„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 17. Juli 2014

0 = NULL!

In diesen Tagen beten (vermutlich) Millionen Christen weltweit für die islamische Welt. Grund dafür ist der Fastenmonat Ramadan, der mittlerweile mehr als halb vorüber ist. Im Gebetsheft wurde gestern besonders zum Gebet für unerreichte moslemische Volksgruppen aufgerufen. Sieben unerreichte Gruppen waren repräsentativ erwähnt. Von den insgesamt 6982 unerreichten Volksgruppen (ca 3 Milliarden Menschen) gehört die Hälfte zur Religionsgemeinschaft des Islam. Fast 1,5 Milliarden Muslime gelten somit als unerreicht.

Von den im Gebetsheft erwähnten Gruppen heißt es:
  • Es ist kein einziger Mensch in dieser Volksgruppe bekannt, der Jesus nachfolgt.
  • Nicht ein einziges Buch der Bibel ist in ihre Sprache übersetzt.
  • Niemand ist da, ihnen die Gute Botschaft von Jesus zu bringen.
Null Gläubige und Null Missionare! Solche Tatsachen berühren mich. Wenn ich dann noch Einzelheiten lese über die Schwierigkeiten, diese Volkgruppen zu erreichen, weint mein Herz. Die Tregami in Afghanistan sind Fremden gegenüber misstrauisch und die Straßen in ihr Gebiet fast unbenutzbar. Die Midob im Sudan reisen als Nomaden auf der Suche nach Weideland für ihre Herden von Ort zu Ort. Die Khalaj im Iran haben weder Zugang zu biblischen Schriften, noch Kontakt zu Christen. Und ich frage mich: Wie sollen sie gerettet werden? Und ich frage mich weiter: was sind eigentlich die Gründe dafür, dass nicht mehr Christen sich aufmachen, um solchen Unerreichten die lebensrettende Botschaft zu bringen? Kümmert es uns nicht, dass diese Seelen ewig verloren sind? (Was „verloren sind“ im Detail bedeutet, will ich hier und heute gar nicht ausmalen.) Sind es Gedanken wie diese, die uns lähmen im Blick auf die Unerreichten:

  • ‚Irgendjemand’ wird ihnen schon das Evangelium bringen.
  • Die wollen ja gar nichts von Jesus wissen.
  • Ich muss erst mal sehen, dass ich selbst ein Standbein im Leben aufbaue.
  • Ich spende lieber 10 Euro für die Mission.
  • Gott wird schon einen Plan B für solche Menschen haben.
  • ‚Mich’ kann Gott unmöglich meinen. Ich ‚könnte sowas nie’.
  • Bei uns gibt es noch genug zu tun.
  • Meine Kinder und Enkel sollen an einem sicheren Ort in der Nähe bleiben
Tausendundeine Ausrede gibt es, die Unerreichten unerreicht zu lassen. Was nach dem Leben auf sie wartet, ist jedem klar, der die Bibel als Gottes Wort annimmt. Wenn die Verlorenheit der Menschen – vornehmlich die Unerreichtheit der Unerreichten – nicht unser Herz berührt, dann ist etwas gefährlich verkehrt in unserem Wandel mit Jesus.

Ich möchte uns heute Morgen zu zweierlei drängen (Ja, ich möchte mehr als bitten!):
  1. Bitte den Herrn der Ernte, dass Er Arbeiter in die Ernte sendet, von der Er selbst sagt, dass sie erntereif dasteht.
  2. Mach das Vorbild Deines Retters, Jesus, und das Gebet des Propheten Jesaja zu Deinem eigenen Herzensgebet „Hier bin ich, sende mich!“ Kannst Du das nicht von Herzen bitten, dann flehe zum Herrn, dass Er Dein Herz dahingehend ändert.
 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? 
Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? 
Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?  
(Römer 10:14)

Mittwoch, 16. Juli 2014

Weltfremde Liebe

Charles Carl Roberts starb 32jährig am 2. Oktober 2006. Er richtete sich selbst, nachdem er eine Schule der Amisch (strenge, täuferisch gesinnte  Glaubensgemeinschaft vornehmlich in den USA) erstürmte, 5 Mädchen erschoss und 5 weitere schwer verletzte. Das Alter der Opfer lag zwischen 6 und 13 Jahren. Sexuelle Zwänge, unverarbeitete Schuld und Ärger auf Gott scheinen sein Motiv mitgeprägt zu haben. Die Amoktat rief weltweit Entsetzen hervor.

