„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 3. Juni 2014

Meriam Yahia Ibrahim Ishag


Dr. Meriam Yahia Ibrahim Ishag ist eine 27jährige Sudanesin. Ihr moslemischer Vater verließ die Familie, als Meriam noch klein war und sie wurde von ihrer christlichen Mutter als Christin erzogen. Sie hat nie den islamischen Glauben angenommen oder praktiziert.

Im Mai wurde Meriam, im achten Monat schwanger, zur Auspeitschung mit 100 Schlägen und anschließender Erhängung verurteilt. Ihr vom eigenen Bruder vorgeworfenes Vergehen: Abfall vom Islam. Sie hatte einen sudanesisch-amerikanischen Christen geheiratet. Die wenigen Tage, die ihr zur Besinnung und Rückkehr zum Islam gegeben wurden, ließ sie verstreichen und Richter Abbas Mohammed Al-Khalifa bestätigte das Urteil. Ihre Ehe wurde für ungültig erklärt. Seit Mai sitzt Meriam mit ihrem fast zweijährigen Sohn in einer Zelle. Das Urteil sollte nach der Geburt des Babys vollstreckt werden. Nach islamischem Recht darf sich eine Mutter 2 Jahre um ihr Baby kümmern. Solange könnte eine Vollstreckung des Urteils aufgeschoben werden.

Am 27. Mai brachte Meriam im Omdurman Gefängniskrankenhaus eine gesunde Tochter zur Welt. Während der Geburt war sie nach Angaben ihres Ehemannes angekettet.

Seit Samstag gibt es Gerüchte, dass Meriam nach Aussagen des sudanesischen Außenministeriums freikommen soll. Allerdings konnten weder ihr Mann, Daniel Wani, noch ihr Anwalt, Elshareef Ali Mohammed, diese Berichte bestätigen. Gemäß dem Anwalt ist das Einlenken der Regierung nur ein Ablenkungsmanöver für die Medien, die in den letzten Wochen diesen Fall in die internationalen Schlagzeilen gebracht haben.

Meriam und ihre Familie brauchen unsere Gebete. Diese Tage könnten entscheidend sein. Darum wollen wir mitbeten, einzeln und in unseren Gebetsgruppen. Wer eine internationale Petition unterschreiben möchte, kann das HIER tun.

Haltet an am Gebet!

Montag, 2. Juni 2014

Cagular

Im 7. Jahrhundert vor Christus regierte Kyrus das persische Reich. In diesem Weltreich gab es einen Gegner, einen General namens Cagular, der regelmäßig Kyrus’ Armeen vernichtete, die der persische Kaiser gegen ihn in den Krieg schickte. Schließlich wurde es Kyrus zu bunt und er beorderte seine gesamte Armee gegen Cagular. Sie fingen ihn lebend, brachten ihn in die Hauptstadt um dort zum Tod verurteilt zu werden.

Am Tag der Gerichtsverhandlung wurde er mit seiner Familie vor den Kaiser gebracht. Cagular war ein gut aussehender Kämpfer, über 1,80 m groß und hatte eine edle Art an sich. Ein ganz besonderer Mann. Selbst Kaiser Kyrus war so beeindruckt von ihm, dass er ihm folgende Frage stellte: „Was würdest Du tun, wenn ich Dir Dein Leben schenken würde?“ Cagulars Antwort darauf war: „Majestät, wenn Ihr mir das Leben schenken würdet, würde ich in meine Heimat zurückkehren und Euer treuer Diener sein für den Rest meines Lebens.“

„Was würdest Du tun,“ fragte der Kaiser weiter, „wenn ich Deiner Frau das Leben schenken würde?“ Die Antwort lautete: „Majestät, wenn Ihr meiner Frau das Leben schenken würdet, wäre ich bereit, für Euch zu sterben.“

Das war die Antwort die den persischen Kaiser derart bewegte, dass er beide, Cagular und seine Frau frei ließ und Cagular sogar zum Governeur seiner Heimatprovinz ernannte.

