„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 3. September 2013

Nachfolge Jesu und sozialer Auftrag? (2 von 3)

Durch eine ganze Anzahl von Bibelversen wurde gestern deutlich, dass Jesu großer, alles durchdringender Auftrag an Seine Jünger darin besteht, die Frohe Botschaft zu verkündigen und Menschen zu Jüngern Jesu zu machen.

Die Geschichte der Urgemeinde und die sich entwickelnde Kirchengeschichte haben gezeigt, dass Christen ihren Auftrag durch die Jahrhunderte hindurch sehr ernst genommen haben. Das Erste und Wichtigste, das Jesusjünger tun, nachdem sie die Kraft des Geistes Gottes erfuhren: sie loben Gott und verkündigen die Frohe Botschaft. Dadurch kommen Tausende zum Glauben. Tausende, die vorher noch aktiv gegen Jesus waren, machen jetzt eine Kehrtwende.

Soziales Handeln kommt hinzu, wo Gott es den Jüngern oder Seiner Gemeinde „vor die Füße“ legt. In Apostelgeschichte 3 kümmern sich Petrus und Johannes um einen Kranken und heilen ihn im Namen Jesu. Dieses Muster zieht sich durch die Apostelgeschichte hindurch. Soziales Handeln der Jünger und der jungen Gemeinde war nicht unabhängig von der Verkündigung des Evangeliums. Eintreten für Gerechtigkeit und die Hilfe an Notleidenden waren die linke Hand, die die rechte Hand der Evangeliumsverkündigung unterstützte. Sozialer Einsatz war das Ausrufungszeichen hinter der Predigt, die zur Umkehr zu Jesus rief.

Das erste große und deutliche Beispiel für christlich-soziales Handeln und Einsatz für Gerechtigkeit geschieht nicht etwa durch die Gemeinde außerhalb der Gemeinde in der Gesellschaft. Nein, es geschieht innerhalb der Gemeinde. Davon berichtet uns Apostelgeschichte 6.  Griechische Witwen waren bei der Witwenversorgung vernachlässigt worden. Die Gemeinde reagiert und setzt Diakone ein, die sich um eine gerechte Versorgung der Witwen kümmern sollen. Wir lesen nicht, dass die Gemeinde versuchte, eine von Gott definierte Gerechtigkeit außerhalb der Gemeinde in der Welt zu installieren. Eine von Gott definierte Gerechtigkeit ist nur in einer Gemeinschaft möglich, die die Definitionen und Maßstäbe Gottes akzeptiert – die Gemeinde Jesu. Nicht umsonst sind Christen durch Galater 6:10 aufgefordert:
„So lasset uns Gutes tun an jedermann, aller meist aber an des Glaubens Genossen.“

Innerhalb der Gemeinde Jesu geben Christen ein einladendes Beispiel für ein Zusammenleben in Gerechtigkeit. Trotzdem haben Christen zu allen Zeiten die Initiative ergriffen und sich auch außerhalb der eigenen Reihen für soziales Handeln und Gerechtigkeit eingesetzt, oft wesentlich mehr und effektiver als ihre nichtchristlichen Nachbarn es taten. Viele Organisationen, wie z.B. das Internationale Rote Kreuz haben auf biblisch-christlicher Basis begonnen. Leider – und das ist immer die große Gefahr – ging schließlich der Auftrag „Jünger zu machen“ in dem sozialen Eifer unter. Das soziale blieb (glücklicherweise) erhalten – die Verkündigung der Botschaft ging (tragischerweise) verloren.

