„Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebräer 12,14 )

Montag, 1. Mai 2017

1. Mai - Tag der Arbeit

Nicht nur in Deutschland – auch in vielen anderen Ländern der Welt, ist der 1. Mai der Tag der Arbeiterbewegung. Am 1. Mai 1886 wurde in den USA zu einem Generalstreik aufgerufen, um verschiedene Anliegen der Arbeiterbewegung durchzusetzen. 30 Jahre zuvor hatte es bereits Streiks der Arbeiter in Australien gegeben. 1886 wurde der Streik ausgeweitet. Es kam zu Gewalttätigkeiten mit vielen Toten und Verletzten. 3 Jahre später wurde der 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterbewegung erklärt. Im Jahr darauf gab es Massenstreiks und Massendemonstrationen weltweit. In Deutschland wurde der 1 Mai 1933 zum Feiertag. Bis heute wird er genutzt, um für Rechte und Forderungen der Arbeiter zu demonstrieren.

Christ und Arbeit – ein wichtiges, brisantes und mitunter heikles Thema. Denn Christen sind immer für Gerechtigkeit, haben gleichzeitig aber auch einen anderen Blickwinkel, aus dem sie Arbeit betrachten. Natürlich arbeiten wir Christen für unser täglich Brot. Natürlich arbeiten die meisten Christen als Arbeiter oder Angestellte für ihren Arbeitgeber. Aber bei Jesusjüngern kommt eine weitere Komponente hinzu, die in allen Fragen unsere Einstellung prägt. Eine Komponente, die uns unterscheidet von solchen, die sich nicht als Jünger Jesu verstehen.

So weist Paulus in 1 Korinther 10:31 darauf hin, dass alles, was wir tun, wir zur Ehre Gottes tun sollen. Das ist ein starkes Wort, denn auch Christen arbeiten in Systemen, in denen Ungerechtigkeit herrscht. Auch Christen finden sich in Situationen, in denen sie ungerecht behandelt, unterbezahlt oder gemobbt werden. 1 Korinther 10:31 beschränkt den Auftrag, alle unsere Arbeit zur Ehre Gottes zu tun, nicht auf solche, die in gerechten Arbeitsverhältnissen stehen. Christen schweigen nicht zu Ungerechtigkeit, aber sie begegnen Ungerechtigkeit nur mit gerechten Mitteln. Sie begegnen Lieblosigkeit mit Liebe, und sie folgen den Fußstapfen Jesu, der manches Mal zur Ehre Gottes den Mund aufmachte, aber auch oft Unrecht in Geduld ertrug und sich auf Wichtigeres besann.
Manchmal wird dieser Weg schwer. Auch für Jesus bedeutete das (Er-)Tragen von Ungerechtigkeit eine Last. Manchmal möchten wir lieber ausbrechen. Manchmal sehnen wir uns vielleicht sogar danach, einen „geistlichen“ Dienst zu tun, „vollzeitig“ für Jesus zu arbeiten, um der Ungerechtigkeit der säkularen Arbeitswelt zu entfliehen. Vielleicht ging dieser Wunsch auch dem Arbeiter durch den Kopf, der auf Martin Luther zukam. „Wie kann ich Gott wirklich dienen?“ war seine Frage an den Reformator. „Was ist Deine Arbeit?“ wurde er von Luther gefragt. „Ich bin ein Schuhmacher,“ kam die Antwort. Er war völlig überrascht, als Luther ihm eine unerwartete Antwort gab:  "Wenn Du Gott wirklich dienen willst, dann mach gute Schuhe und verkaufe sie zu einem gerechten Preis!“
 
Luther forderte den Mann nicht auf, „christliche Schuhe oder Schuhe mit Fisch-Symbol“ zu machen. Er forderte ihn nicht auf, seine Arbeit zu kündigen und Mönch zu werden. „Tue, was du tust vor Gott und für Ihn und lebe in Gerechtigkeit!“

1. Mai – Tag der Arbeiterbewegung. Wenn dieser Tag uns bewegt, als Jesusjünger in unserem Beruf für Jesus zu arbeiten und Ihm durch Wort und Tat Ehre zu bereiten, dann haben wir mehr erreicht als viele derer, die der Ungerechtigkeit durch Ungerechtigkeit oder Gewalt begegnen. (w)

