„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Umarmung, Umklammerung

Am vergangenen Sonntag haben wir uns im Gottesdienst mit dem Propheten Habakuk beschäftigt. Habakuk lebte in einer Zeit die der unseren erstaunlich ähnelte. Als der Prophet seine Zeit analysiert, sieht er eine Welt mit Zerstörung, Gewalt, Unrecht, Elend, Unterdrückung, Zank und Streit im Volk Gottes. Gesetze werden außer Kraft gesetzt, Urteile sind ungerecht, die Gerechten werden bedrängt.

Beschreibt das unsere Zeit? Unterdrückung, Gewalt, Verfolgung der Gläubigen, Zank und Streit untereinander? PASST!

Wie hat Habakuk die Situation gemeistert?  Indem er Gottes Antworten suchte. Er stellt Gott alle seine Fragen. „Herr, wie lange noch?“ „Herr, warum verschlingt der Gottlose den, der gerechter ist als er selbst?“

In Kapitel 2:20 belehrt uns Gottes Wort:

Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel; sei still vor ihm, du ganze Erde!

Habakuk suchte seine Antworten nicht bei seinen Freunden, Gleichgesinnten, bei den Politikern, den Schriftgelehrten oder den Meinungsmachern seiner Zeit. Er fand und hörte die Antwort Gottes in der Stille Seines Tempels … in der Stille Seiner Gegenwart.

Was hörte er dort?
"Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben."

Gott erinnerte Seinen Propheten daran, dass der Gerechte aus Glauben leben wird. Das Leben aller, die sich zu Gott bekennen kommt aus dem Glauben. Willst Du leben, willst Du aufleben, willst Du aufblühen, dann musst Du wissen, dass das nur durch den Glauben geschieht. Leben kommt nicht dadurch, dass Dir alles gefällt. Auch nicht dadurch, dass Du alles verstehst. Leben kommt auch nicht dadurch, dass alles so läuft, wie Du es für richtig hältst. Leben findest Du im Glauben, im Festhalten an Jesus.

Interessant auch, dass alles, was Gott Habakuk zusprach und was ihm Frieden brachte, nicht mehr von Habakuk selbst gesehen wurde. Habakuk hat nicht mehr miterlebt, dass Israel geläutert und wiederhergestellt wurde, er hat nicht mehr miterlebt, dass Babylon für seine Über-Härte bestraft wurde, dass das verheißene Land ieder blühte und Frucht trug und dass die Erde voll wurde mit der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn – wie Gott es Habakuk prophezeit hatte. Wozu Habakuk sich entschloss war, diese Verheißungen, die er in der Stille vor Gott empfangen hatte, im Glauben festzuhalten. Das brachte ihm Leben, Frieden.

Bemerkenswert ist die Bedeutung seines Namens. Der Name Habakuk bedeutet „Umarmung“, „Umklammerung“. Genau das ist, was er tat. Habakuk ging in den Tempel Gottes, klammerte sich an seinen Gott und Retter, und wurde still in Gottes Armen.

Das ist das, was wir und die Welt heute brauchen!

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Rettung und mein Gott ist!

Heute Abend laden wir zum letzten Mal in diesem Jahr ein zu unserem Jüngerschaftsabend (Bibelstunde). Dabei geht es uns genau darum: Jesus in Seinem heiligen Tempel zu begegnen, stille zu werden vor Ihm und Antworten unsere Lebensfragen von Ihm zu erhalten. Wir laden herzlich ein!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Dienstag, 14. Dezember 2021

Gottes Verheißungen im Brief an die Philipper

Wie durch alle Briefe des Apostel Paulus, so schenkt uns Gott auch durch den Brief an die Gemeinde in Philippi viele kostbare Verheißungen und Zusagen. Einige seien hier kommentarlos erwähnt, auf andere wollen wir am Schluss etwas näher eingehen.  

Philipper 1:6:
Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt.

Philipper 1:21:
Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.

Philipper 2:10-11:
Vor diesem Namen sollen sich die Knie aller beugen, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind. Und zur Ehre Gottes, des Vaters, werden alle bekennen, dass Jesus Christus Herr ist.

Philipper 2:13:
Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.