Heute wird in fast allen Konfessionen und christlichen Kreisen erneut der Ruf laut nach sozialen Aktionen, Einsatz für Gerechtigkeit und mitunter politischem Handeln. Das soll an dieser Stelle auch nicht hinterfragt werden. Allerdings dürfen Christen nicht die Reihenfolge einer nichtchristlichen Gesellschaft übernehmen, sondern müssen sich konsequent und ohne „wenn und aber“ an Gottes Reihenfolge halten. Wenn unser Einsatz für Gerechtigkeit in der Welt, für Fairness und soziale Gleichberechtigung unsere Prioritäten sind, dann haben wir uns vom Wort Gottes verabschiedet und die Reihenfolge Gottes verlassen. Gottes Priorität ist und bleibt die Errettung unsterblicher Seelen zu seiner Ehre. Das steht über der zeitlich begrenzten fairen Behandlung oder dem gerechten Miteinander der Menschen auf der Erde, so wünschenswert und erstrebenswert ein gerechtes Miteinander auch ist.
Machen wir uns nichts vor! Für das „Gewinnen von Seelen“ für die Ewigkeit gibt es keinen Applaus von der Welt. Im Gegenteil: dafür ernten wir Spott, Hass und Vorwürfe. Mittlerweile ist die Gemeinde Jesu in vielen Teilen der Welt so konform geworden, dass nicht mehr Gottes Wort die Tagesordnung vorgibt, sondern die Forderungen der Welt: Ja, wir dürfen und sollen uns um die Armen kümmern – aber ohne von Jesus zu reden. Ja, wir dürfen und sollen den Kranken helfen, aber ohne als Christen erkennbar zu sein.  Ja, wir dürfen und sollen uns einsetzen für fairen Handel und gegen Ausbeutung – aber ohne das Evangelium von Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Ja, wir dürfen und sollen all das tun – aber wir sollen es nach dem Arbeitsmuster tun, das uns Menschen vorgeben, die Jesus weder folgen noch Ihn kennen.

Ich möchte uns alle ermutigen, für Jesus zu leben. Konsequent, aufopfernd und barmherzig. Ich möchte uns auffordern, Seinem Beispiel zu folgen. Jesus war für Hoffnung, für (göttliche) Gerechtigkeit, für Fairness und gegen die Unterdrückung der Menschen. Aber Jesus hat Seinen Dienst IMMER einzementiert in die Frohe Botschaft vom Heil. Jesus war kein Sozialreformer. Er war ein Lehrer, der lebte, was Er lehrte. Er war kein Weltverbesserer und wollte nie einer sein. Jesus ist ein Lebenserneuerer, und wo Er Leben erneuert, da fällt ein Stein ins Wasser und zieht Kreise. – Mehr davon morgen im dritten und letzten Teil dieser Miniserie.

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder erlöse?“
(Matthäus 16:26)

Montag, 2. September 2013

Nachfolge Jesu und sozialer Auftrag? (1 von 3)

Kürzlich fielen mir einige Artikel in die Hände, die ich mir aufgehoben hatte. Es ging letztendlich um die Frage: Was ist unser christlicher Auftrag? Ist es Weltverbesserung, Weltveränderung, Weltmission, Gesellschaftstransformation, Linderung sozialer Ungerechtigkeit, Verkündigung? Was ist eigentlich Jesu Auftrag, den Er uns hinterlassen hat?

Eine verbindliche Antwort muss die Bibel als Quelle haben, wenn es uns darum geht, Jesu Perspektive zu erhalten.  Danach fragen wir ja. Es ist hilfreich, sich an Jesu letzte Worte zu erinnern, die Er seinen Jüngern hinterlassen hat. Wir finden diese Worte in den Evangelien in: 

„Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht2 im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“  (Matthäus 28:18-20) 

„Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“ (Markus 16:15-18) 

„Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. Ihr aber seid Zeugen hiervon!“ (Lukas 24:45-48)

„Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Johannes 20:21)

Dazu kommen Jesu Abschiedsworte, wie sie Lukas in Apostelgeschichte 1:8 überliefert:
„ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“

Ausnahmslos wird in allen letzten Dienstanweisungen Jesu eines hervorgehoben: Die Verkündigung der Frohen Botschaft. Aber nicht nur die letzten Worte Jesu vor Seiner Himmelfahrt – auch die ersten Worte Jesu, als er Seinen Dienst begann, setzen diesen Schwerpunkt. Im Markusevangelium beginnt Jesus Seinen Auftrag mit der Verkündigung und dem Ruf zum Glauben. Dann beruft er die ersten Jünger und erklärt ihnen, dass Er sie zu Menschenfischern ausbilden will. Dasselbe hat Jesus immer durch Lehre und Beispiel getan. Jünger Jesu sollen Menschen zu Jesus führen.

