„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Montag, 14. November 2016

300:1

„Du starker Held“ so bezeichnet Gott Gideon, der sich eigentlich selbst eher als Gegenteil bezeichnet hatte. Dann wollte Gott etwas Großes tun. Und Er wollte es durch Gideon tun.

Gott ist ein großer Gott mit großen Plänen, die Er durch kleine, hingegebene Menschen verwirklicht. Gottes Plan zur Zeit Gideons war, die riesengroße Armee der Feinde Israels zu besiegen. Das waren die Armeen der Midianiter der Amalekiter und all der Könige des Ostens. Und Israel war eh schon besiegt und ohne Waffen. Ja, der große Gott wollte etwas Großes tun. Zu Gideon sagte Er (Richter 6:16):

„Der Herr aber sprach zu ihm: Weil ich mit dir sein will,
wirst du die Midianiter schlagen wie einen einzigen Mann!“

Gideon stellte also eine unbewaffnete Armee zusammen. 32.000 Männer kamen. Sie waren zwar ohne Chance, aber bereit. Wie leicht hätte sich diese unbewaffnete Schar (trotzdem) noch irgendwie rühmen können. Also begann Gottes Auswahl. Schließlich stand Gideon mit nur 300 Mann einer Armee gegenüber, die wie Heuschrecken das Land bedeckte. Die ursprüngliche Armeestärke wurde durch Gott auf weniger als 1% der Ursprungsstärke reduziert. Tja, es war eben Gott, der Herr, der etwas Großes tun wollte. Gott braucht immer weniger, als wir meinen.

  • Mit 7 Broten und wenigen Fischen sättigte Jesus mehr als 4000 Menschen.
  • Mit 5 Broten und 2 Fischen sättigte Er über 5000 Menschen.
  • Das Scherflein der Witwe war für Jesus wertvoller als die Welt der Reichen.
  • Und mit 300 unbewaffneten Soldaten wollte Er jetzt eine Koalition von feindlichen Armeen zerschlagen „wie einen Mann“.
In Gottes Augen war es nicht ein Kampf von 300 gegen ein Massenheer, sondern in Seinen Augen war das Verhältnis 300:1. Der große Gott wollte Großes tun. Und genauso geschah es. Nur durch Lärm und Geschrei verwirrte der Herr das gesamte feindliche Heer. Niemand kämpfte, sondern einheitlich – wie ein Mann – wurden sie besiegt. Israel musste hinterher nur noch die Nachlese halten. Ihr Sieg war so gründlich, dass die Midianiter nie wieder nach Israel kamen.

Gott ist ein großer Gott mit großen Plänen, die Er durch kleine, hingegebene Menschen verwirklicht. Manchmal lässt Gott uns an den Punkt kommen, an dem Gideon sich zu Beginn von Richter 6 fand: klein, unscheinbar, schwach und mittellos. So beurteilte er sich auch selbst. Gott sah ihn anders, nämlich als „starken Helden“. Gideon ging darauf ein, vertraute dem großen und mächtigen Gott und erfuhr die Erfüllung Seiner großen Pläne.

Gott hat sich nicht geändert. Noch immer ist Er der große, allmächtige Gott. Noch immer hat Er große Pläne, die Er auch auf jeden Fall erfüllen wird. Seine großen Pläne wird der große Gott durch unscheinbare Menschen erfüllen. Dazu muss Er sie manchmal erst an ihre Grenzen bringen. An ihre Energiegrenzen, an ihre gesundheitlichen Grenzen, an ihre finanziellen Grenzen, an ihre intellektuellen Grenzen, an ihre Glaubensgrenzen, an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und an viele andere Grenzen. Das ist wichtig, damit Gott die Ehre bekommt!

Lass Dich nicht entmutigen, lass Deine Liebe zu Jesus nicht erkalten. Lass Deine Hände nicht sinken und Dein Leben für Ihn nicht auf Sparflamme brennen. Wenn Du in der Nachfolge an Deine Grenzen kommst oder gekommen bist, dann folge Ihm weiter. Bete weiter, gib weiter, bezeuge weiter, diene weiter, liebe weiter. Wenn Jesus uns voran geht, werden Seine Pläne erfüllt. In unserer kleinen Kraft wird es einen Sieg geben als sei unser Feind nur ein einzelner kleiner Kämpfer.

