„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 30. Juli 2019

Gedanken zur Person Jesu (2)


Heute der zweite Teil der Predigt von Pastor Travis Moore zum Thema: „Kennst Du meinen Jesus?“ Die Predigt ist in Auszügen übersetzt und leicht bearbeitet. (Die Seitenlänge dieser Andachten ist länger als normal, die tatsächliche Länge wie immer.)

JESUS –

Ihm wurde ein Name gegeben, der über allen Namen steht.
In der Bibel werden ihm mindestens 171 Namen und Titel gegeben.
Zum ersten Mal wird Er in 1. Mose 3 als "der Same der Frau" erwähnt.
Zum letzten Mal in Offenbarung 22 als "der Herr Jesus" erwähnt.
Der Prophet Jesaja nannte Ihn den "Wundervollen Ratgeber,
Mächtigen Gott,
Vater der Ewigkeit,
Prinz des Friedens ".

Jesaja sagte, dass er "Immanuel " genannt werden würde: "Gott mit uns".
In seinem Evangelium verwendet Lukas mindestens 32 verschiedene Namen und Titel unseres Herrn. Unter denen, die er benutzt, sind:

JESUS ​​(1:31) „Der Herr rettet“ – 100x von Lukas benutzt
Sohn des Höchsten (1:32)
Sohn Gottes (1:35)
Mein Herr (1:43) – 102x von Lukas benutzt
Mein Retter (1:46)
Horn der Erlösung (1:69)
Der Höchste (1: 76)
Der HERR (1:76)
Die Aufgehende Sonne (1:78)
Heiland, Christus der Herr (2:11)
Trost Israels (2:25)
Der Christus des Herrn (2:26) - von Lukas 14x verwendet
Sohn Davids (3:23)
Arzt (4:23)
JESUS ​​von Nazareth (4:34)
Heiliger von Gott (4:34)
Meister (5:5)
Herr (5:8)
Gott (5:21)
Menschensohn (5:24)
Bräutigam (5:34)
Herr des Sabbats (6:5)
JESUS, Sohn des höchsten Gottes (8:28)
Der Christus Gottes (9:20)
Lehrer (9:38)
Guter Lehrer (18:18)
Der König (19:38)
Der Stein (20:17)
Der Eckstein (20:17)
Der König der Juden (23:3)
Der Auserwählte (23:35)

Vor seinem Namen wird sich letztendlich jedes Knie beugen, ob im Himmel, auf der Erde oder unter der Erde, und alle werden bekennen, dass JESUS ​​CHRISTUS der HERR ist. (Philipper 2: 10-11)

Die religiösen Führer seiner Zeit nannten ihn "Rabbi", die politischen Führer nannten ihn "König", seine Jünger nannten ihn "Meister", der Engel nannte ihn "JESUS"
Aber ich nenne ihn "HERR".

Die Erwähnung seines Namens bringt Frieden für die Besorgten,
Trost für die Trauernden
Ruhe für die Müden
Gesundheit für die Kranken
Hoffnung für die Hoffnungslosen
Freude für die Traurigen
und Vergebung für die Sünder.

Sein Name ist der einzige Name, der unter dem Himmel vergeben wird, damit wir gerettet werden können. Und alle, die Seinen Namen anrufen, werden gerettet.

Sein Name hat die schönsten Lieder inspiriert,
den ehrbarsten Dienst motiviert
und die höchsten Ideen in der Menschheitsgeschichte gefördert.

Die Dichter haben die Schönheit seines Namens zum Ausdruck gebracht:
"JESUS ​​ist der herrlichste Name, den ich kenne.
Seine Person ist genauso herrlich wie Sein Name,
Das ist der Grund, warum ich ihn so liebe.

O, JESUS ​​herrlichster Name, den ich kenne.
Wertvollste Name von allen: JESUS!

Es gab andere Namen, die ich gern gehört habe,
Aber noch nie war ein Name meinem Herzen so köstlich
Wie dieser göttliche Name: der wertvolle, kostbare Name JESU."

KENNST DU SEINEN CHARAKTER?
Nur von JESUS ​​kann gesagt werden,
dass Er "heilig und unschuldig“ ist,
„unbescholten und anders als die Sünder".

Nur von JESUS ​​kann gesagt werden: "Er ging umher und tat Gutes".

