„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Donnerstag, 1. August 2024

Insider oder Outsider?

Ulrike Eichler schreibt von einem Mann, der den Oppenheimer Dom in Rheinhessen besichtigte. Er ging um das mächtige Kirchenschiff herum, bestaunte seine Türme und die architektonische Leistung des jahrhundertealten Gebäudes.

„Sehr schön“, war sein Resümee. „Ich hab jetzt alles gesehen. Nur die Fenster sind etwas dunkel. Schade! Kein Mensch kann erkennen, was da drauf zu sehen ist.

Der Küster stand in der Nähe und lud ihn ein, den Dom nicht nur von außen, sondern auch von innen zu betrachten. Er lud den Besucher ein, in den Dom hineinzugehen. „Nun gut“, meinte er und ging mit. Und was sah er?

Neben all der baumeisterlichen Pracht und Ausschmückung des Kirchenschiffs konnte er seinen Blick kaum losreißen von den herrlichen Fenstern, die durch das Sonnenlicht von außen erleuchtet wurden. Jedes Fenster hatte eine klare Botschaft, die von außen allerdings nicht erkennbar gewesen war.

So auch in unserem Leben mit Jesus, schreibt Ulrike Eichler. Und sie hat recht!

Wie viele betrachten Jesus und Seine Gemeinde nur von außen! Gut, sie mögen an einem Gottesdienst in einem Gebäude teilnehmen, aber sie sind im Herzen nicht Teil der Gemeinde. Sie finden das alles schön, vielleicht beeindruckend und fragen sich manches Mal voll Be- und Verwunderung, wie etwas möglich geworden ist. Aber sie sind innerlich nicht verbunden mit Jesus. Das eigentlich Herrliche am Glauben haben sie nicht erkannt. Sie können darüber reden, können manches erklären – haben aber selbst keinen persönlichen Anteil am Glauben und an Jesus.

Um die ganze – und vor allem die befreiende – Herrlichkeit Jesu zu erkennen, muss man eintauchen in den Glauben an Ihn. Die beiden Emmausjünger gingen mit offenen Augen von Jerusalem nach Emmaus. Sie sahen „den Fremden“, der mit ihnen ging und unterhielten sich sogar mit ihm. Aber sie erkannten Ihn nicht. Erst als sie Tischgemeinschaft mit Ihm hatten, sahen sie – erkannten sie – wer der Fremde war; und wie herrlich und heilsam die Unterhaltung mit Ihm gewesen war (Lukas 24:31):

Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen.

Paulus war lebenslang ein religiös-frommer Mensch gewesen. Vermutlich kannte er das gesamte Alte Testament auswendig. Er war wohl häufiger im Tempel zu finden als die meisten seiner Freunde und Kollegen. Aber er war für den Glauben an Jesus ein Outsider. Seine Religion war äußerlich und ihm fehlte die Erkenntnis der Herrlichkeit Jesu. Ihm fehlte das Licht, das seine Religion in herrlichen, rettenden Glauben tauchte. Später, als Apostel, beschreibt er Gottes Auftrag an ihn vor König Agrippa. Er war zu den Heiden gesandt:

… um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind! (Apostelgeschichte 26:18)

Geöffnete Augen … haben nur Insider! Geöffnete Augen hat nur der, der Jesus persönlich kennt. Dem Betrachter von außen mag vieles mächtig und schön erscheinen, aber die innere  Herrlichkeit des Glaubens, der durch die Gegenwart und das Licht Jesu kommt – die fehlt.

Wie kennst Du Jesus? Nur als Outsider durch Betrachtung von außen?
Oder kennst Du als Insider Seine unübertreffbare Herrlichkeit?

