„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 16. April 2020

Weizenkörner


John Allen Chau

Es ist nun fast eineinhalb Jahre her, dass der junge Amerikaner, John Allen Chau, bei dem Versuch ermordet wurde, den Sentinelesen, jenen unnahbaren Inselbewohnern auf den indischen Andamaneninseln, das Evangelium zu bringen.
Ähnlich erging es vor 64 Jahren den 5 Missionaren um Jim Eliot, die durch die Speere der Auca Indianer in Equador ums Leben kamen.

Und 2009 waren es 2 Bibelschülerinnen der Bibelschule Brake, die aus Liebe zu Jesus ihr Sommerpraktikum im Jemen verbrachten, um dort den Menschen zu dienen. Im Juni wurden sie entführt und ermordet.
Auch den ersten beiden schottischen Missionaren, die zur Missionsarbeit auf die Neuen Hebriden im Südpazifik geschickt wurden, erging es nicht anders. Als sie auf den Inseln ankamen, wurden sie am Tag ihrer Ankunft von Kannibalen getötet und gegessen. Danach war es äußerst schwierig, Freiwillige für den Missionsdienst zu finden.

John und Mary Ann Paton entschlossen sich 1858, zu gehen, obwohl wohlmeinende Leute ihrer Gemeinde versuchten, sie davon abzubringen. Bremser gab es schon immer in jeder Gemeinde (und es gibt sie bis heute), besonders, wenn es um Mission und den Preis der Nachfolge geht. Ein älterer Mann warnte die Patons, dass sie von Kannibalen gefressen werden würden. Paton antwortete diesem Mann: (ACHTUNG! Das muss man jetzt verstehen):

"Ich bekenne dies: Wenn ich nur leben und sterben kann, indem ich dem Herrn Jesus diene und Ihn ehre, dann macht es für mich keinen Unterschied, ob ich von Kannibalen oder Würmern gefressen werde; und an dem Großen Tag wird mein Auferstehungsleib so herrlich auferstehen wie Deiner – in Ähnlichkeit unseres auferstandenen Erlösers." 

Die kompromisslose Nachfolge aller dieser Menschen hat Frucht gebracht.
John Allen Chaus Tod hat die Augen vieler auf die Völker gerichtet, die vom Evangelium noch völlig unerreicht – und schwer erreichbar – sind. Seit seinem Tod beten Christen bis heute für die Errettung der Mörder.
Unter den Aucas ist durch die Arbeit der Witwen der ermordeten Missionare eine lebendige Gemeinde entstanden.
Der tragische Tod der Bibelschülerinnen hat Anlass zur Bekehrung anderer gegeben.
Nach fünfzehn Jahren fruchtbaren Dienstes durch John und Mary Ann Paton wurden fast alle Bewohner der Insel Aniwa (Neue Hebriden), auf der Paton tätig war, zu Christen.

Jesus zu dienen ist keine Garantie für ein einfaches Leben. Aber wir alle, die wir uns als Nachfolger Jesu bezeichnen, sind zu einem Leben im Dienst berufen, auch wenn es bedeutet, alles aufzugeben. Die Erfahrung wird sein, dass der Segen den Verlust bei Weitem aufwiegt. Allein das Loslassen im Glauben und das Vertrauen auf die Zuverlässigkeit der Verheißungen Gottes fällt so schwer. Ist das aber geschehen, ist der Schritt aufs Wasser getan, dann dürfen wir feststellen, dass es trägt – dass ER uns trägt.

Ganz gewiss würde keine der oben erwähnten Personen heute (im Himmel) sagen: „Hätte ich doch im Dienst zurückgehalten. Hätte ich es doch nicht ganz so ernst genommen.“ Ich fürchte, viele von uns werden einmal das Gegenteil sagen: „Hätte ich doch hingegebener gedient. Hätte ich meinen Dienst und mein Leben für Jesus doch ernster genommen.“

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand nach mir kommt, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz und folge mir nach“ (Matthäus 16,24).

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. (Römer 8:18)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. (Johannes 12:24)

Die gute Botschaft ist: Noch leben wir! Noch ist es nicht zu spät, den Rest unseres Lebens in ganzer Hingabe für den Herrn zu leben! Wir dürfen heute noch anfangen!



Mittwoch, 15. April 2020

Dürers Hände

Scheinbar gibt es verschiedene Hintergrundberichte zu Albrecht Dürers kunstvollem und weltbekanntem Werk: „Betende Hände“; so zumindest die Aussage im Andachtsblog der FCBofButner. Die vielleicht am häufigsten erwähnte Geschichte übermittelt eine bewegende Illustration zum Thema Liebe.