Sonntag, 30. April 2017

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Schluss 

Predigttext heute
Esra 9:1-10:44

1 Einige Zeit später kamen Obere des Volkes zu mir und sagten: "Das Volk Israel, auch die Priester und Leviten haben sich mit der Bevölkerung der Länder eingelassen und sich nicht von den Gräueln der Kanaaniter, Hetiter, Perisiter, Jebusiter, Ammoniter, Moabiter, Ägypter und Amoriter abgesondert.  
2 Sie haben Frauen aus diesen Völkern geheiratet, so dass das heilige Volk sich mit den fremden Völkern vermischt hat. Und bei diesem Treuebruch waren die Oberen und Vornehmen auch noch die Ersten." 
3 Als ich das hörte, zerriss ich vor Entsetzen mein Unter- und Obergewand, raufte mir die Haare und den Bart und setzte mich wie betäubt auf den Boden.  
4 Da versammelten sich alle um mich, die wegen des Treuebruchs der Heimgekehrten Angst vor den Worten Gottes hatten. Und ich blieb bis zur Zeit des Abendopfers auf dem Boden sitzen.  
5 Dann erhob ich mich aus meiner Erstarrung, kniete in meiner zerrissenen Kleidung hin und breitete meine Hände aus zu Jahwe, meinem Gott.  
6 "Mein Gott", sagte ich, "ich schäme mich und wage nicht, zu dir aufzublicken. Unsere Sünden sind uns über den Kopf gewachsen, und der Berg unserer Schuld reicht bis an den Himmel!  
7 Seit der Zeit unserer Väter stehen wir bis heute in großer Schuld. Wegen unserer Vergehen wurden wir, unsere Könige und unsere Priester in die Gewalt fremder Könige ausgeliefert. Wir waren dem 8chwert und der Gefangenschaft, der Plünderung und der Schande preisgegeben. Bis heute ist es so geblieben.  
8 Jetzt hat uns Jahwe, unser Gott, zwar für einen kurzen Augenblick Gnade geschenkt. Er hat uns einen Rest Geretteter übriggelassen und an seiner heiligen Stätte in Sicherheit gebracht. Gott hat unsere Augen wieder aufleuchten und uns aus der Sklaverei ein wenig aufleben lassen.
9 Denn Fremde herrschen über uns. Aber auch da hat unser Gott uns nicht verlassen, sondern uns die Gunst der Könige von Persien finden lassen. Er hat uns neu belebt, sodass wir das Haus unseres Gottes aufrichten und diese Trümmerstätte wiederherstellen konnten. Er hat uns in Judäa und Jerusalem Sicherheit geschenkt.  
10 Aber was sollen wir jetzt, nach solchen Vorkommnissen sagen, o Gott? Wir haben ja deine Gebote nicht beachtet,  
11 obwohl du sie uns durch deine Diener, die Propheten, eingeschärft hast.
Du sagtest: 'Das Land, das ihr in Besitz nehmen werdet, ist durch die Unreinheit seiner Bewohner besudelt worden. Durch ihre Götzengräuel haben diese Völker es von einem Ende bis zum anderen mit Unreinheit angefüllt.  
12 Deshalb sollt ihr eure Töchter und Söhne nicht mit ihnen verheiraten. Ihr sollt ihre Freundschaft und ihr Wohlergehen auch in Zukunft niemals suchen. Denn ihr selbst sollt stark werden, den Ertrag des Landes genießen und es euren Nachkommen für alle Zeiten weitervererben.' 
13 Und jetzt, nach allem, was wegen unserer bösen Taten und unserer großen Schuld über uns gekommen ist – obwohl du, unser Gott, uns mehr geschont hast, als unsere Sünden es verdienten, und uns hier übrig gelassen hast –  
14 sollten wir da wieder deine Gebote übertreten und uns mit diesen Götzendienern verschwägern? Müsste uns da nicht dein Zorn treffen, bis es ganz mit uns aus ist und es keinen Rest und keine Rettung mehr gibt? 
15 Jahwe, du Gott Israels, du bist gerecht! Wir sind als ein geretteter Rest übrig geblieben und stehen heute vor dir mit unserer Schuld. Nein, so kann niemand vor dir bestehen!" 