Möge diese Beschreibung unseres Herrn Jesu uns heute inspirieren, Ihn zu lieben, Ihn anzubeten und Ihm zu folgen!

Morgen Teil 3 der Predigt

Montag, 29. Juli 2019

Gedanken zur Person Jesu (1)


Der Baptistenpastor Travis Moore hielt im Januar 2001 eine Predigt zum Thema: „Kennst Du meinen Jesus?“ In dieser Woche möchte ich diese Predigt, in Auszügen übersetzt und leicht bearbeitet, weitergeben. (Die Seitenlänge dieser Andachten ist länger als normal, die tatsächliche Länge wie immer.)

Wie Lukas seinen Freund JESUS vorstellte, so möchte ich heute dasselbe tun. KENNST DU IHN? Ich möchte, dass du JESUS ​​den König triffst. JESUS ​​ist:


König der Juden!
König von Israel!
König der Zeitalter!
König des Himmels!
König der Herrlichkeit!
König der Könige und Herr der Herren!

Der Himmel verkündet seine Herrlichkeit,
und das Firmament zeigt sein Werk.
Er ist der Erste und der Letzte.
Das Alpha & Omega, A & Z.
Er ist die Erstlingsfrucht derjenigen, die entschlafen sind.
Er ist der „Ich bin der Ich bin!“.
Die Stimme des brennenden Busches.
Der Fürst über das Heer des Herrn.
Der Eroberer Jerichos.

Durch Ihn wurden alle Dinge gemacht, die gemacht wurden,
und ohne Ihn wurde nichts gemacht.
Und durch Ihn werden alle Dinge zusammengehalten.
In Ihm war die Fülle der Gottheit leibhaftig.
Er ist der wahre Gott.
Er ist unser Löser und Erlöser.
Unser Rächer
Unsere Stadt der Zuflucht
Unser amtierender Hohepriester
Unser Prophet und unser regierender König.

Er ist ewig stark.
Völlig aufrichtig.
Ewig standhaft.
Unsterblich anmutig und königlich mächtig,
Unparteiisch und barmherzig.

Er steht allein in sich selbst,
Er ist überragend und unvergleichlich.

Er ist die höchste Idee der Literatur.
Die höchste Persönlichkeit der Philosophie.
Die grundlegende Lehre der Theologie.
und das höchste Problem in der höheren Kritik.
Er ist der einzige, der in der Lage ist, alle unsere Bedürfnisse gleichzeitig zu decken.
Keine Barriere kann ihn daran hindern, einen Segen auszugießen.

Er steht den Versuchten und Angefochtenen bei.
Er segnet die Kinder.
Er reinigt die Aussätzigen.
Er verteidigt die Schwachen.
Er befreit die Schuldner.
Er setzt die Gefangenen frei.
Er vergibt den Sündern.
Er beschützt die Belagerten.
Er heilt die Kranken.
Er gibt den Schwachen Kraft.
Er kümmert sich um die Alten.
Er belohnt die Fleißigen.
Er dient den Unglücklichen.
Er versteht und Er rettet.

Seine Ämter sind vielfältig.
Seine Regierung ist gerecht.
Seine Verheißungen sind sicher.
Seine Güte ist grenzenlos.
Sein Licht ist unvergleichlich.
Seine Gnade ist ausreichend.
Seine Liebe ändert sich nie.
Seine Barmherzigkeit ist ewig.
Sein Wort ist genug.
Sein Joch ist leicht.
Seine Last nicht schwer.

Er ist unbeschreiblich, unwiderstehlich und unverzichtbar.
Der Himmel Himmel können Ihn nicht fassen.
Der Mensch kann Ihn nicht beschreiben.
Die Pharisäer konnten Ihn nicht aushalten,
aber sie konnten Ihn auch nicht ausbremsen.
Pilatus konnte Ihn nicht anklagen,
und die Zeugen konnten sich nicht einigen.
Herodes konnte Ihn nicht töten.
Der Tod konnte ihn nicht besiegen,
und das Grab konnte ihn nicht halten.

Er war schon immer und wird auch immer sein.
Er hatte keinen Vorgänger und wird keinen Nachfolger haben.

Niemand kann Ihn anklagen, und Er wird nicht zurücktreten.

Sein ist das REICH und die KRAFT und die HERRLICHKEIT für immer.