Wie reagierten die Familien der ermordeten und verletzten Mädchen?  Sie trauerten heftig! Der Verlust der Kinder schmerzte diese Eltern genauso, wie es alle anderen Eltern in gesunden Familienverhältnissen geschmerzt hätte. Aber von Anfang an war der Weg der Vergebung der Weg, den sie beschritten. Und ich meine, dass hat ihren inneren Heilungsprozess auf jeden Fall beschleunigt.

Vom Großvater eines der Kinder wird berichtet, dass er am Tag des Mordes sagte: „Wir sollten nicht schlecht von diesem Mann denken!“  Ein Vater bemerkte: „Er (der Mörder) hatte eine Mutter, eine Frau und eine Seele. Jetzt steht er vor einem gerechten Gott!“

Ein christlicher Nachbar erklärte: „Ich glaube nicht, dass es dort irgendjemanden gibt, der etwas anders tun möchte als zu vergeben – und sich nicht nur nach denen ausstrecken möchte, die den Verlust erleiden, sondern auch zu der Familie des Mörders.

Es wird berichtet, dass bereits wenige Stunden nach der schrecklichen Tat, ein amischer Nachbar bei der Familie des Mörders auftauchte um sie zu trösten und Vergebung auszusprechen. Ein anderer hielt den weinenden Vater des Mörders für eine Stunde im Arm, um ihn zu trösten. Die Amische Gemeinschaft hat einen Fond eingerichtet, um Spenden für die Hinterbliebenen des Mörders zu sammeln.

Jesus sag in Lukas 6:27-29:

Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde,
tut Gutes denen, die euch hassen; segnet, die euch fluchen,
 und betet für die, welche euch beleidigen! 
Dem, der dich auf die eine Backe schlägt,
biete auch die andere dar; und dem, der dir den Mantel nimmt,
verweigere auch das Hemd nicht.

Genau das taten die Amisch, wofür sie von verschiedenen Seiten heftig kritisiert wurden. Kenner der Amisch Kultur erklären: „Groll loszulassen ist ein Wert, der in der Kultur tief verwurzelt ist (…): Es ist der erste Schritt zu einer hoffnungsvolleren Zukunft!“

Verständlich, wenn Johannes in 1 Johannes 3:1 schreibt:
Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.

Das erwähnte Beispiel beschreibt weltfremde Liebe, übermenschliche Liebe, göttliche Vergebung – und daher ein Handeln, das nur  möglich ist, wenn Gott selbst es durch uns vollbringt. Ich für meinen Teil wünsche mir, weltfremd und „abgebrüht“ genug zu sein, um den Fußstapfen Jesu zu folgen, die im Handeln der Amisch im Oktober 2006 deutlich zu erkennen sind. (W)

Dienstag, 15. Juli 2014

Warum wir nicht beten

Hast Du Dich je gefragt, warum uns das Beten so schwer fällt? Nun, natürlich gibt es verschiedene ‚Gründe’, die Christen nennen. Für manche ist es ein Zeitproblem, für andere ein Konzentrationsproblem oder ein „einfach nicht können“ Problem.

