„Ich habe wahrhaftig fröhliche Christen nur an drei Orten gefunden: In der Bibel, in der Untergrundkirche und im Gefängnis.“ (Richard Wurmbrand)

Dienstag, 1. Juni 2010

365x Danke

Wenn Du Zeit hast, schick mir doch mal Deine Gründe, dankbar zu sein. Alles geht! Bitte keine kopierten Listen vom Internet, sondern Deine persönlichen Gründe für Dankbarkeit! Am liebsten an: danke365@yahoo.de - aber gerne auch an eine meiner anderen Adressen. Bin gespannt!

2 Lektionen aus Horst Köhlers Rücktritt

Die Berichte, Beurteilungen und Beleidigungen rollen ja erst an. Deshalb ist es ein wenig riskant, sich so früh zum Rücktritt von Horst Köhler zu äußern. Die unschönen und gemeinen Szenen mit all den Tiefschlägen werden wohl erst 24 Stunden nach der Bekanntmachung seines Rücktritts laut werden. Noch sitzt der Schock zu tief, nicht bei allen, aber bei den meisten.

Trotzdem kann man aus dem, was bisher gesagt worden ist, bereits einige Lektionen ableiten. Besonders für uns Christen, egal, wie wir persönlich Horst Köhlers Entscheidung bewerten. Mir jedenfalls kam folgendes ziemlich spontan in den Sinn:

Die Bibel sagt uns: "So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt." (Römer 13:7)

Wenn man den Umgang der Politiker und Medien mit dem höchsten Amt im Staat in den letzten Wochen beobachtet hat, kommt man nicht umhin, mangelnden Respekt festzustellen. Natürlich weiß jeder zu begründen, warum er respektlos umgehen darf mit denen, denen nach Gottes Willen Ehre gebührt. "Mangelnde Dickhäutigkeit" war wohl das Schlagwort der ersten 12 Stunden nach der Rücktrittserklärung. Aber "mangelnde Dickhäutigkeit" ist keine von Gott legitimierte Ausnahme gegenüber Seinen Geboten. Als Christen tun wir gut daran, uns an Gottes Wort zu orientieren. Und das gilt nicht nur für die Politik, sondern ebenso für alle anderen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Noch deutlicher erscheint mir eine andere Lektion. Der (zumindest zur Zeit noch) gehandelte Grund für den Rücktritt Horst Köhlers sind Unterstellungen, die man ihm gemacht hat aufgrund von Aussagen über Bundeswehreinsätze und Wirtschaftsinteressen. Dass diese Unterstellungen sich als unbegründet erwiesen, scheint nichts zur Sache zu tun. Der Ex-Bundespräsident blieb in der Kritik. Die Angriffe kamen spitz, verletzend und ungerechtfertigt. Unweigerlich werde ich an Gottes Wort erinnert, dass uns immer und immer wieder ermahnt, mit unseren Worten vorsichtig zu sein. Besonders (jedoch nicht nur) im Buch der Sprüche wird anschaulich darüber geschrieben:

Rede nicht zu viel, denn das führt zur Sünde. Sei klug und halte dich mit deinen Worten zurück! (Sprüche 10:19)
Die Worte der Gottlosen stiften Blutvergießen an, aber der Mund der Aufrichtigen rettet sie! (Sprüche 12:6)
Wer unüberlegt redet, der verletzt andere, die Worte der Weisen aber sind wie Balsam. (Sprüche 12:18)Freundliche Worte sind wie Honig - süß für die Seele und gesund für den Körper. (Sprüche 16:24)
Ein weiser Mensch gibt Acht auf seine Worte, denn wer sich selbst beherrschen kann, ist vernünftig. (Sprüche 17:27)
Ein Wort, geredet zu rechter Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen. (Sprüche 25:11)

Diese winzige Auswahl aus dem Wort Gottes macht uns deutlich, was verletzende oder heilsame Worte zu tun vermögen. Die Nachrichten des vergangenen Tages machen deutlich, welch schwerwiegende Resultate ungesunde Worte haben können. Und das gilt nicht nur in der Politik. Das gilt auch in der Gemeinde, der Ehe und der Familie.

