Es war der englische Prediger Charles Haddon Spurgeon (1834-1892),
der die Christen seiner Zeit ermahnte: „Wenn
es irgendetwas gibt, wo die christliche Kirche ihren Eifer weißglühend halten
sollte, dann in Bezug auf die Mission. Wenn es irgendetwas gibt, wo wir
keinerlei Lauheit tolerieren dürfen, dann darin, einer sterbenden Welt das
Evangelium zu bringen.“
Weißglut – das kennt man eher von der Redewendung: „Der hat mich zur Weißglut gebracht!“ will
heißen: „Ich bin bis ins Extrem gereizt /
wütend. Mehr geht nicht!“ Tatsächlich ist Weißglut die oberste Hitze in der
Metallverarbeitung – 1300°C!
Weißglühender Eifer – den haben bis heute viele. Für Sport,
Bücher, Politik, Theorien, Musik, Forschung, Abenteuer, Politik und vieles
andere. Nichts davon muss schlecht sein!
Weißglühender Eifer – dafür haben besonders Christen einen
triftigen Grund: Sie können, dürfen und sollen für etwas eifern, das die Zeit
überdauert, das ewig ist. Dabei hat Weißglut in dem Zusammenhang eher eine
positive Bedeutung, im Sinne von: „100%!
Mehr geht nicht!“
Von John Piper wird berichtet, dass er in einer Predigt
sagte, dass der Verstand dazu dient, die objektive Wahrheit des Evangeliums zu
erkennen, damit diese Wahrheit ins Herz dringt und das Herz anfängt, Jesus
weißglühend zu lieben. Immer und immer wieder benutzte er diesen Begriff „weißglühende
Liebe für Gott“.
Kurz darauf wurde er gefragt, warum er immer wieder den Ausdruck
„weißglühende Liebe zu Gott“ benutze. Piper antwortete: „Weil ich mir nichts
vorstellen kann, was weiter entfernt ist von „lauwarm“ als Weißglut und weil
ich nicht will, dass ihr lauwarm seid und von Jesus ausgespuckt werdet.“ Nachdenkenswert!
Spurgeons Anliegen war, dass die christliche Kirche ihren Eifer für Mission ‚weißglühend‘ halten sollte.
Wir dürfen keinerlei Lauheit tolerieren, einer
sterbenden Welt das Evangelium zu bringen.“
Daran zu erinnern ist das Anliegen des heutigen Eintrags.
Von den 17,443 Volksgruppen der Welt sind immer noch 7418 Völker vom Evangelium
unerreicht. In Menschenmassen drückt sich das so aus: Von den 7.760.000.000
Menschen auf der Erde wurden 3.230.000.000 vom Evangelium noch nicht erreicht.
Das sind 41,7% der Weltbevölkerung.
Ein geistlicher Steppenbrand für Jesus unter unerreichten
Völkern steht noch aus. Jesus ist bereit, unsere Herzen für Ihn zu weißglühender
Liebe zu entzünden. Die wird sich darin ausdrücken, dass eine Welt erreicht
wird, die Er liebt, die Ihn aber noch nicht kennt.
Gemeinden der Herrnhuter Brüder unter Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf
haben diesen Steppenbrand erfahren und gelebt. Über 100 Jahre wurde in einer Gebetskette
24 Stunden / 7 Tage pro Woche ununterbrochen gebetet. Über 100 Jahre!!! Und
Missionare wurden in alle Welt gesandt. In gefährliche und z.T. unberührte
Gebiete. Viele ließen ihr Leben im Dienst für Jesus. Warum? Weil in ihren
Herzen eine weißglühende Liebe brannte für Jesus, die sie nach dem Motto leben
ließ:
„Möge das Lamm das geschlachtet wurde,
den Lohn für seine Leiden erhalten!”."
Heute Abend laden wir ein zu unserem Zeugnisabend, jeden 1. Mittwoch im Monat. Wir wollen einander ermutigen, indem wir berichten, was wir mit Jesus erlebt haben. Herzlich Willkommen!