„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Donnerstag, 2. August 2012

NIE WIEDER!

Erstens: Niemals wieder will ich sagen "Ich kann nicht", denn "Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus" (Philipper 4:13).

Zweitens: Niemals wieder will ich sagen „Mir mangelt“, denn "Mein Gott aber wird ausfüllen all euren Mangel nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christus Jesus" (Philipper 4:19).

Drittens: Niemals wieder will ich Angst haben, denn "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht" (2. Timotheus 1:7).

Viertens: Niemals wieder will ich Zweifel und Mangel an Glauben nachgeben, denn "Gott hat einem jeglichen das Maß des Glaubens ausgeteilt" (Römer 12:3; Epheser 4:7).

Fünftens: Niemals wieder will ich über Schwäche klagen, denn "Der HERR ist meines Lebens Kraft" (Psalm 27:1) und "Die vom Volk, die ihren Gott kennen, werden sich ermannen und danach handeln" (Daniel 11:32).

Sechstens: Niemals wieder will ich sagen, daß Satan Gewalt über mein Leben hat, denn "der in euch ist, ist größer, als der in der Welt ist" (1. Johannes 4:4).

Siebtens: Niemals wieder will ich Niederlage akzeptieren, denn "Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus" (2. Korinther 2:14).

Achtens: Niemals wieder will ich über Mangel an Weisheit klagen, denn "Christus Jesus, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit" (1. Korinther 1:30).

Neuntens: Niemals wieder will ich in Krankheit aufgeben, denn "durch seine Wunden sind wir geheilt" (JESAJA 53:5) und "Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsere Krankheit hat er getragen" (Matthäus 8:17).

Zehntens: Niemals wieder will ich mich Sorgen und Enttäuschungen hingeben, denn "Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorget für euch" (1. Petrius 5:7).

Elftens: Niemals wieder will ich in Knechtschaft leben, denn "Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit" (2. Korinther 3:17). Mein Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes.

Zwölftens: Niemals wieder will ich Verdammnis sagen oder mich verdammt fühlen, denn "So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind" (Römer 8:1). Ich bin in Christus, und darum bin ich frei von Verdammnis.

Quelle: hier  (bearbeitet)

Mittwoch, 1. August 2012

Lektionen von Noah und seiner Arche

Liebe Freunde und Blogleser,

in den nächsten 2-3 Wochen werdet Ihr an dieser Stelle immer wieder mal „untypische“ Blogs vorfinden. Aus verschiedenen Gründen ist es mir im August nicht möglich, täglich einen neuen Blog zu schreiben. TROTZDEM werdet Ihr auch in diesem Monat jeden Tag einen neuen Eintrag finden. Es sind z.T. Beiträge von Freunden, die ich um einen Gastbeitrag gebeten habe, z.T. sind es  nachdenkenswerte Einträge (wie heute), die ich übersetzt und/oder bearbeitet habe. Ich versuche, die Quellen anzugeben. Immer wieder wird auch ein eigener Beitrag kommen. Ich bin zuversichtlich, dass der Herr Euch auch in diesem Monat durch „Jesus kennen und Ihn belkannt machen“ segnen wird.

Alles was ich wirklich wissen muss, habe ich gelernt durch
NOAH UND SEINE ARCHE *

1. Plane voraus! Es regnete noch nicht, als Noah die Arche baute.
2. Bleib fit! Wenn Du 600 Jahre alt bist, könnte Dich jemand bitten, etwas wirklich Großes zu tun.
3. Höre nicht auf die Kritiker!  Tu, was getan werden muss.
4. Bau auf hohen Grund!
5. Aus Sicherheitsgründen: reise als Paar!
6. Zwei Köpfe sind besser als einer!
7. Geschwindigkeit ist nicht immer ein Vorteil. Die Geparden waren in der Arche, aber auch die Schnecken!
8. Wenn Du weder kämpfen noch fliehen kannst, lass Dich treiben!
9. Kümmer Dich um Deine Tiere, als wären sie die letzten auf der Erde!
10. Vergiss nicht, dass wir alle im selben Boot sitzen!
11. Wenn das Mist zu tief wird, sitz’ nicht rum und jammer – Hol Dir eine Schaufel!
12. Bleib während des Sturms unter Deck!
13. Denk daran: die Arche wurde von Amateuren gebaut, die Titanic von Profis!
14. Wenn Du von vorne beginnen mußt, hast Du einen Freund an deiner Seite!
15. Denk dran, dass die Spechte drinnen oft gefährlicher sind als der Sturm draußen!
16. Verpass das Boot nicht!
17. Egal, wie düster es aussieht, gibt es immer einen Regenbogen auf der anderen Seite!

