„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 8. April 2014

Pflanze oder Schnittblume?

Es war der Text, der zur Eröffnung unseres Gottesdienstes am vergangenen Sonntag gelesen wurde, der sofort meine Aufmerksamkeit erregte. So hatte ich die Verse aus  1. Timotheus 2:1-5 noch nie gehört – oder zumindest hatten sie mich noch nie so angesprochen. Da heißt es:

„Das Erste und Wichtigste, wozu ich ´die Gemeinde` auffordere, ist das Gebet. Es ist unsere Aufgabe, mit Bitten, Flehen und Danken für alle Menschen einzutreten, ´insbesondere` für die Regierenden und alle, die eine hohe Stellung einnehmen, damit wir ungestört und in Frieden ein Leben führen können, das Gott in jeder Hinsicht ehrt und das in allen Belangen glaubwürdig ist. In dieser Weise zu beten ist gut und gefällt Gott, unserem Retter, denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie die Wahrheit erkennen. Es gibt nämlich nur einen Gott, und es gibt auch nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen – den, der selbst ein Mensch ´geworden` ist, Jesus Christus.“ 

Der ganze Text eignet sich ja ausgezeichnet als Predigttext. Aber es war der erste Satz, der meine Aufmerksamkeit gefangennahm. „Das Erste und Wichtigste, wozu ich ´die Gemeinde` auffordere, ist das Gebet.“ Meine Gedanken gingen zurück zu der Aussage eines Freundes, der einmal sagte: „Eigentlich sollten die Gebetsstunden die bestbesuchten Stunden der Gemeinde sein!“ – Während ich sein Herzensanliegen verstehen konnte, dachte ich bei mir selbst: „Na ja, besser besucht, gut besucht oder gar ausgesprochen gut besucht wäre sicher wünschenswert. Aber sollte nicht der Gottesdienst DIE Stunde der Gemeinde sein?“

Jesus belehrt uns durch Paulus, dass das Erste und Wichtigste in der Gemeinde das Gebet ist. Nicht das Predigen, nicht das Singen, nicht die Gemeinschaft, nicht die Seelsorge, nicht das Dienen, nicht das Wirken, nicht das Hin-und-Her-Rennen und auch nicht der gute Wille – sondern das Gebet. Das Gebet ist die Wurzel, die den Saft für das „Gemeindepflänzchen“ aus dem Boden der Gemeinschaft mit Gott empfängt. Wird das Gebet vernachlässigt, können wir nur noch von „Schnittblumen“ sprechen, die irgendwann verwelken. Alle Blüten des Gemeindelebens und des persönlichen Lebens brauchen das frische Quellwasser des Gebets, frisch empfangen aus dem Boden der Gemeinschaft mit Gott.

Irgendwo nervt das, oder? Angenehmer wäre es, würde der Herr uns sagen: „Das Erste und Wichtigste, wozu ich ´die Gemeinde` auffordere, ist ...“  ... zeitgemäße Evangelisation ... herzliche und gefühlvolle Anbetung ... intensives Lesen im Wort Gottes ... einander zu dienen ... den Gottesdienst zu besuchen ... irgendwas TUN! ... nur bitte nicht beten. Aber genau das stellt Gott oben an, denn Er weiß, dass die Blüten der Evangelisation, der Anbetung, des Studiums, des Dienens, der Gemeinschaft oder des TUNS nur dann aufgehen, blühen und duften, wenn sie durch das Gebet im Boden der Gemeinschaft mit Gott verwurzelt sind. Alles andere mag wie eine Rose in der Vase kurz aufblühen ... um dann verwelkt entsorgt zu werden. 

Einmal jede Woche gibt es in diesem Blog eine Andacht über Gebet. Möge der Herr uns alle in Seine Schule nehmen. Mögen wir als Einzelne, als Kreise und als Gemeinden die Bedeutung des Gebets erkennen. Sobald wir sie erkennen, wird es sich im persönlichen Leben und im Gemeindeleben bemerkbar machen. Denn Gebet lebt aus der Praxis, nicht aus der Theorie. Als CCFG laden wir auch solche zu unseren Gebetsstunden ein, die in ihren Kreisen und Gemeinden keine eigenständige Gebetsstunde haben. Nähere Informationen über unsere dezentralisierte Gemeindegebetsstunde über das Kontaktformular im Seitenfenster.

Montag, 7. April 2014

Wie weit geht Gott?

