„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 8. März 2021

Wahre (An)Beter gesucht!

Corrie ten Boom ist vielen Bloglesern bekannt. Sie war eine niederländische Christin, durch die viele Juden während dem Zweiten Weltkrieges vor den Gaskammern gerettet wurden. Irgendwann wurden sie und ihre Familie entdeckt, und in Konzentrationslager gebracht. Corrie ten Boom machte tiefe Glaubenserfahrungen während dieser Zeit, überlebte das KZ und machte weitere Erfahrungen mit Gott nach ihrer Befreiung. In ihrem späteren Leben wurde sie zu einer Reisenden in Sachen des Reiches Gottes und führte viele Menschen zum Glauben an Jesus. Selbst einige ihrer früheren Peiniger waren darunter. Von dieser Frau stammen die Worte:

»Du kannst mehr tun als Beten,
nachdem du gebetet hast.
Aber du kannst niemals mehr tun als Beten,
bevor du gebetet hast.«

Hätten wir doch heute diese Erkenntnis. Mit Beten MUSS es beginnen. Ohne die Grundlage des Gebets können wir ein ordentliches Maß an Qualm erzeugen, und viele mögen ein gewaltiges Feuer erwarten. Aber es ist nur Qualm. Wir können niemals mehr tun als Beten, bevor wir gebetet haben. Erst dann – und erst dann – wenn ein starkes Fundament durch Gebet gelegt ist, dann können wir mehr tun, nämlich weiterbeten und mit der Arbeit beginnen. Beten ist nicht alles, aber alles muss im Gebet beginnen.

Eine Gemeinde wirbt für ihre Gebetsstunde mit den Worten:

MIT(ar)BE(i)TER gesucht!

Nicht nur Gemeinden suchen solche, die mitarbeiten. Wären es lediglich Gemeinden, die nach Betern suchen, könnte man sich relativ leicht ausklinken. Aber es ist der Herr selbst, der auf der Suche nach Betern ist. In Johannes 4:23 erklärt uns Jesus:

Aber die Stunde kommt und ist schon da,
wo die wahren Anbeter den Vater im Geist
und in der Wahrheit anbeten werden; denn
der Vater sucht solche Anbeter.

Auch in dieser Woche treffen sich Christen in aller Welt in ihren Gemeinden zu einer Stunde des Gebets. Die meisten dieser Christen leben in Asien. In Asien finden wir auch das größte Wachstum der christlichen Gemeinde. Wo gebetet wird, verfliegt der Qualm und lodert das Feuer. Dieses Vorrecht ist nicht den Gemeinden in Afrika, Südamerika und Asien vorbehalten. Dieses Vorrecht dürfen auch wir Christen im Westen wieder neu entdecken.

Hat Deine Gemeinde eine wöchentliche Gebetsstunde? Gott sucht solche, die Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Der Vater sucht solche, die Ihn alleine und in Gemeinschaft mit anderen anbeten. Der Vater sucht Dich!

Bei all unseren Gebeten, allein zu Hause, zu zweit oder zu fünfzig kommt es nie auf gut klingende Formulierungen an, sondern darauf, unser Herz vor Gott auszuschütten, Ihm Dank und Bitte zu bringen ... und dann zu erkennen, wie Er handelt.

Sonntag, 7. März 2021

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat:

Predigttext:
Offenbarung 12:1-18
 
1 Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen.
2 Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.
3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen;
4 und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte.
5 Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.
6 Und die Frau floh in die Wüste, wo sie einen von Gott bereiteten Ort hat, damit man sie dort 1 260 Tage lang ernähre.

7 Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften;
8 aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden.
9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel
wurden mit ihm hinabgeworfen.
10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der
Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht.
11 Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!
12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.
 
13 Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte.
14 Und es wurden der Frau zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste fliegen kann an ihren Ort, wo sie ernährt wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange.
15 Und die Schlange schleuderte aus ihrem Maul der Frau Wasser nach, wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen würde.
16 Und die Erde half der Frau, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Maul geschleudert hatte.
17 Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.
18 Und ich stellte mich auf den Sand des Meeres.
 
Anbetung - Gottes Wort
Gebet - Gemeinschaft

Calvary Chapel Freier Grund 
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr

Du bist herzlich willkommen live dabei zu sein. 

HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten! (bitte Aktualisierung beachten) 

HIER geht's zum Livestream für alle, die lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat:  
 
"Der Gott Israels, der Heiland, 
ist manchmal ein Gott, der sich verbirgt, 
aber niemals ein Gott, der sich entfernt; 
manchmal im Dunkeln, 
aber niemals auf Distanz."
(Matthew Henry)
  
Gott ist für alle Zeit Israels Gott, und daher gibt es stets Hoffnung.
(Gunther Plaut)

Samstag, 6. März 2021

Fortsetzung …

Fortsetzung? … Von was?

Von gestern!

War es Dir möglich, jemanden zu ermutigen? Denk dran: jeder Mensch braucht Ermutigung!

Wenn ich es mir doch zum Ziel setzen (und erreichen) könnte, jeden Tag eine Person zu ermutigen. Nur eine! Dann würden 365 Personen während des Jahres durch mich ermutigt.

Aber – mal ganz ehrlichmanchmal benötige ich selbst Ermutigung! Und dann? Jesus sagt: Ein Blinder kann unmöglich einen Blinden leiten. Kann ein Entmutigter andere ermutigen?

Antwort #1: Versuch es doch einfach mal! Ermutigung ist ja nicht von Deinem Gemütszustand abhängig. Wenn es in 1 Thessalonicher heißt:

So ermuntert nun einander mit diesen Worten!

bedeutet dass, das es Gottes Wort ist, das ermutigt, unabhängig von dem, der es weitergibt. Die Kraft des Wortes Gottes ist nicht abhängig von mir. Gottes Wort hat Kraft in sich selbst, weil es GOTTES Wort ist. (Preis dem Herrn!)

Antwort #2: Jesus möchte nicht nur andere durch Dich ermutigen. Genauso gerne möchte Er Dich selbst ermutigen. Der Schreiber des 119. Psalms betet in Vers 28 (NLB):

Vor Kummer weine ich; ermutige mich durch dein Wort.

In 2 Korinther 1:7 schreibt auch Paulus von der Ermutigung, die von Gott kommt und die sogar er, der große Apostel, benötigt und erfährt:

Darum sind wir zuversichtlich und haben keine Angst um euch. Denn ihr werdet zwar leiden müssen wie wir, aber genauso werdet ihr auch Gottes Trost und Ermutigung erfahren wie wir.

Und noch einmal in 2. Korinther 1:4:

In allen Schwierigkeiten ermutigt er uns und steht uns bei, so dass wir auch andere trösten können, die wegen ihres Glaubens angefeindet werden. Wir ermutigen sie, wie Gott uns ermutigt hat.

Gott ermutigt uns! Gott möchte Dich ermutigen. Und ermutigt durch Gott kannst Du andere ermutigen. Aber warte nicht darauf, dass du zuerst ermutigt wirst. Manchmal handelt Gott parallel zu unserem Gehorsam Ihm gegenüber.

Aller Segen, alles, was wir wirklich benötigen, was uns weiterbringt, was unsere Verbundenheit mit Jesus stärkt und untermauert – all das kommt von Ihm, dem Herrn, der uns liebt. Lass Dich von Ihm ermutigen!

Auch unsere Gottesdienste – unsere Lieder, unsere Predigt und die Gemeinschaft – zielen darauf ab, von Jesus ermutigt zu werden und einander zu ermutigen. Morgen feiern wir Gottesdienst – live und im Livestream (siehe Seitenfenster). Wir beginnen um 10:30 Uhr und laden herzlich dazu ein.

Freitag, 5. März 2021

Finde heraus, was Du heute tun sollst

Lies die folgenden Verse und finde heraus, was der Herr heute (und nicht nur heute) von Dir möchte.

Josua, der Sohn Nuns, der dir dient, soll in das Land kommen. Ermutige ihn, denn er soll das Land unter den Israeliten verteilen. (5 Mose 1:38 / NLB)

Betraue Josua mit dieser Aufgabe, stärke und ermutige ihn, denn er soll die Israeliten über den Jordan führen. Er soll das Land unter ihnen aufteilen, das du sehen wirst.´ (5 Mose 3:28 / NLB)

Sag ihm, er soll nichts Unüberlegtes tun, sondern Ruhe bewahren. Ermutige ihn mit dieser Botschaft: Hab keine Angst und lass dich nicht einschüchtern! (Josua 7:4a/ HfA)

