„So sind wir Menschen. Wir singen und beten in aller Gemütlichkeit. Geht aber mal was verquer, dann zeigt sich´s, wie erbärmlich wenig Gottvertrauen wir haben. “ (Pastor Wilhelm Busch)

Mittwoch, 28. Januar 2026

Verheißung trotz Verblendung


Als Gott Abraham berief und ihm die Verheißung gab, ihn zu einem großen Volk zu machen, hätte ein goldenes Zeitalter anbrechen können. Tat es aber nicht. Während die Erzväter Israels, Abraham, Isaak und sogar Jakob noch relativ gut wegkommen, wird es immer schlimmer, je zahlreicher das Volk wird. Undankbarkeit, geistliche Blindheit, ständiges Murren und Meckern und unfassbare Hartherzigkeit wird in der Bibel beschrieben und von Gott beklagt. Im 2. Buch Mose wird berichtet, dass sie wegen der Sklaverei zu Gott schrien und Gott sie hörte und zu handeln begann (2 Mose 2:24+25):

Und Gott erhörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. 25 Und Gott sah auf die Kinder Israels, und Gott nahm sich ihrer an.

Als Gott allerdings nicht nach ihren Vorstellungen handelte, nahm ihre Klagenatur Überhand:

Und als sie von dem Pharao hinausgingen, trafen sie Mose und Aaron an, die dort standen und auf sie warteten. 21 Da sprachen sie zu ihnen: Der Herr sehe auf euch und richte es, dass ihr uns verhasst gemacht habt vor dem Pharao und seinen Knechten und ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, um uns zu töten! (2 Mose 5:20+21)

Und sie (die Israeliten) sprachen zu Mose: Gibt es etwa keine Gräber in Ägypten, dass du uns weggeführt hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast? 12 Haben wir dir nicht schon in Ägypten dieses Wort gesagt: »Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen?« Denn es wäre für uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben! (2 Mose 14:11+12)

Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels murrte gegen Mose und gegen Aaron in der Wüste. 3 Und die Kinder Israels sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot in Fülle zu essen hatten! Denn ihr habt uns in diese Wüste hinausgeführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen! (2 Mose 16:2+3)

Es geschah aber am siebten Tag, dass etliche vom Volk hinausgingen, um zu sammeln; und sie fanden nichts. ... 32 Und Mose sprach: Das ist es, was der HERR geboten hat: Einen Gomer davon sollt ihr aufbewahren für eure Nachkommen, damit sie das Brot sehen, mit dem ich euch in der Wüste gespeist habe, als ich euch aus dem Land Ägypten herausführte! (2 Mose 16:27+32)

Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels zog aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, nach dem Befehl des Herrn, und sie lagerte sich in Rephidim; aber da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. ... 3 Als nun das Volk dort nach Wasser dürstete, da murrten sie gegen Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben zu lassen? (2 Mose 17:1+3)

Genügend Beispiele die die Verblendung des Volkes für Gottes Liebe, Fürsorge und Allmacht belegen. Trotzdem! Genau diesem Volk macht Gott eine gewaltige Verheißung (2 Mose 19:4-6):

Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. 5 Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir, 6 ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein!

Was für ein Gott! Unser Gott! Der Gott Israels, aber auch der Gott Seiner Gemeinde, der Gemeinde Jesu! Ähneln wir nicht oft dem Volk wie ein Zwilling dem anderen? Klagen, Murren, Angreifen, Undankbarkeit, Selbstbezogenheit, Hartherzigkeit. Trotzdem! Unser Gott lässt nicht los!

Ihr habt gesehen, ... wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. 5 Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet, ... so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir, 6 ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein! (2 Mose 19:4-6 auszugsweise)

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht. (1 Petrus 2:9)

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