Mittwoch, 31. Juli 2024

Lobpreis schafft Veränderung

Gestern ging es um den 4. jüdischen König, Josaphat, der ein beeindruckendes Wunder erlebte, als 3 Armeen gegen ihn zogen, er aber keine Lösung sah, die Bedrohung loszuwerden. Mit Gebet und Fasten des ganzen Volkes brachte er sein Problem vor Gott, den Herrn. Er nimmt sich Zeit und beschreibt die Situation in Einzelheiten vor dem Thron Gottes.

Gott erhörte Josaphat, aber nicht sofort. Gott sendet Seinen Boten Jehasiel mit der Botschaft zu Josaphat (2 Chronik 2014-17):

Da kam der Geist des Herrn auf Jehasiel, den Sohn Sacharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Matthanjas, den Leviten von den Söhnen Asaphs, mitten in der Gemeinde, 15 und er sprach: Horcht auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Josaphat: So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor diesem großen Haufen; denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf! 16 Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Siehe, sie kommen auf der Anhöhe Ziz herauf, und ihr werdet sie am Ende des Tales antreffen, vor der Wüste Jeruel. 17 Aber es ist nicht an euch, dort zu kämpfen. Tretet nur hin und bleibt stehen und seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist! O Juda und Jerusalem, fürchtet euch nicht und verzagt nicht! Zieht morgen aus gegen sie, und der Herr ist mit euch!

Josaphats erste und sofortige Reaktion lesen wir in Vs 18:

Da beugte sich Josaphat mit seinem Angesicht zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem Herrn nieder und beteten den Hern an.

Anbetung! Zuerst wurde Gott gelobt und angebetet. Erst dann begab man sich an die Umsetzung des Plans (Vs 19):

Und die Leviten von den Söhnen der Kahatiter und von den Söhnen der Korahiter machten sich auf, um den Herrn, den Gott Israels, zu loben, mit laut schallender Stimme.

Alles wurde organisiert (obwohl es nicht viel zu organisieren gab). Der Lobpreis vorneweg, die gerüsteten Krieger dahinter. Und so begann man den noch nicht sichtbar entschiedenen Kampf mit Lobpreis. Das genügte Gott, die feindlichen Armeen zu verwirren und ihren Kampf gegeneinander zu richten, statt gegen Gottes Volk. Es ist nicht übertrieben zu behaupten: Das Lob Gottes bewegte Gottes Hand, den Sieg zu schenken.

In Psalm 50:23 deutet der Psalmist Asaph bereits diese Vorgehensweise als gut und richtig an:

Wer Dank opfert, der ehrt mich und bahnt einen Weg; ich werde ihm das Heil Gottes zeigen.

Gott ehren, Ihm danken für Seine Wohltaten, Seine Verheißungen, auf die wir uns stützen dürfen und Ihm Lobpreis zu bringen, bahnt einen Weg! Lobpreis bahnt einen Weg aus Furcht und Verzweiflung, aus Traurigkeit, aus Schwäche, aus Hoffnungslosigkeit, aus … ! Gott zu ehren bahnt einen Weg; einen Weg, der uns das Heil Gottes ganz neu vor Augen stellt.

Gegen welche „Armeen“ hast Du heute zu kämpfen? Welche Feinde bereiten Dir heute Sorgen oder Furcht? Fang an, Gott zu danken, Ihn zu ehren und Ihm zu vertrauen. Erinnere Dich an Sein Wort, danke Ihm für Seine Verheißungen. Schau weg von dem, was Angst bereitet, und schau hin auf Jesus. Auch David hat das praktiziert und immer wieder Gottes Hilfe und Eingreifen durch Lobpreis erfahren. Er bezeugt in Psalm 17:15:

Ich aber werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, an deinem Anblick mich sättigen, wenn ich erwache.

Dienstag, 30. Juli 2024

Die Könige Judas - Josaphat

König Nummer 7 (seit Saul) und Nummer 4 (nur über Juda) ist Asas Sohn Josaphat. Josaphat regierte 25 Jahre über Juda und wird unter die gottesfürchtigen Könige gezählt; zu Recht, wie 1 Könige 22:43 zeigt, wo es über ihn heißt:

Und er wandelte in allen Wegen seines Vaters Asa und wich nicht davon, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn.