Die gesamte Predigt von Andreas Uhr über Gideon (Richter 6+7) findest Du HIER!

Sonntag, 13. November 2016

Einladung zu einem besonderen Gottesdienst!

Heute mit besonderen Zahlen am Schluss

Predigttext heute:
Römer 13:1-14  

1 Jeder soll sich den Trägern der staatlichen Gewalt unterordnen. Denn alle staatliche Gewalt kommt von Gott, und jede Regierung ist von Gott eingesetzt.  
2 Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die von Gott eingesetzte Ordnung und wird zu Recht bestraft werden.  
3 Denn wer Gutes tut, hat von den Regierenden nichts zu befürchten. Das hat nur der, der Böses tut. Wenn du also nicht in Furcht vor der Regierung leben willst, dann tue Gutes, und du wirst von ihr gelobt werden. 
4 Sie steht ja zu deinem Besten im Dienst Gottes. Tust du aber Böses, hast du allen Grund, sie zu fürchten, schließlich ist sie nicht umsonst die Trägerin von Polizei- und Strafgewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Sie zieht den Schuldigen zur Verantwortung und vollstreckt damit Gottes Urteil an denen, die Böses tun. 
5 Es ist also notwendig, sich dem Staat unterzuordnen, nicht nur aus Angst vor Strafe, sondern auch wegen des Gewissens.  
6 Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern, denn die Beamten sind Gottes Diener und haben sich berufsmäßig damit zu befassen.  
7 Gebt jedem das, was ihm zusteht: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Respekt, dem Respekt, und Ehre, dem Ehre gebührt!
8 Abgesehen davon, dass ihr einander lieben sollt, bleibt keinem etwas schuldig! Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.  
9 Denn das Gesetz sagt: "Du sollst die Ehe nicht brechen, du sollst niemand ermorden, du sollst nicht stehlen, du sollst der Begierde keinen Raum geben." Diese und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" 
10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses an. Darum wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.
11 Achtet also auf die Gelegenheiten, die Gott euch gibt! Es ist höchste Zeit, aus dem Schlaf aufzuwachen, denn jetzt ist unsere Rettung noch näher als damals, als wir zum Glauben kamen. 
12 Die Nacht geht zu Ende, bald ist es Tag. Darum wollen wir uns von allem trennen, was man im Dunkeln tut, und die Waffen des Lichts ergreifen!  
13 Lasst uns ein Leben führen, wie es zum hellen Tag passt, ein Leben ohne Fress- und Saufgelage, ohne Bettgeschichten und Sexorgien, ohne Streit und Rechthaberei!  
14 Zieht vielmehr den Herrn Jesus Christus an und tut nichts mehr von dem, was eure Begierden erweckt!
Im Gottesdienst benutzen wir meist die Schlachter Übersetzung. 
us Copyrightgründen ist hier der leicht verständliche Text der NeÜ zu lesen. 
(Quelle: HIER)  

Die Predigt kann Anfang der Woche HIER runtergeladen
oder online angehört werden!
 

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
(parallel Kindergottesdienst) 
Anbetungszeit
Predigt (mit Videoclips zum Thema) 
Anschließend Mittagessen @ CCFG
Gemeinschaft vor und nach dem Gottesdienst

 Beginn: 10:30 Uhr 
Wir freuen uns auf Dich! 

Calvary Chapel Freier Grund
 Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
 57290 Neunkirchen-Zentrum
 
Besondere Zahlen und Prozente:

  • 365 Tage im Jahr werden Christen weltweit verfolgt.
  • Das Ganze seit Beginn, seit der Entstehung des Christentums vor über 2000 Jahren.
  • Der Glaube an Jesus hat unmenschliche Verfolger überlebt, wie Diokletian, Nero, Mao, die nordkoreanische Kim Dynastie und viele andere.
  • Der Glaube an Jesus hat den Mord an Millionen und Abermillionen Nachfolgern Jesus über die 2 Jahrtausende überlebt. Berechnungen ergeben eine Zahl von rund 70 Millionen.
  • Und doch sind seit dem 20. Jahrhundert mit über 45 Millionen mehr Christen den Märtyrertod gestorben als in den 1900 Jahren zusammen.
  • Jährlich kommen über 100,000 christliche Märtyrer hinzu, täglich über 280, stündlich um die 12, alle 4-5 Minuten stirbt ein Christ um seines Glaubens willen.
  • Damit ist die größte Diskriminierung einer bestimmten Gruppe weltweit die Verfolgung der Christen.
2. Korinther 2:14  
Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren läßt 
und den Geruch seiner Erkenntnis offenbar macht durch uns 
an jedem Ort!

