„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Mittwoch, 9. September 2020

Hiob – Warum muss der Gerechte Leiden?

Vor 2 Wochen haben wir an unserem Jüngerschaftsabend begonnen, das Buch Hiob gemeinsam zu lesen. Im Buch stellt die Hauptperson, Hiob, eine Frage, die seither jede Generation von Gläubigen bewegt hat: Warum muss der Gerechte leiden?

Wenn wir heute in die Welt hineinschauen, dann springt einen das Leid an, wohin man auch sieht: das Leid hungernder Menschen, das Leid heimatloser Menschen, das Leid kranker und schwerstkranker Menschen, das Leid missbrauchter Menschen jeden Alters, das Leid alter Menschen, das Leid der Armen, der Gefangenen, der Beraubten, der Verfolgten, der Verführten und der Ungeliebten – um nur einige wenige zu nennen. Warum all dieses Leid.

Auf diese Frage gibt es schnelle Pauschalantworten, die etwa so gut sind wie ein Tempotaschentuch auf einer Messerstichwunde. Es gibt auch einige gute Ansätze, die allerdings nicht immer in jede Situation passen. Oft wird die Sünde als Antwort gehandelt, aber ohne weitere Erklärung ist das irreführend und manchmal schlichtweg falsch.

Natürlich schreibt Paulus an die Korinthergemeinde, die die Teilnahme am Abendmahl salopp und der Sache Jesu unwürdig durchführte (1 Korinther 11:30):

Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke,
und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen.

Natürlich war die Not eines Propheten Jona und das Leid des verlorenen Sohnes ihrem Ungehorsam (sprich: Sünde) gegen Gott zuzuschreiben.

Wenn wir aber Not, Leid, Trauer oder Krankheit immer der Sünde zuschreiben, dann übersehen wir den Blindgeborenen, über den Jesus sagt (Johannes 9:3):

Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern
an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!


Auch Folterungen und Schiffbruch des Paulus waren nicht aufgrund von Sünde, ebenso wenig wie die Ermordung der 5 Missionare um Jim Elliot oder der Verfolgung der Gemeinde Jesu.

Leid hat verschiedene Gründe – und nur einer davon ist Sünde, und wir merken: Es gibt auf die „Warum?“ Frage weder eine schnelle – noch eine allgemeingültige Antwort.

Woran wir aber festhalten dürfen ist die Tatsache, dass unser Leid Gott bekannt ist. Jesus kennt das Leid der Welt, denn Er hat in unserer Welt gelebt (Philipper 2:7). Er kennt Dein Leid, denn Er wurde versucht wie alle anderen Menschen und kann uns verstehen (Hebräer 4:15). Er kennt unsere Schmerzen, denn Er wurde für uns zum Träger der Schmerzen (Jesaja 53:3).Jesus versteht Dich, denn Er ist selbst gewesen, wo Du jetzt bist. Und Er erwartet nicht, dass Du alle Antworten hast, vor allen Dingen nicht die Antworten, die Er in Seiner Weisheit uns vorenthalten hat. Was Er möchte ist, dass Du Ihm vertraust – Seiner Liebe zu Dir, Seiner Fürsorge, Seiner Allwissenheit, Seiner Vollkommenheit, Seiner Gerechtigkeit – und dass Er Deinem Leid ein Ende bereiten wird zur perfekten Zeit und keine Minute später (1 Korinther 10:13):

Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu;
er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.

Das durfte auch Hiob erfahren, nachdem er zuerst viel lernen musste durch Leid. Heute Abend machen wir weiter in unserem Studium des Buches Hiob. Du bist herzlich eingeladen, dabei zu sein. Am Besten live – oder aber auch im LIVESTREAM.  