Beim Nachdenken komme ich auf drei Gründe für Gebetslosigkeit, die vielleicht wesentlich bodenständiger sind. Denn ‚Zeit’ haben wir immer für das, was uns wichtig ist, oder? Wir schaffen es auch eigentlich immer, uns eine Weile auf bestimmte Sachen zu konzentrieren. Nicht immer ohne Kampf, aber was wir schaffen wollen, schaffen wir auch. Und wir haben viel im Leben gelernt, was wir zunächst nicht gekonnt haben. Die eigentlichen Gründe für Gebetslosigkeit liegen woanders.
 
  1. Wir meinen, das auch irgendwie ohne Gott hinzukriegen. Deshalb brauchen wir keine Zeit zu investieren, sondern fangen am Besten gleich selbst an. Hat nicht sogar Martin Luther gesagt: „Bete & ARBEITE!“ ?  Folge: Wir beten nicht sondern arbeiten!
  2. Wir haben keine Hoffnung, dass Gott was für uns tun wird. Vielleicht ist unser Anliegen zu klein für Gott ... oder zu groß ... oder zu unwichtig ... oder sonstwas. Gott und wir – da liegen Welten dazwischen. Darum fangen wir gar nicht erst mit dem Beten an. 
  3. Wir haben zwar einen Wunsch, aber nicht wirklich ein brennendes Anliegen. Darum beten wir vielleicht mal, aber eigentlich ist es uns wurscht, ob die Sache so oder so ausgeht. Es ist mehr ein Wunsch als ein Anliegen und mehr oder weniger egal, ob Gott antwortet.
Alle drei Gründe beruhen darauf, dass wir Jesus und Sein Wort nicht richtig kennen. Würden wir Gottes Wort kennen, dann würden wir wissen, wie unfähig WIR sind und wie fähig GOTT ist. Durch Gottes Wort würde unser Glaube wachsen und wir würden Gott mit Freimütigkeit bitten, weil wir wüßten, dass Er erhören möchte. Und Gottes Wort würde uns mit brennenden Anliegen versorgen, die unsere unwichtige Wunschliste in den Hintergrund drängen würde.

Glauben an Gott wächst in der Gemeinschaft mit Gott und Seinem Wort. Die resultierenden Gebete im Glauben sind Gebete, die Gott erhört. Das hat Er verheißen.

Psalm 55:23:
Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen;
er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen!

Markus 11:24:
Darum sage ich euch: Alles, 
was ihr auch immer im Gebet erbittet, 
glaubt, daß ihr es empfangt, so wird es euch zuteil werden!

Montag, 14. Juli 2014

WIR SIND WELTMEISTER!

Irgendwo las ich kürzlich, dass eine Zeitung vor einem Sportevent zwei Artikel geschrieben hatte. Im einen verlor die eine Mannschaft im zweiten verlor die andere. Dumm war nur, dass beide Artikel veröffentlicht wurden. Der nicht zutreffende (falsche) Artikel kam auf die Vorderseite, der Artikel, der das Gegenteil behauptete, in den Innenteil.

Nicht so in diesem Blog! Es ist amtlich: DEUTSCHLAND IST WELTMEISTER!

Seit gestern Abend – zum vierten Mal seit 1954 (incl.) und zum ersten Mal seit 1990 (incl.) können wir uns wieder über einen WM Fußballtitel freuen. Und Mann – war die Freude groß! Straßen leer (dabei war es nicht mal Heiligabend), die öffentlichen Veranstaltungen voll. Auch bei uns in der CCFG gab es zum zweiten Mal bei dieser WM ein Public Viewing. Stimmung pur! Ich gebe gerne zu: Ich hab mich ordentlich mitgefreut.

Heute morgen bin ich aufgewacht – und hab gemerkt, dass ich gar nicht mehr so freudetrunken war, wie gestern Abend. (Wohlgemerkt, auch gestern Abend war ich nicht ‚trunken’, sondern bestenfalls freudetrunken!) Es hat sich schon alles etwas normalisiert.
Ja, und dann beginnt der Tag. Klar, man redet über Fußball, man freut sich immer noch, man liest die Berichte, schaut sich die Tore noch mal in den Nachrichten an, aber es ist nicht wie der Live-Event am Vorabend. Und heute Abend, Dienstagabend oder am kommenden Wochenende ist von der überschwänglichen Freude nur noch ein kleiner schöner Nachgeschmack übrig. Sollte eine Tragödie in unserem Leben geschehen, wird von unserer WM Freude wohl gar nichts mehr nachwirken.