Auf dem Weg in ihre Heimatprovinz ließ das Ehepaar das Ganze noch einmal Revue passieren.  „Ist Dir aufgefallen“ fragte Cagular seine Frau „wie der Eingang des Palastes mit Marmor ausgelegt war ... und die vornehmen Tapeten an den Wänden des Palastes? Hast Du den Thron gesehen aus reinem Gold?“  Seine Frau verstand zwar seine Begeisterung aber ihre Antwort war: „Nein, mir ist nichts von alledem aufgefallen!“

Cagular war erstaunt und fragte zurück: „Ja wie? Was IST Dir denn  aufgefallen? Was hast DU denn dann gesehen?“ Jetzt sah ihn seine Frau an und antwortete: “Ich hab einzig und allein das Gesicht dessen gesehen, der dem Kaiser erklärt hat, ER würde für mich sterben.“


Mehr als alles, mehr als alle Herrlichkeiten und alle Throne des Himmels dürfen Christen sich darauf freuen, IHN zu sehen, das Gesicht dessen sehen, der für uns gestorben ist.

Wohl dem, der bereits hier auf der Erde damit beginnt, auf Jesus zu blicken, der für uns gestorben ist und der es lernt, sich an Ihm satt zu sehen.

Ich merke in meinem eigenen Leben: Jesus hat uns viele schöne Dinge geschenkt: Schöpfung – Musik – Beziehungen – Freunde – leckeres Essen ... momentan bei uns hier: Frieden, Freiheit, Wohlstand  u.v.a.m.

Aber alles, was wir sind und haben vermag uns weder zu sättigen, noch bleibend zufrieden zu stellen. DAS vermag allein Jesus.

DARUM wollen wir bei aller Freude über Gottes irdische Segnungen in erster Linie nicht auf diese Segnungen blicken, sondern auf den, der uns segnet: auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Er, der Sein Leben als Lösegeld für uns gab und uns aus der Hand Satans erkauft und gerettet hat. Wir wollen Ihn mehr und mehr erkennen, uns an Ihm satt sehen und Ihm ähnlich werden.

Sonntag, 1. Juni 2014

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

Der heutige Predigttext: Markus 11:1-14+20-22
 
1 Und als sie sich Jerusalem näherten und nach Bethphage und Bethanien an den Ölberg kamen, sandte er zwei seiner Jünger
2 und sprach zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sobald ihr dort hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her!
3 Und wenn jemand zu euch sagt: Warum tut ihr das? so sprecht: Der Herr braucht es!, so wird er es sogleich hierher senden.
4 Sie aber gingen hin und fanden das Füllen angebunden an dem Tor draußen am Scheideweg und banden es los.
5 Und etliche der Umstehenden sprachen zu ihnen: Was macht ihr da, daß ihr das Füllen losbindet?
6 Sie aber redeten zu ihnen, wie Jesus befohlen hatte, und sie ließen es ihnen.
7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.
8 Da breiteten viele ihre Kleider aus auf dem Weg, andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.
9 Und die vorausgingen und die nachfolgten, riefen und sprachen: »Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!«
10 Gepriesen sei das Reich unseres Vaters David, das kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!
11 Und Jesus zog ein in Jerusalem und in den Tempel. Und nachdem er alles betrachtet hatte, ging er, da die Stunde schon vorgerückt war, mit den Zwölfen hinaus nach Bethanien.
Der unfruchtbare Feigenbaum. Die zweite Tempelreinigung. Die Macht des Glaubens
12 Und als sie am folgenden Tag Bethanien verließen, hatte er Hunger.
13 Und als er von fern einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er etwas daran finden würde. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigen.
14 Und Jesus begann und sprach zu ihm: Es esse in Ewigkeit niemand mehr eine Frucht von dir! Und seine Jünger hörten es.
(...)
20 Und als sie am Morgen vorbeikamen, sahen sie, daß der Feigenbaum von den Wurzeln an verdorrt war.
21 Und Petrus erinnerte sich und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!
22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!   
 