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr

Dienstag, 8. September 2020

Jesus im 1. Petrusbrief

Es ist gut 1956 Jahre her. Vom 19.-26. Juli 64 n.Chr. erfuhr die Stadt Rom den schlimmsten Brand ihrer Geschichte. Zeitzeugen und Historiker nennen triftige Gründe, warum der damalige Herrscher, Kaiser Nero, den Brand gelegt – und anschließend die verachtete Minderheit der Christen der Brandstiftung beschuldigt haben soll. Hunderte starben. Eine schwere Verfolgung breitete sich im gesamten römischen Reich aus. Bevor Petrus selbst ein Opfer dieser Verfolgung wurde, schrieb er einen Brief an die verfolgten Geschwister. Im Brief geht es Petrus u.a. darum, der leidenden Gemeinde Mut zu machen, dass ihre Hoffnung in Christus berechtigt ist und Bestand hat.

Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (1 Petrus 1:18+19)

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. (1 Petrus 2:21)

Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. (1 Petrus 2:23)

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist. (1 Petrus 3:18)

Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen. (1 Petr. 4:1)  

Immer wieder finden wir im Petrusbrief den Hinweis auf Jesu Leiden und Sein vergossenes Blut. Ihn sollen wir uns zum Vorbild nehmen (2:21), Seinen Fußstapfen sollen wir nachfolgen (2:21), Seine Gesinnung sollen wir übernehmen (4:1). Mitten in Leid, Not und Verfolgung dürfen wir auf Jesus blicken und uns durch Sein Beispiel ermutigen lassen. Aus Liebe zu uns nahm Er Leid, Verfolgung und sogar den Tod auf sich, um uns freizukaufen aus der Sklaverei Satans. Und (auch) darin, in Seinem Leiden und inmitten von Verfolgung wird Er uns zum Beispiel, fest zu bleiben, weil sich Leiden und Verfolgung um Jesu willen lohnt.

Immer wieder erkennen wir in Petrus´ Brief an die verfolgten Geschwister den Hinweis auf den verfolgten Jesus. Das soll den „Fremdlingen in der Zerstreuung“ Mut machen, soll sie froh machen, weil sie daran erkennen, dass der Geist der Herrlichkeit Gottes auf ihnen ruht.

„In dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. 14 Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht.“ (1 Petrus 4:13+14)

Petrus weiß, wovon er schreibt, denn er selbst kannte die innere Freude, um Jesu willen misshandelt und bedroht zu werden. (Apostelgeschichte 5:41)

Petrus versäumt es aber auch nicht, die Verfolgten zu ermutigen und ihnen DEN vor Augen zu malen, für den sie leiden. Petrus porträtiert Jesus in einer Weise, die es den verfolgten Geschwistern eine Ehre sein lassen soll, für und mit Jesus zu leiden:

Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (1:18+19)

  • Gott gab das Kostbarste, uns zu erlösen: das Blut Jesu!

Darum steht auch in der Schrift: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden. (2:6)

  • Gott hat uns in Jesus ein Fundament geschenkt, dass uns nicht zuschanden werden lässt, nicht im Leben, nicht im Leiden, nicht im Tod!

Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird, den unverwelklichen Ehrenkranz empfangen. (5:4)

  • Wir haben einen Hirten, der uns sieht, bewahrt und belohnen wird.

Der erste Petrusbrief – ein Brief an die leidende Gemeinde. Ein Brief, der alle Leidenden mit hineinnimmt in die Gemeinschaft Jesu, der für uns gelitten hat, uns daher verstehen kann, der uns als Oberhirte versorgt und mit Seinem Lohn auf uns wartet.

Ein passender Vers außerhalb des 1 Petrusbriefes soll die Gedanken von heute abschließen: Psalm 66:

10 Denn du hast uns geprüft, Gott, hast uns wie Silber geläutert. 11 Du hast uns ins Gefängnis gebracht, uns schwere Lasten aufgelegt. 12 Du hast uns niedertrampeln lassen.  Wir gingen durch Feuer und Wasser. 

Doch dann hast du uns mit Überfluss beschenkt.

Montag, 7. September 2020

Nun danket alle Gott

Martin Rinckart wurde 1586 in Eilenburg (Sachsen) geboren. Er war 32 Jahre alt, als im Jahr 1618 der 30 jährige Krieg ausbrach mit all seinen Schrecken und menschenverachtenden Brutalitäten. Zu dem Zeitpunkt war er bereits begnadeter Kirchenmusiker und Pfarrer.
 