Euch allen einen gesegneten Monat August!

* Autor unbekannt, Eigenübersetzung

Dienstag, 31. Juli 2012

Glaube oder Religion?

Nicht selten werden die beiden Begriffe austauschbar benutzt. Das ist auch nicht dramatisch! In manchen Gesprächen kann Religion sehr wohl für „Glauben“ stehen. Ich selbst mache nicht immer eine 100%ige Trennung. Andere wiederum verteidigen fast militant einen Unterschied zwischen beiden. Mit nahezu religiösem Eifer lehnen sie es ab, eine Religion zu besitzen. Einen Glauben sehr wohl, aber keine Religion.

Vielleicht macht das Zitat von W. Ian Thomas, Missionsarzt, Evangelist und Gründer der Fackelträger deutlich, worin man den Unterschied sehen kann. Er schrieb:

Nichts ist so langweilig, wie religiös zu sein,
aber nichts ist so aufregend, wie ein Christ zu sein.
Leider haben die meisten nie den Unterschied 
zwischen dem einen und dem anderen entdeckt.

W. I. Thomas behauptet:   Religion = langweilig!
                                        Glaube (an Christus) = aufregend!

Wie definiert er „Religion“? Wie Glauben? Was ist der Unterschied?

Religion macht sich auf, zu Gott zu kommen.
Glaube versteht, dass Gott in Jesus zu uns gekommen ist

Religion versucht Gott zu beeindrucken
Glaube hat das aufgegeben und setzt auf „Gnade allein“

Religion unterhält und verlangt viele Riten und Praktiken
Glaube unterhält lebendigen, (auch formlosen) Austausch mit Gott

Religion steht und fällt mit menschlicher Anstrengung
Glaube steht und fällt mit kindlichem Vertrauen auf Jesus

Religion ist von Menschen gemacht
Glaube ist von Gott geschenkt

Religion befriedigt die religiösen Bedürfnisse der Menschen
Glaube erfreut das Retterherz Gottes

Religion ist tot, nutzlos für geistliches Leben
Glaube rettet!

Ein religiöser Mensch mag seinen Tag füllen mit allerlei Praktiken und Riten. Aber all das wird ihm nichts nutzen, ihn nicht in Gottes Gegenwart bringen, keine Vergebung erwirken, den Himmel nicht öffnen. Und weil durch Riten und Formen kein Leben fließt, bleibt sein Herz unsicher und gelangweilt.

Ein Mensch, der an Jesus glaubt, d.h. Jesus gehört und Ihm nachfolgt, der kann kein eintöniges Leben haben, denn er folgt den dem Schöpfer des Universums, dem Gott aller Götter, dem Licht, dem Guten Hirten. Wie sollte oder könnte das nicht aufregend sein?

Montag, 30. Juli 2012

Besser nicht Gott fragen!

Gut, dass man Gott noch befragen konnte. Er hatte seine Propheten bei seinem Volk gelassen, obwohl das sich mehrheitlich nicht mehr um Ihn kümmerte. Aber Hesekiel war bereit, für Gott zu reden. In Hesekiel 14:1-4 liest man:

"Und es kamen etliche Männer von den Ältesten Israels zu mir und setzten sich vor mich hin.
Da erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihr Herz geschlossen und den Anstoß zu ihrer Missetat vor ihr Angesicht gestellt! Sollte ich mich wirklich von ihnen befragen lassen? Darum rede mit ihnen und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Jedermann vom Haus Israel, der seine Götzen in sein Herz schließt und den Anstoß zu seiner Missetat vor sein Angesicht stellt und zu dem Propheten kommt, demjenigen, der kommt, will ich, der Herr selbst, nach der Menge seiner Götzen antworten."