Trotzdem, ich mag es, wenn ich mich nach einem spannenden Spiel mal so richtig freuen kann, auch wenn es nicht ewig hält.

Allerdings gibt es auch eine Freude, die hält, die bleibt und die trägt. Zugegeben, es sind keine emotionalen Euphorien wie bei einem WM Finale, nicht die brausenden Niagarafälle bei Hochwasser. Es ist oftmals eher eine stabilisierende Zuversicht, eine lebendige Hoffnung, ein heilsamer Trost, eine begeisternde Erwartung, die einem Leben bleibenden Frieden geben, eine frohe Zufriedenheit und eine tragende Stütze. Das macht froh und zufrieden. Das ist eine Zufriedenheit und Freude, die selbst da zum Tragen kommt, wo Unannehmlichkeiten des Lebens uns quälen. Diese Freude ist nicht von Sieg oder Niederlage abhängig. Diese Freude ist von der Verbindung zu einer Person abhängig: Jesus Christus.

Die folgenden Verse ermutigen uns, dass wir uns täglich freuen dürfen, dass wir täglich Grund zur Freude haben und dass unsere Freude nicht von außen kommt und bestimmbar ist, sondern durch Jesus!

Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun. (Psalm 73:28)

Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde. (Johannes 15:11)

(Jesus redet mit Seinem Vater im Himmel): Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollkommen sei. (Johannes 17:13)

In deinem Namen freu sich täglich das Volk, das Seinen Jubelruf kennt, und durch deine Gerechtigkeit werden sie erhöht. (nach Psalm 89:17)

Majestät und Pracht sind vor seinem Angesicht, Kraft und Freude in seiner Stätte. (1 Chronik 16:27)

Ich wünsche Euch allen einen Tag voller Jesus-Freude!

Sonntag, 13. Juli 2014

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute verspätet, aber trotzdem mit Sonntagszitat am Schluss