Eine Frage, die man erst mal definieren muss. Im Lied „Herr, dein Name sei erhöht“ heißt es:
„Du kamst vom Himmel herab“. Naja, das ist ganz schön weit. Sicher keiner, der so weit gegangen ist. Weiter heißt es im Lied: „Herr, du hast am Kreuz bezahlt für meine Schuld.“ Auch das ist ein weiter Weg. Jesus, Sohn Gottes, heilig, ewig, rein – geht ans Kreuz, den Ort des Fluches, des Drecks und des Todes. Das ist ein Stück Wegs, den sonst niemand gegangen ist. Und dann heißt es: „Doch du stiegst zum Himmel auf“. Auch diesen Abschnitt ist niemand so gegangen, wie Jesus ihn gegangen ist. Raus aus dem Reich des Todes – direkt auf den Thron zur Rechten des Vaters.

Allein aus dieser Perspektive können wir sagen: Gott hat eine gewaltige Strecke für uns zurückgelegt, ist die Extrameile für uns gegangen, hat Welten überbrückt, um für uns die Brücke zu schlagen.

Aber wir können die Frage auch anders definieren. Wie weit geht Gott, wenn es um die Errettung von Sündern geht? Gestern las ich in der Zeitschrift der HMK (Link hier) das ermutigende Zeugnis von Elmer in Kolumbien.

Elmers Leidenschaft galt der Unterdrückung des Christentums. Als Ex-Kommandeur der FARC Rebellen hasste er Christen aus tiefstem Herzen. Als Guerillakämpfer mordete und vertrieb er Christen wie einst Paulus es getan hatte. Dann begegnete ihm Gott in der „kleinen Hölle“.

2006 war der Rebell auf der Flucht vor Regierungs-Soldaten und versteckte sich in einer Höhle namens ‘Kleine Hölle‘. Da er in der Falle steckte, dachte er an Selbstmord. Bei allen drei Ansätzen hörte er eine Stimme mit den Worten: „Tu es nicht. Ich liebe dich. Du bist mein Sohn.“ Elmer war sofort klar, dass dies die Stimme Gottes war. Er empfand Gottes Gegenwart und Frieden. Erst ein – wie Elmer es erklärt – „verkleideter Engel“ brachte Befreiung. Ein Bauer suchte in der Höhle Schutz vor einem Unwetter, gab Elmer zu essen und ermutigte ihn, sein Versteck zu verlassen. „Ein Kampf tobte in meinem Herzen,“ erzählt der Rebell. „Mein alter Mensch wollte Menschen terrorisieren, der neue Mensch die Erfahrung mit Gott weitergeben.“  Elmer entschied sich für Jesus und wurde vom Boten des Hasses zum Boten des Friedens.

Heute ist Elmer ein leidenschaftlicher Nachfolger Jesu. Von zu Hause aus verbreitet er die Botschaft der Liebe per Radio im ganzen Land. Allerdings nicht ohne Gefahr. Den FARC Rebellen sind Christen ein Dorn im Auge. Warum? Wer Christ ist, legt die Waffen nieder und schwächt damit die Schlagkraft der Rebellen. Elmer hat sich entschlossen, Gott zu vertrauen und seine ganze Kraft einzusetzen, möglichst viele Kolumbianer zu Jesus zu führen. Aus erster Hand und eigener Erfahrung weiß er, wie radikal sich ein Herz ändern kann.

Wie weit geht Gott?
Gott geht damals wie heute so weit, dass Er Christenhasser und Christenmörder – wie etwa Paulus oder Elmer – in Seine Jüngerschaft beruft.
Gott geht damals wie heute so weit, dass Er Sünder in letzter Minute rettet – wie etwa den Schächer am Kreuz – obwohl sie hier auf Erden nichts mehr für Ihn tun können.
Gott geht so weit, dass Er denen Vergebung und ein neues Leben anbietet, die – wie etwa die Ehebrecherin in Johannes 8 – von allen anderen links liegen gelassen und aufgegeben werden.
Gott geht so weit, dass Er Menschen, die Ihm völlig gleichgültig gegenüberstehen – wie etwa Natanael – zu sich ruft und sie liebt.

Gott geht so weit, dass Er Dich und mich in der Menge der Menschheit gesehen hat, gerufen hat, gerettet hat und uns bis zum heutigen Tag festgehalten und uns treu geblieben ist. Das ist weit!

Sonntag, 6. April 2014

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Heute wieder mit Sonntagszitat am Ende!