Als der Krieg begann, entwickelte sich Rinckart zu einem opferbereiten Zeugen Jesu. Nach knapp 20 Jahren Krieg brach die Pest aus und riss die Menschen scharenweise in den Tod. 4480 Tote soll Rinckart beerdigt haben, manchmal über 70 am Tag.

Der Pest folgte eine schreckliche Hungersnot. Ganze Gruppen von Menschen jagten einzelne Hunde und Katzen, um etwas zu Essen zu haben. Wie hilft man in solcher Not? Rinckart ging von Haus zu Haus um Kranke und Gesunde zu trösten, für sie zu beten und ihnen Mut zuzusprechen. Woher nahm er selbst Kraft und Mut? Sein Siegelring trug die Initialen MVSICA, Mein Vertrauen Steht In Christo Allein. Und dieses Vertrauen hatte er dringend nötig. Nicht nur besuchte er andere im Leid. Er selbst erfuhr mehr Leid im eigenen Leben als die meisten von uns.

Mit 26 Jahren heiratete er Christine Morgenstern. 25 Jahre später musste er sie zu Grabe tragen. Auch zwei seiner Kinder, Martin und Christine, starben in jungen Jahren.

In alledem behielt Rinckart ein dankbares Herz. Täglich dankte er Gott mit seinen Kindern mit den Worten: „Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden. Der uns von Mutterleibe an lebendig erhält und tut uns alles Gute. Er gebe uns ein fröhlich Herz und verleihe immerdar Frieden zu unserer Zeit in Israel und das seine Gnade stets bei uns bleibe, und erlöse uns, so lange wir leben.“

Bald setzte er sich daran, dieses Gebet zu vertonen und es wurde zu einer Dankeshymne, die sich bis heute gehalten hat und in vielen, nicht nur deutschsprachigen Gemeinden auf der ganzen Welt gesungen wird.

1. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,
Der große Dinge tut an uns und allen Enden,
Der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
Unzählig viel zu gut bis hier her hat getan.

2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unsrem Leben
Ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben,
Und uns in seiner Gnad, erhalten fort und fort
Und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne
Und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone,
Dem einig höchsten Gott, als er anfänglich war
Und ist und bleiben wird jetzt und immerdar.

Im Jahr nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs, 1649, starb Rinckart im Alter von 53 Jahren. Ein stiller Zeuge, der bis heute verkündigt, dass es sehr wohl möglich ist, sich auch in tiefem Leid eine Herzensdankbarkeit Jesus gegenüber zu bewahren.

Sonntag, 6. September 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat!

Predigttext:
Offenbarung 1:1-8

1 Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt,
2 der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat und alles, was er sah.
3 Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe.

4 Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asia sind: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind,
5 und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut,
6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater — Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen

7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.
8 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

Anbetung - Gottes Wort 
Kindersegnung - (Glaubens)taufe
Gebet - Gemeinschaft 

Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:10:30 Uhr
 
Wir laden herzlich ein, den Gottesdienst mit uns zu feiern!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr 
 
HIER eine wichtige Information für alle, die gerne live in der Gemeinde dabei sein möchten!

HIER geht's zum Livestream für alle, die lieber noch zu Hause bleiben möchten!
 
Sonntagszitat: 
Ich kenne keine andere Offenbarung Gottes als die 
in Jesus, dem für uns Gekreuzigten.
Wilhelm Busch)

Ich brauche mich nicht mehr zu zergrübeln 
über unbegreifliche Untiefen im Wesen Gottes, 
sondern halte mich an das helle Licht seiner Offenbarung 
in Jesus Christus.
(Paul Deitenbeck)

Samstag, 5. September 2020

Keine Verschwörungstheorien!