Was ist also unser Auftrag? Unser erster, größter, ultimativer, alles durchdringender Auftrag ist die Verkündigung der Frohen Botschaft von Jesus Christus. Dieser Auftrag muss uns vor Augen stehen, muss der Titel unseres Lebensbuches sein. Das „wie“ wird später noch definiert. Das „was“ muss unmissverständlich klar sein: Jesus verherrlichen, indem wir Sein Reich bauen und Menschen für Ihn gewinnen  Bei allen christlichen Diensten, seien es Verkündigungsdienste, soziale Dienste, alle möglichen Schattierungen von Missionsdiensten – unser Ziel muss sein: Menschen die Frohe Botschaft von Jesus zu bringen und sie zu hingegebenen Nachfolgern Jesu zu machen.

„Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.“
„Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker!“

Morgen: Die Frage nach sozialem Einsatz

Sonntag, 1. September 2013

Herzliche Einladung zum Gottesdienst

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende

MARKUS 1:35-45

35 Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.
36 Und es folgten ihm Simon und die, welche bei ihm waren;
37 und als sie ihn gefunden hatten, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich!  
38 Und er spricht zu ihnen: Laßt uns in die umliegenden Orte gehen, damit ich auch dort verkündige; denn dazu bin ich gekommen!
39 Und er verkündigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.
40 Und es kam ein Aussätziger zu ihm, bat ihn, fiel vor ihm auf die Knie und sprach zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen!
41 Da erbarmte sich Jesus über ihn, streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will; sei gereinigt!
42 Und während er redete, wich der Aussatz sogleich von ihm, und er wurde rein.
43 Und er ermahnte ihn ernstlich und schickte ihn sogleich fort
44 und sprach zu ihm: Hab acht, sage niemand etwas; sondern geh hin, zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis!
45 Er aber ging und fing an, es vielfach zu verkündigen und breitete die Sache überall aus, so daß Jesus nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern er war draußen an einsamen Orten; und sie kamen von allen Seiten zu ihm.  
 
Herzliche Einladung zum
 GOTTESDIENST
im Bitzegarten!

Lieder - Gebet - Gottes Wort
Gemeinschaft
 
Wir laden alle herzlich ein!
Beginn: 10:30 Uhr
Anschließend gemeinsames Mittagessen @ CCFG
  
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum

Sonntagszitat: 

„Diese Arbeit soll getan werden und sie kann getan werden, 
aber nur dadurch, dass Gott selbst in Männern und Frauen wirkt, 
die Ihn über alles lieben, Ihm ganz hingegeben sind, 
Ihm völlig vertrauen, begeistert und froh die Risiken auf sich nehmen,
 sich nicht aufhalten lassen 
und allen Unmöglichkeiten zum Trotz leben und sterben, 
um Ihn als König zu ehren.“ 
(C.T.Studd, 1860-1931)

Samstag, 31. August 2013

Gedanken zum Thema Erweckung

Das Thema Erweckung versetzt einige Christen in Furcht und begeistert andere. In der Kirchengeschichte hat es einige Evangelisten gegeben, die Gott in besonderer Weise zu und in Erweckungszeiten eingesetzt hat. Was sie sagten, hatte heiliges Gewicht und wurde mächtig von Gott gebraucht. Charles Finney (1792-1875) war einer von ihnen. Aus einer Sammlung von Finney-Zitaten können wir einige nachdenkenswerte Zitate des Erweckungspredigers entnehmen. (Alle Finney Zitate stammen von dieser Quelle und wurden neu sortiert. Alle anderen Zitate mit entsprechende Quellenangabe.)

Ist Erweckung heute überhaupt notwendig?

Es ist vollendete Torheit, dass die Gemeinde denkt, sie könnte mit dem schnellen Bevölkerungszuwachs der Erde ohne umfangreiche, anhaltende und reine Erweckungen mitzuhalten. (C.F.)
Eine Erweckung der Religion ist nötig, wenn Christen ihr mitfühlendes Herz für Nichtbekehrte verloren haben. (C.F.)
Eine Erweckung der Religion ist nötig, wenn das persönliche und das Familiengebet und Gebetsversammlungen vernachlässigt werden. (C.F.)
Eine Erweckung ist das einzige, was Schimpf und Schande der Gemeinde Christi wegnehmen und den christlichen Glauben in der Öffentlichkeit wieder zum Ansehen bringen kann. (C.F.)