Predigttext heute: Markus 12:13 - 12:40

13 Und sie sandten etliche von den Pharisäern und Herodianern zu ihm, um ihn in der Rede zu fangen.
14 Diese kamen nun und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an, sondern lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gemäß. Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Sollen wir sie geben oder nicht geben?
15 Da er aber ihre Heuchelei erkannte, sprach er zu ihnen: Weshalb versucht ihr mich? Bringt mir einen Denar, damit ich ihn ansehe!
16 Da brachten sie einen. Und er sprach zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift? Sie aber sprachen zu ihm: Des Kaisers!
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie verwunderten sich über ihn.
Die Frage nach der Auferstehung
18 Und es kamen Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung; und sie fragten ihn und sprachen:
19 Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder stirbt und eine Frau hinterläßt, aber keine Kinder, so soll sein Bruder dessen Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.
20 Nun waren da sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und er starb und hinterließ keine Nachkommen.
21 Da nahm sie der zweite, und er starb, und auch er hinterließ keine Nachkommen; und der dritte ebenso.
22 Und es nahmen sie alle sieben und hinterließen keine Nachkommen. Als letzte von allen starb auch die Frau.
23 In der Auferstehung nun, wenn sie auferstehen, wessen Frau wird sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.
24 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schriften kennt noch die Kraft Gottes?
25 Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, so heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel, die im Himmel sind.
26 Was aber die Toten anbelangt, daß sie auferstehen: Habt ihr nicht gelesen im Buch Moses, bei der Stelle von dem Busch, wie Gott zu ihm sprach: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«?
27 Er ist nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebendigen. Darum irrt ihr sehr.
Die Frage nach dem größten Gebot
28 Da trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihrem Wortwechsel zugehört hatte, und weil er sah, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das erste Gebot unter allen?
29 Jesus aber antwortete ihm: Das erste Gebot unter allen ist: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein;
30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft!« Dies ist das erste Gebot.
31 Und das zweite ist [ihm] vergleichbar, nämlich dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Größer als diese ist kein anderes Gebot.
32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht so, Meister! Es ist in Wahrheit so, wie du sagst, daß es nur einen Gott gibt und keinen anderen außer ihm;
33 und ihn zu lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und mit ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer!
34 Und da Jesus sah, daß er verständig geantwortet hatte, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes! Und es getraute sich niemand mehr, ihn weiter zu fragen.
Wessen Sohn ist der Christus? Warnung vor den Schriftgelehrten
35 Und Jesus begann und sprach, während er im Tempel lehrte: Wie können die Schriftgelehrten sagen, daß der Christus Davids Sohn ist?
36 David selbst sprach doch im Heiligen Geist: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße!«6
37 David selbst nennt ihn also Herr; wie kann er dann sein Sohn sein? Und die große Volksmenge hörte ihm mit Freude zu.
38 Und er sagte ihnen in seiner Lehre: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, welche gern im Talar einhergehen und auf den Märkten sich grüßen lassen
39 und die ersten Sitze in den Synagogen und die obersten Plätze bei den Mahlzeiten einnehmen wollen,
40 welche die Häuser der Witwen fressen und zum Schein lange Gebete sprechen. Diese werden ein um so schwereres Gericht empfangen!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!
Singen (special guest) & Hören!
Seelsorge (Angebot)
persönliches Gebet! (Angebot)
Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr   
Herzlich willkommen! Bring Freunde mit!
Wir freuen uns auf Dich!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum
 
Sonntagszitat:
 
"Ich bin überzeugt, dass die Zeit und Energie, 
die wir aufwenden, um einander zu kritisieren, 
(es gibt Grund zur Kritik) 
dafür benutzt werden sollte, 
die verlorene Welt mit dem Evangelium zu erreichen."  
(G. Verwer)

Samstag, 12. Juli 2014

Christen sind einfach verrückt

Lukian von Samosata war ein bekannter Satiriker der Antike im 2 Jahrhundert n. Chr. Als Spötter zog er über alle Religionen her, aber von den Christen behauptete er: „Christen sind verrückt!“

Scheinbar haben sich die Zeiten gebessert, denn im November vor wenigen Jahren war die Meinung eines anderen Spötters in einem Internetforum: „50% aller Christen sind verrückt!“

Und Recht haben sie. Christen sind einfach verrückt. Man muss verrückt sein, um Christ zu sein. Welcher normale Mensch würde leben, wie ein Christ lebt? Welcher normale Mensch glauben, was ein Christ glaubt? Das geht nur, wenn man verrückt ist. Und das meine ich so! Ich selbst bin Christ – oder wie ich es bevorzuge: Jünger Jesu! Und ich bin verrückt. Jesus selbst hat mich verrückt:
  • aus dem Dunkel ins Licht!
  • aus der Hoffnungslosigkeit in die Hoffnung!
  • aus der Gebundenheit in die Befreiung!
  • aus Fremde in die Heimat!
  • aus der Ferne Gottes in die Nähe Gottes!
  • aus der Verlorenheit in die Geborgenheit!
  • aus dem Tod mitten ins Leben!
  • aus der Missmut in die Freude!
  • aus der Angst in den Frieden!
 In Kolosser 1:13 macht Paulus deutlich, wovon ich rede:

Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis
und hat uns verrückt
(original: versetzt)
in das Reich des Sohnes seiner Liebe