Samstag, 12. November 2016

Irrtümer betreffs Mission (5 - und Schluss)

In den vergangenen Wochen haben wir uns samstags intensiv mit Misskonzeptionen betreffs Mission beschäftigt. Natürlich gibt es weit mehr als die 5 Irrtümer, die wir angesprochen haben.

In diesem letzten Blogeintrag zum Thema soll es um einen Irrtum gehen, der viele verschiedene Gesichter hat.

Irrtum #5: Wer in diesem Leben nicht von Jesus hört, erhält eine weitere Gelegenheit!

Meinen Missionsunterricht an einer Bibelschule begann ich immer mit der Frage: „Ist Jesus der einzige Weg zum Heil?“ Die einstimmige Antwort der Bibelschüler lautete: „Ja! Es gibt keinen anderen!“ Meine nächste Frage ist: „Was geschieht mit den Menschen, die sterben und nie von Jesus gehört haben?“ Die Liste der verschiedenen Antworten ist mittlerweile so lang, dass ich begonnen habe, sie aufzuschreiben. Alle möglichen Antworten werden gegeben, um die Aussage zu vermeiden: „Wer ohne Jesus stirbt, ist ewig verloren!“ Unter anderem höre ich Antworten wie: „Sie werden nach dem Maß ihrer Erkenntnis gerichtet.“ Oder: „Solange sie an ‚Gott’ glauben, wird ihnen das reichen, auch wenn sie Jesus nicht kennen.“ Oder: „Keiner wird ewig verloren gehen, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, sich für Jesus zu entscheiden.“ „Wer ohne von Jesus zu hören stirbt, wird eine zweite Möglichkeit zur Entscheidung bekommen.“

Dieser Irrtum ist so unbiblisch wie er lähmend ist. Die Schrift sagt:
„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, 
siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“ 
(2 Korinther 6:2)
"Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben. 
Danach aber das Gericht"  
(Hebräer 9:27)

In Lukas 16 wird beschrieben, wie unmöglich es ist, den erreichten Ort NACH dem Sterben zu verlassen oder Qualen zu erleichtern. Die Bibel sagt:

  1. In diesem Leben fällt die Entscheidung über den Aufenthaltsort im nächsten Leben. (2 Korinther 6:2)
  2. Niemand wird verdammt, weil er nicht von Jesus gehört hat. Jeder Mensch ist bereits verdammt, weil er Sünder ist. (Johannes 3:18)
  3. Niemand wird gerettet, weil er es verdient hätte. Alle Geretteten sind gerettet auf der Grundlage unverdienter Gnade. (Epheser 2:8)
  4. Gott ist nicht ungerecht, wenn Er Sünder richtet, die nicht von Ihm gehört haben, denn Er ist nicht verpflichtet, irgendjemandem gnädig zu sein. (Johannes 5:30)
  5. Gnade gegen Einige verpflichtet Gott nicht zur Gnade gegenüber Allen. Das ist das Wesen der Gnade.
Die Tatsache, dass Gott immer gerecht ist, nicht lediglich „menschlich“ gerecht, sondern ultimativ-göttlich gerecht, sollte uns beruhigen. Die Tatsache, dass Gott gnädig ist – so gnädig, dass Er sogar Dich und mich gerettet hat, sollte uns bewegen, ALLES mögliche daran zu setzen, dass ALLE Menschen von diesem Gnadenangebot hören. Die Nahen, die jeden Tag mit oder ohne uns die Chance haben, Jesus kennen zu lernen. Aber besonders auch die Fernen, die darauf angewiesen sind, dass jemand sich aufmacht, zu ihnen kommt und ihnen die Botschaft von Jesus bringt, bevor sie in einer Christus-lose Ewigkeit untertauchen.