Was hindert Erweckung heute?

Mangel an persönlicher Heiligkeit, Salbung, Kraft im Gebet und im Predigen des Wortes, Mangel an heiligem Leben und Hingabe an die Arbeit, Mangel an Selbstverleugnung und tatkräftigen Bemühen im Dienst sind zweifellos die Hauptgründe, warum heutzutage Erweckung so rar sind und nur oberflächlichen Charakter haben. (C.F.)
Wenn bekennenden Christen bewusst würde, wie viel Geld sie für Dinge ausgeben, die eigentlich nichts als Gift sind, würden sie staunen. (C.F.)
... ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. (Jakobus 4:2b+3)

Was sind die Voraussetzungen für eine Erweckung heute?

Ich fühlte mich in Anwesenheit von Versuchung schwach, benötigte oft Tage des Fastens und Betens und musste viel Zeit damit zu verbringen, mein eigenes religiöses Leben zu überprüfen, um die Verbindung zu Gott und den Zugang zur göttlichen Kraft zu bewahren, die mich für die Erweckungsarbeit effizient befähigte.  (C.F.)
Eine Erweckung kann immer erwartet werden, wenn Christen bereit sind, die notwendigen Opfer zu bringen, um sie fortzuführen. Sie müssen bereit sein, ihre Gefühle, Tätigkeiten und Zeit zu opfern, um die Arbeit voranzubringen. (C.F.)
Eine Erweckung kann erwartet werden, wenn Seine Diener und Gelehrten es Gott überlassen, diese mit den Ihm zusagenden Mitteln zu fördern. (C.F.)
Erweckung wird es nur geben, wenn sich jemand in besonderer Weise darum bemüht. (C.F.)
Es bedarf zweier Mittel, um eine Erweckung hervorzubringen: eines, um Menschen und das andere, um Gott zu beeinflussen. Mit der Wahrheit werden Menschen beeinflusst; mit Gebet wird Gott bewegt. Gott zu bewegen, heißt nicht, dass Gott Seine Meinung durch Gebet ändert oder dass Sein Denken oder Sein Charakter verändert wird. Sondern Gebet bewirkt solch eine Veränderung in uns, dass es nun für Gott vereinbar ist, etwas zu tun, was vorher nicht vereinbar war. (C.F.)
Wenn wir uns nach Erweckung im Werk des Herrn sehnen, dann müssen wir zuerst einmal mit den Reinigungs- bzw. den Aufräumungsarbeiten beginnen. Im Laufe der Jahre kann sich – sowohl bei einzelnen Gläubigen als auch bei einer ganzen Ortsgemeinde – so nach und nach eine Menge an „religiösem Müll“ anhäufen. Inmitten des Mülls geraten dann die Voraussetzungen geistlicher Anbetung in Vergessenheit. Wenn wir erneut unter den Segen des Herrn kommen wollen dann geht es nicht darum, irgendwelche gewaltigen und neuartigen Dinge auf die Beine zu stellen, sondern darum, dass wir zu den „alten Dingen“, d.h. zu den Wurzeln des christlichen Glaubens zurückkehren und in diesen leben. Wenn wir unsere Sünden bekennen (2Chr 7,14), unsere Lampen anzünden, unseren Weihrauch räuchern (ein Bild des Gebets, Ps 141,1-2) und uns selbst Gott als ein lebendiges Opfer darstellen (Röm 12,1-2), dann wird der Herr das hören und sehen und uns segnen.
(Aus: W.W. Wiersbe „Sei anders“, CV, S. 157-158)
Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. (Matthäus 7:7+8)
Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! (Matthäus 5:6)

Welche Folgen dürfen wir heute von Erweckung erwarten?