Josaphats Vater war seinem Sohn scheinbar ein gutes Vorbild gewesen. Josaphat folgte Asa nicht nur auf den Thron. Er folgte ihm auch auf den Wegen des Glaubens. In 2 Chronik 17:1-6 lesen wir:

Und sein Sohn Josaphat wurde König an seiner Stelle; und er wurde mächtig gegen Israel. 2 Denn er legte Kriegsvolk in alle festen Städte Judas und legte Besatzungen in das Land Juda und in die Städte Ephraims, die sein Vater Asa erobert hatte. 3 Und der Herr war mit Josaphat; denn er wandelte in den früheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baale auf, 4 sondern er suchte den Gott seines Vaters und wandelte in seinen Geboten und handelte nicht wie Israel. 5 Darum befestigte der Herr das Königtum in seiner Hand. Und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, sodass er viel Reichtum und Ehre hatte. 6 Und da sein Herz in den Wegen des Herrn mutig wurde, tat er auch noch die Höhen und die Aschera-Standbilder aus Juda hinweg.

  • Das Land wurde unter Josaphat sicherer, weil er mit Gott unterwegs war.
  • Gott segnete ihn materiell, weil sein Herz auf Gott ausgerichtet war.
  • Die Höhen und Götzenbilder hatten in Juda scheinbar wieder Eingang gehalten – Josaphat zerstörte sie.

So wie Josaphat sein Herz auf den Herrn, seinen Gott, richtete, so wurde er gesegnet. Besonders deutlich wird das in dem Bericht über den Krieg, in den ihn die Armeen von Moab, Ammon und dem Gebirge Seir verwickeln wollten. Ja, Josaphat hatte Angst. Aber auch in seiner Angst tat er das Richtige: Er breitete alles gründlich im Gebet vor Gott aus. Nicht nur er allein! Als gottesfürchtiger König leitete das ganze Volk im Gebet (2 Chronik 20:6-13):

Und er sprach: O Herr, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann vor dir bestehen! 7 Hast du nicht, unser Gott, die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und hast es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewige Zeiten? 8 Sie haben sich darin niedergelassen und dir darin ein Heiligtum für deinen Namen gebaut und gesagt: 9 Wenn Unglück über uns kommt, Schwert des Gerichts oder Pest oder Hungersnot, und wir vor dieses Haus und vor dich hintreten — denn dein Name wohnt ja in diesem Haus —, und wir in unserer Not zu dir schreien, so wollest du hören und helfen! 10 Und nun siehe, die Ammoniter und Moabiter und die vom Bergland Seir, durch deren Land zu ziehen du Israel nicht erlaubt hast, als sie aus dem Land Ägypten zogen, sondern von denen sie sich fernhielten und die sie nicht vertilgen durften — 11 siehe, diese vergelten uns das damit, dass sie kommen, um uns aus deinem Besitztum zu vertreiben, das du uns doch zum Besitz gegeben hast! 12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen diesen großen Haufen, der gegen uns herangerückt ist, und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet! 13 Und ganz Juda stand vor dem Herrn, samt ihren Kindern, Frauen und Söhnen.

Und das Ergebnis? 2 Chronik 20:21-23:

Und er beriet sich mit dem Volk und stellte die, welche in heiligem Schmuck dem Herrn singen und ihn preisen sollten, im Zug vor die gerüsteten Krieger hin, um zu singen: Dankt dem Herrn, denn seine Gnade währt ewiglich! 22 Und als sie anfingen mit Jauchzen und Loben, ließ der Herr einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter, Moabiter und die vom Bergland Seir, die gegen Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen. 23 Und die Ammoniter und Moabiter stellten sich denen vom Bergland Seir entgegen, um sie zu vernichten und zu vertilgen. Und als sie die vom Bergland Seir aufgerieben hatten, halfen sie selbst einander zur Vertilgung.