Albrecht Dürer liebte die Malerei und es war sein inniger Wunsch, Maler zu werden. Sein Vater war Goldschmied und der junge Albrecht erlernte das Familienhandwerk bereits in jungen Jahren. Allerdings stimmte sein Vater später dem Studium der Kunst in Nürnberg zu.

Dürer war eins von 18 Kindern und es war seinem Vater nicht möglich, das Studium zu finanzieren. Es blieb Albrecht nichts weiter übrig, als sich durch Arbeit selbst durchzuschlagen. Dadurch blieb verständlicherweise wenig Zeit, an seinen Kunstprojekten zu arbeiten.

Dürers Künstlerfreund, Franz Knigstein, war in einer ganz ähnlichen Situation und die beiden jungen Männer beschlossen, per Los zu entscheiden, wer zuerst studieren und wer den anderen unterstützen sollte. Nach Studiumsabschluss wollte man die Rollen wechseln, so dass jeder sein Studium antreten und beenden konnte. Albrecht zog das große Los und konnte sich als Erster seinem Kunststudium widmen. Es war allerdings sein fester Vorsatz, nach Abschluss seinen Freund Franz studieren zu lassen und ihn zu finanzieren.

Albrecht beendete sein Studium und begann seine Karriere als Künstler. Nun suchte er seinen Freund und Unterstützer, Franz, auf, damit er nun aufhören konnte zu arbeiten und beginnen konnte, zu studieren.

Mit Schrecken stellte Dürer jetzt fest, wie groß das Opfer war, das sein Freund Franz für ihn gebracht hatte. Während der langen Arbeitszeit waren seine Finger verdreht und steif geworden. Seine langen, schlanken Finger und seine empfindlichen Hände waren für die Arbeit eines Künstlers unbrauchbar geworden. Zarte Pinselstriche für die Ausführung feiner Malereien waren nicht mehr möglich. Aber trotz des hohen Preises, den er bezahlt hatte, war Franz nicht bitter. Er war froh, dass sein Freund Albrecht Erfolg hatte.

Es wird berichtet, dass Albrecht eines Tages seinen Freund knien sah. Seine rauen Hände hatte er im stillen Gebet verschränkt. Albrecht skizzierte schnell die Hände und verwendete später die Skizze, um die Zeichnung zu erstellen, die er einfach "Hände" nannte. Bald wurde die Meisterleistung als "Die betenden Hände" bekannt.

Für Albrecht Dürer waren die Hände seines Freundes ein Symbol für die Art von Liebe, die Jesus uns gezeigt hatte – Liebe, die gibt; Liebe, die das Wohl des geliebten Menschen über die eigenen Rechte stellte; Liebe, die sich selbst aufgab, hingab – und wie Jesus, die Herrlichkeit aufgab um zu dienen. Knigsteins Hände werden bis heute als Hände erinnert, die opferten und dazu dienten, einem Freund zu helfen. Woran werden deine und meine Hände einmal erinnern? Mögen auch sie als Bild der Liebe in Erinnerung bleiben!

„Herr, benutze meine Hände wie Knigsteins Hände, um das Leben eines anderen zu verändern. Lass sie beschäftigt sein mit aktiver Nächstenliebe und im Zwiegespräch mit Dir!“

Dienstag, 14. April 2020

Jesus im Lukas Evangelium!

Im ersten Evangelium beschreibt Matthäus Jesus als den Messias-König der Juden.
Markus beschreibt Jesus als den, der gekommen ist, um zu dienen.
Der Arzt, Lukas, ist Verfasser des dritten Evangeliums und schon vom beruflichen her am Menschen interessiert. Er porträtiert Jesus als Menschensohn, was natürlich nicht bedeutet, dass er die Gottheit Jesu leugnet oder nicht erwähnt.

Der Empfänger seines Evangeliums wird im 3. Vers erwähnt: Theophilus hatte einen heidnischen Hintergrund. Griechisch-heidnisches Denken suchte das Beste der Menschen und der Götter miteinander zu vereinigen. Lukas hebt die menschliche Seite hervor, ohne die göttliche Seite Jesu zu vernachlässigen.