Verschwörungstheorien hat es immer gegeben! Vor 800 Jahren warf man u.a. den Juden vor, öffentliche Brunnen vergiftet zu haben um die Christen auszurotten, und dadurch sei die Pest entstanden. Im 19. Jahrhundert glaubte man, sie wollten die Weltherrschaft an sich reißen. Vor 200 Jahren hieß es, Wolfgang Amadeus Mozart sei von Freimaurern ermordet worden. Im 20. Jahrhundert wurde spekuliert, dass das HIV Virus in den USA entwickelt und in Umlauf gebracht worden sei. Paul McCartney ist gestorben und durch einen Doppelgänger ersetzt worden.

Ach ja – und Elvis lebt …

Und im 21 Jahrhundert? Wer jetzt erwartet, dass hier Verschwörungstheorien zum Coronavirus aufgelistet werden, der wird leider enttäuscht. Einige Theorien sollen - ohne Beurteilung - genannt werden – ob sie aber im Reich der Verschwörung einzuordnen sind, mag jeder Leser selbst entscheiden:

- das Corona ist harmlos, möglicherweise nicht mal existent.
- Das Virus stammt aus einem Labor
- Das Virus wurde durch US Militärs nach Wuhan gebracht
- Bill Gates will die Menschheit zwangsimpfen und kontrollieren
- Die 5G Strahlung aktiviert den Virus und / oder bringt den Tod
- Corona schafft eine neue Weltordnung
- Impfstoff gibt es schon. Der wird aber unter Verschluss gehalten
- Berlins Bürger werden durch vergiftetes Trinkwasser ruhig gestellt

Wie bereits erwähnt: Theorien ohne Beurteilung oder Einordnung. Gesagt sei jedoch, dass wir gut daran tun, alles anhand des Wortes Gottes zu prüfen – nicht anhand wissenschaftlicher und pseudowissenschaftlicher Studien, nicht anhand von Facebook, Twitter und Instagram – und schon gar nicht anhand von Youtube und anderen Videoplattformen, auf denen man jede vorstellbare und nicht vorstellbare Theorie „beweisen“ kann. Gott fordert uns auf (1 Thessal. 5:21):

Prüfet aber alles, und das Gute behaltet!

Die Christen in Beröa taten genau das. Und sie prüften nicht dadurch, dass sie sich „umhörten“, Meinungen austauschten und dann das vertraten, was ihnen „am sinnvollsten“ erschien, sondern es heißt über sie (Apostelgeschichte 17:11):

Diese aber waren edler denn die zu Thessalonich;
die nahmen das Wort auf ganz willig
und forschten täglich in der Schrift, ob sich's also verhielte.

Genau dazu fordert Gott uns auf, wenn wir uns Seine Kinder nennen. Sein Wort ist nur Wahrheit und verwirft jegliche Verschwörungstheorien. Wir lesen (2 Petrus 1:19):

Und so halten wir nun fest 
an dem völlig gewissen prophetischen Wort,
und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht,
das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht
und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.


Gottes (prophetisches) Wort bringt Licht in eine dunkle Welt, in eine dunkle Thematik, in dunkle, hoffnungsarme und verängstigte Herzen.

Liebe Leser! Wenn wir Christen das beherzigen, was Jesus uns durch 2 Petrus 1:19 zuruft, dann verbringen wir mehr Zeit, um im Wort Gottes nach den Antworten für die Probleme der Welt zu suchen, als auf Youtube. Dann lassen wir uns von Gottes Wort erleuchten, nicht von Facebook und Twitter. Und als Resultat füllt sich unsere Seele mit Hoffnung, unser Herz mit Freude und unser Geist mit Gottes Geist.

In der nächsten Zeit werden wir uns sonntags im Gottesdienst mit Gottes Buch der Offenbarung beschäftigen. Wir werden viele Hinweise finden auf die Zeit, durch die wir momentan gehen, werden viel Wegweisung von Gott empfangen und viel Mut schöpfen, dass Er in den schlimmsten Zeiten bei uns ist. Wir laden herzlich ein zu Jesus zu kommen.