Philipper 3:20+21:
Aber unsere Heimat ist der Himmel, wo Jesus Christus, der Herr, lebt. Und wir warten sehnsüchtig auf ihn, auf die Rückkehr unseres Erlösers. 21 Er wird unseren schwachen, sterblichen Körper verwandeln, sodass er seinem verherrlichten Körper entspricht. Dies wirkt er durch dieselbe Kraft, mit der er sich überall alles unterwirft.

Philipper 4:6+7
Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. 7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

Philipper 4:19:
Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.

Nur ein paar Gedanken zu den hervorgehobenen Verheißungen:

Die Verheißung in Philipper 2:10-11 erinnert uns daran, dass Jesus gesiegt hat und niemand mehr Ihm den Sieg nehmen wird oder nehmen kann. Wir stehen auf der Seite des ewigen Siegers, denn jede Seele, die je gelebt hat und die je leben wird, wird Jesus als Herrn bekennen und anbeten.  

Philipper 2:13 ermutigt uns, dass wir das mit Freude und Überzeugung tun werden, denn ans Ziel kommen wir nicht in eigener Willenskraft, sondern weil Jesus unser Wollen sieht und unser Vollbringen bewirkt.

Mangelt es Dir an etwas? Philipper 4:19 verheißt Dir, dass der Herr persönlich Deinen Mangel ausfüllen wird. Vielleicht nicht so, wie Du es Dir wünscht, aber sicher so, wie es für Dich und den Bau Seines Reiches am besten ist.

Nimm heute eine oder zwei der Verheißungen Gottes im Philipperbrief, sprich mit dem Herrn darüber im Gebet und nimm sie ganz persönlich in Anspruch!

Montag, 13. Dezember 2021

Die Luft wird dünner (3)

Nein, ein „Doomsday-Prophet“ (Weltuntergangsprophet) bin ich wirklich nicht und werde auch niemals einer werden. Wer aber nicht merkt, dass die Zeiten düsterer werden und die Luft dünner für uns Christen, der ist blind. In den vergangenen 2 Wochen haben wir kurz über das angestrebte Regierungsprogramm unserer neuen Regierung geschaut. In einem anderen Beitrag haben wir auf Entwicklungen in Finnland und Deutschland geschaut, die richtungsweisend für die gesamte EU werden können. Und beide Male müssen wir feststellen, dass sich Gottes Wort erfüllt, das uns prophezeit, dass die Luft für echte Jesus Nachfolger dünner werden wird. Im vorerst letzten Beitrag zu diesem Thema werden wir sehen, wie wir als Christen immer öfter mit anderen Maßstäben gemessen und beschrieben werden.

Es scheint, dass Medien und Gruppen verschiedener Couleur flächendeckend zu einer Hetzjagd auf solche ansetzen, die biblische Richtlinien zu ihren Lebensrichtlinien gemacht haben. Beispiele? Gerne!

Laden Christen zum „Marsch für das Leben“ auf, kann man bereits in den Einladungen lesen, dass man mit Anfeindungen und möglicherweise mit körperlichen Angriffen rechnen muss.

Halten Christen in Pandemiezeiten unter Einhaltung der Vorschriften Gottesdienste ab – und es kommt zu Infektionen, findet dies in anklagender Weise überregional oder sogar national Verbreitung. Volle Fußballstadien und Karnevalsveranstaltungen ohne Einhaltung von Vorschriften werden bestenfalls in einer Nebennotiz erwähnt.

Die LBGT Bewegung hat es mit Hilfe der Politik geschafft, dass ungewollt homosexuell empfindende Menschen von Christen nicht mehr seelsorgerlich betreut werden dürfen; nicht mit dem Ziel, ein Leben in Freiheit von ihren Kämpfen leben zu dürfen. Dieses Seelsorgeangebot ist gesetzlich verboten für Menschen unter 18 Jahren, ist aber auch für Erwachsene nur unter Bedingungen möglich, die mit „äußerst dünnem Eis“ zu bezeichnen sind. Will heißen: Christen, die unter ihrer sexuellen Orientierung leiden darf seit ca 2 Jahren nicht mehr die biblische Hilfe aufgezeigt werden, die Gott uns zur Verfügung stellt. Die Luft wird dünner!