„Die Frohe Botschaft ist nur eine Frohe Botschaft,
 wenn sie rechtzeitig ankommt!“ (C.F.H. Henry)

Nachdenkenswert! (w)

Für den morgigen Sonntag laden wir ein zu einem besonderen Gottesdienst. Wir nehmen Teil am weltweiten Tag des Gebets für die verfolgten Christen. Predigt, Videoclips, Gebet, relevante Predigt. Herzlich willkommen! 

Freitag, 11. November 2016

Nur eine Generation*

Noch ein Gedanke aus der Predigt vom 23.10., in der Andreas Uhr über Gideon sprach, dessen Lebensgeschichte wir in Richter Kapitel 6-8 kennenlernen. Das Buch der Richter ist dafür bekannt, dass es das ständige Auf und Ab des Volkes Israel beschreibt. Immer wieder versündigt sich das Volk. Immer wieder ruft es zu Gott. Immer wieder rettet Gott das Volk. Ein ständiges Hin und Her, das sich nach einer kurzen Unterbrechung während der Zeit Davids in den Jahren der Könige Israels fortsetzt. Da Israel aber nichts aus Gottes gnädigem Handeln lernt, führt es schließlich zu einer jahrzehntelangen Gefangenschaft in Babylon.

Bei mir blieb u.a. der Satz hängen:

Jede Gemeinde 
ist immer nur eine Generation vom Aussterben entfernt!

Wie kam der Prediger zu der Aussage? Nun, Israel hatte Gottes gewaltige Wunder immer und immer wieder gesehen und erfahren. Während der 40jährigen Wüstenwanderung hatten sie täglich übernatürliche Wunder erlebt. Aber offensichtlich hatten sie versäumt, dieses wunderbare Handeln in gebührender Weise an ihre Kinder weiter zu geben. Vielleicht hatten sie es erwähnt – aber offensichtlich ohne viel Begeisterung. Weder die Begeisterung über einen wunderwirkenden Gott noch Ehrfurcht vor seinem mächtigen Handeln hatte bei ihren Kindern einen Eindruck hinterlassen. Und so kam es immer wieder vor, dass die nachfolgende Generation den Weg und den Gott ihrer Eltern verließ und vom lebendigen Gott abfiel. Das gleiche Phänomen, das wir im Volk Gottes zur Zeit Gideons beobachten, können wir in unseren Gemeinden heute beobachten:

Jede Gemeinde 
ist immer nur eine Generation vom Aussterben entfernt!

Menschen haben nicht die Tendenz, sich langsam auf Gott hin zu bewegen, sondern vielmehr immer mehr von Gott und Seinen Wegen wegzudriften. Es ist an uns, uns aufzuraffen und zurück zu Gott zu kommen. Es ist an uns, unseren Glauben zu nähren, das Feuer Gottes zu suchen und für Ihn zu brennen, damit unsere Kinder und Kindeskinder von unserer Begeisterung angesteckt werden. Es ist an uns, unseren Kindern und Kindeskindern von den großen Taten Gottes zu erzählen, ihnen den Wert des Wortes Gottes zu vermitteln, den Wert des Gebets, den Wert der Gemeinde Gottes, den Wert der Gegenwart des Heiligen Geistes. Es ist an uns, unseren Kindern und Kindeskindern zu vermitteln, dass es dem Menschen nichts hilft, wenn er aufsteigt im Leben und die ganze Welt gewinnt, aber Schaden nimmt an seiner Seele. Es ist an uns, zu vermitteln, dass wir für nichts anderes leben wollen und für nichts anderes leben als für Jesus und für Ihn alleine.

 Jede Gemeinde 
ist immer nur eine Generation vom Aussterben entfernt!

Aussterben wird die Generation, deren Vorfahren ihren Glauben nicht vermitteln konnten oder nicht vermittelt haben. Leben wird die Generation, deren Glauben durch das Leben ihrer Vorfahren geprägt wurde, ganz nach dem Wort Gottes in Sprüche 22:6:

„Lehre dein Kind, den richtigen Weg zu wählen,
und wenn es älter ist, wird es auf diesem Weg bleiben.“

Wie barmherzig und gnädig Gott ist, der trotz unseres Versagens Seine Rettung so oft über die nächste Generation ausgießt, wenn sie zu Ihm rufen, wissen wir alle. Trotzdem wollen wir der nächsten Generation unter Gebet durch Wort und Vorleben zurufen, dass sich ein Leben für Jesus mehr lohnt als ein Leben für irgendetwas oder irgendwen anders.