Eine religiöse Erweckung besteht aus der Erneuerung der Liebe und Gnade des Volkes Gottes und einer daraus resultierenden Bekehrung von Sündern zu Christus. (C.F.)
Erweckung ist nicht anderes, als Gott gegenüber erneut gehorsam zu werden.(C.F.)
(Wenn) mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. (2 Chronik 7:14)

Fazit:
  1. Wir haben Erweckung dringenst nötig!!!
  2. Mangel an geistlicher Kraft, Unwissenheit und Gebetslosigkeit verhindern Erweckung.
  3. Opfer, Buße, Reinigung – vor allem aber Gebet und Zerbruch vor dem Herrn sind unverzichtbar.
  4. Liebe, Bekehrungen und die Heilung des Landes wird das Resultat sein.
O Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus
O Herr, über uns!

Freitag, 30. August 2013

Halbe Sache, ganze Sache!

Ich denke, ich kann mit gutem Gewissen sagen: Die meisten Menschen mögen in der Regel keine halben Sachen. Ein halbes Auto, ein halbes Menü im Restaurant oder eine halbe Freundschaft – undenkbar!

Selbst unsere deutschen Sprichwörter und Redewendungen belegen die Distanz, die wir zur Halbherzigkeit haben, wie etwas: „Ich mache keine halben Sachen“ oder „Entweder ganz, oder gar nicht!“

In der Regel sind wir ja auch zielstrebig und entschlossen. Ob das beim Ausüben unseres Hobbys ist, beim Vorbereiten einer Überraschung oder bei unserer täglichen Arbeit.
Wir sind (hoffentlich) ganz hingegeben den Verpflichtungen unseren Ehepartner und Kindern gegenüber.

Leider gibt es auch Bereiche, in denen wir manchmal schludern. Ob das im Sommer beim Unkrautjäten ist, beim Wahrnehmen unserer Zahnvorsorgetermine oder auch – leider – in unserer Beziehung zu Gott.

Der Essener Pastor Wilhelm Busch ist immer gut für Zitate. Die folgenden zwei sollen aus Seinem Mund sein: „Ein halber Christ ist ganzer Unsinn!“ und „Sei ganz Sein oder lass es ganz sein!“ – Was er damit ausdrücken will ist die simple Tatsache, dass Gott nicht an Halbherzigkeit interessiert ist. Er will sie nicht, Er braucht sie nicht, Er GEbraucht sie nicht einmal. Im Gegenteil! Er sagt in Offenbarung 2, 15-16:

„Ach, daß du kalt oder heiß wärst!
So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß,
werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.

Das ist schon irgendwie traurig-interessant! So viele Dinge im Leben verfolge ich mit vollem Interesse und ganzem Herzen. Nur, wenn’s um die Nachfolge geht, dann meine ich, es ginge auch mit Abstrichen. 100% für mein Heim (das muss ja instand gehalten werden), 100% für mein Hobby (man gönnt sich ja sonst nichts), 100% für den Sport (zumindest am Samstag), 100% für meinen Arbeitgeber (da  bleibt mir nichts anderes übrig), 100% für Ehe & Familie (das will ja auch der Herr). Tja, und da ich damit bei 500% bin und kurz vor dem Kollaps, muss ich irgendwo kürzen. Warum nicht bei der Nachfolge. Gott versteht. Er ist gnädig. Er vergibt.

Stimmt alles – und doch steckt der Wurm drin. Das Ganze hat mit Prioritäten zu tun. Das Ganze hat damit zu tun, wer die Nummer Eins ist in meinem Leben, meiner Familie, meiner Arbeit, meiner Freizeit. Wenn ich kürzen muss, um den Kollaps zu vermeiden, warum in der Nachfolge kürzen? Nachfolge Jesu richtig verstanden ist Medizin gegen den Kollaps. Jesus möchte unser Leben mit all dem füllen, was wir überall suchen: Ruhe, Gemeinschaft, Ausgeglichenheit, Lebensfreude, Spannkraft, Abwechslung – was immer es ist: Jesus, dem wir nachfolgen, kennt uns durch und durch und versorgt „Seine Herde“ mit allem, was sie brauchen, vorausgesetzt, die Herde ist nahe bei Ihm. Wer nur halbherzig zur Herde gehört und nur halbherzig folgt, kann sich gar nicht richtig vorstellen, dass Nähe zu Jesus alle Bedürfnisse stillt und wählt dadurch das Abseits. Im Abseits zu stehen, dass möchte niemand!  In diesem Sinne: Josua 24:15:

 „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!"