10:1 Während Esra weinend vor dem Haus Gottes auf den Knien lag und die Schuld des Volkes bekannte, sammelte sich eine große Menge von israelitischen Männern, Frauen und Kindern um ihn. Auch sie weinten sehr.  
2 Dann sagte Schechanja Ben-Jehiël zu Esra: "Ja, wir sind unserem Gott untreu geworden und haben Frauen aus der heidnischen Bevölkerung des Landes geheiratet. Doch es gibt trotzdem noch eine Hoffnung für Israel.  
3 Lasst uns jetzt einen Bund mit unserem Gott schließen, der uns verpflichtet, alle fremden Frauen mit ihren Kindern wegzuschicken. So hast du, Herr, uns geraten. Und so wird es von allen, die noch Ehrfurcht vor dem Gebot unseres Gottes haben, befürwortet. Das Gesetz muss befolgt werden!  
4 Steh auf, denn du musst das erledigen! Doch wir stehen hinter dir! Hab Mut und pack die Sache an!"
5 Da stand Esra auf. Er verlangte von den Oberhäuptern der Priester, der Leviten und ganz Israels einen Eid, nach diesem Vorschlag zu handeln. Und sie schworen es.  
6 Dann verließ Esra den Platz vor dem Haus Gottes und ging in die Tempelkammer von Johanan Ben-Eljaschib. Dort übernachtete er, ohne zu essen oder zu trinken, denn er trauerte über den Treuebruch der Heimgekehrten.
7 Darauf ließ man in ganz Juda und Jerusalem ausrufen, dass alle Heimgekehrten sich in Jerusalem versammeln sollten.  
8 Jeder, der nicht innerhalb von drei Tagen erscheinen würde, sollte aus der Gemeinschaft der Heimgekehrten ausgeschlossen werden und sein ganzer Besitz würde dem Bann verfallen. So hatten es die Oberen und Ältesten beschlossen.  
9 Innerhalb von drei Tagen versammelten sich alle Männer aus Juda und Benjamin in Jerusalem. Es war am 20. Dezember. Sie setzten sich auf den freien Platz vor dem Haus Gottes und zitterten wegen der anstehenden Sache und der Regengüsse.  
10 Der Priester Esra stand auf und sagte zu ihnen: "Ihr habt Jahwe die Treue gebrochen! Ihr habt heidnische Frauen geheiratet und so noch größere Schuld auf Israel geladen!  
11 So gebt jetzt Jahwe, dem Gott eurer Väter, die Ehre, indem ihr eure Schuld bekennt und tut, was er von euch erwartet. Trennt euch von der Bevölkerung des Landes und besonders von den heidnischen Frauen!  
12 Die ganze Versammlung rief laut: "Ja, das müssen wir tun!  
13 Aber wir sind zu viele hier, und es ist mitten in der Regenzeit. Da kann man sich unmöglich im Freien aufhalten. Und außerdem ist diese Angelegenheit nicht in ein oder zwei Tagen zu erledigen. Es sind ja viele von uns darin verwickelt.  
14 Lass doch unsere Vorsteher die Versammlung vertreten. Dann sollen alle aus unseren Ortschaften, die fremde Frauen geheiratet haben, zur festgesetzten Zeit zusammen mit den Ältesten und Richtern des Ortes vor ihnen hier erscheinen. Alles soll in Ordnung gebracht werden, damit wir den glühenden Zorn unseres Gottes von uns abwenden."
15 Nur Jonatan Ben-Asaël und Jachseja Ben-Tikwa sprachen dagegen. Dabei wurden sie von Meschullam und dem Leviten Schabbetai unterstützt.  
16 Doch die Heimgekehrten blieben bei ihrem Beschluss. Der Priester Esra rief dann für jede Sippe ein Oberhaupt namentlich auf und betraute die Männer mit dieser Aufgabe. Am 1. Januar traten sie zusammen, um mit der Untersuchung zu beginnen  
17 und am 1. April waren sie damit fertig. Alle Männer, die fremde Frauen geheiratet hatten, mussten vor ihnen erscheinen.

18 Von den Priestern waren es Maaseja, Eliëser, Jarib und Gedalja aus der Sippe von Jeschua Ben-Jozadak und seinen Brüdern, die heidnische Frauen geheiratet hatten.  19 Sie verpflichteten sich mit Handschlag, ihre fremden Frauen fortzuschicken. Einen Schafbock brachten sie als Opfer für ihre Schuld.  20 Aus der Priestersippe Immer waren es Hanani und Sebadja.  21 Aus der Sippe Harim: Maaseja, Elija, Schemaja, Jehiël und Usija.  22 Aus der Sippe Paschur: Eljoënai, Maaseja, Jischmaël, Netanel, Josabad und Elasa.23 Von den Leviten waren es Josabad, Schimi, Kelaja, der auch Kelita genannt wurde, Petachja, Juda und Eliëser. 24 Von den Tempelsängern war es Eljaschib, von den Torwächtern: Schallum, Telem und Uri.25 Von den restlichen Israeliten waren es aus der Sippe Parosch: Ramja, Jisija, Malkija, Mijamin, Eleasar, Malkija und Benaja.  26 Aus der Sippe Elam: Mattanja, Secharja, Jehiël, Abdi, Jeremot und Elija. 27 Aus der Sippe Sattu: Eljoënai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, Sabad und Asia. 28 Aus der Sippe Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai und Atlai. 29 Aus der Sippe Bani: Meschullam, Malluch, Adaja, Jaschub, Scheal und Jeremot. 30 Aus der Sippe Pahat-Moab: Adna, Kelal, Benaja, Maaseja, Mattanja, Bezalel, Binnui und Manasse. 31 Aus der Sippe Harim: Eliëser, Jischija, Malkija, Schemaja, Simeon, 32 Benjamin, Malluch und Schemarja. 33 Aus der Sippe Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet, Jeremai, Manasse und Schimi. 34 Aus der Sippe Bani: Maadai, Amram, Uël, 35 Benaja, Bedja, Keluhi, 36 Wanja, Meremot, Eljaschib, 37 Mattanja, Mattenai, Jaasai, 38 Bani, Binnui, Schimi, 39 Schelemja, Natan, Adaja, 40 Machnadbai, Schaschai, Scharai, 41 Asarel, Schelemja, Schemarja, 42 Schallum, Amarja und Josef. 43 Aus der Sippe Nebo: Jëiël, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joël und Benaja. 44 Alle diese Männer hatten fremde, heidnische Frauen geheiratet. Und einige von ihnen hatten Kinder mit diesen Frauen.

Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung.
Aus Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen.
(Quelle: HIER)
  
HERZLICHE EINLADUNG ZUM GOTTESDIENST
 Anbetung & Predigt 
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst
Auf Wunsch Gebet 
Mittagessen 

Beginn: 10:30 Uhr 
Wir freuen uns auf Dich! 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum 

Sonntagszitat:
"Satan schleudert seine feurigen Pfeile auf das Kind Gottes, 
das sich dem Willen Gottes hingegeben hat, 
und ebenso auf die Gemeinde, 
der es um die Rettung von Menschen geht." 
(Alan Redpath)

"Es ist meine tiefste Überzeugung, 
dass jeder Christ, der nicht Glied einer örtlichen Gemeinde ist, 
nicht nach dem Willen Gottes handelt." 
(Alan Redpath)

"Die größte Bedrohung für die Erweckung ist der Christ, 
der sich weigert, mit anderen Christen zusammenzuarbeiten, 
nur weil er in gewissen biblischen Aussagen, 
die für die Evangelisation von geringer Bedeutung sind, 
eine andere Meinung hat."
(Alan Redpath)

Samstag, 29. April 2017

Hygiene

Vor etwa 50 Jahren erreichte die Hippiebewegung in den USA ihren Höhepunkt. Zu dieser Zeit kam in Haight Ashbury, einem Stadtteil von San Francisco und dem Herzstück der Hippiebewegung eine Gruppe Hippies zu dem Schluss, dass Hygiene ein unnötiges Gesetz des Mittelstandes sein. Man entschied sich, freiwillig auf Hygiene zu verzichten. Bad und Dusche wurden nicht verboten, aber verachtet. Der Autor Tom Wolfe war von dieser Philosophie fasziniert, die alle Regeln verlassen hatte und neu bei Null anfangen wollte.

Wolfe schreibt, dass die Ablehnung jeglicher Hygieneregeln schon bald unangenehme und unvorhersehbare Konsequenzen hatte. Gesundheitsämter, die von den Hippies aufgesucht werden mussten, entdeckten Krankheiten, die kein lebender Arzt zuvor je kennengelernt hatte und Krankheiten, die man für ausgestorben hielt. Ganz neu mussten Hippies die Grundlagen moderner Hygiene akzeptieren und annehmen.

Heute schüttelt man den Kopf über solche Dummheit und Leichtfertigkeit. Und doch spielt sich im Leben der meisten Menschen ganz Ähnliches ab. Man ist zu dem Schluss gekommen, dass eine geistliche Hygiene nur unnötige Gesetze der „Frommen“ sind und dass man gut auf das Meiste verzichten kann. Aber wo Gottes Wort – unsere „geistlichen Hygieneregeln“ –  abgelehnt wird, da stellen sich schnell unvorhergesehene und unangenehme Konsequenzen mit verheerenden Folgen ein. Manches, was nie dagewesen ist, erhält plötzlich einen Namen in unserem Leben. Manches, was wir nur vom Hörensagen kennen und in unserem Leben nie für möglich gehalten hätten, wird plötzlich zu einer erschreckenden persönlichen Erfahrung. Sünde taucht überall auf und lähmt uns, frisst unsere Kraft, stiehlt unsere Freude und zerstört unser Miteinander. All das muss behandelt werden.

Gott sei Dank! Es gibt einen Arzt, der sich mit geistlichen Krankheiten auskennt: Jesus!

Sein Blut wäscht uns rein! Die Bibel sagt:

„Wenn wir aber im Licht wandeln, wie Er im Licht ist,
so haben wir Gemeinschaft miteinander,
und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes,
reinigt uns von aller Sünde.“
(1 Johannes 1,7)

Seine Wunden machen heil, was durch die Nichtbeachtung „geistlicher Hygiene“ krank geworden ist. Die Bibel sagt:

„Er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt,
wegen unserer Missetaten zerschlagen;
die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten,
und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“
(Jesaja 53,5)

Außerdem beschenkt Er uns mit seinen Gedanken, die unsere geistliche Gesundheit garantieren.

Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen?
Wenn er sich hält an deine Worte.
(Psalm 119:9)

Bist Du geistlich krank? Wende Dich an Jesus, den Arzt. Er reinigt und heilt unsere Herzen!

Herzliche Einladung zu unserem Gottesdienst!
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Medizinischen Zentrum)
57290 Neunkirchen
Sonntag, 10:30 Uhr (parallel: Kindergottesdienst)

Freitag, 28. April 2017

Nicht einmal Brotkrumen

Die internationale Organisation Open Doors berichtet:

„Karima“ (Name geändert) lebt in einem streng islamischen Land. Wie es in ihrem Land Brauch ist, heiratete sie jung. Ihr Platz war zuhause bei den fünf Kindern. Eine Berufsausbildung hatte sie nie erhalten. Als eines Tages ihr Mann entschied, eine jüngere Frau zu heiraten und seine Familie im Stich zu lassen, brach für Karima eine Welt zusammen. Verwandtschaft hatte sie im Dorf keine und ihre Vorräte reichten nur kurze Zeit. Wie sollten ihre Kinder essen? Zum gebrochenen Herzen kam die wirtschaftliche Not. Darüber wurde sie so verzweifelt und hoffnungslos, dass sie ihr Leben beenden wollte.

