„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 15. Oktober 2018

Verpass' es nicht!


 
Männertreff @ CCFG!

JederMANN herzlich Willkommen

Wahrheit und Lüge


Eine interessante Legende aus dem 19.Jahrhundert findet sich auf einer Webseite (Quelle HIER). Dabei treffen sich eines Tages die Wahrheit und die Lüge. Bei diesem Treffen schlägt die Lüge der Wahrheit eine gemeinsame Aktion vor und sagt: "Heute ist ein wunderbarer Tag"! Die Wahrheit blickt seufzend zum Himmel, denn der Tag war wirklich schön. Die Beiden verbringen Zeit miteinander und kommen auf ihrem Weg schließlich neben einem Brunnen an. Hier erzählt die Lüge der Wahrheit: "Das Wasser ist sehr schön, lass uns zusammen baden!" Die Wahrheit, erneut verdächtig, testet das Wasser und entdeckt, dass es wirklich sehr angenehm ist. Sie legen ihre Kleidung ab und beginnen zu baden. Plötzlich steigt die Lüge zügig aus dem Wasser, zieht die Kleider der Wahrheit an und rennt davon. Die wütende Wahrheit kommt aus dem Brunnen und rennt überall hin, um die Lüge zu finden und ihre Kleidung zurückzubekommen. Die Welt, die die Wahrheit nackt sieht, wendet ihren Blick mit Verachtung und Wut ab. Die arme Wahrheit kehrt zum Brunnen zurück und verschwindet für immer und versteckt darin ihre Scham.Seither reist die Lüge um die Welt, verkleidet als die Wahrheit. Sie befriedigt die Bedürfnisse der Gesellschaft, denn die Welt hat auf keinen Fall den Wunsch, der nackten Wahrheit zu begegnen."

Sicher keine christliche Geschichte, aber dennoch nachdenkenswert.

  • Wahrheit und Lüge leben miteinander in dieser Welt, aber die Wahrheit darf nie mit der Lüge unterwegs sein, nicht einmal flirten. Diese Gefahr ist zu groß.
  • Die nackte Wahrheit darf sich nicht verstecken, weder aus Scham, noch weil sie aus was für Gründen auch immer verachtet und angefeindet wird.
  • Die Lüge macht sich die Kleidung der Wahrheit zunutze, aber drin steckt die Lüge.
Das alles sind Schlüsse aus einer Legende. Wir Jesus – Nachfolger ziehen aus Gottes Wort wesentlich zuverlässigere Schlüsse. Auch die Bibel – wie die Legende - hat eine personifizierte Lüge und eine personifizierte Wahrheit. Satan wird als „Vater der Lüge“ bezeichnet, während Jesus als „Die Wahrheit“ bezeichnet wird. Allerdings sieht die Realität der Wahrheit und der Lüge ganz anders aus als in der Legende. Vom ersten Buch der Bibel bis zum letzten ist es nicht die Lüge, die siegt, sondern die Wahrheit. Jesus, der Sohn Gottes ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Nach Kolosser 2:15 hat er  

die Herrscher und Gewalten völlig entwaffnet
und vor aller Welt an den Pranger gestellt.
Durch das Kreuz hat er einen triumphalen Sieg über sie errungen.

Jesus, die Wahrheit triumphiert. Wir als Jesus-Jünger haben die Wahrheit angezogen. In Römer 3:14 ruft Paulus uns zu:

„Zieht den Herrn Jesus Christus!“

Wir schämen uns der Wahrheit nicht, denn Jesus ist die Wahrheit, und die Wahrheit hat gesiegt. Für uns ist es wichtig, ganz eng – ganz eng(!) – mit der Wahrheit unterwegs zu sein. Kein noch so kleiner Flirt mit der Lüge. Keine Gemeinschaft und kein Spaziergang. Wir lassen uns auf keine Bedingungen der Lüge ein. Will die Lüge was von uns, halten wir uns an die Wahrheit … halten wir uns an Jesus.

Euch allen eine gesegnete und triumphierende Woche mit Jesus!

Sonntag, 14. Oktober 2018

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss!