Wir Christen sind in den Augen der Welt radikal. "Radikal“ wird allerdings gefordert. In den Medien heißt es: ‚Wir brauchen eine radikale Änderung im Datenschutzgesetz‘. ‚Wir benötigen eine radikale Änderung im Umgang mit Menschen mit Autismus.‘ ‚Wir brauchen ein radikales Umdenken bei Sportanlässen, ein radikales Umdenken von Traditionsbanken …  im Finanzwesen ... in der Rüstungsindustrie ... in der Politik oder in der Klimafrage … usw.‘

Umweltaktivisten und Klimaschützer – Gruppen, die (sofern intelligent und gesetzeskonform) niemand grundlos verurteilen sollte – werden mit der Bezeichnung „radikal“ geehrt. Radikal – positiv gemeint! Radikal dürfen alle sein, denken und handeln. Und wir Christen? Für uns wird die Luft dünner! Was im Thema Umwelt- und Klimaschutz, Friedenspolitik und Sexualethik, etc. positiv belegt wird, wird für uns Christen automatisch negativ gefüllt. Christen sind in den Augen vieler Zeitgenossen radikal – negativ radikal! „Radikale Christen“ ist für viele ein Schimpfwort für die, die Jesus von Herzen und mit Überzeugung nachfolgen. 

Schmierereien und Hassaktionen (auf die obszönen wurde an dieser Stelle verzichtet)

Ein Pastor der bremischen Landeskirche bezeichnete Zehntausende von Abonnenten des Youtube Kanals von Olaf Latzel als „braunen Mob, Fundamentalisten und Faschisten.“ Evangelikale Christen stecken für ihn mit Nazis unter einer Decke. Dass wir Christen mit dem IS oder andern terroristischen und mörderischen Vereinigungen und Religionen verglichen werden, ist bekannt. Die Luft wird dünner, denn solche Aussagen von Christengegnern prägen unbewusst immer mehr auch das Denken derer, die bisher eine eher neutrale Position gegenüber dem Glauben einnahmen.

Und wie handeln wir? Wir haben alle Möglichkeiten offen: Zorn, Bitterkeit, Zurückschlagen, Selbstmitleid, Angriff, Hass, Rache …! All das und dergleichen wäre unseres Herrn unwürdig. Unseres Herrn würdig ist es, die Tatsache vor unseren Augen als „sich erfüllende Verheißung“ zu akzeptieren. An dem Gegenwind werden wir nichts ändern können. Es sind sich erfüllende Prophezeiungen. Wir dürfen durch Petitionen, Entscheidungen, Solidarität mit Gleichgesinnten etc. den Gegenwind vielleicht etwas bremsen, aber er wird weiter zunehmen, wie uns die Bibel zeigt.

Unsere Offensivstärke ist unsere Gott-geschenkte Radikalität: radikale Liebe zu Jesus! Radikale Liebe zum Nächsten! Radikale Liebe zu unseren Feinden! Radikales Vertrauen in Gottes Wort! Radikale Vergebung! Radikale gute Werke! Radikale Verkündigung des Heils durch Jesus! Radikales Beten! Radikales Leben nach dem Vorbild Jesu! Radikales Weitergehen in die Richtung, die uns Hoffnung gibt und aus der unser Licht kommt! Ja, ich bin radikal und möchte radikal sein diesem Sinne!

Sonntag, 12. Dezember 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

  

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext:
Habakuk 1-3 
(folgend: Textauszüge)

Habakuk 1:2: Wie lange noch, Herr, soll ich um Hilfe schreien, ohne dass du mich hörst? ‚Um mich herum herrschen Zerstörung und Gewalt‘, schreie ich dir zu, doch du greifst nicht ein.

Habakuk 1:13: Warum siehst du denn den Frevlern schweigend zu, während der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als er?

Habakuk 2:1: Ich will meinen Posten auf dem Wachturm einnehmen u. Ausschau halten. Dort will ich abwarten, was der Herr zu mir sagt und wie er auf meine Klage antwortet.

Habakuk 2:4: Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.

Habakuk 2:14: Die ganze Erde wird die Herrlichkeit des Herrn erkennen und davon erfüllt sein, so wie Wasser das ganze Meer füllt.

Habakuk 2:20: Der Herr aber wohnt in seinem heiligen Tempel. Die ganze Erde verstumme vor ihm!«

Habakuk 3:17+18: Doch auch wenn die Feigenbäume noch keine Blüten tragen und die Weinstöcke noch keine Trauben, obwohl die Olivenernte spärlich ausfällt und auf unseren Kornfeldern kein Getreide wächst, ja selbst wenn die Schafhürden und Viehställe leer stehen, 18 will ich mich trotzdem über meinen Herrn freuen und will jubeln. Denn Gott ist mein Heil!

Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft
 
Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

HIER findest Du weitere Information über unseren Gottesdienst
 
Zum Gottesdienst  ist jeder willkommen! Wir haben im Gottesdienst keine G-Auflagen, halten uns allerdings an Masken- und Abstandsregeln (was unserer herzlichen Gemeinschaft keinen Abbruch tut). Lediglich das Mittagessen nach dem Gottesdienst in der Coffeebar müssen wir verordnungsbedingt auf 2G beschränken. 

Sonntagszitat: 
Ein Kompromiss macht einen Christen unfruchtbar 
und unglücklich. 
Dann ist man wie ein Seiltänzer, 
immer balancierend zwischen Hoffnung und Furcht. 
Bei völliger Hingabe sind wir wie einer, 
der auf der Rolltreppe steht. 
Entspannt an Jesu Seite geht es immer höher hinauf.
(Corrie ten Boom)

Samstag, 11. Dezember 2021

Wer prägt wen?

Jesus hatte fast immer Menschen um sich herum, die Seine Worte hörten, Seine Wunder sahen und Sein Verhalten in allen möglichen Situationen beobachteten. Das außerordentliche Handeln und Lehren Jesu bewirkte oft Fassungslosigkeit und Erstaunen bei Seinen Zuhörern:

Es erstaunten aber alle über die große Macht Gottes. (Lukas 9:43)

Und sie erstaunten alle, sodass sie sich untereinander fragten und sprachen: Was ist das? Was Und er stand auf, nahm sogleich das Bett auf und ging vor allen hinaus, sodass alle außer sich gerieten und Gott verherrlichten und sagten: Niemals haben wir so etwas gesehen! (Markus 2:12)

Und die ganze Volksmenge geriet sogleich in Bewegung, als sie ihn sah, und sie liefen herzu und begrüßten ihn. (Markus 9:15)

für eine neue Lehre ist dies? Mit Vollmacht gebietet er auch den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm! (Markus 1:27)

Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. (Matthäus 7:28+29)

Aber hat die Begegnung der Menschen mit Jesus sie wirklich geprägt? Jedes Mal, wenn ich Matthäus 27:20, 23+25, lese, schüttle ich innerlich meinen Kopf in Unverständnis. Es heißt:

Aber die obersten Priester und die Ältesten überredeten die Volksmenge, den Barabbas zu erbitten, Jesus aber umbringen zu lassen. (…) Da sagte der Statthalter: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien noch viel mehr und sprachen: Kreuzige ihn! (…) Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!

Was hat die Volksmenge geritten? Sie hatten Jesu Lehre gehört, Seine Wunder gesehen, Seine Liebe erfahren, waren vielleicht selbst geheilt, befreit oder gesättigt – aber nicht von Ihm geprägt worden. Bis kurz vor Karfreitag fanden viele ihn sicherlich gut, cool, mächtig, vollmächtig – vielleicht sogar würdig der Nachfolge. Ihre Gefühle neigten sich Ihm irgendwie zu, denn sie wurden satt, sie wurden geheilt, sie wurden befreit – aber nicht von Ihm geprägt.

Geprägt wurden sie von den Hasspredigern, den Superfrommen, denen, die meinten, die Schrift besser zu kennen als alle anderen. Die sagten ihnen: „Schreit dies und fordert das!“ – und sie schrien dies und forderten das. Sie hatten Jesus nicht erlaubt, sie in Seiner Liebe und Sanftmut nach Leib, Seele und Geist zu prägen. Dann kamen die anderen – und prägten sie.

In einer Predigt sah ich mich kürzlich mit der Frage konfrontiert: „Formen mich Menschen in ihr Bild oder forme ich sie in das Bild Jesu?“

Wie kann ich das eine vermeiden und das andere fördern?

Im Krankenhaus lernte ich eine Frau kennen, die sich ausschließlich von Karotten ernährte: rohe Karotten, gekochte oder gedünstete Karotten, Karottengemüse, Karottensalat, … Karotten! Glaubt es oder nicht: Ihre Haut hatte solch eine orangene Farbprägung, dass das Krankenhauspersonal zunächst auf Hepatitis tippte.