Dann kommt Hilfe von unerwarteter Seite:

Zu der Zeit besuchte ein Team von Open Doors Familien in der Region, um ihnen Lebensmittel und christliche Bücher zu bringen. Sie klopften auch an Karimas Tür.  

Zwei Tage zuvor hatte sie gebetet, wie sie es gelernt hatte: „Allah (Gott), wenn es dich wirklich gibt, dann hilf mir, meine Kinder zu ernähren. Ich habe nicht einmal Brotkrumen.“ Karima berichtet, was dann geschah: „An diesem Tag wollte ich mir das Leben nehmen. Und plötzlich wart ihr da und brachtet mir Essen und Literatur und ein Video über Jesus. Ich sah mir den Film an, las die Bücher und erkannte, dass auf mein Gebet hin Christen an meine Tür gekommen waren. In den Büchern steht die Wahrheit über Gott. Ich danke Gott für euch und eure Hilfe.“ 

Vielfach vermuten wir, dass Christen nur in islamischen, atheistischen oder hinduistischen Ländern verfolgt werden. Das dies nicht der Fall ist, zeigt das Beispiel von „Lauro“ (Name geändert).  Lauro kommt aus dem christlichen Land Mexiko. Von den über 130 Millionen Mexikanern, bekennen sich fast 125 Millionen zum Christentum. Trotzdem kommt es immer wieder zu Verfolgungen und massiven bedrohungen. Hier die Geschichte von Lauro

Lauro Pérez Núñez lebte in der Großstadt Nezahualcoyotl, als er von Jesus Christus erfuhr und sich entschied, Christ zu werden. Von nun an führte er ein anderes Leben – bis dahin hatten seine Frau und seine Kinder unter seinen Abhängigkeiten und seinem Mangel an Verantwortungsbewusstsein gelitten. Als er wieder in seine stark von der indigenen Kultur geprägte Heimat im Süden Mexikos zurückkehrte, war sein neuer Glaube jedoch nicht willkommen.

Von den anderen Dorfbewohnern wurde er zunehmend unter Druck gesetzt. Man warf seiner Familie vor, die Gemeinschaft des Dorfes zu schädigen. Doch Lauro blieb seinem Glauben an Jesus treu. Mehrfach wurde er von den örtlichen Behörden verhaftet.

Seinen Kindern verwehrte man, die Dorfschule zu besuchen. Schließlich verließ Lauro das Dorf für drei Monate. Bei seiner Rückkehr erhielt er Morddrohungen. Ein Mob von etwa 30 Menschen versammelte sich vor dem Haus seiner Mutter, wo er sich aufhielt, kappte die Strom- und Wasserleitung und schlug Fensterscheiben ein. Doch die Behörden gaben ihm selbst die Schuld und verhafteten ihn: Er verweigere sich den gemeinschaftlichen Pflichten und müsse aus dem Dorf verstoßen werden. Inzwischen lebt Lauro mit seiner Familie an einem anderen Ort nahe einer Kirche; dank eines Mitglieds der Gemeinde hat er nun ein Stück Land, wo er für seine Familie ein Haus bauen kann.

Es ermutigt immer wieder, zu sehen, wie Jesus die Seinen stärkt und für sie sorgt. Dadurch werden uns die Geschwister der Verfolgung zu einer positiven Herausforderung.

Lasst uns für unsere Verfolgten Geschwister beten, heute besonders für Karima und Lauro.

Lasst uns dem Herrn danken für die Freiheit, in der Wir leben und Ihn bitten, uns den Mut der Verfolgten zum Zeugnis für Jesus zu geben.

Herzliche Einladung zum Open Doors Tag am 27. Mai in der Dortmunder Westfalenhalle. Es lohnt sich!

Donnerstag, 27. April 2017

Geheimnisse

In Memmingen wohnte letztes Jahr noch ein Ehepaar, er 102, sie 95 Jahre alt. Sie sind seit 77 Jahren verheiratet. Manch einer stellt sich die Frage: Was ist das Geheimnis einer glücklichen Ehe? Andere haben andre Fragen. Ganz populär: Was ist das Geheimnis eines langen Lebens?

Der vermutlich älteste Mensch der Welt ist die Italienerin, Emma Morano. Kurz vor ihrem 117. Geburtstag im Dezember 2016 lüftete sie das Geheimnis eines langen Lebens: ‚Ich esse jeden Tag 2 Eier, das ist es. Und Gebäck. Aber nicht viel, weil ich keine Zähne mehr habe.’

Eines Tages kam ein Schüler zu seinem weisen Meister und fragte: "Was ist das Geheimnis für Erfolg im Leben?" Der Meister antwortete: ‚Komm morgen früh zum Fluß.’ 

Am nächsten Morgen standen beide am Ufer des Flusses. Der Meister machte den ersten Schritt in den Fluss hinein, der Schüler folgte ihm, bis beide bis zum Hals im Wasser standen. Plötzlich packte der Meister den jungen Schüler und drückte seinen Kopf unter Wasser.