Predigttext:
Apostelgeschichte 13:1-12

13:1 In der Gemeinde von Antiochia gab es damals folgende Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, Luzius von Zyrene und Manaën, der zusammen mit dem Vierfürsten Herodes aufgewachsen war, und Saulus. 
2 Als sie eines Tages dem Herrn mit Gebet und Fasten dienten, sprach der Heilige Geist: "Stellt mir doch Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe." 
3 Nach weiterem Fasten und Beten legten sie ihnen schließlich die Hände auf und ließen sie ziehen.
4 So vom Heiligen Geist ausgesandt, gingen die beiden nach Seleuzia* und nahmen dort ein Segelschiff nach Zypern.  
5 In Salamis angekommen, verkündigten sie die Botschaft Gottes in den jüdischen Synagogen der Stadt. Als Helfer hatten sie Johannes Markus dabei.  
6 Sie durchzogen die ganze Insel bis nach Paphos. Dort trafen sie auf einen Juden, der sich Barjesus nannte. Das war ein Magier und falscher Prophet,  
7 der zum Gefolge des römischen Statthalters der Insel gehörte. Dieser Prokonsul, Sergius Paulus, war ein gebildeter und vernünftiger Mann. Er hatte Barnabas und Saulus zu sich gerufen, weil er die Botschaft von Gott hören wollte.  
8 Doch Elymas, der Zauberer, – so heißt nämlich sein Name übersetzt – trat ihnen entgegen und versuchte mit allen Mitteln, den Prokonsul vom Glauben abzuhalten.  
9 Aber Saulus, der auch Paulus genannt wird, blickte ihn scharf an. Vom Heiligen Geist erfüllt 
10 sagte er: "Du elender und gerissener Betrüger, du Sohn des Teufels und Feind aller Gerechtigkeit! Wann hörst du endlich auf, die geraden Wege des Herrn krumm zu machen?!  
11 Doch jetzt wirst du die Hand des Herrn zu spüren bekommen. Du wirst blind sein. Eine Zeit lang wirst du die Sonne nicht sehen." Im selben Augenblick fand sich der Magier von tiefster Dunkelheit umgeben. Er tappte umher und suchte jemand, der ihn an der Hand führte.  
12 Als der Prokonsul sah, was geschehen war, kam er zum Glauben, höchst erstaunt über die Lehre des Herrn.

CCFG 
Lobpreis - Gottes Wort!
Interview - Gemeinschaft - Gebet!
Anschließend gemeinsames Mittagessen!
 
Beginn: 10:30 Uhr
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 

(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen-Zentrum

Herzlich Willkommen!

Sonntagszitat:

"Gott hat in jeder Generation genügend Menschen angesprochen, 
die den Missionsauftrag zu ihren Lebzeiten
 hätten ausführen können. Aber zu viele sind weggelaufen."
(Bruder Andrew)

"Unsere jungen Leute gehen ins praktische Berufsleben, 
weil sie sich zur Missionsarbeit nicht "gerufen" fühlen. 
Aber wir brauchen keinen Ruf; 
wir brauchen einen Tritt in den Hintern.

(Jim Elliot)

Samstag, 13. Oktober 2018

Hunger & Durst (3)

Zum letzten Mal in dieser Woche wollen wir uns mit dem Gedanken geistlichen Hungers und Durstes beschäftigen – mit einem leicht veränderten Blickwinkel.

Bisher ging es um die Verheißung Jesu, die geistlich Hungrigen und Durstigen zu sättigen. Wie gerne möchte sich Jesus täglich mit uns treffen und uns sättigen. Es ging aber auch um solche, die sich gedankenlos mit Schmutzwasser und verdorbener Speise vollgefressen hatten. Sie ließ Gott am Ende geistlichen Hunger und Durst empfinden – ohne Gelegenheit, ihn zu stillen. Das bedeutet Gericht.