Und wir laden ein zum Gottesdienst:

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen

Beginn: 10:30 Uhr

Freitag, 4. September 2020

Überwinder

Eine von 5 (US) Gemeinden könnte nach der Pandemie dicht machen! – so die Untersuchung der US Barna Research Group. Gründe dafür sind unterschiedlich. Zum Teil sind die Finanzen schuld, die durch die Pandemie ausbleiben. Fehlende Kollekten, Ausfälle wegen Kurzarbeit oder Kündigungen, der fehlende Bezug zur geistlichen Familie. Andererseits ist es auch das Umsteigen auf den digitalen Gottesdienst, den man zu Hause „mitnehmen“ kann, ohne den Weg in die Gemeinde machen zu müssen. Diese und andere Gründe sieht Barna als Ursache für das vorhergesagte Gemeindesterben. Eine Umfrage unter Pastoren ergab, dass nur 58% der Befragten sehr zuversichtlich sind, dass ihre Gemeinde die finanziellen Engpässe überleben wird. 44% machen sich Sorgen, dass ihre Gemeinden sich nach der Krise verkleinert haben.

Aus England kommen andere Nachrichten. In einem Artikel berichtet „The Guardian“, dass sich die britische Öffentlichkeit für das Gebet öffnet und 1 aus 4 Briten an einem online Gottesdienst teilgenommen hat. Dazu kommt, dass 70% von Pastoren Gemeindewachstum verzeichnen.

Es gibt weitere Nachrichten positiver und negativer Art. Und es gibt Bibelverse, die uns ermutigen, wenn es scheinbar nicht mehr vorwärts, sondern rückwärts geht. Jesus verspricht:

„Ich [will] meine Gemeinde bauen,
und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“

(Matthäus 16:18)

Es hat in der Vergangenheit immer wieder Hindernisse gegeben, die sich nicht nur der Welt allgemein und den Menschen allgemein in den Weg stellten, sondern auch der Ausbreitung des Reiches Gottes und Seiner Gemeinde. Hat der Feind gesiegt? Nein!

Bis heute wird die Gemeinde Jesu angegriffen und angefochten, verfolgt „zerschlagen“ und verboten. Hat es was gebracht? Nein. In China gab es vor der Zeit Maos ca 1 Million chinesische Christen. Heute sind es 100 Millionen! Und auch heute müssen wir die gleichen Fragen stellen wie gestern und vorgestern: Wohin schauen wir? Wofür kämpfen wir?

Schauen wir in die Politik und ärgern uns?
Hören wir auf die Wissenschaftler … auf welche?
Kämpfen wir für unsere Meinungen, Vorstellungen und Rechte?

Oder schauen wir auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens? Stehen wir auf für Ihn? Ich habe bisher in meinem Leben noch nicht gezählt – aber mich würde die Antwort interessieren: Wie oft am Tag kommt das Wort „Corona“ – und wie oft das Wort „Jesus“ über meine Lippen? Wie oft ein Klagen und wie oft Lobpreis. Wahrhaftig – wenn ich meine Augen auf Jesus richte, ist vorprogrammiert, wovon ich rede und wie.

Ich möchte uns alle ermutigen, die wir Jesus nachfolgen, Ihm ähnlicher zu werden … von Ihm zu lernen … von Ihm zu reden … uns in Ihm zu freuen und unbeirrt den Weg mit Ihm zu gehen, der Ihm gefällt. Die Pforten der Hölle werden Seine Gemeinde nicht überwinden. Im Gegenteil! Die Gemeinde Jesu wird überwinden, denn sie besteht aus Überwindern, zu denen uns Jesus gemacht hat, der den Feind überwunden hat!

Aber in dem allem überwinden wir weit durch den,
der uns geliebt hat.
(Römer 8:37)

Donnerstag, 3. September 2020

Jesu meine Freude – wirklich?

Auch heute und morgen soll es noch einmal um den Kampf gehen, in dem die Gemeinde Jesu in diesen Tagen steht. Gestern ging es um den Aufruf, Fäuste und die Worte ruhen zu lassen und auf Jesus fokussiert zu bleiben, um in diesen Tagen nicht ins Straucheln zu geraten. Unser Kampf wird nicht durch Argumente gewonnen, sondern auf den Knien.