Darum ermutige ich euch, meine lieben Brüder und Schwestern: Bleibt nur fest in eurem Glauben an den Herrn, so wie ich es euch geschrieben habe! (Philipper 4:1 / HfA)

So ermuntert nun einander mit diesen Worten! (1. Thessalonicher 4:18 / Elb)

Er ermutige euch und gebe euch Kraft, Gutes zu tun in Wort und Tat. (2. Thessalonicher 2:17 / HfA)

Solange ich nicht wieder bei euch bin, lies in der Gemeinde weiterhin aus der Heiligen Schrift vor, ermutige die Christen und unterweise sie im Glauben. (1. Timotheus 4:13 / HfA)

Verkünde den Menschen Gottes Botschaft. Setz dich dafür ein, ob es den Leuten passt oder nicht! Rede ihnen ins Gewissen, weise sie zurecht, aber ermutige sie auch. Tu all das geduldig und so, wie es der Lehre unseres Glaubens entspricht. (2. Timotheus 4:2 / HfA)

Na? Auftrag gefunden?

Kennt Ihr das Sprichwort: „Nicht kritisiert ist genug gelobt!“?

Kennt Ihr das kranke Erziehungsmotto: „Lob das Kind nicht! Es wird nur stolz.

Ein Wirtschaftsprüfer beging Selbstmord. Die Bücher des Unternehmens wurden geprüft, ohne einen Mangel festzustellen. Das Leben des alleinstehenden Mannes war bescheiden und ruhig. Es konnte kein Hinweis gefunden werden, warum er sich das Leben genommen hatte. Dann wurde eine Notiz entdeckt in der die wenigen Worte zu lesen waren: "In 30 Jahre Arbeit ohne ein einziges Wort der Ermutigung. Ich habe es satt!"

Jeder Mensch braucht Ermutigung! Manche mehr, manche weniger – aber jeder! Es stärkt uns in unseren Unternehmungen und macht uns mutig („ermutigt“ uns), uns den Herausforderungen des Alltags zu stellen. Wertschätzung, Lob – jeder von uns braucht es, jeder verdient es.

Manche möchten es nicht. Ihre „Geistlichkeit“ verbietet es ihnen, Lob oder Wertschätzung anzunehmen. Oft sind das diejenigen, über deren Lippen auch wenig Ermutigung für andere kommt. Christen aber sollen sich am Leben Jesu orientieren! Und Jesus war DER Ermutiger schlechthin. Er wertschätzte Freunde und Feinde, die, die für Ihn waren und die, die gegen Ihn waren. Er lobte die Seinen und Er wird sie loben. Lasst uns Seinen Fußstapfen folgen.

Wen kannst Du heute ermutigen?

Donnerstag, 4. März 2021

Schuldzuweisung

Ich bin nicht gern der Schuldige! Du? Und um nicht als der Schuldige dazustehen, entwickeln wir Mechanismen. Da ist der Blockademechanismus, bei dem wir uns zurückziehen, sei es, weil wir wissen, dass wir Schuld haben oder weil wir wissen, dass wir uns schuldig machen würden. Oder der Verdrängmechanismus. Dabei stecken wir den Kopf in den Sand, um gar nicht erst zu erfahren, wer der Schuldige ist. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!

In einem ihrer Artikel schreiben Steve und Cindy Wright:
„Als Ehepaare müssen wir uns gegen das Beschuldigungsspiel schützen, bei dem wir unseren Ehepartner für dessen Verhalten beschuldigen und in Selbstgerechtigkeit reagieren.“ Auch Charles Swindoll schreibt in einem seiner Bücher zum selben Thema. Er schreibt: „Andere zu beschuldigen, vergrößert die Distanz zwischen uns und den anderen. Wir entfremden uns und vergiften die Verbindung. Wir sind mit weniger zufrieden, als Gott je vorhatte.““Überleg mal: 
Anschuldigungen bestätigen nie, sie greifen immer an.
Anschuldigungen heilen nie, sie verwunden immer.
Anschuldigungen lösen nie, sie verkomplizieren immer.
Anschuldigungen verbinden nie, sie trennen immer.
Anschuldigungen vergeben nie, sie erinnern sich immer.
Anschuldigungen bauen nie auf, sie reißen immer ab.