Möge der Herr es bewirken, dass wir uns früh genug – heute – nach mehr geistlichem Hunger und geistlichem Durst ausstrecken. Dann wird Er es schenken – nicht als Gericht, sondern als Gnade. In Micha 4:2+3 heißt es:

Und viele Heidenvölker werden hingehen und sagen: »Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns über seine Wege belehre und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem. Und er wird das Urteil sprechen zwischen großen Völkern und starke Nationen zurechtweisen, die weit weg wohnen, sodass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Spieße zu Rebmessern; kein Volk wird gegen das andere ein Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen“

Zugegeben, das ist Zukunftsmusik, die sich auf die Zeit des 1000jährigen Friedensreichs bezieht. Aber wenn Jesus eine Verheißung auf geistlichen Hunger und Durst legt (Matthäus 5:6), dann muss es ja möglich sein, geistlich hungrig und durstig zu sein. Lasst uns doch den Herrn bitten, einen Hunger und Durst der Gnade (nicht des Gerichts) in unser Land zu senden. Einen Hunger nach Seinem Wort und einen Durst nach dem lebendigen Wasser Seines Geistes. Wenn Er es schenkt, weil wir Ihn darum bitten – und nicht, weil er uns dadurch richtet – dann wird das Ergebnis gewaltiger Segen sein.

Die Heiden im oben zitierten Abschnitt haben geistlichen Hunger. „Kommt, lasst uns den Herrn suchen. Lasst uns dahin gehen, wo wir über seine Wege belehrt werden. Und dann lasst uns nach dem leben, was wir gehört haben.“ Wo geistlicher Hunger, der alles andere stehen und liegen lässt, uns zum Herrn und Seinem Wort leitet – und das mit der Einstellung: danach wollen wir dann leben –  da gibt es gewaltige Veränderungen zum Gutem. Im 1000jährigen Friedensreich wird es bedeuten, dass Waffen zu Arbeitsgeräten und Mordwerkzeuge zu Erntewerkzeugen umfunktioniert werden. Weltfrieden wird herrschen und Menschen werden nicht mal mehr den Krieg erlernen müssen. Wie gesagt, das ist noch zukünftig.

Wo wir uns aber heute und jetzt ausstrecken nach dem Lebensbrot vom Himmel und dem lebendigen Wasser des Heiligen Geistes, da werden wir auch heute und jetzt gesättigt. Wir werden Gottes Frieden erfahren und Friedensstifter sein in einer Welt, die hasst und bekriegt.

Lasst uns unser tägliches Brot und Wasser nicht aus Brunnen schöpfen, die nicht sättigen. Lasst uns den Herrn bitten, dass Er in Gnade einen Hunger und Durst nach Seinem Wort und Seinem Geist sendet. Lasst uns beten, dass Er uns sättigt und erfüllt, uns Freude schenkt an Seinem Wort, an Gemeinschaft mit Ihm und Seinen Kindern und am Gebet. Und das alles mit dem erklärten Ziel aus Micha 4:2:

„... damit wir auf seinen Pfaden wandeln!“

Fang nicht erst "irgendwann mal" damit an. Fang heute damit an, jetzt! Und dann mach jeden Tag damit weiter, mit wachsendem Enthusiasmus.

... auf Seinen Pfaden zu wandeln“ bedeutet auch, regelmäßige und verbindliche Teilnahme an einem Gemeindeleben. Wer das in seiner Nachfolge vernachlässigt, wird geistlich krank! Such Dir eine Gemeinde in Deiner Nähe, in der Jesus der Mittelpunkt ist. Die vollkommene Gemeinde wirst Du nicht finden! Es gibt nur unvollkommene Gemeinden. Wo aber Jesus im Mittelpunkt steht und Sein Wort verkündigt wird, da solltest Du ein geistliches Zuhause finden. Dabei spielt der Name der Kirche oder Gemeinde keine Rolle, sondern der Inhalt.

Wenn Du eine Gemeinde hast, in der Jesus verkündigt wird, dann ist das Dein Platz!
Hast Du keine Gemeinde und wohnst in der Nähe, laden wir Dich herzlich ein!
Und wenn Du gar keine Ahnung hast, wo Du eine biblische Gemeinde finden kannst – oder wenn Du durch Krankheit ans Haus gebunden bist – dann feier online Gottesdienst mit uns. Den Link findest Du HIER. Gottesdienste übers Internet sind immer nur eine Notlösung(!) und keine Daueroption. Sie sind 2. Wahl! Kontaktiere uns, und wir werden versuchen, Dich mit Christen in Deiner Nähe in Kontakt zu bringen.