Die Leiter des Volkes kamen, um Gott zu befragen. Grundsätzlich nicht schlecht! Nicht nur das einfache Volk befragte Gott, sondern auch die Leiter. Aber sie waren nicht aufrichtig. Und Gott, der die Herzen der Menschen erforscht, sieht alle Unaufrichtigkeit auf den ersten Blick. Seine Beurteilung der heuchelnden Leiter war:
  • Ihre Götzen haben sie in ihr Herz geschlossen.
  • Sie haben mit Freuden vor Augen, was sie schuldig werden lässt
Diese vermeintlich frommen Gottessucher hatten also in ihren Herzen Dinge sicher verschlossen, an die niemand rankommen sollte, die ihnen niemand wegnehmen oder madig machen sollte. Und sie hielten die Dinge fest, die zu Gott in Konkurrenz standen.

Zusätzlich "fiel" man nicht in der Versuchung, sondern erfreute sich an der Versuchung, bis sie zur Sünde führte.

Jedem wird klar: Hier kamen Heuchler, um Gott zu befragen. Sie wussten, dass in ihren Herzen viel Unrat war, den Gott zunächst mal ausräumen würde. Das wollten sie nicht. Deshalb hatten sie ihn sicher verschlossen. Warum kamen sie dann trotzdem zu Gott? Nun, es wird wohl ihre Religiosität gewesen sein. Sie waren immer noch "Gottes Volk". Man wollte Gottes Segen haben, seine Meinung erfragen - aber das alles unverbindlich. Wenn's nicht passt, wird's halt verworfen.

Das aber funktioniert nicht bei Gott. Wer an Götzen festhält (was immer Gott den ersten Platz im Herzen streitig macht) oder wer mit der Versuchung spielt - und dann noch scheinheilig zu Gott kommt - dem wird Gott antworten, allerdings "wie er's verdient hat mit seinen vielen Götzen." (Luther) Wie diese Antwort aussieht, zeigen die folgenden ernsten Verse in Hesekiel 14.

Gott durchschaut alle Heuchelei, Halbherzigkeit und Äußerlichkeit. Er schaut sofort tief ins Herz. Er sieht unsere Gedanken von ferne (Ps 139:2), kennt die Gesinnung unseres Herzens (Hebr 4:12)

Wer bewusst unaufrichtig zu Gott kommt, wer an seinen Götzen und Sünden festhält, und mit dieser Einstellung zu Gott kommt, der hat den falschen Weg eingeschlagen. Gott sagt: Wer so "zum Propheten kommt, dem will ich, der HERR, antworten, wie er's verdient hat mit seinen vielen Götzen." Das hört sich nicht nach einer Antwort an, wie man sich sie wünscht. Eher eine Antwort, wie sie nötig und verdient ist.

Die Alternative wird natürlich ebenfalls in der Bibel aufgezeigt und dazu eingeladen:

Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängstigter Geist, ein geängstigtes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. (Psalm 51:19)

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11:28) (Whg 2010)

Samstag, 28. Juli 2012

Unwetterwarnung

Heute machte mich jemand auf eine neue Seite im Internet aufmerksam: www.unwetterzentrale.de  Coole Seite! Hab gleich mehrmals heute drauf geschaut und dabei gemerkt: die Voraussagen stimmen und werden alle paar Minuten aktualisiert. Dabei gibt es sechs verschiedene Warnungsstufen, von „Keine Warnung aktiv“ über „Warnung vor mäßig starkem Unwetter“ bis hin zu „Warnung vor extrem starken Unwetter“.

Während ich hier sitze und schreibe, ist es draußen bedrohlich dunkel, aber ruhig. Kein starker Regen, kein richtiges Gewitter – nur bedrohliche Dunkelheit. Aber momentan ist die gemeldete Kategorie auch lediglich „Vorwarnung aktiv“.