Möge der Herr die nächste Generation und Deine und meine Gemeinde (auch) durch unsere ungeteilte Nachfolge vor dem geistlichen Aussterben bewahren! Der Herr segne Dich!

* wenn man eine Generationsspanne von 20 Jahren annimmt, haben durchaus auch Jugendliche bereits solche, die "die nächste Generation" ausmachen. Es geht hier darum, dass die Älteren den Jüngeren den Weg erklären und vorleben.

Donnerstag, 10. November 2016

Trump, Merkel, Duterte, Gabriel, Ban Ki-moon und andere ... (Amerika hat gewählt)

Amerika hat gewählt, demokratisch gewählt – und hat bekommen, wen sie wollten. Für die meisten Amerikaner eine Entscheidung, die ihr Wahlverhalten bestätigt, für andre ein Schock und ein Alptraum. Erste Reaktionen aus Europa gehören eher in die zweite Kathegorie.

Wer jetzt denkt, in diesen Zeilen eine Tendenz für oder wider den Wahlausgang in den USA zu finden, wird enttäuscht sein. Unsere Stunde in Deutschland kommt in einem Jahr. Allerdings stellt sich die Frage, wie viele gute Stunden die Welt noch vor sich hat, egal, wer nationale Wahlen in den verschiedenen Ländern gewinnt. Ob es ein Kandidat besser macht als der andere, ist eine legitime Frage, besonders für Christen, deren Beziehung zu – und Leben mit Jesus über allem anderen steht. Christen sind in erster Linie nicht Bürger ihres Landes und Wähler ihrer Regierung. Das ist eine gewagte Aussage, aber Gottes Wort sagt uns in Hebräer 11:13 und 13:14:

“Diese alle sind im Glauben gestorben, 
ohne das Verheißene empfangen zu haben, 
sondern sie haben (...) bekannt, dass sie Gäste 
ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden.
Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, 
sondern die zukünftige suchen wir.“

Gottes Wort erinnert uns deutlich, dass irdische Politik nie unsere Priorität sein kann und dass unser erstes und oberstes Bürgerrecht nicht einer irdischen Nation verpflichtet ist, sondern Gott! Insofern ist es Vielen unbegreiflich, wie sehr sich manch ein Jesus-Nachfolger über irdische Politik (Pflichten, Rechte und Gesetze) ereifern kann, aber völlig gleichgültig, ja, manchmal gar gelangweilt scheint, wenn es um die Pflichte, Rechte und Gesetze seiner himmlischen Heimat geht. Dabei ist doch das eine zeitlich, das andere aber ewig.

Keineswegs verbietet Gott, uns an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen unseres Landes und der Welt zu beteiligen. Im Gegenteil! Aber wir müssen die Tatsachen und die Prioritäten im Auge behalten. Am Tag danach müssen wir uns den Gegebenheiten stellen, egal, ob sie uns gefallen oder nicht. Und das sollte uns Christen einfacher fallen als allen anderen Menschen, denn der Ausgang irgendwelcher Wahlen betrifft immer nur das zeitlich Irdische, nie das zeitlos Himmlische.

Ein lieber Freund in Amerika, dessen Wahlverhalten ich nicht kenne, schreibt: „Ich bin mir sicher, dass die Psalmen in der Zukunft für viele ein Trost sein werden!“

Recht hat er! Hätte ein anderer Kandidat gewonnen, wäre das auch wahr, denn die Welt wird – für jeden sichtbar – nicht einfacher und friedlicher, sondern komplizierter und bedrohlicher. 

Trump – und das gilt ebenso für Clinton, Merkel (mal noch), Duterte, Ban Ki-moon und andere – sie können, müssen uns aber nicht erschrecken oder erbosen. Denn in all ihrer Macht sitzen nicht sie auf dem Thron, sondern unser Gott. Zwar hat Gott uns schon lange offenbart, dass es „bergab“ gehen wird, aber mit welcher Geschwindigkeit und durch welche Regenten beeinflusst – dass entscheidet alleine Er. In Daniel 2,21 heißt es:

„Er führt andere Zeiten und Stunden herbei;
 er setzt Könige ab und setzt Könige ein;
er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand.“

Im selben Buch (Daniel 11:32) heißt es weiter:

Diejenigen aber, die ihren Gott kennen, 
werden treu am Bund festhalten.