Was ich aufnehme, womit ich mich beschäftige, was meine Zeit und mein Denken prägt – das prägt meine Ausstrahlung auf andere. Je mehr Jesus in uns wirkt, umso mehr wirkt Er durch uns. Je mehr unser Denken, unser Geist und unsere Seele mit Jesus, Seinem Wort und Seinem Frieden getränkt sind, umso mehr wird das unser Leben prägen und umso mehr werden wir unser Umfeld für Jesus prägen – mit Seinem Wort und Seinem Frieden. Denn was sich in unserem Inneren vorfindet, bringt in unserem Äußeren Frucht.

Alles zieht und zerrt heute an uns und will uns prägen. Lass Dich von Jesus prägen und präge Deine Umwelt für Jesus! Der Herr segne Dich dabei!

Lass Dich einladen zu unserem Gottesdienst, morgen um 10:30 Uhr. Wir kommen zusammen, um Jesus zu ehren und uns von Ihm prägen zu lassen!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 10. Dezember 2021

Ins Frühjahr 2022 verschoben!

Die Suche nach der vollkommenen Gemeinde!

 

Diesen Artikel (kursiv) las ich vor einigen Tagen. (Quelle HIER) er stammt aus der Feder von Kenny Burchard und wurde mit Genehmigung übersetzt und benutzt)

"Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der der PASTOR freundlich ist, verständnisvoll, lustig, immer ansprechbar, relevant, liebenswürdig, fürsorglich und gastfreundlich. Seine Predigten sind immer ansprechend, leicht zu verstehen, voll biblisch, eine Freude zu hören, nie zu lang (oder zu kurz), immer überführend, wenn es um die Sünden anderer geht aber sehr verständnisvoll, wenn es um mich und meine „Schwachheiten“ geht.

Man kann jederzeit für einen Besuch in seinem Büro vorbeikommen – kurz oder lang. Er hat immer Zeit für jeden und erledigt immer noch alles, egal wie viele Leute seine persönliche Aufmerksamkeit erfordern, egal, was die Not ist und egal, zu welcher Größe die Gemeinde wächst und egal, was in seiner eigenen Familie los ist. Er ist einfach ein guter Pastor. Wäre er es nicht, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der die MUSIK modern, aber trotzdem traditionell ist, Voller Energie, aber andächtig. Vom Geist geleitet, aber würdig, voll auf die Jugend ausgerichtet, aber ansprechend für die Älteren; von der Lehre her tiefgehend, aber vom Text her nicht steif. Begleitet von vielen Instrumenten, aber nicht so bühnenhaft, mit exzellenter Vorstellung, aber nicht so vorstellungsmäßig; viel Zeit sollte denen gegeben werden, die sich in der Anbetung verlieren möchten, aber nicht zu viel Zeit, damit man noch das Wort Gottes genießen kann. Wenn die Musik diese Kriterien nicht erfüllt, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der die RÄUMLICHKEITEN erreichbar sind, zentral gelegen und sichtbar mit vielen Parkplätzen. Immer sauber. Große Damentoiletten, große, großzügige und gut ausgestattete Gruppenräume. Eine große Küche und ein großer Gemeinschaftssaal. Eine gut gepflegte Außenanlage. Für viele verschiedene Anlässe nutzbar, aber deutlich erkennbar als Ort der Anbetung. Essen und Getränke dürfen überall gegessen werden, aber um alles wird sich gekümmert und alles wird sauber und ordentlich gehalten. Wäre das nicht so, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der das PROGRAMM während der Woche gefüllt ist mit interessanten Angeboten, für den Fall, dass ich freie Zeit habe und teilnehmen oder mitarbeiten kann. Aber es gibt nie irgendwelchen Druck, sich einzubringen – alles wird halt immer angeboten, wenn ich es gerade brauche. Verschiedene Seminare werden für jedes Alter angeboten, aber ich werde nie gebeten, zu lehren. Man nimmt Rücksicht auf meinen vollen Alltag, bietet aber dennoch ein endloses Menü von Aktivitäten an.