Ich frage noch einmal: KENNST DU IHN? KENNST DU SEINEN NAMEN?

Gibt es mehr über diesen Jesus zu sagen? Ja, viel mehr! Bete Ihn an! Beginne mit den vielen herrlichen Punkten, die heute erwähnt wurden – oder einigen davon. Und staune morgen über mehr! Der Herr segne Dich!

Sonntag, 28. Juli 2019

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss 

Eines der Charakteristika unserer Calvary Chapel Gemeinden ist die Auslegungspredigt. Das bedeutet, dass wir uns nicht jeden Sonntag ein Thema oder einen Text überlegen, über den gepredigt wird. Wir predigen immer durch ein ganzes Buch der Bibel. In der Regel lesen wir das ganze Buch und denken über die Bedeutung nach. Auf diese Weise lehren wir irgendwann durch das ganze Wort Gottes und halten uns nicht nur bei Lieblingsthemen auf. Diese Art der fortlaufenden Predigt gibt uns außerdem ein gutes Verständnis des Buches und des Heilsplans Gottes durch die ganze Zeit der Bibel, des Alten und des Neuen Testaments. 

Wer nicht weiß, wo er heute morgen (und/oder in Zukunft) den Gottesdienst besuchen soll, der darf gerne mal bei uns vorbei schauen. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht. Wir lieben Jesus, sind bestrebt, unseren Nächsten zu lieben, lesen Sein Wort, singen fröhliche Lieder und laden hinterher die gesamte Mannschaft zum Mittagessen ein. 

Wir würden uns freuen, Dich heute Morgen bei uns begrüßen zu dürfen!

Lobpreis - Gottes Wort!
Gemeinschaft - Gebet! 
Mittagessen
Beginn: 10:30 Uhr
Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat: 
 Allein der Glaube ist des Gewissens Friede. 
 
Darum hat uns Gott die Gemeinde gegeben, 
damit wir nicht allein sind im Kampf gegen den Teufel.
 
Darum lobten die alten Väter die Stoßgebetlein, 
die man mit einem Wort oder zwei hinaufseufzt zum Himmel. 
Das kann man auch tun, wenn man liest, 
schreibt oder eine andere Arbeit verrichtet 
 (alle Dr. Martin Luther)

Samstag, 27. Juli 2019

Minimum - aber genug!

Minimum – aber genug!

1 Ein Psalm Davids.
 Der Herr ist mein Hirte;
mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf grünen Auen
und führt mich zu stillen Wassern.
3 Er erquickt meine Seele; er führt mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
4 Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten,
so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir;
dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde;
du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.
6 Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.
(Psalm 23:1-6)

Ein Sonntagsschullehrer beschloss, dass seine Kindergruppe Psalm 23 auswendig lernen sollte, eine der am häufigsten zitierten Passagen der Bibel. Er gab den Kindern einen Monat Zeit, um die 6 Verse zu lernen.

Leon war begeistert von der Aufgabe, aber er konnte sich den Psalm einfach nicht einprägen. Obwohl er übte und übte, schaffte er kaum mehr als die erste Zeile. Es kam der Tag, an dem die Kinder vor der Gemeinde standen und Psalm 23 aufsagen sollten. Wie alle anderen auch war Leon nervös. Als er an die Reihe kam, trat er ans Mikrofon und sagte stolz: "Der Herr ist mein Hirte und das ist alles, was ich wissen muss!"

Eigentlich waren es 6 Verse, die er hätte aufsagen sollte. Aber die ersten fünf Worte des ersten Verses sagten tatsächlich alles: „Der Herr ist mein Hirte!“ Wer das weiß und erfährt, weiß genug!  Jesus versichert, dass Er der gute Hirte ist. Das beinhaltet: Wer zu Seiner Herde gehört, dem geht es gut! Ein Hirte kennt jedes einzelne seiner Schafe beim Namen. Er sättigt seine Schafe, wenn sie hungrig oder durstig sind; kümmert sich, wenn sie krank sind; trägt sie, wenn sie schwach oder müde sind; beschützt sie, wenn sie in Gefahr sind; versorgt sie, wenn sie in Not sind; verteidigt sie, wenn sie angegriffen sind und vieles mehr. Das ganze Hirtenleben dreht sich um seine Schafe.