Vieles, was in der Welt geschieht ... viele Ausgänge von Wahlen, national und international, mögen uns nicht gefallen. Aber lasst uns nicht vergessen, dass wir in erster Linie Himmelsbürger sind.
Lasst uns mit Scham Buße tun, wenn uns Pflichten, Rechte und Gesetze der Erde mehr bewegen als Pflichten, Rechte und Gesetze unseres himmlischen Regenten.

Lasst uns vorbildliche Bürger unsres Landes sein, wie Gottes Wort uns aufruft:
„Suchet der Stadt Bestes!“ (Jeremia 29,7)

Dieser Vers ist sicher ganz praktisch gemeint, steht aber zunächst nicht im Zusammenhang mit Aktionen und Methoden, sondern mit dem Gebet. Paulus bestätigt diesen Gedanken:

„So ermahne ich euch nun, dass man vor allen Dingen zuerst 
tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen,
für die Könige und alle Obrigkeit,
auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen
in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
Denn solches ist gut und angenehm vor Gott,
unserm Heiland, welcher will, daß allen Menschen geholfen werde
und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“  (1. Timotheus 2:1-4)

Mittwoch, 9. November 2016

Wo bleibt denn die Verheißung Seiner Wiederkunft?

Als Jugendlicher war ich mit einer Gruppe von Christen auf einem Konzert der Rockgruppe „Grobschnitt“. Geworben hatte die Gruppe mit dem Satz: „Der Papst dürfe sich nicht so sehr über dieses Konzert freuen!“ Während der Veranstaltung wurde gesungen und geredet vom vergeblichen Warten der Jünger Jesu auf die versprochene Rückkehr ihres Herrn. Nach dem Lied bat unsere Gruppe um ein paar Worte von der Bühne, die uns auch genehmigt wurden. Glücklicherweise musste ich selbst nichts sagen, und aus der Entfernung hat auch niemand mein wild pochendes Herz bemerkt. Heute (ca 40 Jahre später) bin ich froh, damals dabei gewesen zu sein!

Nichts Neues unter der Sonne. Worüber damals in den 80ger Jahren gespottet wurde, wurde bereits Jahrhunderte vorher gespottet – und heute immer noch. In 1 Petrus 3:4 werden Spötter zitiert, die fragen:

"Wo ist denn nun euer Christus? Hat er nicht versprochen, dass er wieder kommt? Schon unsere Vorfahren haben vergeblich gewartet. Sie sind längst gestorben, und alles ist so geblieben, wie es von Anfang an war!"

Ganz richtig sagt die Bibel, dass die, die solche Fragen stellen, blind sind. Aber selbst ein Blinder, der die Bibel kennt und die Nachrichten am Radio hört, muss ins Nachdenken kommen, es sei denn er verdrängt die Wahrheit:

Erdbeben  mit Auswirkungen, die über das „Normalmaß“ hinausgehen. Finanzielle Zusammenbrüche verschiedener Staaten. Kriege und Bürgerkriege. Die Bibel sagt, all das sind Wetterleuchten kurz bevor Jesus wiederkommt.

Vor noch kurzer Zeit war Deutschland von Missbrauchsskandalen heimgesucht. Nicht dass all die schrecklichen Taten erst vor kurzer Zeit begonnen haben. Aber jetzt kommt ans Licht, was sich lange verstecken konnte. Die Bibel sagt, dass die Zeit kurz vor dem Kommen des Herrn eine höchst unmoralische Zeit sein wird.

Momentan scheinen Ehen zu zerbrechen wie nie zuvor in der Geschichte. Das betrifft nicht nur die Ehen derer, die mit dem Glauben nichts am Hut haben. Es betrifft Ehen generell, einschließlich die der Gläubigen. Die Bibel sagt, dass kurz vor der Wiederkunft die Ehe nichts mehr gilt auf Erden.