Sonntagsgottesdienste sind nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang. Nie fängt man zu spät an, schließt aber immer mindestens fünf Minuten früher ab. Meine Kinder werden unterrichtet, aber nie von mir. Wäre es nicht so, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der die GEMEINDEGLIEDER immer freundlich sind, immer lächeln, immer das Richtige tun und sagen, immer helfen, immer dienen, sich immer freiwillig melden für was immer die Gemeinde benötigt. Immer kümmern sie sich um mich, auch wenn ich gar nicht meine Nöte preisgebe. Sie wissen einfach, was ich benötige und sind immer zur Stelle, sich darum zu kümmern. Und so sollte es auch sein. Sie sind Glieder der idealen Gemeinde. Sie geben, sie dienen. Sie haben nie eine neative Einstellung und behandeln mich immer, wie Christus es tun würde. Und wenn sie es nicht tun würden, würde ich dort nicht hingehen. Ich suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, in der BESUCHER willkommen sind. Die Gemeinde, nach der ich Ausschau halte, akzeptiert jeden so, wie er ist, hat aber unumstößliche Werte, was richtig und falsch ist.

Zu alledem ist die Gemeinde, die ich suche, gut finanziert, hat alles, was sie für den Dienst braucht, für jeden, der kommt, mit was für einer Not auch immer, groß oder klein. Sie erfüllt meine Erwartungen, was immer ich benötige. Aber sie fragt ihre Gemeindeglieder nie, das finanziell mitzutragen, was sie tun. Denn: in der idealen Gemeinde geht es ja nicht nur um Geld. Und sollten sie beginnen, mich zu fragen, würde ich dort nicht hingehen. Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde. 

Ich halte weiterhin Ausschau nach der idealen Gemeinde. Ich bin bisher bereits in einigen gewesen. Anfangs sieht alles ganz ideal aus – zumindest bei den meisten. Aber es scheint, ich kann keine ideale Gemeinde finden, egal, wie intensiv ich suche. Die Gemeinden hier in der Umgebung sind weit davon entfernt, eine ideale Gemeinde zu sein. Jeder Pastor hat mich schlussendlich enttäuscht. Ich mag die Musik in einigen Gemeinden, aber meine Kinder nicht – oder umgekehrt. Einige von ihnen sind sehr schön eingerichtet, aber sie haben immer noch Hypotheken.

In der idealen Gemeinde werden die Rechnungen immer bezahlt, ohne um Finanzen zu bitten. Wir wollen eine schöne Gemeinde, die nicht unser Geld für die Stühle verwendet, auf denen wir sitzen, für das Dach über unserem Kopf, die Belüftung oder die Heizung, die uns dienen, das Wasser zum Spülen oder Händewaschen. Wir wollen nicht für den Teppich zahlen, über den wir in den Saal zum Gottesdienst hineinspaziert sind. Wir wollen auch unser hart verdientes Geld nicht ausgeben, um für einen Parkplatz zu zahlen. Natürlich erwarten wir schon einen Parkplatz, sollten wir mal kommen können.

Die meisten Gemeinden bieten nicht das an, was wir wirklich möchten. Einige haben uns vorgeschlagen, dass wir diese Aktivitäten beginnen und anbieten. Entschuldige bitte? Wären sie die idealen Gemeinden, würden sie schon daran gedacht haben. Stimmt doch, oder? Diese Gemeinden verstehen nicht, wie beschäftigt die Menschen in diesen Tagen sind.

Und die meisten Menschen in den Gemeinden hier in der Gegend sind nicht sonderlich freundlich. Wir müssen immer noch die wirklich freundliche Gemeinde finden. Die meisten von ihnen sind entweder zu tot oder zu verrückt für unseren Geschmack. Sie sind entweder zu klein oder zu groß oder zu beschäftigt oder zu schlicht oder zu geistlich oder nicht geistlich genug.

Es frustriert, die ideale Gemeinde zu suchen, aber ich bin mir sicher, dass ich eines Tages eine finden werde. Ich bin sicher, meine Liste der Ideale trifft genau den Punkt. Diese Punkte werde ich nie zur Debatte stellen. Ich weiß nur, dass es dem Herrn sicher nicht gefallen würde, wenn ich nach irgendetwas anderem Ausschau halten würde als der idealen Gemeinde."


Soweit der Artikel von Kenny Burchard. Wäre er heute geschrieben worden, würde vielleicht noch darunter stehen: Ich bin auf der Suche nach der idealen Gemeinde, die in der Pandemie genau die Regeln befolgt, die ich nach meinem Gerechtigkeitsverständnis auch aufgestellt hätte, die genau so argumentiert, wie ich es von meinem Bibelverständnis her tue, und in der weder ich mich ausgegrenzt fühle noch diejenigen, die völlig anderer Meinung sind.☺
 
Leider können wir keine ideale Gemeinde anbieten, aber Liebe, Annahme und Offenheit für jeden. Wer eine Gemeinde sucht, in der Gottes Wort gelehrt, von Herzen gesungen, Gemeinschaft gepflegt, Besucher gerne gesehen und Jesus geliebt wird – den laden wir herzlich zu uns ein.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Sonntag, 10:30 Uhr

Herzlich Willkommen!