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
(gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn: 10:30 Uhr (parallel Kindergottesdienst)

Freitag, 12. Oktober 2018

Hunger und Durst (2)

Heute ist einer meiner schönsten Starts in den Tag der ganzen Woche. Er beginnt zwar meist nach der kürzesten Nacht der ganzen Woche, aber er beginnt fast unübertrefflich. Um 6 Uhr früh treffen wir uns mit mehreren Frauen und Männern der Gemeinde zum Frühgebet in der Teeküche unseres Gemeindehauses. Wir sitzen um einen großen Tisch herum – in der Regel mit unserer ersten Tasse Kaffee oder Tee vor uns und – zugegeben – vielleicht mit dem ein- oder anderen verschlafenen Auge. Fast alle müssen vor 5 Uhr aufzustehen, sei es um etliche Kilometer abzuspulen und rechtzeitig da zu sein, um Kaffee zu kochen oder sich um das (anschließende) Frühstück zu kümmern. Frühgebet um 6 Uhr morgens bedeutet für alle von uns eine kurze Nacht.

Die wenigen Lieder, mit denen wir dann eine Zeit der Anbetung beginnen, sind nicht CD reif, ‚ölen’ aber unsere Stimmen, unsere Herzen und erfreuen das Herz Gottes. Bevor die Freude Gottes unsere Herzen entzündet, bereiten wir Ihm Freude durch eine Zeit der Anbetung.

Warum? Hunger und Durst nach Jesus; danach, den Tag mit Ihm zu beginnen. Ich bin genügend Menschen begegnet, denen man anmerkt, dass es ihnen nicht leicht fällt, früh aufzustehen, um täglich eine persönliche Zeit mit Jesus zu verbringen. Aber sie tun es trotzdem, in Gemeinschaft oder alleine, denn sie haben Hunger und Durst! Ich bin aber weit mehr Menschen begegnet, denen man anmerkt, dass sie keinen Hunger haben nach dem Brot des Lebens: Jesus - und nach dem Wasser des Lebens: dem Geist Gottes. Glaubt mir: man merkt es.

In der Bibel finden wir eine Vielzahl von Versen, die uns ermutigen, Gott in der Frühe des Tages zu suchen. Dort steht nichts von Frühgebet, aber davon den Herrn zu suchen ... sich mit Jesus zu treffen. Das bedarf sicher ein gewisses Maß an Disziplin am Abend zuvor und ein hohes Maß an Hunger und Durst nach Jesus. Aber Segen folgt sicher.

1. Mose 19,27Abraham aber begab sich früh am Morgen zu dem Ort, wo er vor dem Herrn gestanden hatte.

1. Mose 28,18: Und Jakob stand am Morgen früh auf und nahm den Stein, den er unter sein Haupt gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Gedenkstein und goß Öl auf seine Spitze. (Ein Zeichen der Begegnung mit – und Hingabe an Gott)

2. Mose 19,16: Und es geschah, als der dritte Tag kam und es noch früh am Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen, und eine dichte Wolke lag auf dem Berg, und es ertönte ein sehr lauter Schall von Schopharhörnern. (Zeichen des Redens und der Gegenwart Gottes)

2. Mose 24,4Da schrieb Mose alle Worte des Herrn nieder. Und er stand früh am Morgen auf und errichtete einen Altar unten am Berg und zwölf Gedenksteine für die zwölf Stämme Israels.

Josua 6,15Am siebten Tag aber machten sie sich früh auf, bei Anbruch der Morgenröte, und sie zogen nach derselben Weise siebenmal um die Stadt; nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um die Stadt. (anschließend erlebten sie eine mächtige Manifestation der Herrlichkeit Gottes)

Richter 6,38: Und es geschah so; denn als er am anderen Morgen früh aufstand und das Vließ ausdrückte, da konnte er Tau aus dem Vließ pressen, eine ganze Schale voll Wasser. (Das war eine gewaltige Begegnung mit Gott)

Richter 21,4Am anderen Morgen aber machte sich das Volk früh auf; und sie bauten dort einen Altar und opferten Brandopfer und Friedensopfer.

