Corona hält nicht nur Ärzte auf Abruf und Demonstranten
auf den Straßen. Corona hält auch Pastoren auf den Knien. Dieser Tage verbreitete
ein Freund aus den USA die Nachricht eines Freundes, der sich Gedanken machte
über die Spaltung durch Corona, über den, der hinter dieser Spaltung steht und
über einen Beitrag zur Lösung des Problems. Der Freund schreibt*:
Noch nie in meinem Leben habe ich die Welt so gespalten gesehen. Ob
Maske oder keine Maske, links oder rechts oder das trübe Wasser der
Rassenbeziehungen – Satan wirkt in dieser Kluft. Durch diese Spaltung hat er
unseren Fokus eher auf die Konflikte gelenkt als auf unsere Quelle der
Hoffnung. Aber unser Kampf ist nicht mit Menschen, unser Kampf ist mit Satan,
während der die Welt durchstreift, um den Konflikt auszunutzen.
Unsere Kirchen wurden geschlossen, und als Geschöpfe,
die für Beziehungen geschaffen wurden, sind wir ins Trudeln gekommen. Es war
für uns einfach, uns für eine Seite zu entscheiden und wütend unsere Fäuste schütteln.
Und während wir das tun, lacht Satan. Als Kinder Gottes müssen wir aufhören,
Fäuste zu schütteln und unseren Ärger in den sozialen Medien auszuspucken.
Als Streiter für die Sache Gottes ist unser Platz auf den Knien. Wir
müssen zurückkehren zu unserer Kraftquelle in Gottes Wort und zu dem Glauben an
seine Souveränität. Wir kämpfen um eine vergängliche Welt und riskieren die
ewige. Und Satan lacht. Unser Kampf ist nicht gegen Menschen, sondern gegen ein
Übel, das uns von Gott ablenkt.
Gott verspricht, dass wir gewinnen werden. Er hat
uns die Ressourcen in seinem Wort gegeben. Er hat uns in seiner Weisheit die
Waffen gegen das Böse gegeben. Gott hat allen seinen Kindern eine Anweisung für
den Kampf gegeben: Wir müssen auf die Knie gehen.
Hier ist meine Herausforderung Euch alle: Anstatt einen fruchtlosen Kampf
mit Menschen durch Worte oder in sozialen Medien zu führen, bitte ich Euch, Zeit
damit zu verbringen, für unsere Welt zu beten. Ich fordere uns alle auf, 15
Minuten unseres Tages damit zu verbringen, buchstäblich auf unseren Knien zu
beten (wenn es die Gelenke erlauben). Zu beten, dass Gott in Seiner Macht den Satans besiegt.
In unserer Stärke allein haben wir keinen Sieg. Denke daran: „Wenn Du auf
die Knie gehst, lächelt Gott, aber Satan zittert.“ *(eigene Übersetzung)
Soweit die Zeilen des Freundes meines Freundes. Fast jeder
Pastor, jeder Arbeiter im Reich des Herrn macht die gleichen Erfahrungen. Corona
spaltet! Nicht nur die Politik, die Wissenschaft und die Gesellschaft, sondern
auch die Gemeinde Jesu, wenn sie sich davon ablenken lässt, auf Jesus allein zu
blicken und Seinen Auftrag allein vor Augen und im Herzen zu haben.
In einer Zeit, in der Christen bereits in verschiedenen
Teilen des römischen Reiches verfolgt wurden (und auch Paulus selbst den
Märtyrertod erwartete), wäre es verständlich gewesen, wenn sich die Gemeinde
Jesu um die politische Entwicklung gesorgt und für die Glaubensfreiheit
eingesetzt hätte. Paulus hat aber ein ganz anderes Ziel für sich und seine
Mitarbeiter. In 2 Timotheus 2:8 ermahnt er seinen Mitstreiter:
Halte im Gedächtnis Jesus Christus,
aus dem Samen Davids,
der aus den Toten auferstanden ist nach meinem Evangelium.
Auch der Schreiber des Hebräerbriefs ruft die Gläubigen
auf, sich nicht durch Druck von außen oder von innen von Jesus ablenken zu
lassen. In Hebräer 12:2 schreibt er:
„Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen,
sondern allein auf Jesus.
Er hat uns den Glauben geschenkt
und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind.“
Auch die Jünger lebten während ihrer dreijährigen
Ausbildung mit Jesus in einer bewegten Zeit. Ständig waren sie Angriffen,
Verleumdungen und Unannehmlichkeiten ausgesetzt. Frieden erfüllte in jenen
Zeiten ihre Herzen, wenn es heißt
(Matthäus 17:8):
Sie
sahen niemand als Jesus allein!
Je mehr sich an Ballast zu Jesus gesellt, umso beschwerter wird die Seele.
Je mehr unsere Augen auf Jesus fixiert sind, umso leichter und froher wird das Herz!
An unserem Jüngerschaftsabend (mittwochs, 19:30 Uhr) tun wir genau das: Wir legen unsere Lasten ab, schauen auf Jesus, ermutigen einander und lassen uns durch Gottes Wort ermutigen. Dazu laden wir auch heute herzlich ein.
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:19:30 Uhr