Keiner der 3 anderen Evangelisten beschreibt die Menschwerdung Jesu so ausführlich wie Lukas. Keiner die Schwachheit Jesu, gerade in den Kindheitstagen, so deutlich wie Lukas aber vielleicht auch keiner die Schönheit der Menschlichkeit, wie Jesus. Jesus zeichnet sich aus durch Seine Liebe zum Menschen. Wie klar und unerbittlich weist Er die Religiösen in Schranken (Lukas 13:15), die der verkrümmten Frau keine Heilung am Sabbat erlauben wollen. Wie bewegend auch Sein Gleichnis über den verlorenen Sohn, der wieder nach Hause kommt und vom Vater angenommen wird. (Lukas 15)

Lukas schreibt mehr über Jesus im Gebet als die anderen Evangelisten. Bei Seiner Menschwerdung hatte Er Seine Gleichheit mit dem Vater nicht wie einen Raum festgehalten, sondern sich entäußert, Er hatte Seine göttlichen Vollmachten ruhen lassen, verzichtete darauf, sie als Sohn Gottes zu gebrauchen. Und so ging Er den Weg eines Menschen, abhängig vom Vater, abhängig vom Gebet – immer mit einem offenen Ohr für Wegweisung und Leitung von oben.

Schließlich: Matthäus schreibt, was der Hauptmann und die Soldaten sagten, die das Kreuz bewachten. Mit Erstaunen und (vielleicht) Erschütterung sagten einige von ihnen:

„Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ (Matthäus 27:54)
 
Lukas hingegen überliefert die genauen Worte des Hauptmanns der Truppe, der dem hinzufügt: „Wahrlich, dieser Mensch war gerecht!“ (Lukas 23:47)  

Ist es eigentlich wichtig, zu wissen, dass die 4 Evangelisten Jesus jeweils anders beschreiben? Nun. Es ist nicht heilsnotwendig. Aber es hilft uns zum einen, unterschiedliche Nuancen in den Berichten zu verstehen, ohne sofort Widersprüche zu sehen. Zum anderen ist es für die verschiedenen Empfänger hilfreich, Jesus so zu verstehen, wie es ihrer Situation angemessen ist. Als drittes bringt es eine Vielfalt in die Biographie Jesu und beschreibt uns ein abgerundetes Bild von unserem Herrn.

Wie gut für uns zu wissen, was Lukas betont: Jesus, war Mensch. So wie Er ganz und gar Gott war und ist, so war er auch ganz Mensch. Das bedeutet: Er kann uns verstehen. In allem!
Jesus weiß, was es bedeutet, hungrig oder durstig zu sein.
Er weiß, was es bedeutet, müde zu sein.
Er weiß, wie es sich anfühlt, verachtet und gemobbt zu werden.
Jesus weiß, wie es ist, ungerecht beschuldigt zu werden.
Auch Er wurde von Freunden verlassen.
Jesus weiß, wie es ist, von schwierigen Menschen umgeben zu sein.
Er kennt die Auseinandersetzung mit Leid und Krankheit.
Er weiß, was Schmerzen sind!
Und er wusste nur zu gut, was es bedeutet, angefochten zu sein.

Jesus musste Mensch werden wie Du und ich, denn im Hebräerbrief (2:17; 4:15) lesen wir:

Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen. (…) Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.

So hat Ihn auch Lukas für uns beschrieben, damit wir Ihn erkennen als einen von uns – ausgenommen der Sünde. Einen, der uns verstehen, beistehen und retten kann!

Schaut Euch doch im nächsten Eintrag (unten) die Beiträge von Geschwistern aus der CCFG an, was ihnen Ostern bedeutet.

Montag, 13. April 2020

Ostern bedeutet für mich...

Aus unserem CCFG Gottesdienstvideo am Sonntag. 
(Die ganze Predigt findest Du HIER!)

Auferstanden – Nicht nur im Kopf, auch im Herzen

Die Geschichte erzählt von einem indischer Fakir, zur Zeit der Kolonialmacht Englands in Indien. Dieser Fakir begriff eines Tages die Realität der Auferstehung in seinem Herzen. Wie kam es dazu? Fakire - das sind die Leute, die gerne auf Nagelbetten schlafen, mit verfilzten Haaren und einem Asche-beschmierten Körper.

Solch Fakir saß meditierend unter einem Baum. Jemand hatte Blätter aus einem Buch gerissen und weggeworfen, Seiten aus dem Neuen Testaments. Der Fakir nahm eine Seite, zog sie glatt und las Worte, die seinem inneren Hunger einen seltsamen Trost gaben.

Er machte sich auf die Suche nach jemandem, der dem Buch folgte und fand einen Engländer, der bekannte, nach dem Buch zu leben.

Der Fakir bemerkte mit Interesse, dass der Engländer ein schwarzes Band am Arm trug, und schloss daraus, dass das das unverkennbare Zeichen eines Christen sein musste. Also band er sich ein schwarzes Band um seinen eigenen Arm. Als die Leute ihn fragten, wer er war, zeigte er auf die Band und bekannte es ihnen.