1. Samuel 1,19Und am anderen Morgen machten sie sich früh auf und beteten an vor dem Herrn

Hiob 1,5Wenn dann die Tage des Festmahls zu Ende waren, ließ Hiob sie holen und heiligte sie; er stand früh am Morgen auf und brachte Brandopfer dar für jeden von ihnen; denn Hiob sagte sich: Vielleicht könnten meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt haben! So machte es Hiob allezeit. (Er tat es um des Seelenheils seiner Kinder willen)

Hesekiel 12,8Aber am Morgen früh erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen:

Markus 1,35Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.

Lukas 21,38: Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören.

Lukas 24,1Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen. (sogar den – vermeintlich – toten Jesus suchten sie in aller Frühe auf)

Die Zeit am Morgen, wenn der Tag noch unverbraucht vor uns liegt, ist sicher eine besondere Zeit, Gott zu suchen und geistlich gesättigt zu werden - egal ob gemeinsam mit anderen oder alleine. Natürlich kostet es. Aber es ist es wert! Freitagmorgen gehört zu den Favoriten meiner Woche.

Wenn Du dies liest, wird das heutige Frühgebet vermutlich bereits beendet sein. Aber für nächste Woche laden wir Dich herzlich ein, um 6:00 Uhr in der Teeküche dabei zu sein.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Hunger & Durst

... kennen wir alle. Die meisten von uns in der mildesten Form, manche Alte unter uns in konkreter Form. Hunger und Durst sind unangenehme, aber wichtige Signale unseres Körpers, der am Leben erhalten werden will. Das Gegenteil ist Völlegefühl, oder zumindest Sattheit – in unseren Regionen möglicherweise eher nachvollziehbar als Hunger und Durst.

Hunger und Durst gibt es auch auf geistlichen Gebiet. Gesegnet ist derjenige, der das Gefühl von geistlichem Hunger und Durst kennt. In Matthäus 5:6 verspricht Jesus:

Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten,
denn sie sollen satt werden!

Vom Volk Israel allerdings lesen wir, dass es Zeiten gab, in denen sich eher ein Völlegefühl breit machte, statt Hunger und Durst – ihnen zum Fluch. In 5 Mose 32:15 heißt es:

Da wurde Jeschurun (Israel) fett und schlug aus.
Du bist fett, dick und feist geworden!
Und er verwarf den Gott, der ihn geschaffen hat,
und er verachtete den Fels seines Heils.

Auch zur Zeit des Propheten Amos litt Jeschurun unter diesem Völlegefühl. Sie hatten sich mit allem möglichen so gesättigt, dass keine Zeit und kein Verlangen mehr vorhanden war nach geistlicher Speise und lebendigem Wasser. Amos muss prophezeien (8:11):

Siehe, es kommen Tage, spricht Gott, der Herr,
 da werde ich einen Hunger ins Land senden;
nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser,
sondern danach, das Wort des Herrn zu hören.

Soweit, sogut! Aber die Prophezeiung endet im nächsten Vers (12) mit den Worten:

Sie werden hierhin und dorthin laufen,
doch sie werden es nicht finden.

Wer sich satt gegessen hat mit dem, was (das geistliche Leben) nicht nährt und fördert, der wird gemäß diesen Worten eines Tages hungern und dürsten – ja, schmachten – nach dem Brot vom Himmel und dem lebendigen Wasser – aber der Herr selbst wird es vorenthalten. Ein schrecklicher Gedanke!

Zu lange hat man aus löchrigen Brunnen getrunken und sich an Schmutzwasser erfreut, das mit teuflischem Verführungszucker schmackhaft gemacht wurde. Und man hat das Gift gar nicht erkannt. Dann sendet der Herr geistlichen Hunger und Durst – als Gericht! Auch Hosea beschreibt solch eine Situation in seinem Buch (5:6):

Mit ihren Schafen und mit ihren Rindern werden sie hingehen,
um den Herrn zu suchen, und werden ihn nicht finden;
er hat sich ihnen entzogen.