GOTTESDIENST: 10:30 Uhr
im Bitzegarten!
FEIER MIT UNS!

Wir singen, beten, hören auf Gottes Wort
 Wir haben Gemeinschaft
und anschließend  
ein gemeinsames Mittagessen
 
Wir laden alle herzlich ein!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

Sonntagszitat
"Du brauchst keinen großen Glauben
Du  brauchst Glauben an einen großen Gott"
(Hudson Taylor)

Samstag, 31. Mai 2014

Wie hättest Du geantwortet?

In einem Artikel erwähnt G. Laurie einige Gemeindewachstumsexperten. Sie machen Pastoren darauf aufmerksam, dass ihre „Kunden“ nicht länger kommen, um mit Gott zu „kommunizieren“, sondern um mit ihrer Familie einen Gottesdienst zu „konsumieren“.

„Vor nicht langer Zeit“, so schreibt Laurie, „wurde 1000 Kirchenbesuchern die Frage gestellt: ‚Warum gibt es die Gemeinde Jesu?’ 89% der Befragten gaben an: ‚Um sich um meine geistlichen Nöte und die meiner Familie zu kümmern.’ Nur 11% der Befragten antworteten: ‚Um die Welt für Jesus zu gewinnen.’

„Diese Einstellung beunruhigt mich und andere gewaltig“, fährt der Autor fort. „Eine geschäftsorientierte Lösung macht die Lage nur schlimmer. Langfristig gesehen: Wenn wir „Abnehmer“ statt „Anbeter“ fördern, werden wir genau das ernten: Kunden, statt Nachfolger.

Was hättest Du geantwortet, wenn Dir diese Frage gestellt worden wäre? „Warum gibt es die Gemeinde?“ „Warum gehst Du zu einer Gemeinde?“ oder „Was ist Ziel und Zweck einer Gemeinde?“

Etwa 9 aus 10 Befragten sahen sich ohne schlechtes Gewissen in der Kategorie Kunden, Konsumenten, Abnehmer – nennen wir sie Gruppe A. Nur 1 aus 10 verstand sich als Arbeiter für Jesus, Beauftragter, Diener – die Gruppe B.

Nun kann man Vergleiche anstellen: Wie vergleicht sich das Verhalten von Gruppe A zu Gruppe B? Wie vergleicht sich Teilnahmeverbindlichkeit von Konsumenten und Arbeitern einer Gemeinde? Wie vergleicht sich die Investition von Zeit, Finanzen und Kraft eines Abnehmers mit der eines Dieners? Wie vergleicht sich die Übernahme der göttlichen Vision für die Welt zwischen einem Kunden und einem Beauftragten? Ich vermute, die Antworten auf all diese Fragen sind offensichtlich.

Kommen wir zurück zur Frage: „Warum gibt es die Gemeinde?“ „Warum gehst Du zu einer Gemeinde?“ oder „Was ist Ziel und Zweck einer Gemeinde?“ An unserer äußeren und inneren Verbindlichkeit der Gemeinde Jesu gegenüber lässt sich unsere Verbindlichkeit gegenüber Jesus erkennen. Dementsprechend fällt unsere Antwort aus: Gruppe A: wir konsumieren, lassen dienen – oder Gruppe B: wir kommunizieren und dienen.

Gemeinsam wollen wir Jesus folgen, Ihm dienen, Ihm opfern, Seine Vision übernehmen, und  für Ihn alleine leben. Ich freue mich auf den morgigen Sonntag!