Predigttext: Markus 10:1-12

1 Und er brach auf von dort und kam durch das Land jenseits des Jordan in das Gebiet von Judäa. Und wieder kamen die Volksmengen zu ihm, und er lehrte sie wieder, wie er es gewohnt war.
2 Und die Pharisäer traten herzu und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen?
3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten?
4 Sie sprachen: Mose hat erlaubt, einen Scheidebrief zu schreiben und [seine Frau] zu entlassen.
5 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wegen der Härte eures Herzens hat er euch dieses Gebot geschrieben.
6 Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen.
7 »Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen;
8 und die zwei werden ein Fleisch sein.«1 So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9 Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!
10 Und seine Jünger fragten ihn zu Hause nochmals darüber.
11 Und er sprach zu ihnen: Wer seine Frau entläßt und eine andere heiratet, der bricht die Ehe ihr gegenüber.
12 Und wenn eine Frau ihren Mann entläßt und sich mit einem anderen verheiratet, so bricht sie die Ehe.

Sing mit! 
Hör zu! 
Seelsorge (Angebot)
persönliches Gebet! (Angebot)
Gemeinschaft
Einladung zum Mittagessen!
Beginn: 10:30 Uhr   

Herzlich willkommen! Bring Freunde mit!
Wir freuen uns auf Dich!
 
Calvary Chapel Freier Grund
Bitzegarten 5 (hinter dem VB Gebäude)
57290 Neunkirchen-Zentrum
 

Auf sein Geheimnis zu Eheglück und Beständigkeit in der Ehe angesprochen, gab der Autohersteller Henry Ford an seiner Goldenen Hochzeit folgenden Rat:

"Es ist dasselbe wie in der Autoindustrie: Bleib Deinem Model treu"

Samstag, 5. April 2014

Unser Auftrag und Ziel

In einem Konferenzvortrag hörte ich folgenden Satz:
Wir sind nicht darauf aus, schlechte Menschen zu guten Menschen zu machen – wir sind darauf aus, schlechte Menschen Jesus vorzustellen.*


Das ist herausfordernd, hilfreich und tröstlich zugleich! Es geht uns ja durchaus manchmal durch den Kopf, dass die eine oder andere Person „hoffnungslos“ ist. Und das stimmt – wenn wir meinen, diese Person ändern oder verbessern zu müssen. Wer sind wir denn?

Da kamen einige Heiden zu der Menschenansammlung, die sich um Jesus geschart hatte. Wahrscheinlich hatten sie Jesus nie gesehen, wußten nicht wie er aussah, wie sich seine Stimme anhörte oder wie sie ihn identifizieren konnten. So gehen sie zu einem Seiner Jünger, und sagen:   „Herr, wir möchten gerne Jesus sehen!“ (Johannes 12:21)

In Johannes 1:42 heißt es von Andreas:  „Und er führte ihn (seinen Bruder Petrus) zu Jesus.“ Philippus im selben Kapitel des Johannesevangeliums sagt zu Nathanael: „Komm und sieh! (dir Jesus an)“

Sie alle wussten gar nicht recht, was sie sagen sollten. Sie fühlten sich überfordert zu überzeugen, zu verbessern oder zu verändern. Sie nahmen die Leute ins Schlepptau und brachten sie zu dem, der all das konnte: Jesus.

Jesus machte einen Zöllner (damals: korrupten Zolleintreiber) zu einem ehrlichen Mann.
Jesus machte einen Zweifler zu einem Gläubigen.
Jesus machte einen dämonisch Belasteten zu einem friedlichen Bürger.
Jesus machte einen Christenhasser zu einem Missionar.

Das mussten die Jünger nicht tun. Hätten sie auch nie fertig gebracht. Sie schleppten die Leute einfach zu Jesus. Und was tun, wenn sie nicht mitkommen wollen? Jesus beantwortet diese Frage in Mt. 5:16:

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten,
damit sie eure guten Werke sehen 
und euren Vater im Himmel preisen.

Keinesfalls sollten wir entmutigt aufgeben, weil wir die Menschen nicht verändern können. Jesus kann! Stell ihnen Jesus vor. Durch Worte, durch Liebe, durch Taten, durch Annahme, durch Nachsicht, durch Barmherzigkeit. Lass Dich von Jesus gebrauchen – auch unter denen, für die es menschlich gesehen keine Hoffnung mehr gibt. (W)

* We’re not out to make bad people to become good people. We’re out to make bad people see Jesus!