Donnerstag, 29. August 2013

Die Gute Nachricht: Vom Kinderprogramm zum Bibelstudium

Buenos Aires/Argentinien: Geplant war eine Woche für Kinder. Und die kamen – bis zu 100 Kinder jeden Tag. Das Programm war vielseitig: Natürlich ging es um die Gute Nachricht von Jesus. Zusätzlich wurde den Kindern aber allerhand Interessantes angeboten: u.a. kreative Workshops, die u.a. Fußball, Schönheit und Backen beinhalteten.

Wie in vielen nicht-westlichen Ländern, kamen die Mütter mit, um während des Programms bei einem Schwätzchen auf ihre Kinder zu warten. Diese Zeit nutzten Mitarbeiter, um mit den Wartenden ins Gespräch zu kommen – mit dem Ergebnis, dass ein Bibelstudium entstand. Eine Mutter bat um Gebet. Die Mitarbeiter führten sie zu Jesus. Am nächsten Tag brachte diese Frau ihre jüngere Schwester mit, die sich auch für ein Leben mit Jesus entschied. Auf diese Weise wurde das Kinderprogramm zu einem Sprungbrett für die Gute Nachricht und eine Bibelstudiengruppe entstand unter den Eltern und Menschen in der Umgebung.*

Nichts ist zu verwerfen: weder ein vielseitiges Programm für Kinder – solange Jesus im Zentrum bleibt, noch Arbeit unter Kindern – die nicht selten das Sprungbrett ist, die Gute Nachricht in die Familien hineinzutragen.

In 1 Korinther 9:22 bringt Paulus seinen Herzenswunsch zum Ausdruck, „auf ALLE Weise etliche zu erretten.“  Oft benutzt Gott „Sprungbretter,“ an die wir gar nicht gedacht haben, wie, zum Beispiel, eine Kinderwoche oder die WM Übertragung eines Fußballspiels (siehe Eintrag am 9.1.2011). Ich betrachte diese Beispiele als positive Herausforderung, auf alle mögliche Weise das Evangelium zu bezeugen. Jesus wirkt weit über die Grenzen dessen hinaus, was wir für möglich halten!
* (Zusammenfassung eines Berichts aus „Global Dezember 2010 / Januar 2011)

Mittwoch, 28. August 2013

Märtyrer sein – einmal anders!

Märtyrer sein klingt im ersten Moment nicht gerade einladend. Märtyrer verbinden wir mit Leiden und oft mit dem Tod. Dabei bedeutet das Wort „Märtyrer“ soviel wie „Zeuge“. Wir wollen Zeugen sein für Jesus.
 
Vorgestern und gestern ging es um Zeugen Jesu in Nordkorea. Beeindruckend! Heute las ich von einem anderen Zeugen Jesu. Weniger dramatisch, nicht weniger beeindruckend. Ich fand die Information in einer Zeitschrift der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“ (HMK) Ihre Webseite findet man HIER

Ich selbst habe es noch nicht (so intensiv) erlebt, wie die Frau, um die es in dem Bericht geht. Der Artikel wird eingeleitet mit dem Vers aus Apostelgeschichte 1:8:

„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen,
der auf euch kommen wird;
und ihr werdet meine Zeugen
sein in Jerusalem, in ganz Judäa, Samaria
und bis an das Ende der Erde.“

Die junge Frau, die die Wahrheit dieser Verheißung erfährt, ist Kundin in einem Supermarkt und betet hier für andere Kunden. Während sie betet, bekommt sie plötzlich durch den Heiligen Geist einen Impuls zu handeln. Sie geht auf eine Frau zu, die ihr fremd ist und sagt zu ihr: „Gott liebt sie!“

Es dauert ein ganzes Jahr bis sich beide Frauen wiedertreffen. „Erkennen Sie mich nicht?“ fragt die Fremde erfreut? „Ich habe mir an jenem Tag nur deshalb nicht das Leben genommen, weil Sie mich damals so liebevoll angesprochen haben!“

Verglichen mit vielen Ländern der Welt stehen uns zum Zeugnis alle Möglichkeiten offen. Während viele unserer Geschwister in den Ländern der Verfolgung ihren Mund bis zuletzt für Jesus öffnen Ihn bezeugen, fällt es uns oft so schwer – obwohl uns nichts passieren kann. Hätte die Frau in dem Bericht auch ohne Drängen des Heiligen Geistes jemandem bezeugt: „Gott liebt sie!“ hätte sie mit dem Bezeugen dieser Wahrheit nichts falsch machen können.