Ohne einen Finger zu krümmen – sie bemühten nur ihre Stimmbänder zum Lobpreis – erledigte der Herr alles Weitere für sie. 

Nicht alle Entscheidungen Josaphats waren gesegnet, aber Gottes Wort beschreibt ihn als einen Menschen, der tat, was dem Herrn gefiel.

Möge der Herr auch in uns Herzen finden, die nach Seinem Willen fragen, Seinen Willen gerne tun und gesegnet sind in ihrem Alltag!

Montag, 29. Juli 2024

Das Rattenexperiment

Wissenschaftler haben einmal ein Experiment durchgeführt. In zwei verschiedene Behälter mit Wasser setzten sie Ratten, um zu testen, wie sie lange überleben würden, ohne zu ertrinken. Das waren im Durchschnitt 17 Minuten.

Beim 2. Durchgang rettete man die Ratten kurz vor dem Ertrinken, trocknete sie, fütterte sie, setzte sie wieder in die Käfige und ließ es ihnen ein paar Tage gut gehen. Anschließend wiederholte man das Experiment und stellte fest, dass die Ratten plötzlich nicht nach 17 Minuten aufgaben, sondern 36 Stunden ums Überleben schwammen. Das Phänomen wurde damit erklärt, dass die Ratten beim zweiten Mal Hoffnung hatten. Sie hatten eine begründete Hoffnung, dass sie durch Schwimmen überleben würden. Denn das war ihnen beim letzten Mal ja auch gelungen. Einer der Wissenschaftler meinte: „Sie überlebten, weil sie zuvor gerettet worden waren.“

Auch unser Leben hat immer wieder mal chaotische Züge. Mal ist es ein Arbeitsüberschuss, ein andermal ein zu kleines Zeitfenster. Hier hat mein einen wichtigen Termin versäumt, dort bricht die Arbeit vieler Monate zusammen. Wenn dann auch nur ein weiteres Chaos sich dazu gesellt, gehen wir unter.

Viele von uns haben in solchen Situationen eine Erfahrung gemacht. Eine besondere Erfahrung. Eine Erfahrung mit Jesus. Als uns das Wasser bis zum Hals stand, als wir unterzugehen drohten, als wir nur noch schreien konnten: „Herr, rette mich! Ich gehe unter!“ da kam eine unsichtbare Hand, zog uns hoch, trocknete uns ab und setzte uns in Sicherheit. Das war nicht die einzige Erfahrung mit Jesus. Immer wieder gibt es Chaos in unserem Leben, nicht selten selbst verschuldet. Aber wir haben erfahren, dass die unsichtbare Hand Jesu auf unser Schreien reagiert. Wir schreien verzweifelt – aber wir schreien im Bewusstsein, dass Er uns hört. In 1 Johannes 5:15 versichert der Schreiber:

„Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten,
so wissen wir, dass wir das Erbetene haben,
das wir von ihm erbeten haben.”

Gehst Du durch chaotische Zeiten? Ein Chaos nach dem anderen fällt über Dich her? Oder es ist nur eins – aber es ist gewaltig? Du wirst müde, zu kämpfen, zu warten, zu hoffen? Jesus spricht (Psalm 50:15):

„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten
und du sollst mich preisen.“ 

Nachtrag:
Ach ja, und solltest Du Dich gerade mal nicht im Überlebenskampf gegen das Chaos befinden, dann danke Gott dafür. Vielleicht ist es Deine Zeit, zur Gebetserhörung für jemand anders zu werden. Manchmal ist ein Gebet für jemanden in Not, ein Anruf oder eine kleine Handreichung alles, was nötig ist, um die Wellen eines äußeren oder inneren Chaos zu glätten.