Nachdenklich, ja, sehr nachdenklich stimmte mich dieser Tage eine Reportage über eine Talkshow.  Der Moderator, Schauspieler und Karnevalist, Bernd Steller, hatte erklärt: „Wir Deutschen haben unsere Lebensfreude fast komplett eingebüßt.“

Dass diese Aussage auf Menschen zu treffen kann, die Jesus nicht persönlich kennen, ist nachvollziehbar! Die Frage, die sich uns Christen aber unweigerlich stellt ist: Hat er allgemein Recht? Auch für mich? Hat Corona es geschafft, unsere Lebensfreude zu zerstören? Wenn Corona meine Lebensfreude zerstört hat, was genau hat Corona dann zerstört? Oder anders gefragt: Was ist die Grundlage meiner Lebensfreude?

In seinem Buch „Back to Jerusalem” (Zurück nach Jerusalem) berichtet Paul Hattaway von Christen, denen alles (!) genommen wurde. Aber eins konnte ihnen niemand nehmen: Jesus!

Johann Franck in seinem Lied: „Jesu meine Freude“ macht es deutlich: Christen büßen ihre Lebensfreude nicht durch äußere Umstände ein – heute würden wir sagen: weder durch einen Virus noch durch die Streichung von Karneval. Jesus ist unsere Freude und an Ihm freuen wir uns – allein und in Gemeinschaft. Jesus ist Grund unserer Freude … seine Person … Sein Charakter … Seine Treue … Seine Vergebung … Sein Festhalten … und schon ganz allein der Ausblick, einmal bei Ihm zu sein.

Natürlich, wer Jesus nicht kennt, kann das kaum nachvollziehen. Solche Menschen verlieren tatsächlich ihre Lebensfreude fast komplett – um es mit Bernd Steller zu sagen. Wer aber mit Jesus unterwegs ist, kennt die Freude, die auch dann anhält und Frieden schenkt, wenn die äußeren Umstände nicht mehr stimmen.

Johann Franck, der Dichter des eben erwähnten Liedes „Jesu, meine Freude“ verbrachte die ersten 30 Jahre seines Lebens in einem Land, dass durch den 30jährigen Krieg grausam verwüstet wurde. Dennoch kannte und pries er Jesus als seine Freude.

Wenn unser Leben als Christen dem Leben der Deutschen gleicht, von denen Bernd Steller erklärt: „Wir haben unsere Lebensfreude fast komplett eingebüßt.“ Dann ist es Zeit, wegzublicken von Corona und seinen Einschränkungen, Einengungen, Folgen und Unannehmlichkeiten. Dann ist es Zeit, wieder voll in das Angesicht Jesu zu blicken und zu singen:

Weicht, ihr Trauergeister,
denn mein Freudenmeister,
Jesus, tritt herein.
Denen, die Gott lieben
muß auch ihr Betrüben
lauter Sonne sein.
Duld ich schon hier Spott und Hohn,
dennoch bleibst du auch im Leide,
Jesu meine Freude.

Mittwoch, 2. September 2020

Vom Freund eines Freundes

Corona hält nicht nur Ärzte auf Abruf und Demonstranten auf den Straßen. Corona hält auch Pastoren auf den Knien. Dieser Tage verbreitete ein Freund aus den USA die Nachricht eines Freundes, der sich Gedanken machte über die Spaltung durch Corona, über den, der hinter dieser Spaltung steht und über einen Beitrag zur Lösung des Problems. Der Freund schreibt*:

 Noch nie in meinem Leben habe ich die Welt so gespalten gesehen. Ob Maske oder keine Maske, links oder rechts oder das trübe Wasser der Rassenbeziehungen – Satan wirkt in dieser Kluft. Durch diese Spaltung hat er unseren Fokus eher auf die Konflikte gelenkt als auf unsere Quelle der Hoffnung. Aber unser Kampf ist nicht mit Menschen, unser Kampf ist mit Satan, während der die Welt durchstreift, um den Konflikt auszunutzen.