Freitag, 30. Mai 2014

Vorbereitung

Die Geschichte erzählt von einem Hofnarren, dem der König ein goldenes Zepter überreichte. Er solle es demjenigen geben, der ein noch größerer Narr sei als er selbst. Der Hofnarr machte sich auf und durchzog suchend das ganze Land, um einen größeren Narren zu finden, als er selbst einer war. Zur gleichen Zeit erkrankte der König ernsthaft und merkte bald, dass seine letzte Stunde gekommen war. Schnell rief man den Hofnarren, um den König ein wenig zu erheitern. „Bald werde ich eine lange Reise antreten, von der ich nicht zurückkehren werde,“ erklärte der König traurig. „Nun,“ fragte der Narr, „wo geht die Reise denn hin?“ „Das weiß ich leider bis jetzt immer noch nicht,“ war die leise Antwort des immer schwächer werdenden Königs. „Habt Ihr denn nichts von dieser Reise gewusst?“ kam die erstaunte Frage. „Gewiss,“ so die Antwort des Königs. „Ich wusste mein ganzes Leben lang davon.“ „Dann hat Eure Hoheit diese wichtige Reise sicher bestens vorbereitet,“ erwiderte der Narr. „Nein,“ meinte der König. „Das habe ich leider versäumt, nicht wissend, dass ich so bald würde aufbrechen müssen.“  

„Der König wusste sein Leben lang von dieser überaus wichtigen Reise, hat keinen Gedanken an die Vorbereitung darauf verschwendet und weiß bis heute nicht, wohin er reisen wird. Einen größeren Narren habe ich im ganzen Land nicht gefunden,“ schloss der Hofnarr und gab traurig das Zepter an den sterbenden König zurück.

Obwohl wir täglich mit dem Tod konfrontiert werden, täglich die Todesanzeigen der Tageszeitung durchsehen, verstehen wir es meisterlich, ihn aus unseren Gedanken und Vorbereitungen zu verdrängen. Erst Katastrophen, hohes Alter oder Krankheit bringen ihn wieder nahe. Aber um fünf Minuten vor zwölf fehlt vielen die Ruhe und der klare Gedanke. Es ist zu spät geworden, die große Reise vorzubereiten. Mose betet in Psalm 90:12:

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, 
damit wir klug werden!“

Gottes Wort enthält eine Fülle von Versen, die uns bei diesem „Bedenken“ helfen und uns klug machen. Hier eine Auswahl:
  • Es ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. (Hebräer 9:27)
  • Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, (Israel)! (Amos 4:12)
  • Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3:36)
Sei kein Narr! An der Reise kommt kein Mensch vorbei. Niemand muss diese Reise furchtsam oder unsicher antreten. Den Kopf in den Sand zu stecken hilft ebenso wenig, wie das ständige Aufschieben. Bereite Dich vor. Um fünf Minuten vor zwölf wirst Du dankbar dafür sein!

Noch Fragen? Hilfe gesucht? 
Wenn Du aus der Nähe von Neunkirchen (Siegerland) kommst, besuch uns Sonntag früh einfach und sprich mich nach dem Gottesdienst an.
Wohnst Du weiter weg, schreib mir: pastor(at)ccfg.de  {ersetze (at) durch @}  (W)

Donnerstag, 29. Mai 2014

Der Mariannengraben

Kennst Du die tiefste Stelle des Meeres? Die geologisch Interessierten wissen: Es ist der Marianengraben im Pazifischen Ozean, genau gesagt, die Vitjas Tiefe innerhalb dieses Grabens. Die Messung besagt, dass das Meer dort 11034 Meter tief ist.

In Micha 7:19 spricht der Prophet dem Volk Gottes zu:

Er wird sich wieder über uns erbarmen, 
unsere Missetaten bezwingen.
Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!

Dadurch wird zum Ausdruck gebracht: Gott nimmt die Schuld Seines Volkes und versenkt sie dort, wo sie  NIE WIEDER gesehen, gefunden, hervorgeholt oder verwendet werden kann. Gründlicher hätte man sich der Schuld nicht entledigen können.

Aber an noch etwas erinnern die Tiefen des Meeres.