Momentan scheint Gewalt gesellschaftsfähig zu werden. Während die Gewaltbereitschaft zunimmt, nimmt die Hemmschwelle für das Ausmaß der angewandten Gewalt immer mehr ab. Gleichzeitig nimmt die Lobby für Gewalt in Medien und Spielen zu. Viele Menschen gehen oft nur noch mit einem mulmigen Gefühl aus dem Haus. Die Bibel sagt, dass kurz vor der Wiederkunft Jesu die Menschen lieblos miteinander umgehen werden.

Momentan scheint die Bereitschaft groß zu sein, sich kontrollierbar zu machen. Ca 1/4  aller Deutschen wäre bereit, sich einen Computerchip implantieren zu lassen, wenn er dadurch Vorteile erlangen könnte. Die Bibel sagt, dass kurz vor Jesu Wiederkunft eine totale Kontrolle des Menschen eingeführt wird.

Man könnte fortfahren und die Entwicklung aufzeigen, die darauf hindeutet, dass Jesus bald wiederkommt. Nein, er hat seine Verheißung NICHT vergessen. Er gibt aber noch Zeit der Gnade. Seinen Kindern gibt er Gelegenheit, in der Heiligung zu wachsen und seinen Namen zu verkündigen. In 1 Johannes 3:3 heißt es:

Und jeder, der diese Hoffnung (seiner Wiederkehr) auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.

Und in Epheser 5:16 sagt er uns:
„…und kaufet die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.“

Das wollen wir tun – im Bewusstsein, dass unser Herr bald kommt

Dienstag, 8. November 2016

Matthäus 18:20

Kennt Ihr das? Man hört einen Vers und denkt, man weiß alles, was es darüber zu sagen gibt. Man kennt ihn auswendig, hat ihn oft zitiert, oft gebetet und kann ihn selbst mitten in der Nacht sofort abrufen.

Solch ein Vers wurde in der Morgenandacht unserer Männerfreizeit zitiert. Es ging um den Vers in Matthäus 18:20, wo es heißt:

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich in ihrer Mitte.“

Wer kennt ihn nicht, diesen Vers – und wer hat ihn nicht schon in einer Gebetsgemeinschaft erwähnt. Aber dann kam der Gedanke in der Morgenandacht:

Gott ist da, wo zwei oder drei seiner Kinder in Seinem Namen zusammen sind. Wir brauchen Ihn nicht herbeizubeten.

Als ich das hörte, machte es klick. Ich wurde irgendwie korrigiert. Der Vers steht natürlich im Zusammenhang mit Gebet. Der Vers vorher (Vers 19) lautet:

„Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen
über irgend eine Sache, für die sie bitten wollen,
so soll sie ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel.“

Gott will erhören, wenn zwei oder drei zusammen sind und sich im Gebet um ein bestimmtes Anliegen vereinen. Alles klar. Aber Gott brauchen wir nicht herbeizubeten. Wir brauchen uns nicht erst „warm zu beten“, bis Gott uns hört. Wir brauchen nicht erst an unseren Worten zu feilen oder unsere Emotionen hochzubeten. Gott ist bereits da. Er ist in unserer Mitte. Er war schon da, bevor wir zu zweit oder dritt oder mehr zusammen kamen. Er hat uns bereits erwartet, da wo wir uns treffen. Und Er schaut nicht vom Rand her zu, und wartet darauf, dass wir Ihm Raum geben. Er ist mittendrin, voll am Schalthebel der Kommandozentrale, ganz nahe.

Eigentlich keine revolutionäre, neue Einsicht. Für mich aber eine Denkkorrektur. Wir brauchen Jesus nicht herbeizubeten. Er ist bereits mittendrin, wenn auch nur zwei sich treffen in Seinem Namen.

Das macht mir Mut zum Gebet. Viele Verheißungen machen uns Mut zum Gebet. Aber diese gibt einen besonderen Bonus für das Gebet in Gemeinschaft, in der zwei oder mehrere sich treffen. Wie oft haben Menschen die Gegenwart Jesu spürbar erfahren, wenn sie zusammengekommen sind, um sich im Gebet für bestimmte Anliegen zu vereinen. Wie oft war / bin ich abends müde, wenn ein Gebetstreffen angesagt ist – und wie oft komme ich nach Hause, erfüllt mit neuer Freude und neuem Mut, dass Jesus uns gehört hat und die Anliegen jetzt bei Ihm gut aufgehoben sind.