Ich bin also verrückt – und mit mir alle, die Jesus nachfolgen. Und jeder soll es wissen: ich bin ausgesprochen dankbar dafür, dass ich verrückt bin. Denn ich gehörte einst zu denen, die sich als „normal“ bezeichneten. Zu der Zeit war es normal, zu sündigen, normal, sich in Depressionen zu verlieren, normal, durch Missmut, Bitterkeit und Unfreundlichkeit gezeichnet zu sein. Als ich das erkannte, wandte ich mich an Jesus – und wurde verrückt. DANKE JESUS! (W)

Freitag, 11. Juli 2014

Wie aus dem Gesicht geschnitten

Wer vor wenigen Tagen die Lokalzeitung gelesen hat, kennt diesen Satz. Im Lokalteil ging es um einen Steinbildhauer, der in seiner freien Zeit für besondere Anlässe Hochzeitsfigürchen im Maßstab von 1:9 modelliert. Die Figuren sehen dem echten Hochzeitspaar ähnlich wie aus dem Gesicht geschnitten. In der Zeitung waren Beispiele abgedruckt: Bilder von einem Paar – zweifelsfrei Original und Nachbildung und auch vom Künstler selbst mit einer Nachbildung seiner selbst in der Hand.

Im Wort Gottes heißt es in 2 Korinther 3:18:

„Wir alle aber schauen mit unverhülltem Angesicht
die Herrlichkeit des Herrn an und werden so umgestaltet
in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit,
wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“

So, wie das Model in der Zeitung unverkennbar den Modellierer darstellt, so sollen Christen unverkennbar ihren Schöpfer darstellen. In Jesus sind wir eine neue Schöpfung. Römer 8:29 belehrt uns:

“Wen Gott nämlich auserwählt hat,
der ist nach seinem Willen auch dazu bestimmt,
seinem Sohn ähnlich zu werden ….“

Offensichtlich hat Gott uns erkannt und gewollt. Jetzt hat Er eine Bestimmung für unser Leben: Mehr und mehr wie Christus zu werden.

Ich  muss sagen: Das schaffe ich nicht! Nie! Und wenn ich heute alles aufgebe und vollzeitlich versuche, so zu werden wie Jesus. Ich werde es nie hinkriegen, auch nur in die Nähe zu kommen von dem, wie Er ist. Ich werde Ihm nicht mal so ähnlich werden, dass man erkennen kann: Er ist mein Schöpfer und ich bin Sein Model. Jesus ist Liebe in Person, Barmherzigkeit in Person, Geduld, Gerechtigkeit, Freude, Fürsorge. Jesus hat immer den Himmel im Sinn, immer das Reich Gottes, immer das Heil der Menschen, immer das Vollkommene. Ihm ähnlich zu werden schaffe ich selbst mit größter Anstrengung nicht.

Allerdings erwartet Er das auch gar nicht von mir! Preis dem Herrn! Doch noch Hoffnung?

Der Vers in 2 Korinther 3 gibt uns die Antwort nach dem „Wie?“
- mit unverhülltem Angesicht…
- die Herrlichkeit des Herrn anschauen…
- und SO (auf diese Weise) umgestaltet werden
- in Sein Bild,
- durch den Geist des Herrn.“

Wir nehmen erst mal alles weg, was uns den Blick auf Jesus versperrt. Vielleicht müssen wir ein paar Termine streichen, ein bisschen früher aufstehen (dazu ein bisschen früher ins Bett gehen), die Zeitung etwas später lesen, den Sonntagmorgen konsequent freihalten, einen weiteren Abend genauso konsequent freihalten usw. Vieles hängt davon ab, wie stark wir wirklich unserem „Modellierer“ ähneln wollen, wie viel Zeit wir Ihm geben, an uns zu arbeiten, und wie deutlich Sein Bild durch uns reflektiert werden soll. 