Freitag, 4. April 2014

Große Wahrheiten (nicht ganz ernst gemeint)

Große Wahrheiten, gelernt von kleinen Kindern
  1. Egal wie sehr du es versuchst – du kannst keine Katzen taufen!
  2. Wenn Mama böse ist auf Papa, lass sie NICHT deine Haare kämmen
  3. Wenn deine Schwester dich schlägt, schlag nicht zurück. Die erwischen immer nur die zweite Person.
  4. Kleine Hündchen haben immer noch schlechten Atem, auch wenn sie Tic-Tac gefressen haben.
  5. Schulmittagessen kleben gut an der Wand
  6. Der beste Platz, wenn man traurig ist, ist Großvaters Schoß.

Große Wahrheiten, gelernt von Erwachsenen
  1. Teenager zu erziehen ist wie Gelee an die Wand zu nageln.
  2. Es gibt immer einen Grund, dankbar zu sein. Beispiel: Hier sitze ich und denke darüber nach, wie gut es ist, dass Runzeln nicht weh tun.
  3. Der einfachste Weg, Teenager zu Hause zu halten, ist: eine angenehme Atmospäre zu schaffen … und ihnen die Luft aus den Reifen zu lassen.
  4. Lachen hilft. Es ist wie innerliches Joggen.
  5. Im mittleren Alter bist du, wenn du Cereals wegen den Ballaststoffen isst, nicht wegen dem Spielzeug in der Packung.
  6. Du merkst, wenn du alt wirst, wenn du dich zum Schuhebinden bückst und dir überlegst, was du sonst noch erledigen kannst, während du da unten bist.

Große Wahrheiten über das Älterwerden
  1. Altwerden ist Pflichtfach, Erwachsenwerden Wahlfach
  2. Vergiss Gesundheitsnahrung! Ich brauche alle Konservierungsmittel, die ich kriegen kann
  3. Du merkst, dass du alt wirst, wenn du im Schaukelstuhl die gleiche Begeisterung verspürst, wie früher auf der Achterbahn.
  4. Eins der Lebensmysterien ist die Frage, wie 100 Gramm Schokolade 2000 Gramm Gewichtszunahme produzieren können
  5. Mir wurde das Leben gegeben, um bestimmte Dinge im Leben zu erfüllen. Momentan hinke ich so weit hinterher, dass ich wohl ewig leben wird.
  6. Es ist großer Frust, wenn du all die Antworten hast, aber keiner stellt dir die Fragen.
  7. Diese Woche kann ich keine Krise gebrauchen. Mein Kalender ist bereits voll.
  8. Zeit mag ein wunderbarer Heiler sein, aber ein grottenschlechter Kosmetiker.
  9. Je älter du bist, desto schwieriger wird das Abnehmen, denn zu dem Zeitpunkt sind dein Fett und dein Körper wirklich gute Freunde.
  10. Weisheit kommt nicht immer mit dem Alter. Manchmal kommt das Alter allein.
  11. Manchmal glaube ich, alles verstanden zu haben – dann komme ich wieder zu mir.
  12. Komisch! Du hängst was in deinen Kleiderschrank und kurze Zeit später ist es zwei Nummern eingelaufen.
  13. Es ist nicht gut, Lachen zu unterdrücken. Es fällt nach unten und macht sich in deinen Hüften breit.
  14. In jedem von uns steckt eine schlanke Person, die darum kämpft, raus zu kommen. Man kann sie aber meistens mit ein paar Stückchen Schokolade beruhigen.
  15. Ich hab alles gesehen! Ich hab alles getan! Ich kann mich an das meiste nicht mehr erinnern!
  16. Die 4 Jahreszeiten des Lebens:
  • a) Du glaubst an den Weihnachtsmann
  • b) Du glaubst nicht an den Weihnachtsmann
  • c) Du bist der Weihnachtsmann
  • d) Du siehst aus wie der Weihnachtsmann

Donnerstag, 3. April 2014

Schreib' Dich ein!