Wird das nicht bestätigt durch Gottes Wort? Als Adam gefragt wurde, ob er von der verboteten Frucht gegessen habe, erwartete Gott ein Schuldeingeständnis. Was macht Adam? Soeben zum Sünder geworden, handelt er auch so: „Die Frau, die Du mir gegeben hast ...“. Adam beschuldigt gleich beide: Gott und Eva. Als Gott sich an Eva wendet, macht sie es nicht besser. Auch sie verleugnet ihre Schuld und reicht sie weiter.

Steve und Sandy Wright bringen in ihrem Artikel zum Ausdruck: Hör auf, dem Anderen die Schuld für Deine Reaktion zuzuschieben. Tue stattdessen, was Dir zu tun aufgetragen ist: „Liebe den Anderen ‚als für den Herrn’“. „Was immer Du in Deinen Ehepartner investierst, wirst Du wieder ernten“ so ähnlich drückte es einmal Dr. James Dobson aus.  

Obwohl die Inspiration zu diesem Blog einem Artikel über Ehe entnommen ist (Quelle HIER)  sind die Lektionen grundsätzlich für jede Beziehung gültig. Egal mit wem ich Umgang habe, bin ich nicht gern der Schuldige. Egal, wer vor oder hinter mir im Auto unterwegs ist, ich bin nicht gern der Schuldige für mein Verhalten. Egal, wie der Verkäufer mich herausgefordert hat mit seiner Schnippigkeit – ich bin nicht gern der Schuldige für meine unhöfliche Antwort.  Egal, wie spät ich von zu Hause losgefahren bin, ich finde meistens einen „Grund“ warum meine Verspätung nicht meine Schuld ist.

Im Buch der Sprüche steht ein Vers, der erstaunlich gut zum Thema ‚Schuldzuweisung’ passt:
 
Wer seine Sünde leugnet, dem wird's nicht gelingen;
wer sie aber bekennt und lässt,
der wird Barmherzigkeit erlangen.“ (Spr 28:13)
 
Diese alte biblische Wahrheit hat mittlerweile sogar die Psychologie entdeckt. Ein Psychologe wurde vor einigen Jahren zitiert mit der Aussage, dass er nur eine Art Patient für relativ hoffnungslos hält: die Person, die anderen Menschen die Schuld für seine oder ihre Probleme zuweist. 

Zum Schluss des heutigen Eintrags ein ausgesprochen mutmachendes, frohmachendes, erlösendes und heilendes Wort (neben dem aus Sprüche 28:13 weiter oben):
Anstatt meine Schuld auf andere Menschen abzuwälzen, darf ich sie an höhere Stelle abgeben. Nicht auf Menschen, sondern auf den Sohn Gottes darf ich meine Schuld abwälzen.

Er trägt meinen Schmutz und meine Schuld und auch die des anderen, dem ich sie gerne zuordnen würde. Jesus ist der Schuldenträger. So cool: Ich kann zu meiner Schuld stehen – und darf sie doch loswerden. Für immer! Ohne schlechtes Gewissen! Bei Jesus! Preis dem Herrn!

Mittwoch, 3. März 2021

Weißglühender Eifer

Es war der englische Prediger Charles Haddon Spurgeon (1834-1892), der die Christen seiner Zeit ermahnte: „Wenn es irgendetwas gibt, wo die christliche Kirche ihren Eifer weißglühend halten sollte, dann in Bezug auf die Mission. Wenn es irgendetwas gibt, wo wir keinerlei Lauheit tolerieren dürfen, dann darin, einer sterbenden Welt das Evangelium zu bringen.   

Weißglut – das kennt man eher von der Redewendung: „Der hat mich zur Weißglut gebracht!“ will heißen: „Ich bin bis ins Extrem gereizt / wütend. Mehr geht nicht!“ Tatsächlich ist Weißglut die oberste Hitze in der Metallverarbeitung – 1300°C!

Weißglühender Eifer – den haben bis heute viele. Für Sport, Bücher, Politik, Theorien, Musik, Forschung, Abenteuer, Politik und vieles andere. Nichts davon muss schlecht sein!

Weißglühender Eifer – dafür haben besonders Christen einen triftigen Grund: Sie können, dürfen und sollen für etwas eifern, das die Zeit überdauert, das ewig ist. Dabei hat Weißglut in dem Zusammenhang eher eine positive Bedeutung, im Sinne von: „100%! Mehr geht nicht!