Wenn wir dann das, was uns den Blick für Jesus verschleiert, beiseite geräumt haben, dann schauen wir Ihn an. Das geschieht am Besten durch Lesen / Hören Seines Wortes, durch persönliches und gemeinsames Stillewerden vor Ihm, durch innige und herzliche Anbetung und die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. So, auf diese Weise, werden wir umgestaltet in Sein Bild, ganz ohne eigene Anstrengung – einfach nur durch den Aufenthalt in Seiner Gegenwart. Und dann ist es Sein Geist, der Geist des Herrn, der es vollbringt.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Simple Frage eines schlauen Professors

Als Francis Chan an einem Bibelseminar studierte, wurde er eines Tages von seinem Professor gefragte: „Tust du gerade etwas, das Glauben erfordert?“  Die Frage, die Chan während seiner Studienzeit gestellt wurde, stellt er jetzt seinen Lesern in dem Buch: „Mein Leben als Volltreffer“. Als ich sie vor einiger Zeit las, kam ich ins Nachdenken. „Tue ich gerade etwas, das Glauben erfordert?“

Einfacher scheint es zunächst einmal anders. Nicht Glauben „zu müssen“ scheint der einfachere Weg zu sein. Nicht aus dem Boot auszusteigen, um zu testen, ob das Wasser trägt, verursacht kein zusätzliches Herzklopfen. Gleichzeitig beraubt man sich jedoch durch ein Leben des „Nicht-Glaubens“ oder „Nicht-Wagens“ der Erfahrung des lebendigen Gottes. Mein Leben bleibt theoretisch und vermisst die übernatürliche Komponente, die unsere Beziehung zu Gott stärkt.

„Tue ich gerade etwas, das Glauben erfordert?“  „Tust Du gerade etwas, das Glauben erfordert?“  Was würde darunter fallen?  Nun, ich kann in meinen Gebeten den Herrn bitten, „alle Missionare auf der ganzen Welt zu segnen.“ Ich kann aber auch ganz konkrete Anliegen eines befreundeten Missionars vor Gott bringen. Beim ersten Anliegen weiß ich wahrscheinlich nicht einmal, was ich meine und werde (auf Erden) kaum eine deutliche Erhörung feststellen. Beim zweiten Gebet kann ich nach einer gewissen Zeit sehr wohl feststellen, ob mein Gebet des Glaubens erhört wurde oder nicht.

„Etwas tun, das Glauben erfordert“ kann auch bedeuten, großzügiger zu geben, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich es mir „leisten“ kann – solange ich mir sicher bin, dass Gott es mir aufs Herz gelegt hat. Es kann bedeuten, mein Leben in der Sicherheit und Geborgenheit meines Heimatlandes aufzugeben und Gottes Ruf in die Mission zu folgen. Ein Christenleben, dass auf einer Ebene gelebt wird, die keinen Glauben erfordert, unterscheidet sich nur unwesentlich vom Leben derer, die Gott nicht nachfolgen.

Der Schreiber des Hebräerbriefes schreibt in Kapitel 11:6:

Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen;
denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist
und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.

Gott ist ABSOLUT zuverlässig! Er hat nur das ABSOLUT Gute für Seine Kinder im Sinn. Er möchte, dass wir Ihm glauben, vertrauen. Er möchte, dass wir aus dem Boot heraus steigen, aufs Wasser treten und Ihm vertrauen. Und dann wird Er sich als Derjenige erweisen, der hält, der den Glaubenden nicht enttäuscht, der aufhilft in Zeiten des Zweifels und Sinkens.

Hätte ich die Wahl, würde ich auf jeden Fall die Rolle des Petrus spielen wollen, der sich auf das Abenteuer des Glaubens einließ, nicht die Rolle der Jünger, die meinten, im Boot sicherer zu sein. Petrus hatte danach eine Erfahrung, die ihm niemand mehr nehmen konnte, die sein Vertrauen in Jesus stärkte und die allein dadurch möglich wurde, dass er sich auf einen Glaubensschritt einließ.

„Tust DU gerade etwas, das Glauben erfordert?" (W)