Es muss bei keinem Menschen soweit kommen. Der Herr fordert uns auf, aufzuwachen. Er fordert uns auf, die nutzlose Ersatznahrung, die einen Augenblick sättigt und eine Ewigkeit hungrig und durstig lässt, zu erkennen und bei Ihm Sättigung zu finden. In Micha 4:2 haben es die Heiden richtig erkannt und entscheiden sich, das Richtige zu tun:

„Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn,

zum Haus des Gottes Jakobs, 
damit er uns über seine Wege belehre

und wir auf seinen Pfaden wandeln!“

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Jaasanja

Was für eine tragische Figur, dieser Jaasanja. Die meisten Leser werden diesen Mann gar nicht kennen. Lasst mich ihn vorstellen.
Jaasanja wuchs als jüdischer Junge auf, Sohn Schafans, der während des Erweckungskönigs Josia ein treuer Mann in des Königs Dienst war. Wir lesen über Jasaanjas Vater Schafan:

Und als sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des Herrn gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn, das durch Mose gegeben war. Und Hilkija hob an und sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich habe das Buch des Gesetzes gefunden im Hause des Herrn. Und Hilkija gab das Buch Schafan.  Schafan aber brachte es zum König und gab ihm Bericht und sprach: Alles, was deinen Knechten befohlen ist, tun sie. Und der Schreiber Schafan sagte dem König: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las vor dem König daraus vor. Und als der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider.  Und der König gebot Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Abdon, dem Sohn Michas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und sprach: Geht hin, befragt den HERRN für mich (2 Chronik  34:14-16,18-21)

Jaasanja hatte also einen frommen Vater, der in der Erweckung von Gott gebraucht wurde. Und er hatte fromme Brüder. Von seinem Bruder Ahikam lesen wir (Jeremia 26:24):

Aber mit Jeremia war die Hand Ahikams, des Sohnes Schafans, sodass man ihn (Jeremia) nicht dem Volk in die Hände gab, das ihn getötet hätte.

Ahikam, Jaasanjas Bruder, half Jeremia, dem Propheten Gottes, als dieser in Todesgefahr war. Ein anderer frommer Bruder, Gemarja, hatte einen gläubigen Sohn, Jaasanjas Neffen, Michaja. Michaja, war Hörer und Bote des Wortes Gottes, wie wir in Jeremia 36:10+11 lesen:

36:10 Und Baruch las aus der Schriftrolle die Worte Jeremias vor im Hause des Herrn, in der Kammer Gemarjas, des Sohnes Schafans, des Schreibers, im oberen Vorhof bei dem neuen Tor am Hause des HERRN, vor dem ganzen Volk. Und Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Schafans, hörte alle Worte des HERRN aus dem Buch, und er ging in das Haus des Königs, in die Kanzlei hinab.

Eine tolle Familie, zu der Jaasanja gehört. Fromme, fähige Menschen, die Gott selbst in Gefahr und den Wirren des Alltags dienten. Und Jaasanja ben Schafan? Wie hatte das Leben seiner frommen Verwandten auf ihn abgefärbt? Gar nicht! Im Propheten Hesekiel 8 lesen wir über ihn (10-12):

Da ging ich hinein und schaute, und siehe, da waren allerlei Bildnisse von Gewürm und gräulichem Getier, auch allerlei Götzen des Hauses Israel ringsum an die Wand gezeichnet. Und vor ihnen standen 70 Männer von den Ältesten des Hauses Israel, und mitten unter ihnen stand Jaasanja, der Sohn Schafans; und jeder von ihnen hatte eine Räucherpfanne in seiner Hand, und der Duft einer Weihrauchwolke stieg auf. Da sprach er zu mir: Menschensohn, hast du gesehen, was die Ältesten des Hauses Israel im Finstern tun, jeder in seinen Bilderkammern? Denn sie sagen: Der Herr sieht uns nicht; der Herr hat dieses Land verlassen!

Jaasanja begleitet eine führende Position im Götzendienst. Trotz der günstigen Bedingungen hatte er sich den Götzen verschrieben. Gott hat keine Enkel! Niemand ist mit Jesus verbunden über andere! Entweder direkt oder gar nicht.

Wenn Eltern und Verwandtschaft Jesus folgen, darf sich niemand auf die Frömmigkeit der Familie verlassen. Die Frömmigkeit der anderen rettet Dich nicht und hilft Dir nichts!
Jeder von uns braucht seine eigene Beziehung zu Gott. Das zeitweise Mitlaufen im frommen Familienalltag wird ein Ende finden und die wahre Haltung zum Glauben wird zum Vorschein kommen – wie bei Jaasanja. Prüfe Dein Herz! Gehörst Du ganz persönlich zu Jesus? Glaube ist weder vererbbar noch erbbar.