Jesus sagt: Die Kraft des Heiligen Geistes wird uns zu Zeugen machen für Ihn. Ob unser Zeugnis so geleitet sein wird wie bei der Frau im Supermarkt, das dürfen wir getrost Gott überlassen. Vielleicht möchte Er uns einfach gebrauchen, im Tante-Emma-Laden, im Postamt oder auf dem Arbeitsplatz ein Traktat weiter zu geben. Vielleicht ist es auch nur die Einladung einer/s Bekannten zum Gottesdienst.

Lass Dich erfüllen von Gottes Geist der Kraft und fang einfach mal an, ein Zeugnis zu sein. Du weißt nicht, was der Herr durch Dich tun möchte!

Dienstag, 27. August 2013

Sein letztes Bekenntnis (2)

Gestern ging es um die Situation in Nordkorea, wie sie in verschiedenen Büchern und Zeitschriften beschrieben wird. In einem Buch* wird einem Christen folgendes Bekenntnis zugeschrieben. Vor der Hinrichtung bekennt der Verurteilte:

Mein Gott wurde als König geboren.
Er ist der König der Gerechtigkeit.
Er ist der König des Himmels.
Er ist der König aller Könige und Herr aller Herren.
Er ist der Höchste, voller Macht und Gnade.
Er ist Gottes Sohn und der Erlöser der Menschen.
Er gibt den Schwachen Kraft.
Er ist da für die, die versucht und angefochten werden.
Er heilt die Kranken. Er vergibt den Sündern.
Er spricht die Schuldigen gerecht.
Er reinigt Aussätzige. Er macht die Gefangenen frei.
Er verteidigt die Schwachen. Er segnet die Kinder.
Er dient den Unglücklichen.
Seine Güte ist ohne Grenzen und seine Gnade ewig.
Seine Liebe ist ewig und unveränderlich.
Die Erde ist sein Fußschemel.
Er ist so groß, dass die höchsten Himmel ihn nicht fassen können,
geschweige denn ein Mensch ihn begreifen.
Die Mächtigsten Seiner Zeit hassten ihn,
aber sie konnten ihn nicht stoppen.
Der Statthalter fand keine Schuld an ihm.
Sie töteten meinen Gott, aber das Grab konnte ihn nicht festhalten.
Er stand von den Toten auf,
um allen, die heute hier sind, Erlösung zu bringen.
Im Westen werden die Menschen seinen Namen fürchten
und im Osten seine Majestät,
denn er wird kommen
mit der Kraft eines reißenden Flusses, dessen Bett schmal ist.
Und er ist gekommen.
Um den Armen frohe Botschaft zu bringen
und den Verzweifelten Hoffnung,
um Gefangene zu befreien und die Ketten im Kerker zu lösen,
um ein Jahr der Gnade des Herrn zu verkünden
und den Tag der Vergeltung unseres Gottes,
und um die Trauernden zu trösten.
Er ist der wahre Weinstock und wir die Reben.
Wenn wir in ihm bleiben und er in uns, werden wir viel Frucht tragen.
Aber ohne ihn können wir nichts tun.
Der Tag wird kommen, wo jedes Knie sich vor ihm beugt
und jede Zunge ihn als Herrn bekennt.
Ihr könnt nicht länger leben als er und ihr könnt nicht ohne ihn leben.
Er hat keinen Vorgänger und keinen Nachfolger.
Vor ihm war kein Gott, und nach ihm wird kein Gott sein.
Jesus, du allein bist Herr. Nur du kannst retten!
* (Jan Vermeer: Das Haus mit dem Zeichen © 2011 Brunnen Verlag Gießen, S 253-255)