Hast Du einmal vor einem Brunnen gestanden, dessen Boden Du nicht erkennen konntest? Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz für jeden Menschen zu sein, dass er wissen möchte, wie tief ein solcher Brunnen ist. Darum schmeißt man kleine Steinchen hinab in die Tiefe und lauscht. Wenn man dann nichts hört, nimmt man einen größeren Stein. Wenn man immer noch nichts hört, einen großen Stein. Wenn man dann irgendwann einen leisen, dumpfen Schlag hört, weiß man, dass der Brunnen tief ist.

Ein Sprichwort besagt: „Du kannst die Tiefe eines Brunnens herausfinden, indem Du ein Seil hinab lässt.“

Wie kann ich die Tiefe der menschlichen Sünde und Verlorenheit, die Tiefe der menschlichen Hoffnungslosigkeit herausfinden? Indem ich mir das Seil der Liebe Gottes anschaue, das Gott herabgelassen hat. WAS FÜR EIN WEG, den der Sohn Gottes gegangen ist, um uns zu retten! Es war nicht die „extra Meile,“ die Er gegangen ist oder „der kleine Zuschlag“, den Er gegeben hat. Es war eine Reise aus der Ewigkeit in die Zeitlichkeit – aus der Unbegrenztheit in die Begrenztheit – aus der Schöpferzentrale in die Schöpfung – aus der Vollkommenheit in die Kaputtheit – aus der Ordnung in das Chaos – aus der Liebe in den Hass – aus der Göttlichkeit in die Menschlichkeit – aus der Heiligkeit in die bodenlose Verdorbenheit. Soll ich weiter aufzählen? Wie tief ist die menschliche Verlorenheit und Sünde? Schau auf das Seil der Liebe Gottes, das Gott hinab lassen musste. Unbeschreiblich lang und tief! „Wie tief muss Gottes Liebe sein …“ (Hör Dir das passende Lied im seitenfenster an!)

Und jetzt verbinden sich diese beiden Tiefen: Jesus kam hinab in unsere Tiefen. Tiefer ging es nicht. Tiefer konnte Er nicht kommen. Ganz hinunter erniedrigte Er sich – bis zu uns. Und dann vollbrachte Er alles: Litt – starb stellvertretend – erstand zu neuem Leben – und bietet uns Vergebung und Neues Leben als Geschenk an, indem Er unsere Sünden in die bodenlose Tiefe versenkt. Für immer! Gegenüber der Tiefe, in die Er unsere Sünden versenkt, ist der Marianengraben lediglich eine austrocknende Pfütze.

Kennst Du die Vergebung, die Jesus schenkt? Gründlich! Ewig! Und befreiend?  Ich kenne sie, und ich preise Jesus dafür bis in Ewigkeit.

Fragen?  Schreib mir unter: pastor(at)ccfg.de  (ersetze (at) durch @ - oder benutz das Kontaktformular im seitenfenster) (W)

Mittwoch, 28. Mai 2014

Wieviel Raum für Gott?

HEUTE KEINE CCFG BIBELSTUNDE IN NEUNKIRCHEN!
WIR NEHMEN AN DER KONFERENZVERANSTALTUNG IN SIEGEN TEIL!

In meiner täglichen Bibellese lese ich zur Zeit fortlaufend und chronologisch durch die Bibel. Dieser Tage ging es um die Einrichtung des salomonischen Tempels. In 2 Chronik 3:8 heißt es:

„Er machte auch das Haus des Allerheiligsten:
seine Länge war 20 Ellen, entsprechend der Breite des Hauses;
und seine Breite war auch 20 Ellen.
Und er überzog es mit gutem Gold im Gewicht von 600 Talenten.“

Ich war überrascht. Die Gesamtlänge der Stiftshütte war ca 30 Meter, die Breite 10 Meter. Davon ging ein ganzes Drittel ab für das Allerheiligste, ein fast quadratischer Würfel von 10x10x10 Metern. Soviel Raum allein für Gott! Natürlich gehörte Ihm der ganze Tempel. Natürlich diente Ihm alles was im Tempel war und jeder, der sich dort aufhielt. Aber ein Drittel von dem, was Ihm sowieso gehörte, war Ihm noch einmal in besonderer Weise geweiht.