Von John Piper wird berichtet, dass er in einer Predigt sagte, dass der Verstand dazu dient, die objektive Wahrheit des Evangeliums zu erkennen, damit diese Wahrheit ins Herz dringt und das Herz anfängt, Jesus weißglühend zu lieben. Immer und immer wieder benutzte er diesen Begriff „weißglühende Liebe für Gott“.

Kurz darauf wurde er gefragt, warum er immer wieder den Ausdruck „weißglühende Liebe zu Gott“ benutze. Piper antwortete: „Weil ich mir nichts vorstellen kann, was weiter entfernt ist von „lauwarm“ als Weißglut und weil ich nicht will, dass ihr lauwarm seid und von Jesus ausgespuckt werdet.“ Nachdenkenswert!

Spurgeons Anliegen war, dass die christliche Kirche ihren Eifer für Mission ‚weißglühend‘  halten sollte. Wir dürfen keinerlei Lauheit tolerieren, einer sterbenden Welt das Evangelium zu bringen.

Daran zu erinnern ist das Anliegen des heutigen Eintrags. Von den 17,443 Volksgruppen der Welt sind immer noch 7418 Völker vom Evangelium unerreicht. In Menschenmassen drückt sich das so aus: Von den 7.760.000.000 Menschen auf der Erde wurden 3.230.000.000 vom Evangelium noch nicht erreicht. Das sind 41,7% der Weltbevölkerung.

Ein geistlicher Steppenbrand für Jesus unter unerreichten Völkern steht noch aus. Jesus ist bereit, unsere Herzen für Ihn zu weißglühender Liebe zu entzünden. Die wird sich darin ausdrücken, dass eine Welt erreicht wird, die Er liebt, die Ihn aber noch nicht kennt.

Gemeinden der Herrnhuter Brüder unter Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf haben diesen Steppenbrand erfahren und gelebt. Über 100 Jahre wurde in einer Gebetskette 24 Stunden / 7 Tage pro Woche ununterbrochen gebetet. Über 100 Jahre!!! Und Missionare wurden in alle Welt gesandt. In gefährliche und z.T. unberührte Gebiete. Viele ließen ihr Leben im Dienst für Jesus. Warum? Weil in ihren Herzen eine weißglühende Liebe brannte für Jesus, die sie nach dem Motto leben ließ:

„Möge das Lamm das geschlachtet wurde,
den Lohn für seine Leiden erhalten!”." 

Heute Abend laden wir ein zu unserem Zeugnisabend, jeden 1. Mittwoch im Monat. Wir wollen einander ermutigen, indem wir berichten, was wir mit Jesus erlebt haben. Herzlich Willkommen!

Dienstag, 2. März 2021

Gottes Verheißungen im 2. Buch der Chroniken

In diesem Bibelbuch gibt es so viele herrliche und mächtige Verheißungen, dass man eigentlich schon eine kleine Serie starten müsste. Um nicht alle zu übergehen, sollen hier einige der Verheißungen hervorgehoben werden. Viele sind in einer besonderen Situation speziell Israel gegeben, aber es sind alles Verheißungen, die ein Gegenstück im Neuen Testament oder im Wesen Gottes finden – also auch für uns heute gültig sind.

Nicht direkt eine Verheißung, aber eine starke Aussage über Gottes Zuverlässigkeit betreffs Seinen Verheißungen:

2 Chronik 6:14+15: O Herr, du Gott Israels! Es gibt keinen Gott, der dir gleich wäre, weder im Himmel noch auf Erden, der du den Bund und die Gnade bewahrst deinen Knechten, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln; der du deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten hast, was du ihm verheißen hattest; du hast es mit deinem Mund geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es heute der Fall ist.

2 Chronik 7:14:  [Wenn] mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.

2 Chronik 15:2: Der Herr ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, so wird er sich von euch finden lassen; wenn ihr ihn aber verlasst, so wird er euch auch verlassen!

2 Chronik 15:7: Ihr aber, seid stark und lasst eure Hände nicht sinken; denn euer Werk hat seinen Lohn!«

2 Chronik 16:9a: Denn die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.

2 Chronik 20:15b: So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor diesem großen Haufen; denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf!

2 Chronik 20:20: Hört mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem: Vertraut auf den Herrn, euren Gott, so könnt ihr getrost sein, und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr Gelingen haben!

2 Chronik 30:9b: Denn der HERR, euer Gott, ist gnädig und barmherzig, und er wird das Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr zu ihm umkehrt!