Sonntag, 28. Juli 2024

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Ruth 4:4

Gepriesen sei der Herr,
der dir zu dieser Zeit einen Löser nicht versagt hat!
Sein Name werde gerühmt in Israel!“

Und wir schließen uns an: 

Gepriesen sei der Herr, 
der uns den Erlöser nicht versagt hat!
Jesu Name werde gerühmt in Ewigkeit!“
 

 Herzliche Einladung:

Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft
Heute kein gemeinsames Mittagessen

  Wir freuen uns auf dich!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

Der Glaube ist nicht ein Gedanke des Kopfes,
sondern eine Tat des Herzens,
eine freiwillige Übergabe des ganzen Menschen
an seinen Schöpfer und Erlöser.

(Friedrich von Bodelschwingh) 

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt,
und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.

(Hiob 19:25)

Samstag, 27. Juli 2024

Ein weiterer Grund zur Zuversicht!

Hoffnung hat man – oder eben nicht! Jünger Jesu haben die feste Zuversicht der Vergebung und der göttlichen Hilfe. Und es gibt Verse, die uns Christen helfen, Hoffnungslosigkeit zu besiegen. In Johannes 14:1-3 spricht Jesus einige der vielleicht hoffnungsvollsten Verse für Seine Jünger. Diese Verse gehören bis heute zu denen, die Hoffnungslosigkeit mit am besten vertreiben und besiegen können:

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; 
wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt.
 Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.  
Und wenn ich hingehe 
und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder
und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

Das sind Verse, die unsere Blicke weglenken von gegenwärtigen Nöten und Hoffnungskillern in unserem Leben. Es gibt ein Leben NACH der Not. Es gibt eine Ewigkeit nach dem Leben in dieser Welt. Davon spricht der Payson, der 1827 mit den Worten verstarb: "Der Kampf ist gekämpft, der Sieg errungen. Jetzt werde ich in Ewigkeit in einem Meer der Reinheit und Freude baden."

Jeder Mensch hat Nöte im Leben, die ihm die Hoffnung rauben wollen. Jeder Mensch versucht einen anderen Weg, diese Nöte loszuwerden. So las ich von einem Brauch in Korea, der immer an Neujahr durchgeführt wird (oder vielleicht wurde): Mit dem Verlangen, neu anzufangen, überlegen sich die Menschen, welche schlechten Gewohnheiten sie gerne los wären und für welche bösen Handlungen sie sich Vergebung wünschen. Dann schreiben sie all diese Dinge, die ihre Hoffnungen zerstören, auf einen gebastelten Papierdrachen und lassen den steigen. Der Papierdrachen steigt immer höher in den Himmel. Wenn man ihn dann kaum mehr sehen kann, schneidet man das Seil los. Während der Drachen irgendwo abstürzt und man ihn nicht mehr sehen kann, hofft der Besitzer, dass auch alle Sünden und all das, was ihm die Hoffnung raubt, für immer verschwunden ist.

Funktioniert das?  NEIN!  NIE!  Leider können wir unsre Sorgen nicht schriftlich auf einem Papierdrachen ablegen, der sie dann für immer wegnimmt. Die Bibel zeigt uns einen besseren und sicheren Weg. In Matthäus 11:28 lädt Jesus alle Hoffnungslosen zu sich ein, indem Er sagt: „Kommet her zu mir alle, ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch Ruhe geben und euch erquicken!“

Jesus hat – und ist die Hoffnung für die ganze Welt – auch für mich und auch für Dich! Du brauchst Deine Probleme und Hoffnungslosigkeit nicht auf einen Papierdrachen zu schreiben. Der stürzt Dir irgendwann wieder vor die Füße! Du brauchst sie nicht wegzuschlafen, wegzutrinken oder wegzutherapieren. Vielmehr darfst Du sie in einem Gebet zum Himmel schicken: zu Jesus! Er lädt Dich ein: zunächst einmal Deine größten Probleme, Deine Sünde, bei Ihm abzuladen – und dann auch alles andere mit Ihm zu regeln.

Jesus möchte auch Dein Retter und Deine Hoffnung sein!