Mir kam mein Leben in den Sinn, unser Leben als Christen, als Jesusjünger. Als wir unsere Entscheidung für Jesus getroffen haben, haben wir unser Leben mit allen Rechten Jesus überschrieben. Ihm gehört unser Leben … unsere Vergangenheit … unsere Gegenwart … unsere Zukunft. Ihm gehört unsere Zeit – vom Aufstehen bis zum Hinlegen und dann wieder bis zum Aufstehen. 24 Stunden am Tag. Ihm gehört unser Geldbeutel, aber auch unser Bankkonto, unsere Lebensversicherung und unsere Rentenansprüche. Außerdem gehören unsere Entscheidungen Jesus, unsere Kinder gehören Ihm, unsere Pläne, Einstellungen und Überzeugungen. Paulus macht das sehr klar, wenn er schreibt:

„Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.“ (Gal 2:20)
„Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.“ (2 Kor 5:15)
„Oder wisst ihr nicht, dass (…) ihr nicht euch selbst gehört?“ (1 Kor 6:19)

Solche Gedanken über Nachfolge schossen mir durch den Kopf, als ich von dem großen Raum las, der Gott im Tempel – der Ihm ja sowieso gehörte – noch einmal in besonders geweihter Weise zur Verfügung stand. Und in meinem Leben? Und in Deinem? Klar – ein Jünger Jesu versteht, dass wir Ihm ganz gehören, von der Vergangenheit bis in die Zukunft, vom Aufstehen bis zum Hinlegen, vom Geldbeutel bis zum Bankkonto, von unseren Plänen bis in unsere politischen Entscheidungen. WIR GEHÖREN NICHT UNS SELBST! WIR GEHÖREN JESUS!  Aber dann ist da dieses Drittel, das von dem, was Ihm gehört, noch einmal besonders Gott geweiht ist. Unser Leben besteht aus vielen Einzelteilen. Viel geht für’s Schlafen drauf. Viel für Lernen und schließlich fürs Arbeiten. Dann nehmen wir uns Zeit für Freizeit, Feierabend und Urlaub, für die Familie und unsere Lieblingsbeschäftigungen. Auch unsere Finanzen – die ja in Wirklichkeit nicht unsere sind, sondern Gott gehören – verwalten wir. Lebensunterhalt, Lebensnotwendigkeiten, hier und da eine freiwillige Nebenanschaffung, Versicherungen etc. Viele Puzzelteile unseres Lebens kommen so zusammen. Und viele Christen legen Wert darauf, ihr Leben jeden Tag bewusst in der Verantwortung vor Gott zu leben. Preis dem Herrn! Wir sind nach 1 Korinther 3 und 6 ja auch Sein Tempel und gehören Ihm.

Lasst uns nicht vergessen, dass ein angemessenes Stück dieses Tempels noch einmal extra für Gott abgestellt werden sollte. Klar, alles gehört Ihm. Alles, was wir sind und haben. Aber von diesem allen möchte Er noch einmal einen angemessenen Teil haben. Einen angemessenen Teil unserer Zeit, unseres Besitzes, unserer Kraft, unseres Einsatzes, unserer Aufmerksamkeit, unseres Dienstes. Das ist der Teil, der dem Allerheiligsten des Tempels entspricht, der Teil, in dem Gott wohnt und in dem Er sich in besonderer Klarheit offenbart und verherrlicht.

Aus diesem Bereich fließt der größte Segen!