Und so ermutigt uns Jesus durch diese Verse und ruft uns zu: „Nein, wir brauchen Ihn nicht herbeizubeten. Er ist bereits da. Er wartet, dass sich zwei, drei oder mehrere finden, die sich mit Ihm treffen, mit Ihm über dies oder jedes reden und ihre Herzen von Ihm neu entzünden lassen.“

Der Herr segne Dich!

Montag, 7. November 2016

Der Herr führt ...

In 2 Mose 12:51 lesen wir den herrlichen Satz:

Aber der Herr führte an eben diesem Tag
die Kinder Israels nach ihren Heerscharen aus Ägypten.

Im nächsten Kapitel lesen wir, wie Er das machte. Es heißt:

Und der Herr zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule,
um sie den rechten Weg zu führen,
und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten,
damit sie bei Tag und bei Nacht ziehen konnten.
Die Wolkensäule wich nie von dem Volk bei Tag 
noch die Feuersäule bei Nacht. ( 2 Mose 13:21+22)

Eigentlich wird Mose immer als der große Leiter des Volkes dargestellt. Aber tatsächlich war er nur der kleine Leiter des Volkes. Nicht Mose war der große Hirte, sondern der Herr selbst hatte diese Aufgabe übernommen. Mose war Sein Unterhirte, Sein Sprachrohr, Sein Handlanger. Ja, Gott stellte sich zu Seinem Unterhirten Mose, wie auch Mose sich zu seinem Oberhirten, Gott, stellte. Aber der, der eigentlich das Volk führte, war der Herr selbst.

Gott führte Israel, 40 Jahre ohne Unterbrechung, wie 5 Mose 8:2 lehrt:

Und du sollst an den ganzen Weg gedenken,
durch den der Herr, dein Gott, dich geführt hat 
diese 40 Jahre lang in der Wüste,
um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, damit offenbar würde,
was in deinem Herzen ist, 
ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.

Gott saß 40 Jahre lang am Steuer. ER führte Israel ...
... als sie schon vor dem Roten Meer zu Murren begannen
... als sie sich nach Ägypten zurücksehnten
... als sie einen Aufstand gegen Mose und Aaron machten
... als sie Moses Hirtendienst in Frage stellten und ihn loswerden wollten
... als sie sich sichtbare Götzen herstellten und ihnen opferten
... als sie in Unmoral und Heidentum fielen
... als sie unbesiegbaren Feinden und Festungen gegenüber standen
... als sie hungerten, dürsteten und ihren Missmut äußerten
... als ihnen Gottes Gaben zu gering erschienen

Nicht eine Minute wich die Wolken- und Feuersäule. Nicht einen Tag blieb Gottes Fürsorge aus. Er hatte die Leitungsverantwortung übernommen. Manchmal trat Mose „in den Riss“ und „besänftigte“ das Angesicht Gottes. Aber nicht eine Sekunde waren Gottes Hirtenaugen von Seinem Volk abgewandt. Der Herr führte – egal was kam!

Wie oft dürfen wir das in unseren Kreisen und in unserem Leben beobachten. Der Herr führt! Wir gehören Ihm! Manchmal lässt Er uns eigene Wege gehen – damit wir lernen, dass Seine Wege besser sind. Manchmal lässt Er uns freie Hand – damit wir „runterkommen“ und erkennen, dass Seine Gedanken besser sind. Manchmal haben wir uns so an die Zeichen Seiner Gnade gewöhnt, dass wir sie nicht mehr schätzen. (Immerhin murrten sie am Roten Meer trotz doppelter Bezeugung Seiner Gegenwart: Wolke UND Feuer. Und sie tanzten ums Goldene Kalb, obwohl sie Seine Wolke sahen). Gott führte sie immer noch! Und hier der absolute Knüller: Bis heute hat Er sie nicht verworfen und behält sie im Auge! So ist Gott.

Wir haben allen Grund, Gott dankbar zu sein. Er hält die Zügel; Er sitzt auf dem Thron und führt uns – auch, wenn es uns manchmal gar nicht so auffällt. Gott kommt zu Seinem Ziel!