Verzweifelt strampelte der arme Kerl, aber der Meister ließ ihn nicht los - lange, sehr lange nicht. Endlich lockerte sich der Griff, und der junge Schüler schnappte völlig außer sich nach Luft. Der Meister fragte: "Als Du dort unten im Wasser warst, was wolltest Du am meisten?"  "Luft natürlich!", rief der Schüler. "Siehst Du", sagte der Meister, "das ist das Geheimnis des Erfolgs. Wenn Du Erfolg so sehr willst, wie Du unter Wasser Luft wolltest, dann wirst Du auch Erfolg haben."

Mit anderen Worten: Das Geheimnis des Erfolgs ist der unbändige Wunsch danach. Und so könnte man weiter fragen: Was ist das Geheimnis von Schönheit ... von Zufriedenheit? Viele Christen stellen sich die Frage: Was ist das Geheimnis eines gesegneten Lebens. Im Buch Esra finden wir die Antwort. Da lesen wir in Esra 7:9+10:

Am ersten Tag des ersten Monats begann der Hinaufzug von Babel,
und am ersten Tag des fünften Monats kam er in Jerusalem an,
weil die gute Hand seines Gottes über ihm war.
Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet,
das Gesetz des HERRN zu erforschen und zu tun,
und in Israel Gesetz und Recht zu lehren.

Wenn Gottes gute Hand auf einem Menschen ruht, dann ist dieses Menschenleben gesegnet. Es verschlägt einem fast den Atem, wie gewaltig der Segen Gottes war, mit dem Esra gesegnet wurde, weil Gottes Hand über ihm war. 
Und wie kommen wir dahin? Wie kriegen wir Gottes Hand „über uns“?

Sicher nicht durch eigene Anstrengung. Offensichtlich ist es eine Herzensangelegenheit. Esra schrieb sich keine „To Do“ Liste, die er dann abarbeitete, um gesegnet zu werden; etwa: „Regelmäßig Bibellesen, 20 Minuten am Tag beten, mindestens 1 Traktat pro Tag verteilen.“ Das sind keine schlechten Ziele, aber wenn sie nicht mehr sind als fromme Verpflichtung, werden sie auch nicht mehr ausrichten als eine fromme Verpflichtung. Esra las Gottes Wort, betete und gab es weiter – aber nicht aus Pflicht, sondern weil sein Herz nach Gott hungerte.

Das Geheimnis eines gesegneten Lebens ist die gute Hand Gottes über einem Menschen. Die gute Hand Gottes kommt über einen Menschen, wenn sein Herzensverlangen ist, Gott besser kennenzulernen, Ihm zu folgen und andere auf diesem Weg mitzunehmen. 2 Chronik 16:9 erklärt:

Die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde,
um sich mächtig zu erweisen an denen,
deren Herz  ungeteilt auf ihn gerichtet ist

Somit ist das Geheimnis gelüftet: Das Geheimnis eines gesegneten Lebens ist ein ungeteiltes Herz für Jesus, denn auf solch einem Leben ruht die segnende Hand Gottes – wie das Beispiel Esras zeigt!

Und übrigens: Wer das Geheimnis eines gesegneten Lebens erfährt, den interessieren die meisten anderen Geheimnisse gar nicht mehr!

Mittwoch, 26. April 2017

Und wieder anders!

Anderssein! Das ist das Thema, unter dem wir mittwochs die Bergpredigt Jesu durchlesen. Bereits in Kapitel 5 hatte Jesus viele Bereiche und Einstellungen aufgeführt, in denen Jesus Nachfolger von denen unterscheiden, die Jesus nicht nachfolgen. Jünger Jesu sind anders.

Auch im 6. Kapitel kommt das klar zum Ausdruck. Zunächst geht es um Almosen, die wir nicht geben sollen, um von Menschen gesehen zu werden. Das ist anders; das ist nicht normal in einer Welt, in der jeder gelten und beachtet werden möchte.

Der englische Prediger, C.H. Spurgeon hatte das Anderssein begriffen. Er und seine Frau wurden – gemäß einer Zeitschrift – von einigen Zeitgenossen lange Zeit als geizig verrufen.
Es heißt, dass sie die Eier, die sie durch ihre Hühner erhielten, nur verkauften und nicht weggaben. Sogar zu engen Verwandten sagten sie: „Du kannst sie haben, vorausgesetzt Du bezahlst sie.“ Das war der Grund, warum einige die Spurgeons als profitsüchtig und geizig ansahen.

Charles Spurgeon und seine Frau nahmen die Anschuldigungen ohne Gegenwehr auf sich. Erst nachdem Frau Spurgeon gestorben war, kam die ganze Geschichte ans Licht. Der ganze Gewinn durch den Verkauf der Eier wurde weitergeleitet, um 2 alte Witwen zu unterstützen. Weil aber die Spurgeons nicht bereit waren, ihre rechte Hand darüber zu informieren, was ihre linke tat, haben sie die Angriffe schweigend ertragen. Sie waren anders!