Dienstag, 27. Mai 2014

Ursache und Wirkung (2)

Vergangenen Dienstag hatten wir in dem wöchentlichen Eintrag über Gebet aus der Einleitung zu Stuart Robinsons Buch „Den Preis im Gebet bezahlen“ zitiert. Auch heute möchte ich einige Passagen aus dem Buch zitieren. Unter der Überschrift: „Wachstum, ein übernatürlicher Prozess“ heißt es:

Die Gemeinde ist ein lebender Organismus. Sie ist Gottes Schöpfung mit Jesus Christus als ihrem Kopf (Kol 1,18). Von ihm fließt Leben (Joh 14,6). Wir haben eine Verantwortung, mit Gott zu kooperieren (1. Kor 3,6). Wir wissen, wenn der Herr das Haus nicht baut, arbeiten wir umsonst (Ps 127,1).

Der Transfer einer Seele vom Königreich der Finsternis in das des Lichts ist ein geistlicher, übernatürlicher Prozess (Kol 1,14). Es ist der Vater, der zieht (Joh 6,44). Es ist der Heilige Geist, der überführt (Joh 16,8). Er veranlasst, dass ein Bekenntnis gemacht wird (1. Kor 12,3). Er vollendet die Bekehrung (Titus 3,5). Es ist der Heilige Geist, der stärkt und ermächtigt (Eph 3,16). Er führt in die Wahrheit (Joh 16,16).
(…)
Nur, wenn wir anfangen zu erkennen, dass nichts von Bedeutung geschehen wird, außer als eine Antwort auf Gebet, (nur) dann wird das Gebet mehr als nur ein freiwilliges Programm für die wenigen Treuen werden. Stattdessen wird es die treibende Kraft in unseren Gemeinden werden.

Offensichtlich möchte Gott, dass unsere Pastoren, Leiter und Sein Volk erkennen, dass nur Er außergewöhnliche Dinge vollbringen kann. Wenn wir diese einfache Voraussetzung akzeptieren, werden wir vielleicht zu beten anfangen.

Dann fährt der Autor mit Beispielen fort unter der Überschrift: „Die Bibel“:

Die Schlacht, welche Josua gewann, wie 2. Mose 17, 8-13 berichtet, war nicht so sehr davon abhängig, was er und seine Truppen dort unten in der Ebene taten. Sie war direkt von Moses gebetsvoller Fürbitte, die auf der Spitze eines nahen Berges durch die Unterstützung von Aaron und Hur geschah, abhängig.

Im Alten Testament, die Psalmen nicht gezählt, gibt es 77 detaillierte Verweise auf Gebet. Das Tempo erhöht sich im Neuen Testament. Es gibt allein 94 Hinweise, welche sich direkt auf Jesus und Gebet beziehen. Die Apostel griffen dieses Thema und diese Praxis auf. So sagt Paulus: „Betet ununterbrochen, denn das ist der Wille Gottes für euch“ (1.Thess 5,16). Petrus drängt die Gläubigen, „besonnen und nüchtern zu sein, so dass sie beten können“ (1. Pe 4,7). Jakobus erklärt, dass Gebet kraftvoll und effektiv ist (Jak 5,16). Johannes versichert uns, dass Gott hört und antwortet (1. Joh 5,15). 

Wie vergangene Woche wollen wir uns auch diesmal durch diese Zitate an die Tatsache erinnern, dass jede Wirkung eine Ursache hat. Wir handeln nach Gottes Willen und beten – Gott handelt nach Seinem Willen und erhört. Den Umkehrschluss kann jeder selbst ziehen.

Was für einen herrlichen Gott, der uns Mut macht, unsere schlaffen Hände neu zu heben, unsere müden Knie zu neu beugen und das Gebet wieder aufzugreifen, weiterzubeten und die Folgen aus Gottes Hand zu beobachten. Ich brauche diese Ermutigung immer wieder!

* Quelle: Stuart Robinson –  Den Preis im Gebet bezahlen – S 2+3;  
   © Stuart Robinson –  Den Preis im Gebet bezahlen