2 Chronik 32:7+8: Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor dem König von Assyrien noch vor dem ganzen Haufen, der bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm! Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der Herr, unser Gott, um uns zu helfen und für uns Krieg zu führen! Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.

Diese Verheißungen haben immer wieder Segen im Leben Einzelner oder auch Erweckung im Leben ganzer Gruppen oder sogar Nationen bewirkt. Klammere Dich an Gottes Verheißungen, glaube ihnen, vertraue Gottes Zusagen. Sei gesegnet!

Montag, 1. März 2021

Bleib dran!

Für über ein Jahr habe ich mich selbst bestochen. Mehrere Jahre war ich Mitglied in einem Fitnessstudio. Um die Anstrengung und Langeweile, 20 Minuten auf dem Fahrrad stur vor mich hin zu strampeln, zu besiegen, nahm ich mir interessante Bücher mit. Ich weiß nicht, wie viele gute Biographien und Missionsbücher ich dort gelesen habe. (Heute höre ich die Audiobibel; auch ein guter Zeitvertreib auf dem Stepper). Eine Biographie war die von Smith Wigglesworth mit dem Titel: „Glaubensapostel.“  Wiggleswort wurde 1859 in England geboren und schreibt über die Erinnerungen an seinen Vater.

„Ich kann mich an einen frostigen Tag erinnern, an dem mein Vater den Auftrag hatte, einen Graben auszuheben, ca 6,5 Meter lang und knapp einen Meter tief – um ihn dann wieder zu füllen. Das alles für wenig Geld, das er für Lebensmittel brauchte, da nichts mehr im Haus war. So fing er mit einer Spitzhacke an. Der Frost war tief in die Erde eingedrungen, aber darunter lag eine Schicht feuchter, lockerer Erde.“ (aus: Frodsham: ‘Smith Wigglesworth – Apostle of Faith.’ – eigene Übersetzung)

Als ich das las, wurde ich unweigerlich an eine Gebetsreise in ein islamisches Land erinnert, an der ich viele Jahre lang teilgenommen hatte. Diese Reise war wie die Arbeit mit einer Spitzhacke auf gefrorenem Boden. Gedanken schießen einem durch den Kopf: Ist es alles der Mühe wert? So viel Mühe für so wenig Frucht? Wie oft müssen wir die Spitzhacke über unsere Köpfe schwingen und mit Macht auf den hart gefrorenen Boden schlagen? Und wie oft sind wir versucht, aufzugeben und es sein zu lassen? Und das nicht nur auf Gebetsreisen. Nein, auch im Alltag als Christen.

Georg Müller, Vater der Waisenkinder in Bristol, bringt sich in Erinnerung. Von ihm wird erzählt, dass er begann, für fünf seiner Freunde zu beten. Es dauerte eine Weile, bis der erste zum Glauben an Christus kam. Es dauerte weitere 10 Jahre, bis die nächsten beiden Freunde gerettet wurden. Die Bekehrung des vierten Freundes dauerte 25 Jahre. Und es schien, als würde sich der letzte der fünf Freunde überhaupt nicht bekehren. Müller betete 52 Jahre für ihn, aber erlebte nicht die Bekehrung seines Freundes. Müller starb – und kurz nach seiner Beerdigung fand der fünfte seiner Freunde zu Jesus.

Es dauerte! Aber Müllers Ausdauer wurde belohnt. Oft braucht es seine Weile, bis der gefrorene Boden durchbrochen ist und die weiche, feuchte Erde zum Vorschein kommt. Lasst uns nicht aufgeben. Hier ist, was Spurgeon zum Thema Ausdauer zu sagen hatte: „Durch Ausdauer, erreichte die Schnecke die Arche!“

„… und wurde belohnt!“ möchte ich hinzufügen. Gib nicht auf! Du hast das Versprechen Gottes in Galater 6:9:

„Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn 
zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.
 
PS: Gestern erhielt ich einen Rundbrief, dass sich in der Stadt, für die wir viele Jahre im Zug von Gebetsreisen gebetet haben, 138 Menschen bei einer Organisation gemeldet haben um über Computer das Wort Gottes zu bekommen. Außerdem gibt es seit geraumer Zeit einen wachsenden Hauskreis. Als wir reisten und beteten, war der Boden hart. Jetzt ist Gott am Werk! Ihm die Ehre!