Unwetterzentrale.de konzentriert sich auf die Hinweise, die mit Unwettern zu tun haben. Besonders gute Wetterkonditionen werden nicht angzeigt, eher die besonders schlechten.

Ich muss an eine andere Zentrale denken. Sie ist representativer und zeigt nicht nur kommende Unwetter an, sondern auch kommende Sonnentage. Auch ist diese Zentrale äußerst zuverlässig. Ein weiteres Plus ist, dass sie gezielt Anweisungen gibt, den Unwettern zu begegnen. Hinweise auf diese Zentrale gibt es im Internet und vielen anderen Stellen. „Zentrum für Vorhersagen“ könnte man diese Zentrale nennen. Im Volksmund ist sie auch unter dem Begriff „Bibel“ bekannt.

Es wäre nun möglich, den Rest des Jahres und darüber hinaus an jedem Tag über eine andere Voraussage der Bibel zu berichten, die sich nach gewisser Zeit erfüllt hat. Aber irgendwann würde der ein oder andere vielleicht aufgeben und sagen: „Wird ja langsam uninteressant. Man weiß ja schon im Voraus, dass sich das erfüllt!“ Tja, so ist Gottes Wort. Was Er sagt, hält Er zu 100% - nachprüfbar!

Auch die Bibel sagt Unwetter voraus. Nicht nur, was das Sturm und Hagel angeht. Die Bibel warnt vor „extrem starken Unwettern“ für die Seelen derer, die Jesus nicht kennen und Ihm nicht nachfolgen. So heißt es in Matthäus 13:41-43:

Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus Seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre!

Klar, kann man ignorieren! Tut man ja auch oft genug bei Unwetterwarnungen fürs Diesseits. Ist trotzdem nicht ratsam, denn Gottes Unwetterwarnungen sind bei weitem zuverlässiger als alle Wetterprognosen im Internet.

Es gibt aber auch mittlere Warnungen. So heißt es in 1 Johannes 5:12:
“Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“
Diese Warnung sagt nicht nur Verlust voraus, sondern berichtet auch, dass es ein Gegenüber gibt. Nicht nur „kein Leben haben“ sondern auch „Leben durch Jesus“.

Und schließlich gibt es die Vorhersage in Offenbarung 21:4 für die, die als „Seine Völker" bezeichnet werden:
„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“

Wenn ich mir die Vorhersagen des „Zentrum für Vorhersagen“ anschaue, muss ich sagen: „Coole Seite!“  Bis zum heutigen Tag eine 100% Genauigkeitsquote. Außerdem werden nicht nur die Unwetter vorhergesagt, sondern auch Sonne und Wärme.

Freitag, 27. Juli 2012

Was bleibt?

Sein Leben lang war er ein fleißiger Arbeiter.
Sein Leben lang war er verbunden mit der Natur.
Sein Leben lang war er ein Sammler.
Keller und Dachboden liefern die besten Beweise!
Sein Leben lang heftete er ab, hielt seine Papiere in Ordnung.
Sein Leben lang liebte er den Garten.
Er liebte die Vögel, das Wild, den Wald.
Er liebte es, zu Basteln und zu tüfteln.
Selbst ist der Mann. War es kaputt – er reparierte es.
Sein Leben lang war er hilfsbereit.
Aber auch er wurde alt. Er nahm ab.
Zuerst nahm seine Kraft ab.
Dann seine Gesundheit.
Am Schluss seine Beweglichkeit.
Und damit seine Unabhängigkeit.

Am Tag vor seinem Umzug in die himmlische Heimat sagte er:
„Schmeißt alles fort! Alles weg. Schmeißt es aus dem Fenster raus!

Im Angesicht der Ewigkeit verliert alles Zeitliche seinen Wert. Was wir hier sehen, festhalten und lieben, wird uns in der Stunde des Umzugs weder Halt noch Trost geben können.

Er wusste das. Und als die Stunde kam, in der er Halt brauchte, hatte er Halt gefunden. Nicht in seinen Sammlungen, der Natur oder Errungenschaften. Er hatte Halt gefunden in dem, der den Schlüssel hat zur Ewigkeit: JESUS! Er war bereit, umzuziehen!