Während wir uns neu erinnern möchten, die zu ehren, denen Ehre gebührt, wollen wir gleichzeitig den Herrn bitten, unsere Worte eine Salbe und ein Wohlgefallen sein zu lassen!

Montag, 31. Mai 2010

Mt. Everest und die Sherpa

Würden wir eine Umfrage machen, über die Fakten und Bedeutung des Mt. Everest und der Sherpa, würde bei den meisten nicht viel mehr als ein Schulterzucken herauskommen. Um ehrlich zu sein, bei mir wäre es bis vor 30 Minuten nicht viel anders gewesen. Seit 30 Minuten weiß ich mehr. Über beide.

Das der Mt. Everest mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt ist, wissen noch viele. Das er Teil des Himalaja Gebirges, und in Nepal zu finden ist, ebenso. Vielleicht erinnert man sich auch noch an den ein oder anderen Film, den man gesehen hat. Aber für den Normalbürger hörts dann auch schon langsam auf. Dabei ist der Berg ein Berg der Rekorde und der Einmaligkeiten. Bis Ende 2008 gab es über 4100 Gipfelbesteigungen - bis Ende 2009 216 Tote. Die erste aufgezeichnete Besteigung geschah durch Sir Edmund Percival Hillary aus Neuseeland, gemeinsam mit Tenzing Norgay. 1975 schaffte die Japanerin Junko Tabei als erste Frau die Besteigung des Gipfels. Drei Jahre später waren es Reinhold Messner und Peter Habeler die den Berg zum ersten Mal ohne extra Sauerstoff bezwangen. 1980 war Messner der erste Einzelbesteiger des Berges. 2003 war es der Japaner Yuichiro Miura, der mit 70(!) Jahren der älteste Everestbesteiger wurde, Jordan Romero, ein 13 jähriger Amerikaner, wurde 2010 der jüngste. Beeindruckend ist die Leistung des blinden Amerikaners Erik Weihenmayer, der im Mai 2001 als erster Blinder den Berg bezwang.

Man könnte viele weitere Besonderheiten aufzählen. Aber die kann sich jeder Interessierte auch selbst zusammengooglen. Die Eingabe "Mount Everest" ergibt eine Trefferquote von 250,000,000 (= eine viertel Milliarde Treffer).

Die Eingabe "Sherpa" bringt es auf 5,150,000 Treffer. Ich bekenne, das sind mehr, als ich erwartet hatte. Trotzdem nur etwa 2% der Everest Resultate. Wer oder was sind "Sherpa" eigentlich?  Als ich heute morgen - zwecks zusätzlicher Information - auf die "unerreichte Volksgruppe des Tages" klickte,* stellte ich fest, dass die Sherpa ein vom Evangelium unerreichtes Volk sind, das genau um den Mount Everest herum lebt. Kein Wunder, dass viele der Männer als Bergführer im Himalaja arbeiten. Der oben erwähnte Tenzing Norgay, ist ein Sherpa, dem mit Sir Edmund P. Hillary die erste (erwähnte) Erstbesteigung des Everest gelang.  * mittlerweile ist die nächste Volksgruppe angezeigt. Umstellung erfolgt nach US Zeit

Interessant, und irgendwie bedrückend, fand ich heute morgen den Gedanken, dass der "Mt. Everest" in aller Welt Munde ist, vielleicht berechtigterweise. Aber das Volk, das am Fuße und in der Nähe des Berges im Himalaja lebt, ist der Welt, auch uns Jesusjüngern, so gut wie unbekannt. Menschen auf der ganzen Welt sind begeistert vom Ersteigen des Achttausenders, während fast 200,000 Sherpa, (fast 93% buddhistisch, und knapp 7% hinduistisch) nicht einmal die Chance erhalten, vom Schöpfer, Jesus, zu hören.  Die Bibel sagt uns:

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.  (Matthäus 24:35)Die Berge sollen niedergerissen werden und die Felswände und alle Mauern zu Boden fallen. (Hesekiel 38:20)
Abenteuer und Begeisterung für Gottes herrliche Natur ist angebracht! Aber wir Jesusjünger dürfen nicht vergessen, was ewig ist. Und dementsprechend müssen wir unsere Schwerpunkte setzen. Der Mount Everest wird (gemäß Gottes Wort) vergehen. Die Seelen der Sherpa sind (gemäß Gottes Wort) ewig. Auch die Herrlichkeit des Herrn ist (gemäß Gottes Wort) ewig und alle Welt ist aufgefordert, Ihn zu preisen. Lasst uns das heute tun, Ihn preisen. Lasst uns zusätzlich im Gebet einstehen für die Sherpa, die Ihn nicht preisen, weil sie Ihn nicht kennen. Und lasst uns (gemäß Gottes Wort) zum Herrn der Ernte flehen, dass Er Arbeiter aussendet in Seine Ernte - auch zu den Sherpa.

Samstag, 29. Mai 2010

Saget Dank! (Teil 5/5)

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Vor 5 Tagen konnte man den ersten Blogeintrag dieser Miniserie lesen. Wir haben uns einige Fakten angeschaut, (Quelle: http://www.globalissues.org/article/26/poverty-facts-and-stats) die uns hoffentlich den Blick dafür geöffnet haben dass es uns besser geht als den meisten Menschen auf der Welt, Sicher gibt es für jede Beschwerde und jede "Selbstverständlichkeit" mindestens 10 Gründe, für die wir Gott danken können. Wenn wir das tun, wie muss das dem Herrn gefallen, da es Ihm Ehre bringt! Und welchen Eindruck muss solch ein dankbares Leben hinterlassen bei denen, die Jesus nicht kennen und daher oft eine recht negative Einstellung zu vielem haben!

Ich erinnere mich an "Tante Berta Isselmann", ein Siegener Original. Sie war der Apostel der Zirkusleute, derer, die an den Bushaltestellen warteten und nicht weglaufen konnten, derer, die mit ihr im Wartezimmer eines Arztes warteten oder derer, die ihr im Zug gegenüber saßen. Niemand konnte ausweichen, wenn diese frohe Jesusjüngerin von ihrem Jesus erzählte. An ihrem 80sten Geburtstag setzte sie sich ans Klavier und trillerte: "Nun bin ich achtzig, die Sache macht sich, denn Jesu Liebe macht das Herz so froh!" Eines Tages besuchte sie unsere Bibelschule und berichtete aus ihrem Leben. Alt war sie - und blind. Trotzdem war sie bis ins hohe Alter immer noch allein unterwegs. Auf die Frage: "Tante Berta, wie geht es Dir?" antwortete sie oft: "Gut! Ich danke mich durch!" Was für eine Einstellung einer fast 90 Jährigen. Sie war ein lebendes Beispiel einer dankbaren Person, der die Umstände des Lebens nicht nur Positives zuspielten.

Bei all den Zahlen der vergangenen Tage könnte man auf den Gedanken kommen, dass das Leid, in dem WIR uns vielleicht momentan befinden, heruntergespielt wird im Vergleich zu den Schreckensmeldungen aus aller Welt. Nicht immer hilft es in der Not, uns Situationen in Erinnerung zu rufen, deren Ausmaße die Ausmaße unserer persönlichen Not übersteigen. Wer einen lieben Menschen verloren hat, wird sich kaum damit trösten können, dass irgendwo auf der Welt jemand seine ganze Familie verloren hat. In solchen Fällen dürfen wir Jesusjünger uns daran erinnern, dass unser Herr auch in der Not bei uns ist, dass Er nichts übersehen hat und Ihm nichts außer Kontrolle geraten ist. In einer Todesanzeige in dieser Woche (zwei Geschwister starben am selben Tag) fand ich das Zitat eines Bibelverses aus Römer 8:28:

"Wir wissen, dass Gott bei denen, die Ihn lieben, alles zum Besten führt!"
Vor wenigen Tagen sprach ich am Telefon mit einer lieben Bekannten, die mir ihre Erfahrung mit Dankbarkeit erzählte. Nach einer Knöcheloperation wurde sie nachts von heftigen Schmerzen geweckt. Einschlafen konnte sie nicht mehr und so fing sie an, Jesus zu danken und zu loben für das, was ihr so in den Sinn kam. Während sie ihrer Dankbarkeit freien Lauf ließ, erfüllte solche übernatürliche Freude ihr Herz, dass sie schließlich an dem Punkt ankam, dem Herrn für die Schmerzen im operierten Knöchel zu danken. "Ohne diese Schmerzen" so sagte sie, "wäre ich nicht wach geworden, hätte Jesus nicht gesucht und hätte diese einzigartige und innige Gemeinschaft mit Ihm nicht erfahren. Also habe ich Ihm für die Schmerzen gedankt."

Denke man, wie man will, Jesus hat sich was dabei gedacht, als Er uns durch Paulus sagte:

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Wie wäre es, heute einen regelmäßigen Anfang damit zu machen?

Freitag, 28. Mai 2010

Saget Dank! (Teil 4/5)

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Kennt ihr auch den Satz: „Hör auf zu jammern, sonst gebe ich dir was zum Jammern!“ ? Was für eine Botschaft steckt dahinter? Vielleicht „Deine Mami (dein Papi) ist genervt!“ oder „Halt den Mund sonst setzt’s was!“ Auf jeden Fall aber: „Es gibt Schlimmeres als das, worüber Du momentan jammerst!“

Zumindest die letzte Aussage stimmt. Es gibt tatsächlich Schlimmeres als das, was wir gerade durchmachen. In diesem vorletzten Beitrag unserer „Dankbarkeitswoche“ werde ich zum letzten Mal einige Fakten aus einer Untersuchung erwähnen.(Quellenangabe morgen) Zumindest uns, die wir diese Zeilen lesen, sollte dabei bewusst werden, wie viel Dank wir dem Herrn bringen könnten, d.h., wie viel Dank wir den Herrn vorenthalten, denn es gibt tatsächlich Schlimmeres als das, was die meisten von uns momentan durchmachen.
  • Der totale Besitz der obersten 8,2 Millionen Menschen der Welt stieg auf über 25 Billionen Euro und gab ihnen damit Kontrolle über fast ein Viertel des globalen finanziellen Vermögens.
  • Anders ausgedrückt: 0,13% der Weltbevölkerung kontrollieren 25% des Weltvermögens. (Stand: 2004)
  • Etwa 790 Millionen Menschen in Entwicklungsländern sind immer noch chronisch unterernährt. Zwei Drittel davon in Asien und im pazifischen Raum.
  • Alle 45 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an Malaria, alle 20 Sekunden jemand weltweit an Tuberkulose und alle 10 Sekunden stirbt jemand an Aids (nicht nur Erwachsene).
Die Folgen von Malaria und Tuberkulose konnte ich selbst beobachten während unserer Zeit im Ausland. Vielfach ein Dahinvegetieren. Keine saubere Wohnung, kein sauberes Wasser, keine medizinische Aufklärung, keine finanziellen Mittel.

Armut, Not, Leid, Krankheit, Ungerechtigkeit – all das sind Folgen der Sünde. Jeder von uns ist damit in Berührung gekommen. Und doch haben meine persönlichen Beobachtungen und Begegnungen mich manches Mal beschämt. Wie gut geht es uns, verglichen mit den Milliarden, die ums tägliche Überleben kämpfen müssen, die unter totalitären Regimes leben, die nicht leben dürfen, sondern „gelebt werden“.

Die Not der Welt sollte uns keinesfalls zur Selbstzufriedenheit und Untätigkeit verleiten. Im Gegenteil, Salz und Licht an Jesu Statt zu sein bedeutet auch, uns einzusetzen für die Linderung der Not. Überwältigend, wie sie uns erscheint, sollen wir uns nicht frustriert abwenden. Besser ist es, in unserem kleinen Bereich zu beginnen, in dem wir Einfluss ausüben. Wir können nicht die Welt verändern, aber den Platz, an den Gott uns gestellt hat.