Unsere Kirchen wurden geschlossen, und als Geschöpfe, die für Beziehungen geschaffen wurden, sind wir ins Trudeln gekommen. Es war für uns einfach, uns für eine Seite zu entscheiden und wütend unsere Fäuste schütteln. Und während wir das tun, lacht Satan. Als Kinder Gottes müssen wir aufhören, Fäuste zu schütteln und unseren Ärger in den sozialen Medien auszuspucken.

 Als Streiter für die Sache Gottes ist unser Platz auf den Knien. Wir müssen zurückkehren zu unserer Kraftquelle in Gottes Wort und zu dem Glauben an seine Souveränität. Wir kämpfen um eine vergängliche Welt und riskieren die ewige. Und Satan lacht. Unser Kampf ist nicht gegen Menschen, sondern gegen ein Übel, das uns von Gott ablenkt.

Gott verspricht, dass wir gewinnen werden. Er hat uns die Ressourcen in seinem Wort gegeben. Er hat uns in seiner Weisheit die Waffen gegen das Böse gegeben. Gott hat allen seinen Kindern eine Anweisung für den Kampf gegeben: Wir müssen auf die Knie gehen.

 Hier ist meine Herausforderung Euch alle: Anstatt einen fruchtlosen Kampf mit Menschen durch Worte oder in sozialen Medien zu führen, bitte ich Euch, Zeit damit zu verbringen, für unsere Welt zu beten. Ich fordere uns alle auf, 15 Minuten unseres Tages damit zu verbringen, buchstäblich auf unseren Knien zu beten (wenn es die Gelenke erlauben). Zu beten, dass Gott in Seiner Macht den Satans besiegt.

 In unserer Stärke allein haben wir keinen Sieg. Denke daran: „Wenn Du auf die Knie gehst, lächelt Gott, aber Satan zittert.“   *(eigene Übersetzung)

 Soweit die Zeilen des Freundes meines Freundes. Fast jeder Pastor, jeder Arbeiter im Reich des Herrn macht die gleichen Erfahrungen. Corona spaltet! Nicht nur die Politik, die Wissenschaft und die Gesellschaft, sondern auch die Gemeinde Jesu, wenn sie sich davon ablenken lässt, auf Jesus allein zu blicken und Seinen Auftrag allein vor Augen und im Herzen zu haben.

 In einer Zeit, in der Christen bereits in verschiedenen Teilen des römischen Reiches verfolgt wurden (und auch Paulus selbst den Märtyrertod erwartete), wäre es verständlich gewesen, wenn sich die Gemeinde Jesu um die politische Entwicklung gesorgt und für die Glaubensfreiheit eingesetzt hätte. Paulus hat aber ein ganz anderes Ziel für sich und seine Mitarbeiter. In 2 Timotheus 2:8 ermahnt er seinen Mitstreiter:

Halte im Gedächtnis Jesus Christus, 
aus dem Samen Davids, 
der aus den Toten auferstanden ist nach meinem Evangelium.

Auch der Schreiber des Hebräerbriefs ruft die Gläubigen auf, sich nicht durch Druck von außen oder von innen von Jesus ablenken zu lassen. In Hebräer 12:2 schreibt er:

„Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, 
sondern allein auf Jesus. 
Er hat uns den Glauben geschenkt 
und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind.“

Auch die Jünger lebten während ihrer dreijährigen Ausbildung mit Jesus in einer bewegten Zeit. Ständig waren sie Angriffen, Verleumdungen und Unannehmlichkeiten ausgesetzt. Frieden erfüllte in jenen Zeiten ihre Herzen, wenn es heißt (Matthäus 17:8):

Sie sahen niemand als Jesus allein!

Je mehr sich an Ballast zu Jesus gesellt, umso beschwerter wird die Seele.
Je mehr unsere Augen auf Jesus fixiert sind, umso leichter und froher wird das Herz! 

An unserem Jüngerschaftsabend (mittwochs, 19:30 Uhr) tun wir genau das: Wir legen unsere Lasten ab, schauen auf Jesus, ermutigen einander und lassen uns durch Gottes Wort ermutigen. Dazu laden wir auch heute herzlich ein.

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:19:30 Uhr