Ich glaube, es war eins dieser Fotos, die auf Facebook eingestellt wurden und meine Aufmerksamkeit weckten. Auf einem Stück Papier stand Folgendes geschrieben (übersetzt und angepasst):

Die Gemeinde ist mein Gymnasium
Der Himmel ist meine Universität
Jesus ist mein Schuldirektor
Der Heilige Geist ist mein Lehrer
Die Engel sind meine Klassenkameraden
Die Bibel ist mein Lehrbuch
Prüfungen und Versuchungen sind meine Examen
Das Gewinnen von Seelen ist meine Hausaufgabe
Gebet ist meine Anwesenheit
Lob und Anbetung meine Losung
Die Krone des Lebens ist mein Abschluss 

Ich erinnere mich sehr wohl, dass meine vielen Schuljahre mich nicht immer begeistert haben. Manchmal war es der Unterricht, der einfach nur ätzend war, ein andermal die Lehrer. Und dabei hat man sich immer wieder mal gefragt: „Wofür lerne ich das eigentlich“?

GANZ anders in Gottes Schule! Da ist nichts bei, was auf einen langweiligen Unterricht, einen unfähigen Lehrer, unnützen Lehrstoff oder einen uninteressanten Abschluss hinweist. Lies Dir die Liste doch nochmal durch, halte nach jeder Zeile kurz an, um Deinem Direktor Jesus für jede Einzelheit zu danken und überleg mal, wie das eine oder andere gerade heute hilfreich sein kann.

Ich wünsche Dir einen lehrreichen Tag!

Mittwoch, 2. April 2014

Ich habe gesündigt!

Die Presse stürzt sich auf solche Bekenntnisse.
Die Medien schlachten sie aus.

Manche bekennen, weil sie Mitleid möchten. Manche bekennen, um sich zu rechtfertigen. Manche bekennen, um in die Medien zu gelangen.

Und dann gibt es solche, die bekennen, weil sie ihr Herz erleichtern möchten. Erweckungen sind oft mit intensiven Gefühlen verbunden. Aber es sind nicht Gefühle der Erhebung, der Freude und der Extase. Es sind vielmehr Gefühle der Scham, der Unwürdigkeit und der Zerbrochenheit vor Gott – wegen der Sünde. Ein regelmäßiges Zeichen vergangener Erweckungen sind Sündenbekenntnisse, eingeleitet durch die Worte: Ich habe gesündigt!

Achan muss das zugeben, als er mit der Sünde konfrontiert wird. Als er bekennt, schließt er sich anderen Menschen der Bibel an, die auch dieses Bekenntnis machten, manche mit heilsamer Traurigkeit und Zerbruch, manche mit unproduktiver Halbherzigkeit.

Achan bekennt (Josua 7:20):
Wahrlich, ich habe mich an dem Herrn, dem Gott Israels, versündigt.
Die Bibel schreibt nicht, ob sein Bekenntnis von Herzen kam. Sein Bekenntnis mag aus aufrichtigem Herzen gekommen sein, aber die Konsequenzen seiner Sünde musste er tragen.

Pharaoh bekennt gegenüber Mose und Aaron (2 Mose 9:27):
Diesmal habe ich mich versündigt! Der Herr ist gerecht;

ich aber und mein Volk sind schuldig!

Heuchler! Der wollte nur Ruhe!

Balaam bekennt dem Engel des Herrn (4 Mose 22:34):
Ich habe gesündigt, denn ich wußte nicht,
daß du mir im Weg entgegenstandest!
Und nun, wenn es böse ist in deinen Augen,
so will ich wieder umkehren.“
Ein undurchsichtiger Wahrsager, der später wegen seiner Wahrsagerei starb!

Saul will sein Ansehen erhalten. Er erklärt genervt (1 Sam. 15: 30):
Ich habe gesündigt; nun aber ehre mich doch
vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel.
Unecht, falsch motiviert, nutzlos!

David bekennt mit demütigem Herzen (2 Sam. 24:10):
Ich habe mich schwer versündigt mit dem, was ich getan habe!
Nun aber, o Herr, nimm doch die Missetat deines Knechtes hinweg;
denn ich habe sehr töricht gehandelt!

Judas, der die Wahrheit kannte aber zu spät handelte (Matt. 27:4):
Ich habe gesündigt, daß ich unschuldiges Blut verraten habe!
Sie aber sprachen: Was geht das uns an? Da sieh du zu!
Vergebung der Sünde kann kein Mensch gewähren. Und unser schlechtes Gewissen kümmert niemanden.

Der verlorene Sohn kommt hungrig, verkommen und stinkend nach Hause und erklärt: (Lukas 15:18, 21):
Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir,
und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen!
Bereit, die Konsequenzen zu tragen, innerlich zerbrochen und wohl wissend um seine Unwürdigkeit erfährt er vollkommene Wiederherstellung.