Dann geht’s ums Beten und Vergeben. Während ein jüdischer Rabbi lehrte: 'Wann immer der Gerechte sein Gebet in die Länge zieht, wird es erhört’, lehrt Jesus, dass Seine Nachfolger nicht Plappern und viele Worte machen sollen. Bei Jesusjüngern kommt es nicht auf Formulierungen und Quantität an, sondern auf das Herz. Jesusjünger beten anders als Menschen, die Jesus nicht kennen.

Und dann die völlig unnatürlichen Worte Jesu, der von Seinen Jüngern verlangt, dass sie vollkommen vergeben, wenn sie erwarten wollen, dass auch ihnen vergeben wird. Vergebung, bedingungslose Vergebung, ist aber so anders von allem, was heute gängig ist, dass selbst Christen damit kämpfen, diesen anderen Weg zu gehen.

Allerdings hat Jesus ein Versprechen an alle, die bereit sind, Glauben und Nachfolge nach Gottes Regeln zu leben: Jesus verspricht, z.B. in Vers 4 und 14:

„Dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir öffentlich vergelten.“ Und weiter:
„Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.“

Anders sein für himmlischen Gewinn!“ so hätte Jesus Seine Predigt überschreiben können. Und mit den gleichen Versprechungen geht es heute in der Bibelstunde weiter. Heute Abend gibt’s die ganz besonderen Verse über das Sorgen und Vertrauen. Auch da dürfen wir anders sein in einer Welt voller Angst und Sorgen. Und wir haben jeden Grund dafür. Mehr darüber heute Abend in unserer Bibelstunde. Komm doch einfach dazu!

Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (gegenüber dem Ärztezentrum)
57290 Neunkirchen
Beginn: 19:30 Uhr
Herzlich willkommen!

Dienstag, 25. April 2017

Gebet im Buch Richter

Wenn es um Anbetung geht, lesen wir im Buch Richter nur Schlimmes! Anbetung wird im Buch Richter nur im Zusammenhang mit Götzendienst erwähnt. Dabei wird aber nicht die Anbetung der Heiden beschrieben, sondern diese Götzen-Anbetung geschieht durch das Volk Gottes. Gottes Volk betet an – herrlich! Aber den Falschen – schrecklich! Und sie sind sich dessen nicht mal bewusst. Sie denken, sie tun das Richtige – und handeln völlig verkehrt.

Dennoch gibt es im Buch Richter immer wieder beeindruckende Hinweise auf das Gebet. Das ganze Buch ist davon voll. Immer und immer wieder fiel Israel vom Glauben ab. Immer und immer wieder in den tiefsten, grausamsten Götzendienst. Immer und immer wieder verließen und verspotteten sie ihren Gott und Retter. Und immer und immer wieder lesen wir Verse wie den in Richter 3:9:

Da schrien die Israeliten zu dem HERRN, 
und der HERR erweckte ihnen einen Retter,
der sie errettete, Otniël, den Sohn des Kenas, 
des jüngsten Bruders von Kaleb.

Das lehrt uns eine mächtige Wahrheit über das Gebet.

Du kannst noch so tief gefallen sein …
Du kannst noch so schlimm gesündigt haben …
Du kannst Dich noch so weit vom Herrn entfernt haben …
Du magst Ihn verspottet und verleugnet haben …
Du magst Dich noch so unwürdig fühlen …
Du magst noch so schwach im Glauben sein …

Das ‚Schreien’ zum Herrn spricht davon, dass Gottes Volk ihr Spielen mit Gott aufgegeben hatte. Sie wussten: Alleine kommen wir nicht mehr zurecht. Wir brauchen das Eingreifen des Allmächtigen. Um das zu erfahren, kehren wir um, lassen unsere Sünde los und binden uns ganz neu an Ihn. Entscheidungen wir die in Richter 3:9 finden wir im ganzen Buch Richter verstreut. Immer wieder hörte Gott auf das Schreien. Auf ihr Schreien hin erweckte Gott Menschen wie Deborah, verschiedene Propheten, Jefta, Gideon und andere. Immer wieder war es die Barmherzigkeit Gottes, die auf das Schreien Seines Volkes hörte und reagierte.

Nicht nur Gottes Volk zur Zeit der Richter schrie zum Herrn und der Herr erhörte.
In Psalm 18 macht der Psalmist die gleiche Erfahrung. Er bezeugt (Vs 7):

In meiner Bedrängnis, rief ich den HERRN an 
und schrie zu meinem Gott.
Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel,
und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.“

Und im NT ermutigt Gott uns, die gleiche Erfahrung zu machen, wie sein Volk im Buch Richter: In Lukas 18:7 erzählt Jesus die Geschichte einer Frau, die nicht aufgab und darum Erhörung fand. Und Jesus lehrt:

Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen,
die Tag und Nacht zu ihm schreien,
und sollte er es bei ihnen lange hinziehen?

Gib nicht auf! Weder wegen persönlicher Schuld, noch wegen „Warten Müssens“, noch wegen „Nicht Verstehen“, noch weil Du Dich unwürdig fühlst, noch weil … GIB NICHT AUF!

Das Buch der Richter, das Alte Testament und das Neue Testament zeigen uns, dass Gott das Schreien derer hört, die sich von Herzen Ihm zuwenden und Seine Hilfe suchen!

