Als Gott Abraham berief und ihm die Verheißung gab, ihn zu
einem großen Volk zu machen, hätte ein goldenes Zeitalter anbrechen können. Tat
es aber nicht. Während die Erzväter Israels, Abraham, Isaak und sogar Jakob noch
relativ gut wegkommen, wird es immer schlimmer, je zahlreicher das Volk wird.
Undankbarkeit, geistliche Blindheit, ständiges Murren und Meckern und
unfassbare Hartherzigkeit wird in der Bibel beschrieben und von Gott beklagt. Im 2. Buch Mose wird berichtet, dass sie wegen der Sklaverei zu Gott schrien und
Gott sie hörte und zu handeln begann
(2 Mose
2:24+25):
Und Gott erhörte ihr Wehklagen, und Gott
gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. 25 Und Gott sah auf die Kinder Israels, und Gott nahm sich
ihrer an.
Als Gott allerdings nicht nach ihren Vorstellungen handelte,
nahm ihre Klagenatur Überhand:
Und als sie von dem Pharao hinausgingen, trafen
sie Mose und Aaron an, die dort standen und auf sie warteten. 21 Da sprachen sie zu ihnen: Der Herr sehe auf euch und richte
es, dass ihr uns verhasst gemacht habt vor dem Pharao und seinen Knechten und
ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, um uns zu töten! (2 Mose 5:20+21)
Und sie (die Israeliten) sprachen
zu Mose: Gibt es etwa keine Gräber in Ägypten, dass du uns weggeführt hast,
damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus
Ägypten herausgeführt hast? 12 Haben wir dir nicht schon in Ägypten dieses
Wort gesagt: »Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen?« Denn es wäre
für uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben! (2 Mose 14:11+12)
Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels
murrte gegen Mose und gegen Aaron in der Wüste. 3 Und die Kinder Israels sprachen zu ihnen: Wären wir doch
durch die Hand des HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den
Fleischtöpfen saßen und Brot in Fülle zu essen hatten! Denn ihr habt uns in
diese Wüste hinausgeführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen! (2 Mose 16:2+3)
Es geschah aber am siebten Tag, dass etliche
vom Volk hinausgingen, um zu sammeln; und sie fanden nichts. ... 32 Und Mose sprach:
Das ist es, was der HERR geboten hat: Einen Gomer davon sollt ihr aufbewahren
für eure Nachkommen, damit sie das Brot sehen, mit dem ich euch in der Wüste
gespeist habe, als ich euch aus dem Land Ägypten herausführte! (2 Mose 16:27+32)
Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels zog
aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, nach dem Befehl des Herrn, und sie lagerte
sich in Rephidim; aber da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. ... 3 Als nun das Volk dort
nach Wasser dürstete, da murrten sie gegen Mose und sprachen: Warum hast du uns
aus Ägypten heraufgeführt, um uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst
sterben zu lassen? (2 Mose 17:1+3)
Genügend Beispiele die die Verblendung des Volkes für Gottes
Liebe, Fürsorge und Allmacht belegen. Trotzdem! Genau diesem Volk macht Gott eine
gewaltige Verheißung (2 Mose 19:4-6):
Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan
habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.
5 Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und
gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein
besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir, 6 ihr aber sollt mir
ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein!
Was für ein Gott! Unser Gott! Der Gott Israels, aber auch
der Gott Seiner Gemeinde, der Gemeinde Jesu! Ähneln wir nicht oft dem Volk wie
ein Zwilling dem anderen? Klagen, Murren, Angreifen, Undankbarkeit, Selbstbezogenheit,
Hartherzigkeit. Trotzdem! Unser Gott lässt nicht los!
Ihr habt gesehen, ... wie ich euch auf Adlersflügeln
getragen und euch zu mir gebracht habe. 5 Wenn ihr nun
wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet, ... so sollt ihr
vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört
mir, 6 ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein
heiliges Volk sein! (2 Mose 19:4-6
auszugsweise)
Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein
königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr
die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu
seinem wunderbaren Licht. (1
Petrus 2:9)