Der 14. König Judas (die
drei Könige des Gesamtreiches nicht eingeschlossen) steht durch seine
Gottlosigkeit hervor. Obwohl sein Vater, Hiskia, einer der frommsten
Erweckungskönige war, die Juda je gesehen hat, ist Manasse vermutlich der
gottloseste König der Dynastie des Südreichs. Interessanterweise ist seine Regierungszeit
die längste aller Könige. Er regierte und verführte das Volk 55 Jahre lang. Über
Manasse heißt es
(2 Könige 21:2-7):Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, nach
den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben
hatte. 3 Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater
Hiskia zerstört hatte, und errichtete dem Baal Altäre und machte ein
Aschera-Standbild, wie es Ahab, der König von Israel, getan hatte, und er
betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen. 4 Er baute auch Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr
gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen wohnen lassen. 5 Und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden
Vorhöfen am Haus des Herrn. 6 Er ließ
auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und
hielt Geisterbefrager und Wahrsager; er tat vieles, was böse ist in den Augen
des Herrn, um ihn herauszufordern. 7
Er setzte auch das Standbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus,
von dem der Herr zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: »In diesem
Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich
meinen Namen wohnen lassen ewiglich,
Manchmal wird von Israel
berichtet, dass sie ihren Götzendienst mit allen angeschlossenen Gräueln
schlimmer trieben als die Heiden, von denen sie sie übernommen hatten. Das wird
unter Manasse der Fall gewesen sein. Er entweihte den Tempel Gottes, indem er dort
seine Götzen aufstellte und er brachte grausame Kinderopfer dar. Es herrschten
unterirdische Zustände im Land. Ein Leben – vergeudet, tief im Morast der
schlimmsten Sünden, einschließlich Mord, Unmoral und Verführung eines ganzen Millionenvolkes
… bis – Achtung, jetzt kommt’s (2 Chronik 33_10-17):
Und der Herr redete zu Manasse und zu seinem Volk, aber
sie achteten nicht darauf. 11 Da ließ der Herr die Heerführer des Königs von
Assyrien über sie kommen; die fingen Manasse mit Haken, banden ihn mit zwei
ehernen Ketten und führten ihn nach Babel ab. 12 Als er nun in der Not
war, flehte er den Herrn, seinen Gott, an und demütigte sich sehr vor dem Gott
seiner Väter. 13 Und als er zu ihm betete, ließ sich Gott von ihm
erbitten, sodass er sein Flehen erhörte und ihn wieder nach Jerusalem zu seinem
Königreich brachte. Da erkannte Manasse, dass der Herr Gott ist. 14 Danach baute er eine
äußere Mauer an der Stadt Davids, westlich von der Gihon-Quelle im Tal und bis
zum Eingang beim Fischtor und rings um den Ophel, und machte sie sehr hoch; und
er legte Hauptleute in alle festen Städte Judas. 15 Er tat auch die
fremden Götter weg und entfernte das Götzenbild aus dem Haus des Herrn und alle
Altäre, die er auf dem Berg des Hauses des Herrn und in Jerusalem gebaut hatte,
und warf sie vor die Stadt hinaus. 16 Und er richtete den Altar des Herrn wieder auf und
opferte darauf Friedensopfer und Dankopfer und befahl Juda, dass sie dem Herrn,
dem Gott Israels, dienen sollten. 17 Zwar opferte das Volk noch auf den Höhen, aber nur
dem Herrn, seinem Gott.
Unglaublich! Unfassbar! Gibt es einen größeren Beweis der
Gnade, Geduld, Barmherzigkeit und Liebe Gottes? Schlimmer als Manasse kann es
ein Mensch kaum treiben. Gottloser als er kann man kaum leben und mehr Menschen
in die Irre und Verdammnis leiten ist auch nur schwer vorstellbar. Und dann tut
er – garantiert von Herzen – Buße und wird erhört. Seine Sünden werden vergeben
und er beginnt am Ende seines Lebens, Gott von Herzen nachzufolgen. Wenn ein Manasse
noch im Alter zum Glauben kommen kann – wer kann es dann nicht?
Der eine zweifelt daran, ob Gott (noch einmal) bereit
ist, zu vergeben. Manasses Leben zeigt uns: Ja! Gott ist bereit, die
schlimmsten und längsten Sünden zu vergeben, wenn Buße und Abkehr geschieht. Herzliche
Hinkehr zu Gott durch Jesus ist die Antwort!
Ein anderer betet für einen „Manasse“ und fragt sich, ob
all das Beten Sinn hat. Manasses Leben antwortet: Ja! Gott handelt und rettet
die größten Sünder, selbst wenn sie Ihm jahrelang widerstehen. Wo unsere
Weisheit endet, da ist Gott noch lange nicht fertig!