Donnerstag, 9. Dezember 2021

"Danke!"

Immer wieder mal laufe ich Menschen über den Weg, bei denen ich mich für ihre Hilfe, einen Dienst, eine Einladung oder ein freundliches Wort bedanke. Haben wir das nicht alle als Kinder gelernt? Zugegeben, ich war nicht immer ein guter Schüler im Lebenskurs „Gute Manieren“, und selbst die Lektionen, die ich vor Jahrzehnten mal gelernt hatte „Wie sagt man?“ – "DANKE!“ – selbst solche Lektionen bedürfen der Auffrischung.

Interessant ist, dass wir als Erwachsene unseren Kindern das „Danke“ sagen mit viel Mühe und Ausdauer beibringen. Wenn sie es dann halbwegs gemeistert haben und als Erwachsene praktizieren, ist der Dank oft ungewollt. Habt Ihr das auch schon als Reaktion auf ein ernstgemeintes „Danke“ gehört: „Ach, nicht der Rede wert.“  „Dafür brauchst Du Dich doch nicht zu bedanken“  „Ist doch selbstverständlich“  oder die ätzendste aller Reaktionen: „Dank nicht mir, dank dem Herrn.“ Ob die letzte Reaktion geistlich, supergeistlich, pseudodemütig oder einfach nur so dahergesagt ist, das muss jeder selbst beurteilen. Meine Reaktion: „Ja, dem Herrn will ich gerne auch danken – aber auch Dir!“ Oder ich sage: „Falsche Antwort! Sag einfach: Bitte, gern geschehen!“

Unseren Mitmenschen Ehre, Respekt oder Dankbarkeit zu erweisen für Gutes, das sie uns getan haben, ist durchaus biblisch. Falsche Demut nicht. Die Bibel fordert uns auf, auf das bedacht zu sein, was ehrbar, liebenswert, wohllautend, und Lobenswert ist oder was eine Tugend darstellt. (Philipper 4:8) Dankbarkeit gegenüber Gott und unseren Mitmenschen gehört wohl unbedingt dazu.

Die Beraterin für betriebliches Gesundheitsmanagement der Technikerkrankenkasse, Claudia Fröse, hat herausgefunden, dass Arbeitnehmer mitunter schnell verunsichert werden, wenn sie nie ein Lob erhalten für ihre Leistung. Fehlende Anerkennung im Betrieb kann Arbeiter sogar krank machen. Sie hinterfragen ihre Leistung, werden unsicher und können ihr Potential schließlich gar nicht mehr abrufen.

Dann wird die Frage gestellt, wie man richtig lobt? Zwei Feststellungen seien hier erwähnt: Nicht nur einmal jährlich! Konkret! Josua gibt uns ein gutes Beispiel. Das Land westlich des Jordans ist verteilt und die 2½ Stämme Israels, die von östlich des Jordans mitgekommen waren, dürfen jetzt in ihr Ostjordanland zurück. Sie waren verpflichtet gewesen, ihren Brüdern bei der Einnahme Kanaans zu helfen. Als Josua sie verabschiedet, sagt er folgendes:

Damals rief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm Manasse zu sich, und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des Herrn, geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch geboten habe. Ihr habt eure Brüder während dieser langen Zeit nicht im Stich gelassen bis zu diesem Tag, und habt getreulich festgehalten an dem Gebot des Herrn, eures Gottes. (…) Und Josua segnete sie und entließ sie; und sie gingen zu ihren Zelten. (Josua 22:1-3+6)
Das sind Worte des Lobes, des Dankes und der anschließenden Segnung.

Es gibt andere Bibelstellen, die uns ermutigen, Dank für empfangene Wohltaten nicht mit aufgesetzter Demut abzulehnen, sondern zu akzeptieren. Wer weise ist, wird den Dank ungekürzt und ehrlich im persönlichen Gebet an Jesus weiterleiten. Das bewahrt unser Herz vor Stolz.

Wem kannst (solltest) Du heute Danke sagen?