Die Bibel berichtet von einer ähnlichen Geschichte, die aber einen tragischen Ausgang hat.

»Ein wohlhabender Mann besaß einen großen Hof mit Äckern, die reiche Ernten brachten, so viel, dass seine Scheunen die Erträge nicht fassen konnten. Da sagte er sich: `Ich weiß, was ich mache! Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen. Auf diese Weise habe ich genug Platz, um alles zu lagern. Und dann werde ich mich zurücklehnen und mir sagen: Mein Freund, du hast für Jahre genug eingelagert. Genieße das Leben. Iss, trink und sei fröhlich!´ Aber Gott sagte zu ihm: `Wie dumm von dir! Du wirst noch heute Nacht sterben. Und wer wird dann das alles bekommen?´ Ihr seht, wie dumm es ist, auf der Erde Reichtümer anzuhäufen und dabei nicht nach Reichtum bei Gott zu fragen.« (Lukas 12:16-21; NLÜ)

Der eine liebte das Leben auf Erden – und bezog Gott mit ein. Sein Umzug in die Ewigkeit war Erlösung und Freude. Der andere liebte das Leben auf Erden – und schloss Gott aus. Sein Umzug war Schrecken und Qual.

Was bleibt nach dem Umzug? Was bleibt ist das Ewige, denn das Zeitliche vergeht. Darum tut gut, wer im Zeitlichen lebt, und sich auf das Ewige vorbereitet. Denn nur das Ewige bleibt!

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,
auf dass wir klug werden. (Psalm 90:12)

Donnerstag, 26. Juli 2012

Segen gestern und heute

Unser geistliches Leben von gestern 
ist kein Garant für ein gutes geistl. Leben heute.

Adam und Eva hatten einen Superstart
… aber dann gings bergab.

Sauls Herrschaft begann mit einer Salbung durch Gottes Prophet
... sein Leben endete im Selbstmord.

Der reiche Jüngling machte sich auf die Suche, das Heil zu finden
... dann verwarf er die einzig wahre Antwort.

Judas Iscariot wurde von Jesus in die Nachfolge gerufen
... dann nahm Geldliebe und Kälte alle Liebe zu Jesus und trieb ihn in den Selbstmord.

Evodia und Syntyche kämpften mit Paulus für das Evangelium
... dann müssen sie wegen Streitereien öffentlich ermahnt werden.

Jesus lehrt in Markus 4:16-19:
Desgleichen auch die, bei denen auf felsigen Boden gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so fallen sie sogleich ab. Und andere sind die, bei denen unter die Dornen gesät ist: die hören das Wort, und die Sorgen der Welt und der betrügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.

Da sind viele, die einen vielversprechenden Anfang machen. Nur rechnen sie weder mit Bedrängnis und Verfolgung einerseits – noch mit Sorgen, Reichtum und Begierden andererseits. Die Freude, der Segen, die Begeisterung des Anfangs bleiben auf dem Weg.

Viele Christen kann man beobachten, die einen gesegneten Anfang mit Jesus machen – oder einen gesegneten Neuanfang. Jesus macht alles neu, sie heilen, sie wachsen ... und sie gewöhnen sich an den Segen Gottes. Sie empfinden ihn als Selbstverständlichkeit. Segen, der auch kommen muss, (so meinen sie) wenn die Nachfolge ausbleibt. Und dann ...    Hier ist noch so ein Beispiel:

Demas war ein wichtiger und treuer Mitarbeiter des Paulus
... dann gewann er die Welt lieb (und versank in der Unbedeutsamkeit).

Und Du?  Und ich?

Ich für meinen Teil möchte mich an Jesus klammern, an Ihm orientieren, auf Ihn hören, Ihm nachfolgen, mich in Ihm freuen, Ihm dienen und täglich im frischen Segen leben.