Montag, 24. April 2017

Und wie gehen wir mit Spenden um? (Die etwas andere Andacht)

Gestern im Gottesdienst waren wir in Esra 8 unterwegs. Ein herrliches Kapitel über die zweite  Rückreisewelle der Juden aus Babylon nach Jerusalem. Wer sich die Predigt anhören möchte, findet in Kürze den Link dazu auf dieser Seite im Seitenfenster.

Das Kapitel ist so reich an Inhalt, dass wir im Gottesdienst gar nicht alles besprechen konnten. In der Predigt wurde darauf hingewiesen, dass es in Esra 8 mindestens 7 Hinweise gibt, wie Gotteskinder verantwortlich mit dem umgehen, was Gott gehört (Spenden). In der Predigt wurde auf den heutigen Andachtsblog verwiesen. Hier also die 7 Hinweise zu biblisch-verantwortlichem Umgang mit Finanzen und Spenden.

  1. Esra 8:24:
Und ich sonderte von den obersten Priestern zwölf aus, nämlich Serebja und Hasabja und mit ihnen zehn von ihren Brüdern, und ich übergab ihnen das abgewogene Silber, das Gold und die Geräte
Die Verantwortung der Finanzverwaltung soll auf mehreren Schultern ruhen. Das verlangt in Deutschland bereits das Vereinsgesetz (Kassierer, Kassenprüfer etc.). Aber selbst ohne gesetzliche Pflicht sollten Spenden transparent verwaltet werden. (In unserer Gemeinde zählen immer mindestens 2 Personen die Sonntagskollekte).

  1. Esra 8:25:
und ich übergab ihnen das abgewogene Silber, das Gold und die Geräte, das Hebopfer für das Haus unseres Gottes, das der König und seine Räte und Fürsten und ganz Israel, das sich dort befand, als Hebopfer gegeben hatten.
Als Esra die Spenden den ausgewählten Priestern anvertraute, befand sich sich ein ganzer Teil des Volkes vor Ort. Die Spenden verschwanden nicht irgendwo, sondern es herrschte Transparenz vor den Augen der Spender.

  1. Esra 8:28:
Und ich sprach zu ihnen: Ihr seid dem HERRN heilig; und die Geräte sind auch heilig, und das Silber und Gold ist dem HERRN, dem Gott eurer Väter, freiwillig gegeben.
Die Verwalter der Spenden sollen „würdige“ Leute sein. Es kommt nicht auf Bildung, Abschluss oder Titel an, sondern auf eine Finanzverwaltung, die von würdigen Leuten in würdiger Weise getan wird.

  1. Esra 8:29:
So seid wachsam und bewahrt es, bis ihr es abwägen werdet vor den Obersten der Priester und Leviten und den Obersten der Väter von Israel in Jerusalem, in den Kammern des Hauses des HERRN!
Die Spenden werden bei der Abgabe überprüft. Das erinnert an verantwortliche Buchführung. Auch das ist in Deutschland Gesetz. Aber Christen halten sich daran, ob es gesetzlich verpflichtend ist oder nicht. Immerhin sind es Spenden, die zwar Menschen „anvertraut“ – die aber heilig sind und dem Herrn selbst gehören.

  1. Esra 8:33:
Aber am vierten Tag wurden das Silber und das Gold und die Geräte im Haus unseres Gottes abgewogen in die Hand Meremots, des Sohnes Urijas, des Priesters, übergeben — mit ihm war auch Eleasar, der Sohn des Pinehas, und mit ihnen Josabad, der Sohn Jeschuas, und Noadja, der Sohn Binnuis, die Leviten —,
Für Spenden gibt es nicht nur theoretische Pläne, Richtlinien und Regeln. Die sollen auch umgesetzt werden. Kein Regelwerk ist ausreichend, wenn es nicht eingehalten wird.

  1. Esra 8:34:
alles nach Anzahl und Gewicht; und das ganze Gewicht wurde damals aufgeschrieben.
Spendeneinnahmen und Ausgaben sollten weder „ungefähr“ noch „nur gedanklich“ festgehalten werden. Verantwortung mit dem, was Gott gehört, soll genau und nachprüfbar festgehalten werden.

  1. Esra 8:35:
Und die Kinder der Wegführung, die aus der Gefangenschaft gekommen waren, brachten dem Gott Israels Brandopfer dar, 12 Jungstiere für ganz Israel, 96 Widder, 77 Lämmer, sowie 12 Böcke zum Sündopfer; alles als Brandopfer für den HERRN.
Bei aller Verantwortung und Rechenschaft für Spenden für Gottes Reich geht es nicht lediglich um einen Buchhalterjob. In alle Finanzen und Sachspenden (viele der Opfertiere waren gespendet) will und muss Gott mit einbezogen werden. Die höchste Motivation für finanzielle Transparenz und Aufrichtigkeit ist bei Christen die Gegenwart und Supervision Gottes.

Möge der Herr uns allen helfen, mit dem verantwortlich vor Ihm zu leben, was Er uns als Gemeinden – aber auch privat – anvertraut hat.