Im Fall von Jesus Christus geht der Vergleich noch einen bedeutenden Schritt weiter. Jesus sagt in Johannes 10:11:

„Ich bin der gute Hirte;
der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.”

Nicht nur hier auf der Erde kümmert sich Jesus um Seine Schafe. Er kümmert sich um sie in alle Ewigkeit. Kennst Du Jesus als Deinen guten Hirten? Dann freu Dich und fasse Mut. Er kennt Deinen Namen, Deine Freuden und Traurigkeiten, Deine Stärken und Schwächen. Und Er wird Dich nicht verlassen noch vernachlässigen.

Kennst Du Ihn nicht? Er lädt Dich ein, zu Ihm zu gehören! Du darfst kommen, wie Du bist. Bring Ihm alles, was Dich bisher davon abgehalten hat, zu Ihm zu gehören – und bring Ihm alle dunklen Dinge (Sünden) Deines Lebens. Er hat Sein Leben dafür gegeben und bietet allen, die zu Ihm kommen, einen Neuanfang an.

Kennst Du Jesus als Deinen Hirten? Das ist alles, was Du wissen musst! Das ist genug!

Du kannst Ihn kennenlernen - oder noch besser kennenlernen. Wir laden herzlich ein zu unserem Gottesdienst, morgen um 10:30 Uhr

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
67290 Neunkirchen
Herzlich Willkommen!

Freitag, 26. Juli 2019

Bereit, den Preis zu zahlen

Vielleicht werden einige Leser heute – abgeschreckt durch die Überschrift – auf das Lesen des Blogs verzichten. Wenn’s um einen Preis geht, der gezahlt werden muss, ist das immer etwas Herausforderndes. Das geht uns ja schon im Alltag so:

Wir sind bereit, den Preis für ein bestimmtes Urlaubshotel zu zahlen. Wir sind bereit, den Preis eines Hauses, eines Autos oder eines neuen Kleidungsstücks zu zahlen. Je teuerer der Preis, umso mehr müssen wir allerdings nachdenken und rechnen.

Auch die Nachfolge Jesu, das Leben im Glauben, kostet.
  • Es kostete Maria und Josef viel Komfort, die lange Reise ins Exil nach Ägypten durchzuführen, um ihr kleines Baby, Jesus, zu beschützen.
  • Es kostete die Hirten die Gemütlichkeit ihres Hirtenlebens, die Krippe aufzusuchen und dann die guten Nachrichten zu verkünden.
  • Es kostete die Weisen eine lange Reise und teure Geschenke und das alles veränderte ihr Leben.
  • Es kostete die Apostel und die junge Kirche Verfolgung, manchmal bis zum Tod.
  • Es kostete christliche Missionare unermessliches Leid und Entbehrung, die Frohe Botschaft zu verbreiten.
  • Es kostete christliche Märtyrer aller Zeiten – bis heute – ihr Leben um Christi willen.
  • Es kostete Jesus ein Leben voller Opfer und Dienst; dazu einen grausamen und in der Geschichte unvergleichlichen Tod.
  • Darüber hinaus kostete es Gott, den Vater, seinen eigenen Sohn. Er sandte ihn auf die Erde, um Menschen zu retten.
Alles, was mit unserem Glauben zu tun hat, kostet. Da sind die Kosten des Vaters, der den Sohn gab, die Kosten des Sohnes, der sich erniedrigte und Sein Leben als Opfer gab und da sind die Vielen, die ihren eigenen Preis zahlten, und Jesus nachfolgten.

Wie könnten wir zurückhalten und Ihm weniger geben als alles? Und wenn es um Kosten geht, dürfen wir immer wissen, dass es sich mehr als lohnt. Das, was wir für Jesus geben, ist verschwindend gegenüber dem, was wir von Ihm empfangen.


Denn ich bin überzeugt, dass die Kosten* der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber dem Gewinn*,
den wir am Ende empfangen werden*.
*Römer 8:18 (dem Thema angepasst. Original):


Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit
nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit,
die an uns geoffenbart werden soll.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Nicht nur heute!