Beginnen sollten wir mit einer aufrichtig dankbaren Herzenshaltung für alles Gute, das wir aus Gottes Hand empfangen, Tag für Tag. Oft werden die Segnungen, die wir von Gott empfangen, zu Selbstverständlichkeiten (sauberes Wasser, genug zu essen, medizinische Versorgung, politische und religiöse Freiheit, Menschenrechte, Kleidung, Wohnung, Kinder, Freunde, Gesundheit, Luxus, etc.) und wir vergessen, dankbar zu sein. Wenn wir beginnen, Jesus von Herzen zu danken für das, was wir aus Seiner Hand empfangen, werden wir andere Menschen; solche, die allein durch ihre positive Lebenseinstellung Veränderung schaffen.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Saget Dank! (Teil 3/5)

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES!  (Epheser 5:20)

Ich lese gerne. Leider viel zu wenig! Und das was ich lese, vergesse ich in der Regel schneller, als mir lieb ist. Darum ist es auch gar nicht so schlecht, über ein Thema eine ganze Woche lang nachzudenken. So wird man immer wieder erinnert. Und Wiederholung ist ja bekanntlich die Großmutter allen Wissens. Vielleicht hilft die Wiederholung des Themas "Dank" uns ja dabei, dankbarere Menschen zu werden.

Neben dem Vergessen habe ich ein weiteres Problem. Immer wieder kommt es vor, dass ich etwas lese, mir einen guten Vorsatz nehme - und dann doch schändlich versage. Ein Beispiel sind Schreibaktionen für verfolgte Christen. Viele Vorsätze, wenig Aktionen.

Leicht kann es uns auch beim Danken so gehen. Wir wollen dankbar sein, aber vergessen es einfach. Mit helfen in solchen Situationen immer Listen, an die ich zwar nicht gesetzlich gebunden bin, die mir aber eine Erinnerungsstütze sein können. Und, um ehrlich zu sein, auch die Fakten, die in dieser Woche im Blog stehen, helfen mir, Gott Dank zu opfern. Von den erwähnten Fakten bin ich bisher verschont worden. Grund genug, dankbar zu sein und gleichzeitig fürbittend einzutreten für die, die weniger glücklich sind als ich. Hier die Fortsetzung der Liste (Quellenangabe am Samstag)
  • Die Anzahl der Kinder an der Weltbevölkerung beträgt 2,2 Milliarden
  • Davon lebt jedes zweite in Armut
  • 640 Millionen sind ohne passenden Unterschlupf
  • 400 Millionen ohne sauberes Wasser
  • 270 Millionen ohne Zugang zum Gesundheitswesen
  • 2,2 Millionen Kinder sterben jährlich wegen mangelndem Impfschutz
  • 15 Millionen sind HIV/AIDS Waisen
  • Weltweit leben 1,6 Milliarden Menschen ohne elektrischen Strom
Missionsstatistik: Nach UN Angaben existieren (vegetieren?) 100-150 Millionen Kinder auf der Straße. Darunter fallen solche, die durch Arbeit oder Betteln Geld "verdienen" und damit eine Art Schulausbildung finanzieren, wie auch solche, die ohne Familie auf der Straße leben.
Verschiedene Missionsorganisationen nehmen sich durch praktische und verkündigte Liebe dieser Kinder an.

Keine dieser Schreckensstatistiken betrifft mich unmittelbar oder meine Familie, obwohl ich viele Jahre unter Menschen gelebt habe, die in diesen Statistiken vorkommen. Ich kann nicht sagen, dass alle diese Menschen unglücklich waren und auch nicht, dass sie durch die Reihe weg unglücklicher waren als wir. Dennoch helfen diese Zahlen, dankbar zu sein. Dankbar für alles, was wir besitzen, für alle Annehmlichkeiten des Lebens, die wir für selbstverständlich annehmen, dankbar für die Privilegien, die uns zukommen.

Etwa zwei Jahre nach unserer Rückkehr von den Philippinen erhielt ich um die Mittagszeit einen Anruf für eine Bevölkerungsumfrage. Ob ich ein paar Minuten Zeit hätte, wurde ich gefragt. Auf die Frage, worum es gehe, kam die Information, dass man eine deutschlandweite Umfrage durchführe über die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem. Als ich den Anrufer darauf aufmerksam machte, dass ich nach 20 Jahren Aufenthalt in der Dritten Welt nicht allzu viel Negatives über unser Gesundheitssystem sagen könne, bedankte man sich freundlich, ohne weitere Fragen zu stellen. Meine Auskünfte hätten den Antwortendurchschnitt sicher etwas zu weit in den Positivbereich der Skala gedrückt.