Aber rettender Glaube ist möglich, auch für die Schafans und Jaasanjas unserer Zeit. Vertraue Jesus! Vertraue Dein Leben seiner guten Führung an und werde hineingeboren in Seine Familie.

Möchtest Du mehr Informationen darüber? Schreib mir über das Kontaktformular im Seitenfenster. Oder besuch uns doch mal heute Abend in unserer Jüngerschaftsstunde. Wir lesen weiter im Buch des Propheten Hesekiel und überlegen, was Gott uns durch ihn sagen möchte. Herzlich Willkommen!

Calvary Chapel FREIER GRUND
Bitzegarten 5
57290 Neunkirchen
Beginn:19:30 Uhr

Dienstag, 9. Oktober 2018

Etwas bewegen!

Etwas bewegen wollen – eigentlich träumt jeder Mensch irgendwann im Leben einmal davon.

Viele treffen ihre Berufswahl, weil sie etwas bewegen wollen – entweder im sozialen Bereich, im wissenschaftlichen Bereich, im persönlichen oder irgendeinem anderen Bereich. „Etwas bewegen wollen“ der Traum vieler junger Menschen. Werden sie älter, setzt nicht selten Ernüchterung ein. Aber auch dann setzen sich viele ein in Vereinen, Organisationen oder andern Gruppen.
 
Auch Christen haben das Verlangen, etwas zu bewegen. Sie haben eine Beziehung zum König aller Könige, zum Herrn aller Herren, zum Schöpfer der Welt. Sie haben klare Aufträge: Aller Welt das Evangelium von Jesus zu bringen, Gläubige zu Jüngern zu machen, ihren Nächsten durch Wort und Tat zu lieben, durch Gemeinschaft am Ort Salz und Licht für ihre Mitmenschen zu sein. Christen sollen etwas bewegen. Und Christen bewegen etwas.
 
Leider kommt es immer wieder vor, dass Christen vergessen, WIE sie etwas bewegen können. Dadurch verpuffen sie ihre Kraft, Finanzen und Zeit, ohne das erwünschte Ergebnis zu erzielen. Andere vergessen nicht das WIE, sie ignorieren es. Zu mühsam, zu unproduktiv für den Augenblick, zu vage, zu zeitaufwendig. Wir wollen doch etwas bewegen, möglichst zeitnah. Es gibt so viele Gründe, die Grundlage zu vergessen oder zu ignorieren, die unaufgebbar ist, wenn wir etwas bewegen wollen.
 
Kürzlich las ich folgende Zeilen auf einer Internetseite: 
 
Viele Dienste haben keine Schritte unternommen, Gebet Teil ihrer Strategie sein zu lassen. Sie sagen: „Gebet ist wichtig!“ aber die Abwesenheit des Gebets aus ihren Planungen spricht eine andere Sprache. Ich hörte, wie eine Person scherzhaft sagte: “Gebet – just do it“ (Gebet – tu’s einfach – nach der Nike Werbung)  Während diese Aussage wahr ist, ist sie auch sehr vage und ermutigt Faulheit betreffs der Einbindung von Gebet in unsere Dienststrategien“
 
Gebetsbewegungen gehen Jüngerschaftsbewegungen voraus! Klar und einfach. Diese Aussage lässt sich problemlos ausweiten: „Gebetsbewegungen gehen jedem mächtigen Wirken Gottes voraus! Klar und einfach.“
 
Wer betet, erfährt Gottes Wirken. Wer Gottes Wirken aufgrund von Gebet erfährt, betet weiter, erfährt Gottes fortgesetztes Wirken und bewirkt etwas – durch Gebet. Andererseits: Wer nicht betet, geht leer aus. So einfach ist das.
 
Mach diese Woche zu einer Woche der Begegnungen mit Gott. Mach sie zu einer Woche des persönlichen Gebets. Mach sie zu einer Woche des Gebets mit anderen. Jedes mächtige Werk Gottes beginnt im Gebet!