Burnout – das Wort ist zum Modewort geworden; Depressionen zur Volkskrankheit. Schon in der Grundschule sind Kinder überfordert und entwickeln psychische Auffälligkeiten. Vermutlich war die Zahl der seelisch Kranken nie so hoch wie heute.*

Aber Niedergeschlagenheit und Schwermut hat es immer gegeben. Bei Hanna, der Frau Elkanas und Mutter Samuels war es ihre Kinderlosigkeit, die sie in tiefste Seelenqualen stürzte. Hiob wollte sterben, denn Krankheit und die damit verbundene geistliche Dunkelheit nahmen ihm jeden Lebenswunsch. Jona war … naja … einfach seltsam und durcheinander. Aber auch er war völlig am Boden. Der Prophet Jeremia war so schwermütig, dass er sich den Spitznamen „der weinende Prophet“ einfing. Es machte ihm zu schaffen, dass seine Botschaft auf taube Ohren stieß. Elia stürzte nach einem gigantischen Sieg für den Herrn in ein tiefes Loch. Und der große Paulus? Der verzweifelte nach eigenen Worten (2 Korinther 1:8) auch schoin mal am Leben.

Im 4 Jahrhundert war es der Kirchenvater Gregor von Nazianz, der einmal betete: „Ich bin verbraucht, oh mein Christus, Atem meines Lebens. Unaufhörlicher Stress und ständiger Anstieg der Spannungen bilden zusammen ein langes, oh so langes Leben, eine Lebensaufgabe. Meine Seele hat ihre Schönheit verloren und dein Bild, (Gott) verwischt.“

In den Spuren seiner Niedergeschlagenheit folgten Menschen wie Martin Luther, Charles H. Spurgeon, William Cowper, Joni Eareckson-Tada und viele andere. Depression, Niedergeschlagenheit und Schwermut hat es immer gegeben, nicht nur heute. Die Gründe sind unterschiedlich und liegen im körperlichen, seelischen oder auch im geistlichen Bereich. Nicht immer ist Hilfe einfach.

Allerdings lädt Jesus jeden ein, zu Ihm zu kommen. Er verspricht uns keine heile Welt – nicht hier auf der Erde. Aber er verspricht uns, dass wir bei Ihm zur Ruhe kommen dürfen. Wo Niedergeschlagenheit durch Sünde hervorgerufen wird, sind die „Heilungschancen“ vielleicht am Größten, denn Jesus ist der „Vergeber“ schlechthin. Wo körperliche oder seelische Gründe vorliegen, da kann Er definitiv eingreifen – durch Heilung, durch Linderung oder auch dadurch, dass Er bei uns ist, auch in den Tiefen der Hoffnungslosigkeit.

Halte fest an Jesus. Er hält in jedem Fall Dich fest!

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
(Matthäus 11:29)

Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen!
(Hebräer 13:5)

Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle,
und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.
(Johannes 10:29)

Mittwoch, 24. Juli 2019

Urlaub

Mehrmals dieser Tage wurde ich gefragt, wo wir denn unseren Urlaub verbringen werden. Immer war meine Antwort: In den Bergen. Auch wenn wir nicht die Kletterer sind, gibt es doch mehr Freizeitmöglichkeiten, als man in einer kurzen Urlaubszeit wahrnehmen kann. Neben Wandern, Schwimmen, Filme schauen, Freunde besuchen, Essen gehen, Eis essen, Tischspiele machen oder Puzzeln kommen Bücher lesen und jeden Tag ausschlafen. Jedem, Leser, der in diesem Sommer Urlaub macht, wünsche ich ein Höchstmaß an Erholung.


Erholt sich Jesus eigentlich auch manchmal? Von uns Menschen, zum Beispiel? Nein! Das hat er nicht nötig! In Psalm 121:3 heißt es: „Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht.“ Gott benötigt keine Ruhepausen. Er schließt auch seine Sprechstunde für unsere Anliegen nicht. Er hat Tag und Nacht geöffnet und ist für uns da. Wer Jesus zum Freund hat, der hat Gott zum Wächter über seinem Leben. Diese Wahrheit geht uns im Alltag oft verloren, weil wir viel zu beschäftigt sind, um an Gott zu denken. Aber das sollte im Urlaub ja anderes aussehen. 

Warum gibst Du Jesus nicht mal eine Chance. Nimm Dir ein Neues Testament (den Teil 2 der Bibel) mit in den Urlaub und lies mal durch eins der 4 Lebensbilder Jesu. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes haben über ihn geschrieben. Vielleicht kommst Du dann nicht nur körperlich erholt, sondern auch von Jesus gesegnet aus dem Urlaub zurück!