Ein 1999 erschienenes Buch von Oswald Smith (online pdf hier HIER) trägt den ernsten Titel: „Keine Erweckung ohne Buße“. Wir beten um Erweckung – aber wie bereiten wir uns darauf vor und was erwarten wir? Erweckungen beginnen mit Menschen, die mit aufrichtigem Herzen bekennen: „Ich habe gesündigt!“ Solche Menschen kann Gott erwecken und zu Werkzeugen der Erweckung machen – Erweckung, die wieder andere zum Kreuz bringt, an dem sie ihre Sünden bekennen und Jesus begegnen.

David fand volle Vergebung seiner Sünden. Ein Mann nach dem Herzen Gottes. Auch der verlorene Sohn fand volle Wiederaufnahme beim Vater. Sein Bekenntnis fand den Abschluss nicht in abgrundtiefer Scham und Trauer, sondern in einem Freudendest.

“Wenn wir aber unsere Sünden bekennen,
so ist Er treu und gerecht,
daß er uns die Sünden vergibt
und uns reinigt von ALLER Ungerechtigkeit.“
(1 Johannes 1:9)

Dienstag, 1. April 2014

Gebet des Glaubens

Was bedeutet es, mit Gott vertraut zu sein? Was bedeutet es, im Glauben zu beten? Vielleicht ermutigen Dich diese Zeilen, in der Gebetsgruppe Deiner Gemeinde mutig zu Gott zu kommen. Als ich vor einigen Tagen folgende Zeilen las, wurden sie mir zur Herausforderung und Ermutigung. Persönlich glaube ich, dass Georg Müller die Gabe des Glaubens gegeben wurde, und dass er darum mit mehr Glauben und Freimut vor Gott gekommen ist als solche, die diese Gabe nicht haben. ABER: Das ist mit Sicherheit keine Ausrede, nicht unseren Glauben durch täglichen Umgang mit Jesus zu stärken. Jemand berichtet:

„Ich fuhr nach Amerika vor ein paar Jahren mit dem Kapitän eines Dampfers. Er war ein sehr hingegebener Christ. An der Küste von Neu-Fundland sagte er zu mir:

Als ich das letzte mal vor fünf Wochen hier vorbeikam, da geschah etwas, was mein ganzes christliches Leben revolutionierte. Wir hatten Georg Müller aus Bristol an Bord. Ich bin 24 Stunden lang auf der Brücke gewesen und habe sie nie verlassen als Müller an meine Seite trat: „Kapitän, ich bin gekommen, um Ihnen zu sagen, daß ich am Samstagnachmittag in Quebec sein muß.“

„Das ist unmöglich“, sagte ich.

„Sehr gut“, sagte Müller, „wenn Ihr Schiff mich nicht dahin bringen kann, wird Gott einen anderen Weg finden – ich habe in 52 Jahren noch nie eine Verabredung verpasst. Lassen Sie uns hinunter in den Kartenraum gehen und beten.“

Ich schaute diesen Mann Gottes an und fragte mich, von welchem Irrenhaus Müller wohl entlaufen war, ich hab nie jemand so etwas sagen hören: „Herr Müller, wissen Sie, wie dick dieser Nebel ist?“ –

„Nein, mein Auge ist nicht auf die Dicke des Nebels, sondern auf den Lebendigen Gott gerichtet, der alle Umstände meines Lebens kontrolliert.“

Müller kniete dann nieder und betete ganz schlicht. Als er aufgehört hatte, wollte ich auch beten, aber Müller legte seine Hand auf meine Schulter und sagte, ich solle nicht beten.

„Erstens glauben Sie nicht, dass Er antworten wird, und zweitens glaube ich, dass Er schon geantwortet hat und dass es überhaupt keine Notwendigkeit mehr gibt, dafür zu beten.“

Ich sah Müller mit Erstaunen an.

„Kapitän“, fuhr Müller fort, „ich kenne meinen Herrn 57 Jahre lang, und es hat niemals an etwas gefehlt, und mir ist immer eine Audienz bei dem König gewährt worden. Stehen Sie auf, Kapitän, und öffnen Sie die Tür, und Sie werden sehen, dass der Nebel weg ist.“

Ich stand auf und in der Tat war der Nebel verschwunden.

Am Samstagnachmittag war George Müller in Quebec pünktlich für seine Verabredung. 
Aus: Roger Steer: Georg Müller – Vertraut mit Gott   - CLV Verlag, 197.

Auf was sind meine Augen gerichtet? Auf meine Unmöglichkeiten oder meinen Gott? (W)