Der Segen von gestern ist kein Garant für Segen heute!
Nachfolge heute ist!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Götzen im Tempel = Götzentempel

Israel’s Tempel! Gebaut von Salomo. Ein Prachtwerk und eine Kostbarkeit, in der Silber vor lauter Gold gar nicht mehr auffällt. Weihrauch erfüllt die Luft. Priester in herrlichen Gewändern sind beschäftigt, dem Allmächtigen zu dienen. Opfer erinnern an die Gnade und Barmherzigkeit Gottes, der bereit ist, zu vergeben und vergessen. Das Kommen eines ewigen Erlösers hat Er verheißen. Dieser wird regieren und eine Art Himmel auf Erden schaffen. Sein Volk dürfen sie sein, Ihm dienen, seine Arme und Beine, Hände und Füße, Augen, Mund und Ohren sein. Durch sie möchte Er wirken, leuchten, einladen, seine Schönheit und Größe auf Erden deutlich werden lassen. Sie will Er nach Seinem Namen nennen und sie überschütten mit Liebe, Segen und Leben. Gesegnetes Volk Gottes!

Hesekiel ist in Babylon, als Gott ihm eine Vision schenkt. (Hesekiel 8) Im Vorhof des Tempels steht er und blickt hinein in den Innenhof, in dem der Brandopferaltar davon zeugte, dass Gott heilig und gerecht ist, aber auch liebend, fürsorgend und vergebend. Doch anstatt Priester zu finden, die am Brandopferaltar dem lebendigen Herrn dienen, wird Hesekiel am Eingang von einem toten Götzenbild überrascht. Gottes Reaktion: 

Wegen dieser großen Gräueltaten werde ich mich aus meinem Heiligtum zurückziehen! (6)

Als ob das nicht genug sei, führt Gott Hesekiel tiefer in den Tempel hinein. Dort findet er Verantwortliche des Volkes im schlimmsten Götzendienst. Und sie meinen, ihre Taten seien verborgen und daher sicher.

Schließlich führt Gott ihn weiter und zeigt ihm Männer und Frauen, die in rituelle heidnische Handlungen verfallen sind – und das scheinbar noch gut finden!

All das hatte Gottes Volk begonnen zu tun, weil man meinte, Gott habe sie verlassen (12). Darum wandte man sich anderen trügerischen Optionen zu.

Der Tempel in Jerusalem steht nicht mehr. Gott hat diesen Tempel verlassen, wie Er gesagt hat. Heute hat Er einen anderen Tempel bezogen, den Er sich gründlich gereinigt hat. Mit dem Wertvollsten des Himmels hat Er ihn ausgelegt und möchte ihn täglich neu damit erfüllen. Dort möchte Er jetzt angetroffen und angebetet werden, frei von allen toten Götzen. Dort möchte Er seine Liebe, Fürsorge und Barmherzigkeit deutlich werden lassen. Dort möchte Er den Seinen begegnen. Paulus schreibt in 1 Korinther 6:19+20:

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht nun Gott mit eurem Leib!

Unser Leib als Tempel des Allmächtigen! Gereinigt, geheiligt, eingerichtet! Das Opfer, Jesus, der Auferstandene, wird geehrt; der Weihrauch des Gebets steigt auf; die Glieder des Leibes sind Gott hingegeben zum freien Gebrauch, Hände, Füße, Beine Arme, Augen, Ohren und Mund. Gott wird verherrlicht und unser Herz wird erfreut, wie John Piper es sagt: „Gott wird am meisten verherrlicht, wenn wir uns am meisten in Ihm freuen.“

Aber, obwohl die Zeiten und Orte sich geändert haben, nicht so der Widersacher Gottes! Er will Götzen aufstellen an den Plätzen, die Jesus gehören. Er will Selbstvertrauen und Eigeninitiative, wo der Weihrauch des Gebets aufsteigen soll. Er will heidnische Handlungen, wo Dienst für Jesus stattfinden soll. Und je mehr wir uns einlullen lassen und schließlich gar nicht mehr merken, wie Gottes Tempel zum Götzenhaus wird, je mehr wird Gott den Platz verlassen, den Er sich eigentlich vorbehalten und eingerichtet hatte, um uns in Seiner Herrlichkeit dort zu begegnen.

„Ich bin der Herr, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen!“ (Jesaja 42:8)(Whg)