Eine andere Möglichkeit bieten wir heute Abend an. An unserem Jüngerschaftsabend soll es auch darum gehen, Jesus besser kennenzulernen. Das tun wir, indem wir aus Seinem Wort (der Bibel) über ihn hören und Gemeinschaft miteinander haben. Komm doch einfach mal vorbei!

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn 19:30 Uhr

Dienstag, 23. Juli 2019

Jesus im Buch Hiob

Gestern ging es um das abgrundtiefe Leiden von Eltern, die ihr Kind auf tragische Weise verloren hatten. Hiob machte eine ähnliche Erfahrung.

Hiob war ein tiefgläubiger Mann, der seinen Glauben lebte. Im Eingangsvers zum gleichnamigen Bibelbuch heißt es (Hiob 1:1):

„Es war ein Mann im Land Uz, der hieß Hiob;
der war ein untadeliger und rechtschaffener Mann,
der Gott fürchtete und das Böse mied.“

Hiob war nicht nur vorbildlich. Er fürchtete Gott und diente Ihm. Dann traf ihn unsagbares Leid. Unmenschliches Leid im wahrsten Sinn des Wortes, denn es waren nicht einfache Umstände, die ihm alles nahmen, was er besaß. Gott lässt uns im Buch Hiob hinter die Kulissen blicken und lässt uns erkennen, dass es Satan selbst ist, der Hiob dieses Leid zufügt. Er nimmt ihm seine 10 Kinder, seinen Besitz und seine Gesundheit. Dazu kommt, dass seine Freunde ihn nur solange trösten können, wie sie stille bei ihm sitzen. Sobald sie den Mund aufmachen und versuchen ihm zu „helfen“, vertiefen sie nur seine Qual.

Und Gott? Und Jesus? Wo ist nun der Herr, dem Hiob so treu diente, an den er glaubte, für den er lebte? Hiob wusste es lange Zeit nicht, denn er konnte nicht – wie wir heute – hinter die Kulissen blicken. Er erkannte nicht, dass diese außergewöhnliche Prüfung ein Prozess war, dessen Resultat er später nicht würde missen wollen. Am Ende des Buches bringt er zum Ausdruck, dass er nicht verloren, sondern gewonnen hatte. Das kann uns trösten und beruhigen, wenn wir durch Leid gehen. Verstehen kann es nur der, der selbst auf den Wegen des Leids gegangen ist. Und Jesus? Wo ist er nun im Buch und im Leben Hiobs?

Zunächst bringt Hiob sein Vertrauen auf Gott in Kapitel 19:25-27 zum Ausdruck. In tiefster Not weiß Hiob, dass er nie in bodenloses, unendliches Leid fallen kann. Er weiß, dass der Herr allem Leid ein Ende gesetzt hat und das Ende Herrlichkeit ist. Ohne den Namen „Jesus“ zu nennen, bekennt Hiob seinen Erlöser mit den Worten:

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt,
und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.
Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist,
dann werde ich, von meinem Fleisch los, Gott schauen;
ja, ich selbst werde ihn schauen,
und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir!

Hörst Du die Hoffnung, den Trost, die Sehnsucht, die er in dem Wissen findet, einmal bei seinem Erlöser Frieden zu finden? – Und was Hiob sich mitten seinem Elend scheinbar nicht vorstellen konnte, wurde wahr: Kurze Zeit später hob Gott ihn aus seinem Leid, segnete ihn, gab ihm vielfältig zurück, was er verloren hatte und erhörte sein Gebet für seine Freunde. Aber den größten Segen erfuhr Hiob in seinem Herzen und in seiner Beziehung zu Gott, die er mit den Worten beschreibt (Hiob 42:5):

Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört,
aber nun hat mein Auge dich gesehen.

Hiob war seinem Erlöser begegnet, den er bereits in Kapitel 19 verehrt hatte. Es war nicht mehr nur vom Hörensagen – jetzt war er Ihm begegnet, hatte Ihn erfahren, geschmeckt, mit den Augen des Glaubens gesehen. Jesus im Buch Hiob: Der real erfahrbare Tröster und Erlöser in Leid und Not! Preis dem Herrn! Ihm sei Ehre!