Sicher gibt es viele Situationen im Leben, in denen uns das Danken schwer fällt. Aber oft erkennen wir auch nicht die Privilegien, die wir haben, und für die wir dankbar sein sollten. Ich hoffe, die oben erwähnten Fakten helfen uns, Gott heute in Dankbarkeit zu begegnen.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Saget Dank! (Teil 2/5)

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Und? Wie war's gestern? Mit der Dankbarkeit, meine ich? Manchmal hilft es ja, sich einige Tatsachen vor Augen zu stellen zu lassen, damit wir mal etwas anderes sehen als nur die Dinge im Leben, die die Tendenz haben, uns undankbar zu machen. Wenn wir dieser Tendenz des Nörgelns, Stöhnens und Kritisierens nachgeben, ziehen wir uns selbst und - schlimmer noch - andere um uns herum nach unten. So abgedroschen der Satz auch klingen mag, er stimmt: "Danken schützt vor Wanken, Loben zieht nach oben!" Versuchs mal! Und falls Dir die Gründe fürs Danken ausgehen sollten, hier ein paar "Wasser-Fakten" (Quellenangabe am Samstag), die jeden von uns dankbar stimmen sollten:

  • Die Hälfte der Menschheit haben Wasserprobleme
  • 1,1 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern haben unzureichenden Zugang zu Wasser, 2,6 Milliarden haben keine ausreichenden Sanitäranlagen.
  • Über 660 Millionen Menschen ohne Sanitäranlagen haben weniger als 1,60 Euro pro Tag zum Leben und über 385 Millionen weniger als 80 cent/Tag.
  • 1,8 Milliarden Menschen, deren Wasserquelle sich innerhalb eines 1 km Radius, aber nicht im eigenen Haus oder Feld befindet, verbrauchen ca 20 Liter Wasser / Tag. In Großbritannien werden pro Bürger täglich 50 Liter allein zur Toilettenspülung gebraucht. Den größten Verbrauch findet man in den USA mit 600 Litern / Kopf.
  • 1,8 Millionen Kinder sterben pro Jahr an den Folgen von Durchfall.
  • Fast die Hälfte aller Menschen in Entwicklungsländern leiden jederzeit an Gesundheitsproblemen, die durch Wasser- und Hygienedefizite hervorgerufen werden.
  • Millionen von Frauen verbringen Stunden am Tag damit, Wasser zu schöpfen

Missionsstatistik: Die größte der vom Evangelium völlig unerreichten 6693 Volksgruppen sind die Shaikh in Bangladesh. * Dies Volksgruppe besteht aus 131,167,000 Menschen, die zu 100% dem Islam angehören. Dementsprechend ist der Prozentsatz der Evangelikalen 0,00%. Von Jesus und dem Wasser des Lebens haben sie nie gehört, wissen nicht wo es zu bekommen ist und haben niemanden, der es ihnen sagt.

* http://www.joshuaproject.net/people-profile.php?rog3=BG&peo3=18084


All das sind mehr Fakten, die uns dankbar stimmen sollten, nein, müssen! Was uns dankbar stimmt, weil wir genügend dieses Segens haben, kann gleichzeitig zum Fürbitteanliegen werden für solche, die leiden - und solche, die im Namen Jesu daran arbeiten, Not zu lindern.

Was uns in dankbares Staunen versetzen muss über Gottes unverdiente Rettergnade uns gegenüber, sollte gleichzeitig zur Fürbitte führen für solche, die das Wasser des Lebens weder kennen, noch gegenwärtig eine Chance haben, davon zu erfahren oder sich zu informieren.