Einige Zeit später besuchte der Fakir zum ersten Mal eine Kirche und hörte eine christliche Predigt. Am Ende bekannte er, dass auch er ein Anhänger des Glaubens sei und zeigte auf das Band an seinen Arm als Beweis.

Wie die Gemeindemitglieder geschaut haben, wird nicht berichtet. Aber sie haben dem Besucher erklärt, dass das schwarze Band in der englischen Kultur ein Zeichen für den Tod eines geliebten Menschen war.

Der Fakir dachte kurz nach, dann antwortete er: „Aber ich lese in dem Buch, dass mein geliebter Mensch“ – so nannte er Jesus – „gestorben ist, und ich werde es zum Gedenken an ihn tragen."  Kurze Zeit später erkannte er die Wahrheit der Auferstehung. Als er erkannte, dass ‚sein geliebter Mensch’ für immer lebendig war, wurde er richtig froh! Er nahm das schwarze Band von seinem Arm,  denn das Licht der Auferstehung war zu ihm gekommen – und es heißt, dass man es ihm ansah, wenn er seinen auferstandenen Herrn bezeugte.

Vom Kopf ins Herz war die Auferstehung Jesu gewandert. Und das wirkte sich aus.

DAS ist die Botschaft, die auch wir hören müssen. Ohne theologisch und philosophisch werden zu wollen, könnte man tatsächlich behaupten, dass es einen Ort gibt, an dem der allgegenwärtige Gott nicht ist. Das erkannte ein Kind im Kindergottesdienst seiner Gemeinde. Der Sonntagschullehrer war völlig verblüfft, als er die Aussage des Kindes hörte: „Ich kenne einen Platz, an dem Gott nicht ist!“ Auf seine Nachfrage: „Und wo wäre das?“ kam die Antwort: „Er ist nicht mehr im Grab!“ Das Kind hatte verstanden, was Ostern bedeutet und dass die Auferstehung Jesu den Unterschied macht. Das hatten auch die Engel den trauernden Frauen am Grab verkündigt – eine frohe Botschaft:

„Er ist nicht hier! Er ist auferstanden, wie Er gesagt hat!“
Das ist die Botschaft Gottes an uns alle: „Schau weiter als das Grab. Das Grab ist nicht das Ende. Das Grab ist leer! Der Tod wird nicht den Sieg davontragen. 1. Korinther 15:55 triumphiert:

 "Der Tod ist verschlungen in den Sieg.
Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?"

Eine gute Nachrichte (aktualisiert: 13.4.20) gibts HIER 

Sonntag, 12. April 2020

Herzliche Einladung zum Gottesdienst! Jesus lebt!

Wir beginnen heute unseren Livestream um 10:30 Uhr und laden herzlich ein, mit uns die Auferstehung Jesu zu feiern!
HIER geht's zum Livestream.

Predigttext
Matthäus 28: 1-15 (und andere) 

1 Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.
2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf.
3 Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.
4 Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot.
5 Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
6 Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat!
7 Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er aus den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt!
8 Und sie gingen schnell zum Grab hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden.
9 Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu und umfassten seine Füße und beteten ihn an.
10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie mich sehen!
11 Während sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den obersten Priestern alles, was geschehen war.
12 Diese versammelten sich samt den Ältesten, und nachdem sie Rat gehalten hatten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug
13 und sprachen: Sagt, seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.
14 Und wenn dies vor den Statthalter kommt, so wollen wir ihn besänftigen und machen, dass ihr ohne Sorge sein könnt.
15 Sie aber nahmen das Geld und machten es so, wie sie belehrt worden waren. Und so wurde dieses Wort unter den Juden verbreitet bis zum heutigen Tag.

CALVARY CHAPEL FREIER GRUND
Anbetung - Gottes Wort 
Gebet - Gemeinschaft!
Diesmal nur über Livestream!
Beginn: 10:30 Uhr

Sonntagszitat:

"Die Botschaft des Todes und der Auferstehung Jesu 
ist das eigentliche Evangelium 
und die Verkündigung des Evangeliums 
ist die eigentliche Aufgabe der Gemeinde."
(Anton Bergmair)

"
Die Urgemeinde lebte so, als ob Jesus gestern gestorben wäre. 

