag, 24. Oktober 2016

ALLE?

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, 
alle Dinge zum Guten zusammenwirken, denen, 
die nach seinem Ratschluss berufen sind.
(Römer 8:28)

Mich ermutigen solche Zeilen. Sie erinnern mich, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen müssen – sogar dann, wenn sie versagen.

Mose versagte und wurde zum Mörder. Gott baute Moses Versagen in Seinen perfekten Plan ein. Auch Josefs Brüder versündigten sich furchtbar, meinten es Böse und fügten Josef viel Leid zu. Doch Gott machte das Versagen der Brüder und Josefs Leid passend für Seinen Plan.

Aber gilt das auch für uns und gilt es wirklich für „alle Dinge?“ Was ist mit Krankheit? Was ist mit Tod? Mit Verlust? Mit Elend? – oder sogar mit Sünde?

Lasst uns festhalten, dass der Vers nicht sagt, dass alles, was passiert, gut ist. Das behauptet Paulus nicht. Er sagt vielmehr, dass alle Zutaten im Zusammenspiel produzieren, was gut ist. 

Jemand hat das mit Kuchenbacken verglichen. Die einzelnen Zutaten sind lange nicht alle schmackhaft, wenn man sie einzeln isst. Einen Esslöffel Salz, 3 rohe Eier, ein Tütchen Backpulver, ein Pfund Mehl ... das würde keiner einzeln essen! Aber all das und einiges mehr zusammengemischt und gebacken – schafft etwas Gutes und Schmackhaftes.

Nicht jeder Event in unserem Leben schmeckt, aber was Gott in die Hand bekommt und mit anderen Zutaten verbindet, da wird etwas draus: etwas Gutes und Schmackhaftes. Halte Dich daran fest! Lern’ es in Zeiten, in denen es Dir gut geht. Römer 8:28 ist kein Vers, den wir verinnerlichen, wenn es uns schlecht geht. Wir müssen ihn in den angenehmen Zeiten des Lebens lernen, am besten auswendig. Wir müssen ihn verinnerlichen und unseren Glauben in der Wahrheit und Aussage dieses Verses verankern.

Wenn dann Dein Glaube angefochten ist, ruf es Dir in Erinnerung, klammere Dich daran fest, und du wirst Gottes Trost erfahren.