Dienstag, 25. Mai 2010

Saget Dank! (Teil 1/ 5)

Saget Dank ALLEZEIT für ALLES! (Epheser 5:20)

Immer wieder wird mir in den letzten Monaten bewusst, wie undankbar wir Menschen sind, mich voll eingeschlossen. Liest man die Schlagzeilen der Tageszeitungen, ist in den seltensten Fällen eine Überschrift dabei, die uns spontan „Hallelujah!“ rufen lässt. In der Regel werden lokale, nationale, internationale oder globale Probleme gewälzt, deren Lösungsvorschläge immer von mindestens 50% der Beteiligten beanstandet werden. Wollten wir einen Schnelldurchgang der derzeitigen Krisen aufzeigen, kämen ohne zu Überlegen die globalen Finanzprobleme in den Sinn, der unsichere Arbeitsmarkt, die ungerechte Lohnpolitik, die sozialen Unruhen (zumindest der Großstädte), die wachsende Bevölkerungsarmut, die Ölpest im Golf von Mexiko, die immer wieder aufflackernde terroristische Bedrohung, die Einengung der Menschenrechte, die abnehmende Religionsfreiheit (auch in der „freien“ Welt) – und vieles andere. Ohne Mühe könnte die Liste fortgeführt werden.

Würden wir dann eine spontane Liste beginnen mit Anliegen, die uns zum Danken auffordern, kämen diese Anliegen wohl bedeutend langsamer zusammen. Der herrliche Sonnenschein fällt mir spontan ein – aber der Wetterbericht kündigte vor 4 Minuten für heute Nachmittag Regen an. Die frohen, kräftigen Vogelstimmen, die den Frühling begleiten – aber die werden wohl mit dem angekündigten Regen verstummen. Irgendwie kommen die Dankesanliegen weder spontan, noch kommen sie ohne Bedenken.

Bei meinem „Feiertagssurf“ im Internet bin ich auf eine interessante Seite gestoßen. Ein absoluter Renner, wenn es darum geht, Gründe zum Danken zu liefern. In dieser Woche werde ich wohl jeden Tag einige der aufgezählten Fakten erwähnen. (Quellenangabe am Samstag) Wer dann keinen Grund findet, DANKE, JESUS! Zu sagen, dessen Probleme liegen sicher etwas tiefer. Gleichzeitig mit der Motivation zum Danken könnten uns sicher auch Anregungen zur Fürbitte durch den Kopf gehen. Eine solche Gelegenheit sollten wir nicht versäumen. Hier die ersten Fakten:

  • Fast die Hälfte der Weltbevölkerung (über 3 Milliarden Menschen) leben von weniger als 2 Euro/Tag.
  • Mindestens 80% der Weltbevölkerung lebt von weniger als 8 Euro am Tag
  • Die ärmsten 40% der Weltbevölkerung teilen sich 5% des globalen Einkommens. Die reichsten 20% verdienen 75% des globalen Einkommens.
  • Nach UNICEF Angaben verhungern täglich 24,000 Kinder aus Armut. Sie sterben still und unbekannt in einigen der ärmsten Dörfer der Erde, weit weg vom Bewusstsein und Gewissen der Welt.
  • Gemäß Anmeldungsstatistiken im Jahr 2005 waren in Entwicklungsländern 72 Millionen Kinder im Grundschulalter nicht in der Schule. 57% davon Mädchen. Diese Angaben gehen von optimistischen Schätzungen aus.
  • Fast 1 Milliarde Menschen sind ins 21. Jahrhundert eingetreten ohne ein Buch lesen oder ihren Namen schreiben zu können.
  • Weniger als 1% der jährlichen globalen Militärausgaben wäre nötig, um jedes Kind ab dem Jahr 2000 zur Schule zu schicken – es ist nicht geschehen.
Missionsstatistik: Von 16.402 Volksgruppen weltweit sind bis heute 6693 völlig unerreicht mit dem Evangelium, in der Regel sogar ohne reelle Gelegenheit, die Frohe Botschaft irgendwo zu hören.

Wer jetzt noch keinen Grund findet, dankbar durch diesen Tag, diesen Monat, dieses Leben zu gehen, dem wünsche ich von Herzen Gottes Handeln gemäß Hesekiel 36:26.