Die Urgemende lebte so, als ob Jesus heute auferstanden wäre. 
Die Urgemende lebte so, 
als ob Jesus morgen wiederkommen würde."
(Bruder Andrew)
Eine gute Nachrichte (aktualisiert: 12.4.20) gibts HIER

Samstag, 11. April 2020

Wo war Jesus am Karsamstag?

Wie jedes Jahr an diesem Tag! (Ein Wiederholungsblog)

Wo war Jesus in der Zeit zwischen Seinem Sterben und vor Seinem Auferstehen? In Kürze: Ich weiß es nicht. Dabei ich bin in guter Gesellschaft, denn meine Nachforschungen ergaben, dass Theologen und Ausleger in ihren Kommentaren bekennen: Es ist nicht 100% sicher, wo Jesus war und eine glasklare Antwort gibt uns die Bibel nicht. Dennoch gibt es relativ viele Bibelstellen, die Andeutungen machen und Schlüsse zulassen. Im Folgenden Auszüge aus einigen der wichtigsten Bibelstellen zu diesem Thema:

Epheser 4:8-10

„Darum heißt es: »Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben«. Das Wort aber: »Er ist hinaufgestiegen«, was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde? 
Luke 16:22+26
„Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. … Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, so dass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen.“ 
1 Peter 3:18-20.
„Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben...“ 
Psalm 16:10-11
„denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer die Verwesung sieht.“ 
Luke 23:43
„Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“ 
Allein die Verse füllen die Hälfte der normalen Blog-Länge. Hier nur eine kurze Erklärung, die denen helfen soll, die sich mit dem Thema näher beschäftigen möchten. Wo war Jesus zwischen Tod und Auferstehung?
  • Sein Leib war im Grab! (Matthäus 27:60)
  • Sein Geist stieg hinab zu den Niederungen der Erde! (Epheser 4:9)
  • Die Niederungen der Erde bezeichnen das Totenreich, in das Jesus ging (Psalm 16:10; Apostelgeschichte 2:27)
  • Totenreich (Hebräisch: Sheol, griechisch Hades) bezeichnet den Ort der Verstorbenen und wird als zweigeteilt beschrieben. (Lukas 16:22+26) In dem einen Teil (nicht die Hölle) leiden bereits alle, die ohne Glauben gestorben sind. In dem anderen Teil, auch „Abrahams Schoß“ und „Paradies“ genannt, werden die getragen, die im Glauben gestorben sind. Eine unüberbrückbare Kluft trennt beide Plätze.
  • Am Kreuz verspricht Jesus dem sterbenden Verbrecher, der an ihn glaubt, noch am selben Tag mit ihm im Paradies zu sein (Lukas 23:43). Jesus ging also nach seinem Tod ins Totenreich, genauer: ins Paradies, in den Teil, in dem sich die gläubig Gestorbenen aufhielten. Was tat er dort?
  • Er proklamierte seinen Sieg den Seelen der Verstorbenen. Den ungläubig Verstorbenen zum Gericht, den gläubig Verstorbenen zum Heil und um sie hinaus zu führen, mitzunehmen zu sich in die Höhe. (Epheser 4:8).
Das Totenreich ist nicht der ewige Feuersee. Das Totenreich ist ein zeitlicher Platz. Der Feuersee ist ein ewiger Platz, der erst bevölkert wird nach dem Gericht von Offenbarung 20.
Das Totenreich ist auch nicht ein Platz für eine „zweite Gelegenheit.“ Jesus hat dort nicht evangelisiert, sondern seinen Sieg „Es ist vollbracht“ proklamiert!
Zusammenfassend stellt mich diese Antwort zufrieden:
Nach seinem Tod ging Jesus ins Totenreich. Den ungläubig Gestorbenen proklamierte Er Seinen Sieg. Die gläubig Gestorbenen nahm er mit „in die Höhe.“ Der Teil des Totenreiches, in dem sich die Seelen der Geretteten aufhielten ist demnach heute leer. Sie sind bei Jesus. Der Teil, in dem sich die Seelen der ungläubig Verstorbenen befinden, wird aufgelöst am Tag des Gerichts (Offenbarung 20).
In allem ist die Hauptfrage nicht: Wo war Jesus damals zwischen Karfreitag und Auferstehungssonntag? Die Hauptfrage ist: Wo stehst Du heute in Deiner Beziehung mit Jesus? Heute sitzt Er zur Rechten des Vaters, diejenigen erwartend, die heute an Ihn glauben.
  Und für Morgen laden wir jeden ein, 
in unserem Livestream-Auferstehungsgottesdienst dabei zu sein.
Beginn: 10:30 Uhr
Thema: Schrei der Menge - Teil 3

erreichbar hier über: www.ccfg.de